Multiplayercheck zu allen Rassen

Starcraft 2 - Heart of the Swarm Preview

Vin 12. September 2012 - 21:17 — vor 7 Jahren aktualisiert
Der Mothership Core kann nicht nur Einheiten zu sich teleportieren, sondern auch selber angreifen.
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Neue Schiffe für die Protoss-Flotte
Auch die erhabenen Protoss wollen natürlich nicht vernachlässigt werden. Die hochtechnologisierte Alienrasse hat in Starcraft 2 immer wieder mit ihrer Luftstreitmacht zu kämpfen gehabt: In höherrangigen Spielen hat man Träger und Phasengleiter nur sehr selten gesehen. Folglich spielen sich die Neuerungen bei den Protoss vorwiegend im Raumportal ab. Hier fällt uns zunächst auf, dass die Trägerschiffe ganz aus dem Spiel genommen wurden. Als Ersatz dient der Tempest, ein teures und behäbiges Artillerieschiff. Schon im normalen Zustand hat dieser Gleiter eine höhere Reichweite als der Brutlord, mit Upgrades könnt ihr sie sogar noch einmal erhöhen. Dies macht den Tempest zu der Einheit mit der größten Reichweite in Heart of the Swarm.

Da ihre Schussreichweite die eigene Sichtweite bei weitem übersteigt, braucht der Tempest Unterstützung. Dafür eignet sich, Überraschung, eine weitere neue Einheit: der oder das Oracle. Diese schnelle und wendige Einheit hält zwar nicht viel aus, hat aber wie die Viper der Zerg einige fiese Spezialfähigkeiten auf Lager. Da wäre zunächst Entomb, mit dem ihr feindliche Mineralienfelder temporär blockieren könnt und so die feindliche Wirtschaft mit Nadelstichen zum Wanken bringen könnt. Per Revelation deckt ihr Feinde im Zielgebiet auf – ideal, wenn gerade kein Beobachter zur Hand ist und ihr gegen Swarm Hosts oder Widow Mines antreten müsst. Damit seid ihr nicht mehr nur auf die Roboterfabrik angewiesen und habt somit wieder mehr Freiheiten bei eurer Bau-Reihenfolge. Die letzte Spezialfähigkeit, Preordain, ist in Kombination mit den Tempest besonders tödlich. Damit könnt ihr nämlich ein Gebäute markieren, das euch dann für 60 Sekunden Informationen über seine Ungebung und aktuell laufende Entwicklungsprozesse gewährt. Vor allem dürft ihr es so bequem von außerhalb der feindlichen Schussreichweite mit den Tempest unter Beschuss nehmen. Die letzte Neuerung im Raumhafen betrifft die Phönixe. Diese Abfangjäger richten nun gegen leichte Einheiten doppelten Schaden an, was sie vor allem gegen Mutalisken besonders effektiv macht.
 
Das Mutterschiff bleibt!Doch damit nicht genug der Luftunterstützung für die Protoss: Blizzard hat sich nun doch dazu entschieden, das Mutterschiff im Spiel zu lassen und nur etwas zu verändern. Um die Supereinheit zu bauen, benötigt ihr zunächst einen Mutterschiff-Kern. Dieser kann bereits sehr früh im Spiel in einem Nexus gebaut werden, jedoch wie das Mutterschiff selbst nur ein einziges Mal. Der Kern dient hauptsächlich der Unterstützung, so könnt ihr mit dem Massenrückruf eure Armee zum Kern zurück teleportieren und mit Energize die Energie einer Einheit oder eines Gebäudes komplett aufladen. Gerade beim Nexus ermöglicht euch das, fast durchgängig die Zeitschleife nutzen zu können und so Forschung oder Produktion zu beschleunigen.

Sollte sich der Kern doch verteidigen müssen, kann er sich mit Purify kurzzeitig in eine fliegende Kanone verwandeln. Habt ihr dann einen Flottensignalgeber gebaut, kann sich der Kern in ein ausgewachsenes Mutterschiff entwickeln. Dieses kann wie in Wings of Liberty Einheiten im Vortex gefangen halten und benachbarte Einheiten tarnen. Dazu kann das Schiff, wie auch der Kern, den Massenrückruf einsetzen. Insgesamt haben die Protoss nun eine sehr schlagkräftige Flotte erhalten, wobei uns die Kombination aus Oracle und Tempest aktuell fast schon übermächtig erscheint. Aber wie schon umseitig bei den Zerg geschrieben: Wie wir Blizzard kennen, wird sich bis zum Release von Heart of the Swarm und auch danach noch so einiges an der Balance der Rassen ändern.

Ausblick: Gewohnt hohe Qualität
Natürlich spendiert Blizzard den Multiplayer-Fans in Starcraft 2: Heart of the Swarm auch einige neue Karten. So können wir jetzt erstmals auf einem verschneiten Gletscher oder auf einer Protossplattform kämpfen. Insgesamt scheinen die neuen Karten etwas größer und damit auch für längere Spiele geeignet zu sein. In Korhal City habt ihr zum Beispiel gleich zwei extra Mineralienfelder nahe eurer Ausgangsbasis, die somit sehr leicht zu verteidigen sind. Neu sind auch die zerstörbaren Felsen, mit deren Trümmern ihr gefährliche Hintertüren zu eurer Basis verschließen könnt. Altbekannte Karten wie der verschollene Tempel oder Glühende Sande sind natürlich auch wieder dabei.

Blizzardtypisch macht die Beta von Heart of the Swarm jetzt schon einen sehr runden Eindruck. Klar, am Spielprinzip selbst hat sich ja auch nichts verändert. Trotzdem bringen die neuen Einheiten mehr Abwechslung in die Partien und lösen einige alte Probleme der Rassen, ohne sie zu sehr aneinander anzugleichen. Gerade die beiden neuen "Zaubereinheiten", das Oracle und die Viper, bringen noch etwas mehr Taktik ins Spiel und ermöglichen ganz neue Kombinationen. Uns hat Starcraft 2: Heart of the Swarm jetzt schon viel Spaß bereitet und wir können es gar nicht erwarten, auch mal richtig Hand an die Einzelspielerkampagne zu legen – bislang konnten wir nur zwei Missionen auf Messen spielen. Schließlich gibt es nicht wenige Spieler, die vor allem auf die Kampagne gespannt sind und nicht auf weitere Multiplayer-Freuden.

Autor: Nico Hertel / Redaktion: Jörg Langer (GamersGlobal)

 Starcraft 2 - Heart of the Swarm
Vorläufiges Pro & Contra
  • Neuerungen für Einsteiger und Profis
  • Neue Einheiten haben durchweg sinnvolle Fähigkeiten
  • Die drei Rassen spielen sich weiterhin sehr unterschiedlich
  • Gefechte noch abwechslungsreicher
  • Neue Terrains und Maps
  • Bereits jetzt wirkt Heart of the Swarm sehr rund
  • Keine neuen Gebäude
  • Grafik auf dem Stand von 2010
  • Aktuell könnten die Protoss zu mächtig sein
Aktueller Zustand:
Frühe Beta-Version
Wir wünschen uns:
... dass die Singleplayer-Kampagne wieder genauso spannend und abwechslungsreich wie in Wings of Liberty wird. Der Multiplayer-Modus wirkt bereits jetzt wie ein fertiges Spiel mit intelligenten Neuerungen. Kleine Probleme im Balancing müssen bis zum Release noch ausgemerzt werden, sind für das relativ frühe Stadium der Beta aber aktuell noch völlig verschmerzbar. Nur die im kaum wahrnehmbaren Bereich anzusiedelnden grafischen Verbesserungen erscheinen uns für ein "Addon" zu einem bei dessen Erscheinen wohl drei Jahre alten "Hauptprogramm" unverständlich.
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Strategie
Echtzeit-Strategie
16
Activision
12.03.2013
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Vin 12. September 2012 - 21:17 — vor 7 Jahren aktualisiert
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