Test: RPG-Echtzeit-Taktik

Dawn of War 2 Test

Der Vorgänger hob sich mit seinem Fokus auf Taktik statt Basisbau und seiner Hatz nach Kontrollpunkten bereits stark von Command & Conquer & Co. ab. Teil 2 macht konsequent weiter: Nicht mehr Massen anonymer Truppen werden ins Gefecht geworfen, wir steuern kleine, aber feine Elitetrupps.
Christoph Licht 22. April 2009 - 15:02 — vor 10 Jahren aktualisiert
PC
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Die Menschheit hat es schwer im 41. Jahrhundert. Auf allen Seiten von kriegerischen Alienrassen bedrängt, schafft es das Imperium nur mit äußerster Brutalität nach innen und außen, sich zu behaupten. Die „Spitze der Schwertklinge in der Hand des bewaffneten Arms des Imperiums“ sind die Space Marines, mächtige genmanipulierte Elitekrieger. Als Force Commander der Space Marines ist es in der Kampagne eure Aufgabe, der Invasion der Tyraniden entgegenzutreten. Diese erbarmungslos alles verschlingenden Rieseninsekten wollen die Planeten des Aurelia-Sektors ihrem Schwarm einverleiben. Aber natürlich vermiesen euch zusätzlich noch die „guten alten“ Orks und Eldar (eine Art Zukunfts-Dunkelelfen) den Tag. Da heißt es im Gemetzel einen kühlen Kopf bewahren...

Im Einzelspieler-Modus fallen die Helden buchstäblich vom Himmel, in solchen Landungspods.

Vier Helden müsst ihr sein

Während der Multiplayer-Modus eher an normale Echtzeitstrategie erinnert – die vier spielbaren Rassen sind im wesentlichen gleichstark – übernehmt ihr im Einzelspieler-Modus nur die Space Marines und zelebriert das Prinzip „Wir wenigen gegen die Massen des Bösen“. Statt eine Basis zu errichten und Einheiten anzufordern, stehen euch Helden zur Verfügung. Neben eurem eigenen Alter Ego werden nach und nach weitere freigeschaltet, doch immer nur vier der Helden können an einer Mission teilnehmen. Jeder besitzt besondere Fähigkeiten und eine einzigartige Persönlichkeit – und sammelt auch Erfahrungspunkte und steigt im Level auf. Mit Ausnahme des Force Commanders, der grundsätzlich alleine agiert, kommandiert ein Held jeweils eine Squad mit zwei weiteren Soldaten. Diese folgen dem Helden auf Schritt und Tritt und führen die gleichen Befehle aus. Ihr steuert immer nur die vier (quasi unsterblichen) Helden. Sinken sie zu Boden, können sie von einem anderen Helden direkt „wiederbelebt“ werden. Erst wenn alle vier Helden gefallen sind, ist die Mission tatsächlich gescheitert.

Der Force Commander und seine drei Heldenkollegen (jeweils ohne Helm) warten am Kontrollpunkt auf euren Befehl.

Die beiden Befehlsempfänger jeder Squad hingegen können sterben – und werden dies auch öfters tun. Ersatz gibt es nur an auf den Karten verteilten Kontrollpunkten. Nach deren Aktivierung erscheint eine limitierte Anzahl an Soldaten, um eure gefallenen Kameraden zu ersetzen. Außerdem werden die Squads automatisch wieder aufgefüllt, wenn strategisch wichtige Punkte eingenommen werden. Davon gibt es auf jeder Karte zwei; sie fallen in die Kategorie Schrein oder Funkstation. Pro Einsatz könnt ihr aber nur eines dieser Gebäude einnehmen.  
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