Disciples - Liberation

Disciples - Liberation Test+

Jünger der ganz alten Hexfeld-Schule

Rüdiger Steidle / 21. Oktober 2021 - 10:23 — vor 4 Wochen aktualisiert

Teaser

Der jüngste Teil der traditionsreichen Heroes-Hommage bietet mehr von allem: mehr Helden und Gegner, mehr Schlachten, mehr Story, mehr Strategie, mehr Rollenspiel – aber auch mehr Spielspaß?
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Alle Screenshots und Videoszenen stammen von GamersGlobal

Um ehrlich zu sein: Disciples als „Heroes-Hommage“ zu bezeichnen, wird der Serie nicht ganz gerecht. Immerhin gibt es die Strategiereihe nun auch schon gute 20 Jahre. Es ist zwar unzweifelhaft, dass Heroes of Might & Magic und sein Vorgänger King’s Bounty (das neue King's Bounty 2 im Test) Pate für den ersten Disciples-Teil standen, doch wich schon dieser seinerzeit an einigen Stellen von der Erfolgsformel der Vorbilder ab. Unter anderem rückt Disciples traditionell die Rollenspielaspekte weiter in den Fokus und legt weniger Wert auf den übergreifenden Strategiemodus mit Truppenproduktion, Ressourcensammeln und dergleichen.

Im (je nach Zählweise) vierten Teil Disciples - Liberation stehen nun neben der epischen Fantasy-Geschichte die Charakterlaufbahn und vor allem die Hexfeld-Gefechte im Vordergrund. Gelegenheitsgeneräle mit Vorliebe für Rundentaktik der alte Schule sollten hier also genau richtig liegen. Oder?
In der Festung Yllian könnt ihr Rekruten anheuern oder eure Ausrüstung verbessern. Der einzige Grund für regelmäßige Besuche ist das Einsammeln von Rohstoffen (sonst quillt das Lager über).
 

Die Götter sind tot – lang leben die Götter!

Disciples - Liberation setzt die Story der Vorgänger fort, schlägt aber ein neues Kapitel auf. Die Götter, die in früheren Serienteilen die verschiedenen Völker der Fantasy-Welt Nevendaar aufeinander gehetzt haben, sind verschwunden. Ob tot oder nur abgetaucht, das weiß niemand so richtig. Leider herrscht zwischen Menschen, Elfen, Untoten und Dämonen dennoch kein Friede. Die vier Fraktionen sind zerstritten wie eh und je – und natürlich zeichnet sich am Horizont eine unbekannte Bedrohung ab.

Ihr schlüpft nun in die Schnürschuhe der Söldnerin Avyanna, die zusammen mit ihrem Kameraden Orion gerade einen korrupten Priester meucheln will, als sie plötzlich durch ein Portal in die Fantasy-Festung Yllian transportiert wird. Diese dient euch fortan als Hauptquartier und Ausgangspunkt für Streifzüge in die Welt von Nevendaar. Irgendwie müsst ihr die verfeindeten Völker miteinander versöhnen – oder sie unterwerfen.
Ihr durchstreift Nevendaar zu Pferd, um Rohstoffe einzusammeln, Gespräche zu führen, Gegner zu finden und Quests zu absolvieren.


Massakrieren oder kopulieren?

Was ich in diesen Zeilen stark verkürzt wiedergebe, wird im Spiel vor allem in Form von unzähligen Gesprächen zwischen den handelnden Personen erzählt. Angesichts von zig Charakteren, dutzenden Göttern, Drachen und sonstigen Sagengestalten sowie dauernden Verweisen auf frühere Ereignisse laufen selbst Veteranen Gefahr, den Faden zu verlieren. Zumal die meisten Konversationen und Ereignisse nur in drögen Textbildschirmen beschrieben werden, die geradezu zum Überspringen einladen.

Weniger wäre hier zweifellos mehr gewesen, zumal die literarische Qualität der Hintergrundgeschichte in meinen Augen doch zu wünschen übrig lässt. Insbesondere die amourösen Abenteuer der (Anti-)Heldin finde ich teils zum Fremdschämen – „verführen“ ist neben „lügen“, „angreifen“ und „einschmeicheln“ oder „beschwichtigen“ eine Option bei vielen der Multiple-Choice-Dialoge. Auch mit „Dark Fantasy“-Themen hat es Autor James Mittag (unter anderem für die Storys von Assassin’s Creed – Valhalla und Odyssey verantwortlich) stellenweise übertrieben. Dass es in Nevendaar überall nur Bösewichte sowie Tod, Folter und Verrat an jeder Ecke zu geben scheint, macht das Universum nicht unbedingt glaubwürdig. Vor allem erschwert es mir, meine Rolle als Heilsbringerin oder Rächerin Avyanna zu finden und an den vielen Schlüsselstellen Entscheidungen für die eine oder andere Fraktion zu treffen.

Wenn ihr euch wundert, warum ich so viele Zeilen für diese nicht gerade überragende Hintergrundgeschichte aufwende: Weil die Entwickler der kanadischen Frima Studios ihr ebenfalls viel Platz einräumen. Wenn ihr nicht gerne lest oder mit Fantasy-Klischees nichts anfangen könnt, ist Disciples - Liberation nicht die richtige Feierabendunterhaltung für euch.
Die Story wird größtenteils in Form von Dialogen erzählt, von denen nur ein kleiner Teil vertont und ein noch kleinerer wirklich relevant ist. Es gibt zu viele handelnde Personen, zu viele Ereignisse – einfach zu viel Blabla.
 

Eine unerwartet schöne Reise

Aber kommen wir endlich zur Spielmechanik. Wie eingangs beschrieben, ist Disciples - Liberation ein klassischer Genremix aus Hexfeld-Taktik, Strategie und Rollenspiel. Durch Nevendaar bewegt ihr euch in Echtzeit. Dort sammelt ihr verschiedene Rohstoffe ein, stöbert Schätze auf, erobert Förderanlagen für Gold, Holz und dergleichen und trefft eine Vielzahl von NPCs, welche euch häufig Aufgaben übertragen. Die Spielwelt ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die sich alle durch ihr eigenes Flair und eine charakteristische Optik auszeichnen. Im Höllenreich reitet ihr durch graue Aschewüsten und passiert rotglühende Lavaflüsse, in der ehemaligen Heimat der Zwerge erklimmt ihr verschneite Berge, ein anderer Landstrich wirkt mit seinen gemütlichen Dörfchen und wiegenden Wäldern durchaus malerisch – bis auf die verstreuten Leichenstapel, die die freidrehende Inquisition aufhäuft. Gelegentlich taucht ihr ab unter Tage, um euch (in herangezoomter Diablo-Perspektive) durch klassische Rollenspiel-Dungeons zu schlagen, wo häufig reiche Beute, dafür aber auch tödliche Gegner auf euch warten.

Sehe ich mal davon ab, dass die Umgebung dem Dark-Fantasy-Thema gemäß teils recht finster ausfällt und vielerorts Schwarz sowie Grau- und Brauntöne dominieren, ist Nevendaar wunderschön. So viel Abwechslung, so viel Liebe zum Detail, so fantasievolle Umgebungen, so viele Anspielungen auf andere Fantasy- und SF-Serien durfte ich in Strategiespielen selten genießen! Insbesondere die unterirdischen Abschnitte haben es mir mit ihrer bunten Beleuchtung und faszinierenden Schattenspielen angetan, auch wenn es dort anders als auf der Oberwelt keine Übersichtskarte gibt und ich mich deshalb gelegentlich verlaufen habe. Dass man immer mal wieder in frühere Gebiete zurückkehrt, um ehemals zu schwierige Aufträge abzuschließen oder vorher unzugängliche Areale zu erkunden, ist eine spannendes Konzept. Es wäre freilich hilfreich, wenn einem die Aufgaben auch verraten würde, in welcher Region sich Quest-Geber und Einsatzziel befinden…
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Gelegentlich taucht ihr auch in finstere Dungeons ab, wo es zu Fuß weitergeht. Doof: Unter Tage gibt es keine Übersichtskarte.
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Hagen Gehritz Redakteur - P - 77828 - 21. Oktober 2021 - 9:17 #

Viel Spaß mit Rüdigers Test!

Olphas 24 Trolljäger - - 61901 - 22. Oktober 2021 - 11:34 #

Hmm. Muss mir nachher mal noch das Video anschauen, aber bisher klingt das nicht so, als wenn ich es unbedingt sofort bräuchte. Vor allem die eher sinnlose Ebene außerhalb der Kämpfe finde ich schade.

EDIT: ich hab gestern mal die Demo angespielt und fand es irgendwie etwas sehr lahm. Und ich hab mich erschreckend schnell dabei ertappt, die Dialoge einfach durchzuklicken .. ich glaub das lasse ich lieber aus.

Aber ganz hübsch ist es auf jeden Fall.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12566 - 22. Oktober 2021 - 16:59 #

Man kann die Animationsgeschwindigkeit auf 200 % stellen, dann gewinnen die Gefechte deutlich an Tempo. Weiß nicht, ob auch die Demoversion die Option bietet, aber in der Vollversion geht das.

Die Menge an Dialogen lässt sich aber leider nicht aufs Wesentliche reduzieren.

GeneralGonzo 14 Komm-Experte - 2119 - 21. Oktober 2021 - 11:06 #

Hallo Rüdiger,
jetzt bin ich aber baff. Nur 6.5 ? Und KB2 hast du 7.5 gegeben ?
Da würde mich interessieren, woher die Diskrepanz von einem Punkt für KB2 herrührt.
Denn, KB2 ist das "hässlichere" Spiel, nervt mit Sammelaufträgen, die ich in 3D absolvieren muss, die Kämpfe sehen zwar gut aus, sind aber im späteren Spielverlauf (für Veteranen des Genres) viel zu einfach, Story ist analog zu Disciples (belanglos?), das UI ist bei KB2 mehr Konsole als PC und umständlich.
Warum also die schon um einiges schlechtere Wertung ?
Mir gefällt nach Genuss der Demo das Spiel umgekehrt mind. einen Punkt besser als KB2.
Also alles wieder sehr subjektiv....

Jörg Langer Chefredakteur - P - 433163 - 21. Oktober 2021 - 11:31 #

Zu King's Bounty 2 kann ich spielerisch nichts sagen, aber nach meinen ca. 12 Stunden mit der Preview von Disciples Liberation hätte ich wohl höher gewertet. Da Rüdiger aber mehr als doppelt so viel Zeit investiert hat und sich just über Langzeit-Schwächen (Repetition, mangelnde Auswirkung der strategischen Ebene, zu geringe Schwierigkeit) beklagt, finde ich seine Note nachvollziehbar.

Was dem Spiel halt wirklich komplett fehlt, sind strategische Gegner, die ihrerseits Aktionen machen und dir z.B. Wirtschaftsgebäude wieder abnehmen. Durch den Kniff "astrale Hub-Fantasy-Stadt" ist praktisch all das weg, du kannst nie angegriffen werden, du entscheidest immer, wo du angreifst. Gibt sicher Spieler, denen das lieber ist, aber für mich geht dadurch der "Globalstrategie"-Ansatz verloren. Bleiben die Schlachten, die Rüdiger ja lobt, und die Story, die er zu laberlastig findet.

Ach ja, und ich persönlich finde den düsteren Stil von Disciples wesentlich ansprechender als den kunterbunten von King's Bounty 2.

GeneralGonzo 14 Komm-Experte - 2119 - 21. Oktober 2021 - 11:45 #

Hast du gut beschrieben und begründet. Ja, der Stil von Disciples ist eben auch erwachsener als der von KB2.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 26610 - 21. Oktober 2021 - 12:39 #

Kunterbunt? Wenn es um HoMM-Likes geht, dann heißt das Wort "klickibunti". Frag Petra Schmitz, die hat das so festgelegt.

MScheyda 16 Übertalent - P - 4017 - 21. Oktober 2021 - 11:31 #

Unabhängig von Kings Bounty 2 finde ich, dass der mitgelieferte Testtext die Note eigentlich ganz gut begründet. Hatte beim Lesen die ganze Zeit das Gefühl, das wird ungefähr ne 6 ...

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12566 - 21. Oktober 2021 - 12:21 #

Hallo! Auch eine 7.5 würde ich für Liberation noch für vertretbar halten, etwa wenn man es eher als gemütliches "Feierabend-Strategiespiel" sieht. Ich würde es aber auf jeden Fall unterhalb von King's Bounty 2 einordnen, zumal für das seit Release zwei Patches erschienen sind, die einige der ursprünglichen Kritikpunkte behoben oder zumindest abgemildert haben (etwa die Interaktion mit der Umwelt und die Bewegungsgeschwindigkeit).

Ein Vergleich bietet sich bei so ähnlich gelagerten Titeln natürlich an. Stark vereinfacht und überspitzt würde ich es so formulieren, dass King's Bounty 2 deutliche Schwächen im Spielkonzept offenbart, dieses jedoch größtenteils kompetent umgesetzt wurde. Bei Disciples - Liberation liest sich das Konzept auf dem Papier zunächst spannender, allerdings hapert es stellenweise deutlich an der Umsetzung.

Für eine Gegenüberstellung aller Spielbestandteile fehlt mir die Zeit, aber ein paar Worte zu den Gefechten. Die finde ich bei King's Bounty 2 klar besser. Die spielen sich dort eher wie Puzzles (beziehungsweise löst man in einer der Quest-Serien ja tatsächlich Taktik-Rätsel) und bieten wirklich lobenswert viel Abwechslung, was durch die unterschiedliche Klassenausrichtungen und durch das Map-Design noch verstärkt wird (in Disciples sind die wenigsten Karten ausgearbeitet). Sie mögen nicht übermäßig schwierig sein, aber ich fand sie anspruchsvoller als die Begegnungen in Disciples, wo nach den ersten 10, 20 Levels Gefahr scheinbar nur noch dann droht (siehe Test), wenn man auf viele Gegner mit großer Reichweite trifft. Das ist für mich dann aber nicht unbedingt "schwierig", sondern eher Diabolus-ex-Machina nervig. Wenn die sich alle aufs gleiche Ziel stürzen, dann verdampft das halt, ohne dass du viel dagegen unternehmen kannst (zumal, wenn die dann auch noch kritische Treffer landen).

Klar kann man sich das Spiel auch absichtlich schwieriger machen, wenn man gewollt einen wesentlich höherstufigen Gegner angreift. Das habe ich im Test zweimal versucht (einmal einen Boss, einmal eine Schatzwache), aber da das wirklich nur Nachteile hat, macht das null Sinn.

Bei Disciples ähneln sich die Gefechte für meinen Geschmack zu stark, sind tendenziell zu einfach und wie beschrieben typischerweise schon nach der ersten Runde entschieden. Bei King's Bounty musst du bis zum Schluss noch aufpassen, dass du Verluste minimierst. Dafür sehen die Schlachten in Disciples wesentlich besser aus und sind komfortabler zu steuern, wobei das Interface außerhalb der Taktik-Arenen und der Weltkarte ziemlich missraten ist (die Item-Verwaltung ... aaaargh!) - aber ich schweife ab.

Für mich hat King's Bounty 2 unterm Strich die spannenderen Gefechte. Der Vorteil ist nicht riesig, aber da bei beiden Titeln die Hexfeld-Schlachten die Hauptsache sind, ist für mich King's Bounty 2 am Ende das bessere Spiel. Etwas enttäuschend sind sie am Ende leider beide.

GeneralGonzo 14 Komm-Experte - 2119 - 21. Oktober 2021 - 13:41 #

Danke für dein ausführliches Statement.
In einem Punkt muss ich aber wiedersprechen, da du so oft die Taktikkämpfe erwähnst: davon gibt es leider zu wenige in KB2, man ist zumeist damit beschäftigt, durch die Walachei zu galoppieren (oder teleportieren), um Item A zu Auftraggeber B zu bringen....
Und das die Gefechte in KB2 bis zum Schluss fordernd sind, kann ich nicht bestätigen. Alleine wenn man die Armeesynergien berücksichtigt und mächtige Einheiten wie Trolle hochlevelt sowie später die lvl5 Einheiten bekommt (roter Drache -> Imba), sind selbst die letzten Bosskämpfe nur noch Käsekuchen....

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12566 - 21. Oktober 2021 - 14:01 #

Ich kann von meiner Seite aus nur sagen, dass ich die Kämpfe bei King's Bounty anspruchsvoller fand als bei Disciples (bis Level 40). Dass es davon zu wenige gibt beziehungsweise dass die Verteilung der Spielbestandteile missraten ist, sei unbestritten , ich habe nichts Gegenteiliges behauptet. ;-)

Audhumbla 14 Komm-Experte - P - 2123 - 21. Oktober 2021 - 11:12 #

Ich werde es auf jeden Fall auch anspielen. Danke für den Test.

Jonas S. 20 Gold-Gamer - - 22855 - 21. Oktober 2021 - 12:19 #

Gerade die Viertelstunde von Jörg hat mir große Lust auf das Spiel gemacht. Jetzt werde ich dann wohl bis zu einem Sale warten und dann zuschlagen.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32384 - 21. Oktober 2021 - 12:27 #

Haha, als ich "Disciples" in der Newsbox sah, wusste ich sofort, wer der Tester sein wird :]

Die Vorgänger mochte ich alle, mal schauen, ob/wann ich mir diesen Teil anschaue. Momentan spiele ich noch "Caster of Magic", den DLC zu Master of Magic, und ich muss sagen: Wow! Einfach wow! <3 :D

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12566 - 21. Oktober 2021 - 12:30 #

Warum sagt mir niemand, dass es das gibt?! Freu!

Maestro84 19 Megatalent - - 14667 - 21. Oktober 2021 - 13:09 #

Hörst du etwa keine Spieleveteranen? Dort wurde CoM schon einmal genannt.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12566 - 21. Oktober 2021 - 13:29 #

Nein, ich höre tatsächlich so gut wie gar keine Podcasts. Diese Medienform "passt" einfach nicht in meinen Alltag. Jedenfalls danke für den Hinweis.

Maestro84 19 Megatalent - - 14667 - 21. Oktober 2021 - 13:34 #

Ich meine, Jörg hat da vor einigen Monaten mal erwähnt. Aber als Gast bist du hoffentlich bald mal wieder bei den Spieleveteranen. ;)

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32384 - 21. Oktober 2021 - 13:40 #

Gab auch mal eine News dazu auf GG:
https://www.gamersglobal.de/news/171607/master-of-magic-mod-caster-of-magic-ist-jetzt-offizieller-zusatzinhalt

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32384 - 21. Oktober 2021 - 13:43 #

https://www.gog.com/game/master_of_magic_caster_of_magic_for_windows

Läuft bei mir absolut stabil unter Windows in einem Fenster, das man frei skalieren kann. Die Auflösung bleibt niedrig, die Pixel werden einfach nur größer, wenn man das Fenster aufzieht.

Die KI hat ein ordentliches Upgrade bekommen, das Magiesystem wurde überarbeitet (sinnlose Zauber entfernt, neue dazu, alte angepasst), die Wirtschaft wurde an einigen Stellschrauben ausbalanciert und es gibt neue Einheiten/Gebäude. Lediglich das neue Grafik-Tileset gefällt mir gar nicht, aber man kann in den Optionen auch "Legacy-Tileset" einstellen, damit die Landschaft aussieht wie früher.

Aber mehr dazu in der nächsten Ausgabe der "DU-Galerie" :]

*edit*:
Ach, und das Beste: Man hat endlich Produktions-Queues in den Städten, damit wird das Micromanagement deutlich reduziert. Ein Segen! ^^

Jörg Langer Chefredakteur - P - 433163 - 21. Oktober 2021 - 13:52 #

Ja, die Production Queues sind Gold wert. Allerdings ist die KI immer noch nicht der Hit imho, splitt4t Armeen auf, um sie dann einzeln abmurksen zu lassen.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32384 - 21. Oktober 2021 - 17:01 #

Der Hit ist die KI weiterhin nicht, aber beim Original MoM war die KI ein immenser Schwachpunkt. Jetzt ist es ganz okay.

In meiner ersten Partie von CasteroM hat mich ein KI-Gegner komplett überrascht, als er meine vorgelagerten Städte nicht angegriffen hat und auch meinen Landtruppen ausgewichen ist, um mit seinen schnelleren Kriegsbären (als Spezialeinsatzkommando) auf meine Hauptstadt los ist. Da konnte ich dann nicht mehr rechtzeitig Truppen ranholen oder beschwören - 1:0 für die KI. Das war clever!

rofen 14 Komm-Experte - P - 2330 - 21. Oktober 2021 - 12:32 #

Schöner Abschluss des Videos: "Beim Zorn Corisandres, alle nicht GamersGlobal Fans werden geläutert" :-D

Hagen Gehritz Redakteur - P - 77828 - 21. Oktober 2021 - 13:12 #

Also, also. Kein Fan zu sein erregt noch keine göttliche Intervention. Bei Hatern kann ich da keine Gewähr geben. ;-]

Spitter 14 Komm-Experte - - 1930 - 22. Oktober 2021 - 13:33 #

Disciples 1+2 waren sehr gute Spiele , evtl. weil sie sehr gute Heroes clones waren.
Disciples 3 renaissance , war für mich ein Totaler Flop.
Der vierte Teil , sieht eher aus wie Renaissance als wie Teil 1+2 .
Der Test lässt mich jetzt zwiespältig zurück , sieht für sich ganz Nett aus , aber mir fehlt der Disciple flair aus Teil 1+2 .

Mal schauen , wenns das evtl. paar Cent weniger kostet hatt es eine Chance verdient.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12566 - 22. Oktober 2021 - 17:01 #

Ganz ehrlich: Disciples 1 und 2 sind soooo lange her, dass ich mich kaum noch daran erinnere. Ich weiß nur noch, dass ich Teil 2 für PC Games getestet habe und nicht begeistert war. Und selbst Teil 3 habe ich nur noch dunkel in Erinnerung, würde aber vermuten, das Liberation mehr von Teil 3 als 1/2 hat.

Edit: Sollte unter den Beitrag von Spitter.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 27780 - 22. Oktober 2021 - 17:23 #

Das ruft doch nach einem RG-Beitrag ;)

Spitter 14 Komm-Experte - - 1930 - 24. Oktober 2021 - 19:23 #

Teil 1+2 waren sehr düstere Heroes Klone. Die fand ich jetzt Persönlich spitze.
Teil 3 damals ,war grausam. Technik sowieso Gameplay.
In etwa wie bei Master of Orion 3 . Eine Katastophe am Fan.
Liberation ist wahrlich mehr Teil 3 und hat mit 1+2 fast schon nur noch den Namen. Allerdings , was man sieht , Deutlich besser als Teil 3 ^^.

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 21596 - 24. Oktober 2021 - 20:47 #

An Teil 1+2 hab ich auch sehr gute Erinnerungen, auch wenns ewig lang her ist.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12566 - 31. Oktober 2021 - 15:40 #

Bin durch. Habe ziemlich exakt 60 Stunden gebraucht und das Spiel mit Level 67 beendet, wobei ich nach dem Test fast alle Dialoge nur noch durchgeklickt habe, weil mich die Story einfach nicht mehr interessiert hat. Leider werden die Gefechte gegen Ende nicht herausfordernder, eher im Gegenteil, da die eigenen Helden dann noch übermächtiger werden. Rückblickend passt mein Testurteil gut: Disciples Liberation ist einfach "meh".

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32384 - 13. November 2021 - 1:09 #

Danke für die "Abschlusswertung" :)