Indie, go home!

Indie, go home! Meinung
Teil der Exklusiv-Serie Die Hengst-Chroniken

Die Hengst-Chroniken #17

Michael Hengst / 28. Juli 2020 - 14:27 — vor 2 Jahren aktualisiert

Teaser

Michael Hengst ist seit alten PowerPlay-Tagen Spielejournalist und ein Fan von außergewöhnlichen Ideen. Umso rasender machen ihn Indie-Trittbrettfahrer, die nur die Spielkonzepte anderer kopieren.
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Der Titel meiner 17. Hengstchroniken mag etwas irreführend sein. Ich finde kleine Spieleentwickler nämlich toll! Oder wenigstens einige davon. Aber man muss differenzieren!

Indies sind eine Brutstätte für frische Ideen, zeigen Wagemut, sorgen für Innovationen. Zumindest wird das von vielen Fans der unabhängigen Studios behauptet. Aber ist das wirklich so? Sind Indies die unbesungenen Genies der Branche? Die furiosen Feingeister, die unser aller Lieblingshobby erst lohnenswert machen? Die kreativen Wilden, die den großen Publishern zeigen, wo Bartel den Most holt? Statt „Go big or go home“ lieber „Stay small and change the world?” Schön wär’s.

Natürlich sind einige Indie-Spiele erzählerisch oder auch technisch wegweisend, schaffen den Sprung in die Popkultur und sind dann auch finanziell super erfolgreich – nehmen wir nur mal Minecraft als Universalbeispiel. Das Klötzchenabenteuer ist weit mehr als nur ein Kreativ-Baukasten, es wird von Jung und Alt gespielt, in sämtlichen Medien aufgegriffen und fährt immer noch absurd hohe Gewinne ein.
Auch die Einzelkämpfer aus der Indie-Szene haben es mit einigen famosen Titeln auf die vorderen Wertungsplätze geschafft


Das seit 2014 zu Microsoft gehörende Studio hinter Minecraft, Mojang, ist aber nur das wohl naheliegendste Beispiel für Überraschungshits aus unerwarteter Richtung. Indie-Entwickler wie Subset Games (FTL, Into the Breach), Team Cherry (Hollow Knight) oder lokale Kleinentwickler wie Mimimi Games (Shadow Tactics, Desperados 3), ...

120 Kommentare

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Veröffentlicht am 30.05.2022: Die Worte "Game Over" sind jedem hier ein Begriff. Der Pixel-Tod ist Teil des Spieler-Lebens. Doch nach einem fatalen Blick in den Kalender kommt Michael Hengst ins Grübeln über das reale Game Over.

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Michael Hengst 28. Juli 2020 - 14:27 — vor 2 Jahren aktualisiert
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Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 28. Juli 2020 - 14:22 #

Viel Spaß beim Lesen!

JackoBoxo 19 Megatalent - P - 18130 - 28. Juli 2020 - 14:53 #

Schöne Zusammenfassung. Das bringt es eigentlich auf den Punkt.

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 28. Juli 2020 - 19:55 #

Stimmt, dem ist praktisch nichts mehr hinzuzufügen

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 220408 - 28. Juli 2020 - 22:18 #

In der Tat. Schönes Statement vom Michael.

Player One 16 Übertalent - P - 4427 - 28. Juli 2020 - 14:54 #

Oh wie wahr, man sehe sich nur die täglichen Neuerscheinungen auf der Switch an, da frage ich mich immer, wer so einen Müll überhaupt kaufen soll. Der Artikel spricht mir aus der Seele.

Specter 18 Doppel-Voter - 11704 - 28. Juli 2020 - 15:03 #

Schrott gibt es auf allen Plattformen. Das Problem der Switch ist einfach das fehlende Bewertungssystem.

Player One 16 Übertalent - P - 4427 - 28. Juli 2020 - 16:02 #

Es muss sich aber doch jemand Gedanken machen, bevor ein Spiel veröffentlicht wird. Da ist teilweise ein Trash dabei, da fragt man sich wirklich, was im Hirn des Verantwortlichen vorgeht, so wie Michael es auch beschreibt. Das fehlende Bewertungssystem auf der Switch ist allerdings wirklich ein Problem.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 28. Juli 2020 - 17:14 #

Indiegames sind wie Rohdiamanten - Du musst sie mit Fassung tagen. :}

schlammonster 31 Gamer-Veteran - P - 251474 - 29. Juli 2020 - 8:03 #

Ich hab noch nie jemanden getroffen, der mir sein, in Edelmetall gefassten, Rohdiamanten unter die Nase gehalten hat. Erst wenn sie geschliffen sind wird ein Schuh daraus ;)

PraetorCreech 18 Doppel-Voter - - 12341 - 29. Juli 2020 - 11:17 #

Tut mir Leid Dich enttäuschen zu müssen, aber auch geschliffen eignet sich ein Diamant nicht als Schuh.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 29. Juli 2020 - 14:00 #

Kommt es da nicht einfach auf Größe und Schliff an? Holzschuhe funktionieren ja auch ;)

thoohl 20 Gold-Gamer - - 20204 - 29. Juli 2020 - 14:38 #

Ich denke er hat seine Schuhsohle mit Diamanten besetzt...

Rohrkrepierer 16 Übertalent - - 5718 - 30. Juli 2020 - 6:53 #

Dann Vorsicht auf Glasbodenbooten.

Sgt. Nukem 16 Übertalent - - 5673 - 4. August 2020 - 11:40 #

Gibt es eigentlich _IRGENDEINEN_ Store, der ein Produkt / eine App nach soundsovielen schlechten Bewertungen (bzw. < 1,5 Sternen) (halb-) automatisiert aus dem Store entfernt?

Cyd 20 Gold-Gamer - P - 21238 - 4. August 2020 - 13:05 #

Glücklicherweise nicht (afaik). Aber mit einem Bewertungssystem kann ich direkt sehen wie das Spiel ankommt, könnte filtern, mir z.B. nur die bestbewertesten Spiele anzeigen lassen usw.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 4. August 2020 - 14:07 #

Wäre das wünschenswert? Dann könnte man mit Review Bombing ein Spiel nicht nur schlecht dastehen lassen, sondern gleich aus dem Verkauf kicken. Ganz schlechte Idee.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 4. August 2020 - 18:45 #

Eben. Die kurierten Stores schauen sich die Sachen schon vorher in Ruhe an und können damit gut verhindern, dass totaler Müll auf der Plattform landet, da muss man dann in der Regel nachträglich nichts rauskicken, schon gar nicht automatisiert. Wenn trotzdem nennenswert Schrott da ist, dann entweder, weil man gar nicht kuratiert (Steam), oder man bewusst auch Müll durchlässt.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 30. Juli 2020 - 1:23 #

Auf der Switch gibt's das auch? Dachte Nintendo guckt da ein bisschen drauf, dass zumindest kein Müll erscheint :o

Bluff Eversmoking (unregistriert) 28. Juli 2020 - 15:01 #

Kenne mich mich der Denkweise von Indie-Entwicklern nicht aus. Indie-Spiele haben meinetwegen gelegentlich Probleme mit dem Balancing. Oft sogar, und dann ist manchmal Frust angesagt.

Doch meine Fresse, wenn ich mir als Kontrastprogramm mal bei den Sony- oder Ubisoft-Studios umschaue, die zum drölften Mal irgendeinen generischen Openworld-Krampf abliefern, bei dem man von hinten an Gegner anschleicht, um sie abzumurksen, ihnen lautlos mit Pfeilen in die Rübe schießt, sie mit dahingeworfenen Gegenständen ablenkt, dann überkommt mich ein nervöses Zucken. Verstärkt durch Markierungen, denen ich hinterherlaufen soll wie der Esel mit der Möhre an der Angel und einem Questlog mit Hol- und Bringdiensten.

Last Days of Tsushima trifft auf Assassins Horizon Gone, und ich komm aus dem Deja Vu nicht mehr raus. Nee, dann lieber den Indie-Kram.

Player One 16 Übertalent - P - 4427 - 28. Juli 2020 - 16:28 #

Das 750. Indie-Roguelike ist aber auch nicht der Gipfel der Originalität.

Bluff Eversmoking (unregistriert) 28. Juli 2020 - 17:21 #

Ja, aber davon bekommt man vermutlich auch nichts mit.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 30. Juli 2020 - 1:24 #

Aber genau die geht's hier doch, oder nicht? Also, in der Kolumne, nicht in deinem Kommentar.

funrox 15 Kenner - P - 3515 - 28. Juli 2020 - 15:00 #

Kann ich zu 100 Prozent unterschreiben.
Dass sich Leute in ihrem Beruf nicht einschätzen können oder schlimmer noch falsch einschätzen, gibt es nicht nur unter den Spieleentwicklern.
Genauso wird es auch sehr viele geben, die ähnlich wie in der Musik, tolle Arbeit leisten und tolle Produkte liefern, aber leider von vielen nicht gesehen werden.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 28. Juli 2020 - 15:07 #

Aber ist es nicht so, dass die "ruhmreichen Talente" auch deswegen auftauchen, WEIL das Umfeld den Einstieg so leicht macht?

Ich will es mal mit dem Breitensport vergleichen: Das ist ein großer Trichter, wo man jeden Willigen reinkippt und ganz unten am Trichter tröpfeln dann tatsächlich ein paar Talente heraus, die das Zeug zum Weltstar haben. Da sagt man ja auch nicht "Spielt nur noch Fussball, wenn ihr mindestens 2.Liga-Niveau habt! Alles andere verstopft nur unsere Spielplätze und Parkanlagen!". Das wäre sogar extrem kontraproduktiv, weil dann auch die späteren Weltfussballer nie angefangen hätten mit dem Sport.

Wirklich ärgerlich sind HOCH PROFESSIONELLE Firmen, deren langfristige und durchkalkulierte Strategie es ist, jedes erfolgreiche Spiel in möglichst kurzer Zeit zu clonen und dann den Markt damit zu überschwemmen! Da gibt es 1000e Angry-Bird-Clone und eine Million Bejeweled-Kopien, aber die kommen ja nicht von kleinen 1-Mann-Hobby-Entwicklern, sondern da ist eine ganze Industrie dahinter. "Indie" ist da mMn die komplett falsche Zielscheibe.

RoT 20 Gold-Gamer - P - 21215 - 28. Juli 2020 - 15:14 #

this!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 28. Juli 2020 - 15:18 #

Ich stimme deinem letzten Absatz zu, ich bin fasziniert, wie viel da auch an hochprofessioneller Werbung auf YouTube läuft (seit geraumer Zeit scheinen Apps en vogue zu sein, wo man irgendwelche Tore öffnet oder Sägeblätter ausfährt oder Schleusen beeinflusst, damit der Held überlebt und seine Feinde sterben).

Aber der Vergleich zum Fußball hinkt ein wenig, weil ich nicht im selben Stadion gleichzeitig die Erstligisten neben dem Kröten FC II habe, bzw. 10 Erstligisten und 10.000 Kröten-FCs. Die Shops, egal ob bei Steam oder im Appstore, sind dermaßen vollgestopft, dass jegliche Übersicht verloren geht.

PraetorCreech 18 Doppel-Voter - - 12341 - 28. Juli 2020 - 16:04 #

Och, damit habe ich keine Probleme. Ich habe die Sache mit den Bewertungen und der Übersicht einfach auf einen anderen Dienst outgesourced. So ein kleiner Betrieb in der Nähe von München :)
Aber im Ernst, früher habe ich den Packungen und den Verkäufern in Elektronikmärkten nicht geglaubt und mir Rat bei Spielemagazinen geholt, heute nutze ich bei Onlineshops einzig die Suchfunktion um Titel zu finden, über die ich mich vorher zumindest rudimentär informiert habe. Wegen mir bräuchten GOG, Steam, Epic und so weiter überhaupt keine "Startseite". Bzw. eine die aussieht wie Google vor 15 Jahren ^^

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 28. Juli 2020 - 17:05 #

Das mit den Toren und Sägeblättern ist die App "Gardenscapes" bzw. "Homescapes" und das ist wirklich dreist, denn die Werbung ist völlig irreführend! Die Rätselpassagen sehen ja tatsächlich ganz interessant aus - deshalb hab ich die App mal installiert... :]

Aber das ist im Kern auch wieder nur ein Bejeweled-/Match3-Clon. Alle ca. 25 Levels oder so kommt dann eine Rätselsequenz wie in der Werbung, wo man Türen öffnen, Schleusen verschließen oder Lavaströme umleiten muss. So ein Rästel ist nach 10 Sekunden gelöst und dann "muss" man wieder Bejeweled spielen. Mit fiesem F2P-Mechanismen, dass man stundenlang warten muss, bis man kostenlos weiterspielen kann.

Fazit: Lohnt nicht (es sei denn, man will einen zugegeben ganz guten Bejeweled-Clon spielen).

Olphas 25 Platin-Gamer - - 62292 - 28. Juli 2020 - 17:13 #

Hah, genau darauf bin ich auch schon drauf reingefallen. Obwohl das eigentliche Spiel dann sogar ganz nett ist für eine Weile und für das, was es halt ist. Trotzdem überhaupt nicht das, was es eigentlich verspricht.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 28. Juli 2020 - 17:18 #

Ja, aber zu diesem Typ Spiel hab ich schon mindestens drei verschiedene gesehen, etwa mit einem Kobold, der von oben nach unten kommen muss und Höhlen mit bösen Rittern mit Lava volllaufen lässt (oder war es andersrum, egal). Und mit Zombies gibt es die Idee auch. Immer dasselbe, man muss Tore/Ventile/Schleusen so öffnen, dass man selbst überlebt und dem anderen schadet. Ach, mit Murmeln gab es das auch unlängst.

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 28. Juli 2020 - 17:58 #

Ja, ich werde da auf YouTube aktuell mit so einer Werbung zugeballert.

Moriarty1779 18 Doppel-Voter - - 9439 - 29. Juli 2020 - 22:40 #

Ich sehe immer so eine Ballerspiel-Werbung mit drei Soldatinnen, und bei der Sniperin wabbelt beim Zeitlupen-Schuss so schön der Po. Irgendwas sagt mir aber, dass das Spiel Murks ist, daher hab ichs noch nicht heruntergeladen

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 28. Juli 2020 - 17:52 #

Die Mobile Appstores finde ich auch total unübersichtlich, überfüllt und es wird auch irgendwie immer genau der falscheste Müll nach vorn in die Empfehlungsliste gespült.

Bei Steam hab ich das Problem aber ehrlich gesagt nicht. Dort gibt es die Kuratorenlisten, die Empfehlungs-Queue und gefühlt weniger "kaputte" Beliebtheits- und Verkaufscharts. Insbesondere die KI-generierte Empfehlungs-Queue liefert mir immer wieder gute Tipps für rundenbasierte Strategiespiele.

Um beim Fussball zu bleiben: Steam ist für mich so, wie wenn Bayern im Olympiastadion spielt und draussen, auf einem Übungsplatz, spielt die Bezirksliga. Für die Leute im Station bleibt diese Welt unsichtbar, aber wer sich die Mühe macht, mal abseits (höhö) zu stehen, sieht viele gute Treffer.

RoT 20 Gold-Gamer - P - 21215 - 28. Juli 2020 - 22:43 #

oder hat mal die Chance mit nem Fußballer zu fachsimpeln ;)

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 30. Juli 2020 - 1:25 #

Für die Promotion in die oberen Test-Ligen gibt's ja auch :D Wär ja auch blöd, wenn euch niemand mehr bräuchte :o

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 70428 - 28. Juli 2020 - 15:09 #

Trittbrettfahrer, die Spielkonzepte kopieren, gibt es nicht nur im Indie-, sondern auch im AAA-Bereich. Und klar gibt es sehr viele Schrott-Indie-Spiele, deren Entwickler keinen Plan haben. Juckt mich aber nicht, ist deren Problem. Ich finde immer noch genug schöne Indie-Spiele, mit denen ich Spaß habe, außerdem ist immer nur AAA ziemlich öde.

zfpru 18 Doppel-Voter - 10841 - 28. Juli 2020 - 15:11 #

Genau. Wer Indie Games programmiert oder in Verkehr bringt, gehört mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6899 - 28. Juli 2020 - 15:56 #

Freiheit belastet

JackoBoxo 19 Megatalent - P - 18130 - 28. Juli 2020 - 15:36 #

Interessant auch der Aspekt mit den Copyrights auf Assets. Da hab ich mit Kollegen und Kunden (andere Branche, GUI Erstellung) schon lange Diskussionen führen dürfen.

sigug (unregistriert) 28. Juli 2020 - 16:12 #

Ist wohl der allgemeine Unterschied bei Menschen.
Die einen konzentrieren sich auf Murks, beschweren sich damit über alles. Die anderen konzentrieren sich auf die guten Sachen.

crux 17 Shapeshifter - P - 7837 - 28. Juli 2020 - 16:12 #

Micheal Hengst entdeckt Sturgeon's Law.

advfreak 20 Gold-Gamer - - 21088 - 28. Juli 2020 - 16:24 #

Ich bleib auf alle Fälle beim Lotto spielen, danke Michael für den schönen Beitrag. :)

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 28. Juli 2020 - 16:29 #

Ach, Indie-Entwickler stören mich nun überhaupt nicht, schon gar nicht wenn sie bei den "90% Zombie Apps" irgendwo landen. Wenn was Gutes rauskommt, freue ich mich. Der große Innovationsmotor sind Indies aber überhaupt nicht, weil ja dann doch oft kopiert wird und die relevanten Meilensteine eher aus der professionellen Branche kommen nach meiner Wahrnehmung.
Was mich wirklich stört, sind diese ätzenden F2P-Müll-Geldverdien-Games, die ich zwar nicht mal mit der Kneifzange aus sicherer Distanz anschauen würde, aber mich trotzdem ständig mit Werbung überall bombardieren, wo man noch Werbung sieht. Am allerschlimmsten: "SPIELE RAID SHADOW LEGENDS" - ich kann es nicht mehr hören und nein, niemals würde ich so einen Müll spielen. Warum merken die nicht, dass gerade Menschen mit Gaming-Interesse quasi die Anti-Zielgruppe für solche Programme sind? :(

Olphas 25 Platin-Gamer - - 62292 - 28. Juli 2020 - 17:03 #

Raid - Shadow Legends ist echt so ein Paradebeispiel .. ich weiß NICHTS darüber, aber ich habe schon so eine Aversion dagegen entwickelt, weil es mir nach allen Regeln der Marktschreierei ständig so dermassen um die Ohren geknüppelt wird ...

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 28. Juli 2020 - 18:00 #

Wie hieß denn diese nervige Strategie(?) Mobilespiel mit dieser blonden Frau in der Werbung, das hat vielleicht mal genervt.

direx 22 Motivator - - 31771 - 28. Juli 2020 - 21:28 #

Die Werbung hat dann offenbar ihr Ziel verfehlt, wenn du dich nur noch an die blonde Frau erinnern kannst ... :)

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 28. Juli 2020 - 21:41 #

Naja, immerhin konnte ich mich noch an irgendetwas erinnern. ;)

Eine Angabe von „ mobile game ad blonde girl“ brauchte übrigens „Game of War“ als Ergebnis, das war es!

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 29. Juli 2020 - 11:10 #

Meisnt du die Werbung mit Kate Upton?

Cyd 20 Gold-Gamer - P - 21238 - 28. Juli 2020 - 22:08 #

Coin Master? :D

https://www.youtube.com/watch?v=iGS7aAjp9Ps

EDIT: Ok, war ein anderes. ;)

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 28. Juli 2020 - 16:54 #

Solange es diese Leute in den Facebook-Gruppen nur als Hobby betrachten und die Spiele in erster Linie für sich selber machen, sehe ich darin kein Problem. Ich bin immer wieder aufs Neue verblüfft, was für charmante kleine Projekte für Dreams erstellt werden. Ist ein Spielebaukasten von Sony, der im Februar dieses Jahres für die PS4 erschienen ist und seit diesem Monat auch die VR-Brille von Sony unterstützt.

Ich habe mehrfach ehrenamtlich auf der Indie Arena Booth der gamescom mitgeholfen und finde es immer cool, wenn ein Spiel wie Deliver Us the Moon, deren Entwickler man schon öfters getroffen hat auf der Messe, fertig ist. Man merkt auf der Messe mit wie viel Herzblut die Indie-Entwickler dabei sind, während es bei Ubisoft, EA etc. immer nur gebuchte Promoter und Hostessen gibt, die nichts mit der Spieleentwicklung am Hut haben.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 28. Juli 2020 - 17:20 #

Die begeisterten Entwickler von EA und Ubisoft trifft man halt in der Business-Halle...

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 28. Juli 2020 - 18:51 #

Oder im Falle von Assassin's Creed Odyssey bei einem Community Dinner in Köln. Das war echt ein schöner Abend bis auf die Rückfahrt als sich die Bahn entschieden hatte den letzten Zug nicht von Deutz abfahren zu lassen...

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 28. Juli 2020 - 17:40 #

Ich habe keine Probleme mit Indietiteln, da ich eh keine Zeit dafür habe.

Extrapanzer 17 Shapeshifter - P - 6904 - 28. Juli 2020 - 18:19 #

Nachts ist kälter als draussen und bergauf geht schneller als zu Fuß? Irgendwie kommt die Kolumne diesmal nicht auf den Punkt und findet ihr Thema nicht. Man möchte fast rufen "Kolumne, go home!". Gut, das mag jetzt irreführend ...

Borin 16 Übertalent - P - 4419 - 28. Juli 2020 - 18:32 #

Das war doch nie anders. Was gab's in den 80ern zu jedem Spiel, das erfolgreich war, nicht für eine Tonne an schlimmen Nachfolgern. Und es war schwerer, die als solche zu identifizieren als heute.
Außerdem kann man das doch genauso ignorieren wie die 599 Zeitschriften, die man nicht kauft, wenn man sich die Retro Gamer am Bahnhofskiosk holt oder den Haufen Schund an schlechten Büchern beim Kauf des guten - gerade, wenn es Genre-Literatur ist.
Wenn es kein Betrug, sondern nur schlecht ist: lasst die Leute doch machen.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 28. Juli 2020 - 19:45 #

Ach, die Indies sollen ruhig alle bleiben. Auch die großen Studios klonen gerne. Siehe Battle Royale oder dieses DOTA-Zeug. Irgendeinen eigenen Twist gibt es häufig schon.

Und es gibt extrem viele, extrem spielenswerte Indies. Vermutlich kann ich aus dem Stand mehr Indies als AAA-Spiele nennen, die ich gerne spiele oder spielen würde.

Die Fragen finde ich teilweise gar net so schlimm, gerade zur benötigten Software. Da ändert sich ja auch laufend was und gerade weil das Internet und die Büchereien voll mit Kram sind, ist imho ein schneller, aktueller Hinweis sehr viel wert.

Schade, dass es in der Kolumne nicht auch um ein gewisses DSA-Spiel geht ;) Das fällt denke ich in die "go home"-Kategorie (leider).

Maverick 33 AAA-Veteran - - 827986 - 28. Juli 2020 - 21:35 #

Sehe ich ähnlich, kopierte Spielkonzepte findest du überall in der Gamesbranche, bei den Kleinen und den Großen. Ich mag die ganzen Indie-Geheimtipps bzw. das Stöbern danach auch nicht mehr missen, sind für mich eine schöne spielerische Ergänzung zu den AAA-Produktionen. ;)

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 28. Juli 2020 - 22:10 #

Korrekt.
Und lasst es uns nicht vergessen:

auch der große Sid Meier hat sich bei seinen Erfolgs-Spielen ÄUßERST großzügig bei diversen Avalon Hill Brettspieln bedient.

Civilization, Railroad Tycoon und mindestens auch noch Pirates hat er da mal ganz konkret abgegriffen.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 28. Juli 2020 - 23:24 #

Ich stimme euch beiden zu.

Oder Blizzard. Habe die je was gemacht, außer kopieren und optimieren? Seltenst.

Außerdem ist es sehr leicht, an die Indie-Geheimtipps zu kommen, sei es über youtube oder podcasts. Die wirklich guten Spiele treten sehr oft in Erscheinung. Rimworld, Prison Tycoon, Factorio mal als paar Beispiele. Foundation ist auc schon ziemlich bekannt. Oder Darkest Dungeon! Banished!

Wirklich schade ist es für sehr gute Indie-Spiele, die nicht genug Aufmerksamkeit bekommen, zB Aeon of Sands. Auch Ash of Gods kam imho insgesamt (außer im GG-Check ;) ) zu schlecht/unbekannt weg.

Oft sind es auch Indiestudios oder zumindest kleine Studios, die tote Genre wiederbeleben, weil sie einfach nicht mehr von großen Studios bedient werden. ZB Legend of Grimrock.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 28. Juli 2020 - 23:31 #

>>> Außerdem ist es sehr leicht, an die Indie-Geheimtipps zu kommen, sei es über youtube oder podcasts.

Oder über die GamersGlobal DU-Galerie :]

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 28. Juli 2020 - 23:33 #

Stimmt, die ist dafür auch super. Oder auch Checks.

Rohrkrepierer 16 Übertalent - - 5718 - 30. Juli 2020 - 17:42 #

Kennst Du aktuelle Podcasts, oder Internetseiten, der sich der Indie-Thematik annehmen und dabei kuratorische Arbeit leisten? Früher mochte ich da ja gern WIR SCHWEIFEN AB. Da habe ich ne Menge wunderbare Programme für mich entdecken können.

Der Marian 21 AAA-Gamer - P - 27318 - 30. Juli 2020 - 23:16 #

Zwar kein Podcast, aber der Gamecurator: https://game-curator.com/

Sonst Okay Cool von Dom Schott seit kurzem – mit schon jetzt vielen Hintergrundinterviews zur aktuellen (deutschen) Indie-Szene: https://okcool.space/

Rohrkrepierer 16 Übertalent - - 5718 - 31. Juli 2020 - 12:55 #

Dankesehr!
GAME CURATOR sieht ganz gut aus. Gleich ein schöner Artikel zum absoluten Brett RETURN OF THE OBRA DINN. Das kann ja nur eine gute Seite sein.
Dom Schotts Podcast kenne ich schon. Kann man ganz gut weghören. Vor allem den für mich recht deutlichen Fokus auf Frauen in der erweiterten Szene finde ich frisch und gut.
Spieletipps bekomme ich da aber leider wenig. Wobei die "20 Spiele-Empfehlungen für Menschen mit wenig Zeit" für mich gut gepasst haben.

Specter 18 Doppel-Voter - 11704 - 28. Juli 2020 - 20:52 #

Passend zum Artikel gibt es eine der schönsten Indie-Perlen seit heute auch für PS4: Cuphead (oben nicht einmal erwähnt - Unverschämtheit!). Absolute Empfehlung an alle, die Run‘n‘Guns mögen.

Player One 16 Übertalent - P - 4427 - 29. Juli 2020 - 7:32 #

Ist mir leider zu schwer.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 29. Juli 2020 - 14:52 #

Allgemein sehe ich es ähnlich, wie von Michael beschrieben. Nur irgendwie... das ganze Thema der Klone und Billig-Produktionen hat für mein Empfinden etwas von Geistern, die man selbst rief. Bzw. habe ich bei der Spielebranche bezogen auf Indies den Eindruck, dass jeder den anderen gerne feiert aber genauso gerne sich selbst überlässt. Der Laden ist schlicht massiv überlaufen und es werden ja mit der Zeit nicht weniger Entwickler.

Ehrlich gesagt halte ich es für einen Fehler, wenn man in dem Zusammenhang mit kreativen Lottogewinnen wie Stardew Valley oder Papers Please argumentiert, denn das sind in aller Regel ziemlich einmalige Projekte. Ich glaube auch nicht, dass es die eigentlichen Trendsetter sind. In dem Segment steckt wenig bis kein Geld und das prägt. Momentan sind es Roguelite-Metroidvanias mit Soulsbourne-Mechaniken, bzw generische Spielkonzepte. Das Schöne daran ist, dass man als einzelner Programmierer mit Bezahl-Assets sehr weit kommt. Es ist der heiße Scheiß, weil man keinen Leveldesigner mehr braucht; Grafiker und Musiker erst in zweiter Instanz wichtig werden. Es geht ja nicht unbedingt darum, reich zu werden, sondern überhaupt etwas zu verdienen und Referenzen zu sammeln. Ach, schwieriges Thema...

Edit:
Ich finde es btw im Artikel befremdlich zu lesen, dass einerseits naive Youngster-Entwickler abgekanzelt werden, weil sie sich nicht selbst bilden und gleichzeitig Einzelentwickler bei der Suche nach Feedback lang gemacht werden, weil aus irgendwelchen Gründen sich urheberrechtlich geschütztes Material als Basis verwendet wird. Das habe ich auf FB-Gruppen schon mehrfach gesehen, dass dort bei solchen Dingen Gift und Galle gespuckt wird und sich niemand konstruktiv äußert, anstatt einfach nur darauf hinzuweisen, dass das für eine kommerzielle Veröffentlichung problematisch ist. Mich wundert es jedenfalls nicht, dass ein Entwickler in solch einer Situation pampig reagiert. Nebenbei bemerkt ist dieser Entwickler ein Beispiel für jemanden, der sich offensichtlich intensiv mit der Spieleentwicklung auseinandergesetzt hat. Sonst wäre er vermutlich nicht soweit gekommen.

Akki 17 Shapeshifter - 7399 - 28. Juli 2020 - 22:55 #

Ich empfinde diesen Artikel als herablassend und gönnerhaft. Für einen Gewinner gibt es also 1000 Verlierer, die oft genug an eigenen Ambitionen, Unkenntnis, Arroganz, mangelndem Geschäftssinn oder mangelndem Talent scheitern? Sieh an, willkommen im Kapitalismus. Der Markt ist voller Schrott, den nie jemand spielt, der sang- und klanglos wieder verschwindet oder ein untotes Dasein fristet. Leider verschwinden so auch oft Perlen, die gescheitert sind. Der Unterschied ist: Früher haben die Publisher den Entwicklern den Kram eben zurückgeschickt und niemand hat je davon erfahren, heute liegen die Zombies eben im Steam-Grab, sichtbar für Suchende. Und das in ganz anderen Größenordnungen als früher. Aber hey wenn IHR die Supertypen seit, die es besser können als die Doofen: Nur Mut! Ernsthaft?

Ich spiel jetzt mal ne Runde Axiom Verge.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 28. Juli 2020 - 23:11 #

... ich eine Runde Carrion...

Der Marian 21 AAA-Gamer - P - 27318 - 28. Juli 2020 - 23:20 #

...ich spiele weiter Monster Train. :D

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 29. Juli 2020 - 9:50 #

Also ich interpretiere Michaels Fazit ein wenig anders als du, nämlich als: "Wenn ihr wisst, auf was ihr euch einlasst, und hart dafür arbeitet, nur zu!" Supertypen statt Doofe werden da m.E. nicht gefordert, sondern einfach ernsthafte Arbeiter.

Akki 17 Shapeshifter - 7399 - 29. Juli 2020 - 13:54 #

Das ist der springende Punkt: Das was im Fazit steht (und mit dem ich völlig einverstanden bin), deckt sich m.E. nicht mit dem, was im Artikel davor steht. Größtenteils wird hier beschrieben, warum der Markt schwierig ist und wie unfähig viele Entwickler sind - um mittendrin zu sagen, dass die nur eine Minderheit darstellen.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 29. Juli 2020 - 14:23 #

Finde ich nicht. Er sagtdoch von Anang an, dass er nict alle Indies in einen Topf schmeißt, sondern dass es auch sehr gute und innovative gibt. Aber im Artikel geht es eben um die, bei denen das ganz und gar nicht zutrifft.

Akki 17 Shapeshifter - 7399 - 29. Juli 2020 - 15:46 #

Ich habe mir den Artikel erneut durchgelesen und bleibe bei meiner Meinung. Lies den fünften Absatz nochmal, da macht Michael ganz klar, wie er die Mehrheitsverhältnisse einordnet. „Es gibt auch Gute“ ist ein pflichtschuldiges Feigenblatt.

Mir ist schon klar, dass Michael hier bewusst überzeichnet, so ist die Kolumne ja gestrickt. Aber dieses mal ist es mir zu pauschal und zu sehr von oben herab.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 29. Juli 2020 - 16:55 #

Von oben herab mag sein, deswegen aber nicht unbedingt faktisch falsch. Wenn man wirklich alle z.B. auf Steam täglich veröffentlichten Spiele anguckt, ist der größte Teil davon doch Schrott.
Eine interessante Frage wäre, wie viel daovn Unvermögen und wie viel perfide Absicht ist.

Akki 17 Shapeshifter - 7399 - 29. Juli 2020 - 20:05 #

In der Tat eine spannende Frage, wieviel davon gezielt als Game-Spam erzeugt wird.

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 29. Juli 2020 - 0:02 #

Wer eine zusätzliche Hengst-Portion verträgt, kann gerne auch noch mal das Live-Video der Spieleveteranene betrachten, in dem Michael u.a. seine Saucen in der Closed Beta-Version präsentiert:
https://www.youtube.com/watch?time_continue=1572&v=WWgrV_lzk5E&feature=emb_logo

iYork 18 Doppel-Voter - 9513 - 29. Juli 2020 - 2:47 #

Igitt ich esse doch kein Pferdefleisch egal mit welcher Sauce :))

Jonas S. 20 Gold-Gamer - P - 23156 - 31. Juli 2020 - 4:29 #

Leckere Pferdesalami.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 31. Juli 2020 - 9:54 #

Holländische Frikandell :)

Olphas 25 Platin-Gamer - - 62292 - 31. Juli 2020 - 9:59 #

Da ist dann einfach alles drin, was gerade so rumlag. Deshalb schmecken die vermutlich auch so gut.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 31. Juli 2020 - 11:56 #

Das wird’s sein :)

Slaytanic 25 Platin-Gamer - - 60460 - 31. Juli 2020 - 16:40 #

Ich ess da auch gerne mal eine Brat- oder Currywurst von. Auch Steak vom Pferd ist sehr lecker.

iYork 18 Doppel-Voter - 9513 - 29. Juli 2020 - 2:50 #

Ich glaube ich habe noch nie ein Indispiel gespielt aber eine Insel in der Karibik hätte ich auch gern. Wer programmiert mir eine App?

schlammonster 31 Gamer-Veteran - P - 251474 - 29. Juli 2020 - 8:08 #

Du hast "kostenlos" vergessen

Kinukawa 20 Gold-Gamer - 24846 - 29. Juli 2020 - 7:56 #

Für mich zählen folgende kleine Titel zu meinen meistgespielten Spielen in den letzten Jahren (vor AAA-Spielen):
Grim Dawn
Mount & Blade Warband
Empyrion Galactic Survival
Rogue Legacy
Weitere kleine Titel konnte mich erstmal nicht begeistern. Ich mag den Pixellook nicht mehr sehen.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 29. Juli 2020 - 8:00 #

Ich kann den hier zur Schau gestellten Frust durchaus nachvollziehen. Die Shops quellen wirklich über von so manchem Mist und dann beschweren sich alle, dass die Shop-Betreiber eine Vorauswahl für die Startseite (oder wo auch immer bestimmte Dinge besonders hervorgehoben werden) treffen.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 29. Juli 2020 - 10:12 #

Stimmt auffallend. Nur wird die Masse auch dadurch befeuert, dass der Zugang keine besondere Hürde ist und sich z.B. Steam rein auf Algorithmen verlässt. Bzw die Branche insgesamt sich scheinbar darauf verlässt, dass der Markt schon alles richten wird.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 29. Juli 2020 - 14:02 #

Bei dem derzeitigen Modell entscheiden Algorithmen den Markt, zumindest bei Steam. Wirklich handverlesene Perlen findet man in dem Chaos nicht mehr...

Sgt. Nukem 16 Übertalent - - 5673 - 4. August 2020 - 12:20 #

Das ist aber auch für Steam/Valve, Microsoft, Sony und Nintendo sehr schwierig - weil die alle auch eigene Spiele (zusätzlich zur Store-Bereitstellung) entwickeln: Da wäre bei hand-kuratiertem dann auch wieder GANZ SCHNELL das Geschrei groß, wenn z.B. das nächste Halo dauernd vorne mit rum irren würde. Das auf Algorithmen abzuwälzen verursacht weniger Shitstorms pro Release. ;)

Steam hat mittlerweile Kuratorenlisten. Am besten man sucht sich ein paar Typen aus, deren Geschmack mit dem eigenen übereinstimmt und folgt diesen. Problem gelöst.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 4. August 2020 - 19:48 #

Mit deinem letzten Vorschlag hast du wahrscheinlich Recht :)

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10853 - 8. August 2020 - 22:24 #

Auf gog steht C2077 auch immer oben.

Edelstoffl 16 Übertalent - P - 5204 - 29. Juli 2020 - 9:23 #

Ich kann dem Artikel nur beipflichten - hab' mich selbst immer wieder dabei ertappt, unreflektiert irgendeinen Indie-Schrott zu kaufen, der dann auf meinem PoS rumgammelt.

Wenn ich PixelArt + RPG lese, ist es um mich schon geschehen... sozusagen auf der Suche nach dem zweiten Ultima IV.

Aber ich finde dabei auch immer wieder Titel oder ganze Serien, die tierisch Spaß bringen: z.B.
die Avernum-Reihe, Ancient Domains of Mystery oder auch Witch Hunt.

Gorkon 19 Megatalent - - 16610 - 29. Juli 2020 - 11:16 #

Der Artikel ist ganz interessant. Nur vergisst er darauf hinzuweisen, dass einige erfolgreiche Indies auch nur Ideen recycelt habe und im Gegensatz zum Original damit, warum auch immer, erfolgreicher waren. Das im dritten Absatz gelobte Minecraft z.B. ist so ein Kandidat. Gemäss WASD Nr. 16 wurde der Prototyp von einem Zachary Barth als Infiniminer entworfen und kostenlos ins Internet gestellt, wo es dann von Markus Persson zum erfolgreichen Minecraft entwickelt wurde. Man darf also den Indies nicht grundsätzlich vorwerfen, sich immer alter Ideen zu bemächtigen und sie zu einem Spiel in der Zombiehölle zu machen.

MachineryJoe 18 Doppel-Voter - 9208 - 29. Juli 2020 - 11:35 #

Habe selber in der Branche Jahrzehnte gearbeitet und kenne das zur Genüge. Am Anfang beginnt es meistens mit: "Ich habe eine geniale Idee, brauche nur Coder, Grafiker und Level-Designer, beteilige alle am Gewinn, kann jetzt aber nix zahlen."
Später stellt sich besagte "geniale" Idee als AAA-Kopie mit irgend einer kleinen Änderung heraus oder einem Monster-Feature, vor dem selbst die großen Firmen aus gutem Grund Angst haben. Zu meiner Zeit waren es fast immer MMO-Titel.

Dabei sollte man sich bei Hobby, beim Sport und auf Arbeit immer erst einmal kleine erreichbare Zwischenziele setzen, damit die Erfolge Anreize setzen, weiter am Ball zu bleiben. Das große Ziel kann man ja im Hinterkopf behalten und Schritt für Schritt an die Wirklichkeit anpassen.

Und die erfolgreichen Indies heute sind teilweise schon recht große und gut finanziell aufgestellte Indies.

In der Garage kann man aber noch immer Teilaspekte entwickeln, z.B. eine neuartige Wegfindung, neue Grafik-Shader, spezielle Physik-Lösungen, Flüssigkeits-Simulationen, globale und indirekte Beleuchtungen, Hierarchien für Szenenmanagement oder Story-Verwaltung usw.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 29. Juli 2020 - 12:50 #

Demoszene kann ich als Einstieg auch nur empfehlen.

Sgt. Nukem 16 Übertalent - - 5673 - 4. August 2020 - 12:40 #

Kann ich mir ehrlich gesagt heutzutage nicht mehr vorstellen.

Das war noch bis zu Amiga-Zeiten für eine Spiele-Entwicklung sicher mörder hilfreich, die Chips bis auf die Hardware runter und das Timing einiger Befehle zyklen-genau zu kennen. Und zu schauen, wie man es schafft, möglichst viele Grafiken in 4 KB unterzubekommen (weil das Spiel dadurch größer und beeindruckender werden kann - nicht weil es so geil ist, Zeug zu komprimieren!).

Aber heutzutage spielt selbst auf Konsolen Zyklen-Genauigkeit und Speicherplatz für Indies überhaupt keine Rolle mehr - entweder weil durch Mehrkern-Prozessoren und Hardware-Virtualisierung überhaupt nicht mehr bedeutsam oder weil in schier astronomischen Mengen vorhanden.

B1ixX0r 15 Kenner - P - 3499 - 29. Juli 2020 - 16:32 #

"Kann ich aus einem bestehenden Spiel XYZ die Assets benutzen?"
"Ich möchte ein urheberrechtlich geschütztes Musikstück benutzen, wo kann ich die Lizenz kaufen?"
"Könnt ihr mir alle Tools, die für Spieleentwicklung nötig sind, mal nennen?"
"Ich habe eine geniale Idee und brauche einen kostenlosen Entwickler"

So oder so ähnlich jede FB Gruppe ever.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 29. Juli 2020 - 19:29 #

Zumindest die zweite Frage kann ich im Ansatz verstehen. Wenn ich weiß, zu welchem Verlag ein Musikgruppe gehört, ist es relativ einfach. Größenwahnsinnig wie ich bin, habe ich jetzt nur kurz versucht, herauszufinden wo ich die Lizenzrechte an "Satisfaction" von den Rolling Stones erwerben kann und bin eine zeitlang gescheitert bis ich die Bertelsmann Tochterfirma BMG fand (über einen Presseartikel auf Seite 3).
Zu dem gibt es eventuell eine gewisse Scheu bei dem Gedanken, daß man sich direkt an Sony und Konsorten wenden muss und, weil diese Scheu unbegründet ist, auch kann.

Ich bezweifle auch, daß es zum Allgemeinwissen gehört, daß "Happy Birthday for you" bis 2017 in Deutschland nicht gemeinfrei war und zumindest ich hätte keine Ahnung wie es rechtlich aussieht, wenn das Werk damit über Steam erscheint.

Sgt. Nukem 16 Übertalent - - 5673 - 4. August 2020 - 12:33 #

"Ich möchte ein urheberrechtlich geschütztes Musikstück benutzen, wo kann ich die Lizenz kaufen?"
---
Das finde ich tatsächlich bescheuert, daß Michael DIESE Frage in den Doofie-Katalog aufgenommen hat.

Man kann eine prima Grundbasis aus Programmierer und Grafiker, ggf. noch Soundeffekt-Künstler, haben, die alle ihr Handwerk verstehen und nach 2 Jahren Garage einen tollen gepolishten Indie-Titel quasi fertig haben. Die sich dann entscheiden, keinen Musiker anzuheuern, und sich dann mit so einer Frage konfrontiert sehen. Die werden sicher keinen Lizenzakquirierungsagenten anheuern, wenn sie schon keinen Musiker wollten.

Mal ganz abgesehen davon, wie komplex dieser Scheiss gerade bei Filmen und Musik ist (viele Lizenzen muss man PRO LAND beantragen)!

"Brutal Legend" wäre laut Tim Schafer fast daran gescheitert, die ganzen Lizenzen der Metalsongs zur internationalen Veröffentlichung zu akquirieren.

Zille 20 Gold-Gamer - - 24726 - 29. Juli 2020 - 20:49 #

Im Grunde ist es doch überall ähnlich: Erfolg kommt meist durch vorhandene Grundlagen (Talent, Wissen, Übung, ...) und den Willen zu harter Arbeit und Hartnäckigkeit. Glück kann auch eine Rolle spielen, aber in der Regel keine Hauptrolle.

Akki 17 Shapeshifter - 7399 - 29. Juli 2020 - 21:47 #

In der Aufzählung möchte ich ergänzen: Risikobereitschaft. Das ist integraler Bestandteil des Unternehmertums - und deswegen sind uns da die Amis weit voraus.

Zille 20 Gold-Gamer - - 24726 - 31. Juli 2020 - 16:38 #

In Amerika ist das verbreiteter - da stimme ich dir zu. Allerdings darfst man da nicht vergessen, dass es in Amerika kaum sichere(re) Alternativen gibt. Ein Job ist da meist nur ein Job und schnell kalter Kaffee von gestern. Eine Ausbildung brauchst du oft nicht (und bekommst sie in vielen Bereichen auch nicht). Die Hürden sind sicher auch um einiges niedriger. Bei uns hast du halt oftmals etwas bzw. mehr davon, als Angestellter zu arbeiten.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 3. August 2020 - 13:48 #

Die permanent drohende Obdachlosigkeit nach Jobverlust als Antrieb für Innovation. Pervers, aber funktioniert scheinbar ganz gut.

Gaiska 13 Koop-Gamer - 1396 - 30. Juli 2020 - 13:36 #

Rimworld z.B hat (für mich) mehr zu bieten als alles was ich bisher von AAA Spielen kannte. Für mich das (mit Abstand) beste spiel das ich je gespielt habe... und ich sag sowas selten :)

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 30. Juli 2020 - 15:56 #

Für Rimworld muss man auf jeden Fall mit Superlativen um sich schmeißen!

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 30. Juli 2020 - 15:57 #

Hab vor nicht einmal einer Woche damit angefangen und schon 60 Stunden :D

malkovic 15 Kenner - 3250 - 30. Juli 2020 - 15:33 #

Ich muss leider sagen, dass ich auch diese Hengst-Kolumne für sehr schwach halte. Wie bei manch anderer der Reihe verspricht der Titel viel zu viel, was der Artikel dann nicht hält. Der Schreiberling ist und bleibt den ganzen Text lang der überlegene Beobachter und ist sich dafür auch nicht zu schade, einen halben Artikel lang Unfähige zu bespötteln, die dann doch wieder nur eine Minderheit unter den Neuentwicklern ausmachen. Unfähige gibt es überall, das ist eine Binse, und an denen mangelt es leider hier nicht.

Bei so einem Titel bitte echte Kontroversen und keine Aneinanderreihung von Gemeinplätzen, die am Ende in diese Abschluss-Binse münden: Wenn du dämlich bist und Ideen kopierst, geh heim, wenn du gut und fleißig bist, versuche es. Genau: Und ernte Äpfel erst, wenn sie reif sind, mach in der geschlossenen Garage den Motor aus und guck, dass das Röhrchen beim Trinken nicht in die Capri-Sonne rutscht.

Funatic 19 Megatalent - - 15892 - 31. Juli 2020 - 12:24 #

Meine anfängliche Begeisterung für Indie-Titel ist spätestens zu dem Zeitpunkt gestorben, als Steam ihr "Green-Light" eingestellt und die Schleusen für jeden Mist geöffnet hat. Keinerlei Qualitätskontrolle, gefühlt jeden Tag 500 neue Spiele in Pixeloptik und wenn ich ich noch einmal höre "Ein neues Metroidvania Game" dann schreie ich.
Ich hofe, dass sich der Markt wieder selbst reinigt aber aktuell schaue ich mir Indiegames nur dann an, wenn ich vorher viele postive Tests/Reviews gesehen habe.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 31. Juli 2020 - 12:33 #

Ja, danke, so das ist es auch bei mir.

Kinukawa 20 Gold-Gamer - 24846 - 31. Juli 2020 - 15:23 #

Bei mir eigentlich auch, jedoch kommen so manche Zufälle an einem Tag zusammen und ich habe ein Indie-Spiel gefunden (ohne danach zusuchen), das mir extrem gut gefällt. Das ist in den letzten Jahren jedoch äußerst selten vorgekommen.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 426773 - 31. Juli 2020 - 20:07 #

Ich habe die Kommentare unter dem Artikel jetzt nicht studiert. Ich stimme Michael absolut zu, dass auch viele Indie-Entwickler, von außergewöhnlichen Ausnahmen abgesehen, nicht allzu innovativ sind, eher versuchen, typischen Konzepten der "Großen" nachzueifern und dabei teils nicht mal groß eigene Ideen einzubringen. Ich teile die Meinung allerdings, auch wenn sie überspitzt gemeint ist, so nicht. Ja, Indies sind gewiss nicht der Hort der Innovationen, ein Füllhorn gänzlich neuer Ideen, die von der Massenware abweichen. in erster Linie wandeln sie etablierte Konzepte großer Publisher ab, mal richtig gut, mal weniger gut, gerne auch in Pixelgrafik, als wenn es das irgendwie besser machen würde.

Allerdings muss ich mich bei einer solchen Kolumne schon fragen, wenn jemand selbst bei Wild River Games beteiligt ist, die so, sorry, Späße wie Das Schwarze Auge - Book of Heroes zu verantworten haben, was das eigentlich auch in Bezug darauf bedeutet, was man selbst mit, nennen wir es mal verschuldet haben.

Versteh' mich da bitte nicht falsch, Michael, aber zumindest in Bezug auf das letztgenannte Spiel hättest du selbst Einfuss gehabt. Verhindert hast du den (scheinbaren) Indie-Rotz aber nicht. Muss man da nicht eher den Leuten den Vorwurf machen, die solche halbgaren Spiele verantworten, anstatt Indies das abzusprechen, was sie zwar gewiss nicht in jedem Fall, aber eher als jedes glattgebügelte TRiple-A-Spiel haben, nämlich zwar vielleicht auch Schwächen wie jedes Spiel, aber eben auch Charakter und Eigenheiten, die eben nicht versuchen, den Massengeschmack zu treffen?

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 31. Juli 2020 - 20:16 #

Ich halte das ja für zwei unterschiedliche Ebenen.

Dass eine professionelle Produktion kein Garant für einen Kassenerfolg ist, ist das eine.
Dass die Shops mit diletantischem Zeugs vollgepackt sind, ist das andere.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 426773 - 31. Juli 2020 - 21:00 #

Ich wollte den Comment gerade noch mal umfangreich editieren, dann wären (mal abseits der Tippfehler) ein paar Dinge klarer geworden.

Abseit dessen: Indies müssen kein Kassenschlager werden, das ist ja der Punkt. Wenn es passiert, schön. Wenn es nicht passiert, aber wenigstens die Kosten gedeckt werden, ist immer noch alles gut. Ich finde trotzdem, was aufgrund der beschriebenen Orientierung an den Triple-A-Spielen in vielen Fällen so gar nicht der Fall ist, dass der Indie-Sektor tatsächlich der Bereich ist, in dem die Innovationen liegen. ja, das könnte mehr sein, definitiv, da eben der "wir müssen möglichst vielen Leuten gefallen"-Gedanke immer mehr um sich greift. Und der ist zumindest für Indie-Produktionen grundlegend falsch. Große Publisher müssen viele Kopien verkaufen, am besten möglichst viele in den ersten zwei Wochen nach Launch. Indies können es anders machen, mal was wagen. Das kann massiv nach hinten losgehen, was gewiss niemand. Aber es passiert durchaus, immer wieder, nicht nur bei Minecraft. Ich kann und will den Mut, dass man am Ende scheitern kann, gewiss nicht einfordern. Und da gibt es nun wirklich etliche Beispiel für Indies, die es gewagt, und am Ende keinen Erfolg oder wenigenstens keinen großen ERfolg hatten.

Aber Spielemachende sind oft Überzeugungstäter, die sich nicht von möglichen Mißerfolgen abbringen lassen sollen. Blues & Bullets von Josue Monchan (davor und nun wieder Pendulo) war echt großartig, nicht nur, wenn man auf Film-Noir.

Aber ich will ja gar nicht nur über Negativbeispiele reden, also im Sinne von "nicht ausreichend kommerziell" erfolgreich. Bzw. spielt das keine Rolle. Manche setzen sich durch, haben Erfolg, landen mit ihrem Spiel vielleicht sogar mal einen Hit. Aber ich sage trotzdem und widerspreche Michael: der Indie-Sektor ist der einzige Bereich, in dem echte Innovationen zu erwarten sind, und diese Neuerungen gibt es auch nur dort. Alles andere, was durchaus absolut fantastisch sein kann, ist insbesondere im Triple-A-Bereich null innovativ und entwickelt sich, wenn überhaupt, rein technisch. Und das auch nur minimal, weil die aktuelle Generation (was ein Gaming-PC thereotisch kann nutzt kaum ein Hersteller) natürlich begrenzt ist.

Was ich aber im Kern sagen will ist: Doch, der Indie-Bereich ist der Ort, wo die echten Innovationen stattfinden. Damit man das wieder mehr bemerkt, sollten vor allem die größeren Publisher, die inzwischen fast immer dazu kommen, erstens nicht mehr jeden Dreck finanzieren und zum anderen, bei, für ihre Verhältnisse im Zweifel eh lächerliche Kosten, dem Entwickler alle Freiheiten lassen und ihn nicht zu Kompromissen zwingen. Kann auch nach hinten losgehen. Aber bei einem Spiel, das ich für 300.000 oder 500.000 (ja selbst, wenn es 3 Millionen wären), das wäre doch für Take2, EA, Microsoft, jeden großen Publisher ein absoluter Witz.

Aber ich glaube selbst bei solchen Budgets sieht das teils anders aus. Da quatscht denen, außer vielleicht bei Devolver Digital, immer irgendwer rein. Aber Devolver Digital nenne ich nicht grundlos. Die haben es imo kapiert, was Indie bedeutet: kein einziges von deren Spielen ist absolut perfekt, technisch herausragend oder so. Aber die produzieren größtenteils außergewöhnliche Spiele, die durch ihr (im Zweifel nicht allzu hohes Investionskapital) meist eine richtig gute Qualitätsstufe erreichen. Und dann sind es halt echt Dinger, die du du nirgends anders kriegst. Aber ich höre ich jetzt mal auf. Eh wieder viel zu viel geschrieben, und nicht noch mal drübergelesen. ;)

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21859 - 2. August 2020 - 22:05 #

Dem kann ich nur voll zustimmen. Allein was in dem itchio-Bundle mit 1,5k Spielen drin war graust es mir manchmal. Klar waren da auch Perlen wie Celeste dabei, aber auch gefühlt hunderte 2D-Zeldas, 2D-Marios, andere RPG-Maker Spiele, 8/16-Bit-Plattformer und Zombie-Survival Spiele drin waren. Und. So. Viele. Visual. Novels. Einige behalten auch Thematiken, an die sich viele Entwickler nicht trauen, wie LGBT+-Themen, aber viele eifern nur ihren großen Vorbildern nach, oft ohne wirklich zu wissen, was sie überhaupt ausgemacht hat. Mario auf dem NES war nicht wegen, sondern trotz der begrenzten Farbpalette und Auflösung ein so geniales Spiel. Gute Pixelart ist eine genauso große Kunst wie Charaktermodelle in aktuellen Triple-A-Spielen, aber die Einstiegshürde ist wesentlich niedriger.
Und das dürfte das Problem sein: viele Leute finden Spiele geil und träumen davon, selbst eines zu "machen". Dank Tools wie dem RPG Maker oder auch fertigen, mächtigen Engines wie Unity ist es einfacher den je, ein Spieln zu entwickeln. Und Plattformen wie Steam oder itchi.io, die quasi gar keine Qualitätskontrolle haben und fast jeden reinlassen ist es auch kein Problem, seine Werke zu verbreiten.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 3. August 2020 - 13:58 #

"Und das dürfte das Problem sein: viele Leute finden Spiele geil und träumen davon, selbst eines zu "machen"."
Aber inwiefern ist das ein Problem?
Gerade bei der Verbreitung muss man ja einschränken: Von dem ganzen Zeug habe ich noch nie was gehört, und will ich wahrscheinlich auch gar nichts hören. In der Konsequenz stört mich aber auch dessen Existenz nicht. Viele große Künstler aller Bereiche haben mal damit angefangen, Vorbildern nachzueifern, und sie erst mal kopiert, auch um zu lernen.

roxl 18 Doppel-Voter - P - 11813 - 3. August 2020 - 3:39 #

Das ist Quatsch. Je mehr Leute ihr Talent testen können, umso besser. Keiner wird genötigt überhaupt etwas zu spielen. Ich wünschte mir auch noch mehr kreativere Spiele, resp. mutigere Entwickler. Je mehr sich in der Branche versuchen, desto besser.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 4. August 2020 - 12:26 #

Du nennst die Kolumne kategorisch Quatsch, wünscht dir aber kreativere Spiele und mutigere Entwickler -- also genau das, was sich auch die Kolumne wünscht :-)

Mersar 17 Shapeshifter - P - 6287 - 3. August 2020 - 11:53 #

Steam hat, in meinen Augen, die beste Lösung für mich als Kunde parat, um mich in dieser Flut an Spielen zurecht zu finden.

Man kann zum einen wunderbar nach Genres filtern, dann noch nach gezielten Themen (also z.B. "Weltraum" o.ä.) und schließlich eine Bewertungssystem. Letzteres mag nicht immer funktionieren, wie fast keins der Online-Bewertungssysteme im Internet, aber man kann sehr gut an den Reviews herauslesen, was an einem Spiel funktioniert und was nicht.

Ich spiele sehr gerne die Spiele kleiner Entwickler, weil man ihnen zumeist anmerkt, dass viel Passion eingeflossen ist (zuletzt "SpaceBourne"). Natürlich gibt es auch bei kleinen Entwicklern schwarze Schafe, aber durch o.g. Systeme habe ich noch nie einen Kauf bereut.

gnadenlos 17 Shapeshifter - - 7208 - 8. August 2020 - 18:32 #

Natürlich lohnen sich Clone beliebter Spiele - denn der Konsument will "more of the same". Deshalb gibt es auch im AAA-Bereich inzwischen zu 90% Nachfolger und Remakes, im Casual-Bereich pro Spielidee dutzende Spiele mit fast identischem Gameplay, hunderte Liebes- und Actionfilme nach dem immer gleichen Grundprinzip, etc.

Zu behaupten, dass wäre ein schlechtes Geschäftskonzept zeugt daher nicht gerade von gutem Überblick über den Markt sondern von persönlicher Abneigung gegen diese Ideenlosigkeit der kompletten Industrie.

Auch das aktuell so beliebte Ghost of Tsushima ist einfach nur ein AC mit neuem Setting und einigen Elementen die man sich bei anderen Spielen zusammengeklaut hat. Die eigenen Ideen (Wind und Teile des Kampfsystems) liegen bei vielleicht 10% des Gesamtumfangs und Gameplays. Aber weil Samurai und Sony draufsteht, bekommt es halt nicht den gleichen Hate wie Ubisoft-Titel. Daher alles richtig gemacht und ein Spiel entwickelt das durch seine kopierten Elemente und Eigenleistung an der richtigen Stelle quasi den Erfolg vorprogrammiert hatte.

Wenn ein Spiel mutiger ist, wie z.B. Death Stranding, gibt es direkt deutlich mehr Gegenwind und insgesamt, trotz hoher Qualität und damit verbundenem Erfolg, schlechtere Verkaufszahlen. Eigentlich müsste es umgekehrt sein, wenn der Konsument wirklich neue Spielideen sehen wollte.