"3D-Audio ist ein kompetitiver Vorteil" Interview

Harman-Technikchef über Headsets

Dennis Hilla / 14. Oktober 2020 - 7:37 — vor 2 Wochen aktualisiert

Teaser

Mit der Quantum-Serie wagt die Harman-Tochter JBL den Sprung in den Gaming-Sektor. Im Interview spricht Alfredo Fernandez Franco über Headtracking, Noise Cancelling und die Motivation der Hersteller.
Wir haben vor einiger Zeit ein Gaming Headset von JBL (Quantum One) getestet.

Harman ist ein bekannter Hersteller von hochklassiger, aber auch hochpreisiger Audio-Gerätschaft. Die Tochter JBL hat bislang mit diversen Bluetooth-Boxen, Lautsprechern mit Google Assist und Partybeschallung den Lifestyle-Sektor vergleichsweise günstig abgedeckt. Aktuell wagt sich JBL mit der Quantum-Reihe in den Gaming-Bereich. Nun haben wir Alfredo Fernandez Franco zu 3D-Audio im Allgemeinen und der Entwicklung des JBL Quantum One im Besonderen befragt. Alfredo ist als Director of Engineering and Research & Development quasi der Technikchef von Harman und damit auch JBL.


GamersGlobal: Warum will JBL in den Gaming-Sektor einsteigen?

Alfredo Fernandez Franco: Wir haben sehr lange darüber nachgedacht, ob wir den Markt mit sinnvollen Produkten ergänzen können. Schließlich ist der Sektor riesig und ständig im Wachstum. Also wollten wir etwas schaffen, in das wir unsere Expertise einfließen lassen und Spielern gleichzeitig noch etwas Mehrwert bieten können. Die meisten Hersteller schnappen sich nur ein beliebiges Produkt aus dem Schrank, passen es etwas an, stecken es in eine hübsche Packung und schicken es raus. Oft lizenzieren sie einfach irgendeinen 3D-Audio-Algorithmus, der gut oder auch nicht an die Hardware angepasst wird. Das wollten wir eben nicht machen. Wir wollten sicherstellen, ein interessantes Produkt in jeder Preiskategorie zu haben, damit die Nutzer mit jedem Budget eine eigene Erfahrung machen können. 

GamersGlobal: Wenn ein Spieler nach einem neuen Headset sucht, wird er von der Auswahl schier erschlagen. Also warum habt ihr euch für ein Headset entschieden?
 
Ich wurde prinzipiell wegen meiner Expertise im Bereich 3D-Audio, bei Kopfhörern und der Fertigung an Bord geholt.
Alfredo Fernandez Franco: Die Marke JBL ist bekannt, man kennt uns als Audio-Firma. Deshalb haben wir uns für Kopfhörer entschieden. Wir haben viel Erfahrung in diesem Feld, Gaming ist ein Riesenmarkt und wir denken, wir können unsere Konkurrenz schlagen und ihn übernehmen. Am wichtigsten war für uns aber, dass wir das Gerätedesign, die Herstellung, die Software und so weiter kontrollierten und somit eine besser funktionierende Lösung als unsere Mitstreiter anbieten konnten – inklusive besserer Tonqualität.

GamersGlobal: Bei dem Punkt Audioqualität bist vermutlich du ins Spiel gekommen, wenn man deine Position in der Firma betrachtet.
 
Der 3D-Kopfhörer Ossic X wurde per Kickstarter finanziert, die Firma ging aber pleite und wurde von Harman gekauft. 
Alfredo Fernandez Franco: Ich habe vor Harman bei einem Startup [Ossic] gearbeitet und wir haben einen der ersten 3D-Kopfhörer mit Headtracking gebaut. Die Firma wurde dann von Harman gekauft. So kam die Idee zustande, die Technologie in der JBL-Quantum-Reihe zu verbauen. Also ja, ich wurde prinzipiell wegen meiner Expertise im Bereich 3D-Audio, bei Kopfhörern und der Fertigung an Bord geholt. Hast du denn während deinem Test auch den QuantumSphere-3D-Sound genutzt?

GamersGlobal: Ich habe im Test den QuantumSphere-3D-Sound ausprobiert, und bei Counter-Strike hat das Feature vielleicht diese kleine Zusatzinfo geliefert, die entscheiden kann, ob du lebst oder stirbst. Allerdings bewege ich meinen Kopf beim Spielen kaum, ich schaue ja schließlich auf einen Bildschirm und will nicht wegsehen. Einen wirklichen Vorteil sehe ich in dem Feature nicht.

Alfredo Fernandez Franco: Tatsächlich musst du deinen Kopf nicht sonderlich viel bewegen. Du bemerkst das vermutlich nicht, aber dein Kopf ist ständig in Bewegung. Dein Gehirn nutzt diese kleinen Drehungen und Audio-Hinweise, um herauszufinden, wo sich Dinge im Raum befinden. Bei der Geräuschortung gibt es im Grunde drei Informationen, die das Gehirn verarbeitet. Zum einen die Zeit, die ein Geräusch braucht, um deine Ohren zu erreichen. Schnipse ich neben meinem rechten Ohr, kommt es dort schneller an als bei meinem linken. Das nennt sich interaurale Zeitdifferenz.

Der zweite Faktor ist die Lautstärke. Selbes Beispiel, das Schnipsen ist in meinem rechten Ohr lauter als im linken. Dieser Unterschied sagt mir ebenfalls, aus welcher Richtung das Geräusch kommt. Dann gibt es noch das Ohr selbst, das genau genommen eine kleine Antenne ist. Es fügt, basierend auf der Richtung, aus der ein Geräusch kommt, einen Equalizer hinzu. Wenn von oben ein Reiz kommt klingt er durch die Form des Ohrs anders, als wenn er von unten kommt. Dein Gehirn verarbeitet diese drei Informationen und bestimmt so die Position.
Wenn etwas direkt vor oder hinter dir ist, dann sind der Unterschied in Zeit und Lautstärke gleich. Dieser Bereich vor und hinter dir wird Kegel der Verwirrung genannt, wenn du deinen Kopf nicht bewegen kannst, ist es wirklich schwer, Geräuschquellen zuzuordnen. Sobald du dich aber nur etwas drehen kannst, verändern sich die Reize und du kannst den Ursprung eines Geräusches bestimmen. Deshalb haben wir das Headtracking verbaut.

GamersGlobal: Du willst sagen, dass dem JBL Quantum One kleine Kopfbewegungen ausreichen?

Alfredo Fernandez Franco: Stell dir vor, jemand ruft von hinten deinen Namen. Was machst du instinktiv zuerst? Du drehst deinen Kopf nur ein kleines Stück. So weiß dein Gehirn definitiv, dass die Person hinter dir ist.

GamersGlobal: Damit das Headtracking funktioniert, muss man das Headset mit dem Kalibrierungsmikrofon einpegeln. Was passiert da genau?

Alfredo Fernandez Franco: Gehen wir zurück zu den drei Reizen. Wenn du einen Kopfhörer aufhast, bekommt dein Gehirn die Information, dass ein Lautsprecher 90 Grad rechts oder links von dir ist. Um diese Information, die das räumliche Hören verwirren kann, zu eliminieren, fügen wir die anderen Reize wie Zeit- und Pegelunterschiede zu. Dann messen wir, wie die Ohrmuschel mit deinem Ohr resoniert. Anschließend hat unsere Software genug Informationen, um die vom Kopfhörer ausgehende Verwirrung herauszunehmen.
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Das Kalibrierungsmikrofon wirkt wie ein Ohrstöpsel mit Kabel, spielt aber eine wichtige Rolle für den 3D-Sound des JBL Quantum One.
Dennis Hilla Redakteur - 114844 - 14. Oktober 2020 - 7:37 #

Viel Spaß beim Lesen!

Danywilde 24 Trolljäger - - 88502 - 14. Oktober 2020 - 8:48 #

Sehr schön, auf das Interview war ich schon gespannt.

Edit: Gutes Interview, so etwas würde ich gerne häufiger hören oder lesen!

euph 27 Spiele-Experte - P - 93700 - 14. Oktober 2020 - 8:11 #

Schönes Interview mit guten Fragen

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 82490 - 14. Oktober 2020 - 8:29 #

Das klingt sehr interessant. Behalte ich mal im Auge.

Sven Gellersen 22 AAA-Gamer - - 35464 - 14. Oktober 2020 - 9:49 #

Danke für das Interview! War interessant zu lesen und hätte ich sehr gerne wieder öfter hier auf GamersGlobal, sofern es die Ressourcen zulassen.

xan 18 Doppel-Voter - P - 10192 - 14. Oktober 2020 - 9:56 #

Wirklich gutes Interview und ein angenehmer Interviewpartner, der sehr aufrichtig und ohne Marketing-Blabla wirkte. Gerne mehr von sowas.

bluemax71 16 Übertalent - - 4375 - 14. Oktober 2020 - 10:01 #

Sehr interessanter Artikel. Hört sich nach einem guten Produkt an. Allerdings finde ich gerade die Qualität des Mikrofons sehr wichtig. Wenn man per DC oder TS verbunden ist und man hört jeden Mist des anderen ist das nicht sehr schön. Eine Technik die direkt diese nicht gewollten Elemente bei der Entstehung filtert ist klasse.

Goremageddon 15 Kenner - P - 3243 - 14. Oktober 2020 - 10:13 #

Interessantes Interview, gerne mehr davon.

Von Headsets bin ich allerdings endgültig weg. Seit ich auf nen AKG Studiokopfhörer, Equalizer und nen 13€ Tischmikrofon umgestiegen bin kann ich mir "Gamingheadsets" zu nutzen nicht mehr vorstellen.

Wenn ich überlege was ich in den vergangenen 20 Jahren für Headsets ausgegeben habe und um wieviel schlechter die Dinger im Vergleich zu meinem jetzigen Setup waren das letztendlich nicht mehr gekostet hat als ein Headset.... schade um´s Geld.

Inso 17 Shapeshifter - P - 7823 - 14. Oktober 2020 - 10:48 #

Exakt mein Reden: ich hab seit fast 10 Jahren den K701 zum Spielen, und vor ein paar Jahren noch den K702 mit neuer Abstimmung dazu geholt. Vor allem im heutigen Preissegment vom K702 (um die 120€) hab ich mir viele KH und Headsets angehört, da kommt einfach nix dran. Nix.
Bluetooth und Co treiben nicht nur den Preis unverschämt hoch, sondern sorgen zusätzlich auch noch dafür, dass man beizeiten wegen des Akkus das ganze Gerät entsorgen muss, oder halt wild rum bastelt (verklebtes Gehäuse usw). Bei meinem AKG hab ich einzig mal die Ohrpolster getauscht, da gabs aus China Ersatz für ~7€. Beim 702 kann man jetzt sogar das Kabel per Clicksystem tauschen wenn es mal defekt ist, da ist man auch mit 15€ dabei. Und hat halt Sound den selbst 250€-Headsets nicht erreichen. Wenn man dann die ganze Kette auch bei Musik auf ein höheres Level heben will sind die Xonar Essence STX-StereoSoundKarten dann noch eine Option, den Klang zu verbessern. Wobei eine billige Onboard-SK und die Xonar-SK klanglich deutlich näher beieinander liegen als gute und schlechte Kopfhörer, bzw ein 120€ Headset und ein 120€-AKG-Kopfhörer.

Die Idee vom Sound der mit der Kopfposition wechselt ist imo nicht mehr als ein Gimmick. Ich hab hier ebenso eine 5.1-Surroundanlage am PC aufgebaut (übrigens mit alten, qualitativ hochwertigen JBL Boxen ;) ), und es ist nie ein taktischer Vorteil gewesen, dass der Sound (wie bei dem Kopfhörersystem dann ja auch) statisch zum Monitor ausgerichtet war. Und ich hab _einige_ CS-Wars hinter mir, wo Sound extrem wichtig war. Was in meinen Augen viel wichtiger ist, ist ein gut auflösender Kopfhörer, der alle Details präzise wiedergibt, und auch bei schnellen Wechseln oder vielen Tönen nicht anfängt zu "matschen".
Was jetzt aber nicht bedeutet dass ich das Interview an sich nicht durchaus interessant fand ;)

Pro4you 19 Megatalent - 15464 - 14. Oktober 2020 - 11:10 #

mit dem Hifiman Arya habe ich 3 Dimensionellen Sound ohne Software, aber wirklich einen derartigen Kompetativen Vorteil hat man nicht. eine gute Orrung besteht aus mehr als dem Raum. Ich kenne wenige Spiele die Kompetativ im Audio so ausgelegt sind, dass man sich frei daran orientieren kann.

Olipool 17 Shapeshifter - - 6329 - 14. Oktober 2020 - 13:53 #

Gute, kritische Fragen.
Und schöne Idee mit dem Headtracking. Beim Audio und Raumgefühl ist glaube ich wirklich noch Luft nach oben (z.B. Raytracing für Sound).

Fließt doch immenser Aufwand in so eine Entwicklung. Muss dann echt schmerzen, wenn in einer Amazon-Bewertung steht "kling doof. zurückgeschickt".

rammmses 20 Gold-Gamer - P - 23545 - 14. Oktober 2020 - 15:48 #

Es gibt einige sehr wenige Spiele mit Dolby atmos Support (zb Metro Exodus), was dem "Sound-Raytracing" sehr nahe kommt. Aber allgemein legen die meisten Spieler fast keinen Wert auf Ton, benutzen TV Lautsprecher etc.; also wird da oft nicht so viel Aufwand im Vergleich zur Grafik reingesteckt.

Olipool 17 Shapeshifter - - 6329 - 14. Oktober 2020 - 20:45 #

Danke für den Hinweis. Ich fände das bei Stealth Games ziemlich nett, um ein Gefühl für den Raum zu bekommen.

Deepstar 15 Kenner - 3598 - 14. Oktober 2020 - 21:38 #

Interessant ist da zu erwähnen, dass OpenAL grundsätzlich HRTF unterstützt. Jedes klassische EAX-Spiel nutzt das auch. Das macht jedes Spiel von vor 20 bis 13 Jahren tontechnisch aktuellen Titeln deutlich überlegen...

Problem ist, das Microsoft da mit Vista und der X-Box 360 maßgeblich mit dafür verantwortlich ist, dass die Spiele in Sachen Sound quasi in die Steinzeit zurückbefördert würde. Hatten ja damals sämtliche EAX- bzw. Aureal3D Soundkarten ausgesperrt.

Q-Bert 20 Gold-Gamer - P - 22520 - 14. Oktober 2020 - 16:34 #

Werd ich mal ein Ohr drauf werfen.

BruderSamedi 17 Shapeshifter - P - 8476 - 14. Oktober 2020 - 18:01 #

Klingt endlich mal nach einer Technik, deren Sinn ich nachvollziehen kann, anders als 7.1-Gaming-Kopfhörer.

Aber: die Zielgruppe wird wohl ähnlich klein sein wie bei einem Ferrari. Mal ganz abgesehen vom Preis: welcher Gelegenheitszocker lässt sich auf geschlossene, ohrumschließende Kopfhörer ein? Das geht vielleicht für ein paar Runden CS oder eben eine begrenzte, hochaktive Zeit im MP, dann braucht man ne Pause. Oder geht das nur mir so?

Bevor ich mir Lautsprecher besorgt hatte, dachte ich auch, Kopfhörer als Ton am PC würden mir reichen. Nun nutze ich die AKG K712 Pro (offene Bauweise und sehr bequem) kaum noch, sondern lasse alles über meine Stereo-Lautsprecher laufen. Für lange WoW-Sessions im Teamspeak nutzte ich lieber die ganz leichten, billigen, aufliegenden Headsets. Und im Sommer bei 30*C im Raum ist mir selbst das schon zu viel, von dicken Headsets ganz zu schweigen.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10202 - 14. Oktober 2020 - 19:11 #

Meines Wissen nutzen die ganzen Progamer die Fancy Headsets nur zur zusätzlichen Isolation und der Klang kommt von (Custom) In-Ears.

Edit Beyerdynamic hat sowas auch https://www.beyerdynamic.de/immerse

Edit2 Wobei ich aus diesem ganzen neuen Kram raus bin und keine Ahnung mehr vom aktuellen Geschehen habe. Mein Peak an Interesse war bevor Beyerdynamic die Tesla rausgebracht hat.

Pro4you 19 Megatalent - 15464 - 14. Oktober 2020 - 19:27 #

Custom InEars zum zocken? Wenn das nur zur Geröuschisolation. Die Hyper Cloud machen das alles, was Zocken angeht, besser für erheblich weniger Geld. Auch wenn ich natürlich immer meine Flagge für Vision Ears hochhalte.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10202 - 14. Oktober 2020 - 20:40 #

Ich spreche von Progamern die damit ihr Geld verdienen, da spielt dann Geld weniger Rolle. Nicht von jemanden der aus Spaß zockt.

Und warum sollte das HyperCloud besser sein?

Pro4you 19 Megatalent - 15464 - 14. Oktober 2020 - 23:58 #

Wie gesagt Custom InEars sind die falsche Lösung wenn es um Zocken geht. Inears haben eine vergleichweise kleine Bühnendarstellung, die mehr ein "in deinem Kopf" Raum erzeugen als ein weitläufiges Bild wie es Kopfhörer machen, zum Beispiel der DT990 von Beyerdynamic und allem voran natürlich der HD800 von Sennheiser. Das Bild ist viel offener, Geräusche Präzise und gut Ortbar. Inears sind zwar sehr präzise und herrausragend abgestimmt (Multi BA Treiber und Weichen müssen auf einander abgestimmt werden, je mehr desto mehr Arbeit für den Hersteller), jedoch für Videospiele wie zum Beispiel PUBG zum einen Overkill zum anderen auch nicht der richtige Anwendungsbereich. In der Tontechnik, dem Eventmanagment bzw der Bühnentechnik und natürlich als Musiker ist das was anderes. Da benötigst du Isolation, verlässliche handliche Technik (was Vorteile im stehen und Laufen, jedoch nicht sitzend am PC mit sich bringt), den Custom InEar Techniker als Ansprechpartner falls Live doch die Technik versagt und und und. Zudem hast du in der Regel nicht nur einen Custom InEar sondern einen zweiten als Reserve. Das ist einfach unnötiges Geld das du in InEars steckst, wenn du bis auf Isolation keinen Mehrwert hast. Das andere sind dagegen sogar Tradeoffs beim Spielen. Dir fehlt die große Bühne, die herrausragende Ortung - sprich das große weitläufige Stereobild.

Extrapanzer 17 Shapeshifter - P - 6163 - 15. Oktober 2020 - 3:52 #

Ein paar schöne Erklärungen vom Interview-Partner, wobei die Bedeutung der Augen für die korrekte Vorne-oder-Hinten-Ortung unterschlagen wird.
Ist die offenbare Geräuschquelle für mich sichtbar, sind die ganzen ausgeklügelten Ortungsmechanismen des Ohres für die Ortung überflüssig.
Umgekehrt ist eine Audioquelle, deren Ursprung wir mit sichtbaren Objekten verbinden, die wir aber nicht sehen können, offenbar hinter uns. Daher scheint mir das Headtracking für ein visuelles Medium wie Computerspiele eher eine Spielerei für Ausnahmesituationen.
Die Kopfbewegung zur Ortung ist sowieso so eine Notlösung, richtig gute Jäger haben bewegliche Ohren, aber die spielen ja keine Videospiele.
Füchse, die Mäuse durch die geschlossene Schneedecke jagen, sollen mehr Beute machen, wenn sie nach Norden gerichtet jagen, offenbar cheaten die und nutzen ein weiteres Ortungssystem.

Ganon 24 Trolljäger - P - 60580 - 15. Oktober 2020 - 7:59 #

Das ist mal was, das man nicht überall liest! Gut gestellte Fragen, ehrliche und kompetente Antworten und ein spannendes Thema. Gerne mehr solcher Interviews!

wizace 14 Komm-Experte - F - 2277 - 15. Oktober 2020 - 8:25 #

Hey, 3D-Sound, das ist ja einmal ganz was Neues... Jetzt fehlt nur noch, dass jemand endlich einmal 3D-Fernsehen erfindet ;)