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Trau, schau, wem? Meinung
Teil der Exklusiv-Serie Die Hengst-Chroniken

Die Hengst-Chroniken #31

Michael Hengst / 28. September 2021 - 13:44 — vor 3 Wochen aktualisiert

Teaser

Für Spielejournalist Michael Hengst haben manche Games-Crowdfundings Züge von virtuellem Bankraub, und Supporter derselben seien nicht schlauer als Leute, die auf nigerianische Spam-Mails antworten.
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Und wieder fragt mich Adio Amadi aus Nigeria per E-Mail, wo er denn die 40 Millionen Euro hin überweisen soll, die er auf meinem Bankkonto gegen eine kleine, aber immer noch 7-stellige Bearbeitungsgebühr parken möchte. Nur Minuten später folgt eine Nachricht der zwanzigjährigen Olga Worobjow. Sie könne es nicht erwarten, mich genauer kennenzulernen – sehr genau. Um mein Interesse zu wecken, hat sie ein besonders freizügiges Foto angehängt, auf das ich nur klicken müsse. Heute muss mein Glückstag sein, immerhin bin ich laut der vollmundigen Versprechungen nicht nur reich, sondern habe auch eine blutjunge und wunderschöne russische Trophäenfrau an der Seite, um die nigerianischen Millionen zu verjubeln. Ich muss los, schönes Leben noch, Jörg schreibt die Kolumne einfach selber fertig.

Spaß beiseite: Mails wie diese bekommen wir jeden Tag, verbannen die Absender auf eine Blacklist, und die Anschreiben in den Papierkorb. Unsere Reaktion auf so beliebte Methoden ist eher mitleidig und herablassend. Wer auf Tinder-Scams, Phishing-Mails, den Enkeltrick, den nigerianischen Prinzen oder andere solche Tricks hereinfällt, ist im besten Fall naiv, im schlimmsten Fall doof wie Brot und verdient es nicht besser, so die landläufige Meinung. Uns würde so etwas schließlich nie passieren! Wir sind viel zu intelligent und technikaffin – und überhaupt ist die Spielebranche vor Betrügern, Gaunern und Schlangenöl-Verkäufern sicher. Wir sind doch alle eine große Familie!

103 Kommentare

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Veröffentlicht am 30.07.2021: Unser Kolumnist Michael Hengst schwelgt in Erinnerungen an ausschweifende Feiern und feuchte Feste aus seiner Zeit als junger Spieleredakteur. Es geht ihm natürlich um die nachfolgende Generation!

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Michael Hengst 28. September 2021 - 13:44 — vor 3 Wochen aktualisiert
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Jörg Langer Chefredakteur - P - 431453 - 28. September 2021 - 13:47 #

Viel Spaß!

funrox 15 Kenner - P - 3096 - 28. September 2021 - 13:59 #

Interessanter Artikel!

Es gibt wohl immer zwei Seiten.
Durch die Negativ-Beispiele haben es die Entwickler, die sonst ihr Spiel nicht verwirklichen könnten, wohl noch schwerer.
Ich persönlich habe noch kein Spiel gebackt, aber mit Sicherheit davon profitiert, dass es andere getan haben und somit das Spiel entwickelt werden konnte.

Patorikku 16 Übertalent - P - 5684 - 28. September 2021 - 14:01 #

Yooka-Laylee, Thimbleweed Park und Bloodstained sowie ja ich gebe es zu zu - man möge mich steinigen - Mighty Number 9 - sind gelungene Beispiele von Crowdfunding-Games. Liegt vielleicht auch daran dass etablierte Branchengrößen mit jahrzehntelanger Reputation dahinter stehen...

Aber irgendwem für irgendwas Geld in den Rachen zu werfen ist in der Tat naiv.

euph 28 Endgamer - - 108231 - 28. September 2021 - 14:13 #

Es gibt ja durchaus wirklich auch positive Projekte. Psychonauts 2 könnte man auch noch anführen z.B.

Hyperbolic 19 Megatalent - P - 17654 - 28. September 2021 - 20:42 #

Habe erst letzte Woche die Dreamcast Version von Intrepid Izzy bekommen. Wer keine DC sein Eigen nennt kann das Spiel auch Win PC über Steam spielen. PS4 Version ist noch in der Mache.

Habe aber leider auch schon Kickstarter Leichen im Keller. Newcomer bekommen von mir kein Geld mehr. Nur noch Leute die vorher schon bewiesen haben das sie liefern können.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86164 - 28. September 2021 - 18:29 #

Was ist mit Mighty No 9? War ein schönes Spiel.

Patorikku 16 Übertalent - P - 5684 - 29. September 2021 - 10:08 #

Fand ich auch, viele haben es aber anscheinend zerrissen, zumindest die Wii U-Fassung.

doom-o-matic 17 Shapeshifter - P - 8323 - 28. September 2021 - 14:01 #

Ich wart noch immer auf meinen 3DS Key von Mighty No 9, und Squadron 42 in Star Citizen :-D

euph 28 Endgamer - - 108231 - 28. September 2021 - 14:03 #

Wie überall gilt: Augen auf beim Eierkauf :-). In Crowdfunding von Spielen habe ich schon lange kein Geld mehr investiert. Das letzte mal war Kingdom Come Deliverance, die für das investierte Geld allerdings sehr gut abgeliefert haben. Bei den vielen anderen Projekten warte ich mittlerweile aber dann doch in der Regel lieber, bis es tatsächlich da ist. Die meisten haben meine Erwartungen unter dem Strich dann meist doch nicht erfüllt. Zudem hat man als Backer ja auch nicht nur einmal in die Röhre geschaut und z.B. auf seinen Key oder die Disc gewartet, während es die "normalen" Käufer schon spielen konnten.

In anderen Bereichen investiere ich aber immer mal wieder in interessante Projekte. Zuletzt in ein Startup, das Schnapps auf Apfelweinbasis herstellt. Da hat mich ein reales Tasting auf einem Innenstadtfest von der Qualität des Produkts überzeugt :-)

thoohl 18 Doppel-Voter - - 10146 - 28. September 2021 - 14:13 #

Gut zu lesende Chronik.

P. S. Calvados?

Berndor 17 Shapeshifter - - 7378 - 29. September 2021 - 11:16 #

Ein guter Äppler im Sommer ist immer was Feines ! ;-)

euph 28 Endgamer - - 108231 - 29. September 2021 - 11:26 #

Mit dem "Apfeltau" konnte man auch super Spritz machen. Schau mal rein:

https://www.startnext.com/apfeltau

Altior 16 Übertalent - - 4041 - 28. September 2021 - 14:10 #

Kleiner Tipfehler:"Die Firma war pleite und zahlte nicht einmal mehr ihre Dienstlei(s)ter."

FrEEzE2046 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 28. September 2021 - 16:50 #

Kein Tippfehler. Sie konnten tatsächlich die Dienstleiter zum Eingang der Büros nicht mehr bezahlen, sodass diese verschwand, die Mitarbeiter nicht mehr an ihre Arbeitsplätze gelangten und das Projekt eingestellt werden musste.

SnarkMarf 17 Shapeshifter - P - 8546 - 28. September 2021 - 14:15 #

Ich habe hierzu eine ähnlich pragmatische Einstellung wie zu Vorverkäufen/-bestellungen:
Ich habe nicht das Geld, um zinslose Darlehen zu gewähren ^^.

Maestro84 19 Megatalent - - 14479 - 28. September 2021 - 14:16 #

Ich steck das Geld lieber in einen ETF und warte auf das fertige Spiel.

SnarkMarf 17 Shapeshifter - P - 8546 - 28. September 2021 - 14:29 #

das ist nicht die dümmste Idee *lach*

Maestro84 19 Megatalent - - 14479 - 28. September 2021 - 14:15 #

Bei Roberts bin ich bis heute erstaunt, wie der es schafft, quasi Nichts abzuliefern und dafür noch gefeiert zu werden.

Jürgen 25 Platin-Gamer - P - 62748 - 28. September 2021 - 14:17 #

Ich habe bisher nur Bücher von Bitmap Books und Stephen Emond (Sierra Collector's Quest) unterstützt. Letzteres verzögert sich schon mal reichlich. Da ich keine Kreditkarte besitze, komme ich selten in die Versuchung, mein Geld für ungelegte Eier auszugeben. Zum Beispiel in das SpaceVenture der Two Guys from Andromeda.

thoohl 18 Doppel-Voter - - 10146 - 28. September 2021 - 14:19 #

Bücher von Bitmap Books sind sehr gut.

euph 28 Endgamer - - 108231 - 28. September 2021 - 14:21 #

Bücher habe ich auch einige über Kickstarter unterstützt - die kamen auch mehr oder weniger pünktlich. Ein bisschen Verzögerung geht ja immer ;-). Dass die Two Guys immer noch nicht abgeliefert haben, ist schon ein Ding. Das Spiel wurde doch damals beim Kickstarter-Hype so um 2012 herum finanziert, wenn ich mich nicht täusche. Das wird dann wohl letztlich nichts mehr.

Grundsätzlich habe ich aber bisher immer Glück gehabt. Alle Projekte, egal was es war, haben am Ende geliefert. Man muss halt wirklich ein bisschen die Augen offen halten.

Jürgen 25 Platin-Gamer - P - 62748 - 28. September 2021 - 14:43 #

Ja, das Space-Ding ist schon reichlich verzögert. Aber sie haben dieses Jahr immerhin schon ein Update auf Kickstarter geschrieben :D
Schon damals hatte ich keine Kreditkarte und habe sie deshalb nicht unterstützt. Zum Glück ;)
Wobei rumort wird, dass wieder jemand aus dem Sierra-Umfeld einen Kickstarter vorbereitet. Da Kens Spiel ja schon angekündigt wurde, hoffe ich wider besseren Wissens auf ein Gabriel-Knight-Wunder. Nun, mal sehen.

euph 28 Endgamer - - 108231 - 28. September 2021 - 14:51 #

Mein Finger hat damals auch gezuckt bei dem Projekt. Aber da liefen schon ein paar andere Sachen und damals was das Buget doch deutlich beschränkter als heute. Ich habe mich dann für das volle Programm von Broken Age entschieden und auch wenn das Spiel nicht der erhoffte Knüller war, hat sich das Geld dann doch gelohnt :-)

LRod 18 Doppel-Voter - P - 12030 - 28. September 2021 - 18:08 #

Shroud of the Avatar und System Shock sind meine Projekte - keine gute Bilanz :/

Immerhin besteht bei letzterem noch Hoffnung.

thatgui 16 Übertalent - P - 4395 - 28. September 2021 - 14:56 #

Verstehe den Artikel nicht: Erst gehts mit "klassischem" Betrug los, dann gehts um gescheiterte / scheiternede Crowdfunding-Projekte entweder durch Betrugsabsicht/Missmanagement/Naivität. Und zum Schluß noch was zum Thema fragwürdiges Geschäftsmodell.

> Was soll mir diese Sendung sagen ?

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86164 - 28. September 2021 - 18:30 #

Dass die Doofen nicht alle werden! XD

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20428 - 29. September 2021 - 6:35 #

Ich würde es einfach als Ermunterung sehen, den gelegentlich etwas verklärt enthusiastischen Blick, den wir als Gamer häufiger mal aufsetzen, auf die Tatsachen des Geschäftslebens zu lenken ;)

thatgui 16 Übertalent - P - 4395 - 29. September 2021 - 12:55 #

Tun "wir" das ? "Wir" meckrn doch ständig über Lootboxen, Servicegames, always on, Abzocke bei Spielen auf Mobiltelefonen, EA ist der Teufel, etc.

Ich kann mit dem Artikel einfach nix anfangen, mir fehlt eine zentrale Aussage, die bei dieser Zielgruppe Sinn macht > glaub kaum das der Onkel Michael mal seine jungen Neffen beiseite nehmen wollte, bevor sie raus in die weite Spielewelt ziehen.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20428 - 29. September 2021 - 22:08 #

"Tun "wir" das ? "Wir" meckrn doch ständig über Lootboxen, Servicegames, always on, Abzocke bei Spielen auf Mobiltelefonen, EA ist der Teufel, etc."

Jupp, und dann kommt ein rührend nostalgisches "ehrliches" "Indie" Spiel ins hippe Crowdfunding und schon wird mit feuchten Augen auf den Bezahlbutton geklickt ;)

Ganon 24 Trolljäger - - 66492 - 8. Oktober 2021 - 8:28 #

Ging mir auch so. Eigentlich sollte es in dem Artikel um Betrugsfälle gehen, aber dann gab es nicht genug Beispiele, oder Michael wurde von verwandten Themen abgelenkt, die er auch noch reinpacken wollte. So wirkt es auf mich, und dadurch wird der Artikel unfokussiert. Es fehlt irgendwie die Kohärenz und die zentrale Aussage.

Brunt 10 Kommunikator - P - 501 - 28. September 2021 - 16:01 #

Man könnte hier auch ein ganz normal veröffentlichtes Spiel nennen: Cyberpunk. Wie man bei dem Spiel trotzdem auf eine 10 kommt wird wohl für die meisten die es gespielt haben für immer ein Rätsel bleiben.
Ich nehme ja stark an das die 10, oder andere Wahnsinnswertungen, nicht für das Spiel an sich sind, sondern für die netten sympatischen Leute bei CDPR und ihre tolle Bewirtung.
Aber nur meine persöhnliche Meinung.

TheLastToKnow 25 Platin-Gamer - - 55262 - 28. September 2021 - 16:12 #

Also ich nehme Jörg sehr wohl ab, dass er das Spielerlebnis von Cyberpunk als eine 10 empfunden hat. Ihm zu unterstellen, er hätte sich persönlich beeinflussen lassen, halte ich für sehr unpassend. Ich kann die Note persönlich aber absolut nicht nachvollziehen, und damit stehe ich ja auch nicht alleine da. Ich würde da maximal eine 7 vergeben.

Brunt 10 Kommunikator - P - 501 - 28. September 2021 - 16:37 #

Ich unterstelle hier nichts dem Jörg sondern der Presse allgemein die solch überzogenen Wertungen verteilt hat.
An irgendetwas muss es ja liegen, und das kann nicht das Spiel alleine sein.
Außerdem ist ja bekannt das bei vielen CDPR von vornherein einen Bonus hat.
Du sagst ja selber im Höchstfall wäre es eine 7.

Alain 19 Megatalent - P - 16867 - 28. September 2021 - 18:08 #

Also da ich auch ein "Opfer" bin und das Spiel super gut fand (Ja, 10er Material), hätte ich eine Theorie anzubieten:

Es hat eine gute Story, aber ein scheiss Open World. Es ist Cyberpunk. Ich denke viele Leute die genau auf das stehen, wird das Spiel super abholen - und ja ich kann mir gut vorstellen, dass Spielemagazin-Redakteure da eher zu zählen als die "breite" Spielerschaft.

Ich bin persönlich ja mit PowerPlay sozusagen "Spielesozialisiert" worden. Hab dort von Dune gelesen, ShadowRun schmackhaft gemacht bekommen - genauso wie Ringwelt und Terry Pratchet. Und vermutlich gilt dies für die üblichen Redakteuere die für einen Cyberpunk 2077 Test ausgewählt werden würden auch.

Also ich will eigentlich nur sagen: DIE MOCHTEN ALLE tatsächlich DAS SPIEL - auf ihrem 3000 € Test PC mit 3080er GPU. (Nein, den habe ich leider nicht.)

LRod 18 Doppel-Voter - P - 12030 - 28. September 2021 - 18:53 #

Für mich auch eine 10/10. Aber ich möchte auch die Story und die Shooter-Mechanik. Die Open World selbst könnte mich kaum weniger interessieren. Die Zeiten, in denen ich in GTA3 einfach zum Spaß versucht habe, die Fahnungssterne auf 5 zu bekommen sind lange vorbei.

Wer da den Schwerpunkt anders setzt, wird ggf. ein anderes Spielerlebnis haben und damit eine andere Wertung.

funrox 15 Kenner - P - 3096 - 28. September 2021 - 20:16 #

Genau das finde ich so schön an den subjektiven Wertungen. Jeder sieht es etwas anders. Aber es muss gut begründet sein. Und das ist es nicht nur in diesem Fall.
Hätte Jörg z. Bsp. „A Plague Tale“ getestet, wäre die Wertung auch eine andere gewesen.

Ich denke, nach dem großen Test, den Videos und vor allen Dingen der massiven Abwertung bei anderen Versionen als die PS5 kann sich jeder gut ein Bild machen.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 28. September 2021 - 18:45 #

Wirfst Du gerade in Deiner persönlichen Meinung den meisten Spielkritikern Bestechlichkeit oder Dummheit vor?

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 28. September 2021 - 17:18 #

Hmmm. Was soll das hier sein? Crowdfunding in die Verbrecher-Ecke stellen mit ein paar wirklich UNSCHÖNEN Verquickungen von Nigeria-Connections und Kickstarter... Auskotzen über angeblich Minderbemittelte, die auch mal ein paar Euro für ihr Hobby riskieren... Wovon (über)lebt GamersGlobal eigentlich gleich nochmal? Ah ja: Crowdfundings! Möööp. Epic fail.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86164 - 28. September 2021 - 18:32 #

Lies den Artikel nochmal. Ich kann nirgendwo deine Kotzerei hier nachvollziehen.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 28. September 2021 - 21:06 #

Und wieso soll ICH dann nochmal lesen?? ^^

Für Michael Hengst haben manche Games-Crowdfundings Züge von virtuellem Bankraub und Supporter derselben seien nicht schlauer als Leute, die auf nigerianische Spam-Mails antworten.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86164 - 28. September 2021 - 22:06 #

Son Quatsch.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 28. September 2021 - 23:08 #

Tststs, bitte mal ein bisschen Respekt. Du kannst doch die Einleitung zu dieser Kolumne, ein wörtliches Zitat von Michael Hengst, hier nicht so krass dissen und als "Son Quatsch" bezeichnen... "unschön" ja, sag ich doch, aber "Quatsch", nein soweit würde ich nicht gehen. ;P

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86164 - 29. September 2021 - 5:34 #

Oh Boy.... Es ist nicht wörtlich zu nehmen. Eher als überspitztes Gleichnis.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 29. September 2021 - 17:46 #

Das Fachwort heißt Framing.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86164 - 29. September 2021 - 18:50 #

Whatever....

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 28. September 2021 - 19:24 #

Je nach Crowdfunding wird es da nur schon schwierig. Manchmal sind es Vorbestellungen wie bei Bitmap Book, "wertlose" Liebhaberstücke wie bei GG - Lets plays oder auch nur Werbung bzw. Marktumfragen. Was ich zu oft sehe sind aber Hochrisikoinventmentmodelle mit einer lachhaften Rendite, dessen einzigen Profiteure, wenn überhaupt, die Macher sind.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 29. September 2021 - 0:16 #

Ich sehe aber auch kleine Entwicklerstudios, die sich den sprichwörtlichen Arsch aufreissen, um ihr Spiel irgendwie fertig zu kriegen. Das Geld aus den Crowdfundings ist längst alle, Haus und Hof verkauft, und trotzdem geben diese Indie-Studios weiterhin alles, um die Backer nicht hängen zu lassen. Und ja, manche Projekte gehen auch komplett schief, zu große Ambitionen, zu wenig Geld, es dauert 10x so lange. So what? Kein Grund, die Leute als Verbrecher abzustempeln.

Es ist ja bezeichnend, dass Michael kein einziges Beispiel nennen kann, wo sich ein Kickstarter mit viel Geld auf die Bahamas verdrückt hat! Er nennt stattdessen Projekte, die aus verschiedenen Gründen schief gegangen sind. Sowas in die Betrugsecke schieben zu wollen, finde ich wirklich unschön, zumal genau diese Situation für Michael nicht ganz unbekannt sein sollte... Er war als Producer selbst aktiv beteiligt an einem Spiel, das komplett schief gegangen ist und fast nichts von dem eingelöst hat, was vorher verprochen wurde: Das Schwarze Auge - Book of Heroes. Dieses Schrottspiel wurde von den Entwicklern kurz nach Release aufgegeben, nachdem die Releasefassung eigentlich nicht mal alphawürdig war. Oder wie GameStar es nannte "Eine unwürdige Katastrophe" (https://www.gamestar.de/artikel/book-of-heroes-dsa-rollenspiele,3359173.html).

Bei der Promotion von Michael klang das aber noch ganz anders... (https://www.makinggames.biz/production/book-of-heroes-looking-into-the-dark-eye,2351236.html). Trotzdem käme ich nun niemals auf die Idee, nicht mal im Rahmen einer "humorvollen" Kolumne, Michael wegen diesem gescheiterten Versuch in die Ecke von Betrügern oder Bankräubern zu stellen, auch wenn er bestimmt gutes Geld von Investoren (und finnischen Steuerzahlern) verdient hat. Dinge gehen eben schief, selbst bei den besten Leuten! Und manchmal kauft oder backt man eben auch Schrott, so wie ich im Fall von Book of Heroes. Shit happens.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 29. September 2021 - 2:26 #

Ob er sie als Verbrecher abstempelt, wäre eine Frage, ob Du die Einführung wörtlich nimmst oder als Analogie. Als Analogie, sich des eigenes Verstandes zu bedienen, ergibt aus meiner Sicht wesentlich mehr Sinn, um, nennen wir es unrealistische Projekte, zu erkennen.
Bei der zweiten Deutung, welche Du scheinbar eher liest, gibt es allerdings noch eine Einschränkung: Eine Scheibe abschneiden. Sicherlich verheben sich meisten Entwickler oder hatten auch einfach nur Pech.

Daß Michael kein Beispiel dafür hat, "wo sich ein Kickstarter mit viel Geld auf die Bahamas verdrückt hat!", hat wahrscheinlich einen ganz einfachen Grund: Ich fand keine Verurteilungen. Ich finde zwar Berichte, Blogs, Forenbeiträge und Reportage, welche von Betrug sprechen, aber was mir fehlt sind Urteile bei Videospielprojekten. Meistens ist da einfach Funkstille. Da bin ich fast traurig darum, daß RAW von Killerwhale von Kickstarter selbst eingestellt wurde.
Am nächsten dran ist da noch die Asylum - Kartenset von Altius Management mit einer Verurteilung wegen Betruges.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 29. September 2021 - 22:56 #

Ich weiß nicht, ob hier die Zielgruppe ist, die es nötig hat, daran erinnert zu werden, bei Kickstarterprojekten den eigenen Verstand zu nutzen. Und auch generell finde ich, irrt Michael, wenn er denkt, dass echte Scam-Projekte (da gab es ein paar, die noch vor Ablauf der Projektphase enttarnt wurden) wirklich viele echte Backer anlocken konnten... denn was macht denn ein Scammer, der ein Fake-Projekt aufsetzt? Er backt sich erstmal kräfig selbst! Um den Eindruck zu erwecken, dass da "ganz viele Leute dabei sind". Den gleichen Trick nutzen ja auch Hütchenspieler, die eine Menge Schaulustiger simulieren und erstmal gegen die eigenen Leute spielt, damit sich dann mal ein echtes Opfer in die "Menge" verirrt.

Ich halte Kickstarter für eine der segensreichsten Erfindungen der Gaming-Branche des letzen Jahrzehnts. Crowdfunding hat uns soooo viele tolle Spiele beschwert und nicht zuletzt (ihmo) ein Revival der Rundenstrategie und Old-School-RPGs. Darüber könnte man mal eine ausführliche, POSITIV konnotierte Kolumne schreiben! Allein die Liste der erfolgreichen Top-Spiele, die ihren Anfang bei Kickstarter nahmen, würde eine ganze Seite füllen. Sich da krampfhaft auf die sehr, sehr wenigen Negativbeispiele zu stürzen und das dann noch mit so fragwürdigen Framing-Methoden... nee, das war ein Satz mit x.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 30. September 2021 - 3:02 #

Dann schaue ich einmal auf Kickstarter schnell nach:
Aus erratbaren gründen bringt mich Kickstarter sofort zu Iragon - Аn Erotic RPG Game; vollvertont Standard; und VR; Zielsumme von 10.000 USD; Ereicht:161.631 USD von 3.178 Investoren; Weitere 140.160€ bei Indigogo
Gestartet am 27. Juli 2021; Soll erscheinen Juni 2022; Bulgarien und das Team wird mit 17 Leuten angegeben.
Die 10.000 USD können wir wohl getrost als Lockmittel ansehen. Der durchschnitte Lohn liegt in Bulgarien etwas bei 8352€ im Jahr. Bei Softwareentwicklern spuckt mir Google ein bulgarisches Jahresgehalt von etwa 19.749€ aus. Davon ausgehend, daß junge Menschen gerne weniger verdienen, um an coolen Projekten mitzuwirken und der CEO nicht die Lohnunterschiede auffrisst, passt immerhin die Mathe mit den erreichten Summen.
Interaktive Sexszenen sind nach meiner Erfahrung eine ziemlich weiche Beschreibung bei Sexspielen und natürlich ist es ein sehr ehrgeiziges Projekt, allerdings eher weniger, wie behauptet, weil das vermischen von Gameplay, Sex und Story so schwierig ist. Immerhin ist der Umfang eher bescheiden mit 5 Damen und etwa 5 Stunden Spielzeit. Von den zwei herausgebrachten Spielen der Firma war immerhin eines ein VR "strip club in the shooter wrapping" mit ausgeglichen Steambewertungen dabei.

Ich hatte mir noch ein paar andere Projekte angesehen, aber die Masche ist eigentlich immer ähnlich. Wie beim Hütchenspiel wir mit einer Vorstellung gelockt, die Einstiegshürde ist niedrig und das Risiko nur wenig offensichtlich, weil die Informationen in der Regel zu spärlich sind. Gab es überhaupt schon einmal ein Videospielprojekt mit einem anständigen Designdokument im Aushang? Oder eine Einsicht in den Kalkulation?

Was Kickstarter uns nicht beschert hat, gehört nur zu seinen grundlegenden Versprechen: "Hier teilen Projektgründer neue Visionen für kreative Arbeiten mit einer Community, die sie unterstützen und finanzieren kann." Da Spieler offensichtlich Innovationen scheuen wie der Teufel das Weihwasser, war keines dieser Projekte erfolgreich.
Stattdessen gewinnt Altbekanntes.... Also nicht daß ich mich über Old - School - RPGs, Rundenstrategie oder Sexspielchen beschweren möchte. ;)

Dein Kolumnenvorschlag wäre ganz nebenbei eben so Framing: Weil Du, sicherlich nur wegen der kurzen Formulierung, dabei eben die negativen Beispiele auslässt und seien es nur die Legionen an Spielen, welche es eben nicht geschafft haben.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 68332 - 30. September 2021 - 3:22 #

Das Altbekannte oder auch abgewandelte, remixte würde es ohne Kickstarter nicht geben. Oder ein Rimworld, um mal ein kleines und total durch die Decke gegangenes Spiel zu nennen.

Und dann die Brettspiele, die es ohne KS nicht gäbe.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 30. September 2021 - 14:09 #

Remixe sind die Kern der AAA - Produktion. ;-)

Das es diese Spielearten nicht geben würde, halte ich für Unsinn. Die Spiele wären kleiner, weniger, "schlechter" und sehr viele davon kostenlos erstellte mit dem RPG Maker, aber da waren sie vorher und sind sie heute noch. Rimworld kontere ich mit Stardew Valley.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 68332 - 30. September 2021 - 17:37 #

Naja, aber sie kriegen es nicht so gut hin. Die machen eher Wiederverwurstung. ;)

Rimworld mit dem RPG Maker, ich bin gespannt. Und wer zahlt das alles? Also die Zeit.

Deinen Konter wehre ich locker ab. 4 Jahre Entwicklungszeit, mindestens 10 Stundentage, keine Bezahlung (siehe Gamestar Artikel). Finde das nicht gerade gut. Und man muss es sich auch erstmal leisten können, 4 Jahre keinerlei Geld zu verdienen. Krankenversicherung?

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 30. September 2021 - 20:57 #

Dann schreibt die Gamestar Mist. Neben der Arbeit am Spiel arbeitet Eric Baron noch abends als Platzanweiser in einem lokalen Theater, um seinen Teil zur Miete beisteuern zu können und Krankenversicherung ist in den USA noch immer keine Selbstverständlichkeit.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 68332 - 1. Oktober 2021 - 0:40 #

Die schreiben ohne Bezahlung fürs Spiel.

Ich finde es jedenfalls nicht cool, dass jemand 10+ Stunden programmiert und abends/nachts dann noch Platzanweiser macht. Ja, eben, Krankenversicherung ist schwierig. Vor allem wenn man praktisch nix verdient.

Viele Entwickler mit Familie und finanziellen Verpflichtungen und ohne Lottogewinn würden so vermutlich nicht arbeiten.

Im Prinzip spricht Stardew Valley eigentlich sogar dafür, dass Kickstarter oder EA (wollte er nicht) besser ist. Für den Entwickler. Besser heißt in demm Fall auch: Für die Meisten dürfte die Entwicklung auch mur so machbar sein.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 1. Oktober 2021 - 1:17 #

Natürlich nicht, warum sollten sie auch ins private Risiko gehen, wenn eine Horde von Menschen ihnen freiwillig Geld geben möchte, ohne am Erfolg teilhaben zu können? Wir haben auch nicht mehr die 90 - iger, wo das elterliche Eigenheim verpfändet wurde.

Ist es cool? Für ihn war es das vielleicht, aber die wahre Heldin in der Geschichte ist seine Freundin. Für die war es nicht cool.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 68332 - 1. Oktober 2021 - 2:22 #

Praktisch immer, wenn jemand jemandem Geld gibt, geht er ins Risiko.

Und genau weil niemand sein Eigenheim verpfänden würde (hoffe ich), ist Kickstarter ein Segen. Da muss man nur auf die Spiele schauen, die über Kickstarter (teil-)finanziert wurden.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 3. Oktober 2021 - 8:13 #

Dem ersten Satz würde ich, je nach Lesart, widersprechen:
In den meisten Fällen sind die Rechte und Pflichten beispielsweise durch Gesetze geregelt. Dadurch wird das Risiko im legalen Bereich auf ein Minimum reduziert, daß es zu vernachlässigen ist.
Wenn in diesem Rahmen hingegen ein relevantes Risiko existiert, wie typischerweise bei Finanzgeschäften, wird in der Regel immer eine Rendite in Aussicht gestellt. Sei es nun Zins oder die Teilhabe am Erfolg.

Attic damals um die DSA - Lizenz der Nordlandtrilogie zu finanzieren und das Eigenheim der Eltern. Und ich laufe deswegen wie Oliver Kahn rum.
Man kann sich natürlich nur auf die (teil) finanzierten Spiele schauen, aber auch da wäre die Frage, ob diese Spiele nicht auch so erfolgreich gewesen wären. Rimworld haben wieviele Leute auf Kickstarter finanziert? 3000 - 4000? Danach der Early Access bummelig 1.000.000 und heute liegt es bei irgendwo zwischen 2 und 5 Millionen verkäufen? Da liegt für mich die Vermutung nahe, daß neben billigen Kapital auch ein Marketingtool gefunden wurden.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 1. Oktober 2021 - 4:57 #

Am Ende ein schönes Spiel zu spielen ist doch genug Teilhabe am Erfolg. Wer ein Investment mit Rendite will, der kann auf fig.co Geld geben (wie z.B. für Wasteland 3 oder Phoenix Point) und bekommt dann ggf. eine kleine Verzinsung seines Kapitals auf Basis der Verkaufszahlen.

Aber ich investiere ja auch in Patenschaften für Kinder über Plan Int., 500 Euro pro Jahr seit über 20 Jahren, also insgesamt schon über 10.000 Euro. Einfach so. Ich freu mich, wenn ich einem Kind damit einen besseren Start ins Leben ermöglichen kann, dank Schule und Ausbildung. Als "Belohnung" kriege ich 1x im Jahr einen netten Brief, aber von deren späteren Einkünften will ich trotzdem nix abhaben... ^^

Und Kickstarter ist für mich nicht so viel anders. Wenn mir ein Projekt gefällt und ich den/die Entwickler sympathisch finde, packe ich ein paar Dollar in den Topf und freu mich, wenn ich jemandem damit einen Start ermöglichen kann.

Letztlich gebe ich damit nur zurück, was ich vor 27 Jahren selbst bekommen habe, als ich mein Unternehmen aufgebaut habe. Am Anfang hatte ich nix außer viele Ideen und Zeit, aber es gab Leute, die an mich geglaubt haben, und ohne die ich mir mein Startup nicht hätte leisten können. Ohne Menschen, die bereit sind, Ideen zu unterstützen, würde auf dieser Welt wenig Neues entstehen.

Und zum Thema "privates Risiko": Das muss nicht monetär sein. Wenn jemand 20.000 Arbeitsstunden in eine Sache steckt (das war in etwa meine Arbeitsleistung in den ersten 5 Jahren) und wäre die Sache gescheitert, dann hätte ich zwar kaum Geld verloren, aber viele meiner besten Lebensjahre. So ein Unterfangen ist ein immenses, privates Risiko, auch dann, wenn man am Ende nicht noch zusätzlich auf nem Berg von Schulden sitzt. Mein zweites Startup, was ich nebenbei danach noch aufbauen wollte, hat mich locker 100K gekostet, diesmal eigenes Geld und wenig Zeit (weswegen es auch gescheitert ist), aber das tat weit weniger weh, als wenn ich 5 Jahre lang umsonst 80h/Woche gearbeitet hätte.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 3. Oktober 2021 - 8:35 #

Wir können uns gerne alle Videospielprojekte auf Kickstarter ansehen, ob sie nach der AO gemeinnützig und oder mildtätig sind und dann ob sie das Spendensiegel bekommen würden. Wenn wir mehr als ein Projekt finden, lehne ich den Vergleich mit Plan International nicht mehr wegen Lächerlichkeit ab.

Du scheinst mir etwas zu vergessen, daß ich ebenso Selbstständiger bin, auch wenn ich nur ein altes Familienunternehmen fortführe und sicherlich weniger erfolgreich bin als Du.
Was Du nicht erwähnt hast: Waren Deine Geldgeber so altruistisch wie Du bei Kickstarter? Oder gab es Bande? Oder waren sie normale Finanziers und bekamen "dann ggf. eine kleine Verzinsung seines Kapitals auf Basis der Verkaufszahlen?

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 3. Oktober 2021 - 11:08 #

Altruismus an die Ausgabe von Spendenquittungen zu koppeln, halte ich nun wiederum für lächerlich. Es ist doch Wurscht, welche Organisation dazwischen ist, ob nun Plan oder Kickstarter, am Ende unterstütze ich Menschen beim Start ins (neue) Leben.

Und ich hatte keine Geldgeber oder Finanziers, die Unterstützung, die ich erhalten hatte, bestand nicht aus Geld, sondern aus Vertrauen (z.B. die IT in die Hände eines Rookies ohne tolle Referenzen wie mich zu geben), aus Kontakten und guten Ratschlägen. Und aus einem Zimmer, weil ich mir anfangs keine Wohnung leisten konnte.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 3. Oktober 2021 - 14:22 #

Es war nicht meine lächerliche Idee, Plan International mit einem Kickstarter - Projekt zu vergleichen. Daß Du wiederum altruistisch handelst, habe ich wiedrum nie bestritten.
Ich kann auch nur vom Allgemeinem und Deinen beiden Beispielen ausgehen, weil ich nicht weiß, was Du sonst so unterstürzt hast:
Einen Start hast Du vielleicht Tom Johnson ermöglicht, aber ich hoffe für ihn, daß er entweder noch andere Einnahmequellen hat oder das Versprechen, Vollzeit (und nicht nur nach Feierabend) daran zu arbeiten, kassiert hat.
Der Franzosen ist bei den Arbeitszeiten realistischer, scheint mir aber auch eher eine extrinsische Motiovation für sein Hobby zu brauchen, als ein neues Arbeitsleben beginnen zu wollen.
Generell scheinen mir aktuell Firmen zu überwiegen, welches mir als logische Konsequenz erscheint, da die jungen Wilden ohne Sporen / Rookies es schon immer schwerer hatten, während alte Namen deutlich mehr zogen. Zusätzlich hat sich der Aufwand für erfolgreiche Projektkamangen deutlich professionaliert.

Jetzt kenne ich das damalige Umfeld bei Dir natürlich nicht, aber um diese Zeit schoßen die IT - "Experten" förmlich aus dem Boden. Vermutlich weil es "ein Ding" unserer Generation war. Zumindest sind gefühlt sind 90% davon auch aus gutem Grund nach dem ersten Auftrag wieder eingegangen. Deswegen sehe ich da wahrscheinlich zu unrecht nichts besonderes.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 30. September 2021 - 6:17 #

Framing bedeutet ja nicht, sich nur auf das Positive oder Negative zu beschränken - das allein wäre einfach eine einseitige Betrachtung.

Framing ist, zwei Dinge in einen Kontext zu stellen, obwohl da gar keine Verbindung besteht. Man erzählt einfach irgendwas über Nigeria-Connection und Bankraub, dann über Kickstarter und beim flüchtigen Leser bleibt hängen „Crowdfunding ist irgendwie gefährlich“. Die AfD erzählt was über Arbeitsplatzmangel, dann über Zuwanderung und hängen bleibt „Flüchtlinge klaun unsere Jobs“. Afghanistan-Debakel + schwarze Null ==> „Bundeswehr braucht mehr Milliarden“... usw. All diese Dinge haben nichts miteinander zu tun, trotzdem machen Leser automatisch diese Verbindungen im Kopf.

Hätte Michael die ersten (nichts zur Sache beitragenden) Absätze weggelassen und einfach nur Negativbeispiele aufgezählt, würde ich hier gar nicht meckern :]

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20428 - 30. September 2021 - 6:51 #

Ich sehe bei dem Artikel keinen Versuch mittels Framing einem Themenkomplex eine neue ideologische Richtung zu geben, sondern schlichte Analogien, um kritische Aspekte zu verdeutlichen. Es ist außerdem keine einzige Verallgemeinerung enthalten, wie sie ja typisch für eine AfD Aussage wäre.

Wenn sich an einem Ort offensichtlich viele Leute gutes Geld aus der Tasche ziehen lassen, dann darf man den trotz seiner guten Aspekte sicher auch als risikoreich bis hin zu gefährlich bezeichnen dürfen.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86164 - 30. September 2021 - 7:07 #

Ich hab nach Lesen des Artikels keine diesbezüglichen Annahmen. Ich kann sowas differenzieren, weisst du? ;)

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 30. September 2021 - 17:17 #

Die allermeisten der GG-User werden das können, wir sind hier ja nicht in Deppendorf ^^. Das macht den Versuch aber nicht besser...

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 3. Oktober 2021 - 8:43 #

Und bei welcher der Hengst - Kolumen war dies bislang nicht der Fall?
Ich meine wir beide hatten dieses Thema schon einmal bei deiner Viatnam - Qlume, mit meiner Behauptung wie schlcht die meisten Menschen Wissen verknüpfen und sinnvolle Ableitungen aus Bekannten treffen können.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 30. September 2021 - 13:01 #

Framing wie wir es gerade meinen ist etwas in ein gewolltes Narrativ zu setzen. Dies kann sehr unterschiedlich passieren, aber die einseitige Darstellung gehört mit zu den häufigsten: Wir brachen mehr Sicherheit in dieser immer gefährlich werden Welt und dazu müssen wir alles über jeden Wissen.

Auch Dinge zusammenbringen, welche nichts miteinander zu tun haben, gehört dazu, aber dies erledigt der Rezipienten meist schon von alleine. Wie wir den Begriff gerade verwenden, meinen wir die gelenkte Änderung der Erwartungshaltung.
Alice Weidel könnte auch von der ihrer Lebensgefährtin erzählen und der Rahmen würde sich bei Arbeitsplatzmangel und Zuwanderung nicht beim Rezipienten ändern.
Was die AFD allerdings stärker versucht ist Wordframing... Noch etwas, was sie nicht können.

Wenn Du Michael vorwirfst, hier Framing zu betreiben, verkennst Du die inhärente Anklage, daß die Allgemeinheit die Betrugsopfer für dumm hält, während sie gleichzeitig nach denselben Gesetzmäßigkeiten handelt.
Du hast unten eine Reihe von Beispielen, bei denen Du meine und Michaels Maximen als falsch darstellen möchtest. Aus meiner Sicht zeigt es natürlich nur Deine Fahrlässigkeit auf. Einem jungen Entwickler ein paar Euro zuzustecken - Geschenkt. Blödsinnig unrealistische Finanzierungsziele gut zu heißen, weil nur so mehr Geld in die Kasse kommt? Dafür sehe ich keine logische Erklärung und lande wieder beim Hütchenspiel.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 30. September 2021 - 17:33 #

Michael ist ein erfahrener Journalist - ich gehe daher davon aus, dass er weiß, was er tut und rhethorische Mittel auch bewusst einsetzt.

Ich habe zu niedrige Finanzierungsziele nicht "gutgeheißen". Mir wäre es viel lieber, wenn in KS-Projekten die tatsächlichen, realistischen Kosten genannt würden (sofern diese im Vorfeld überhaupt realistisch zu bestimmen sind). Aber genau wie eBay Auktionen erfolgreicher sind, die bei 1 Euro starten statt bei realistischen Startpreisen, so gibt es gute Gründe für einen Projektbetreiber, unrealistisch niedrige Ziele zu nennen - auch wenn jeder weiß, dass das Geld niemals reicht. Ein paar dieser Gründe habe ich genannt, um damit Michaels Einordnung als Scam etwas entgegen zu setzen.

Vielleicht würde ein Scammer auch unrealistisch niedrige Ziele setzen, er will ja nicht an der Hürde scheitern und am Ende gar nichts kriegen - aber der Umkehrschluss ist eben nicht erlaubt! Ein zu niedriges Ziel ist KEIN valides Kriterium für Scam. Und eigentlich ist dieser Widerspruch (zu niedrige Ziele, zu wenig Geld) ein Indiz dafür, warum sich Scammen auf Kickstarter praktisch nicht lohnt. Es sei denn, man heißt Chris Roberts.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62348 - 1. Oktober 2021 - 0:44 #

Es gibt keine guten Gründe dafür, sondern es spricht nur eine Reihe von schlechten Gründen dafür. Dadurch daß aber alle dieses falsche Spiel mitspielen, funktioniert dieser systematische Fehler weiter. Gleichzeitig lässt sich dadurch nur schwierig sagen, ob jedes 10. der finanzierten Projekte durch eigene Probleme, Fremdeinwirkung oder Pech doch noch scheitert oder Betrug ist.
Anders gesagt war Elizabeth Holmes Fehler nicht bei einer oder zehn Million auf dem Bahamas zu sagen: "Sorry Leute der Wunderbluttests wird nichts mehr", sondern bis auf 3,5 Milliarden Privatvermögen zu klettern und dann tief zu fallen.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86164 - 30. September 2021 - 5:40 #

"Darüber könnte man mal eine ausführliche, POSITIV konnotierte Kolumne schreiben!"
Mach mal. Die letzte Qlumne ist lang her... M

Jörg Langer Chefredakteur - P - 431453 - 29. September 2021 - 11:51 #

Du nimmst stark selektiven Bezug auf das, was Michael schreibt. Vermutlich sind einige Textzeilen weiß auf weiß dargestellt worden, wofür du nichts kannst, natürlich. Da darf ich dir gerne helfen:

"Natürlich ist nur ein kleiner Teil der Angebote auf Kickstarter, Patreon oder anderen Plattformen mit der Intention aufgesetzt worden, den Leuten nur ihr Cash aus der Tasche zu ziehen und am Ende nicht zu liefern."

"Ich will nicht bestreiten, dass einige Entwickler den Aufwand unter- und das eigene Können schlicht und ergreifend überschätzt haben dürften."

"Das Geld war futsch und der Projektleiter abgetaucht. Mag er vor Gram seinen Crowdfundern nicht mehr gegenübertreten? Oder ist er mit dem Geld einfach abgehauen? Niemand weiß es so genau."

"Foren, YouTube und Reddit sind voll mit prominenten und auch weniger bekannten Spielen, die mit den besten Intentionen gestartet worden sind, aber deren Produktion nicht beendet werden konnte. Das Geld der Unterstützer ist auf alle Fälle weg, das ist klar geregelt durch die Geschäftsbedingungen der Plattformen. Und genau das macht es so einfach, diese Plattformen für Betrug zu nutzen."

Um mal nur ein paar zu nehmen. Also ich erkenne daran die Abgrenzung zwischen besten Intentionen (=deine kleinen Entwickler, die angeblich mit Generalbetrugsverdacht überzogen werden von Michael) und geplantem – vermutlichem – Betrug.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 29. September 2021 - 17:47 #

Die Zeilen sind auch bei mir schwarz auf weiß, danke :)

Aber genau dieses Prinzip macht es so unschön: Zuerst eine möglichst steile These raushauen, dann mehrere Absätze lang krude Verbindungen zu Kriminellen herbeiraunen, nur um dann alles wieder zu relativieren, zurückzurudern und am Schluss ist außer Sturm im Wasserglas nix gewesen.

Solche rhethorischen Taschenspielertrick nerven mich extremst bei Leuten wie Alice Weidel, die genau das in jeder Talkrunde macht (mit Kriminalität + Zuwanderung statt Kriminalität + Crowdfunding), vielleicht bin ich deshalb auch so empfindlich.

Aber wenn's anderen gefällt, will ich da niemand den Spaß nehmen.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 24865 - 29. September 2021 - 14:51 #

Ich glaube, Du siehst das zu eng. Vielleicht wurde da ein falscher Nerv bei Dir getroffen. Er sagt doch explizit, dass sich keines seiner Beispiele anhand der Rendite mit einem Bankraub vergleichen ließe.

Davon ab gab es auf Kickstarter dieses eine Projekt, das sich wie ein Stalker MP las von Typen in der Ukraine, die nur Flash programmiert hatten.

Die Überschrift - Trau, schau, wem? - trifft es schon ganz gut. Wie willst Du gut (besser) gemachte Betrugsprojekte von anderen, die von unerfahrenen, kleinen Teams aufgesetzt wurden, unterscheiden? Und wie behandelst Du Projekte, bei denen es schlicht schief geht oder auf der Kippe steht?

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31836 - 29. September 2021 - 23:34 #

Nur taugen die "Tipps" von Michael leider überhaupt nicht dazu, Betrugsprojekte zu erkennen bzw. sind so banal, dass es dazu keine lange Kolumne gebraucht hätte. Und sie führen die gesamte Idee von Kickstarter ad absurdum! Wenn alle Menschen so denken würden wie Michael, gäbe es kein Crowdfunding.

Ist denn ein Spiel wie "Divinity: Originals Sins 2" mit 500k Dollar zu realisieren? Mit Sicherheit nicht! Trotzdem haben am Ende 42.000 Leute insgesamt über 2 Mio gespendet - und auch das hat natürlich nicht gereicht. Der Knackpunkt ist doch, dass Kickstarter nicht NUR eine Finanzierungsplattform, sondern auch Marketing ist. Viele Projekte gehen absichtlich mit viel zu niedrigem Budget an den Start, um sicher über die Ziellinie zu gehen, ein bisschen Werbung zu machen. Das Kriterium, den "geforderten Betrag mit dem versprochenen Resultat zu vergleichen" ist also überhaupt nicht zielführend, wenn man nicht mal im Nebensatz erklärt, wie solche Zielsummen eigentlich zu Stande kommen.

Der zweite "Tipp", mal in die Historie des Entwicklers zu schauen, ey bitte, sorry, nein. Ein echter Scammer erfindet einfach eine Historie! Ein Entwickler, der offen und ehrlich schreibt, dass er bisher nur ein Flash-Spiel gemacht hat, ist mir erstmal grundsympathisch!

So habe ich zum Beispiel das Spiel "Antimatter" gebackt, ein 4X-Aufbaustrategiespiel: https://www.kickstarter.com/projects/geopi/antimatter-a-city-builder-and-4x-game/description

Fundingziel: 2500 Euro (hahaha! ^^)
Entwickler: Ein 26-jähriger OHNE jede Vorerfahrung, der sich C++ selbst beigebracht hat... (muahaha! ^^)

Warum gebe ich so jemandem 18 Euro? Weil ich zu doof bin zu kapieren, dass 2500 Euro für ein 4X-Spiel a la Master of Orion viel zu wenig sind? Weil ich nicht lesen kann? Weil 355 andere investiert haben? Es mag ja für Michael schwer zu verstehen sein, aber ich mache das, WEIL es ein total ambitioniertes Projekt ist. Und ich freue mir nen Keks, was ich an regelmäßigen Updates zur Entwicklung erhalte, bewundere den Franzosen, mit welcher Leidenschaft er an seinem Traum bastelt und bisher hat er voll abgeliefert! DARUM geht es für mich bei Kickstarter. Um solche Leute. Wenn dabei am Ende ein tolles Spiel rauskommt, bin ich happy. Wenn nicht, ist es auch okay.

Zweites Beispiel: "Enemy" von Tom Johnson, ein Rundenstrategiespiel mit ausgefuchster Physik, Open-World:
https://www.kickstarter.com/projects/tomjohnson/enemy/description

Fundingziel: 15.000 Dollar (hahaha! ^^)
Entwickler: 1-Mann, Tom Johnson (muahaha! ^^)

Für mich meine schönste Kickstarter-Erfahrung, Tom ist ein richtig toller Typ, wir haben während der Entwicklung mehrfach geschrieben, am Taktiksystem gearbeitet. Und das fertige Spiel ist MEGA geworden. Ich war dann auch weltweit der erste, der das Spiel nach dem Steamrelease komplett durchspielen konnte, denn es ist bockschwer :)

Drittes Beispiel: "Legends of Eisenwald", Rundenstrategie nach Heroes of Might & Magic mit Hammergrafik: https://www.kickstarter.com/projects/1684781151/legends-of-eisenwald/description

Fundingziel: 50.000 Dollar (hahaha! ^^)
Entwickler: Ein winziges Team aus Weißrussland (alles Betrüger!)

Jörg gab am Ende 7.5 im Test "Liebe auf den dritten Blick" (https://www.gamersglobal.de/test/legends-of-eisenwald) und das Spiel ist auch wirklich gut geworden.

---
All diese Projekte, und ich könnte noch viel mehr nennen, würde es mit der Heransgehensweise von Michael und ohne Menschen, die bereit (oder "dumm" genug) sind, ein paar Dollar zu riskieren, nicht geben! Und das wäre einfach sehr, sehr schade, denn die Welt ist mit solchen Indie-Perlen einfach besser.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 68332 - 30. September 2021 - 1:18 #

Deine Beispiele zeigen, dass Kickstarter mit das Beste ist, was uns Spielern passieren konnte.

Egal ob Kleinstentwickler, kleines Team (wie jetzt z.B. bei Black Geyser) oder größeres Studio. Ohne Kickstarter würden wir viele Genre gar nicht mehr oder kaum noch spielen können. Gut, dann bliebe mehr Zeit für die Ubi-Formel und Pay2Win in FUT.

Gibt ja auch genug Spiele ohne Kickstarter, die Abzocke sind oder mit falschen Versprechungen locken.

hotzenrockz 17 Shapeshifter - - 6794 - 28. September 2021 - 18:25 #

Bisher keine Software gebackt. Vor einem Jahr einen Brettspieltisch gebackt und seit dem einige wenige Brettspiele ... angekommen ist noch nichts aber bisher mache ich mir bei keinem Projekt irgendwelche Sorgen. Es gibt regelmäßige Updates und die Brettspiele stammen alle von erfahrenen oder halbwegs erfahrenen Kickstarter- bzw. Gamefound-Creator.

Hoelscher33 14 Komm-Experte - P - 1982 - 29. September 2021 - 8:44 #

Habe bereits mehrere Brettspiele gebacked und muss sagen, dass man dort weiter ist - die Frage, ob ein Kickstarter abraucht oder nicht, stellt sich vielen Backern eigentlich gar nicht mehr, sondern nur, ob das Spiel letztlich dann auch die Qualität hat, die versprochen worden ist.

Aber es gibt dort eben mittlerweile auch recht erfahrene Studios wie Awaken Realms (Lords of Hellas, Nemesis, Tainted Grail), von denen ich schon sagen würde, dass die Gefahr eines kompletten Fehlschlags ziemlich gering ist. Die wissen m.E. mittlerweile, was sie brauchen und können so ein Projekt planen.

Die sauber zuende gebrachten KS rechtfertigen dann m.E. schon einen Vertrauensvorschuss (wenn auch nicht in die Qualität, so doch zumindest in die Fertigstellung). Das ist bei 2 Mann-Studios im Videospiel-Bereich, die auch keine einschlägigen Erfolge vorweisen können, dann vielleicht eher fragwürdig.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86164 - 28. September 2021 - 18:32 #

Das einzige was ich backe ist Kuchen!

Noodles 24 Trolljäger - P - 66497 - 28. September 2021 - 20:47 #

So sieht es auch bei mir aus. :D

Hermann Nasenweier 20 Gold-Gamer - P - 20350 - 28. September 2021 - 19:16 #

Bisher habe ich bei Kickstarter wenig Ausfall gehabt, mittlerweile backe ich aber nur noch wenig. Meistens Dinge von Personen die schon ihre anderen Projekte geliefert haben. Das Termine nie erfüllt werden, stört mich nicht im geringsten.

Indigogo hatte ich bisher nur ärger, z.b. Vega +. Das meide ich mittlerweile komplett.

Ob Betrugsabsicht oder nicht, beim backen muss man immer damit rechnen sich die Finger zu verbrennen. Deswegen backe ich nur noch kleine Brötchen, wo sich dann die Verluste notfalls in Grenzen halten. Im großen und ganzen habe ich aber bestimmt 95% meiner Sachen bekommen.

Leider hilft es auch nicht auf die großen Namen zu schauen. Ich „warte“ immer noch auf meine Duke of Diesel Box von Black Forest Games. Selbst diese haben Nachfragen per email einfach ignoriert :/

Danywilde 24 Trolljäger - - 117040 - 28. September 2021 - 21:02 #

Schreib doch mal Andreas Speer und Adrian Goersch direkt an. Das sollte helfen.

Hermann Nasenweier 20 Gold-Gamer - P - 20350 - 29. September 2021 - 14:26 #

Danke für den Tip, aber ist ja schon ewig her. Es gab ja statt der physikalischen Version zwei Keys zum Spiel deswegen war der Verlust jetzt nicht so tragisch. Aber von der Kommunikation war das schon ziemlich schwach, weil halt niemand so genau wusste ob da jetzt noch etwas kommt oder nicht. Da es zumindest noch andere Klagen gab und ich auch nie etwas von der physikalischen Version im Internet gefunden habe, vermute ich mal dass es die auch nie gab. Aber so etwas sollte man dann klar kommunizieren,

Bei Baphomets Fluch 5 kam meine Version auch nicht an, da hatte ich aber nach 2 Tagen eine Antwort und eine Trackingnummer.

Man sieht also dass nicht nur die kleinen Entwickler da oft auf die Nase fallen und das Thema Kickstarter unterschätzen.

Cyd 19 Megatalent - - 18407 - 28. September 2021 - 21:15 #

Wer solche Plattformen kennt, Crowdfunding ein Begriff ist, sich bewusst dort anmeldet, der wird doch auch wissen, dass er eventuell nie das beworbene Produkt sehen, sein Geld weg sein wird.

Wären demnach auch Lottospieler naiv, dumm oder irgendetwas in der Art, da sie die Hoffnung auf etwas haben, dieses sehr wahrscheinlich nie bekommen und letzlich nur ihr Geld verlieren? Eher genauso wenig, denn sie wissen genauso worauf sie sich einlassen. Und bei Crowfunding sehe ich das Risiko (sein Geld zu verlieren und nichts zu bekommen) als noch geringer an, als beim Lottospielen.

P.S.: Habe nur 2 mal was gebacked und in beiden Fällen auch alles bekommen.

Gorkon 19 Megatalent - P - 13903 - 28. September 2021 - 21:46 #

Schöner Artikel, hat mir Spass gemacht ihn zu lesen. :-)

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 205708 - 28. September 2021 - 21:53 #

Bei den paar wenigen Projekten, die ich gebackt habe, waren sowohl Erfolgsgeschichten als auch Rohrkrepierer dabei, von daher geh ich mit dem Artikel d'accord.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17646 - 28. September 2021 - 23:29 #

Zweimal gebackt, zweimal Niete gezogen. Auch wenn ich den Machern in meinen Fällen keinen bösen Willen unterstelle: Für mich ist Kickstarter tot, ich kaufe nur noch fertiges Zeug. Andererseits ist zumindest bei Brettspielen fraglich, ob Trümmer wie Gloomhaven ohne Kickstarter überhaupt im Laden erhältlich gewesen wären.

Hoelscher33 14 Komm-Experte - P - 1982 - 29. September 2021 - 8:45 #

Eher nicht! :-)

Faerwynn 19 Megatalent - - 15687 - 28. September 2021 - 23:35 #

Ich war da bisher sehr vorsichtig und habe nur Crowdfunding-Projekte unterstützt aus denen dann auch etwas wurde. The Curious Expedition, so ziemlich alles von Chris Hülsbeck, das ein oder andere kleine Spiel. Aber ich habe auch so, wie Michael es schreibt, einen Realitätscheck gemacht. Letzten Endes ist es zwar schade, wenn ein Projekt nie erscheint, aber im Zweifel kaufe ich es dann eben erst wenn es released erhältlich ist.

Henning Lindhoff 18 Doppel-Voter - P - 10407 - 29. September 2021 - 5:23 #

Danke, schöne Kolumne. Ich habe mein Geld noch nie an Crowdfunder gegeben und werde es wohl auch nicht.

Shake_s_beer 14 Komm-Experte - - 2693 - 29. September 2021 - 8:35 #

Nette Kolumne. Waren einige Beispiele drin, die ich noch gar nicht kannte. Klar, der Anteil der tatsächlichen Betrüger auf Crowdfunding-Plattformen ist vielleicht gar nicht so groß, da viele gescheiterte Projekte eben doch mit ernsthaften Absichten beginnen und dann aufgrund verschiedener Hindernisse scheitern. Fehlende Erfahrung oder Selbstüberschätzung spielen da sicher eine große Rolle.
Ich persönlich habe auch noch nie etwas gebacked, habe daher keine eigenen Erfahrungen. Würde ich es tun, würde ich aber auch versuchen, die Erfolgsaussichten des Projekts zu ermitteln und dann zu entscheiden. Ich mag's einfach nicht, Geld ggf.ohne Gegenleistung zu versenken.

Jürgen 25 Platin-Gamer - P - 62748 - 29. September 2021 - 9:08 #

Das Projekt hier klingt doch grundsolide:
https://www.kickstarter.com/projects/war-verse/war-verse-universe-at-war?ref=discovery_category&term=PC

Pomme 17 Shapeshifter - P - 8052 - 29. September 2021 - 14:10 #

Das Kickstarter-Video ist gut. Ich überlege, 6 Euro in den Ring zu werfen.

paschalis 28 Endgamer - - 185888 - 29. September 2021 - 15:48 #

500 USD für ein Harcover-Comicbuch ist doch ok. Wer noch Fragen hat, kann sich auf der Website war-verse.com umschauen oder direkt an Shaun the Destroyer schreiben.

TheRaffer 21 Motivator - P - 30567 - 29. September 2021 - 9:21 #

Ich war noch nie auf Kickstarter und habe auch noch nie etwas gebackt. Überall wo Geld fließt wird es immer Menschen geben, die versuchen das System zu ihrem Vorteil auszunutzen. Man sollte deswegen immer mit wachem Auge dabei sein. Allerdings kann Michael, alleine aufgrund seiner Tätigkeit in der Branche, wahrscheinlich wesentlich besser einschätzen, wann ein Entwickler viel zu hohe Erwartungen an seine Finanzierung oder seinen Zeitplan hat. Aber auch da gibt es natürlich die offensichtlichen Fälle. Bei den anderen bleibt dem normalen Nutzer wohl nur Bauchgefühl und mit den Jahren dann auch Erfahrung.

antares 16 Übertalent - - 4229 - 29. September 2021 - 11:08 #

Etwa 20% der von mir gebackten Spiele (jeweils mit Minimaleinsatz für die digitale Version) musste ich als Totalverlust verbuchen. Bei beiden Projekten hätte man aber hinsichtlich des Umfangs (The Mandate) und der Präsentation (Project Phoenix) im voraus stutzig werden können, was einen erfolgreichen Abschluss des Projekts angeht. Ich betrachte meinen Einsatz als bezahltes Lehrgeld für die erworbene Weisheit.

Berndor 17 Shapeshifter - - 7378 - 29. September 2021 - 11:13 #

Danke für den informativen Artikel an Michael. Ich habe auch keine Kreditkarte ( meine Frau hätte ja eine ) und habe deshalb nur für Pillars of Eternity gespendet, weil es da auch nachträglich über Paypal möglich war. Die Plattform "kickstarter.com" funktioniert ja bis heute nicht damit.
Sonst habe ich auch nur, Schande über mein Haupt, Star Citizen unterstützt, aber auch nur mit dem bescheidenen Starter Paket von ca. 30 EUR, als es noch schien, es könne ein neues Wing Commander werden.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 24865 - 29. September 2021 - 14:42 #

> Das Problem ist jedoch das ursprüngliche vollmundige Versprechen, das noch dazu vom visionären Ich-will-alles-Kreativen laufend erweitert wurde – dem jedoch kein Ergebnis gegenübersteht.

Vielen Dank hierfür. Das bringt es sehr gut auf dem Punkt.

Die ständigen Scopeerweiterungen lassen mich auch am Erfolg des Projekts zweifeln und ein Ende ist nach wie vor nicht annähernd in Sicht. Unterstützt habe ich damals den Teil, der sich Squadron 42 nennt, mit einem angeflanschten, optionalen Multiplayerpart. Inzwischen habe ich jegliches Interesse an dem Projekt verloren, weil die Updates keine Fortschritte hinsichtlich der Fertigstellung erkennen lassen. Wenn es mal fertig wird, habe ich immerhin einen Key sowie hoffentlich ein paar physikalische Items (Sternenkarte;-) ).

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17646 - 29. September 2021 - 19:34 #

Wobei die Grafikkarte, die in fünf Jahren zum Spielen benötigt wird, aufgrund von Chipmangel nicht lieferbar sein wird. ;)

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 21452 - 30. September 2021 - 9:58 #

Ein Hoch auf die Eigenverantwortung. :)

Sokar 19 Megatalent - - 18027 - 1. Oktober 2021 - 20:01 #

ich überlege gerade, ist das mit Crowdfundings noch so ein großes Ding? Ich weiß gibt sie immer noch, auch von größeren Unternehmen - aber die Goldgräberstimmung ist definitiv vorbei, ist damit auch die Anzahl der Betrüger oder Selbstüberschätzer zurück gegangen?
Ich bin da immer vorsichtig gewesen. Hab mir die Kampagnen genau angeschaut, wenn es etwas spielbares gab das ausprobiert. Und nie mehr Geld "investiert" (ist ja eher eine Wette auf eine Vorbestellung als eine Investition), als ich bereit war direkt zu verlieren. Ich glaube das höchste waren 50€ für Iron Harvest, aber mit dem Bonus dass es von King Art kam, die a) bewiesen haben dass sie gute Spiele machen und b) bereits erfolgreichen Crowdfundings durchgezogen haben. Fast auf die Nase wäre ich aber bei meinem ersten gefallen, Defence Grid 2. Hab erst im Nachhinein kapiert, dass das eigentliche Spiel nur ein Strech-Goal ist (das nicht erreicht wurde) und das Kampagnen Ziel nur für einen DLC für den ersten gereicht hätte. Glücklicherweise ist da ein Investor eingesprungen und das Spiel konnte trotzdem noch fertig gemacht werden, aber das hat mich direkt gelehrt, bei den Kampagne genauer hinzuschauen.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 27386 - 4. Oktober 2021 - 12:51 #

Jetzt bin ich verwirrt

Pitzilla 20 Gold-Gamer - P - 20893 - 4. Oktober 2021 - 16:26 #

Hört ein bisschen unvermittelt auf, der Artikel. Fehlt da nicht ein Fazit, eine Zusammenfassung oder was auch immer?