Wiedergeburt der Spiele-Cartridge

Wiedergeburt der Spiele-Cartridge Meinung
Teil der Exklusiv-Serie Die Hengst-Chroniken

Die Hengst-Chroniken, Folge 2

Michael Hengst / 22. April 2019 - 11:00 — vor 2 Jahren aktualisiert

Teaser

In der Rubrik Hengst-Chroniken schreibt Spielejournalist-Urgestein Michael Hengst jeden Monat über alles, was ihm in den Sinn kommt: Anekdoten aus der Spielebranche, persönliche Steckenpferde und Co.
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Nennt mich altmodisch. Nennt mich starrsinnig. Nennt mich verrückt. Oder einfach nur sentimental. Aber auch in den Zeiten digitaler Downloads, ständiger Internetverbindung, billiger Festplatten, Clouds und Glasfaser bin ich ein Fan von Spielen auf Festspeicher. Also von Modulen! Nicht CDs, nicht DVDs, nicht Disketten – Module!
 
Kleine, farbig beklebte, Plastikboxen mit Spielen auf Speicherchips. Um genauer zu sein: ROMs – oder besser „Read only Memory“. Also Speicher, der nur gelesen werden kann.  Ich finde die Dinger auch heute noch super genial – und das hat nicht nur verklärt-nostalgische, senile, haptisch-erotische, sondern auch schlicht technische Gründe.
 
... angeblich zu teuer, zu aufwändig, zu wenig Speicherplatz.
Natürlich kennen wir alle die Argumente gegen Module und wissen, warum Cartridges Mitte der 1990er Jahre bei den meisten Herstellern aus der Mode kamen: angeblich zu teuer, zu aufwändig in der Produktion, zu wenig Speicherplatz, so der allgemeine Tenor. Meiner Meinung nach stimmen diese Gegenargumente heute nur noch sehr bedingt und lassen sich auch widerlegen. Ich fange hier allerdings gar nicht an, über Sachen wie Areal Density zu reden – das würde den Rahmen sprengen und ich würde mir den Zorn von Jörg zuziehen („Werde bloß nicht zu technisch!“)... Nur soviel: Module sind heute, meiner Meinung nach, die besseren Datenträger für Spiele!
 
Werfen wir einen nüchternen Blick auf die Geschichte der Module.
 

95 Kommentare

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Veröffentlicht am 30.05.2022: Die Worte "Game Over" sind jedem hier ein Begriff. Der Pixel-Tod ist Teil des Spieler-Lebens. Doch nach einem fatalen Blick in den Kalender kommt Michael Hengst ins Grübeln über das reale Game Over.

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Michael Hengst 22. April 2019 - 11:00 — vor 2 Jahren aktualisiert
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Hyperbolic 19 Megatalent - P - 18114 - 22. April 2019 - 11:39 #

Moderne Module für klassische Systeme zeigen heute was in den alten Konsolen steckt wenn der Speicherplatz nicht mehr von Bedeutung ist. Da geht es nicht mehr um 4, 8 oder 16kb.

Da gibt es Spiele für Intellivision die 200kb haben. https://www.youtube.com/watch?time_continue=139&v=HCcxiUXQMpg

Oder Caren And The Tangled Tentacles für C64 mit fast einem halben MB.
https://www.youtube.com/watch?v=3qLfz9T2K78&t=433s

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 22. April 2019 - 11:43 #

Ich lade lieber alles direkt auf meine Festplatte (PC)oder SD-Karte (Switch).
Das Jonglieren, Suchen und Stapeln von Datenträgern (egal ob Modul oder CD / DVD /...) ist nichts, wonach ich Sehnsucht verspüre.

Ändert aber nichts daran, dass ich sehr vielen Dingens dieses wunderbaren Artikels aus tiefstem Herzen zustimme.

Funatic 19 Megatalent - - 15892 - 22. April 2019 - 11:54 #

Bin ganz bei Herrn Hengst! Es gibt nichts schöneres, als ein Snes Modul in den Modulschacht zu stecken. Ausserdem sind die Module schier unverwüstlich und überleben auch mehrere Kinder, die nicht ganz so sorgsam wie Papa damit umgehen.
Ansonsten muss ich aber leider gestehen, dass ich aktuell fast nur noch digital kaufe. Abgesehen von Switchtiteln sind Steam, MS Gamepass&co meine Anlaufstelle Nr.1. Aber keine Steambibliothek der Welt kann das Gefühl ersetzen, wenn man sich durch seine alte Spielesammlung gräbt, Packungstexte und Anleitungen liest und einfach das „haptische“ geniest, dass einem diese Spiele noch geben.
TEXTANMERKUNG: In einem Zitat fehlt ein R bei „wer“ und in einem anderen ist ein E zuviel bei „steckt“.

LRod 19 Megatalent - P - 13492 - 22. April 2019 - 13:14 #

Leider sind die Anleitungen auch schon früh weggefallen. Darin habe ich auf der Fahrt nach Hause immer schon gerne geblättert.

Und die DVD-Hüllen sind nicht annähernd so schick wie die guten alten Pappschachteln.

Früher war even doch alles besser :-)

Auf der Switch kaufe ich auch aus Prinzip alles was Module hat auf Modul.

Funatic 19 Megatalent - - 15892 - 22. April 2019 - 19:17 #

Ging mir als auch so. Auf der Heimfahrt schonmal die Anleitung gelesen, hatte man schon gut Kopfkino, bevor man das Spiel überhaupt das erste mal gestartet hatte.

Sh4p3r 16 Übertalent - P - 4849 - 22. April 2019 - 12:22 #

Ich hatte nur zwei Modul-Konsolen gehabt: Atari Jaguar und N64. Erstere hatte das schönere und griffere Moduldesign. Und Module haben das gewisse haptische Etwas. Bei der Switch finde ich die Speicherkarten auch gut. Eine Disc hätte sich da auch schwerer zu händeln/transporieren gemacht.

Nur wo ich widerspruchen muss ist, dass CD's von alleine verkratzen. Habe heute noch PS1-Discs die trotz Lackierung häufiger Benutzung keinen einzigen Kratzer haben. Lesbar sind die auch noch einwandfrei. Für die älteren Systemen gibt es ja auch noch die Möglichkeit diese zu backup'en. Das ist bei Modulen nicht so einfach möglich.

Vor- und Nachteilen treffen zu. Bei Modulen ging es nahezu unterbrechungsfrei weiter. Schön geräuschlos im Allgemeinen, da auch keine Lüfter/Disc-/HDD-Laufwerke verbaut waren.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 90159 - 22. April 2019 - 13:29 #

Module kann man super simpel backupen! ;)

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 152101 - 22. April 2019 - 12:29 #

Schöner Artikel! Die Atari VCS 2600 inkl. Modulen lagert eingepackt im Keller.

zfpru 18 Doppel-Voter - 10841 - 22. April 2019 - 12:43 #

Ich will es mal so sagen: Für die Vita habe ich nur Downloadspiele.

Cyd 20 Gold-Gamer - P - 21238 - 22. April 2019 - 12:51 #

Ja, wie toll heutzutage noch Module sind, merkt man derzeit bei der Switch. Denn ja, Module sind teurer und haben weniger Speicherplatz. Was passiert demnach? Thirds holen sich manchmal die günstigsten Modulen, mit wenig Speicherplatz, das Spiel passt dann nicht ganz drauf und der Konsument darf sich ein Teil des Spieles runterladen, um es komplett zu haben.

Bei Mortal Kombat 11 darf man bis zu 20GB noch zusätzlich runterladen, wenn man sich das Spiel als Modul kauft. Bei L.A. Noir sind es 7GB, bei Wolfenstein 2 sind es 23GB usw. Beim neuem Wolfenstein (Youngblood) verzichten sie gar ganz auf ein Modul mit zig GB zusätzlichem Download und legen nur einen Downloadcode in die Hülle der Retailversion... ob man nun 23GB für einen Teil oder 30Gb für alles runterladen muss, so groß ist der Unterschied dann auch nicht mehr.

Es sind keine Patches, wie überall, die kommen noch dazu, sondern ein kompletter Teil des Spieles, ohne dessen Download das Spiel nicht durchspielbar ist.

Den Nostalgiefaktor finde ich klasse, die technische und preisliche Seite hingegen mittlerweiler nicht mehr (Modul-Version der Switch ist oftmals teurer als die Disc-Version der Konkurrenz, auch zu Release)

CBR 21 AAA-Gamer - P - 25401 - 23. April 2019 - 10:28 #

Das ist ja eine Pervertierung des Moduls. Steht auf den Packungen dann ein entsprechender Warnhinweis?

Wunderheiler 21 AAA-Gamer - 30506 - 23. April 2019 - 17:46 #

Ja ist es. Finde es auch eine miese Praxis und das bremst meinen Kaufwille immens. Funktioniert allerdings auch andersrum, Final Fantasy X / X2 hab ich mir u.a. auch deswegen importiert, weil endlich mal wieder jemand die 32GB Karte benutzt. Bin mal gespannt auf da Spiel :)

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 23. April 2019 - 13:07 #

So hatte ich bei meinen Switch-Spielen zum Glück nicht, finde ich aber auch eine miese Entwicklung, besonders weil die Switch ja gar nicht so viel Onboard-Speicherplatz hat. Da müsste Nintendo einschreiten und auf größeren Modulen bestehen. Inzwischen könnten sie das Drittentwicklern gegenüber wahrscheinlich auch durchsetzen.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 37611 - 23. April 2019 - 13:53 #

Bisher gibt es die Module bis 32GB, 64 GB sollten 2018 erscheinen, verzägern sich aber aus unbekannten Gründen. Gräßere Module gibt es auf absehbare Zeit nicht.

manacor 14 Komm-Experte - 2483 - 22. April 2019 - 13:14 #

Module sind einfach klasse, auch weil man sie mit Familie und Freunden teilen kann. Mein Mario Kart für die switch ist fast immer unterwegs ^^

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 23. April 2019 - 16:40 #

Möchte ich an der Switch auch nicht missen. Wäre bloß nett, wenn ich dann auch mal wieder eine Runde Mario Kart fahren dürfte ... ;)

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 90159 - 22. April 2019 - 13:30 #

Schöner Artikel. Brachte viel Nostalgie mit. :)

Specter 18 Doppel-Voter - 11704 - 22. April 2019 - 13:52 #

Bin ebenfalls Modul-Liebhaber! Die machen sich im Sammler-Schrank einfach besser als Download-Keys ;) Und bitte die Pappverpackungen von früher direkt wieder einführen!

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 67460 - 22. April 2019 - 13:54 #

Ich bin pro Modul, finde aber die Entwicklung hin zu Spielen, die dann den Rest noch nachladen, bedenklich. Im Grunde ist das dann genau so viel wert wie ein Downloadcode: auf lange Sicht nichts.

Extrapanzer 17 Shapeshifter - P - 6904 - 22. April 2019 - 14:05 #

Es gibt SSD-Docks für den Einbauschacht des Floppy-Laufwerks, da steht ein Stück der eingelegten SSD heraus - leider aber nicht so viel, wie man es früher gewohnt war. Da könnte man sich mit hochwertigen Aufklebern aus dem Tintenstrahldrucker schöne Module für die Lieblingsspiele basteln, oder für ältere Systeme komplett bootbare Emulatoren. Nur die Haltbarkeit ist bei SSDs eher schlecht.

Punisher 21 AAA-Gamer - - 29168 - 23. April 2019 - 19:50 #

SSDs sollten - wenn ich das richtig im Kopf habe - nur bei Schreibzugriffen "abnutzen"... solange du nur liest...

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 90159 - 23. April 2019 - 21:23 #

Meine jetzige wird demnächst 6 Jahre alt. Keine Abnutzungserscheinungen bemerkbar.

Hedeltrollo 22 Motivator - P - 32946 - 24. April 2019 - 9:15 #

Meine Crucial m4 von 2011 hat auf dem Smart-Wert für die "verbrauchte Lebensdauer" nur noch 91% und wird immer langsamer. Aber noch läuft sie...

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 90159 - 24. April 2019 - 18:25 #

Ich hab auch eine crucial aber von 2012. Smart bei 95%, aber von langsamer ist nix zu merken.

TSH-Lightning 25 Platin-Gamer - - 56148 - 25. April 2019 - 18:51 #

Meine 256 GB Crucial RealSSD C300 hat noch 89% und ist nicht langsamer. Hatte aber eine m4 128 GB im Laptop, die ist mir vor Jahren schon verreckt, aber nicht wegen tot geschriebenen NAND.

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 22. April 2019 - 14:51 #

Wieder eine schöne Ausgabe von Lady Cha... äh der Hengst Chroniken. Ich freue mich schon auf die weiteren Ausgaben.

Zum Thema, ich hatte leider nie eine Konsole mit Modul. :(

paschalis 30 Pro-Gamer - - 235906 - 22. April 2019 - 19:40 #

Für deinen C64 gab es auch Module, nur eben nicht so günstig auf dem Pausenhof ;-)

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 22. April 2019 - 19:53 #

Kommt auf die Schulhof-Zeit an. In den frühen 80ern sicher nicht, in den späten 80ern wollte niemand freiwillig die C64 Module, da dort nur die ganz alten Kamellen drauf waren, so dass die Module da praktisch wertlos waren.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 22. April 2019 - 20:14 #

Das ist nicht ganz richtig, bzw es gab später noch einen Schub (wenig erfolgreich allerdings). Ab 1990 erschienen einige Spiele auf Ocean-Cartridge, welche Spiele in Größenordnung bis 512 kb unterstützten. Manche Titel gab es auch nur dafür, wie beispielsweise Toki, Shadow of the Beast oder Pang.

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 22. April 2019 - 20:20 #

Ok, ja, gut.
Aber ich denke mal, dass 1990 und später auf dem Schulhof dann eher Amiga- und ST von Belang war.
:)

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 22. April 2019 - 20:26 #

Auf dem Schulhof auf jeden Fall.

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 22. April 2019 - 20:54 #

Das einzige C64-Modul, welches ich jemals in den Händen gehabt habe, war das rote Action Replay. Das würde ja auch an den Userport gesteckt.

1989 hatte ich dann schon meinen Amiga 500. Für ihn gab es soweit ich weiß dann auch keine Module. Das Action Replay hatte ich natürlich dann auch für den 500er. :)

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 22. April 2019 - 21:41 #

same here, wobei nur das Modul für den C64 wirklich eine gute Investition war, alleine wegen dem integrierten Schnelllader.
:)

Maverick 33 AAA-Veteran - - 827986 - 22. April 2019 - 22:12 #

Ich hatte damals das "Magic Formel"-Steckmodul für den C64, das hatte auch einen Schnellader und unter anderem auch die Freeze-Funktion. Sehr praktisch, wenn man mal weg musste und nicht so einfach saven konnte. :)

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 22. April 2019 - 22:22 #

Das waren auch beim Action Cartridge die besten Funktionen.
Zum erstellen von (hust) Sicherheitskopien war das eher nicht so toll geeignet.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 22. April 2019 - 23:49 #

Bei mir war es die "Final Cartridge 3". Die Freeze Funktion mit Speichermonitor hab ich zum Cracken und zum Verändern von Highscores benutzt :)

zuendy 16 Übertalent - 4485 - 23. April 2019 - 14:47 #

Hab ich heute noch. ^^' Cool war auch das deaktivieren der Spritekollision. Ladekürzel, integrierter Schnelllader. Hachja.

v3to 17 Shapeshifter - P - 7456 - 22. April 2019 - 22:21 #

War für mich auch total praktisch als Entwicklungstool damals. Aus dem Grafikeditor direkt in den Monitor und von dort aus die Teile speichern, wie es der Coder brauchte. Sparte viel nachträgliche Fummelei.

Slaytanic 25 Platin-Gamer - - 60460 - 22. April 2019 - 21:52 #

Das war bei mir auch das einzige Modul das ich für den C64 hatte. :)

hanzolo (unregistriert) 22. April 2019 - 14:58 #

Tolle Kolumne. Meinerseits vollste Zustimmung. Irgendwie zwingt so ein Modul einen Entwickler auch dazu, eine spielbare Day-1-Version zu veröffentlichen.

Maverick 33 AAA-Veteran - - 827986 - 22. April 2019 - 15:07 #

Schöne neue Lektüre. ;)

Freue mich immer, wenn ich noch gut erhaltene Original-Spielmodule für mein ATARI VCS 7800er (und 2600er) auf einer Retrobörse ergattern kann, natürlich am liebsten in OVP und mit Anleitung. :)

Inso 18 Doppel-Voter - - 9510 - 22. April 2019 - 15:30 #

Schöner "Rückblick". Hinterlässt bei mir einen starken Zwiespalt.

Einerseits finde ich es heutzutage schade, das ich echte Highlights am PC in einer Liste mit irgendwelchen 99ct-Humble-Spielen liegen habe. Sortierfunktion hin oder her, es ist im Endeffekt nur ne Tabelle.
Früher waren die Highlight - Cardridges ganz vorne im Regal, vor allem zu Zeiten des Mega Drive. Die Cover von den Spielen hätte ich im Schlaf zeichnen können, schon das Bild auf dem Modul zu sehen hat mich in entsprechende Zock-Stimmung versetzt. Ähnlich wie bei Audio-CDs gehörte das Cover einfach mit zum Spiel, und hat allein schon beim drübergucken viel von der Stimmung transportiert.
Andererseits hätte ich wohl einige Spiele, die ich heute zu den Highlights zähle, nie gespielt, wenn man an dem System festgehalten hätte (und ich an den Konsolen). Dazu sind Module einfach zu teuer, ein Fehlkauf zu ärgerlich.
Eine SSD steht den Ladezeiten jetzt in nichts nach, kann aber immer wieder ein anderes Spiel beinhalten, das "kostengünstig" selbst drauf kopiert wird.

TL:DR : es war toll so wie es war, und es ist gut so wie es ist^^.

Schöner Artikel, hat ein paar feine Erinnerungen getriggert :)

Patorikku 16 Übertalent - P - 5847 - 22. April 2019 - 15:35 #

Resident Evil 2 auf dem N64 hat im Grunde bewiesen (2-CD-PS1-Game mit Renderorgien aufs Modul erfolgreich umgesetzt), dass mit viel Willpower und Manpower und Know How auch FFVII damals aufs N64 gepasst hätte (Spiel hätte dann wahrscheinlich damals 200€ gekostet), aber möglich wäre es gewesen (rein technisch). Aber Recht hat er, besonders auf Ebay kann man sich momentan mit alten N64-Modulen dumm und dusselig verdienen bzw. bezahl horrende Preise wenn man diese aktiv sammeln möchte, das zeigt die Wertschätzung vieler Sammler/Zocker. Und sind wir mal ehrlich, ein Großteil des Erfolges der ersten Playstation hängt doch mit den damals erstmals verfügbaren CD-Brennern zusammen, und sonderlich wertvoll ist so eine schrammelige Playstation 1-CD heute immer noch nicht...

Inso 18 Doppel-Voter - - 9510 - 22. April 2019 - 15:57 #

Ich würde eher sagen, Sony hat es geschafft, die Konsole im Wohnzimmer zu platzieren, statt im Kinderzimmer - da hat man viel Wert drauf gelegt, und das hat richtig gut hin gehauen. Gerade die "Casual-Gamer" hat man mit angesprochen.
Dazu war die Grafik halt was völlig neues. Der Saturn hat sich mit 3D schwer getan, der PC war auch noch nicht so weit - und Sony kam mit Ridge Racer und Co um die Ecke.
Und: zur Anfangszeit kosteten Rohlinge auch noch nen halbes Vermögen, genau so wie die Brenner, ausserdem hatten wenige überhaupt die Hardware daheim.
Sprich: in einigen Kreisen war das bestimmt ein Kaufgrund, aber der Erfolg kam m.M.n. woanders her.

Moriarty1779 18 Doppel-Voter - - 9439 - 23. April 2019 - 17:19 #

Der Erfolg der Sony Playstation ist eine interessante Geschichte. Irgendwie stimmt alles vom hier Gesagten, die starken Automatenumsetzungen, die Möglichkeit des Brennens... und das Marketing.

Sony hat es geschafft, die Konsole nicht nur weg vom Kinderzimmer ins Wohnzimmer zu bringen, sondern - und das halte ich für wichtiger - weg aus der Nerd-Ecke.

Videospiele waren plötzlich nicht mehr das von Eltern verpönte Spielzeug für dicke Kids, die nicht Fußball spielten, sondern war bei den Lads (https://en.m.wikipedia.org/wiki/Lad_culture) als gemeinsame Aktivität am Samstagabend vor dem Diskogang vertreten. Eine völlig andere Zielgruppe, und automatisch war die Playstation in einer Liga mit den anderen „coolen“ Themen dieser Ära: Techno, Fußball, Autos...

Die Playstation passte zum Skaten, zu Punkrock... schonmal stoned zu fünft Tony Hawk gespielt? Wer in meinem Alter ist... bestimmt!

Das N64 stand hingegen in den Kinderzimmern oder bei den Multikonsolen-Nerds.

Patorikku 16 Übertalent - P - 5847 - 26. April 2019 - 12:10 #

Da ist viel wahres dran, der Ausdruck Lad-Culture war mir neu, von der "Attitude" einer Bad Boy-Konsole war aber das Mega Drive als Modulschlucker auch schon in diesem Areal unterwegs, gefühlt zumindest. Das N64 stand entweder bei Kindern oder bei gut betuchten Zockern, die sich Zelda & Co nicht entgehen lassen wollten (sind ja objektiv immer noch hervorragend designte Spiele, aber natürlich haben Mario, Link & Co nicht diese "Gangster-Attitude" ;) ).

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 27. April 2019 - 0:16 #

Naja, ein gewisser Wiederspruch ist da schon enthalten.
Auf der einen Seite soll die Playstation das Spielen von der Nerd-Ecke ins Wohnzimmer gebracht haben, und danach sind die Playstation-Spieler dann perfekt fürs Skaten, Punk und Kiffen geeignet. Alles sachen, die klasse zum Nerd, und mal so gar nicht zum Wohnzimmer bzw. zu der damit verbundenden Assoziation passen.
Sprach Claus der Greise, Buch Claus der Klugscheißer, Kapitel 1, Vers 1.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 28. April 2019 - 12:28 #

Wie viele Kapitel und Verse hat das Buch und wo kann ich es kaufen?

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 28. April 2019 - 16:43 #

Work in progress, aber bis zur Fertigstellung gibt es alles Gratis.
:D

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 28. April 2019 - 18:22 #

Super Service :)

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 29. April 2019 - 0:24 #

Die Originale gibt es auf GG, aber Du solltest Dich beeilen, bevor jemand die Stücke willkürlich verkürzt und selektiv auswählt.

Sh4p3r 16 Übertalent - P - 4849 - 22. April 2019 - 16:33 #

Der Erfolg rührt mMn und Erfahrung aus der Zeit her nach, von den Spielen. Erstmals hochwertige 3D-Automatenumsetzungen wie die von Namco, die ganzen Titel von Squaresoft. Manche gab es anfangs nur als Importe, mit etwas Glück und viel Geduld auch in Europa. Wo dann die PS1 entsprechend erfolgreich war, kamen nach und nach die Hardware-Tüftler mit ihren Modchips in Mode. CD-Rohlinge waren da zwar noch nicht so billig, aber die "Ersparnis" dann doch wieder so groß, dass man seine Kiste hat umbauen lassen. Heute hat ja fast jede PS1 einen Modchip verbaut.
Mit einem N&4-Modul kann man das schlecht vergleichen. Module sind natürlich als Hardware um ein vielfaches teuerer, gabs auch nicht in den Massen wie bei der PS1 im Verkauf. PS1-Spiele laden sich die Meisten runter, bei einer N64-Konsole nützt einem das ROM-Image wenig. Zum Ende der PS1-Ära wurde hingegen fleissig raubmordkopiert. Da unter Sammlern eh nur Original zählt und die Verfübgakeit bei gut und volständig erhaltenen N64-Spiel rar sind, kommen da auch andere Preise zustande.

Inso 18 Doppel-Voter - - 9510 - 22. April 2019 - 16:59 #

Für Cartridge-Konsolen gab es btw auch Kopierstationen. SNES und MD konnte man auf Disketten dumpen, beim N64 waren es dann soweit ich weiss damals schon CD -Systeme. Siehe bspw hier:
http://www.plunx.de/interessant/backup.htm
oder einfach mal Kopierstation googeln :)

Sh4p3r 16 Übertalent - P - 4849 - 22. April 2019 - 20:50 #

Diese Kopierstationen sind mir schon ein Begriff. Aber die waren und sind ja jetzt nicht so verbreitet, eher Ausnahmen. Aber diejenigen haben die Spiele gedumpt und auf "Grauzonen-Seiten" ins Netz gestellt, wo Fans mit Emus auf PC/Konsole die Spiele zocken. Bei PS1 war das einfacher mit dem kopieren, und sowieso gefragter, angesichts des Riesen Spieleangebots. Und was sich leicht und kostengünstig kopieren lässt, wird bevorzugt genutzt.

Und leider leidet die Switch auch schon unter den ganzen Schwarzkopien.

Admiral Anger Freier Redakteur - P - 79798 - 22. April 2019 - 17:13 #

Schon allein wegen dem Punkt "Keine Ladezeiten" war ich schon immer ein Cartridge-Freund. Ich hoffe, dass die nächste Konsolengeneration zumindest Flash-Speicher als Festplatte nutzt. So ein bisschen "Back to the roots" könnte kostbare Lebenszeit einsparen.

Nivek242 31 Gamer-Veteran - P - 472890 - 22. April 2019 - 17:17 #

Leider habe ich nicht mehr sehr viele Module aus der guten alten Zeit.
Dafür einen haufen Disketten vom Amiga und C64, die nicht mehr gelesen werden können.

Player One 16 Übertalent - P - 4427 - 22. April 2019 - 18:43 #

Aufgrund dieses Artikels habe ich gerade mal meine Disketten von Rainbow Islands und Escape from the Planet of the Robot Monsters in meinen Atari ST geschoben. Siehe da, die laufen auch nach 30 Jahren noch. Allerdings macht das Zocken mit dem Competition-Pro-Nachbau keinen Spaß mehr, genau Ahnung, wie ich das damals hinbekommen hatte. So ein heutiges Gamepad hat doch eine tolle Ergonomie.

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 70428 - 22. April 2019 - 17:52 #

Als jemand, der vom Amiga zum PC kam und dort blieb, verbinden mich keine nostalgischen Gefühle mit Modulen. Hab zwar einen Gameboy Advance und somit auch eigene Erfahrungen mit Cartridges gemacht, aber das wars auch schon. ;)

Admiral Anger Freier Redakteur - P - 79798 - 22. April 2019 - 18:00 #

Wir sind ungefähr das gleiche Alter: Verbindest du mit "Modulen" wirklich keine nostalgischen Gefühle?
https://www.youtube.com/watch?v=9346vKpsh1E
*scnr* :P

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 70428 - 22. April 2019 - 18:41 #

Ne, das kenn ich nicht. :P

TSH-Lightning 25 Platin-Gamer - - 56148 - 22. April 2019 - 19:51 #

Hatte leider nie ein SNES, aber immer beim besten Freund gespielt :) Der größte Vorteil war aber, dass die Spiele fertig und bugfrei sein mussten, patchen ging ja nicht!

Mein Neffe bekommt auch alle Spiele als Modul für die Switch geschenkt, denn so hat er etwas greifbares und lernt, dass die Spiele einen Wert haben. Ich persönlich kaufe nur noch digital, da ich einfach kein lautes Laufwerk hören möchte und auch nicht den Disk-Jockey machen möchte; die Spiele müssen sich heute eh alle patchen.

Desotho 17 Shapeshifter - P - 7690 - 22. April 2019 - 19:57 #

Klar Module hatten was, aber zu Datenträgern an sich hatte ich nie so die Mega-Bindung.
Ich vermisse eher vernünftige Spielepackungen mit Handbuch. Bei Trails of Cold Steel (Ps4) war tatsächlich eine Art Mini Handbuch dabei - sowas mag ich.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 22. April 2019 - 21:21 #

Das Fairchild Channel F (oder in Deutschland Saba Videoplay) war meine erste Konsole. Die Module mögen haltbar gewesen sein, aber die fest verdrahteten Controller gingen schon vom Anschauen kaputt. In den Fingern eines damals Achtjährigen erst recht. Keine Ahnung, wie oft mein Vater die genervt aufgeschraubt und gelötet hat ..
Ich finde die derzeitige Nintendo-Praxis von Speicherkarten plus ggf. Minipatches lobenswert und hoffe, dass sie noch lange daran festhalten. Komisch, wie sie auch heute noch ohne riesige Day-One-Patches auskommen ...

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 41951 - 22. April 2019 - 20:38 #

Mir ist es vollkommen latte, worauf die Spiele gespeichert sind.

BruderSamedi 18 Doppel-Voter - P - 11274 - 22. April 2019 - 20:50 #

Als Nicht-Konsolero kenne ich diese Art Datenspeicher nur von (älteren) Keyboards. Ich wusste noch nicht mal, dass die Switch noch solche Teile verwendet.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 22. April 2019 - 21:21 #

Streng genommen sind es auch keine Module mehr, sondern Speicherkarten. Ein Gehäuse gibt's weder auf der Switch noch bei den (3)DS-Speicherkarten.

Ole Vakram Nie 17 Shapeshifter - P - 6939 - 22. April 2019 - 21:22 #

Den ersten Teil der Choniken empfand ich als
Relativ schwach, was vermutlich an meinem Interesse an dem Thema lag, dieser Teil nun ist aber herrlich :)

Das SNES klacken war super.
Ich muss aber an das einlegen beim NES denken:
Erst Deckel auf.
Dann Modul in die Halterung schieben.
Dann die Halterung samt Modul herunter drücken.
Deckel zu.
Das war schön.

Und heutzutage bin ich reiner digitaler Käufer.
Außer bei der Switch. Da gibt es nur Module :)
Silberscheiben haben noch nie mein Herz berührt.

Jahnu 17 Shapeshifter - - 6232 - 22. April 2019 - 22:44 #

Nach 20 Jahren weiß ich jetzt endlich, wofür das "ROM" in CD-ROM stand... besser spät als nie XD

funrox 15 Kenner - P - 3515 - 22. April 2019 - 22:57 #

Der Vorteil von Modulen ist wirklich, dass die Entwickler keine Möglichkeit haben, nachträglich einen Patch rauszugeben.
Die Begrenzung der Speicherkapazität trägt auch dazu bei, alles aus einem Spiel rauszukitzeln, was geht.
Generell ist es mir sonst aber relativ gleich, welches Medium genutzt wird.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 22. April 2019 - 23:55 #

Also ehrlich: Module waren einfach nur unpraktisch. Weil schlecht bis gar nicht zu kopieren (*hust*)...

Beim Gameboy oder anderen tragbaren Geräten erträglich, aber bei Konsolen/PC brauchts das nich mehr.

Hermann Nasenweier 21 AAA-Gamer - P - 25394 - 23. April 2019 - 0:57 #

Das schöne Gefühl in den Modulen rumzukramen bis man sich mal für eines entscheiden konnte. Irgendwie macht das mehr Spaß als in einer Digitalen Bibliothek zu scrollen.

Ich mag Module und finde sie auch viel praktischer in der Handhabung als DVDs. Früher hatte ich am PC ein CD Laufwerk mit Caddy, das war zumindest nahe dran. Aber leider gibts sowas für DVD nicht mehr ;(

mihawk 19 Megatalent - P - 16821 - 23. April 2019 - 7:38 #

Hach, das ruft wunderschöne Erinnerungen an meinen Game Boy und mein SNES wach ...

Ich kann Michael nur zustimmen, so ein Modul ist was ganz anderes als eine langweilige CD :)

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 23. April 2019 - 7:40 #

Ich vermisse Module wenig und finde es heute viel praktischer, ein Spiel schnell digital herunterzuladen und fertig. Sicher wäre ein schönes Handbuch klasse, aber da es diese nicht mehr gibt, sehe ich keinen Sinn mehr in fast leeren Pappschubern mit Epilepsiewarnung und DVD mit Stand von vor vier Wochen.

Beim New 2ds XL habe ich aber noch Module. Warum? Vielleicht noch Gewohnheit aus GB-Zeiten.

Hannjopp 14 Komm-Experte - 2308 - 23. April 2019 - 7:59 #

Warum hat denn Jürgen von der Lippe auf dem Bild ein Pokemonmodul in der Hand ?

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 23. April 2019 - 8:51 #

Du meinst sicher Tom Selleck.

Jürgen 26 Spiele-Kenner - P - 67460 - 23. April 2019 - 18:12 #

Und ich denke jedes Mal erst, dass er gleich das Modul küsst und eine schöne Konsole erscheint.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 23. April 2019 - 22:53 #

Hehe, dann müsste er aber das "FROGGER" Modul halten 8)

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 23. April 2019 - 23:43 #

Nebulus würde aber vermutlich auch noch funktionieren.
:)

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 24. April 2019 - 0:07 #

Mit viel Goodwill, ja :)

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 37611 - 23. April 2019 - 9:39 #

Schönber Text, auch wenn ich nicht uneingeschränkt zustimmen kann.

So sehr ich lange Ladezeiten und ewige Day-One-Patches nicht mag, so ist das Heilmittel hier nicht das Modul.
Auch Spiele auf Switch-Modul haben Patches, oder schlimmer wollen Assets herunterladen um pberhaupt zu funktionieren, der Speicherplatz ist mal wieder ungenügend. Auch ist das Laden von internem Speicher bei der Switch schneller als vom Modul.

Ich selbst kaufe so viele Spiele wie möglich für die Switch als Modul. Das hat vor allem haptische Gründe (auch wenn sich viele keine Mühe bei der Gestaltung der Hülle geben), macht aber auch den Wiederverkauf der Spiele möglich.

Die Haltbarkeit ist natürlich auch gut (besser als magnetische oder optische Datenträger). Zur Not kann man nochmal selbst was nachlöten, nur sollte man NIE in die Kontakte eines Modules pusten, die Feuchtigkeit im Atem beschleunigt Korrosion. Lieber mit einem Wattestäbchen und ggf. Kontaktflüssigkeit putzen.

Der nostalgische Wert ist bei Modulen natrülcih unter allen Datenträgern der größte. Cds in ihren Jewel Cases, die beim Anfassen zerstplittern, zerkratzen leicht und wollen so wenig wie möglich angefasst werden. Gerne hilft hierbei auch ein defektes Laufwerk gerne nach. Ich schaue dich an PS3. Disketten/Kasetten werden bei nicht liegender Lagerung gerne entmagnetisiert und wehe dein Handy war in der Nähe!

doom-o-matic 17 Shapeshifter - P - 8437 - 23. April 2019 - 9:51 #

Die Module sind auch unkaputtbar. Ich hab noch immer perfekt funktionierende Gameboy Module, aber z.b. meine WiiU Mario Kart disc ist schon so zerkratzt dass ein paar Level gar nicht mehr laden.

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - - 10110 - 23. April 2019 - 10:35 #

Wenn schon physische Datenträger, dann am Besten Module. Insofern gebe ich Michael Recht. Allerdings kann ich im 21. Jhdt. auch ganz gut komplett auf physische Datenträger verzichten.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 23. April 2019 - 12:43 #

Moment, ein goldenes Pokemon-Modul? Ich dachte, die wären immer den Zelda-Spielen vorbehalten gewesen!

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 70428 - 23. April 2019 - 15:09 #

Zu Pokémon Gold passt halt gut ein goldenes Modul. ;) Die meisten (oder alle?) der Pokémon-Spiele kamen ja in der Farbe ihres Titels.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 23. April 2019 - 16:45 #

Daran siehst du, wie viele Pokemon-Spiele ich besitze oder gespielt habe. ;-)

Jac 19 Megatalent - P - 14462 - 23. April 2019 - 20:54 #

Zelda war meiner Meinung nach immerhin das erste goldene Modul, fand ich sehr charmant damals.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 23. April 2019 - 22:09 #

Ja, und das wurde in späteren Teilen beibehalten. Die goldene Cartridge ist eigentlich typisch für Zelda, deswegen war ich so überrascht, dass es das auch bei Pokemon gab. Aber da kenne ich mich auch nicht so aus wie bei Zelda.
Ich habe sogar eine goldene Wiimote aus der Limited Edition von Skyward Sword. :-)

Rhadamant 17 Shapeshifter - 6659 - 23. April 2019 - 13:02 #

Klasse Artikel! Freue mich auf die Fortsetzung der Chroniken.

PraetorCreech 18 Doppel-Voter - - 12341 - 23. April 2019 - 14:51 #

Jaja, keine Ladezeit bei Modulen. Das ist der Punkt, der mich bei der Enthüllung der möglichen PS5 Hardware so hat schmunzeln lassen. Da erdreistet sich doch der ein oder andere zu sagen, dass die ultraschnelle integrierte SSD ganz neue Spielerlebnisse erlauben würde, da man praktisch keine Ladezeiten mehr hätte.
Man kann auch sagen 'Hey, mal von der anfänglichen Installation abgesehen sind wir wieder auf dem Stand von vor 20 Jahren', klingt nur irgendwie nicht so innovativ.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32255 - 23. April 2019 - 15:22 #

Meine erste Konsole war das N64, daher war ich auch immer ein großer Fan von Modulen.

Bluff Eversmoking (unregistriert) 23. April 2019 - 23:21 #

Meine Modul-Romantik ist dahin, nachdem ich im Laufe der Jahre etwa ein Dutzend Modulbatterien bei diversen Mega-Drive- und SNES-Spielen aus- und wieder eingelötet habe. Die ersten Versuche mit heraushängenden Kabellitzen, die zu einem extern angebrachten CR2032-Knopfzellen-Träger führen, sind auch gar nicht mal so schön anzuschauen.

Ich bin dann vor einigen Jahren auf die Everdrive-Module ausgewichen, mit denen man Images von SD-Karten starten, und auf die man auch speichern kann. Die Originale habe ich sowieso, da spare ich mir das mäßig kompetente Gefummel mit dem Lötkolben.

Daß das Bepusten der Kontakte nichts bringt, habe ich mir schon immer gedacht. Und habe gleich unerschrocken zu 1000er-Schmirgelpapier gegriffen. Das hat immer funktioniert.

Rumi 18 Doppel-Voter - 10336 - 25. April 2019 - 7:56 #

Ach ja Donkey Kong Land 2 mit bananengelber Kassette, revolutionär die Farbe der Kassette gelb zu machen^^

einsteinsneffe1971 18 Doppel-Voter - P - 9538 - 26. April 2019 - 13:06 #

Wunderbar geschrieben, wie es nur der Stallion kann. Und wie recht er doch hat. Dieser ganze Update-Wahnsinn, die GB-großen Day 1-Patches - das kotzt mich schon lange an.

Klar, das gibt Spielraum für Optimierung und Feintuning im Nachhinein. Aber auch vielen Entwicklern und Publishern die große Möglichkeit, halbfertige Spiele auf den Markt zu werfen. Und dies ist leider inzwischen Fakt.

Ich bin kein Retro-Fanatiker. Aber früher die Cartridge ausgepackt, Mega Drive oder SNES angeworfen und Spaß haben. Keine Updates, keine Patches. Weil die Entwickler akribisch bis aufs letzte Byte Tests vornahmen und (fast) alle Bugs fanden und rechtzeitig behoben - und zwar vor dem Release.

Schön war’s.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 26. April 2019 - 13:17 #

Natürlich sind die Spiele heute viel umfangreicher und komplexer als damals. Da fällt das Testen bis ins letzte Byte auch entsprechend schwerer. Ich will damit nicht entschuldigen, dass unfertige Spiele auf den Markt kommen, aber es ist nun mal nicht von der Hand zu weisen. Und dass Entwickler die Zeit zwischen Goldmaster und Release für verbesserungen und Korrekturen nutzen, die dann am Tag 1 verfügbar sind, finde ich gar nicht blöd. Ich hab aber auch schnelles Internet und kein Problem damit, ein paar GB zusätzlich ruinterzuladen. Zumal ich eh meist als Download kaufe und dann alles schon drin ist.

Spunk123 13 Koop-Gamer - P - 1691 - 24. Mai 2019 - 15:41 #

Ja, es lebe das Modul! Ich habe schon einige für den C 64, damit die alte HW noch einigernaßen komfortabel betrieben werden kann (Defender, Pac Man, Sam´s Journey etc) - und habe mir gerade Shadow of the Beast für C 64 auf Modul gekauft, danke für den Hinweisgeber v3to!