Geld stinkt nicht

Geld stinkt nicht Meinung
Teil der Exklusiv-Serie Die Hengst-Chroniken

Die Hengst-Chroniken #41

Michael Hengst / 28. Juli 2022 - 16:47 — vor 4 Tagen aktualisiert

Teaser

Wieso Studio-Eigner aus Russland mit Bann belegt werden und viele Firmen den russischen Markt boykottieren, nicht aber Firmen mit chinesischen oder saudischen Investoren: Dem geht Michael Hengst nach.
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Der Krieg in der Ukraine dauert bereits fast ein halbes Jahr. Und er hat natürlich negative Auswirkungen auf so ziemlich alle Bereiche des Wohlstandslebens. Die zu Beginn noch so vielbeschworene Einheitlichkeit der Weltbürger (die es nie wirklich gab, sind wir uns ehrlich) ist mittlerweile ausgereizt. Bei der realen Möglichkeit im Winter zu frieren, hohen Speiseölpreisen und steigenden Spritkosten hört die Solidarität mit den Kriegsopfern plötzlich ganz schnell auf. Laut aktuellen Umfragen sind über 30 Prozent der Bundesbürger gegen weitere Sanktionen, in den neuen Bundesländern gar über 50 Prozent, wenn eben die Strafen Probleme in der Energieversorgung und/oder der Wirtschaftsleistung Deutschlands nach sich ziehen. Da ist dem Michel die Jacke doch näher als die Hose. Diese offen zur Schau gestellte Heuchelei ist leider auch in der Videospielbranche zu beobachten.

Der anhaltende Krieg hat eben nicht nur Auswirkungen auf Leib und Leben, sondern betrifft selbstverständlich die Spieleentwicklungen in den beteiligten Ländern. So hat erst kürzlich die Mannschaft von GSC Game World Global (Stalker 2) ein Video veröffentlicht, in dem gezeigt wird, wie die Entwickler vor Bomben fliehen, hastig Büros räumen oder statt am Spiele-Code zu werkeln in Uniform und mit MG an der Front auf den nächsten Angriff warten. Zahlreiche bekannte Studios haben mit ukrainischen oder russischen Entwicklern zusammengearbeitet und sich nun teilweise ...

126 Kommentare

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Veröffentlicht am 30.05.2022: Die Worte "Game Over" sind jedem hier ein Begriff. Der Pixel-Tod ist Teil des Spieler-Lebens. Doch nach einem fatalen Blick in den Kalender kommt Michael Hengst ins Grübeln über das reale Game Over.

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Michael Hengst 28. Juli 2022 - 16:47 — vor 4 Tagen aktualisiert
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Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 28. Juli 2022 - 16:47 #

Viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!

Funatic 19 Megatalent - - 15892 - 28. Juli 2022 - 17:06 #

Da muss ich doch deutlich widersprechen! Natürlich ist es moralisch und menschlich verwerflich, schlimm und inakzeptabel, wie in China, Katar und ähnlichen Staaten mit der Bevölkerung bzw. Minderheiten umgegangen wird ABER es ist doch nochmal etwas völlig anderes, wenn ein souveräner Nachbarstaat angegriffen, die Bevölkerung bombardiert und klar gesagt wird, dass man diesem Land das Existenzrecht abspricht! Das man in so einem Fall nochmal völlig anderes reagiert und reagieren “MUSS” dürfte jedem klar sein.
Man kann leid nicht mit anderen leid aufwiegen und jedes einzelne Schicksal, jeder Tote und jedes Folteropfer ist eines Zuviel. Trotzdem kann man die einzelnen Fälle nicht über einen Kamm scheren und populistisch “Es geht doch nur ums Geld” rufen. Das ist dann leider doch zu einfach.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6899 - 28. Juli 2022 - 17:21 #

Word!

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 28. Juli 2022 - 17:25 #

Ehrlicherweise würde kein Hahn danach krähen, würde Saudi-Arabien dem Jemen sein Existenzrecht absprechen. Mit der Ukraine trifft es halt unseren Nachbarn, daher sind wir, auch durch massive mediale Beschallung, mehr involviert im Thema.

schwertmeister2000 17 Shapeshifter - - 6774 - 30. Juli 2022 - 9:56 #

WORD!

Ich kann diese moralische Empörtheit auch nur zu gewissen Teilen verstehen.
Die Sache mit der Moral hat wie immer zwei Medaillienseiten.

Wenn China in Taiwan einfällt, kaufen wir dann nie wieder Hardware die direkt oder indirekt aus China kommt (Computer, Grafikkarten, Handys, generell Mikroelektronik),
um China moralisch zu boykottieren und sie mit unseren Sanktionen in die Knie zu zwingen *ein Schelm der Böses denkt dabei*

JA das was in der Ukraine passiert ist schrecklich.

NEIN, desshalb müssen wir als deutsche nicht unsere Arbeitsplätze und unseren Wirtschaftsstandort gefährden nur weil es die Grünen von den Dächern schreien, um dann 10x teureres Gas in Flüssigform aus USA / Canada in Schiffen #Stichwort Ökologischer Fußabdruck# einschiffen zu lassen.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 30. Juli 2022 - 12:37 #

Hätten wir auf die Grünen gehört, wären wir jetzt nicht abhängig von russischen Gas. Die Energiewende wurde bewusst verschleppt und selbst nach 2014 wurden Projekte wie Nord Stream 2 weiter vorangetrieben. Jetzt die Grünen für die teureren Preise verantwortlich zu machen, blendet die Vergangenheit komplett aus. Unser Wirtschaftsstandort ist auch nicht gefährdet, weil es die Grünen von den Dächern schreien, sondern weil uns Putin das Gas abdreht und wir von Vollidioten wie Heiko Maas regiert wurden:

"Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die erneute harte Kritik von US-Präsident Donald Trump an der geplanten Gaspipeline Nord Stream 2 zurückgewiesen. "Es gibt keine Abhängigkeit Deutschlands von Russland, schon gar nicht in Energiefragen", sagte Maas am Mittwoch am Rande der UN-Generaldebatte in New York im Gespräch mit Reportern.
[...]
Maas sagte dazu nun, die Bundesregierung werde "nicht müde werden", dieser Kritik die "echten Fakten entgegenzusetzen". Die Pipeline sei "kein politisches Projekt", sondern in erster Linie ein wirtschaftliches."

https://www.welt.de/newsticker/news1/article181680718/Energie-Maas-weist-Trumps-Kritik-an-Nord-Stream-2-zurueck.html

Sein Parteikollege Sigmar Gabriel hat derweil zugesehen wie kritische Gasinfrastruktur an russische Staatskonzerne verhökert wurde und seine Parteikollegin Manuela Schwesig hat mit einer sogenannten Klimaschutzstiftung die US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 unterlaufen.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 30. Juli 2022 - 13:16 #

Das ist teilweise richtig, vor allem die Kritik an den Roten. Hat sich aber für alle gelohnt. Man schaue nur, wo ein Gabriel jetzt hockt oder wer immer noch im Amt ist. Dazu eine Verteidigungsministerin, die nicht weiß, was ein Panzer ist.

ABER: Es sind auch "die Grünen" die dann wiederum gegen LPG Terminals, Atomkraft oder (vor Ort) Stromtrassen sind.

Die Problematik von Schlagschatten wird jetzt auch einfach "wegentschieden", so wie man auch Corona politisch plötzlich abgeschafft hat.

Mit Ruhm hat sich da niemand bekleckert. Und dass da jetzt ein Habeck ("Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.") mit in der Verantwortung ist macht die Sache nicht besser.

Eine pragmatischer Ansatz, der politische Ideologie außen vorlässt und versucht, wirtschafftlich, politisch und ökologisch das beste für Deutschland rauszuholen, fehlt nicht erst seit gestern.

Crizzo 19 Megatalent - P - 17090 - 30. Juli 2022 - 20:10 #

Warum sollte man auch für LPG Terminals und Atomkraft sein? O.o

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 30. Juli 2022 - 20:40 #

Naja, statt Putins Gas! Gas wird noch gebraucht, irgendwo muss es herkommen. Atomkraftwerke sorgen für Strom, dann muss man weniger Gas verstromen. Und innerhalb von wenigen Jahren kann man auch nicht plötzlich ganz Deutschland mit Solar- und Windstrom versorgen. Dafür gibt es weder Trassen noch Platz noch Speichermöglichkeiten. Darum wollte man ja Gas als "Brückentechnologie", zumal viele Leute auch mit Gas heizen. Und, außer in darauf ausgerichteten oder für sauviel Geld energetisch sanierte Häuser (die danach im worst case schimmeln) sind zum Beispiel die jetzt populären Wärmepumpen sehr ineffizient und verbrauchen Unmengen Strom.

Unter anderem deshalb sollte man für LPG Terminals (war ich vor 2014 nicht, da ineffizienter als Putin-Gas) und Atomkraft sein :) Beides kommt jetzt auch, nur kommt beides zu spät.

Wenn man das schon hätte, würde jetzt nicht eine Kommune nach der anderen den Schwimmbadbetrieb einstellen, Warmwasser in den Duschen abstellen ("Schüler duschen eh nicht, Sportler sollen zu Hause duschen") usw.

Auch Kretschmann sagt zumindest, man müsse eine Laufzeitverlängerung "sehr nüchtern und rational prüfen und entscheiden". Der ist aber auch Ministerpräsident in einem Industrieland und nicht der typische grüne Wähler, der in der Stadt wohnt, eine Tomatenpflanze auf dem Balkon hat, zur Marketingagentur radelt und auf dem Weg seinen 100% Fairtrade Starbucks Kaffee im mitgebrachten Bambusbecher schlürft (ja, leicht überspitzt; aber nur leicht ;)).

Crizzo 19 Megatalent - P - 17090 - 30. Juli 2022 - 21:12 #

Achso, jetzt, wo der Karren seit Jahren in den Dreck gefahren wurde, ja da macht das LPG Sinn, wäre ja ärgerlich, wenn man jede 2. Wohnung mit Gas heizt und das dann ausgeht und die Industrie aus Großverbraucher macht auch ordentlich Druck.
AKWs sollte man imho weiterhin abschalten, der Streckbetrieb bringt in der Summe nicht mehr kWh, scheint mir immer noch die sicherste und günstigste Lösung zu sein an der Abschaltung festzuhalten und so wirklich brauchen tun wir die paar kWh auch nicht.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 30. Juli 2022 - 21:31 #

Es hätte VORHER Sinn gemacht.

Es wird nur jetzt erst panisch und unter Druck an Dingen gearbeitet, die man vor Jahren hätte angehen müssen.

Das sind glaube ich immer noch 6 Prozent der Stromerzeugung. Und wenn man Gas möglichst reduzierr will, ist das schon wichtig. Wenn es denn sinnvoll verlängerbar ist. Nachdem es anfangs unmöglich war, sagen immer mehr es ist.kein Problem. Hieß ja auch anfangs, Masken bringrn nix (gab auch keine oder nur sauteure), dann wurden sie Pflicht. Und bringen ja vermutlich was. Will damit sagen: Was gerade von Politikern in Situation 1 behauptet wird, ist nicht immer die Wahrheit.

Außerdem: Überall um uns herum werden AKW gebaut. Da nützt uns unser Abschalten im worst case nix. Und Atomstrom ist jetzt grün und wird unter anderem von deutschem Steuerzahkergeld gefördert. Da muss ein kompletter Kurswechsel her.

Crizzo 19 Megatalent - P - 17090 - 30. Juli 2022 - 22:01 #

Sinn ergeben hätte mehr Wind und Solar und weg von fossilen Energieträgern. Und einfach die Gaskeaftwerke abschalten können wir auch nicht, 14% hängen an Fernwärme...es wurde aber aus Profitgier, Geiz und Dummheit alles getan, damit auf Gas und Kohle weiterhin gesetzt wird, ganz vorne Bayern, warum die wohl jetzt ihr AKW behalten wollen.

Und schau dir mal die Zuverlässigkeit der AKW in Frankreich an. Da laufen teilweise bei heißen Tagen nur mit 40-50% der Kapazitäten und es wird....Trommelwirbel...immer wärmer.
Also unzuverlässige, unsichere, teure Kraftwerke ohne Entsorgungskonzept braucht niemand...

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 31. Juli 2022 - 11:30 #

Letztlich zeigt schon dein Beitrag das Dilemma: Unsere Politik. Danach einerseits so klug, AKW abzuschalten (imho aus völlig falschen Gründen), andererseits zu dumm, mehr zu Wind und Solar zu gehen.

Genau mein Punkt: Es fehlt KOMPLETT an einem schlüssigen Gesamtkonzept mit diversifizierten Energiequellen. Keine Ahnung, ob wir Gaskraftwerke abschalten können, dass weniger Gas verstromt wird, wird oft aus der Politik gefordert (wieder ein Fall dummer Politiker?).

Klar hätte man auch mehr Richtung Wind und Solar gehen müssen, wo möglich und sinnvoll. (Wird aber ja auch oft genug von vor-Ort-Grünen verhindert) Nur wo kommt zum Beispiel die Grundlast her. Auch jetzt stehen ja ständig immer wieder Windkrafträder still. Auch, wenn es nicht stürmt. Sondern schlicht, weil man mit dem Strom nix anfangen kann.

AKW in Frankreich interessieren mich erstmal nicht, die ärgern mich nur, wenn sie jetzt mit deutschem Steuergeld gebaut werden. AKW in Deutschland interessieren mich. Und jetzt importiert die EU (klar, das sind kleine Mengen, es wird aber getan, als sei es die Rettung) Strom aus den AKW der korrupten Ukraine, das kann es ja auch nicht sein.

Teuer ist auch der grüne Strom, sonst müsste man ja für "grüne Bahntickets" (gibt's die noch?) keinen Aufpreis zahlen, die wären dann ja billiger :D

Crizzo 19 Megatalent - P - 17090 - 31. Juli 2022 - 12:19 #

Die AKWs in Frankreich bzw. dessen Probleme beim Betrieb sollte man sich schon anschauen, um bewerten zu können ob das für unseren potentiellen Weiterbetrieb auch zu erwarten ist.
Und klar, verkackt hat man den Atomausstieg dahingehend, dass Union und FDP 2011 das entschieden haben (Söder war sehr stark dafür, inkl. Rücktrittsdrohung) und man seit 11 Jahren keinen vernünftigen Ersatz geschaffen hat bzw. viel auf Gas gesetzt hat, was jetzt ein Problem hat. Komisch, haben ja selbst halt keine nennenswerten Vorkommen.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 37611 - 31. Juli 2022 - 13:05 #

Das wird hier zu spezifisch - bitte im Forum oder via PN weiterdiskutieren.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 31. Juli 2022 - 12:35 #

Ja, die Grünen sind gegen Atomkraft. Aber der Ausstieg wurde 2011 von der CDU beschlossen. Wenige Monate bevor das letzte AKW vom Netz geht mit einer Laufzeitverlängerung anzukommen, wirkt einfach wie Populismus. Ein AKW ist in Deutschland nur bis 256 Millionen Euro versichert. Bei einem GAU reicht das vielleicht für das Porto der Beileidschreiben. Warum dieses Risiko eingehen, wenn es auch Alternativen gibt und es eigentlich schon einen gesellschaftlichen Konsens gab aus der Atomkraft auszutreten?

ds1979 18 Doppel-Voter - - 9641 - 28. Juli 2022 - 18:11 #

Syrien ist auch ein eigener Staat. Da kräht auch keiner rum, wenn türkische, russische oder amerikanische Flugzeuge Bomben drauf werfen, oder wie Erdogan mal eben Truppen rüberschicken. Also ist es doch Heuchelei, so ehrlich können wir wenigstens sein.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16359 - 28. Juli 2022 - 18:33 #

Doch, da krähten eine ganze Menge Menschen rum. Du hast es vielleicht nicht mitbekommen, aber es gab einiges an Protesten, inklusive Demos in Großstädten.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 426773 - 28. Juli 2022 - 19:05 #

Es ist auch Heuchelei so zu tun, als ob einem jeder Mensch genauso wichtig wäre oder nahesteht wie jeder andere. Nicht mal innerhalb der eigenen Familie dürften den meisten die eigenen Eltern, Geschwister oder die eigenen Kinder genauso nahestehen wie die Tante oder der Cousin. Was nicht heißen soll, dass manche vielleicht auch der Onkel nähersteht als der eigene Vater. Von daher ist es keineswegs unmenschlich, wenn einem die Menschen etwa in der Ukraine wichtiger sind als die in China – oder von mir aus auch umgekehrt.

Funatic 19 Megatalent - - 15892 - 28. Juli 2022 - 19:16 #

Das kann man dich gar nicht vergleichen! In Syrien führt ein Diktator einen Bürgerkrieg gegen das eigene Volk und Syrien ist leider Heimat/Rückzugsort für Terroristen, die von dort aus Angriffe ausführen. Es gibt dort viele Konfliktherde, Interessenlagen und Parteien.
Die Ukraine ist einfach nur ein Land, dass einen westlichen Lebensstil möchte und dafür eine Invasion durch Russland erlebt.
Übrigens wurde wochenlang in allen Medien über Syrien berichtet…leider ist es wie immer und die Reporter sind zur nächsten Katastrophe weitergezogen.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 29. Juli 2022 - 1:03 #

Die Ukraine führt seit 8 Jahren einen Bürgerkrieg gegen das eigene Volk, seit dem Regierungsumsturz 2014. Über 10.000 Zivilisten sind dabei ums Leben gekommen! Zum Vergleich: Bisher gibt es etwa 5100 getötete Zivilisten durch den russischen Angriffskrieg.

Die Ukraine ist eben NICHT einfach nur ein Land, das einen westlichen Lebensstil möchte, sondern ein zerrissenes, korruptes und extrem armes Land. Zerissen, weil die Westukraine zum Westen gehören will, die Ostukraine aber zu Russland. Korrupt, weil die Ukraine auf dem Korruptionsindex nur knapp vor Russland steht (Russland 71, Ukraine 68, Belarus 59, USA 33, Deutschland 20...). Extrem arm, weil das Durchnittseinkommen unter 300 Dollar pro Monat liegt - die Ukraine ist das mit Abstand ärmste Land Europas, selbst in Russland ist das Durchschnittseinkommen 3x so hoch.

Quellen:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/russland-ukraine-konflikt-chronologie-der-stationen-seit-2014,Sxn0fgj

https://www.laenderdaten.info/korruption.php

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1297855/umfrage/anzahl-der-zivilen-opfer-durch-ukraine-krieg/

Funatic 19 Megatalent - - 15892 - 29. Juli 2022 - 6:32 #

Die Ukraine führt einen Bürgerkrieg gegen das eigene Volk?! Ich hoffe doch wirklich, dass du den Krieg auf der Krim und im Donbas, der nicht gegen das eigene Volk, sondern gegen von Russland gesteuerte Separatisten geführt wird nicht als Bürgerkrieg bezeichnest. Die “grünen Männer” die plötzlich auf der Krim erschienen sind waren keine Ukrainer! Generell was ist denn das für ne Argumentation von dir?! Die Ukraine ist arm und Korrupt, von daher ist es doch gar nicht so schlimm, dass Putin einmarschiert und durch Bomben und Raketen ein bissel für Ordnung sorgt oder was?

Lurking_Horror 18 Doppel-Voter - - 12013 - 29. Juli 2022 - 9:33 #

Genauso wie Reichsbürger und Querdenker trotzdem deutsche Bürger bleiben, auch wenn man sie vielleicht eigentlich gar nicht mehr haben möchte, bleiben auch ukrainische Separatisten ukrainische Bürger. Und wenn man dann mit Artillerie darauf schiesst, dann führt man Krieg gegen das eigene Volk, und der Begriff Bürgerkrieg ist durchaus gerechtfertigt.

Und nein, niemand hat behauptet dass die Umstände Krieg rechtfertigen. Das war nur dein eigenes Argument bezüglich Syriens.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 29. Juli 2022 - 9:46 #

Die sogenannten Seperatisten bestehen aus 3.000 russischen Offizieren und einer niedrigeren fünfstelligen Anzahl an Kämpfern. Darunter befinden sich mit Sicherheit auch Ukrainer, aber das Sagen haben die Russen. Donezk hatte einen modernen Flughafen und ein tolles Fußballstadion, auch wirtschaftlich ging es den Leuten gut. Da wollte keiner diesen Krieg.

thoohl 20 Gold-Gamer - - 20204 - 29. Juli 2022 - 9:50 #

Was wäre eigentlich Deine Sichtweise, um den derzeitigen Krieg in der Ukraine zu beenden?

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 29. Juli 2022 - 10:32 #

Militärisch kann Russland den Krieg nicht gewinnen. Ich würde aber nicht ausschließen, dass sie mit Geheimdienstoperationen die aktuelle ukrainische Regierung ausschalten können. Dann wäre es möglich, dass das Land im Chaos versinkt und Frieden ein ferner Traum wird.

Im Idealfall erobert die ukrainische Armee alle Gebiete zurück, die sie seit dem 24. Februar verloren hat. Dann wäre Russland möglicherweise zu Verhandlungen bereit. Den Frieden könnten dann UN-Blauhelmsoldaten sichern. Der stete Nachschub an westlichen Waffen und die fehlenden Ersatzteile in Russland könnten den Krieg zu Gunsten der Ukraine wenden. Die hohe Anzahl an Gefallenen dürfte auch den Druck im Innern erhöhen.

Lurking_Horror 18 Doppel-Voter - - 12013 - 29. Juli 2022 - 10:09 #

Oh ja. In der Westukraine kriegt die gesamte russische Armee kein Bein auf den Boden, nicht zuletzt wegen des unerschrockenen Wiederstands der Bevölkerung.

In der Ostukraine hingegen reicht eine niedrige fünfstellige Anzahl hauptsächlich ausländischer Kämpfer, um derselben Zivilbevölkerung plus der gesamten ukrainischen Armee 8 Jahre lang stand zu halten.

Tut mir leid, ich glaube da eher ganz bestimmt nicht übermäßig russlandfreundlichen Experten wie Kissinger oder Scholl-Latour, die schon früher dem Osten der Urkaine eine größere Nähe zu Rußland attestiert hatten.

Und nein, niemand wollte Krieg. Das hat auch niemand behauptet. Beide Seiten wären sicherlich hochzufrieden gewesen, wenn die jeweils andere Seite auf den Einsatz militärischer Mittel verzichtet hätte.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 31. Juli 2022 - 22:20 #

Nein, das sind Russen, die in der Ukraine leben und deshalb der Meinung sind, sie stünden auf russischem Boden.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 29. Juli 2022 - 9:34 #

Das Land ist nicht zerrissen, auch die Menschen im Osten fühlen sich als Ukrainer. Insbesondere nach dem Angriffskrieg hat Russland auch die letzten Sympathien bei den Menschen dort verspielt. Russland versucht allerdings Russen in den eroberten Gebieten anzusiedeln und die Ukrainer auszusiedeln. Mit diesem Bevölkerungsaustausch könnte es tatsächlich gelingen dort langfristig eine pro-russische Bevölkerung zu haben. Ist auch keine neue Taktik. Viele Russlanddeutsche, die in den 90ern zurück nach Deutschland gezogen sind, hatten ihre Wurzeln nicht im Osten der Sowjetunion, sondern in der Westukraine. In den 20ern hat die Sowjetunion die deutschsprachige Bevölkerung einfach umgesiedelt.

roxl 18 Doppel-Voter - P - 11813 - 29. Juli 2022 - 15:30 #

Völlig richtig. Es gebe noch weitere Punkte (Nato-Osterweiterung, Ignorierung russischer Interessen, Minsk2 etc.) die den russischen Einmarsch nicht rechtfertigen aber zumindest aus Sicht der Russen nachvollziehbar erscheinen lassen.
Leider werden diese Ansätze in den hiesigen Medien mit keinem Wort erwähnt. Wer sie trotzdem anspricht, wird ausgegrenzt.
Entsprechend ist auch der Kenntnisstand vieler Leute erbärmlich tief.
Kanäle wie RT und Sputnik -alternative Sichtweisen und Propaganda- wurden verboten. Man hält die eigenen Bürger für so ungebildet und naiv, dass ihnen Alternativen zum eigenen Narrativ nicht zuzumuten sind. Stattdessen schwere Waffen und ökonomischer Selbstmord. Ist den Leuten eigentlich bewusst, dass schwere Waffen direkt töten? Dass grosse Reichweiten Sicherheitszonen nach Westen zwangsläufig erweitern und die Zerstörungen intensivieren und vorantreiben? Dass der Krieg und damit Leid und Tod auf unbestimmte Zeit verlängert wird? Alles unter dem Damoklesschwert einer atomaren Eskalation.
Es gibt keine vernünftige Alternative zu raschen Verhandlungen. Und da muss sich auch die Ukraine bewegen. Politische Autonomie der Separatistengebiete und glaubwürdige Neutralität.

Korruptionsindex 68 - wenigstens wissen wir jetzt welche westlichen Werte uns den Arbeitsplatz kosten und den Ar*** abfrieren lassen. Man tut ja sonst nix.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 30. Juli 2022 - 8:12 #

Einen Tag nachdem Russland und die Ukraine über Getreidelieferungen verhandelt haben, hat Russland den Hafen von Odessa angegriffen. Russland selber bezeichnet Verhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt als sinnlos. Wie soll man mit jemandem verhandeln, der nicht vertrauenswürdig ist?

Minsk II war ein Diktatfrieden, der die Existenz russischer Truppen in der Ostukraine geleugnet hat. Wenn jemand ein Grund hätte sich über das Abkommen zu beschweren, dann wäre es die Ukraine.

RT und Sputnik verbreiten Fake News, nicht nur über den Krieg, sondern auch über Impfungen, Migration etc.. Wenn wir nicht irgendwann eine derart gespaltene Gesellschaft wie die USA haben wollen, sollten wir da wachsamer sein. Gilt natürlich nicht nur für russische Medien, gibt auch hierzulande genug Sachen wie Auf1 und Servus TV, die wissentlich Lügen verbreiten. Verbote können umgangen werden, daher sollte lieber die Medienkompetenz gestärkt werden. Viele Menschen können Falschnachrichten nicht von echten Nachrichten unterscheiden.

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 30. Juli 2022 - 8:13 #

Haben eure Diskussionen eigentlich noch Etwas mit Spielen zu tun?

Funatic 19 Megatalent - - 15892 - 30. Juli 2022 - 8:21 #

Find die Argumentation “Schwere Waffen töten, Verlängern den Krieg, man sollte lieber verhandeln” einfach super!
Natürlich töten schwere Waffen! Und zwar russische Agressoren die mit ihren schweren Waffen auf die Zivilbevölkerungen der Ukraine schiessen! Die vom Westen gelieferte Waffen werden genutzt damit sich die Ukraine VERTEIDIGEN kann!!! Mein Gott echt! Und natürlich wird der Konflikt dadurch verlängert! Was wäre denn die Alternative? Zuschauen wie die russische Armee eine Stadt nach der anderen ausbombt, Kriegsverbrechen wie in Butscha verübt und langsam die ganze Ukraine einnimmt?!
Und dann noch zu dem Punkt “man sollte lieber Verhandeln”:
Angenommen dein Nachbar kommt mit seinen 8 erwachsenen Söhnen auf dein Grundstück, haut dir aufs Maul, zündet dein Auto an, bedroht deine Kinder und sagt, dass dein Garten jetzt ihm gehört, da würdest du dich natürlich mit ihm an einen Tisch setzen und mit ihm verhandeln, dass er deinen Garten behalten kann aber bitte nicht noch dein Haus angreift oder? *headdesk*

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 28. Juli 2022 - 23:18 #

Die Ukraine war ein prosperierender Staat mit einer demokratisch gewählten Regierung. Dessen Land nun Russland beansprucht. In Syrien ist ein Bürgerkrieg ausgebrochen, an dem sich dann auch Staaten wie die USA und Russland beteiligt haben. Aber niemand stellt das Existenzrecht eines syrischen Staates in Frage. Und als in Syrien Giftgas eingesetzt wurde, wurde darüber auch ausführlich in den deutschen Medien berichtet. Vielleicht liest Du einfach die falschen Zeitungen, wenn die Syrien in den letzten zehn Jahren immer nur mal am Rand erwähnt haben.

ds1979 18 Doppel-Voter - - 9641 - 28. Juli 2022 - 23:49 #

Und die Türkei Kurden ermordet. Ich lese genug Nachrichten, spar dir deine Belehrung. Es geht um Heuchelei.

thoohl 20 Gold-Gamer - - 20204 - 29. Juli 2022 - 8:35 #

Zu Syrien hätte ich vorher ganz spontan gesagt, es gab dort einen köpfeabschneidenen Staat, der das Land beanspruchte und gegen den gekämpft wurde. Seitdem kämpfen dort Regime, Amis, Russen, Terrorgruppen und Kurden gegeneinander vzw in Stellvertretung. Inklusive Feldzüge fremder Mächte gegen dortige Bevölkerung. Hm. Aber wenn ich das hier so lese, verhält es sich ganz anders.
Ein Trost für die dort zu Grunde gehende Bevölkerung, dass es ein Bürgerkrieg ist, und nichts mit der Ukraine zu tun hat.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 29. Juli 2022 - 9:39 #

Du hast doch behauptet, dass kein Hahn danach kräht, was in Syrien passiert. Und das stimmt einfach nicht. Über den Krieg Erdogans gegen die Kurden in Nordsyrien ("Operation Olivenzweig") wurde ausführlich in Deutschland berichtet. Von daher kann ich da beim besten Willen keine Heuchelei erkennen.

ds1979 18 Doppel-Voter - - 9641 - 29. Juli 2022 - 11:11 #

Berichte, Berichte, wo blieben die Sanktionen gegen Herrn Erdogan? Nein, der wird als Nato-Partner noch gebraucht und solange er keine 6 Millionen...ich spar mir den Rest, lebt du weiter in deiner Welt, ich bleib in meiner. Das nennt man aber HEUCHELEI!

DerBesserwisser 17 Shapeshifter - P - 6487 - 29. Juli 2022 - 11:22 #

Oder einfach Pragmatismus. Herr Erdogan sitzt leider derzeit am längeren Hebel.

ds1979 18 Doppel-Voter - - 9641 - 29. Juli 2022 - 11:42 #

Nichts dagegen, aber sich dann bitte ehrlich machen.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 29. Juli 2022 - 13:45 #

"Die USA hatten den Druck auf die Türkei am Montag innerhalb weniger Stunden deutlich verstärkt. Zwei Ministerien und drei Minister wurden mit Sanktionen belegt. Wegen der "destabilisierenden Handlungen der Türkei in Nordost-Syrien" würden Strafzölle auf Stahlimporte aus der Türkei auf 50 Prozent angehoben, erklärte Trump zudem. Washington will wegen der Militäroffensive auch "umgehend" Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit der Türkei abbrechen."

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_86622146/trotz-us-sanktionen-erdogan-setzt-seine-offensive-gegen-kurden-fort.html

Ist nicht so, dass es gar keine Reaktionen gab. Der türkischen Lira haben die Sanktionen auch nicht gut getan, die Inflation in der Türkei ist deutlich höher als in Deutschland.

ds1979 18 Doppel-Voter - - 9641 - 29. Juli 2022 - 14:02 #

Ja du hast vollkommen Recht, diese Sanktionen waren der volle Erfolg.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 37611 - 29. Juli 2022 - 14:07 #

Den Strang hier jetzt bitte einstellen oder via PN fortführen.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16359 - 28. Juli 2022 - 18:31 #

Ganz genau.

Und ich persönlich fände es gut wenn auch jene Staaten entsprechende Konsequenzen bekämen.

ds1979 18 Doppel-Voter - - 9641 - 28. Juli 2022 - 18:37 #

Tolle Idee, aber die mächtigen Staaten haben daran keinerlei Interesse. Eine Weltregierung wie in Star Trek ist halt Utopie.

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 28. Juli 2022 - 19:00 #

Und dort gab es diese auch erst nach einem vernichteten Dritten Weltkrieg, der, wenn wir die Eugenischen Kriege mit einrechnen, mit Pausen über Jahrzehnte wütete.

ds1979 18 Doppel-Voter - - 9641 - 28. Juli 2022 - 22:06 #

Ich glaube hörst zufiele Star Trek Podcasts, oder ich zu wenige.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 220408 - 28. Juli 2022 - 18:41 #

Ist der Jemen kein souveräner Staat? Naja, Michael hat Recht, "Da ist dem Michel die Jacke doch näher als die Hose."

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6899 - 28. Juli 2022 - 19:06 #

Was da im Jemen läuft ist doch deutlich komplexer als Russlands Krieg gegen die Ukraine. Ähnlich verhält es sich in Syrien. Da sind etliche verschiedene Konflikte auf diesen Staatsgebieten parallel im Gange, schwer bis überhaupt nicht vergleichbar.

Jamison Wolf 19 Megatalent - P - 13312 - 29. Juli 2022 - 11:55 #

Ich hab mir stecken lassen, die Amerikaner rennen auch gerne rum und verteilen "Demokratie" und "Menschenrechte", ob man will oder nicht. Da wird dann nicht immer umbedingt gleich ins Land eingefallen, aber die Chef-Riege gerne mal ausgetauscht durch Pro-US Personal.

Das ist jetzt ein bissle natürlich Whataboutism. Mich stört aber auch die aktuelle Situation "Russen=Böse", "Wir=Gut". Am Ende dreht sich alles um Macht und Geld. Darunter leidet am Ende immer die Bevölkerung und ein paar werden stinkend Reich und bekommen dann Jahre später Postwendent ein Ehrenabzeichen, nen Doktor oder sonstwas, weil sie evtl dann 0.1% des angerafften Besitztes irgendwo hin spenden.

Eigentlich will ich hier gar nicht politisch werden und eine Lanze brechen für die Russen noch viel weniger. Ich sehe aber wie die Nato und Co. sich immer weiter reindrängen und den Leuts gefährlich auf den Pelz rücken. Was dachte man da, was da irgendwann passieren wird? Die Gorbatschow-Nummer? Die lösen Russland auf und werden ... ja, was eigentlich? Der Antrag der Russen um Natomitglied zu werden wurde ja weggelacht.

Ich hab für den Mist auch keine Lösung und ich mir tuts auch leid mit den Bürgern da. Das alles kommt aber nicht von ungefähr und genug Player in dem Ding sind doch super froh wie das gerade läuft. Its a Shitshow.

Burtchen Freier Redakteur - P - 866 - 28. Juli 2022 - 19:15 #

Danke für die Kolumne! Das ist eines von diesen Themen, wo es wie so oft keine richtig guten Antworten gibt. Wäre es moralisch geboten, Geld aus der Volksrepublik und dem Königreich sehr kritisch gegenüber zu stehen und doch mal eine Duftprobe zu machen?

Absolut, uns insbesondere mit China ist der Westen(TM) eine strategisch sagen wir mal ungünstige Verbindung eingegangen. Sowohl auf individueller Firmen-Ebene - was im Risiko-Management jeder größeren IT- und Auto-Bude Alarmglocken im Dauermodus schellen lassen sollte - als auch volkswirtschaftlich mit der, sagen wir mal, etwas naiven "Wandel durch Handel"-Vorstellung rund um die WTO-Aufnahme Chinas.

Und tatsächlich ist es natürlich so, dass im Falle Russlands tatsächlich jene Sanktionen primär durchgeführt werden, die "uns" gar nicht so sehr nerven, zumindest im Vergleich. Auf China übertragen, heißt das aber: Peking steht praktisch am Gashahn ganzer anderer Volksrepubliken.

Wiederum andererseits gilt der Klassiker "Es gibt keine Gleichheit im Unrecht" bzw., wie Funatic im vorherigen Kommentar schreibt, verbittet sich das Aufwiegen von Leid und der damit verbundene Whataboutism so einfach. Die bestehenden Geschäfte mit China sind per se natürlich keine _Rechtfertigung_ für weitere Handel-ungen mit Eher-nicht-so-Rechtstaaten. Und ja, alles leichter geschrieben als getan.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 426773 - 28. Juli 2022 - 18:17 #

Ernstgemeinte Frage: Gab es je mal ein richtig geiles Spiel eines russischen Entwicklers, von Tetris mal abgesehen? Mir fällt spontan echt keines ein. Die (wenn auch oft krass verbuggten) tollen Spiele aus Osteuropa kommen alle nicht aus Russland, sondern aus Polen, Tschechien und anderen ehemaligen Ostblockstaaten und wenn aus Ex-UDSSR-Ländern, dann aus der Ukraine (4A Games, GSC Game World usw.), aus dem Baltikum oder von mir aus auf Weißrussland, wenn man den Kram von Wargaming gut findet.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 28. Juli 2022 - 18:34 #

So spontan fällt mir nur Heroes of Might and Magic V ein, dass damals von Nival entwickelt wurde.

Cyd 20 Gold-Gamer - P - 21238 - 28. Juli 2022 - 19:41 #

Sudden Strike (Fireglow Games) wäre wohl noch nennenswert.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 28. Juli 2022 - 19:49 #

DCS World von Eagle Dynamics.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 28. Juli 2022 - 19:59 #

Blitzkrieg, Loop Hero

Jonas S. 20 Gold-Gamer - P - 23156 - 28. Juli 2022 - 20:06 #

Escape from Tarkov. ;-)

MadMaximus 17 Shapeshifter - P - 7302 - 28. Juli 2022 - 20:56 #

Schon etwas älter, aber das damals recht gelungene Remake/Reboot "Kings Bounty: The Legend".

EDIT: Boah. Zu lange gearbeitet heute. War natürlich als Antwort an Benjamin gedacht. :-D

wooks 16 Übertalent - - 4842 - 29. Juli 2022 - 10:03 #

Genau.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 28. Juli 2022 - 23:23 #

Hab mal in meine M!Games-Datenbank geschaut. Einen Award (Wertung >84%) hat nur Black Book erhalten.

https://store.steampowered.com/app/1138660/Black_Book/

Cut the Rope (charmantes Handyspiel) kommt auch aus Russland.

Vidar 19 Megatalent - - 15012 - 29. Juli 2022 - 8:10 #

Pathfinder 1/2 (Owlcat)? Escape from Tarkov?
Wobei erste anfang dieses Jahres Russland eh schon verlassen haben und die Tarkov Entwickler glaube ich ihren Hauptsitz ebenfalls verlegt haben.

Dann och so schöne Kleine Indie Games/RPGs wie Encased, Atom RPG, Black Book, Graveyard Keeper oder Beholder ect...

thoohl 20 Gold-Gamer - - 20204 - 28. Juli 2022 - 18:46 #

Interessant geschrieben.

Manche Zeilen find ich daneben oder ich verstehe ggf eine Zuspitzung, Ironie etc darin nicht.

"Bei der realen Möglichkeit im Winter zu frieren, hohen Speiseölpreisen und steigenden Spritkosten hört die Solidarität mit den Kriegsopfern plötzlich ganz schnell auf..Da ist dem Michel die Jacke doch näher als die Hose."

Wenn das wirklich so gemeint ist, hätte ich als Michel dann gerne eine staatlich gelenkte Ressourcenverteilung für die eigenen Bürger. Wie das in einem Krieg üblich ist. Und nicht einen liberalisierten Markt, der in einem Krieg anscheinend liberalisiert bleibt.
Sehr zynisch deine Sichtweise. Der Deutsche hat zu frieren, zu zahlen und seinen Mund zu halten, oder wie?
Edit. Die Erklärung gibt es ja noch, "offen zur Schau gestellte Heuchelei". Ernsthaft?

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 28. Juli 2022 - 19:10 #

Ich würde dem Artikel auch recht deutlich widersprechen. Dem was Russland da gerade verbricht ist nur auf einer strategischen und langfristigen Ebene beizukommen.

Das aktuelle mediale Klein-Klein, jeden Meter vorwärts oder rückwärts durchzuinterpretieren, der ganze intellektuelle Whataboutismus "Die anderen sind doch auch böse" usw. geht doch an der Sache ziemlich vorbei und füttert maximal ein paar Befindlichkeiten.

Nur zur Erinnerung die halbe Welt musste sich mit einem der schlimmsten Schlächter auf diesem Planeten, Josef Stalin, zusammentun um das 3. Reich in absehbarer Zeit unschädlich machen zu können. Man stelle sich, vor die orthodox antirussischen Bedenkenträger hätten sich damals durchgesetzt.

Bei all dem unendlichen Elend was die Menschen trifft, sollte man vielleicht im Auge behalten, dass Russland sehr gut in der Lage ist, diesen Konflikt auf Jahrzehnte, wenn nicht generationsübergreifend mit all seinen negativen Konsequenzen inklusive Wirtschaftskrieg durchzuziehen. 1500 eingekesselte Soldaten oder ein paar zehntausend tote Soldaten ändern für Putin überhaupt nichts. 2 Monate Krieg auf Sparflamme und es geht weiter. Glaubt tatsächlich irgendjemand an kurzfristige Verträge über Getreideexporte?

Wenn es jetzt ein paar russische Entwickler vom Markt fegt, ist das nicht ungerecht, sondern ein notwendiger kleiner Stein in einer hoffentlich gut durchdachten großformatigen Strategie um diesem dreisten Angriff auf die Weltordnung auf lange Sicht erfolgreich entgegentreten zu können.

antares 17 Shapeshifter - - 6262 - 28. Juli 2022 - 20:37 #

Uns wird auch gar nichts anderes übrig bleiben, schon allein deshalb, weil die russischen "Ambitionen" weit über die Ukraine hinaus gehen.

Gorkon 19 Megatalent - - 16610 - 28. Juli 2022 - 21:45 #

Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Weil die Ukraine um die Ecke liegt. Was in China und Arabien passiert ist weit weit weg. Das geht uns nichts an und berührt uns nicht. Zudem hat, unter anderem, die Chip-Krise Aufgezeigt, wie abhängig "der Westen" von China ist. Zudem wissen jetzt alle, wie teuer das Leben wird, wenn auch die nach China ausgelagerte Produktion wieder in "den Westen" verlegt wird.

-Stephan- 14 Komm-Experte - P - 2076 - 28. Juli 2022 - 21:59 #

Schwieriges Thema.

Ich finde es gut, dass es bezüglich des Krieges tatsächlich viele Firmen und Unternehmen gibt, die Konsequenzen gezogen haben. Und ich finde es auch wichtig, dass man da zusammenhält. Auch wenn es oft genug schwer fällt, aber da ist zumindest in der westlichen Welt eine gewisse Einigkeit vorhanden, mit der ich so nicht gerechnet habe. Das lässt zumindest hoffen.

Und ja, ich wäre auch gegen mehr Sanktionen gegen China, keine WM in Katar und natürlich ist in vielen Bereichen auch eine Menge Heuchlerei dabei. Das fängt teils vor der eigenen Haustür an, seien es Klamotten hergestellt in Drittländern für einen Hungerlohn.

Eine WM Vergabe beispielsweise an ein Land mit aus unserem Verständnis unmenschlichen Arbeitsbedingungen ist für mir aber, und das hört sich böse an, immer noch eine Nummer kleiner als ein größenwahnsinniger Diktator, welcher einem freien Staat gerade versucht das Existenzrecht zu nehmen. Welche Auswirkungen das noch annehmen kann, dürfte ein jeder wissen, der sich ein wenig in Geschichte auskennt.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 29. Juli 2022 - 3:03 #

Ginge es um Geld, würden wir in Europa nicht massivste Wohlstandsverluste in Kauf nehmen und unsere energieintensiven Kernindustrien ruinieren, für... ja, für was eigentlich? Russland hat aktuell keine Inflation, der Rubel hat sich kräftig erholt. Dank der massiv gestiegenen Rohstoffpreise vierdient Russland über 13 Milliarden Dollar MEHR pro Monat mit seinen Exporten als vor den westlichen Sanktionen. Nein, ginge es ums Geld, müssten wir sofort alle Sanktionen einstellen.

Es geht auch nicht um Moral. Die ist uns schon lange abhanden gekommen, sonst würden wir illegale Angriffskriege in Libyen, Syrien, Irak, Jemen etc. nicht mit irrwitzigen, moralischen Verrenkungen weißwaschen - als ob man den Wert von Menschenleben in Entfernungskilometern messen könnte... was für ein rassistischer Schwachsinn!! Wir müssten russische UND amerikanische Präsidenten als Kriegsverbrecher einsperren und nicht Wistleblower wie Julian Assange. Unsere Moral ist so im Arsch, dass wir sogar ein ganz neues Wort erfinden mussten, um Vergleiche unserer eigenen Verbrechen mit denen anderer Staaten zu ächten: Whataboutism. Der Whataboutism-Vorwurf ist die Persil-Vollmacht aller Heuchler und Pharisäer, die das eigene Gewissen nicht nur sauber, sondern rein waschen und trotzdem Dreck auf andere schleudern wollen.

Worum geht es also dann? Warum verbannen wir russische Games, russische Sportler, russische Künstler, kurz: alles Russische aus unserem kulturellen Leben? Vielleicht deshalb, weil es sich leichter auf Menschen schießen lässt, mit denen man absolut nichts mehr gemein hat.

Ich hab letzten Monat "Tunguska - The Visitation" gekauft. Ein S.T.A.L.K.E.R. in Isoperspektive von einem russischen 1-Mann-Studio. 13,99 auf Steam, mein Beitrag für den Weltfrieden:
https://store.steampowered.com/app/1601970/Tunguska_The_Visitation/

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 29. Juli 2022 - 6:14 #

Das war vor gut 80 Jahren keinen Deut anders und dennoch bist auch du heute froh, dass es damals nicht gelungen ist, die Weltordnung zu verändern.

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 29. Juli 2022 - 7:26 #

Es wurde die Weltordnung verändert, denn mit dem Niedergang Europas ab 1914 begann der Aufstieg zum US-amerikanischen Jahrhundert.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 29. Juli 2022 - 7:37 #

Aber nicht im Sinne des dritten Reichs.

thoohl 20 Gold-Gamer - - 20204 - 29. Juli 2022 - 8:54 #

Wenn die Verantwortlichen tatsächlich auch auf solchen Positionen verharren, dann wirds mit einem Friedensvertrag glaube ich schwierig.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 29. Juli 2022 - 8:59 #

Eine langfristige Strategie braucht es schon.

thoohl 20 Gold-Gamer - - 20204 - 29. Juli 2022 - 9:07 #

Die zeichnet sich ab: Atombomben aufeinander ausrichten!?
Neue Wirtschaftsräume*, neue Stellvertreterkriege?
Im ungünstigsten Fall, der große Knall?

Ich würde empfehlen, den Russen weiter direkt ins Angesicht zu sagen, sie seien Adolf H. . Das lässt auf eine Verhandlungslösung hoffen.

*wo wir dann Energie herbekommen, schauen wir dann mal, aber wir wollen ja nicht heucheln

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 29. Juli 2022 - 19:07 #

Du möchtest mir Aussagen in den Mund legen, die ich nicht gesagt habe.

Es geht darum dass man, um sich gegen einen derartigen Angriff zu wehren, durchaus aus der Notwendigkeit heraus mit anderen Feinden verbünden können muss. So viel Differenzierung darf schon sein, und ich habe es an einem offensichtlichen Beispiel aus der Geschichte versucht deutlich zu machen.

Natürlich spielt langfristiger wirtschaftlicher Druck dabei eine wichtige Rolle, insbesondere wenn man Atombomben vermeiden will.

Es ist eben keine Heuchelei, sondern die Notwendige Absicherung der eigenen Handlungsfähigkeit, während man sich zu Recht wehrt.
Und zum Thema Heuchelei: Wenn der verurteilte Mörder dein Kind vor einem Strolch rettet und ihn dabei halb zu Brei prügelt, sagst du artig Danke, versprochen.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 30. Juli 2022 - 0:37 #

Interessant, dass du Parallelen zur Zeit vor 1945 siehst. Einer Zeit der Rassenideologie, der Über- und Untermenschen, der Bücherverbrennungen, der Ausgrenzung einer Gruppe von Menschen aus allen öffentlichen und kulturellen Bereichen, die dann in der größten Katastrophe der Menschheitsgeschichte, dem 2. Weltkrieg, eskaliert ist. Wir wissen, wo das hinführt - daher ist das ein gutes Argument, gegen kulturelle Ausgrenzung zu sein.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 30. Juli 2022 - 9:18 #

Ich sehe einige Parallelen bzw. Altlasten aus der Vergangenheit, betrachte die gegenwärtigen Identitätsbewegungen aufmerksam und erlebe gerade im sozialen Bereich, wo viele Kulturen zusammentreffen täglich Fälle von strukturellem Rassismus, meist nicht bewusst, gelegentlich sogar gut gemeint, was es leider nicht besser macht. Es gibt schon noch genug Parallelen um sich seiner Verantwortung für die Zukunft besser bewusst zu bleiben.

Ich wäre nicht zu locker mit dem Begriff kulturelle Ausgrenzung. Wenn man sich gegen den tätlichen Angriff eines Regimes wehrt, das offensichtlich für kulturelle Ausgrenzung steht und keineswegs davor zurückschreckt dafür eine Menge Menschen sterben zu lassen, dann bin ich nicht dafür, dieses Regime, dafür zu bemitleiden dass es sich gerade selber ausgrenzt.

Russland hat einen Krieg angezettelt und natürlich sind wirtschaftliche Sanktionen ein angemessenes Mittel um militärische Eskalationen zu erhindern.

Auch russische Spielentwickler sind Staatsbürger mit einer staatsbürgerlichen Verantwortung. Sich wegducken und zu bejammern, dass man kulturell nicht mehr im Ausland wertgeschätzt wird fände ich nicht akzeptabel.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 31. Juli 2022 - 5:36 #

Damit bin ich unter der Bedingung einverstanden, wenn wir in Zukunft genauso handeln, sobald einer unserer Verbündeten den nächsten Krieg anzettelt.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 31. Juli 2022 - 8:31 #

Den Agressionslevel muss man erstmal auf die Beine stellen. Truppenaufmarsch, Angriffskrieg, Vernichtungsrhetorik ... Wie wenn England sich Schottland mit Gewalt holen würde ... Mir fällt gerade außer der USA niemand in ein der dafür die Ressourcen hätte. Aber, ja, wer so handelt grenzt sich aus.

Am zündeligsten erscheint mir derzeit Erdogan, der jetzt aber schon zu spüren bekommt, dass es dann halt nicht mehr die "hochwertigen" Waffen gibt, wenn er sich unmöglich macht. Der neue Ton von Frau Baerbock beim Außenministertreffen ist mit Sicherheit keine solistische Aktion. Immerhin hört man im Vergleich zu ihren Bla Bla Vorgängern seit langem mal wieder ein paar wertegeleitete Aussagen.

Die allermeisten Provokationen, Abgrenzungen, wirtschaftlichen Vorteilsnahmen, Verantwortungsdrückereien und so fort sind leider so diffus bzw. im Zusammenhang so komplex zu erfassen, dass sie wie jede fortlaufende Interpunktion jederzeit von jeder Seite aus beliebig interpretiert werden können. Ein Fest für Foxnews. Da ist man immer der Verteidigende gegen die bösen Absichten der anderen.

Und auf der Ebene schließe ich mich auch vorbehaltlos der Ansicht an, dass da wirklich jeder Dreck am Stecken hat, und es meist nur um Geld und Macht geht. Dass der Wohlstand der westlichen Welt zum großen Teil auf Ausbeutung beruht, ist ja auch noch mal ein eigenes Thema.

Dennoch, wie ich oben schon meinte, im Krieg muss man mit den unmöglichsten Leuten paktieren können. Spieler der ersten Fallout Teile wissen das.

DerBesserwisser 17 Shapeshifter - P - 6487 - 29. Juli 2022 - 9:49 #

> keine Inflation, der Rubel hat sich kräftig erholt
Der Rubel ist stark staatlich reguliert, der aktuelle Wert ist von der aktuellen wirtschaftleistung / währungsbilanz enkoppelt
> gestiegenen Rohstoffpreise vierdient Russland über 13 Milliarden Dollar MEHR
Bedank dich bei den Saudis, die kaufen das ÖL billig auf. Russland muss aber auch sein Gas loswerden, und das kann es nur begrenzt > das heißt es muss früher oder später gasvorkommen verschließen (und das geht nicht mit Ventil zudrehen)
Wir machen das weil das die einzige Möglichkeit ist Russland zu sanktionieren. Das Problem ist nur, dass dies erst langfristig Wirkung zeigen wird. Der Verlust von Fachkräften, der Niedergang von jedweder Industrie die mit moderner Elektronik zu tun hat, der Anschub sich von fossilen Brennstoffen aus Russland unabhängier zu werden,etc.
Russland wird das noch ordentlich zu spüren bekommen, ist nur die Frage ob Putin das noch mitbekommt.
> . Der Whataboutism-Vorwurf ist die Persil-Vollmacht
Unfug, Whataboutism ist nunmal eine beliebte Strategie wenn man Argumentativ der Gegenseite nichts mehr 0entgegenzusetzten hat. Das gabs auch schon bevor der beknackte Anglizismus einzug hielt. Das dies auch als "Totschalgargument" genutzt wird ist wie bei allen anderen Techniken der zwischenmenschlichen Kommunikation normal.
>weil es sich leichter auf Menschen schießen lässt, mit denen man absolut nichts mehr gemein hat.
Wann soll das bitte passieren ? Ich bezweifle auch das die russische Bevölkerung dem "Durschnittsdeutschen" vor 5, 10 oder 20 Jahren weniger egal war als heute.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 30. Juli 2022 - 3:43 #

Putin kann ja nicht direkt den Wechselkurs des Rubels auf dem freien Markt bestimmen. Weil russische Banken aus dem SWIFT-System weitgehend ausgeschlossen wurden, gibt es nun einen "Zwangsumtausch" in Rubel für jeden, der mit Russland weiter handeln will (was 3/4 der Welt weiterhin tun). Dadurch ergibt sich eine hohe Nachfrage nach Rubel, damit steigende Kurse. Das Prinzip hat sich Putin von den USA abgeschaut, die nach dem 2. Weltkrieg dafür gesorgt haben, dass Erdöl weltweit fast ausschließlich in US-Dollar gehandelt wird. Wer Öl will, muss Dollar kaufen - wer russisches Öl/Gas will, muss nun Rubel kaufen. Alles nix neues.

Das Ergebnis spricht für sich:
Vor dem Krieg: 1 Rubel = 12 Cent
Nach der Invasion: 1 Rubel = 7 Cent
Aktuell trotz Sanktionen: 1 Rubel = 16 Cent, Höchststand seit 2017

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Es sind nicht nur die Saudis. Es sind ganz Afrika, ganz Südamerika und bis auf 3 Länder ganz Asien, die bei den Sanktionen gegen Russland nicht mitmachen und sich über billige Rohstoffe freuen. Hier ein Interview mit der Außenministerin von Südafrika. Es lohnt sich, mal über den Tellerrand zu schauen, wie der Rest der Welt auf Russland, den Krieg und die Sanktionen schaut:

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal-update/g7-suedafrika-verlangt-diplomatische-loesung-100.html

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Du tust so, als sei Whataboutism eine Erfindung von Putinverstehern, nur um von den Verbrechen Russlands abzulenken. Dabei ist (war?) es eine der größten Errungenschaften, einen allgemeingültigen Wertmaßstab zu schaffen, der alle Menschen gleich behandelt. Genau darum geht's doch bei Whataboutism: Gleiches Recht für alle - und das geht nun mal nur durch Vergleiche.

Aber genau das wollen viele eben nicht. Der Vorwurf von Whataboutism wurde etabliert, damit Ideologen ihre scheinheiligen Doppelstandards ausleben können. Und man braucht schon extreme Doppelmoral, wenn ein George W. Bush mit der Lüge von Massenvernichtungswaffen über 500.000 Menschen im Irak umbringen darf, Folterknaste in Guantanamo und Abu Ghraib unterhalten und Regime stürzen, ohne dass irgendwer auch nur auf die Idee käme, die USA deswegen zu sanktionieren - und dann aber erwartet, dass die ganze Welt bei Sanktionen mitmacht, wenn Putin die Ukraine überfällt. Weil... das darf man ja nicht vergleichen.

Der Denkfehler dabei ist zu glauben, dass Whataboutism irgendwie "pro Putin" wäre. Nein, Whataboutism ist "pro Westen", aber eben ein bessser Westen, der die eigenen Werte auch vorlebt, anstatt sie nur anderen diktieren zu wollen. In einer perfekten Welt wären wir alle Whataboutisten...

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 37611 - 29. Juli 2022 - 9:51 #

Dei von dir zitierten Mythen zur russischen Wirtschaft werden hier sehr gut untersucht: https://foreignpolicy.com/2022/07/22/russia-economy-sanctions-myths-ruble-business/

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6899 - 29. Juli 2022 - 9:57 #

Untersucht, eher zerstört.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 37611 - 29. Juli 2022 - 9:59 #

Ja, ich wollte aber dass es ohne Bias gelesen wird.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6899 - 29. Juli 2022 - 10:17 #

Verstehe, hab ich dann wohl ruiniert, Sorry.

antares 17 Shapeshifter - - 6262 - 29. Juli 2022 - 10:35 #

Danke für den Link zum Artikel, sehr interessant.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 30. Juli 2022 - 3:46 #

Ah ja, die Haus- und Hof-Gazette des US-Außen- und Verteidigungsministeriums. Den Artikel hab ich jetzt gelesen... mag sein, dass meine Einschätzung falsch ist. Es mag auch sein, dass solche ideologischen Faktenchecks die Welt ziemlich einseitig betrachten.

Ein Punkt in dem Artikel erscheint mir zumindest wenig logisch: Wenn Putin, wie in dem Artikel behauptet, so sehr davon abhängig ist, Öl + Gas nach Europa zu liefern und es nicht nach Asien umleiten kann, warum drosselt Putin die Lieferungen nach Europa sogar freiwillig? Will er uns bei den Sanktionen gegen Russland unterstützen?

Ein anderer Punkt ist arg selektiv: Wieso sollte ein Haushaltsdefizit von 2% des Bruttoinlandsprodukte für Russland ein Problem sein, damit würde Russland sogar die Maastricht-Kriterien erfüllen - im Gegensatz zu fast allen EU-Staaten. Italien liegt in den letzten Jahren bei einem Defizit zwischen 6-9%, Deutschland aktuell bei 3-4%.

Letztlich ist es für meine Argumentation völlig Wurscht. Es ging darum zu zeigen, dass es uns bei Sanktionen nicht ums eigene Geld geht, wie Michael Hengst in der Kolumne behauptet, sonst müssten wir anders handeln.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 29. Juli 2022 - 10:54 #

Niemand in Deutschland hat vor auf russische Menschen zu schießen. Weil wir nicht unsere Moralvorstellungen über alles stellen, haben wir in den letzten acht Jahren weiter Geschäfte mit Russland gemacht. Aber irgendwann ist eben eine Grenze überschritten. Es hat die Russen keiner gezwungen im größten Land Europas Massaker an der Zivilbevölkerung zu begehen. Das kann man auch nicht mit den Kriegen im Nahen Osten relativieren. Wenn Russland zu Europa gehören möchte, dann muss es sich anders verhalten. Zu viele sind immer noch in der Opferrolle aufgrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion und der darauffolgenden Armut in den 90ern. Gibt ja auch in Ostdeutschland genügend Menschen, die das der BRD nie verziehen haben und daher das ganze System stürzen wollen. Vielleicht sollten wir uns die Menschen in Ruanda als Vorbild nehmen, die nach einem furchtbaren Bürgerkrieg wieder im Frieden zusammen leben.

g3rr0r 16 Übertalent - P - 4723 - 29. Juli 2022 - 18:58 #

Also gibts doch noch denkende Menschen <3 Danke dafür

DerBesserwisser 17 Shapeshifter - P - 6487 - 29. Juli 2022 - 9:51 #

Wohlfühlartikel > der Westen ist bigott, nix Neues > bitte weitergehen

Alain 21 AAA-Gamer - P - 29761 - 29. Juli 2022 - 9:54 #

Ich bin enttäuscht vom Text.

Er ist eine einzige verwaschene Grauzone. Auf der einen Seite das „Mutterland des Co-Eigners“ - auf der anderen das Handeln eines faschistischen Staates (Russland).

Und wenn man über (China) Investments redet doch bitte nicht einfach ohne die Auswirkungen - zumindest noch ist China gegenüber Taiwan noch nicht in den Angriffskrieg übergegangen. Da doch lieber über die Auswirkungen wie (selbst)Zensur bspw. Bei Life is strange reden.

Da ist soviel in einen Topf geworfen, da lohnt es sich einfach gar nicht anzufangen zu diskutieren (was ich ja dann doch wieder teilweise gemacht habe).

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - - 10110 - 29. Juli 2022 - 10:49 #

"Denn warum werden nicht auch Firmen mit Eignern aus China geschasst? Weil die (noch) keinen Krieg gegen ein souveränes Land führen?"

Verkürzt und ganz simpel gesagt: Ja!
Womit dann auch der Rest der Kolumne weitgehend obsolet ist.

Jamison Wolf 19 Megatalent - P - 13312 - 29. Juli 2022 - 11:58 #

Bin ja eigentlich kein grosser Freund von den Hengst-Chroniken, lese aber trotzdem rein.

Kann das geschriebene aber in dem Fall so unterschreiben.

rofen 15 Kenner - P - 2817 - 29. Juli 2022 - 14:21 #

Interessanter Beitrag.

rofen 15 Kenner - P - 2817 - 30. Juli 2022 - 16:06 #

Nach einiger Diskussion hier muss ich sagen, ich bin enttäuscht von der Diskussion. Das liegt zu einem guten Teil auch an mangelndem Wissen, welches ich mir durch unsere Gesellschaft und Bildungssystem erkläre, aber auch durch mangelnde Zeit. Man kann sich heutzutage leider nicht mehr auf wenige Medien verlassen, und viele Medien mit gegensätzlichen Meinungen zu konsumieren kostet sehr viel Zeit, wovon wir abgehalten werden durch ständiges Arbeiten und Konsumieren. Ich habe trotzdem noch Hoffnung, denn einige Beiträge sind sehr gut.
Ich wünsche allen alles Gute, egal welche Meinung sie vertreten.

SimSinn 17 Shapeshifter - - 7126 - 29. Juli 2022 - 15:03 #

Selten so einen Schwachsinn gelesen.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 29. Juli 2022 - 16:26 #

Es geht doch nichts über sachlich fundierte Kritik!

SimSinn 17 Shapeshifter - - 7126 - 29. Juli 2022 - 17:52 #

Bei manchen Themen lohnt es sich einfach nicht zu argumentieren und zu diskutieren, wenn man merkt, dass das Gegenüber (der Autor) so fernab ist.

de_vipp 14 Komm-Experte - P - 2584 - 29. Juli 2022 - 22:05 #

Ein anderes aktuelles Problem ist, das sich einige schwer tun die Meinung anderer ohne Diskreditierung tolerieren zu können. (So kommt das zumindest bei mir an, bitte um Verzeihung sollte ich da was missverstanden haben, kein Witz)

Ein äußerst reflektiertes Vorgehen. Ich denke so kann am Ende die Welt ein besserer Ort werden. Ich bin ohnehin zunehmend beeindruckt über unser aller Methoden diese Art von Diskurs zu führen. Alles ist so herrlich emotional und aggressiv in diesem Land. Eine wahre Wonne. Immer gleich persönlich werden, so ists richtig.

SimSinn 17 Shapeshifter - - 7126 - 29. Juli 2022 - 22:50 #

Ich habe Michael Hengsts Geschwurbel als das bezeichnet was es ist. Nicht mehr und nicht weniger. Persönlich (!) angegriffen oder diskreditiert habe ich ihn nicht - dazu habe ich auch keinen Grund.

Es ärgert mich lediglich, dass so ein Text hier überhaupt veröffentlicht wird. Zum einen, weil es dem Autor erkennbar nur darum geht, seine mehr als fragwürdige, stark simplifizierte Sicht auf das Weltgeschehen kundzutun und die Bezüge auf die Gamingindustrie in der Kolumne lediglich ein Feigenblatt und Vehikel darstellen, GG als Plattform hierfür zu nutzen. Zum anderen, wie hier schon einige andere User zutreffend geschrieben haben, der Autor auf arroganteste Art und Weise den moralischen Zeigefinger schwingt, sich zeitgleich aber intellektuell völlig an dem von ihm gewählten Thema verhebt.

de_vipp 14 Komm-Experte - P - 2584 - 29. Juli 2022 - 23:23 #

Vielen Dank. Die Erläuterung hilft mir ein wenig zu Verstehen von wo der Wind wehte in deinen ersten Posts.

Mhmm intellektuell verhoben oder nicht, ich lebe nicht in der Erwartung das jeder Mensch den gleichen Intellektuellen "Stand" hat wie ich meine Ihn zu haben. Gleichwohl versuche ich Ihm trotz allem in gegebenen Maße auf "Augenhöhe" zu begegnen. Im Zweifel ergänze ich das ganze um die eine oder andere Frage oder Essenz oder Argumentation welcher Art auch immer. (Das wäre dann ein erfolgreicher Diskurs denke ich)

So gut ich deinen Punkt nun nachvollziehen kann und ebenso nicht die Meinung des Artikels wie er da steht in Gänze teile, so habe ich irgendwie das Gefühl dass du Lehrerhaft den Zeigefinger schwingst , abwinkst und beidrehst. (was wenn ich mir das in einem realen treffen vorstelle äußerst unangenehm wäre, wenn du verstehst was ich meine)

Mein Gelaber führt jetzt hier natürlich zu nichts, wenn du also magst kannst du das hier gerne Ignorieren, hab nur laute gedacht ^^

Harald Fränkel Freier Redakteur - P - 13436 - 30. Juli 2022 - 9:27 #

Ich finde ein Urteil á la "Selten so einen Schwachsinn gelesen" auch alles andere als konstruktiv und sozialkompetent. Mich würde so eine Bemerkung sehr verletzen. Wie ich Michael einschätze, steht der da drüber, aber man kann nie wissen.

Wenn du dich täglich in deinen Job reinhängst und immer 110% gibst, das Ergebnis dann aber so respektlos abgekanzelt wird, ist das meinem Empfinden nach indiskutabel und irgendwo auch ein persönlicher Angriff.

Warum ich das alles schreibe, obwohl manche Menschen diese Sicht nie verstehen werden und ich deshalb auf Diskussionen mit denen keinen Bock habe? Ich schreibe es für dich und euph, weil ihr euch auch an einem derlei arroganten Verhalten stört und dankenswerterweise dazwischengerufen habt.

So, und jetzt geh ich in die Stadt und hänge ein "Selten so beschissene Schnitzel gegessen, Herr Pferd"-Schild an die Tür des Metzgers umme ecke. Sieben Worte ohne große weitere Erklärung - mehr ist der Typ nicht wert. In dem Fall ist das völlig okay, weil es ja stimmt, weil ich das nun mal so empfinde, und den den Metzger nicht persönlich angreife, sondern nur sein Produkt.

Kristantras 09 Triple-Talent - P - 302 - 29. Juli 2022 - 15:52 #

Um einfach, wie viele Andere hier auch zu antworten:
Ganz einfach, weil Russland einen offenen Eroberungs/Vernichtungskrieg gegen die Ukraine begonnen hat und China glücklicherweise gegenüber Taiwai (noch) nicht.
Deshalb wird, völlig zurecht, mit zweierlei Maß gemessen.
Man sollte auch aufhören, das eine Unrecht mit dem anderen zu vergleichen oder zu verrechnen.
Und selbstverständlich interessiert uns das Schicksal in unserer Nachbarschaft mehr, als am anderen Ende der Welt. Das ist kognitiv auch vollkommen richtig, auch wenn es brutal klingen mag.

g3rr0r 16 Übertalent - P - 4723 - 29. Juli 2022 - 19:02 #

Es tut mir so unendlich Leid um die Menschheit, aber so dumm wie hier einige argumentieren ist wohl wirklich alles verloren...

antares 17 Shapeshifter - - 6262 - 29. Juli 2022 - 20:43 #

Naja, dein Kommentar trägt zur Rettung der Menschheit jetzt auch nicht unbedingt bei.

de_vipp 14 Komm-Experte - P - 2584 - 29. Juli 2022 - 22:07 #

Schließe mich obiger Meinung an. Ich denke das wichtigste bei Politischen Diskussionen ist, dass wir alle lernen unpersönlich und un-emotional zu debattieren. Alles andere führt nur zunehmend zu verschlossenen Türen und Zanke.

Viktor Lustig 17 Shapeshifter - - 8793 - 29. Juli 2022 - 22:01 #

Ich muss zugegeben, ich habe meinen Text immer wieder umgeschrieben, da ich zum einen keinen Roman verfassen wollte, zum anderen diese Kolumne einfach so nicht stehen lassen konnte. Warum konnte ich dies nicht? Weil sie mich ärgert. Sie ärgert mich, da in dieser Kolumne das unglaublich komplexes Thema der kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine, das dortige tägliche Sterben und die „westliche“ Reaktion, die Sanktionen darauf, auf die monetären Interessen des „Westens“ heruntergebrochen wird, und zwar auf eine Art und Weise, die mit einem Übermaß an moralischen Zeigefingern daherkommt, aber mit keiner sachlichen Auseinandersetzung.
Diese Form der Nichtauseinandersetzung mit diesem Thema zeigt, warum man gerade in Osteuropa und den ehemaligen GUS-Ländern immer mehr das Gefühl hat, dass sich die deutsche Gesellschaft sich nur um sich selbst dreht;

Hier einige Punkte als Gedankenanstoß;

- Kommen wir zu Anfang direkt auf das Ende und die Antwort auf alle offen gestellten Fragen der Kolumne; „Geld stinkt nicht“. Wir leben in einer kapitalistischen Welt, natürlich spielt Geld eine Rolle. Alles wird in unserer Gesellschaft kapitalisiert...sogar die Meinung! Ist es moralisch verwerflich, Geld für eine Kolumne zu nehmen, wo man über den Ukrainekrieg schreibt? Kann man da nicht sagen, dass hier jemand mit dem Tod und dem Leid anderer Menschen Geld verdient? Nur mal so offen gefragt? Tja, die Antwort ist direkt parat: Geld stinkt nicht. Und nein, selbstverständlich werfe ich das Michael Hengst nicht vor. Aber dies ist ein Beispiel für die Absurdität dieser Aussage und gleichzeitig dafür, wie diese moralisch wertet und was sie mit der Diskussion macht. Den nur weil Geld sicherlich auch eine Rolle spielt bedeutet es nicht, dass es die alleinige Rolle spielt, oder gar überhaupt eine bestimmende. Was man damit aber macht ist, dem „Westen“ vorzuwerfen auch monetarische, und damit per se amoralische Interessen, zu haben. Damit diskretere ich jede Handlung und Äußerung des „Westens“, und vermeidet zugleich eine Auseinandersetzung mit der eigentlichen Thematik, und zwar welche Interessen Russland hat und wie man versucht diese mit den Sanktionen zu begegnen.

- Unrecht ist nicht mit Unrecht zu begründen. Nur weil Deutschland beispielsweise nicht die USA für ihren völkerrechtswidrigen Einmarsch in den Irak (3. Golfkrieg) sanktioniert hat, verbietet es nicht, dass man jetzt den Krieg in der Ukraine verurteilt. Hinter diesem vermeintlich naheligenden Vergleich steckt auch hier nur eine moralische Delegitimation der einen Seite, damit sich die andere Seite nicht sachliche mit dem Thema auseinandersetzen muss. Dies ist ein einfacher rhetorischer Kniff, um jede Diskussion zum Entgleisen zu bringen, und führt aber inhaltlich ins Leere

- Der Elefant im Raum bzw. in der Kolumne, unausgesprochen, aber jeder weiß worum es geht: Doppelmoral, Scheinheiligkeit, oder Unaufrichtigkeit... viele Begriffe, aber alle haben die gleiche Bedeutung: Heuchelei. Und diese wird einhellig von den meisten Menschen abgelehnt, so kann man sich der Zustimmung des Lesers ziemlichsicher sein. Was hier jedoch als Aufzeigen von Widersprüchen gewandet ist, ist in Wahrheit der Versuch, eine Seite moralisch in die Ecke zu stellen, ohne sich inhaltlich auch nur ansatzsweise mit der Thematik auseinandersetzen zu müssen.

Viele unserer östlichen Nachbarn haben Erfahrungen mit erzwungener„Russifizierung“ ihrer Kultur durch Russland gemacht, mit Deportationen, willkürliche wirkenden Zerschneidungen Ihres Staatsgebietes und kriegerische Auseinandersetzung. Ich zweife daran dass viele von uns es verstehen wie es ist, wenn man gezwungen wird, das eigene Alphabet aufzugeben und plötzlich kyrilisch zu schreiben zu müssen. Dies und noch vieles mehr mussten die meisten betroffenen Staaten ohnmächtig übers ich ergehen lassen. Die Sanktionen stellen gerade aus der Sicht dieser Staaten nicht nur eine Möglichkeit dar, Russland wirtschaftlich zu schaden, sondern sind auch ein Versuch, dieser nicht vergessen Ohnmacht auch was entgegenzusetzen. Hier geht es nicht nur um Geld, hier geht es um den Schutz und Abgrenzung der eigenen Identität. Deswegen betreffen die Sanktionen auch Kulturgüter, und damit auch die Gamingindustrie. Darüber kann und sollte man diskutieren. Aber wir ergehen uns hier lieber in moralischen Abrechnungen über den Kapitalismus...

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6899 - 30. Juli 2022 - 9:31 #

Gerade den letzten Teil, als Kind von Spätaussiedlern aus einem Land, das mehrfach unter russischer Mitwirkung von der Weltkarte getilgt wurde, kann ich sehr gut nachvollziehen.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 31. Juli 2022 - 5:15 #

Nicht der *Vergleich* mit dem Irak-Krieg delegitimiert die USA moralisch.
Die Verbrechen der USA im Irak-Krieg haben das getan.

Du sagst, wer den USA die moralische Legitimation abspricht, der rechtfertigt damit die Verbrechen Russlands. Falsch. Wenn ich einem Massenmörder, der bis heute ungestraft frei rumläuft, die moralische Legitimation abspreche, über einen anderen Massenmörder zu richten, dann rechtfertige ich damit auch keinen Mord.

Du behauptest, wer fordert, dass die USA Verantwortung für die eigenen Taten übernehmen solle, der will sich inhaltlich nicht mit dem Thema Russland auseinandersetzen. Aber man kann problemlos beides parallel tun, das eine schließt das andere ja nicht aus.

Und mach bitte keine pauschalen Unterstellungen, was "in Wahrheit" hinter USA-Kritik steckt. Das "wer nicht für uns ist, ist automatisch für den Feind"-Narrativ, ist wirklich abgegriffen. Hast du in deinem persönlichen Umfeld wirklich so viele Menschen, die eine Verurteilung des Ukrainekriegs verbieten wollen? Oder woher nimmst du deine Erkenntnisse?

Sonyboy 13 Koop-Gamer - P - 1361 - 29. Juli 2022 - 22:01 #

Mir geht die ganze Desinformationskampagne aus Russland viel zu weit und die Drohungen die Putin ausgesprochen hat gegen den Westen waren abscheulich.
China macht sowas nicht. Wer Russland unterstützt sollte besser aus unseren Land auswandern. Ich mag Michael Hengst. Er sollte lieber über Spiele schreiben.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 29. Juli 2022 - 22:53 #

Wer mit dem Feuer spielt, kommt darin um. ;-) Und die Peking-Marionette in Nordkorea hat sich auch gerade wieder zu Wort gemeldet.

Hong Kong (Zwei-Staaten-Lösung --> haha) wird assimiliert. Völkermord an den Uiguren.

Unterdrückung von Minderheiten und Religionen (z.B. Buddhismus).

China ist doch auch ein absoluter Alptraum. Nur ein (völkerrechtlich) anderes Land haben sie (noch) nicht überfallen. Das ist der einzige Unterschied. Dafür haben sie der Welt die Seuche gebracht.

de_vipp 14 Komm-Experte - P - 2584 - 29. Juli 2022 - 22:14 #

Interessante Gedanken, interessanter Artikel.
Da haste ja wieder was losgetreten. Ich nehme mal an du machst gerade eine Wissenschaftliche Abhandlung zur Diskussionskultur in 2022 ? ^^

Sir MacRand 13 Koop-Gamer - - 1580 - 30. Juli 2022 - 11:11 #

„Geld stinkt nicht“
Ich stimme da 100 Prozent zu. Das moralische Missstände in einem Land unwichtig für das Geschäft sind solange kein Hahn danach kräht ist doch logisch. Das ist Turbokapitalismus. Den meisten Menschen haben die Menschenrechtsverletzungen in Nah-und Fernost nicht vor Augen . Sie werden von unseren Medien auch nicht an die große Glocke gehängt. Der Ukrainekrieg zZ schon. Und was glaubt ihr wie krass der Shitstorm für ein Unternehmen wird wenn ein Unternehmen es wagt mit Russland offen Geschäfte zu machen. Diese miese Publicity würde richtig Geld kosten. Wenn nun 24/7 von den Uigurenlagern berichtet würde so würde das Social Media auch sofort einen Scheißesturm nach dem anderen auf die entsprechenden Unternehmen abfeuern die mit China Geschäfte machen. Und dann wäre es auch schlecht für das Geschäft. So, und nur so legt man Konzernen die Zügel an: wenn es Geld kostet. An die Moral appellieren? Viel Glück bei Konzernen. Ein Lottogewinn ist wahrscheinlicher.

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 30. Juli 2022 - 16:12 #

Eine provokante Kolumne, ich stimme im weiten Teilen nicht zu, Argumente wurden hier ja schon angeführt, finde den Text als Gedankenanstoß und eben Provokation aber gelungen.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 31. Juli 2022 - 22:47 #

Gute Kolumne. Es geht nicht, wie viele Kommentare vermuten lassen, um die Frage, welche Seite im Recht ist, sondern darum, wie extrem emotionalisierend er dargestellt wird und dabei zwangsläufig Ungereimtheiten entstehen. Nur ein Beispiel: auf heute.de war wochenlang jede Schlagzeile mit "Krieg in Europa" überschrieben. Damit auch klar ist, dass wir selbst angegriffen werden. Nur so war es einer ehemals pazifistischen Partei möglich, den Wehretat mal eben um 25 Milliarden € zu erhöhen plus 100 Milliarden Sonder-Etat. Dann kam der Tag, an dem Steinmeier ausgeladen wurde, weil er Selenskyi nicht wichtig genug erschien und was hierzulande als Affront verstanden wurde. Seitdem heisst es regelmäßig "Krieg in der Ukraine". Egal, wie man nun dazu steht, dass der deutsche Bundespräsident mangels politischer Entscheidungskompetenz ausgeladen worden ist, es hat die Beliebigkeit emotionalisierter Berichterstattung gezeigt. Und deshalb nehme ich Abstand von solchem Journalismus. Dabei ist es mir völlig egal, ob pro oder contra in diesem Konflikt. Ich wünsche mir Sachlichkeit, wo immer sie möglich ist und gerade auch bei diesem Thema. Dazu gehört die Frage der Verhältnismäßigkeit sowie jene der Heuchelei.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 1. August 2022 - 5:58 #

Emotionalisierung aufzudecken ist halt noch kein echter Schritt zur Sachlichkeit.
Dazu gehört immer noch die Auseinandersetzung mit Notwendigkeiten, Möglichkeiten, Grenzen im Rahmen von Argumenten.

Die Beliebigkeit von Meinungsjournalismus ist ein gutes Thema, läuft aber nicht sehr gut mit Michaels Grundaussage es dreht sich nur ums Geld" zusammen, zumindest nicht in dem Bereich in dem er die Aussage anwendet.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 1. August 2022 - 11:00 #

Das wäre mir jetzt neu, dass Emotionalität zur Sachlichkeit beiträgt. Da scheinen wir andere Vorstellungen von diesen beiden Begriffen zu haben.
Und natürlich hat die geradezu eskalierende Form des hiesigen Journalismus etwas mit Michaels Aussage zu tun. Es geht um Heuchelei. Man empört sich an einer Stelle, an der anderen drückt man gekonnt die Augen zu. Wir wollen die Guten sein, sprechen uns heilig, machen aus Politikern Helden, spielen mit Blut und Krieg. Aber nur da bitteschön, wos nicht allzu sehr wehtut.
Im Moment ist es ja bereits so, dass die folkloristische Pro-Ukraine-Stimmung nicht mehr zunimmt. Das ist dank einer mehr oder weniger gut funktionierenden Spritpreisbremse bisher noch eingedämmt worden. Wenn aber der Kriegswinter zu wirklich hohen Preisen, nicht nur beim Heizen führt, bin ich mal gespannt, wie viele von den blau-gelben Bannern aus Titel-Logos und Profil-Avataren verschwinden.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 1. August 2022 - 17:22 #

Ich habe nur geschrieben dass es nicht ausreicht Emotionalität aufzudecken. Die Sachlichkeit gehört schon mit guten Argumenten unterfüttert,

Insgesamt halte ich den Begriff der Heuchelei sehr häufig ebenfalls für einen Kampfbegriff aus der Befindlichkeitskiste
Haltung lässt sich daraus jedenfalls noch nicht erkennen.

antares 17 Shapeshifter - - 6262 - 1. August 2022 - 18:23 #

Ich bin immer etwas irritiert, wenn sich Leute über "die Medien" oder "den Journalismus" ereifern, bloß weil sie Berichterstattung erdulden müssen, die ihnen nicht ins eigene Konzept passt. Das empfinde ICH als heuchlerisch, weil dabei zum einen durch die Gleichsetzung aller Medieninhalte (Bild = SZ) diese in Hinblick auf ihre Integrität komplett entwertet werden und zum anderen ignoriert wird, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der wir uns aussuchen können, welche Medien wir konsumieren.

Wenn ein weitestgehender Konsens bei einem Thema besteht, ist das nicht zwingend ein Zeichen dafür, dass "die Medien" schlecht arbeiten, sondern in der Regel ein Hinweis darauf, dass sie in der Sache wohl Recht haben. Wer bei uns meint, es würde in den Medien nur eine Meinung vertreten, der ist schlicht und einfach zu faul zum Lesen (klar, ist ja auch anstrengend, wenn man durch exzessiven Social Media Konsum nur noch die Aufmerksamkeitspanne eines Backenhörnchens besitzt). Und genau das unterscheidet Medien einer freien demokratischen Gesellschaft von denen einer Gesellschaft ohne Pressefreiheit. Dass es dabei keine Rolle spielt, ob es sich um eine astreine Diktatur handelt wie in Russland, zeigen leider europäische Länder wie Polen, Ungarn und die Türkei...

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 1. August 2022 - 18:36 #

Ich lese ausschließlich öffentlich-rechtliche Presse und fühle mich deshalb beim Thema Gleichsetzung von Bild mit SZ nicht angesprochen.
Tatsache ist aber, dass die Qualität insbesondere in einem Punkt nachlässt: der Trennung von Nachricht und Kommentar. Mein alter Deutsch-Lehrer nahm seinerzeit eine FAZ und eine Bild, hielt sie uns vor die Nase und erklärte uns diesen Unterschied: auf den linken drei Vierteln die Nachrichten und rechts eine Spalte, die eindeutig als Kommentar gekennzeichnet worden war.
Wenn ich daran denke, wie sehr Selenskyi zum Helden und Putin zum Dämon stilisiert werden, sehe ich diese Grenze immer mehr verschwinden. Ich sehe auch überhaupt keine Notwendigkeit, dies zu tun. Man kann sachlich bleiben und trotzdem gegen Putins Politik sein.
Im Übrigen ist es nur ein schwacher Trost, wenn es in Polen, Ungarn und der Türkei unfreier zugeht als bei uns. Ich orientiere mich gerne nach oben, nicht nach unten.

Tasmanius 21 AAA-Gamer - - 26848 - 1. August 2022 - 20:01 #

Aber die FAZ gehört doch gar nicht zu den öffentlich-rechtlichen. Wenn dein Deutschlehrer die aus genannten Gründen so toll fand, dann lies doch die.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 2. August 2022 - 0:00 #

Das gilt für ÖR genauso.

Stonecutter 21 AAA-Gamer - P - 26668 - 1. August 2022 - 9:10 #

"Denn warum werden nicht auch Firmen mit Eignern aus China geschasst? Weil die (noch) keinen Krieg gegen ein souveränes Land führen?"

Das ist derzeit die rote Linie, was menschlich natürlich weh tut, aber mehr ist aktuell (selbstverschuldet) nicht möglich.

Ich hoffe, dass wir durch diesen Konflikt mehr Unabhängigkeit von totalitären Regimen anstreben, sodass wir die rote Linie in die richtige Richtung verschieben können. Hab was ähnliches allerdings auch am Anfang der Pandemie gehofft.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 1. August 2022 - 10:25 #

Ich hoffe das seit Jahren. Der Trend ist leider ein anderer, zumal in den "eigenen Reihen" auch immer mehr Spinner unterwegs sind. Türkei, Ungarn, evtl. neue Rechtsregierung in Italien.

Und was nützt uns "unser" ganzer Boykott, wenn andere Länder (Brasilien, Indien, Argentinien, Türkei usw.) begeistert die Brotkrumen aufsammeln. Nix.

Ich hoffe trotzdem mit dir und für uns.

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21859 - 1. August 2022 - 13:04 #

o negativ das klingt: Michael hat absolut recht. Statt dem russischen Gas kommt es demnächst von so astreinen Demokratien wie Aserbaidschan, Katar und Saudi Arabien. So gut wie alles, was wir besitzen wird in China hergestellt, vor allem Elektronik. Nintendo, Sony, Microsoft, alles lasse bei Foxconn oder Pegatron produzieren, wo Fangnetze zwischen den Wohnblöcken aufgespannt sind, damit die Arbeiter, die nach 66 Stunden Wochen (das steht im Vertrag, ist aber oft mehr) keinen anderen Ausweg mehr sehen, aufgefangen werden - man kann ja keine kostbare Arbeitskraft verlieren. Und da habe ich noch gar nicht andere, prekäre Arbeitsbedingungen in der Mode-Branche, das Überwachungssystem und die systematische Auslöschung der Uiguren angesprochen.
Woanders sieht es nicht besser aus: Viel von unserem Wohlstand ist durch Ausbeutung anderer entstanden. Und teilweise deutlich näher als heute, die DDR war lange das Billiglohnland für die Produktion der BRD. Afrika werden die Bodenschätze ausgebeutet und mit unserem Müll überfrachtet.

Aber so ist es im Kapitalismus: Gier frisst Hirn. Und für Empathie ist sowieso kein Platz.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 1. August 2022 - 13:34 #

Leider richtig.

Invisible Hand verzweifelt gesucht!

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 1. August 2022 - 14:20 #

Wie wahr.