Test: Multiplayer-Solo-Shooter?

Brink (v2) Test

Mit "v2" titulieren wir diesen Test, weil er der erste im neuen, extraschönen Layout von GamersGlobal ist. Im Vergleich zum ursprünglichen Brink-Test gibt es keine Text-Änderungen, aber einige neue Elemente wie KI-Streitgespräch und Vergleichsbild Konsole-PC. Und viele größere Bilder in höherer Auflösung. Viel Spaß beim (neuen) Lesen!
Christoph Licht 16. Mai 2011 - 4:30 — vor 8 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots sind von uns selbst erstellt, wie bei fast allen Tests und vielen Previews.Zum ursprünglichen Brink-Test (altes Layout) geht's hier.

Die Ark war einmal ein Wirklichkeit gewordenes Utopia: Eine saubere, sich selbst versorgende, schwimmende Stadt vor der Küste San Franciscos. Ein in der Sonne weiß glänzendes Juwel, Herberge für 5.000 Einwohner. Ein Fingerzeig, wohin sich die Menschheit noch ausbreiten könnte, ohne die Umwelt zu belasten. Doch dann kam die Sintflut und verwandelte die Erde in ein großes, wüstes Meer. Wer es irgendwie schaffte an der Westküste, floh auf die Arche, die so in Windeseile auf mehr als 50.000 Bewohner anschwoll. Doch das ist nur der Anfang von Brink...
Sicherheit gegen Widerstand

Infolge der zehnfachen Überbelegung wurden Essen, Trinken, Kleidung, Wohnraum schnell knapp auf der Arche. Während im Norden der Ark die ehemaligen Gründer mithilfe der "Sicherheit" (Wachpersonal) für Ruhe und Ordnung sorgt, hat sich in den Slums im Süden der künstlichen Stadt der Widerstand herausgebildet. Und wo Nahrung knapp, Munition aber reichlich vorhanden ist, kam es fast zwangsläufig zum Bürgerkrieg. Lange Zeit blieb es bei einem Unentschieden, keine Seite konnte die Oberhand gewinnen. Nur die Ark zerfiel zunehmend. Doch neuerdings hat sich eine Krankheit ausgebreitet, die die Bewohner dahinrafft. In ihrer Verzweiflung versuchen die Rebellen, Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen. Die Ark-Gründer wollen das unter allen Umständen verhindern. Wer am Ende siegreich bleibt? Das liegt ganz an eurer Wahl zu Beginn von Brink, dem neuen Shooter aus dem Hause Splash Damage (Quake Wars).


Brink will nicht weniger als die Quadratur des Kreises schaffen: Eine ganz neue Marke einführen, neue Bedienkonzepte wie "SMART" etablieren und, dank schlauer Bots, eine einzige Kampagne (wie gesagt, auf einer von zwei Seiten) sowohl für teambasierte Koop-Multiplayer-Freunde als auch für Solospieler attraktiv gestalten. Oben drauf gibt's, wie teilweise schon von Quake Wars gewohnt, riesenhafte Karten und objektbasierte Gefechte. Und Missionen, die euch immer wieder neu fordern sollen. Springen wir doch gleich mal in eine Beispielmission...

Barriere - Kran - Rakete

Der Widerstand hat eine alte Raketenstellung wieder instandgesetzt und zielt damit auf den zentralen Turm der Arche. Wenn sie es schaffen, die Rakete zu zünden, werden Tausende Loyalisten sterben -- das können wir als Vertreter des Establishments selbstverständlich nicht zulassen. Acht Soldaten der Sicherheit werden ausgeschickt, um den Rebellenplan zu verhindern. Einer davon sind wir. Doch unser Vormarsch wird durch eine Schrottbarriere gestoppt, die wir problemlos mit einem nahen Kran beseitigen könnten --  wäre dieser von den Rebellen nicht außer Betrieb gesetzt worden. Bevor wir uns also an das Hacken und Deaktivieren der Rakete machen können, müssen zuerst unsere Ingenieure den Kran reparieren. Das Problem? Wir haben nur 12 Minuten Zeit dafür, und die Rebellen werden alles tun, um uns daran zu hindern!

before
after
Rechts (Xbox) sind diese drei Objekte (und einiges andere) undetaillierter.
Die Runde startet. Während der Aufwärmphase haben wir uns für einen Ingenieur entschieden, um uns selbst um den Kran kümmern zu können. Unser Team stürmt auf verschiedenen Pfaden zum Missionsziel. Es gibt vier Wege zum Kran. Zwei davon versuchen die feindlichen Ingenieure bereits, per Barriere zu versperren. Die anderen beiden Wege bedeuten große Umwege direkt an der Feindbasis vorbei, die wir nur im Notfall gehen wollen. Aus der Ego-Perspektive buffen wir uns und die Kollegen vor uns und nehmen sogleich die Widersacher an der Barriere unter Feuer. Da wir den Ingenieur erwischen, wird der Aufbau der Hauptbarrikade abgebrochen. Als nächstes schicken wir seine Begleiter in die temporären Jagdgründe, damit sie ihn nicht einfach an Ort und Stelle wiederbeleben können. Geschafft!

Zusammen mit unserem russischen Kollegen reparieren wir den Kran. Der Rest des Teams steht Wache. (PC)
Bis zur nächsten Respawnwelle haben wir erstmal Ruhe. Um den für unsere Seite abzusichern, bauen wir ein automatisches Geschütz auf. Und da der Kran direkt am anderen Ende des Durchgangs wartet, schützt es uns auch gleichzeitig ein wenig bei unserer nächsten Arbeit. Rechts sehen wir mehrere Feinde an der zweiten Barriere hantieren, doch sonst scheint gerade Ostersonntag zu sein. Wir begeben uns also direkt zur Kransteuerung und packen das Schweißgerät aus
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. Dank unserer Fähigkeit "Sinn für Perspektive" sehen wir das Geschehen nun aus der dritten Person und können die Kamera frei drehen, während wir uns an die Reparatur machen. Die Sekunden schleichen quälend langsam wie Minuten dahin, während wir nervös der Prozentanzeige beim Inkrementieren zusehen.

Noch halten uns die Teamkameraden den Rücken frei, aber die Gegner haben sich mittlerweile neu formiert und greifen mit geballter Kraft an. Einer nach dem anderen gehen unsere Freunde zu Boden und rufen um Hilfe. Wir ignorieren sie und hoffen, dass uns der Widerstand so lange wie möglich nicht entdeckt. 90, 91, 92 -- da springt ein Gegner hoch zu uns auf den Kran. Verlassen wir nun unsere Position, sind wir einige Sekunden lang völlig wehrlos, bis wir eine Waffe gezückt haben. Aber einfach weiterschweißen macht uns nicht wehrhafter. Wir gehen volles Risiko: Während das Blei auf uns einzuprasseln beginnt und unser Lebensbalken kleiner wird wie ein Eiswürfel auf der Herdplatte, schweißen wir stoisch weiter. 98, 99, 100 -- geschafft! Die Zwischensequenz spielt ab, die Barriere wird angehoben und der Weg ist frei. Doch die Rakete ist noch nicht zerstört...

Missionsbeispiel: Beschaffung des Impfstoffs

Im Folgenden stellen wir euch eine der Missionen im Zeitraffer vor. Alle Bilder stammen aus der PC-Version. Wir sollen einen Impfstoff stehlen, der sich in einem Lagerraum des Widerstands befindet. Um dort hinein zu gelangen, brauchen wir einen Roboter. 1 Doch bereits nach dem Start der Mission wartet das erste Hindernis: Ein Tor versperrt uns den Weg und muss gesprengt werden. 2 Ist die Barriere entfernt, eskortieren wir den Bot unter heftigem Beschuss zu einem Kran. 3 Den Kran müssen wir erst reparieren, damit er den Bot auf die andere Seite der Karte hebt. 4 Dort eskortieren wir ihn dann weiter zu seinem endgültigen Ziel. 5 Mit dem Impfstoff im Gepäck, stürmen wir zum Helikopter. 6 Geschafft! Alle Mann an Bord!

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