NFT: Objekt des Hasses

NFT: Objekt des Hasses Meinung
Teil der Exklusiv-Serie Die Hengst-Chroniken

Die Hengst-Chroniken #35

Michael Hengst / 23. Januar 2022 - 19:34 — vor 17 Wochen aktualisiert

Teaser

Die Blockchain und NFTs sind aktuell ein ebenso heißes wie kontroverses Thema. Unser Autor Michael Hengst sieht zwar die Risiken der neuen Technologie, erkennt aber auch viele Chancen.
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Ich liebe es, in der Spielebranche zu arbeiten. Einer der Gründe dafür ist die Tatsache, dass sich die Industrie immer wieder neu erfindet und man ständig dazulernen muss. Ob es die nächste Konsolengeneration ist, frische Verteiler wie Streaming, Steam oder der Epic Games Store oder die letzte heiße Technologie oder Produktionsmethode: Es wird nie langweilig. Ständig warten frische Herausforderungen und Änderungen.

Allerdings: Wer da nicht lernwillig ist, verliert schnell den Anschluss. Das ist schließlich das Besondere bei unserer Branche: Änderungen, Fortschritt und Erweiterungen betreffen so ziemlich alle Bereiche der Spielewelt. Es wird heute anders entwickelt als vor 20 Jahren. Das Marketing hat sich ebenso verändert wie die klassische PR. Weite Teile der Distribution und auch die Geschäftsmodelle unterliegen einem ständigen Wandel. Als lebenslang Lernender finde ich das großartig!
Doch manche Neuerungen der Industrie werden nicht mit offenen Armen aufgenommen. Immer wieder gibt es Technologien, Hardware oder Business-Methoden, die auf kollektive Ablehnung, Unverständnis oder auch blanken Hass stoßen. Nehmen wir mal das Free-to-play-Modell als Beispiel: die meisten "seriösen" Spieler lehnen die Praxis seit Jahren lautstark ab – "Abzocke, Geldmacherei, Suchtdesign, das sind keine echten Spiele", sind die negativen Schlagworte. Zugegeben, auch ich bin kein glühender Fan von F2P, schüttle verständnislos den Kopf angesichts von Idle-Games und bezahle lieber ...

283 Kommentare

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Michael Hengst 23. Januar 2022 - 19:34 — vor 17 Wochen aktualisiert
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Jörg Langer Chefredakteur - P - 439560 - 23. Januar 2022 - 19:33 #

Welchen Mehrwert für den User NFTs in der Spielebranche haben sollen, habe ich auch durch diese Kolumne nicht kapiert. Möchte mich jemand aufklären?

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 31550 - 23. Januar 2022 - 20:03 #

Ja, es liest sich etwas, als würde die zweite Hälfte fehlen.

Maverick 33 AAA-Veteran - - 782466 - 23. Januar 2022 - 20:42 #

Das noch was fehlt, habe ich nach dem letzten Satz der Kolumne auch gedacht. ;)

Gorkon 19 Megatalent - P - 16144 - 24. Januar 2022 - 14:35 #

Ja, irgendwie fehlt eine Fazit-Ähnliche Aussage.

JensJuchzer 21 AAA-Gamer - P - 25572 - 23. Januar 2022 - 20:16 #

Schließe ich der Frage an, ausser dass es eben nun "Objekte" gibt (vermtulich wie das Sammelkartenzeugs auf Steam) das nur einmal da ist und dann auch verkauft wird. Anders kann ich mir es aktuell nicht erklären.

Crizzo 19 Megatalent - P - 16101 - 23. Januar 2022 - 20:21 #

Kann mir denn mal jemand 5 Beispiele nennen, was ich damit in einem Spiel habe? Also mal keine Skins von irgendwas.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 23. Januar 2022 - 20:33 #

Die Frage ist doch erst einmal, wie es eingesetzt wird. Theoretisch könntest Du damit den digitalen Gebrauchtmarkt regeln. Beispielsweise mit Regeln wie 10% der Summe gehen an die Plattform und weitere 10 % an den Entwickler.
Wie unten erwähnt, könnte auch der Account der Plattform ein NFT sein.

Wird die Industrie daran ein Interesse haben: Kurzzeitig auf jeden fall Nein.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 23. Januar 2022 - 20:45 #

Einen digitalen Gebrauchtmarkt hätte man schon seit Tag 1 einführen können. Wo ist das Problem der Steam DB zu sagen das der Besitzer nicht mehr ID 1 sondern ID 2 ist?

Das ist nicht gewollt.

Und da NFT auch noch ausserhalb des Ökosystems von Steam, Epic & Co. ist, müssten die Besitzrechte auch noch auf allen Plattformen harmonieren. Yeah, i don't see that coming.

Oder anders: Das kann man auch ohne NFT lösen, will aber keiner (ausser den Kunden).

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 23. Januar 2022 - 22:40 #

Fehlendes Revisionssysteme (nichts anderes ist die Blockchain) und beispielsweise Steam verdient nichts daran beziehungsweise wäre zu teuer. Mit NFTs wäre ein kosteneffizents, zentrales System denkbar. Lass einfach jeden größeren Verlag / Plattform da einen Bureaurechenr reinstellen

Das es so kommen wird, bezweifele ich hingegen genauso, aber besser könnten sie den Graumarktbereich (beispielsweise Keyseller mit Spielen aus Indonesien) nicht trocken legen.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 24. Januar 2022 - 1:27 #

Du meinst jetzt um das Global zu fahren? Weil ich sehe kein Problem wie jeder (derzeit existierende, ja sogar der "Ich hab jetzt einen Warenkorb!" EpicStore) e-Shop Intern seine Spiele gebraucht verkaufen könnte ohne NFTs. Und da brauchste auch keine Quanten-Programmierer, das macht dir jeder IT-Werksstudent (ok, nich jeder *g*). Da braucht man kein Blockchain und auch keine NFT. Könnte man nutzen, aber warum? Zeig mir nen Mehrwert.

Erst wenn alle Shops quasi an einem Strang ziehen (und das über alle Plattformen) wäre ein externes System und verfolgbarkeit notwendig - und dann, wie Du schon sagst, verdient am Ende der Store nicht mal was ...

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 24. Januar 2022 - 1:48 #

Weil besagter Werksstudent Dir den Scheiß zusammenstümpert, den Du schon bei Apple - , Google - und Amazongutscheinkarten hast: Ein unsicheres Dreckssystem dessen Mängel bei Kontrolle und Nachverfolgbarkeit der Betreiber auf den Endkunden abwälzt.
Anders gesagt ein Hack, deine Spiele sind weg, Steam hat seinen Schnitt gemacht und Du hängst die nächsten Wochen in der Warteschleife, um mit den Deine Bibliothek wiederherzustellen. Dies ist übrigens der Ist - Stand bei den Steam - Inventargegenständen.

Die Verfolgbarkeit wäre schon innerhalb einer Plattform notwendig. Das Ganze global zu fahren, wäre zwar aus meiner Sicht am sinnvollsten, aber ob ich so alt werde. ;-)

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 24. Januar 2022 - 3:53 #

Und Du denkst bei der Nutzung von NFT & Co. wird plötzlich ne Firma nur noch Sorgfalt walten lassen? Keine gestümperten SmartContracts, keine falschen Eintragungen, keine Server mit Löchern wie nen Schweizer Käse?

Der selbe Werksstudent wird wahrscheinlich auch in der NFT Bude hocken.

Dat isses was ich meine, wir haben eh schon ne kaputte Base, die wird mit der Farbe NFT ned besser, nur anders. *MAGISCH* ;)

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 24. Januar 2022 - 13:06 #

Was wir da nicht haben, ist ein Revisionssystem und selbst ein schlechtes Revisionssystem (und dann müssten wir darüber reden, ob es dann eine NFT / Blockchain ist) ist besser als gar keines. Daran ist nichts magisch.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 24. Januar 2022 - 14:37 #

"Daran ist nichts magisch." ... mein Reden.

Wer ein funktionierenden Shopsystem hat, könnte ohne Probleme auch Gebrauchtware verwirklichen, will aber keiner (ausser Kunden).

Oder Reden wir gerade aneinander vorbei?

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 24. Januar 2022 - 17:46 #

"Wer ein funktionierenden Shopsystem hat, könnte ohne Probleme auch Gebrauchtware verwirklichen, will aber keiner (ausser Kunden)."
Nein wer funktionierenden Shopsystem hat, braucht nur eine Feld für den Besitzer, den der Vorbesitzer ist immer der Shop - Betreiber selbst. Wer ein Gebrauchtsoftware - Shopsystem hat, braucht mehrere Felder für die (Vor) - Besitzer. Einfach für Rückabwicklungen wegen Hacks, Doppelbuchungen, unsichere Bezahlsysteme und so weiter.

Eigentlich sollte die Industrie eine Interesse daran haben, weil sie so ein wirksames Mittel gegen mehrere ihr unliebe Märkte hat. Steam hingegen zeigt schon, wie wenig es sie interessiert: Die Adult / Sexspiele - Kategorie ist in Deutschland nicht verfügbar, weil es soooooo kompliziert ist eine ausreichende Jugendschutzfunktion einzubauen (, welche sie sowieso für jedes Spiel über USK 0 haben müssten).

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 24. Januar 2022 - 18:05 #

Machst nicht soviel mit Datenbanken rum, oder?

Alles in einer Tabelle führen, das macht kein Mensch mehr. Die Besitzverhältnisse und der wechsel des gleichen, führt man einfach neben der Spur aber verlinkt mit dem Produkt. Himmelhilf, selbst ich könnte sowas schreiben.

Klar brauchst Du noch ein weiteres System um bei möglichen Komplikationen entsprechend zu reagieren, aber auch das ist kein Hexenwerk und auch das könnte ich schreiben.

Und die Industrie hatte nie und wird auf unbestimmte Zeit kein interesse daran haben. Warum auch? Um den Gebrauchtmarkt ausserhalb trockenzulegen? Die Industrie will es lieber so: Du kauft Neu. Ende.

Mal die ganzen Klagen verfolgt als Mickysoft, Oracle & Co. versucht hat den wiederverkauf von Lizenzen zu unterbinden? Und nur die Rechtssprechung hat ihnen die Grenze aufgezeigt? Deren Lösung ist jetzt: Live Service. Voila, kein Weiterverkauf mehr.

Die Industrie würde auch kein Umtausch, Rückhol oder Rücktritt genehmigen, wenn der Gesetzgeber nicht rumzicken würde.

Und das Fass "Steam macht den Jugendschutz nicht mit", mach ich jetzt nicht mit auf, das nen anderes Thema, mind. noch mal genauso gross.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 24. Januar 2022 - 20:30 #

Es ist eine Vereinfachung, da Dir scheinbar "revisionssicher" nichts sagt. Ich hätte auch von früher mit dem durchzählenden Registerstempel arbeiten können. ;)

Und ich dachte wieder eher an den Graumarkt. Und die Spieleindustrie hat mit dem Gebrauchtmarkt kein Problem, wenn sie den Mitverdienen würde. Die Faustregel ist da entgegen zu deinen Beispielen 70% der Ertrages in den ersten 4 Wochen. MS verdient hingegen am jeden verkauften OS bis zu dessen Ende.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 24. Januar 2022 - 21:45 #

Ich sehe schon, wir sind wohl nur einer Meinung einig: Das wir uns nicht einig sind.

Ich schmeiss nicht mit "revisionssicher" um mich, weil egal. Die Shopsysteme die derzeit werkeln, werkeln. Du kannst deine Käufe nachweisen, die Finanzämter sind damit oK, so what? Da ein System ranzukoppeln geht, ohne NFT, ohne etc. Oder willst Du mir erzählen alles was seit Jahrzehnten funktioniert, ist eine Illusion?

Und das meinste nicht ernst, das die da kein Problem haben? Die haben nur einfach keine Wahl als das zu akzeptieren - bzw. müssen sich neue Wege ausdenken (oder ganz auf Service Digital gehen). Hätten die nen Zauberstab der das Abschafft, puff, das wäre gestern weg. Warum am Gebrauchthandel mitprofitieren, wenn es ihn nicht gibt und du immer 100% zahlst? Warum mit 10-20% zufrieden geben? Du brauchst auch nie wieder Preise senken, weil keine Konkurrenz, ein Traum für jedes Big House.

Graumarkt, MS, ... Du machst gerne immer neue Töpfe auf, oder?

Graumarkt: Ist nicht das Problem, was es dargestellt wird.
MS: Macht mit OS nur Geld bei Regierungen und Firmen aber nicht bei den Massen an Konsumenten. Die haben auch garkein intresse daran das gross zu verfolgen, den das versichert das die zukünftigen PC-Nutzer MS-Produkte kaufen, ah entschuldigung, mieten, weil Hans Mustermann sich nur mit Windoof auskennt, was wieder andere dazu zwingt ins MS-Universum zu investieren.

Das geht soweit das MS ständig sein OS verschenkt und umsonst verteilt, das ist klever und funktioniert.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 24. Januar 2022 - 22:40 #

Die Revisionssicherheit ist Dir solange egal, bis Du wie schon geschrieben vor dem einem Problem stehst, weil Dein Steamaccount gehackt ist. Laut Norton nennt da die Zahl von etwa 29.000 an Account-Sicherheit & Wiederherstellung Anfragen am Tag (Aktuell weißt Steam 25.594 für die letzten 24 Stunden aus.) Ich hoffe dann für Dich, daß Du dort über Paypal dort bezahlst, denn offensichtlich kann Steam deren Buchungen am besten überprüfen. Hat sicherlich nichts mit deren Revisionssicherheit als Finanzdienstleister zu tun, sondern nur mit einem Plug in.

Graumarkt hatte ich schon vorher und Mickysoft kenne ich spontan nur als Verballhornung von MS und den Prozeß von 2020 gegen den Keyreseller Lizengo. Google half mir da jetzt auch nicht weiter. Wenn meintest Du den?

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 24. Januar 2022 - 23:26 #

Ja ok, Du willst die ultimative Sicherheit. Ich auch. Und dann werd ich wach und bin in unserer Welt.

NFT wird das nicht ändern. Weil am Ende doch irgendwo Menschen in der Verwertungsketten sind. Vielleicht gibts dann den NFT-Enkel Trick, wo Du deinen Haushalt per Klick an den nigerianischen König vergibst.
Was nützt dir ein SmartContract der falsch aufgesetzt ist.

Sicherheit?
100% Sicherheit ist eine Illusion.

Deine Zahl sagt jetzt auch so gar nix aus. Wieviele von den 29000 sind Leute die ihre PW's vergessen haben, würde mich nicht wundern wenn die hälfte davon Bot-Scripte sind, die hoffen so auf Daten zu stossen? Und Norton verkauft "Sicherheit", sprich deren Geschäft ist es Angst zu schüren, damit Du da einkaufst für ihr Schlangenöl.

Meine Website wird am Tag mind. 50x angegriffen, ich könnte Norton bestimmt ne Menge reporten. An wahrscheinlich keiner dieser Angriffe ist aktiv ein mensch dran, alles vollautomatisch, quasi abklopfen wo die Lücken sind. Würde mich doch wundern, wenn das nicht bei anderen, grossen Anbietern nicht noch viel schlimmer ist.

Ich meinte gezielt Oracle, sowas hier: https://www.cnet.com/news/eu-court-sale-of-used-software-licenses-is-just-fine/

In dem Zeitraum tobten auch noch andere Gefechte, aber ich müsste selber Googlen.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 1. Februar 2022 - 4:38 #

Sicher ist, daß nichts sicher ist. Selbst das nicht.

Verträge kannst Du so bescheuert schließen wie Du möchtest, daran ändert SmartContract gar ncihts.

DerBesserwisser 17 Shapeshifter - P - 6336 - 25. Januar 2022 - 13:48 #

Ohne wirklich in die Diskussion einsteigen zu wollen:
Meine letzte Firma war im Energiehandel (da gings im Normalfall um 6 bis 8-stellige Beträge) tätig, und da waren die Transaktions-Logs der Datenbanken quasi der heilige Gral. Würde das nicht aureichen ?

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 1. Februar 2022 - 4:26 #

Ich habe nur Einblick in "zwei" kleinere Engerieversorger, aber auch da ist die Hauptaufgabe der Buchhaltung die Revision (und in der Zentrale eine Abteilung). Ich nehme an, dies war in Deiner letzten Firma nicht anders. Ohne diese sind Logs .... sagen wir mal so aussagekräftig wie Kassenbuch bei der Steuerprüfung: Hoffentlich passt alles.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 23. Januar 2022 - 20:27 #

Ein einfaches Beispiel wäre die Accountsicherheit bei Spieleplattformen. Da kann jemand einen Account hacken wie er möchte, über das separate in der separaten Wallet des Spieler ist die Besitzanzeige problemlos und schnell da automatisiert möglich.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 23. Januar 2022 - 20:41 #

Sie haben keinen (Mehr-)Wert. Bei NFTs handelt es sich um digitale Spekulationsobjekte, basierend auf einer dafür ungeeigneten und unzureichenden Technologie. Niemand "hat" etwas von NFTs, außer der Hoffnung, irgendwann vielleicht irgendwas Zählbares haben zu können, wenn der kollektive Wahn nur lange genug anhält, um genügend Opfer zu infizieren. Folgender Videoessay erklärt alles Wichtige zum Thema Blockchain, mit besonderem Blick auf NFTs und ihre Verwendung in Spielen wie das in Michael Hengsts Kolumne erwähnte Axie Infinity:

https://www.youtube.com/watch?v=YQ_xWvX1n9g

Dauert über zwei Stunden und ist jede Sekunde wert.

Karsten Scholz Freier Redakteur - P - 14465 - 23. Januar 2022 - 21:50 #

Aus User-Sicht gibt es nur einen, hoch spekulativen "Mehrwert": mit Glück ein NFT zu erhalten, das eine enorme Wertsteigerung erhält und das dann mit hohem Gewinn weiterverkauft werden kann, bevor die Blase platzt. Casino Deluxe.

Hinter NFTs im Gaming-Bereich werden immer nur Mogelpackungen stecken, weil kein Publisher/Entwickler scharf auf Dezentralisierung und den Kontrollverlust über die eigenen Assets ist.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 24. Januar 2022 - 7:50 #

Ist halt die Frage ob das wirkich nur spekulativ ist. Alleine die Wiederveräußerbarkeit, sprich ein Gebrauchtmarkt hätte schon seine Vorteile und wäre im Spielebereich endlich wieder möglich.

antares 17 Shapeshifter - - 6228 - 24. Januar 2022 - 11:39 #

Nur hat daran niemand, der an oder mit Spielen Geld verdient, ein Interesse daran. Deshalb wird das auch nicht kommen.

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21391 - 23. Januar 2022 - 22:24 #

Ich glaube, dass ist der Punkt der Kolumne: das weiß noch niemand. Es ist eine neue Technologie, die noch am Anfang steht und sich noch beweisen muss.

Ich bin ja persönlich im Lager: wird auch niemand finden. Blockchains sind eine Lösung ohne Problem, was man mit ihr machen kann, dafür gibt es bereits andere Technologien, die vor allem was den Energieverbrauch deutliche Vorteile hat.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 217608 - 23. Januar 2022 - 23:22 #

Das mit dem Energieverbrauch ist ein Mißverständnis. Blockchains per se vebrauchen keine Energie. Wenn du Bitcoin-Mining meinst, dann ja, das verbraucht ne Menge Energie.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 23. Januar 2022 - 23:49 #

Hmmm jein.
Die Blockchain ist ja sicher durch eine Teilhabe "vieler" Teilnehmer und dies kostet immer Energie. Die "Energieverschwendung" (und dies meinst Du eigentlich) ist aber das Mining, weil sich dort wenige Teilnehmer gegenseitig hochschaukeln.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 217608 - 24. Januar 2022 - 0:29 #

Ja gut, zum Glück gibts ja schon Alternativen mit wenig Energieaufwand. Was ich aber noch viel toller fände, wäre eine globale Nötigung zur regenerativen und grünen Energieerzeugung weltweit aufgrund des hohen Ressource-Pulls der Tech. Gegenwärtige Energiegewinnungsformen können wir uns jedenfalls nicht mehr leisten.

Lorin 17 Shapeshifter - P - 7119 - 24. Januar 2022 - 20:36 #

Eine Blockchain hängt doch grundsätzlich bei einer großen Anzahl Rechner ab. Je mehr desto besser, da dann auch schlechter manipulierbar. Jede noch so kleine Änderung an der Chain muss aber auch allen anderen Rechnern bekannt gemacht und aktzeptiert werden. Und das kostet ne Menge Energie weil es einfach so viele sind (Rechenleistung + Traffic). Oder werfe ich da jetzt Mining und Blockchain an sich durcheinander? Ich meine mal gelesen zu haben dass der Verkauf eines Bitcoins (also doch im Prinzip nur die Änderung der Besitzinformation (?)) so viel Strom verbraucht wie ne kleinere Stadt am Tag. Bin mir ob der Menge nicht mehr sicher, müsste ich mal raussuchen.
Allerdings stecke ich nicht so tief im Thema, vielleicht bin ich auch grad total falsch unterwegs.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 24. Januar 2022 - 23:00 #

Nein. Bitcoin ist nun ein öffentliches Netzwerk mit einem "Arbeitsnachweis" (Proof of Work), welcher sich die Komplexität an der verfügbaren Rechenleistung hängt. Der erste dem Miner bekommt für die Erledigung einen Anreiz wie eben Bitcoins gutgeschrieben. Wegen deren "Wert" schaukelt sich da die Energieverschwendung hoch. (Warum diese Arbeit erledigt werden soll und was Proof of Stake ist, halte ich für das Verstehen des Konzept für irrelevant.)

Wenn es in einem geschlossenen System wie einer Firma stattfindet, kann dies ein paar Bureaurechnern nebenbei erledigt werden.

Maestro84 19 Megatalent - - 15652 - 23. Januar 2022 - 22:29 #

Hast du nur für die Hälfte bezahlt? ;)

Gedracon 18 Doppel-Voter - - 9447 - 23. Januar 2022 - 22:58 #

Mach dir nichts drauß, ich hab noch in keinem Artikel / Post / Newsbeitrag einen Mehrwert durch NFTs finden können. Außer man ist der Verkäufer / die Handelsplatzform und findet einen Käufer der bereit ist viel Geld zu bezahlen (was meiner Meinung nach viel zu oft vorkommt).
Hab leider auch die Befürchtung das sich der Krempel durchsetzt, hat ja auf bei F2P funktioniert. Echt peinlich, dass sich soviele Leute abzocken lassen.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 217608 - 23. Januar 2022 - 23:36 #

Na weil Michael in der Kolumne auch nichts dazu gesagt hat. Das war denk ich auch nicht seine Intention. Ich lese die Kolumne als Plädoyer für eine neue Technologie, der man durchaus aufgeschlossen gegenüberstehen stehen kann, auch wenn sie ihre sinnvolle Anwendung im Gamesbereich noch nicht gefunden hat. Die Errungenschaft der Blockchain-Technologie als sicherer, nachvollziehbarer und unveränderbarer Nachweis in einem rein digitalen Umfeld ist respektabel. Klar, aktuelle Anwendungen sind eher alberne Geldmacherei, spricht aber nicht grundsätzlich gegen NFTs.

Timberwolf76 17 Shapeshifter - P - 6849 - 25. Januar 2022 - 20:02 #

Ich denke die Frage ist falsch gestellt...der Mehrwert soll auf der Seite der Hersteller liegen. Denn wirklichen Mehrwert für Spieler haben die kosmetischen Produkte von Mikrotransaktionen ja auch nicht, oder?

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 25. Januar 2022 - 21:30 #

Wieso nicht? Ästhetik, Individualisierung, das Gefühl, den Entwicklern etwas zurückzugeben für ein besonderes Spielvergnügen, Selbstbelohnung, Weiterfinanzierung eines langfristigen Spiels ...

In Elite Dangerous habe ich für alle meine hart erspielten Schiffe zusätzliche Lackierungen gekauft. Ich meine , ich spiele ED nun schon mehrere Jahre und habe - keine Ahnung - vielleicht hundert Euro für das Spiel und nochmal 50 vielleicht auch etwas mehr für diverse kosmetische Sachen bezahlt. Natürlich habe ich einen wirklichen Mehrwert.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 25. Januar 2022 - 21:53 #

Dann zeig deine Schiffchen doch mal in der DU-Galerie :] Die ED-Tagebücher von timeagent sind in der DU-Galerie auch immer ein Highlight.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 25. Januar 2022 - 22:23 #

Danke für den Stupser ;) Ich nehme es mir tatsächlich immer wieder mal vor. Allerdings hängt der gute timeagent die Latte ordentlich hoch. Das trifft mein eigenes Erleben "da draußen" schon ganz gut.

Timberwolf76 17 Shapeshifter - P - 6849 - 25. Januar 2022 - 22:04 #

Darum ging es mir ja…um den Mehrwert. Ich kann mir nur eines vorstellen. Gäbe es wirklich unique items, Mounts oder wasauchimmer die man entspechend erwirbt würden viele drauf abgehen. Aber mit Einzelprodukten ist wahrscheinlich kein Vermögen zu machen. Aber stellt Euch mal vor es werden auf einmal Grundstücke in Azeroth versteigert und das ist ein Teil dieser virtuellen Welt der Dir gehört. Dann würde aber mal so richtig der Rubel rollen…

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 25. Januar 2022 - 22:50 #

Schwer abzusehen. Ich finde die Grenzen im virtuellen Bereich und bei Spielen insbesondere sehr fließend, was Werthaftigkeit betrifft. Ein Grundstück geht in dem, was es an Erwartungen weckt ja weit über ein kosmetisches Item hinaus. Da würde ich mich dann schon als erstes fragen, was ich mit dieser Art von Eigentum nun anstellen kann.

Patorikku 16 Übertalent - P - 5846 - 26. Januar 2022 - 9:53 #

Keine Ahnung. Ich hasse NFTs so sehr, dass dieses die erste Hengstchronik ist, die ich nicht lese.

Cat Toaster 12 Trollwächter - - 1101 - 13. Februar 2022 - 0:25 #

Tatsächlich bin ich gerade über dieses Video gestürzt, was den Wahnsinn in Tüten doch recht gut einfängt. -> https://youtu.be/XwMjPWOailQ

Crizzo 19 Megatalent - P - 16101 - 23. Januar 2022 - 19:46 #

Ich warte auf die erste für mich sinnvolle Umsetzung von NFTs und hoffe, dass es nichts mit Proof of Work zu tun haben wird, das haben wir mit Cryptowährungen schon und den CO2 Fußabdruck können wir uns nicht mehr leisten.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 23. Januar 2022 - 19:52 #

Krankenakten und NFT? Seit wann brauch ich ein NFT das sagt, das meine Krankenakten meine Krankenakten sind - oder wie stellst Du dir das vor? Höchst sensible Daten gehören in gar kein Netz, vor allem wenn der Missbrauch nur zwei Schritte entfernt ist.

Patente als NFT? Mich deucht ja eher, Patente gehören eher abgeschafft als das die auch noch nen neuen Tech-Anstrich brauchen - aber das ist wohl ein grösseres und komplexeres Thema - aber nicht was man mal "on-the-fly" mit NFT auch nur in berührung kommen lassen sollte.

Vor zwei Tagen war OpenSea down und plötzliche waren 90% alle NFTs nicht mal mehr vorhanden - Thema "dezentralisierung".

Was die NFT-Spiele angeht, Du hast leider nicht die Aufgelistet die einen Rug-Pull gemacht haben aka Konto geleert, Spiel aus. *ooops* Dazu auch schöne "Danke für ihr Geld!" Links: https://rekt.news/ & https://web3isgoinggreat.com/

Ich hab nix gegen moderne - neue Sachen, eher im Gegenteil, aber meine Abneigung gegenüber NFT ist begründet in sachen wie: Unglaubwürdig, Manipulierbarkeit, Scam und Co. Das liegt weniger an der Technik sondern an den Menschen.

Daher, Augen auf beim NFT kauf.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 217608 - 23. Januar 2022 - 23:38 #

Hätten die Käufer bei OpenSea ihre NFTs in ein Hardwarewallet gepackt und nicht dem Händler gutwillig zur Aufbewahrung anvertraut, wäre gar nichts weg. :)

v3to 17 Shapeshifter - P - 7325 - 23. Januar 2022 - 19:58 #

In meinen Hirnwindungen verbinde ich NFTs an sich nur mit Stromverschwendung und das macht es nicht besser, wenn man sowas im Massenmarkt vorantreibt.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6776 - 23. Januar 2022 - 20:21 #

Hab mir paar Tage NFT durch die Hirnwindungen gejagt. Mein Fazit nach dem es jetzt nicht mehr neu für mich ist: Geh mir weg mit dem Nonsens.

Die Kolumne kommt mir vor, als ob da jemand als Producer selbst etwas im Goldrausch ist ;)

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 11:41 #

Darf der Michael doch auch. Er macht auch Pony-Spiele, die würde von uns keiner freiwillig mit der Kneifzange anfassen (da geht es gar nicht umd die Qulität, aber "Pferde, Wendy und Ponys"?, nein danke). Jeder weiß womit er sein Geld verdient und wo wir halt angeödet werden, sieht er einen Markt. Deswegen stört ihn auch unser "Genöhle". Das sollte man nur nicht mit dem starken Wort "Hass" verwechseln. Ich würde es als gepflegtes Desinteresse bezeichnen. Fackel und Mistgabel sind für den nächsten GG-Test reserviert in dem die "Nulpe" von einem Tester nich die Genialität meines Lieblingsspieles erkennt.:)

StefanH 22 Motivator - - 31864 - 23. Januar 2022 - 20:58 #

Irgendwie fand ich die Argumentation mit Verkaufszahlen als Bewertungskriterium für F2P-Games auch irreführend. Die Kritik an F2P-Games ist vor allem inhaltlich und der Kolumne nach wäre die BILD-Zeitung dann wohl die inhaltlich beste Zeitung des Landes. Der Suchtfaktor vieler dieser Spiele dürfte den Verkaufszahlen auch geholfen haben, was ich aber nicht für begrüßenswert halte.

Je mehr ich über NFT erfahre, desto mehr erinnert mich das an eine Spekulations-Blase. Ich bin da also schon raus wie auch schon bei VR, die ich leider wortwörtlich nur zum Kotzen finde. Vor allem ist ein NFT meines Kenntnisstands ja nicht das digitale Objekt selbst, sondern nur das Zertifikat, dass ich das Original besitze. Das Objekt selbst wird woanders gehostet/verwahrt und ist dann doch auch wieder kopierbar und nicht einmalig... Von möglichen Ausfällen der Quelle will ich gar nicht erst anfangen.

LX TRiK TV 10 Kommunikator - 491 - 23. Januar 2022 - 21:09 #

Ich habe immer noch nicht verstanden, was ein NFT eigentlich ist. Warum schafft es niemand, das mit einem kurzen Satz zu beschreiben?

Aktuell stelle ich mir darunter Panini-Sammelbilder vor - nur in digitaler Form. Lösche ich sie ohne Sicherung, sind sie für mich verloren... so wie früher, als mir mal Sammelbilder in den Gulli gefallen sind.

Habe ich es nun endlich verstanden?

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 23. Januar 2022 - 21:43 #

Superkurz: NFT ist ein Bon, nur das den jeder sehen kann (wenn die Technik online ist und funkt).

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 23. Januar 2022 - 21:46 #

So extrem vereinfacht, dass die Darstellung beinahe verfälschend ist: Ein NFT ist ein einzigartiger Container, verteilt gespeichert in einer Blockchain, in der auch der Besitzer des Containers vermerkt ist.

Der Container kann alles Mögliche enthalten. In der Praxis ist es typischerweise ein Link auf eine Datei, die irgendwo anders im Internet abgelegt wurde - nicht in der Blockchain.

Wenn du ein NFT "kaufst", kaufst du also normalerweise kein Bild oder Video, keine Textnachricht oder irgendwas auch nur ansatzweise Substantielles. Vielmehr wirst du als Besitzer einer Verknüpfung zu der Datei vermerkt. Dir "gehört" nicht die Datei, dir gehört nicht das Copyright und nichts und niemand verhindert, dass andere Links auf die Datei anderen Leuten verkauft werden, dass die Datei gegen eine andere getauscht oder gelöscht oder sonstwie verändert wird.

Edit: Mist, Jamison Wolf war schneller und hat eine deutlich kürzere und praktisch genausogute Erklärung geliefert. Ja, ein NFT ist ein Beleg über ... irgendwas.

Ein ganz passender Vergleich, der oft bemüht wird: Der Verkauf von NFTs ähnelt dem Verkauf von Besitzurkunden über Grundstücke auf dem Mond oder Sternpatenschaften.

Viel kürzer kann ich es nicht erklären.

LX TRiK TV 10 Kommunikator - 491 - 24. Januar 2022 - 21:29 #

"Ein ganz passender Vergleich, der oft bemüht wird: Der Verkauf von NFTs ähnelt dem Verkauf von Besitzurkunden über Grundstücke auf dem Mond oder Sternpatenschaften."

Danke.

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 66716 - 24. Januar 2022 - 21:43 #

Ja, das fand ich auch den bisher besten Vergleich.

Karsten Scholz Freier Redakteur - P - 14465 - 23. Januar 2022 - 21:52 #

Ich hab das Thema Krypto-Gaming mal hier aus allen Richtungen zu beleuchten versucht:

https://www.buffed.de/Krypto-Gaming-Thema-277926/Specials/Games-was-ist-NFT-Blockchain-Kryptowaehrung-FAQ-1383833/

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 23. Januar 2022 - 22:22 #

Ah, Buffed gibt's noch. Hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. :)

Ganz gute Übersicht über das Thema! Nur mit einem Satz bin ich nicht einverstanden: "Zeitweise waren neue Grafikkarten-Modelle ähnlich schwer zu bekommen wie eine Playstation 5 ..." Warum Vergangenheit? Das ist immer noch so, tatsächlich ist die Versorgungslage hierzulande in den vergangenen Wochen sogar schlimmer geworden. Meine 6600 XT, die ich im Oktober für albern überteuerte 480 Euro gekauft habe, ist heute kaum unter 600 Euro zu bekommen.

Karsten Scholz Freier Redakteur - P - 14465 - 23. Januar 2022 - 22:32 #

Das stimmt, da muss ein "und sind" rein. Mach ich gleich :)

PS: Da steht jetzt "Neue Grafikkarten-Modelle waren und sind weiterhin ähnlich schwer zu bekommen wie eine Playstation 5 - Krypto-Mining-Hype und Corona sind keine gute Kombination."

LX TRiK TV 10 Kommunikator - 491 - 24. Januar 2022 - 21:30 #

Vielen Dank, das sehe ich mir gerade an...

Trax 15 Kenner - P - 3373 - 24. Januar 2022 - 13:39 #

Falls du gut Englisch kannst kann ich dieses Video als Erklärung empfehlen:
https://www.youtube.com/watch?v=XwMjPWOailQ

LX TRiK TV 10 Kommunikator - 491 - 24. Januar 2022 - 21:30 #

Danke, folgt auf den Buffed-Link...

Zille 20 Gold-Gamer - - 24683 - 26. Januar 2022 - 15:25 #

Ein NFT könnte ein digitales Bild sein, was dir in einem Monitor an deiner Wand angezeigt wird. Im Rahmen des Bildes wird das Zertifikat angezeigt, das dich als Besitzer erkennbar macht. Du schaust das Bild an und freust dich über deinen Besitz.

Nebenan hat dein Nachbar dasselbe digitale Bild in einem Monitor angezeigt. Er hat kein Zertifikat und sieht doch dasselbe Bild. Er schaut das Bild an und freut sich über das Bild.

Während ich bei echten Bildern sicher einen Unterschied bspw. zwischen der Ölfarbe und dem Nachdruck sehe, ist der digitale Inhalt im Prinzip derselbe.

Neben Aktien und Immobilien ist das eines der Ventile, in dem reiche und/oder gierige Menschen ihr Geld parken, in der reinen Hoffnung, dass nach ihnen jemand kommt, der mehr bezahlt. Ich lasse die Finger davon.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 26. Januar 2022 - 18:42 #

Na ja ok. Wenn ich mir geklaute Turnschuhe anschaue ist der Inhalt im Prinzip auch dasselbe, wie bei den teuren aus dem Laden. Warum also für etwas zahlen wenn das Gestohlene doch genauso aussieht? Eine gefälschte Rolex erfreut doch sicher auch das Auge...

Ich denke, dass es für ehrliche Menschen halt schon einen Unterschied macht ob da eine Raubkopie hängt oder nicht. Macht ja bei uns Gamern auch einen Unterschied.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 26. Januar 2022 - 19:24 #

Mich stört a bissle das Wort "geklaut" und im besonderen "Raubkopie". Das heisst ja, man nimmt jemanden was weg (sogar mit Waffengewalt), was der dann nicht mehr hat. Das ist ja eigentliche das schöne am Digitalen, es gibt keine knappheit. Es gibt Kopien.

Geht hier noch um NFT, oder? Das NFT ändert das Bild nicht. Das NFT sagt nur, Du hast das Bild gekauft. Was für Rechte du hast, oder überhaupt, das steht auf nem anderen Blatt.

Du kannst dir also gerne zB den 300.000 $ Affen via digitalen Bilderrahmen hinhängen, das ist legal. Du bist nur nicht der, ders gekauft hat.

Nicht jetzt Copyright und so'n Zeugs da reinmischen, das sind zwei paar Schuhe. ;)

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 27. Januar 2022 - 7:55 #

Fälschung, Raub, unerlaubte Vervielfältigung etc. sind nun mal Begriffe die mit Eigentum zusammenhängen. Copyright wäre wieder eine eine andere Perspektive, das stimmt, aber mir geht es darum, dass du als z.B. Besitzer einer Kopie kein legitimer Käufer bist und den vorgesehenen Handelsweg verletzt.
Dein Argument, dass Vervielfältigung Knappheit beseitigt, lässt die Handelsfreiheit derjenigen, die ein Produkt entwickeln völlig außen vor.
Dafür sind Zertifikate ja da: Sie bestätigen beiden Seiten, dass sowohl Produkt, als auch der Erwerb des Produktes, als auch der neue Eigentümer rechtlich auf der richtigen Seite stehen.

Bei dir klingt es so ein wenig nach "Willkommen im Kollektiv, jeder kann alles haben" Ich halte Handel aber für eine herausragende menschliche Eigenschaft.

Zille 20 Gold-Gamer - - 24683 - 27. Januar 2022 - 11:12 #

Das ist nach meinem Verständnis völlig am Thema vorbei.

Die Assets hinter einem NFTs können und dürfen in der Regel problemlos kopiert werden (da digital). Das ist in der Regel auch nicht vebroten. In vielen Fällen zeigst du nur etwas an. Wie etwa den ersten Tweet. Wenn ich mir den in Twitter anzeige, dann habe ich den doch nicht Raubkopiert.

Wenn du das verstanden hast, dann fragst du dich sicher, was der ganze Zirkus soll und warum jemand dafür Geld bezahlen sollte. Das geht mir genauso.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 27. Januar 2022 - 15:34 #

Wie Zille schon sagt, im normalfall sind gekaufte Werke via NFT nicht plötzlich einem vervielfältigungsverbot unterlegt (Stand jetzt).

Wenn das Werk schon vorher so deklariert wurde, dann bist Du am Ende der "alleinige" Besitzer, aber im Normalfall ist das ein Bild, Video und Co. wo es heisst: "Das hat XY gekauft!" - räumt dir aber null Rechte ein und das Objekt der begierde kann von jedem genutzt werden - unter den üblichen Bedingungen.

Deswegen hat da Raubkopie, Klauen etc gar nix zu suchen. Abgesehen davon das man digitale Werke immer noch nicht Klauen oder Raubkopieren kann - du kannst ein Copyright/Lizenz missbrauchen, aber wie gesagt, das nen anderes Fass.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 27. Januar 2022 - 16:53 #

Man kauft mit dem NFT ja auch nicht das Werk an sich oder irgendwelche Vervielfältigungs- oder Darstellungsrechte daran, sondern nur den Verweis auf das Werk.

Das ist so, als ob du in einer Galerie ein Bild kaufst, bekommst aber nicht das Bild zu dir nach Hause geliefert, sondern stattdessen einen Kassenzettel in die Hand gedrückt, auf dem steht, wie man zu der Galerie kommt, und dass dieser einzigartige Kassenzettel ganz und gar deiner ist. Währenddessen bleiben die Galerie und das Werk natürlich weiterhin für jeden anderen zugänglich. Jeder kann es weiterhin anschauen oder davon eine perfekte Kopie erstellen. Und du kannst auch nicht verhindern, dass der Galeriebesitzer irgendwann mal das Bild abhängt oder das "Original" für immer verloren geht.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 27. Januar 2022 - 17:05 #

Ich verstehe es als persönliches Zertifikat, Besitzurkunde oder etwas in der Art. Damit lässt sich auf jeden Fall Eigentum oder Besitzrechte belegen.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 27. Januar 2022 - 17:46 #

Ja, an dem *Zertifikat*. Nicht den dem Affenbildchen (oder was sonst noch verscherbelt wird).

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 27. Januar 2022 - 18:05 #

Dann muss das Produkt nebst dazugehörigem Zertifikat doch nur noch z.B. in eine sammlertaugliche Form gebracht werden. Dann gibt es Affenbildchen und die sammlertaugliche Sonderserie mit Zertifikat.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 27. Januar 2022 - 19:07 #

Die Geschäftsidee wird auch bestimmt noch jemand umsetzen beziehungsweise würde es mich nicht wundern, wenn es das schon gibt. Aber das führt jetzt zu weit.

Es ging mir darum zu verdeutlichen, was NFTs bislang sind: Nicht die Ware, sondern der Kassenzettel für die Ware. Die Ware selbst steht nicht als NFT zum Verkauf und es ist auch nicht praktikabel, die Ware in ein NFT zu verpacken.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 27. Januar 2022 - 19:29 #

Ah Ok. Klar. Mir ging es eher darum, dass ein Zertifikat durchaus einen großen Unterschied in der Wertbemessung eines Produktes ausmachen kann. Sei es als Beleg für den Erwerb, als personifizierte Signatur oder Verweis auf eine sonstige Individualisierung. Ein Zertifikat alleine ist auch in der nichdigitalen Welt nur ein Fetzen Papier.

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 27. Januar 2022 - 20:20 #

Das ist doch genau das was die Analogie zur realen Welt ausmacht. Du kommst gerade aus dem Media Markt mit deinem neuen iPhone. Ich reiße es dir aus der Hand und sage dem herbeigeeilten Polizisten, dass das meins ist.

Wenn jetzt noch meine drei Kumpels dazukommen und auch behaupten, dass das iPhone eigentlich ihres ist, dann gibt es nur einen einzigen Unterschied zwischen den 5 Personen: die Tatsache, dass Du den Kassenzettel hast. Ich bin also der aktuelle Besitzer, der das Teil in den Händen hält, aber nur Du der Eigentümer.

Leider lässt dich das Gerät nicht klonen, also gehen nach einem bösen Blick von Dir, meine Kumpels und ich nach Hause und sind weder Eigentümer noch Besitzer eines coolen goldenen iPhone Pro Max XXL.

Und genau das ist jetzt im Digitalen genauso, und doch so anders. Die echte Mona Lisa gehört jemandem und auch nur dieser Jemand hat sie im Zugriff, im Digitalen kann aber jeder andere auch Besitzer sein, ohne dadurch dem Eigentümer seinen Besitz zu nehmen.

Die digitale Rita Lisa, die der bayrische Künstler Salvador Mundi in MS Paint gemalt hat, wird vom Kunstsammler J.L. aus Putzbrunn für 5,- Euro gekauft und dies wird per NFT in der weltweiten Blockchain festgehalten.
Jeder andere kann sich natürlich ein Abbild davon ergoogeln und als Wallpaper nutzen, es „besitzen“.
Der Eigentümer ist aber immer der Kunstmäzen J.L., jedenfalls bis er das Original gegen drei Semmeln und einen Teewagen eintauscht.

Er hat aber eine Kopie behalten, an der er sich erfreut. Und da ist die Krux: denn wenn Eigentumsübergang nicht automatisch die Aufgabe des Besitzes bedeutet - welchen Wert hat dann Eigentum noch?

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 28. Januar 2022 - 13:55 #

Schöne Analogie, aber sie hängt schief.

Du hast das iPhone nie gekauft. Das iPhone gehört dir nicht. Du hast für den Kassenzettel bezahlt und bekommst auch nur den Kassenzettel. Das iPhone bleibt im Laden. Und oft gehören weder der Laden noch das iPhone dem gleichen Gauner, der dir den Kassenzettel verkauft hat. :)

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 28. Januar 2022 - 18:02 #

Wie kommst du denn darauf? Ich kenne ja nicht alle Plattformen, die heute schon mit NFTs agieren, aber bei denen die ich kenne, funktioniert es immer so, dass Du das digitale „Gut“ auch bekommst…

Wir reden ja hier nicht von Verbrechern, die ernsthafte Diskussion um NFTs kann ja nur von seriösen Anwendungen ausgehen. Also digitale Kunst oder auf‘s Gaming bezogen: kosmetische DLCs die mengenmäßig begrenzt sind oder sowas. Oder die Comics bei VeVe - da gibt’s dann 10.000 Stück und wenn die verkauft sind sind sie verkauft.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 28. Januar 2022 - 19:03 #

Doch, wir reden von Verbrechern. Das ist doch der Punkt. Der derzeitige "Markt", insbesondere im Bereich der digitalen "Kunst", ist zu großen Teilen ein Schneeballsystem, das von der Vorspiegelung falscher Tatsachen lebt. Nämlich genau von der Behauptung, die jetzt auch hier in diesem Thread von einigen geäußert wird, dass man mit einem NFT die damit verknüpfte "Sache" erwirbt, was aber de facto nicht so ist. Falls du anderer Ansicht bist, würde ich mich freuen, wenn du das technisch nachvollziehbar begründest.

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 28. Januar 2022 - 19:58 #

"Eigentum" ist kein technischer Aspekt, sondern ein rechtlicher. Deshalb bedarf es auch keiner technischen Begründung.

Und Rechte kann man verkaufen. Mit NFT oder ohne. Ich besitze einen Gegenstand, mache einen Kaufvertrag und verkaufe ihn dir. Egal ob er noch bei mir liegt oder schon bei Dir, oder ob zwischenzeitlich ein dritter diesen Gegenstand gestohlen hat. Der Eigentümer bist Du, wenn du den Vertrag mit mir geschlossen hast. Eigentum ist in der echten Welt an den Besitz der Sache geknüpft, siehe iPhone, funktioniert aber auch ohne Besitz, siehe Diebstahl-Beispiel.

Wenn ich jetzt ein Pixelbild erstelle und verkaufe, dann führt die Reproduzierbarkeit dieses digitalen Gegenstands dazu, dass das mit dem Besitz nicht so ganz zum Eigentum passt, denn den Besitz an völlig gleichwertigen Kopien kann ja nun jeder haben. Das führt auch dazu, dass irgendwannd er Markt nicht mehr funktioniert, denn warum für ein Kunstwerk zahlen, das nicht durch seine Einzigartigkeit in meinem Wohnzimmer besticht, sondern dadurch, dass jeder sich identische Kopien ergoogeln kann? Weitergedacht würde jede Digitalisierung irgendwann enden, denn sobald Kunst im Digitalen stattfindet, ist ihre Einzigartigkeit nicht mehr gegeben.

Deshalb soll NFT eine Lösung für dieses Dilemma sein - denn jetzt kann - durch die Blockchain weltweit unveränderbar - das Eigentum mit der digitalen Sache verknüpft werden. Außerdem kann über NFT das "Original" von den abermillionen Kopien unterschieden werden. Während die "Einzigartigkeit" in der Realwelt aus der Sache selbst heraus kommt (die Mona Lisa gibt es halt nur ein mal) kommt sie in der digitalen Welt aus der Bescheinigung "Achtung, dieses File hier mit diesem Hash ist das Original und im Besitz von Rüdiger Steidle".
Weitergedacht kann so ein dem echten Markt gleicher Markt im Digitalen entstehen, denn ich kann theoretisch eine digitale Sache verkaufen und das Eigentum daran rechtsgültig nachweisen.

Und genau diese Rechtsgültigkeit ist (heute noch) der Haken - denn Q-Berts Hinweis ist korrekt: Für den Nachweis realen Eigentums haben wir anerkannte Systeme geschaffen: staatliche Verwaltung, Banken, etc. NFTs haben das große Problem, dass das von ihnen bescheinigte Eigentum von jemandem anerkannt werden muss.

Wir sind aber als Menschheit von der "Das Recht des Stärkeren"-Gesellschaft in der Steinzeit zu einer Welt mit Recht und Strukturen gelangt. Warum sollte uns das nicht auch im Digitalen gelingen?

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 30. Januar 2022 - 11:34 #

Sorry, nein. Das stimmt einfach nicht. Es gibt einen Unterschied zwischen Besitz und Nutzungsrecht. Mit einem NFT erwirbst du ein stark beschränktes Nutzungsrecht, aber de facto keinen Besitz.

Der "Gegenstand", den dir die Crypto Bros angeblich verkaufen, gehört dir nicht und ist auch kein Bestandteil des NFTs. Typischerweise enthält ein NFT einen Verweis auf eine Datei, die irgendwo anders im Internet abgelegt ist. Das Konzept ist als "Link" bekannt. Du kannst auf diese Datei zugreifen. Wenn es ein Bildchen ist, kannst du es angucken, wenn es eine Musikdatei ist, kannst du sie abspielen und so weiter. Dabei wird technisch gesehen jeweils eine Kopie des "Originals" erstellt, die Ursprungsdatei verbleibt stets an ihrem ursprünglichen Speicherort und geht nie in deinen Besitz über. Üblicherweise kann jeder andere User, der über diesen Link verfügt, genauso auf diese Datei zugreifen und genau das gleiche damit machen wie der angebliche Besitzer.

Du hast keinerlei Verfügung darüber, was mit der Originaldatei passiert. Die kann einfach so verschwinden, ausgetauscht und durch etwas anderes ersetzt werden oder aus technischen Gründen unbenutzbar werden.

Deshalb mein obiger Vergleich mit dem iPhone im Laden: Du hast das iPhone nie bekommen. Es steht nach wie vor im Laden. Was dir der Verkäufer verscherbelt hat, ist ein Stückchen Text, auf dem steht, wo das iPhone zu finden ist und dass es "deins" ist.

Blockchains, Smart Contracs und NFTs klingen in der Theorie nach interessanten, nützlichen technischen Innovationen, in der Praxis wird damit im großen Stil betrogen.

Ich möchte an dieser Stelle erneut auf ein Video von Christopher Natsuume verweisen. Kann sein, dass das schon anderswo verlinkt wurde, aber mir geht es spezifisch um diese Stelle:
https://youtu.be/8IYjsWBbmKI?t=248
Bis ungefähr 07:40. Das ganze Video lohnt sich, wie auch schon das vorige, aber die drei Minuten sollten genügen, um meinen Beitrag zu unterstützen.

Bitte verstehe das nicht als Angriff. Es ist absolut verständlich, dass die Leute beim Thema NFTs Manches durcheinanderbringen, weil es die Verfechter dieser Technologie genau darauf anlegen.

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 30. Januar 2022 - 18:10 #

Danke für die Ausführungen. Leider sind diese immer noch nicht ausreichend präzise uns stellen nicht korrekt dar, was jetzt eigentlich das revolutionäre an NFT ist. "Nutzungsrecht" geht nämlich leider nicht weit genug und trifft auch nicht den Kern der Sache.

NFTs - das sagt ja schon der Name "non-fungible", also "NICHT austauschbar" sind einzigartige Objekte. Und sie repräsentieren eben genau nicht nur ein Nutzungsrecht, sondern ein Eigentumsverhältnis.
Du kaufst ein digitales Kunstwerk und wirst per NFT als dessen Eigentümer eingetragen.

Da sich bei digitalen Gegenständen (siehe die vorherige Diskussion) keine Notwendigkeit ergibt, einen "Gegenstand" aus einem Laden heraus in den eigenen Einflussbereich zu "tragen", ist es auch egal, ob Du ein File ausgehändigt bekommst oder es irgendwo im Netz steckt - das abstrakt gesehene Kunstwerk gehört Dir und das dazugehörige NFT weist dies nach.

Ob du es dann herunterlädst und auf einen Stick speicherst oder darauf vertraust, dass es - da millionenfach im Netz verfügbar - auch in 100 Jahren noch irgendwo auszutreiben ist, ist dabei fast egal.

Und hier kommt jetzt das, was erst die Blockchain möglich macht: das Eigentumsverhältnis an Kunstwerk X ist dezentral und weltweit verfügbar und eingetragen. Sie geht also in eine Art "kollektive Einigung" darüber, wem das Kusntwerk gehört, über. Ich glaube, diese Akzeptanz der Tatsache, dass es sich bei NFT um eine Mischung aus rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekten handelt macht es so schwer, aus der heutigen "greifbaren" Tausch- und Handelswelt einen Vergleich zu finden.

Beispiel: Grimes hat ihre Kunstwerke versteigert - und da gibt es rund 300 Menschen auf der Welt, die sich z.B. "Death of the Old" gekauft haben. Diese Menschen sind in der Blockchain als Eigentümer eines der limitierten Gemälde eingetragen. Anschauen können es sich alle, den Clip findet man im Netz. Aber Du bist keiner der Eigentümer und das weißt Du auch. Max Mustermann ist ein Eigentümer einer Kopie und weiss das auch. Wenn dies eine gesellschaftliche Einigung erfährt, dann ist klargestellt, wer die Eigentümer eines Originals sind und durch NFT ist dies auch unveränderlich beweisbar. Damit ist "Eigentum" erfüllt, und ganz ohne klassische Atribute wie Gegenständlichkeit, Besitzwechsel und dergleichen. Und dieses Eigentum kann man auch weiterveräußern.

Wenn es hilft, weil das iPhone-Beispiel dich ja störte: So ein bisschen ähnlich ist die Tatsache, dass es in der echten Welt ja auch Dinge gibt, die man kaufen kann ohne sie hinterher zu bewegen oder in seinen Einflussbereich zu transportieren. Ein Grundstück zum Beispiel. Das kann irgendwo in Südamerika sein und Du kannst es kaufen und der Eigentümer sein, und in deinem restlichen Leben nicht ein einziges Mal persönlich deinen Fuß darauf setzen. Dein "Eigentum" benötigt also nicht deine Verfügung über den Gegenstand, sondern nur eine kollektive Einigung darüber (per Grundbuch) dass Du der Eigenümer bist. Selbst wenn dort fremde Menschen hausen und es nutzen - Du bist immer der Eigentümer und kannst es vererben, weiterverkaufen etc. - ohne es jemals selbst gesehen zu haben.

Ich hoffe Du merkst, wie falsch Du mit "Nutzungsrecht" liegst. Auch ich meine das übrigens nicht persönlich, sondern freue mich über eine gute und gesittete Diskussion über so ein neues und spannendes Thema.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 31. Januar 2022 - 12:41 #

Das sehe ich nach wie vor anders. Eine Sache, die nie in meinen Besitz übergeht und die jederzeit verändert oder verschwinden kann, wogegen ich keinerlei praktische oder juristische Handhabe habe, ist absolut kein Eigentum. Ich erwerbe mit dem NFT bestenfalls eine begrenzte Lizenz zur Nutzung der Sache.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 31. Januar 2022 - 15:53 #

Dann kauf besser nie Aktien. Denn die Firmen, von denen du da Anteile kaufst, werden niemals auch nur als winziger Bruchteil in deinen Besitz übergehen. Die Firmen können jederzeit verändert werden und die AGs können sogar ganz verschwinden! OMG! Und du kannst nichts dagegen tun, also sind nach deiner Logik Aktien absolut kein Eigentum.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 31. Januar 2022 - 18:07 #

Alter, der Vergleich hinkt so sehr, der hat Anspruch auf Behindertenunterstützung. ;)

Nur noch mal zum Mitschreiben: Ich zweifle nicht an, dass das NFT dein "Eigentum" ist. Mein Punkt ist, dass du eben nur das NFT kaufst, aber darüber hinaus bestenfalls Nutzungsrechte an dem Objekt erwirbst, für das das NFT ausgestellt wurde.

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 31. Januar 2022 - 20:31 #

Das NFT wird Dir als Nachweis über das Eigentum an einer digitalen Sache verkauft. Punkt.

Das ist keine „Nutzungslizenz“. Es ist ein Nachweis über ein Eigentum.

Und das erfordert keinen unmittelbaren Besitz, das wusste das BGB schon lange vor der Digitalisierung.

Ich kann dir auch mein Pausenbrot verkaufen und einen Zettel geben, auf den ich schreibe: „Dieses Pausenbrot gehört jetzt Rüdiger“. Wenn wir beide uns einig sind, dann ist das ein gültiger Nachweis.

Eigentum wird durch Veräußerung übertragen, dazu gehören einfach nur zwei übereinstimmende Willenserklärungen. Kaufvertrag zustande gekommen. Bekommst du nen Zettel von mir dass wir das so gemacht haben und schon bist Du Eigentümer von etwas. So leicht ist das.

NFT sorgt lediglich dafür, dass dieses uralte Prinzip jetzt dezentral und weltweit unveränderlich gespeichert ist, so dass jeder Mensch auf der Welt den Zettel anschauen kann und sieht, dass du jetzt Eigentümer des Pausenbrotes bist.

Welche Rechte und Pflichten sich jetzt für mich oder Dich daraus ergeben und was du mit dem Brot anfangen kannst, ist davon völlig unabhängig und hat nichts damit zu tun, dass hier Eigentum übertragen wurde.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 31. Januar 2022 - 23:48 #

Du brauchst weder beleidigend, noch überheblich werden. Ich respektiere dich, auch wenn ich denke, dass du dich irrst, denn „Nutzungsrechte“ begründen eben gerade kein Eigentum - du widersprichst dir hier ja komplett selbst. Ginge es um Nutzung, dann wären NFT nichts anderes als iTunes oder Netflix, bei denen du tatsächlich nichts anderes als Nutzungsrechte an digitalen Inhalten erwirbst - aber natürlich nie Eigentum.

Was ist denn deiner Meinung nach der Unterschied zwischen einem MP3, das du als NFT erwirbst und einem MP3, dass du über iTunes kaufst? Hm?

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 1. Februar 2022 - 14:31 #

Vielleicht drücke ich mich missverständlich aus, aber das ist genau mein Punkt: Es ist mir vollkommen klar, dass die Verkäufer den Eindruck erwecken, hier würden Eigentumsrechte übertragen. Meine Überzeugung ist, dass dem nicht so ist beziehungsweise dass du diese vermeintlichen Rechte absolut nicht durchsetzen kannst. Aber genau daran hängt der "Wert" des NFTs - daran, dass nur genügend Leute der Illusion erliegen, es hätte einen.

Um Frage zu beantworten nach dem Unterschied zwischen dem über eine NFT-Börse und dem über iTunes erworbenen MP3 zu beantworten: Es gibt keinen, es unterscheidet sich lediglich die Form der Quittung.

Aber schön, dass wir wieder zu digitalen Gütern zurückkehren, weil dieser Vergleich einfach besser passt als der mit handfesten Waren wie dem erwähnten iPhone.

Vielleicht verdeutlicht folgende Anekdote meinen Standpunkt: Es gab vor etwa zehn Jahren einige Aufregung, weil Amazon bestimmte Ebooks, die Kunden im Kindle-Format gekauft hatten, wieder aus deren Bibliothek und sogar von den Endgeräten entfernt hat, weil Amazons Nutzungslizenz an den Titeln abgelaufen war. Die Käufer hatten also plötzlich keinen Zugriff mehr auf die erworbene Ware. Amazon hat sich damit verteidigt, dass beim Kauf eines Kindle-Ebooks eben keine Eigentumsrechte übertragen würden, sondern man damit nur eine Nutzungslizenz verkaufe. (Hinweis: Alles aus der Erinnerung aufgeschrieben. Es wurde damals mit Sammelklagen gedroht. Ich habe auf die Schnelle nicht herausgefunden, ob diese verhandelt wurden und wie diese ausgegangen sind, das ist aber für den Vergleich auch unerheblich.) Mein Argument ist nun - und ich weiß, ich wiederhole mich, aber offenbar ist das immer noch nicht angekommen - dass das Objekt (was auch immer das sein mag), das du mit deinem NFT erwirbst, in der Praxis genau wie ein Kindle Ebook funktioniert. Du bekommst faktisch ein Nutzungsrecht, aber kein Eigentum übertragen. Auch wenn der Verkäufer etwas anderes behauptet. Wer recht hat, werden wir wahrscheinlich erst dann sehen, wenn Gerichte diese Fragen klären.

"You will own nothing and you will be happy."

Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich aus der Diskussion. Ich habe alles gesagt, was ich sagen wollte, und ich habe den Eindruck, wir bewegen uns die letzten Tage nur noch im Kreis. Erlaube mir, zum Abschluss meine Standpunkte in etwas harschen Worten zusammenzufassen:

1. Die Blockchain ist eine Lösung auf der Suche nach einem Problem. Der Spruch ist nicht von mir, den plappere ich nur nach, aber da diesen Standpunkt praktisch alle öffentlichen Personen teilen, auf deren Meinung ich irgendwas gebe, bin ich absolut zufrieden damit, dieses Urteil einfach zu übernehmen.

2. Bei Cryptowährungen überwiegt der Schaden bisher deutlich den begrenzten (aber durchaus vorhandenen) Nutzen.

3. Die ganze Crypto-Branche ist durchsetzt von Betrug, insofern zweifle ich grundsätzlich alles an, was aus dem Mund irgendeines dieser Apologeten tropft.

4. NFTs sind Bullshit, mir aber grundsätzlich egal. Sobald die Gülle in Spiele schwappt, geht mich das Thema aber doch etwas an, weil die Gefahr besteht, dass diese Technik dort beträchtlichen Schaden anrichtet und sei es "nur", den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen und Budgets zu beanspruchen, die anderswo besser investiert wären.

Die Spielebranche ist über die letzten Jahre schon derart heruntergekommen, dass man sich fast schon dafür schämen muss, irgendwie dazuzugehören. Insbesondere, was da im Mobile Games Markt an Ausbeutung, Glücksspiel und zunehmender Nutzerentrechtung abgeht, ist einfach nur widerwärtig. NFTs drohen diesen Trend noch zu verstärken.

Deshalb zum Abschluss klipp und klar: Scheiss auf Blockchains, scheiss auf Cryptowährungen, scheiss auf NFTs und auf das ganze Geschmeiss, das dieses Bullshit-Bingo veranstaltet! Lasst wenigstens meine Spiele damit in Ruhe! Ich habe fertig. :)

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 1. Februar 2022 - 15:14 #

"Deshalb zum Abschluss klipp und klar: Scheiss auf *"

Amen.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 1. Februar 2022 - 22:47 #

Um es auch klipp und klar zu sagen: Auch ich will keine NFT in Spielen, hab mit Karsten Scholz neulich die FATECT ausgerufen (Federation Against The Evil Crypto Trend). Mein Plädoyer für "Raubkopierer" ist übrigens sehr lesenswert:
https://www.gamersglobal.de/user-artikel/q-lumne-12-danke-ihr-raubkopierer

Also versteh mich nicht falsch, ich bin wahrlich kein Fan von künstlicher Verknappung und es gibt sehr gute Gründe, gegen NFT und Cryptowährungen zu sein - aber dann bitte mit stichhaltigen und inhaltlich korrekten Aussagen. "Alles Betrüger, braucht kein Mensch" ist einfach zu platt - es gibt Leute, die behaupten das vom ganzen Internet und die liegen genauso falsch.

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Der Unterschied zwischen NFT und iTunes ist der, dass ein MP3 bei iTunes im Zugriff von Apple verbleibt. Deswegen ist es möglich, dass Amazon (an den Fall mit gelöschten eBooks kann ich mich auch noch gut erinneren) sogar "gekaufte" Bücher vom Kindle löscht - weil du dort eben nur Nutzungsrechte hast und dein Anzeige/Abspielgerät ständig mit dem Lizenzgeber verbunden ist.

Bei NFTs packst du das MP3 auf Drittserver, sicherst die Unveränderlichkeit durch Prüfsummen ab und teilst diese Information (Speicherort, Hashwert) in der Blockchain, so als würdest du reale Wertsachen in ein Bankschließfach packen. Wenn du den Schlüssel (NFT) einem neuen Eigentümer gibst, dann kann auch Apple/Amazon nichts mehr an dem Objekt ändern oder es dir wegnehmen.

Und genau da liegt der Denkfehler von deinem YouTuber, denn der geht davon aus, dass die Digitalobjekte, auf die ein NFT verlinkt, wie bei iTunes/Amazon auf den Servern der Hersteller liegen bleiben. Ja, wenn das so wäre, dann wären NFT komplett sinnlos, weil der Creator des NFT jederzeit das Objekt löschen/verändern könnte. Aber der YouTuber hat nicht kapiert, wie NFT geprägt werden (weil er die Anleitung nicht gelesen hat). Er hat das Prinzip von NFT gar nicht erfasst und argumentiert voll am Thema vorbei.

Weiter unten erkläre ich sehr anschaulich, was die Idee hinter NFT ist und warum es etwas komplett anderes ist als iTunes und warum du tatsächlich Eigentümer von etwas sein kannst, was beliebig oft kopierbar ist:
https://www.gamersglobal.de/meinung/nft-objekt-des-hasses#comment-2793729

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 2. Februar 2022 - 2:34 #

Deine Beispiele immer...

Wenn Du nen MP3 von iTunes hast, kannste das vervielfältigen und auf jedem Abspieler der Welt abspielen und Apple kann dagegen gar nix machen.

Wenn Du dein MP3 bei Apple kaufst würde dir Apple kein NFT ausstellen um dann Ihre Ware auf fremde Server zu hosten.

Aber selbst wenn MP3s auf einem Mystischen Server liegt, auf den Trillionen von Terrabytes schlummern, welcher Abspieler genau soll jetzt kontrollieren ob die MP3 nen NFT hat und wie wo verschlüsselt wird? Dann musst Du ja auch noch nen Abspieler von dennen haben.

Also nen NFT-MP3-Abspieler mit eingecheckten Wallet, Always-On - weil Du musst dich ja ausweisen können... sorry, aber: LOL?

Während also alle es nicht erfasst haben, fantasierst Du hier eine Infrastruktur zusammen, bei der Orwell wie ein Kreisel in seinem Sarg rotiert. Das ist nicht mehr Web 3.0, das ist Hölle 1.0.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 2. Februar 2022 - 5:40 #

Diese Infrastruktur gibt es bereits seit Jahren, daran ist nichts "mystisch". Nimm das Beispiel von den Konami NFT. Hier, schau es dir doch einfach selbst an:

https://tinyurl.com/3apnbkwv

Wo liegt diese Castlevania-Bilddatei, auf die der NF-Token verlinkt? Auf einem Konami-Server? Damit Konami jederzeit die Datei löschen/verändern kann? Haha, nein. Der NFT wurde bei OpenSea geprägt und dazu wurde das Pixelbild auf die "mystischen" OpenSea-Server hochgeladen. OpenSea ist die NFT-Plattform, mit der z.B. das renommierte Auktionshaus Christie's arbeitet. Nach dem Hochladen wurde der NFT zum Bild gemintet, der NFT in die Ethereum-Blockchain eingestellt und dann das Eigentum am Bild für umgerechnet 139T Dollar verkauft, indem der NFT an Emily übertragen wurde (und ja: schön blöd von Emily_Snow, soviel Geld dafür auszugeben).

Um das Bild zu betrachten, brauchst du nun weder das NFT, noch spezielle Player oder Viewer, du kannst es in jedem Brower anschauen. Du kannst dir das Bild runterladen und lokal abspeichern. Kein AlwaysOn, keine Ausweiskontrolle. Denn der Zweck des NFT ist es NICHT, dass ausschließlich die Besitzerin Emily_Snow das Bild ansehen/nutzen kann. Das hab ich dir jetzt schon ein Dutzend Mal erklärt...

Du denkst immernoch, ein NFT muss dem Besitzer irgendeinen praktischen Nutzwert bringen. Aber nein, um Nutzung geht es bei iTunes, Amazon Prime, Netflix, aber nicht bei NFT. Hier besteht der Wert im Eigentum einer Sache, nicht in der Nutzung oder den Besitz. Das kannst du ablehnen oder für Unsinn halten - vielleicht sogar zu Recht - aber das Konzept dahinter ist doch nun wirklich nicht SOOO schwer zu kapieren.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 2. Februar 2022 - 9:51 #

Ja, richtig, ich kapiers nich. Nur die NFT & Crypto Bros verstehen das. Wir sind leider alle zu Doof dafür.

Have a nice life, scam on!

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 2. Februar 2022 - 17:21 #

Der Treppenwitz ist, dass wir uns bei der Bewertung von NFT einig sind. Nur nicht bei der Definition, was ein NFT ist, was er (nicht) sein will und (nicht) sein kann... so kommen wir zwar am Ende zum selben Ergebnis, aber auf unterschiedlichen Lösungswegen.

Dein bockiges „scam on“ ist aus diesem Grund wirklich schade, weil du damit die gesamte Diskussion entwertest. Aber auch dir: live long and prosper \\//,

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19024 - 2. Februar 2022 - 13:01 #

Warum hast Du eigentlich nicht die Kolumne geschrieben? Allein in diesem Kommentar ist mehr Kolumne als in der Kolumne.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 31. Januar 2022 - 4:26 #

Sorry, Rüdiger, aber du wirfst hier "Eigentum" und "Besitz" durcheinander. Der Eigentümer einer Sache ist derjenige, dem rechtlich etwas gehört - der oder die Besitzerer sind diejenigen, die eine Sache nutzen oder in der Hand haben. Big difference!

Nimm eine Mietwohnung: Der Mieter ist der Besitzer, er wohnt darin. Was der Besitzer mit der Wohnung tun darf, bestimmt der Eigentümer der Wohnung, also der, dem die Wohnung gehört. Oder wenn ein Dieb mein Auto klaut, ist er der neue unmittelbare Besitzer, ich bleibe aber trotzdem Eigentümer. Ich denke, der Unterschied ist klar?

Gut, dann also:
NFTs regeln NICHT den Besitz, sondern das Eigentum!

Ja es stimmt, jeder Mensch kann digitale NFT-Objekte runterladen, anschauen, anhören, kopieren. Damit sind alle Menschen, die es wollen, Besitzer des Objekts. Der "Link" zum digitalen Objekt ist nicht geheim! Jeder kann alle Einträge in der Blockchain frei lesen und damit natürlich auch den Link zu den NFT-Objekten. Das ist ja das gesamte Konzept der Blockchain, dass jeder jederzeit alles dort lesen kann (aber nicht mehr verändern). Aber das ist völlig irrelevant für die Eigentumsfrage.

Denn Eigentümer ist nur die Person, die den NF-Token in ihrer Wallet hat. Der "Speicherort" ist auch nicht irgendwo, sondern auf speziellen Servern der Blockchain. Wenn du z.B. auf Etherium ein NFT erstellen willst, lädst du das digitale Objekt auf einen Etherium-Server hoch, erzeugst den "Link" und fügst diesen Link + den Public Key des Objekts der Blockchain hinzu. Von nun an kann eben NICHT jeder dieses Objekt verändern oder löschen, denn dazu brauchst du den PRIVATE Key und genau das ist eben der NFT. Das kannst du dir vorstellen wie ein gläsernes Bankschließfach, in das jeder Mensch zwar reinschauen kann, zu dem aber nur der Eigentümer den Schlüssel hat.

Ich habe das von dir verlinkte Video gesehen und der Macher des Videos stellt darauf ab, dass Gamebetreiber natürlich jederzeit Objekte wie "Leatherbags" im Spiel verändern, patchen etc. können. Dann verändern sie aber nicht das NFT-Objekt an sich, sondern dessen Darstellung in ihrem Spiel... den Unterschied hat der Macher des Videos offensichtlich selbst nicht ganz verstanden. Und klar ist es sinnlos, das Eigentum an einem unveränderbaren Leatherbag zu haben, wenn der Spielehersteller das Item aus dem Spiel rauspatched, aber das ist ein Problem des Spiels, nicht von NFTs.

Statt irgendwelcher YouTube-Videos empfehle ich die Original-Quellen:
https://ethereum.org/en/nft/

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 31. Januar 2022 - 12:42 #

>https://ethereum.org/en/nft/

lulz

;)

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 31. Januar 2022 - 16:06 #

Na dann glaub halt deinem YouTuber... ^^, davon geht die Welt auch nicht unter.

https://i.imgur.com/nuxui8Z.png

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 31. Januar 2022 - 18:03 #

"Aber der Amway-Vertreter sagt, dass Amway gar kein Schneeballsystem ist!"

Sorry, wenn ich dieser Quelle keinen Glauben schenke.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 31. Januar 2022 - 23:24 #

Es geht um die Anleitung, wie NFT erzeugt werden, damit du siehst, wo dein Youtuber einen Denkfehler macht. Und welche bessere Quelle mag es dafür geben als den Hersteller einer Sache? Vertraust du auch der Bedienungsanleitung deines Autos nicht, nur weil sie vom Autohersteller selbst geschrieben wurde? Lulz...

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 13812 - 1. Februar 2022 - 13:43 #

Ich halte die komplette Crypto-Branche für einen Haufen Betrüger, also gesteh mir zu, dass ich Verweise auf diese "Quelle" ignoriere. (Was an meinen bisherigen Erklärungen falsch gewesen sein soll, hast du auch noch nicht ausgeführt, aber vielleicht habe ich auch etwas überlesen, es wird langsam unübersichtlich. Weiter geht es in der Antwort über dieser.)

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 1. Februar 2022 - 22:48 #

Erklärung oben :)

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 2. Februar 2022 - 20:24 #

Falsch an deinen Antworten (und damit an deinen grundlegenden Einschätzungen) ist die Unkenntnis über die Unterschiede zwischen Besitz und Eigentum.

Ich halte zudem den Versuch, sich rein von technischer Seite dem Thema zu nähern, für falsch, da es sich um den Nachweis eines Eigentums, also eines Rechts handelt (auch bei dem von Dir fälschlicherweise ins Spiel gebrachten NutzungsRECHT handelt es sich darum).
Ob dies per Zettel, kleiner Muschel oder einer Blockchain-Datei bescheinigt wird, ändert erst mal
nichts daran.

Zudem halte ich es für keine gute Diskussionskultur, zu verallgemeinern („alles Verbrecher“ usw.) - zu leicht ist die Widerlegung mit Hilfe eines einzigen Gegenbeispiels.

Da Du grundsätzlich aus dem Journalismus stammst glaube ich dass du das besser kannst und absichtlich eine sehr trotzige Rolle bespielt hast.

Aber sei‘s drum, die Diskussion und meine Beschäftigung mit einem für mich neuen Thema (von dem wir sicherlich noch viel hören werden in den kommenden Jahren) hat mir trotzdem etwas gebracht.

Danke also dafür!

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 31. Januar 2022 - 16:10 #

Aber ist es nicht eher so, das Du als "Eigentümer" im normalfall Rechte hast an deinem Eigentum? Bei den derzeitigen NFT's die da kreuchen und fleuchen hast Du das aber gar nicht.

Du bist der "Eigentümer" nur ohne Rechte. Weder an der Datei noch an sonstigen. Konami die da letztens ihre alten JPGs und Videos "vertickt" haben, hatten da zB ganz explizit aufgelistet, was Du alles nicht darfst. Was runtergebrochen hiess: Du kauft das Recht das dein Name als Eigentümer dransteht, ende.

Und was das Objekt angeht, was stellst Du dir vor, was in dem NFT-Objekt drin ist - bzw. eher im Smartcontract? Das muss klein sein und handlich, weil es sonst irgendwann die Blockchain unnötig gross macht. Und es muss möglich sein das Objekt zu verändern (digitales enthalten ab und an Bugs) - da aber NFTs unveränderbar sind (der eine Vorteil von NFTs), ist es unsinnig ganze Assets/Code in ein Smartcontract zu tun, was heisst das NFT bildet nen Link zu ner Unique-ID ab. Der Anbieter kann (und darf) jederzeit die Daten der Unique-ID ändern - sei es auch wollen oder müssen gründen.

Was passiert mit dem NFT wenn der Gameserver runterfährt? Naja, dein NFT zielt ins leere. Und du wirst dein NFT mit den Link auch in kein anderes Game mitnehmen, wie soll das gehen ohne Schnittstelle? Hier fantasieren sich Code-Blinde ihre Farben zusammen.

Und das Etereum sein NFT anpreist. Stark. Als nächstes wird Microsoft behaupten, Bing ist die beste Suchmaschine, das kauf ich fürn Dollar. ;)

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 31. Januar 2022 - 17:19 #

Eine AG, die Aktien herausgibt, kann daran auch verschiedene Rechte knüpfen. Stimmrechtslose Vorteilsaktien zum Beispiel, dann darfst du auf der Hauptversammlung nicht mal mitreden. Wie man einen so Eigentumsvertrag ausgestaltet, bleibt doch den Verkäufern und Käufern überlassen. Ist also nix Neues.

Und auch hier: Nur weil ich ein Digitalobjekt auf einen Ethereum NFT-Server hochlade, ist es doch nicht in der Blockchain... Aber dort kann ich festlegen, wer den Private Key zur Veränderung des Objekts hat: Der Creator oder Eigentümer. Aber ganz sicher nicht "jeder", wie Rüdiger behauptet.

Und klar kannst du den Umweg über Drittserver auch seinlassen und einen Token direkt auf deinen eigenen Server verlinken und dort dann nachträglich Objekte beliebig manipulieren. Bei Spieleherstellern wird das für Allerwelts-Items vielleicht auch so gemacht werden. Aber wenn du sowas wie "Wert" schaffen willst, für den dann irgendwann mal auch vernünftige Menschen echtes Geld bezahlen sollen, dann solltest du den Gegenstand schon in ein "virtuelles Bankschließfach" packen, zu dem nur der neue Eigentümer den privaten Schlüssel kennt und den public key in den Token, damit das Objekt nicht nachträglich manipulierbar ist. Dieses Bankschließfach erfordert das Hochladen des Digitalobjekt z.B. auf Ethereum-Server (NICHT in die Blockchain).

Den Link zu Ethereum.org hab ich gepostet, weil dort die detaillierte Anleitung steht, wie man NFT erzeugt. Zum Beispiel der Part mit dem Upload des Objektes. Das Werbe-Blabla gibt es geschenkt.

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 132879 - 31. Januar 2022 - 17:41 #

Du meinst Vorzugsaktien.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 31. Januar 2022 - 22:21 #

Hehe, ja, da waren die Gedanken mal wieder schneller als die Finger ^^

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 31. Januar 2022 - 18:01 #

Ob Du das digital Objekt sonstwo liegen hast, ist völlig irrelevant. Wenn die Game-Software sagt: "Diese Art von Objekt wird nicht mehr unterstützt oder ist obsolete", isses aus.

Und du hast keine Rechte.

Kein Spieleanbieter wird jemals so dämlich sein, in einen Smartcontract reinzuschreiben das Du die vollen rechte hast und das sie ggf. wegen Dir den Server 20 Jahre betreiben müssen, weil nen NFT von dir da verlinkt ist.

Am Ende haste Du ein digital-Objekt - irgendwo - das völlig inkompatibel zu allem ist. Das kannste Dir dann als Hexcode ausdrucken und an die Wand hängen. ;)

Was die Werte angeht: Es werden keine "Werte" geschaffen, den seien wir doch ehrlich: Es geht um Bare Münze. Am Ende steht dahinter was es an Geld wert ist. Geld vermehrt sich nicht von alleine (bis auf BitCoin ... ). Geld drucken tun nur spez. Institutionen, das heisst damit Du mehr Wert hast, müssen andere Dumm genug sein, ihr Geld reinzukippen.

Ich glaube sowas nannte man auch mal Schneeball, Pyramiden und wasweissichnoch System oder kurz: SCAM.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 31. Januar 2022 - 23:07 #

Geld vermehrt sich von alleine - nennt sich Schulden. 92% des gesamten Geldes im weltweiten Finanzsystem basieren inzwischen auf Giralgeld, also aus dem Nichts erschaffenen Geld durch Kreditvergabe. Nur 8% sind Zentralbankgeld, dass „gedruckt“ wurde. Sobald mehr als 8% von den rein digitalen Bankkonten ausgezahlt werden sollten, bricht das System zusammen und dann hast du zwar einen Kontoauszug auf Papier, kriegst aber dafür trotzdem kein reales Geld mehr. Von Derivaten will ich gar nicht erst anfangen, aber Lehmann hat 2008 gezeigt, welche Hebel dahinter stecken, wenn „Luftpapiere“ immer weiter an Volumen gewinnen - da war das Finanzsystem kurz vor dem Kollaps und die Auswirkungen spüren wir noch heute.

Das kann man alles kritisieren (zu Recht!), und NFT sind da wirklich kein Gegenbeispiel - natürlich ist es am Ende „Luft“, der künstlich ein Wert gegeben werden soll. Da sind wir einer Meinung ;D

Wir sind auch einer Meinung, dass ein Ingame-Item ohne laufende Gameserver keinen Wert mehr haben - ist aber auch kein Argument gegen NFT, sondern gegen Ingame-Items! Leute zahlen heute schon Unsummen für Skins oder Items in Fortnite oder Diablo. Da ein NFT ein Spiel aber überleben kann, ist das sogar ein Argument für NFT! Wer weiss? Vielleicht handeln Leute in 10 Jahren auch noch Items von längst abgeschalteten Servern? Gibt genug Verrückte... dafür muss das Objekt aber auf Drittservern liegen, die ein Spielehersteller nicht abschalten kann und genau deshalb wirbt Ethereum ja dafür, Objekte auf deren Server hochzuladen.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 1. Februar 2022 - 0:44 #

Hehe, schön das es wenigstens ein paar Punkte gibt wo wir einer Meinung sind.

"Da ein NFT ein Spiel aber überleben kann, ist das sogar ein Argument für NFT!"

Unwahrscheinlich. Das Asset / das Objekt, unterliegt ja immer noch dem Urheberrecht der Firma, schau dir tote MMO's an und wie fuchsig die werden können, wenn jemand privat nen Server hochzieht. Wenn die ihre Server abschalten, kannste damit nicht einfach zum Nachbarn rennen.

Und warum sollte dir jemand ein Objekt "abkaufen" von einem toten Server? Das Objekt selber können sie ja auch so haben, ist ja nicht unter verschluss. Der einzige Unterschied: Sollten sie das Objekt abfragen, sind sie nicht derjenige, der es bezahlt hat.

Am Ende ist das, wie ne Desktopverknüpfung von einem De-Installierten Programm. Schickes Icon haste, paar Info's drin, vielleicht sogar ne registrierte Seriennummer... Nur anfangen kann man damit nix. Wenn Du jemanden kennst der mir alte Desktopverknüpfungen abkauft, spring ich auf deinen NFT Zug auf und mach sogar Werbung. ;)

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 1. Februar 2022 - 1:15 #

>>> Und warum sollte dir jemand ein Objekt "abkaufen" von einem toten Server?

Ach, keine Ahnung. Vielleicht aus dem gleichen Grund, warum Konami NFT von uralten Spielen vertickern kann. Wenn etwas zum "Kult" wird, tun Menschen verrückte Dinge dafür, kaufen Haare von Elvis, gebrauchte Schlüpfer von Madonna oder verehren Holzsplitter, die zusammengesetzt für 100 Jesuskreuze reichen würden (natürlich alle authentisch).

Für das Spinnennetz Tattoo von Judy Alvarez aus Cyberpunk 2077 würd ich auch 5 Euro bieten... nur so aus Spaß ^^

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 1. Februar 2022 - 1:42 #

Den Punkt gebe ich dir.

Wobei mich nicht wundern würde, wenn die meisten NFTs nur zwischen Alt-Accounts hin und her getradet werden um einen "Hype" darauf zu faken.

Wie war die Meldung von OpenSea, betreff der Möglichkeit seine NFTs zu Minten? 80%+ aller neuer NFTs sind Betrug. (https://www.sporttechie.com/opensea-self-reports-that-80-of-its-nfts-were-unoriginal-or-illegtimate)

Das ganze Zeug - in seiner jetzigen Form - ist der reinste Sumpf.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 28. Januar 2022 - 18:06 #

Naja, da hinken eure beiden Vergleiche etwas ... :) Ein Echtwelt-Non-Fungible-Token ist z.B. eine vinkulierte Namensaktie, ein Grundbucheintrag für eine Immobilie oder ein Fahrzeugbrief - aber doch kein Kassenbong. Tsts.

Wenn du z.B. ein PKW erwirbst, dann ist der Fahrzeugbrief das ausgestellte Dokument, das beweist, dass du der Eigentümer bist - nachweisbar über die Fahrzeug-Identnummer. Es ist ganz egal, wo das Auto steht, wer damit fährt, selbst wenn es geklaut wird: Der Fahrzeugbrief beweist das Eigentum. Und da kann ja nun auch niemand behaupten, man hätte für 40.000 Euro nur ein Stück Papier gekauft.

Nichts anderes als ein Fahrzeugbrief ist ein Krypto-NFT. Wie in der echten Welt steht und fällt das Konzept aber damit, dass andere Menschen akzeptieren, dass die Registrarstelle tatächlich das Eigentum validiert ==> OHNE Akzeptanz der Registrarstelle gibt es kein Eigentum an irgendwas!

Es gibt natürlich Menschen, denen sind Fahrzeugbriefe scheißegal. Die fahren eine geklaute Karre auch ohne Brief, weil sie das Amt nicht als Registrarstelle akzeptieren, sondern sich einfach nehmen, was sie wollen. Wenn nun fast alle Menschen so denken würden, wären dann diejenigen, die die Fahrzeugbriefe austellen, Gauner? Wohl kaum...

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 28. Januar 2022 - 18:13 #

Und damit passt das iPhone-Beispiel ebenfalls wieder. Denn im Grunde geht es darum, dass das Eigentum an einer Sache irgendwie nachgewiesen wird.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 28. Januar 2022 - 22:50 #

Das ist der Punkt, auf den ich mit dem Zertifikat hinauswollte. Danke für deine zigmal bessere Formulierung.

Alain 21 AAA-Gamer - P - 27905 - 23. Januar 2022 - 22:01 #

Ich finde ja faszinierend dass alle positiven Beispiele die über NFTs gebracht werden nichts mit einem NFT zu tun hat. Das obige Erklärung des Bon ist es auch schon.

Das beste Beispiel ist das "Gegenstand/Waffe XY" als NFT in ein anderes Spiel mit nehmen. Ist eine tolle Idee, aber hat nichts damit zu tun das es auch geht. Das muss Spiel B nämlich die gleiben Modelle, Texturen, Physik und und und lesen/bieten, damit das geht.

Auch ein Original als solches nachweisen können bringt es nicht wenn ein zweiter "NFT Registrar" (oder wie das heißt) nun eine 100% identische digitale Kopie erstellen kann und einen weiteren Bon ausstellen kann.

Das geht nur gut, wenn man sich auf wenige oder gar nur einen Registrar verlässt und spätestens da bleibt der Vorteil des Verteilt sein verloren, weil man ja wieder auf einen oder eine kleine Menge Gatekeeper angewiesen ist.

Maikeru 13 Koop-Gamer - P - 1327 - 23. Januar 2022 - 22:25 #

Devplay, ein interessanter Kanal von deutschen Entwicklern wie Piranha Bytes oder King Arts Bremen, hat eine interessante Folge zu NFTs gemacht. Die Folge ist noch Gamestar Plus exklusiv und ist ab nächster Woche auf Youtube. Es wurde auch das Thema des Wechsels des NFTs in verschiedene Spiele angesprochen. Aktuell ist es nahezu unmöglich, dies zu bewerkstelligen, weil selbst die gleiche Engine unendlich Aufwand bedeutet, wenn man ein Asset in ein anderes Spiel übertragen will. Und falls einem verkauft wird, dass z.B. ein Skin in Call of Duty, Destiny und Battlefield funktioniert, ist es einfach eine Lüge.

alexwild 18 Doppel-Voter - - 10780 - 23. Januar 2022 - 23:19 #

Aber ist das nicht der komplett falsche Ansatz? Wenn ich das mit den NFTs richtig verstehe, dann ist das NFT ja nicht die Assets, sondern nur die Besitzurkunde über das "Ding".

Als Beispiel für Spieleübergreifende NFTs würde ich mir dann eher so vorstellen:
Ein Fahrzeughersteller verkauft die NFTs und nicht die Spieleentwickler/publisher. Ich kann mir ein NFT von z.B. Audi für ein bestimmtes Automodell bei Audi kaufen. Die Spieleentwickler müssen dann die NFTs für die entwickelten Rennspiele unterstützen wenn sie die Fahrzeuglizenzen für das Spiel haben wollen. Mein von Audi gekauftes NFT würde dann z.B. in Forza das Fahrzeug sofort freischalten als auch in Need4Speed, Gran Turismo, etc.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 23. Januar 2022 - 23:55 #

Wenn Audi dem Entwickler das bezahlt, denn der Audi wäre ja eigentlich als DLC geplant. ;-)

Prinzipiell sind beide Arten denkbar, Spieleentwickler / - verlage bleiben da lieber in ihren abgeschlossen Marken, weil dies lizenzrechtlich deutlich einfacher ist.

Maikeru 13 Koop-Gamer - P - 1327 - 24. Januar 2022 - 0:03 #

NFTs, wer will. Man konnte auch mit Gaming Aktien viel Geld verdienen und viel Geld verlieren. Das gleiche gilt auch für Crypto Währungen und alle anderen Finanzprodukte. Ich hab auch nichts dagegen, wenn Jugendliche ihr Taschengeld bei Ultimate Team oder Fortnite ausgeben. Nur weil man es nicht versteht, ist es nicht automatisch schlecht.

Ich bin aber dafür, dass deutlich zwischen Spielspaß und Finanzprodukt unterschieden wird und bevor so ein Kauf im Spiel getätigt werden kann, eine entsprechende Aufklärung (wie Privacy Policies) anerkannt oder besser unterzeichnet und per Video Ident legitimiert werden muss. Ich bin ein absoluter Gegner davon, dass einem, gerade Minderjährigen, ein Skin für einen x-fachen Preis des Marktpreises verkauft wird, weil er angeblich einzigartig ist und man damit definitiv sein Geld mit Rendite zurückerhalten wird. Das ist einfach Blödsinn und Abzocke. Leider ist wohl das genau, was sich die Großen dahinter natürlich denken, und das wird zurecht verurteilt und endet hoffentlich, bevor es ein Trend wird. Ubisoft soll sich ein Beispiel an Activision Blizzard nehmen. Schlechte Presse reicht, dass einem die Firma weggenommen wird. Und eine gute und funktionierende Firma verkauft man nicht für ein bisschen über Marktwert.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 24. Januar 2022 - 0:34 #

ABK Aktien
Allzeithoch: 103,81 USD 12.02.2021
Zum Zeitpunkt der Verhandlungen: 58,00 - 66,75 USD
MS Angebot 94,00 USD pro Aktie (etwa der Wert vor der Klage)

Akki 17 Shapeshifter - 7367 - 23. Januar 2022 - 22:26 #

Mich kratzt gar nicht, dass Leute Geld für Dinge von fragwürdigem Wert ausgeben, ist auf dem Kunstmarkt ja schon immer so gewesen.

Mir stinkt, dass NFTs per Blockchain völlig überflüssig sind, wenn ohnehin eine zentrale Infrastruktur beim zugrundeliegenden Spiel vorhanden und erforderlich ist (DRM, Onlinefunktionen und so). Dann kann man auch einfach ein digitales Zertifikat ausstellen und fertig. Aber das ja jahrzehntealte Technik und nicht hip.

Maestro84 19 Megatalent - - 15652 - 23. Januar 2022 - 22:27 #

F2P-Spiele sind Rotz, VR eine belanglose Nische und NFT kruder Mist. Aber das Schöne am älter werden ist ja auch, dass man nicht mehr jeden Mist unbedingt mitmachen muss.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 23. Januar 2022 - 22:40 #

Sorry für die Erbsenzählerei:
"...keiner regt sich über den "echten" Künstler Salvator Mundi auf? Eines seiner Originale ging für fast 385 Millionen Euro über die Ladentheke ..."
Der Künstler heißt Leonardo da Vinci ;) Salvator Mundi könnte zwar auch ein bayerischer Name sein, ist aber der Titel des verkauften Bildes, das zumindest von einigen Experten Leonardo zugeschrieben wird.

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 132879 - 23. Januar 2022 - 23:17 #

Danke, das wollte ich auch gerade kommentieren.

Michael Hengst 17 Shapeshifter - P - 6749 - 24. Januar 2022 - 12:56 #

Jup! Da ist offenbar der Korrektor am Original vorbeigeschrammt :-D.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 439560 - 24. Januar 2022 - 13:09 #

Danke, ist korrigiert.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32108 - 23. Januar 2022 - 23:34 #

Ich traue es der Spieleindustrie nicht zu mit NFTs einen Mehrwert für die Spieler zu erschaffen. Erwarten tu ich exklusive DLC-Skins, die dann besonders teuer sind, weil sie ja NFTs sind.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 217608 - 24. Januar 2022 - 0:13 #

Ich finde die Kolumne als reines Plädoyer für eine neue Technologie mit großem Potenzial sehr gut und finde es toll sowas hier zu lesen. Etwas verstörend finde ich hingegen die seltsame, ich nenne es mal "Mistgabel"-Stimmung in den Comments gegen NFTs und die Blockchain-Technologie per se.

Ich kann zwar gut nachvollziehen, dass aktuelle Anwendungen der Technologie im Gamesbereich unzufriedenstellend sind oder gar als alberne Geldmacherei angesehen werden. Das disqualifiziert aber nicht die Tech an sich. Wie Michael schreibt, steckt noch alles in den Kinderschuhen. Ich habe die gleichen Reaktionen bereits bei der Erfindung des World Wide Web, der PGP Verschlüsselung, dem HTML, Steam, Abomodelle für Games, etc. beobachtet. Das Internet ist ja auch nicht per se schlecht, nur weil es ein Darknet möglich macht.

Ich finde man kann gerne speziell wenig gelungene Anwendungen der Blockchains kritisieren, aber wenn man nicht gerade blind ist, muss man doch die Errungenschaft dieser Technologie im Bereich der sicheren Nachvollziehbarkeit und der Unveränderbarkeit damit verbundener Inhalte würdigen.

Wir sollten uns alle bemühen, dass der begonnene Kampf um das Web 3.0 zwischen global operierenden Großkonzernen und der Kryptoszene im Sinne aller User entschieden wird und wir ein dezentralisiertes, sicheres und gerechtes Netz in Zukunft haben, ähnlich dem Internet, das letztlich ja auch niemandem gehört. So sollte es weitergehen. Eine grundsätzlich negative Stimmung gegen Krypto, NFTs und Blockchain nutzt nur denen, die durch Geldmacherei und Schundangebote das wahre Potenzial der Technologie diskreditieren wollen. Ich unterstelle das jetzt einfach.

Ja, Blockchain bietet aktuell mehr Lösungen an als es diesbezüglich Probleme gibt. Das Urheberrecht hat z.B. dadurch aber in der digitalen Welt eine echte Chance erhalten. Auch digitale IDs sind erstmals ernsthaft denkbar. Digitale Wahlprozeduren würden unfälschbar. Ein breites Interesse an NFTs würde die Industrie nötigen, gemeinsame Standards und eine Art digitale DIN-Norm zu entwickeln um plattformübergreifendes Content-Sharing zu ermöglichen. Ein Gamingbeispiel wäre z.B. ein ganz persönlicher Spielecharakter, ein Avatar, ein Unikat sozusagen, der in allen Games in Zukunft spielbar wäre, wenn man es wünscht. Ohne dezentrale Blockchain-Absicherung undenkbar, da Inhalte bislang immer dem Hersteller gehören und mit ihnen untergehen.

Auf was ich also hinaus will, man sollte nicht gar so negativ gegenüber etwas neuem eingestellt sein, nur weil die ersten Aasgeier den Reibach wittern und mit entsprechend blödsinnigem Abzockzeug als "Pioniere" auf den Markt drängen. Ich hoffe und da bin ich ziemlich zuversichtlich, dass wir in ein paar Jahren ganz anders drüber denken. Die Technologie ist keine Alltagsfliege, dafür ist sie zu genial und die Möglichkeiten liegen weit über unserer aktuellen Vorstellungskraft.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 62831 - 24. Januar 2022 - 0:17 #

Ich bin da ganz bei Dir Labrador Nelsen.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 24. Januar 2022 - 1:41 #

Es gibt ja jeden Tag irgend ne neue Technik, viele bekommen wir gar nicht mit, weil einfach viel zu speziell. Manche setzen sich durch und finden plötzlich den Weg zu uns, ganz easy.

Und dann gibt es die "HYPEHYPEHYPE". Würde NFT sich still und heimlich - oder meinetwegen auch Normallaut bewegen, wäre mir das sicherlich egal. Aber die Meldungen aus Absurdistan werden doch immer schriller. Da sind die Affenbilder für mehrere 100k $ ja nur die Spitze des Eisberges.

Und dann erzählt man mir als Entwickler, was für Wunderträume die Technik erzaubern soll? Jedes Company spielt da Bullshit Bingo mit NFT, Blockchain, Crypto und Co. "Ihr Prdukt ist Unsexy? Wirf NFT drauf!".

Wenn der Tag gekommen ist, wo da etwas sinnvolles bei rum kommt, pack ich auch die "Mistgabel" weg. Ich höre und lese aber nur von Lösungen zu Problemen, die keine Probleme sind und jetzt schon funktionieren, nur anders. Plus dem ganzen Betrugs und Kohleabzockgedöns.

Und was die Leute alles in den Token packen wollen, ganze Bibliotheken und Assets. Das dann kein Token mehr, das nen Datenbank Objekt. 1980 hat angerufen, und will seine Technik zurück! ;)

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 1:56 #

Niemand hat was gegen neue Tek. Wenn aber diese von den Finanzirren die uns schon etliche globale Wirtschaftskrisen beschert haben die in den Himmel loben sollten bei jedem die Alarmglocken schrillen. Meine Prognose die schaffen es wieder eine sinnvolle Technologie einzig zum Zweck der Vermögensvermehrung unmöglich zu machen. Und zur Freiheit des Internets, ich höre gerade ein lautes chinesisches Lachen…

Telefon-Desinfizierer 12 Trollwächter - P - 1114 - 24. Januar 2022 - 10:38 #

Der Begriff ""Mistgabel"-Stimmung" ist leider nur eine abwertende Verallgemeinerung, ähnlich wie wenn die Blockchain-Kritiker als Ludditen abgetan werden würden.
Die meisten Kritiker hier sehen die tatsächlich existierenden negativen Beispiele und sie sehen die konzeptionellen Schwächen der Blockchain.
Das hat nichts mit einer Diskreditierung von einer möglicherweise guten Technik zu tun, dies ist eine möglichst objektive Bestandsaufnahme der aktuellen Situation.
Z.Z. gibt es keine populäre Blockchain-Variante, die das gemachte Versprechen einhalten kann. Es sind in der Tat fast alles nur Spekulationsgeschäfte, Scams und Bullshit-Bingo zum Nachteil der User und zur Bereicherung einiger weniger Scharlatane.
Aber das findet ja immer und überall statt. Warum also nicht auch mit NFTs?

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 24. Januar 2022 - 17:43 #

Stimme vielen Aspekten deiner Aussage zu! Daher ist mein Ansatz hier gar nicht als Gegenargument zu sehen, sondern als eine weitere Sichtweise auf ein so großes Thema... bei dem ich selbst noch nicht so 100% sicher bin, was ich davon halten soll.

Ich meine - eines der größten Probleme der Menschheit, ist doch, dass jede physikalische Ressource, egal ob Nahrung, Wasser, Treibstoff, Kleidung, Luxusartikel - prinzipiell begrenzt ist. Aus dieser Grundwahrheit haben sich ganze Gesellschaften aufgebaut, Märkte für Tausch, Währungen sind entstanden.
Nach Jahrtausenden erfindet die Menschheit eine zweite "Instanz" - die digitale Welt - und bestimmte Bereiche des Lebens verlagern sich dort hinein. In der Folge werden digitale Güter wichtig, wir wollen Dinge schaffen, die nicht nur im realen Raum stattfinden und greifbar sind, sondern auch im digitalen Raum.

Und ein riesiger Vorteil von digitalen Dingen ist die unendliche Reproduzierbarkeit. Fortan könn(t)en sich nicht nur die Besitzer an der perfekten Linienführung eines Gemäldes erfreuen, sondern alle, denn dieses Gemälde kann im Original in jedem virtuellen Wohnzimmer der Welt hängen.

Und was machen wir Menschen? Nehmen den allergrößten, für die schlimmsten Kriege und Nöte und für die dunkelsten Momente der Menschheit verantwortlichen Aspekt der realen Welt - die Knappheit - und versuchen, riesige, weltumspannende Systeme zu bauen, um diese Knappheit der virtuellen Welt aufzuzwingen.

Und das widerum nur, um einen weiteren Aspekt, der nur aus dieser Knappheit heraus entstanden ist, nämlich den Trieb zur Ansammlung von Reichtum, zu befriedigen.

Da kann jetzt Michael's Kolumne nix für... und hängt auch nur mittelbar damit zusammen, aber ich finden den Gedanken einfach interessant.

Shake_s_beer 17 Shapeshifter - - 6263 - 24. Januar 2022 - 17:49 #

Interessanter Ansatz, so habe ich das noch nie betrachtet. Danke für das Eröffnen eines neuen Blickwinkels!

DerBesserwisser 17 Shapeshifter - P - 6336 - 25. Januar 2022 - 10:55 #

Aber das passiert doch nicht mit NFTs. Um bei deinem Gemälde-Vergleich zu bleiben: Jeder kann es weiterhin ins Wohnzimmer hängen, aber abhängig davon ob der Bilderrahmen an eine Blockchain angeschlossen wird oder nicht, hängt an dem Bilderrahmen ein Schildchen "Dieses Bild wurde gekauft von...".

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 25. Januar 2022 - 17:50 #

Es geht doch darum, das in der Digitalwelt technisch obsolete Prinzip, dass es nur ein „Original“ und x Kopien gibt, abzubilden.
Das spielt in der Realwelt keine Rolle, weil ein Poster der Mona Lisa eben keine Mona Lisa ist, in der Digiwelt wäre eine Kopie aber völlig gleichwertig und muss deshalb künstlich vom Original abgegrenzt werden - durch dieses Schildchen wie du schreibst.
Und - fast eher philosophisch: Warum? Wäre doch cool, wenn sich jeder am Original erfreuen kann. Um menschengemachte Systeme der Knappheit zu bedienen.
Wir sind hier wie gesagt eher auf Ebene eines Gedankenexperiments - ich weiß schon um Marktwirtschaft und kapitalistische Gesellschaften…

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 7:20 #

Also für mich hat der Artikel viel zuwenig mit den Vorteilen der NFT für mich als Spieler zu tun. Ok, vielleicht könnte ich ja dann beim Spielen Geld verdienen, da ich es aber als Freizeitvergnügen mache interessiert mich das nicht. Neu ist die Idee auch nicht (ich glaube in WOW konnte man ergrindetes Gold an Spieler verkaufen um so an echtes Geld zu kommen), Die ganzen NFT bringen also keinen Spielemehrgewinn (neues Gameplay, neue Spielmechaniken usw.) für mich. Das Michael das ganze aus der Sicht des Producers natürlich anders sieht, macht natürlich aus unternehmerischer Sicht Sinn. Auch den Vergleich mit dem Milliardengewinnen finde ich für die GG Userschaft schräg. Nach meinen Empfinden sind hier F2P-Spieler und Konsorten in der Minderheit. Hier ist also eine Nische der "Gourmets". Also ist Micheals Vergleich für mich so, als wenn der die Umsätze von MC-Doof und CO mit denen der 3-Sterne-Gastronomie vergleicht, um deren Klientel von einem Besuch bei Mc Doof zu überreden. Was die ganzen anderen Vorteile der NFT angeht (Krankenakten, Wahlen), solange das Land in dem ich lebe digitales Steppenland ist (über die Einführung der digitalen Krankenakte wird seit fast 11 Jahren "geforscht") mach ich mir darüber keine Gedanken. Also alle die hier schon von digitalen Wahlen und Co träumen sei gesagt, dass dauert noch lange. Ich würde NFT daher nicht als "Hass-Objekt" werten, sondern für mich als Spieler Stand jetzt als irrelevant. Oder anders ausgedrückt das NFT-Genre ist nichts für mich. Ich sehe es im Moment als weitern Spielplatz der "Heuschrecken" und mache einen weiten Bogen darum. Aber wer Lust hat auf ein weiteres Glückspiel zu setzen, ist wie Lottospielen nur wer spielt kann gewinnen. Also euch "Spielern" viel Spass.

Alain 21 AAA-Gamer - P - 27905 - 24. Januar 2022 - 9:42 #

Ich erkenne 0 Vorteile die NFTs den Spielern ermöglichen. Also nichts was nicht ohne NFT bereits möglich wäre.

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28125 - 24. Januar 2022 - 9:37 #

"Aber: F2P ist ein solides Geschäftsmodell und etliche der Spiele sind richtig gut."
Nein, ich widerspreche entschieden. F2P führt automatisch zu schlechten Spielen, da es ein Modell ist, dem es in erster Linie um den wirtschaftlichen Aspekt geht, während gute Spiele in erster Linie auf Spielspaß/Künstlerische Vision hin designt werden. Es ist unmöglich, dass ein Spiel durch F2P besser wird. Maximal kann es ein Spiel "nicht so viel schlechter" machen, das trifft vor allem auf Titel zu, die erst später F2P wurden bzw andere Wurzeln haben. Reine F2P Spiele, gerade im Mobile Sektor, sind ausnahmslos seelenlose Gelddruckmaschinen, deren "solides Geschäftsmodell" darauf basiert, suchtanfällige Leute in den Ruin zu treiben. Da gibt es nichts zu relativieren oder beschönigen.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 89809 - 24. Januar 2022 - 9:44 #

Sehe ich auch so. Meist mit stupide monotonen Dailys, welche auch nach Monaten kaum Fortschritt erkennen lassen, so man Kein Geld ausgibt. Hier heisst es eher Free to pay.

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 10:03 #

Ich stehe auch nicht auf F2P-Spiele aber Titel wie Genji Impact treffen halt den Nerv einer millionenfachen Userschaft. Du und ich sind halt Nische, an uns richtet sich F2P nicht. Und was das Suchtverhalten angeht, es gibt auch Leute die bei normalen Titeln abgestürzt sind. Liegt halt in der Natur des Menschen, es gibt Menschen die sind halt für Suchtverhalten anfällig. Das Konzerne Leute in den Ruin treiben wollen halte ich für einem Mythos (einem Nackten kann mann nichts aus der Tasche ziehen). Das wird halt als "Kollateralschaden" hingeommen, wie auch bei Alkohol, Tabak, Fastfood und Co.

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28125 - 24. Januar 2022 - 14:44 #

Ja, "in den Ruin treiben" war überspitzt formuliert (ich mache das hin und wieder), gemeint ist, dass es in erster Linie um die Monetarisierung geht, die das Suchtverhalten der Kunden gezielt ausnutzt. Der Punkt, dass auch einige "normale" Spiele durch Geschmacksverstärker wie XP, Levelsystem, Zufallsloot usw. stark auf Suchtspiralen setzen, ist nicht von der Hand zu weisen. Es gibt natürlich auch schlechte Spiele, die nicht F2P sind; bei letzteren ist es aber inhärenter Teil.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 24. Januar 2022 - 10:46 #

Ich denke da ist ein bissle Platz zwischen dem Schwarz und Weiss von F2P.

Spielerisch wird F2P sicherlich aus einem schlechten Spiel kein gutes machen, aber ... wenn dein Spiel darauf basiert das Du viele Spieler brauchst, hilft das natürlich die Playerbase wachsen zu lassen, wovbon dann alles was haben (solange die Spieler nicht eh alle Toxisch sind). Azch das man in nen Spiel reinschauen kann, ohne was zu bezahlen (ausser seiner Lebenszeit) ist auch ned verkehrt (Hat da jemand "Demo" gesagt? Ha, ja die "gute" alte Zeit).

Aber im Grunde ists richtig, F2P macht eigentlich keiner damit es den Spielern besser geht, sondern der Kasse.

Saphirweapon 17 Shapeshifter - P - 7117 - 24. Januar 2022 - 15:22 #

Zustimmung. Nur weil etwas wirtschaftlich Erträge generiert und aus dieser Perspektive zumindest kurzfristig funktioniert, heißt es nicht dass es "gut" ist.

Ich wage sogar die These, dass F2P langfristig dem Medium Computerspiele schadet, eben weil die Wertschätzung für das Gut und der Wille dafür zu bezahlen sehr leiden.

Extrapanzer 17 Shapeshifter - P - 6871 - 26. Januar 2022 - 6:05 #

Und der Sündenfall geht schon damit los, solche Spiele überhaupt als F2P zu bezeichnen. F2P ist ein Euphemismus!
Nichts was Daten sammelt, Werbung enthält oder In-Game-Käufe bietet ist wirklich frei.Echte F2P-Spiele können gar kein Geld einspielen, Da es aber echte F2P-Spiele gibt, sollen sich die anderen einen ehrlichen Namen suchen ...

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 89809 - 26. Januar 2022 - 6:40 #

Hättest du mal ein Beispiel für ein echtes F2P? Alles was ich so kenne, hat immer mindestens einen der drei aufgezählten Makel.

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28125 - 28. Januar 2022 - 9:31 #

Bei Steam sind einige Indie Titel umsonst erhältlich, meist sehr kurze Spiele.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 89809 - 28. Januar 2022 - 10:21 #

Ok schau ich mir mal an.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 31550 - 28. Januar 2022 - 12:41 #

Ich empfehle Helltaker, die einzige Mikrotransaktion ist ein Pfannkuchenrezept.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 89809 - 28. Januar 2022 - 13:19 #

Sieht interessant aus, schau ich mir mal an. Danke.

Punisher 21 AAA-Gamer - - 29143 - 24. Januar 2022 - 10:02 #

NFT, Crypto... alle Welt redet vom Klimawandel, Energiesparen und die Crypto-Typen hauen den Energieverbrauch mehrerer Länder nur mit Blockchain-Activity raus.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7325 - 24. Januar 2022 - 10:33 #

Das ist auch mein Problem mit dieser Technologie. Bzw ich kann durchaus nachvollziehen, dass NFTs für bestimmte Bereiche sinnvoll sind, um zb künstlerische Werke als Unikate oder bestimmte Dokumente eindeutig zu legitimieren. Sowas in den Massenmarkt zu tragen, ist meines Erachtens reine Energieverschwendung.

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 10:43 #

So wie unser gesamtes Hobby Energieverschwendung ist. Das Argument wenn man auf alle Dinge des Lebens überträgt, haben wir am Ende die DreiFelderwirtschaft und Unterhaltung ist einmal am Sonntag in die Kirche und die Lebenserwartung liegt bei 35 Jahren.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 24. Januar 2022 - 10:47 #

Ich hab mir sagen lassen, ein Hobby zu haben ist gut fürs Leben und die Entwicklung. Von der Unterhaltung auch ned zu vergessen.

Du bist ja Grim drauf! Such dir nen Hobby, ist auch keine Energieverschwendung! ;)

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 12:32 #

Das täuscht, ich genieße das Hobby Gaming. Trotzdem weiß ich das es "Energieverschwendung" ist. Geht mir halt wie dem Hardcore Autotuner, der zigtausende Euro in seinen Pkw reinrichtet und aus Freude am Fahren durch die Gegend fährt. Der weiß auch dass das "Energieverschwendung" ist, aber in seiner (und meiner Rechnung) wird die halt durch den Spaß aufgewogen.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 24. Januar 2022 - 14:41 #

Dann haben wir eine andere Auffassung. Dinge die mich glücklich und zufrieden machen, sind für mich keine Energieverschwendung.

Auf Arbeit hocken und Zahlen, Daten, etc pp sinnlos von links auf rechts drehen, weil man die Zeit runterkriegen muss, das empfinde ich als Energieverschwundung, oder eher: Lebenszeitverbrennung.

Ich weiss ja nicht, wer dir das so eingeredet hat? Bestimmt jemand der keine Hobbys hat und für seine Arbeit lebt.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7325 - 24. Januar 2022 - 10:50 #

Man muss es aber nicht übertreiben. Ich habe vereinzelt schon Branchenkommentare in Bezug auf Microtransaktionen gelesen. Die Spielebranche ist auch nicht alleine auf der Welt. Was kommt als Nächstes? MP3-Downloads? Filme? Kochrezepte?

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 12:05 #

Aber gerade da liegt doch das Problem. Was für den einen Übertreibung (PC in der Preisklasse von 4 bis 5 tausend Euro mit entsprechendem Stromverbrauch) ist, ist für den anderen das Minimum. Offensichtlich gibt es für die NFT einen Markt und sobald es diesen gibt versuchen sich die Leute dort halt und Argumente wie Energiepreise sind da halt nachrangig. Auf der Wiesn geben auch Millionen von Besuchern (jedenfalls von C) 12 Euro für ne Maß Bier und 18 Euro für ne gebranntene Taube aus. Würde ich nicht machen, bin aber offensichtlich nicht die Zielgruppe. Wenn die Kochrezepte Geld bringen (wer hätte jemals an einen Siegeszug der Katzenvideos gedacht?) sind sie der neue heiße Scheiß.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7325 - 24. Januar 2022 - 13:24 #

Wir leben nur in einer Zeit, wo das nicht nur durch den persönlichen Geldbeutel aufgewogen wird. Wir sind mitten in einem Klimawandel, in den nächsten Jahrzehnten wird dahingehend auch die Energieversorgung komplett umgekrempelt. Dann kommt die Gamesbranche mit einer Technik um die Ecke, dessen Notwendigkeit man gerne anzweifeln kann und die on Top Strom frisst.

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 14:35 #

Der Klimawandel wird halt nur von großen Teilen der Menschheit (China, Indien, Afrika, also 80 Prozent der Menschheit) keine so große Bedeutung beigemessen. Und im Zweifelsfall geht die Industrie halt in die Länder, in denen sie machen können was sie wollen. Es klappt selbst in der EU nicht mit der Einstimmigkeit, BRD Atomkraft schlecht---Rest der EU Atomkraft gut. Wenn der wirtschaftliche Aufschwung nur in Asien so anhält, dann können wir hier allen Strom abschalten und die angepeilten Co2-Ziele werden nicht erfüllt. Wir sprechen uns nochmal 2030, meine Worte sind ja hier in Stein gemeißelt, der Klimaschutz nach Deutschem Vorbild ist schon gescheitert. Aber das wird die Regierung auch frühestens am 31.12.2029 zugeben.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7325 - 24. Januar 2022 - 14:49 #

Das ist aber doch kein Argument, in den Ignore-Modus zu wechseln und in die entgegengesetzte Richtung zu marschieren. Irgendwo muss man anfangen, mit mehr Effizienz zu agieren. Unabhängig davon erschließt sich mir nicht, was man im Games-Bereich mit NFTs erreichen will, außer Veräußerungen von digital erworbenen Daten zu verhindern oder zu kontrollieren.

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 15:15 #

Nur weil eine Strategie gescheitert ist heißt es nicht, dass man das Gegenteil tut. Aber zuerst muss man sich eingestehen, das der ursprüngliche Plan nicht aufgehen wird, nicht aufgehen kann. Also was man aktuell mit NFT macht ist das man hofft das Leute dafür Geld ausgeben da diese hoffen damit den Lottogewinn zu ziehen. Ist halt das selbe Spiel wie zuvor mit den Krytowährungen, davor waren es Finazderivate und um die 2000 Jahre alles mit IT. Und wie jedesmal wird es einige wenige Gewinner und eine riesige Menge Verlierer geben. Ich glaube auch das der spielerische Mehrwert gegen Null tendiert, aber ich persönlich spiele auch keine F2P-Spiele, kaufe keine Lootboxen, gehöre also einer Minderheit an. Das kopieren der Daten kannst du eben nicht verhindern, du hast halt den Bon(Kassenzetttel) für die Daten.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7325 - 24. Januar 2022 - 16:33 #

So einfach lässt sich das mMn nicht zurechtschieben. Ich sehe nebenbei Kryptowährungen aus ähnlichen Gründen kritisch. Weniger als Finanzprodukt, sondern weil die Erzeugung im krassen Widerspruch zu dem steht, was energiepolitisch sinnvoll ist - sowohl kurz- als auch langfristig. Bei NFTs sehe ich das Problem auch mehr durch die Potenzierung im Massenmarkt. Kleinvieh macht in ausreichenden Dimensionen verdammt viel Mist und bisweilen wirkt auf mich der Trend in der Spielebranche so, als ob hier ein Schneeballsystem in unberechenbaren Ausmaßen entsteht.

Cat Toaster 12 Trollwächter - - 1101 - 24. Januar 2022 - 10:10 #

NFT: Objekt der Gier

sollte die Überschrift lauten. Das Problem welches eine Blockchain lösen soll, muss erst noch erfunden werden. Es wird so getan, als wenn geistiges Eigentum welches digital vorliegt ja gar nicht geschützt würde, niemand Geld damit verdienen könne, niemand bereit sei dafür zu bezahlen. Kann da mal jeder für sich einen Realitätscheck machen, wieviel sie oder er für geistiges Eigentum anderer in Form von Nullen und Einsen im Monat ausgibt? Lebt ein großes Kunstwerk nicht von seiner Bekanntheit, dass es potenziell jedem zur Verfügung steht? Muss jeder die "echte" Mona Lisa sehen um das Werk schätzen zu können oder ist das nur der Wunsch des Ticketverkäufers und einer handvoll Milliardäre, die Dinge einfach nur noch deshalb tun, weil sie es können?

NFTs/Blockhain/Kryptowährung sind so seriös wie Astrologie und Homöapathie. Keine Wirkung über den Placeboeffekt hinaus, bzw. es werden limitierte Ressource für Nonsens verballert. Eine wohlmeinende Argumentation darauf aufzubauen, dass eine nennenswerte Masse von Menschen dem folgt und es deswegen "gut und seriös" sein muss, halte ich historisch für mehrfach widerlegt. Der Mensch hält es ja auch für einen sinnvollen Ressourceneinsatz, 80kg Humanmasse mit 2 Tonnen Automobil zu transportieren und dann 50 Millionen davon 23h am Tag herumstehen zu lassen. Schon keine Firma würde sich eine Maschine für 50k anschaffen, die die meiste Zeit nichts tut. Subventionen die wir alle von unseren Steuern zahlen, machen es dennoch möglich. Also hat eine Industrie die etwas verkaufen will, uns wohl allen Jahrzehntelang erzählt, dass es so sein muss und daran darf sich nun auch nichts mehr ändern, wegen "der Arbeitsplätze". Immerhin, ein Auto ist was handfestes von der Ressourcengewinnung bis zum Endprodukt ist etwas sichtbares passiert. Jemand kann damit von A nach B fahren. Welchen Mehrwert schafft die Blockchain?

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 10:19 #

Klar und deine Ware kommt per Lastenfahrrad in das Geschäft, ein Kranker wird mittels Eselskutsche in das Krankenhaus gebracht und wenn es brennt kommte der Nachbar mit dem Eimer zum löschen. Wie man allen Ernstes in dem Automobil (über die Frage des Antriebes kann mach sich ja streiten) keinen Mehrwert als Mensch des 21 Jahrhunderts sehen kann, wird mir ein Rästel bleiben. Ich selber habe seit 10 Jahren keinen eigenen Pkw mehr, aber ich nehme indirekt an der Automobilindustrie teil und halte sie für unverzichtbar, es sei denn jemand erfindet das "beamen".

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 24. Januar 2022 - 10:52 #

Gut geschrieben.
Ich würde in aller Bescheidenheit noch ergänzen, nicht nur der Antrieb, auch die Fahrzeugart...
Warum in Cities nicht zu 85% kleine Smarts, Opel Adams oder Huyundai I10 unterwegs sind, erschließt sich mir nämlich auch nicht....
Die Realität ist ja eher, dass es gesetzlich ermöglicht wurde SUVs schön zu rechnen...

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 11:25 #

Mir schon, da ich mir nur hin und wieder ein Fahrzeug leihe. So ein SVU macht halt Spaß, du hast einen höheren Sitz hast mehr Freiheit usw. Klar sind die Kleinwagen vernüftiger, aber nicht umsonst wirbt eine bekannte Marke mit dem Slogan: Aus Freude am Fahren. Dann noch der Punkt der Ladefähigkeit. Dann sind die Kleinwagen gemäßen an Komfort und Leistung auch nicht wirlich billig. Wenn ein Smart mit Vollausstattung nur 10.000 Eur kosten würde, sehe die Sache anders aus.Letzendlich trägt zwar der Pkw-Anteil einen hohen Teil bei, aber selbst ohne diesen wäre der Anteil an Kraftfahrzeugen in der Landwirtschaft, Industrie, Warenversorgung immer noch gewaltig hoch und steigt von Jahr zu Jahr. Auch das du Mittlerweile wenn du Pech hast eine halbe Stunde "kreisen" darfst, bist du einen Parkplatz findest, hält niemanden ab, mit dem Auto in die Stadt zu fahren.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 24. Januar 2022 - 11:42 #

Klar, da stecken etliche Argumente drin, die dann von pro Suv-Fahrern kämen.
Ich denke, man könnte dort ansetzen, und diese Fahrzeugklasse nicht mehr künstlich "klein" rechnen in Punkto Steuer etc... Dann macht das Fahren mit 220kmh per privatem "Panzer" dann evtl auch nicht mehr soo viel Spaß.

Preise Kleinwagen. Absolut. Geht man aber zu zB koreanischen Anbieten, sieht das ganz ganz anders aus und die Autos sind auch schön verarbeitet.

Neuer Aspekt, auch im Hinblick des Kommentarstranges zu "neuer Technik";
warum der Hybrid-Antrieb nicht mehr gepusht wird, erschließt sich mir auch nicht. Technisch: Du brauchst noch etwas Sprit, die Batterie lädt sich aber durchs Fahren selbst auf. Eigentlich geil. Und Du brauchst technisch auch nicht den ganzen Strom. Nur meine persönliche Theorie: Das Thema wird hier nicht befeuert, da Stromverbrauch = Steuereinnahme. Die Welt scheint irgendwie ungerecht zu sein ;-)

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 72990 - 24. Januar 2022 - 12:18 #

Ich bin mir sehr sicher, dass man SUV schon sehr lange nicht mehr bei der Steuer schönrechnen kann.

SUV kamen als geländetaugliche Nutzfahrzeuge auf den Markt und unterlagen damit der Gewichtsbesteuerung. Man hat dann aber als Gesetzgeber eingegriffen und eine "Rückausnahme" für geländetaugliche Nutzfahrzeuge bis 3,5t gemacht, wenn sie einen PKW-Aufbau haben.

Kleine SUV (gibt es!) sind gerade für ältere Menschen, auch in Städten, ein absoluter Traum. Die Mehrheit der SUV-Fahrer fährt nicht in der G-Klasse oder einem Porsche Cayenne herum.

Weitere Vorteile ist die Beladung eines SUV mit großen Objekten, Hunden, Rollatoren, Kinderkram oder eben Freizeitequipment für den Urlaub. Dabei ist ein SUV oft auch kürzer als ein Kombi.

Es müsste einfach mal wirklich günstige Kleinwagen geben oder man bräuchte sowas wie ein 3-Liter (Diesel) Auto.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 24. Januar 2022 - 12:29 #

Bin persönlich eher kein Freund von Verboten.
Hier wäre meine persönliche Ausnahme und suv gerne verbieten. ;)
Und auch gleich die Geschwindigkeitsbegrenzung einführen. Was das mit liberalem Leben zu tun hat, 2022, auch ein Mysterium für mich.
Denn das war ein Wahlversprechen einer entsprechenden Partei.

Hier steigen oft zierliche Damen jüngeren und gehobenen Alters aus Fahrzeugen, die größer als manche Wohnzimmer sind.

Ja die Zulassung als geländetauglich ist alleine schon geil.
Gut, dass es mit der Steuer nicht mehr klappt.

Die älteren Menschen mit Rücken können auch Golf Plus nehmen.

Ja, SUV ist ein Reizthema für mich.

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 12:46 #

Ah ich verstehe, du siehst also in der äußeren Form des Fahrzeuges eine gewisse Geisteshaltung beim Fahrer. Also meine Stadt ist Vorreiter was ein Tempolimit angeht. Bin schon gespannt ob sich etwas daran ändert, wenn man zukünftig nur noch mit 30 durch die Stadt fahren darf. Meine Er"fahrungen" aus meiner Zweitheimat Spanien zeigen aber, das trotz generellen Tempolimits inner und außerhalb immer noch genügend Spanier gerne Autogefahren und das auch deutlich zu schnell gemacht wird. Man fährt halt um die Poller rum, damit man sich die Karre nicht aufreißt und auf der Autobahn bekommst du bei 120 die Lichthupe und den Mittelfinger.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 24. Januar 2022 - 13:05 #

Geisteshaltung nicht. Ich sehe nur den Widerspruch die Umwelt zu schützen und gleichzeitig aber solche Autos in Massen zuzulassen.
Die mE ein Ausdruck einer Wohlstandsbevölkerung sind. Etwas wie in Tribute von Panem.

Habe andere Erfahrungen gesammelt. Noch nie so entspanntes Fahren wie in Österreich oder Frankreich.
Oder mit Kleinwagen auf Malle.

Geisteshaltung eher bei Szenarien auf deutschen Autobahnen. Rechts LKW. Mitte langsame Autos. Überholen mit 140 und dann kommt der... von hinten mit 230 Sachen... Eigentlich bizarr. Aber real.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 72990 - 24. Januar 2022 - 14:31 #

Kann ich nicht verstehen, weil es bei SUV Fahrzeuge gibt, die umweltfreundlicher sind als Wagen anderer Fahrzeugklassen.

Das mit geländetauglich ist halt bei den SUV so, vermutlich weil sie höher sind. Das mit der Steuer ist schon seit vielen Jahren so. Die Homologation oder wie die heißt macht auch die EU bzw. da kommen auch Vorgaben her.

Kann die Abneigung für SUV nicht verstehen.

Von Geschwindigkeitsbegrenzungen halte ich auch nix. Gab doch mal eine Studie in Skandinavien, da hat die Einführung nix gebracht (was Unfalltote angeht).

Für Autobahnen würde ich es für viel sinnvoller Erachten, ein LKW-Überholverbot auszusprechen oder zumindest Elefantenrennen massiv zu ahnden. Dadurch entstehen viele Staus und Unfälle.

Was AUtos angeht, wäre ich eher für ein Gewichtslimit. Wenn die Autos leichter wären, würden sie weniger verbrauchen und kleiner sein (Parkplätze!). Jeder Golf ist heute größer als früher normale Mittelklassewagen. Problem ist hier aber auch, dass immer mehr Sicherheit (und auch anderer Kram) verbaut wird. Technik wiegt und kostet.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 24. Januar 2022 - 15:22 #

Ein Gewichtslimit wäre super. Vermutlich sind dann etliche Suv direkt erledigt.
Dann noch an die Motorisierungen und den Verbrauch gehen.
Warum man in Europa schneller als 150 fahren können sollte, erschließt sich mir nicht.
Nicht nur Tote, auch Stress und Reisekomfort wären besser.
Lkw Überholverbot, gerne, aber am besten ab auf die Schiene.

Eigentlich für mich alles Ansätze des Ressourcenschonens.

Warum Tribute von Panem. Weil gerade zB Probleme der Grundversorgung aufkommen, wie Strom und Gas. Sowie deren ausartende Bezahlung.
Und gleichzeitig hast du immer mehr solche Elitenspitzen.

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 24. Januar 2022 - 12:24 #

Ich verstehe deine Argumente, aber letztendlich triffst du mit übermäßigen Steuererhöhungen halt immer die Falschen. Ich glaube für das Gro der Menschen ist die Zeit vorbei, wo man zum Pizzaessen mal nach Italien gefahren ist (habe ich als Führerscheinneulig anno 1998 tatsächlich selber gemacht).Meiner persönlichen Meinung nach gehört das Recht auf Energie in der heutigen Welt auch für alle Menschen als Menschenrecht anerkannt. Genauso wie ein Mensch eine halbwegs intakte Umwelt braucht, benötigt er Energie. Das Positive ist, irgendwann wird eine Gruppe genialer Menschen die Fusion wirtschaflich realsieren und dann haben wir genug Energie um weitere Probleme zu verursachen.:)

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 72990 - 24. Januar 2022 - 14:35 #

Ja, das denke ich auch, dass das vorbei ist. Fliegen soll man auch kaum noch dürfen. Was man soll, ist Mobilität und Europa (das man nicht mehr kennt/bereisen kann) gut finden und auf der z.B. Handyapp für irgendwas spenden, was man nie selbst gesehen / als schützenswert erlebt hat (außer vielleicht in einer VR-Brille).

Gerade durch Corona, aber eben nicht nur, werden wir zu Arbeitsdrohnen mit immer kleinerem Lebensradius "erzogen" (dazu gezwungen, Stichwort Kosten), die aber immer mehr von der Welt retten sollen. Nervt mich hardcore.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 217608 - 24. Januar 2022 - 19:10 #

Also Kryptogeld (ich sage extra nicht "Kryptowährung", weil das keine Währungen sind) mit Astrologie gleichzusetzen spricht von völliger Unkenntnis der Materie. Die Idee hinter Kryptogeld war eine revolutionäre, nämlich Unabhängigkeit von Notenbanken, Regierungen und sonstigen Manipulatoren zu erreichen. Dass das System auch mißbraucht werden kann, liegt in der Natur der Sache und des Menschen, aber dass es keine Wirkung haben soll, ist kompletter Unsinn.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 24. Januar 2022 - 19:22 #

Schöne Serie zum Thema, Startup, auf Netflix oder Prime. Ist mal gewechselt. St 1.fand ich recht gut, St 2 sehenswert und St 3 braucht es nicht zwangsläufig.

Cat Toaster 12 Trollwächter - - 1101 - 25. Januar 2022 - 17:46 #

Ja, wenn der Kurs von twitternden Milliardären signifikant hoch und runter geschickt werden kann und die Mehrheit des Gesamtvermögens bei 0,01% der Markteilnehmer liegt, ist das wirklich viel besser als der böse FIAT-Kram bei dem "immerhin" 1% der Teilnehmer über die Hälfte des Gesamtvermögens verfügt.

Auch die Erzeugung wird demnächst mit dem "Blauen Engel" ausgezeichnet und seltsam dass alle Cryptos ausschließlich am Wert bösen echten Geldes gemessen werden. Außer Lösegeld, Waffen und Drogen kann ich damit auch nichts bezahlen. Naja, vielleicht bald NFTs, aber vielleicht wollen da auch nur richtiges Geld sehen?

Ein Finanzsystem was sich direkt vom Start weg missbrauchen lässt obwohl dessen DNA und Entstehungsmythos gegenteiliges behauptet, disqualifiziert sich in Deinen Augen nicht?

Wer das glaubt, muss auch an sein Horoskop glauben.

Ridger 21 AAA-Gamer - - 28263 - 24. Januar 2022 - 10:37 #

Das NFT im Kunstbereich funktionieren kann habe ich jetzt besser verstanden, vielen Dank Michael. Wie das bei Games klappen soll wird sich zeigen. Wahrscheinlich wird das wie bei F2P nur eine Minderheit an Leuten interessieren, die dann aber die Milliarden in die Kassen spülen.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32108 - 24. Januar 2022 - 13:07 #

Könnte mir NFTs bei FIFA Ultimate Team vorstellen, aber EA müsste das ja so machen, dass sie am Ende nicht weniger verdienen als vorher.

Ridger 21 AAA-Gamer - - 28263 - 24. Januar 2022 - 15:28 #

Mit Autogrammen der Sportler!

Gorkon 19 Megatalent - P - 16144 - 24. Januar 2022 - 14:37 #

Dier erste Hälfte des Artikels trifft ja wohl auf alle Zweige drr Industrie zu und nicht nur auf die Gamebranche. Wirkt dadurch irgendwie auszauchbar. Die zweite Hälfte wirkt als Überleitungen zum eigendlichen Thema, welches dann irgendwie fehlt.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 41663 - 24. Januar 2022 - 16:44 #

Die Umsätze von F2P-Spielen als Indikator dafür zu nehmen, dass das Geschäftsmodell bzw. die Spiele ja gar nicht so schlecht sein können, halte ich für grob fahrlässig. Überspitzt: Wenn die Umsätze vor allem von jenen generiert werden, die hoffnungslos in der Suchtspirale gefangen sind (und da ist das Risiko bei F2P wohl unbestreitbar deutlich größer als bei klassisch designten Spielen), dann können die Umsätze noch so hoch sein, das Geschäftsmodell bleibt trotzdem mies.

Zum eigentlichen Thema:
Ich kapiere NFTs genauso wenig wie zuvor, zumindest was den möglichen Benefit für uns Gamer angeht. Soll das darauf hinauslaufen, dass man in einem Spiel ein einzigartiges Outfit trägt oder sonstwas Einzigartiges besitzt wie ein spezielles Waffendesign, ein Mount, ein was auch immer? Würde mich persönlich nicht die Bohne interessieren, aber muss es ja auch nicht.
Das einzig "Coole", was ich mir vorstellen könnte, wäre ein digitales Abbild meines Gesichts als NFT, aber das müsste dann halt auch spielübergreifend nutzbar gemacht werden. Aber selbst das würde mich nicht wirklich interessieren.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16121 - 24. Januar 2022 - 17:33 #

Ich habe bemerkt, dass du die Golden Gate Bridge bewundernd anschaust. Zufällig bin ich der Besitzer und unverschuldet in Geldnöte geraten. Ich könnte sie dir günstig verkaufen, aber nur genau jetzt, du müsstest innerhalb der nächsten Minuten zuschlagen. Betrug sagst du? Natürlich nicht, ich kann dir verbindlich den Vertrag per NFT absichern und zukommen lassen. :D

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 24. Januar 2022 - 18:10 #

Das Bild selber von dem Du sprichst, ist nicht das NFT: Das NFT sagt nur: Dieses Bild hat "Sven" erworben.

Und ob das verlinkte NFT zu dem Bild in ein anderes System fliessend reingeht, hängt am Ende immer davon ob die Entwickler auf beiden Seiten das auch so wollen. Automatisch passiert da nix.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16121 - 24. Januar 2022 - 17:31 #

Die Aussage des Artikels ist ja nicht ganz falsch, dass neue Technologien spannend sind. Aber NFTs sind schlichtweg Scam. Eine Lösung ohne Problem.

Die beste Erklärung gab es letztens auf Twitter: "An NFT is like being the Foursquare Mayor of a JPEG"

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16121 - 24. Januar 2022 - 19:14 #

Ja, eindeutig eine tolle Technologie, die uns als Menschheit voranbringt xD https://www.theguardian.com/world/2022/jan/24/surgeon-faces-legal-action-for-trying-to-sell-bataclan-victim-x-ray-as-nft

Crizzo 19 Megatalent - P - 16101 - 24. Januar 2022 - 19:21 #

Wtf...o.O

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 217608 - 24. Januar 2022 - 23:48 #

Puh, das ist kriminell. Wenn nicht sogar krank, pervers und total psycho. Trotzdem diskreditiert es nicht die Technologie.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 24. Januar 2022 - 17:59 #

Ne, ne, ne. Personalausweise und Krankenakten haben auf der Blockchain als NFT absolut nichts zu suchen. Der Sinn und Zweck dieser neuen Technologien ist es, den Besitzstatus eine Sache zu definieren, um sie revisionssicher übertragen zu können. Bei Dingen, die per se aber niemals den Besitzer wechseln, ist das wirklich Unsinn.

Kann es sein, dass Michael "nicht austauschbar" mit "nicht handelbar" verwechselt? Non-fungible bedeutet, dass ein NFT nicht durch ein beliebiges, anderes Token ersetzt werden kann. Beispiele für NFT in der Echtwelt sind: Fahrzeugbriefe, Grundbucheinträge für Immobilien, vinkulierte Namensaktien. Im Gegensatz dazu sind fungible Dinge etwas wie Briefmarken oder Euromünzen, wo es keine Rolle spielt, welche Münze man hat, es geht nur um die Anzahl, aber ich kann einen Euro beliebig gegen einen anderen austauschen.

Zudem sind die Daten auf der Blockchain NICHT verschlüsselt. Auch die digitalen Objekte, zu denen die NFTs ausgestellt werden, kann jeder frei sehen, kopieren, downloaden. Hier herrscht vielleicht ein Missverständnis, weil bei "Crypto" automatisch jeder denkt, die Daten wären verschlüsselt, aber nein, die Verschlüsselung der Datenblöcke in der Blockkette dient nur der Generierung des Hashwertes, so dass Blöcke nicht nachträglich mehr verändert werden können - die Daten selbst sind aber für jeden frei lesbar. Für Krankenakten und Persos wäre das echt blöd und Datenschützer würden ganz zu Recht Sturm laufen... ^^

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - - 10065 - 24. Januar 2022 - 23:11 #

Meine Krankenakte will ich sicher auch nicht in der Blockchain stehen haben. Aber prinzipiell finde ich Michaels letzten Absatz als Denkanstoß gar nicht übel. Warum nicht, wie von dir genannt, das Grundbuch in die Blockchain verfrachten?
Nur, wie man NFTs und Spiele sinnvoll zusammen bringen kann, will mir noch immer nicht im Ansatz einleuchten.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16121 - 25. Januar 2022 - 8:45 #

Warum sollte man das Grundbuch in eine Blockchain setzen? Um es anfällig gegen 51%-Attacks zu machen? Man nähme Anfälligkeiten in Kauf, ohne Vorteile zu haben. Verteiltheit in einem potentiell feindlichen Umfeld ist einfach nicht der Kontext eines Grundbuchs.

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - - 10065 - 25. Januar 2022 - 10:13 #

Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Missbrauch mit Grundbucheintragungen gibt es auch jetzt schon. Ob die potentiellen Risiken den potentiellen Nutzen übersteigen... Was weiß ich schon?! Darum geht es hier ja auch nicht.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16121 - 25. Januar 2022 - 12:27 #

Für Transparenz und Nachvollziehbarkeit muss man das aber nicht in eine Blockchain setzen. Das kann man auch ohne die ganzen Nachteile einer BC haben. Wenn man die Vorteile einer bestimmten Lösung nicht braucht, warum sollte man dann die Nachteile in Kauf nehmen?.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 25. Januar 2022 - 22:01 #

In einer Open World wie "Ultima Online Remastered" könnte ich mir durchaus vorstellen, dass Grundbucheinträge für Housing-Properties als NFT funktionieren würden. Bei Spielen, die über viele Jahre laufen und wo man vielleicht 500-1000 Stunden Lebenszeit reinsteckt, um sich ein Grundstück leisten zu können, fänd ich es ganz Q-l, ähm cool, wenn ich mein digitales Haus irgendwann legal und sicher verkaufen kann, ohne dass ich dafür gleich meinen ganzen Account auf eBay einstellen muss.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 26. Januar 2022 - 0:19 #

Aber das könnte man doch auch so machen, ohne NFT: Dafür müssen die Leute nur was Coden. Die müssten das so oder so Coden, und dann zusätzlich NFT ranpflanschen. NFT soll ja doch eher unabhängig sein, aber was willst Du in der freien Welt ausserhalb des Spiels mit nem Grundstücks-NFT?

Gleich kommt jemand mit dem Argument, "Jaha, dann kannste es auf dem freien Markt verticken!" - die, die das kaufen, sind wohl auch eher die das Spielen, also kann man das auch inGame abwickeln. Und wenn der Server des Spiels mal dicht macht, wird dir dein Besitzstand, ob mit NFT oder ohne, auch nicht erhalten bleiben.

Schau dir "Second Life" an, das ist jetzt ja auch schon gefühlt 50 Jahre am Start. Da konntest und kannst Du alles was da ist kaufen und dann entsprechend machen was de willst. Du kannst das vermieten etc und (echtes) Geld machen. Geht alles ohne NFT.

Das ist einer der Gründe warum ich NFT für völlig überbewertet halte. Jeder Fall der bisher aufkommt, ist schon gelöst und wird schon gemacht _ohne_ NFT.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 26. Januar 2022 - 1:58 #

Ja, ginge im Einzelfall auch ohne NFT, aber dann muss der Spieleentwickler dafür eigene Marktplätze schaffen und das Rad immer wieder neu erfinden. Wenn es einen Standard mit vorhandener Infrastruktur gibt, zu dem ein Spieleentwickler nur eine Schnittstelle benötigt, entfällt der Overhead bei der Entwicklung.

Zudem ist es schick, wenn ich NFTs von verschiedenen Games gesammelt in einer Wallet haben kann, so wie ich meine Spiele bei Steam habe. Da wären dann auch lustige Dinge möglich, wie z.B. dass ich mit dem NFT von Spiel A in einem anderen Spiel B eines ganz anderen Anbieters ein neues Item eintauschen kann, sozusagen als Cross-Upgrade. Dazu braucht man eine übergreifende Infrastruktur.

Ich will auch nicht unbedingt, dass Spielefirmen meine Kontodaten haben, wenn ich "auscashen" will. Einen NFT kann ich jederzeit verkaufen, ohne dass jemand mein reales Bankkonto kennt. Ich hab miterlebt, als Online-Poker als illegales Glückspiel eingestuft wurde. Da kam ich kurzfristig nicht mehr an mehrere tausend Euro ran, nur weil Banken/Kreditkartenfirmen auf Druck der Regierung keinen Zahlungsverkehr mehr zu FullTilt/Pokerstars zugelassen haben. Klar, kann auch mit NFTs/Kryptos passieren, aber es ist schon was anderes, lediglich einen Online-Spiele-Anbieter auf die Blacklist zu setzen.

Last, but not least erspart der Weg über NFTs/Kryptos auch den ganzen Kladderadatsch mit der weltweit unterschiedlichen Umsatzsteuer. Ich warte ja seit Jahren darauf, dass das Finanzamt meine "Einnahmen aus dem Verkauf von Steam-Sammelkarten" versteuern will... also die gesamten 1,23 Euro.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 26. Januar 2022 - 2:15 #

Die Schnittstelle wird man auch so immer wieder anpassen müssen, das isset ja. Das ist als wenn Du PayPal an deinen Shop anbindest. Wenn Du nen Shop System von der Stange hast (Magento & Co.) - dann klar, einfach das Plugin rein und gut ist. Aber jeder größere Shop macht seine eigenen Brötchen, weil man die Kontrolle behalten will. Sobald da 3rd-Party auftaucht, wirds lustig. Erhöht auch den Angriffsvektor, alles was nicht aus dem eigenen Haus ist, macht dich anfällig.

Das ist das eine.

Das übertragen von Items von einen Spiel in ein anderes - vielleicht auch noch von einer Konkurrenz-Marke zur nächsten ... alles machbar klar (von normalen bis zu erheblichen Coding mehraufwand abgesehen). Aber heute sind wir schon froh das es Crossplay & Crosssaves gibt (oder nennen wir es mal so) - nu stell dir das mit Sachen vor, die mit Geld zutun haben. Siehst Du das kommen?

Ok, Du willst deine Kontodaten nicht weitergeben, verständlich. Privatsphäre wird immer schwieriger. Problem ist nur, NFT hat damit ja auch nix zutun. Und statt das deine Bankdaten bei MS, Sony & Co. sind, liegen se dann beim NFT-Registrar - wer auch immer das ist. Wie es da mit dem Support ist und der Sicherheit und wer die betreibt und wo die Server stehen und auf wessen Gesetz man sich beruft... Uff. Da sind aber einige Knoten zu lösen bevor ich das machen würde.

Zu Steuern... das nicht mein Steckenpferd, aber ich denke solange es nicht auf der Welt die Bezahlung bei jedem überall gleich ist und Steuerparadiese nicht abgeschafft werden, dürfte das auch eher Wunsch als Realität sein.

Zu den "Druck" auf Zahlungsgeschichte. Glaubste wirklich Du bist da sicher? Bei dem NFT-Registrar muss ja auch irgendwo ein Dienst sein, der das Geld auf dein Konto schaufelt, oder nicht?

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 26. Januar 2022 - 2:53 #

Ich sehe im Moment nicht, dass es so kommt, wie ich oben geschrieben habe. Ich hab einfach mal meiner Fantasie freien Lauf gelassen, was theoretisch möglich wäre... :]

Kontodaten:
Wenn ein NFT z.B. auf der Etherium-Blockchain läuft, dann ist der Token doch in meiner Wallet. Nach einem Verkauf hätte ich statt des Tokens dann einfach Ethercoins. Bisher ist meine Schnittstelle in und aus der Kryptowelt eine Niederländische Bank (anycoindirect.eu), bei der ich ein Konto habe. Dort kann ich Euros in Kryptos tauschen - und umgekehrt. Diese Bank weiß natürlich, wer ich bin, ich musste mich ja zur Kontoeröffnung ganz normal ausweisen - aber andere Personen/Firmen kennen nur meine Wallet-Adresse.

Druck:
Je größer der Markt wird, desto größer werden auch die Begierden des Staates nach Kontrolle, Steuereinnahmen etc.... "Sicher" bin ich da natürlich nie :]

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 26. Januar 2022 - 10:02 #

Ja, das meinte ich, irgendwo in der Kette sind deine Daten, und solange die Anon-Bank da nicht zu oft auf dem Radar von Leuten auftaucht, die das nicht mögen, iss das auch oK. Sollte aber plötzlich bekanntwerden das da die ganzen "Terroristen" herkommen, ist die Bank auch schwupps weg vom Fenster - vielleicht. Oder die Bank leert die Konten von alleine, würde mich jetzt auch ned wundern. Wer steckt den dahinter?

Was NFT angeht, wird ja gerne gepriesen, das sie Fälschungssicher sind, was gerne sein mag (zumindest in der nächsten Zeit) aber was ist, wenn das System nen Fehler macht und beim erstellen nen anderen Namen reinpackt. Wie kriegt man nen falsches NFT wieder aus dem System? Bei OpenSea gabs vor kurzem die Möglichkeit NFTs günstig zu erwerben um sie dann teuer zu verkaufen. Entweder war das nen Hack oder das System war schlecht eingestellt, passiert immer wieder, bei jeder Technik.

https://therecord.media/hacker-abuses-opensea-to-buy-nfts-at-older-cheaper-prices/

TL;DR: NFT wird nichts out of the Box fehlerfrei machen und die meisten Anwendungen (ausserhalb von Crypto) gibt es bereits.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 26. Januar 2022 - 14:41 #

Hab lange nix mehr mit Anycoin (der niederländischen Bank) gemacht, weil ich meine Restbitcoins eigentlich nur HODL. Und auf dem Konto liegt natürlich kein Geld, sondern jeder Transfer wurde immer direkt mit meinem deutschen Konto verrechnet. Wenn Anycoin schwupps weg vom Fenster ist, berührt mich das nicht.

*edit*
Tatsächlich lese ich gerade: "Aufgrund der aktuellen Gesetzgebung darf der Anbieter (Anycoin) mit deutschen Kunden keine Geschäftsbeziehung mehr eingehen. Seit 2021 benötigt die Plattform eine Lizenz fürs Kryptoverwahrgeschäft der BafIn, über welche es nicht verfügt. Sie können also aktuell keinen Account erstellen. Bestandskunden können aber weiterhin handeln."

LOL :)

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 26. Januar 2022 - 16:16 #

Denke auch das war klever das gleich weiterzuleiten und das mit Anycoin und keine Lizenz... da hat jemand entweder seine Hausaufgaben ned gemacht oder weiss das er dabei krachend scheitern würde. Ein Schelm der übles dabei denkt. ;)

Danke für den Lacher!

pepsodent 15 Kenner - P - 3723 - 24. Januar 2022 - 21:30 #

Hmm, die F2P-Argumentationskette hat so n bisschen was von "fresst Scheiße, Millionen Fliegen können nicht irren"...
Und McDonalds ist ja bekanntermaßen auch qualitativ sehr hochwertiges und nahrhaftes Essen, das eigentlich mindestens mal mehrere Michelin-Sterne verdient hätte.
Das Bild-Zeitungs-Argument wurde ja weiter oben auch schon genannt.
Keine Ahnung, wie man darauf kommen kann, dass finanzieller Erfolg auf Qualität schließen lässt, aber muss ja so sein.
Na ja.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19024 - 25. Januar 2022 - 10:59 #

Eine Kolumne ohne Aussage. Halt, doch: Der stete Wandel lässt sich nicht aufhalten. Welcome to Pleasantville.
Finde ich ein bisschen wenig als Aussage.

Zille 20 Gold-Gamer - - 24683 - 26. Januar 2022 - 15:15 #

Die Aussage ist vermutlich: "Lehnt nicht alles neue gleich ab, manches hat sich durchgesetzt und ist gut geworden."

Bei ersterem bin ich dabei. Bei zweiterem auch, wobei ich F2P da nicht per se einsortieren würde. Auch Handygames nicht.

Diese Sachen werden meist von Menschen konsumiert, die aufgrund der geringen Einstiegshürde und mangelnder Erfahrung dort hängenbleiben. Und, weil sie dem Thema eine sehr viel geringere Relevanz in ihrem Leben zugestehen. Dann kann das ja auch ein akzeptabler Deal sein. Und von solchen Menschen gibt es deutlich mehr, als von "uns". Dadurch ist der Markt sehr viel größer.

Das bedeutet noch lange nicht, dass die Spiele qualitativ in einer anderen Hinsicht als "schafft es, wenig anspruchsvolle Quereinsteiger zu begeistern" gut sind. Ein Level in Candy-Crush muss nicht per se schaffbar sein. Es muss nur beschäftigen und gut aussehen. Meine Verwandten spielen es einfach so lange, bis sie es irgendwann in einer Zufallskombi geschafft haben. Oder geben ein wenig Geld aus.

Die Bildzeitung schafft es auch immer noch, Millionen Menschen mit bunten Bildern, geringen Preisen und wenig Anspruch zu ködern. Trotzdem bleibt sie etwas, ohne das die Menschheit deutlich besser dran wäre.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 26. Januar 2022 - 16:25 #

F2P ist ja nicht F2P, bzw. die unterschiede sind teilweise extrem.

Ich hab zB über 5 Jahre lang Star Wars Galaxies of Heroes gespielt. Das hat am Anfang gut und viel Spass gemacht. Es gab natürlich das übliche "Kauf Kristalle! Dann gehts fixer!" aber man kam auch ohne Zahlung und mit entsprechend mehr Zeit gut voran.

Mit der Zeit wurde dann viel in Richtung F2P zu P2W gestellt. Das ging auch ne weile mit NOCH mehr Zeit im Gepäck, aber der Spass litt drunter und ohne das Gildenbrimborium wäre ich wohl 3 Jahre früher ausgestiegen.

Mittlerweile isses Hardcore P2W und die Aussage der ehemaligen Community Managerin von vor 3 Jahren war dann auch mal ernüchternd ehrlich, auf die Frage ob man es erwartet das ein Spieler im Jahr 5k $ dalassen soll, sagte sie: "Expect? Yeah I'd say to a degree. Want? Not for anybody whom it was unpalatable. What i want is for the people at the tip of the spear to get him..." - die Aussage war als es noch "Soft" war. ;)

Zille 20 Gold-Gamer - - 24683 - 26. Januar 2022 - 17:03 #

Nichts ist "4 free". Alles muss sich irgendwie finanzieren. Es sei denn es ist ein reines Hobbyprojekt und kostet die Macher kein Geld.

Das Star Wars Galaxies of Heroes sich am Anfang für viele als "kostenlos" dargestellt hat, war nur den Spielern zu verdanken, die Geld dagelassen haben. Wenn die Spielerzahlen abnehmen und weniger hängenbleibt, dann müssen die verbliebenen mehr zahlen. Oder die "kein Geld bezahler" müssen zum Zahlen gedrängt werden. Oder beides. Und dann wird aus F2P automatisch ein P2W, oder das Spiel wird gleich ganz aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Wer F2P bestellt, darf sich nicht beklagen, wenn er irgendwann bei P2W angekommen ist. Aber wenn man einfach nur ein wenig daddeln will, dann stimmt für eine gewisse Zeit sicher das Verhältnis Spaß/Zeit/Geld. Die Assets sind ja oft professionell gemacht.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 26. Januar 2022 - 19:34 #

Zum ersten Part, klar gibt es Sachen "4 free", richtig FREE, ohne Tracking, ohne Geld, ohne Werbung. Und ja, es kostet sie was, sei es Zeit oder Geld - aber es gibt Leute die das aus freude tun oder weil sie was ausprobieren wollen. Oder wie wärs mit all den Mods die du für Spiele runterlädst? Es gibt hauf um hauf Free.

Es gibt sie noch, die kostenlosen Dinge. Je grösser die Company dahinter, desto unwahrscheinlicher das es so bleibt.

Beklagen kann man sich immer, obs sinn macht ist aber fraglich. Es ist auch möglich F2P mit Geldfluss zu haben ohne das es in P2W ausartet, geht - nicht einfach und weniger lukrativ, aber es geht.

So, worum gings hier eigentlich nochmal ... hehe ... *nachgugg* Ahso...

TL;DR: F2P ist nicht der Teufel. Und auch Veteranen spielen F2P.

Zille 20 Gold-Gamer - - 24683 - 27. Januar 2022 - 12:36 #

Du widersprichst mir da ja nicht. Wenn es reines Hobby oder Großzügigkeit ist, bedeutet es einfach, dass jemand anderes freiwillig die Kosten trägt.

Wenn aber EA ein F2P C&C macht, dann fällt das nicht in diese Kategorie. Und dann gilt das, was ich über F2P geschrieben habe (aus meiner Sicht :-).

Und das es nicht der Teufel ist, habe ich auch geschrieben. Für manch einen ist das - aus diversen Gründen - ein guter Deal. Für mich als jemand der Spiele spielen möchte, die das Spieldesign auf die Spieleerfahrung hin ausrichten (und nicht auf Mikrotransaktionen und Spieleerfahrung), ist das kein guter Deal.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 27. Januar 2022 - 15:35 #

"Du widersprichst mir da ja nicht. "

Naja, Du hast halt geschrieben "Nichts ist "4 free"". Und dagegen hab ich argumentiert. Wenn Du das eher auf die Companys bezogen hast - ja, die haben nix zu verschenken, oder selten und holen sich die Bezahlung entweder in Daten- oder Geldform.

Zille 20 Gold-Gamer - - 24683 - 27. Januar 2022 - 15:49 #

Ok, wenn du "4free" als "4free4you" definierst, dann kann das durchaus passieren. ;-)

Mir ging es eher darum, dass immer irgendjemand "den Preis" bezahlt. Manchmal wird es nicht weiterberechnet, das stimmt.

Wenn es etwas kommerzielles ist, muss die Rechnung aber irgendwie/irgendwann aufgehen. Das etwas auch eine Weile mit Verlust laufen kann, sieht man ja am Gamepass oder den vielen Epic-Freebies.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32108 - 25. Januar 2022 - 21:24 #

Auch Paris Hilton und Jimmy Fallon schaffen es nicht mich von NFTs zu überzeugen:
https://twitter.com/etienneshrdlu/status/1485956332989693953

Zille 20 Gold-Gamer - - 24683 - 26. Januar 2022 - 15:31 #

Dann aber doch bestimmt Lothar Matthäus, oder? ;-)

https://twitter.com/DavidAsphalt/status/1468877135519571969?s=20

Cat Toaster 12 Trollwächter - - 1101 - 26. Januar 2022 - 18:52 #

Klasse und räumt einfach jeden Zweifel an der Seriosität aus. Aber ich warte noch bis Boris Becker, Dieter Bohlen und Verona Pooth sich zu dem Themenkomplex ähnlich versiert auf Twitter, Instagram oder TikTok auslassen.

Zille 20 Gold-Gamer - - 24683 - 27. Januar 2022 - 12:53 #

Ja, das spielt einfach in einer Liga mit dem "Meddaverse". ;-)

Extrapanzer 17 Shapeshifter - P - 6871 - 26. Januar 2022 - 7:55 #

Ja, wir wünschen uns alle das Diablo-3-Auktionshaus zurück und noch nie fand jemand die olympische Idee gut, dass der Bessere gewinnen soll. Besser, es gewinnt immer der Reichste mit seinen NFT-Perks!

Für Spielehersteller sind NFTs eine billige unendlich Ressource, das kann nicht gut gehen. Wer sich im Januar 2025 ein limitiertes Exemplar des schnellsten NFT-Autos gekauft hat, wird ziemlich blöd aus der Wäsche gucken, wenn im April dann ein noch schnelleres Concept-Car angekündigt wird und das Studio im August dann doch verkündet, für die nächste Konsolengeneration alles ganz neu zu programmieren, 2 Jahre früher als vorgesehen.

Was hätte ich eigentlich heute davon, wenn meine BattleForge-Sammelkarten als NFT realisiert worden wären? Das Spiel ist seit 2013 abgeschaltet, die original NFTs wegen kryptographischer Schutzmechanismen im Remake Skylords Reborn nicht nutzbar!
NFTs als Geldanlage? Ich guck mal, ob im Safe noch Platz ist, gleich neben den Betamax Leerkassetten!

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21729 - 26. Januar 2022 - 8:24 #

Bei einem begrenzten Markt ist die "unendliche" Ressource nicht unbedingt das wesentliche Kriterium. Das wesentliche Element bei NFTs scheint mir die Eigentumsübertragung zu sein, die ja mit spezifischen Rechten für den Käufer verbunden sein muss. Ein völlig anderes Ding als die übliche Lizensierung.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 26. Januar 2022 - 9:21 #

Interessantes Thema und interessante Kommentare.
Bin in dieses Thema vorher nicht eingestiegen.
Ich übersetze mal für mich, es geht darum im "Internet"/virtuell Gegenstände zu erschaffen, die unabhängig von Anbietern, Plattformen, Programmen (wie auch immer) nutzbar sind!? Coole Sache.

Richtig viele Anwendungen wüsste ich aktuell tatsächlich nicht. Oder vielleicht sogar alles, was durch ein veraltetes Dateiformat nicht mehr heute nutzbar ist !?

Dazu dann noch das Thema virtuelle Währung...!?

Wüsste als kleines Beispiel um mir selbst das zu verdeutlichen "Bilddateien", die in einem offenen Dateiformat gespeichert wurden und unabhängig von der Anwendung gestartet werden können und jeder Anwendungen prinzipiell Schreiben könnte und auf Module zurückgreifen könnte, die dieses Format lesen können... oder so ähnlich...

Bei Computerspielen wäre das natürlich auch super. Der virtuelle Karton plus Datenträger plus Rechte daran, den ich von einem Regal ins andere Stellen könnte, ähnlich eines Depots!?

Spannend, aber wie schon auch im Thread geschrieben wurde, richtig viele Anwendungen wüsste ich nicht... aber die "Konstruktion" ist interessant...

Mo von Wimate 19 Megatalent - P - 14565 - 26. Januar 2022 - 23:54 #

1990: Wir bringen euch in der Schule jetzt Computer bei, warum weiß keiner, nur die wenigsten von euch, werden im Job jemals einen Computer brauchen

1995: Meine Freundin wird immer bei mir bleiben und sich nie bräunen

2000: Nur Ärzte in Bereitschaft und Menschen mit kleinem Gemächt müssen immer erreichbar sein, Niemand braucht ein Handy

2005: Steam, wird sich nicht durchsetzten, weil die ihre Kunden übervorteilen

2010: Keine Privatperson wird es nötig haben mit dem Handy ins Internet zu gehen, das bieten die Konzerne nur an um ihre Kunden abzuzocken

2015: Elektroautos werden sich nicht durchsetzten, sie sind teuer und können nichts

2020: Irgendwas mit NFTs

2025: Selbstfahrende Autos werden sich über 5G vernetzen und Jagt auf Menschen machen um sie zu überfahren - die KI heißt "Christine"

2030: Nein, ich werde mein Gehirn nicht an diese Comuterschnittstelle anschließen, auch nicht, wenn sie mir einen 2 Stunden andauernden Orgasmus beschert. Was, 2,5 Stunden? Hmmm, Ist das USB 8.2 oder schon 9?

Die Aussagen aus der Vergangenheit wurden alle mehr oder weniger so in meiner Gegenwart (teilweise auch von der Presse) getätigt. Speziell an die Aussage von 2010 erinnere mich sehr gut. Zu dem Zeitpunkt habe ich für einen Mobilfunkanbieter gearbeitet und habe Handyverträge verlängert und wurde jeden Tag mehrfach übelst beschimpft, weil die Verträge alle Internet mit dabei hatten und die Grundgebühr deswegen "leicht" gestiegen ist.

Die Aussagen die ich für die Zukunft prognostiziere sind leicht augenzwinkernd zu verstehen.
A pro pros Zukunft: Die Lottozahlen werden 4 8 15 16 23 42

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 89809 - 27. Januar 2022 - 6:49 #

Danke für den Lacher am Morgen. Du hast "Das Internet ist Neuland" vergessen. :D
Was ich nie verstehen werde, warum man Mitarbeiter eines Service Unternehmens gleich welcher Art wegen so etwas beschimpft. Die können doch nichts dafür. :/

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 68668 - 27. Januar 2022 - 12:13 #

Tja, die Verantwortlichen sind halt nicht zu erreichen und da wird halt der nächstbeste beschimpft. In meiner Zeit an ner Tankstelle wurde ich auch öfters von Kunden für Dinge beschimpft, für die ich null konnte. Aber ich stand da halt an der Kasse und war verfügbar, um angeschnauzt zu werden. :D

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 89809 - 27. Januar 2022 - 13:23 #

Würde ich nie machen. Hab gerade zb vom Media Markt einen kaputten Kaffeevollautomaten bekommen. Dazu eindeutig gebraucht. Hab trotzdem obgleich sauer dem Servicemitarbeiter höflich zu verstehen gegeben, dass ich darüber nicht amüsiert bin. :)

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 68668 - 27. Januar 2022 - 13:31 #

Ja, so sollte es auch sein. Nützt einem auch selber mehr, wenn man höflich ist. Denn ein Mitarbeiter, der vom Kunden angeschnauzt wird, hat sicher weniger Lust, hilfreich zu sein, als jemand, der vom Kunden höflich behandelt wird. ;) Fand darum auch immer den Spruch "Der Kunde ist König" Schwachsinn. Der Kunde ist kein König, wenn er sich wie ein Arsch benimmt.

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 27. Januar 2022 - 14:54 #

Zu dem Spruch: Der Kunde ist König, gehört folgende Antwort: Stimmt, aber die Monarchie ist abgeschafft.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 89809 - 27. Januar 2022 - 15:03 #

Sehr gut. :D

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 68668 - 27. Januar 2022 - 15:07 #

Ne Kollegin meinte, dass sie da immer entgegnet: Stimmt, aber ich bin hier der Kaiser. :D

Mo von Wimate 19 Megatalent - P - 14565 - 27. Januar 2022 - 12:55 #

Das, was Noodles sagt.

Bei mir war es so, die hatten bisher 10€ Grundgebühr und sollten auf einmal 40€ bezahlen. Das letzte Handy hat unter 10€ gekostet und das neues SmartPhone sollte 200€ kosten.
Ich kann schon verstehen, dass viele Kunden ihre Brieftasche haben wegfliegen sehen. Gerade weil sie sich bis dahin nicht vorstellen konnten mit dem Ding auch ins Internet zu gehen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand von denen das wirklich böse gemeint hat.
Angefixt von der Werbung und enttäuscht darüber, dass das neue Wunschobjekt einfach VIEL VIEL VIEL teurer war als sie es sich vorgestellt haben musste die Emotion irgendwo hin.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 89809 - 27. Januar 2022 - 13:24 #

Wo ist bloss das gute alte Kissenboxen hin.

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 22052 - 27. Januar 2022 - 9:40 #

„1995: Meine Freundin wird immer bei mir bleiben und sich nie bräunen“ Sehr schön! :D

Mo von Wimate 19 Megatalent - P - 14565 - 27. Januar 2022 - 12:56 #

Hatte da zuerst was mit Windows 95 stehen, aber das passte viel besser zur Grundstimmung :)

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 27. Januar 2022 - 11:40 #

Deine Zahlen wurde zuletzt am 06.09.2003 mit 4 von 6 richtigen gezogen. Ist ein lustiger Kommentar, auch wenn du Äpfel mit Birnen vergleichst. Smartphones sind nur eine Folgetechnologie einer Technik (Telefon) die sich bereits durchgesetzt hatte, genauso sieht es aus, wenn sich Elektroautos gegen Verbrennungsmotoren durchsetzten. NFT hat bis dato noch niemand gebraucht (kann sich ja noch ändern) sie berühren verschiedenste hochkomplexe Rechtssysteme (Eigentumsrecht, Lizenzecht usw.). Darüber eine Prognose abzuleiten ist in der Tat die reinste Kaffeesatzleserei.

2024 Trump wird wie Nixon in das Amt des Präsident wiedergewählt und stolpert über einen Skandal nach nur 6 Monaten Amtszeit, daraufhin änderte Matt Matt-Groening rückwirkent in der Serie Futuraram die Figur des Nixon durch Trump.

Mo von Wimate 19 Megatalent - P - 14565 - 27. Januar 2022 - 12:46 #

Ich kenne die Zahlen nur aus der Serie LOST und da haben sie den Gewinner nicht wirklich glücklich gemacht.

Ob ich wirklich Äpfel mit Birnen vergleiche, weiß ich nicht. Deswegen meine Frage bitte nicht provokant aufnehmen - ich habe zu wenig Ahnung und möchte tatsächlich mein Wissen erweitern und keine getarnte Meinung kundtun :)

Wenn ich "Blockchain" richtig verstanden habe, ist das eine neue Form (also Folgetechnologie) einer Datenbank und ein NFT ist ein Datensatz.

Ob NFTs in der Gaming- oder von mir aus auch Kunstbranche allgemein sinnvoll sind oder sich die Technik auch außerhalb von Spekulationsobjekten anderweitig durchsetzt steht ja auf einem anderen Blatt. Ich bekomme nur beim pauschalen Bashing und dem prognostizierten Untergang des Abendlandes bei "Neuem" jede Menge Bäuerchen. :)

ds1979 17 Shapeshifter - - 6989 - 27. Januar 2022 - 12:56 #

Nö überhaupt nicht, du schreibst ja, das du in der Telefonbranche warst\bist. Gleichzeitg mit dem Umsätzen im Mobilbereich ist dann natürlich der Umsatz beim Festnetz gesunken. Für euch, die ihr damit zu tun hattet, war das eine selbstverständlichkeit, wir anderen wurden aber von der neuen Technik "überrascht".So ist es halt mit vielen Bereichen, wer drinn steckt weiß meistens mehr bzw. kann bessere Prognosen abgeben. Der Rant gegen die NFT speist sich vermutlich daraus, dass sich malwieder die "richtigen Leute" auf die Technik gestützt haben. Die Leute wollen das Ding nich für die Technik nutzen, sondern als "Spekulationsobjekt". Daher der ganze Zoff.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19024 - 29. Januar 2022 - 11:48 #

2010 brauchte man , wenn ich mich recht erinnere, auch wirklich noch kein Internet beim Handyvertrag. Weder waren die Geräte (ich hatte ein Nokia C7, glaube ich, taugte nur als Briefbeschwerer) gut genug noch die Verbindung in der Fläsche schnell genug. Das ging erst ein paar Jahre später los. 3G habe ich zuerst nur mit einem UMTS-Stick am Laptop genutzt.

Mo von Wimate 19 Megatalent - P - 14565 - 29. Januar 2022 - 13:42 #

Das erste iPhone kam im November 2007 in Europa auf den Markt.
Wenn ich mich richtig erinnere kam das erste iPhone mit Relevanz (3G-Model) irgendwann Ende 2008. So wenig ich Sympathien für Apple empfinde, so sehr bewundere ich sie dafür, wie sie mit ihren allways-on Geräten die Tariflandschaft beeinflusst haben.
Ist jetzt auch schon 13 Jahre her, aber ich glaube, Tarife mit Kostendeckung gab es damals noch nicht. Einmal ausversehen auf den Browserknopf gekommen und schon konntest zu zwei Tage nicht in der Mensa essen gehen :D

Die Early-Adopter, die wussten was das Gerät kann und wozu es gemacht ist, haben auch nicht geschimpft oder mit den Füßen auf den Boden gestampft, die haben eher mit schwitzender Stirn, das Smatphone in die Luft gehalten und "MEIN SCHATZZZZZZ" geszischt :)
Die pösen Purschen waren die breite Masse, die einfach keine Ahnung hatte welche Potenziale diese Technik bietet.
Die Leute haben, angefixt vom Marketing, ähnlich wie bei der Veröffentlichung von neuen Harry Potter Büchern oder der neuen Erweiterung von WOW vor den Geschäften übernachtet - verrückt :)
Einige hatten (im Jahr 2008) nicht einmal zu Hause Internet geschweige denn einen Computer. Das ist ja auch okay. Nur sollte man bei einer neuen Technik nicht behaupten, dass die nutzlos und böse ist ohne mal zu schauen, was damit in der nahen Zukunft alles möglich ist. Auf der anderen Seite wäre es sicherlich auch hilfreich, wenn die Partizipatoren der neuen Möglichkeiten, etwas weniger auf die Pauke hauen ;)

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71374 - 30. Januar 2022 - 11:50 #

Puh... Ich hab das Gefühl, je mehr ich über NFT's und ihre Funktionsweise lerne, desto weniger verstehe ich den Sinn dahinter...
Erst dachte ich, es geht um einzigartige digitale Objekte. Jetzt lese ich, dass man die Objekte weiterhin kopieren kann und darf, man hat nur eine Art Besitzurkunde... nur wozu? Ich bin ja aktuellen Trends gegenüber oft durchaus aufgeschlossen, habe z.B. schon einige sehr gute F2P-Spiele gezockt, manchmal mit Geldausgabe, manchmal ohne. Aber das hier will mir nicht in den Kopf. Vor allem, wenn ich Schlagworte ich Play2Earn lese. Geld verdienen durch Spielen? Klingt irgendwie sehr dubios. So nach Fake-Spielen, die eigentlich nur verstecktes Kryptofarmen auf Kosten des "Spielers" (also seiner Stromrechnung und Zeit) betreiben.

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 30. Januar 2022 - 18:35 #

Du kaufst in der echten Welt einen einzigartigen Gegenstand, und bekommst diesen ausgehändigt. Es liegt in der Natur der Sache, dass nur du diesen Gegenstand nutzen kannst. Seine Knappheit hat zu seinem Preis geführt. Damit sind wir alle aufgewachsen und das kennen wir. Unsere ganze Marktwirtschaft basiert darauf: was es nur einmal gibt, das ist wertvoll.

Dein Eigentum beinhaltet in der Echtwelt meist zusätzlich auch den "Besitz", also die Verfügung über den Gegenstand. Aber nicht zwingend: Eigentum geht auch ohne Besitz, also z.B. der Gegenstand wird gestohlen, der Besitzer ist jetzt der Dieb, aber Du bist immer noch Eigentümer.

"Eigentum" ist also ein abstraktes Recht, welches dadurch definiert ist, dass in der Gesellschaft eine Einigkeit besteht, dass Du das Eigentum an einer Sache hast. In der Regel wird sowas über Nachweise, wie Kaufbelege, Urkunden, Grundbucheinträge, etc. nachgewiesen - FALLS es mal zur Uneinigkeit darüber kommt.

Jetzt sind wir in der digitalen Welt:

- Die Einzigartigkeit einer Sache ist passe - die wird es nie mehr geben, zumindest nicht aus der Sache heraus. Alles digitale ist kopierbar und millionenfach duplizierbar.

- Das würde ohne eine Lösung irgendwann dazu führen, dass eine Art "digitaler Kommunismus" einsetzt, bei dem es nur noch kollektives Eigentum gäbe, denn keiner würde für irgendetwas, was es millionenfach gibt, einen hohen Preis zahlen.

- Und genau diese Lösung kann NFT bringen. Denn egal ob es Millionen von Kopien eines digitalen Bildes gibt, es gibt einen Eigentümer. Und der ist - und das ist erst durch NFT und Blockchain möglich - unveränderlich und weltweit dezentral festgeschrieben. Und dieses "Recht" ist das Eigentum an der Sache, die auf Grund ihrer Beschaffenheit weder in deinen exklusiven _Besitz_ übergehen kann noch sicher vor Kopie und Vervielfältigung geschützt werden kann.

Man muss sich nur davon lösen, etwas Greifbares zu haben, was von sich aus schon über seine Eigentumszugehörigkeit Auskunft gibt (weil es in deinem Haus steht oder in deiner Garage parkt).

Shake_s_beer 17 Shapeshifter - - 6263 - 30. Januar 2022 - 19:25 #

Ich lese hier ja interessiert mit und habe mir auch noch keine abschließende Meinung über den Themenkomplex gebildet,da es - wie hier schon häufiger erwähnt - auch einfach schwer greifbar ist.
Was ich mich aber auch bei deinen Beispielen immer wieder frage: Wozu? Oder besser gesagt: Warum sollte ich das haben wollen? Warum sollte ich ein Eigentumsschildchen zu einem digitalen Objekt kaufen wollen, welches beliebig oft 1:1 kopierbar ist und ansonsten evtl. sogar kostenlos nutzbar/anschaubar ist? Gut, man kann mit diesem "Eigentum" wiederum handeln, aber davon abgesehen geht mir einfach nicht in den Kopf hinein, warum ich so etwas haben wollen würde.
Und speziell auf den Gamingbereich bezogen warte ich auch nach wie vor auf einen Anwendungsfall, der mir sinn- und reizvoll erscheint. Ich bleibe daher weiter interessiert aber skeptisch.

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 30. Januar 2022 - 19:35 #

Ich denke, heute gehört zu einem ganz großen Teil auch der Glaube an die Technik und den Sinn dahinter dazu. Keiner kauft ein (teures) digitales Kunstwerk nur um die Datei anschauen zu können. Einer der ersten Eigentümer eines vollständig digital vertriebenen Originals zu sein, ist sicherlich ein viel größerer Reiz als das Original selbst.
Aber ist das in der realen Welt so anders? Ist ein teures Gemälde seinen Preis wert, wenn ich es als Poster an jeder Ecke kaufen kann? Wenn ich es nur anschauen will, reicht das Poster.

Ist nicht heute schon der Besitz des Originals der eigentliche Reiz bei vielem? Ist die Rolex so teuer wegen der Funktion oder weil sie aussagt, dass der Besitzer eine Rolex hat? Zu wissen, dass man der rechtmäßige Eigentümer von etwas ist, ist schon ein starkes Argument. Man kann es weiterverkaufen, vererben. Zu wissen, dass auch alle anderen wissen, dass man der Eigentümer ist... ich glaube, der Weg ist der richtige um auch zukünftig noch eine Wertschöpfung im Digitalen möglich zu machen.

Ich denke z.B., zukünftig wird an den Eigentumsnachweis per NFT auch eine entsprechende Infrastruktur geknüpft sein. Vielleicht ist es in 20 Jahren möglich, in der Google-Bildersuche nach einem Gemälde zu suchen und nur der (in Hintergrund mal eben mit der Blockchain verifizierte) Besitzer bekommt es in voller Auflösung angezeigt?

Shake_s_beer 17 Shapeshifter - - 6263 - 30. Januar 2022 - 20:20 #

Ja, das mag sein, dass da ein gewisser Glaube vonnöten ist. Zu deinem Beispiel mit dem Gemälde: Ein Unterschied ist für mich aber da wieder, dass ich in der realen Welt wirklich ein einzigartiges Objekt habe. Selbst die exakteste Kopie wird nie genau gleich sein. Im digitalen Bereich ist jede Kopie identisch. Und ja, den Reiz des Besitzens gibt es. Mir persönlich reicht aber das Poster und ich brauche auch keine Rolex. Das ist aber nur mein persönliches Empfinden.

Wo ich zustimmen würde: Es ist sicherlich eine Möglichkeit, Wertschöpfung im digitalen Raum zu schaffen. Nur: Ich halte es eher für eine Errungenschaft, dass im digitalen Bereich Dinge beliebig oft und komplett identisch reproduzierbar sind. Da jetzt eine Verknappung oder Besitzrechte überstülpen zu wollen, erscheint mir auf den ersten Blick eher rückschrittlich denn erstrebenswert.

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 8636 - 30. Januar 2022 - 20:26 #

Dein letzter Satz beinhaltet wohl eine gesellschaftliche Herausforderung, der Menschen sich in den kommenden Jahrzehnten stellen müssen. Interessant wird es allemal.

Shake_s_beer 17 Shapeshifter - - 6263 - 30. Januar 2022 - 20:34 #

Davon können wir ausgehen. :)

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 30. Januar 2022 - 20:46 #

Ich dachte es geht bei dem Thema auch um plattform und programmunabhängige Nutzung als quasi Gegenstände.

Diese Rechte, Eigentums und Nutzungsaspekte finde ich sehr undurchsichtig. Habe auch noch nicht nachvillzogen wo hier die Innovation ist und zB der Unterschied wenn wir uns gleich alle die gleiche MP3 bei Amazon kaufen!?

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71374 - 30. Januar 2022 - 20:44 #

Danke für deine Erläuterungen. Aber auch ich stelle mir da die Frage: Wozu? Was habe ich von diesem "Besitz", wenn verlustfreie und identische Kopien weiterhin (legal) möglich und in Umlauf sind? Es wäre was anderes, wenn es um Urheberrecht ginge, dann könnte man Tantiemen oder sowas bekommen. Aber diesen Besitz könnte ich ja sogar weiterverkaufen. Damit ist der NFT auch eine Wertanlage, schon klar. Aber dann frage ich mich wieder, warum das jemand zu einem höheren Preis mir abkaufen wollen sollte. Es ist ein Teufelskreis. :/

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 31. Januar 2022 - 4:55 #

Der Nutzen entsteht erst, wenn es mindestens eine Stelle gibt, die den Eigentumsstatus eines digitalen NFT-Objekt "abfragt".

Wenn ein Spielebetreiber NFT-Objekte rausgibt (z.B. ein Waffenskin, also eine Textur), dann macht das natürlich nur Sinn, wenn im Spiel eine Abfrage eingebaut ist, die ausschließlich Waffenskins von NFT-Eigentümern akzeptiert. Denn wenn jeder Spieler beliebige JPG-Grafiken als Waffenskin im Spiel verwenden dürfte, dann könnte sich natürlich jeder den "einmaligen" Skin eines NFT-Objektes kopieren und verwenden - man würde keinen Unterschied sehen.

Aber das ist in der echten Welt ja genauso. Wenn du vinkulierte Namensaktien der Ganon AG herausgibst, dann bin ich als Käufer/Eigentümer dieser Aktie darauf angewiesen, dass Du (und alle Börsenplätze der Welt) ausschließlich Original-Aktien akzeptieren und keine Kopien davon. Findet diese "Eigentumsabfrage" nicht statt, sind sofort alle Ganon Aktien wertlos, weil es dann beliebig viele davon gibt. Da unterscheidet sich die reale Welt nicht von der digitalen.

Und ja, du kannst NFTs jederzeit weiterverkaufen - das ist sogar das Kernelement. Ein NF-Token liegt in deiner Wallet, genau wie Bitcoin oder Ether und kann genauso gehandelt werden. Tantiemen sind bei Etherium-NFTs übrigens schon von Anfang an Teil der SmartContracts, d.h. es ist möglich, dem ursprünglichen Creator eines Tokens bei jedem Weiterverkauf eine Provision (Royalties) zukommen zu lassen und da diese Regel als Teil des SmartContracts in der Blockchain gespeichert ist, kann auch kein zukünftiger Eigentümer daran etwas ändern.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 31. Januar 2022 - 9:08 #

Danke für deine Erläuterung.
Die passt nämlich auch auf meine Frage, wo der Unterschied liegt, wenn wir uns gleiche alle die gleiche MP3 bei Amazon kaufen würden.

Mir wurde das Thema nun etwas deutlicher.

Inhaltlich kann das aber großer Käse werden.
Wenn es um das Weiterverkaufen geht und Analogien zu Namensaktien, dann bedeutet dass, das Stückzahlen begrenzt werden. Dann wird der Preis durch die Nachfrage getrieben und bei hoher Nachfrage und begrenzter Zahl bekommst du hohe Preise und Exklusivität.
Das ist glaube ich ein eher kapitalistischer Ansatz, der anscheinend nun in das Internet -neben zB Uploadfiltern- gepresst werden soll und ich kann nicht sagen was daran toll sein soll. Widerspricht auch dem eigentlichen Internetgedanken, der Vernetzung und Vermaschung.
Solange es hier im "Spaß" Bereich bleibt, wie digitales Affenbild, gut gut. Aber wenn irgendwann Microsoft eine bestimmte Zahl an Elder Scrolls Teil 10 zur Verfügung stellt, fände ich das nicht mehr so witzig.

Die andere Thematik, die Implementierung von Lizenzen, Rechten in Produkten die auf den Leistungen Verschiedener beruhen. Der Ansatz ist natürlich auf den ersten Blick gar nicht schlecht und muss auch keine Begrenzung des Angebotes inne haben. Da ist dem Teil-Inhaber egal ob es klassische Kopien sind (siehe MP3 Datei Amazon).

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 31. Januar 2022 - 16:47 #

Absolut richtig, NFT machen aus einem unendlich vervielfachbaren Objekt einmalige oder begrenzt verfügbare Güter. Das kann der Creator eines NFT festlegen, ob ein Token "einmalig und unteilbar" ist oder "fragmentierbar" oder in "festgelegten Stückzahlen" verfügbar.

Ein Künstler, der z.B. Musik als MP3 produziert, könnte sein neues Album per NFT auf 10.000 Stück begrenzen, verkaufen und in Zukunft bei jedem Weiterverkauf einen Teil des Geldes als Provision abbekommen. Ganz ohne Plattenfirma oder Vertriebsplattform wie Amazon/Apple iTunes. Jeder Mensch könnte sich kostenlos das MP3 kopieren und anhören, auch früher konnte man Musik-CDs verlustfrei kopieren - trotzdem gab und gibt es Leute, die gerne ein "Original" haben wollen und bereit waren, dafür viel Geld auszugeben ... aus welchen Gründen auch immer.

Dass dieser kapitalistische Ansatz gesellschaftlich sehr problematisch ist (wie immer wenn eine frei verfügbare Ressource künstlich verknappt wird), da gebe ich dir 100% Recht! Und auch, dass es dem ursprünglichen Gedanken des Internets von freier Information widerspricht. Ich finde auch, das Letzte was die Welt braucht, ist noch eine Luftblase, wo Millionäre ihr Geld unproduktiv reinpumpen können, weil sie denken, es wäre eine "Anlage".

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 31. Januar 2022 - 17:49 #

Wie Du das Kunststück vollbringen willst, das man digitale Objekte nicht mehr unbegrenzt vervielfachen kannst, das musst mir mal erklären.

Und zwar bitte in unserer jetztigen Welt, nicht in der Fantasie-Landschaft von NFT und Blockchain wo alles bereits an ein Rechte- und Lizenzsystem angeschlossen ist, das kontrolliert wird von Anonymen Etherium-Server Besitzern err Eigentümern.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 31. Januar 2022 - 18:09 #

Bin zwar ein recht Ahnungsloser bei dem Thema.
Aber zB Steam !?

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 31. Januar 2022 - 18:26 #

Wie meinen?

Du kannst jedes Musikstück, Bild, Textdatei - ach eigentlich JEDE Datei ansehen, verändern und kombinieren. Die eigentliche Software wirst Du nicht starten können, das liegt natürlich am Lizenzsystem (ganz ohne NFT und Blockchain).

Die Aussage aber das NFT das unmögliche Möglich macht, ala "... NFT machen aus einem unendlich vervielfachbaren Objekt einmalige oder begrenzt verfügbare Güter. " - das will ich sehen. Selbst wenn die Datei in sich Code hat, die sich selber prüft und ggf. löscht ... öhm, das müsste erstmal ein Betriebsystem existieren das den Spass mitmacht. Es sei den alle NFT's werden .EXE oder .COM, sprich direkt ausführbare Programme - wenn wir rein bei Windows bleiben.

Das klingt wie als wenn man damit das Urheberrecht jetzt endlich umsetzen kann, das immer alles jederzeit abgeglichen und gecheckt wird. Sprich alle Betriebsysteme (vom Bios ab aufwärts) müssen so gepolt sein. Achja und natürlich Always-Online.

Man kann natürlich die Lizenzsachen über NFT lösen. Ich bin mir sicher, alle Shopbetreiber dieses Planeten haben lust ihr Portfolio in fremde Hände zu geben. Klar. Sicher.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 31. Januar 2022 - 18:57 #

Programmiertechnisch kann ich dir nix sagen, da null Ahnung.
Aber philosophisch. Warum nicht Steam?
Du hast einen Handelsplatz für eindeutig zugeordnete Produkte. Produkte, Spiele werden erst in Verbindung mit dem Account eindeutig. Okay.
Steam verbietet das Handeln, Prinzipiell wäre es aber möglich würde Steam es erlauben, von Account zu Account zu handeln
Steam könnte sogar die Stückzahl der verkauften Einheiten begrenzen.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 31. Januar 2022 - 19:09 #

Es geht doch um NFT oder? Warum sollte jetzt Steam auf NFT umstellen?
Das Spiele nicht gehandelt werden können, liegt nicht an der Technik, das liegt am nicht wollen.

Und da NFT unabhängig von Steam wären, wäre eine Umsetzung dazu noch viel weniger im intresse von Steam. Warum sich mit anderen um Rechte Boxen, wenn Du ein eigenes System hast wo Du Richter und Henker in der selben Person bist?

Und Handeln anderer Dinge geht doch jetzt schon seit Jahren. Du kannst deine Sammelkarten kaufen und verkaufen (für echtes Geld). Du kannst in CS-GO Waffenskins kaufen. Du kannst Hüte für Team Fortress kaufen. Alles nichts neues.

Nichts davon muss mit NFT umgesetzt werden.

Das lustige ist, ich könnte mir sogar 1-2 Dinge vorstellen, wofür sich NFT wirklich gut eignen würden, was eine (mit hoher wahrscheinlichkeit) viele Freunde finden würde, bei Kreativen und Kunden.

Ich warte ja immer noch das so ein Beispiel kommt. Stattdessen lese ich von Fantasiesachen ("Wir packen aus Spiel X was ins NFT Wallet und packen das bei Y ins Spiel" *Zauberstab wedel*, "Wir erschaffen Werte" *Jedi Mindtrick*, "Das System ist unhackbar!" *träum*) oder von Systeme die schon seit Jahren existieren und funktionieren und nun "plötzlich" NFT brauchen, weil ... vorher, das war ja nix.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 31. Januar 2022 - 19:42 #

Muss mich nochmal mit dem Thema beschäftigem. Habe es auch nocht nicht richtig erfasst.
Steam ist nix unabhängiges oder nix Geschaffenes auf Basis einer allgemeinen Konvention, das ist schon klar.
Ich las hier aber auch von begrenzten Einheiten, eindeutiger Zuordnung, dass könnte mit Steam zumindesz simuliert werden. Was matürlich gar nicht ginge, das Spiel aus dem Steam Regal rausnehmen.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 1. Februar 2022 - 6:38 #

Es kann niemand verhindern, dass unbegrenzte KOPIEN erstellt werden. Das will auch niemand mit NFT erreichen. Insofern muss ich da auch nix erklären. Ohne die "Fantasie-Landschaft von NFT" geht es aber auch nicht, ORIGINALE zu begrenzen. Wie man "Kopie" und "Original" bei absolut identischen Digitalojekten unterscheiden kann, dafür muss ich dich mit auf eine gedankliche Reise nehmen... bitte folge mir ins 24. Jhd.:

Es gibt inzwischen den Replikator der Enterprise. Damit könntest du nun unzählige Kopien der echten Mona Lisa erstellen, die selbst auf subatomarer Ebene absolut identisch sind. Kein Mensch könnte das "Original" von einer "Kopie" unterschieden. Was müsstest du nun tun, um das Original-Bild, dass tatsächlich von Leonardo Da Vinci gemalt wurde, von den Replikator-Kopien abzugrenzen, damit dessen kultureller und monetärer Wert erhalten bleibt?

Nun, du musst das Original in einen Tresor einschließen! Am besten einen Tresor aus Glas, damit die Welt das Kunstwerk im Original weiterhin betrachten kann. Den einzigen Schlüssel für den Tresor erhält der Eigentümer (Leo da Vinci Junior, der XVII.). Die ganze Welt weiß nun: Das Bild im Glastresor ist das Original, alle Mona Lisas außerhalb des Glastresors sind nur Kopien. Leo der XVII. kann nicht verhindern, dass sich Leute weitere Mona Lisas replizieren, aber solange sich die Welt einig ist, dass das Original im Glastresor liegt, sind alle Kopien wertlos.

Wenn Leo der XVII. nun Geldsorgen hat, kann er das Eigentum an der Original Mona Lisa verkaufen. Er übergibt den Tresorschlüssel an den neuen Eigentümer, bekommt dafür viel Geld (es ist ja immerhin ein Original da Vinci!). De facto erhält der neue Eigentümer damit aber auch nur das Recht, die Original Mona Lisa anzuschauen und sein Namensschild an den Glastresor zu kleben - denn sobald er das Bild aus dem Glastresor rausnehmen würde, wüsste niemand mehr, was Original oder Kopie ist und damit wären sofort alle Mona Lisas wertlos, sogar die echte.

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Zurück ins 21. Jhd.: Du erschaffst als Künstler ein Digitalobjekt, die MonaLisa2. Du packst das Werk in einen Glastresor (= uploadest das Objekt auf einen Ethereum-Server, erstellst einen Hashwert) und prägst daraus einen einzigartigen Tresor-Schlüssel aka NFT, der in der Blockchain verewigt wird. Die ganze Welt weiß nun: Das Digitalobjekt im Glastresor ist das Original, alles andere sind Kopien. Du kannst nicht verhindern, dass sich Leute Kopien von der MonaLisa2 abspeichern, ausdrucken, verändern. Aber solange sich die Welt einig ist, dass das Original im digitalen Glastresor liegt, sind alle Kopien wertlos.

Wenn du willst, kannst du das Eigentum verkaufen. Dazu gibst du den Schlüssel aka NFT weiter und bekommst Geld dafür (wenn jemand bereit ist, dafür zu zahlen). Der neue Eigentümer kann mit MonaLisa2 nicht viel machen, denn würde er etwas am Digitalobjekt ändern, stimmt der Hashwert nicht mehr. Verschiebt es es auf einen anderen Server, stimmt der Link nicht mehr. In beiden Fällen würde der Schlüssel/NFT nicht mehr passen. Das Original wäre damit so wertlos wie alle anderen Kopien.

Und voilá, das Kunststück ist vollbracht! Du hast aus einem Digitalobjekt ein einzigartiges Original gemacht und alle anderen Instanzen zu wertlosen Kopien degradiert.

Um dem kulturellen, monetären und ideellen Wert der MonaLisa2 auch noch einen PRAKTISCHEN Wert zu verschaffen, könntest du als der Creator der MonaLisa2 (du bist zufällig auch ein Gamedesigner, ha!) dem neuen Eigentümer erlauben, die MonaLisa2 in deinen Videospielen als Waffenskin zu verwenden. Aber nur dem Eigentümer des Originals! Dazu musst er beim Einloggen den Schlüssel vorzeigen und schwupps, hat er die texturierte Knarre in seinem Inventar. Die Textur ist natürlich auch nur eine wertlose Kopie, das Original ist ja weiterhin im Tresor und klar, du als Gamedesigner kannst jederzeit dein Spiel einstellen, dann ist auch die texturierte Knarre weg. Aber die Original-MonaLisa2 im Tresor bleibt davon unberührt. Und wer weiß? Vielleicht wird der neue Eigentümer irgendwann so weltberühmt wie Elvis, Madonna oder Jesus und dann wollen seine Fans unbedingt etwas Einzigartiges von ihm kaufen. Zum Beispiel das Original der MonaLisa2.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 1. Februar 2022 - 10:06 #

Jain.

Ja, du hast ne Datei die sagt es ist "deins". Obs das Original wirklich ist. Who knows?! Denn Nein, es ist digital und die Kopie der Kopie ist immer noch bis auf das i-Tüpfelchen die selbe Datei.

Dann ist da das Abhängigkeitsproblem: Was ist wenn die Server nicht erreichbar sind? Was ist wenn der Server platzt? Sagen wir die spielen nen Backup ein, ist dann nicht eigentlich das "Original" für immer verloren, weil ersetzt durch eine Kopie? Was ist wenn jemand den nicht veränderbaren eintrag null und nichtig macht und jemanden überträgt das auf nen neues NFT zum selben Gegenstand, nur das Du nicht der "Eigentümer" bist? Bei welcher Stelle mokierst du das? Ach ja, stimmt die gibt es nicht. Das ganze soll Denzentral sein. Dezentral heisst aber auch: Niemand kann wirklich eingreifen. Also müsste es (und ist es Defakto auch) nicht Dezentral, was heisst es gibt Gatekeeper. Die werden nicht gewählt, die müssen sich nicht bewerben. Das sind Young-Guns die sagen "Vertrau mir!".

Nebenproblem:
Wie stehts mit den ganzen: Wer sagt mir, das der, der angibt der Verkäufer dieser "Original" Datei auch derjenige ist, der das darf?!

Sobald da Geld ins Spiel kommt (und bei NFT und Co. dreht es sich nur ums Geld) kommen alle Gauner aus der Ecke gekrochen. Bzw. beim Jetzt-Stand, sind da mehr Gauner als ehrliche unterwegs.

Ich kann mich an keine Technik erinnern, die gleichzeitig so gehyped wurde und gleichzeitig jeden Tag mit Lug, Betrug und Diebstahl von sich reden macht.

Wenn Web3 mit NFT, Crypto & Co. die Zukunft ist, dann Gut Nacht Marie.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 1. Februar 2022 - 23:21 #

>>> Was ist wenn die Server nicht erreichbar sind? Was ist wenn der Server platzt?

Pech. Der Luvre in Paris kann schließen oder abbrennen, dann ist die Original Mona Lisa futsch. Das ändert aber nichts daran, dass die Mona Lisa wertvoll ist und einen Eigentümer hat.

>>> Sagen wir die spielen nen Backup ein, ist dann nicht eigentlich das "Original" für immer verloren, weil ersetzt durch eine Kopie?

Eine wirklich gute Frage! Ich würde sagen: ja. Von der echten Mona Lisa könnte ich ja auch kein Replikator-Backup in einen neuen Glastresor legen, falls der erste Tresor platzt.

>>> Was ist wenn jemand den nicht veränderbaren eintrag null und nichtig macht (...) bei welcher Stelle mokierst du das?

Da sind wir bei Akzeptanz und Vertrauen, das sich in den nächsten Jahren erstmal bilden muss. Heute gebe ich meine Goldbarren (harhar) vertrauensvoll einer Bank, weil ich glaube, dass die mein Eigentum gut absichern. Wenn dann doch Diebe das Bankschließfach ausrauben, kann ich schwer beweisen, dass da pures Gold drin war und nicht nur Schokotaler. Und in den AGBs der Bank ist zudem geregelt, was und wie ich im Fall der Fälle an Schadenersatz geltend machen kann. Das steckt bei NFT alles noch in den Kinderschuhen, es gibt diese "vertrauenswürdigen Banken" imho noch nicht. Deswegen halte ich ja auch jeden für verrückt, der da mehr als ein paar Spaß-Euro in ein NFT investiert. In ein paar Jahren denke ich da vielleicht anders.

>>> Wer sagt mir, das der, der angibt der Verkäufer dieser "Original" Datei auch derjenige ist, der das darf?!

Das würde ich so handlen wie in der Echtwelt. Wenn mir an einer dunklen Straßenecke eine echte Rolex für 50 Euro angeboten wird... mähhh, da würde ich dankend ablehnen. Einem zertifizierten Händler mit jahrelanger Reputation, Expertisen, Zertifikaten etc. glaube ich. Klar, auch der kann mich bescheißen, aber die Chancen sind besser, dass ich wirklich ein Original bekomme.

>>> Jetzt-Stand, sind da mehr Gauner als ehrliche unterwegs

Ich hab da keinen Überblick. Ich kann ja mal versuchen, auf OpenSeas ein NFT zu minten mit dem GG-Logo und es Jörg als Original anbieten... ^^ Ich denke, Jetzt-Stand ist, dass sehr viele Leute einfach ausprobieren, was geht. Manche aus Neugier, manche mit bösen Absichten. Wenn man so will, sind NFT noch in der Krabbelgruppe und nicht jedes Kind, dass mit Spielsachen um sich wirft, ist ein Sith-Lord.

>>> Ich kann mich an keine Technik erinnern, die gleichzeitig so gehyped wurde und gleichzeitig jeden Tag mit Lug, Betrug und Diebstahl von sich reden macht.

Das "Internet"?

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 2. Februar 2022 - 2:39 #

Ich gebs auf bei Dir, Du hängst mir da in den Sumpf zu tief drin und ich habe so ziemlich alles zu NFT gesagt, was es da zu sagen gibt.

Wenn Du jetzt noch aufhören könntest die Verpeilten Echtwelt-Gegenstände mit digitalen zu vergleichen, wäre das nice.

Viel Glück mit deinen NFTs.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 2. Februar 2022 - 5:49 #

Ich besitze keine NFT, werde in absehbarer Zeit keine besitzen und brauche daher deine Glückwünsche nicht. Trotzdem danke! ^^

Und eigentlich wollte ich DIR das abstrakte Konzept von Eigentum an digitalen Dingen vermitteln. Denn die Idee dahinter ist sehr spannend. Was genau willst du jetzt aber "bei mir aufgeben"? Mich davon zu überzeugen, dass NFT in der jetzigen Form nicht nachhaltig sind oder den Käufern keinen realen Nutzwert bringen? Dass es überall Betrüger gibt, wo leichtes Geld zu holen ist? Ja sorry, dann war dein Unterfangen von Anfang an komplett sinnlos, denn du musst mich nicht von etwas überzeugen, was ich schon lange weiß. Nur weil ich ein Thema kontrovers diskutiere und mit plakativen Beispielen verdeutliche, heißt das nicht, dass ich diese Sache "toll" finde. Aber so ein Platonischer Dialog scheint heutzutage auch ein zu abstraktes Konzept zu sein...

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71374 - 1. Februar 2022 - 12:06 #

Das wart zuminderst schpn formuliert. Hast du mal überlegt, Kurzgeschichten oder so zu schreiben? Dass du Kolumnen kannst, wissen wir ja. ;-)

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 1. Februar 2022 - 12:12 #

Jedenfalls habe ich das Thema jetzt endlich auch etwas mehr erfasst.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 1. Februar 2022 - 23:28 #

>>> Hast du mal überlegt, Kurzgeschichten oder so zu schreiben?

Joa, schon :) Ich hab da was Halbfertiges in der Schublade, das ich als User-Artikel auf GG einstellen will. Irgendwann.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71374 - 1. Februar 2022 - 23:38 #

Aha, interessant... wobei die Q-Lumne "Vorking Hard" ja schon ein bisschen in die Richtung ging. :-)

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 31. Januar 2022 - 16:15 #

Ok, kannste mir einen NFT zeigen, einen, in dem nicht auf ein Objekt verlinkt wird, sondern wo echter Code drin ist? Assetcode? Texturcode?

Diesen Humbug lese ich jetzt schon so oft, da geht einen die Hutschnur hoch.

Wie stellst Du dir das vor? Die haben ne Textur von 200 MB und die kloppen sie dann in nen Smartcontract? Die dann in der Blockchain ist. Die jeder auf seinen Rechner hat? Ich stelle mir gerade vor WoW macht das und 10 Millionen Leute kaufen sich jeweils ein NFT mit ner einzigartigen Rüstung und die Rüstungstextur wandert in den Smartcontract. So auf einen Schlag haben wir 10 Millionen * 1 MB Zeugs das alles zumüllt. Und wenn nen Fehler irgendwo steckt und der Contract lässt sich nicht ändern, ... hui, soooo much fun.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 31. Januar 2022 - 16:53 #

Ich hab nie behauptet, dass die Digitalobjekte, zu denen ein NFT erstellt wurde, selbst Bestandteil der Blockchain sind - insofern verstehe ich deine Aufregung nicht.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 31. Januar 2022 - 17:54 #

"Wenn ein Spielebetreiber NFT-Objekte rausgibt " ... dann solltest Du deine Wortwahl überdenken.

Der gibt dann auch keine Daten raus, sondern nur einen Link auf sein Objekt.

Und dann fällt schon das Kartenhaus, "ich nehme mein Zeug in ein anderes Spiel mit" komplett zusammen.

War das nicht eines von diesen Super-Features von NFT?

Mo von Wimate 19 Megatalent - P - 14565 - 31. Januar 2022 - 20:06 #

Innerhalb eines Anbieteruniversums müsste ich einen einzigartigen Skin doch mitnehmen können, oder?

Wenn ich jetzt z. B. in WoW einen Pac-Man Skin kaufe, dann könnte Blizzard mir doch garantieren, dass ich der Einzige bin, der den Skin im gesamten Blizzard Universum hat. Das heißt ich könnte den auch in Diablo 4 mitnehmen und im (gerüchteweise vorhandenen) Multiplayerpart als Pac-Man rumlaufen.
Abgesehen davon, dass das durch die unterschiedlichen Grafikstiele durch eine automatische Umrechnung mistig aussehen wird und durch eine professionelle manuelle Anpassung vom Anbieter wahrscheinlich recht teuer wird.
Eine weitere Frage die entsteht wäre doch: Was passiert wenn zwei Anbieter fusionieren?
Stellt euch mal vor, ich habe bei Microsoft viiiiieeeeellll Geld gelatzt um in Halo und anderen Microsoft Games als Pac-Man rumzulaufen und du hast das gleiche bei Blizzard getan. Plötzlich kauft Microsoft die Firma Blizzard auf. Schon haben zwei Leute das gleiche einzigartige Recht auf Aussehen wie Pac-Man im Microsoft-Blizzard Universum gekauft.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12986 - 31. Januar 2022 - 21:40 #

Das ganze würde nur reibungslos funktionieren bei so einer Situation:

Das eine Programm, als auch das andere Programm müssen von ihrer Architektur quasi Zwillinge sein, jede kleinere Abweichung führt zu Konflikten oder ist schon perse technischer Humbug aka Wahnsinn.

Echtwelt Szenario: Du spielst sagen wir WoW-Classic und Blizzard nimmt jetzt exakt das selbe Spiel und nennt es SoW - quasi das selbe nur mit Science Fiction Assets - der Rest ist identisch. Dann hättest Du ne chance, dein digi-NFT-Item da verlustfrei rüber zu schieben.

Aber selbst dann haste Probleme - nicht umbedingt Anzeige / Code Probleme - sondern: Wie willst Du als Spieleentwickler die Ökonomie in den Griff kriegen, wenn von Heute auf Morgen jemand ins Spiel platzt, der 1000 Items ins Spiel wirft. Oder was halten deine Mitspieler davon, wenn Du in dem Science-Fiction ableger mit ner Robin Hood ausrüstung rumrennst?

In der Theorie kannst Du (fast) jedes Asset aus jedem Spiel in ein anderes packen (wobei eine 4k Textur in einem Dwarf Fortress ASCII-Set wohl das Spiel sprengen würde). Dafür braucht es aber Programmierer die das möglich machen. Dafür braucht man aber auch kein NFT. Das könnte eine Company intern lösen ohne NFT.

Das über mehrere Companys zu machen, sagen wir ne Waffe aus Assassins Creed Valhalla mitnehmen nach Call of Duty, würde es erfordern das beide Seiten Programmierer abstellen die das Möglich machen. Und eine der Companys hat kein Geld gesehen, weil Du hast das Ding ja nur bei einen der beiden gekauft, die andere Company arbeitet dann for free - das will ich sehen. :) Umgekehrt wird auch witzig, wenn Du mit deinem M249 Maschinengewehr in Valhalla rumrennst. Könnte das SPiel etwas ... ändern?

Hope you get my drift. ;)

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 89809 - 31. Januar 2022 - 14:08 #

*kopfkratz* Weder durch den Artikel noch durch die Kommentare bin ich schlauer, ob ich sowas wirklich brauchen könnte. :/

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 68668 - 31. Januar 2022 - 14:09 #

Da bist du nicht allein. :D Aber ich hab da jetzt auch zu wenig Interesse dran, um mich da tiefer reinzulesen oder irgendwelche Videos anzuschauen.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 31. Januar 2022 - 17:25 #

Ja hier ebenso.
Habe versucht mir mal Fragmente daraus zu erklären.

Crizzo 19 Megatalent - P - 16101 - 1. Februar 2022 - 18:26 #

Ach so geht das https://twitter.com/PinkWug/status/1486759538359472130?s=20&t=8BjqTkPDpMfN5fCZKbtD7A

Jörg Langer Chefredakteur - P - 439560 - 2. Februar 2022 - 13:48 #

Aus einer aktuellen privaten Mail eines geschätzten Spieleveteranen: "NFT ist die Abkürzung für „Nur Für Trottel“ – inzwischen sollte doch jeder wissen, wie Pyramidenschema funktionieren."

Gibt auch meine persönliche Meinung wieder, ich verstehe nicht, wie man theoretischen Nutzen und praktisches Ausnutzen trennen kann. Fand aber das Für und Wider hier im Thread, mit ganz unterschiedlichen Standpunkten und unterschiedlichen Kompetenzen, mit teils plausiblen, teils fantastilionischen Analogien, sehr interessant und lesenswert, danke insbesondere an Rüdiger, JamisonWolf, Q-Bert und Moriarty :-)

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 2. Februar 2022 - 20:30 #

Das fand ich auch toll hier zu lesen.
Und ich warte nun auf den Tag, an dem ein großer Publisher ein begehrtes neues Spiel nur noch zu begrenzter Stückzahl zur Verfügung stellen wird um dann Höchstpreise bei den Erstkäufern zu erzielen. Die ja dann nach dem Durchspielen zu Sammlerpreisen und oder Höchstpreisen weiterverkaufen können und der Publisher an diesen Transaktionen jeweils mitverdient. Evtl dürfen die Käufer und späteren privaten Weiterverkäufer auch gnädigerweise gensu eine Kopie behalten und nur genau ein Image weiterverkaufen. Dann ist der Anreiz des Weiterverkaufs noch größer.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 2. Februar 2022 - 21:45 #

Davon hätte der Publisher mMn relativ wenig. Die Menschen, die hohe Summen für (digitale) Anlageprodukte investieren können und wollen, sind in aller Regel keine klassischen Gamer, die gerne mal ein Wochenende durchzocken. Dann liegen diese exklusiven Spiele in den Händen von ein paar wenigen Investoren, Hedgefonds, Superreichen, die einzig auf die Wertsteigerung aus sind. So entsteht kein "Kult" um ein Spiel, da es ja fast niemand spielen kann. Multiplayer kann man sowieso vergessen, dazu braucht man Massen an gleichzeitigen Spielern. Ohne Kult gibt es keine Wertsteigerung - und damit ist das Ding tot.

Normalerweise werden die wesentlichen Umsätze bei Gamesverkäufen in den ersten Wochen nach Release gestätigt (F2P mal ausgenommen) - weil da auch das Medien- und Käuferinteresse am größten ist. Die Wertsteigerung bei reinen Anlageobjekten entsteht aber ja idR erst im langfristigen, immer teureren Weiterverkauf. Selbst wenn der Publisher bei jedem Weiterverkauf eine Provision erhält, sind diese Einnahmen nicht planbar und kommen viel zu spät, um das nächste Spiel zu finanzieren.

Einem Peter Molyneux würde ich noch am ehesten zutrauen, dass er eines seiner Witzspielchen auf 1000 NFT-Exemplare limitiert, aber bei großen Publishern oder seriösen Entwicklern sehe ich das nicht. Die brauchen die Masse.

Was ich mir dagegen sehr gut vorstellen kann, ist eine Art digitale Sammleredition, wo 1000 "Original-Exemplare" parallel zum normalen Release auf Steam & Co. erscheinen. So wie manche Autohersteller auf eine Sondermodell Nummern von 1/999 bis 999/999 eingravieren, damit ein stinknormales Serienauto besonders teuer verkauft werden kann an Leute, die das Auto dann doch nie fahren. Das könnte auch bei Spielen klappen.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 2. Februar 2022 - 22:13 #

Ne so ist das nicht gemeint.
Aber angenommen ein Spiel würde von 5 Millionen Menschen gekauft,
dann macht der Publisher eine Auflage von 4 Millionen.
Dann kann der Gamer über die Zugangssoftware seinen Preis vor Launch angeben und kommt auf eine Auktionsliste. Die Top 4 Millionen bekommen das Game sofort.
Dann geht der Preis ggf schon gut hoch.

Nicht so gering begrenzen, wie in deiner Annahme.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 38739 - 2. Februar 2022 - 22:59 #

Ach so, also das Angebot nur gering verknappen, damit so eine Art virtuelle "Reise nach Jerusalem" entsteht und sich die Leute um die letzten Exemplare kloppen :)

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 2. Februar 2022 - 23:07 #

Keine Ahnung.
Mindestpreis ist der Launchpreis, vielleicht 45 Euro.
Wer mehr bereit ist zu bezahlen, gibt das an und rückt in der Liste höher.
Dann werden 4 Mio Exemplare veröffentlicht an die Top 4 Mio gebotenen Preise inklusive des Rechtes zum Weiterverkauf.
Am Weiterverkauf profitiert der Publisher.
Frag mich nicht wie das Schreckensmodell aussehen könnte. Ich hoffe, es wird nie Realität, NFT etc

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 2. Februar 2022 - 23:53 #

Obwohl, für die ganz krassen Leute gibt es mit Auflage 10.000 Stück dann die Version des Spieles, in der Geralt in Witcher 7 ein goldenes Schwert führt.
Mit garantierter Wertsteigerung des Spiels im Spieledepot.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71374 - 3. Februar 2022 - 10:53 #

Limitierte Collectors Editions mit speziellen Items gibt es doch aber schon lange. Wieder stellt sich mir die Frage, warum dafür auf einmal NFTs und Blockchain brauchen soll. ;-)

Crizzo 19 Megatalent - P - 16101 - 3. Februar 2022 - 11:31 #

Weil man gerne das Problem haben will, was Blockchain in einem Anwendungsfall löst.

thoohl 19 Megatalent - - 19511 - 3. Februar 2022 - 12:50 #

Für mich war das Thema inhaltlich neu und ich fand es hier gut in der Diskussion beschrieben. Diese finsteren Fantasien zu den Preismodellen kamen mir dann selbst.

Neu wäre dann die Möglichkeit des Publishers, den Preis höher zu treiben und am Weiterverkauf jeweils mitzuverdienen...

Die Gamer könnten gelockt werden, mit der Möglichkeit ihrerseits Spiele weiterzuverkaufen....
Ich hoffe, es bleibt bei meinen verdorbenen Fantasien. Aber wie im Thread oben von einigen Usern geschrieben, richtige Anwendungen wüsste ich auch nicht, außer solch Übles...