Angetestet: Die Wüste lebt

Journey Preview

Was Journey, das neue Projekt der Flower-Macher thatgamecompany, eigentlich sein soll, das war uns lange nicht ganz klar. Nach Spielen der Beta sind wir zumindest ein bißchen schlauer. Eines ist Journey nämlich mit Sicherheit: atemberaubend schön. Begleitet uns auf ein Wüstenabenteuer!
Philipp Spilker 23. Juli 2011 - 23:59 — vor 8 Jahren aktualisiert
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Plötzlich war da dieser Drang in mir. Ich sah einen Berg in der weiten Ferne, aus dem ein seltsamer Strahl hellen Lichts sich seinen Weg direkt in die Wolkenschicht bahnte und mir war klar: Da will ich hin. Inzwischen ist mir noch etwas klar: Dass es so einfach wohl nicht werden wird. Die Gegend hier ist unbewohnt und lebensfeindlich, nur hin und wieder künden brüchige Gebäude und mächtige Säulen von einer verschollenen Zivilisation. Aber bisher konnte ich noch jedes Hindernis, das sich mir in den Weg stellte, überwinden. Zum Beispiel, in dem ich mich einfach in die Lüfte erhob. Ich kann nämlich fliegen, mit meinem Schal. Glaubt es oder glaubt es nicht: Ich sage die Wahrheit. Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin gar nicht mehr ich selbst, werde gesteuert von irgendeiner höheren Macht. Die will unbedingt zu dem klar sichtbaren Berg in der Ferne. Und ich bin ihr Werkzeug zu diesem Zweck. Aber was hilft es, sich den Kopf zu zerbrechen? Ich bin ja  schließlich gerne unterwegs hier. Es ist nämlich schön, traumhaft schön. Wenn ich nur daran denke, was ich schon alles erlebt habe, sprudeln die Worte auch schon aus mir heraus. Also: Lasst euch erzählen von meiner Welt. Lasst euch erzählen von der Wüste.
Dieser Berg ist mein Ziel. Ich bin übrigens dieser kleine, rote Fleck links unten. Ihr merkt schon: Mein Weg ist weit.

Auf die Länge kommt es an
Obwohl die Wüste natürlich überwiegend Sand zu bieten hat, sind die Umgebungen wunderschön anzusehen.
Mit meiner roten Beduinentracht, die als Kontrast zu dem gelben Sand um mich herum wirkt, muss ich wohl aussehen wie ein kleiner Punkt in einem großen, stillen Meer aus Einsamkeit. Die Dünen um mich herum ähneln teils schon fast einem Hochgebirge. Wenn ich eine von ihnen erklimme, weiß ich nie, was für ein Blick sich mir auf ihrem Gipfel offenbaren wird. Oft ist es nur noch mehr Sand. Aber hin und wieder werde ich auch von sehr unerwarteten Eindrücken überwältigt. Dann sehe ich, in einer Talsohle vor mir liegend, plötzlich riesige Türme, offenbar von Menschenhand errichtet. Oder auch ein weites Feld, mit bereits halb vom Sand zugewehten Säulen gesäumt. Sind es Grabsteine? Ist dies ein Wüstenfriedhof? Und an einigen schwer zugänglichen Stellen bin ich auch bereits an Statuen vorbeigekommen. Zu ihren Füßen befand sich eine Fläche aus Stein, mit recht abstrakten Malereien darauf. Ist das das Werk einer alten Zivilisation? Berichten die Malerei
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en von ihrem Exodus? Ich weiß es nicht.

Was den Schal und das Fliegen angeht: Ich war ja selbst überrascht! Nichtsahnend trat ich mitten in der Wüste an eine kleine Steinsäule heran, um sie mir etwas genauer anzuschauen, da leuchtete sie plötzlich auf und ein naher Felsen rumpelte laut. Und dann flogen plötzlich kleine Stofffetzen aus dem Felsen heraus. Sie näherten sich mir, ließen sich auf meinem Schal nieder und verwandelten sich dort in runenartige Zeichen. Vor Schreck muss ich ein wenig gehüpft sein – und schwebte. Das jedoch war von kurzer Dauer. Schon nach wenigen Sekunden sank ich sanft auf den Boden zurück. Die Runen waren erloschen. Bald schon begriff ich: Um schweben zu können, muss ich meinen Schal zunächst mit den Stofffetzen, die in dieser Wüste umher schwirren wie Vogelschwärme, aufladen. Kurz darauf traf ich auch noch auf ein schimmerndes Symbol in der Wüste, das meinen Schal wachsen ließ und mir somit gestattete, mehr Runen Heimstatt zu geben als bisher. Klar: Je länger mein Schal, desto größer die Distanz, die ich im Flug zurücklegen kann. Seit ich das weiß, geht die Fortbewegung in dieser Wüste weit zügiger vonstatten.
Mit meinem Schal und den mysteriösen Stofffetzen, die in der Wüste umherschwirren, kann ich für kurze Zeit fliegen und somit Gegenden erreichen, die zuvor unerreichbar schienen. Hin und wieder entdecke ich dabei geheime Regionen.
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