Kurztest: The Witcher - Adventure Game
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Nico Carvalho 24252 EXP - Freier Redakteur,R10,S8,A8
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13. Dezember 2014 - 15:57 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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Während The Witcher 3 noch länger auf sich warten lässt, dürfen Fans der Rollenspielreihe ab jetzt auch in die digitale Umsetzung des offiziellen Brettspiels abtauchen. Doch macht das Adventure Game auch anderen Würfel-Freunden Spaß? Wir verraten es euch.
Alle Screenshots stammen von GamersGlobal.

In diesem Jahr mussten Anhänger von The Witcher besonders stark sein. Nicht nur ein-, sondern gleich zweimal hat CD Projekt das dritte, große Abenteuer von Antiheld Geralt verschoben. The Witcher 3 (GG-Angeschaut) soll nach derzeitigen Planungen erst im Mai 2015 erscheinen. Damit die virtuelle Welt des Hexers in der Zeit nicht völlig brach liegt, erscheint diesen Monat mit dem Witcher Adventure Game die Umsetzung des real existierenden Brettspiels.

Dementsprechend stellt ihr euch auch hier in einem grob an Talisman oder Hero Quest erinnernden Spielsystem serientypischen Monstern wie Ertrunkenen oder Gorgonen entgegen, besucht markante Städte wie Wyzima oder Novigrad und trefft auf liebgewonnene Charaktere aus den Rollenspielen – allerdings eben in Papp- und Kartenform. Nach der bis dato knappsten Wahl zum monatlichen Abo-Wunschartikel haben wir uns durch zahlreiche Gefechte gekämpft und die Würfel geworfen. Doch bietet das Spiel den Charme der Vorlage?

Einer von vier Helden sollt ihr sein
Yarpen kann als Spezialfähigkeit seine vier Zwergen-Kollegen kommandieren.
Zu Beginn einer Partie wählt ihr euch von vier Charakteren einen Helden, bevor es euch auf die Brettspiel-Karte verschlägt. Dort zieht ihr rundenweise eure Figur von Stadt zu Stadt, erlegt Monster und absolviert Haupt- sowie Nebenquests, für die ihr Siegpunkte erhaltet. Das Ziel des Witcher Adventure Game besteht darin, am Ende über den höchsten Punktezähler zu verfügen. Hierbei spielt es klar eine Rolle, welchen Helden ihr am Anfang ausgewählt habt, da sie jeweils über eigene Spezialfähigkeiten verfügen und auf sie zugeschnittene Aufgaben erhalten.

Der ikonische Monsterjäger Geralt von Riva kann als Einziger Tränke brauen, Zwergensöldner Yarpen Zigrin kommandiert zur Unterstützung vier Gefährten, der Barde Dandelion (im Deutschen: Rittersporn) verdient mit seinem Gesang leicht Ressourcen und Zauberin Triss Merigold greift auf mächtige Magie zurück. Gemäß ihrer Rollen in der Vorlage unterscheiden sich die Ziele der Hauptquests bei den Figuren. So muss Triss ihrer magischen Begabung entsprechend Aufgaben wie das Entzaubern von verfluchten Perlenketten übernehmen, während Geralt Jagd auf besonders fiese Monster macht.
Auf dieser Brettspiel-Karte verbringt ihr fast die ganze Zeit im Adventure Game.

Haupt- und Nebenquests
Die blauen Symbole neben "Main" zeigen die Anzahl an Magie-Beweisen.
Um die Quests absolvieren zu können, benötigt ihr eine festgelegte Anzahl an Beweisen. Hierfür reist ihr in die verschiedenen Städte auf dem Spielbrett und sammelt Hinweise in drei möglichen Kategorien (Kampf, Magie, Diplomatie), die quasi als Detektiv-Ressource dienen. Verfügt ihr über genügend Spuren, wandelt das Spiel diese automatisch in den entsprechenden Beweis um. Bevor wir genügend angehäuft haben, nützt es uns noch nichts, bereits zum Zielort zu wandern. Vielmehr schickt uns das Adventure Game für die Suche nach Hinweisen kreuz und quer durch die Witcher-Welt, weshalb wir stets in Bewegung bleiben.

Abseits der Hauptquest könnt ihr noch zwei Nebenquests angehen, in denen ihr entweder Hinweise oder Gold verbraucht sowie zu bestimmten Städten reist. Diese sind für den Abschluss des primären Auftrags zwar nicht zwingend erforderlich, spendieren euch jedoch wichtige Siegpunkte. Zudem könnt ihr mit euren Kontrahenten interagieren, indem ihr deren Unterstützungs-Quest absolviert. Hierbei verwendet ihr entweder einige eurer Spuren oder Goldstücke. Dafür erhält euer Mitspieler zwar drei Siegpunkte, ihr aber sechs. Durch die beiden Zusatzmöglichkeiten sind auch weiter zurückliegende Spieler in der Lage, den Anschluss an die Spitze zu finden. Wir haben einmal in unserer letzten Runde durch das Abschließen der freiwilligen Aufgaben noch 17 Siegpunkte Rückstand aufgeholt. Direkt könnt ihr eure Mitspieler allerdings nicht angreifen, sie sind in der Geschichte schließlich miteinander verbündet.

Die möglichen Aktionen
Per Schnellreise erreichen wir auch entfernte Städte – ziehen aber im Gegenzug eine Foul-Fate-Karte.
Brettspietypisch ziehen alle Spieler nacheinander ihre Charaktere übers Feld. Hierbei führt ihr jede Runde zwei von sechs möglichen Aktionen aus. Neben dem Reisen zu einem benachbarten Ort könnt ihr auch “schnellreisen“, sodass ihr zwei Städte weiterzieht – das hat allerdings zur Folge, dass ihr eine “Foul Fate“-Karte ziehen müsst, die euch in euren Abenteuern behindert. Etwa dadurch, dass ihr euch eine Runde lang nicht bewegen dürft. Darüber hinaus könnt ihr einen Ort “untersuchen“ und dadurch eine Investigations-Karte ziehen, die euch im besten Fall mehr Hinweise liefert und im schlechtesten sogar noch einige kostet.

Um den Rollenspiel-Charakter der Vorlage einzufangen, könnt ihr eure Figur zudem weiterentwickeln. Hierbei wählt ihr jedes Mal eine von zwei möglichen Karten aus, die eurem Helden eine neue Fähigkeit spendiert. Yarpen erhält etwa neue Kriegsausrüstung, die er im Kampf einsetzt, während Dandelion passive Boni wie Goldbelohnungen bei Abschluss von Quests freischaltet. Neben dem Einsatz von Spezialfähigkeiten könnt ihr noch rasten, um Verletzungen aus Kämpfen oder Foul-Fate-Karten zu kurieren. Solche Wunden blockieren den Einsatz von möglichen Aktionen, weshalb ihr trotz des Drucks, schneller an Siegpunkte als eure Kontrahenten zu kommen, hin und wieder an einem Ort verharren müsst. Sterben kann eure Figur indes nicht, erhält sie zu viele Wunden, werden euch stattdessen Siegpunkte abgezogen.

Ihr müsst dementsprechend eure Aktionen in jeder Runde abwägen. Wer sich nie die Zeit nimmt, seinen Helden aufzuwerten oder seine Verletzungen zu heilen, könnte auf lange Sicht aus diesem Grund das kürzere Ende ziehen. Übrigens: Der Einsatz von Karten oder das Erfüllen von Quest-Zielen kostet keine Aktionspunkte.

Faire Würfelwürfe und Abwechslung
Alea iacta est. Geralt verfügt über mehr Kampf-Würfel als Triss oder Dandelion.
Wenn ihr euch am Runden-Ende in einer Region mit einer Monsterkarte befindet oder eine ungünstige Karte zieht, geratet ihr in einen Kampf. Klassisch werft ihr hierbei sechsseitige Würfel auf den virtuellen Tisch, die entweder Schwerter, Schilde oder unterschiedliche Magiesymbole zeigen. Um die Gegner zu besiegen und im Gegenzug keine Verletzungen zu erleiden, benötigt ihr eine bestimmte Anzahl an Schwertern und Schilden. Je stärker die Gegner (sie werden in Gold, Silber und Bronze unterteilt), desto mehr Symbole müsst ihr einsetzen.

Je nachdem, mit welchen Karten ihr eure Figur aufgewertet habt, könnt ihr die Magie-Symbole gegen bestimmte Ereignisse eintauschen. Geralt beispielsweise darf eines seiner "Zeichen" einsetzen und dadurch zwei zusätzliche Schilde generieren. Damit wirkt das Spiel dem Glücksfaktor erfolgreich entgegen, da ihr auch bei einer relativ ungünstigen Würfel-Konstellation noch Einfluss auf den Kampf nehmen könnt. Überhaupt machen die Kämpfe insgesamt Spaß, da ihr mit jeder Figur andere Strategien verfolgen müsst. Während Dandelion in erster Linie versucht, ohne Verletzungen aus einem Kampf zu kommen, nutzt Yarpen seine Ausrüstung, um auch größere Gegner zu fällen.

Diese asymmetrische Spielweise zieht sich auch durch das restliche Spiel. Während Geralt etwa seinen Punktestand durch Kämpfe aufbessert (manche Silber- und Gold-Monster lassen Punkte liegen), holt sich Dandelion Siegpunkte für erfolgreiche Quests von Kontrahenten. Dadurch entsteht Abwechslung, weil ihr je nach Figur eure Spielweise anpassen müsst.
Im Zuge einer Hauptquest hat Geralt drei Zeichen für den Sieg verwendet.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 324121 - 13. Dezember 2014 - 16:01 #

Viel Spaß beim Lesen!

J.C. (unregistriert) 13. Dezember 2014 - 17:14 #

Schon wieder fehlt bei mir die Wertung.

GrimReaper 13 Koop-Gamer - 1478 - 13. Dezember 2014 - 17:38 #

Mach dir nix draus, mir fehlt der ganze test. :D

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324121 - 13. Dezember 2014 - 19:05 #

Probier es bitte noch mal, der Test war nicht als Test geflagt.

J.C. (unregistriert) 13. Dezember 2014 - 19:58 #

Jep, klappt.

jediii 17 Shapeshifter - P - 6736 - 13. Dezember 2014 - 17:27 #

Danke für den Test! Da spiel ich aber lieber Andor mit Freunden.

1000dinge 15 Kenner - P - 2853 - 13. Dezember 2014 - 18:00 #

Uh! Da hätte ich mehr erwartet.

Age 19 Megatalent - P - 13971 - 13. Dezember 2014 - 18:01 #

Klingt sehr nach meiner kurzen Betaerfahrung. Schade.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32774 - 13. Dezember 2014 - 18:05 #

Wo ist der Fehler Melden Button?

Fehler: einfärbige

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11142 - 13. Dezember 2014 - 18:32 #

Scheint nicht mein Fall zu sein.

immerwütend 21 Motivator - P - 28955 - 14. Dezember 2014 - 15:39 #

Ich weiß schon, warum ich anders gestimmt habe ;-)

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32774 - 14. Dezember 2014 - 18:28 #

Ich auch, andererseits habe ich schon für die eine oder andere grössere Graupe gestimmt. :)

immerwütend 21 Motivator - P - 28955 - 14. Dezember 2014 - 18:31 #

Vermutlich, als ohnehin nur Graupensuppe im Angebot war ;-)

euph 23 Langzeituser - P - 38669 - 15. Dezember 2014 - 7:18 #

Bin Solist, also wohl nichts für mich.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5482 - 15. Dezember 2014 - 10:34 #

Wie man es nimmt. Zwischen den Spielern gibt es so gut wie gar keine Interaktion. Es ist größtenteils ein reines "Wettrennen" nach den Siegpunkten. Jeder macht sein Ding und einer gewinnt eben irgendwann. Für ein Multiplayer-Spiel ist das natürlich ein tödlicher Kritikpunkt.

YPSmitGimmick 13 Koop-Gamer - P - 1557 - 16. Dezember 2014 - 0:35 #

Danke für den Test! Die 5,50€ spare ich mir erstmal, auch als Witcher-Fan. Oder gerade deswegen.

tom73 (unregistriert) 29. Januar 2015 - 13:02 #

Das spiel ist einfach nur geil für zwischendurch. natürlich ist die Brettspielversion besser, aber um mal die mechanismen kennenzulernen passt die digitale auch sehr gut!

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