No Games for Old Men

No Games for Old Men Meinung
Teil der Exklusiv-Serie Die Hengst-Chroniken

Die Hengst-Chroniken, Folge 3

Michael Hengst / 23. Mai 2019 - 17:53 — vor 2 Jahren aktualisiert

Teaser

In der Rubrik Hengst-Chroniken schreibt Spielejournalist-Urgestein Michael Hengst jeden Monat über alles, was ihm in den Sinn kommt: Anekdoten aus der Spielebranche, persönliche Steckenpferde und Co.
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Von Berufs wegen kontaktieren mich zahlreiche Entwickler und fragen, was ich von ihrem grandiosen neuen Spiel, dem genialen Konzept, dem brillanten Prototypen oder der „voll heißen“ Idee halte. Manche Entwickler fragen mich, sozusagen „unterm“ Radar, nach meiner privaten Meinung, andere Pitches landen im Rahmen meiner Tätigkeit für verschiedene Publisher offiziell auf meinem Schreibtisch, wiederum andere werden mir im Rahmen einer Hochschul-Ausbildung live vorgestellt oder ich sehe neue Spiele auf Messen. 
 

158 Kommentare

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Veröffentlicht am 30.05.2022: Die Worte "Game Over" sind jedem hier ein Begriff. Der Pixel-Tod ist Teil des Spieler-Lebens. Doch nach einem fatalen Blick in den Kalender kommt Michael Hengst ins Grübeln über das reale Game Over.

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Michael Hengst 23. Mai 2019 - 17:53 — vor 2 Jahren aktualisiert
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Dennis Hilla Redakteur - P - 168638 - 23. Mai 2019 - 17:54 #

Viel Spaß beim Lesen!

soulflasher 15 Kenner - 3024 - 23. Mai 2019 - 18:09 #

Jung klickt gut.

Wesker 15 Kenner - P - 3830 - 24. Mai 2019 - 10:24 #

Danke, musste sehr Schmunzeln. :D

hanzolo (unregistriert) 26. Mai 2019 - 11:46 #

der ist gut :D

marcw11 15 Kenner - - 3851 - 23. Mai 2019 - 18:11 #

Jawoll, Entwickler hört die Signale. Noch spannender wird die Demographie vermutlich, wenn man das dann noch mit Kaufkraft gewichtet.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 220408 - 23. Mai 2019 - 18:14 #

Word! Das mit der Alterseinstufung der Zielgruppen ist wirklich sehr dumm. Toller Artikel! Danke dafür!

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 24. Mai 2019 - 1:02 #

Nö, wenn du versuchst, es allen Recht zu machen, machst du es am Ende niemandem Recht. Deswegen ist es schon sinnvoll, sich zu überlegen, wen du mit deinem Artstyle, Gamedesign, evtl. Popkulturreferenzen etc. eigentlich ansprechen willst.

Die Zielgruppe muss dabei auch nicht groß sein. Viele großartige Spiele sind nur dadurch entstanden, dass ein Designer "das Spiel erschaffen hat, was er selbst immer spielen wollte". Ob nun ein Meier, Molyneux, Braybrook etc... gerade in der VCS, C64 und Amiga Ära. Und am Ende wurden es Welthits.

Ist doch wie in der Musik... du kannst irgendwelche Castingbands mit Bohlenproduktionen abliefern und damit durchaus viel Geld verdienen. Aber die Jahrzehnte überdauern wird vor allen anderen die Musik, die von Leuten gemacht wurde, die einfach ihr eigenes Herz und ihre eigene Seele in Töne und Instrumente fließen lassen, ohne sich Gedanken zu machen, wie viele Leute die Platten kaufen werden.

Inso 18 Doppel-Voter - - 9510 - 24. Mai 2019 - 1:20 #

Ich finde ihr geht da eher von verschiedenen Seiten an. Die Kolumne verstehe ich so, das man sich etwas ausdenkt, und das dann auf die Zielgruppe münzt, von der man annimmt, das sie die größte bzw geeignetste ist.
Du sprichst wiederum von einer Vision eines Spiels. Bei der Vision geb ich dir klar recht, von vornherein jedoch eine Zielgruppe auszublenden, weil man sie in der Wahrnehmung für nicht so groß hält, ist aber doch was ganz anders, oder hab ich dich da jetzt missverstanden?

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 24. Mai 2019 - 2:52 #

Dass eine Zielgruppe (Ü40) von vornherein ausgeblendet wird, ist ja Michaels Wahrnehmung, die ich nicht teile.

Wie kommen denn solche Zielgruppenangaben zu Stande?

Entweder ein Team bastelt ein Spiel und überlegt sich erst später "welche Zielgruppe haben wir denn?" "Tja, wir sind selbst noch jung, sagen wir einfach 16-35!". Und so landet das dann bei Michael Hengst als Pitch. Ich glaube nicht, dass das Team dabei mit der Absicht handelt, Ü50 Menschen auszuschließen oder gar zu diskriminieren.

Oder die andere Herangehensweise, man startet schon mit der Absicht, ein Spiel speziell für eine Zielgruppe zu machen. "Wir brauchen was für die Golden Ager!" Da kann man von ausgehen, dass die größte Zielgruppe auch am stärksten bedient wird (insbesondere von großen Publishern, mit ihren ganzen Analysten und Beratern). Dann ist es doch aber als kleinerer Entwickler absolut SINNVOLL, nicht das gleiche Feld zu beackern, sondern sich eine Nische zu suchen. Auch das hat für mich nichts mit Ausschluss oder Diskriminierung zu tun.

Ich teile ja Michaels Wunsch danach, dass Spiele für Ü50 nicht nur klischeehaftes Seniorenhandy-Stil sein sollten. Aber dann spiele ich eben was für Leute bis max. 35 und fühle mich dabei richtig jung! :)

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 24. Mai 2019 - 15:48 #

Es hat wahrscheinlich eher etwas mit Unerfahrenheit zu tun. Die 16 bis 24 Jahre sind super, wenn das Spiel eine Erwachsen werden / Coming of age Thematik hat. Ansonsten können die 16 Jahre eine Jugendschutzgrenz darstellen, aber die 24 sind schlicht völlig willkürlich. Wenn man rein auf die Reaktionszeiten schau, ist beim E - Sport mit Ende 20 (Star craft) bis Mitte 30 (CS) Schluss. Da sind wir allerdings auf einem Niveau, welches die meisten Spieler wahrscheinlich nicht erreichen. Bei Spielen ohne eine (starke) Reaktionskomponente fiele mir schlicht kein Grund für eine Obergrenze außer Erkrankungen ein.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 25. Mai 2019 - 13:49 #

Die Obergrenze ergibt sich einfach durch die Präferenzen des "Mainstreamspielers", da hat der typische junge Erwachsene schlicht auf andere Spiele Bock als der typische 50+-Spieler.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 26. Mai 2019 - 15:25 #

Da wäre ich mir nicht so sicher. Hättest Du zu dieser Aussage eine Quelle?

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 26. Mai 2019 - 15:30 #

Welche von beiden Aussagen meinst du?

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 26. Mai 2019 - 21:33 #

Oh ich sah sie als eine. Ich meinte den Teil, daß junge Erwachsende andere Spiele bevorzugen als 50+ Gamer.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 26. Mai 2019 - 23:16 #

Ich kenne dazu keine empirischen Untersuchungen, hielt und halte es aber für offensichtlich, dass unterschiedliche Altersgruppen unterschiedliche Geschmäcker haben. Ich glaube nicht, dass Fortnite in der Altersgruppe der 40+-Spieler so weit verbreitet ist, wie unter der Zielgruppe der 10-15-Jährigen.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 26. Mai 2019 - 23:26 #

Die FAZ bezieht sich auf Studien der GfK:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/ueber-50-jaehrige-sind-groesste-gamer-gruppe-15637527.html

"Besonders beliebt in der Altersgruppe 50+ sind die digitalen Umsetzungen von analogen Spieleklassikern. Skat, Puzzle oder Kreuzwort-Rätsel stehen im App-Store genauso hoch im Kurs wie Sudoku oder Gedächtnistrainer. Bei Ego-Shootern oder Sportsimulationen sind Senioren eher zurückhaltend. Hier wird eher die Lebenswelt der Jugendlichen angesprochen."

Jamison Wolf 19 Megatalent - P - 13312 - 23. Mai 2019 - 18:15 #

Agreed. ;)

Als Entwickler und Gamer bin ich eh ständig in der Anpassung und pass mich auch an viele Jugendstils der Games an, auch wenn die Sache mit der Reaktions-Zeit echt langsam nicht mehr lustig ist, naja für ein Durchspielen von Sekiro hats noch gereicht, ich denke also alles im (grau)grünen Bereich.

Was die GFK Studie da angeht ... sind da die Jugendhorden von Fortnite mit drin? :)

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 23. Mai 2019 - 18:21 #

... aus meiner kalten toten Hand! :)

Schöner Artikel, es macht mir einfach Spaß, so etwas zu lesen.

Wobei ich seinen Hut aus der Powerplay Fotostory immer noch am beste finde.

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 152101 - 23. Mai 2019 - 18:21 #

Recht hat er der Mann! :)

vgamer85 21 AAA-Gamer - 28654 - 23. Mai 2019 - 18:21 #

Danke für den Einblick. In 20 Jahren werd ich wohl auch nicht mehr die Zielgruppe sein. Aber merkt man ja jetzt schon wegen den Lootboxen, Skins und was es da noch so gibt. Brauch ich alles nicht. Ich will einfach die Spielewelt erkunden oder auch die Story genießen. Und die bei Ubisoft Spielen auffällig coolen Teenager oder Gangsta Sprüche find ich mittlerweile eher nervig. Aber bei dem ein oder anderen Spiel ignoriere ich es einfach oder passe mich an und lasse mir das Zocken nicht verderben :-)

Jamison Wolf 19 Megatalent - P - 13312 - 23. Mai 2019 - 18:26 #

Na "Lootboxen & Skins" sind ja keine Modeerscheinung, wenn die früher geahnt hätten, dass Spieler bereit sind für so ne Gimmiks extra zu bezahlen und es ein IMMER-ONLINE gäbe, glaub mir, die hätten uns da auch abkassiert. ;)

vgamer85 21 AAA-Gamer - 28654 - 23. Mai 2019 - 18:29 #

Ja das hätte sein können :-) Counterstrike 1.6 mit Lootboxen und Skins *-*

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 152101 - 23. Mai 2019 - 18:29 #

Es gab damals immerhin die Speechpacks, gerade bei den Origin-Spielen, die zum Spielen nicht nötig waren aber sich trotzdem gut verkauft haben. Das ist schon vergleichbar. Ich habe die immer gekauft. :)

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 23. Mai 2019 - 18:39 #

Ich hätte hier noch eine schöne Pferdedecke.

vgamer85 21 AAA-Gamer - 28654 - 23. Mai 2019 - 18:40 #

Willst du ein Pferdeschloß dazu?:-)

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 23. Mai 2019 - 18:34 #

"Die sollen dann das Spiel nicht spielen?"
Es steht ihnen doch frei, das zu tun. Nur weil ich nicht in der offiziellen Zielgruppe von irgendetwas bin, kann ich es doch trotzdem nutzen. Es ist doch auch jedem Entwickler klar, dass es auch Spieler ausserhalb dieser Grenzen gibt, die das Spiel spielen und daran Gefallen haben. Aber darum geht es doch bei der Zielgruppenangabe nicht, sie hat nicht die Aufgabe, maximale integrativ zu sein.

Warum sollte man eine Altersgruppe als Zielgruppe definieren, wenn die generalisierten Interessen dieser Altersgruppe nicht zu dem passen, was man als Vision fuer ein Spiel hat? Es mag ja sein, dass die Zahlen aussagen, dass diese Zielgruppe sehr gross ist. Aber sie spielt in der Masse dann eben doch hauptsaechlich Casualgames. Und von denen gibt's ja durchaus eine Menge, die sich auch ganz bewusst fuer diese Zielgruppe entscheiden. Ich erinnere da nur an viele Browsergames aus Deutschland, die sich genuesslich an der "Hausfrauengeneration" guetlich getan haben.

"Dumm nur, dass Paul Reiche III., Jon Freeman und Anne Westfall genau diese Idee mit Archon hatten – und zwar ein klein wenig früher, nämlich im Jahr 1983."
Eigentlich gar nicht dumm, sondern nur irrelevant. Was fuer einen relevanten Unterschied soll das fuer die Spielidee des talentierten Teams machen? Wenn das letzte Spiel, das so etwas gemacht hat, 1983 erschienen ist, ist das Spiel immer noch "unique" genug, um daraus einen USP machen zu koennen.

"Aber die großen Klassiker sollten sie schon kennen."
Archon als "grosser Klassiker"? Ich weiss ja nicht. Kam mir bisher nicht so vor.

"Wir werden bestimmt nicht mit dem Spielen plötzlich aufhören, nur weil wir irgendeine willkürliche Altersgrenze erreichen. "
Das erwartet niemand, auch nicht die Entwickler. Aber faktisch passiert es: Schon bei den 20-40-Jaehrigen kann man beobachten, dass viele, die frueher 24/7 Hardcore gezockt haben, damit aufhoeren, weil sie es aus irgendeinem Grund nicht mehr reizt oder sie es fuer unschicklich halten, sich fuer laengere Zeit vor einen PC oder eine Konsole zu setzen. Ich denke wir brauchen hier immer noch einige Jahrzehnte, bis es auch fuer aeltere Menschen akzeptabel ist, zu Freunden zu sagen "Hey, ich zock heut Abend 'ne Runde Fortnite".

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 23. Mai 2019 - 19:41 #

Ja, Archon ist einer DER großen Klassiker.
So dass es selbst für iOS seit 2009 eine Version dazu gibt.
Man muss also nicht bis 1983 zurückschauen...

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 23. Mai 2019 - 19:55 #

iOS-Versionen gibt's doch eigentlich zu allem, was irgendwie mit Biegen und Brechen mobile-kompatibel ist, weil Leute denken (oder dachten), dass sie damit reich werden. Ich sehe nicht, wie das etwas ändert.

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 23. Mai 2019 - 22:25 #

Naja, erstmal gab es zeitgleich auch eine PC Version, und sonst nimmt das dem Argument 1983 ist so schrecklich lange her den Wind aus dem Segel.
:)

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 23. Mai 2019 - 23:18 #

Findest du, es macht einen signifikanten Unterschied, dass es vor 10 Jahren (!) ein Remake gab? Ich nicht.

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 24. Mai 2019 - 0:32 #

Ja, meiner Meinung nach ist das ein signifikanter Unterschied, denn es ist mit einem Release in 1983, 1984, zwei in 1994 (einer davon unter dem Titel Dark Legions) und einem in 2009 durchaus kein unbedeutender Nischentitel, kein One-Hit Wonder ist (oder was auch immer es deiner Meinung nach darstellt).

Und daher empfinde ich Michaels Einwurf bzgl. des Archon-Beispiels nicht nur als sehr interessant, sondern auch als passend und berechtigt.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 24. Mai 2019 - 1:07 #

Nur weil es für mich kein großer Klassiker ist, ist es nicht gleich ein unbedeutender Indie-Titel. Ich sehe nur nicht, inwiefern das hier irgendeine Bedeutung haben soll. Wenn ich heute ein RTS mache, ist mir auch egal, dass es vor über 25 Jahren Dune 2 gab.

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 24. Mai 2019 - 1:12 #

Außer du schreibst in deinen Businessplan, das du hier grade ein innovatives neues Genre namens RTS erfunden hättest. Wo Spieler erstmals in der Wüste Rohstoffe einsammeln können, um damit Basen zu bauen, dabei sich aber vor gefährlichen Erdwürmern in acht nehmen müssen.
:)

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 27. Mai 2019 - 2:14 #

Es geht doch bei dem Archon-Hinweis nach der Beschreibung nicht um irgendwas wie ein Genre, sondern um ein Feature, und möglicherweise nur um eine grobe Beschreibung davon.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 23. Mai 2019 - 21:14 #

"Eigentlich gar nicht dumm, sondern nur irrelevant. Was fuer einen relevanten Unterschied soll das fuer die Spielidee des talentierten Teams machen? Wenn das letzte Spiel, das so etwas gemacht hat, 1983 erschienen ist, ist das Spiel immer noch "unique" genug, um daraus einen USP machen zu koennen."

Ja und Nein. Es zeigt das bei den Hausausgaben geschlampt wurde. Ist diese Mechanik einzigartig genug um Schutzrechte zu ermöglichen? Besteht die Möglichkeit, daß der Verleger einen teuren Brief von EAs Rechtsabteilung bekommt?

ganga 20 Gold-Gamer - P - 22740 - 23. Mai 2019 - 21:37 #

Ernst gemeinte Frage: Seit wann gibt es ein Schutzrecht auf Spielmechanismen?

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 23. Mai 2019 - 22:55 #

In Deutschland geht dies nicht. In den USA hingegen ist es möglich, wenn die Mechanik besonders genug ist.

So kurz googelt: Das Tappen von Karten.
http://patft.uspto.gov/netacgi/nph-Parser?Sect1=PTO1&Sect2=HITOFF&d=PALL&p=1&u=%2Fnetahtml%2FPTO%2Fsrchnum.htm&r=1&f=G&l=50&s1=5,662,332.PN.&OS=PN/5,662,332&RS=PN/5,662,332

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 23. Mai 2019 - 21:59 #

Meinst du, alle Teamshooter mit Domination-Modus bekommen seit Battlefield Briefe von EAs Rechtsabteilung? Mir wäre absolut neu, dass es derartige Schutzrechte gibt.

Wenn ich ein Spiel machen wollte, würde ich mich auch nicht informieren, ob es in den 80ern dazu irgendwelche Referenzen gibt. Da kann man seine Zeit einfach viel sinnvoller verwenden, indem man sich aktuelle Wettbewerber anschaut.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 23. Mai 2019 - 22:53 #

Siehe oben.

Mit Deiner Einstellung gehen auch zahlreiche junge Filmmacher ans Werk. Und hoffen dann einfach, daß Disney das "Star Wars" - Poster im Jugendzimmer nicht abmahnt... Also falls irgendein Verlag ihren Film nimmt und veröffentlicht.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 23. Mai 2019 - 23:20 #

Ein Star-Wars-Poster ist doch ein bisschen anders gelagert. Ich glaube die Entwickler, von denen hier die Rede war, haben allen Grund, in dieser Thematik sorglos zu sein, und ich kann nach wie vor nichts erkennen, was dafür spricht, dass es "dumm" ist, dass es vor einer Ewigkeiten schon mal ein Spiel mit ähnlicher Mechanik gab. Du darfst das aber natürlich gern anders sehen.

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 24. Mai 2019 - 0:46 #

Definiere "vor einer Ewigkeit".
Ab wann darf man relevante Klassiker vergessen oder ignorieren, inkl. deren Fortsetzungen oder Re-Releases?
Ansonsten bezog sich das "Dumm nur das" darauf, dass das angeblich neue, einzigartige Spielkonzept eben weder neu noch einzigartig war. Und dazu von einem echten Klassiker der Videospielgeschichte eingeführt wurde.
Das Beispiel mit dem Rad, dass man auch nicht jede Generation neu erfindet, passt da doch als Erklärung sehr schon dazu. Oder nicht?
Wenn McDonalds jetzt morgen ein Gericht Namens McMedusa einführt, welches gem. Werbung neu und innovativ ist, sich dann aber als Spaghetti Bolognese herausstellt, kann man dann nicht darauf hinweisen, dass das Gericht weder neu noch innovativ ist, und man von einer Fastfood-Kette erwarten könnte, dass die sich auch mal mit den beliebtesten Gerichten der letzten 10-20 Jahre auseinandersetzt, bevor sie ihr McMedusa als innovativ bezeichnen?
Spätestens der Werberat würde dann dafür sorgen, dass der Slogan geändert wird.
Dir würde es nichts ausmachen, aber alle, die in ihren Leben schon mal Spaghetti Bolognese gegessen haben, würden das mit dem "neu" stirnrunzelnd entgegenehmen, und bei "innovativ" mal eine Bemerkung abgeben, dass da beim Pitchen des neuen Menüs wohl irgendwas in die Hose gegangen ist, und das vermutlich bei der Recherche.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 24. Mai 2019 - 1:27 #

"Ab wann darf man relevante Klassiker vergessen oder ignorieren, inkl. deren Fortsetzungen oder Re-Releases?"
Sobald es für die Entwicklung eines aktuellen Titels nicht mehr relevant ist. Archon stammt aus einer völlig anderen Spiele-Ära, die noch nach völlig anderen Regeln funktioniert hat (und unterscheidet sich möglicherweise auch sonst deutlich von der Vision dieses talentierten Teams, wir wissen ja nur von einem Feature). Ich habe als Entwickler nichts davon, mir damit die Zeit zu vertun, nach einem Spiel wie Archon zu suchen. Wir reden hier ja von der Situation, dass Archon nicht bekannt ist, und ich auf Verdacht irgendwas suchen soll, was vielleicht eventuell eine der Mechaniken nutzt, die ich auch plane. Realistischerweise gucke ich mich auf dem aktuellen Markt in dem Segment um, das ich anpeile, und schau mir vielleicht noch die letzten 5 Jahre an. Dann hab ich einerseits schon unfassbar viel Material, das ich kaum verarbeiten kann, und dazu auch den Zeitrahmen weitgehend abgedeckt, in dem sich die Spiele noch in einem ähnlichen Marktumfeld bewegt haben.

"Ansonsten bezog sich das "Dumm nur das" darauf, dass das angeblich neue, einzigartige Spielkonzept eben weder neu noch einzigartig war."
Das hat aber für den Status als USP oder die Marktchancen des Spiels überhaupt keine Bedeutung. Gab's schon? Ja, ok, juckt aber keinen. Im heutigen Markt ist dieses Feature trotzdem einzigartig und frisch.

Dein McDonalds-Beispiel hinkt an mindestens zwei Punkten:
- Spaghetti Bolognese wird trotz des Alters in den meisten Haushalten nicht nur vom Namen ein Begriff sein, sondern immer wieder mal auf dem Tisch stehen. Da wäre dann etwas wie WoW eher ein passender Vergleich, das trotz des hohen Alters noch allgegenwärtig in der Gaming-Kultur ist. Oder vielleicht CS. Aber selbst hier hat man im Gaming-Bereich nur noch wenig Grund, sich die Spiele anzuschauen, da sie einfach aus einer anderen Zeit sind.
- Wir reden hier laut Kolumne von einem Feature, das sich gleicht, nicht von einem komplett identischen Produkt. Und wahrscheinlich innerhalb des Features auch nur von der groben Beschreibung.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 24. Mai 2019 - 16:12 #

Es kann auch gerne ein Goonies - Poster sein.
Gut über "dumm" kann man sich streiten, aber jemanden etwas von einer einzigartigen Idee zu erzählen, weil man einen Spieleklassiker von vor 36 Jahren nicht kennt oder übersehen hat, ist zumindest nicht besonders klug / professionell.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 24. Mai 2019 - 0:44 #

Ach danke! Ich dachte schon, ich bin der einzige, der die Sache anders sieht als der Hengst. :}

Ein 20-jähriger tickt nun mal im DURCHSCHNITT anders als ein 50-jähriger. Was Inhalte, Design, Spielelemente etc. angeht, kommt halt was ganz anderes bei raus, wenn man ein Spiel für 20-jährige oder für 50-jährige macht.

Die Zielgruppe 12-99 ist keine! Da entsteht dann etwas unstringentes, belangloses, durch und durch Durchschnittliches, was NIEMAND spielen will.

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 24. Mai 2019 - 0:52 #

Warum muss ein Spiel für eine Zielgruppe 12 - 99 belanglos oder gar so nichtig sein, dass es niemand spielen will?
Ist das ein ehernes Naturgesetz?

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 24. Mai 2019 - 1:17 #

Nein, ist es nicht. Es gibt Spiele, wie Tetris, Majong, Bejeweled etc. die meine 15-jährige Patentochter genauso gerne spielt wie meine 80-jährige Mama.

Aber weißt du wie unglaublich schwierig es ist, SO ein Spiel zu erschaffen? Ich rede jetzt nicht von Clones, sondern von etwas ganz neuem, was auf einer Stufe mit Tetris steht... das gelingt einem von 1 Milliarde Menschen genau 1x im Leben.

Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass einem jungen Spieledesigner so etwas gelingt. Was aber sehr wahrscheinlich passiert, wenn du Zielgruppen zu weit fasst, ist eine Eierlegendewollmilchsau, die alles irgendwie, aber nichts wirklich gut macht. Der Markt ist überschwemmt von solchen Spielen!

Deswegen plädiere ich für möglichst kleine, fokussierte Zielgruppen. Nicht nur bzgl. des Alters, sondern z.B. auch bzgl. kultureller Unterschiede. Ob ICH mich davon ale Individuum ausschließen lasse oder nicht, bestimme doch ICH, nicht der Designer.

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 24. Mai 2019 - 15:59 #

Und deswegen stehen auf Brettspielpackungen gerne eine Angabe wie 4 - 99 oder 12+.^^

Das Problem ist, daß man sich selbst schon eine Grube gräbt, wenn man die Zielgruppe schlicht falsch einschätzt. Entweder hat der Verlag dann kein Interesse, weil x genügend hat / keinen Markt sieht oder er hält einen für zu unprofessionell im geschäftlichen Bereich.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 24. Mai 2019 - 17:24 #

Das steht auf der Packung, ja :)

Aber Packungsangabe und Zielgruppe (bei der Entwicklung) sind zwei verschiedene Dinge. Bei LEGO steht z.B. 12+ auf den Packungen (ab da traut man den Kiddies zu, keine Kleinteile mehr zu verschlucken). Aber bei den Lego-Designern von NinjaGo oder Powerpuff Girls™ wird wohl kaum einer ernsthaft abstreiten, dass die Zielgruppe unter 16 Jahre alt ist.

Und wenn dann ein Ü40er sowas kauft, freut man sich trotzdem :)

Elfant 25 Platin-Gamer - P - 63003 - 24. Mai 2019 - 18:41 #

Gerade bei Brettspielen geht es noch ganz gerne um die Komplexität der Regeln und deswegen gibt es dann auch in der Entwickung eher nur eine Untergrenze, aber keine Obergrenze.

Und klar wurden die beiden von Dir genannten Serien für eine jüngere Ziel konzeptiert, wenn ich mich nicht irre erstere sogar mit der Zielsetzung seitens Lego, aber da geht es auch im eine ganze Gruppe von Produkten mit Spielen, Legosets usw sowie einer "Werbeserie" und nicht nur um ein einzelnes alleinstehenden Spiel.
Powerpuffsgirls wurde meines Wissens erst durch die spätere Einwirkungen zu dem was es heute ist. Hieß es nicht erst Whomass oder so?

Die Frage wäre eher, wie die Entwickler auf ihre Aussage zur Altersgruppe kamen? Wenn sie schlicht gedacht haben: Tja das ist unsere Altergruppe, dann haben sie schlicht zu kurz gedacht für zum Beispiel ein Rundenstrategiespiel.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 3. Juni 2019 - 7:54 #

Ja, Archon ist ein großer Klassiker. Sollte man schon kennen als Spiele-Liebhaber, vor allem aber als Spielemacher. Es käme auch kein neuer Autor auf die Idee, ein Buch zu pitchen, wo jemand immer jünger und schöner wird, während sein Bildnis im iPad altert und immer verschlagener aussieht. Würde er es dennoch tun und es nicht aktiv als Hommage an Oscar Wilde positionieren, jeder Verlag würde ihn auslachen.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 3. Juni 2019 - 22:58 #

Zum Glück ist ja die Veteranen-Meinung in diesem Fall nicht maßgebend, sondern eher, wie gut die Spiele sind, die junge Entwickler machen.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 4. Juni 2019 - 6:51 #

Die Gefahr ist gar nicht mal so klein, dass Entwickler, die denken, sie hätten das Rad neu erfunden, auch längst überholte Designfehler neu erfinden.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 6. Juni 2019 - 23:56 #

Eigentlich nicht, da heute sehr viel theoretisches Wissen über Spieldesign vorhanden ist. Gerade diese jungen Teams kommen ja in der Regel von irgendwelchen Hochschulen und haben damit einen guten theoretischen Hintergrund, mit dem die typischen Fehler, die Spiele in der Anfangszeit gemacht haben, gut verhindert werden können. Spieldesigner als Quereinsteiger gibt es heute fast gar nicht mehr.

Um die grundlegenden Probleme von Archon zu verstehen und nicht zu wiederholen, muss ich heute weder Archon kennen, noch es erst mal genau nachbauen. Das sind heute Automatismen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 442578 - 4. Juni 2019 - 9:00 #

Weil sie nicht deiner Meinung entspricht? Du hattest ja bereits behauptet, Archon sei kein Klassiker. Weil... du das halt so empfindest. Da ist dann doch die Meinung des kenntnisreichen Veteranen relevanter, findest du nicht?

Wenn Spiele — oder ein Teilbereich der Spiele — eine ernsthafte Kulturform neben Literatur, Film usw. sein wollen, dann gehört dazu auch, dass sie sich ihrer Geschichte bewusst sind. Und da Spiele relativ wenig Bewusstsein entwickeln aktuell, meine ich damit ihre Macher. Ein Filmemacher, der von Scorsese nie gehört hat, hat nie von Scorseses Leistungen und Fehlleistungen gehört oder sie gar verstanden und versteht letztlich sein eigenes Metier nicht. Da kann er noch so tolle YouTube-Filmchen schnippeln, er wird einfach ein weniger guter Filmemacher sein oder zumindest viel länger brauchen, bis er sich zu einem guten entwickelt. Und Scorsese ist nun wirklich ein willkürliches Beispiel, ich halte von wenigen seiner FIlme etwas. Und das übertrage ich nun auf Spiele: Wer von Archon und Paul Reiche III noch nie gehört hat, kennt die Historie seines eigenen Metiers nicht, und macht unweigerlich Fehler, die er nicht zu machen bräuchte. Etwa, eine Idee als neu zu verkaufen, die nicht neu ist.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 6. Juni 2019 - 23:55 #

Ich glaube nicht, dass es einfach nur *meine* Meinung ist, junge Entwickler lieber an der Qualität ihrer Spiele messen zu wollen, als daran, ob sie wissen, wo ein Sub-Feature irgendeines Systems zum ersten Mal in der Geschichte in ähnlicher Form aufgetaucht ist. Schon deshalb, weil letzteres eine reine Fleißaufgabe ist, die jeder leisten kann, wenn er nur lang genug alte Dinge spielt. Ein gutes Gespür für Spielsysteme ist meiner Erfahrung nach hingegen nur schwer zu lernen.

Die meisten jungen Entwickler kennen sich schon trotzdem ganz gut mit alten Spielen aus, da braucht man sich nicht unbedingt grundsätzliche Sorgen zu machen. Aber Elfenbeinturm-Forderungen, doch jetzt aber auf jeden Fall auch noch genau diesen furchtbar wichtigen Klassiker kennen zu müssen, helfen jungen Entwicklern leider nicht beim Geld verdienen. Man kann sich ja noch so sehr die Kultur auf die Fahne schreiben, am Ende muss auch irgendwo was zu essen herkommen, und mit Glück sogar ein Platz zum Schlafen. Da hat niemand etwas davon, seine Zeit damit zu vertun, sich durch alle möglichen alten Spiele zu wühlen, ohne zu wissen, ob dabei etwas heraus kommt.

Ob ich jetzt von Archon mehr lerne, als von modernen Spielen in verwandtem Genre, bezweifle ich. Die Branche hat sich seitdem in allen Bereichen massiv professionalisiert, sodass ich im heuten Markt sehr viel eher best practices lernen kann als in einem Archon von 1984, das zwar aus der damaligen Zeit ein bemerkenswertes Spiel war, aus heutiger Sicht aber eher nicht mehr. Es gibt ja nicht ohne Grund praktisch nichts, was darauf aufbaut oder diese Tradition weiter führt. Archon ist eine Spieldesign-Sackgasse.

Den Vergleich zu Filmen finde ich nicht geeignet, weil der Film in den 80ern relativ gesehen in seinem Genre schon sehr viel weiter war als das Spiel, das immer noch Grundlagen gelernt hat. Da müsste schon eher ein Stummfilm-Vergleich her, bei dem ich dann wieder in Frage stellen würde, inwieweit die Kenntnis eines bestimmten Films für junge Filmemacher heute essentiell ist, um gute Filme machen zu können.

"Etwa, eine Idee als neu zu verkaufen, die nicht neu ist."
Das ist, immer noch, ein rein akademisches Problem. Der weit überwiegende Teil der Spieler würde nicht bemerken, dass dieses eine Tageszeit-Feature Ähnlichkeit zu den dynamischen Feldern von Archon hat. Selbst der größte Teil der heute 50-Jährigen Spieler dürfte Archon nicht einmal kennen, weil sie erst viel später über Candy Crush und Co zu Spielen gekommen sind. Wenn das die Kategorie "Fehler" ist, die bei der Entwicklung meine Sorge sind, kann ich die Sektkorken knallen lassen.

Extrapanzer 17 Shapeshifter - P - 6904 - 23. Mai 2019 - 18:31 #

Ich hätte gerne so eine Art Sehtest für Reflexe, einfach um beurteilen zu können, wie ich mich altersbedingt schlage und ob Übung etwas bringt, ohne einfach nur die Muster eines speziellen Spiels auswendig gelernt zu haben.
Leider sind die Highscore-Listen vieler Spiele gehackt, so dass mir eine Vergleichbarkeit fehlt.
Bei mir sind es aber nicht die Reflexe, die mir Sorgen machen, sondern die Augen und der Bewegungsapparat, wenn ich die nächsten Jahre meinen PoS als Ganztagsjob angehen will.

Inso 18 Doppel-Voter - - 9510 - 23. Mai 2019 - 19:48 #

Highscore-Listen find ich eh quark, wenn sie halt wirklich komplett übergreifend sind. Wie sagte Homer S. so schön: egal wie gut du etwas kannst, es gibt mindestens eine millionen Leute die es besser können als du :D

Altior 17 Shapeshifter - - 6064 - 23. Mai 2019 - 18:31 #

Ich werde auch regelmäßig von meinen Auszubildenden ungläubig angeschaut, wenn ich erzähle, dass ich mich mit aktuellen Spielen auskenne und meine Vorlieben nenne.
Bin 57 :)

obiwandi 25 Platin-Gamer - - 56449 - 23. Mai 2019 - 18:31 #

Danke, Michael, dass Du bei GG regelmäßig schreibst und im Besonderen für Deinen Beitrag.
Sich zu öffnen, auf Ideen wie Bedürfnisse einzugehen, ist eine Aufgabe, die sich jede Generation stellen muss. Die Zielgruppe ist kein starres Konzept, das man sich anheftet, um sich auszuzeichnen, sondern stellt Menschen dar, auf die man eingeht und von ihnen lernt - so wie Du es vorlebst, Michael.
Dass Klassiker wie Archon dem Sekiro-Speed Runner nicht vertraut sind, wäre prinzipiell verständlich, hätten kommende Entwicklergenerationen voller Energie nicht den auch eigentlich logischen Anspruch der stets neuen, bahnbrechenden Ideen; das Rad nicht neu erfinden zu müssen ist eine große Hilfestellung, kann man von bereits Vorhandenem lernen und rascher wachsen.
Retrogaming steht für mich daher nicht für Realitätsflucht. Im Gegenteil, von der Kunst, mit wenigen Mitteln, unter extremen Einschränkungen, Großes schaffen zu können - auch wenn es nur 10kb hat - lässt sich vieles ableiten. Zum Beispiel auch die Arbeit mit und nicht gegen eine Zielgruppe.
Nochmals Danke, Michael, und sag, wieviele Laserdisc hast Du noch in der Sammlung?

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28522 - 23. Mai 2019 - 18:34 #

Hm, ich hatte zuletzt bei Spielen wie Days Gone, Metro Exodus, Resident Evil 2 oder Red Dead Redemption 2 überhaupt nicht das Gefühl, dass eine sehr junge Zielgruppe angesprochen werden soll oder gar ältere ausgeschlossen werden. Da gibt es also auch im AAA Bereich genügend Spiele, wo man als Ü30 nicht mit den Augen Rollen muss und im Indie-Sektor sowieso.

xan 18 Doppel-Voter - P - 11484 - 24. Mai 2019 - 1:03 #

Dem stimme ich absolut zu. Gefühlt, wissen die großen Entwickler, wo die Zielgruppe liegt und lassen sich nicht wirklich von Ausnahmen blenden.

euph 29 Meinungsführer - P - 115741 - 24. Mai 2019 - 6:49 #

Die Spiele wurden auch bestimmt nicht vor Michael gepitcht :-)

Maestro84 19 Megatalent - - 16043 - 23. Mai 2019 - 18:38 #

Ich denke, dass da vor Allem das Problem besteht, dass Entwickler idR jung sind, also eben Spiele für Ihre Altersgruppe plus/minus entwickeln. Gerade das im Text erwähnt Thema Crunch kommt da halt schnell auf den Tisch. Nicht ohne Grund wechseln auch Spieleredis gerne mit der Zeit in die Industrie, weil die Arbeit im Journalismus auch nicht unbedingt einfacher ist. Wo der Entwickler/Redi Anfang 20 noch gerne 60 Stunden in der Woche runterwerkelt, will der Kollege Ende 40 vielleicht doch eher sonntags mit Frau und Kindern in den Park gehen, damit die Beziehung nicht wegen der Arbeit irgendwann scheitert.

Das Merkwürdige an dem Thema ist, dass aber gerade die älteren Spieler genug Geld für Serviceinhalte haben. Ich spiele seit Februar in meiner begrenzten Zockerzeit AC-Odyssey und habe mir sowohl den Boost für die Erfahrungspunkte und Gold als auch schon zweimal Rohstoffe fürs Schiff geholt. Meine fehlende Zeit gleiche ich so mit Geld aus, was bei einem Jugendlichen wohl eher andersherum wäre.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 23. Mai 2019 - 18:44 #

Ach, deinetwegen haben wir dieses Theater am Hals :P

Moriarty1779 18 Doppel-Voter - - 9439 - 24. Mai 2019 - 9:22 #

Thema Kaufkraft der älteren Zielgruppe:

Im individuellen Fall sicher schon, gesamt gesehen aber wegen der Masse wahrscheinlich nicht mehr. Wenn 1 Millionen Jugendliche einen DLC für 99 ct. kaufen, ist das immer noch deutlich mehr als wenn 10.000 Golden-Ager 9,90 € ausgeben.

Zielgruppen sind ja genau deshalb relevant, weil von ihnen insgesamt gesehen der größte Umsatz zu erwarten ist.

Faerwynn 19 Megatalent - P - 16359 - 23. Mai 2019 - 18:39 #

Japp, sehe ich genauso :)

doom-o-matic 17 Shapeshifter - P - 8437 - 23. Mai 2019 - 18:44 #

Boah, sind wir hier alle echt schon so alt? Als ich das 14-36 gelesen hab, dachte ich mir "na bravo, bin ich echt schon im 37-99 Abschnitt?"

Jac 19 Megatalent - P - 14462 - 23. Mai 2019 - 19:01 #

Du Jungspund ;)

PraetorCreech 18 Doppel-Voter - - 12341 - 23. Mai 2019 - 19:10 #

Sieh es mal so, im nächsten Jahr ist sogar das hier zitierte Archon bereits in der 37-99 Gruppe.
Japp, komplett sinnlose Einteilung.

zuendy 16 Übertalent - 4485 - 23. Mai 2019 - 19:01 #

Schönes Ding, bin gerade in der Übergangsphase in der die Jugend genervt ist von meiner Meinung zu bestimmten Sachen und die Alten einen immer noch als Jungspund ansehen. :)
Und ganz ehrlich die vorausgesetzten Crunch Time Einsätze macht man irgendwann einfach nicht mehr mit. Wenn Not am Mann ist, gern, auch mal einen Monat. Wenn es eben absehbar ist, dass es ein Ende hat, aber bei jedem neuen Projekt immer wieder die gleiche Sch****, zumal da mMn auch meistens regelmäßig viel organisatorisch einfach schief gelaufen ist (Ausnahmen bestätigen die Regel). Mich würden mal Statistiken über Burn Outs bei Spieleentwicklern interessieren.

Btw. alte Säcke nerven nur, wenn man Überstunden schrubben will, die maulen nur rum.

PraetorCreech 18 Doppel-Voter - - 12341 - 23. Mai 2019 - 19:14 #

Wenn Du immer die erfahrenen Leute, die wissen was im letzten Projekt hätte besser laufen können, rauswirfst, weil sie zu teuer sind, dann machst Du immer die gleichen Fehler und es wird halt immer weiter gecruncht. Sicher nicht der einzige Grund, aber auch nicht ganz unwichtig.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 24. Mai 2019 - 18:50 #

Bester Kommentar unter diesem Artikel bist jetzt!

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19154 - 24. Mai 2019 - 18:49 #

Also was jetzt? Crunch Time ist doof, oder alte Säcke, die bei Überstunden maulen, sind doof?

zuendy 16 Übertalent - 4485 - 25. Mai 2019 - 19:46 #

#Zynismus

Rovulan 15 Kenner - P - 2913 - 23. Mai 2019 - 19:02 #

Sehr schön - danke für diesen Beitrag!

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 23. Mai 2019 - 19:16 #

Guter Beitrag! War mir der Marktmacht der 60er Generation gar nicht so bewusst. Da kann man ja direkt von einer rosigen Zukunft für GG ausgehen :)

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 23. Mai 2019 - 19:21 #

GG ist wirklich ein gutes Beispiel dafür, warum viele Entwickler eher eine junge Zielgruppe ansetzen. Diese riesige Gruppe alter Menschen, die unbedingt AAA zocken wollen, müssten sich ja langsam mal hier einfinden ...

TSH-Lightning 25 Platin-Gamer - - 56148 - 23. Mai 2019 - 19:26 #

Interessanter Beitrag. Egal was man von Star Citizen halten mag, aber es sind nicht die 16-25 Jährigen die da diese Summen reingebuttert haben + Elite Dangerous ist ja auch nicht unerfolgreich. Ärgern sich da nicht die Publisher drüber, sowas nicht erkannt zu haben?

PS: Irgendwie gehöre ich aber zu nix mehr, bin weder "Junge Zielgruppe", noch gehöre ich schon zu den "Grauen Panthern" *schnief*.

JensJuchzer 21 AAA-Gamer - P - 25847 - 23. Mai 2019 - 19:31 #

Toller Beitrag und ein echter Mehrwert. Dahin muss sich gamersglobal entwickeln :)

Slaytanic 25 Platin-Gamer - - 60460 - 23. Mai 2019 - 19:31 #

Sehr lesenswerter Beitrag, freue mich schon auf die nächste Hengst-Chronik.

earlsnake 11 Forenversteher - 684 - 23. Mai 2019 - 20:14 #

Ich bin zwar erst knabenhafte 34, aber ich weiß nicht, was ein "Pitch" in diesem Zusammenhang bedeutet.

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 23. Mai 2019 - 20:27 #

Klassischerweise die Präsentation Deiner Spielidee vor Publishern oder Geldgebern um sie für Deine Idee zu begeistern und den Zuschlag zu erhalten.

earlsnake 11 Forenversteher - 684 - 23. Mai 2019 - 22:16 #

Ok, jetzt weiß ich's, vielen Danke. :)

Sh4p3r 16 Übertalent - P - 4849 - 23. Mai 2019 - 20:14 #

Das ist wohl ein Trend den man zum Teil hinnehmen muss. Ich merke für zumindest, dass die Multiplayer-Titel wie Battlefield nicht mehr für mich gemacht sind. Der Wandel hin zum Baukastenprinzip mit seinen Klassen basteln mit Dutzenden Waffen und Modifikationen, Perks, Skins und Co, dazu schnelle Gameplay-Mechaniken, sind nicht mehr mein Ding. Mit den F2P-Titel mit Lootboxen und dergleichen wie bei Overwatch oder Fortnite kann ich auch nix anfangen. Aber es macht mir bisher auch nix aus. Hin und wieder gibt es noch den ein oder anderen Coop-Shooter. Dazu spiele ich wieder mehr Singleplayer-Spiele. Von daher macht mir das Hobby immer noch sehr viel Spaß :)

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 37611 - 23. Mai 2019 - 20:14 #

Ok, das ist die dato beste Kolumne von Michael hier. Genau das habe ich mir von den Hengst Chroniken erwartet.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 23. Mai 2019 - 21:31 #

Volle Zustimmung.

Der Marian 21 AAA-Gamer - P - 27318 - 23. Mai 2019 - 20:19 #

Super Foto! :)

Der_Gero 15 Kenner - P - 2869 - 23. Mai 2019 - 20:21 #

Wunderbar geschrieben, ganz besonders das Schlusswort...sehr schön...

Funatic 19 Megatalent - - 15892 - 23. Mai 2019 - 20:39 #

Sehr schöner Artikel. Ein Punkt fehlt mir allerdings: Abgesehen davon, dass ich solche Alterszielgruppen eh Schwachsinn finde, meiner Meinung nach genügt Kinder/Jugendliche/Erwachsene, kommt es doch nur darauf an was man selbst daraus macht. Die Avengers sind sicher auch nicht für mich als „Zielgruppe“ gemacht. Trotzdem hab ich jede Menge Spass damit. Genau wie mit machen „Teenieserien“, Mangas mit Highschool Thematik oder eben Spielen. Wenn man sich noch reinversetzen und Spass damit haben kann ist es doch egal ob man 18, 38 oder 58 ist.
Am Wochenende war ich auf dem Geburtstag meiner besten Freundin, 11 Jahre jünger, eingeladen. War mit Abstand der älteste und zu später Stunde ging es dann mit den ganzen Jungspunden an die Switch. Nachdem ich von 12 Mario Kart Runden 11 gewonnen hatte konnte ich zufrieden nach Hause gehen... zwar der Erste der gegangen ist aber zufrieden! :-) Old School Baby!

Thomas Schmitz Freier Redakteur - P - 11678 - 23. Mai 2019 - 20:45 #

Super Kolumne, Michael!

Und passt so zum vorletzten "Auf ein Bier"-Sonntags-Podcast, in dem Wolfgang Walk auch mitteilte, dass er mittlerweile zu alt für Shooter sei, weil die Reflexe und die Hand-Auge-Koordination frappierend nachgelassen haben.

Inso 18 Doppel-Voter - - 9510 - 23. Mai 2019 - 21:01 #

Genau an die habe ich auch gedacht, und fand schade das hier nur angedeutet wird was diese junge Zielgruppe denn bedeutet. Entsprechend liest man ja auch einige Kommentare der Marke "was man selbst draus macht", die aber halt gar nicht das Problem dabei mit berücksichtigen, das im Alter gewisse Einschränkungen da sein können, die im Spiel im Sinne von Schwierigkeitsgrad usw gar nicht bedacht sind.
Dazu kommt dann tendenziell weniger Zeit bzw bei mir auch weniger Lust auf lange Spielsessions und solche Sachen, die ich im Bekanntenkreis genau so beobachte.

Trotzdem aber auf jeden Fall sehr schöne Kolumne :)

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 23. Mai 2019 - 22:00 #

Für genau die Problemchen gibt's doch gerade die Casual-Flut :P

Inso 18 Doppel-Voter - - 9510 - 23. Mai 2019 - 22:13 #

"Casual-Flut"? Also ich würde jetzt im Alter nicht unbedingt auf Wimmelbildspiele und Co umsteigen wollen, oder worauf wollts du hinaus?^^

xan 18 Doppel-Voter - P - 11484 - 24. Mai 2019 - 1:08 #

Casual-Flut heißt das alle Spiele immer leichter werden, besonders im Vergleich zu früher. Heutzutage wird man durchgehend an die Hand genwund durch das Spiel geführt. Das ging ja soweit, dass Dark Souls genau deswegen den Erfolg hat, weil es mit dieser Konvention bricht. Es ist heutzutage zu viel verlangt sich selber einen Weg in einem Spiel zu suchen. O

Inso 18 Doppel-Voter - - 9510 - 24. Mai 2019 - 1:16 #

In dem Podcast geht es darum, das bspw. Spiele wie Wolfenstein vom Anspruch bzw der Untergrenze schon so gebalanced sind, das es Wolfgang bei seinem Jahrgang nicht möglich ist, es durchzuspielen. Sprich, es ist zumindest nicht so "casual", das es für jeden geeignet ist.
Deine angesprochene Casualisierung beziehe ich eher auf _Archievements wie "Super, du hast die W-Taste gefunden" und alle möglichen hohlen Tutorials im Spiel. Ggf ist auch der durchschnittliche Schwierigkeitsgrad abgesenkt worden, aber halt nicht so, das es für alle Altersgruppen eine Option gibt..

xan 18 Doppel-Voter - P - 11484 - 24. Mai 2019 - 1:27 #

Dann verstehe ich das Problem wirklich nicht. Gefühlt ist das heutige Schwer das frühere Normal. Denn erst dann greifen grundlegende Spielprinzipien, z. B. Tränke/Waffenöle bei Witcher 3 oder auch der Strom-im-Wasser-Schaden bei Half Life 2. Das Spiel hat diverse Mechaniken und Funktionen, die man gekonnt ignorieren kann auf normal, ohne sich damit auseinander zu setzen.

Das erinnert mich gerade sehr an die Sekiro-Debatte.

Inso 18 Doppel-Voter - - 9510 - 24. Mai 2019 - 1:36 #

Die Sekiro-Debatte ist wohl auch der Ausgangspunkt für die Runde gewesen, in 105 Minuten gehts aber doch ein wenig weiter^^

Da es eine der freien Folgen ist (und ich den Podcast allgemein sehr schätze, zumindest die Folgen mit Andre, Jochen, Wolfgang und Sebastian :) ) hier mal der Link zu besagter Folge, falls es dich interessiert:
https://www.gamespodcast.de/2019/05/12/runde-214-die-kunst-des-schwierigkeitsgrades/

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 24. Mai 2019 - 1:51 #

Genau darauf wollte ich hinaus ;D

Das was xan schreibt, habe ich nicht gemeint, auch wenn man es auch so sehen kann.

Ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Aber ein wahrer Kern ist dran:
- keine langen Spielesessions nötig
- keine motorischen Skills nötig
Wenn dann noch was wie "nur zum Entspannen nach der Arbeit, bloß kein Nachdenken" dazu kommt (was bei dir vielleicht nicht so ist, bei vielen anderen aber schon), bleibt nicht mehr viel als das Wimmelbildspiel. Und genau das ist doch auch der Grund dafür, warum es diese Spiele mit eben genau der Zielgruppe gibt und warum sie so erfolgreich sind.

Bastro 17 Shapeshifter - 6303 - 24. Mai 2019 - 0:05 #

Der aber, und das ist das Wichtige, sich dabei sehr vehement dafür ausgesprochen hat, dass Entwicklern eben nicht reingeredet werden soll in Sachen wie beispielsweise "macht mal einen leichten Schwierigkeitsgrad" für die ältere Zielgruppe, auch wenn sie es eben aus Spieldesigngründen nicht vogesehen haben. Ich unterstütze das. Auch wenn ich 59 bin^^.

Alain 21 AAA-Gamer - P - 29761 - 23. Mai 2019 - 21:00 #

So so... Der Hengst möchte also gerne in Schubladen gesteckt werden. Ich sehe mich selbst lieber außerhalb der Schubladen und würde mich nicht scheren.

Severian 18 Doppel-Voter - - 9667 - 23. Mai 2019 - 21:10 #

Gut getroffen. Erinnert mich aber auch an einen Rant in "Boston Legal". Nur ging es da nicht um Videospiele, sondern Fernsehserien für Menschen im Rentenalter. :-)

Zille 20 Gold-Gamer - - 24726 - 23. Mai 2019 - 21:36 #

Schöner Artikel! Danke!

schneckal 16 Übertalent - - 5127 - 23. Mai 2019 - 21:37 #

Sehr sympathische Kolumne!

zombi 18 Doppel-Voter - 11234 - 23. Mai 2019 - 21:44 #

„Wir sind mit Spielhallen, VCS, C64 und Co. aufgewachsen. Wir sind die Überlebenden der ersten Konsolenkriege und haben in den Schützengräben der Amiga-vs.-Atari-Gefechte gelegen. Wir haben noch Spiele von Kassette geladen und erfolglos versucht, einen Competition Pro Joystick zu zerstören.“

Jawohl! So siehts aus, ganz genau. Diskriminierung der Ü40 ersten Generation Gamer, der alten Hasen. Word !
:-)

JackoBoxo 19 Megatalent - P - 18130 - 23. Mai 2019 - 21:59 #

Tolle Kolumne. Ich hab mich direkt wiedererkannt.

Bruno Lawrie 21 AAA-Gamer - - 25394 - 23. Mai 2019 - 22:05 #

Ich bin jenseits der 25, sogar jenseits der 36 (und vielleicht sogar jenseits der 40). Also nicht mehr angepeilte Zielgruppe der Spiele. Merke ich das irgendwie? Nö, kein Stück. Wo ist also überhaupt das Problem? Wenn die Spiele gut sind, ist es doch relativ wurscht wie alt die angepeilte Zielgruppe ist.

Sicher, ab und an erscheint mal was wie Sekiro, wo manche Leute dann rein altersbedingt ein Problem aufgrund zu langsamer Reflexe haben, aber die Art Spiel schließt ja generell viele Leute aus und nicht nur welche jenseits der 50.

Edelstoffl 16 Übertalent - P - 5204 - 23. Mai 2019 - 22:11 #

Bzgl. Altersdiskriminierung und an der Zielgruppe vorbei hab' ich 'nen Kommentar zur Retro:
Hochglanzdruck oder wie man das nennt und z.B. schwarze Schrift auf rotem Hintergund u.ä.
Ohne Scheiß, Leute - aber nur wegen der Retro habe ich mir 'ne Lesebrille geholt - ich kann manche Artikel ohne tatsächlich nur mühsam entziffern. Bei Tageszeitung u.ä. habe ich keine Probleme dieser Art...
Aber so lange ich was sehe und 'ne Maus steuern kann, wird gezockt!;)

Gorkon 19 Megatalent - - 16610 - 23. Mai 2019 - 23:06 #

Jawoll so ist das. Volle Zustimmung von mir. Ich sehe mir auch manchmal neue Spiele an und denke mir: "war schon mal da nur besser" oder "wen wollen die denn damit hintern offen hervorlocken". ;-) Fehlt noch die Erwähnung von Eltern, die ja so wieso keine Zeit zum spielen haben. :-O

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 24. Mai 2019 - 0:35 #

Sorry, Namensvetter Michael, aber ich sehe das anders.

Du magst zwar 50+ Jahre alt sein, aber du bist definitiv NICHT in der Zielgruppe Ü50! Du bist kein durchschnittlicher 50+ Mann und auch kein durchschnittlicher 50+ Spieler, ganz einfach deshalb, weil du im Kopf JUNG geblieben bist! Die echten Ü50er sind nämlich tatsächlich zu alt für den Scheiß. Du bist daher voll in der Zielgruppe 16-35, nur mit viel mehr Erfahrung. Ich nehme für mich dasselbe in Anspruch. :) Ein Spiel für die Ü50-Zielgruppe würde ICH wohl nicht spielen wollen.

Zweitens: Schade, dass du dafür plädierst, junge Designer mögen sich doch bitte businessmäßig an "großen Zielgruppen" 40+ orientieren. NEIN, um Gotteswillen, NEIN! Tut das nicht! Sucht euch eine kleine Nische und baut ein Spiel für diese winzige Zielgruppe! Vergesst am besten alle Konventionen, Businesspläne und macht einfach euer Ding! Die Spiele-Entwickler der C64-Ära hatten auch keine Statistiken, Businesspläne und Unternehmensberater... sie haben einfach das Spiel gemacht, was sie selbst spielen wollten. <= Und DAS ist der beste Rat, den man einem jungen Spieledesigner geben kann. Denn (nur?) so entstanden Spiele wie Minecraft oder auch Archon.

Drittens: Gerade gestern habe ich einen interessanten Artikel gelesen über das Thema "Erfahrung killt Innovation". Erfahrung ist gut, aber es blockiert auch den Kopf für neue Ideen. Der eGO (der günstigste Elektro-PKW) wurde von 50 jungen Leuten in nur einem Jahr entwickelt, von denen keiner Erfahrungen beim Autobau hatte - so sind Ideen und Ansätze entstanden, an die erfahrener Ingenieure nie gedacht hätten. Manchmal ist es eben doch hilfreich, das Rad nochmal ganz neu zu erfinden.

Viertens: Ich hab mich mit 12 nicht von den tatsächlichen Altersbeschränkungen "ab 18" abhalten lassen... warum zum Teufel sollte mich mit Ü40 eine vage Zielgruppenausrichtung 16-35 abschrecken??? Ich hab ehrlich gesamt im gesamten Text auf eine Erklärung gewartet, weshalb diese Durchschnitts-Empfehlung irgendeinen Einfluss auf deine Kaufentscheidung haben sollte.

Nochmal sorry, dass ich hier gegen den allgemein zustimmenden Trend "meckere", aber ich kann diese Hengst-Chronik inhaltlich absolut nicht unterschreiben. Ihr dürft euch dann bei meiner Q-lumne rächen und auch meckern :)

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 24. Mai 2019 - 1:08 #

Für was plädierst du hier?
Das von jungen Designer keine Spiele für 40+ Spieler entwickelt werden dürfen? Oder gar Spiele, welche auch erfahrenere Spieler glücklich machen?
Überhaupt, der Punkt mit der Erfahrung. Experience kills innovation?
Was hat das mit erfahrenen Spielern zu tun? Gar nichts!
Sonst könnte man genauso argumentieren, dass NUR Erfahrung zählt: wenn man sich nämlich beispielsweise mal die Verkehrsstatistik anschaut. Da stimmt nämlich genau das Gegenteil. Erfahrenere Fahren haben weniger Unfälle, töten ergo weniger als jüngere Fahrer.
Langer Rede kurzer Sinn (no pun intended): das sind für mich nur Schall- und Rauchbomben-Argumente. :)
Michael Hengst hat dazu aber ja auch nichts dazu gesagt, dass junge Designer nicht Spiele machen dürfen, an denen sie selber Freude haben.
Er hat was zu Businessplänen gesagt, und das es da mitunter erschreckende Lücken gibt. Und eine Ignorranz bzgl. einer sehr relevanten da sehr großen Zielgruppe. Kaufwillig wie kaufkräftig dazu.
Zum Thema Altersempfehlung sagt Michael Hengst ansonsten doch gar nichts. Das ist jetzt ein Punkt, den du hier eingewebt hast. Es geht also nicht darum, dass man Altersempfehlungen verbindlich einhalten möge, sondern dass man den Markt, dem man was verkaufen will, real gar nicht kennt. Was dann in einem Businessplan nicht so wirklich hilfreich ist.
So we agree to disagree. Was a-ok ist.

Q-Bert 23 Langzeituser - - 40746 - 24. Mai 2019 - 1:33 #

>>> Das von jungen Designer keine Spiele für 40+ Spieler entwickelt werden dürfen?

Von "dürfen" habe ich nichts gesagt. Es geht um Empfehlungen für junge Spieldesigner. Und ich halte Hengsts Empfehlung, sich auf die größten Zielgruppen zu stürzen, für falsch. Aber wenn sie es unbedingt tun wollen, "dürfen" sie natürlich.

>>> Überhaupt, der Punkt mit der Erfahrung. Experience kills innovation? Was hat das mit erfahrenen Spielern zu tun? Gar nichts!

Eben, hat es ja auch nicht. Ich rede von Erfahrungen der ENTWICKLER, nicht der Spieler. Hengst sagt doch, Entwickler sollen ihre Hausaufgaben machen und sich durch die Geschichte der Klassiker wühlen. Er bemängelt die eklatante Unkenntnis der Entwickler. Da sage ich nö, warum? Sollen sie das Rad doch neu erfinden, vielleicht läuft es runder.

>>> das sind für mich nur Schall- und Rauchbomben-Argumente. :)

Weil die Argumente von dir wenig bis gar nichts mit dem zu tun haben, was ICH geschrieben habe.

>>>> Michael Hengst hat dazu aber ja auch nichts dazu gesagt, dass junge Designer nicht Spiele machen dürfen, an denen sie selber Freude haben.

Aber ihm geht "die Hutschnur hoch" und er "fühlt sich diskriminiert", wenn sie es tun... und das finde ich völlig unbegründet.

>>>> Er hat was zu Businessplänen gesagt, und das es da mitunter erschreckende Lücken gibt. Und eine Ignorranz bzgl. einer sehr relevanten da sehr großen Zielgruppe

Die Lücken gibt es doch gar nicht. Die Zielgruppe der Ü40 Gamer wird von den Publishern und Developern beackert wie keine andere, denn die richten sich nach Statistiken. Nun zu empfehlen, dass junge unverbrauchte Entwickler das GLEICHE tun, halte ich für keine gute Idee.

>>> So we agree to disagree. Was a-ok ist.

Das ist absolut OK :)

Claus 31 Gamer-Veteran - - 348106 - 24. Mai 2019 - 1:42 #

Belassen wir es bei unseren Schlusswörtern, das wird hier sonst ein Endlos-Thread. :)

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 24. Mai 2019 - 1:45 #

Dem würde ich zustimmen. Ich bin etwas schockiert davon, wie viele bei einem relativ simpel gestrickten "denkt an die Alten!" mit argumentativen Schwächen in den Kommentaren in "genau!" und "richtig so!" ausbrechen. Das wirkt auf mich, als ginge es hauptsächlich darum, sich untereinander als "alt und ausgegrenzt" zu solidarisieren, als sich tatsächlich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen.

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 70428 - 24. Mai 2019 - 0:38 #

Ist doch völlig egal, was die Entwickler für ne Zielgruppe anpeilen. Beim fertigen Spiel weiß man die doch nicht mal, oder steht die auf der Packung (oder bei rein digital erhältlichen Spielen auf der Store-Page)? :P Okay, ich gebs zu, manchen Spielen sieht man die Zielgruppe direkt an. :D

Aber es geht doch rein darum, ob man selber Lust auf das Spiel hat und es einem gefällt, das eigene Alter und die Zielgruppe des Spiels sind da völlig ohne Belang.

Naja, man könnte jetzt meinen, dass ich ja gut Reden hab, bin ja erst 31. Aber mein Vater ist auch immer noch Gamer, der geht auf die 60 zu und den hab ich noch nie sich darüber beschweren gehört, dass es für ihn keine Spiele mehr gäbe, weil er zu alt sei. Eher umgekehrt. Es gibt mehr Spiele, auf die er Lust hat und ihm gefallen, als er spielen kann.

Momentan z.B. spielt er sehr gern die ganzen Souls-Likes wie Dark Souls oder Bloodborne, über die man ja hier auf GG auch von vielen immer hört, sie wären zu alt für sowas. :P

worobl 16 Übertalent - P - 5729 - 24. Mai 2019 - 9:18 #

Seh ich genauso; ich bin alt genug (Ü50), um solche Altersangaben ignorieren zu können.

Berthold 22 Motivator - - 31040 - 24. Mai 2019 - 6:45 #

Kopfmäßig bin ich 16, nur der Körper macht nicht immer mehr mit... ;-)
Schöner Artikel. Ich habe heutzutage schlicht und ergreifend mehr Geld als in meinen frühen Zockerjahren, daher wächst meine Spielesammlung beständig an.

Moriarty1779 18 Doppel-Voter - - 9439 - 24. Mai 2019 - 9:31 #

Nicht auf Dich bezogen, aber in meinem Bekanntenkreis (alle so um die 40 aufwärts) ist so ungefähr JEDER "im Geiste aber noch ein Jugendlicher".

Das scheint mir heute wirklich Zeitgeist zu sein, zu betonen, wie jung man doch im Kopf noch ist. Wenn man dann aber mal genauer hinsieht, ist letztlich meist doch nicht viel von der jugendlichen Unbekümmertheit, teil auch Naivität, die man bei seinen Kindern vorfindet, vorhanden.

Als ich letztens im Freundeskreis bei all den "Wahl-Jungspunden" Mitstreiter für einen Spontantrip nach Manchester zwecks Rockkonzert suchte, wurde ich zumindest mit sehr "erwachsenen" Ausreden konfrontiert.

Und es lag - da passt es wieder zu Deiner Aussage - in keinem Fall am mangelnden Geld.

Berthold 22 Motivator - - 31040 - 24. Mai 2019 - 12:14 #

Ich verstehe, was du meinst, daher habe ich ja auch den Zwinkersmiley dahintergesetzt. Ich wollte damit nicht betonen, wie jung ich im Kopf geblieben bin. Mein Sohn ist fast 15 Jahre und ich habe beruflich viel mit Jugendlichen zu tun, da halte ich kopfmäßig gar nicht mehr mit bzw. will auch nicht mehr mithalten. Unbekümmertheit und Naivität sind genau die richtigen Begriffe. Ich fühle mich mit meinem schon auf die 50 zulaufenden Alter sauwohl und erfreue mich immer noch an meinem Hobby Videospiele. Schade ist nur, dass ich nicht mehr so viel Zeit zum Zocken habe... Aber dafür freue ich mich umso mehr, wenn ich mal wieder Zeit finde :-)

Wunderheiler 21 AAA-Gamer - 30506 - 24. Mai 2019 - 8:17 #

So ganz nachvollziehen kann ich die Kolumne diesmal nicht. Ich schaffe es heutzutage deutlich mehr Spiele durchzuspielen, selbst bei einigen der älteren Reihen wie dem angesprochenen Wolfenstein kann ich in einem höheren Schwierigkeitsgrad mithalten als früher.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 41951 - 24. Mai 2019 - 9:28 #

Kann dem Inhalt überhaupt nicht zustimmen. Nur weil die angepeilte Zielgruppe jünger als ich selbst ist, heißt das doch nicht, dass die Entwickler mich ausgrenzen wollen. Sie sehen in der Zielgruppe nur den größten Anteil interessierter Kunden bzw. vermuten dort den größten Umsatz.
Dann die erwähnten Statistiken, wie groß der Anteil älterer Menschen unter uns Gamern ist. Wir reden hier schon vom Konsumieren "richtiger" Spiele, oder? Also nicht von Candy Crush Saga und co.? Haben die erwähnten Statistiken denn genau das berücksichtigt? Ich glaube nicht. Ich bezweifle tatsächlich sehr, dass Spiele wie Battlefield, FIFA, Forza, Uncharted, Assassin's Creed einen vergleichsweise hohen Anteil an Ü40- oder gar Ü50-Spielern aufweisen können. Natürlich ist da die angepeilte Zielgruppe jünger! Und trotzdem habe ich eine Menge Spaß mit diesen oder vergleichbaren Spielen und kann daher nicht gerade behaupten, dass ich mich nicht berücksichtigt fühle von den Entwicklern.
Und dann "Archon". Also das Spiel liegt zweifellos weit vor meiner spieleaktiven Zeit, aber ich beschäftige mich nun doch schon ein paar Jährchen mit meinem Hobby und noch nie habe ich das Spiel in irgendeiner Klassikerliste aufgeführt gesehen. Was nicht heißen soll, dass das Spiel unbedeutend oder gar schlecht sein soll. Aber es scheint mir nicht zu der Kategorie Spiele zu gehören, die Entwickler im Jahre 2019 (also über 30 Jahre später) kennen sollten.

Also beim besten Willen, ich kann mich in diesem Beitrag nirgends wiederfinden und halte ihn für viel zu engstirnig gedacht (Zielgruppe X, da darf ich das als Zielgruppe Y nicht mehr interessant finden) und zumindest dem Anschein nach nicht genau genug recherchiert, was die Statistiken angeht.

Moriarty1779 18 Doppel-Voter - - 9439 - 24. Mai 2019 - 9:40 #

Diese Kolumne findet hier in einem Rahmen statt, wo sich überproportional viele "Altersgenossen" in der aktiven Community befinden.
Deshalb hagelt es Zustimmung in den Kommentaren.

Ich glaube aber, GG ist hier ebenfalls so ein wenig eine Blase, denn auf die gesamte Demografie bezogen ist es nun mal so, dass bei vielen Zockern im Verlauf des Lebens dieses Hobby an Intensität und Leidenschaft nachlässt.
Hier versammeln sich halt genau die, bei denen es nicht der Fall war. Aber fast jeder hier wird im Freundeskreis zig Leute haben, mit denen er vor 15 Jahren LAN-Parties organisiert hat, die heute keine Spielehardware mehr in der Schrankwand stehen haben. Die sind halt nicht hier.

Und es ist in jeder Branche schwierig, seinen Umsatz nur mit den Enthusiasten und Core-Nutzern zu machen, deshalb sucht man seine Zielgruppe dort, wo auch so schon am meisten Potential ist.

Patorikku 16 Übertalent - P - 5847 - 24. Mai 2019 - 11:54 #

Denke ich ich auch, wir sind der Club der Übriggebliebenen ( und das ist nicht abwertend ). Kiddies heute beschäftigen sich primär mit Fortnite & Co, die kriegen eine solche Debatte die hier läuft garnicht mit bzw. geschweige informieren sich bei einem Old-School-Magazin ihres Vertrauens wie GG, die haben ihre Influencer-/Youtuber-Liste an Informanten und geben zig Euros für irgend einen Loot-Sch*** in diesen Service-Games aus, was vermutlich leider einen großen Teil des Umsatzes ausmacht, was erklärt warum wir "Classic-Core-Gamer" erstmal beim zweiten Mal Hinschauen bedacht werden...

Michi 14 Komm-Experte - P - 2334 - 24. Mai 2019 - 10:03 #

Ich muss jedes Mal an die Hengst-BBQ Soßen denken. Kommen die denn diese Saison raus?

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 133326 - 24. Mai 2019 - 12:34 #

Fällst Du denn in die Zielgruppe für Hengst-Soßen?

paschalis 30 Pro-Gamer - - 235906 - 24. Mai 2019 - 16:43 #

Mit Grumpy Old Man ist die eigentlich auch recht altersdiskriminierend definiert ;-)

bluemax71 18 Doppel-Voter - - 9851 - 24. Mai 2019 - 10:24 #

Frechheit, was soll das heißen "... erfolglos versucht, einen Competition Pro Joystick zu zerstören." Ich war mehrfach erfolgreich!!!
Toller Artikel und mit meinen 48 Jahren kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen.

Jingizu 14 Komm-Experte - 1930 - 24. Mai 2019 - 10:49 #

Schöner Artikel. Ich kann das Problem nicht nachvollziehen, bin aber auch mit 34 Jahren noch im erweiterten Kreis. Spontan fällt mir jetzt kein Spiel ein das Altersdiskriminierend ist, über die Aufmachung eines Spiels kann man immer streiten, dass hat aber eher was mit Geschmack als mit Alter zu tun. Von der Mechanik her sind eigentlich alle Spiele für "ältere" Spieler locker zu schaffen, eben weil man langjährige Erfahrung hat. Das man im kompetitiven Multiplayer schlechter wird im Alter sollte jedem klar sein, es beschwert sich ja auch kein ehemaliger Bundesligaspieler darüber, dass er mit 50 nicht mehr spielen darf.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 24. Mai 2019 - 10:50 #

Schön geschrieben mit einigen richtigen Ansätzen. Aber es ist ja nicht nur das Alter. Die Spielergemeinde wird immer diversifizierter, aber zumindest in AAA-Spielen dominiert noch immer der weiße männliche Held um die 30. So langsam scheint es aber besser zu werden. Ich denke da an Mid-Budget-Spiele wie Senua's Sacrifice oder A Plague Tale, die Hauptcharaktere abseits der Norm und einen etwas tiefergehenden Story-Ansatz haben. Im Indie-Bereich gibt's das natürlich noch mehr. Aber im Blockbuster-Bereich wird leider immer noch auf den männlichen Jugendlichen als sichere Bank gesetzt, obwohl, wie Michael ja darlegt, der zunehmend die Minderheit darstellt. Aber das eben nicht nur, weil der Altersdurchschnitt steigt, sondern auch der weibliche Anteil. Von unterschiedlichen Hautfarben, Kulturen, Orientierungen und Ausrichtungen aller Art ganz zu schweigen.

Berthold 22 Motivator - - 31040 - 24. Mai 2019 - 12:48 #

Ufff.... diversifiziert musste ich jetzt echt nachschlagen... aber guter Punkt!

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71941 - 24. Mai 2019 - 13:02 #

Im Englischen gibt es das simple Adjektiv "diverse" für eine Gruppe Menschen, in der unterschidliche Bevölkerungsgruppen vertreten sind. Im Deutschen, kenne ich da irgendwie kein schönes Gegenstück. Deswgen klang das jetzt etwas komplizierter. ;-)

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - - 10110 - 24. Mai 2019 - 12:40 #

Ich bin mir nicht sicher, worauf die Kolumne hinaus will. Geht es darum, dass Entwickler ihre Zielgruppe ohne Not verkleinern? Oder darum, dass ältere Menschen diskriminert und von bestimmten Spielen ausgeschlossen werden?
Für mich kann ich jedenfalls sagen, dass ich das spiele, was mir gefällt und nicht das, wo jemand der Meinung war, dass es für mein Alter angemessen ist. Klar, manche Spiele sprechen mich heute weniger an (oder sogar gar nicht mehr) als noch vor einigen Jahren, Shooter generell bspw. Andere Spiele kann ich nur noch mit viel Ironie und Alkohol ertragen. Dennoch kommt soviel Spielenswertes heraus, dass ich in diesem Leben niemals mit dem Output werde mithalten können.

Aus der Erinnerung noch folgende Anekdote: Es war die PS1 (glaube ich), die die engst möglich definierte Zielgruppe hatte: 19-jährige!
Warum? Sonys Logik war: Jeder, der noch nicht 19 ist, will endlich 19 sein. Jeder, der älter ist, will wieder 19 sein. Entsprechend sollte die PS1 eine Konsole für jedermann sein. Das Ergebnis war die erfolgreichste Konsole der 90er Jahre.

MachineryJoe 18 Doppel-Voter - 9208 - 24. Mai 2019 - 12:59 #

Die Erfolge diverser Crowd-Fundings zeigen doch, dass man mit alten Säcken Geld verdienen kann, nicht nur bei Spielen. Komisch, dass der Markt mit seinen ganzen Mechanismen da hin und wieder solche Möglichkeiten verschläft.

Zaroth 18 Doppel-Voter - 10638 - 24. Mai 2019 - 13:41 #

Hier ein paar Spielkonzept-Vorschläge für die vernachlässigte Zielgruppe > 40 Jahre:

1. Grand Theft Apotheke: Fahren Sie mit ihrem hochsitzigen Auto im Schrittempo durch die Stadt! Dabei müssen Sie aber regelmäßig an Apotheken halten, um ihren Pillenvorrat aufzustocken!

2. Rollator Tycoon: Erschaffen Sie ein Firmenimperium, indem Sie den Menschen die Mobilität von morgen erhalten!

3. Tomb Protector: Wandeln Sie als alte Mumie durch ein Mausoleum und beschützen Sie es vor jungen, hüpfenden Abenteuerinnen!

Moriarty1779 18 Doppel-Voter - - 9439 - 24. Mai 2019 - 14:41 #

"VR-Gra"

Berthold 22 Motivator - - 31040 - 24. Mai 2019 - 14:53 #

:-D.... da habe ich doch tatsächlich meinen Kaffee verschüttet :-D

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 25. Mai 2019 - 13:55 #

Lol, super!

Triton 18 Doppel-Voter - - 11145 - 24. Mai 2019 - 13:51 #

Mich würde mal eine Übersicht interessieren welche Altersgruppe mehr Geld in F2P Shops und für Loodboxen ausgibt. Denn auch das sind sicher Punkte warum man sich auf eine Zielgruppe fixiert.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 25. Mai 2019 - 13:55 #

Das sind zumindest nicht die Jugendlichen, denen fehlt in der Regel schlicht das Geld, um zum "Wal" werden zu können.

Triton 18 Doppel-Voter - - 11145 - 25. Mai 2019 - 21:15 #

Nicht unbedingt. Wenn mehr junge Gamer Geld investieren als ältere Gamer ist es egal wenn die älteren mehr Geld haben.

Larnak 22 Motivator - P - 37516 - 25. Mai 2019 - 22:16 #

In der Regel wird ein relativ großer Anteil des Umsatzes von relativ wenigen Kunden gemacht, und das sind in der Regel ältere Spieler, weil eben die jüngeren dafür nicht genug Geld haben. Wir reden da von hunderten oder tausenden Euro pro Spieler und Monat.

Tasmanius 21 AAA-Gamer - - 26848 - 24. Mai 2019 - 15:25 #

Ich frage mich, warum frischgeschlüpfte Entwickler in ihren Mittzwanzigern ein Spiel entwickeln sollten, das 50+ jährigen Spaß macht und keines, das ihnen selbst Spaß macht.

Inso 18 Doppel-Voter - - 9510 - 24. Mai 2019 - 18:23 #

Naja - weil es ihr Job ist? :D
Wenn ich so an Watch Dogs 2 oder das Gequatsche aus Dirt (3?) denke, bin ich mir sicher das an sich alle mit den Spielen Spaß haben können - nur sind die Spiele halt von der Aufmachung klar auf bekiffte vorpubertäre Youtubesuchtis zugeschnitten. Wobei mich da ehrlich gesagt echt auch mal interessieren würde, ob das bei jüngeren wirklich so gut ankommt, wie man sich so erhofft^^

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 26. Mai 2019 - 10:47 #

Da habe ich auch eher den Verdacht, dass da Ältere versucht haben ein Spiel für Jüngere zu konzipieren.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21984 - 26. Mai 2019 - 12:34 #

Genauso wird es, denke ich, auch meist laufen. Man macht das, was man am besten kann.

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 24. Mai 2019 - 16:31 #

Und jedes Wort ist wahr :)

"erfolglos versucht, einen Competition Pro Joystick zu zerstören"! Ohja! :)

Dukuu 15 Kenner - 3473 - 25. Mai 2019 - 8:47 #

Ich habs geschafft :D

Akki 17 Shapeshifter - 7399 - 25. Mai 2019 - 8:52 #

Dito. Bei Gremlins 2 (so ein scheiss-unfaires Spiel!) in der Wut auf den Tisch geknallt -> Bei 4 Mikroschaltern ist das Blättchen rausgeflogen. Ging nur noch nach links und einer der Feuerknöpfe. Also den Competition Pro Star geholt - der nach einiger Zeit anfing zu rosten oO

TheRaffer 22 Motivator - - 34443 - 25. Mai 2019 - 10:52 #

Okay, mit wirklich roher Gewalt. Aber im normalen Spielebetrieb war dieses Ding quasi unzerstörbar. ;)

Messenger 19 Megatalent - - 14807 - 24. Mai 2019 - 17:46 #

Die Hengst-Chroniken sind ein wunderbares Kleinod auf GG.
Ich gehöre zwar noch nicht zum ganz alten Eisen, aber ersten Rost habe ich auch schon angesetzt und kann den Artikel voll und ganz nachvollziehen.

Patorikku 16 Übertalent - P - 5847 - 25. Mai 2019 - 21:54 #

Finde auch die Hengstchroniken haben in Zeiten von Youtubern, Influencern und Fake News mal wieder die Fahne des Qualitätsjournalismus wieder entdeckt, die Hengst-Chroniken sind neben den SDKs für mich der wichtigste Grund für Premium.

Dukuu 15 Kenner - 3473 - 25. Mai 2019 - 8:53 #

Ich gehöre mit meinen 43 Jährchen zwar auch so langsam zu den älteren Spielern, aber ich fühle mich ehrlich gesagt nicht wirklich "unangesprochen" von den Spielen der heutigen Zeit. Ganz im Gegenteil. Ich finde Spiele heutzutage teilweise qualitativ hochwertiger als früher. Und damit meine ich jetzt nicht die Grafik. Und mit teilweise beziehe ich mich auf die Spiele, die mich persönlich ansprechen. Klar, es gibt deutlich mehr Kappes, aber auch klar mehr sehr gute Spiele als früher.

"No games for old men" trifft auf mich definitiv nicht zu, aber vielleicht bin ich ja auch noch gar kein "Old man".

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - - 10110 - 25. Mai 2019 - 13:59 #

Hey, deine Interpretation gefällt mir. Ich bin einfach gar nicht alt!!!

Moriarty1779 18 Doppel-Voter - - 9439 - 26. Mai 2019 - 15:17 #

„Diskriminierung“ ist das ganze letztlich aber nicht, denn es handelt sich ja gar nicht um offizielle Angaben, sondern INTERNE Überlegungen zur Zielgruppe, die Außenstehende (Normalgamer) nie zu Gesicht bekommen.

Wenn ich als knapp-Ü40-Mann nach Deichmann gehe und mir Leoparden-High-Heels in gr.43 kaufe, dann werden das auch Schuhe sein, zu denen sich irgendein Marketer mal irgendwann Gedanken zur Zielgruppe gemacht hat, und die sah in seiner Vorstellung bestimmt eher wie Hayden Pennetiere aus.

Trotzdem darf ich die Treter kaufen und daran Freude haben. Keiner wird mich davon anhalten oder diskriminieren.

Wenn du also als Ü50-Mann gerne japanische High-School-VNs spielst, in denen Du einen High school-Schüler verkörperst, der beim Anblick der Schlüpfer seiner Mitschülerinnen pubertäre Gedanken bekommt, dann ist das frei bei Steam für dich zu kaufen.
Und mindestens genauso normal wie die Leo-Pumps in Gr.43.

Was will ich damit sagen? Zielgruppe muss ja nichts „Schlechtes“ sein...

TimoL 18 Doppel-Voter - P - 10708 - 26. Mai 2019 - 15:50 #

Mehr Hengst. Mehr solche Artikel!

Michl 16 Übertalent - 4299 - 27. Mai 2019 - 0:12 #

Schöner Artikel, mit interessantem Thema. Wie sich das entwickelt, wird spannend zu beobachten.

anni 13 Koop-Gamer - P - 1372 - 28. Mai 2019 - 0:34 #

Fantastischer Artikel!

Mit Michaels tiefer sonorer Stimme bestimmt auch schön als Audio add-on!!! Neben den Spieleveteranan podcasts (mit viel zu wenig Stallion).

Patorikku 16 Übertalent - P - 5847 - 30. Mai 2019 - 10:19 #

Finde auch dass Michael "Stallion" Hengst sich gekonnt - im Positiven - selbst vermarktet, finde man nimmt ihm dieses verwegene Grumpy Old Men-Barbecuesoßen-Vernichter/Marlboro-Cowboy-Flair ab ;) Der könnte bestimmt auch gut Werbung für Zigarren und Whiskey machen ;)

anni 13 Koop-Gamer - P - 1372 - 2. Juni 2019 - 21:33 #

Super Beitrag und gut beschrieben. Tolles Format von einem der Großen.
Bitte mehr davon für leicht angegraute Power Play Leser. Die sind doch hier eh in der Mehrheit, zumindest vom Alter.