Der Fluch von Guides

Der Fluch von Guides Meinung
Teil der Exklusiv-Serie Die Hengst-Chroniken

Die Hengst-Chroniken #30

Michael Hengst / 31. August 2021 - 13:11 — vor 12 Wochen aktualisiert

Teaser

Dank Komplettlösungen und Google sind wir zu fauleren Spielern geworden. Zumindest wenn es nach unserem Kolumnisten Michael Hengst geht, der ein regelrechtes Trauma von Tipps und Tricks hat.
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Heute nehme ich euch mal nicht auf einen Ausflug in die Abgründe der Spiele-Produktion mit oder teile Party-Erinnerungen an die wilde Redakteurszeit mit euch. Vielmehr ist diese Kolumne ein Bekenntnis. So eine Art therapeutisches Geständnis. Ein dunkler Fleck auf meiner Spielerseele.

Denn im Grunde finde ich Tipps & Tricks, Cheats, Komplettlösungen und Guides für Spiele so richtig doof. Meistens jedenfalls. Ich weiß um die Ironie, denn diese Aussage stammt von jemand, der jahrelang selbst sehr erfolgreiche Strategiebücher, Hint-Guides und Lösungen geschrieben, veröffentlicht und sogar seinen aktuellen Beruf einer Komplettlösung (Dungeon Master) zu verdanken hat. Trotzdem habe ich ein fest verwurzeltes und über Jahre gepflegtes Trauma. Ja, Spielehilfen sind oft nützlich und gegebenenfalls schaue ich auch bei NeoSeeker, Youtube oder Gamefaqs nach, um eine schwierige Stelle zu umschiffen oder einen wichtigen Gegenstand zu finden. Trotzdem bin ich kein Fan von Tipps und Tricks. Zum Zahnarzt gehe ich ja auch nicht, weil ich es so toll finde, sondern weil es sein muss.

Es gibt zahlreiche Gründe, warum ich die vorgefertigten Spielekrücken im Grunde nicht wirklich toll finde. Schon zu Power Play-Zeiten waren die Tipps-und-Tricks-Seiten ein redaktioneller Wurmfortsatz, der vor allem der Verlagsleitung Vorteile verschaffte. Die Seiten waren extrem populär, aber vor allem besonders günstig zu machen und somit ein besonders ertragreiches Segment des ...

90 Kommentare

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Michael Hengst 31. August 2021 - 13:11 — vor 12 Wochen aktualisiert
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Dennis Hilla Redakteur - P - 147057 - 31. August 2021 - 13:14 #

Viel Spaß beim Lesen!

Maestro84 19 Megatalent - - 14661 - 31. August 2021 - 13:25 #

Ich hab mir ja OoT mit einem Spieleberater selbst Etwas kaputt gemacht. :/

Jac 19 Megatalent - P - 14137 - 31. August 2021 - 13:31 #

Ein spannendes Thema, was ich so für mich auch sehr gut nachvollziehen kann. Es kommt bei mir letztlich drauf an: Bei einem Singleplayer-Titel schaue ich gerne alleine nach der Lösung und mache im Zweifel auch mehrere Versuche, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Sobald ich aber merke, dass mich eine Stelle nach etlichen Anläufen den Spielspaß kosten kann, suche ich auch gerne nach Hinweisen zur Lösung. Das ist für mich ein guter Kompromiss.
In Sachen Multiplayer lese ich meistens von vorneherein viel, da gerade in Gruppen oftmals erwartet wird, dass man sich auskennt und seine Klasse / seine Rolle vernünftig und nicht mit Trial and Error spielt. Geht auch anders, aber spätestens im sogenannten "Endgame" der meisten MMOs eben doch nur bedingt.

Claus 30 Pro-Gamer - - 318741 - 31. August 2021 - 13:49 #

Naja. Auf der anderen Seite bewahren einen Lösung auch vor über Gebühr verschwenden von Lebenszeit. Statt 80x im Kreis durch den Dungeon so rennen, immer gegen alle Wände laufend, falls da was verborgenes hinterliegen könnte, oder falschen Fährten nachlaufend belanglose Wände betrachten in der Hoffnung, da irgendwo einen auffälligen Pixel zu entdecken, schaue ich nach dem 2. Versuch lieber in eine Lösung. Weil ich kein Schüler mehr bin, der hunderte von freien Stunden zu Hand hat.
Mein Horror war Pool of Radiance. Du spielst das Ding über viele lange Tage, nur um dann in einem Level, in dem permanent Gegner spawnen nicht zu wissen, wo es weitergeht. Um dann irgendwann entnervt aufzuhören.
Das ist Retro, keine Frage, aber Mist-Retro, den ich echt nicht brauche und noch niemals gebraucht habe. Bzw. das ist mein Trauma, wenn es um (nicht vorhandene) Lösungen geht.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 31. August 2021 - 13:58 #

Mein Aha Erlebnis war damals "Zelda A Link to the Past" . Durch den mitgelieferten Spieleberater hab ich das in 2 Tagen durchgespielt. Das hat mich im Nachhinein so geärgert dass ich seitdem in Lösungen nur noch reinsehe, wenn ich wirklich nicht von allein drauf komme. Eine Ausnahme sind Achievements die total blöd designt sind. So Marke "Töte einen Gegner während du am Abnippeln bist, mit einem Pfeil den du noch schnell selbst gecraftet hast". Oder Rockstar mit Sammelgegenständen die man nur findet wenn man zuviel Lebenszeit hat. Sehe ich gerade wieder bei LA Noire mit den Film Dosen. Oder seinerzeit bei GTA 4 die 200 Tauben. Kann mir keiner erzählen dass er die ohne Guide fand. Ansonsten schau ich gerne mal rein wenn ich ein Spiel durch hab was ich so verpasst habe.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 31. August 2021 - 23:41 #

Gerade A Link to the Past ist für mich ein Beispiel dafür, dass Guides doch einen Sinn haben. An ein paar Stellen ist man ohne Hilfe echt aufgeschmissen, und wenn ich nach einigen Wochen Pause mal wieder einsteige, hilft mir der Guide über die Vergesslichkeit hinweg. Wir sind halt keine Schüler mehr, die viele Stunden am Stück in ein Spiel stecken können.

euph 28 Endgamer - - 109571 - 1. September 2021 - 7:56 #

Stimmt, da habe ich öfter als sonst in die Lösung geschaut bei dem Spiel.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 1. September 2021 - 8:17 #

Das sehe ich komplett anders. Gerade A Link to the Past ist eigentlich ein Spiel welches ohne Guide mit ein wenig Nachdenken gut lösbar ist. Hab ich gesehen als ich es Jahre später ohne Guide nochmal zu 100 Prozent gespielt habe. Oder hast du mal ein konkretes Beispiel wo du nie im Leben drauf gekommen wärst?

euph 28 Endgamer - - 109571 - 1. September 2021 - 8:55 #

Dann bin wohl zu blöd :-)

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 1. September 2021 - 9:13 #

Quatsch. Wohl eher faul. :D

euph 28 Endgamer - - 109571 - 1. September 2021 - 9:40 #

Würde ich nicht sagen, bin vor dem Blick in den Guide zwei Stunden rumgelaufen und habe gesucht. Und bei zwei-drei Lösungen dachte ich auch, dass ich da nie drauf gekommen wäre ;-)

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 2. September 2021 - 7:29 #

Der erste Übergang in die Dark World bzw. wie man wieder raus kommt. Das fand ich überhaupt nicht nachvollziehbar.

Shake_s_beer 15 Kenner - - 3075 - 2. September 2021 - 8:09 #

Das kann ich unterstützen. Ich habe A Link To The Past gerade erst letztes Jahr zum ersten Mal gespielt. Als Kind ist es mir irgendwie durch die Lappen gegangen, erst vor einigen Jahren hatte ich mir das Modul dann mal für meinen SNES gekauft. Im Modul war dann leider die Batterie zum Speichern leer, sodass das Spiel dann erstmal mehrere Jahre im Schrank lag. Im Lockdown letztes Jahr habe ich die Batterie dann endlich mal ausgetauscht und den Titel gespielt. Und da bin ich auch eigentlich komplett problemlos durchgekommen und hatte am Ende mit einigem Rumprobieren auch alles komplettiert. Keine Ahnung, inwiefern mir da vielleicht auch die Erfahrung mit vielen der nachfolgenden Zelda-Titeln zugute kam.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 2. September 2021 - 12:33 #

Die wird dir sehr stark geholfen haben. ;)

euph 28 Endgamer - - 109571 - 31. August 2021 - 14:07 #

Fluch und Segen eben :-). Es gibt immer mal wieder Situationen, in denen ich auch nach x-Versuchen oder langer Sucherei nicht den weiteren Weg gefunden habe. Dann nutze ich natürlich gerne eine Lösung, bevor ich noch mehr Zeit vernichte oder am Ende sogar entnervt aufgebe.

Und manchmal erwischt mich ein Spiel mit einem Rätsel auch gerade auf dem falschen Fuß. Dann habe ich überhaupt keinen Bock, ein kryptisches Rätsel zu entschlüsseln und suche mir schnell die passende Antwort, weil ich gerade nur spielen will. Kommt aber auch eher selten vor.

Was ohne solche Lösungen gar nicht funktionieren würde, sind bei mir Adventures. Über einfache Basisrätsel hinaus bin ich einfach zu blöd dafür und hätte bei eigentlich jedem das ich gespielt habe, das Ende nicht gesehen :-)

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32377 - 31. August 2021 - 14:14 #

Micha hat Recht, Guides können einem den Spielspaß kaputt machen. Deswegen benutze ich sie während des Spiels fast nie. Die sehr umfangreiche "Komplettlösung" zu CP77 auf GamersGlobal hab ich z.B. erst angeschaut, nachdem ich das Spiel durchgespielt hatte, um zu erfahren, was ich verpasst habe. Es gibt ja Gamer, die spielen Games gerne mehrfach hinterander durch, um verschiedene Questlines auszuprobieren - das gibt mir persönlich nix, dafür gucke ich dann in ein Guide.

Zum Glück sind Spiele heute viel freundlicher designt als in den 80ern oder 90ern, wo sich manche Entwickler einen Spaß daraus gemacht haben, möglichst unfaire, unlogische oder frustrierende Rätsel einzubauen. Den "Klopapier-Teil" in Spielezeitschriften empfand ich damals immer als nerviges, aber notwendiges Übel, denn z.B. Bard's Tale 1 hätte ich ohne diese Hilfe nicht lösen können. Wirbelwinde und Teleporter in komplett dunklen Dungeons... welcher Masochist denkt sich sowas aus? ^^

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6311 - 31. August 2021 - 14:55 #

Guides nutze ich nur, wenn ich das Spiel ausquetschen will, bis nichts mehr übrig ist.

Sciron 20 Gold-Gamer - P - 23731 - 31. August 2021 - 15:10 #

Die meisten Spiele sind heutzutage so massentauglich gestrickt, dass Guides praktisch überflüssig sind, wenn's nicht gerade um Achievements geht. Und das ist eigentlich auch gut so.

Früher konnte ich noch stundenlang "Spielspaß" daraus extrahieren, in Monkey Island & Co. verzweifelt alles mit allem zu kombinieren, weil ich bei einem Rätsel nicht weiter kam. Sowas würde ich mir heute nicht mehr geben. Gibt einfach zu viele Alternativen, mit denen ich eine unterhaltsamere Zeit verbringen könnte. Dieses durchfrusten weil man ja eh nix anderes zu zocken hat, ist ein Relikt vergangener Tage.

Ich gucke allerdings gerne mal schnell im Internet nach, wenn Spielmechaniken nicht richtig erklärt werden. Kommt heutzutage leider immer noch zu oft vor. Das hat dann aber auch nichts mit Durchspielhilfe zu tun.

Zille 20 Gold-Gamer - - 23375 - 31. August 2021 - 15:11 #

Lösungen zu nutzen, das ist immer eine Gratwanderung. Aus den von Claus genannten Gründen greife ich aber auch teils darauf zurück. Allerdings spiele ich die meisten Spiele nicht von vorneherein mit der Lösung daneben.

Ein paar Tipps nehme ich aber oft bspw. bei Rollenspielen gerne mal anfangs mit, weil ich weiß, dass ich sowas nicht zwei Mal spielen werde.

SupArai 24 Trolljäger - P - 47408 - 31. August 2021 - 15:12 #

Guides, Wikis und Tipps sind für mich Fluch und Segen...

Im Adventure-Bereich verfolgen sie mich wie ein Fluch, sobald ich einmal der Versuchung nachgegeben habe. Einmal reingeschaut versiegt jedwede selbständige Denkfähigkeit...

Sie sind ein Segen, wenn ich in einem Spiel partout nicht weiterkomme, wenn ich den letzten fehlenden Schalter oder Levelausgang einfach nicht finde. Oft irre ich in (auch "modernen") Spielen gefühlte Stunden durch die Spielwelt ohne voranzukommen. In den Momenten sind Guides und Tipps der Rettungsanker.

Häufig schäme ich mich nach dem Spicken jedoch ein wenig, weil ich nicht selbst auf die meistens sehr naheliegende Lösung gekommen bin. ;-)

Ein Andermal bin ich wiederum froh um einen Guide oder eine Wiki, weil das Spiel mir eine Mechanik eben nicht verständlich genug erklärt. Oder ich Geheimnisse alleine niemals entdeckt hätte - ohne die Neoseeker-Komplettlösung zu Battle Chasers (Ein großartiges Spiel!) wäre vieles an mir vorbei gegangen.

Und ohne das YouTube-Video, welches mich in Control zu allen versteckten Skillpunkten geführt hat, hätte ich den Titel nicht platiniert... Stundenlang suchen hätte ich danach aber auch nicht wollen, da ging es ganz stumpf ums dass Erfüllen eines Achievments.

Und ja, manchmal nerven mich die Möglichkeiten des WWW auch, weil ich dann doch schneller aus mir lieb ist eine Suchmaschine bediene, anstatt den Level noch einmal gründlich abzugrasen.

Kainar 15 Kenner - - 2883 - 1. September 2021 - 6:00 #

Geht mir bei Point and Click Adventures genauso. Nach einigen Stunden auf dem Schlauch stehen guckt man halt Mal rein. Aber wenn man dann schon dabei ist...
Oft wird man aber auch ungewollt gespoilert, da die Lösung nicht immer dem eigenen Weg folgt und daher oft auch Lösungen für andere Rätsel enthält. Ist mir schon mehrmals passiert, insbesondere bei guten Adventures wo oft mehrere Pfade gleichzeitig offen stehen.

SupArai 24 Trolljäger - P - 47408 - 1. September 2021 - 8:04 #

Ich spiele Titel, bei denen ich ohne Lösung nicht weiterkomme, normalerweise (Ausnahmen bestätigen die Regel) nicht weiter, das ständige in eine Lösung linsen zerstört meinen Spielspaß. Zudem strengt mich Spielen und "paralleles" Lesen an einem anderen Gerät an - ich muss die richtige Stelle im Text finden, erfahre mehr als ich wissen möchte, kann den beschriebenen Lösungsweg nicht nachvollziehen... Da muss mir der Titel schon viel Spaß machen, damit ich mich so "durchquäle".

Noodles 24 Trolljäger - P - 66819 - 1. September 2021 - 13:51 #

Darum ist es besser, wenn Adventures Hilfefunktionen einbauen, die dich langsam der Lösung näherbringen. Gibts ja immer häufiger.

Gorkon 19 Megatalent - P - 14128 - 1. September 2021 - 13:57 #

Aber auch doof. Meiner Erfahrung nach greife ich da schneller zu als im www zu gucken, weil es einfach bequemer ist auf den "help-Button" zu drücken.

Noodles 24 Trolljäger - P - 66819 - 1. September 2021 - 14:23 #

Nö, was spielinternes ist immer besser als was von außerhalb, vor allem da die Hilfssyteme einen meistens stufenweise zur Lösung führen, erstmal bekommt man nur einen leichten Stups, der schon reichen kann. Und dass du zu willensschwach bist, macht die Funktion nicht schlecht. :P

BruderSamedi 18 Doppel-Voter - P - 9564 - 31. August 2021 - 15:25 #

Leider habe ich das Gefühl, dass sich viele Spieleentwickler dem Nachschlage-Verhalten ihrer Spieler bewusst sind und sich daher gar nicht mehr die Mühe machen, entsprechende Hinweise direkt im Spiel zu verteilen. Ich nenne das gerne "Wiki-Spiele", da man sie nur (ergebnisorientiert) spielen kann, wenn man parallel auf dem zweiten Monitor die entsprechende Wiki-Seite offen hat.

Eine andere, leider ebenso verbreitete Unsitte, ist das Verbergen der Spielmechanik: beispielsweise kann ich beim Rollenspiel in verschiedene Attribute investieren, aber oftmals ist nicht beschrieben und mit allen Anzeigen nicht nachvollziehbar, welchen Einfluss diese Attribute genau haben. Da brauche ich dann einen Guide, der mir erstmal die verborgene Spielmechanik erklärt und mich damit in die Lage versetzt, Entscheidungen zu fällen und das Spiel zu spielen. Das Problem kann sonst sein, dass man sich - ganz klassisch - verskillt, die späteren Gegner dadurch nicht mehr besiegbar sind und man daher von vorne anfangen muss.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 31. August 2021 - 23:47 #

Das mit den verborgenen Spielsystemen ärgert mich auch. Oder wenn manche Bedienelemente nicht vernünftig erklärt werden.

angelan 14 Komm-Experte - - 2397 - 28. September 2021 - 12:51 #

geht mir genauso...
noch. dazu gab es früher ausführliche handbücher.
aber das gibt es ja nicht mehr

Da wurde noch alle Zaubersprüche etc. aufgeschrieben und was sie machten

Shake_s_beer 15 Kenner - - 3075 - 31. August 2021 - 15:48 #

Schöner Text, dem ich eigentlich voll und ganz zustimmen kann. Ich bin auch kein großer Freund davon, mir Lösungen vorkauen zu lassen. Sicherlich, es ist ein schmaler Grad zwischen "verschwendeter Lebenszeit", wenn man ewig nicht auf die Lösung kommt und dem tollen Gefühl, wenn man es dann doch eigenständig und ohne fremde Hilfe geschafft hat.

Wie lange der Geduldsfaden ist, bevor ich das Spiel abbreche oder doch in eine Lösung schaue, ist sehr unterschiedlich. Das hängt auch sehr davon ab, mit welcher Geisteshaltung ich in das Spiel gehe.

Im Regelfall wähle ich aber sehr bewusst aus, was ich spielen möchte. Und wenn ich mich einmal dazu entschieden habe, ein Spiel zu spielen und ich Spaß damit habe, dann ist der Blick in eine Lösung lediglich der allerletzte Ausweg, wenn ich lange Zeit gar nicht weiterkomme. Würde ich es anders machen, käme ich mir vor, als würde ich mich selbst um den Spielspaß betrügen.

Hin- und wieder komme ich aber doch mal an den Punkt. Zum Beispiel im vergangenen Jahr bei Mega Man 7 auf dem SNES. Den hatte ich im Lockdown mal wieder angeschlossen. Bei dem Bossgegner habe ich in unzähligen Versuchen keinen Weg gefunden, ihn zu besiegen, sodass ich irgendwann dann doch auf ein YouTube-Video zurückgriff. Auch danach hat es mich noch einige Versuche gekostet, das dann auch selbst hinzubekommen. Ohne das Video würde ich vermutlich heute noch vor dem SNES sitzen.

bluemax71 18 Doppel-Voter - - 9748 - 31. August 2021 - 16:36 #

Bei mir kommt es total auf das Spiel an. Erstmal versuche ich es zumeist ohne Guide aber wenn ich dann nicht weiter komme oder bestimmte Mechaniken nicht verstehe greife ich gern und oft zu Guides.
Dark Souls 3 ohne lets Play Guide und Hinweise zu Quests und wie welche Mechanik funktioniert? Für mich undenkbar.
Pathfinder Kingmaker. Zuerst so versucht, Kämpfe unsagbar schwer empfunden, kaum weiter gekommen. Ohne Charakter und später sogar Quest - Guides keine Chance für mich.
HOI 4. Obwohl ich alle Teile gespielt habe, finde ich das Spiel von der Steuerung und den Mechaniken so überfrachtet, dass ich ohne Letsplay Hilfe nicht klar komme.
Hades wiederum oder Battle Brothers habe ich fast ausschließlich bis auf kleine Tipps so gespielt.

Sisko 25 Platin-Gamer - P - 64164 - 31. August 2021 - 16:54 #

Guides sind Fluch und Segen. Heute muss man zumindest nicht mehr 4 Wochen auf die nächste Power Play warten, wenn man das Benzin für die Kettensäge nach Stunden immer noch nicht gefunden hat ;-). Andererseits kennt ihr es sicher auch, dass nach dem ersten Blick in eine Lösung die Hemmschwelle für das zweite Mal sehr viel niedriger liegt. Deshalb versuche ich solange wie möglich auf Lösungen zu verzichten und nur bei steigendem Frust (der auch zum Totalabbruch führen könnte) oder Zeitmangel den Blick zu wagen.

Das gilt in der Regel für alle rätsel-lastigen "Probleme", Guides zu Skillungen oder Taktiken schaue ich je nach Spiel auch mal an, aber nur wenn mich das Spiel reizt, wirklich in die Tiefe gehen zu wollen.

Noodles 24 Trolljäger - P - 66819 - 31. August 2021 - 17:27 #

Eine Lösung schreiben zu müssen, stelle ich mir auch absolut schrecklich vor, deswegen Respekt vor denen, die das so detailliert und auch schnell machen, denn meistens sollen die Guides ja zeitnah zum Release zur Verfügung stehen, ist ja hier auf GG nicht anders.

Ich selber nutze Guides aber so gut wie nie, auch wenn sie dank Internet natürlich viel leichter verfügbar sind als früher, wo man ein Magazin rauskramen und drin blättern musste, wenn man denn eines mit dem gewünschten Guide besaß (oder halt erstmal warten, bis überhaupt eine Lösung in einem Magazin verfügbar war). Ich spiel ja am PC und da braucht man heutzutage ja nicht mal aus dem Spiel raustabben, um was nachzuschauen, die ganzen Launcher haben ja ihre Overlays, Steam sogar einen Guide-Bereich für jedes Spiel.

Aber ich will Aufgaben selber lösen, auch wenn ich mal ne Weile hänge. Es ist einfach ein mieses Gefühl, nur mit Lösung weitergekommen zu sein. Und ein umso besseres, es ohne Lösung geschafft zu haben. Da muss ich schon sehr lange hängen, um in einen Guide zu schauen. Oder die Vermutung haben, dass es vielleicht ein Bug ist, wegen dem ich nicht weiterkomme, hatte ich auch schon ein paar Mal.

Wobei, es gibt ein Thema, bei dem ich häufig Guides nutze und das sind Achievements. Und bei umfangreicheren Spielen schau ich schon mal in die Tipps und Tricks, weil man da oft auf Dinge aufmerksam gemacht wird, die man vielleicht völlig übersehen hat. Naja und bei Sammelkram, wenn da jetzt nur noch extrem wenige Sammelobjekte fehlen und ich fast alle selber entdeckt hab, schau ich schonmal nach, wo der Rest ist, da hab ich dann den Komplettierungsdrang. :D Wenn mir aber noch relativ viel vom Sammelkram fehlt, dann lass ich das.

Crizzo 19 Megatalent - P - 14544 - 31. August 2021 - 17:57 #

Aus Sicht des Lösungsschreibers kann ich das vollstehen, dass klingt nach einer unglaublich mühsamen, akribischen und teilweise frustrierenden Arbeit, wenn einem Patches oder andere Probleme die Arbeit zerhageln.

Als Spieler ist und bleibt es eben eine Sache des persönlichen Geschmacks und der eigenen Disziplin. Wenn ich, wie zuletzt in Jedi Knight 2, an einer Stelle einfach nicht rausfinde und nicht weiß woes weitergeht, weil ich eine Lücke übersehe und nach 10, 15, 20min oder am nächsten Tag nicht weiterkomme, dann schaue ich eine Lösung an oder ein Let's Play an der Stelle, um zusehen wo es weiter geht. Das hilft mir den Spaß zu retten und das Spiel fliegt nicht in die Ecke. Dann aber wieder zu den Tab und weitergespielt, sonst schielt man wirklich zu leicht wieder zurück in Video oder ins Tippsheft. Dann fühlt es sich wirklich so an, wie mit einem E-Bike den Berg zu erklimmen, das "Yes-geschafft" gehört eben dazu und mit zu viel Hilfe und wenn es zu einfach ist, kommt das nicht auf.

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 149758 - 31. August 2021 - 17:43 #

Meine Hemmschwelle ist mittlerweile gegen Null gewandert. Je nach Spiel kann es passieren, dass ich bereits nach 30 Minuten in die Lösung lünker...

Lencer 17 Shapeshifter - P - 8091 - 31. August 2021 - 20:07 #

RDR2 bspw. lässt sich ohne große Probleme komplett durchspielen und wenn man einfach viel in der Open World unterwegs ist, verpasst man auch die vielen kleinen Nebenhandlungen nicht. Ganz im Gegenteil zu den Sammelaufgaben. Das ist echt der allerallerätzendste Spielspass-Killer. Ohne detailierte Lösung/Lösungsvideo würde man doch kaum diese sch... Saurierknochen und den anderen Unfug finden. Und mit deren Hilfe macht das noch nichtmal Spass.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 31. August 2021 - 22:22 #

Rockstar halt. Ich denke heute noch mit Grausen an die 200 GTA 4 Tauben.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 31. August 2021 - 23:45 #

Sammelaufgaben lasse ich grundsätzlich links liegen. Verschwendete Lebenszeit.

Lencer 17 Shapeshifter - P - 8091 - 1. September 2021 - 8:01 #

Wenn wenigstens irgendwas RICHTIG Cooles dabei rumkommen würde, was den Aufwand irgendwie rechtfertigen würde. Ne, vllt. hakt man einfach nur ein Achievement ab.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 1. September 2021 - 8:14 #

Kommt drauf an. Wenn am Ende was bei rumkommt sind sie ok. Oder Sammelgegenstände welche die Story vertiefen wie zb Audiologs etc find ich auch nicht verkehrt. Blöd sind die ohne Sinn.

Noodles 24 Trolljäger - P - 66819 - 1. September 2021 - 13:52 #

Ja, so seh ich das auch. Wobei ich trotzdem eher selten so richtig aktiv nach dem Sammelkram suche. Ich erkunde halt und was ich dabei entdecke, nehm ich natürlich mit.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 2. September 2021 - 7:28 #

Das stimmt, Audiologs oder zum Beispiel die Geschichte rund um die "Vantage Points" in HzD sind es schon oft wert, gesammelt zu werden.

Gorkon 19 Megatalent - P - 14128 - 1. September 2021 - 14:53 #

Bei Spider-Man fand ich das ganz witzig, weil da viele Anspielungen und Insider dabei waren. Sonst übergehe ich so etwas auch gerne.

angelan 14 Komm-Experte - - 2397 - 28. September 2021 - 12:54 #

Gerade RDR 2 habe ich früh aufgehört, weil es mir einfach zu groß war und ich nicht mehr ewig in der Welt rumlatschen möchte.

Durch Lösungen komme ich wenigtens schneller durch.

Mir sind Spiele lieber, die einfach eine Erzählung gut erzählen und mich nicht ewig durch die Welt schlappen lassen.
Für mich ist open world mittlerweile ein negativaspekt beim Spiel

n8mahr 09 Triple-Talent - P - 317 - 31. August 2021 - 20:32 #

Andererseits ERLEICHTERN Lösungsbücher/Hinweisseiten im Netz aber auch den Programmierern das Leben.
Warum denn gut geschriebene Quests erstellen, die JEDER kapieren kann? Warum denn eine "in game" Hilfsmöglichkeit einbauen, wenn das eh bald online steht?

Habe es schon des Öfteren erlebt, dass in einem Spiel die Lösung einfach nicht ersichtlich war, bzw man die nur durch stumpfes "Versuch und Irrtum" herausbekommen kann.
Nein, Danke!

Daher: ja, Lösungsbücher lassen uns Spieler faul werden - aber die Programmierer verlassen sich genau so auf sie.

JensJuchzer 20 Gold-Gamer - P - 24552 - 31. August 2021 - 20:51 #

Ich benutze das eigentlich immer nur wenn ich nicht weiterkomme. Alelrdings muss man zugeben, der allgegenwärtige Zugriff lässt die hemmschwelle deutlich absinken. Früher musste man noch zu Fuss oder per Rad zum nächsten Zeitschriftenladen und hoffen dass in einer Zeitschrift auch ne Lösung drin ist und dass einen die Verkäufer nicht dauernd angemault haben, das Heft auch zu kaufen und nicht nur zu lesen :)

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 208364 - 31. August 2021 - 21:02 #

Bei mir steht der Spielspaß im Vordergrund und da ist es mir egal ob ich das durchs "selbst-erspielen" oder durch nen Tipp erreiche. Manchmal ist es wirklich "verschwendete Lebenszeit" wie Claus schreibt, wenn man auf der Suche nach der Lösung ist, sich aber nur ständig im Kreis dreht und manchmal versaut man sich natürlich auch alles mit ner vorgefertigten Lösung. Ist im Grunde eine Abwägungssache und ein interessantes Thema. Danke dafür, Michael!

Ridger 21 Motivator - - 25773 - 4. September 2021 - 18:03 #

Schließe ich mich an. Es kommt auf den Kontext und die verfügbare Zeit an.
Außerdem ergänze ich, dass ich gerne nach Zahlen male. ;)

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 31. August 2021 - 23:46 #

Ich nutze Guides vor allem als Krücke, um nicht selbst Karten malen zu müssen. Die Zeiten sind einfach vorbei.

Cyd 19 Megatalent - - 18431 - 1. September 2021 - 5:37 #

Guides, deren Inhaltsverzeichnis nutze ich ab und an auch gerne, um zu sehen wie weit ich in einem Spiel schon bin.

TheLastToKnow 25 Platin-Gamer - - 56883 - 1. September 2021 - 9:27 #

Das finde ich auch sehr nützlich! Ich möchte zwischendurch einfach mal wissen, wie weit ich im Spiel gerade bin.

Kainar 15 Kenner - - 2883 - 1. September 2021 - 6:10 #

Ich benutze Guides und Lösungsbücher eigentlich nur für Adventures, wenn ich Mal einfach nicht weiter komme, oder zum komplettieren von Erfolgen (Stichwort GTA Sammelaufgaben). Für letzteres habe ich allerdings kaum noch Zeit :)
Entgehen mir dadurch in Spielen wie Dark Souls Mechaniken, Story oder Geheimnisse? Auf jeden Fall, aber ich habe dann meine eigene Spielerfahrung / Geschichte erlebt. Und ich kann ja immer noch im Nachhinein Let's Plays oder Zusammenschnitte auf YouTube schauen.

Noch eine Anekdote zum Abschluss: Bei Aladdin auf dem SNES gab es Levelcodes (ich glaube 5 Stellen mit 4 Symbolen). Mein Vater und Onkel haben ungelogen alle Kombination ausprobiert, um sich so zum Endgegner zu "cheaten". Ich glaube da hätte ein Guide nicht geschadet ;) Auch unvorstellbar für mich heute, wenn ich das Spiel in wenigen Stunden komplett durchspielen kann.

Gorkon 19 Megatalent - P - 14128 - 1. September 2021 - 6:15 #

Spannend. Hat mir gefallen. Das Lösungen zu erstellen nicht die schönste Aufgabe ist, kann ich mir gut vorstellen. Aber Tips und Tricks finde ich bei manchen Spielen doch sehr hilfreich. Wie oft habe ich gerade bei RPGs meine Crew in die falsche Richtung entwickelt. Mit den entsprechenden Tips kann man sich also auch viel Frust ersparen. Und Boss Guides verwende ich immer gerne, anstatt fünf Tage die immer gleiche Sequenz zu sehen, welche sich nicht abbrechen lässt. Ansosnten nutze ich Lösungen gerne bei Adventures, wenn die Rätsel wieder ohne jede Logik zusein scheinen.

Lencer 17 Shapeshifter - P - 8091 - 1. September 2021 - 8:08 #

Noch was an Michael, ich habe die Komplettlösungen auf dem grünen Papier der Powerplay oder der Sonderausgaben geliebt. Natürlich so gut wie alles gekauft und gesammelt. Damit war ich dann auch "die Quelle" in der Bekanntschaft, wenn es bei irgendeinem Spiel nicht mehr weiterging. Ich fand die Zeitschriften großartig und Dungeon Master oder Eye of the Beholder und viele andere hätte ich ganz sicher nicht ohne die Lösungen so weit gespielt. Der Spielspass war dennoch hoch.

Bantadur 17 Shapeshifter - - 6842 - 1. September 2021 - 10:19 #

Spricht mir aus der Seele. Ich nutze Guides prinzipiell nur, wenn ich sonst im Spiel nicht weiterkommen und es deshalb beenden müsste... ODER wenn mir etwas spanisch vorkommt und ich mich frage, ob hier ein Bug vorliegt. Kommt vielleicht bei jedem fünften Spiel einmal vor.

Alter Hase 16 Übertalent - - 4395 - 1. September 2021 - 11:39 #

Früher (tm) lagen den Spielen auch immer ausführliche Anleitungen bei. Es war häufig auch so, dass die ersten paar Spielminuten beschrieben wurden, damit man als Spieler ungefähr weiss wie das Spiel funktioniert. Die Tutorials von heute ersetzen meiner Meinung nach kein Nachschlagwerk. Daher schaue ich meistens kurz am Anfang eines Spiels ein paar Youtube-Videos an, um die Spielmechanik komplett zu begreifen. Es muss dazugeschrieben werden, dass ich meistens Strategie- und Adventurespiele zocke.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 2. September 2021 - 7:26 #

Mal wieder die Gelegenheit für unverschämte Schleichwerbung:

https://www.gamersglobal.de/user-artikel/wie-zugaenglich-sind-videospiele-eigentlich

Alter Hase 16 Übertalent - - 4395 - 2. September 2021 - 9:10 #

Sehr guter Artikel. Kann ich zu 100% unterschreiben.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 2. September 2021 - 10:47 #

Vielen Dank, das freut mich. :)

Danywilde 24 Trolljäger - - 117158 - 1. September 2021 - 14:14 #

Ich stelle mir die Erstellung eines Guides nicht wirklich spaßig vor. Dennis hatte ja mal ein bisschen Hintergrund zu seinem Cyberpunk 2077 Guide erzählt.

minsche 17 Shapeshifter - - 6020 - 1. September 2021 - 22:27 #

Ein Glück, dass es heute so viele Tipps im Netz gibt. So kann ich selbst entscheiden, ob und wann ich sie benutzen möchte. Und wenn ich zum Beispiel bei Batman, Arkham Knight, gerne auch den Riddler ins Kittchen bringen möchte, dann muss ich immerhin seine 200 Rätsel lösen: und da gibt es dann doch so einige Kopfnüsse, die ich ohne Hilfe nicht geschafft hätte. Also, vielen Dank an Leute wie Michael, die sich die Mühe machen, Lösungen für Spiele aufzuschreiben. Merci!

Michael Hengst 16 Übertalent - P - 5935 - 2. September 2021 - 12:58 #

Herzlichen Dank. Ich schreibe aber heute allerdings keine Lösungen mehr...wenn es sich vermeiden lässt :-D

sneaker23 17 Shapeshifter - - 7095 - 2. September 2021 - 0:03 #

Spannender Artikel!
Ich habe hier n Haufen Lösungsbücher stehen, man könnte es fast eine kleine Sammlung nennen. Allerdings (größtenteils) nur von Spielen, die ich auch gespielt habe. Oder mal spielen will :-)
Ab und zu gucke ich gerne mal rein, um zu sehen, was ich mal gespielt habe, und erinnere mich an dann an die Level. Es gibt einige fantastisch recherchierte Lösungsbucher, so z.B. das zu System Shock 2 oder zu Deus Ex (in englisch von Prima, das deutsche (hab ich auch) ist Mist). Oder neuer die Bücher zu Skyrim, Fallout 3, Vegas, 4, Bioshock (die Sammlung) oder das zu Prey. Das Buch zu Dishonored 2 war aber leider enttäuschend, da dort einige Fundorte von Sammelobjekten fehlten und es allgemein recht wischiwaschi geschrieben war. Wahrscheinlich der erwähnte Zeitdruck.
Normalerweise gucke ich aber erst rein, wenn ich das Spiel schon einmal gespielt habe, entweder, um es dann nochmal, aber kompletter, zu spielen oder eben zu sehen, was ich verpaßt habe.
Inzwischen kaufe oder ersteigere ich tatsächlich aber immer mehr alte Bücher. Die letzten Neuzugänge sind zu Vampire:The Masquerade - Bloodlines (scheiße teuer), NOLF und Jagged Alliance 2 (überraschend günstig :-)

Doktorjoe 18 Doppel-Voter - - 9412 - 2. September 2021 - 7:53 #

Ich spiele meist umfangreiche Single-Player-Titel, ein gutes Beispiel ist The Witcher 3. Das habe ich 2015/16 ohne Lösung gespielt und jetzt gerade wieder, aber mit Lösung. Denn zwischenzeitlich habe ich so viel Infos aufgenommen, was ich verpasst habe oder anders hätte machen können, dass ich jetzt gezielt bestimmte Wege gehen möchte. Dafür sind Komplettlösungen und auch Trainer sehr praktisch.
Multiplayer interessiert mich nicht, das ist Zeitverschwendung für mich.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 2. September 2021 - 12:34 #

Dabei kann MP soviel Spaß machen. :)

HarazzenFord 12 Trollwächter - P - 891 - 2. September 2021 - 13:49 #

Nachzugucken, wenn man nicht weiterkommt finde ich völlig legitim und tue ich auch gelegentlich. Ich habe an sich keine Lösungsbücher zuhause, aber die gebundene Ausgabe für Breath of the Wild wollte ich gerne hier stehen haben. Einmal als Sammelobjekt und als Tagebuch, das man nebenbei liegen hat. Macht bei dem Spiel auch Sinn mMn.

Was mich viel mehr stört und was mir etliche Coop Sessions mit Leuten kaputtgemacht hat (mit denen ich heute zum großen Teil auch einfach nicht mehr gemeinsam zocke):

Dieses Min/Max-Verhalten selbst bei nicht-kompetetiven Spielen. Ich spiele aktuell gerne mal Borderlands 3 und da kommt man entspannt durch die Story, egal wie man spielen möchte. Dann gab es in der Vergangenheit immer mal Individuen, die direkt mit perfekten Skilltrees ankamen und dir einreden wollten, dass dein geplanter Build in der Tierlist ganz weit unten ist. Da krieg ich wirklich Gesichtskrämpfe…
Mein „Liebling“ vor ein paar Jahren war das gemeinsame Spielen von Civilization 6 im Multiplayer, wo ich einfach komplett zerstört wurde, weil die drei anderen Spieler direkt mit den besten Völkern ankamen und aufm zweiten Screen die Build order offen hatten. Sorry aber da bin ich einfach raus.

Danywilde 24 Trolljäger - - 117158 - 2. September 2021 - 14:04 #

Michael, wieviel Zeit hast Du denn so in einen Guide gesteckt und hast Du ein Spiel, wofür Du ein Guide geschrieben hast, danach noch einmal gespielt oder hat es Dir den Spielspaß genommen?

Michael Hengst 16 Übertalent - P - 5935 - 2. September 2021 - 18:15 #

Moin. Das ist sehr unterschiedlich, aber die "großen Titel" hatten ungefähr einen Lauf von ca. 6 Wochen (von der Konzeption bis zu den finalen Druckunterlagen). Im Schnitt waren 3 bis 4 Leute (manchmal auch 5) damit beschäftigt -- Redaktion / Layout / Produktion / Korrektorat /Schlußredaktion. Da kamen schnell mal 400 Stunden zusammen. Wir hatten aber auch welche, die waren mit 300 Stunden am unteren Ende. Oder Bücher wo durchaus 800 oder mehr Stunden drin stecken. Hängt immer stark am Titel, und ob wir Karten machen müssen. Das Spiel was ich gerne nochmal gespielt habe, war Majora's Mask :-D

Danywilde 24 Trolljäger - - 117158 - 5. September 2021 - 8:06 #

Das ist ja dann wirklich sehr konzentriert. Wenn Du danach noch Lust auf Majora‘s Mask hattest, muss Dich das ja wirklich sehr begeistert haben. Wenn ich ein Spiel normal durchgespielt habe, kann ich es erstmal für lange Zeit nicht mehr spielen.

Aber ich nehme an, dass Du es dann danach mit Muße spielen konntest, was dann ja noch einmal ein anderes Spielerlebnis ist, wahrscheinlich vergleichbar mit einem Review oder privat Durchgang.

TheRaffer 22 AAA-Gamer - P - 32088 - 3. September 2021 - 11:41 #

Lösungen kommen bei Adventures immer dann zum Einsatz, wenn ein total kreativer Entwickler ein Musikrätsel oder etwas ähnlich dämliches eingebaut hat. Ich höre keine Töne und bevor ich da stundenlang rumprobiere….

Bei RPGs sind Wikis zu Anfang leider nötig, um einmal zu verstehen, wie das Levelsystem funktioniert. Das wird in vielen Spielen leider zu Anfang nicht ausführlich genug erklärt und mir ist die Gefahr mich zu verskillen zu groß. Das nimmt in den letzten Jahren etwas ab, da immer mehr Spiele einen Skill-Reset irgendwo eingebaut haben.

Bei Bannerlord schaue ich häufiger in ein Wiki, um bei den ständigen Patches den Überblick zu behalten.

Es ist, wie viele hier schreiben, Fluch und Segen. ;)

Elfant 24 Trolljäger - P - 62403 - 3. September 2021 - 14:44 #

Zumindest gefühlt, waren Musikrätsel "damals" einfacher, weil sie im Zweifel über den PC - Quäker abgespielt werden konnten. "Heute" mit unterschiedlichen Klangfarben für die Instrumente bin ich da auch raus.

Elfant 24 Trolljäger - P - 62403 - 3. September 2021 - 16:29 #

Generell sind Komplettlösung für mich der letzte Notnagel, wenn ich eine Stunde lang nicht weiter komme.
Das letzte Mal wäre dies in meiner Erinnerung bei Deponia zwei oder drei der Fall gewesen, wo ich ein für alle inklusive meinerselbst ein zu gutes Herz bei Kindern aufwies und die gesamte Kanalisationspart mit der Lösung gespielt habe.

Aber es gibt auch eine Gattung von Spielen bei denen ich sofort und ohne einen gefühlten Eheverlust zur Lösung greife: Sexspiele! Da ist das Spieldesign teilweise so mies, daß niemand außer dem Entwickler im Drogenrausch verstehen kann, wie es in der "Geschichte" weitergeht.

Ganon 24 Trolljäger - - 67240 - 4. September 2021 - 7:16 #

Ist die Lösung nicht meistens, irgendwas irgendwo reinzustecken?

Elfant 24 Trolljäger - P - 62403 - 4. September 2021 - 13:45 #

Nein was Du beschreibst ist die gedachte Belohnung.

Ganon 24 Trolljäger - - 67240 - 5. September 2021 - 8:25 #

Verstehe.

Brunt 11 Forenversteher - P - 553 - 18. September 2021 - 12:11 #

Schöner Artikel und entspricht auch meiner Meinung.
Ich bin der Meinung diese Komplettlösungen haben damals auch das Adventure Genre kaputt gemacht.
Ältere wissen es noch: Da wurde nicht aufgegeben, immer weiter probiert und das Spiel war Gespächstoff unter Freunden und Bekannten.
Da wurde z.b. verzweifelt nach Benzin für die Kettensäge gesucht, so etwas kann heute gar nicht mehr passieren.
Auch war man schon etwas stolz ein Spiel bis zum Ende geschafft zu haben.
Ich persöhnlich würde mir nie irgendwelche Tipps und Tricks oder Komplettlösungshefte kaufen.
Natürlich hat die Medaille immer 2 Seiten und gerade wenn man bei einem Spiel zum 99mal gestorben ist, und am Ende das ganze langweilige Level noch einmal von vorne machen muss, sind dann solche Tipps und Tricks bzw. Lösungen schon sehr gut.
Aber das nütze ich wirklich nur wenn es echt nicht mehr anders geht oder extrem nervig wird.

Rhino 15 Kenner - - 2758 - 20. September 2021 - 0:49 #

Ich sehe das durchaus ähnlich, Guides ruinieren einem sehr schnell den Spaß am Spiel und Entdecken. Bei einem zweiten Spieldurchgang, oder wenn ich nach längerer Zeit nicht weiterkomme, schaue ich aber doch gelegentlich mal rein.

Einige dieser Lösungsbücher sehen auch sehr schick aus, so daß ich ein paar wenige allein deswegen geholt habe. Darin zu blättern bringt die Erinnerung ans Spielerlebnis zurück.

Ich frage mich, ob die Einführung von Achievements ebenfalls eine Rolle bei der verstärkten Nutzung von Guides gespielt hat? Einfach weil Leute ein Spiel platinieren wollen.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 20. September 2021 - 6:53 #

Glaub ich nicht. Meist werden in Guides Achievements kaum behandelt.

bUd 12 Trollwächter - P - 1158 - 22. September 2021 - 21:32 #

Vor vielen Jahren haben ein Freund und ich irgendein PC Spiel gespielt und kamen nicht mehr weiter. Da es ein aktueller Titel war habe ich vorgeschlagen mal beim Supermarkt vorbei zu schauen, ob da nicht eine Zeitschrift mit Lösung zu finden sein könnte. Also Fahrräder geschnappt und dahin geradelt. Leider gab es keine Zeitschrift, die eine Lösung hatte. Aber als wir wieder aus dem Supermarkt raus kamen hatten sie meinem Kumpel das Rad geklaut. Also bitte überlegt euch vorher genau, ob ihr wirklich eine Lösung braucht. Das kann schnell nach hinten losgehen!!!

Lencer 17 Shapeshifter - P - 8091 - 23. September 2021 - 6:35 #

WTF. Gottseidank haben sie inzwischen dieses Internet erfunden.

Ganon 24 Trolljäger - - 67240 - 23. September 2021 - 13:22 #

Meinst du das setzt sich durch? Ich bin da skeptisch.

Lencer 17 Shapeshifter - P - 8091 - 23. September 2021 - 16:44 #

Braucht eigentlich keiner, es gibt doch Zeitungen, Bücher, CDs und DVDs. Schlimm ist auch dieses Wikipedia, ich schwöre auf mein Bertelsmann, noch fast wie neu von 1999.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 23. September 2021 - 20:36 #

Solange in Wikipedia die Wahrheit im besten Fall demokratisch und im schlimmsten Fall von Einzelnen festgelegt wird, halte ich mich lieber an seriöse Quellen.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 24. September 2021 - 13:23 #

CDs und DVDs braucht niemand. Nur VHS Kassetten und Schallplatten sind das einzig wahre!

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 149758 - 24. September 2021 - 16:46 #

Ich setze da mehr auf Kassetten und meinem Walkman. Damit kannst Du unterwegs Musik hören! Irre!

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 24. September 2021 - 21:54 #

Dafür hab ich mein Tonbandgerät.

Shake_s_beer 15 Kenner - - 3075 - 24. September 2021 - 22:21 #

Neumodischer Mist. Nichts geht über mein Grammophon!

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 25. September 2021 - 11:14 #

Dass dich der Edison hole!

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 25. September 2021 - 6:48 #

Nur echt mit Fach für vier AAA-Batterien.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86794 - 25. September 2021 - 11:14 #

Nee. Nichts geht über die guten alten Dickerchen aus dem Ghettoblaster. 8 Stück in 1 h leergelutscht. :D

angelan 14 Komm-Experte - - 2397 - 28. September 2021 - 12:56 #

Das zeigt doch mal wieder, dass man eigentlich nicht die Wohnung verlassen soll.. :)