Against the Storm

Against the Storm Test

Strategie-Geheimtipp im Warcraft-Look

Olaf Bleich / 27. Dezember 2023 - 13:00 — vor 13 Wochen aktualisiert

Teaser

Eine Prise Echtzeitstrategie, ein Löffelchen Roguelite und eine gute Portion City-Builder: Fertig ist das düstere Aufbauspektakel Against the Storm.
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal
 
Am 01. November 2022 startete Against the Storm in den Steam Early Access. Seitdem mauserte sich der Mix aus klassischem City-Builder und Roguelite zu einem stillen Geheimtipp inmitten des Echtzeittaktik-Genres.

Diese Vermengung verschiedener Einflüsse klingt zunächst schräg, passt aber erstaunlich gut zusammen. Wie gut, das zeigt sich in der seit dem 08. Dezember 2023 erhältlichen Version 1.0. Against the Storm zeigt mit dem runden Early-Access-Lauf bis zum Release eindringlich, wie Spieleentwicklung im Jahr 2023 ebenfalls aussehen kann.
Der Beginn einer Siedlung: Erstmal Nahrungsmittel sichern, Holz- und Steinvorkommen ausspähen. Holzfäller öffnen Lichtungen und schaffen Bauraum.
 

Wie funktioniert Against the Storm?

Im Zentrum jeder Mission steht der Bau einer neuen Siedlung. Die Abläufe funktionieren zunächst immer gleich: Im Hauptmenü bestimme ich, welche zusätzlichen Hilfsmittel und Siedler ich mitnehmen möchte. Danach verschlägt es mich auch schon auf die neue Karte. Auf den ersten Blick erinnert Against the Storm an Warcraft. Mit seinen großen Gebäuden und den stämmigen Einheiten werden wohlige Erinnerungen an Blizzards Echtzeitklassiker wach. Und auch in der Anfangsphase jeder Runde greifen bekannte Genre-Mechanismen. Umringt von dichtem Wald blicke ich auf mein Lager und das Leuchtfeuer, das meinen Siedlern ein wenig Entschlossenheit im Angesicht der grimmen Realität beschert.
 
Zunächst sichere ich Grundbedürfnisse wie Nahrung, schaffe Schutz vor dem ständigen Regen und spähe die umliegenden Ressourcen aus. Allerdings stoße ich bereits hier an erste Grenzen: Against the Storm unterscheidet nicht zwischen Trägern und Arbeitern. Anfangs ist die Population meiner Siedlung noch sehr klein. Ich kann folglich nicht jede Produktionsstätte mit maximaler Manpower ausrüsten. Dann geraten nämlich meine übrigen Abläufe ins Stocken. Ich greife auf fünf Völker zurück: Zunächst greife ich auf Biber, Menschen und Echsen zurück. Später schalte ich auch noch Füchse und Harpyien frei.
 
Sie alle besitzen individuelle Stärken und Schwächen, aber auch Vorlieben und Wünsche: Biber arbeiten am effektivsten mit Holz und sollten deshalb als Holzfäller eingesetzt werden. Eidechsen dagegen hantieren gerne in der Fleischproduktion, während Menschen Felder bestellen oder Bier brauen. Im Gegenzug essen Biber gerne eingelegte Nahrung, Echsen ernähren sich bevorzugt von Fleischspießen. Ihre Entschlossenheit und damit Effektivität wird durch die Feindseligkeit der Umgebung beeinflusst.
Lichtungsereignisse wie etwa Obelisken können auch erobert werden. Dann reduzieren sie etwa die Bedrohlichkeit des Waldes oder liefern andere passive Vorteile.
 

Ressourcen und Handel

Auf den ersten Blick erscheint Against the Storm also wie ein typischer City-Builder, der uns mit fortlaufender Spielzeit immer komplexere Produktionsketten auftischt. Allerdings kommt an dieser Stelle ein spannender Kniff ins Spiel: Der Zufall spielt massiv mit und so ist zu Beginn einer Runde nicht klar, auf welche Produktionsgebäude ich überhaupt zurückgreifen kann.
 
Durch das Meistern von Aufgaben schalte ich Reputationspunkte frei. Bei einem Stufenaufstieg darf ich nur eins aus drei vorgeschlagenen Gebäuden auswählen. So erhalte ich aber selbst zum Ende einer Partie nie alle Möglichkeiten. Im Test musste ich gar Levels ohne Farm bestreiten und damit auch ohne den Anbau von Getreide auskommen. Wie aber braue ich dann Bier oder stelle Mehl für Kekse her?
Ganz einfach: Ich muss mich nach Alternativen umschauen. Beispielsweise kann ich bei den regelmäßig auftauchenden Händlern Waren tauschen oder Handelsrouten mit früheren Siedlungen herstellen. Allerdings fallen die Handelsoptionen im Angesicht des Weltuntergangs spartanisch aus. Auch wenn es mit Bernstein so etwas wie eine übergeordnete Währung gibt, so steht hier lediglich der traditionelle Tauschhandel zur Verfügung.
Gefährliche Lichtungen beherbergen besonders wertvolle Ressourcen, aber auch bedrohliche Objekte, die man zunächst untersuchen muss.
 

Expansion um jeden Preis?

Die Karten von Against the Storm sind enorm weitläufig. Der Startbereich ist aber eng – entsprechend muss ich mit einer Armee von Holzfällern für Platz sorgen. Die Expansion dient nicht allein zum Schaffen von Bauflächen. Vornehmlich geht es um das Erschließen von Rohstoffquellen und dem Erobern von Lichtungen. Letztere treten in normaler und in gefährlicher Form auf. Bei gefährlichen Lichtungen gibt es reiche Beute, allerdings auch mit einem gewissen Risiko. Hier muss ich bestimmte Waren innerhalb eines knappen Zeitlimits liefern. Gelingt das nicht, sinkt beispielsweise die Entschlossenheit oder das Chaos steigt. In einer frühen Partie rauschte gar ein Geist durch meine Siedlung und erledigte weite Teile meiner Arbeiterschaft. Jeder Siedler ist enorm wertvoll. Neue Überlebende erhalte ich unter anderem durch das Bewältigen bestimmter Aufgaben sowie in regelmäßigen Zeitabständen.
 
Die Partien laufen in Jahreszeiten ab. Es regnet grundsätzlich immer, allerdings ist die Stimmung bei Nieselregen oder gar im Sommer vergleichsweise gut. Im Sturm dagegen sinkt die Entschlossenheit und die Gefahr des Waldes steigt. Ich muss dagegen steuern und etwa für hochwertige Nahrung, Kleidung oder sogar Bildung und Religion sorgen. In Against the Storm herrscht obendrein ein ständiger Kampf gegen die Zeit. Denn die Königin selbst hat ein waches Auge auf mein Tun. Gelingt es mir nicht, sie durch das Meistern von Missionen zu beschwichtigen, wird ihre Ungeduld zu groß und sie zerstört kurzerhand meine Siedlung. Die Karawane kehrt dann in die Hauptstadt zurück.
Aufträge dienen als roter Faden durch die Missionen. Als Belohnung winken wertvolle Rohstoffe und Reputation. Außerdem reduziert eine erledigte Aufgabe die Ungeduld der Königin.
 

Hart, aber nie unfair!

Against the Storm ist darauf ausgelegt, dass ich beim Aufbau jeder Siedlung meine grauen Zellen bemühe. Es geht also nicht darum, den immer gleichen Mustern beim Anlegen meiner Siedlungen zu folgen. Vielmehr muss ich stets etliche Faktoren im Hinterkopf behalten und die Gegebenheiten der Karte, aber auch meiner aktuellen Hilfsmittel gegeneinander abwägen. Against the Storm also einfach als “schwer” abzutun, würde dem Spiel nicht gerecht werden. Vielmehr ist es fordernd und vielschichtig.

 
Der Zyklus beschränkt die Lebenszeit jeder Karawane. Er fegt nämlich die Karte leer. Lediglich die schwelende Stadt im Zentrum übersteht den Peststurm.
Grundsätzlich besitzt das Spiel fünf Schwierigkeitsstufen, die verschiedene Faktoren beeinflussen. Die zweite Stufe etwa sorgt dafür, dass ich mehr Reputationspunkte zum Sieg benötige. Zugleich besitzt jede Karte ihre Eigenheiten und macht es mir mit so genannten Geheimnissen schwer. Die einzelnen Missionen selbst werden durch das Erkunden der Welt zusammengehalten. Mit einer Karawane ziehe ich von einem Punkt zum nächsten, baue Siedlungen, erforsche unbekannte Orte oder werde beim Scheitern zurück in die Hauptstadt gezogen.
Die so genannte „schwelende Stadt“ wartet mit klassischen Progressionsfunktionen auf. Beispielsweise tausche ich hier gemeisterte Aufgaben (so genannte Taten) gegen Belohnungen ein, kaufe Upgrades für die Zitadelle ein und verschaffe mir somit passive Vorteile.

Allerdings geht es in Against the Storm nur bedingt darum, die gesamte Welt zu besiedeln. Jede Mission kostet Zeit innerhalb eines Zyklus. Sobald dieser endet, wird die gesamte Karte und damit auch meine Siedlungen ausgelöscht. Durch das Erobern von Siegeln verändere ich die Spielwelt mit neuen Effekten, zögere aber auch die Zyklen weiter hinaus und habe so mehr Zeit, die Welt zu erforschen. Ein wirkliches Ende habe ich bei Against the Storm bislang noch nicht gesehen. Nicht schlecht für ein Spiel, das gerade einmal 30 Euro kostet und im Xbox Game Pass enthalten ist.

Autor: Olaf Bleich, Redaktion: Hagen Gehritz (GamersGlobal)


 
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Meinung: Olaf Bleich

Es gibt Spiele, die begleiten mich auch über die Arbeit an einem Test hinaus: Against the Storm wird einer dieser Titel sein. Nicht nur, dass das Spiel ein fordernder City-Builder ist und mich mit seinem Roguelite-Ansatz immer wieder aus der Komfortzone heraus holt. Auch die vergleichsweise kurzen Partien passen perfekt in meine aktuelle Lebenssituation. Bis zum (optionalen) Schlussstrich unter einer Mission vergehen selten mehr als 90 Minuten. Ich kann hier also fix Progression erzielen, ohne gleich Urlaub einreichen zu müssen.
 
Zum anderen mag ich es, wenn mich Spiele zum Umdenken anregen. Against the Storm zwingt mich immer wieder zum Improvisieren und dem Brechen mit eingefahrenen Aufbaugewohnheiten. Wie sehr habe ich mich bei der ersten Partie noch über die fehlende Handelsoption gegen Gold geärgert. Später waren Tauschgeschäfte ganz normal. Ich muss quasi non-stop meine Planungen an die Gegebenheiten der Karte und die sich ständig verändernde Umgebung anpassen. Das ist bisweilen ein wenig stressig, generiert aber auch eine gehörige Portion Langzeitmotivation.
 
Dank der fünf Schwierigkeitsgrade und der sehr guten Spielbalance kommt auch im späteren Verlauf nur selten Frust auf. Von kleineren Bedienungsproblemen abgesehen, ist Against the Storm eine enorm runde Spielerfahrung fernab des Mainstreams. Wer also eine andere Aufbauerfahrung als etwa in Pioneers of Pagonia oder Anno 1800 sucht, der findet mit diesem Titel einen hochwertigen und gleichermaßen motivierenden Genre-Mix.
AGAINST THE STORM PC
Einstieg/Bedienung
  • Ausführliche Tutorials und Hilfetexte ...
  • Übersichtliche Benutzeroberfläche
  • Handliches Wegebausystem
  • Gebäude lassen sich leicht verschieben
  • Herunterladbare Tuning- und Leistungs-Setups
  • ... aber Tutorials arg ausschweifend
  • Siedler sind nicht einzeln anwählbar
  • Feedback zu belegten Flächen nicht immer eindeutig
  • Sehr viele Waren und Gebäude – teils unübersichtlich klein dargestellt
Spieltiefe/Balance
  • Abwechslungsreicher Ablauf: Verfügbare Gebäude werden ausgewürfelt
  • Komplexe und dennoch verständliche Abläufe
  • Fünf Völker mit individuellen Eigenschaften
  • Umgebungseffekte sorgen für Abwechslung
  • Solide Progression auf Basis von Ausbau der Zitadelle, dem Freischalten von Upgrades
  • Spielprinzip birgt gewisses Frustpotenzial
  • Stetiger Zeitdruck
Grafik/Technik
  • Liebevoller, an Warcraft erinnernder Grafikstil
  • Hübsche Wettereffekte
  • Anpassbares HUD
  • Hinweis-Icons zu Ressourcenquellen
  • Negative Einflüsse könnten deutlicher gekennzeichnet sein
Sound/Sprache
  • Stimmungsvoller Akustik-Soundtrack
  • Regen- und Gewitter-Effekte
  • Minimalistische Soundkulisse unterstreicht die Weltuntergangsstimmung
  • Die wenigen Erzählelemente müssen ohne Sprachausgabe auskommen
Multiplayer
Nicht vorhanden
8.5
Userwertung8.1
Mikrotransaktionen
Hardware-Info
Minimum: i3-530/ Phenom II X4 965, GTS 450/ HD 7750, 4GB RAM, 5 GB HDD
Maximum: i5-2500K/ FX-3820, GTX 970/ R9 290X, 8 GB RAM, 5GB HDD
 
Eingabegeräte
  • Maus/Tastatur
  • Gamepad
  • Lenkrad
  • Anderes
Virtual Reality
  • Oculus Rift
  • HTC Vive
  • Playstation VR
  • Anderes
Kopierschutz
  • Steam
  • Kopierschutzlose GoG-Version
  • Epic Games Store
  • uPlay
  • Origin
  • Hersteller-Kontoanbindung
  • Ständige Internetverbindung
  • Internetverbindung beim Start
Olaf Bleich 27. Dezember 2023 - 13:00 — vor 13 Wochen aktualisiert
Hagen Gehritz Redakteur - P - 174700 - 22. Dezember 2023 - 22:22 #

Viel Spaß mit dem Test von Olaf!

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 42940 - 27. Dezember 2023 - 13:09 #

Danke, nach Weihnachten sogar mit Foto :)

Markus K. 16 Übertalent - 5624 - 27. Dezember 2023 - 13:36 #

Das Spiel ist wirklich ein Geheimtipp für Aufbauspieler, die mal etwas anderes als Anno spielen möchten! Mir gefällt vor allem, dass sich jede Partie aufgrund der Zufallselemente leicht anders spielt und dass man auch mal kurz reinspielen kann und nicht immer gleich zig Stunden gebunden werden.

MicBass 21 AAA-Gamer - P - 28967 - 27. Dezember 2023 - 13:43 #

Wow, das hört sich richtig gut an. Danke für den tollen Test!

Labrador Nelson 31 Gamer-Veteran - P - 266509 - 27. Dezember 2023 - 15:41 #

So gut der Test auch ist, frage ich mich, ob wir nach einem User-Check von SupArai und einem User-Artikel von Vampiro nicht bereits alles über das Spiel wussten. Aber vielleicht wird der Double Tap ja zur neuen Strategie auf GG? Siehe Rogue Trader. ;) Ich mein ja nur...^^

Lencer 19 Megatalent - P - 14563 - 27. Dezember 2023 - 17:18 #

Hab ich auch wenig Verständnis dafür.

v3to (unregistriert) 28. Dezember 2023 - 9:51 #

In diesem Fall würde ich mir wünschen, dass im Review vielleicht Vampiro auch einen Meinungskasten bekommt.

Hier auf GG wird in den letzten Jahren aus Kostengründen überwiegend Aderlass bei der Berichterstattung betrieben. Wenn sich hier bei bestimmten Spielen mehrere Leute intensiver mit einem Spiel auseinandergesetzt haben, sollte man das mMn vielleicht auch nutzen. Against the Storm ist jetzt zwar nicht unbedingt ein Spiel, aber bei Strategie- und Aufbauspielen hat GG durch die Community und einige Tester ohnehin einen Schwerpunkt. Das passt mMn schon gut, wenn man hier bei einzelnen Titeln etwas mehr in die Breite geht.

ds1979 20 Gold-Gamer - P - 21386 - 28. Dezember 2023 - 10:24 #

Das ist doch mal wieder so ein Behauptung ohne Beweis des Aderlass bei der Berichterstattung. Im Jahr 2023 kamen auf GG so viele Tests von der Redaktion, wie auch von zugekauften Autoren wie schon lange nicht mehr. Alle AAA Spiele wurden getestet, von denen es 2023 eine Menge gab. Und das obwohl die Tests von Hogwarts Legacy, Diablo 4, BG3, Starfield, Zelda, DLC von Cyperpunk, Marvel's Spider-Man 2 Zeitfresser ohne Ende sind wurden auch noch weitere AA-Titel getestet und\oder SKD produziert, dazu Podcasts und Retrovideos, SV und 4 Ausgaben Retro Gamer. Es gibt kein Spielemagazin, das pro Kopf mehr Tests liefert mit Ausnahme der M!Games und die sind vollkommen irre.

v3to (unregistriert) 28. Dezember 2023 - 11:45 #

Also, der AAA-Fokus auf die Reviews ist ja schon vernünftig. Bzw auch wenn man nitpicky Street Fighter 6 zücken könnte. Aber das meine ich nicht.

So sehr ich die fokussierte Auswahl für Reviews auch nachvollziehen kann, aber unterm Strich ist das eine Art Pflichtprogramm und ohne Alleinstellungsmerkmale wird GG dadurch mehr zum Mitläufer der Spielepresse. Man ist eine von vielen Seiten, die "auch" AAA-Spiele testet. Die Momente, dass ich hier auf der Seite den Eindruck einer eigenen Identität habe, sind das die regelmäßigen User-Artikel und -Galerien. Redaktionell war das ehrlich gesagt zuletzt in meiner Wahrnehmung beim Battle Brothers Let's Play und bei ganz vereinzelten Reviews (die Gothic-Switch-Reviews fand ich richtig gut, weil sich da sonst kaum Tester drum geschert haben und hier auf GG sich auch die Zielgruppe sammelt. Die Momente sind allerdings rar geworden).

Nehmen wir doch mal als Beispiel die Nominierungen bei den Game Awards zu den beiden Indie-Game-Kategorien: Cocoon, Dave the Diver, Dredge, Sea of Stars, Viewfinder, Pizza Tower und Venba. Zu Sea of Stars gab es einen Test, zu Dredge und Dave the Diver einen Check. Beim Rest Schweigen im Walde.

Ich schaue den Weihnachts-Stream auf Twitch und sehe die ganze Zeit einen Jörg, wie er bestenfalls mit einem gequälten Lächeln in die Kamera guckt. Oder Momente wie im Podcast zu der Trailershow bei besagten Game Awards, wo Hagen anmerkt, dass es doch sinnvoll ist, sich News sinngemäß aus zweiter Hand zu beziehen, statt sich die Veranstaltung selbst anzuschauen. Ich kann das alles auch gut verstehen, aber ich begreife das gerade nicht nur in finanzieller Hinsicht als ungünstige Entwicklung.

Vielleicht hast du aber recht und bin das jetzt auch nur ich mit diesem Eindruck.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24312 - 28. Dezember 2023 - 11:22 #

Ich sehe keinen Aderlass, im Gegenteil. Und auch keinen Anlass, von der Seitenlinie das Programm schlechtzureden. Bloß weil sich einmal drei Schreiber beim selben Thema treffen, braucht es aus meiner Sicht nicht gleich so ein Bohei ...

Letztlich gehts auch in deinem Kommentar nur wieder darum, die Grenzen zwischen redaktionellen und User-Beiträgen zu verwischen - das Thema ist doch wirklich schon hinreichend diskutiert.

v3to (unregistriert) 28. Dezember 2023 - 11:49 #

Für mich ist das nicht hinreichend diskutiert, so lange die Seite im Branchentrend scheinbar gegen Windmühlen kämpft. Aber wie ich schon unter den Kommentar von ds1979 schrieb, mag das durchaus sein, dass ich das in meiner Bubble falsch wahrnehme.

Labrador Nelson 31 Gamer-Veteran - P - 266509 - 28. Dezember 2023 - 19:38 #

Wenn "Aderlass", dann nur beim News-Output, aber das hat ja Gründe.

v3to (unregistriert) 29. Dezember 2023 - 1:21 #

Bei den News, bei der Redaktion, mMn auch beim Fokus beim Content. Wenn hier im Ausgangskommentar schon Kritik daran geäußert wird, wenn mal bei einem Spiel mehr Artikel entstehen als gewöhnlich, ist das in meinen Augen schon ein Spiegel dieser Situation.

Goremageddon 16 Übertalent - 4035 - 28. Dezember 2023 - 10:54 #

Ich kann mur für mich sprechen, aber ich lese gerade zum ersten Mal von dem Titel. War mir bislang völlig unbekannt. Zugegeben, ich überfliege zumeist auch nur den Kopfteil der Seite um mir einen schnellen Überblick zu verschaffen. Da geht sicherlich einiges unter.

Nischenliebhaber 18 Doppel-Voter - 10919 - 28. Dezember 2023 - 18:33 #

Aber... dann verpasst Du doch locker 80% der Inhalte hier?

myxonaut 10 Kommunikator - P - 506 - 29. Dezember 2023 - 17:26 #

Bei den Spieleveteranen hab ich es mitbekommen und dann erst wieder durch den Test hier. Habe es mir eben mal gekauft und werde heute noch reinsehen. Klingt auf jeden Fall vielversprechend.

Vampiro Freier Redakteur - - 121617 - 29. Dezember 2023 - 17:38 #

Echter Skandal, was du hier so alles verpasst :-( ;)

Ganon 27 Spiele-Experte - - 83907 - 3. Januar 2024 - 13:08 #

Der Check von SupArai ist ein Jahr alt und behandelte die Early-Access-Fassung. Der Test von Olaf bezieht sich auf die offizielle Release-Version 1.0. Das finde ich absolut sinnvoll, ist quasi wie wenn es zu einem Spiel erst eine Preview und später den Test gibt. Der Artikel von Vampiro hat das Spiel auch super vorgestellt, aber ein UA hat nun mal nicht die Reichweite und Aufmerksamkeit wie ein redaktioneller Test. Die Texte von Vampiro und Olaf ergänzen sich doch sehr gut. Hätte es keinen redaktionellen Test gegeben, wären wieder Beschwerden aufgekommen, dass so ein aktuell großer Titel hier ignoriert wird (weil User-Inhalte leider weniger wahrgenommen werden als redaktionelle).

Spielosoph 12 Trollwächter - P - 918 - 27. Dezember 2023 - 17:29 #

Warum ist denn "Warcraft" fett?
Das Spiel hat mit imho RTS rein gar nichts zu tun.

Q-Bert 25 Platin-Gamer - P - 56357 - 27. Dezember 2023 - 17:32 #

Weil Spielenamen bei GamersGlobal bei der 1. Nennung immer gefettet werden. In allen News, Artikeln, Tests und überhaupt.

Crizzo 20 Gold-Gamer - - 24426 - 27. Dezember 2023 - 19:20 #

Und ähm.. war3 ist auch ein RTS Spiel mit RPG Elementen.

Goremageddon 16 Übertalent - 4035 - 28. Dezember 2023 - 10:57 #

Was ist Warcraft denn dann? Ist doch quasi eines der Paradebeispiele für klassische RTS...

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24312 - 28. Dezember 2023 - 11:12 #

Ich denke, es war umgekehrt gemeint. AtS ist kein RTS...

Goremageddon 16 Übertalent - 4035 - 28. Dezember 2023 - 15:52 #

Ahh. Das würde durchaus Sinn ergeben.
Notiz an mich selbst: "Erst Kaffee, dann kommentieren" ;)

Ganon 27 Spiele-Experte - - 83907 - 3. Januar 2024 - 13:02 #

Der Vergleich mit Warcraft war auf den Grafikstil bezogen, soweit ich es verstanden habe.

ds1979 20 Gold-Gamer - P - 21386 - 28. Dezember 2023 - 0:51 #

Es wird gejammert wenn kein Test kommt, es wird gejammert wenn ein Test kommt. Ich bin froh über jeden Test/Check danke GG.

Vampiro Freier Redakteur - - 121617 - 28. Dezember 2023 - 15:47 #

Das ist ein Problem. Gerade bei "nur" Checks oder UA wird geschimpft, warum es keinen Test gibt. Und die Klickzahlen bei Tests sind auch besser, weil der Rest läuft doch bei, im Vergkeich zu Tests, mehr Leuten (es lesen ja mehr Leute Tests) als uninteressant. Und die Tests sind tendenziell auch sichtbarer, klar. Konsequenz einer "Nichtdopplung", wobei ich EA Check eher als Preview sehen würde, wäre ein Verbot des UA gewesen, der ja vor Release (mit 1.0) dankenswerterweise erscheinen durfte.

Außerdem ist AtS einer zder Toptitel des Jahres :D Ich glaube, mit zeitigerem Release (zb im November) wäre er in diversen Toplisten recht weit oben. So kam das Spiel halt zu spät und wurde von der Mehrheit auch nicht gleich aufgegriffen.

Toxoplasmaa 21 AAA-Gamer - - 26004 - 28. Dezember 2023 - 8:56 #

Ich finde es auch sehr schön, dass Against The Storm ordentlich coverage bekommt. Schöner Test von Olaf. Ist wirklich ein toller Titel. Ich freue mich schon drauf bald nochmal richtige einzusteigen.

Maverick 34 GG-Veteran - - 1329822 - 28. Dezember 2023 - 9:14 #

Schöner Test zu Against the Storm, in den Titel möchte ich via GamePass auch mal reinspielen. ;)

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24312 - 28. Dezember 2023 - 11:14 #

Guter Test, danke! So sehr ich die Variatiosmöglichkeiten zu schätzen weiß, für das Spiel hätte ich nicht die Geduld ;)

SupArai 25 Platin-Gamer - - 61473 - 28. Dezember 2023 - 18:25 #

Mal reinspielen wollte ich am Wochenende auch - habe dann aber schon beim Regendingensbummens-Tutorial vor der Einstiegshürde gestanden und gekniffen... ;-)

Karsten Scholz Freier Redakteur - 15196 - 28. Dezember 2023 - 15:52 #

Against the Storm ist einer meiner Top-10-Spiele des Jahres. Tolles Ding.

D'Sparil 07 Dual-Talent - 114 - 28. Dezember 2023 - 16:09 #

Against the Storm ist übrigens Steam Deck verified und lässt sich super darauf spielen.

Borin 16 Übertalent - P - 5255 - 28. Dezember 2023 - 20:59 #

Danke für den Hinweis!

Vampiro Freier Redakteur - - 121617 - 28. Dezember 2023 - 21:52 #

Willkommen auf GG :)

D'Sparil 07 Dual-Talent - 114 - 29. Dezember 2023 - 17:43 #

Merci :)

Bishamon 12 Trollwächter - - 846 - 28. Dezember 2023 - 21:50 #

ATS hat mich komplett (positiv) kalt erwischt. Hatte das so gar nicht auf meinem Radar und kam erst durch die neulichen News des offiziellen Release wieder drauf. Durch die positiven Artikel dann zum Kauf entschlossen und nun ist es ungeplant auf meiner Heavy Rotation und klaut Zeit, die eigentlich für andere Games über die Feiertage reserviert war, haha!

Innovativer Mix aus Genres, der mir wirklich gut reingeht. Bin offiziell angefixt.

Deklest 13 Koop-Gamer - 1539 - 30. Dezember 2023 - 21:57 #

Der Test zeigt mir erneut, dass das ein richtig guter Titel für mich sein könnte. Ich habe nur ein Problem und das sind die ganzen anderen Spiele auf meinem PoS und die wenige Zeit.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3823 - 3. Januar 2024 - 11:47 #

Aufgrund Vampiros Vorstellung hatte ich vor ein paar Wochen zugeschlagen. :)

Tolles Spiel, auch wenn es nach einiger Zeit repetitiv wird. In jeder Runde macht man die erste Zeit immer dasselbe. Dann wartet man lange, bis die Holzfäller Lichtungen erreichen und genug Einwohner angekommen sind, um weiterführende (Standard)Gebäude zu errichten und zu betreiben.

Auch die Lichtungs-Aufgaben sind immer gleich. Gebe 10 Steine oder alternative Ressourcen ab, um es zu gewinnen.
Zumal nach wenigen Runden die globale Karte komplett resettet wird und jeglicher Fortschritt auf ihr verloren geht. Was bleibt, sind die Verbesserungen im linearen Skilltree.

Was einen länger bei der Stange hält, ist das erwähnte Zufallsprinzip der verfügbaren Ressourcen und Gebäude. Für mich hat das Spiel darum auch Teile eines Kartenspiels. Man bekommt regelmäßig die Auswahl aus verschiedenen Gebäuden und muss daraus eine „Karte“ ziehen.

Nehme ich das große Kräuterlager und finde nachher keine passenden großen Ressourcenlager, war die Wahl für die Katz. Wähle ich die Farm, bekomme aber keine weiterverarbeitenden Gebäude für Getreide, ist das auch suboptimal.
Fies ist auch, dass Ressourcen sehr begrenzt sind. Baue ich eine z.B. Produktionskette basierend auf Fleisch auf und die Fundstätten gehen aus, kann ich mit den Gebäuden nichts mehr anfangen.
Aber genau das macht das Spiel aus.

Die Händler retten einen oft, leider haben sie ein begrenztes Angebot. Da wartet man sehnsüchtig auf den Händler, um ein Ereignis rechtzeitig abschießen zu können und dann kommt wieder mal nur Faruk. :D

Lencer 19 Megatalent - P - 14563 - 3. Januar 2024 - 12:12 #

Danke für Dein interessantes Feedback. Das würde gut in "Das spielen unsere User" passen. Jetzt klingt das Spiel nicht mehr so attraktiv für mich.

Vampiro Freier Redakteur - - 121617 - 4. Januar 2024 - 1:27 #

Hi :)

Sehr cool, es freut mich, dass es dir nach dem Kauf aufgrund des Lesens gefälölt, auch wenn es dir etwas zu repetitiv wird :) Das fand ich nicht so krass, weil ich in der bisherigen Spielzeit auch immer neue Sachen freischaltete, bei Basics schneller wurde und so schneller und tiefer in die komplexerem Kettem kam.

Ein paar Vorschläge habe ich noch, aber das hast du vielleicht auch schon alles probiert/gemacht:

1) Das Resetten dauert immer länger, je mehr Seals du reforged hast. Und: Wenn du besser spielst und eine Siedlung schneller "fertigstellst", also genug Prestige gesammelt hast, desto mehr Siedlungen kannst du bauen.

2) Bevor du ein Biom startest, kriegst du (da wo die Karawane und die Bonusressourcen aussuchst) mitgeteilt, was du für Ressourcen im Biom (und ggf in welcher Quantität, Stichwort Felder) vorfinden wirst. Wenn du dir das anschaust, wählst du kein nutzloses Gebäude mehr (wenn im worst case nur nutzlose Gebäude vorgeschlagen werden, kannst du später auch neu "würfeln).

3) Neben deinen Gebäuden findest du gefühlt immer auch mehrere Gebäude, teils Gebäude die du gar nicht selbst bauen kannst. So könntest du auch noch an Bausteine für Produktionsketten kommen. Weiter erkunden kann sich also sehr lohnen.

4) Tipp: In schwierige Dales gehen, wenn du halbwegs mit typischen Ressourcen ausgerüstet bist, um negative Effekte zu minimieren. Zumindest mal genug Werkzeug, um an Loot zu kommen usw.

5) Ja, Ressourcen sind begrenzt. Das ist die Botschaft vom Spiel, nicht ewig zu bleiben. Nur manche Ressourcen sind quasi unbgegrenzt (Felder und was daraus erwächst; Minen kannst du später in mehreren Stufen ausbauen, bleiben aber endlich). Es gibt später auch Gebäude zur Fleischproduktion.

6) Holzfäller: Falls noch nicht geschehen, UNBEDINGT manuell steuern. Du kannst denen z.B. sagen (das ist der Standard) "alles im Umkreis umhauen". Oder: "alles im Umkreis, außer der Weg zu einem Dale geht auf." Oder: "Nur markierte Bäume fällen" --> und mit der letztgenannten Option bist du in Windeseile in jedem Dale.

7) Logistik: Unbedingt an Straßen denken, das hilft, später kann man die auch verbessern. Fast noch wichtiger ist aber, mehr Schreine und Lagerhäuser zu bauen, um Wege zu minimieren. Die Arbeiter machen am Feuer Pause und müssen natürlich zum Lager. Ich hatte später eigentlich nie mehr unter 3 Lagern und Schreinen (auch dran denken die Schreine zu buffen, Brennstoff zu Micron also auszuwählen und ggf was zu opfern für Buffs). Das mit den Lagerhäusern macht einen RIESIGEN Unterschied, vor allem da man ja auch quasi gegen die Zeit spielt. Wichtig: Alle Güter landen im gleichen Pool. Eine in Lager A gepackte Ware kann also "magisch transportiert" in Lager B rausgeholt werden.

8) Händler: Wie oft die Händler kommen, kannst du beeinflussen mit Items usw. Manchmal gibt es Händler in einem Dale (erkunden lohnt sich). Und: Du kannst immer mit der Hauptstadt UND allen deinen bisherigen Siedlungen deines Runs handeln und jederzeit (dafür brauchst du Provisions) eine Karawane zum Handeln losschicken, das hilft evtl. auch.

MiLe84 14 Komm-Experte - - 2353 - 3. Januar 2024 - 22:16 #

Ist gekauft und wartet auf einen freien Zeitslot. Mal sehen ob ich dieses Jahr noch dazu komme ;)

Jamison Wolf 19 Megatalent - P - 14082 - 24. Januar 2024 - 13:54 #

Hatte das ja auch schon auf meinen Schirm, aber konnte mich nicht ganz aufraffen. Nachdem ich dann Days Gone auf der PS5 mit Platin versehen konnte, dachte ich mir, ok, doch mal schauen...

Und siehe da, das Game macht richtig Laune. Die erste Sitzung schaffte locker die 2 Stunden. Und am Tag #3 hab ich 12 Stunden auf der Uhr.

Erste Match gleich Pionier, auf die Kauleiste bekommen und bedröppelt auf Siedler gewechselt und erste Sporen verdient. :)

Vampiro Freier Redakteur - - 121617 - 20. Februar 2024 - 0:08 #

Das klingt nach AtS :D

Jamison Wolf 19 Megatalent - P - 14082 - 20. Februar 2024 - 11:52 #

Ja hält einen ziemlich gefangen. Wenn ich es nicht spiele, hab ich jetzt nicht den "Ich muss!" aber wenn ich eine Partie anfange, ziehe ich die immer in einem Schritt durch. Schwierigkeitsgrad ist mittlerweile auch Viceroy - die ganzen Bonis die man sich Rogue-Like erspielt hat, machen das ja möglich (und nötig, weil sonst zu einfach) und man versteht auch mittlerweile wesentlich besser was wie wo funktioniert.

Auf der Uhr müsste ich jetzt auch so zwischen 40 und 60 Stunden haben. :)