Von der Vergangenheit lernen

Diablo 3: Reaper of Souls Preview

Blizzards großes Dämonenschlachten geht in die zweite Runde: Ein Engel namens Malthael will sich Diablos Macht einverleiben und seinen Platz als Megaoberbösewicht einnehmen - erneut müssen wir kaputt prügeln, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Doch eine Überraschung wartete auf uns: Das Addon orientiert sich teils an Diablo 2.
Martin Lisicki 8. Dezember 2013 - 19:00 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

In der derzeit laufenden "Family & Friends"-Beta von Diablo 3: Reaper of Souls haben wir uns ausführlich für euch umgeschaut, was es neben dem Kreuzritter und dem fünften Akt sonst noch an Neuigkeiten im Addon gibt. Es ist die erste Erweiterung für das im Mai letzten Jahres erschienene Action-Rollenspiels Diablo 3. Dabei sind wir auf einige Dinge gestoßen, die einen Schritt in die Vergangenheit gehen, also in Richtung Diablo 2 – und das gefällt uns richtig gut!
 
Untote in der Westmark
Die Übersichtskarte der Westmark, Schauplatz des 5. Aktes.
Nachdem ihr mit dem Sieg über Diablo das Oberste Übel bereits im Hauptspiel in den schwarzen Seelenstein eingesperrt habt, ist es nun Malthael, selbsternannter Engel des Todes, der eben jenen an sich reißen möchte. Dafür legt er gerne die Lande der Westmark in Schutt und Asche. Doch einige tapfere Helden bla-bla-blub, ihr könnt euch die Geschichte vorstellen. Auf dem Weg zum Finale stoßt ihr auf den einen oder anderen Bekannten aus Diablo 3, der sich entweder auf eurer oder Malthaels Seite einmischt.

Der neue fünfte Akt führt euch durch enge Gassen, Ruinen, Festungen und zwischendurch erneut in himmlische Sphären, wo ihr den überwiegend wiedererweckten Monsterscharen den Garaus machen müsst. Dabei trefft ihr regelmäßig auf Hinterhalte und müsst euch gegen viel Kleinvieh verteidigen – die meisten Unholde  erscheinen nämlich erst, wenn ihr an bestimmten Stellen vorbeigelaufen seid, und attackieren euch auch gern mit Pfeil und Bogen von hinten.

Wieder gibt es viele offene Eingänge und Höhlen, die euch mit spannenden Events und guter Beute belohnen – gefühlt gab es derer in unserer ausgedehnten Preview-Tour mehr als in den Akten des Hauptspiels. Die Gebiete der Westmark sind abwechslungsreich und graphisch wieder sehr beschaulich. Auch sind die Begegnungen mit den neuen Monstern sowie die Bosskämpfe spannend. Einzig den Endkampf gegen Malthael konnten wir noch nicht testen, da dieser zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht spielbar ist. Als Diablo-Veteranen hatten wir auf der normalen Schwierigkeitsstufe mit unserer Dämonenjägerin keinerlei Probleme und standen nach lediglich vier Stunden erstmalig am Ende des 5. Aktes.

Abenteuermodus: Kopfgeldjagen statt Story
Das Menü zur Erstellung eines Spiels.
Eine der größten Neuerungen in Diablo 3: Reaper of Souls ist die Einführung des Abenteuermodus, in dem ihr Spezialgegner jagt, auf die ein Kopfgeld ausgesetzt wurde. So könnt ihr beim Erstellen eines Spiels nun wählen, ob ihr wie bisher die Story-Quests spielen möchtet oder alternativ den Abenteuer-Modus. In letzterem kennt ihr sofort alle Wegpunkte der fünf Akte und könnt frei zwischen diesen hin- und herwechseln. Pro Akt müsst ihr mehrere Feinde lokalisieren und töten – dabei kann es sich um einen seltenen (rare) Gegner oder einen Boss handeln. Als Belohnung gibt es neben einer ordentlichen Menge Gold und Erfahrungspunkten auch zusätzliche Blutsteine, über die ihr weitere, zufällige Belohnungen bei Händlern kaufen könnt. An welchem Wegpunkt sich der jeweilige Feind befindet, wird euch übersichtlich auf der neuen schönen Wegpunkt-Karte angezeigt, die die alte Liste ersetzt.

Eine weitere Neuerung ist die Einführung von Nephalim Rifts: Durch einen Schlüsselstein, den ihr bei Feinden finden könnt, lässt sich ein Portal zu einem dieser Rifts öffnen. Betretet ihr dieses, müsst ihr zunächst einige dutzend Gegner töten, um dann einem Miniboss zu trotzen. Als Belohnung für den Abschluss eines solchen Rifts erhaltet ihr ein
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en großen Beutel voller seltener Gegenstände, der auch Rezepte und legendäre Gegenstände enthalten kann. In den Rifts trefft ihr auf bunt gemischte Gegnertrupps aus allen fünf Akten, und auch das Szenario ändert sich jedes Mal. Leicht sind diese Speziallevels nicht, ihr solltet also schon etwas bessere Ausrüstung haben, bevor ihr euch hier reinwagt. Aber es lohnt sich!

Im Abenteuermodus ist es euch möglich, bereits mit der ersten Stufe im fünften Akt Sanktuario vom Bösen zu erlösen. Ermöglicht wird dies durch den Wegfall der Schwierigkeitsstufen und Monsterpower aus dem Hauptspiel: Die Monster passen sich nun immer eurem aktuellen Level an. Dafür könnt ihr unter fünf neuen Stufen wählen, die die Gegner grundsätzlich schwerer machen, wodurch sie aber auch zusätzliche Erfahrung und bessere Belohnungen bringen. Der fünfte Schwierigkeitsgrad ist allerdings erst ab Stufe 70 freischaltbar. Mit unserem Barbaren war der Expert-Modus, also die vierte Stufe, sehr herausfordernd: Schon die erste Champion-Gruppe hat uns viele Tode gekostet, bis wir sie besiegten. Dafür war der Loot schon bei einfachen Gegnern spürbar besser als im normalen Spiel.
Auf einem Rammbock sitzend, stürmen wir die Festung, in der Seelen-Ernter Malthael sich versteckt.
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