Dragon Quest Monsters - Der dunkle Prinz

Dragon Quest Monsters - Der dunkle Prinz Test

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Michael Hengst / 29. Dezember 2023 - 13:00 — vor 13 Wochen aktualisiert

Teaser

In der Spin-off-Reihe von Dragon Quest ist das Fangen von Monstern und ihr Einsatz im Kampf im Fokus. Über 500 davon gibt es diesmal, doch Der Dunkle Prinz hat nicht nur Masse, sondern auch Klasse.
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Rechtzeitig zum 25-jährigen Jubiläum erscheint das neue Dragon Quest Monsters. Das Spin-Off der JRPG-Reihe erschien erstmals im Jahr 1998 und wird traditionell, unter den Argusaugen von Dragon Quest-Erfinder Yuji Horii, vom japanischen Entwicklerstudio Tose umgesetzt. Jenem Studio, welches seit Jahrzehnten für originäre Entwicklungen, aber auch für Umsetzungen bekannt ist. Schon 1986 hat das Studio beispielsweise den Klassiker Choplifter für das NES umgesetzt, oder leistet Schützenhilfe bei aktuellen Spielen, wie beispielsweise bei Squares Crisis Core - Final Fantasy 7 Reunion.

Dragon Quest Monsters dreht den Abenteuer-Spieß einfach um – seit 1998 führt ein Protagonist nicht eine Truppe gleichgesinnter Figuren in den Kampf, sondern steuert eine Reihe von Monstern in die Schlacht. Eine spielerische Hommage an Dragon Quest 5, in dem die Party durch selbstgefangene Monster ergänzt werden konnte. In Dragon Quest Monsters ist der Name Programm: Die Truppe besteht nur aus angeworbenen Monstren.
Pokémon lässt grüßen: Jedes Monster hat bestimmte Stärken und Schwächen!  


Rächt euch am Dämonenkönig

Der „Held“ ist, wie der Titel schon sagt, der dunkle Prinz. Genauer gesagt der Dämonenprinz Psaro, einer der drei Söhne des Unterweltherrschers Randolfo und einer menschlichen Mutter. Psaro wurde von seinem Vater mit einem Fluch belegt, und kann seitdem keinem Monster direkt Schaden zufügen. Er flieht aus dem finsteren Reich Nadiria – der (Unter)Welt der Monster – und endet in dem beschaulichen Dorf Rosenbühl in der Menschenwelt Terrestria. Von hier aus macht Psaro sich auf den Weg, um seinen Vater zu töten und als neuer Herrscher von Nadiria die gesamte Welt zu erobern. Im späteren Story-Verlauf schließen sich weitere Figuren (Monster, Menschen und Elfen) Psaro an. Was noch als simple Rache-Geschichte beginnt, wird im Laufe des Spieles deutlich komplexer und hält – so viel sei angedeutet – die eine oder andere Überraschung parat.
 

Im Wandel der Jahreszeiten

Während die Geschichte voranschreitet, erhält Psaro Zugang zu den Gebieten in Nadiria und einigen neuen Schauplätzen in Terrestria. Nadiria ist unterteilt in  Kreise, beispielsweise den Kreis der Schwelgerei, den Kreis der Eroberung, den des Zorns und den der Unnachgiebigkeit. Jeder davon besteht aus jeweils drei Ebenen, die ihr ebenfalls erst nach und nach freischaltet. Die Zonen sind optisch extrem unterschiedlich. Der Kreis der Schwelgerei besteht komplett aus Süßigkeiten: Es gibt Donuts, Schokoladenbrücken, Zuckerstangen, Flüsse aus Honig, Muffin-Hügel, Waffelerhebungen und Kuchenhöhlen. Der Kreis des Zorns wiederum ist eine Lava-Landschaft mit Felsformationen, alten Ruinen, Geysiren, und geschmolzenem Gestein. Der Unnachgiebigkeits-Kreis wirkt wie eine verlassene Industrie-Ruine, mit Stahlträgern, verrosteten Containern und Schrott.

 
Je nach Kreis gibt es andere Monster und entsprechende Mini-Bosse oder Aufträge.
Auch in diesen Kreisen gibt es die vier Jahreszeiten, die auch die Landschaften entsprechend verändern – und je nach Jahreszeit sind neue Bereiche der Gebiete zugänglich. So frieren im Winter Flüsse zu und können überquert werden, im Sommer sprießen klettertaugliche Pflanzen aus dem Boden, oder es gibt im Herbst Haufen mit frischem Laub. Obendrauf kommen Wetterbedingungen, wie Regen und Tageszeiten. Je nach Kreis, Jahreszeit und Wetter findet ihr unterschiedliche Monster. Im Kreis der Schwelgerei beispielsweise gibt es Gegner wie den Schleim, der einer Praline ähnelt, im Unnachgiebigkeitsgebiet findet der Spieler mechanische Feinde oder knorrige Ritter, im Kreis des Zorns gibt es Flammenwesen und Untote.
 
Jeder Kreis hat ein anderes grundlegendes optisches Thema und unterschiedliche Monster.
 

Automatische Kämpfe

Ungewöhnlich beim Kampfsystem: Die Monster agieren automatisch und spezielle Talente, Kampfmuster, Buffs oder Zauber werden (je nach Stufe des Monsters) ausgelöst. Zwar könnt ihr nicht direkt in die Kämpfe eingreifen, aber vor jedem Kampf ein Item benutzen, und eurer Monsterparty generelle Rollen zuteilen. So lassen sich generische Muster einstellen, wie beispielsweise, dass sich das Monster auf Heilung der Truppe konzentrieren soll, die eigene Party mit Buffs unterstützt, oder den Gegner schwächt. Zusätzlich kann jede Begabung individualisiert werden: Das Monster nutzt ein spezifisches Talent dann entsprechend öfter oder seltener oder ihr deaktiviert es sogar komplett. Durch diese Einstellung und die generische Option ist ein sehr granular funktionierendes Kampfmuster möglich, und das funktioniert erstaunlich gut!
Per generischem Befehl lassen sich die Aktivitäten der eigenen Truppe individuell einstellen. 
 

Das Einmaleins des Monsterfangs

Insgesamt gibt es über 500(!) Monster, die ihr einfangen könnt. Es gibt außerdem Monstereier, die in den Gebieten versteckt sind, und manchmal ein seltenes oder besonders mächtiges Monster enthalten. Der Erfolg (oder Misserfolg) der Hatz auf Monsternachschub hängt von der Stufe und dem Rang der eigenen Monstertruppe ab, dem Einsatz von Leckerlies, oder ob ihr in dem jeweiligen Gebiet bereits Aufgaben erledigt habt und eure Reputation im Gebiet verbessert wurde.

 
Maximal 4 Monster passen in die Truppe. Große Monster belegen zwei Plätze!
Zufallskämpfe müsst ihr nicht befürchten: Monster werden in der 3D-Welt angezeigt, und erst bei „Berührung“ wird auf den Kampfscreen umgeschaltet. Hier kann dann auch versucht werden, eines der Monster anzuwerben. Eine Prozentangabe (errechnet aus diversen Faktoren) zeigt, wie wahrscheinlich eine Übernahme ist. Missglückt diese, kommt es zum Kampf (oder auch gleich, wenn ihr keine Übernahme vorhabt). Nach erfolgreichem Ende erhalten die Rollenspieler den gewohnten Kick in Form von Erfahrungspunkten und Gold.

Insgesamt schickt ihr bis zu vier Monster in den Kampf – es gibt dabei kleine und große Sorten. Große Monster brauchen allerdings auch zwei Slots. Also können entweder vier kleine mitgenommen werden, zwei große oder ein großes und zwei kleine Monster. Bis zu vier weitere sitzen auf der Reservebank bereit und können per Knopfdruck jederzeit in die aktive Truppe übernommen werden.
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Je nach Reputation und eigener Party-Stufe wird die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Anwerbung größer. 
Hagen Gehritz Redakteur - P - 174700 - 22. Dezember 2023 - 23:37 #

Und nun auch viel Spaß mit dem Test von Michael!

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 42940 - 29. Dezember 2023 - 14:26 #

Auch wenn mich der Anfang (die ersten 2h) noch nicht total überzeugt hat bleibe ich dank Test dran. KLignt nach einem schön entspannten Spiel für den Urlaub im Januar.

Danke für den Test.

Michael Hengst 18 Doppel-Voter - P - 10312 - 29. Dezember 2023 - 15:16 #

Gerne geschehen! Am Anfang ist es echt noch sehr "normal" -- später wird das Monstertüfteln echt super wichtig. Ich bin mittlerweile durch und bastele immer noch an meiner optimalen Truppe :-D. Viel Spaß!

wilco96 15 Kenner - 3577 - 29. Dezember 2023 - 16:41 #

Danke auch von mir für den Test. Leider ja Switch exclusiv und Dragon Quest IX zeigt ja dass ein Spiel auch Jahrzehnte exclusiv bleiben Kann. Dank deinem Test zu Trails of Cold Steel IV kann ich aber damit leben. Bin mit den ersten beiden Teilen durch und warte nun auf die PS5-Version von III+IV. Und dann sind ja noch Rebirth und Infinite Wealth bald da. Genügend Material um die Zeit bis Dragon Quest XII zu überbrücken ;-).

Michael Hengst 18 Doppel-Voter - P - 10312 - 29. Dezember 2023 - 17:18 #

Hmmm...III und IV gibt es doch auf PS? :-D. Außerdem Reverie (sozusagen der Epilog). Das reicht für die ersten Monate :-D

Michael Hengst 18 Doppel-Voter - P - 10312 - 29. Dezember 2023 - 17:25 #

Ahhh...2024 :-(. Schon mal direkt in den USA versucht? Kann auch sein, dass die den Publisher gewechselt haben. Ich habe eine US Steel-Box für Teil IV.

wilco96 15 Kenner - 3577 - 29. Dezember 2023 - 21:58 #

Ich habe nicht soo viel Zeit zum zocken. Für Teil I+II habe ich jeweils mehrere Monate gebraucht. Von daher kann ich auf die Ps5-Versionen von III+IV warten. Am 16.2. ist es soweit. Ob es sich lohnt wird man sehen. :-).

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 45114 - 29. Dezember 2023 - 22:36 #

Wo hast Du das Datum her?

wilco96 15 Kenner - 3577 - 29. Dezember 2023 - 23:07 #

https://store.nisaeurope.com/products/the-legend-of-heroes-trails-of-cold-steel-iii-the-legend-of-heroes-trails-of-cold-steel-iv-limited-edition-ps5?variant=43389374824647

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 45114 - 30. Dezember 2023 - 4:46 #

Danke und ich habe Deinen Kommentar nicht richtig gelesen. Ich dachte, Du sprichst vom Remake zu Dragon Quest 3 :D

Michael Hengst 18 Doppel-Voter - P - 10312 - 31. Dezember 2023 - 0:31 #

Dann noch viel Spaß damit -- bis zum Februar ist es ja nicht mehr lang!

viamala 15 Kenner - 3297 - 30. Dezember 2023 - 4:15 #

DQXI wegen des Enthusiasmus im Cast gespielt, und mein Güte, es ist ein so gutes Spiel! Ich war so vertieft. Demnächst werde ich nach 2 Jahren wieder in die Vergangenheit reisen und die Plusquest annehmen und somit zurückkehren. Ich nenne mich einen DQ-Fan!
Ohne diese Empfehlung hätte ich heute einen schlechteren Spiele-Geschmack ;)

Sokar 24 Trolljäger - - 48131 - 4. Januar 2024 - 18:29 #

Ich bin ja großer Pokemon-Fan, aber gerade dass es über die Jahre immer leichter, das Design der Monster immer merkwürdiger und die Komplexität sich rein in den kompetitiven Modus verschoben hat, denke ich immer öfteren daran, mal einem anderen Monster-Sammelspiel eine Chance zu geben. Persona hat ja auch das ein oder andere Element daraus. Und bei Dragon Quest ist es auch nicht das erste Spin Off. Gibt btw. dafür auch eine Demo auf der Switch (evtl. auch woanders, habe nicht alle Plattformen abgegrast), da werde ich bei Gelegenheit mal reinschauen. Also in 2-3 Jahren oder so ;)