Unsung Heroes

Unsung Heroes Meinung
Teil der Exklusiv-Serie Die Hengst-Chroniken

Die Hengst-Chroniken #16

Michael Hengst / 29. Juni 2020 - 17:58 — vor 2 Jahren aktualisiert

Teaser

Häufig wird zu wenigen Menschen zu viel Lob zuteil. So denkt auch Spieleveteran Michael Hengst, der mehr Anerkennung für die kleinen Entwickler und oft ungenannte Mitarbeiter an einem Spiel fordert.
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Spieleentwicklung ist ein langwieriges und extrem kompliziertes Unterfangen. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren arbeiten viele Leute unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Nationalität und Muttersprache mit den verschiedensten Skillsets an einer anfangs nur auf dem Papier existierenden Idee.

Die Hoffnung ist natürlich, dass am Ende genügend Menschen das Spiel toll finden und vor allem kaufen, damit die an der Entwicklung beteiligten Menschen sich und ihre Familien ernähren können und vielleicht auch noch was hängen bleibt, um das nächste Projekt zu finanzieren. Im Grunde ist die Entstehung eines neuen Titels ein Puzzle mit drei Millionen Teilen, ohne Randstücke, mit einem verschwommenen Frontbild und der unbändigen Hoffnung, dass am Ende etwas Vernünftiges rauskommt.

Doch im Gegensatz zu anderen Kunstformen wie Film, Musik oder Literatur bleiben die Macher meistens im Dunkeln. Natürlich gibt es Ausnahmen, wohl jeder Spieler kennt Hideo Kojima, Shigeru Miyamoto, Sid Meier, Peter Molyneux oder Will Wright und hat die Namen berühmter Spiele-Designer wie Roberta Williams, Anne Westfall, John Carmack oder Markus Persson zumindest einmal gehört. Aber bekannt sind eben meist nur die Lead Designer, schon die Leute in der zweiten Reihe kennt kaum jemand. Was ist beispielsweise mit Keizo Kokubo (einer der Hauptprogrammierer von Chrono Trigger)? Oder kennt ihr Adam Dolin (Narrative Design von God of War). Sind jemandem Nathan Wells (Leitender Grafiker von  The Last of Us) oder Muzafar Ahmed (einer der Terrain-Grafiker bei Red Dead Redemption 2) ein Begriff?

Kurzum: ...

92 Kommentare

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Veröffentlicht am 30.05.2022: Die Worte "Game Over" sind jedem hier ein Begriff. Der Pixel-Tod ist Teil des Spieler-Lebens. Doch nach einem fatalen Blick in den Kalender kommt Michael Hengst ins Grübeln über das reale Game Over.

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Michael Hengst 29. Juni 2020 - 17:58 — vor 2 Jahren aktualisiert
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Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 29. Juni 2020 - 17:58 #

Viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 29. Juni 2020 - 21:26 #

Wie ist denn die Sicht der Redaktion zu dieser Meinung?
Die unbekannten Helden "könnte" man ja auch bei einem Test erwähnen (ich meine mich zu erinneren, dass die leider viel zu früh eingestellte PC-Xtreme das gemacht hatte)?
Ist nicht böse gemeint, aber wenn der Anlass mal gegeben ist, warum nicht mal nachfragen, denke ich.
;) :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 30. Juni 2020 - 9:08 #

Die Credits von TLOU2 laufen etwa zehn Minuten lang und nennen hunderte von Namen. Und zwar überwiegend Bildschirm-weise, ohne Chance, sie alle lesen zu können. Welche davon sollen wir nennen? Fairerweise alle? Und wie viele Designer von TLOU2 haben wir aktuell im Test benannt?

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 30. Juni 2020 - 11:46 #

Da das recht stark ein Autoren-Spiel ist, hätte man Neil Druckmann als kreativen Kopf in jedem Fall erwähnen können/sollen/müssen.

jguillemont 24 Trolljäger - - 53019 - 30. Juni 2020 - 12:44 #

Das ist nicht zu schaffen. Dafür bräuchte man schon ein IMDB der Spielebranche, was es meines Wissens nach nicht gibt. Und selbst wenn man bei IMDB vielleicht alle Beteiligten sehen kann - auch in der Filmbranche sind einzelne Akteure im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 30. Juni 2020 - 12:45 #

Gibt es: mobygames.com. Ist eine Spiele- und Spieleentwicklerdatenbank.

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 30. Juni 2020 - 13:37 #

Ist am Ende beim Testmagazin eine Design-Entscheidung, ob und wenn ja wen man wie an welcher Stelle in welcher Ausführlichkeit erwähnt, oder nicht. Ich sehe das ganz unaufgeregt, und wie erwähnt, auch nicht als Vorwurf.
PC Xtreme hatte damals immer mal wieder kleine Info-Bubbles an den unteren Seitenrändern eingestreut, so ähnlich wie MTV das früher mit den Musikvideos gemacht hatte, wo dann immer kleine Informations-Blasen aufploppten.
Ich fand das damals bei der PC Xtreme als eine gelungene, erfreuliche Innovation für den Testmagazin-Bereich.
Aber klar, auch dort wurde nicht der Beta-Tester oder die 20 Programmierer der 3D-Engine erwähnt, aber immerhin.
Das würde hier auf Webseitenbasis so dazu auch ohnehin nicht funktionieren.
Aber interessant fand ich die Frage doch, und mit deinen Gegenfragen hast du sie ja auch irgendwie beantwortet.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16359 - 29. Juni 2020 - 18:13 #

„Kein Wunder, dass viele junge Entwickler im Schnitt nach fünf Jahren die Spielebranche verlassen. Vielleicht, weil andere Tech-Zweige besser zahlen. Vielleicht aber auch, weil sie ausgebrannt und desillusioniert sind.” Meiner Erfahrung nach liegt das zum einen daran dass man sich die miese Bezahlung leisten kann, weil man ausnutzt, dass die Leute gerne Spiele entwickeln wollen. Und der Weggang nach einigen Jahren liegt dann daran dass man mit so einer Bezahlung und der üblichen Crunchtime keine Familie gründen/Haus bauen/Kinder haben kann. Dann noch die Erkenntnis dass „Spiele entwickeln“ nur als Indie oder Lead Designer ansatzweise das ist, was man sich immer vorgestellt hat. Als Tester, Entwickler, Entwicklungsleiter... ist es fast egal ob man Spiele oder Tabellenkalkulationen entwickelt. Ich kenne kaum Leute über 40 die noch in der Branche arbeiten, die meisten sind in vernünftige Bereiche gewechselt.

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 29. Juni 2020 - 19:25 #

Da gab es vor einigen Wochen auch eine interessante Folge bei The Pod. Sowohl Ralf Adam, dessen Ehe wohl auch wegen der Arbeit zerbrochen ist, als auch Wolfgang Walk, dessen Ehe kurz davor war, haben über die Probleme im Bereich Crunch und Familie gesprochen. Nach der Folge verstehe ich Jeden, der lieber in einer anderen Branche ruhiger und vielleicht noch für mehr Gehalt am Monatsende arbeitete.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 29. Juni 2020 - 19:42 #

An den Podcast musste ich auch denken. Mit Spieleentwicklung wird man nicht reich als Angestellter.

Patorikku 16 Übertalent - P - 5847 - 10. September 2020 - 17:57 #

Der smarte Spieleentwickler verdient seine Brötchen in einer vielleicht etwas drögen, seriösen IT-Software-Bude und bastelt am Wochenende an seinem Indiespielchen daheim, die Pionierjahre als man mit 5 Freunden, Sommerferien und viel Cola und Pizza einen Welthit zusammenschrauben konnte sind leider passé...

SnarkMarf 18 Doppel-Voter - P - 9082 - 30. Juni 2020 - 12:10 #

Ja, das war tatsächlich sehr interessant, was die beiden da auspackten. Hätte da gerne noch mehr Erlebnisse gehört.

Olipool 18 Doppel-Voter - P - 11007 - 1. Juli 2020 - 10:38 #

Dann könnte dich vielleicht dieser Podcast interessieren:
https://okcool.space/sieben-jahre-indie-entwicklung-und-dann-kommt-die-enttaeuschung-ok-cool-trifft-florian-fischer/

Das ist das Projekt von Dom Schott außerhalb von The Pod.

SnarkMarf 18 Doppel-Voter - P - 9082 - 7. Juli 2020 - 11:39 #

ok .. werde ich mal reinhören ... vielen Dank.

10vorne 14 Komm-Experte - P - 2049 - 29. Juni 2020 - 18:18 #

Mogelpackung, ich werde von Twitter mit dem Text "Michael Hengst besingt die Unsung Heroes der Spieleentwicklung:" her gelockt. Und wo ist jetzt der Gesang? Ich finde Michael sollte hier noch etwas nachreichen...

Michael Hengst 17 Shapeshifter - P - 7058 - 29. Juni 2020 - 19:56 #

Du willst mich nicht singen hören...:-D

Crizzo 19 Megatalent - P - 17090 - 29. Juni 2020 - 21:19 #

Manches muss man mit eigenen Au...Ohren "gesehen" haben ;)

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 29. Juni 2020 - 21:35 #

WIR - SIND - SPARTAaaaäaaah - GAMERSGLOBAL!
Wir hören alles, auch singende Redakteure und ex-Redakteure!
:D

Wenn du es nicht glaubst, folge diesem weißen Kaninchen, äh, Link, und scroll runter bis "I saw Mommy kissing Santa Claus", ähh, nein, bis "Oh Tannenbaum" solte reichen":
https://www.gamersglobal.de/news/164626/10-jahre-gg-die-weihnachtgeschichte-von-knabenchoeren-orden-geschenken

Oder hier, als die Redaktion mal so richtig gerockt hatte:
https://www.gamersglobal.de/video/green-day-rockband-battle-of-the-gg-bands

Kurz: du bist uns (d)einen Song schuldig!
;) :D :P :)

10vorne 14 Komm-Experte - P - 2049 - 29. Juni 2020 - 23:45 #

Gamersglobuli? :D

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 30. Juni 2020 - 7:22 #

https://youtu.be/AGwrFqmq4pk

Lasst Redis NIE singen!

Akki 17 Shapeshifter - 7399 - 29. Juni 2020 - 19:28 #

QA ist wirklich in vielen Unternehmen kein Spaß. Eine gut funktionierende QA setzt sich meines Erachtens immer aus erfahrenen Entwicklern zusammen, die die jüngeren Kollegen anleiten. Idealerweise ist die QA direkt zu Beginn der Entwicklung mit eingebunden und unterstützt mit Rat und Tat. In der echten Welt werden allerdings oft die zweitbesten Leute am Markt für günstiges Geld angeheuert, die ganz am Ende der Entwicklung unter maximalem Zeitdruck stumpfes Blackbox-Testing machen dürfen und das Ganze endet dann im Blame Game ("Das fällt dir erst jetzt auf?" "Hättest Du richtig programmiert, wäre mir gar nichts aufgefallen!").

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 220408 - 29. Juni 2020 - 19:31 #

Kein optimistischer Beitrag, aber gut, so ist die Realität. Ich weiss auch nicht wie man das verbessern könnte. Ein bessere Bezahlung und angenehmere Arbeitsbedingungen wären aber schon mal was. Das würde den mangelnden Fame vielleicht ausgleichen. :)

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 29. Juni 2020 - 19:48 #

Auch beim Film, Musik und Co. kennt man doch selten die Macher hinter den Kulissen. Oder wer kennt Kameramänner, Kulissebauer, Tontechniker, Musiker, Lektoren und Co.? Es gibt halt immer ein paar Prominente im Rampenlicht, aber viel mehr, ohne die Erfolg nicht möglich wäre. Nicht fair, aber wohl kaum änderbar.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10853 - 29. Juni 2020 - 21:40 #

Die Kameramänner bekommen wenigsten noch einen Oscar, an die ganzen VFX-Artists und anderen denkt wirklich keiner. Wobei das gerade bei Superheldenfilmen sehr sehr viele sind.
Anders als Lektoren tauchen sie aber wenigstens in den Credits auf, zu Lektoren findet man meistens nichts.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 29. Juni 2020 - 22:21 #

Naja, ein paar mehr Oscars gibt’s schon noch, für Schnitt, Kostüm, Production Design, Musik usw. Aber stimmt schon, in vielen Filmen gibt es allein für Special Effects Dutzende kleine Firmen, deren Namen kaum jemand kennt und deren Mitarbeiter erst recht nicht. Aber ist bei Orchestern etc. doch auch nicht anders.

TSH-Lightning 25 Platin-Gamer - - 56148 - 29. Juni 2020 - 20:04 #

Wenn ich ein Spiel durchgespielt habe, dann schaue ich mir immer die Credits bis zum Ende an. Das ist einfach ein schöner Ausklang, genau wie bei einem guten Film. Finde es auch bemerkenswert wie viele Leute da bei AAA-Spielen dabei sind. Dass Sid Meier mit einem Civ V nicht mehr viel zu tun hat ist mir klar, aber sind es nicht auch die Publisher und Entwickler die gerne mit namhaften Personen werben?

Die QA ist für mich viel besser geworden; habe schon seit Jahren keinen Plotstopper mehr gehabt. Es kann aber auch daran liegen, dass ich Spiele meist nicht mehr zu Release und nur für mich passende Spiele kaufe (Early Access vermeide ich vollständig). Da sind die Entwickler meist sehr interessiert mit Patchs das Spiel nicht nur zu reparieren, sondern es besser zu machen und Zusatzinhalte, teils umsonst, hinzuzufügen.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 29. Juni 2020 - 21:53 #

Ich bin oft bei kleinen Spielen schon beeindruckt, wieviel Leute da teilweise mitgemacht haben

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 29. Juni 2020 - 22:05 #

Schönes Titelbild übrigens, Judah Ben Hengst!
:D

Gorkon 19 Megatalent - - 16610 - 30. Juni 2020 - 11:27 #

Und das gleich vier mal. O_o

zfpru 18 Doppel-Voter - 10841 - 29. Juni 2020 - 22:14 #

Der wahre Held einer jeden Video Game Entwicklung ist der Controller.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 29. Juni 2020 - 22:30 #

Ich gucke auch immer die Credits bis zum Ende. Und was die Bezahlung der Truppen angeht: Da sind wir alle schuld, die wir Spiele erst im Sale kaufen. Der Preis von Spielen steht seit Jahren bei 60 Euro, trotz Inflation und gestiegener Produktionskosten. Klar kann man mit einen vorher rausgeschnittenen DLC oder einer Deluxe oder Gold Edition Erstkäufern noch ein paar Extrakröten entlocken, aber insgesamt bin ich erstaunt, dass es trotz des Preisverfalls überhaupt noch so viele neue und in der Entwicklung teure Spiele gibt.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10853 - 29. Juni 2020 - 22:57 #

Die Publisher sind Schuld, dass man/ich die Spiele erst im Sale kauft.
Nach maximal 6 Monaten sind da 50% Rabatt drauf und da ich nicht so ungeduldig bin kann ich so lange warten. Doom Eternal hat gerade mal 3 Monate gebraucht.
Oder das man belohnt wird wenn man später kauft, meistens ist das Upgrade mit allen DLC teurer als die Komplettversion.
Anders sieht es bei Nintendo 1st Party Titeln aus, da kommt mit ziemlicher Sicherheit kein Sale. Oder erst mehrere Jahre später, da kann man auch gleich kaufen.
Das man also auf einen Sale warten haben alle Publisher (-Nintendo) sich selbst zuzuschreiben, sie haben den Kunden so erzogen.

Dazu hat die Bezahlung wenig mit dem Erfolg eines Spieles zu tun, denn die Mitarbeiter sind da schon bezahlt und arbeiten teilw. wo anders.
Abgesehen von Boni im Erfolgsfall.

Bruno Lawrie 21 AAA-Gamer - - 25394 - 30. Juni 2020 - 7:43 #

Nintendo kann sich das aber nur erlauben, weil sie starke und weitestgehend konkurrenzfreie Marken geschaffen haben. Neben Mario gibt es keine TripleA-Marke, die 2020 noch einen Platformer zigmillionenfach verkaufen kann. Zu Mariokart und Zelda gibt es auch keine relevante Konkurrenz.

Das hat Nintendo geschickt über Jahrzehnte aufgebaut. Das können andere Publisher mit starker Konkurrenz nicht mal eben machen.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 30. Juni 2020 - 8:12 #

Ich fände es tatsächlich mal interessant zu sehen was passiert, wenn alle Spiele preisstabil blieben und man eben nicht die Gewissheit hat, dass es nach ein paar Wochen oder Monaten zum halben Preis zu haben ist. Die DayOne-Verkäufe dürften sich doch nicht ändern, aber die Erträge hinten heraus vielleicht?

Bruno Lawrie 21 AAA-Gamer - - 25394 - 30. Juni 2020 - 9:03 #

Preisabsprachen sind halt i.d.R. illegal. Und wenn ein paar beim Schema mit den Preissenkungen bleiben, haben sie einen Vorteil.

Am PC gibt es aber durchaus auch wenige preisstabile Titel, z.B. Call of Duty. Und mittlerweile bleiben Spiele lange bei einem hohen Preis und gehen nur temporär in Sales runter, das war vor ein paar Jahren noch anders, da ging man eher von 60 auf 40 auf 20 und blieb dann dort und hat es nur in Sales unterboten. In meiner Wishlist hab ich heute relativ viele Titel, die schon über ein Jahr alt sind und bei 60 Euro bleiben und nur in Sales auf 40 runtergehen. Eine gewisse Bewegung weg von den Dumpingpreisen ist da schon zu erkennen.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 30. Juni 2020 - 9:12 #

Ich rede ja auch nicht von Preisabsprachen, sondern vom Szenario, dass die Publisher ihr Spiel zu einem gleichbleibenden EK dem Handel anbiete und der Handel den VK auch dauerhaft nicht senkt. Spiele kosten schon seit Jahrzehnten quasi den gleiben Preis - das wären dann ja keine illegalen Preisabsprachen.

Wenn du von PC sprichst, dann wohl hauptsächlich von digitalen Käufen über Steam und Co.? Ja, da ist der Preis bestimmt deutlich stabiler, so wie das auch im PSN oder bei Xbox im Store ist. Im Retail-Markt auf Konsole ist das allerdings noch deutlich anders, würde ich sagen. Da stehen die Spiele zwar auch meist lange für 59/69 Euro bei Saturn und Co. Aber es gibt jede Menge Aktionen und Preissenkungen, sodass ein Spiel schon recht zeitnah mit deutlichen Abschlägen zu haben ist.

Aber du hast natürlich recht, die Bewegung weg von Dumpingpreisen wird sich immer mehr durchsetzen, je mehr digital gekauft wird, wo insbesondere auf Konsolen bisher kein wirklicher Markt besteht und Sony und Com. die Preise "diktieren" können.

Bruno Lawrie 21 AAA-Gamer - - 25394 - 30. Juni 2020 - 12:44 #

Die Absprache wäre, dass man gemeinsam nicht senkt. Auch das ist eine Preisabsprache.

Bei Preisen gehe ich von denen der Anbieter aus. Spezialaktionen von Saturn & Co sind ein anderes Thema und dienen auch eher dazu, Leute in den Laden zu locken und nicht für den Spieleverkauf an sich. Das ist für die Betrachtung von Spielepreisen nicht so interessant.
Zwischen Steam und Konsolenspielen sehe ich mittlerweile keinen Unterschied mehr. Bei beiden bleibt man mittlerweile bei einem hohen Preis, aber geht dafür ständig in Sales. Und im Gegensatz zu Saturn-Aktionen tragen die Publisher das mit. Da werden ja nicht pauschal alle Spielepreise gesenkt, sondern nur bestimmte.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 30. Juni 2020 - 15:41 #

Preisaktionen im Handel werden durch Werbekostenzuschüsse doch auch vom Publisher unterstützt. Und die Frage, ob ein Verzicht auf Preissenkung eine illegale Preisabsprache wäre, muss ja eigentlich nicht diskutiert werden, da das eh nicht passiert.

Zwischen Steam und Retail-Markt sehe ich allerdings noch einen Unterschied, da man Retail idR dann meist doch deutlich schneller unter dem Ursprungspreis bekommt, auch ohne explizite Sale´s

Bruno Lawrie 21 AAA-Gamer - - 25394 - 30. Juni 2020 - 7:38 #

Die Credits schauen wir aber nur zu Ende, weil noch eine Post-Credits-Szene kommen könnte. ;-)

Olipool 18 Doppel-Voter - P - 11007 - 1. Juli 2020 - 10:41 #

Wobei man nicht außer Acht lassen darf, dass Entwickler mit den ganzen Sales gar nicht so unglücklich sind. Grad nach hinten raus beflügelt das die Verkäufe noch mal und es nehme viele auch Games mal mit, weil sie grad günstig sind, die ein 60 Euro Spiel niemals gekauft hätten.
Die Pile of Shames ähmm Mountain of Joys gibt es doch auch erst, seit es Sales en masse gibt.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 1. Juli 2020 - 11:28 #

Ja klar, ein Spiel kann natürlich nicht ewig 69 Euro kosten. Aber wenn die Preisreduktion bereits wenige Wochen/Monate nach Veröffentlichung stattfindet, ist da ja schon etwas anderes.

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 1. Juli 2020 - 11:37 #

Ja das hat auch extrem zugenommen in den letzten Jahren. Selbst sehr erfolgreiche Titel sind nach spätestens 6 Monaten auf 20-30€ runter. Wobei ich immer noch die These vertrete, dass der klassische Sales-Käufer die Spiele kaum spielt und man sich so eine völlig neue Zielgruppe erschaffen hat: den PoS-Aufbauer.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 1. Juli 2020 - 11:41 #

Da dürftest du nicht unrecht haben, dass insbesondere bei späteren Sales mit wirklich kleinen Preisen auch viele kaufen, die das Spiel dann letztlich doch kaum bis gar nicht spielen.

Und ja: Ein aktuelles Spiel (Nintendo 1St-Party ausgenommen) sollte man nur dann zum Release kaufen, wenn man es direkt spielen kann. Ansonsten verbrennt man eigentlich nur Geld (außer man will damit bewusst ein bestimmtes Spiel unterstützen).

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10853 - 1. Juli 2020 - 11:49 #

Teilweise ist die Printauflage erstmal recht niedrig und man bekommt sonst kaum das Spiel. Ist bei den LE so, die sind wirklich limitiert.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 1. Juli 2020 - 12:27 #

Bei ein paar wenigen LE ist das so - "normale" Versionen sind davon idR kaum bis gar nicht betroffen.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10853 - 1. Juli 2020 - 13:39 #

Bei GameStop waren die normalen Astral Chain Versionen nach mir ausverkauft und ich war morgens da.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 1. Juli 2020 - 14:32 #

Ich sage ja auch, in der Regel - Ausnahmen bestätigen die :-)

Olipool 18 Doppel-Voter - P - 11007 - 1. Juli 2020 - 12:36 #

Ja zu einen kann man damit bestimmte Konzepte unterstützen, zum anderen ist es ja auch sowas wie ne "erlesene" Sammlung für mich mittlerweile. Grad bei GOG habe ich viel dabei, was ich höchstens mal anschmeiße aber gar nicht plane lange zu spielen (z.B. Eye of the Beholder, Thief, Siedler, Zork...)
So wie Briefmarkensammler ja auch ihre Marken nicht auf Briefe kleben oder Weinsammler ihre Weine nie trinken :D

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 1. Juli 2020 - 12:45 #

>> oder Weinsammler ihre Weine nie trinken

Das wäre ein großer Fehler. Es sei denn, es handelt sich um Wertanlagen.

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 1. Juli 2020 - 12:15 #

Ich habe mir jetzt Terminator Résistance (ps4) für 15 EUR im PSN gekauft, das ist ja auch erst im Dezember rausgekommen.

Die Preisreduktion ist schon erstaunlich.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 1. Juli 2020 - 12:27 #

Retail habe ich das für 9,99 gekauft, war zu dem Preis bei diversen Händlern zu bekommen.

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 1. Juli 2020 - 12:34 #

Ja, die Preisreduktionen sind schon erstaunlich.

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 1. Juli 2020 - 23:24 #

Wobei das auch einfach nie und nimmer ein Vollpreis-Titel war und ich behaupte mal, das kam nur zum Vollpreis, damit man es jetzt im Sale "sehr günstig" anbieten kann. Die 60€ für so ein Spiel weit entfernt von AAA-Budgets waren einfach lächerlich, das Spiel an sich ist aber ganz gut und für 20€ absolut angemessen.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 29. Juni 2020 - 23:09 #

Also Andrew Braybrook (Uridium, Paradoid, Gribbley´s Day Out, Rainbow Islands uvm.) war ja einer der wenigen Star-Coder der 80er-8-Bit-Ära. Ich kann mich an nicht mehr als 10 Programmierer-Interviews erinnern in 4 Jahren Happy-Computer, aber sein Interview war eines davon. Der war also sowas wie ein Star der Anfangszeit.
Später war er dann bei einer Versicherungs-Software-Firma. Ist das jetzt ein Abstieg? Oder wollte er das so?
Und vielleicht ist das bei den Leuten, die heutzutage im Hintergrund arbeiten genauso. Steve Wozniak hat auf mich nie den Eindruck erweckt, neidisch zu sein auf Steve Jobs´ Sein im Rampenlicht.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 30. Juni 2020 - 0:20 #

Andrew Braybrook hat bis 2016 als Datenbankprogrammierer (C, SQL) gearbeitet, weil das ein regelmäßiges Einkommen brachte, aber seit 3 Jahren ist er wieder als Spiele-Designer unterwegs!

Ich hatte mal Kontakt mit Braybrook und seinem Partner Steve Turner, die zusammen Graftgold gegründet hatten und später bei Hewsonsoft unterkamen. Damals hatte ich mir in den Kopf gesetzt, Uridium auf den PC zu portieren... :] Bin leider nie fertig geworden :[ Aber fliegen und ballern kann man in der Alpha-Version! ^^. Da ich sämtliche Originalgrafiken aus der C64-Version von Uridium gerippt hab und auch den Namen benutzt hab, wollte ich von Braybrook/Turner wissen, wer die Rechte an Uridium hält - was aber irgendwie niemand mehr so genau weiß. Naja, schade.

Aber die beiden, Andrew und Steve, sind beide wieder sehr aktiv auf Twitter und bloggen auch fleissig:
https://twitter.com/uridiumauthor
https://twitter.com/t2_steve

Olipool 18 Doppel-Voter - P - 11007 - 1. Juli 2020 - 10:38 #

Klingt ja cool, woran ist es denn letztlich gescheitert? War deine Motivation verflogen oder gabs technische Hürden? Wars zufällig mit Unity oder hast du selber was gestrickt?

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 1. Juli 2020 - 14:43 #

Gescheitert ist es an meiner Motivation :] Nachdem das Grundgerüst soweit funktionierte, also Scrolling, Raumschiffanimationen, Hin- und Herfliegen und Ballern, war dann beim ganzen Drumherum die Lust weg.

Gebaut hatte ich das mit C# im Microsoft XNA Framework (später dann auf Monogame portiert), damit es auch auf XBox laufen könnte. Theoretisch zumindest...

Olipool 18 Doppel-Voter - P - 11007 - 1. Juli 2020 - 15:38 #

Ja, die berühmten letzten 20% :D

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 30. Juni 2020 - 6:36 #

Das war ja zu einer Zeit, in der Spiele von 1-2 Personen programmiert wurden, da war es deutlich einfacher, ein "Star" zu werden. Bei den heutigen Spieleproduktionen, wie teils mehreren hundert Mitarbeitern, geht das natürlich kaum noch.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 1. Juli 2020 - 20:25 #

Njaein. Es gab weniger "Konkurrenz", das stimmt. Aber es gab auch gar nicht so etwas wie eine "Starkarriere" - das war nicht vorgesehen. Einen Programmierer wie einen Star zu behandeln (und auch zu bezahlen) war total abwegig. Wer Star werden wollte, kaufte sich damals ein Roland AX-1. :)

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 1. Juli 2020 - 21:52 #

Haha, danke für die Erinnerung. Hatte schon ganz verdrängt, wie das war, als die Jungs an den schwarzen und den weißen Tasten auch mal nach vorne durften :)

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 1. Juli 2020 - 22:56 #

Hehe, die Perücke des einen Jungen konnte man jetzt beim Umzugsvideo sehen. Dazu dann noch das rote Keytar und alles ist perf.. äh... ganz schlimm. ;)

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 2. Juli 2020 - 6:27 #

Das Star steht nicht umsonst in Anführungszeichen ;-) Ein echter Star wurde natürlich niemand davon, aber in der Spielerszene waren viele Programmierer dann aber doch relativ berühmt.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 14. Juli 2020 - 0:41 #

Ich habe die aber nur durch Spiele-Zeitschriften näher kennengelernt. Die wenigen Verpackungen, die ich besessen haben (hüstel) und das, was ich auf den Titel-Bildschirmen gesehen habe, waren letztlich nur nackte Namen auf Karton und in 320x200 (bestenfalls :)).

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 29. Juni 2020 - 23:33 #

Ja und was ist eigentlich mit den Kloputzern bei Naughty Dog oder Rockstars Hausmeister? Die machen auch ihren Job, aber an die denkt wieder keiner! Es ist einfach ungerecht. :(

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 30. Juni 2020 - 11:33 #

Arbeiten aber wahrscheinlich bei einem Subunternehmer.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 30. Juni 2020 - 0:02 #

Sehr gut, dass auch mal die Leute hinter den "Stars" Erwähnung finden! Aber machen wir uns nix vor: Es hilft niemanden, wenn wir 50 Namen für jedes Spiel auswendig lernen sollen. Es braucht ein paar Ikonen als Zugpferd - oder kennt jemand die Backgroundsänger von Michael Jackson, den Kostümdesigner von Elton John oder den Tontechniker der Beatles? Es geht um das PRODUKT und manche Menschen sind Teil des Produkts.

>>> Oft wird mit der öffentlichen Kritik der falsche Baum angebellt.

Das Argument ist aus Sicht des QA-Mitarbeiters, der vor einem zu frühen Release gewarnt hat, sicher verständlich. Aber als Kunde hat es mich nicht zu interessieren, WER ein Produkt verkackt hat! Ich wende mich als Kunde an den einzigen Baum, der vor mir steht, während sich der Rest der Bande im Wald versteckt! Ich weiß natürlich, dass die arme Wurst, die sich der Kritik stellt, am wenigsten dafür kann.

>>> mit einer obsoleten Grafikkarte aus den frühen 2000er Jahren (...)
>>> schon bekommen die armen QAler oder gleich das gesamte Studio
>>> kollektiv den Zorn der Kunden zu spüren.

Nach meiner Erfahrung gibt es dann richtig Shitstorms, wenn grundlegende Dinge nicht stimmen. Der Spieler mit Graka von 2000 ist ja ein Einzelfall. Aber wenn wie z.B. bei Das Schwarze Auge - Book of Heroes die gesamte Spielmechanik so komplett am Spielspaß vorbei designt wurde, muss man sich über nur 36% positive Kommentare auf Steam nicht wundern.

>>> Läuft das Spiel gut, klopfen wir dem Produzenten verbal auf die
>>> Schulter. Sie kriegen einen dicken Bonus. Die Mitarbeiter in den
>>> unteren Decks bekommen vielleicht einen kleineren Bonus. Läuft
>>> das Spiel schlecht, müssen alle die öffentlichen Schläge
>>> einstecken.

Ja, ist in allen Branchen so. Manager und Topstars machen sich die Taschen voll, aber wenn durch deren Fehlentscheidungen (VW, Wirecard, Boing, Bertelsmann, Schlecker, Galeria Kaufhauf ...) der Laden schlecht läuft, müssen es die Mitarbeiter ausbaden. Die Manager und Topstars machen einfach woanders weiter.

==> Da hilft es aber, Indie-Studios und kleine Firmen zu unterstützen, denn in solchen Umgebungen (wie GG) profitiert das gesamte Team vom Erfolg noch am ehesten.

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 30. Juni 2020 - 10:26 #

Natürlich arbeiten bei großen Produktionen hunderte bzw. tausende Personen an einem Spiel, genauso wie bei einem Film, einem Auto, einem Möbelstück etc. Bestenfalls trägt jeder an der Produktion Beteiligte etwas gutes dazu bei und kann davon dann auch leben.

Aber als Endkunde interessiert mich wirklich nicht, wer deren Buchhaltung macht, wer das Pferd Fury modelliert oder wer den Soundeffekt der am Boden herumkullernden Dose gemacht hat. Bei einem Film interessiert mich auch nicht der Name des Best Boys oder des Fokuspullers.

Wenn mich das Endprodukt überzeugt, haben alle einen guten Job gemacht, das zählt für mich.

Necromanus 19 Megatalent - - 17399 - 30. Juni 2020 - 7:30 #

Ich verehre jetzt für gewöhnlich nicht einzelne Personen sondern finde eher ganzes Studio gut oder eben nicht. Aber diese Glorifizierung einzelner ist mir auch schon öfters aufgefallen. Wohin das führt sieht man ja gerade auch bei Star Citizen, was wohl einfach wegen einem Einzelnen nie fertig wird.

Eine sehr spannende Meinung. Ich freue mich auf Nachschub.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 30. Juni 2020 - 7:40 #

Auch mein erster Gedanke. Und einen Teil des Problems sehe ich auch bei den Legenden" selber, die ruhig mehr auf ihre Teams verweisen könnten.
Als positive Ausnahme würde ich mal Larian in den Raum stellen. Da wird eigentlich stets ein großes "Wir" präsentiert.

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 30. Juni 2020 - 8:24 #

Ich bin bei Studios mittlerweile recht nüchtern. Früher habe ich blind Alles von Bioware und Blizzard gekauft, aber beiden Studios misstraue ich mittlerweile eher. Lediglich bei Nintendo weiß ich noch, dass ich keinen Schrott bekomme.

Goremageddon 15 Kenner - 3832 - 30. Juni 2020 - 8:06 #

Bei Spielen die mich wirklich richtig abgeholt haben schaue ich mir tatsächlich immer die gesamten Credits an. Aus dem Aspekt der Wertschätzung her finde ich das schön was aber nichts daran ändert das ich mich nach 15 Minuten trotzdem nur an die bekannten Namfn erinnere... ist leider einfach so.

Jac 19 Megatalent - P - 14462 - 30. Juni 2020 - 8:50 #

"Tauchen Bugs auf, wird (fast) jeder Spieler zum Software-Experten." ist leider ein wahrer Satz. Die gibt es auch vereinzelt unter Spielern, aber nicht in der Masse der dann oft rausgehauenen Kommentare.
Wieder eine lesenswerte Kolumne, danke dafür!

Crizzo 19 Megatalent - P - 17090 - 30. Juni 2020 - 13:52 #

Warum muss man eigentlich wissen, wer das gemacht hat? Gibt doch bei meiner Waschmaschine, bei meinem Auto, Couch oder Computer auch keine Credits. Da heißt es nur Firma, Modell etc.

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 30. Juni 2020 - 13:57 #

Wenn man Spiele als Produkt sieht, kann man das so sagen. Wenn man sie als Kunst sieht, ist der Vergleich bei Musik oder Film und da werden die Künstler namentlich benannt und sind bekannt und eben auch der Schlagzeuger oder Kameramann. Aber eben auch nicht der Tontechniker oder Kabelträger. Grundsätzlich wird bei Spielen aber wenig über die Menschen dahinter geredet, wenn das nicht offensiv so vermarktet wird (Kojima etc.).

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 30. Juni 2020 - 14:28 #

Spiele sind wohl, wie die meisten Filme, in erster Linie ein Konsumprodukt und direkt auf den Markt zugeschnitten. Natürlich gibt es auch sehr viel Kunst in diesem Medium, aber ich würde gerade bei den Blockbustern erst einmal davon ausgehen, dass die Priorität auf dem Umsatz liegt

Crizzo 19 Megatalent - P - 17090 - 30. Juni 2020 - 14:48 #

Das ist beim neusten Marvel/SW nicht anders.

Und auch bei Filmen wundert es mich, dass da jeder HiWi, der Set-Koch und Busfahrer im Abspann steht. Das sind Handwerker, Dienstleister etc., die ohne Frage für das Gesamtprodukt wichtig sind, wenn alle mit mieser Laune rumlaufen, wenn das Essen mist ist..., aber über den künstlerischen Beitrag lässt sich jetzt streiten. Ob jetzt ein Musiker mit einem von Hans Müller aufgebauten Mikro singt oder doch von Luigi Auditore, ist ja egal.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10853 - 1. Juli 2020 - 23:10 #

Liegt wohl an den Gewerkschaften.

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 30. Juni 2020 - 15:37 #

So einfach ist das nicht, in der Phase, bevor ein Projekt finanziert wird, ist das definitiv ein erheblicher Faktor, weil ja niemand Geld verlieren will, aber bei der eigentlichen Entwicklung stehen dann doch oft die Künstler in der Verantwortung bzw. natürlich in Rücksprache mit Produzenten, aber es wird nur selten ein reines Konsumprodukt werden (im F2P-Bereich am ehesten, da dort bereits der Kern des Spiels auf Monetarisierung ausgelegt werden muss).

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 30. Juni 2020 - 13:53 #

Ich bin mal ehrlich: Mich interessiert nicht, wer in der dritten Reihe an Spielen, Filmen, Margarine oder Waschmittel mitarbeitet. Bei meiner Arbeit ist dies ja auch nicht anders.

Bruno Lawrie 21 AAA-Gamer - - 25394 - 30. Juni 2020 - 14:52 #

Die Namen alleine finde ich auch eher belanglos, ich kenne die Leute ja nicht.

Als Credits fände ich aber ein kleines Making-of-Video, wo die Leute nur kurz ihren Namen nennen und was sie gemacht haben, ganz interessant. Bei kleineren Teams wäre das noch gut machbar.

Oder einfach Fotos in den Credits. Fand ich bei den Piranha-Bytes-Spielen im Handbuch (oder in der Spielewelt wie bei Elex) immer ganz nett.

Ob das jeder will, ist eine andere Sache. Meine Firma hat mal für eine bekannte Persönlichkeit, mit der wir ein Projekt umgesetzt haben, so ein Video produziert und ich fand das nicht so toll. Öffentlich würde ich das noch viel weniger wollen.

malkovic 15 Kenner - 3250 - 30. Juni 2020 - 18:01 #

Ich gestehe, dass es mir ähnlich geht. Mich interessiert meist selbst die erste Reihe nicht. Ich könnte jetzt z.B. ohne Recherche keinen Lead-Designer von Witcher 3 nennen, oder von Last of Us, oder von einem sonstigen echten Hitspiel für mich.

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 70428 - 30. Juni 2020 - 15:29 #

Ich würdige die Mitarbeiter, indem ich bei jedem Spiel den Abspann komplett anschaue (auch bei Ubisoft-Spielen). :D Und ich hab auch noch nie explizit nur eine bestimmte Person für ein Spiel gelobt (außer diese Person war der einzige Entwickler). Lob oder Kritik gibts von mir immer für das komplette Entwickler-Studio.

Zaroth 18 Doppel-Voter - 10638 - 30. Juni 2020 - 16:39 #

Das Thema "Spiele-Entwicklung" wurde in der Serie "Mythic Quest" mMn sehr amüsant umgesetzt. Abgehobener Lead-Designer, frustrierte Entwicklungschefin, überforderter Producer und der Leibhaftige höchstselbst, der Controller, sind alle dabei. :-)

Edit: und natürlich die QA. Jetzt hätte ich sie auch fast vergessen. :-D

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 30. Juni 2020 - 16:56 #

Wie konntest du nur die ausnehmend süß besetzte QA vergessen! (vor allem in den letzten paar Folgen...)

Pomme 17 Shapeshifter - P - 8274 - 30. Juni 2020 - 23:21 #

...das ist ein wirklich sehr, sehr süßer Story-Strang auch...

Zaroth 18 Doppel-Voter - 10638 - 1. Juli 2020 - 9:34 #

Ich weiß es auch nicht. Wo ich sie doch auch so süß fand.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 2. Juli 2020 - 10:45 #

Das sind doch zwei Damen, oder? Bei Ashly Burch höre ich halt immer Aloy reden, das irritiert irgendwie.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 5. Juli 2020 - 17:42 #

Schöner Text. Diese Einblicke in die Spieleentwicklung finde ich ehrlich gesagt viel interessanter als die Folgen nach dem Motto "Alter Mann grummelt über Früher" der Hengst-Chroniken. Also gerne mehr in der Richtung. :-)

RoT 20 Gold-Gamer - P - 21215 - 8. Juli 2020 - 1:41 #

Danke für die Meinungskollummne. Ein Weg, den entwickler gehen können, und das hab ich bei einigen kleineren indies schon gesehen (bei AAA fehlt mir schlichtweg der vergleich), ist es die Credits kreativ umzusetzen. Also statt der einfachen auflistung der Namen ist es beispielsweise bei Race the Sun möglich die Credits zu durchfliegen. Ich glaube bei so einem Kugel-Puzzle-Plattformer waren die credits auch spielbar. dann noch mit einem Achievement kombiniert, denke ich ist das schon ein schönes spotlight. die alle natürlich im Kopf behalten zu können, denke ich ist unrealistisch. aber die art der Würdigung könnte wie beschrieben besser performt werden.

Crizzo 19 Megatalent - P - 17090 - 8. Juli 2020 - 8:29 #

Anno 1800 hat auch coole Credits, an Namen kann ich mich trotzdem nicht erinnern.

insanelygreat 09 Triple-Talent - 326 - 10. Juli 2020 - 21:56 #

Viele der berühmten Namen sind alte Haudegen die schon in der Zeit in der Spiele noch von einer handvoll Personen gemacht wurden und die Credits auf eine Bildschirmseite passten. Heute ist es ungleich schwerer sich so einen Namen zu erarbeiten. Die Kunstform Computerspiel war in den frühen Tagen eher mit der Musik vergleichbar wo man auch die Mitglieder einer Band kennt, heute ist es eher wie beim Kino-Blockbuster wo auch niemand die 3D-Artists und Tontechniker kennt.