Königlicher Diamant

Diablo 3: Reaper of Souls Test

Diablo ist ein Stehaufmännchen. Doch der hat bis zum nächsten Teil Urlaub, weshalb jemand anderes aus Hölle oder Himmel den Kopf hinhält: Im ersten Addon zum dritten Teil ist es niemand Geringeres als Malthael, der sich den schwarzen Seelenstein samt Diablos Macht einverleibt und nach den Seelen der Menschheit giert.
Martin Lisicki 27. März 2014 - 22:11 — vor 6 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal
 
Die Welt Sanktuario wird mal wieder vom Bösen bedroht. Aber wie kommt es dazu? Malthael war doch eigentlich der Engel der Weisheit. Nachdem ihr Diablo vernichtet und somit die Hölle besiegt habt, sieht der Geflügelte nur noch einen Feind des Himmels: die Menschheit! Er bestäubt seine Schwingen mit schwarzer Asche und ernennt sich selbst zum Engel des Todes. Unbemerkt konnte er Tyrael folgen und im entscheidenden Moment den schwarzen Seelenstein an sich reißen. Nun überfällt er die Westmark auf der Jagd nach menschlichen Seelen. Diablo 3: Reaper of Souls knüpft story-technisch direkt an das Ende von Akt 4 an und führt euch in den düsteren Handlungsstrang, an dessen Ende ihr Malthael höchstpersönlich gegenüberstehen werdet. Wer dabei übrigens Hilfe gebrauchen kann, möge mal bei unserem Guide vorbeischauen.
 
Das Grundprinzip von Diablo 3 ändert sich mit dem Addon nicht: ihr haut alles kurz und klein, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Auch Geschwindigkeit und Dichte an Gegnern bleiben quasi unverändert; euch wird Hack'n'Slay der feinsten Art geboten! Das Gebiet des neuen fünften Akts ist erheblich größer – so passiert es immer wieder mal, dass ihr länger suchen müsst, um den rechten Weg zu finden. Das weckt Erinnerungen an den 14 Jahre alten Vorgänger Diablo 2, bei dem die Zufallsgenerierung der Karten eine bedeutende Rolle spielte. Zwar wird auch in Reaper of Souls die Karte nicht ständig neu zusammengestellt, aber nach den bedeutend lineareren vier Ursprungsakten, empfinden wir Akt 5 als klare Verbesserung. Optisch ist die Westmark eine wahre Augenweide: Ihr lauft durch enge Gassen einer Stadt im gotischen Stil, durch sumpfige Grabfelder und mal wieder durch Himmelspforten. An all diesen Orten trefft ihr auf Massen anspruchsvoller Gegner, die ebenfalls sehr detailreich sind und mit neuen Fähigkeiten daherkommen. Die untoten Schergen sind oft zunächst nicht sichtbar und fallen euch in den Rücken, nachdem ihr bestimmte Orte passiert habt. Hier müsst ihr also genau aufpassen, um nicht von Feinden umzingelt zu werden.

In der Westmark findet ihr zudem unzählige Events in Kellern, der Kanalisation oder in Dungeons. Probiert sie alle aus, jeder einzelne lohnt sich! Das ist besonders deshalb bemerkenswert, da es von ihnen deutlich mehr gibt als in den anderen Akten. Nachbessern sollte Blizzard dennoch: Viele Events sind bei jedem Durchspielen in identischer Form vorhanden. Aktuell könnte auf der Suche nach dem einem Event, das nur selten zu finden ist, für Intensivspieler der Wiederspielwert einen Knacks bekommen. Am typischen Nur-noch-eine-Minute-Verhalten, das die meisten Diablo-Spieler kennen dürften, ändert das aber zunächst nur begrenzt etwas. Trotz oder vielleicht auch wegen der weitläufigen Gebiete benötigten wir etwa 5 Stunden, um den neuen Akt mit unserem Hauptcharakter durchzuspielen. Allerdings haben wir direkt auf der Schwierigkeitsstufe Qual 2 angefangen, dann aber beim Leveln den Schwierigkeitsgrad nach und nach bis Meister heruntergeschraubt. Ihr könnt seit Patch 2.0 den Schwierigkeitsgrad jederzeit ändern.

Neuer Oberböser: MalthaelBevor ihr Malthaels Bleibe im Pandemonium erreicht, ist es nicht verkehrt, bereits die neue Maximalstufe 70 zu erreichen. Nur, we
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nn ihr diese Stufe vor dem ersten Aufeinandertreffen mit Malthael erreicht habt, winkt euch als Belohnung ein exklusiver legendärer Gegenstand, der nur auf Stufe 70 angelegt werden kann. Der Kampf gegen Malthael ist auf höheren Stufen sehr anspruchsvoll, weshalb ihr beim ersten Durchgang den Schwierigkeitsregler mit Bedacht bedienen solltet. Der Kampf findet auf einer kleinen Plattform statt, die kaum Platz zum Ausweichen bietet. Das Duell erinnert uns ein wenig an den Lichkönig aus World of Warcraft: Wrath of the Lich King. Ähnlich wie dort müsst ihr nah am Rand balancieren, um den Fähigkeiten Malthaels auszuweichen. In einer späteren Phase greifen zusätzliche Gegner ein, denen ihr euch schnellstmöglich entledigen solltet. Wie schon im Kampf gegen Diablo gibt es eine Cutscene, nach der sich Malthael die Macht aus Diablos Seelenstein einverleibt und neue Feuer-Fertigkeiten erhält. Wir schätzen es sehr, dass wir mehrere Anläufe brauchten, um Malthael im recht langen Kampf zu legen. Denn so viel Spaß uns das Duell machte: Herausforderung muss sein – und wir freuen uns schon jetzt auf weitere Begegnungen auf höheren Schwierigkeitsstufen!

Wir stehen zum ersten Mal dem Engel des Todes Malthael höchstpersönlich gegenüber. Das wird hoffentlich sein Tod!
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