Green Hell User-Artikel

Ab in die Realismushölle?

SupArai / 30. Mai 2020 - 13:08 — vor 3 Wochen aktualisiert

Teaser

Das Spielziel von Green Hell lautet „Überlebe im Dschungel!“ Wem das nicht ausreicht: „Überlebe möglichst lange im Dschungel!“ Immer noch nicht genug? Dann widmet euch lieber einem Assassin's Creed.
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Green Hell habe ich schon länger im Blick, erstmals darauf aufmerksam wurde ich durch den Kommentar eines Users unter meinem User-Artikel zu The Long Dark. Da sich Green Hell damals noch im Early Access befand, wanderte der Titel erst mal auf meine Wunschliste bei einer größeren Distributionsplattform. Neben dem Makel des Unfertigen schreckte mich auch der vermeintlich sehr hohe Realismus und der damit einhergehende hohe Schwierigkeitsgrad ab. Im Feierabend freiwillig in die nächste Realismushölle, wer will so was schon?
 

Die Spielmodi

Green Hell bietet insgesamt drei Spielmodi. Zum einen den Story-Modus, in dem ihr einer Geschichte um den Anthropologen Jake Higgins, seiner Ehefrau Mia, einem Heilmittel und einem Stamm Ureinwohner in Brasiliens Amazonasgebiet folgt. Einen Pulitzer wird der Autor für diesen Plot nicht erhalten, aber die Geschichte ist durchaus solide und interessant erzählt. Nebenbei führt euch dieser Modus in das Spiel und seine Systeme ein. Beim Crafting und Campbau wird aber nur an der Oberfläche gekratzt, weil das Erkunden der Map im Mittelpunkt steht.

Daneben gibt es noch den Sandbox-Modus Überleben und die Herausforderungen. Letztere sind Szenarien, in denen ihr ein vorgegebenes Ziel in einer bestimmten Zeit abschließen müsst. Diesen Modus habe ich bislang nicht gespielt. Außer in den Herausforderungen könnt ihr das Spielerlebnis und die Schwierigkeit euren Vorstellungen anpassen: Von ganz leicht bis zum Ironman mit Permadeath ist alles möglich. Außerdem habt ihr die Option, Green Hell im Coop-Modus zu spielen, diesen habe ich jedoch ebenfalls noch nicht ausprobiert.
 
Auch wenn es nach nichts aussieht: Hier stecken schon mehrere Stunden Arbeit drin!
 

Survival-Alltag

Der Einstieg in Green Hell verläuft survival-typisch: Als erstes klaubt ihr die Materialien für die rudimentärsten Werkzeuge zusammen und baut einen Unterstand, denn erst nach dem Bau besteht die Möglichkeit, ein Savegame anzulegen. Anschließend beginnt die Suche nach Nahrung und Wasser. In Green Hell müsst ihr euch mit verschiedenen Nährstoffen versorgen, um Mangelerscheinungen zu verhindern: Proteine führt ihr euch durch den Verzehr tierischer Produkte zu, eine gute Kohlenhydratquelle sind Früchte und an Fette gelangt ihr vornehmlich durch Nüsse und Fleisch. Zwar gibt es Nahrung, die euch mit verschiedenen Elementen versorgt, allerdings wird immer ein Hauptnährstoff bedient - das „Superfood“ ist mir noch nicht untergekommen. Sehr wichtig ist, dass ihr genug trinkt, um einer Dehydration entgegenzuwirken. Hier bieten sich Früchte an, aber einfaches Wasser, das ihr in Erdlöchern, Seen, Tümpeln und Flüssen findet, ist wesentlich effizienter. Wobei Wasser aus diesen Quellen vor dem Konsumieren abgekocht werden sollte, da ansonsten Parasitenbefall droht. Eine andere, und die zu Beginn sicherste, Wasserquelle stellen Kokosnüsse dar. Entweder stolpert ihr auf eine am Boden liegende, oder ihr sucht die Palmen nach ihnen ab und holt euch die ersehnte Frucht durch einen gezielten Steinwurf zu Boden. Halbierte Kokosnüsse lassen sich zudem zum Sammeln von sofort trinkbarem Regenwasser einsetzen.

Sind Hunger und Durst gestillt und ist vielleicht sogar ein kleiner Vorrat für den nächsten Tag angelegt, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Gesundheits- und Energieleiste zu werfen. Die Gesundheitsleiste zeigt euren generellen Versorgungszustand an. Sie sinkt, wenn ihr an einem Mangel oder an einer Verletzung leidet. Blutet ihr, nimmt eure Gesundheit stetig ab und unbehandelt führt dies zum Tode. Es ist keine gute Idee, Verletzungen nicht zu behandeln, denn ansonsten drohen Entzündungen, die alles noch viel schwieriger machen. Die Energieleiste wiederum nimmt über den Tag kontinuierlich ab und kann kurzfristig „geboostet“ werden - ein saftiges Steak hilft scheinbar immer -, ressourcenschonend erholt ihr euch aber nur durch ein Nickerchen oder einen ausgedehnten Ruheschlaf. Natürlich gibt es auch eine Ausdauerleiste: Während ihr morgens um Acht die Steinaxt noch wie ein Lumberjack-Profi schwingt, seid ihr Abends schon nach drei Schlägen platt wie eine Flunder. Hier gilt es Tätigkeiten gut zu planen, denn wer kurz vor Sonnenuntergang noch einen Unterstand und ein Bett bauen sowie ein Feuer entfachen möchte, läuft Gefahr, vor Erschöpfung an Ort und Stelle in Ohnmacht zu fallen.
 

Kümmert euch – vor allem um euch

Eine weitere wichtige Skala stellt die geistige Gesundheit dar. Alle ekligen, unangenehmen und gefährlichen Erlebnisse lassen diese sinken. So schadet das Essen einer Handvoll Maden dem Gemütszustand ebenso wie der Genuss mehrerer Stücke Kohle, um damit eine Lebensmittelvergiftung zu kurieren. Aber es gibt auch stärkende Maßnahmen, zum Beispiel wenn ihr an einem Lagerfeuer verweilt. In der Theorie drohen bei Verlust der geistigen Kräfte schwere Einschränkungen, von Halluzinationen bis schlussendlich dem Tod durch Wahnsinn. So spannend dieses Feature klingt, so nebensächlich war es bislang für mich, denn die Aufrechterhaltung hat mich nicht gefordert. Ich habe die geistige Gesundheit nahezu im gesamten Spielverlauf konstant im höchsten Bereich gehalten - auf dem normalen Schwierigkeitsgrad wohlgemerkt.

Ihr werdet euch regelmäßig in der Untersuchungsübersicht wiederfinden. Das Spiel signalisiert euch anhand einer eingeblendeten Lupe, dass etwas nicht stimmt und ihr eure vier Extremitäten begutachten solltet. Ihr wählt nun abwechselnd die Arme und Beine aus und sucht diese nach Besonderheiten ab. Findet ihr zum Beispiel sich genüsslich an euch labende Egel, liegt es nahe, diese zügig abzuziehen. Aber auch Wunden, Würmer und Ausschläge erkennt ihr auf den ersten Blick und könnt, sofern ihr die notwendigen Verbände oder Materialien besitzt, die Behandlung durchführen. Mir gefällt das Feature sehr gut, das „hautnahe“ Behandeln ist sehr plastisch umgesetzt. Nur die ständigen Egelbehandlungen, nach gefühlt jedem Besuch im Unterholz, wurden schnell zur nervigen Routine.
 
Wir bauen uns ein semi-mächtiges, aber unerlässliches Werkzeug: Die Steinhacke!
 

Achtung: Gefahr!

In Green Hell lauert im wahrsten Sinne des Wortes hinter jedem Busch eine (tödliche) Gefahr. Gerade am Anfang folgte einem unbekannten Geräusch schnell die Bekanntschaft mit dem Verursacher: Giftspinne oder Klapperschlange kündigen sich durch markante Geräusche an und sind erlauschbare Gegner. Gemeiner sind die stillen Gefahren wie der Skorpion und der Rochen. Auch fies: Ameisenhaufen oder Wespennester, aber immerhin enden Begegnungen mit ihnen nicht (sofort) tödlich. In unregelmäßigen Abständen tauchen Raubtiere auf - neben dem Jaguar, auch ein Puma, diesen habe ich aber erst einmal zu Gesicht bekommen -, meistens „besuchen“ sie euch in eurem Lager. Diese Begegnungen endeten für mich mehrheitlich tödlich oder ließen mich arg ramponiert zurück. Die verlässlichste Strategie um den Jaguar zu vertreiben ist Feuer, davor nimmt er reißaus, ansonsten bleibt die Flucht in eine erhöhte Position mit (hoffentlich) einem Speer im Gepäck um ihn mit einem gezielten Wurf zu erlegen. Der Nahkampf kann indes eine blutige Angelegenheit werden.

Ebenfalls schwer zu meistern sind Auseinandersetzungen mit den Ureinwohnern. Aus einem fairen Eins-gegen-Eins gehe ich (meist) als strahlender Sieger hervor. Treffe ich auf mehr, ist der geordnete Rückzug an einen anderen Ort ratsam. Die Krieger sind unangenehme Gegner. Nicht unerwähnt bleiben soll der Kaiman: Ein zu Land unbeweglicher, leicht zu erlegender Fleisch- und Knochenlieferant, allerdings ist bereits sein erster Biss tödlich.

Neben den Tieren lauern auch verschiedene Alltagsgefahren auf euch. Schlaft ihr zum Beispiel auf dem Boden, befallen euch Würmer. Trinkt ihr unsauberes Wasser oder nehmt eine Mahlzeit mit schmutzigen Händen ein, kann das Parasiten nach sich ziehen, der Verzehr von Ungenießbarem führt zu einer Lebensmittelvergiftung. Zwar gibt es für jede Alltagsgefahr ein Gegenmittel, das müsst ihr jedoch erst erlernen, zumeist durch schmerzliches Trial and Error oder das Laden eines Savegames. Ich möchte hier nicht verschweigen, dass ich mehrmals in einen Guide gelinst habe, um mir Behandlungstipps zu holen, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste.
 

Das Crafting-System

Crafting spielt in Green Hell eine große Rolle, allerdings steht das Herstellen von Gegenständen mit einem praktischen Nutzen im Mittelpunkt. Der Vorgang des Craftens ging mir, nach etwas Eingewöhnung, gut von der Hand. Größere Strukturen platziert ihr anhand einer Blaupause direkt in der Landschaft und „füllt“ diese mit den benötigten Materialien auf. Alles andere zieht ihr per Drag and Drop aus eurem Rucksack auf eine Art Arbeitsplatte und erstellt die Gegenstände. Das System lädt euch zum Ausprobieren ein, und da nicht alle Rezepte sofort in eurem Notizbuch vorhanden sind, kann sich Neugierde auszahlen.

Das Inventar-Management finde ich ganz wunderbar gelöst. Euer Inventar wird euch in Form eines Rucksacks mit mehreren Fächern präsentiert. Durch diese könnt ihr switchen und es wird so sehr schön und übersichtlich dargestellt, wie viel Platz ihr noch habt und was ihr alles mit euch herumschleppt. Seile („geerntete“ Lianen), aufgesammelte Stöcke, vorhandene Waffen und Werkzeuge hängen an den vorgegebenen Plätzen, es gibt ein Fach für Lebensmittel und eins für alles andere, was man so an Nützlichem einsammelt.

Vorlagen zum Errichten großer, beeindruckender Gebäude und Strukturen wie in einem Conan Exiles existieren nicht, Terraforming und der Ausgleich von Geländeunebenheiten durch Bauteile ist ebenfalls nicht vorhanden. Diese Elemente sind aus meiner Sicht auch spielerisch unnötig, da sich in Green Hell alles ums Überleben dreht. Allerdings wirken die Optionen in der Sandbox doch etwas unterkomplex, ein wenig mehr Kreativoptionen wären schön und wurden auch schon angekündigt.
 
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Nachts durch den Dschungel zu laufen ist eigentlich keine gute Idee: Hat sich da etwa jemand verlaufen?
Drapondur 30 Pro-Gamer - - 146035 - 30. Mai 2020 - 13:02 #

Danke für den informativen Artikel! Für mich wäre das nichts.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 30. Mai 2020 - 13:09 #

Gerne!

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass derartige Spiele auf den ersten Blick, und auch auf den zweiten bis achtzigsten Blick, für viele Spieler nichts sind.

Shawn 13 Koop-Gamer - 1377 - 31. Mai 2020 - 18:00 #

Hi, auch ich möchte mich recht herzlich für Deine Mühe bedanken. - Hat sich nicht nur super gelesen, sondern (z.B. mich) wirklich neugierig auf den Titel gemacht. Hatte ich selbst so auch überhaupt nicht auf dem Schirm. Also nochmals Dankeschön. :-)

LG
Shawn

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 31. Mai 2020 - 21:53 #

Gerne und danke schön für die netten Worte! :-)

Maverick 30 Pro-Gamer - - 602960 - 30. Mai 2020 - 13:16 #

@SupArai: Ein schöner User-Artikel, hat sich fluffig lesen lassen. Irgendwann werde ich mir auch mal einen Survival-Titel anschauen. ;-)

Welcher Titel ist eigentlich schwieriger/anspruchsvoller von deinem Empfinden? The Long Dark oder Green Hell?

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 30. Mai 2020 - 13:20 #

The Long Dark ist meines Wissens im Game Pass enthalten, nächste Woche gibt es wahrscheinlich Ark im Epic Store als Freebie. Also wer selbst in dieses No Man's Sky - wo ständig mit neuen Updates die größten Fehler ausgebessert und schlimmsten Versäumnisse NACHTRÄGLICH hineingepatcht werden müssen - reinschaut, der hat bald KEINE Ausreden mehr... ;-)

Maverick 30 Pro-Gamer - - 602960 - 30. Mai 2020 - 13:28 #

Grins, du liest aufmerksam mit, merke ich gerade. ;) No Man's Sky werde ich mir definitiv im GamePass anschauen, aber der Titel ist von meinem Empfinden von der Gesamtbeschreibung auch "mehr" als jetzt ein "klassischer" Survival-Titel wie Green Hell oder The Long Dark. :)

Kamuel 13 Koop-Gamer - 1484 - 31. Mai 2020 - 10:01 #

Bitte was?

No mans sky, wird selbst in der aktuellen Version spätestens nach den ersten 1-2 Stunden sehr "repetiv". Weils nur noch fliege von a nach b und sammel/klicke an/kille xy und komm zurück ist und die Quest Verpackung ist dabei auch nicht abwechslungsreich oder schön formuliert. Und nein nur weil ein Planet andere Farben hat ist er nicht anders, weil die handvoll an Gebäuden/PoI's immernoch alle gleich aussehen und gleichmäßig auf jedem Planeten verteilt sind. Selbes gilt für den Rest, wo sich auch nur die Farben ändern. Ausnahme ggf Raumschiffe, da haste zwei Hände voll mit Formen.

Dagegen haben Long Dark und Green Hell ne aktzeptable bis vernünftige Story (je nach Geschmack). Ein Sandbox mode, wo Long Dark aber einfach die größeren Map-"Abschnitte" hat und Challenge-Quest on top. Und die Maps sind auch abwechslungsreich gestaltet, so dass man in jedem Abschnitt was neues hat.

Soll nich heißen das NMS schlecht ist, es ist wirklich viel besser geworden als es zu Release war. Für mich ist es aber einfach ein Clicker-Game und kein Survival, weil ich auf nix achten muss und ohne dass ich nebenher eine Serie oder nen Stream gucke, kann ich mir das auch nicht geben auf Dauer.

Selbst auf Survival/Permadeath, weil sobald man vom ersten Planeten runter ist, der einzige Unterschied darin besteht, dass in Normal Sachen auf 10k stacken und in Survival/PM nur auf 250/500/1k und es in massivem Inventory-Management endet und sonst merkt man den Unterschied einfach nicht. PS: NMS-Mods wie QuickCrate+InstantActions sehr zu empfehlen :D

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 30. Mai 2020 - 13:51 #

Zur Frage der Schwierigkeit:
Im ersten Moment tendiere ich zu The Long Dark. Zum einen hat der Überlebensmodus kein Savegame, das hat meine Spielweise schon wesentlich vorsichtiger gemacht. Weitere Schwierigkeit ist das Wetter in The Long Dark.

Ich wäre aber gespannt, wie ich mich entscheiden würde, wenn ich in Green Hell direkt mit Permadeath eingestiegen wäre. Spontan glaube ich nämlich, dass die Welt in Green Hell gefährlicher ist, vor allem die Gefahren von Außen. Ich weiß noch nicht, wie heftig sich die verschiedenen Mechaniken in den höchsten Schwierigkeitsgraden auswirken. Habe tatsächlich einige Stunden in Assassin's Creed Origins verbracht... ;-)

The Long Dark bietet keine echte Sandbox mit Crafting, in Green Hell kannst du in deinem Lager zum Beispiel Pflanzen anbauen, das Überleben wird planbarer. Und man hat wesentlich mehr zu tun. The Long Dark kann ganz schön eintönig werden.

Die beiden Spiele bieten für mich wirklich sehr unterschiedliche Spielerfahrungen. The Long Dark vermittelt sehr schön das Gefühl des einsamen Wanderers in einer schwierigen Umgebung die es zu erkunden gilt, in der man sich vornehmlich auf die Hinterlassenschaften der Zivilisation verlässt. Ich finde es sehr athmosphärisch, fordert aber intrinsische Motivation. Green Hell bietet die Option sich einzurichten, seine Versorgung zu planen, es ist "stationärer", bietet spielerisch mehr Optionen. Man kann sich immer mit irgendwas beschäftigen.

Mmmhhh, ich bin gespannt ob noch andere Survival-Spieler was zu deiner Frage schreiben, da interessieren mich andere Meinungen. :-)

Maverick 30 Pro-Gamer - - 602960 - 30. Mai 2020 - 14:04 #

Danke für die ausführliche Rückantwort, Raimund. :) Von der spielerischen Motivation die "Spielwelt" zu erkunden, würde mich The Long Dark vermutlich wohl etwas mehr ansprechen. ;)

Kamuel 13 Koop-Gamer - 1484 - 31. Mai 2020 - 11:10 #

Stimme ich soweit zu, nur würde ich noch zusätzlich sagen, im Vergleich von Interloper+Permadeath aus Long Dark und GreenHell+Permadeath aus GreenHell, dass:

Long Dark hat abseits der standard Survival Schrauben, also die gewissen Dinge, die sich schneller leeren und langsamer erholen, worüber die meisten Games die Schwierigkeit skalieren, halt andere Faktoren hat und seine Gegner nicht nur mit Blattwerk verdeckt.

Und gerade der Basisbau in GreenHell macht die Sache doch viel entspannter, was den Stress Faktor des "Ich muss weiter hier ist nix mehr, aber das Wetter und die Mistviecher da draußen", fast gänzlich entfernt. Dazu kommt in Long Dark zudem, dass man auch viele Sachen gar nicht in der Welt findet (gewisse Waffen) und viele nur sehr sehr limitiert auf Interloper und selbst standard Sachen muss man erstmal "craften", weil man sie nicht mehr in der fertigen Form findet. Und on top skaliert die Welt in Schwierigkeit(Kälte+Gegner) auch noch mit der Spielzeit. Aber ja der Fokus liegt deutlich mehr auf Erkundung und Wanderung, weswegen die Maps auch größer sind, als auf "wie kann ich an einer Stelle überleben ohne mich hier wegbewegen zu müssen". Ist halt der Apfel und Birnen Vergleich, wird schwer obwohl beides Obst ist, weils Geschmack ist.

Ob ein Game Basis-bau besitzt oder nicht, macht nicht den Unterschied obs eine Sandbox ist, zumal man sich in Long Dark durchaus eine Basis einrichten kann, wo man seine Sachen trocket und Lager hat, auch wenn man ein schon fertiges Haus nehmen muss.

Und "mehr zu tun, weil Basisbau" naja man muss mehr grinden, wenn man schön leben will, aber es ist sogesehen nicht notwendig zum Überleben. Und stationäre Resourcen-Nachkommen machen Dinge für mich einfacher und eintöniger und da wären wir wieder bei dem bösen Faktor "Wie viele unterschiedliche Games hat man hinter sich und wie reich ist dadurch der Erfahrungsschatz und die Abgestumpftheit, da man Spielelemente schon kennt und sie nicht neu/ungewohnt sind, weil nur neu kombiniert miteinander und die Schwierigkeit dadurch drastisch dezemiert wird, was zu der subjektiven Ansichtssache mutiert, dass es ja einfacher ist, weil alles einfach ist was man schon kennt/kann".

PS:
Für mich persönlich werden Games schwer, wenn sie es schaffen mich aus meiner Komfort-Zone meiner Erfahrungen zu stoßen, wodurch es neue Spiele aber immer schwerer haben werden. Und viele Games heutzutage kriegen von mir dadurch leider nur noch ein "nett kombiniert, aber nicht schwer", manchmal noch ein "stressig, weil auch ich werd nicht jünger und meine APM und Reaktionsgeschwindigkeit waren auch schonmal besser". Aber zum Glück muss ich hier keine "Was ist für dich das schwerste Game aus Genre x?" beantworten, denn da müsste ich wirklich nachdenken :P

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 31. Mai 2020 - 14:14 #

Den Punkt mit der "echten Sandbox" habe ich falsch genutzt, hast du recht. Ich habe nach einer Definition gesucht, bin aber noch nicht (zufriedenstellend) fündig geworden. Eventuell sitze ich einem Irrglauben auf und nutze den Begriff falsch.

Der Fokus von The Long Dark und Green Hell liegt natürlich woanders, da stimme ich dir zu. Insofern ist auch die Vergleichbarkeit schwierig und ich denke, die große Schnittmenge ist, möglichst lange zu Überleben.

Ich bemerke bei mir Schwierigkeiten, alleine aus dem Bau einer Basis genug Motivation zu ziehen, um einen Titel weiterzuspielen. Man "zwingt" sich selbst, an einem Ort zu bleiben und das wird mir schnell langweilig. In anderen Spielen wie Conan Exiles oder 7 Days to Die (das habe ich aber nur ganz kurz gespielt) kommt ja, wenn ich micht richtig erinnere, in regelmäßigen Abständen eine Wilde KI-Horde und verwüstet den Standort, wenn man ihn nicht gut genug gesichert hat. Nett, aber auch fies... ;-)

Raft löst die "Standort-Problematik" für mich sehr gut. Der Bau der Basis, also der Ausbau des Floßes, geschieht ja mehr oder weniger nebenbei, während man segelt sammeln sich die Ressourcen an und es geht weiter, ein schönes Konzept, mal sehen wie weit die Entwickler mit dem Spiel noch kommen.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 30. Mai 2020 - 13:52 #

Mein Dank geht an ChrisL und Admiral Anger für das Korrekturlesen, für das Finden und Korrigieren der kleinen Fehler, sowie das wohlwollende Hinweisen auf selbst unausgegorenste Satzkonstruktionen - die dem Schreiber eigentlich nicht hätten entgehen dürfen! :-)

rammmses 20 Gold-Gamer - P - 24836 - 30. Mai 2020 - 13:23 #

Habe mal The Forest eine Weile probiert, aber das ist einfach nicht mein Genre. Hat schon eine gewissen Faszination, aber der Frust und die Einarbeitung und Zeitaufwand, hmm. Aber interessant, darüber zu lesen.

g3rr0r 16 Übertalent - P - 4362 - 30. Mai 2020 - 15:36 #

Hmm da gehts mir genau so... Hab auch mal The Forest und noch so eins (mit kleinen Inseln wo man mit nem Boot hin und her kann ^^) gespielt, aber irgendwie frustriert mich sowas zu schnell.

Olipool 17 Shapeshifter - - 8025 - 31. Mai 2020 - 11:34 #

Wobei The Forest ziemlich wenig Einarbeitung benötigt, das Crafting ist nicht sonderlich tiefgehend und schnell umzusetzen. Es gibt da übrigens auch einen Modus ohne Gegner, klingt erstmal öde, aber wer auf Exploration steht, der hat Spaß damit. Es gibt genug Höhlen zu erforschen und eine Storyline, die vielen Spielern vielleicht gar nicht bewusst ist :)

rammmses 20 Gold-Gamer - P - 24836 - 31. Mai 2020 - 11:54 #

Mir ging es vor allem um die Story und die Horrorelemente. Aber man muss schon da viel Zeit mit Erkundung und Unterschlupf bauen, Ressourcen sammeln etc. verbringen, was ich auf Dauer zu öde finde.

The Real Maulwurfn 16 Übertalent - P - 4718 - 30. Mai 2020 - 13:31 #

Es gibt nur eine grüne Hölle und die liegt in der Eifel! I have spoken!

TheRaffer 21 Motivator - - 28457 - 30. Mai 2020 - 15:27 #

So schlimm ist Euskirchen nun auch nicht...

AlexCartman 19 Megatalent - P - 16904 - 30. Mai 2020 - 22:17 #

Euskirchen ist doch gar nicht in der Eifel.
Er meint natürlich Hengasch.

Q-Bert 21 Motivator - - 27023 - 30. Mai 2020 - 17:06 #

Da überschlagen sich die Ereignisse...
https://youtu.be/1sb07SYoIHA?t=4

Alain 19 Megatalent - P - 14534 - 30. Mai 2020 - 14:47 #

Ich glaube mit Survival Spielen werde ich nicht so wirklich warm werden.

Aber danke für den Check!

TheRaffer 21 Motivator - - 28457 - 30. Mai 2020 - 15:28 #

Vielen Dank für den Artikel. In der Tat liest sich das nicht schlecht. :)

Q-Bert 21 Motivator - - 27023 - 30. Mai 2020 - 17:07 #

Das Spiel ist nix für mich, aber den (schön bebilderten) Artikel hab ich trotzdem gern gelesen!

timb-o-mat 16 Übertalent - P - 5219 - 30. Mai 2020 - 18:38 #

Danke für den Check. Nach vielen Koop-Stunden bei The Forest suche ich schon länger nach neuem Survival-Futter, Green Hell hatte ich schon im Blick, jetzt wandert es auf die Wunschliste und irgendwann wird's dann auch mal gespielt.

Amonamarth 15 Kenner - P - 3693 - 30. Mai 2020 - 23:20 #

Green Hell spielt ganz sicher in der Champions League der Survival Spiele und hat mich schwer beeindruckt.
Es entsteht tatsächlich ein beinharter Überlebenskampf gegen die Elemente,Flora/Fauna und Eingeborenen,man muß sich nur darauf einlassen und in die,doch sehr überzeugende,Spielwelt eintauchen.
Sehr schön zusammengefasst,wie schon ein dein Longest Dark-Artikel vor einiger Zeit.Respekt,du bist ein echter Survival-Poet ;-)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 30. Mai 2020 - 23:31 #

Survival-Poet! Das geht runter wie frisch abgekochtes Tümpelwasser! ;-)

Aber die Kämpfe gegen die Eingeborenen, generell deren Verhalten: Findest du das bislang nicht zu plump?

Amonamarth 15 Kenner - P - 3693 - 31. Mai 2020 - 16:19 #

Ganz ehrlich,ich hab die Burschen nach den ersten 3 tödlichen Begegnungen einfach deaktiviert und damit leider auch die großen Raubtiere.
Ich persönlich finde diese ganze Raubtier- und Eingeborenen-Dichte in vielen Survival-Spielen einfach übertrieben.
The Forest verkommt recht schnell zu einer puren Abwehrschlacht und in Subnautica gibt´s oft 5 "Haie" auf 10 Kubikmeter Wasser.
Green Hell ist auch ohne ständige Menschen-Belästigung noch recht schwer und reicht mir als Herausforderung vollkommen.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 31. Mai 2020 - 22:07 #

Die Tiere sind ja noch ok, mit Rüstung (Knochenrüstung zum Beispiel), sind die Verletzungen auch nicht mehr so schnell tödlich, schon eine Verbesserung.

Aber die Eingeborenen, die Eingeborenen...

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 38597 - 31. Mai 2020 - 5:15 #

Absolut nicht mein Genre, aber klasse geschriebener Artikel. Gratulation! :)

Johannes Mario Simmel 14 Komm-Experte - 2198 - 31. Mai 2020 - 8:42 #

Meine Survival Offenbarung der letzten Jahre ware Subnautica. Kann ich jedem nur empfehlen. :)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 31. Mai 2020 - 14:19 #

Ich muss gestehen, dass ich Subnautica als Epic-Giveaway verpasst habe, es über den Game Pass installiert aber bislang nicht einmal gestartet habe und "richtig" kaufen möchte ich es mir nicht, weil es ist ja im Game Pass! Vertrackte Situation, dann drängt sich irgendein anderes Spiel in den Fokus.

Olipool 17 Shapeshifter - - 8025 - 31. Mai 2020 - 11:28 #

Nach The Forest im Coop haben wir bislang nichts gleichwertiges gefunden, mit dem Coop Update von Green Hell werde ich noch mal testen gehen.

Aber was ich vor einiger Zeit im Singleplayer gespielt habe, war wirklich hart. Dying by Doing heißt die Lernparole... und bei so dichtem Dschungel latscht man nun mal in so einen Termitenhaufen. Und dann find mal grad die Zutaten für nen Verband, den du brauchst... aber gut zu hören, dass man es irgendwan "raus" hat.

Noch zu deiner Realismus-Anmerkung bzgl. Kokusnuss und Stein... das ist gar kein Problem, sowas mit realistischen Flugkurven zu bauen, aber die Frage ist, wieviel Spaß das macht, dann im Unterholz nach den beiden Sachen zu suchen. Manchmal muss man Realismus für den Spielspaß opfern.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 31. Mai 2020 - 14:36 #

Die Flugkurve des Steins gibt es, aber nur wenn man nicht trifft. ;-)

Ich finde das an sich auch nicht problematisch, aber es sieht einfach so komisch aus. Kokosnüsse können allerdings auch wegrollen, wenn die Bäume auf einer "Schräge" stehen. Dann muss man die auch suchen und generell finde ich suchen nicht schlimm. Allerdings rollen im klassichen Sinne, sehe ich die auch nicht, sondern das System befördert die halt an einen anderen Ort. Ich gehe davon aus, dass das eher nicht so "gut" programmiert ist, keine Ahnung wie schwer oder aufwändig so was ist.

Spielst du es denn mit Permadeath und ohne einen Blick in das Www. zu werfen? Weil wenn "Ja" und "Ja", das stelle ich mir nervig vor. Ich habe das Verbandsystem anfangs überhaupt nicht verstanden und ohne das Wissen, und Hinweise gibt einem das Spiel meines Wissens nicht, war ich echt aufgeschmissen. Wissen wird ja auch erst im Tagebuch verzeichnet, wenn man erfolgreich behandelt hat, oder vertue ich mich? Die ein oder andere bessere Erklärung könnte sich Green Hell da schon erlauben...

Olipool 17 Shapeshifter - - 8025 - 1. Juni 2020 - 10:48 #

Hm ich weiß das auch grad nicht mehr. Viel ins WWW hab ich nicht geschaut, denn das finde ich auch nervig. Terraria oder Don't Starve kann ich deswegen auch nicht spielen.
Permadeath hatte ich nicht, aber ich bin trotzdem sehr oft gestorben, weil grad keine Maden zu finden waren oder so, da wusste ich nach dem Laden auch nicht, wie ich das jetzt besser machen kann, da es ja schon vom Zufall abhängt oder? Man lernt ja nicht, an den Wurzeln von Palmenart X sind immer Maden.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 1. Juni 2020 - 12:35 #

Ja, ich denke auch, dass mit dem Laden eines Spielstands ein Zufallsgenerator angeschmissen wird. Die Stammesbewohner oder den Leoparden kann man so auch umgehen - na ja, bei letzterem wird das Laden eines Spielstands eh zur Routine.

Maden sind zum Beispiel ein sehr leicht selbst herzustellendes Medikament. Will jetzt keinen Käse schreiben, aber erhält man die nicht durch das Auseinandernehmen von faulem Fleisch? Und man kann sie meistens in der Nähe finden, bei toten Tieren. Aber klar, ich bin medizinisch sehr unbedarft, und käme nicht auf die Idee, mir Maden auf eines Wunde zu legen, also ohn "die Idee" sich Maden in die Wunde zu tun, liefert Green Hell keine Impulse.

Gerade am Anfang habe ich vieles auch durch rumprobieren rausgefunden. Bei manchem wäre ich ohne das Internet aufgeschmissen gewesen. Andere Variante wäre, den medizinischen Bereitschaftsdienst anzurufen und zu fragen, welche Hausmittel die Natur zur Wundbehandlung bereithält... ;-)

Olipool 17 Shapeshifter - - 8025 - 1. Juni 2020 - 17:54 #

Ich werde es mir noch mal vornehmen, wer weiß, von welchem praktischen Nutzen das Wissen mal sein wird :)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 1. Juni 2020 - 20:14 #

The End Is Nigh... ;-)

Amonamarth 15 Kenner - P - 3693 - 31. Mai 2020 - 16:32 #

Es gibt ein witziges GreenHellCoop-Video bei RocketBeans zu bestaunen.
Da kann man sich schon einen Eindruck verschaffen und auch die zahlreichen Tode belächeln.

Olipool 17 Shapeshifter - - 8025 - 1. Juni 2020 - 10:48 #

Cool, danke, schaue ich mal rein.

Kamuel 13 Koop-Gamer - 1484 - 31. Mai 2020 - 11:28 #

@SupArai Offtopic: Du glaubst ja nicht wie sehr ich auf den Release(Nächtes Update) von Breathedge warte und deinen Artikel dazu :P

Da, wenn sie die Qualität mit dem Update zu Release halten/steigern, es für mich zu einem "muss man gespielt haben" wird, in Sachen Survival, auch wenns nur so halb ein Survival Game ist und eigentlich mehr Erkundungs-Aufbau/Adventure was auch immer ist

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 31. Mai 2020 - 14:40 #

Breathedge steht schon auf der Wunschliste, ich bin sehr gespannt.

Nächste Woche gibt es im Epic Store auch Ark, habe ich bislang auch noch nicht gespielt. Nebenbei: Ich habe vorgehabt, etwas zu Ancestors - The Humankind Odyssey zu schreiben und habe auch wirklich viel Zeit in das Spiel investiert, aber ich verstehe es überhaupt einfach nicht... ;-)

Kamuel 13 Koop-Gamer - 1484 - 31. Mai 2020 - 17:35 #

Ancestors kriegt von mir ein: Interessante Konzept Idee mit leider zu wenig Abwechslung oder Progression-Reward, hätte es keine statische Spielwelt und Veränderungen, die nicht nur kosmetischer Natur sind, gehabt dann wäre der Preistag auch okay gewesen, aber für nen 10er wars okay im Sale.

Aber bei Breathedge merkt man die Early Access eigentlich nur am "hier ist zur Zeit Story Ende". Eines der am stärksten gepolishten 3D Games die vor meine Nase im EA kamen. Auch die Updates die kamen waren immer recht bugfrei. (Ich find den Preis auch zu niedrig für den Inhalt und Qualität die man kriegt, aber gibt eh eine Preis-Erhöhung zu Release, steht auch im EA-Disclaimer etc, also ggf jetzt schonmal von deiner Wishlist entfernen und kaufen :P).

Wenn ich in der heutigen Zeit, wo gefühlt 75% der Games im EA starten, immer auf den Release warten würde, hätte ich gar nichts mehr zu spielen :D (Meine Wunschliste hat atm knapp 50 Sachen drauf, wovon 2 ein Release Datum habe und 2 "nur im Sale", der rest ist naja es kommt halt irgendwann, ganz viele tba/tbd)

Zumal EA, zumindest für mich, ergeben hat, dass ich aus diesen Titel die gut sind, deutlich mehr Playtime rausziehe, als aus Final Release Titeln. Da mich DLCs/Addons nur selten nachträglich nochmal dazu bewegen können, dieses Game erneut zu installieren und zu spielen, aber in EA ich nach einer bestimmten Menge an Updates auch gerne mal ein Spiel mit neuem Save starte. Das hat auch keine Logik, weil eigentlich isses dasselbe, außer: ich steh irgendwie auf Bugs, vorallem auf die die so schwerwiegend sind, dass man alternative Wege finden muss um vorran zu kommen :D

Man was wünschte ich mir, dass ich einfach weniger Zeit zum daddeln hätte, wie viele Game-Mangel Probleme ich dann weniger hätte. Oder wenn ich einfach stärker vergesslich wäre, ich beneide echt die Leute die ein Game nach einem Jahr wieder anfassen und für die es fast wie neu ist.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 1. Juni 2020 - 12:32 #

Early Access betrachte ich als zweischneidiges Schwert. Ja, es ist toll den spannenden Titel sofort spielen zu können. Aber warum sollte ich eine "abgespeckte", noch nicht fertige Version bereits spielen wollen? In der dann noch viele Fehler sind, ich kann gerade bei Fehlern für mich keinen spielerischen Mehrwert erkennen.

Anderer Aspekt ist: Auch ich schließe irgendwann mit Spielen ab und spiele dann nicht noch die drei kommenden Add-Ons, dann bin ich durch. Das kann auch bei einem Titel passieren, der noch nicht fertig ist. Das ich mich quasi an dem "satt gespielt" habe. Hades habe ich deshalb wieder auf Halde gelegt. Der Titel erscheint mir zu gut, den möchte ich spielen wenn er "fertig" ist.

Gerade bei Spielen mit Story, siehe Chernobylite, befürchte ich sogar, den Spaß an einem Spiel zu verlieren. Bei Sandbox-Spielen sehe ich die Gefahr auch nicht so sehr, weil ich denke, dass dort der Antrieb des Spielens häufig ein anderer ist.

Kamuel 13 Koop-Gamer - 1484 - 3. Juni 2020 - 17:16 #

Dazu spiele ich wohl zu wenig Games mit Story, bzw lege sogut wie keinen Wert darauf, weswegen auch schlechte Endings Spiele für mich nicht zunichte machen können. Bin echt stark auf Gamplay > Grafik/Story.

Early Access hab ich hauptsächlich in Aufbau, Rogue-like/lite, Dungeon-Crawler.

Zumal ich jetzt auch nicht sagen würde, ich nehme jeden Mist mit. Also ich gucke bei Games egal ob EA oder Full Release auf dieselbe Art und Weise ob es mir gefallen könnte. Aber am Ende ist es halt kein "oh das ist EA dann mal lieber nicht, weil EA ist schlecht/unfertig/bug-belastet" und in Summe hab ich nicht wirklich schlechte Erfahrungen mit EA gemacht, weswegen ich auch von modernen Refund-Optionen keinen Gebrauch machen muss.

Mitlerweile ist es eher schon so, dass ich mir denke "hätten sie es mal noch 1-3 Monate in EA released um Bugs/Balancing in den Griff zu bekommen, wäre das Game wohl besser geworden"

Und zudem was du schreibst mit "abgespeckte" Version. Gerade in der heutigen Zeit, habe ich persönlich das Gefühl, dass Games entweder in EA gehen und dann Content mit der Zeit releasen bis zum Final Release "oder" eben Full-Release, meistens stärker buggy als Sachen in EA wo man auch auf Patches warten muss und die dann als Ausgleich mehr DLC/Addons bringen. Weil der Trend geht halt echt immer mehr in die, wie nennen sie es so schön: Games as a Service.

Und da schneidet EA einfach besser ab, weil es ist günstiger für den Konsumenten. (Ja es gibt Ausnahmen die auch nach einem Full Release weiterhin kostenlose Inhalts-Updates bringen, aber selten oder in vergleichsweise großen Abständen)

EvilNobody 14 Komm-Experte - P - 2682 - 1. Juni 2020 - 12:21 #

Erinnert sich noch jemand an "Robinson's Requiem"? Das einzige Survival-Spiel, dass ich länger als zehn Minuten durchgehalten habe.
Warum gibt es hier eigentlich keine Wertung? Schöner Test btw.

Admiral Anger 26 Spiele-Kenner - P - 73882 - 1. Juni 2020 - 13:06 #

Das habe ich damals auch gespielt, war mal in so einer 50-Spiele-Sammlung drin. Ich bin aber glaube ich schon nach zehn Minuten draufgegangen. ;)

EvilNobody 14 Komm-Experte - P - 2682 - 1. Juni 2020 - 17:01 #

Zufällig Gold Games Volume 8? :-)

Admiral Anger 26 Spiele-Kenner - P - 73882 - 3. Juni 2020 - 18:44 #

Ich glaube "Hallo Games! 2" oder so. Schwarze Scheiben, Gelb beschriftet...

Tr1nity 28 Endgamer - F - 106694 - 1. Juni 2020 - 16:21 #

User durften seit jeher schon keine Wertung abgeben, weil halt nur User-Artikel und nicht Redaktion. Könnte man zwar meiner Meinung nach mit Umstellung auf subjektive Tests lockern, aber das wird nicht passieren. Wertungen bleiben der Redaktion vorbehalten.

EvilNobody 14 Komm-Experte - P - 2682 - 1. Juni 2020 - 17:02 #

Achso, okay. Zum Glück ist das Fazit ja recht ausführlich.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37273 - 1. Juni 2020 - 20:12 #

Ich finde es schon passend so, ich möchte mir wirklich nicht anmaßen einen "Test" zu schreiben. Dazu fehlt mir auch sehr viel Wissen, sehr deutlich merke ich das im technischen Bereich, und eine kritische Distanz.

Die Spiele, über die ich bislang etwas geschrieben habe, haben mir größtenteils alle gefallen und ich habe irgendetwas "für mich Besonderes" gefunden. Wahrscheinlich sagen die Artikel mehr über mich aus, als über die Spiele... ;-)

Im Gegenteil bin ich sogar froh, dass ich am Ende keine Zahl drunterschreiben muss! Dieses System mit der zahlenmäßigen Einordnung hat sich für mich überholt, scheint aber vielen - und ich zähle mich auch dazu, ein Paradebeispiel für Sozialisation - sehr wichtig, zu wichtig zu sein. Na ja, ich bleibe auch oft bei der Zahl hängen, sollte mich also nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Ich glaube aber, dass ich auf die Nummer unter den Tests gut verzichten könnte.

Tr1nity 28 Endgamer - F - 106694 - 1. Juni 2020 - 23:09 #

Das war ja keine Aufforderung. Letztendlich gibst du (auch) eine subjektive Meinung zum Spiel ab, indem du entsprechend Zeit investierst und deinen Spielspaß hattest. Ein klassischer "Test" ist ein User-Artikel ja nicht. Eine Wertung muß überdies auch keine Zahl sein. Spieler scheinen das aber immer noch zu bevorzugen. Man kann's ja mit etwas Humor verbinden a la 4 von 5 Blutegeln oder so ;).

paschiang 28 Endgamer - - 141890 - 1. Juni 2020 - 23:11 #

Bei unerwünschten Blutegeln ist weniger allerdings mehr ;-)

Tr1nity 28 Endgamer - F - 106694 - 1. Juni 2020 - 23:13 #

Da stimme ich zu. Die nerven ungemein. Kokosnüsse wären besser ;).

Slaytanic 24 Trolljäger - - 58436 - 1. Juni 2020 - 19:09 #

Vielen Dank für den Userartikel.

RoT 19 Megatalent - P - 17876 - 2. Juni 2020 - 0:37 #

Reihe mich ein und bedanke mich für den Userartikel