Action hoch vier

The Darkness 2 Preview

Neuer Entwickler, neuer Look: Man könnte meinen, Teil 2 hätte nicht mehr viel mit dem Vorgänger zu tun. Fans sollten sich von dem grafischen Neuanstrich aber nicht abschrecken lassen, denn The Darkness 2 scheint sowohl im Gameplay als auch aus erzählerischer Sicht auf Höhe des Vorgängers zu liegen.
Jonas Schramm 19. Januar 2012 - 16:25 — vor 7 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von uns.

Fünf Jahre ist es nun schon her, dass Starbreeze The Darkness veröffentlichte. Der auf der gleichnamigen Comic-Serie basierende Shooter fiel seinerzeit nicht nur durch ein frisches Spielprinzip und einen hohen Gewaltgrad auf. Vor allem die tolle Story die sich um den blutigen Konflikt zwischen dem ehemaligen Waisenkind Jackie mit seinem Ziehvater Paulie Franchetti drehte und ihren emotionalen Höhepunkt in einem Attentat auf Jackies Freundin Jenny hatte, dürfte Fans im Gedächtnis geblieben sein.

Im Vergleich zum Vorgänger scheint sich in The Darkness 2 einiges verändert zu haben. Während Starbreeze mit anderen Projekten à la Syndicate beschäftigt ist, haben sich nun Digital Extremes, die Macher der mittelmäßigen Actionspiele Pariah und Dark Sector, der Entwicklung angenommen. Mit dem neuen Studio hält auch ein neuer Grafikstil Einzug, der mit dem Original gar nichts mehr gemein hat. Ein genauerer Blick verrät aber: The Darkness 2 ist in vielen Aspekten dem Vorgänger treu geblieben.
Auch im zweiten Teil ist die Trauer um seine ermordete Freundin Jackies ständiger Begleiter.
Das Spielprinzip wurde weitestgehend übernommen, der Gewaltgrad ist wieder ziemlich hoch und auch in Sachen packender Story scheinen die Entwickler dem Vorgänger treu zu bleiben.

The Darkness 2 spielt zwei Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers. In dieser Zeit hat sich so einiges getan: Jackie Estacado ist zum Don der Franchetti-Familie aufgestiegen und hat es auch geschafft, die Macht der Dunkelheit mehr oder weniger zu unterdrücken. Damit ist kein finsterer Mafia-Clan gemeint: Jackie wachsen Tentakel aus den Schultern, die ihm als furchtbare Waffen dienen, die aber auch ein Eigenleben entwickeln können. Doch seit zwei Jahren hat er ihrem Drängen nicht mehr nachgegeben. Dabei war ihm der Doktorand Johnny Powell behilflich, der ein Experte auf dem Gebiet der Magie und Mystik ist. Trotzdem hat Jackie mit den Ereignissen der Vergangenheit nicht abgeschlossen. Vor allem der Tod seiner Freundin Jenny verfolgt ihn weiter.

Bleipusten und mehr
Schon sehr früh im Spiel merken wir, dass Jackie seine liebe Mühe damit hat, die dunklen Mächte in ihm unter Kontrolle zu halten. Als er beispielsweise ein feindliches Bandenmitglied ausquetschen will, um an neue Informationen zu dem Attentat zu gelangen, verfolgen die beiden Dämonenarme ein gänzlich anderes Ziel. Man könnte auch sagen, sie nehmen das mit dem Ausquetschen etwas zu wörtlich. Ihnen sind die Infos nämlich ziemlich egal, sie machen lieber kurzen Prozess mit dem Wehrlosen.

Auch der Tod von Jenny ist ständig präsent und wird Jackie immer wieder in Form von Halluzinationen ins Gedächtnis gerufen. Wie auch im Vorgänger handelt es sich dabei um die etwas ruhigeren Momente. Zum Beispiel bildet sich Jackie ein, in einer verlassenen Bar mit Jenny zu tanzen. Während unserer Anspiel-Session bekamen wir also schon drei Aspekte der Handlung zu Gesicht, die alle miteinander verwoben sind: Rückerinnerungen, Bruderschaft, dunkle Macht.

Wie es sich für einen Ego-Shooter gehört, setzt sich Jackie mit massenhaft Schießprügeln gegen die Bruderschaft zur Wehr. Von Revolvern über Uzis und SMGs bis hin zu Sturmgewehren und Schrotflinten dürfte für jeden etwas dabei sein. Jackie kann eine große Wumme oder zwei kleinere Waffen mit sich herumtragen und auch beispielsweise zwei Pistolen gleichzeitig einsetzen. Tragen wir nur eine Waffe, können wir auch über Kimme und Korn zielen, was bei zwei Waffen gleichzeitig wegfällt.

Tentakel, sitz!Neben zahlreichen Schusswaffen stehen Jackie die bereits erwähnten Tentakel zur Verfügung, die aus seinen Schultern wachsen. Diesmal bringen sie aber unterschiedliche Fähigkeiten mit sich. Mit dem rechten Tentakel führen wir Schläge aus. Dazu halten wir die RB-Taste (Xbox 360) gedrückt und können (müssen aber nicht) mit dem rechten Analog-Stick die Richtung des Schlags vorgeben. Im Kampf wollte sic
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h uns der Nutzen der unterschiedlichen Richtungen aber nicht wirklich offenbaren. Ja, wir beförderten so den einen oder anderen Gegner spektakulär in die Luft, das Endergebnis war aber immer dasselbe – mehr als ein paar blutige Körperteile bleiben von unserem Kontrahenten nicht übrig. An manchen Stellen wurden wir aber gezwungen, einen Schlag in eine bestimmte Richtung auszuführen, etwa um Sicherungskasten-Kabel zu durchtrennen, damit eine Tür aufgeht.

Der linke Tentakel schlägt nicht, er greift nach Objekten und Gegnern und stellt uns im Laufe der Mission immer wieder vor die Wahl: Sollen wir nach der Autotür greifen und diese als Schutzschild nutzen? Heben wir ein Billard Queue auf und tackern damit einen Feind an die Wand? Oder packen wir lieber gleich einen Gegner am Schlafittchen und teilen ihn fein säuberlich in zwei Hälften? Außerdem greifen wir mithilfe des linken Tentakels nach Waffen und Munition, ohne uns direkt feindlichem Beschuss auszusetzen. Oder wir reißen mit ihm getöteten Feinden ihre Herzen heraus. Das ist deshalb wichtig, weil Jackie nur so seine Gesundheit regeneriert. Ein paar Sekunden in Deckung zu gehen reicht nicht aus.
Mithilfe des linken Dämonenarmes nutzen wir eine Autotür als Schutzschild, während wir mit zwei Pistolen austeilen.

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