Retro spielen? Nicht mehr lange!

Retro spielen? Nicht mehr lange! Meinung
Teil der Exklusiv-Serie Die Hengst-Chroniken

Die Hengst-Chroniken #12

Michael Hengst / 29. Februar 2020 - 20:42 — vor 2 Jahren aktualisiert

Teaser

Spielebranchen-Urgestein Michael Hengst tritt aus seiner Höhle hervor, um euch zu künden: vom physischem Verfall (der Spielemedien, was dachtet ihr?), von trügerischen Cloud-Hoffnungen und von Museen.
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Wir sind ja alle ein bisschen retro – oder etwa nicht? Die jüngeren Generationen mögen mir folgende Aussage verzeihen: Wenn ihr Pong, Super Mario Bros., Tetris, Dungeon Master und alle C64-Klassiker und Arcade-Automaten im Schlaf auf einem Emulator durchspielen könnt, ist das leider nur eine Seite der Historien-Medaille.

Versteht mich nicht falsch, ich persönlich finde Emulatoren großartig. Oder die Welle an Mini-Konsolen und Heimcomputern als Klassiker-Ersatz. So wird, zumindest digital, das Erbe der Spiele-Frühzeit auch künftigen Fans erhalten bleiben. Ein famoser Service, der sich auch auf andere Medien erstreckt. So gibt es beispielsweise das Google Art Project oder die Charta für die Bewahrung des digitalen Erbes der UNESCO. Diese Initiativen tragen dafür Sorge, dass Kunst, Kultur und Informationen aus allen möglichen Bereichen digitalisiert und der Nachwelt erhalten bleiben.

Ohne Frage ist das extrem wichtig, denn gerade alte physische Spiele-Medien haben ein Verfallsdatum. So haben magnetische Speicher wie beispielsweise Disketten eine theoretische Haltbarkeit von 5 bis 30 Jahren. Optische Datenträger wie CDs oder DVDs halten unter optimalen Voraussetzungen bis zu 100 Jahre. Das Stichwort hier ist „optimal“, das heißt also: kein Staub, keine Lichteinflüsse, keine Temperaturschwankungen, keine Kratzer und keine Fingerabdrücke. Das sieht in der Realität aber ein wenig anders aus. Kein Problem, könnte man meinen. Dann werden die frühen Spieleperlen eben in die Cloud ausgelagert. Das ist dann freilich aber eben "nur" digital. Und das ist nur die eine Seite. Ein viel größeres Problem, das gerne mal unterschätzt wird, ist das Konservieren der passenden Hardware nebst Zubehör.

83 Kommentare

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Veröffentlicht am 30.05.2022: Die Worte "Game Over" sind jedem hier ein Begriff. Der Pixel-Tod ist Teil des Spieler-Lebens. Doch nach einem fatalen Blick in den Kalender kommt Michael Hengst ins Grübeln über das reale Game Over.

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Michael Hengst 29. Februar 2020 - 20:42 — vor 2 Jahren aktualisiert
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Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 29. Februar 2020 - 20:42 #

Viel Spaß beim Lesen! Und Danke an Michael für das erste Jahr Hengst-Chroniken!

StefanH 22 Motivator - - 37261 - 29. Februar 2020 - 20:47 #

Immer wieder schön von Michael zu lesen. Ich hoffe, er hat dieses mal nur teilweise recht...

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 29. Februar 2020 - 20:54 #

Schöner Artikel, wie immer, und ein perfekter Beitrag für ein gelungenes Wochenende.
Bei Summer Games würde ich aber auf gar keinen Fall von einem Joystick-Gezerre sprechen, habe Teil 1 & 2 am Donnerstag erst wieder mit meinem auch nicht mehr taufrischen Bruder am C64-Maxi gespielt. Das ist bis auf zwei-drei Disziplinen nahezu filigrane Präzessionsarbeit.
Übel war damals Decathlon, wenn wir im historischen Kontext vergleichen.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 1. März 2020 - 13:20 #

Sehe ich auch so. Die „Games“-Spiele waren idR keine Rüttelorgien, Decathlon schon deutlich mehr.

Lito 10 Kommunikator - 414 - 29. Februar 2020 - 21:01 #

Mein feuchter Traum damals..... das Vectrex. Und ja. Unemulierbar.
Danke für die Kolumne.
Btw. Was zur Hölle ist Persiko?

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 90159 - 29. Februar 2020 - 22:08 #

Das ist son Mandelzeug, schmeckt n bisschen wie Amaretto für Arme. :D

Punisher 21 AAA-Gamer - - 29168 - 1. März 2020 - 12:23 #

Persico ist in meiner Erinnerung ein Pfirsichkern-Likör. Durch das innere der Pfirsichkerne bekommt er diesen Bittermandel-(Marzipan-)Geschmack.

Michael Hengst 17 Shapeshifter - P - 7058 - 1. März 2020 - 23:02 #

Persiko ist ein Kirschlikör. Extrem süß. Aber war damals genauso angesagt wie Altbier-Bowle.

Slaytanic 25 Platin-Gamer - - 60460 - 2. März 2020 - 0:30 #

Zum Glück musste ich sowas noch nie trinken. ;)

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 4. März 2020 - 13:14 #

Beides hat es glücklicherweise nicht in mein Umfeld geschafft.

Sgt. Nukem 16 Übertalent - - 5673 - 1. April 2020 - 23:44 #

Vectrex unemulierbar?

Im 3DCenter-Forum hat vor ein paar Wochen jemand einen solchen angefangen - gibt auch ein YT-Video im Alpha-Status: https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=597569

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 152101 - 29. Februar 2020 - 21:16 #

Schöne Kolumne! Das Atari VCS 2600 und der C64 stehen gut verpackt im Keller. Hab beides aber seit 20 Jahren nicht mehr im Gebrauch gehabt, aus Angst es macht beim einschalten Puff.

Edelstoffl 16 Übertalent - P - 5204 - 29. Februar 2020 - 21:24 #

Schöner Artikel - danke dafür. Den Faktor "Überangebot" nicht zu vergessen. An Originale für den Cevi ranzukommen bedeutete damals zumindest für mich eine weitere Reise in die Kreisstadt und die Investition von bis ca. 5 Monaten Taschengeld - den gekauften Titel hat an dann regelrecht inhaliert. Und wenn's um "Schulhof-Sicherheitskopien" ging: die Zeit die man investierte um a) das Spiel überhaupt zum Laufen zu bringen (z.B. Justieren des Datasetten-Tonkopfes mit einem Feinmechaniker-Schrauber) und b) Verstehen des Spieles ohne Beschreibung und mit mageren Englischkenntnissen.
Ich mag Pixelart-Games und Retro-Remakes/Enhanced Versionen oder wie auch immer.... aber die ich kann mir innerhalb von Sekunden zig Retrogames in einer Qualität ziehen, für die ich vor 30 Jahren meine Seele mit Freuden verkauft hätte und die mir heute nur noch einen kurzen wohligen Nostalgie-Schauer über den Rücken jagen.
Das Feeling/der Zeitgeist kommt nicht mehr und ist auch nicht zu konservieren, weil da meines Erachtens weit mehr dahinter steckt als die Software auf überholten Datenträgern und die alte Hardware.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 29. Februar 2020 - 21:51 #

Grundsätzlich hast du einen Punkt, was die Bewahrung der alten Technik angeht. Beim Amiga ging es zb vor ein paar Jahren los, dass Elkos in Serie platzten. Wenn man (wie ich) beim Löten zwei linke Hände hat oder niemanden, der sich damit auskennt, schaut man in die Röhre, sofern die noch funktioniert.

Nur - es gibt Communities und auch Veranstaltungen, wo sich Leute um Pflege und Reparatur alter Hardware kümmern. Das ist sicher nur eine Einrichtung auf Zeit und weiß auch niemand, ob sie unsere Generation überdauern, aber es gibt sie, wie das Circuit-Board, Forum64, DoReCo und diverse Weitere. Seitdem 3D-Druck erschwinglich geworden ist, werden auch immer mehr Ersatzteile angeboten.

Was die Haptik alter Medien angeht, besteht allerdings seit Jahren ein sehr deutlicher Trend zu Ersatz-Hardware, auch immer mehr auf FPGA-Basis - mit Option für originale Ladezeiten und Laufwerksgeräusche. Die Reparatur der alten Laufwerke scheint nach meiner Wahrnehmung wenig nachgefragt.

Btw beim Stichwort CRT-Darstellung habe ich auch noch keinen "Filter" gesehen, der das Bild eines CRT-Monitors authentisch wiedergibt. Bei CRT-Emulation dagegen schon, mir fällt nur außer dem micro64 gerade kein anderes Programm ein, wo das eingesetzt wird.
Tatsächlich halte ich auch die Grafikwiedergabe auf modernen Monitoren für die größte Verzerrung bei Emulatoren. Beim C64 geht das bereits mit dem Videosignal los, dessen Ausgabe den RGB-Farbraum übersteigt. Es gibt diverse Paletten und mit Colodore sogar eine Simulation eines 1084s-Monitors, aber dennoch bleibt die Darstellung auf modernen Monitoren meist eine ausgewaschene Annäherung an das Original.

Specter 18 Doppel-Voter - 11704 - 29. Februar 2020 - 22:20 #

Schöne Gedanken! Ich selbst werde nie vergessen, wie ich zusammen mit einem Freund zum ersten Mal Super Mario Bros. 3 durchgespielt habe: Gefühlt an drei Tagen am Stück. Nachts musste das NES durchlaufen - eine Speicherfunktion gab es im Spiel nicht... Also schwarzes Klebeband auf die rote ON-Lampe geklebt, damit die Eltern nicht merkten, dass die Konsole über Nacht lief... Schnellspeicherfunktionen waren damals die Ausnahme - und tauschen heute Praktikabilität gegen einzigartige Spielerfahrungen.

Patorikku 16 Übertalent - P - 5847 - 2. März 2020 - 13:38 #

:D Same here, bloss ohne Klebeband ;) NES war legendär. Interessanterweise laufen meine Spiele heute nach einem bisschen Pusten alle noch, Xbox 1-Spiele hingegen machen schon massiv Probleme, Konsole defekt, Spiele vergriffelt etc.., hoch lebe das Modul.

Hermann Nasenweier 21 AAA-Gamer - P - 25394 - 29. Februar 2020 - 22:14 #

Glücklicherweise gibt es ja mittlerweile einige Möglichkeiten die alten Geräte in neu wieder zu erleben (z.B. C64 Reloaded, Spectrum Next, usw.). Das liegt dann schon nahe an der ursprünglichen Erfahrung.

Trotzdem fehlt halt immer das drumherum. Für mich sind meine alten Spiele auch immer etwas Besonderes, weil ich diese mühsam zusammensparen musste. Gespannt musste ich dann eine einstündige Autofahrt über mich ergehen lassen. Dann kniete ich vor dem Spieleregal in der Quelle und habe gefühlt hundert mal alle in die Hand genommen und angeschaut. Irgendwann haben dann meine Eltern gedrängelt und ich musste mich für eines entscheiden, An diese Situation erinnere ich mich immer noch. Meistens habe ich auch gut gewählt, z.B Gauntlet am C64 :)

Mit dem Emulator und irgendwelchen lieblosen Webseiten voller ROMs ist das halt einfach nicht mehr zu vergleichen, da hat Michael vollkommen recht, Glücklicherweise habe ich einen Keller voller HW und SW inklusive der Monitore. Somit kann ich das immer wieder neu erleben. Und mit etwas Glück lebt die Ausrüstung noch so lange wie ich sie benutzen kann.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10853 - 29. Februar 2020 - 22:32 #

Verglichen mit der Frühzeit des Films ist der Archivierungsgrad bei Spielen sehr sehr viel höher. Da sind aus der Stummfilmzeit bis zu 90% verschwunden.
Das was davon übrig geblieben ist erlebt man heute auch anders als damals.
Genauso sehen Gemälde heute teilweise auch anders als zu dem Zeitpunkt an dem sie gemalt wurden.
Vergleichen damit ist das bei Videospielen ein ziemlich gute Zustand.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 29. Februar 2020 - 23:39 #

Tröstend ist, dass nachfolgende Generationen genauso wie wir damals ein bestimmtes Gesamtfeeling in ihrer Erinnerung abspeichern, das sie später einmal vermissen werden, wenn sie die alten Spiele auf Emulatoren zocken. Diese Erfahrung bekommt man eben erst mit dem Älterwerden, wenn man - nicht wie mit 14 - merkt, dass das eigentliche Computerspiel möglicherweise den kleinsten Teil des Spaßes ausgemacht hat.

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 1. März 2020 - 11:35 #

Zumindest die Spieler, die erst in den 2010ern mit dem Spielen angefangen haben, werden schauen müssen, ob sie all die Spiele noch zocken können, wenn die Server dafür abgeschaltet worden sind?

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 1. März 2020 - 13:21 #

Das ist natürlich echt schade für Fans von MMO-Games. Ich spiele nur eines sehr gerne, Galcon 2. Dafür sind auch nicht tausende Spieler nötig. Ein paar Hundert reichen schon.

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 1. März 2020 - 15:50 #

Dies betrifft nicht nur MMOGs. Sollte Steam oder Epic mal dicht machen, sind deine Spiele dort Pfutsch.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10853 - 1. März 2020 - 15:53 #

Steam hat gesagt das sie alle Spiele, dann vom DRM befreien.
Einige lassen sich jetzt auch ohne schon ohne Client spielen, dazu fliegen eh alle (?) Spiele im Netz rum.

Funatic 19 Megatalent - - 15892 - 1. März 2020 - 0:15 #

Was sich bei mir am meisten eingeprägt hat und was so nicht wieder kommen wird ist das Staunen über den nächsten Grafiksprung. Ich rede hier nicht über Dinge wie von 1080p auf 4k, also von super Grafik auf supersuper Grafik. Ich meine von „Strichen“ die, dank der eigenen Phatansie, zu Raumschiffen wurden zu richtigen 8bit Raumschiffe, die als solche zu erkennen waren! Oder das Gefühl, wenn man das erste mal ein Mario 64 gespielt hat und aus dem staunen über 3D nicht mehr rauskam. Oder die „Filmreife“ Grafik in Rebel Aussault die dieses fantastische Doublespeed CD-Rom Laufwerk auf den Bildschirm gezaubert hat. Das hat einfach einen Zauber ausgestrahlt, den man heute nicht mehr hat. Der Sprung von PS3, Xbox360 auf die aktuelle Generation oder der Sprung, der uns Weihnachten bevorsteht hat einfach nicht mehr die Faszination die z.b. ein wechsel von Nes zum Snes oder von nem 486er auf nen Pentium 90 hatte.

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 1. März 2020 - 11:31 #

Da stimme ich zu. Ein Spiel von 2020 unterscheidet sich jetzt grafisch erst einmal viel weniger von einem von 2010 als ein Spiel von 2000 von 1990. Irgendwie schade, dafür aber hält die Hardware auch ewig. Aber irgendwie vermisse ich schon große Sprünge, was wohl mit ein Grund ist, dass ich ein wenig spielemüde geworden bin.

Amundis 15 Kenner - - 3557 - 4. März 2020 - 15:01 #

Das letzte mal, dass ich dieses Gefühl hatte, war die erst VR-Erfahrung. Wer weiß, vielleicht kommt doch nochmal was tolles.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 1. März 2020 - 1:04 #

Genau, danke liebe Raubkopierer, dass ihr das digitale Archivieren möglich gemacht habt! Aber selbst wenn man die gesamte Umgebung noch einmal genauso so wie damals wiederherstellen könnte, Original-Hardware, Original-Spiele, alte Fernseher und sogar Zigerattenqualm, billige Drinks und Seidenblousons mit Schulterpolstern, es würde doch etwas fehlen:

Das Gefühl, dass das alles neu ist! Das Erleben von etwas, was es vorher noch nie gab! Das Staunen über absolute Pionierleistungen. Roald Amundsen, Edund Hillary, Neil Armstrong ... Andrew Braybrook, Rob Hubbard, Jack Tramiel :)

Sathorien 21 AAA-Gamer - - 25111 - 1. März 2020 - 3:18 #

Da gehe ich 100% mit. Das Neue, bei dem man immer wieder dachte „besser kann’s ja gar nicht mehr werden“, das Gefühl kann man nicht mehr „emulieren“. Wobei ich nicht ausschließen möchte, dass die aktuelle Generation (von Jugendlichen) später rückblickend auf 2020 evtl. ähnlich empfinden wird, wer weiß.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 1. März 2020 - 8:39 #

Es gibt schon noch etwas ähnliches, allerdings ist das auch mit Aufwand verbunden: Die Wettbewerbe auf Demoszeneparties. Wenn in einem Raum dutzende oder hunderte von Leuten sitzen, die wissen, was die alte Hardware kann und Produktionen abfeiern, welche die Grenzen davon immer wieder ausloten.

Das hat man dann solche Momente (leider mit Autofokus-Problem im Video):
https://www.youtube.com/watch?v=j2DiI8G7kTo

funrox 15 Kenner - P - 3515 - 1. März 2020 - 1:37 #

Es ist ja nicht alles schlecht in der heuitigen Zeit. Mein früheres Eingreifen in autoexec.bat und config.sys brauche ich jetzt nicht wirklich wieder, ist aber eine schöne Erinnerung.
Was ich dagegen vermisse, sind die vielen kleinen Computer-Läden. Das Abklappern in der nächstgelegenen größeren Stadt war für mich immer ein Highlight in den Ferien.

Extrapanzer 17 Shapeshifter - P - 6904 - 1. März 2020 - 3:47 #

Ich finde, dass sich C64-Klassiker mit Cursortasten statt Joystick viel besser spielen als damals und auch die alten Textadventure machen mit einer PC-Tastatur so viel mehr Spaß.
Ich habe auch immer auf kleinen TV-Geräten oder sogar Monochrom-Geräten gespielt, die Erfahrung eines verwaschenen und mittelmässig modulierten Farbsignals an einem großen Röhrenmonitor habe ich nie gemacht, ganz im Gegenteil, meine Freunde waren z.B. total begeistert, wie brilliant Filme auf meinen kleinen Farbmonitor aussahen ( Videorekorder über RGB-SCSI an Farbmonitor von Highscreen).

Nach meiner Erfahrung brauche ich die alte Hardware nicht, schon gar nicht ohne Quicksave und Quickload. Und die wichtigsten Komponenten kann mir die Hardware auch nicht wiedergeben, nämlich meine Jugend von damals, die Zeit, die Dauer der Ladescreens überhaupt zu ertragen und natürlich die Begeisterung für ein Space Invaders aufzubringen, wenn ich doch schon weiß, dass es Galaga gibt.

Sgt. Nukem 16 Übertalent - - 5673 - 1. April 2020 - 23:45 #

RGB-SCSI? Meinst Du SCART? Oder was ist das genau??

RoT 20 Gold-Gamer - P - 21215 - 1. März 2020 - 3:55 #

schöner artikel...

Vermisse hier lediglich einen verweis auf Rene Meyer im letzten Abschnitt.

Uisel 16 Übertalent - P - 4464 - 1. März 2020 - 9:24 #

ich persönlich vermisse das krumme sitzen vor der kleinen röhre, deren geflimmer und tränende augen nicht so sehr, und bin über geräte wie den framemeister ganz froh. mein grund, warum ich noch auf der originalhardware spielen will, liegt eher an meinem faible und meinem storrischen interesse an originalcontrollern und speziellen eingabegeräten wie diverse angel- dj- oder feedbackcontroller, lightguns etc. das geht in der emulation ja meist unter...

zfpru 18 Doppel-Voter - 10841 - 1. März 2020 - 10:43 #

Gutes bleibt.

anni 13 Koop-Gamer - P - 1372 - 1. März 2020 - 10:56 #

Vielen Dank für die erste Staffel Michael. Ich hoffe diese tolle Serie wird fortgesetzt!

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 1. März 2020 - 11:30 #

Ich bin auf die zweite Retrowelle aus der Zeit gespannt, als ich meine ersten Jahre gezockt habe (mittlere 90er aufwärts). Aktuell werden ja vor Allem die 80er und frühen 90er durchgekaut, aber auch wir Spieler der 90er werden älter und beschäftigen uns gerne mit Youtubekanälen über die "gute, alte Zeit" als Kind in den 90ern. Natürlich kommt dann auch langsam der Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit in der Retroszene hervor. Da wird es wohl bald die Speielveteranen-Yit90s geben müssen. Genug gute Redis sollten dafür vorhanden sein.

Pluess77 11 Forenversteher - P - 809 - 1. März 2020 - 11:38 #

Was die Hardware von alten Konsolen und Computern angeht, gibt es ja heute auch den FPGA-Ansatz. Dabei wird quasi die Hardware Emuliert - und dies nahezu perfekt. Es gibt da z.B. von der Firma Analogue das Super NT und das Mega SG welches das SNES und das Mega Drive perfekt nachstellt. Vorteile bei diesem Ansatz sind das es keinen Imput Lag gibt (im Gegensatz zur Software Emulation) und das die Geräte einen HDMI-Ausgang haben, welche auch auf einen modernen Bildschirm ein schönes Bild zaubern. Auch ist die Soundausgabe, bei welchen sich Emulatoren insbesondere beim Mega Drive sich sehr schwer tun - auch einwandfrei.

Besonders faszinierend finde ich das "Mister"-FPGA Projekt. Da hat man eine kleine FPGA-Platine mit HDMI-Ausgang und SD-Karte welche dutzende alten Konsolen und Computer-System hardwaremässig emuliert. Man redet da von sogenannten "Cores" für die verschiedenen Systemen. Die "Cores" ist quasi eine Software-Beschreibung welche vorgibt wie die FPGA-Platine die Hardware ausführen soll.

Diese Cores beschreiben zum Teil die Hardware perfekt und werden dazu führen dass wir auch in Zukunft die System (vielleicht auf neueren Platinen) perfekt ausführen können.

Während die Produkt von Analogue quasi Plug n' Play sind und auch einen Modulschacht haben, ist das Mister-FPGA Projekt eher etwas wo man zuerst ein wenig reinfuchsen und sich informieren muss - ähnlich wie bei einer Rasperry Pi Emulation.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16359 - 1. März 2020 - 11:43 #

Mister ist übrigens ein Ripoff von MiST, der dafür gesorgt hat, dass der Originalentwickler auf den Originalen sitzen geblieben ist und nicht mehr weiterentwickelt. Der hatte nämlich den Aufwand für Entwicklung und Prototypen und Leute mobilisieren, der Ripoff kopierte es und verkauft es dank weniger Aufwand billiger. Meh.

Pluess77 11 Forenversteher - P - 809 - 1. März 2020 - 12:08 #

Kann man da von Ripoff reden - ich meine die Software ist ja Open Source und kann von jedem so verwendet werden wie er will wenn ich das richtig verstehe. Und die Platine für das Mister Projekt wird ja von Intel verkauft - eigentlich als ein Entwickler-Board für diverse Anwendungszwecke. Da das Mister-Board viel günstiger ist als das Mist-Board können sich dies auch viel mehr Leute leisten - so wird die Community auch grösser und mehr Leute arbeiten dran.

Denke dies könnte wieder passieren wenn nochmals ein deutlich günstigeres FPGA-Board auf den Markt kommt.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16359 - 2. März 2020 - 0:32 #

Ja, kann man. Auch wenn das Open Source ist führt es dazu, dass es sich nicht lohnt den Entwicklungsaufwand zu betreiben. Sonst hätten wir mittlerweile vielleicht eine verbesserte Version, oder einen FPGA für andere Systeme. So lohnt es sich aber nicht ein Gerät zusammenzustellen. Ursprünglich standen mal Versionen mit anderen Hardwareschnittstellen zur Diskussion. Hat sich dank Mister jetzt erledigt. :(

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 1. März 2020 - 12:10 #

FPGA ist keine Emulation im eigentlichen Sinne, da rein über einen Bitstream Logikschalter gesetzt werden. Aus dem Grund wurde mir von von FPGA-Entwicklern auch nahegelegt, von Reimplementation zu sprechen, da hier nichts nachgeahmt wird und Emulation ein irreführernder Begriff sei. Und wie mir neulich aus der selben Ecke erklärt wurde, ist es keine Allerweltslösung, da über FPGA Chip-Designs nicht immer exakt nachgebildet werden können, bzw in dem Fall Emulation nach wie vor authentischere Ergebnisse bringt. Ein Beispiel ist sind die analogen Teile des SID-Chips. Das gilt btw auch für das Mega Drive, dessen Soundchip ebenfalls analoge Bestandteile hat.

Pluess77 11 Forenversteher - P - 809 - 1. März 2020 - 12:25 #

Betreffend dem Emulations-Begriff hast du sicher recht. Finde es aber schwierig dies einfach zu formulieren in einem Blog-Post dass es auch jemand versteht welcher noch nichts davon gehört hat.

Ich beschäftige mich sowohl mit FPGA und auch mit Emulation. Ich bevorzuge in der Regel die FPGA-Geräte da die meinem Gefühl nach näher am Orginal dran sind - bis zum Punkt dass ich nicht sicher bin ob ich diese überhaupt unterscheiden könnte - wenn ich nicht wüsste welches Gerät dran hinge.

Gerade beim Mega Drive ist mir kein Emulator bekannt welcher auch nur annährend am FPGA-Resultat (bezüglich dem Sound) dran ist. Bin mir allerdings nicht ganz sicher obs das FPGA ganz mit der Original Hardware aufnehmen kann - habe ich selten dran.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 1. März 2020 - 12:31 #

Das mit den Resultaten betrifft wohl bestimmte Teilbereiche. Beim SID wurde mir gesagt, dass dort auch mit Teil-Emulation gearbeitet wird, um die Filter nachzubilden. Beim Mega Drive gibt es wohl noch keine authentische Wiedergabe, wobei ich bei der Konsole nicht so sicher bin, ob das unbedingt muss, da auch jede Hardware-Generation anders klang (gab wohl selbst bei Revisionen des MD1 Klangunterschiede).

Pluess77 11 Forenversteher - P - 809 - 1. März 2020 - 12:59 #

Beim Mega SG FPGA gibt es viele Einstellungsmöglichkeiten betreffend dem Sound, welche es ermöglichen sollen sich dem Klangbild an welches man sich von früher erinnert, annähern zu können.

Müsste die auch mal ein wenig mehr ausprobieren. Beispielsweise hat Thunder Force 4 weniger "Punch" im Sound als ich dies in erinnerung habe. Dem könnte ich mich sicher annähern.

Grundsätzlich ist es mir aber nur wichtig das die Instrumente korrekt klingen. Irgendwann ist das Resultat auch nahe genug am Original.

Sgt. Nukem 16 Übertalent - - 5673 - 1. April 2020 - 23:47 #

Es kann NICHT GANZ mit dem Original mithalten - aber gut genug: Sega Joe von Game Sack hat das Ding getestet - auch mit einem Spiel was sich nur auf den ersten MD1-Modellen (aufgrund eines Hardware-Bugs) korrekt anhört.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16359 - 1. März 2020 - 11:41 #

Zum Glück werden in der Retroszene schon seit längerem diese Probleme angegangen. FPGA-Implementierungen der alten Schaltungen, Neuauflagen alter Hardware... Mein C64 hat einen FPGA SID transplantiert bekommen und spielt jetzt sogar in Stereo :) Disketten funktionieren wieder super, wenn sie neu beschrieben werden. Und zum Glück habe ich mir ein paar CRTs gesichert.

xan 18 Doppel-Voter - P - 11484 - 1. März 2020 - 11:49 #

Ich stelle bei solchen Artikeln immer wieder fest, dass da viel mehr Zeitgeist und eigenes Heranwachsen als Sehnsucht drin steckt als nur die Spiele. Es ist ein einmaliges Gefühl ein neues Spiel, eine neue Hardware oder Grafik zu entdecken. Es ist dieses klassische "Du musst dabei gewesen sein", dessen Faszination und Gefühlseindruck nicht weitergebbar ist.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 1. März 2020 - 11:57 #

Michael sieht ziemlich armlos aus, auf dem Bild :-)

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 1. März 2020 - 14:40 #

Ich vermisse tatsächlich nichts. Alles hat seine Zeit. Es gibt noch so viel zu spielen, gerade aus der 16bit-Ära, da muss man nicht mehr mit Datasette, Feinmechanikschraubendreher und DIP-Schaltern hantieren. 300 Mark für ein Interface, um einen 24-Nadler am C64 (oder war‘s schon Amiga?) zum Laufen zu bringen? DFÜ mit 1200er-Akustikkoppler zum Ferngespräch-Tarif? Unfassbar, mit wie wenig wir damals zufrieden waren. Und 8bit-Spiele guckt man kurz mal und wendet sich dann Besserem zu. Unter historischen Aspekten mag man das Sterben von Magnetmedien bedauern, aber als Durchschnittlichspieler ist es mir schlicht egal.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 90159 - 1. März 2020 - 14:41 #

So sieht es aus. Viele alte Spiele die damals liebte, würde ich heute nicht mal mehr eines Blickes würdigen.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 220408 - 1. März 2020 - 14:49 #

Schöner Artikel, aber natürlich auch ein wenig traurig. Aber so ist das mit den Erinnerungen und Dingen der Vergangenheit. Sie verblassen oder gehen den Weg alles Irdischen. Ich schätze mich auch glücklich, die Games-Welt seit 1982 oder so, erlebt haben zu dürfen und im Rückblick möchte ich trotz unendlicher Unzulänglichkeiten der frühen Technik, keinen Moment davon missen.

Sh4p3r 16 Übertalent - P - 4849 - 1. März 2020 - 15:32 #

Ich bin ein Fan von Sammeln von Retro-Konsolen- und Spielen die ich mal besaß. Allerdings nicht von allen, sondern nur einzelnen Systemen, sonst würde mir der Platz fehlen :D
Emulatoren hatte ich mal kurzzeitig benutzt, und etwas verbesserte Grafik, aber Null Feeling gehabt. Hardware-Zubehör war auch so eine Sache. Ridge Racer-Teile (PS1) haben erst so richtig mit dem NegCon-Controller Spaß gemacht. Kompatibilität bei Emus waren immer so eine (Konfig-Sache). Da ich damals noch rechtzeitig einen 4:3 LCD-TV mit niedriger Standardauflösung gekauft hatte, ist die Grafikqualität auch noch so gut wie Original. Datenträger von den CD-Konsolen sind auch noch alle Top, laufen einwandfrei.

PS3 und X360 werden auch in meiner Sammlung verbleiben. Bei X360 allein schon weil mir die Abwärtskompatibilität der One nix taugt, wenn ich bei einem möglichen spontanen Schnäppchenkauf erst mal eine Liste checken muss, und oft feststellen musste dass der Titel nicht dabei ist. Die Retro-Session will da erst noch vorbereitet sein, Download anwerfen, installieren.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 90159 - 1. März 2020 - 18:56 #

Also ich hab keine Probleme mit der Abwärtskompatibilität. Bisher lief alles was ich spielen wollte auf der One. :)

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 70428 - 1. März 2020 - 16:11 #

Also selbst wenn man heute die Spiele von damals auf der Original-Hardware spielt (dabei im Handbuch blättert und das Code-Wheel nutzen muss) und nicht nur emuliert, kann man doch damit nicht das Spiel- und Lebensgefühl von damals zurückholen. Da steckt halt so viel mehr hinter als nur die Hardware. Find darum Emulation und digitale Archivierung völlig ausreichend, damit die Spiele nicht verloren gehen. Selber spielen will ich den alten Kram sowieso nicht mehr.

Specter 18 Doppel-Voter - 11704 - 1. März 2020 - 17:45 #

Wer einen Blick in die beeindruckende Retro-Sammlung vom o.g. Stefan Freindorfer (neu als Autor bei Retro Gamer dabei) werfen möchte, kann das hier tun: https://m.youtube.com/watch?v=_jdbajHvCyk

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 1. März 2020 - 19:58 #

Der gute Mann heißt Stephan Freundorfer

Specter 18 Doppel-Voter - 11704 - 1. März 2020 - 20:10 #

Danke. Das „f“ aus dem Vornamen hatte ich aus dem Text oben...

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 2. März 2020 - 8:01 #

Hab ich dort auch schon als Fehler gemeldet, wurde bisher allerdings noch nicht geändert.

Kinukawa 20 Gold-Gamer - 24846 - 1. März 2020 - 18:02 #

Ich bin inzwischen froh, die alte Hardware endlich aus den Hause zu haben. Teilweise verschenkt, verkauft, weggeworfen. War nur noch Ballast.

Wuslon 19 Megatalent - - 15810 - 1. März 2020 - 22:49 #

Vielen Dank für den tollen Artikel. Anmerkung am Rande: Ich musste "Persiko" googlen :-)

iYork 18 Doppel-Voter - 9513 - 2. März 2020 - 4:42 #

Schon wieder eine Retroschmonzette. Ab und zu was Aktuelles wäre nicht verkehrt.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 2. März 2020 - 8:05 #

Schöner Artikel. Für Spieler, die die damalige Zeit erlebt haben, ist es wohl fast immer das beste Gefühl, die auch heute nochmal auf der originalen Hardware zu erleben - gerade Spiele oder Automaten mit technischen Besonderheiten (Astroids oder Vectrex z.B.). Ich persönlich freue mich aber oft auch, einfach mal ein paar Minuten über einen Emulator zu spielen. Insbesondere die langen Ladezeiten damals über die Datasette, fehlende Speichermöglichkeiten etc. muss ich heute nicht mehr unbedingt erleben, um mich an das Gefühl von damals zu erinnern. Und der neuen Generation, wie z.B. meinen Kindern, muss man diese Tücken auch nicht unbedingt antun - Geschichten vom Krieg usw. ;-)

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 2. März 2020 - 8:28 #

Die in einigen Kommentaren angesprochene Ersatz-Hardware hat idr auch grundsätzlich Features als Standard aktiv, um Wartezeiten zu unterbinden. Ladezeiten sind eine Eigenart der damaligen Technik, die schon vor 30 Jahren nervte und ich kenne auch in der Retro-Community kaum Leute, die darauf Wert legen.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 2. März 2020 - 9:29 #

Bei alten Geräten, dürften in vielen Fällen auch Bauteile im Lauf der Zeit Probleme machen. Bei einem PC Engine Handheld durfte ich schon mal einen Stapel Kondensatoren austauschen, was nicht nur wenig Spaß macht, sondern eben auch den Originalzustand über den Haufen wirft.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 2. März 2020 - 14:57 #

Ich hoffe, dass man einiges von der guten alten Hardware bewahren kann. Das Gefühl kann man nicht zurück bringen, aber zumindest um einige Museumsstücke sollte man sich bemühen. :)

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 67460 - 4. März 2020 - 13:30 #

Ich halte meinen gebraucht gekauften CPC in Ehren und am Laufen. Aber Mangel an Platz und Hardware schicken mich geradewegs in die Emulatoren-Ecke. Einen Amiga hätte ich allerdings gerne noch. Und eine Xbox. Und einen Spektrum...

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 4. März 2020 - 14:04 #

Mangel an Platz und Zeit haben mich irgendwann erwogen, alle meine alten Konsolen in bessere Hände zu geben. Und wenn mich der Nostalgiefrosch küsst, dann müssen halt mal Emulatoren herhalten, das reicht mir meist, um in seeligen Erinnerungen zu schwelgen.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 4. März 2020 - 14:04 #

Mein schlechtes Gewissen einen alten "tragbaren" S/W - Fernseher vorletztes Wochenende entsorgt zu haben, hält sich immer noch in Grenzen.

Ich sehe diesen Willen zum Damaligen aber auch als zeitgeistigen Nonsens. Niemand kann schlicht zweimal in den gleichen Fluss steigen. Es gibt zwar durchaus gute und vorallem technische Gründe, dafür auf den originalen Geräten zu spielen, aber die Meisten dürften heute wesentlich mehr Geld und weniger Zeit haben. Deswegen sind auch dann viele Erweiterungen zur "Pflicht" geworden wie der USB - Port.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 5. März 2020 - 23:44 #

Wieso kann man nicht zweimal in den gleichen Fluss steigen? Hab ich schon gemacht.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 6. März 2020 - 10:36 #

Dies ist die übliche starke Verkürzung von Heraklits Philosophie der Flusslehre. In dieser Metapher verändert sich sowohl der Fluss als auch man selbst.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 7. März 2020 - 0:07 #

Es geht noch kürzer: πάντα ῥεῖ‚ alles fließt!

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 8. März 2020 - 9:24 #

Ah. Philosophie war für mich schon immer ein Buch mit sieben Siegeln.

Michael Hengst 17 Shapeshifter - P - 7058 - 8. März 2020 - 12:46 #

Moin! Die Konsolen würden eigentlich noch gehen. Aber das "größte" Problem sind echt die Röhrenmonster aus alten Tagen.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 10. März 2020 - 11:11 #

*leichtes kopf nicken*
Wenn es mit der von mir wahrgenommen Retromanie weiter geht, würde es mich nicht wundern, wenn "demnächst" Retrofernseher gebaut werden. Technik von gestern für den Preis von morgen.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 10. März 2020 - 13:33 #

Meinst du Smart-TVs mit einem sperrigen Gehäuse oder willst du echt zurück zur Röhre? :)

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 10. März 2020 - 13:44 #

Es würde mich nicht wundern, wenn jemand eine Smart - TV mit Kathodenstrahlröhre und eventuellen Retrospiele - Funktionen wie Emulatoren und Modulschächte bauen würde und anschließend ein Preisschild von 2000,- € drauf klatscht. Dies wird noch etwas dauern, da vorher die Altgeräte rar werden müssten.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 10. März 2020 - 13:58 #

Okay, SO viel Unrecht wirst du damit wahrscheinlich nicht haben. Kein Massenmarkt, aber ein paar Bekloppte wird es geben...

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 10. März 2020 - 14:44 #

Da verweise ich auf die Kitchenaid Küchenmaschine. Es gibt halt echt viele Bekloppte.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 10. März 2020 - 20:41 #

Autsch. Der Vergleich trifft natürlich ;)

Patorikku 16 Übertalent - P - 5847 - 6. März 2020 - 14:36 #

The Hengst™ wirkt auf dem Teaserbild so, als würde er gerne jemanden zusammenschlagen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 6. März 2020 - 16:39 #

Darum verkrampft er ja auch die Fäuste hinter dem Rücken :-)

Michael Hengst 17 Shapeshifter - P - 7058 - 8. März 2020 - 12:48 #

Och...:-). Ich bin doch so friedlich. Meistens...