Hyper! Hyper!

Hyper! Hyper! Meinung
Teil der Exklusiv-Serie Die Hengst-Chroniken

Die Hengst-Chroniken #23

Michael Hengst / 31. Januar 2021 - 12:49 — vor 1 Jahr aktualisiert

Teaser

Videospiele sind Mainstream, was nicht jedem altgedienten Gamer schmeckt. Was hat es mit Hyper-Casuals auf sich, und sind die schlecht oder gut für den Spielemarkt? Wo spielt zukünftig die Musik?
Anfuehrung
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In den frühen 80er und 90er Jahren war die Spielewelt noch in Ordnung.

So verklärt klingt jedenfalls die Darstellung in der Geschichtsschreibung, und sie wird durch blümerante Erzählungen von alten Herren wie mir untermauert. Spieler waren ein – durch ein gemeinsames Hobby und kurioses Insiderwissen zusammengeschweißter – Haufen von Spezialisten, die auch ein wenig stolz waren, zu einem noch überschaubaren Kreis von Eingeweihten zu gehören. Wenigstens gefühlt waren wir die Entdecker eines neuen Universums, das uns ganz allein gehörte. Dank Poke, kryptischer Zeichenfolgen wie load"*",8,1 oder später auch handgestrickten autoexec.bat-Dateien waren wir Insider mit eigener Sprache. Quasi ein Geheimbund digitaler Unterhaltung. Geeks United.

Heute ist das Computerspiel angeblich in der Mitte der Gesellschaft angekommen und die ehemalige Insider-Branche zum wirtschaftlichen Power-House mit Milliardenumsätzen geworden. Dank technischer Fortschritte kann nun auch Tante Erna aus Hintertupfing ein Spiel erleben. Handbücher, die Installation oder Steuerung erklären, sind passé. Denn Spiele werden immer zugänglicher, benutzerfreundlicher und vor allem einfacher. Und so werden immer mehr Menschen zu Spielern, die sonst mit dem Medium nichts am Hut gehabt hätten.

Aus dem ehemaligen Insider-Hobby ist längst ein Massenmarkt geworden. Der Aufschrei bei den Veteranen ist natürlich groß. Wie kann man die Candy Crush-Gelegenheitsdaddler in einen Topf werfen mit Veteranen, die in Ghouls‘n‘ Ghosts oder Demon's Souls tausend Tode starben! Die Skara Brae noch mit der Hand kartographierten, die Tastaturbelegung von Gunship auswendig konnten, bei Ikaruga den Nightmare-Modus als Standard-Einstellung nutzten! Die Liste ließe sich noch lange  fortsetzen, doch das vermeintliche Problem bleibt gleich: Das ...

101 Kommentare

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Veröffentlicht am 30.05.2022: Die Worte "Game Over" sind jedem hier ein Begriff. Der Pixel-Tod ist Teil des Spieler-Lebens. Doch nach einem fatalen Blick in den Kalender kommt Michael Hengst ins Grübeln über das reale Game Over.

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Michael Hengst 31. Januar 2021 - 12:49 — vor 1 Jahr aktualisiert
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Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 31. Januar 2021 - 12:49 #

Viel Spaß beim Lesen!

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 31. Januar 2021 - 13:06 #

Danke für den schönen Artikel. Diese pseudowichtigen Selbstabgrenzungen gegen Spielergruppen sind aus meiner Sicht das Resultat eines fehlenden Selbstwertgefühls.

Ob jemand Hayday spielt und dort seine Community pflegt oder seine Kumpels bei Fortnite trifft oder gerne alleine was auch immer spielt: Ist doch schön, wenn Menschen das Spielen nicht verlernt haben.

Cyd 20 Gold-Gamer - P - 21238 - 31. Januar 2021 - 13:13 #

Sehr schön. :) Bin auch Videospieler und entsprechend mag ich Videospiele, in all ihren Facetten... das eine Genre mehr, das andere Genre weniger, froh aber über jedes Genre, über die Vielfältigkeit. Ensprechend finde ich auch diese sogenannten "Casual-Spiele" klasse, die man vorwiegend auf dem Handy vorfindet, die einen mehr, die anderen weniger. Es ist ein Zusatz, meine Konsolen-PC-Hardcore-Extrem-IchbinderBeste Spiele gehen dadurch nicht verloren, werden nicht weniger. Im Gegenteil, ich weiß nicht wohin mit diesen ganzen Spielen, die auf meinem POS aka MOJ ihr Daein fristen. Gerne spiele ich ein Demons Souls auf der PS5, aber ebenso gerne spiele ich auch mal ein Idle-Spiel auf dem Handy, das mich komplett abschalten lässt und dank zunehmender Zahlenwerte sowas wie Glücksgefühle beschert.

Mit bornierten Videospieler-Ansichten, die in ihrer kleinen Gamerblase leben, nur diese kennen, nur diese akzeptieren, sich bestenfalls noch in ihrer kleinen, winzigen Bubble über andere erheben möchten, kann ich auch nichts anfangen... entlocken mir höchstens ein mitleidiges Lächeln und müdes Schulterzucken.

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 31. Januar 2021 - 13:38 #

"Wer auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Klo, vor dem Einschlafen oder bei der langweiligen Talkshow im Fernsehen noch nie auf seinem Handy oder Tablet ein einfaches Spiel gedaddelt hat, der möge den ersten Pixel werfen."
Hier ich! Noch nie! Niemals würde ich sowas anfassen! :)

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74505 - 31. Januar 2021 - 13:43 #

Ich werfe mit :)

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 31. Januar 2021 - 14:25 #

Ich darf nicht werfen, muss ich jetzt gehen?

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 31. Januar 2021 - 14:27 #

Du kannst mit 10 Stunden Dark Souls Buße tun!

Player One 16 Übertalent - P - 4427 - 31. Januar 2021 - 18:10 #

Wozu zählt Puzzle Quest?

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 31. Januar 2021 - 19:15 #

Das ist nischig genug, geht als guilty pleasure durch ;)

Berthold 22 Motivator - - 31040 - 31. Januar 2021 - 19:59 #

Ich spiele immer Schafkopfen am Handy.... geht das auch noch? ;_)

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 31. Januar 2021 - 20:28 #

Also Kartenspiele haben Tradition und sind natürlich was ganz anderes. Habe auch eine Texas Hold'em App :D

Gorkon 19 Megatalent - - 16610 - 1. Februar 2021 - 16:09 #

Ja ne klar. Kartenspiele sehr sind auch nichts anderes, nur gibt es die schon länger und sind daher "etabliert"....

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 31. Januar 2021 - 20:51 #

*werf*

Warum? Spiele ohne Story oder komplexes Gameplay machen mir schlicht keinen Spaß. Zum Arzt, in Bus oder Bahn oder Flugzeug oder im Urlaub habe ich entweder ein Buch, einen Podcast, oder den 3DS dabei.

vgamer85 21 AAA-Gamer - 28654 - 31. Januar 2021 - 20:48 #

Ich würde sowas auch niemals spielen..ok ein, zwei oder drei Titel vor paar Jahren hab ich ausprobiert.

BruderSamedi 18 Doppel-Voter - P - 11274 - 1. Februar 2021 - 10:21 #

Ich werfe mit:
Weg zur Arbeit - nein, auf dem Fahrrad oder im Auto wäre das eine ganz schlechte Idee. Auch früher zur Schule war das nie lang genug, dass sich ein Spiel gelohnt hätte, hätte man denn überhaupt was zum mobilen Spielen besessen
Auf dem Klo - früher gab es da Comics, heute bin ich froh, wenn ich da schnell wieder runterkomme, da wird nicht gespielt
Langweiliges Fernsehen - dafür gibt es den Ausschaltknopf, hat jede Fernbedienung. Dann ab an den Rechner für richtige Spiele.

yeahralfi 16 Übertalent - P - 4588 - 1. Februar 2021 - 17:57 #

Ich habe sonst wirklich ünerhaupt keine Affinität für Handy- und Casualspielchen. Ich komme aber trotzdem von "Threes" nicht los. Das spiele ich immer mal für ein paar Minuten, wenn ich auf den Bus warte, auf den Wasserkocher, auf was auch immer immer.

Wenn man all diese paar Minuten zusammenzählt, gibt´s wahrscheinlich kein anderes Spiel, das ich insgesamt länger gespielt habe. Brrrr....

Das kann man aber wenigstens noch für wirklich kleines Geld einfach vollumfänglich kaufen (heutzutage eine crazy Idee, ich weiss...). Dann gibt es zu dem Spiel noch nen Haufen Free to play Plagiate, die viel erfolgreicher als das wirklich tolle Original sind. Irgendwie alles traurig...

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 2. Februar 2021 - 9:08 #

Threes habe ich sehr lange Zeit auch ganz oft in kleinen Pausen gespielt. Ein wirklich netter Zeitvertreib.

StefanH 22 Motivator - - 37261 - 31. Januar 2021 - 13:39 #

Das war eine sehr angenehm zu lesende und vor allem unaufgeregte Kolumne. Ich kann Michael auch nur zustimmen.

Meine Mutter ist ein ganz spezieller Hyper-Casual-Fall. Am Amiga hat sie fast nur Emerald Mines und dessen Tausende (!!!) Shareware Klone und Bonus Levels gespielt. Ab und zu wurde dann ein Dr. Mario Klon eingelegt, wenn es gegen meine Tante ging. Später folgten dann an ihrem PC Spiele wie Bejeweled und andere Match-3 und da fühlt sie sich halt wohl. Seit sie Smartphone und Tablet hat, spielt sie genau diese Titel auch dort weiter. Der PC ist jetzt wieder ein reines Arbeitsgerät, denn bequemer kann man ja auf diesen Dingern spielen. Ich fand das insgesamt sehr gut, weil meine Mutter IMMER Verständnis für meine Spiele hatte. Sie würde zwar nie meine Spiele spielen und ich auch nie ihre, aber wir sind halt verschieden :)

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 31. Januar 2021 - 13:45 #

Was die Thematik angeht, würde ich sagen, das sind verschiedene Märkte. Mit Handys, Smartphones etc. ist eben auch ein Markt für Casual Spiele entstanden. Diese verdrängen aber keine Konsolen oder Spiele-PCs, es ist zum größten Teil ein ganz anderer und mittlerweile auch deutlich größerer Markt. Man sollte das nicht in einen Topf werfen, da Zielgruppen, Plattformen und vor allem die Spiele wenig miteinander zu tun haben. Man vergleicht ja auch nicht Die Bild Zeitung mit Ernest Hemingway, weil wird ja alles irgendwie gelesen.

vgamer85 21 AAA-Gamer - 28654 - 31. Januar 2021 - 20:50 #

Ich glaub das Mobile Gaming heute ist auch zu vergleichen damals vor Zehn Jahren mit dem Browser Gaming ^^ Alle sind auf Mobile Gaming like a Handyspielen umgestiegen..oder spielt noch jemand Browser Games?Oder sogar noch Facebook Social Games?^^

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 31. Januar 2021 - 20:55 #

Die lassen sich sowohl am Browser als auch am Tablet/Handy spielen.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 220408 - 31. Januar 2021 - 14:25 #

Ja mei, die Zeit vergeht, vieles hat sich verändert. Is wie's is. Ich kann die Entwicklung einigermaßen akzeptieren, auch wenn ich sie nicht gerade abfeiere.

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 31. Januar 2021 - 14:31 #

Tja, auch im Bereiche Spiele sind wir in Europa eben nur noch der Wurmfortsatz von Eurasien. Und das wird in allen Bereichen so voranschreiten.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 31. Januar 2021 - 14:32 #

Keine Ahnung, warum es für alles Spalter gibt, aber ein Spiel ist für mich ALLES, was Spass macht und keinem übergeordneten Zweck dient. Von Candy Crush bis Strategic Command. One big happy family! :)

Aber das mit der Einstiegsdroge kann durchaus stimmen! In meiner Generation waren die ersten Games zwangsläufig „casual“, von Pong über Pac Man, Snakes, Space Invaders bis Tetris. War doch alles „casual“ im Vergleich zu Ultima 4 oder Bard‘s Tale. Der Tickle Down hat bei mir geklappt - und wird bestimmt auch heute noch stattfinden.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 31. Januar 2021 - 15:00 #

An Pong war nix "casual". Es war brutal, viel zu schnell und völlig ungerecht! (...und dauernd verloren hab ich auch noch...)

marcw11 15 Kenner - - 3851 - 31. Januar 2021 - 23:44 #

Zum Thema Einstiegsdroge ein Beispiel aus der Family: Einstieg Borderlands 2, gefolgt von borderlands 3 und nimm warframe (in der Sequenz "durchgespielt" und immer nur 1-2 Stunden pro Woche). Gibt wohl Abkürzungen zum Core Gamer island.

Henning Lindhoff 19 Megatalent - P - 13740 - 31. Januar 2021 - 14:51 #

Besten Damk für den unaufgeregten Artikel. Mit zunehmendem Alter werde auch ich zum Casual Gamer. Der Atari 7800 jedoch ist mein Smartphone. Hin und wieder 10 Minuten Asteroids oder Galaga sind mir oft mehr wert als 2 Stunden Civilization 6.

Jac 19 Megatalent - P - 14462 - 31. Januar 2021 - 14:56 #

"Anderen etwas gönnen können" ist leider immer so ein Thema. Wer abweichende Geschmäcker als Bedrohung empfindet, hat vielleicht selbst ein Problem und ist in seinem Tunnel gefangen.
Letztlich spiele ich Spiele, die mir Spaß machen. Da ist Hardcore und Casual bunt gemischt dabei und das finde ich gut!

MiLe84 11 Forenversteher - P - 717 - 31. Januar 2021 - 15:28 #

Wann ging das eigentlich los, dass zwischen "Core" und "Casual" unterschieden wird? Ich spiele fast mein ganzes Leben lang. Fast alles zwischen Candy Crush und Paradox "Grand Strategy" um mal extreme zu nennen. Zu was macht mich das? Ich denke einfach nur zu einem Spieler, alles andere ist doch Bulls***.

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 67460 - 1. Februar 2021 - 11:45 #

Das fasst meine Gedanken gut zusammen. Hier sind ja wieder diverse Kommentare, die stark in die Richtung "So einen Mist fasse ich doch mit der Kneifzange nicht an" gehen, aber andererseits Pong oder Pac-Man früher abgefeiert haben.
Wenn ich die Wahl und zwei Stunden Zeit habe, nehme ich mir gerne ein großes Spiel vor. Habe ich zehn Minuten und will trotzdem was spielen, wird es eben was Kleineres.

Hermann Nasenweier 21 AAA-Gamer - P - 25394 - 31. Januar 2021 - 16:12 #

Ich denke dass jeder spielen kann und soll was man will. Meiner Meinung nach hat sich da auch über die Jahre nicht viel geändert, Casual ist halt dank Handy leichter geworden. Aber früher gabs halt die Schwester/Mutter/Tante/... die sich den Gameboy für Tetris ausgeliehen hat. Das waren auch nur Casual Spieler. Heute geht man halt in den App Store weils bequemer ist. Ich spiele alles an, was interessant aussieht. Und spiele alles was mir Spass macht. Egal ob Dark Souls oder Handygame.

Bin ja auch kein Casual Photograph, nur weil ich meine Schnappschüsse mit dem Handy statt mit der 5000 Euro Kameraausrüstung mache :)

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 70428 - 31. Januar 2021 - 16:17 #

Ich schau nicht mitleidig auf Casual Gamer herab und es juckt mich auch nicht, wie erfolgreich solche Casual Games sind, solange ich noch mehr als genug "richtige" Spiele bekomme, was höchstwahrscheinlich immer der Fall sein wird.

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 31. Januar 2021 - 16:26 #

Meine Meinung: das Orchester kann spielen was und wo es will, das interessiert mich nicht die Bohne.
Ich habe die Spiele, die mir Spaß machen.
Von anno dazumal (Retro-Maschinen, GOG und Co. sei Dank) und heute.
Wer beim Blick zurück aber nicht erwähnt, dass damals im Gegensatz zu heute überhaupt nicht klar war, was geht oder nicht, was morgen kommt, wer unter den Teppich der Geschichte kehrt, wie vollständig neue Spielkonzepte und -Engines entstanden, und den damit einhergehenden Zauber der Anfangstage, der meiner Meinung nach schon sehr relevant war, der vergisst einen wirklich entscheidenden Part der "alten" Zeit. Auch wenn dort natürlich nicht alles (tm) gut war.

bluemax71 18 Doppel-Voter - - 9851 - 31. Januar 2021 - 17:10 #

Ob jemand casual oder hardcore Gamer ist, ist mir völlig egal. Jeder soll das spielen was Ihr oder Ihm Spaß macht. Was mir etwas Sorge bereitet, dass das Geld dahin geht wo am meisten Geld verdient werden kann. Evtl. sind solche Spiele wie "the last of us" oder Cyberpunk 2077 irgendwann verschwunden. Und gerade das letzte Beispiel zeigt aus meiner Sicht deutlich was alles schief gehen, bzw. was man alles falsch machen kann... und ich finde Cyberpunk richtig klasse.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 31. Januar 2021 - 23:14 #

Aber gerade The Last of Us und Cyberpunk 2077 waren doch kommerzielle Erfolge.

Außerdem sollte man sich von den Umsätzen von Candy Crush nicht täuschen lassen. Ja, das produziert schwindelerregende Umsätze, aber die Markteintrittsbarrieren sind auch sehr hoch. Jemand, der mit Candy Crush zufrieden ist, wechselt nur sehr ungern. Jemand, der mit The Last of Us zufrieden war, ist hingegen auch offen für weitere ähnliche Spiele, weil The Last of Us irgendwann durchgespielt ist und nichts ist, was man jeden Tag zockt.

TSH-Lightning 25 Platin-Gamer - - 56148 - 31. Januar 2021 - 17:45 #

Leben und Leben lassen. Für mich persönlich sind diese Hyper-Games Zeitverschwendung und ich werfe den Pixel. Wenn aber jemand damit Spaß hat, dann soll er es spielen.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 31. Januar 2021 - 18:29 #

So muss sich Kolumbus vorgekommen sein, als West-Indien sich letztlich als Amerika entpuppt hat.
Diese Sache in den 70er und 80ern, an der viele von uns beteiligt waren... geben wir es zu: das war eine im Vergleich immer kleiner erscheinende Episode in der Erfolgsserie "Computerspiele". So nennt sie übrigens auch keiner mehr.
Mir ist das letztlich egal. Ich hatte meinen Spaß damit und freue mich, wenn ich wie letztens mit ein paar Jugendlichen "Promotion" auf dem C64-Emulator spiele und die Jungs fragen, ob wir es das nächste mal wieder spielen können, weil es ihnen so gefallen hat.

Mike H. 15 Kenner - 3052 - 31. Januar 2021 - 23:45 #

Promotion??? Noch nie von einem C64-Game mit diesem Namen gehört!

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 1. Februar 2021 - 11:46 #

Ein Kaiser-Klon. Letzteres gab es meines Wissens nach nicht auf Datasette, da war Promotion eine gute Alternative für Leute ohne Floppy.

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 67460 - 31. Januar 2021 - 18:47 #

Ich spiele täglich ein paar Runde Clash Royale. Warum? Weil sie nach spätestens fünf Minuten wieder rum sind und ich das Smartphone sowieso dabei habe. In der Zeit hat Immortals - Fenyx Rising gerade mal auf dem Server nachgeschaut, ob irgendwelche Online-Inhalte dazu gekommen sind und meine letzten Spielstand geladen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 31. Januar 2021 - 19:06 #

Dann habe ich einen konkreten Tipp für dich, was du beim Starten von Fenyx Rising tun könntest...

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 31. Januar 2021 - 21:00 #

Hahaha, sehr schön :D

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 67460 - 1. Februar 2021 - 18:46 #

Ganz konkret starte ich das Spiel in den wenigsten Fällen überhaupt. Ich mag Fenyx sehr und habe trotzdem gerade mal 5-6 Stunden bisher gespielt. Irgendwas ist immer, was mich zuhause davon abhält. Während drei Minuten Clash Royale im Zweifelsfall in der Pause drin sind.

Jock 13 Koop-Gamer - P - 1349 - 31. Januar 2021 - 23:20 #

Das Thema ist global zum Glück so groß, dass für jeden (Konsumenten und Produzenten) ein nettes Nischchen gefunden werden kann. Ich bin über, mittlerweile durchaus als Idealisten titulierbare, Studios froh, die ihr Können und Wissen noch immer in einen Offline-Singleplayertitel stecken. Denn das große Geld wird größtenteils mit Anderem gemacht. Und selbst, wenn es irgendwann nicht mehr so sein sollte, ist die für die Abspielung meines PoS benötigte Zeit bereits jetzt größer als meine verbleibende Lebenserwartung.

Ich halte es also ganz egoistisch und völlig überzeugt auch beim Thema Spiele mit Sokrates: "Geld ist der Reichtum des Menschen. Zufriedenheit ist der Reichtum der Natur."

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 31. Januar 2021 - 23:23 #

Ich habe mir Anfang 2009 einen iPod Touch gekauft und auf diesem jahrelang etliche kleine Spiele gezockt. Da waren echt coole, innovative Titel dabei, die darüber hinaus viel günstiger als vergleichbare DS- und PSP-Spiele waren. Leider hat Apple irgendwann In-App-Purchases eingeführt und auf meinem aktuellen Smartphone zocke ich nur noch extrem selten was.

So Sachen wie Coin Master finde ich ziemlich problematisch, weil damit Kinder an Glücksspiel herangeführt werden:

https://www.youtube.com/watch?v=hTeTjx4k9jQ

Moriarty1779 18 Doppel-Voter - - 9439 - 1. Februar 2021 - 7:52 #

Während diese große Gruppe der Hyper-Casual-Spieler letztlich unzählige verschiedene Titel spielt, die aber alle recht ähnliche Mechaniken haben, würde ich diese durchaus als recht homogene Gruppe wahrnehmen.

Bei den "Core-Gamern" sehe ich aber noch eine ziemliche Auffächerung: da gibt es die riesige Szene der Fifa-Zocker, bis hin zu eigenen Meisterschaften und Ligen in der realen Welt. Ich kenne ein paar davon, die haben PS4 und ein volles Spieleregal - bestehend aus alle Fifa-Iterationen der vergangene Jahre. Spielen sonst nichts.
Dann die eher Steam-orientierten PC-Zocker. Durch einen jüngeren Arbeitskollegen habe ich da etwas Einblick. Er betreibt einen Teamspeak-Server auf dem sich seine ganze durchaus ansehnliche Clique abendlich trifft, manche von denen streamen selbst auf Twitch, andere kommen dort hin zum Quatschen. Spontan finden sich dann immer mal eine Handvoll Mitspieler für eine Runde Among Us, Phasmophobia, League of Legends oder ähnlich.
Minecraft ist auch eine eigene Welt mit einer riesigen Community.
Mein pubertierender Sohn trifft sich abends virtuell (die Pandemie fördert das natürlich noch) mit Jungs und Mädchen aus seiner Schulklasse zum gemeinsamen Fortnite- oder Astroneer-Spielen, dabei wird über Headset der neueste Gossip ausgetauscht.
Dann gibt's da noch die MMO-Spieler, die Pokemon-Fans mit Cosplay und Real-Life-Events für die ganze Stadtparks gesperrt werden (bei uns in Essen z.B. die Poke-Gruga-League - da geht's NICHT um Pokemon GO!). Die Call of Duty-Leute, die Smash-Bros-Spieler mit internationalen Real-Life-Turnieren, usw.....
Bei all diesen Gruppierungen und Szenen gibt es eigene Sprachen, eigene Funktionsweisen, eigene soziale Codes und Zugehörigkeitsgefühle. Mal kommt es auf echte Skills an, mal geht es eher ums Miteinander. Diese ganzen Gamer sind weltweit vernetzt, identifizieren sich miteinander, berichten über eigene Massen-Kanäle über ihr Hobby und sind eine weltweite Bewegung von immenser Bedeutung.

Und dann, neben all dem findet sich noch der in den 1980ern aufgewachsene Solospieler, der für sich allein eines der riesigen Action-RPG-Adventures (dieser heutige Mix der irgendwie auf alles passt) spielt und sich wirklich einbildet, damit das "wahre" Gaming zu betreiben und alles andere (vieles davon kennt er nur vom Hörensagen) als "casual" abzustempeln.

Die Wahrheit scheint mir eher: selbst in der "Core-Gamer"-Szene spielt der Solospieler, der sich aus all dem oben genannten vergrämt raushält, eine immer weniger wichtige Rolle.

funrox 15 Kenner - P - 3515 - 1. Februar 2021 - 9:40 #

Beides nebeneinander soll mir recht sein. Auch wenn ich sowas wie Candy Crush nie spielen werde.
Ich mag es aber, z. B. mich an (logischen) Rätseln festzubeißen. Wenn der Trend also dazu führt, dass auch „richtige“ Spiele immer leichter werden, ist es mir gar nicht recht.

Ist manchmal ein ziemlich schmaler Grad.

StefanH 22 Motivator - - 37261 - 1. Februar 2021 - 11:30 #

Dass "normale Spiele" immer leichter werden, finde ich auch etwas seltsam. Irgendwie scheint man da ja zu glauben, man könne eine weitere Zielgruppe erschließen. Nur sehe ich die, ähnlich wie Michael in der Kolumne, auch nicht wirklich... Aber es gibt ja noch Dark Souls & Co. als Beruhigungsmittel :D

Wolfen 17 Shapeshifter - P - 6020 - 1. Februar 2021 - 11:06 #

Ich mag die Texte von Herrn Hengst wirklich sehr, auch die Podcast-Besuche von ihm sind immer sehr spannend! :)

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 41951 - 1. Februar 2021 - 11:25 #

Diesen Elitismus konnte ich noch nie nachvollziehen. Kann mir doch wumpe sein, was andere in ihrer Freizeit tun und auch Casual Games sind nun einmal Games.
Großartig abfeiern kann ich diese Sparte zwar trotzdem nicht, habe sogar eine echte Abneigung dagegen, aber die bezieht mehr auf die Art und Weise, wie diese Spiele um meine Gunst werben wollen. Wenn ich da an diese ganzen Spiele denke, die mit „Saga“ ende(te)n, obwohl von einer Story oder gar einer suggerierten epischen Story weit und breit nix zu sehen ist. Oder Werbe-Spots in feinster CGI-Grafik und eigens erstellten „Mini-Stories“, während man im Spiel irgendeinen Mist mit leidlich schicker Optik spielen sollte. Oder Werbe-Anzeigen á la „Wenn Du ein iPhone hast, MUSST Du diese App herunterladen!“. All sowas sorgt bei mir zuverlässig dafür, dass ich typische „Handy-Games“ garantiert nicht anfassen werde.
Wobei das auch nicht ganz stimmt. Eine ganze Weile habe ich mal „Final Fantasy: Brave Exvius“ gespielt (bis zu dem Punkt, wo die Spielbalance vollständig zerstört war), auch ein Racer (Name vergessen, war aber von EA) hat mich mal einige Stunden gut unterhalten. Und ganz früher habe ich mal (meiner damaligen Freundin zuliebe) eine zeitlang FarmVille über Facebook gespielt. Auch damit hatte ich mal durchaus Spaß, bis ich merkte, dass solche Spiele im Grunde nichts anderes als stupide Arbeit durch Mouse-Clicks sind.

Goremageddon 15 Kenner - 3832 - 1. Februar 2021 - 11:42 #

Interessante Kollumne. Die Aufspaltung in Casual- und Coregames kann man durchaus als was positives sehen. Zumindest wenn daraus resultiert das "richtige" Spiele mit der Zeit wieder anspruchsvoller werden und sich nicht von allein spielen. Jeder soll spielen was er mag aber eine Zeit lang wirkte es als wenn die Entwickler vieler Spieler den Casual-Spieler als Messlatte für den Schwierigkeitsgrad ihrer Titel gewählt hätten. Es gibt für mich nichts schlimmeres als ein potentiell interessantes Spiel (gilt gleichermaßenfür Brettspiele)was den Spieler nicht fordert und zum selbstläufer verkommt. Ich pers. starte zumindest kein Spiel weil ich wie beim Fernseh gucken entspannt abhängen möchte, andernfalls hätte ich wohl Interesse an erwähnten Smartphonespielen oder würde ein Letsplay sschauen.Im Optimalfall sollte es schlicht für jeden Geschmack genug zu spielen geben und so lange mich der Casual Hype nicht mehr beeinträchtigt als H.P. Baxter in den 90ern komme ich damit sicher gut zurecht.

Alain 21 AAA-Gamer - P - 29761 - 1. Februar 2021 - 22:40 #

Ich verstehe auch nicht warum sich jemand darüber beschweren würde. Ich meinte in den 90ern wurden viele Gernes erst erfunden. Wenn ich Echtzeitstrategie ala C&C oder Dune 2 mag, verfluche ich doch keine MOBA Spieler.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 1. Februar 2021 - 11:59 #

Ich habe früher auch schon immer querbeet Musik gehört. Mein Kumpel mit seinem Metallica-T-Shirt so "WAAAS? PRINCE? SPINNST DU?".
D.h. den einen geht es um das Ausleben ihrer Persönlichkeit durch die Zuordnung zu einer Szene und den anderen einfach nur um gute /bzw. schlechte) Musik. Hat ganz sicher was mit dem Alter zu tun. Ü-40-Leute, die diese Diskussion um Hardcore-Gamer noch mitmachen, haben da offensichtlich noch was nachzuholen.

Goremageddon 15 Kenner - 3832 - 1. Februar 2021 - 13:17 #

Naja, definiere "schlechte Musik"... Ich wäre definitiv bei deinem Kumpel gewesen aber ich denke dennoch man sollte sich auf Musik die einem gefällt bzw. einem etwas gibt und Musik die einem nicht gefällt einigen. Gerade bei Musik ist das doch eigentlich recht einfach. Entweder sie verursacht positive Empfindungen oder halt nicht. Das hat doch eigentlich nichts mit qualitativer Beurteilung zu tun.

Zugegeben mit 16 hätte ich das anders gesehen denn alles außer Thrash war Trash ;)

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 1. Februar 2021 - 15:26 #

Das Problem ist, dass es nicht möglich ist, Qualität an etwas anderem außer daran festzumachen, dass Musik bei jemandem ankommt. Ob das durch Gitarrengefrickel³ oder das automatisch abgespielte Schlagzeug-Pattern eines Casio Vl-1 wie bei Trios "dadada" kommt, ist total egal.

Was Spiele angeht, ist es dasselbe. Ob ich Dutzende und Hunderte von Stunden in einer offenen Welt 50 Spielmechaniken anwende oder aber bei einem Match-3-Game 15 Minuten - entscheidend ist doch, ob es mich unterhält.

Moriarty1779 18 Doppel-Voter - - 9439 - 2. Februar 2021 - 12:05 #

Guter Vergleich. Die Diskussion erinnert mich tatsächlich immer an die Millionen Helene-Fischer-Fans, die von der Handvoll "richtige Musik"-Jazzern belächelt werden.

Die tatsächliche Freude und Emotion beim Hören der jeweiligen Musik unterscheidet sich aber beim Fan nicht. Vom Ergebnis her ist also beides gleichwertig...

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 2. Februar 2021 - 19:26 #

Ich weiß nicht. Bei Musik kommt es schon auch auf technisches Können an. Gitarre oder Violine oder was auch immer kann nicht jeder gleich gut spielen, Singen auch nicht. Bei Helene Fischer ist neben der Stimme (die kann nämlich singen, nur halt meist das falsche Zeug) dann eben der Produzent/Arrangeur der mit dem größten Können und nicht unbedingt die Studiomusiker.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 2. Februar 2021 - 20:37 #

Aber ist das dann noch ein Widerspruch zum Vorredner? Die können alle etwas und sind deshalb in ihrer Sparte erfolgreich.
Auf der anderen Seite ist das dann eben der Unterschied zwischen Kunst und Können. Kunst ist für mich etwas, bei dem ich einen originellen und individuellen Gedanken vorfinde - somit ist Helene Fischer schon mal raus aus der Nummer. Aber handwerklich ist das natürlich gut gemacht, nur ist es dann keine Kunst.
Bei Computerspielen ist die Kategorie Kunst aber sowieso nicht angebracht aus meiner Sicht, weil es nicht notwendig ist. Ein Spiel muss für mich nicht originell sein, es muss mich unterhalten. Manchmal dient es der Unterhaltung sogar, wenn es nicht originell ist. In manchen Open-World-Epen will das Rad ständig neu erfunden werden, aber nach dem ersten Staunen fühlt man sich einfach nur noch genervt.

Moriarty1779 18 Doppel-Voter - - 9439 - 3. Februar 2021 - 17:44 #

Ist ja egal, wer der Könner ist. Es ging doch ums Ergebnis. Jemand produziert Musik und ein großes Publikum findet die gut. Ziel erreicht.

Das gleiche gilt für Clash Royale und Co. Mehr noch, denn bei Spielen kommt es wirklich nur auf den Spielspaß an.
Es sind per Definition Spiele und sie spenden pro Jahr insgesamt mehr Stunden Freude als mancher große AAA-Titel. Alles richtig gemacht.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 3. Februar 2021 - 18:42 #

Mir ist klar, dass ein Jazzmusiker technisch viel mehr Können zeigt als jemand in einer Punkband. Trotzdem höre ich mir ersteres nicht freiwillig an und drehe bei letzterem die Boxen auf. :-)
Will sagen: Es kommt nicht nur aufs Können an, da gehört auch viel Gefühl dazu, manchmal geht es auch um die Inhalte oder einfach die Stimmung.

Moriarty1779 18 Doppel-Voter - - 9439 - 3. Februar 2021 - 21:34 #

...und vor allem die subjektive Vorliebe.
Wenn eben Hundert Millionen von Menschen gern an der Bushaltestelle Spiele mit einem 5-Min-Gameloop konsumieren, dann ist das ja eine legitime Gaming-Zielgruppe und viel wichtiger, diese auch zu bedienen als ein paar Zehntausende mit einem Indietitel.

Natürlich ist es schön, wenn es beides gibt, aber die größte Nachfrage besteht halt für Spiele, für die man Gaming nicht ernsthaft als Hobby betreiben muss, sondern zwischen zwei Meetings oder an der Bushaltestelle.

Oder man chillt mit seiner Clique sommerabendlich auf der Tischtennisplatte mit Musik aus dem Bluetooth-Speaker und zockt schnell ne Runde Brawl Stars zusammen. Ich verstehe übrigens immer noch nicht, wieso das keine "legitime" Inkarnation des Gamings sein soll...

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 3. Februar 2021 - 23:41 #

Wer sagt, dass es das nicht ist? Für mich ist das natürlich auch eine Art von Gaming.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 41951 - 1. Februar 2021 - 15:33 #

Hm. Also gerade in diesem Moment höre ich mir das aktuelle Album von Draconian an und das verursacht keine positive Empfindungen :D
Trotzdem ein verdammt gutes Album, sagt mir mein Musikempfinden :)

Goremageddon 15 Kenner - 3832 - 2. Februar 2021 - 10:44 #

Gut, zugegeben, "positive Empfindungen" trifft es nicht so richtig aber mir fällt spontan keine bessere Beschreibung ein. Kann man beim hören von "Pleasure to kill" positive Empfindungen haben...ja ich irgendwie schon, zumindest habe ich bei dem Track direkt Lust die Hütte zu zerlegen und ne Party zu feiern...

soulflasher 15 Kenner - 3024 - 1. Februar 2021 - 12:21 #

Core Gamer...
vs.
Casual Gamer...
...
FIGHT

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 1. Februar 2021 - 13:23 #

Sehr interessanter und informativer Artikel. Zumindest habe ich die für mich neuen Begriffe "Hyper Casual" und "Mid Core" gelernt. Ich bin da ganz bei Michael und sehe keinen Grund, geringschätzig auf die Smartphone-Zocker herabzuschauen. Ich denke zwar schon, dass das in einigen Fällen als "Einstiegsdroge" zum "richtigen" Spielen dienen kann, aber wenn nicht, ist es doch auch in Ordnung, wenn die so ihren Spaß haben. So groß sind die Untersciede manchmal auch gar nicht. Michael deutet es im Text ja an: Viele Spielrprinzipien aus der Frühzeit, mit denen die heutigen Core Gamer angefangen haben, sind heute in Casual-Spielen zu finden, oder als Minigames in Open-World-Abenteuern.
Das ein oder andere Handyspiel habe ich auch schon gesuchtet, allerdings lässt die Faszination dann nach einer intensiven Phase auch ebenso schnell wieder nach, wie sie aufgeflammt ist. Von Helix Jump hbe ich allerdings noch nie gehört. Für viele Spieler sind das halt zwei Parallelwelten, die nebeneinander exisitieren und wenige Berührungspunkte haben. Viele der Casual-Hits sagen mir nichts, aber die Hausfrauen und Senioren, die das spielen, kennen eben auch kein Doom oder Assassin's Creed. Und dann gibt es diese Mischfirmen, die jedes Jahr CoD oder FIFA spielen und sonst nichts. Was sind die dann? Das sind ja Core-Spiele, aber irgendwie auch Massenmarkt. Letztendlich doch egal, es sind Gamer wie wir alle.

zfpru 18 Doppel-Voter - 10841 - 1. Februar 2021 - 15:09 #

Rückblickend hätte Hyper Sports ruhig auch für das Hyper Neo Geo 64 erscheinen können.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 1. Februar 2021 - 15:34 #

Ach, Hyper Sports, das hat mich auch lange unterhalten....

Extrapanzer 17 Shapeshifter - P - 6904 - 1. Februar 2021 - 19:37 #

Voodoo? Was ist das? Ich bin alt, bei mir ist Voodoo von 3dfx!

Wenn Hyper-Casual-Games wirklich Spiele sind, sind Klingeltöne dann auch Musik und die Smartphone-Hersteller bekommen alle eine Platin-Schallplatte?

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 67460 - 1. Februar 2021 - 19:41 #

Wie definierst Du denn Spiele? Gehört MauMau schon dazu?

Extrapanzer 17 Shapeshifter - P - 6904 - 4. Februar 2021 - 1:49 #

Wenn die Fernbedienung meines DVD-Players kaputt ist und die DVD deshalb dauernd auf Pause geht, so dass ich wieder Play drücken muss, dann ist das kein Spiel, obwohl die DVD im Laufwerk sogar eine abgeschlossene Story hat.
Manche sagen, dass wäre genau die Spielerfahrung von Final Fantasy 13, nur muss man X statt "Play" drücken.
Die Grenzen sind wohl fließend ...

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 67460 - 4. Februar 2021 - 14:00 #

Jedes Handy-Spielchen, das ich mir angeschaut habe, hatte mehr zu bieten als dein Beispiel. Im Gegensatz zu den Visual Novels, die doch ein halbwegs anerkanntes Genre sind.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 4. Februar 2021 - 14:03 #

Das Beispiel klingt eher nach den interaktiven Filmen der 90er. ;-)

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 4. Februar 2021 - 14:25 #

My Name is Mayo könnte vielleicht vergleichbar sein, sonst aber auch nichts :-)

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 41951 - 4. Februar 2021 - 16:59 #

Tja, dann haben jene, die das über FFXIII behaupten, das Spiel wohl nie durchgespielt, wenn sie es überhaupt gespielt haben. Da ist es nämlich durchaus so, dass das Kampfsystem gar nicht mal so untaktisch ist und man gerade zum letzten Spieldrittel hin die Jobs auch innerhalb der Kämpfe wechseln muss. Das Einzige, was man dem Spiel ankreiden kann, ist, dass es den Spieler viel zu lange nicht von der Leine lässt.

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 22255 - 2. Februar 2021 - 11:21 #

Mir sind Leute suspekt, die ihren Geschmack über den von anderen Stellen. Geschmack ist doch keine Leistung. Vielleicht auch deshalb weil ich früher selber so einer war. Fand viele Lieder von Modern Talking und Nena gut, durfte das aber nicht zugeben weil das waren ja die Popper. Der Feind. War mir früher also selber suspekt.. ^^ In diesem Sinne, viel Spaß beim Spielen.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 2. Februar 2021 - 19:27 #

Ich habe die ersten beiden LPs (jaja) von Modern Talking noch hier und schäme mich nicht. Alles zu seiner Zeit. Heute höre ich die aber nicht mehr unbedingt.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 10298 - 2. Februar 2021 - 20:40 #

Outing-Runde? Au ja, ich bin dabei!
Also, ich bin der Unregistrierbar, stand mal auf Sräschmetal, Punk und Alternative, habe mir aber aber bei den 2 Takten mit harter Gitarre in "Sun always shines on TV" von A-HA den Nacken wundgebangt. Und den Rest fand ich übrigens auch gut.

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 22255 - 2. Februar 2021 - 21:20 #

Oh ja, a-ha. Ich hab mal mit dem Kassettenrekorder über Luft vom Fernseher „Take On Me“ aufs Mixtape aufgenommen, weil ich das Lied so super fand. Hat gerauscht wie sonstwas, aber ich war total glücklich dass ich es endlich hatte. :)

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 41951 - 2. Februar 2021 - 23:02 #

Ich war von Stunde Eins an und ziemlich lange ein Fan von Scooter, selbst heute höre ich mir deren Musik hin und wieder an, wenn auch nur die älteren Produktionen (damals hatten die nämlich ein wenig mehr drauf als die typischen Singles, die man so von denen kennt).

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 3. Februar 2021 - 8:25 #

Ui, Ui, Ui - da tun sich Abgründe auf :-)

Ich habe ein Scooter-Trauma, das mir bis heute nachhängt. Als Zivis haben wir mal jeden Tag an einen (damals noch recht neuen) Jugendsender per Fax einen Wunschtitel geschickt, weil wir da auch was von Metallica hören wollten. Offenbar fiel das irgendwann auf und wir wurden angerufen und kurz interviewt. Dabei ging es dann aber nicht wirklich um unsere "Aktion", sondern wir wurden gefragt, was wir so als Zivis machen etc. In der Einleitung wurde zwar darauf hingewiesen, dass wir uns so oft ein Lief gewünscht hätten, aber es wurde nicht gesagt, um welches Lied es sich gehandelt hat. Als das kurze Interview dann fertig war kam es dann. Der Moderator wünschte uns einen schönen Tag und spielte dann unser angebliches Wunschlied. Nur war das nicht Metallica, sondern Scooter und wir kotzen im Strahl :-)

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 41951 - 3. Februar 2021 - 8:34 #

Oh weia, das ist ja fies gelaufen :)

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 3. Februar 2021 - 9:17 #

Allerdings - und das hängt mir bis heute nach, da ich auch dreißig Jahre später immer noch als Scooter-Fan bezeichnet werde :-)

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 22255 - 3. Februar 2021 - 10:44 #

Ich bin H.P. Baxxter mal in der Kölner Fußgängerzone begegnet. Ein mega sympathischer Typ. (Aber das oben ist wirklich fies :D)

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 3. Februar 2021 - 12:39 #

Ich musste ihn live beim Eishockey-WM-Eröffnungsspiel auf Schalke erleben, wo er auf der Zamboni-Eismaschine in die Halle gefahren kam und seinen WM-Song performte. Zum Glück kam er dabei bei vielen anderen genauso gut an wie bei mir und wurde eher ignoriert und übertönt als gefeiert :-)

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 41951 - 3. Februar 2021 - 12:49 #

Ach was. Ehrlich gesagt hätte ich nicht erwartet, dass Baxxter sympathisch sein könnte :D

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 22255 - 3. Februar 2021 - 13:04 #

Ernsthaft? Ich find ihn auch in den Medien immer sympathisch, obwohl ich mit seiner Musik nichts anfangen kann (und sie auch noch als Tormusik bei Gladbach gespielt wird).

Mir ist übrigens grad erst aufgefallen dass der Titel von dem Artikel hier ausgerechnet Hyper! Hyper! heißt... ;)

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 41951 - 3. Februar 2021 - 13:14 #

Naja, von der Musik abgesehen habe ich mich eigentlich nicht viel mit Scooter auseinandergesetzt. Was ich aber immer positiv fand und noch immer finde, ist, dass die Band durchaus selbstironisch agiert und sich auch mal selbst durch den Kakao zieht.

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 67460 - 3. Februar 2021 - 13:25 #

Ich habe nur mal von einem Bekannten erfahren, dass Baxter extrem sauer darauf reagiert hat, wenn er in der Öffentlichkeit mit "Hans Peter" angesprochen wurde :)

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 3. Februar 2021 - 9:42 #

Puuuh, das ist ja fies!

Ich hab damals aber auch Techno gehört. Teilweise auch Scooter, aber am liebsten Mark Oh. :D Zum Glück habe ich schon Ende der 90er langsam zur Gitarrenmusik gefunden, allerdings finde ich manche Electro-Sachen immer noch gut. Aber den Kram aus den 90ern kann ich heute nicht mehr ernsthaft hören.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 41951 - 3. Februar 2021 - 9:52 #

Oh Yeah! Droste, hörst Du mich?

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 67460 - 3. Februar 2021 - 13:30 #

In meiner Zeit kam unsere Rock-Disco auf die dämliche Idee, jetzt auch Techno spielen zu wollen. Konsequenz, da die Disco relativ konkurrenzlos bei uns in der Gegend war: Nach den drei Liedern der jeweiligen Musikrichtung wechselte das komplette Tanzflächen-Publikum durch. Und nach drei Liedern wieder zurück. Richtig glücklich war keiner mehr.

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 67460 - 3. Februar 2021 - 13:26 #

:D Herrlich! Die späte Rache des Senders für Eure ständigen Faxe. Und Ihr konntet Euch nicht mehr wehren. Da hatte jemand vermutlich sehr viel Spaß :D

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 4. Februar 2021 - 9:09 #

So wird es wohl gewesen sein :-)

Thomas Schmitz Freier Redakteur - P - 11678 - 3. Februar 2021 - 11:02 #

Ich hatte gedacht, dass in der Kolumne auch Bodo Ramelow erwähnt wird und weiß gerade nicht, ob ich dessen Nichterwähnung nun gut oder nicht gut finden soll.

Ich weiß aber, wie ich die Kolumne finde: die ist gut!

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 6. Februar 2021 - 11:54 #

*Pixel werf*
Habe noch nie auf dem Handy gespielt. Einfach zu dicke Finger und auch kein Interesse.

Patorikku 16 Übertalent - P - 5847 - 8. März 2021 - 20:38 #

Durch die Casualisierung von Nintendo damals auf der Wii hat es mich zur Xbox getrieben...sicherlich haben sie sich'nen Batzen voll Geld mit der Kiste verdient, aber für die "echten" Gamer ist sowas wie Wii Play doch zumeist witzlos (bis zum GameCube konnte man die Nintendo-Plattformen durchaus noch als Core-Gamer-Konsolen betrachten).

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 16. März 2021 - 18:58 #

Es gab auch auf der Wii noch Core-Games. Zugegeben nicht so viele wie ich mir erhofft hatte, aber mti Sachen wie Red Steel 1 & 2 hatte ich durchaus meinen Spaß. Und natürlich gab's die Marios und Zeldas, die nicht unbedingt anspruchslos waren.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 16. März 2021 - 20:16 #

Madworld hat mir viel Spaß gemacht, trotz gefuchtel. Aber, wie die Switch jetzt auch, war auch die Wii eher Ergänzungskonsole und hatte als Hauptkonsole zu wenig zu bieten. Das war beim Gamecube tatsächlich noch anders.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 24. März 2021 - 10:52 #

Ok, das stimmt. Aber da ich primär auf PC spiele, stört mich das nicht, denn da sind Nintendo-Konsolen wie Wii und Switch wirklich ideale Ergänzungen. Denn das Zeug auf den anderen Konsolen kriegt man ja im Großen und Ganzen auch auf dem PC.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 24. März 2021 - 11:19 #

Mich stört das auch nicht, ich liebe meine Switch für das, was sie ist.