Schwer, schwerer, am schwersten

Dark Souls Preview

Demon's Souls war ein Action-Rollenspiel mit einer genreuntypischen spielerischen Tiefe -- und einem mörderisch hohen Schwierigkeitsgrad. Ende des Jahres soll der Nachfolger erscheinen, der in allen Aspekten noch einen drauflegt, vor allem aber beim Schwierigkeitsgrad. Wir sind die ersten drei Stunden des Spiels gestorben.
Christoph Licht 12. August 2011 - 0:09 — vor 7 Jahren aktualisiert
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Was haben Ninja Gaiden Sigma 2, Devil May Cry 3 und Demon’s Souls gemeinsam? Sie setzen alle drei auf actionreiche Kämpfe aus der Verfolgerperspektive. Vor allem aber gelten sie als drei der schwersten Spiele aller Zeiten. Doch den Entwicklern von Demon’s Souls war diese Ehre noch nicht genug -- sie drehen im Nachfolger die Daumenschrauben noch fester an. Damit ihr Dark Souls meistern könnt, erwartet Lead Director Hidetaka Miyazaki perfektes Timing, schier endlose Frusttoleranz und eine fast unmenschliche Präzision von euch. Im Gegenzug verspricht From Software umso größere Erfolgserlebnisse.
 
Wir haben bei einem Einzeltermin beim Hersteller die ersten drei Stunden von Dark Souls mit einer weit fortgeschrittenen Betaversion gespielt. Und können euch verraten: Ein noch höherer Schwierigkeitsgrad ist nicht das Einzige, was die Japaner im Vergleich zum Vorgänger verändern. Sie haben eine wahrhaft riesige und komplett offene Spielwelt geschaffen, ein doppelt so großes Waffenarsenal eingebaut, den Kämpfen noch mehr Taktik spendiert und obendrein den Mehrspielermodus erweitert. Anders als der Schwierigkeitsgrad knüpft die Geschichte von Dark Souls nicht an die des Vorgängers an. Stattdessen schlüpft ihr in die Rolle eines Untoten, der auserwählt wurde, die Welt der Sterblichen vor den bösen Dämonen zu beschützen -- und das war im Prinzip auch schon die Story. 
Normale Gegner kommen gerne auf 2 Meter Größe, die Bossgegner in Dark Souls füllen den gesamten Bildschirm aus.

Der Taurus-Dämon
Wir befinden uns in der Burg der Untoten und sind gerade hinaus auf einen der vielen Wehrgänge des verschachtelten Gebäudes getreten. Trotz Sonnenschein wirkt die Umgebung äußerst trist und wenig einladend. Überall liegen Trümmer herum, ein Teil der Mauer ist herausgerissen, und über allem liegt ein leichter Grauschleier. Vorsichtig setzen wir uns in Bewegung. Unser Ziel: Der Turm auf der anderen Seite. Plötzlich bebt der Bildschirm, aus dem Nichts taucht eine dunkelrote Gestalt vor uns auf. Mit Fell statt Haut, zwei unverkennbaren Hörnern auf der Stirn und einem riesigen Hammer bewaffnet steht der Taurus-Dämon vor uns. Wir reichen ihm gerade bis zu den Oberschenkeln, und doch ist er nur ein kleiner Zwischenboss. 
 
Wir hätten den Dämon auch, wie hier dieses Geisterskelett, in den Abgrund locken und uns so viel Arbeit ersparen können.
Der Taurus stürmt auf uns zu und schwingt den tonnenschweren Hammer. Wir brauchen gar nicht erst daran zu denken, ihn blocken zu wollen. Stattdessen vollführen wir im richtigen Moment eine Rolle vorwärts und schlüpfen durch des Tauren Beine hindurch. Ohne lange zu fackeln, gehen wir das Biest von hinten an und decken es mit einer Kombination aus leichten und schweren Schlägen ein. Während seine Lebensenergie langsam schwindet, dreht sich das Monster wieder zu uns um und holt erneut mit dem mächtigen Ha
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mmer aus. Erneut versuchen wir ihm durch die Beine zu rollen, doch unsere heftigen Angriffe haben unsere Ausdauer aufgebraucht. Selbst Blocken können wir nun nicht mehr, auch wenn es gegen diesen Gegner nicht viel gebracht hätte. Hilflos sehen wir zu, wie der Bildschirm wackelt, unser Held rückwärts auf den Boden fällt und eine alles verdunkelnde Wolke aus Staub aufsteigt.
 
Eine gefühlte Ewigkeit später stehen wir wieder vom Boden auf. Glück gehabt: Wir sind noch nicht ganz tot und auch unser Gegner braucht eine Sekunde, um sich zu erholen. Wir nutzen die Chance und rennen auf einen der Türme zu, klettern die Leiter hoch. Der Dämon ist uns dicht auf den Fersen. Doch bevor er uns erreichen kann, führen wir einen Sprungangriff aus und landen mit voller Wucht und mit dem Schwert voraus auf seinem Rücken. Dem hat selbst der mächtige Gegner nichts entgegenzusetzen: Seine Lebensenergieleiste schrumpft schlagartig zusammen, der Dämon geht zu Boden und unser Seelenkonto steigt kräftig an. Nach mehreren Anläufen haben wir das Biest endlich besiegt, doch die nächste Herausforderung wartet bereits auf der anderen Seite des Turms.

Unter dem Begriff "Lichte Wälder" hatten wir etwas anderes erwartet als dieses furchterregende Gehölz.

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