Ist hier Politik im Spiel?

Ist hier Politik im Spiel? Meinung
Teil der Exklusiv-Serie Die Hengst-Chroniken

Die Hengst-Chroniken #18

Michael Hengst / 30. August 2020 - 7:00 — vor 1 Jahr aktualisiert

Teaser

Entwickler sollen Politik aus ihren Spielen raushalten? Die ist doch schon längst drin, denkt sich Michael Hengst. Eine Kolumne über Spiele als Spiegel der Gesellschaft.
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Dieser Kolumne ging ein kleines Streitgespräch voraus. Im Kern ging es bei der Diskussion um mehrere grundlegende Aspekte des Spieldesigns und sie nahm dann eine doch ziemlich überraschende Wendung. So meinte ein Kollege, ihm sei seine Zeit zu schade, sich mit schlechten Inhalten zu beschäftigen. Er bevorzuge intellektuell ansprechende, ausschließlich (seiner Meinung nach) hervorragende Spiele und mediale Inhalte als Wegweiser für solides Spieldesign. Ich hingegen bin der vehementen Überzeugung, dass ein möglichst breites mediales Spektrum zum Rüstzeug dazugehört und zitiere hier immer gerne die Aussagen von Noah Falstein und Bob Bates anlässlich einer Tagung, die da sinngemäß lautet: Ein guter Spieldesigner liest gute, aber auch schlechte Bücher, schaut tolle Filme und Serien ebenso gerne wie miese und spielt grottige Spiele genauso wie Wertungssieger.

Nur durch das breit gefächerte Spektrum bekommt man ein Gespür für Qualität, funktionierende Plots und solide Mechaniken, beziehungsweise entwickelt einen Kompass für mögliche narrative Knaller und solide Spielelemente. So gewappnet quäl(t)e ich mich durch die SchleFaZ dieser Welt, "vergnügte" mich mit Spielen der unteren Wertungsgruppe und las populäre Bücher, wie die meiner Meinung nach mehr als fragwürdige Fifty Shades of Grey-Trilogie. Skepsis hin, falsches Frauenbild her: Das Buch hat bis Ende 2019 nahezu 35 Millionen Kopien verkauft. Also muss die Autorin irgendwas richtig gemacht haben. Auch ein Candy Crush gehört zum Pflichtkatalog, genauso wie Paper Mario, das neue Call of Duty oder die aktuelle Indie-Katastrophe. Natürlich wird die Auswahl durch die Fülle an Neuerscheinungen und den Mangel der eigenen Zeit eingeschränkt – aber ich bleibe dabei: Man sollte seinen Elfenbeinturm immer wieder verlassen und sich die Hände schmutzig ...

106 Kommentare

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Veröffentlicht am 17.11.2021:

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Michael Hengst 30. August 2020 - 7:00 — vor 1 Jahr aktualisiert
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Akki 17 Shapeshifter - P - 7310 - 30. August 2020 - 7:21 #

Sehe ich recht ähnlich, glaube allerdings, dass Spiele mit einer politischen Botschaft diese seltener wirksam unterbringen. Das liegt zum einen daran, dass man üblicherweise ein storygetriebenes Spiel alleine spielt und es jederzeit abbrechen kann, wenn einem die Botschaft nicht passt - einen Filmabend mit Freunden bricht man nicht mal so eben ab und aus dem Kino zu gehen erfordert ein gewisses Maß an Mut. Zumal ein Film ja nicht ewig geht, was der zweite Punkt ist: Das Commitment bei einem Spiel ist viel höher. Bevor ich also X Stunden in ein Spiel stecke, informiere ich mich vorher und entferne mich damit wahrscheinlich schon vor Spielbeginn aus der Zielgruppe, falls mir das nicht passt. Sich ganz gezielt mit Inhalten auseinanderzusetzen, die nicht der eigenen Meinung enstprechen, dürfe eine Randerscheinung sein.

funrox 15 Kenner - P - 3125 - 30. August 2020 - 7:30 #

Sehr guter Artikel. Dem stimme ich voll zu.

Was mich zum Nachdenken bringt ist, mit welchen „Methoden“ mittlerweile über die Unterhaltungsindustrie diskutiert wird.
Ein lesbisches Paar? Schon werden Drohungen und Beleidigungen gegen Entwickler und Darsteller ausgesprochen. Hoch lebe das anonyme Internet...

Spiele vermitteln Botschaften? So soll es ja auch sein. Und auch eine breite Diskussion ist erwünscht. Aber wenn es dazu führt, dass Entwickler und Darsteller Angst vor manchen Reaktionen haben müssen, kann das nicht gut sein. Und führt um Zweifel dazu, dass eben doch keine Mario Sisters kommen.

Maestro84 19 Megatalent - - 14661 - 30. August 2020 - 8:43 #

Hier ist aber auch das Problem, dass in Jahre 2020 noch immer das lesbische Paar explizit als ein Zeichen über die eigene Progressivität beworben wird. Hier geht es also auch nur um ein gutes Image. Diese Verlogenheit finden wir ja auch bei Disney & Co.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32378 - 30. August 2020 - 13:37 #

Da ist was dran. LBGQT oder PoC sollten eigentlich kein Politikum oder Herausstellungsmerkmal mehr sein, sondern schlicht normal. Die Protagonistin ist eine bisexuelle Asiatin mit afrikanischen Wurzeln? Ja warum auch nich, wenn es storytechnisch einen Sinn macht. Dann kann man gern ausführlich über die Story diskutieren. Ich thematisiere die sexuelle Orientierung von Guybrush Threepwood ja auch nicht gesondert, sondern höchstens im Kontext mit Elaine. :]

Danywilde 24 Trolljäger - - 117158 - 30. August 2020 - 14:27 #

Volle Zustimmung! Solange alles einen narrativen Sinn gibt, bzw. einem Zweck dient, ist das für mich alles ok. Wenn es allerdings explizit hervorgehoben oder als reine Zweckagenda implementiert ist, stört es mich.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20551 - 30. August 2020 - 17:18 #

Mich würde mal interessieren, bei welchem Spiel das so ist, und wie die explizite Hervorhebung konkret aussieht?

Danywilde 24 Trolljäger - - 117158 - 30. August 2020 - 19:18 #

Wie gesagt, das gilt für jedwede Art von Agenda in allen Formen von Unterhaltung.

thoohl 19 Megatalent - - 13162 - 30. August 2020 - 20:42 #

Stranger Things Staffel 3, Romanze zwischen Robin und Steve.
Robin plötzlich lesbisch, völlig bizarre Erzählweise.
Es bahnte sich eine Romanze an und dann plötzlich der "AHA Effekt".
Eine völlig natürliche Sache zum Gegenstand von einer komischen Art der Witzigkeit gemacht.

Abgesehen davon, dass St 3 sowieso steil bergab ging.

rammmses 21 Motivator - - 27133 - 30. August 2020 - 19:34 #

Also Last of Us 2 hat ein bis zwei Trans-Figuren, ohne dass das für die Handlung nötig wäre oder vernünftig eingebunden ist, allgemein haben da alle Hauptfiguren, die nicht in der ersten Stunde sterben, einen Bezug zur LBGTAXYetc+, was schon etwas aufgesetzt wirkte.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20551 - 30. August 2020 - 20:36 #

Wieso sollten"Trans Figuren" durch die Handlung gerechtfertigt werden,und Heteros nicht?

rammmses 21 Motivator - - 27133 - 30. August 2020 - 21:29 #

Wenn ich die Sexualität von Figuren thematisiere, sollte das grundsätzlich einen Sinn haben. Und wenn man es mit der Randgruppen-(Über)-Repräsentation übertreibt, finde ich das zumindest etwas lächerlich bzw. künstlich. Ist jetzt aber auch nichts, was mich wirklich aufregt, aber wenn ich schon so ein Thema nehme, dann sollte man auch was damit machen. Wie gesagt, bei Life is Strange oder vor allem aktuell Tell Me Why ist das viel besser gelungen oder eben auch bei Last of Us 2 die Liebesbeziehung Ellie/Dina, das ist auch gut gemacht, aber die ganzen anderen Trans- und Bi-Figuren hätte es nun nicht gebraucht, zumal es ja eigentlich eine Rache-Story ist oder sogar ein Zombiespiel und die ganze Überbetonung der Sexualität wirkte halt befremdlich. Mag auch sein, dass das bei Heterosexualität nicht so auffällig wäre, weil man das als "Normalfall" halt annimmt.

Cura 14 Komm-Experte - P - 2383 - 31. August 2020 - 1:17 #

Ich versuche mich grade krampfhaft an ein anderes homosexuelles Pärchen außer Ellie und Dina bei Last of Us II zu erinnern... Ich habe das Spiel mittlerweile zweimal durchgespielt und keine Übertonung von (homo- oder hetero) Sexualität wahrgenommen.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20551 - 31. August 2020 - 4:37 #

Was mich an der Sache etwas irritiert: Die Sexualität von Heteros wird ständig und permanent thematisiert, scheint bloß nicht mehr aufzufallen, und kaum läüft es mal auf einer anderen Spur. kommt die große "Begründe bitte genau, warum hier zwei Frauen im narrativen Kontext scharf aufeinander sein dürfen" ;)

Borin 16 Übertalent - P - 4413 - 31. August 2020 - 17:54 #

Genau das.
Ich weiß gar nicht, wie häufig ich diesen Punkt schon bei Menschen angesprochen oder unter Posts im Netz geschrieben habe, die mich mit dieser Art von Argument konfrontieren.
Was ich schön finde ist, dass in einigen Mainstream-Vorlesebüchern ab 3, die ich meinem Sohn vorlese, ohne es hervorzuheben Kinder gleichgeschlechtliche Eltern haben u.ä. Das gab's in den späten Siebzigern/frühen Achtzigern echt noch nicht und ich baue da einfach auf die Zukunft. Wenn große Kinderbuchverlage das können, sollten das Ubi, EA und Co auch irgendwann können.

Cura 14 Komm-Experte - P - 2383 - 31. August 2020 - 1:25 #

Was ist denn vernünftig eingebunden? Die sind halt lesbisch, na und? Da es im Spiel schlicht so ist - was sich ja bereits im AddOn zu Last of Us I andeutete - ist da durchaus eine konsequente Linie gefahren worden. Es wird nie "problematisiert", es ist einfach so. Genauso, wie Joels Bruder offenkundig hetero ist. (zum Beispiel) Macht sich ja auch keiner 'ne Rübe drum.
Und genau darum geht's: mach Dir doch einfach keine Gedanken darüber, ob ein Mann einen Mann oder eine Frau eine Frau liebt. Das ist vollkommen normal und (ich möchte Dein Weltbild nicht erschüttern) diese Menschen sind beileibe keine "Randgruppe" mehr - wie Du so schön weiter unten schreibst.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 8078 - 30. August 2020 - 17:18 #

Warum muss es einen narrativen Sinn haben, kann die Figur nicht einfach homosexuell sein und gut? Wir fragen ja auch nicht nach, wenn eine Figur weiß, männlich und heterosexuell ist.

Danywilde 24 Trolljäger - - 117158 - 30. August 2020 - 19:16 #

Es geht mir um jedwede Art von Agenda. Wenn sie nicht natürlich rüberkommt, sondern aufgesetzt wirkt, Stört es mich.

Cura 14 Komm-Experte - P - 2383 - 31. August 2020 - 1:28 #

Sie ist nicht aufgesetzt. Weißt Du warum? Es wird nie thematisiert. Es ist schlicht so. Es ist normal. Es ist akzeptiert. Zumindest in der kaputten Welt von Last of Us. Warum kann das nicht in unserer (noch halbwegs) funktionierenden Welt auch so sein?

SupArai 24 Trolljäger - P - 47408 - 31. August 2020 - 8:08 #

Das sehe ich auch so. Ich könnte zwei, drei Seiten mit Dingen füllen, die mich an The Last of Us Part II gestört haben. Die Art, wie es seine Haupt- und Nebenfiguren mit all ihren "Menschlichkeiten" behandelt, sind sogar etwas, das mir richtig gut gefallen hat. Erzählerisch ist das (für ein Mainstream-Unterhaltungsprodukt) ganz großes Kino.

Aufgesetzt und geschichtlich nicht eingebunden, sind die völlig unrealistischen Actionsequenzen, NPC-Rettungsaktionen in letzter Sekunde und die Aushebelung physischer Realitäten und zeitlicher Zusammenhänge.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32378 - 31. August 2020 - 12:23 #

Auch hier bist du irgendwie im Thread verrutscht.

Es ging in dem Gesprächstrang nicht speziell um TLoU2, sondern darum, ob die Sexualität, Hautfarbe oder Geschlecht einer Figur kontextlos herausgehoben wird (als wäre es etwas "Besonderes"). Bei Call of Duty Black Ops Cold War läuft zum Beispiel gerade ne mMn etwas fragwürdige Kampagne, dass man in dem Spiel sein Geschlecht zwischen Mann/Frau/Divers wählen kann. Spielerische Auswirkungen hat es keine. Der Gleichberechtigung der Geschlechter tut man imho damit keinen Gefallen, wenn man dieses kontextlose Feature nun als etwas "Besonderes" herausstellt. Das hat das Geschmäckle von "schaut uns aaaaaan, wir sind soooo progressiv".

Cura 14 Komm-Experte - P - 2383 - 2. September 2020 - 23:38 #

Verzeih, das ging wohl etwas durcheinander. Aber unterm Strich meine ich das ja. Wo wird's eben bei TLOU II kontextlos herausgehoben? Gar nicht. Was im Vorfeld an eventueller Werbung und Imagekampagnen gefahren wurde, weiß ich nicht, weil mich das nie interessiert. Wenn dem so ist, dass es als Verkaufsargument benutzt wird, ist das sicherlich ... kontraproduktiv, weil es nicht hilft, Divers oder Homosexualität als etwas Normales zu akzeptieren, wenn es als etwas Besonderes herausgehoben wird. (Falls das der Fall war bei TLOU II oder dem von Dir erwähnten Call of Duty.)
Aber so lange ingame kein blinkendes NEW mit roten Pfeilen über der Geschlechterwahl Divers bei CoD steht, wo ist dann der Aufreger?

Gorkon 19 Megatalent - P - 14128 - 30. August 2020 - 16:14 #

Richtig. Einfach nur so die Sexualität eines Protagonisten in den Vordergrund stellen, um zu sagen: "Seht ihr, wir machen es", ist völlig sinnbefreit.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20551 - 30. August 2020 - 17:20 #

Auch hier die Frage: Wie stellt man die Sexualität eines Protagonisten in den Vordergrund?

Gorkon 19 Megatalent - P - 14128 - 30. August 2020 - 20:26 #

Ich hätte jetuz mal behauptet, dass wrnn einer der Protagonisten homosexuel ist, ist es bereits in der Vordergrund gestellt. Es wird ja nicht extra gesagt, das Figur xyz hetero ist. Klingt doof, ist aber wohl so...

Cura 14 Komm-Experte - P - 2383 - 31. August 2020 - 1:29 #

Es wird auch nirgends gesagt, dass die Ellie und Dina lesbisch sind. Sie sind es einfach.

Gorkon 19 Megatalent - P - 14128 - 31. August 2020 - 8:03 #

Und das ist auch gut so, wie ich finde. Das warum und wieso interessiert dann auch nicht.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32378 - 31. August 2020 - 12:05 #

Wer außer dir redet von Ellie und Dina?

Cura 14 Komm-Experte - P - 2383 - 2. September 2020 - 23:47 #

Es ist sehr schwierig, das allgemein zu diskutieren, wenn man wie ich einfach das Spiel kauft, es spielt und nicht im Vorfeld jeden Fitzel Information übers Spiel aufsaugt. So ist mir persönlich noch nie "kontextloses Hervorheben von Progressivität" aufgefallen. Ich kann es nur an Beispielen festmachen, wie sich mir die Spiele darstellen. Und der letzte große Titel mit homosexuellen Hauptfiguren war nun mal TLoU II.
Mich würde das wirklich sehr interessieren. Wo und wann haben Entwickler sich in Vorankündigungen, Trailern etc.pp. über die Maßen in "kontextloser Hervorhebung von Sexualität der handelnden Figuren" schuldig gemacht, um in einem besseren Licht dazustehen? Würde das gerne einmal sehen, hören, lesen.

Funatic 19 Megatalent - - 15158 - 3. September 2020 - 7:39 #

Naja dazu musst du dir einfach mal das Presseevent und den Trailer zu der Szene in der Scheune anschauen. Das lief schon alles auf den Kuss der Beiden raus und dem "schaut mal was wir da machen". Hat ja auch wunderbar gezogen, die Szene war die am meisten zitierte und es gab zig Headlines dazu. Hat die Marketingabteilung ihr Ziel erreicht.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 40698 - 1. September 2020 - 7:41 #

Das Problem ist doch schlicht und ergreifend die eigene Wahrnehmung.
Nehmen wir mal das Beispiel Lev / Lily aus TLoU2, weil das gerade so schön aktuell ist. Die Transsexualität wird bei genauer Betrachtung in keinster Weise hervorgehoben, im Gegenteil. Lev erwähnt seine Geschichte so nebenbei, die meisten Dialoge hierüber finden während des Gameplays statt.
Aber die bloße Existenz dieser Charakterdetails sorgt bei den allermeisten Spielern schon dafür, dass das Thema in den Vordergrund gestellt wird. Und das alleine deswegen, weil man mit dem Themenkomplex ansonsten überhaupt nicht in Berührung kommt, jedenfalls nicht in unserem Hobby. LGBTQ ist schlicht nicht existent (von den ersten beiden Buchstaben vielleicht noch abgesehen). Dadurch hebt sich der Story-Strang in der Wahrnehmung automatisch hervor.
Und dann entsteht das, was bei diesem Spiel ganz wunderbar beobachtet werden konnte: Weil Naughty Dog damit rechnen konnte, dass L und T aus LGBTQ für viele Spieler schon zu viel sein könnte, MUSS das Studio die Themen mit voller Absicht ins Spiel gebracht haben, nur um IHRE Agenda zur Schau zu stellen - so jedenfalls wohl die Argumentation all der Hater, die das Spiel, die Entwickler und die Darsteller in Grund und Boden gehatet haben.

Green Yoshi 22 AAA-Gamer - - 31655 - 1. September 2020 - 9:55 #

"Die Transsexualität wird bei genauer Betrachtung in keinster Weise hervorgehoben, im Gegenteil. Lev erwähnt seine Geschichte so nebenbei, die meisten Dialoge hierüber finden während des Gameplays statt."

Genau das. Kenne genug Leute in anderen Foren, die das gar nicht mitbekommen haben und überrascht waren als ich es ihnen gesagt habe.

rammmses 21 Motivator - - 27133 - 30. August 2020 - 16:16 #

Tell me Why macht das derzeit sehr gut, da spielt es eine narrative Rolle

funrox 15 Kenner - P - 3125 - 30. August 2020 - 16:40 #

Da bin ich auch mal sehr gespannt. Wenn mein MoJ ein bißchen kleiner ist, werde ich mir das auch holen.... ok, vermutlich schon früher. ;-)

Es stimmt. Es muss alles zur Geschichte passen. Im Zweifel sollten gar keine großen Diskussionen bezüglich Sexualität o. ä. aufkommen.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 30. August 2020 - 21:21 #

Und wird angenehm zurückhaltend erzählt. Ich hatte befürchtet, dass es hier das Thema Transgender "in your Face" gibt. Aber es steht ja eher das Drama um die Zwillinge und ihre Mutter im Raum, und die Geschichte dahinter wird schön behutsam erzählt. Auch die Reaktionen der Bewohner sind sehr gut dargestellt. Ich hatte da auch befürchtet, dass wir die üblichen Hater serviert bekommen, aber auch den Spagat bekommt das Spiel bisher gut hin. Ich freue mich schon auf Teil 2 am Donnerstag.

Green Yoshi 22 AAA-Gamer - - 31655 - 30. August 2020 - 21:23 #

Wobei es da nach der ersten Episode aber praktisch keinerlei Rolle mehr spielt und es auch kritische Stimmen zur Implementation der Thematik gibt.

https://www.vice.com/en_us/article/y3z4vg/tell-me-why-smothers-its-representation-in-bubble-wrap

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 40698 - 1. September 2020 - 7:11 #

Wobei man allerdings ganz klar sagen muss, dass The Last of Us Part 2 (wovon funrox vermutlich spricht) die lesbische Beziehung keinesfalls irgendwie hervorhebt oder offenkundig nur deswegen eingebaut wurde, um die Weltoffenheit der Entwickler zur Schau zu stellen.
Am Shitstorm hat das leider gar nichts geändert.

Maestro84 19 Megatalent - - 14661 - 30. August 2020 - 8:40 #

Ich trenne Politik und Spiele - genau wie auch Politik und Anime oder Politik und Fantasyromane - dennoch. Gerade in der heutigen Zeit gibt es zu viel Politik, die die Gesellschaft spaltet, da tut es gut, auch ein Hobby nur ein Hobby sein zu lassen. Mir zumindest fehlt mittlerweile nämlich auch die Motivation, täglich aus dem Schützengraben des politischen Diskurs zu springen.

Gorkon 19 Megatalent - P - 14128 - 30. August 2020 - 8:41 #

Super Artikel. Ich sehe dies ähnlich. Politik ist allgegenwärtig. Vor allem bei Menschen, welche sich gerne "unpolitisch" geben. Politische Kritik oder Inhalte in Spielen sollte aber subtil verpackt werden und nicht mit dem Holzhammer praktiziert werden, finde ich.

Berndor 17 Shapeshifter - - 7516 - 30. August 2020 - 9:26 #

Guter Artikel ! Zuviel Politik, wo auch immer, kann es gar nicht geben. Man sieht ja, was dabei herauskommt, wenn Menschen Opfer kruder Verschwörungstheorien werden, gerade weil sie sich eben zuwenig damit befassen. Hier sind natürlich wiederum auch die Hersteller gefragt, ein gewisses Maß an Verantwortung mitzubringen.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32378 - 30. August 2020 - 13:50 #

"gerade weil sie sich eben zuwenig damit befassen"

Au contraire! Menschen werden zu Verschwörungstheoretikern, wenn sie sich zu viel mit Dingen befassen. Zu viele Quellen, zu viele Widersprüche, zu viele Fragen... die Lücken und Diskrepanzen werden dann mit Theorien befüllt. Und da ist so manch krude dabei.

Wobei ich das Wort "krude" in den letzten Monaten gefühlt 100.000x gelesen und gehört habe, aber vor Corona kam dieses Wort im Standardwortschatz der Menschheit praktisch nicht vor. Da ist bestimmt eine krude Verschwörung im Gange... ^^

Vollmeise 20 Gold-Gamer - 24564 - 30. August 2020 - 18:47 #

Eine Duden-Verschwörung? :)

Berndor 17 Shapeshifter - - 7516 - 30. August 2020 - 21:33 #

Vor Corona waren diese Spinner eben das was sie sind: Ein kleiner Haufen Verrückter, den man bestenfalls mitleidig belächelt hat. Nun gibt es bei Amazon Qanon-Shirts zu kaufen und diese Deppen bekommen leider zuviel Aufmerksamkeit.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32378 - 30. August 2020 - 22:15 #

Moment... das Q auf dem Demos steht gar nicht für Q-Bert? ٩(͡๏̯͡๏)۶

Gorkon 19 Megatalent - P - 14128 - 30. August 2020 - 23:32 #

Sowas aber auch. ;-)

Bluff Eversmoking 17 Shapeshifter - 6444 - 30. August 2020 - 9:11 #

Mit seiner Weltanschauung sollte man wie mit seinem Pimmel umgehen: niemals unaufgefordert herausholen, niemals fremden Menschen ohne Not präsentieren. Ist 'ne Frage des Benimms.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62403 - 30. August 2020 - 9:24 #

Hmm wie definierst Du da Weltanschauung? Nur das große Ganze oder auch Teilaspekte?

Maestro84 19 Megatalent - - 14661 - 30. August 2020 - 10:10 #

Guter Vergleich. Bei ideologischen Diskursen gibt es am Ende, gerade im Internet, eh kein Zusammenkommen.

Gorkon 19 Megatalent - P - 14128 - 30. August 2020 - 10:51 #

Mit so einer Einstellung hätte es wahrscheinlich gar kein Deus Ex gegeben...

zfpru 18 Doppel-Voter - P - 10834 - 30. August 2020 - 11:14 #

Deus Ex ist auch viel Zeitgeist gewesen. Area 51, Iluminaten usw. waren damals medial stark vertreten. Da behaupte ich, das überwiegt den politischen Anteil.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 30. August 2020 - 12:54 #

Ist mir zu einfach. Eine Demokratie lebt vom Diskurs. Wenn jeder nach außen unpolitisch ist, kommen wir nicht voran. Hätten heute noch Feudalherrscher, Frauen ohne Wahlrecht etc. Und wie soll ein Parlament ohne politische Meinungsäußerung funktionieren?

Bluff Eversmoking 17 Shapeshifter - 6444 - 30. August 2020 - 13:09 #

In den Parlamenten sollen sie reden, so viel sie wollen. Die Bezeichnung deutet diese Funktion ja schon an. Ansonsten tut man aber gut daran, anderen Menschen Politik, Religion, und sonstige Esoterik nicht ungefragt anzutragen.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 30. August 2020 - 13:38 #

Gewerkschaften? Bürgerinitiativen? Sonstige Außerparlamentarische Opposition? Brauchen wir alles. Ich bin kein Fan der Anti-Corona-Demos gestern in Berlin, fand aber dennoch gut, dass die Spinner demonstrieren durften.

Bluff Eversmoking 17 Shapeshifter - 6444 - 30. August 2020 - 13:51 #

Ich habe erst gestern einen Wahlpropagandisten unfreundlich vom Grundstück verscheucht, der im Begriff war, Wahlwerbung in den Briefkasten zu legen, den Hinweis "Keine Werbung" ignorierend. Ich kam gerade aus dem Garten um die Ecke gebogen, und dachte, ich seh nicht richtig.

Mit Gewerkschaftern und Bürgerinitiativen und sonstigen Agitatoren würde ich genauso verfahren. Geht woanders spielen.

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 21596 - 30. August 2020 - 23:01 #

Außerparlamentarische Politik ist ein wichtiger Aspekt einer Demokratie, auch wenn du das für dich als lästig und unnötig empfindest.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62403 - 30. August 2020 - 9:11 #

Hmmm ich frage mich, ob das Wiederholen alter Diskussion ein Teil des Menschsein ist, ein Zeichen für den "Erfolg" des Mediums oder es schlicht zu viele Menschen gibt, welche sie nicht kennen.

TSH-Lightning 24 Trolljäger - - 51849 - 30. August 2020 - 9:25 #

Natürlich ist in Spielen Politik drin. Anders als bei Nachrichten habe ich allerdings bei Spielen nicht das Bedürfnis mich mit schlechten oder einseitigen Machwerken zu beschäftigen. Mir geht es bei meinem Hobby um Spaß und Entspannung; meine Zeit ist begrenzt.

Mit Zelda den Link retten, Maria Sisters oder zwei Lesbische Hauptprotagonisten spielen? Aber gerne doch, wenn es gut gemachte Spiele sind! Dieses Bury me, my love oder ein RPG bei dem partout jede Minderheit einen Char bekommen musste kann ja gerne erscheinen, spielen werde ich so einen Schund nicht. Dann doch lieber Tropico spielen mit El Presidente :)

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69050 - 30. August 2020 - 9:31 #

Ich hoffe ja immer noch auf eine Chronik zu Book of Heroes.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 15766 - 30. August 2020 - 9:36 #

Bei heute üblichen Verträgen darf er da nicht oder erst in ein paar Jahren drüber reden. So er denn überhaupt will :)

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69050 - 30. August 2020 - 9:38 #

Stimmt, das habe ich gar nicht bedacht. Also das nicht wollen schon, eine NDA nicht :)

Faerwynn 19 Megatalent - P - 15766 - 30. August 2020 - 9:35 #

Diesmal kann ich mich Michael fast durchgängig anschließen, gute Gedanken! Aber ich glaube Spieler hätten ein Problem mit Änderungen an Mario, weil sie ihr geliebtes Maskottchen wollen. Würde Lara bei Tomb Raider durch irgendeinen Typ ersetzt gäbe es ebenfalls einen Aufschrei.

Maestro84 19 Megatalent - - 14661 - 30. August 2020 - 10:11 #

Wobei das ja eher eine Frage des Markenkerns ist. Es gibt ja keinen Grund, nicht ein J&R mit Peach zu bringen. Mario aber zu ersetzen, würde den Markenkern treffen.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - 9869 - 30. August 2020 - 10:10 #

Puh, die Trilogie von Fifty Shades of Grey durchackern, um mitreden zu können... disziplinierter Ansatz. Auf Spiele bezogen und für Normal-User halte ich das für übertrieben, aber ich kann verstehen, dass jemand, der beruflich Spiele testet, das anders sieht.

Was die eigentliche Aussage des Artikels betrifft, muss man glaube ich zwischen zwei Ansätzen unterscheiden: das die-Realität-abbilden-wollen und die-Utopie-ermöglichen-wollen.
Zu platt ist es mir, wenn jemand Brutalität in Spielen damit begründet, so sei ja die Realität auch und somit das Spiel politisch. In Wirklichkeit gehts da doch um den Kick, seien wir ehrlich. Macht es auch nicht besser, aber die geheuchelte Begründung ist mir zuwider.
Und ebenso wenig gefällt mir die andere Seite: Kack-Spiel, aber hey, die Aussage genügt höchst moralischen Ansprüchen - so what? Ich will ein gutes Spiel spielen, und wenn es überdies hinaus auch noch zum Nachdenken anregt: gerne. Aber es muss Spaß machen.

Das Problem und die Chance bei Spielen ist ihre Fiktivität. Angefangen beim Wegballern von Aliens über den von uns allen gepflegten Kommunismus in Staats-Verwaltungssimulationen, wo wir nicht nur ungemein soziale Herrscher sind, sondern auch noch einen wirtschaftlich starken Staat haben - was, wie wir alle aus der Geschichte kennen, nicht funktioniert hat. Leider, jaja.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62403 - 30. August 2020 - 10:32 #

"über den von uns allen gepflegten Kommunismus in Staats-Verwaltungssimulationen, wo wir nicht nur ungemein soziale Herrscher sind, sondern auch noch einen wirtschaftlich starken Staat haben - was, wie wir alle aus der Geschichte kennen, nicht funktioniert hat. Leider, jaja."
Man kann sich sicherlich über Begriffe wie Staat, wirtschaftlich stark und sozialer Herrscher streiten, aber wo dies alles zusammenfällt, gab es dann keinen Kommunismus.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - 9869 - 30. August 2020 - 12:38 #

Abgesehen davon, dass ich "Kommunismus" hier sowieso alltagssprachlich und somit falsch gebrauche, wäre das schon ein gemeinschaftlich organisierter, pazifistischer und sozialer Staat schon ein Ideal für mich. Es hat in der Vergangenheit nicht funktioniert, aber erstens auch nicht überall gleich schlecht (es gab sozialistische Staaten mit Reisefreiheit) und zweitens doch vor allem wegen des Problems der Umsetzung in die Praxis.

thoohl 19 Megatalent - - 13162 - 30. August 2020 - 11:01 #

Komisch, manche Dinge würden mir gar nicht auffallen.
Was hat der arme Mario verbrochen?
Ich spiele seit den 80igern auch die Giana Sisters und finde dieses Suchen nach Ungerechtigkeiten...

rammmses 21 Motivator - - 27133 - 30. August 2020 - 11:27 #

Spiele mit einem historischen oder gar Echtwelt-Szenario können vor allem nicht unpolitisch sein. Gerade wenn in Division keine Stellung dazu bezogen wird, dass man für eine Paramilitär-Selbstjustiz-Gruppe, die sich ordentlich mit Waffen auf die Apokalypse vorbereitet hat, alles abballert, ist das auch eine Botschaft. Da wird sowohl von Spielern aber auch von den Entwicklern selbst viel zu wenig reflektiert. Die nehmen irgendein Setting, nehmen die ganz heiklen Themen raus (oder nutzen sie für Exploitation) und das war's dann. Da wird viel Potential verschenkt, Gears of War hat etwa das Setting, dass man für einen totalitären, faschistischen Staat kämpft, aber macht so wenig damit, dass man das fast ignorieren kann. Wo ist das Starship Troopers oder Apocalypse Now der Spiele?

Elfant 24 Trolljäger - P - 62403 - 30. August 2020 - 12:41 #

Antwort: Spec OPs - The Line. Sicherlich nicht so gut wie die beiden genannten Filme, aber es erfüllt den Anspruch und nutzt dabei stellenweise die Stärken der Interaktivität von Spielen.

Das Szenario ist übrigens völlig egal. In jedem Werk steckt eine politische Aussage und sei es auch nur, weil der Rezipient sie hinein liest.

rammmses 21 Motivator - - 27133 - 30. August 2020 - 12:48 #

Ja, dass immer und immer wieder Spec Ops genannt wird, zeigt ja nur, wie selten das grundsätzlich ist. Und das war nun auch nicht das allerbeste oder erfolgreichste Spiel insgesamt, zeigte aber eben, dass im Military-Shooter-Bereich noch viel mehr ginge.
Zu Punkt 2 stimme ich nicht zu, also wie in der Kolumne ja auch schon steht, gerade abstrakte Spiele wie Tetris oder Pacman haben nun wirklich nichts mit Politik zu tun. Es muss wenigstens eine Narration geben.

zfpru 18 Doppel-Voter - P - 10834 - 30. August 2020 - 12:55 #

Ich behaupte Tetris ist extrem politisch. Das entstand zum Ende des kalten Krieges in der UdSSR. Da wurde vom Entwickler peinlich genau drauf geachtet, dass es keinerlei politische Aussagen enthält. Sonst wäre das vom Staat direkt eingesammelt worden. Wenn etwas aus politischen Gründen keine politischen Aussagen enthalten darf, ist das staatliche Zensur. Was könnte politischer sein als das?

rammmses 21 Motivator - - 27133 - 30. August 2020 - 12:58 #

Das ist aber schon sehr Meta ;)

Bluff Eversmoking 17 Shapeshifter - 6444 - 30. August 2020 - 13:14 #

Tetris ist auf sowjetrussischen Rechengeräten der 80er Jahre entstanden, nicht auf einem Amiga. Das dürfte das Spieldesign und seine Inhalte im Wesentlichen erklären.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62403 - 30. August 2020 - 23:40 #

Michael schreibt über Pac Man, daß er keine politischen Tendenzen sehen kann und so ist dieser Satz auch richtig.
Der politischer Ausdruck kann sowohl vom Entwickler intendiert sein als auch nicht. Um bei Spec Ops zu bleiben, ist das strunzöde Gameplay kein vom Entwickler gewollter Teil der Narration, aber zumindest für mich gehörte es mit zur Erfahrung.

Wie sieht es nun bei einem Spiel ohne Narration aus? Fast ebenso, da jede Interpretation, welche dem Werk nicht widerspricht / mit ihm im Einklang ist, auch gültig ist. Ich kann da durchaus eine Verbindung zu den Grenzen des Wachstums durch den technischen Fehler im 256 Level ziehen. Die Pizza als Symbol des Kapitalismus und zu den Geistern kann ich mir auch noch etwas ausdenken: Der Launische (Kimagure) Hellblaue für den Westen (Natofarbe), der rote Verfolger (Oikake) für die Kommunisten, der hinterhältige (Machibuse) Pinke für die Sozis. Schwierig wäre nur der Orange langsame (Guzuta) Dummkopf (Otoboke. Donald Trump kannte man erst etwa ab 1985 außerhalb von New York. ;)

thoohl 19 Megatalent - - 13162 - 31. August 2020 - 9:37 #

Frage zum Verständnis, warum entscheidest Du über Aussagen hier, ob diese richtig oder falsch bzw. gültig sind?

Elfant 24 Trolljäger - P - 62403 - 31. August 2020 - 15:39 #

Meine Antwort darauf ist, daß ich dies nicht tue. Ich hänge zwar bestimmten Gedankenmuster wie dem Tod des Autors an, aber dies spielt aber nur beim "richtig" eine Rolle. Das "gültig" bei der Interpretation ist da wiederum schlicht der Standard der Hermeneutik.

zfpru 18 Doppel-Voter - P - 10834 - 30. August 2020 - 11:33 #

Erstmal Pac Man. Der hat klar eine gesundheitlspolitische Komponente. Er ist Tablettensüchtig und konsumiert diese fortwährend. Fortwährender Konsum von Paracetamol belastet z.B. die Leber und führt zu einer gelblichen Verfärbung der Haut. Diese Verfärbung ist auch bei Pac Man klar zu sehen.
Das politischte Spiel der letzten Monate war Sim City. Mit Blick auf den Lockdown konnte man durch spielen dieses Games schon vorher erahnen, was systemrelevant ist und was nicht. Zumal das ja ausdrücklich Komunalpolitik behandelt, welche im Zuge der lokalen Corona Regelungen im härter diskutiert wird.
Aktuell sehr aufgeladen ist auch der neue Warframe DLC Heart of Deimos. Da fallen schon in der Tutorial Quest Begriffe wie Infeststion, Lockdown, Second Wave und Strain. Ist wahrscheinlich kein Zufall, auch wenn der Kontext teilweise ein anderer ist.
Ansonsten empfehle ich wie immer Xcom, da gilt es schließlich auch in Missionen verheerende politische Konsequenzen zu vermeiden.

Claus 30 Pro-Gamer - - 318761 - 30. August 2020 - 12:15 #

Panzer Corps vermittelt meiner Meinung nach durchaus einen verschwurbelten Blick auf den 2. Weltkrieg (wer mal einen der diversen Trailer des Spiels anschauft, weiß was ich meine). Das man durch das Spielen nicht zum Attentäter, Revoluzer oder Neo-Nazi wird hat damit dann rein gar nichts zu tun, ist entsprechend also auch kein Argument dafür, dass Panzer Corps nicht doch ein verschwurbeltes Bild des 2. Weltkrieg zeichnet.

Wuslon 19 Megatalent - - 15482 - 30. August 2020 - 12:28 #

Schöner Artikel. Und sehr sympathisch, dass der gute Herr Hengst SchleFaZe guckt (Sharknado ftw!).

Patorikku 16 Übertalent - P - 5718 - 13. September 2020 - 18:35 #

Sharknado?? Echte Kenner gucken "Whalewolf vs. Sharktopus".

TheRaffer 22 AAA-Gamer - P - 32088 - 15. September 2020 - 6:35 #

Der wahre Kenner hat sie alle gesehen. ;)

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 30. August 2020 - 12:58 #

Danke für die Bestandsaufnahme. Allerdings fehlt mit ein wenig die „Message“. Ist Politik in Spielen jetzt gut oder schlecht? Oder egal?

Bantadur 17 Shapeshifter - - 6842 - 30. August 2020 - 13:38 #

Ich finde, die Aussage steht doch am Ende: Politik ist schon in Spielen angekommen und gehört dort genau wie im alle anderen Medien auch hin!

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32378 - 30. August 2020 - 13:31 #

Spiele dürfen politisch sein, sollen es sogar. Mein "Problem" mit Politik in Spielen fängt da an, wo wieder und wieder und wieder dasselbe, langweile, abgedroschene, propagandatriefende Narrativ durchgekaut wird. Wie bei Call of Duty: Der strahlende US-Amerikaner (ggf. mal flankiert durch einen Bündnispartner) kämpft gegen die immerbösen Russen/Terroristen/Nazis. GÄHN! "Peacekeeping Missions" bestehen darin, in Summe arababisch aussehende Typen umzunieten oder "Freedom Forces" transportieren die Freiheit in fremde Länder mit Drohnenbeschuss. KOTZ!

Naja,hab ich ja schon mal ausführlich beschrieben:
https://www.gamersglobal.de/user-artikel/q-lumne-8-totale-gehirnwaesche-teil-1

rammmses 21 Motivator - - 27133 - 30. August 2020 - 13:33 #

Du hast den aktuellen Teil anscheinend nicht gespielt?

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32378 - 30. August 2020 - 13:53 #

Nein. Das mit dem Halbrussen-Halbami aufm Cover? Ich wage zu bezweifeln, dass da am Ende was anderes rauskommt als eine gute und eine böse Hälfte... aber ich kann mich irren :)

rammmses 21 Motivator - - 27133 - 30. August 2020 - 16:17 #

Das war schon recht differenziert und keine Propaganda.

Bluff Eversmoking 17 Shapeshifter - 6444 - 30. August 2020 - 13:57 #

Ich habe erst letztens ein Call of Duty gespielt. Das war - wie alle mir bekannten Serienteile - spielerisch minderwertig und natürlich inhaltlicher Trash auf Fremdschäm-Niveau, aber mit "Politik" hatte das nun wirklich nichts zu tun.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 26610 - 30. August 2020 - 14:45 #

Wenige Spiele sind so dermaßen politisch wie jedes bisher von mir gespielte Call of Duty - oder anderer Militärshooter (Medal of Honor, Splinter Cell,...).

thoohl 19 Megatalent - - 13162 - 30. August 2020 - 18:56 #

Filmtipp für heute Abend, 13Hours, Netflix. :D

Patorikku 16 Übertalent - P - 5718 - 16. September 2020 - 19:30 #

Wobei man das Problem auch in Hollywoodfilmen hat, gab es nicht den einen Rambo-Teil in dem er als Einzelkämpfer gefühlt halb Afghanistan besiegt? ^^ Gibt immer Aufschluss über die Psyche des Landes in dem das Spiel/der Film hergestellt wurde. Nicht wenige Amis sehen sich eben immer noch als strahlende Weltpolizei die Freiheit, Frieden und Demokratie bis in das letzte islamische Dorf bringen. Wenn ich aber abends mal im ÖR die Tatortfolgen schaue und daraufhin auf die Kollektivpsyche der Deutschen schließe wird mir aber auch gleich ganz anders.... dann doch lieber naiver Damphammer-Patriotismus Marke Ronald Reagan ;)

Green Yoshi 22 AAA-Gamer - - 31655 - 30. August 2020 - 13:33 #

Es gibt keine unpolitischen Spiele. Selbst Ubisoft, die stets betonen wie unpolitisch ihre Spiele sind, verbreitet mit Titeln wie Tom Clancy's Elite Squad fragwürdige politische Botschaften. Ist es Zufall, dass die Terroristen in dem Spiel eines der Symbole von Black Lives Matter nutzen?:
https://youtu.be/aHug_-13tDU

Auch der Teaser zu Call of Duty Black Ops: Cold War, der Aussagen von Yuri Bezmenov beinhaltet, ist durchaus problematisch. Dieser hat vor einem "Cultural marxism" gewarnt und in rechtsextremen Foren wird Activision dafür gefeiert, dass sie "Normalos" die rote Pille gegeben hätten (Anspielung auf Matrix). Die Warnung vor einem sogenannten "Kulturbolschewismus" gehörte zu den Propagandainstrumenten der NSDAP.

Leider ist die Gamesbranche bei dem Thema unglaublich naiv. Wie kann man es für eine gute Idee halten das Studio hinter Spielen wie Hatred und IS Defense ein antirassistisches Event abhalten zu lassen auf der devcom (Entwicklerkonferenz der gamescom)?
https://twitter.com/Devcom_conf/status/1299286577336791045

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 208364 - 30. August 2020 - 19:02 #

Ja, richtig. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Etwas enttäuschend, dass es heutzutage überhaupt zur Sprache gebracht werden muss.

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 21596 - 30. August 2020 - 23:13 #

Politik ist ja eigentlich all das, Diskussionen und Entscheidungen usw., was unser Zusammenleben betrifft. Und Spiele sind mittlerweile auch sowas von breit gefächert, da wird ja alles abgedeckt und dann ist es auch kein Wunder (und gut so), dass auch Politisches drin vorkommt. Je nach Zeitgeist sind diese oder andere Themen gerade modern und kommen vielleicht häufiger vor, manchmal subtiler, manchmal mit etwas mehr Holzhammer, manchmal bewusst (und verkaufsfördernd?), manchmal unbewusst. Auch wenn Spiele letzten Endes immer noch in erster Linie Spaß machen sollen. :)

Extrapanzer 17 Shapeshifter - P - 6846 - 31. August 2020 - 1:47 #

Natürlich ist Pac Man politisch. Die meiste Zeit wird die Hauptfigur von den vier großen Parteien gejagt, nur während der Wahlperiode sind sie verwundbar, haben Angst vorm Wähler. Aber sobald gewählt ist, verhalten sie sich wie vorher. Auch die Tatsache, dass die großen Pillen im Verlauf des Spiels immer kürzer wirken, ist natürlich ein Abbild unserer stabilen Demokratie, wo Wahlen immer weniger am System ändern. Die vier Pillen stehen natürlich für die Wahlintervalle der 80er Jahre - alle vier Jahre.
Vermutlich kann man eine Doktorarbeit dazu schreiben, warum die verwundbaren Gespenster blau werden! Blau! Ausgerechnet blau!

Mir ist die ganze Diskussion zu schwammig, was ist politisch, was ist gesellschaftskritisch oder sozialkritisch. Kann sowas auf einem weltweiten Markt überhaupt funktionieren? Derrick ist vielleicht ein internationaler TV-Erfolg, aber Hildebrandts Scheibenwischer?
Manche wünschen sich Spiele, die ganz konkret die Politik Trumps kritisieren, ohne zu verstehen, dass 50% aller Spiele dann aber auch Trump loben und unterstützen würden. Deren Reviews zu all den Pro-Trump-Spielen würde ich ja zu gerne lesen! Bestimmt sind sie voll des Lobes für das Spiel!
Und vergesst nicht die Entwicklungszyklen, ein Spiel, dass zwei bis drei Jahre aktive Entwicklungszeit hat, vielleicht schon viel früher geplant wurde, tut gut daran, aktuelle Themen zu ignorieren. Habt ihr schon mal eine alte Sitcom geguckt und musstet dann erst 30 Minuten recherchieren, worüber die zum Teufel reden? (Senator Wer? Wer zum Teufel ist O.J.?).

PS: +++ newsticker +++ Gerade kommt die Meldung rein, dass der rosafarbene Pinky in Pac Man gar nicht für eine Partei steht, sondern als Medienkritik zu verstehen ist. Pinky als 4. Geist, also einem Anteil von 25%, steht für die Überrepräsentation von LGBTQ+ in Medien wie Film, TV und Spiel, während der LBGTQ+-Anteil an der Bevölkerung nach Schätzungen unter 5% liegt. Hier wird eine statistische Verzerrung der Wirklichkeit angeprangert. Nicht schlecht, für ein Spiel von 1980! +++ newsticker +++

MachineryJoe 18 Doppel-Voter - P - 9124 - 31. August 2020 - 10:46 #

Politik in Spielen wird immer den Umsatz reduzieren, weil sie ja spaltet. Daher muss man sie sehr flach oder sehr massentauglich halten. Mich hat ja schon bei Tomb-Raider gestört, wie pauschal da gegen die Sowjetunion geschossen wurde, obwohl es ja auch möglich wäre, die vielen Kriege der USA mal zu kritisieren, was sogar mal Call of Duty Modern Warfare gemacht hat, auch wenn es der "Bösewicht" ausgesprochen hat. Letzteres ist aber eher selten anzutreffen.

Politische Spiele werden also eher selten den Mainstream erreichen, zumal es ja auch viele unpolitische Menschen gibt, die das gar nicht triggert oder gar verwirrt. Politik ist ja selten differenziert, oft durch Ideologien einseitig und wissenschaftlich betrachtet ist Politik nicht immer umfassend und wahrheitsgetreu, weil sie ja nur Teile der Wirklichkeit abbilden oder gar stärker fokussieren, als es statistisch repräsentativ ist. Oft werden Randerscheinungen aufgeblasen, ähnlich wie in renditeträchtigen Medien.

Besser bleibt es also, ganz darauf zu verzichten, weil man immer Menschen extrem triggert mit Zustimmung und eben auch Ablehnung.

Necromanus 19 Megatalent - - 14683 - 31. August 2020 - 13:27 #

Ich stimme dieser Meinung absolut zu. Ich bin immer wieder erstaunt wie gut die Politik in alten Serien und Spielen auch heute thematisch noch prima passen. Man schaue sich nur mal Babylon 5 an und guckt sich die Parallelen zur Realität an...

MachineryJoe 18 Doppel-Voter - P - 9124 - 1. September 2020 - 8:17 #

Babyon 5 war aber auch ein intelligentes und sehr seltenes Beispiel, wie man die Komplexität der Politik ideologiefrei darstellen kann. Das gelingt nur Wenigen. Erwartungsgemäß hatte es irgendwann eine zu geringe Einschaltquote, auch wenn ich diese Serie verschlungen habe. Seitdem hat nur noch Newsroom dieses Niveau erreicht und war ebenso langfristig nicht erfolgreich.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12372 - 31. August 2020 - 17:19 #

Wollte das erst nicht lesen, dachte kann nix "gutes" bei rumkommen. Gut das ich mich dagegen entschieden habe.

Gut gebrüllt, Löwe. ;)

de_vipp 14 Komm-Experte - P - 2300 - 31. August 2020 - 19:15 #

Jup

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 40698 - 1. September 2020 - 7:30 #

Kann mich da jeder geschriebenen Silbe nur anschließen.

soulflasher 15 Kenner - P - 3024 - 1. September 2020 - 8:57 #

Bevor man sich um Politik in Spielen Gedanken macht, sollte man erst die Firmenpolitik genauer anschauen.
Das Spiel stinkt meist vom Kopfe her.

firstdeathmaker 18 Doppel-Voter - 9283 - 1. September 2020 - 15:33 #

Pacman und keine politische Botschaft? Ein zu Elektrobeats Pillen fressender Protagonist der in einer Neonbunten Welt versucht seinen Alpträumen zu entkommen? Also ne krassere Referenz zur Technoszene der 90er geht ja kaum. Und Diese Szene steht für Toleranz und Hedonismus.

Noodles 24 Trolljäger - P - 66819 - 1. September 2020 - 15:45 #

Also haben die in den 80ern schon die Techno-Szene der 90er vorhergesehen, oder wie? :P

soulflasher 15 Kenner - P - 3024 - 7. September 2020 - 11:03 #

Acccccccccccid.

sYcureXd 06 Bewerter - 86 - 5. September 2020 - 11:05 #

Die Techno-Szene der 90ger steht für Toleranz? Muhahahahaha! Für mich sind das alles nur intolerante Ruhestörer und Einfahrtzuparker. :-)

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 5. September 2020 - 14:43 #

Tja, hättest mal mitraven sollen, statt den Spiesser zu geben. :D

sYcureXd 06 Bewerter - 86 - 5. September 2020 - 11:03 #

Ja, natürlich bieten Spiele meist auch ein Stück "politischen" Hintergrund. Wie auch nicht. Politik ist ja (aus meiner Sicht leider) immer mit dem Zeitgeschehen verbunden. Allerdings bevorzuge ich es, wenn Politik nicht im Vordergrund von Spielen steht. Denn am Ende möchte ich mich beim Spielen entspannen und Politik vertreibt sowohl in der Vergangenheit als auch aktuell leider all zu oft den Spaß und hinterlässt nur Zank und Streit. Ein Hobby aber soll (mir) Spaß machen und da kann ich gut und gerne auf Politik verzichten. Ein Spiel, dass also die Politik in den Vordergrund stellt oder sie mir aufzwingt, kaufe ich schlicht nicht.

Etwas, wie z.B. Detroit hat für mich nichts politisches - eher, wenn man sich denn darauf einlässt, etwas ethisches. Hier kann ich das "politische" Thema (haben Roboter/Androiden Rechte, etc. blabla) wunderbar ausblenden und einfach nur das Spiel genießen. Ein Spiel, welches z.B. die Flüchtlingskrise von 2015 behandeln würde, würde ich mir persönlich aber keinesfalls kaufen. Wie gesagt: Ich spiele zum Spaß, zur Unterhaltung.