Schafer-Stündchen

Broken Age Test

Tim Schafer ist zurück! 16 Jahre nach Grim Fandango, das unter Genre-Fans bis heute zu den besten Adventures überhaupt zählt, ist die Stunde der Wahrheit gekommen. Wir sagen euch, ob sein via Crowdfunding finanziertes, von Anfang an auch deutschen Text ausgebendes Grafik-Adventure Broken Age die hochgesteckten Erwartungen erfüllt.
Stephan Petersen 16. Januar 2014 - 20:00 — vor 3 Jahren aktualisiert
Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Test-Update vom 29.1.2014: Seit unserem Test der zunächst nur für Pressevertreter und Backer zugänglichen Version von Broken Age haben wir uns zum offiziellen Launch noch einmal die aktualisierte Version angeschaut, die bei Steuerung und Grafik einiges verbessern soll. Auf diese Neuerungen gehen wir in unserem Testupdate genauer ein. Neue und erweiterte Textpassagen haben wir durch Kursivsetzung für euch kenntlich gemacht.

Innerhalb von acht Stunden hatte Tim Schafer sein Ziel erreicht: Nachdem er mit seinem Adventure-Projekt zuvor bei mehreren Publishern auf Ablehnung gestoßen war, erreichte er bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter innerhalb kürzester Zeit sein Finanzierungsziel für das später Broken Age getaufte Spiel. Bis zum Ende der Kampagne brachten rund 87.000 Backer stolze 3,3 Millionen US-Dollar statt der angepeilten 400.000 zusammen. Ein voller Erfolg also, der überdies einen Crowdfunding-Boom in Sachen Spiele auslöste. Zahlreiche kleinere und mittlere Entwicklungsstudios folgten Schafers Beispiel – darunter so namhafte Entwickler wie Al Lowe, Brian Fargo und Chris Roberts. Fast zwei Jahre nach Schafers Kickstarter-Kampagne erscheint nun endlich sein Grafik-Adventure Broken Age. Oder besser gesagt: die erste Episode. Die zweite soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen, hoffentlich noch dieses Jahr.

Holpernd zu Freiheit und SelbstbestimmungDie Geschichte von Broken Age erlebt ihr aus der Sicht von zwei Charakteren, zwischen denen ihr jederzeit hin- und herschalten könnt. Da wäre zum einen der kleine Shay, der sich allein an Bord eines vollautomatisierten Raumschiffs befindet, dessen Schiffscomputer den Jungen überfürsorglich bemuttert. Sein Tagesablauf besteht aus essen, Körperhygiene und sinnlosem Zeitvertreib. Stoisch erträgt Shay sein Schicksal. Wir sind hingegen nicht ganz so frustresistent, als uns Broken Age diese Sinnlosigkeit auch spielerisch nachempfinden lässt. Mehrmals erleben wir Shays Alltagsroutine, wählen Frühstücksflocken und Missionen aus. Letztere hat der Schiffscomputer als Zeitvertreib für Shay geschaffen. Allerdings ist der Junge längst aus dem Alter heraus, mit zum Leben erweckten Woll-Wesen zu knuddeln, mit einer Dampflok über Berge zu fahren oder bergeweise Eiscreme zu löffeln. Eine gefühlte Ewigkeit kann man hier immer und immer wieder dieselben Szenen spielen, bis Shays aufkommender Frust vom Spieler nur zu gut nachempfunden werden kann.

Nach dem spielerisch anspruchslosen und erzählerisch nicht gerade ergreifenden Einstieg wird es schließlich etwas niveauvoller und abwechslungsreicher, wenn Shay sich allmählich auflehnt und Bekanntschaft mit einem mysteriösen Wolf macht, dem ihr rein theoretisch aber auch nach der "Erfüllung" eurer ersten Mission begegnen könnt. Nun dürfen wir immerhin das Raumschiff frei erkunden.

Der Computer nervt zu Spielbeginn nicht nur Shay, sondern auch uns mit seinen ziemlich eintönigen Aufgaben.
Ein Mädchen namens VellaDer zweite Charakter im Bunde ist das Mädchen Vella. Sie lebt in einem kleinen, malerischen Dorf. Doch die Idylle trügt. Vella soll zum Wohl des Dorfes dem Monster Mog Chatra geopfert werden. Denn nur dann lässt es die Gemeinde und seine Bewohner in Ruhe. Vella kann nicht glauben, mit welcher Gelassenheit, ja sogar Vorfreude ihre Familie dem Ereignis entgegensieht. Da Vella jedoch keineswegs als Monster-Futter enden will, gelingt ihr mit unserer Hilfe die Flucht nach Wolkenheim, wo sie auf seltsame Bewohner trifft. Auch ihre Geschichte plätschert anfangs so dahin, die Dialoge unterhalten mal mehr, mal weniger, die Nebencharaktere bleiben blass. Meist interagiert ihr einmal per Dialog mit ihnen oder auch mal in Kombination mit einem gerade noch als solches zu bezeichnenden Rätsel. Und danach? Danach bestaunt ihr die NPCs bloß noch als völlig zwecklose Dekoration.

Später AufwindInhaltlich spannender wird Broken Age schließlich gegen Ende, als Vella den Weg aus Wolkenheim zu einem neuen Schauplatz findet. Hier kommt doch noch so etwas wie das aus alten Schafer-Adventures bekannte Gefühl auf. Der gut geschriebene Dialog mit einem Baum, die Interaktion mit zwei blinden Wächtern oder aber die Calypso-Klänge an einem Strand heben schließlich etwas den Spielspaß und machen deutlich, dass viel mehr möglich gewesen wäre. Immerhin stimmt uns die letzte Spielstunde positiv, dass Story und Charaktere in der zweiten Hälfte von Beginn an mehr zu bieten haben könnten als in der ersten.

Die Denksportaufgaben stellen allerdings zu keinem Zeitpunkt der etwa vier Stunden langen Episode eine Herausforderung dar. Ein Minispiel, in dem wir seltsame Kreaturen mit einem Greifarm retten müssen, bedeutet den klaren Tiefpunkt. Und weil das so
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wenig Spaß macht, "dürfen" wir sogar gleich mehrmals ran! Gerade in der Anfangsphase spielt sich Broken Age wie auf Schienen. Dialoge werden meist bloß abgegrast und sind nicht selten das Einzige, was ihr machen müsst, um einen Fortschritt zu erreichen. Die hohe Linearität in Kombination mit Rätseln, die nicht allzu oft über einfachste Objektkombinationen hinausgehen, wie beispielsweise die Benutzung eines Löffels mit einem Eisberg, dürften Genre-Veteranen gerade in der ersten Spielstunde zu wenig sein. Viel zu wenig.

Immerhin: Spielerisch zieht Broken Age im letzten Drittel an. Der Schwierigkeitsgrad steigt ein wenig, auch weil es mehrere Szenen zu besuchen und mehrere Inventar-Gegenstände zugleich zu verwalten gibt. Dennoch bleiben die Rätsel für geübte Spieler bis zum Schluss relativ leicht zu lösen. Wir bewerten das aber nur teilweise kritisch, da die gefühlte spielerische Unterforderung auch dem logischen und nachvollziehbaren Puzzledesign geschuldet ist. Komplexere Aufgaben und längere Rätselketten haben wir jedoch im ersten Akt von Broken Age durchweg schmerzlich vermisst. Mit ihnen wäre wohl auch eine höhere Spielzeit möglich gewesen.
Einer der stärkeren Momente des Spiels: Vella im (deutsch übersetzten!) Gespräch mit einem Baum.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 16. Januar 2014 - 20:06 #

Viel Spaß beim Lesen!

Desotho 15 Kenner - 3470 - 16. Januar 2014 - 20:07 #

Ich persönlich sehe das Spiel durchaus etwas positiver. Es wird das Adventure Genre halt genausowenig neu definieren wie das neue Baphomets Fluch - ist aber ein schönes und unterhaltsames Spiel das seinen eigenen Weg geht.

Die Kinderbuch-Optik finde ich persönlich gar nicht schlimm. Mag aber auch daran liegen dass ich auch Ni no Kuni gerade spiele :)

zebo 09 Triple-Talent - 265 - 16. Januar 2014 - 20:16 #

Dennoch sollte die Frage erlaubt sein, ob das derzeit Gebotene wirklich die über 3 Mio $ und nun gut 2 Jahre Entwicklung rechtfertigt.

Ich war auch Backer der ersten Minute, finde das Spiel durchaus spaßig, für den Preis der bei Steam verlangt wird, ist das aber eindeutig viel zu wenig.

Desotho 15 Kenner - 3470 - 16. Januar 2014 - 20:52 #

Also ich hab 15 Dollar gezahlt ;)

Grumpy 16 Übertalent - 4865 - 16. Januar 2014 - 21:26 #

selbst für die 15$ die ich gezahlt habe, fände ich allein den ersten akt schon angemessen, aber man bekommt ja noch den zweiten und das ist es absolut wert. ich hatte sehr viel Spaß damit und ich liebe den artstyle

zebo 09 Triple-Talent - 265 - 16. Januar 2014 - 22:22 #

Ich finde es halt merkwürdig, dass das Spiel von der Presse so hochgelobt wird, immer wieder kommt ja, dass es seit einer Ewigkeit mal wieder ein wahrer Stern am Himmel der Point and Click Adventures ist. Ich finde die GG Einschätzung da wesentlich bodenständiger. Ich für meinen Teil hatte zum Beispiel an Machinarium bedeutend mehr Spaß und das muss sich in keinen Bereich auch nur Ansatzweise vor Broken Age verstecken.

Desotho 15 Kenner - 3470 - 17. Januar 2014 - 10:57 #

Wo wurde es denn hochgelobt? Auf PCGames hbe ich auch nur eine Wertung im 70er Bereich gesehen.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 17. Januar 2014 - 11:03 #

zB

http://www.ign.com/articles/2014/01/16/broken-age-act-i-review

http://www.polygon.com/2014/1/15/5309804/broken-age-review

Kann ich beide absolut unterstreichen.

Desotho 15 Kenner - 3470 - 17. Januar 2014 - 12:40 #

Die Wertungen halte ich jetzt wieder übertrieben.
Offenbar sind die meinungen zu dem Spiel doch recht gespalten.

Was ich wiederrum gut finde, jedenfalls besser als etwas das alle mittelmäßig finden.

Zaunpfahl 19 Megatalent - P - 14598 - 20. Januar 2014 - 16:38 #

Ich vermute fast das den Amerikanern einfach der Vergleich fehlt, weil in den letzten Jahren einfach keine Adventures von dort kamen und das Genre Point'n'Click sich auf Europa konzentriert hat.

McSpain 21 Motivator - 27128 - 20. Januar 2014 - 17:09 #

Naja. Für Amis sind eben "Filmische" Spiele wie Heavy Rain oder TWD die neue Art der "Adventures". Insofern vermissen da wohl die wenigsten die knackigen Rätselketten von früher und vergleicht eher mit Telltale als mit den ganz alten LucasArtsTiteln bzw. deutschen Adventures.

v3to (unregistriert) 17. Januar 2014 - 12:26 #

also, wenn man nach deutschen standards vorgeht, was 2d-grafiker oder auch sonstige leute in der spielebranche verdienen, würden das nicht einmal 10% der summe erklären.
nimm dagegen familienvater-taugliche gehälter, dazu einige mit sicherheit gutbezahlte stars als sprecher, eine komplette engine, die im hintergrund neu programmiert wird (diese animationen machen auf mich den eindruck, als ob da schon was aufwendiges im hintergrund seinen dienst verrichtet. für so flash-mäßiges als vergleich wirkt das alles sehr dynamisch vom zusammenspiel der grafikelemente) und dazu die zeitspanne von über einen jahr -> voila.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2174 - 16. Januar 2014 - 20:16 #

holla, ganz schön vernichtend. ein jammer, wenns zutrifft - mit deutschen adventures kann ich nun wirklich gar nichts anfangen, bleibt scheints nur telltale :(

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8106 - 16. Januar 2014 - 20:21 #

Vielleicht gefällt dir diese Ansicht besser: http://seniorgamer.wordpress.com/2014/01/15/a-trip-down-memory-lane-broken-age-part-one/ ?

Despair 16 Übertalent - 4557 - 16. Januar 2014 - 20:29 #

Schade, denn in Sachen Adventure ist Good Old Germany momentan ganz vorne mit dabei.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 16. Januar 2014 - 21:34 #

Ich kann dir Wadjet Eye Games empfehlen.
Gemini Rue gehört für mich zu den besten Adventures, die ich je gespielt habe. Auch Primordia hat mir gefallen, allerdings wurden mir die Rätsel ab der zweiten Hälfte viel zu knackig.

burdy 15 Kenner - 2738 - 16. Januar 2014 - 20:21 #

Wenn man sich überlegt, was für Geld da so mancher Spieler rein investiert hat. Da hät man sich genausogut ein Deadelic-Spiele-Abo für kaufen können und wär spielerisch mindestens genausogut weggekommen.

Guardian87 14 Komm-Experte - 2119 - 17. Januar 2014 - 8:53 #

Das kann ich so nicht unterschreiben. Die Daedalic Adventueres lassen mich mittlerweile kalt. Irgendwie will der Humor und das Rätseldesign mich nicht so begeistern.

Bei Broken Age habe ich bislang nur die Shay Hälfte gespielt, die hat mir aber schon viel Spass gemacht. Es ist vielleicht etwas zu leicht, aber die super Sprecher und der tolle Humor lassen mich bislang mit einem guten Gefühl zurück.

Aber auch die Dokumentation hat einiges zum Spielspaß beigetragen. Wenn man jetzt im "fertigen" Spiel die kleinen Versatzstücke zusammengesetzt sieht, freut mich das schon irgendwie.

Kantiran 12 Trollwächter - 1181 - 17. Januar 2014 - 11:39 #

Naja, ich habs zwar noch nicht gespielt und warte damit noch bis der zweite Teil fertig ist - trotzdem hatte ich mir damals als ich das Spiel gebackt habe ein Adventure mit knackigen Rätseln wie in den guten alten LA-Zeiten gewünscht. Da nun ja wohl kaum Rätsel vorhanden sind bin ich ganz froh dass ich nicht mehr wie die obligatorischen 15$ investiert habe. Obwohl ich damals wirklich mit mir gerungen habe und kurz davor war mehr zu backen. Trotzdem bin ich schon auf das fertige Broken Age gespannt. Und es scheiden sich bei dem Spiel ja wohl wirklich die Geister - wenn man nach dem geht was man hier und in diversen Foren so liest.

Speckknoedel 09 Triple-Talent - 300 - 17. Januar 2014 - 17:21 #

Du darfst nicht vergessen, dass die Backer mit dem Geld nicht nur ein Spiel gekauft haben, sondern auch eine bis jetzt ca 10 Stunden lange, hervorragende Dokumentation über die Entstehung des Spiels.
Ich persönlich halte Broken Age (bis jetzt) auch nicht für einen Meilenstein der Spielegeschichte, jedoch bereue ich die 35$ die ich investiert habe keine Sekunde lang. Die Doku ist super, die Musik ist super, die Artworks sind super, die Sprecher sind super (Marek!) die Spielzeit ist für den ersten Akt angemessen lediglich die Rätsel und die Story sind etwas mau. Das macht das Spiel für mich aber immer noch sein Geld wert und ich freue mich auf den nächsten Akt.

MaxMoon 14 Komm-Experte - P - 2518 - 16. Januar 2014 - 20:27 #

Ui, das nenne ich mal einen Kontrast zu den euphorischen 9.5 Punkten von Ign.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 16. Januar 2014 - 21:34 #

Die Geschmäcker sind halt verschieden. Ich bin da ganz auf der Seite der euphorischen Wertungen, für mich ist es (vorläufig nach Episode 1) das beste Adventure seit Grim Fandango. Aber ich kann auch diejenigen verstehen, die es nicht so toll finden, da es halt schon sehr speziell ist.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 16. Januar 2014 - 22:12 #

Hätte es damals bei Grim Fandango nur eine Point&Click-Steuerung gegeben... Für mich war das ein echter Krampf mit den Tasten, so dass es mir leider sehr schwer fiel, das an sich geniale Spiel zu genießen. Ansonsten stimme ich dir bei. Broken Age ist für mich das schönste und vereinnahmendste Adventure seit Ende der 1990er.

Ich kann es kaum erwarten, bis der zweite Akt erscheint. Argh.

Monkey down (unregistriert) 16. Januar 2014 - 20:32 #

ein absolut lächerliches Spiel. andere Studios bringen in der Zeit 3 Deponias raus die auch noch das vielfache an Spielzeit bieten. schaefer ist ein Aufschneider!

Vidar 18 Doppel-Voter - 12453 - 16. Januar 2014 - 20:47 #

Und alle 3 zusammen keine 3 Millionen kosten

Grumpy 16 Übertalent - 4865 - 16. Januar 2014 - 21:24 #

das sieht man denen aber auch deutlich an....

Vidar 18 Doppel-Voter - 12453 - 16. Januar 2014 - 22:09 #

Gerade im vergleich zu diesem Spiel musste das nun aber auch irgendwie begründen, die sehen nicht schlechter aus und Spielen sich bestimmt auch nicht schlechter.

Horst3 (unregistriert) 16. Januar 2014 - 23:05 #

Nein, tut man nicht.

Jedes einzelne Deponia-Adventure sieht grafisch (inhaltlich sowieso) um Meilen besser und teurer aus als nur der erste Akt von Broken Age.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 16. Januar 2014 - 23:09 #

"Besser" oder "teurer"? Wer entscheidet denn, wann etwas "besser" aussieht? Findest Du nicht, dass es bei so verschiedenen Grafikstilen sehr schwierig ist zu entscheiden, was objektiv "besser" ist? Subjektiv ist das leicht (ich mag Broken Age lieber, Du Deponia), aber objektiv ist das doch kaum möglich.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 31443 - 16. Januar 2014 - 23:15 #

Ich finde, beide Spiele sehen schön aus. So! :D

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 10:25 #

Grade bei Deponia lässt mich die Grafik öfter mal längere Pausen vom Spiel einlegen, obwohl der Rest des Spieles sehr schön ist. Aber es wirkt alles so braun - hellbraun, umbra, ocker, dunkelbraun,... Das passt zu einem Müllplaneten, aber es schmälert einfach die Freude auf das Spiel.

Kantiran 12 Trollwächter - 1181 - 17. Januar 2014 - 11:31 #

Da gehts mir genauso wie dir CBR. Deponia ist aus grafischer Sicht auch nicht unbedingt mein Geschmack, auch wenn es an sich eine tolle Adventuretrilogie ist. Die beiden DSA-Adventures von Daedalic finde ich dagegen optisch (und auch aus spielerischer Sicht) unglaublich schön.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6425 - 16. Januar 2014 - 20:37 #

tja...

Als ich damals zum 1. mal über Tims Schafers Crowdfunding Projekt gelesen habe, dachte ich sofort an Monkey Island und Day of The Tentacle und habe mir gewünscht, dass die Kampagne erfolg hat und ein Spiel dabei herauskommt, was mich ebenso begeistert.

Als ich dann letztes Jahr den ersten Trailer gesehen habe und der mich überhaupt nicht angesprochen hat, war ich schon etwas ernüchtert aber hatte noch Hoffnung (war ja WIP...).

Nach dem Lesen des Tests bin ich noch nicht mal sicher, ob ich es mal für 1,99 € bei einem Steam-Sale kaufen will.

Mike H. 14 Komm-Experte - 2268 - 16. Januar 2014 - 21:50 #

Dir ist hoffentlich klar, dass der GG-Test eine absolute Einzelmeinung ist und praktisch die negativste Bewertung des Adventures im gesamten Internet darstellt.

Ich muss mittlerweile überhaupt sagen, dass die Ansichten von GG und meine eigenen immer weniger übereinstimmen. Vielleicht allmählich doch Zeit, sich anders zu orientieren.

Punisher 19 Megatalent - P - 14468 - 16. Januar 2014 - 22:04 #

Also ich glaube bei GG ist es inzwischen eine gute Idee, die Wertung auszublenden. Wenn ich mir die Wertungen anschaue hat fast alles, was ich letztes Jahr nicht gut fand super hohe Punktzahlen bekommen, alles was ich wirklich gut fand und was mit viel Spaß gemacht hat lag < 7.

Wobei ich bei den Texten meistens zustimmen konnte, nur die daraus gezogenen Schlußfolgerungen, Pro/Cons und die Bewertung kann ich nicht verstehen. Ich bin inzwischen dazu übergegangen, nach dem "neutralen" Teil mit dem Lesen aufzuhören, Meinungskästen und alles andere zu ignorieren. Lebt sich leichter, ausser wenn der Text so... uhm... stichelnd ist wie hier.

Guardian87 14 Komm-Experte - 2119 - 17. Januar 2014 - 8:56 #

Ich habe die Wertung auch deaktiviert. Den Text kann ich in großen Teilen nachvollziehen, wobei ich das Spiel persönlich aber auch etwas besser "bewerten" würde.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 10:34 #

Mich verwundert die Wertung im Vergleich zu Baphomets Fluch 5 ein wenig. BF5 bot auch sehr seichte Rätsel, hatte dafür aber einen schöneren, weil lebendigeren Grafikstil (leuchtende Farben, mehr Farbkontraste).

Vielleicht spielen hier überzogene Erwartungshaltungen ein Rolle? Oder es ist das Neue, Andersartige, das abschreckt? Die spielereische Öde zu Beginn bei Shay finde ich rückblickend sogar gut, weil der Spieler dadurch die Situation des Jungen nur zu gut nachempfinden kann.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 10:31 #

Dir ist schon klar, dass du den Text als "so... uhm... stichelnd" erlebst, weil deine Sicht auf Broken Age eine positive ist und du es nicht wahrhaben magst, dass es nicht der große Wurf geworden sein könnte?

v3to (unregistriert) 17. Januar 2014 - 10:42 #

also, wenn ich mich nur auf die pros und cons im wertungskasten beziehe, geht mir das allerdings ähnlich.

zur zeit begnüge ich mich mit der einschätzung: broken age ist nicht eine erste abgeschlossene episode, es fehlt schlicht der größte teil noch (was mir etwas sorge bereitet, weil tim schafer im vorfeld immer von der hälfte geredet hat)...

btw fänd ich mal wirklich interessant, wie gg ein stanley parable bewerten würde. nur mal so als experiment. das läuft einem klassischen spielerlebnis derart quer, das kann einfach nicht gut sein. oder doch?

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 11:06 #

Das hat doch nichts mit "wahr haben" zu tun, eher was mit "wahr nehmen". Du nimmst World War Z als schlechten Film wahr (s.o.), geht so weit in Ordnung. Ich fand ihn z.B. ganz okay, ein Kumpel von mir findet ihn großartig. Aber du kannst deine Meinung nicht anderen aufdrücken und sagen: Das Spiel/der Film ist schlecht und wenn du das anders siehst, willst du es nur nicht kapieren. Wenn du das so meinst wie ich es verstanden habe, ist das etwas dreist.

v3to (unregistriert) 17. Januar 2014 - 11:38 #

ich fand world war z auch gut. die tv serie zu the walking dead, welche bekanntermaßen jörg langer sehr gefällt, im gegensatz zu dem telltale spiel für ein typisches beispiel von hochglanz-retorten-drama mit immergleich strukturiertem spannungsbogen in den einzelnen folgen. geschmack ist halt was persönliches...

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 11:48 #

Ich fand die erste Staffel von Walking Dead ziemlich unterhaltsam, aber spätestens in der zweiten Staffel gingen mir die Wiederholungen ebenfalls gehörig auf den Geist.

Punisher 19 Megatalent - P - 14468 - 17. Januar 2014 - 11:44 #

Danke, als direkt angesprochener hab ichs grad nicht hinbekommen, eine Antwort zu formulieren, die nicht beleidigend war... zumal ich nichtmal ein Riesenfan des Spiels bin, sondern nur mittlerweile die Tests auf GamersGlobal als hart an der Grenze zu "Unbrauchbar" empfinde.

exQuinOx (unregistriert) 17. Januar 2014 - 18:35 #

Da Jörg mit Sprache seinen Lebensunterhalt verdient, wird er exakt das gemeint haben, was er geschrieben und du verstanden hast.

Flitzefisch 16 Übertalent - P - 5847 - 17. Januar 2014 - 11:35 #

Der erste Absatz ist bereits nicht ganz richtig — man kann natürlich seine Runden in den "Missionen" drehen und sich langweilen, man kann allerdings genausogut seine Erste Aufgabe vermasseln und landet sofort im Bett wo das Spiel weiter geht. Das ist das erste Puzzle und die Lösing besteht daraus NICHT zu tun was man als Aufgabe bekommt.

Benjamin Braun Redakteur - 288359 - 17. Januar 2014 - 12:48 #

Korrekt, und das steht auch klar so im Text.

xaan. (unregistriert) 17. Januar 2014 - 22:55 #

Meinungen die vom Gamersglobal-Testergebnis abweichen sind automatisch subjektiv und verleugnen die Realität? Oder wie soll man diesen Kommentar nun verstehen? Um mal auf ähnlichem Niveau zu antworten: Dir ist schon klar, dass Gamersglobal dein Baby ist und du nicht wahrhaben willst, dass die Redakteure auch mal unrecht haben könnten?

invincible warrior 13 Koop-Gamer - 1264 - 17. Januar 2014 - 10:56 #

Ich kann diese Meinung aber voll verstehen, würde selber aber immerhin eine 7 geben, da mir die Geschichte sehr zusagt. Aber der Rest ist so enttäuschend! Es wurde bei der Ankündigung so viel versprochen, rausgekommen ist nicht viel mehr als ein interaktives Bilderbuch, dass man am besten auf dem Tablet zusammen mit seinen Kindern spielt.
Ist halt auch ein Stück die Erwartungshaltung, die damals aufgebaut wurde. Hätte Tim Schafer klar gesagt, wir machen ein schönes Spiel in Double Fine Manier, jeder wäre eher zufrieden. Aber es wurde quasi ein Oldschool Point and Click im Stile von LucasArts versprochen bzw angedeutet. Natürlich hätten die dann vielleicht max eine Million eingenommen (wenn überhaupt), aber wenigstens hätte man das bekommen, was man auch will.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 10:30 #

Dann warte doch den zweiten Akt ab. Es heißt im Test, dass das Spiel Potential habe. Leider sieht es nicht so knuddelig wie DotT und MI aus, was ich auch sehr schade finde und bisher fehlt ein wenig das Spiel. Allerdings werde ich so sehr gut in die beiden Charaktere eingeführt, ohne wie bei MI2 bereits am zweiten Bildschirm festzuhängen. Denn stockenden Erzählfluss finde ich extrem störend.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23782 - 16. Januar 2014 - 20:38 #

Ich werde mir demnächst ein eigenes Bild machen, mir persönlich gefällt die Optik und auch die Production Values scheinen zu stimmen. Und dezenter Humor ist mir lieber als dieser Holzhammer-Humor der Deadalic-Spiele.

Aber ich kann schon irgendwie nachvollziehen wenn einem Optik zu kindisch ist. Das Spiel sieht ganz anders aus als die bisherigen Adventures von Tim Schafer. Mich erinnert es ein wenig an Stacking.

Wäre schön wenn es nicht das letzte Adventure von Double Fine bleibt. Cool wäre beispielsweise ein Star Wars Adventure im Stil der alten LucasArts Adventures, am Besten in Kooperation mit Ron Gilbert und anderen Ex-Mitarbeitern. Ich fürchte nur Disney hat andere Pläne mit der Star Wars- Marke. Auch wenn sich ein Adventure natürlich besser für Smartphones und Tablets eignet als ein Actionspiel und es im Zuge der Filmveröffentlichung wohl viele blind kaufen würden.

Despair 16 Übertalent - 4557 - 16. Januar 2014 - 20:51 #

Mit dem Humor ist das halt immer so 'ne Sache, da entscheiden oftmals nur Nuancen über Gefallen oder Nichtgefallen. Ich mag den Daedalic-Humor und empfinde ihn eher satirisch überspitzt als holzhammerig. Klar, ein paar Flachwitze sind auch dabei, aber die stören mich meist nicht. Die Ankh-Reihe hat dagegen bei mir nicht zünden wollen - irgendwie zu bieder. Als bieder empfanden viele Leute "The Book Of Unwritten Tales", was mir wiederum gefallen hat. "Ceville" war wieder eine Spur anders gelagert, aber imo auch sehr lustig. Ist schon nicht so einfach mit dem Humor. ;)

"Broken Age" spricht mich bisher so gar nicht an. Möglicherweise riskiere ich aber mal einen Blick, wenn Teil 2 erschienen ist.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23782 - 16. Januar 2014 - 21:19 #

Stimmt, Humor ist immer Geschmackssache. Ich kann mich spontan an kein ausländisches Videospiel erinnern, in dem mich der Humor gestört hätte. Selbst Duke Nukem hatte einen gewissen Charme. Aber bei deutschen Adventures fand ich lediglich The Whispered World recht gelungen vom Humor.

Aber ich kann mit den ganzen Komödien auf ARD, ZDF, RTL und SAT 1 auch nix anfangen und finde die total unlustig. Filme wie Stardust Memories und Zelig von Woody Allen, die hier höchstens mal um drei Uhr Nachts gezeigt werden, finde ich hingegen absolut genial vom Humor.

Deutsche Comedians wie Mario Barth, Cindy von Marzahn etc. finde ich ebenfalls sterbenslangweilig, während mir die Videos von Johannes Schlüter (extra 3 im NDR) fast immer gut gefallen:
http://www.youtube.com/watch?v=aeGeiykuwBE

Die heute Show ist auch noch sehr gut, auch wenn Oliver Welke der Intellekt eines Jon Stewarts fehlt, der das Konzept erfunden hat.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 16. Januar 2014 - 21:50 #

Klar, Humor ist Geschmackssache. Ich hatte mich schon nach 5 Minuten von Broken Age mehr amüsiert, als z.B. nach 10 Stunden von Deponia. Von den deutschen Adventures ist mir da eigentlich nur "The Book Of Unwritten Tales" positiv aufgefallen.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 16. Januar 2014 - 22:14 #

Seltsam. Bis Broken Age kam, waren die Deponia-Titel meine absoluten Adventure-Favoriten der Post-LucasArts-Ära ;)

Markus 13 Koop-Gamer - 1342 - 17. Januar 2014 - 14:15 #

Cloud, wir dürften den gleichen Geschmack haben. Mir geht's genau gleich.

Schwanzus Longus (unregistriert) 16. Januar 2014 - 20:40 #

"...Störend fällt uns dennoch die Detail-und Farbarmut der Hintergrundobjekte auf. Dennoch dürfte viel Entwicklungsarbeit in die optische Präsentation des Spiels geflossen sein."

An Sätzen wie diesen sehe ich immer wieder, daß Spiele (noch?) nicht so professionell besprochen werden, wie andere Kunstmedien, sondern daß hier immer Fans (Laien, nicht bös gemeint) am Werk sind, die keine Ausbildung darin haben um Dinge wie Farbgestaltung in der Grafik passend zu bewerten, sondern sich am eigenen Geschmack entlanghangeln.
Man stelle sich vor, ein Film von Kubrik wäre besprochen worden: "Es gibt zu viele lange Kamerafahrten in denen nichts passiert, die Charaktere sind meist wirr und unpassend, und es gibt viel zu viele Kreise."
Subjektiv definitiv richtig, würde aber auch zeigen, daß gewisse Zusammenhänge nicht verstanden wurden und würde dem Werk nicht gerecht werden.
In der Kritik eines Werkes sind Bücher, Bilder, Filme, Theater usw. viel weiter, aber Telespiele sind ja auch noch ein junges Medium.

BTT: Ich habe das Spiel noch nicht gespielt, aber das mit den simplen Rätseln glaube ich einem einem deutschen Magazin am ehesten. Ich hatte mit sowas leider gerechnet. Auch die Spielzeit von 4 Stunden ist mir zu kurz. Mir wäre ein stimmiges Adventure im Grafik- und Bedienstil von DOTT lieber gewesen, das eine anständige Länge und ordentliche Rätsel hat. Sowas hatte ich mir jedenfalls nach dem Pitch-Video versprochen und deswegen auch $110 gezahlt.

Elder (unregistriert) 16. Januar 2014 - 20:53 #

"An Sätzen wie diesen sehe ich immer wieder, (...)"

Interessanter Einwand. Wie sähen Deine Sätze über die optische Präsentation aus? Nach Deinem Rundumschlag bis Du der hiesigen Leserschaft eine Kostprobe Deiner Schreibkunst schuldig.

Lorion 17 Shapeshifter - 7605 - 16. Januar 2014 - 21:19 #

Ja, nach der Einleitung hatte ich eigentlich auch damit gerechnet, das noch was kommt, wie man seiner Meinung nach das Ganze bewerten sollte. Schade, wäre interessant gewesen.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9438 - 16. Januar 2014 - 21:03 #

Also der Schnitt, die Kamera, wie auch der Ton oder die grafischen Effekte werden immer wieder bei Filmkritiken angesprochen. Oder liegt es nur an der Formulierung?

Krusk 14 Komm-Experte - 2673 - 16. Januar 2014 - 21:29 #

Kubricks Filme haben immer auch schlechte Kritiken eingefahren, und es gab auch Kritiken die genau solche Dinge kritisiert haben.
Auch in älteren Medien oder der Kunstkritik gibt es kein allgemeines hohes Niveau, sondern unterschiedliche Meinungen. Viele Künstler werden auch von einem Kritiker zum Wunder erhoben, der nächste redet über handwerkliche Fehler.
Die Einführung des Herrn der Ringe mit seinen zig Seiten über Lebensgewohnheiten der Hobbits, was später überhaupt keine Rolle mehr spielt, wurde zu seiner Zeit heftig kritisiert. Und wäre auch heute noch generell eine schreiberische Todsünde. Funktioniert so etwas manchmal trotzdem, einfach weil es zusammen mit den anderen Zutaten einfach etwas besonderes ergibt? ja, absolut.
Du darfst auch die Zielführung von Spieletests nicht vergessen, immerhin geht es hier um Beratung in kommerziellen Interessen, sprich der Investition. Auch das kann Schwerpunkte verschieben.
Nur mal ein paar Gedanken zu dem Thema, mit Sicherheit unvollständig.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 16. Januar 2014 - 21:40 #

Zu diesem Abschnitt:

"Du darfst auch die Zielführung von Spieletests nicht vergessen, immerhin geht es hier um Beratung in kommerziellen Interessen, sprich der Investition. Auch das kann Schwerpunkte verschieben."

Ist das wirklich so? Ich frage mich bei Tests zu Spielen immer, ob Sie eine Kritik des Spiels sein wollen (wie Film- Buch- oder Musikkritiken) oder ob Sie Produktbesprechungen sind (wie bei Toastern oder Autos). Ich finde, in letzter Zeit tendieren Tests endlich mehr zur Kritik und nicht zum Produkttest. Das könnte aus meiner Sicht gerne mehr werden. Insbesondere könnte man dann Betrachtungen wie "Wieviel Euro pro Stunde", die es so nur bei Spielen gibt, endlich lassen, weil sie unsinnig sind.

Krusk 14 Komm-Experte - 2673 - 17. Januar 2014 - 0:04 #

Die Wertungszahlen sind doch ein Indikator für letzteres, und es macht auch Sinn das der Löwenanteil von Tests so ist, den letztlich geht es hier um Kaufempfehlungen. Die Termini sind wohl ausschlaggebend. ich zumindest glaube das eine von Jörg Langer geführte Redaktion ein gesundes Mittel mit Tendenz zum praktischen, sprich der Kaufberatung einhält. Man darf acuh nicht vergessen das noch immer nur ein Teil der Spiele wirklich versucht Kunst zu sein, der größte Teil ist vor allem Unterhaltungsprodukte. Die Mitarbeiter hier schimpfen sich ja auch Tester und Journalisten, nicht Kritiker.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 17. Januar 2014 - 0:18 #

Es hat in meinen Augen nichts damit zu tun, ob ein Spiel versucht Kunst zu sein oder nicht. Ich halte es für falsch bzw. für mich wertlos, wenn ein Test mir am Ende sagt: Es lohnt sich dafür €10 auszugeben, aber nicht €30. Besonders bei PC-Spielen ist das "dank" rasanten Preisverfalls und Sales nicht sinnvoll.

Ein weiteres Beispiel: Wie sieht eine Kaufberatung bei Free2Play-Spielen aus? Wie z.B. Dota2, bei dem es absolut nicht notwendig oder wichtig ist, Geld zu investieren.

Ich würde mir Tests wünschen, die vom Tester subjektiv geschrieben sind. In denen er mir von seiner Erfahrung mit dem Spiel erzählt und welchen Eindruck es auf ihn gemacht hat. Daraus kann ich ableiten, ob ich diese Erfahrung auch teilen möchte. Es gibt manche Tester, die tun das. Das sind auch die, an deren Tests ich mich am liebsten orientiere.

Krusk 14 Komm-Experte - 2673 - 17. Januar 2014 - 0:30 #

Wie du schon sagst, den von dir gewünschten Stil gibt es. Du wirst also bedient. Es ist doch gut das es unterschiedliche Herangehensweisen gibt, nicht alles muss sich ähneln. Und wenn wir von Investition sprechen, dann nicht nur von Geld, sondern auch von Zeit, die es wert es damit zu verbringen.

Lacerator 16 Übertalent - 4026 - 17. Januar 2014 - 0:07 #

110 Dollar? Respekt! Was bekommt man in diesem Fall denn für so eine Summe? Dein Konto scheint ja ähnlich voll zu sein, wie dein Schwanzus longus ist. :P

Bei vorhersehbar umfangreichen Spielen wie Pillars of Eternity oder Größenwahn-Projekten wie Star Citizen kann ich das ja noch nachvollziehen, solange der Entwickler schonmal sein Können bewiesen hat (was ich Double Fine natürlich nicht absprechen will). Aber hier... ich weiß ja nicht. Aber egal, muss ja jeder selber wissen.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 10:39 #

Bei dem Wechselkurs war das auch für mich in Ordnung. Ich habe es als Trinkgeld für DotT verstanden. So hält sich auch der Gram über etwaige Fehlinvestitionen in Grenzen.
"Shut up and take my money."

Stephan Petersen Redakteur - 3828 - 17. Januar 2014 - 8:33 #

Da ich auch für Print-Filmmagazine schreibe: Das liegt in der Natur der Sache. Meistens werden Spiele bis ins Detail seziert, Pro und Contra aufgelistet sowie eine Note/Bewertung gegeben. Für Filmrezensionen schreibt man meistens subjektiv von der Leber weg.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4744 - 16. Januar 2014 - 21:06 #

Wenn die zweite Episode draußen ist, werde ich es wohl auch spielen, immerhin habe ich es ja gebacked. Will nicht mal wer eine Kampagne für Grim Fandango Remastered beginnen?

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 16. Januar 2014 - 21:42 #

Mir ist bewusst, dass dies Spiel ist, das die große Spielewelle bei Kickstarter losgetreten hat.

Ich finde aber, dass die Betrachtung, was denn die Kickstarter-Kampagne als Geld-Ergebnis gehabt hat und Vermutungen darüber, wo das Geld denn hingegangen sein könnte, nicht in einen Test gehört. Das Spiel sollte für sich besprochen werden, wie es jetzt für den aktuellen Verkaufspreis im Steam-Store steht (bzw. stehen wird).

Sollte man sonst bei allen Spielen schauen, wie das Budget war und ob der Entwickler das Beste daraus gemacht hat? Im Test zu Banner Saga, das zu einem ähnlichen Zeitpunkt bei Kickstarter weit über sein Ziel hinausgegangen ist und ebenfalls deutlich später auf den Markt kommt als versprochen, wurde dies doch auch nicht gemacht.

Aber dieser Test zeigt schön, was sich bei der Masse an Kickstarter-Spielen immer stärker zeigen wird: Da Kickstarter keinerlei Transparenz bietet werden Backer (und Tester) im Nebel stochern und Vermutungen anstellen.

Zum Spiel: Ich mag es sehr, gerade dieser 'interaktive Kinderbuchstil' gefällt mir sehr (warum verwenden die Tester dies eigentlich so negativ?). Mag daran liegen, dass ich Spiele mit einem konsequenten und eigenen Stil toll finde, siehe zum Beispiel Puppeteer im vergangenen Jahr. Grafisch und stilistisch für mich das schönste Spiel 2013. Mich stören auch die leichten Rätsel nicht, weil ich die stellenweise überraschend ernste Geschichte mag. Daher kann ich auch nicht verstehen, dass "Stil ist Geschmackssache" ein Negativpunkt ist. Wenn es Geschmackssache ist, warum ist das ein Minus?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 16. Januar 2014 - 21:42 #

Ganz im Gegenteil: Zu jedem mäßigen Blockbuster gehört die Aussage, dass man nicht sieht, wohin das ganze Geld geflossen ist. Oder dass man es zwar sieht, dass es aber dennoch ein schlechter Film ist (man denke nur an World War Z).

Broken Age hat als Crowd-finanziertes Projekt ganz klar Blockbuster-Dimensionen -- und enttäuscht. Also wird das geschrieben. Es ist aber nicht so, dass das auf die Spielspaß-Wertung irgendeinen Einfluss gehabt hätte.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 16. Januar 2014 - 21:49 #

Ja, bei Filmen wird das gemacht, das will ich nicht bestreiten. Mir ist aber bisher noch kein Spieletest zu einem Blockbuster-Spiel untergekommen, wo dies gemacht wurde (auch bei größeren Kickstartern wie eben Banner Saga nicht). Eventuell ist es mir deshalb aufgefallen.

Mir geht es dabei auch gar nicht um die Wertung (die ich ausgeblendet habe, weil mir die Zahl unter einem Test egal ist, der Text ist wichtig)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 10:32 #

Es würde mich wundern, wenn wir nicht die dutzenden und hunderten Millionen US-Dollar, die in Serien wie Call of Duty oder GTA gesteckt werden, nicht ab und zu erwähnen würden.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 17. Januar 2014 - 11:09 #

Ab und zu schon, aber nicht so prominent und kritisch wie in diesem Test. Hier wird es am Anfang erwähnt (ok), und auf der zweiten Testseite erneut mit der Frage, wo denn das Geld hingegangen sei bzw. warum die 3,3 Mio. nicht gereicht haben könnten.

Wobei auch dieser Punkt in meinen Augen fragwürdig ist: Auch Baphomets Fluch 5 erscheint in zwei Episoden, dort wurde nicht kritisiert, dass mit dem Release der ersten Episode der Rest der Entwicklung finanziert werden soll. Im Gegenteil, in dem Test wird das Budget nicht einmal erwähnt.

Ja, DF hatte angekündigt, die erste Episode als Early Access zu veröffentlichen um den Rest zu finanzieren. Davon sind sie inzwischen abgerückt, dass Spiel erscheint am 28.1. als Season Pass (wie bei Episodenspielen inzwischen üblich).

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 11:30 #

Soweit ich das verstanden habe, lag die Splittung von Baphomets Fluch 5 weniger am Budget als daran, dass Charles Cecil zu dem Veröffentlichungstermin Dezember 2013 so gut möglich stehen wollte. Dass er nebenbei das Weihnachtsgeschäft mitnimmt, war ein netter Nebeneffekt. Aber ich lasse mich hier auch gerne korrigieren.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 17. Januar 2014 - 11:35 #

Gut möglich, wobei ursprünglich April 2013 angekündigt war :-) .

Im Prinzip ist Broken Age mit dem jetzigen Modell (Season Pass) nichts Anderes mehr und folgt dem funktionierenden Telltale-Modell.

Benjamin Braun Redakteur - 288359 - 17. Januar 2014 - 12:53 #

Charles Cecil hat mir gesagt, dass es zweigeteilt worden sei, weil er den Backern versprochen hatte, dass es 2013 kommt und sie nicht länger warten lassen wollte. Hatte ich auch eine News zu geschrieben. Ob das der einzige Grund war, will ich nicht bewerten. Ich glaube ihm aber, dass er das nicht vorgeschoben hat. Bei Charles habe ich von allen "Kickstartern" am meisten den Eindruck, dass er weiß, was er ihnen zu verdanken hat und (wenn man es so nennen will) schuldig ist.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 12:04 #

Wo haben wir denn kritisiert, dass "mit dem Release der ersten Episode der Rest der Enwicklung finanziert werden soll"?

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 17. Januar 2014 - 12:08 #

Zitat von Seite 2 des Tests:

"Dass 3,3 Millionen Dollar Kickstarter-Budget für Broken Age nicht genug waren (wie bekannt, soll ja der Verkauf von Episode 1 die Fertigstellung des Spiels ermöglichen), lässt sich allein damit aber trotzdem nicht erklären."

Das liest sich für mich wie Kritik daran, dass das Budget nicht gereicht hat und nachfinanziert werden sollte.

Keksus 21 Motivator - 25001 - 16. Januar 2014 - 21:58 #

"Ich mag es sehr, gerade dieser 'interaktive Kinderbuchstil' gefällt mir sehr (warum verwenden die Tester dies eigentlich so negativ?)"

Sowas fällt mir immer wieder auf. Aber nicht bei GamersGlobal, sondern allgemein bei den meisten Spielmagazinen. Wenn die Grafik "anders" ist, dann wird sie oft einfach als "gewöhnungsbedürftig" oder so abgetan. Besonders häufig findet man sowas bei JRPGs, die ja sehr häufig auf einen Animestil setzen.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6015 - 17. Januar 2014 - 0:37 #

Her mit dem Kinderbuchstil, her mit ungewöhnlicher Grafik! Ich werde mit optischen Experimenten auch nicht immer warm, gebe ihnen aber gerne eine Chance: Ich habe es so satt, dass alle Spiele gleich aussehen. (Das ist übertrieben, aber ihr wisst schon, was ich meine)

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 10:42 #

Damit kannst Du beinahe blind alles von Double Fine kaufen - und erst recht dieses Spiel.

Keksus 21 Motivator - 25001 - 16. Januar 2014 - 21:56 #

Die einfachen Rätsel gefielen mir gerade gut. Bei schwereren muss ich pausenlos in eine Komplettlösung gucken und dann hab ich auch keinen Spaß mehr dran. Für Hardcore-Adventurefans aber bestimmt nicht so toll. Mir persönlich ist da eine interessante Geschichte wichtiger. Und die hat das Spiel.

"Kein reines Point-and-Click" Das ist, wie ich finde, irgendwie ein sehr merkwürdiger Negativpunkt.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 16. Januar 2014 - 22:34 #

Die einfachen Rätsel waren für mich ein Pluspunkt. Früher habe ich ja auch gerne stundenlang mit schweren Rätseln gerungen, inzwischen wird mir das schon nach 5 Minuten zu blöd und ich schaue sofort in einer Komplettlösung nach. Da fand ich BA genau richtig: Einfach genug, so dass man die Rätsel zügig lösen kann, ohne stecken zu bleiben. Aber auch nicht zu einfach, so dass man seine Erfolgserlebnisse dennoch erhält.

Despair 16 Übertalent - 4557 - 16. Januar 2014 - 22:41 #

Verflucht sei das Internet! Früher musste man noch auf eine Komplettlösung in einem Spielemagazin hoffen, wenn man hoffnungslos feststeckte. Früher, als man in Adventures noch in jedem Screen mindestens dreimal verrecken konnte... :D

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 16. Januar 2014 - 22:54 #

Ich hab die Adventures immer mit ein oder zwei anderen Kumpels parallel gezockt. Am nächsten Schultag konnte fast immer einer helfen, wenn man mal fest steckte und umgekehrt. Das war glaub ich noch vor der Erfindung des Telefons :D

Karsten Scholz Freier Redakteur - 11129 - 17. Januar 2014 - 6:36 #

Oder man fragte Mama und Papa lieb, ob man bei der Hotline anrufen darf ... nur um dann 20 Minuten später wieder festzustecken ;-)

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 16. Januar 2014 - 22:38 #

Full Throttle (Vollgas) wurde seinerzeit auch wegen der im Vegleich zu anderen Adventures leichteren Rätsel und kürzeren Spiellänge (nach dem ersten Durchspielen brauchte ich beim zweiten Durchlauf nur noch 3 Stunden) kritisiert - als ob das ein Gradmesser für Spielspaß sei. Dafür war das Abenteuer von Ben geradezu revolutionär, was Dramaturgie und Spielfluss anging. Ich hatte mehr als je zuvor das Gefühl, in die Rolle eines Filmcharakters zu schlüpfen und dessen Geschichte mitzuerleben. Die erstgenannten beiden "Mankos" und dieses Gefühl machten Full Throttle zum von mir bisher am häufigsten gespielten Adventure. (Auch wenn ich Day of the Tentacle und Monkey Island 1-3 immer noch am meisten vergöttere.)

Insbesondere die Kommentare auf den deutschen Adventure-Community-Seiten fallen allgemein sehr negativ aus: Am meisten wird dort über einfache Rätsel und kurze Spieldauer gemeckert, danach folgen die Touch-verdächtige 1-Klick-Steuerung und die Optik. Zusammenfassung: Alles zu "casual".

Die einen verbinden Entspannung im Freien eben mit Fußbad, Liegestuhl und Mojito, die anderen mit schweißtreibender Gartenarbeit :P

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 10:44 #

Letzterer Punkt ist auch eine Frage der zur Verfügung stehenden Freizeit. Seit Erscheinen habe ich BA 2:15h gespielt. Mehr ging einfach nicht. Für Baphomets Fluch 5 habe ich zwei Wochen gebraucht und definitiv nichts anderes gezockt. In der Zeit habe ich früher Baldurs Gate 2 durchgespielt.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 11:53 #

Genau, Freizeit. Mein Leben ist so voll gestopft mit Arbeit, Familie und Tausend anderen Interessen/Hobbies, dass mir die Freizeit zu kostbar ist, mich Wochen lang mit einem Spiel auseinander zu setzen. Bei Lost Horizon z.B. hab ich alle paar Monate mal weiter gespielt und hab dann immer Ewigkeiten gebraucht mich in das Spiel wieder rein zu finden. Was mache ich hier? Wo muss ich hin? Hab ich schon mit dem oder jenem gesprochen? Was ist noch mal meine Aufgabe?

Benjamin Braun Redakteur - 288359 - 17. Januar 2014 - 12:59 #

Es geht hier ja nicht nur um "leichte" Rätsel allein. Es geht auch um die Kombination mit einer Story und Charakteren, die (wenigstens mich) nicht so mitreißen und daszinieren, wie es etwa die eines Grim Fandango taten und immer noch tun. Es fehlen mir in der ersten Spielstunde (ich werde es erst am Wochenende weiterspielen können) auch die genialen Rätselideen, die Tim Schafers Spiele ausgezeichnet haben. Wenn ich allein an die Dialogrätsel, die heute so gut wie kein Adventure mehr bietet, werde ich sentimental. Ich sage nicht, dass das Rätseldesign schlecht ist, aber von genialen Ideen habe ich bisher auch nichts gesehen.

TheGood 14 Komm-Experte - 2536 - 18. Januar 2014 - 10:32 #

Wie du hast das spiel eine stunde gespielt und machst dann eine bewertung / Test ???
Also das verstehe ich jetzt nicht....

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 18. Januar 2014 - 11:16 #

Da hast du aber noch mehr nicht verstanden. Tipp: Tester/Autor des Artikels sind bei uns klar gekennzeichnet...

TheGood 14 Komm-Experte - 2536 - 18. Januar 2014 - 11:59 #

Vielleicht solltet Ihr das besser kennzeichnen....

Ich bin natuerlich bisher auch immer der banalen Auffassung gewesen, dass jemand sein Fazit nur dann abgibt, wenn er das Spiel zum Grossteil gespielt hat und es dann mit in die Wertung einfliesst. Das war wohl mein bescheidener Fehler...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 18. Januar 2014 - 12:44 #

Du meinst, noch besser kennzeichnen als mit a) einem Porträt des (Haupt-)Testers am Testanfang, b) dem blau hervorgehobenen Namen des Testers direkt im Artikelkopf und c) dem abschließenden "Autor: Stephan Petersen" direkt hinter dem Testende und direkt vor dem Testkasten?

Nur: Wie konntest du der Auffassung sein, dass Benjamin sein Fazit nur dann abgibt, wenn er das Spiel ganz gespielt hat, wenn er doch in diesem Fazit sehr deutlich schreibt, dass er es etwas über eine Stunde gespielt hat?

Normalerweise steckt sicherlich mehr Spielzeit hinter einem Meinungskasten, darum schreibt er es ja auch, und Broken Age I ist ja auch arg kurz.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 17. Januar 2014 - 19:04 #

Interessant, geht mir genauso mit "Vollgas".
Ich habe es nie als bestes Adventure aller Zeiten angesehen, aber kein Adventure habe ich öfters durchgespielt als Vollgas.
Gerade weil es kurz ist und ziemlich leicht, kann man es sich immer wieder zwischendurch reinziehen. Die Geschichte von Grim Fandango gefällt mir insgesamt besser, aber Vollgas hat einfach diesen "Flow".
Vollgas hat vor Jahrzehnten das vorweggenommen, was Spiele wie "The Walking Dead" heute tun. Es ist mehr interaktiver Film als forderndes Spiel. Und im Gegensatz zu anderen interaktiven Spielfilmen wie COD oder Battlefield war die Story wirklich verdammt gut.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 17. Januar 2014 - 19:20 #

Ich war einer derjenigen, die von Vollgas sehr enttäuscht waren. Einer der Gründe, weswegen ich Schafer nie so geschätzt habe wie einen Ron Gilbert. Aber heute muss ich zugeben, dass Schafer mit Vollgas seiner Zeit weit voraus war und auch jetzt wieder mit BA gezeigt hat, wie ein modernes Adventure aussehen muss. Während Gilbert dagegen mit seinem The Cave ein doch ziemlich mäßiges und unbedeutendes Spiel erschaffen hat (das hier auf GG absurderweise viel besser bewertet wurde als BA).

Aber ich werde Abbitte leisten und demnächst Vollgas noch einmal durchspielen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10459 - 17. Januar 2014 - 23:32 #

gilbert ist mit diesem titel auch nicht mehr im genre geblieben. the cave ist ja gar kein adventure, wie auch mal hier und da gerne behauptet wurde.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 31443 - 18. Januar 2014 - 19:28 #

Was ist es denn dann? Es ist eine Mischung aus Jump&Run und Adventure.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10459 - 18. Januar 2014 - 22:30 #

es ist ein astreiner puzzle-platformer. die genre-merkmale für ein adventure sind schlicht nicht vorhanden.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 31443 - 18. Januar 2014 - 23:35 #

Naja, ob das Spiel astrein ist, darüber lässt sich streiten. ;)

Toxe 21 Motivator - P - 27127 - 16. Januar 2014 - 22:17 #

Der Grafikstil schaut sehr gefällig aus.

Johannes 22 AAA-Gamer - P - 34320 - 16. Januar 2014 - 22:21 #

Zu leichte Rätsel also... wenn die nicht komplett stumpf sind, könnte es sein, dass ich als Adventure-Laie da durchaus meinen Spaß mit habe :)

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 10:46 #

Hast Du. Sage ich als Adventure-Laie. Ich habe zwar viele Adventures gespielt, bin aber ein chronischer Steckenbleiber.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4319 - 17. Januar 2014 - 17:06 #

Sehr schön, dann ist das Spiel auch etwas für mich, da ich dieses ständige Komplettlösungs-Lesen etwas nervig finde bei Adventures. Und ohne Komplettlösung ist das stundenlange hin- und herlaufen und pixelgenaue Absuchen noch nerviger.
Ich habe z.B. das Retro-Spiel Gemini Rue als sehr faszinierend empfunden, und auch da sind die Rätsel eher leicht gewesen.
Die Optik an sich finde ich sehr spannend. Die Frage ist lediglich, ob es meiner 6-jährigen Tochter (beim Zuschauen) schon gefallen könnte, oder dann doch noch zu anspruchsvoll ist.

ronnymiller 12 Trollwächter - 871 - 16. Januar 2014 - 22:25 #

Was hat Tim Schafer bloss mit den über 3 Millionen Dollar gemacht? Die Entwicklung dieses "Mini-Adventures" kann unmöglich 3 Millionen gekostet haben. Und das man jetzt damit Geld für die zweite Episode erwirtschaften muss, ist eigentlich hanebüchen.
Durch die erste Stunde muss man sich regelrecht quälen; die Optik geht sicherlich VOLL an den meisten Point & Click Fans vorbei, die sich beim backen ein klassisches Adventure im LucasArts Stil gewünscht haben. (P&C Fans der alten Schule sind jetzt alle Ü30 Mr Schafer, nicht Ü3!)

Ich liebe Schafers schräge Ideen (Grim Fandango ist das BESTE ADVENTURE aller Zeiten), aber DAS soll das Spiel sein, an dem Schafer jetzt 2 Jahre mit allerlei Verzögerungen und plötzlicher Geldnot gearbeitet hat?

Man bin ich froh, dass es in Deutschland Daedelic gibt...

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 16. Januar 2014 - 22:42 #

Tim Schäfer geht neue Wege, wie er das schon immer getan hat. Den Stil von Deponia gab es schon vor 20 Jahren. Jeder, der auch nur ein bisschen zeichnen kann, kann so zeichnen wie in Deponia. Künstlerischer Anspruch = 0
Alle schreien bei Spielen immer nach Kunst. Aber dann muss man auch akzeptieren, dass Kunst etwas sehr Subjektives ist und eben nicht jedem gefällt. Kunst, die jedem gefällt, ist keine Kunst, sondern Popkultur.
Und auf mich wirkt Broken Age viel erwachsener als Deponia. Man sollte nicht vergessen zu unterscheiden zwischen kindlich und kindisch.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 16. Januar 2014 - 22:46 #

Ich denke, das lässt sich leicht auflösen. Zum einen hast Du die Dokumentation der Entwicklung, die immer noch produziert wird. Dann haben mehrere Leute fast zwei Jahre an dem Projekt gearbeitet. Dazu kommt der Anteil den Kickstarter selbst bekommt, die Dinge, die Backer höheren Stufen bekommen etc. Schon durch die Personalkosten ist man ganz schnell bei 3 Millionen Doller.

Ich sehe dieses Spiel als eine Lektion für Spieler, um zu lernen, was Spielentwicklung wirklich kosten kann, insbesondere wenn ein Projekt in Verzug gerät. Und, dass ein Publisher, der sowas im Normalfall abfängt oder dem Entwickler auf die Füße tritt, hier und da ganz hilfreich sein kann. Man denke nur daran, warum Activision damals Brutal Legend nicht haben wollte. Es gab massive Gerüchte, dass Double Fine mehrere Projekt-Meilensteine verpasst haben soll. Komisch, oder?

Nicht falsch verstehen, ich mag DF und Tim Schafer.

Und ich würde Deine Annahme, dass die Optik an den meisten Fans vorbeigeht, nicht unterstützen. Wenn man sich die Wertungen weltweit anguckt gibt es viele Ü30, die den Stil sehr mögen (mich eingeschlossen). Dagegen mag ich kaum eins der Daedalic-Spiele. Geschmäcker sind, wie Du siehst, sehr verschieden.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 16. Januar 2014 - 22:50 #

Ich bin Ü30, dank Indy 3 (1989 glaub ich) Genre-Liebhaber/P&C-Fan alter Schule und Backer von Broken Age. Genau so ein Spiel wie ich jetzt bekommen habe/werde, habe ich mir gewünscht. (Begründung siehe Beitrag weiter oben zu Full Throttle/Vollgas).

Über Geschmack lässt sich streiten. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass Broken Age optisch so auch von LucasArts veröffentlicht hätte werden können. Über die Grafik von Grim Fandango und Monkey Island 3 haben sich dereinst auch genügend Fans aufgeregt. Mir jedenfalls gefällt der Bilderbuch-Stil extrem gut.

Bin ich froh, dass es Daedalic gibt.
Und bin ich noch froher, dass es Double Fine und Kickstarter gibt.
Und wär ich noch froher, wenn es ein Abo gäb auf alle zwei Jahre ein weiteres Adventure von Schafer & Co.

McSpain 21 Motivator - 27128 - 17. Januar 2014 - 9:49 #

Kann deine beiden Kommentare nur unterschreiben. Sehe ich genauso.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 13:35 #

"Die Entwicklung dieses "Mini-Adventures" kann unmöglich 3 Millionen gekostet haben."

Irgendwo (ich glaube es war in einer GameStar) stand dazu ein Kommentar eines Publisher-Insiders (Details habe ich vergessen), inhaltlich etwa "Seht ihr, genau deshalb gibt ihm sonst niemand mehr Geld".

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 16. Januar 2014 - 22:27 #

Wenn ein Spiel von 9.5 bis 6.0 alle Wertungen kriegt, ist das meistens ein gutes Zeichen :)
Dann handelt es sich wirklich um was Eigenständiges. Broken Age ist auf jeden Fall kein Einheitsbrei, und das ist in Zeiten von COD14 schon mal gut. Das Genre an sich ist ja bereits eine Nische und entspricht überhaupt nicht dem Geschmack der Masse.
Die besten Spiele sind meistens nicht die, die allen gefallen, dafür einigen umso mehr. Wenn du Glück hast, dann trifft es genau deinen Geschmack, wenn nicht, dann hast du jede Menge Alternativen.
Wenn alle nur noch für die Hitparade produzieren, dann ist die Musik gestorben...

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 31443 - 16. Januar 2014 - 22:50 #

Mit so einer niedrigen Wertung hätte ich nicht gerechnet. Ich werde mir das Spiel auf jeden Fall holen, wenn beide Teile erschienen sind, um mir mein eigenes Bild zu machen. Die "Kinderbuch-Grafik" gefällt mir und ich bin einfach gespannt, was Tim Schafer da abgeliefert hat. Aber ich finde es schade, dass die Rätsel so leicht sein sollen, denn wenn ich mich durch ein Adventure einfach ohne großes Nachdenken durchklicken kann, finde ich das nicht sehr spaßig. Für mich sind bei einem Point&Click-Adventure schöne Rätsel genauso wichtig wie eine gute Story.

Gorny1 16 Übertalent - 4724 - 16. Januar 2014 - 23:02 #

Meine persönliche Einschätzung:
Positiv:
- Excellente Sprachausgabe (nur Englisch)
- Fantastische Musik
- Sehr gelungenes Art-Design
- Gut geschriebene Dialoge und Monologe
- Interessante Geschichte, mit Raum zum schweifen lassen der eigenen Fantasie
- logische Lösungen für die Puzzle

Negativ:
- Puzzles zu einfach
- zu wenig Flavortexte (Also Geländebeschreibungen etc.)
- mehr Dialoge und Interaktionsmöglichkeiten mit NPCs wären wünschenswert gewesen

Fazit:
Alles in Allem ein sehr gelungenes Adventuregame. Das wunderschöne Design in Kombination mit der sehr gelungenen Soundkulisse ziehen einen richtig ins Spiel. Die Dialoge mit den NPCs sind so gut geschrieben, dass man sich einfach mehr davon wünscht, genauso wie bei den vorhandenen Flavortexten. Die Puzzle sind leider ein wenig zu leicht geraten, trotzdem bin ich bei einem kurz stecken geblieben, konnte es dann aber doch lösen, auf eine logisch nachvollziehbare Weise. Double Fine hat allerdings bereits angekündigt, dass in Part 2 die Puzzles schwerer werden und wenn man den Vergleich mit den alten Lucas Arts Adventures zieht, so erkennt man, dass auch dort die Puzzles am Anfang sehr leicht waren.
Daher kann ich dass Spiel sehr empfehlen.

Jadiger 16 Übertalent - 4995 - 16. Januar 2014 - 23:33 #

Dei vorläufige Wertung ist wirklich zu niedrig eure Wertung da fragt man sich oft.
Ihr macht es genau umgekehrt Spiele die von so gut wie allen hoch gelobt werden werden hier zerrissen. Spiele die überall zerrissen werden bekommen eine gute Wertung.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 16. Januar 2014 - 23:48 #

Also eine Kritik an der Kritik muss sein:
Ihr sagt es selbst: BA lässt den Spieler die Sinnlosigkeit von Shays Alltag NACHEMPFINDEN. Das ist so ziemlich das Beste, was Gamedesign leisten kann! Wie wollt Ihr das sonst erreichen? Etwa mit spannenden, actionreichen Missionen? Auch über Kritik kann man sich streiten, aber diese ist wirklich fehl am Platz. Ausserdem dauert dieser Einstieg max. 45 Minuten und es geschieht auch nicht immer das exakt Gleiche. Wenn ich das mit WoW vergleiche, wo sich die Leute 8 Jahre lang mit ständigen Wiederholungen abgeben, dann ist das harmlos. Diesen Witz habt Ihr tatsächlich nicht kapiert!
Ich finde den Einstieg ausgesprochen gelungen. Diese Tragik dieses Muttercomputers, der seinen "Sprössling" immer noch wie ein Kind behandelt, obwohl dieser längst Erwachsen geworden ist, sowas findet man bei Deadalic nicht. Von wegen kindisch!

Monkey down (unregistriert) 17. Januar 2014 - 8:26 #

ein Viertel des Spiels schon mit NICHTS ausgefüllt soll positiv sein?

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 17. Januar 2014 - 9:08 #

Zum einen ist es nicht mit "NICHTS" ausgefüllt, sondern soll den Spieler in die Gefühlslage von Shay versetzen. Und das schafft es irrsinnig gut.

Wenn man nach Deinem Maßstab geht müsste man z.B. Papers, Please eine 1/10 geben, weil man dort immer das gleiche macht und es furchtbar stressig und nervig sein kann. Aber genau das ist es, was das Spiel so großartig gemacht hat.

Es scheint leider bei vielen Testern noch die eingefahrene Meinung zu sein, dass Spiele Spaß machen müssen. Müssen Sie aber nicht. Wenn ein Spiel es schafft, meine Gefühlslage zu verändern um mich besser in die Geschichte eintauchen zu lassen, muss diese Gefühlslage nicht "Oh, ich habe grade großen Spaß!" sein.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 17. Januar 2014 - 11:32 #

Ich wusste das der kommt :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 10:34 #

Dass wir den Witz kapiert haben, ist ja wohl dem Text eindeutig zu entnehmen. Nur weigern wir uns, diesen Witz anzunehmen und ihn witzig zu finden, einfach, weil er zu langgezogen ist.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 10:58 #

Das ist euer gutes Recht. Und es ist eure Meinung, die andere nicht automatisch teilen müssen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 11:04 #

Darauf können wir uns einigen. Nur muss der Test das, was zu unserer Meinungsbildung geführt hat, abbilden, also bitte nicht als "jeder muss das so wahrnehmen" missverstehen.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 11:08 #

Okay, damit hat sich auch mein obiger Kommentar (Stichwort WWZ) erledigt ;)

Flitzefisch 16 Übertalent - P - 5847 - 17. Januar 2014 - 11:40 #

Dieser Witz kann jederzeit beendet werden: Sobald Shay eine diese Missionen nicht erfolgreich löst (sprich: der Spieler tut nicht was ihm vorgekaut wird sonder versucht etwas Anderes) wird er ins Bett geschickt und das Spiel geht sofort weiter.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 17. Januar 2014 - 11:45 #

Ich weiss, Diskussionen mit der Chefredaktion sind sinnlos, aber:
Er MUSS zu langgezogen sein, sonst bist du ja nicht frustriert. Sonst gäbe es den Witz gar nicht.
Wäre doch komisch, wenn dir ein Spiel wie Dead Space keine Angst machen würde. Du musst als Spieler das nachempfinden, was dein Avatar empfindet. Das ist gutes Gamedesign. Im Fall von Dead Space ist das Gefühl die Angst, hier ist es Langeweile und Frustration.
Und jetzt kommt bestimmt wieder einer und behauptet, dann müsste man alle langweiligen Spiele positiv bewerten...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 12:07 #

"Ich weiss, Diskussionen mit der Chefredaktion sind sinnlos, aber:"

Also das ist ja mal ein gelungener Kommentar-Einstieg, um eine Diskussionsgrundlage zu schaffen. Ist heute Feiertag der Scheinheiligen?

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 17. Januar 2014 - 17:41 #

War überhaupt nicht als Angriff gemeint ;)

Ich will damit nur sagen, dass mir durchaus bewusst ist, dass die Redaktion ihre Meinung nicht ändern wird, egal wie gross der Shitstorm hier wird.
Ist ja gut, dass Ihr zu Eurer Meinung stehen könnt, selbst wenn sie falsch ist ;)

Zum Thema: Falls es dir um den reinen Unterhaltungswert des Spiels geht (könnte ja sein), gebe ich dir sogar recht. Besonders unterhaltsam ist dieser Einstieg nicht. Aber vielleicht ist gerade dieses Spiel eben mehr als reine Unterhaltung. Vielleicht kann mir dieses Spiel etwas vermitteln, das über reine Unterhaltung hinausgeht, z.B. Sinnlosigkeit und Langeweile. Es gibt auch andere "Spiele", die damit experimentieren, und die werden dann als Kunst gefeiert.

So oder so, ich glaube Ihr habt hier den nächsten Dauerbrenner nach Dark Souls. Auf jeden Fall bleibt Ihr im Gespräch ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 13:38 #

Die Redaktion hat doch ihre Meinung bei berechtigter Kritik und guter Argumentation schon mehrfach geändert. Verstehe nicht, woher dieses stumpfe "Ach, ihr seid ja eh stur!" immer kommt. Nur, weil das nicht bei jedem Test passiert? Wäre ja noch schöner, wenn man bei jedem Test wegen jeder abweichenden Meinung direkt eine Korrektur brächte :D

v3to (unregistriert) 17. Januar 2014 - 0:07 #

das spiel erinnert mich sehr an titel wie samorost, nur wesentlich aufwendiger und überhaupt edler präsentiert. gerade den story-ansatz und den unterschwelligen humor finde ich super. das mit der komplexität stimmt schon. hoffe auch, dass der titel dort zulegen kann. dennoch hätte ich wohl 1 bis 1,5 punkte mehr gezückt...

Jassir 11 Forenversteher - 738 - 17. Januar 2014 - 1:23 #

Einfach den Trailer gucken, wenn euch gefällt was ihr seht, kaufen.
Ich finde aus dem Spiel ist ein künstlerisch hochwertiges Produkt ohne große Allüren dafür aber mit Feinsinn geworden, wie man ihn in Daedalic-Spielen nicht findet. Schafer kann es noch.

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 17. Januar 2014 - 6:17 #

Woher kommt denn diese immense Diskrepanz zwischen den Wertungen? Warum gibt es hier eine 6 und z.B. bei Polygon eine 9? Versteh ich nicht... die Negativpunkte sind zum Teil an den Haaren herbeigezogen.

v3to (unregistriert) 17. Januar 2014 - 9:22 #

mal ein sprung ins jahr 1991 zurück. da erschien das adventure loom von lucasarts, welches in der deutschen presse (bis auf den joker) so gar nicht wirklich gut ankam, international mit den wertungen auch weit auseinanderging. auch dort stießen eine für standard-ega-verhältnisse wunderschöne präsentation und märchenhafte story auf auf sehr schlichte rätsel und musik-spiel-senso...
von den wertungen abgeschreckt, hatte ich das teil erst ignoriert und erst jahre später gespielt. und in meinen augen war es ein meisterwerk und hab nochmal wesentlich später einen freund (den ich wesentlich später kennengelernt habe) von sich aus genau das selbe gehört - und wir waren beide eigentlich fans von zak mckracken, monkey islands und co...

was ich schon damals nicht verstanden habe: zu zeiten von infocom wurden textadventures in schwierigkeitsgrade eingeteilt. ein wishbringer ließ sich dabei selbst mit mittelmaß-englisch fast im schlaf lösen. das hat damals niemanden wirklich gestört, auch in der presse nicht. bei loom, welches auch ein nicht zu übersehendes einsteiger-adventure war, machte man später dann solch ein aufhebens darum.

mir kommt das hier sehr ählich vor, auch wenn imo sich broken age noch eher wie ein appetizer anfühlt. es ist halt von meinem empfinden nicht komplett, die geschichte entfaltet sich noch nicht vollends und ein großer teil der doch recht kurzen episode erinnert eher an ein tutorial.

btw hier wird im meinungskasten auch baphomets fluch 5 erwähnt. obwohl beides adventures sind, kann man imo die titel wenig miteinander vergleichen. ganz davon ab, hat revolution dort eine funktion eingebaut, wo man die lösung der rätsel an sich gleich mitbekommt. man kann also das spiel durchtüfteln, es aber auch ganz lassen. solche frusthemmer sind an sich okay, für ein klassisches adventure mit ordentlichen inventory und fokus auf die rätsel allerdings eine pervertierung des genres. und die wurde bei gg auch noch als pluspunkt vermerkt.

edit: der negativpunkt bei grafik 'stil ist geschmacksache' ist ein ding, die in so reinen plus-minus-vergleichen nie so ganz passen. ich finde den stil toll. und jetzt? mein nachbar findet das ganze doof. 'keine deutsche sprachausgabe' das selbe in grün. sowas ist immer strittig.

Wurstdakopp 14 Komm-Experte - 1873 - 18. Januar 2014 - 13:11 #

Jetzt erst gesehen. Signed, +1 & Gefällt mir! Und Kudo! ;)

Thorsten E. (unregistriert) 17. Januar 2014 - 10:55 #

Es fehlt einfach der Heimatbonus, den Adventures wie Goodbye Deponia (lächerliche 9.5 von GG) genießen.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 10:59 #

Och, ich finde die 9,5 in dem Fall garnicht lächerlich, sondern völlig verdient.

Dark Souls ist Gott 13 Koop-Gamer - 1232 - 17. Januar 2014 - 12:12 #

Der Gedanke des Heimatbonus kam mir auch schon, wird ja auch gern bei Anno vergeben. Hab Deponia noch nicht gespielt, aber ich bin wirklich gespannt, ob es Broken Age das Wasser reichen kann. Im Moment fehlt mir etwas die Fantasie dafür, aber das wär ja mal was. Bin jedenfalls wieder heiß auf Adventures.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 17. Januar 2014 - 13:15 #

Erwarte dir da nicht zu viel. Ich z.B. würde den Spielen genau die entgegengesetzten Wertungen geben wie GG: Deponia 6 und Broken Age 9. Was sich ja auch mit den Meinungen vieler internationaler Medien deckt.

Ich denke mal, dass das tatsächlich daran liegt, dass ich da ganz auf der englischen Wellenlänge liege. Mit deutschem Humor, deutschen Serien, Filmen, Spielen etc kann ich nur sehr selten was anfangen.

Ich würde deswegen auch nicht von einem Heimatbonus reden, den deutsche Magazine verleihen. Die entsprechenden Tester werden halt einfach von diesem seltsamen deutschen Humor angesprochen, während internationale Tester damit oftmals nichts anfangen können.

Despair 16 Übertalent - 4557 - 17. Januar 2014 - 17:35 #

"Ich würde deswegen auch nicht von einem Heimatbonus reden, den deutsche Magazine verleihen. Die entsprechenden Tester werden halt einfach von diesem seltsamen deutschen Humor angesprochen, während internationale Tester damit oftmals nichts anfangen können."

Es könnte allerdings auch sein, dass deutsche Spiele unter mäßigen Lokalisierungen/Sprechern leiden, die den Humor nicht rüberbringen. Wäre mal eine interessante Frage für den Spielveteranen-Podcast: Wieviel Boris Schneider-Johne steckt in den deutschen Lokalisierungen diverser LucasArts-Klassiker? Da wurde bestimmt so mancher Witz (notgedrungen) auch mal freier übersetzt.

Desweiteren würde ich behaupten, dass es "den deutschen Humor" nicht gibt, auch nicht im Adventure-Bereich. Loriot hat mit Mario Barth nichts gemeinsam; "Deponia" unterscheidet sich humortechnisch von "Jack Keane" usw.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 13:39 #

Das nennt sich dann "polarisierend" :)

cl3ave 15 Kenner - 2797 - 17. Januar 2014 - 7:06 #

Ich habe das Spiel auch gespielt und finde es etwas besser, als das Testresultat.
Ich glaube, der Unmut von vielen kommt daher, dass sie erwartet haben, es gäbe ein weiteres klassisches Adventure.

Xariarch 13 Koop-Gamer - 1696 - 17. Januar 2014 - 8:08 #

Ich glaube viele haben hier scheinbar Geld reingebuttert und wollen nicht wahrhaben das es vieleicht doch nicht so der Meilenstein geworden ist ;)

Als Adventure Veteran werde ich auchmal reinschauen wenn es günstig ist.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 17. Januar 2014 - 9:34 #

Oder aber GG liegt mit der weltweit niedrigsten Wertung schlicht und einfach völlig daneben. Hm... ;)

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 11:22 #

Ich handhabe es wie beim Skispringen: Beste und schlechteste Wertung raus :D

Xariarch 13 Koop-Gamer - 1696 - 17. Januar 2014 - 12:31 #

Aber wenn man die Durschnittswertung von allen nimmt dann kommt es bestimmt hin. GG wollte nur etwas die Statistik zurechtrücken ;)

Roboterpunk 16 Übertalent - P - 4350 - 17. Januar 2014 - 8:31 #

Broken Age ist da, die Adventure-Offenbarung leider nicht - trotz für einen Verteter des Genres hervorragenden internationalen Wertungen. Keine Ahnung, was da schiefgelaufen ist. Vielleicht braucht es nicht nur Tim Schafer, sondern auch ein gutes Team, wie es noch bei Psychonauts vorhanden war? Vielleicht hätte man die Millionen in Spieldesign und nicht in meines Erachtens unnötige Filmsstars stecken sollen? Vielleicht ist die Zeit der rätseltechnisch anspruchsvollen und dabei stilistisch faszinierenden Spiele einfach vorbei? Immerhin sollte Broken Age dann aber eine tolle Geschichte erzählen. Da dies aber bislang nur in Ansätzen der Fall ist, werde ich warten bis der zweite Teil da ist und summe leise einen Tango namens "Manny & Meche".

Punisher 19 Megatalent - P - 14468 - 17. Januar 2014 - 8:39 #

Vielleicht werden auch Adventures nicht mehr so faszinieren, wie es früher mal der Fall war. Früher waren Adventures halt... was Besonderes, weil sie eine Geschichte erzählt haben, während viele andere Genres das nicht mal versucht haben.

Heute versucht jedes Schiebepuzzle, einem irgendeine mehr oder weniger gelungene Story unter zu schieben. Einen "großen Wurf" im Adventure-Genre würde ich nicht erwarten.

Roboterpunk 16 Übertalent - P - 4350 - 17. Januar 2014 - 8:58 #

Da dürftest du recht haben. Trotzdem wäre das Potential für hervorragende Adventures auch heute noch vorhanden. Ein gutes Beispiel ist meiner Meinung nach The Wolf among us. Das Spiel hat ein enorm spannendes Setting, ist hervorragend geschrieben und hat eine Story, die zum Weiterspielen animiert und dabei an die Klassiker anknüpfen kann. Aber das Gameplay ist dermassen reduziert und es mangelt der Spielwelt so an Interaktionsmöglichkeiten, dass ich mich beim Spielen dauernd ärgere. Wie Broken Age ist auch dieses Spiel im Kern eigentlich sehr gut, mit etwas mehr Handlungsfreiheit und Denkarbeit wäre es - für mich - allerdings noch viel besser.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10459 - 17. Januar 2014 - 23:32 #

kommen ja auch noch regelmäßig hervorragende adventures heraus. viele werden von den mainstream-medien aber in kategoriern "unter ferner liefen" bewertet, sodass da der großteil ohnehin vorbeiguckt. für news und tests in dem genre würde ich daher ohnehin zu speziellen genre-seiten wie etwa adventure-treff.de raten.

Markus 13 Koop-Gamer - 1342 - 17. Januar 2014 - 8:40 #

Ich könnte mit Broken Age glücklicher nicht sein. Hab bisher Shays Part durchgespielt und bin dabei 1 1/2 Stunden mit einem seligen Grinsen vor dem PC gesessen. Eben weil Schafer und Co nicht einfach nur einen weiteren Klon der alten LA-Adventures abgeliefert haben, sondern ein wirklich eigenständiges und originelles Werk. Das Art Design finde ich wunderschön und auch die Production Values (Sound, Animationen, künstlerische Gestaltung) sind top, also insofern sieht man dem Spiel schon an, dass es keine Billigproduktion ist. Und die Sprecher sind einfach genial!
Die zugegeben seichten Rätsel stören mich nicht im geringsten, weil sie perfekt zum Flow des Spiels passen und in keiner Weise aufgesetzt oder konstruiert wirken. Mir persönlich ist das mittlerweile bei Adventures viel wichtiger als dass mir der Kopf dabei raucht - dafür gibt's ohnehin reinrassige Denkspiele wie Toki Tori.
Also wer ein Faible für ungewöhnliche, sehr atmosphärische Settings hat und sich von "kinderbuchartiger" Präsentation und leichten Rätseln nicht abschrecken lässt, sollte Broken Age unbedingt eine Chance geben. Ich freue mich jedenfalls schon riesig auf Veelas Story und natürlich auf Teil 2!

Dark Souls ist Gott 13 Koop-Gamer - 1232 - 17. Januar 2014 - 9:00 #

Eure News sind ja ungefähr das beste im Netz, aber der Testteil... Ne, da kommen wir nicht mehr zusammen. Ihr wertet echt vollkommen an meinen Geschmack vorbei. Wie schon bei Grimrock, Dark Souls und vielen anderen hab ich schon fast vorsichtig den Test aufgeschlagen und musste dann wieder ernüchtert feststellen, dass wir in unterschiedlichen Realitäten leben. Ich kann mich einfach nicht damit abfinden, dass nur eine 100 Millionen Produktion des x-ten Kirmes-Shooters toll sein soll.
Ich fand den ersten Akt von Broken Age jedenfalls fantastisch. Es fühlte sich so wohlig vetraut an, halt wie eines meiner geliebten Lucasfilm Games Spiele. Schon allein der sich übergebene Baum war das Backer Geld wert. Okay, der Schwierigkeitsgrad ist arg überschaubar, aber da hoffe ich einfach auf den zweiten Akt. Allerdings muss man auch sagen, dass Full Trottle damals ähnlich "einsteigerfreundlich" war.
Eins noch: Die Qualität der Vertonung sucht ihresgleichen. Außerdem merkt man Grafik und Animationen Liebe und Hingabe an. Echt großartig, hab ich echt insgesamt nicht erwartet.

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 17. Januar 2014 - 9:17 #

Bzgl. der Schwierigkeit hab ich einen schönen Kommentar gefunden:

"Some people will call out the puzzles saying they are too easy. While I thought the same at first, I spent some time thinking about it and I realized that what made them look so simple in comparison to old adventure games is not their ease, or stripped mechanics, but rather the fact that nearly all of the puzzles in Broken Age are completely logical. None of them are at risk of leaving you stumped looking for a FAQ, not because the game is throwing hints every 2 seconds, but simply because they are not esoterical, abstract creations with little relevance to the game. All of them completely make sense in the context of the game, and so of course, they come to the player naturally."

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 10:39 #

Ach Gottle. Als ob wir "nur eine 100 Millionen Produktion des x-ten Kirmes-Shooters" toll finden würden. Wir haben gerade Banner-Saga (übrigens mit wesentlich geringerem Budget als Broken Age entstanden, übrigens auch ein Episoden-Spiel, übrigens mit der 2,5fachen Spielzeit gesegnet) eine 8.0 gegeben und damit dieselbe Note wie einem Blockbuster wie AC4 Black Flag.

Broken Age haben wir noch gar keine Note gegeben, sondern eine Wertungsprognose, eben weil wir noch den zweiten Teil abwarten wollen. Ich weiß, immer diese Details...

Aktuell sind wir von Broken Age enttäuscht. Sollen wir das nicht schreiben?

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 10:59 #

Inwiefern rührt die Enttäuschung aus Eurer Erwartungshaltung?

Um einen Punkt herauszupicken:
Ich werde mit der Grafik von Deponia nicht warm, lasse das Spiel deswegen auch gerne mal wieder einige Zeit liegen, und mir graute vor der Präsentation von Broken Age angesichts der ersten Screenshots. Das bewegte Ergebnis finde ich in Ordnung und lasse das Spiel deswegen bestimmt nicht liegen. Geschmacklich finde ich die Grafik von BA schlechter als Baphomets Fluch 5, jedoch haben mich bei letzterem Spiel die hakeligen Animationen gestört. Hach, es ist doch alles nicht so einfach ;-)

v3to (unregistriert) 17. Januar 2014 - 11:08 #

bei baphomets fluch fand ich die animationen schon okay, aber irgendwie ist das antialiasing komisch. da sehen die charaktere manchmal richtig wie mit photoshop schlecht freigestellt, skaliert und reinkopiert aus. das hatte man in den runaway-spielen schon vom ersten teil an besser gesehen...

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 11:33 #

Dafür habe ich kein Auge ;-)

Mir ist aufgefallen, dass in BF5 die Figuren nur in acht Blickrichtungen dargestellt werden können und dadurch Drehungen nicht flüssig sind. Das wäre mir auch nie aufgefallen, wenn bei Rogue-U dies nicht in einem Update ausführlich erläutert worden wäre. Manchmal fand ich die Laufbewegungen ein wenig hakelig - vor allem in Intro. Aber das ist meckern auf hohem Niveau.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4569 - 17. Januar 2014 - 11:15 #

Wenn du davon so überzeugt bist: warum kommst du dann überhaupt noch her? Und schreibst einen Kommentar? Es gibt soviele Seite im Netz die Spieletests anbieten, da wird doch wohl eine nach deinem Geschmack dabei sein...

Dark Souls ist Gott 13 Koop-Gamer - 1232 - 17. Januar 2014 - 11:51 #

"Eure News sind ja ungefähr das beste im Netz", die Community ist recht angenehm (mit Ausnahme von mir natürlich) und die GG-Fanboys sind einfach zum Knutschen.

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 17. Januar 2014 - 12:21 #

Ach verkauf dich selbst nicht unter deinem Wert - Deine Kommentare sind welche der wenigen, die ich regelmäßig lese (wenn ich sie entdecke) und deren Meinung ich meistens vollumfänglich teile.

Die Tests(bzw eher die Noten!) hingegen finde ich nicht soo schlecht, sie sind nur leider oft zu objektiv..vielleicht. Oder so. Das Noten-Problem ist aber halt mal leider Systemimmanent. Man bräuchte immer zwei: Einmal die Technisch-Objektive und einmal die Herzensnote (wie bei "To the Moon").

Monkey down (unregistriert) 17. Januar 2014 - 9:36 #

es wird ein adventure angekündigt was für hardcore adventure fans gedacht ist und raus kommt ein spielchen was das niveau wimmelbildspielchen noch unterbietet. vor allem ist es dramaturgsich total misslungen. wenn man eine seite spielt weiß man sofort was auf der anderen seite passieren wird und wie alles zusammenhängt. langweiliger gehts nicht

kzgkzg (unregistriert) 17. Januar 2014 - 10:02 #

Das Spiel ist für ein Adventure enttäuschend.

Wurstsalat 09 Triple-Talent - 320 - 17. Januar 2014 - 10:27 #

Was soll man eigentlich von einem Review halten, dass zu leichte Rätsel UND nicht vorhandene Hotspots kritisiert?
Und wenn man sich öffentlich in einem Review fragt, wo das Geld hinging, dann recherchiert das bitte auch gefälligst. Das lässt sich alles komplett nachvollziehen.
Sonst hinterfragt ja auch niemand, wie das Budget für ein Spiel verwendet wurde (Es klingt auch fast so als würde der Autor meinen, dass das Geld für die hochwertigen Musikaufnahmen und Sprecher draufging...).

Auch technisch ist das Spiel weiter als jedes andere P&C Adventure. Beachtet allein mal die Lichteffekte.

Ansonsten mal abwarten. Es ist nicht die Offenbarung schlechthin, aber es eine schöne und charmante Welt, ein schönes und hochwertiges Spiel, dem man das Budget auch anmerkt. Und wenn ich mir euer Review so durchlese, kann man das gar nicht ernst nehmen, weil ihr hier schon wieder ganz anders wertet als bei anderen Spielen.

Wie auch immer. Ich gebe dem Spiel 8/10 Handyfeuerzeuge.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 10:41 #

"Und wenn ich mir euer Review so durchlese, kann man das gar nicht ernst nehmen, weil ihr hier schon wieder ganz anders wertet als bei anderen Spielen."

Soll heißen? Ein Spiel ist aus unserer Sicht mäßig, und dann kann man das nicht ernstnehmen, weil wir es nicht so gut finden wie z.B. Deponia? Ah ja.

Wieso wir einerseits fehlende Hotspots kritisieren und andererseits zu leichte Rätsel, kann ich dir erklären: Das eine hat mit Komfort zu tun (der fehlt), das andere mit Herausforderung (die fehlt).

Wurstsalat 09 Triple-Talent - 320 - 17. Januar 2014 - 11:54 #

"Soll heißen? Ein Spiel ist aus unserer Sicht mäßig, und dann kann man das nicht ernstnehmen, weil wir es nicht so gut finden wie z.B. Deponia? Ah ja."

Nein, die Rede ist hier natürlich nicht von der Zahl am Ende, sondern von der Art und Weise.

Mal als ganz anderes Beispiel euer Review zu Tomb Raider: "Verrat an der Serientradition? Sicher nicht[...]"
Tomb Raider wirft wirklich alles über den Haufen, was man aus vorherigen Teilen kannte, hatte eine absolut schlechte Spielmechanik, keinerlei Schwierigkeit (hat sogar noch nachgeholfen, wenn man ein Sprung nicht richtig abgepasst hat), Sammelobjekte werden auf der Karte angezeigt (welchen Sinn haben sie da noch?), etc. pp. dort wird aber über jede mögliche Kritik hinweggesehen weil die Grafik und Inszenierung so schön ist?!

Warum ich das TR-Review als Beispiel nehme? Weil dieser Satz hier "Nach dem spielerisch anspruchslosen und erzählerisch nicht gerade ergreifenden Einstieg[...]" auf jeden Fall auch ins TR-Review gehört hätte. Hatte noch nie einen albernderen Einstieg in ein Spiel, der mir auch noch einen komplett unlogischen Charakter vollkommen ernst verkaufen wollte.
Aber von euch wird sowas natürlich gefeiert, weil die Presseabteilung das ja auch immer genau so angepriesen hat.

"Wieso wir einerseits fehlende Hotspots kritisieren und andererseits zu leichte Rätsel, kann ich dir erklären: Das eine hat mit Komfort zu tun (der fehlt), das andere mit Herausforderung (die fehlt)."
Hotspots tragen dazu bei, dass man weniger erkundet und sich einfach nur durchklickt. Suchen gehört halt zu einem Adventure dazu. Erkunden und Entdecken.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 13:38 #

Ich vermute angesichts solcher Sätze wie "Aber von euch wird sowas natürlich gefeiert, weil die Presseabteilung das ja auch immer genau so angepriesen hat.", dass es dir nicht wirklich um einen Gedankenaustausch mit mir geht.

Übrigens ist das Genre, das du ganz offensichltich so liebst (siehe dein letzter Belehrungssatz, was Hotspots bewirken), nicht das der Adventures. Du meinst Wimmelbildspiele. Viel Spaß dabei, da gibt es viel Auswahl zum kleinen Preis.

Ramirezaaaa (unregistriert) 29. Januar 2014 - 15:00 #

Boah, Jörg wirklich. Deine Arroganz ist teils wirklich unerträglich (geworden?). Was soll denn bitte das Beispiel mit den Wimmelbildspielen?

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 31443 - 29. Januar 2014 - 15:07 #

Jörg hat doch Recht. :D Eine Hotspot-Anzeige ist nix, dass den Spielspaß eines Adventures mindert, denn sie ist immer optional und eine Komfort-Funktion. Den Bildschirm stumpf abzusuchen, hat für mich nix mit Erkundung zu tun. Wenn man jedoch Spaß daran hat, sind Wimmelbildspiele perfekt dafür. ;)

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 31443 - 17. Januar 2014 - 17:24 #

Wenn du dich mit Hotspot-Anzeige einfach nur durchklickst, bist du selber Schuld. Eine Hotspot-Anzeige ist für mich eine Komfort-Funktion, die mir dabei hilft, nichts zu übersehen, damit ich nicht deswegen unnötig hängen bleibe. Denn trotz Hotspot-Anzeige schaue ich mir die Hintergründe lange an, um jedes Detail zu entdecken und ich erkunde auch und klicke mich nicht nur durch. Unglaublich, oder?

v3to (unregistriert) 17. Januar 2014 - 17:40 #

das mit den fehlenden hotspots finde ich mittel-egal, bzw als komfortfunktion empfand ich das eigentlich als sinnvolle entwicklung in adventures. das pixelgenaue absuchen der hintergründe war doch eigentlich nie toll... das wäre was anderes, wenn man mit jedem detail im hintergrund interagieren könnnte, dass gibt es eigentlich so gut wie nie.

- in frühen adventures wurden die nutzbaren gegenstände textlich hervorgehoben,
- in grafikadventures konnte man sie stilistisch vom hintergrund ausmachen. hintergrund malerisch, gegenstand eher gezeichnet
- in der ära runaway sucht man sich manchmal einen wolf, weil sich die objekte quasi wie aus einen guss in dem hintergrund einlassen
- in geheimakte tunguska konnte man das ganze wieder darstellen und zwar bildübergreifend. fand ich ungemein praktisch
- in broken age hilft dagegen die relativ detailarme grafik dabei. bzw ähnlich wie bei myst (zwar detailreich) gibt es wenige details zum fokussieren, aber man erkennt am cursor, dass es was gibt. völlig okay sowas.

so die motivation in adventures kam doch eigentlich immer eher von den rätseln, der geschichte, der atmosphäre...

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 13:45 #

Tomb Raider ist ein fantastisches Spiel und deshalb auch genau richtig bewertet :)

McSpain 21 Motivator - 27128 - 17. Januar 2014 - 10:38 #

Ich geb ja eh nicht viel auf Noten und Zahlen. Die ersten paar Minuten gefallen mir persönlich sehr sehr gut und ich finde mein Backergeld gut angelegt. Werde aber mit dem Durchspielen warten bis es komplett ist. Ich find das Spiel aber so wie es ist sehr schön und ja auch ich mag die Daedalic-Spiele aber so richtig packen können sie mich nie. Den Löffel bei BA allein fand ich sympathischer als alle Daedalic-Figuren bisher. Und ja auch ich bin mit den LA-Adventures aufgewachsen und habe trotzdem nichts gegen "weniger unlogische Rätsel" und "mehr Erzählfluss". Den Vergleich einiger hier mit Full Throttle und Loom kann ich nur unterstreichen und eben auch auf die nicht wenig erfolgreichen Telltalespiele verweisen die inzwischen den Versuch der wirren Rätselbefriedigung der "Veteranen" aufgegben haben um lieber tolle packende Geschichten zu präsentieren. Aber das ist wohl die alte Debatte: Geschichte vs. Spielmechanik.

Andi Amo 10 Kommunikator - 511 - 17. Januar 2014 - 10:39 #

Mich interessiert das Spiel, rein vom Test her, fast gar nicht mehr. Ich mag die Charaktere und das Setting nicht... hmm, naja, das sind halt irgendwie "beliebige" Charaktere. Aber ich gebe es ja auch zu: Ich habe etwas legendäreres a la LucasArts Adventures erwartet.

Sehr wahrscheinlich wäre es mir bei einem anderen Entwickler/Produzent Wurst. Aber bei der künstlerischen Freiheit, wie man so schön sagt, die tim Schafer durch Kickstarter hatte, habe ich anderes erwartet.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 17. Januar 2014 - 11:01 #

Ein interessanter Retro-Modus für Broken Age (ein wenig versteckt):

http://www.eurogamer.net/articles/2014-01-16-broken-ages-fuzzy-pixelated-retro-mode-discovered

Sehr cool :-) .

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 11:37 #

In 8bit wirkt das Spiel nicht. Ich bin mir sicher, dass einige Dinge anders dargestellt würden, wenn das Spiel in Pixelgrafik erschienen wäre.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 17. Januar 2014 - 11:42 #

Ja, mir gefällt der normale Stil auch besser, ich fand es nur als EasterEgg ganz hübsch :-) .

Dark Souls ist Gott 13 Koop-Gamer - 1232 - 17. Januar 2014 - 12:03 #

Ja großartig! Danke für den Tipp!!

Thorsten E. (unregistriert) 17. Januar 2014 - 11:06 #

Leider merkt man in jedem Satz, dass es dem Autor nur darum geht Tim Schafer und seinen Team eins reinzudrücken. Missgunst ist schon eine sehr deutsche "Tugend". Ja, Double Fine ist ohne nur irgendwas konkretes zu versprechen innerhalb weniger Wochen ein paar Millionen Euro reicher geworden. Und ja, die Entwicklung hat zu lange gedauert. Und ja, die Aufteilung des Spiels in zwei Teile hätte man sich sparen können. Und ja, ein Studio, das zu 90% aus kostenlos arbeitenden Praktikanten besteht, hätte mit dem Geld ein umfangreicheres Spiel gebastelt.

ABER das ändert nichts daran, dass Broken Age ein bezauberndes und charmantes Adventure ist und der beste Einstieg den man sich für das Spielejahr 2014 wünschen kann. Die Animationen sind klar besser als bei Baphomets Fluch 5, das hier ja immerhin eine 8 als Prognose erhalten hat.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 11:14 #

Das etwas überspitzte, in der Sache aber richtige "ein Studio, das zu 90% aus kostenlos arbeitenden Praktikanten besteht" bezieht sich doch wohl auf Daedalic, oder?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 12:09 #

Leider merkt man deinem Kommentar in jedem Wort an, dass es dir darum geht, alles toll zu finden, was vom (zum Glück nicht deutschen!) Genius Tim Schafer gemacht wird :-)

Thorsten E. (unregistriert) 17. Januar 2014 - 12:24 #

Broken Age ist mein erstes Spiel von Tim Schafer, Psychonauts und Brütal Legends waren nicht mein Genre und zu seinen LucasArts Zeiten war ich noch eingefleischter Konsolero, der nur auf Mega Drive, SNES und der ersten Playstation gezockt hat.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 14:59 #

Damit trifft dann ja mein Kommentar exakt genauso zu wie deiner: Beide scheinen keinerlei realistische Grundlage zu haben...

Sok4R 16 Übertalent - P - 4569 - 17. Januar 2014 - 11:33 #

Ich hatte schon vermutet dass das Spiel am Ende seinem enormen Hype nicht gerecht wird (das wohl noch kein Spiel geschafft), wobie der Hype hauptsächlich aus "OMGOMG Tim Schafer macht ein Adventure!" bestand.
Dass sich am Grafikstil die Geister scheiden dürfte kein Wunder sein, da er sich stark vom Standard abhebt - hier kommt der persönliche Geschmack zum tragen. Dass das Spiel erst in der letzten Stunde anzieht dürfte wohl damit zusammenhängen, dass Double Fine ob der Kickstarter-Summe etwas übermütig geworden. Dass von 3Mio auf Kickstarter am Ende keine 3Mio übrig bleibt kann man leicht ausrechnen (Gebühren, die physikalischen Goodies, etc). Sie haben wohl nicht ohne Grund zwischendurch noch ein HumbleBundle gemacht, durch das bestimmt auch wieder Geld reinkam. Am Ende wird es aber auch das nicht gereicht haben, aber das Konzept stand schon zu großen Teilen und dann haben sie einfach umgesetzt was noch geht.
Die gute Tendenz scheint ja da zu sein, ich hoffe mal sie wird auch entsprechend umgesetzt und nicht im zweiten Akt eine schnelle Auflösung angestrebt, auch wenn es verlockend ist gerade wenn das Geld knapp ist.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 12:24 #

Nur mal so zum Nachvollziehen:

+ ca. 3.300.000 $ Kickstarter-Einnahmen
+ ca. 100.000 $ weitere Einnahmen über die eigene Website
– ca. 300.000 $ Kickstarter-Gebühren
– ca. 800.000 $ Entwickler-Doku (2 Player Productions)
– ca. 400.000 $ Backer-Goodies
= ca. 1.900.000 $ Budget

Benötigtes Budget nach Neuausrichtung* (Budget x ca. 3) = ca. 5.700.000 $
Benötigtes Budget nach Kostenreduktion durch Anpassungen* (Budget x ca. 2,5) = ca. 4.800.000 $

* im Budget enthalten: eigene neue, auf Adventures zugeschnittene Engine (die für künftige Projekte verwendet werden kann)

– ca. 2.900.000 $ fehlende Gelder
+ ca. 1.300.000 $ Humble-Bumble-Einnahmen
= ca. 1.600.000 $ fehlende Gelder

+ unbekannter Betrag für Ouya-Konsolenexklusivität

Teil zwei des Spiels ist fertig konzipiert, Tonaufnahmen sind abgeschlossen. Die restlichen benötigten Gelder gehen für Polishing und die Überarbeitung der bisher erstellten Grafiken drauf. Zu berücksichtigen ist auch, dass die Angestellten bei Double Fine keine Praktis sind, die mit nichts bis ein paar Hundert Euro abgespeist werden. Und so soll die fehlende Summe rein kommen:

+ Einnahmen aus anderen Double-Fine-Projekten
+ unbekannter Betrag für Season-Pässe via Steam

Je schneller Geld via Steam rein kommt, desto schneller erscheint Teil 2. Ansonsten bleibt das Projekt vermutlich "on hold" bis Double Fine die Summe selbst erwirtschaftet hat.

(Zahlen gerundet; Quellen bitte selbst ergoogeln; ohne Gewähr)

Elder (unregistriert) 17. Januar 2014 - 14:21 #

Deine Zahlen sind schön und gut, aber die Backer haben ihr Geld in ein Oldschool-Adventure und nicht in eine wiederverwendbare Engine gesteckt.

Bei Oldschool-Adventure denke ich zunächst an ein Spiel für Ü30 und nicht an ein Ü3-Kinderbuch zum Durchklicken.

Den Backern steht zudem ein komplettes Spiel zu. Du machst aber Episode 2 von den Steam-Verkäufen der ersten Episode abhängig. Das ist schäbig.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 14:34 #

Ist doch ein Oldschool-Adventure. Dass es nicht brockenschwer ist, schmälert diese Eigenschaft nicht. Der zweite Teil soll zudem anspruchsvoller werden, also wo ist das Problem? Andere Spiele ziehen auch erst später mit dem Schwierigkeitsgrad an.

Woran du denkst, ist deine Sache. Die überwiegende Mehrheit der Backer hat Gefallen am künsterlischen Stil gezeigt. Double Fine ist niemandem außer den Backern - deren Meinungen durch Kommunikation in den jeweiligen Foren ins Spiel eingeflossen sind - Rechenschaft schuldig; dass es auch Minderheitenmeinungen gibt, ist klar. Man kann es nicht jedem recht machen. Und wer nur gebackt hat und sich dann aus den Diskussionen rausgehalten hat, ist selbst schuld.

Teil 2 des Spiels ist eben NICHT von den Steam-Verkäufen abhängig. Der kommt so oder so. Nur das "Wann" könnte davon abhängig sein. Ob April, Mai, Juni oder Juli ist dabei doch völlig pillepalle.

Wenn dir nicht passt, was Schafer und sein Team da kreiert haben, steht es dir selbstverständlich frei, auf das Spiel zu verzichten.

So what?

Monkey down (unregistriert) 17. Januar 2014 - 14:59 #

es ist kein oldschool adventure. weder grafisch noch spielerisch. es ist ein wimmelbildspielchen mit teurer musik und sprachaufnahmen.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 17. Januar 2014 - 15:04 #

Ich liebe es ja, wenn Leute ihre Meinung als Fakt darstellen.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 15:20 #

Definiere bitte old-school. Sonst reden wir hier noch aneinander vorbei.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 17. Januar 2014 - 17:09 #

oldshool adventure?
so wie das hier: http://www.youtube.com/watch?v=r0TLhR51uGY

Elder (unregistriert) 17. Januar 2014 - 15:06 #

Ich bin Backer, da kann ich nicht mehr verzichten. Die 30 USD werde ich allerdings verschmerzen können. Das ganze Drumherum hat für mich einen gewissen Wert. Als Backer wurde man ja bisweilen sehr gut unterhalten.
Das Spiel selbst ist jedoch eine große Enttäuschung.

Über den grafischen Stil von "Broken Age" äußere ich mich nicht. Schönheit liegt im Auge des Betrachters und über Geschmack lässt sich nicht streiten.

Mangels Rätseln ist "Broken Age" kein Abenteuer der alten Schule. Es ist ein Bilderbuch zum Durchklicken, mehr nicht. Und selbst da hat es wegen der wenigen Hotspots Defizite.

Dass ungefragt Daten via Google-Analytics übermittelt werden, ist eine Dreistigkeit die ihres Gleichen sucht.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 15:18 #

Bei den letzten beiden Punkten (Hotspots, Google Analytics) stimme ich dir zu. Ansonsten warte doch einfach ab, wie der zeite Teil wird und bilde dir dann ein abschließenden Urteil. Vielleicht versöhnt dich der noch ein wenig. Kann es ja verstehen, wenn die eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden.

Ich jedenfalls bin fast zu 100% glücklich damit, mir fehlt lediglich etwas mehr Interaktion mit der Spielwelt. Ich hatte schlappe 15 $ investiert und bin dermaßen zufrieden mit dem (bisherigen) Ergebnis, dass ich beim nächsten Double Fine Adventure sogar bereit bin ein Vielfaches des Betrags zu investieren.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 17. Januar 2014 - 15:02 #

"Den Backern steht zudem ein komplettes Spiel zu. Du machst aber Episode 2 von den Steam-Verkäufen der ersten Episode abhängig. Das ist schäbig."

Das ist, ganz allgemein, eine Mißinterpretation von Kickstarter. Einem Backer stehen nur die Dinge zu, die zunächst physisch versprochen worden sind (T-Shirts etc.). Einem Backer steht ein vollständiges Spiel zu? Wo steht das? Genau, nirgendwo. In den 'Incentives', wie es so schön heißt, steht irgendwo "A Download / physical copy of the finished game." Doch was passiert, wenn das Spiel nie fertig wird, sagt einem Niemand. Kickstarter ist keine Investition oder eine Vorbestellung, es ist eine Spende, nicht mehr, nicht weniger. Es gibt bei Kickstarter auch keinerlei Mechanismen, wenn ein Produkt in der Entwicklung stecken bleibt und gar nicht erscheint. Es gibt keine Rückgabe von Spenden oder Ähnliches.

Außerdem: Warum gehen, Deiner Meinung nach, so viele Kickstarter-Spiele den Weg über Early Access? Wasteland 2? Planetary Annihilation? Und so weiter? Genau, weil sonst das Geld nicht reichen würde...

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 15:13 #

Genau, das blicken auch die wenigsten. Das Prinzip von Kickstarter ist Schwarmfinanzierung. Ansonsten unterscheidet sich das Prinzip wenig von anderen Projektfinanzierungen. Irgendwer sucht Geldgeber für ein Projekt, das er nicht selbst stemmen kann/will. Ob der Geldgeber jemals was für seine Investition zurück erhält – in der Filmbranche sind das meist Gewinnbeteiligungen, in diesem speziellen Fall ist es ein Computerspiel und eine begleitende Filmdokumentation –, ist eine völlig andere Geschichte.

Elder (unregistriert) 17. Januar 2014 - 15:15 #

Was Kickstarter angeht, stimme ich Dir bis auf den Begriff "Spende" zu.
Nach deutschem Verständnis ist ein Pledge keine Spende.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 17. Januar 2014 - 15:21 #

Es mag nicht ganz der korrekte Begriff sein, das stimmt. Ich habe nach einem passenden deutschen Begriff gesucht für eine Zahlung, bei der man nicht zwingend eine Gegenleistung erwarten darf.

Elder (unregistriert) 17. Januar 2014 - 17:23 #

Jemand hat einmal "monetärer Vertrauensvorschuss" vorgeschlagen. Solange der Kontext klar ist, halte ich "Vertrauensvorschuss" alleine für ausreichend. Der Unterstützer setzt Vertrauen in ein Projekt. Die Unterstützungssumme bemisst die Höhe des Vertrauens. "Vertrauensvorschuss" hat zudem wie "Pledge" eine emotionale Komponente.

OT: Hat noch jemand Rosinen, am besten die kleinen schwarzen? Mir sind sie gerade ausgegangen. :-)

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20543 - 17. Januar 2014 - 15:23 #

Es ist aber auch ganz sicher kein Kauf sondern vielmehr eine finanzielle Vorbestellung von etwas, das es noch nicht gibt, das mit diesem Geld erst versucht wird zu erstellen.

Skeptiker (unregistriert) 17. Januar 2014 - 15:14 #

Warum macht Tim Schäfer ein "Coming of Age"-Adventure für ein Zielpublikum, die Backer, das diese Lebensphase schon lange hinter sich hat? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass "Coming-of-Age"-Filme nur wirken, wenn man selber im richtigen Alter ist und oft auch nur, wenn es um die eigene Generation geht.
Ich befürchte, Broken Age geht mit seinem Thema und auch mit dem Grafikstil ziemlich am Zielpublikum vorbei.
Da hätte es schon eine "Vater und Sohn"-Geschichte sein müssen, so was wie bei The Last of US, ein Adventure, dass jungen und alten Spielern die Augen für die Probleme der anderen Generation öffnet. Ja, das wäre was gewesen, Cat Stevens Father and Son als Adventure ...

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 17. Januar 2014 - 15:22 #

Wenn man die Backer-Foren verfolgt hat ist das Thema von Anfang an ziemlich positiv aufgenommen worden. Ich selbst bin 34 und mag das Thema und die Umsetzung.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 15:21 #

Das Zielpublikum waren die Backer. Alle anderen sind eine nette Dreingabe :P

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 17. Januar 2014 - 17:50 #

Auf jeden Fall finde ich es durchaus positiv, dass hier zur Abwechslung einmal über die Geschichte und die Charaktere gesprochen wird, und nicht um "hast du diesen Lichteffekt gesehen!".

euph 23 Langzeituser - P - 40250 - 17. Januar 2014 - 15:40 #

So, habe jetzt den Part mit Vella beenden können und dafür knapp 3 Stunden Spielzeit gebraucht. Und tatsächlich, die Rätsel sind bisher relativ einfach gehalten. Dafür sind sie aber durch die Bank logisch und ohne sinnfreies ausprobieren zu bewältigen. Der Schwierigkeitsgrad darf da in Act 2 durchaus noch ein bisschen anziehen, aber das ist in anderen neueren Adventures doch durchaus auch so.

Ich denke z.B. an das im Test als Alternative genannte Satinavs Ketten. Das habe ich vor kurzem erst angefangen und bisher sind die Rätsel darin nicht wirklich besser als in Broken Age. Auch da habe ich bisher (bin beim Zwergenladen) immer nur wenig Gegenstände im Inventar und was mit denen zu tun ist, ist auch bei Satinavs Ketten bisher immer klar gewesen. Zumindest brauchte ich da bisher noch keinen Blick in eine Komplettlösung und bin auch an keiner Stelle wirklich hängen geblieben.

Von daher ist es, gerade weil ja angeblich ein ansteigender Schwierigkeitsgrad für Broken Age angekündigt ist, durchaus möglich, dass das sich noch deutlich positiver entwickelt.

Zudem finde ich persönlich, das Animationen, Sprachausgabe, Musik etc. im Vergleich zu Satinavs Ketten deutlich besser und professioneller aussieht. Der Stil ist natürlich so eine Sache, der muss nicht jedermann gefallen.

Der Kritik am Interface schließe ich mich an. Leider erwische ich mich immer wieder, wie ich einen Gegenstand im Inventar anklicke um ihn zu verwenden und vergesse ihn zu ziehen. Auch das ich Dialoge nicht Zeilenweise "skippen" kann, ist nicht unbedingt Adventuretypisch.

Ansonsten fühlt sich Broken Age aber wie das an, was versprochen wurde. Ein PnC - und wer es wirklich klassisch haben will, sollte nach dem 8bit-Modus suchen, dann sieht es auch fast so aus :-)

Was das Budget betrifft, wird in meinen Augen gerne der Fehler gemacht, das man nur auf die Kicktartersumme und den Umstand schaut, das ja noch ordentlich Geld "nachgepumpt" wurde.

Ich habe ein Spiel für §15 Dollar bekommen, das mir professionelle Sprecher, einen Umfang von am Ende wohl 8-10 Stunden, ein besonderes Art-Design und eine bisher 13teilige Doku über die Entstehung des Spiels beschert hat. Da haben viele andere Spiele in dieser Preisklasse deutlich weniger geboten. Und ein hochgelobtes Journey, das ähnlich teuer ist/war und kaum drei Stunden "Spielzeit" bietet hat auch einige Millionen verschlungen, wenn ich mich da jetzt recht erinnere.

Insofern sehe ich zwar Teile der Kritk im Test als gerechtfertig an und unterschreibe auch, das Tim Schafer bisher nicht so ein "Meisterwerk" gelungen ist, wie es sich wohl viele erhofft haben. Die (vorläufige) Note von 6/10 sowie die Meinungskästen der beiden "alten Adventurehasen" kann ich jedoch nur bedingt nachvollziehen. Da klingt für mich zuviel persönliche Enttäuschung aus evtl. zu hohen Erwartungen durch (auch wenn das im Meinungskasten direkt dementiert wird).

J.C. (unregistriert) 17. Januar 2014 - 15:44 #

Das Budget und was daraus gemacht wurde (oder nicht) sollte gar keine Rolle bei der Bewertung spielen.
Der Preis fließt ja auch nicht in die Bewertung ein. Nur das Ergebnis zählt.

euph 23 Langzeituser - P - 40250 - 17. Januar 2014 - 15:54 #

Grundsätzlich ja. Auch wenn man von einem 10-15 Euro Spiel weniger Umfang und z.B. Grafik erwarten, als von einem Vollpreistitel.

Ansonsten zählt natürlich nur, ob es Spaß macht oder nicht, da hast du Recht.

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 15:45 #

[Wegen diverser Unfreundlichkeiten gelöscht. -- Redaktion]

jazzmessenger 08 Versteher - 162 - 17. Januar 2014 - 16:40 #

vielleicht etwas harter Tobak, man kann auch anständig bleiben, auch wenn ich ziemlich sicher bin, dass GG mit dieser niedrigen Wertung zahlreiche Kommentare provozieren wollte.

... aber absolutes Dito was die Grundaussage deiner Punkte 3 und 4 angeht. Das liess mich tatsächlich auch am Verstand des Rezensenten zweifeln.

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 15:55 #

[Wegen diverser Unfreundlichkeiten gelöscht. --Redaktion]

Skeptiker (unregistriert) 17. Januar 2014 - 17:07 #

Wenn mir ein Film fünf Minuten wirre farbige Szenen zeigt, weil der Protagonist Drogen mißbraucht hat, dann ist das auch ein Stilmittel und trotzdem ist das nervig und ich spule spätestens beim zweiten Mal vor.
Man kann Eintönigkeit auch transportieren, ohne den Zuschauer selber mit Eintönigkeit zu nerven.

Ich hab den GG-Test gerne gelesen, den englischen Test auf gamespot, man will ja wissen, wieso die eine 7.0 geben, musste ich abbrechen, weil mir Inhalt und Stil gar nicht gefallen haben, so wird für meinen Geschmack z.B. zu viel verraten.

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 18:20 #

Du findest die Kritik in keinem anderen Test. Die Sequenz ist etwa 7-15 Minuten lang. Ich habe gestern noch die Production Diaries von Double Fine geschaut (nachdem ich das Spiel beendet habe), und es gab exakt diese Diskussion um exakt diese Sequenz. Und es wurde beschlossen es als Stilmittel zu halten.

Der Vorwurf an viele Spiele heutzutage ist, dass sie sich einer Formel bedienen die keine Sekunde mehr Reflexion oder "Durchhänger" erlaubt. Jetzt setzt es ein Spiel wirklich offensichtlich für eine kurze Sequenz als Stilmittel ein - und die Redakteure haben nichts besseres zu tun als LAAAAANGWEILIG zu maulen?

Infatil wäre meine Entgegnung.

Und woher die Drogenfilme von dir kamen, weiss ich auch nicht so recht. Anfassen werde ich die aber auf keinen Fall..

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 15:59 #

Ich hab noch eine letzte Frage. Wann versagen eigentlich Spieletester für Magazine? Also in soweit, dass sie nicht mehr haltbar sind und gefeuert werden müssen. Ist in diesem Beruf nicht denkbar, oder?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 16:57 #

Ich habe nach diesem dritten unfreundlichen Kommenar von dir eine Frage an dich: Wurden dir nie die Regeln der Höflichkeit beigebracht, und dass man seinen Standpunkt auch ohne Beleidigungen, Unterstellungen und Unverschämtheiten darlegen kann?

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 17:34 #

Davor noch kurz die Replik in einem Satz, glaub nicht dass dir "Höfllichkeit" den Kopf aus der Schlinge von Kritik freikauft - der Test hier ist infam.

Die Antwort ist simpel. Ich halte euren Test für ein echtes Problem, das sich nicht mit "Geschmack" oder "Meinungsverschiedenheiten" erklären lässt.

Jetzt ist es nicht so, dass ich hier auf dem selben Niveau wie der Tester "öffentlich" werden kann. Liefern dir andere Leser Kritik am Test mit einem Lob (Tennis) gehst DU (wie hier bereits früher belegt) gepflegt über diese hinweg und kannst so tun als wär sie nicht angebracht, oder nur Auslegung.

Also erhöhe ich hier den Einsatz indem ich die Kritik konzentriere. Der "Test" ist entweder eine Ansammlung aus Lügen, oder das Geschreibsel einer Person die ernsthafte Probleme mit der Rezeption des Werkes hatte. Dazu kommt, dass hier gezielt manipulative Phrasen verwendet wurden um bestimmte Aspekte (Monotonität in einem Rätsel) negativ beleuchten zu können.

Auch die kreativen Begründungen des Tests ist durchgehend nicht haltbar. Wenn du einen Querschnitt aller veröffentlichten Nutzermeinungen hernimmst, wirst du in keiner sehen, dass "das Greifarmspiel der Tiefpunkt des Spieles war" (es stört mich wirklich immens, da es ein so zentraler Teil des Plots ist und gleichzeitig als Minispiel gerade mal 5 Minuten in Anspruch nimmt). Und im Gegensatz zu deinem "boah wo ist die Spannung ey?!" Redakteur wird ihm das Plot Pacing in anderen Tests nicht negativ ausgelegt (hier hast du die komplett gegenteilige Aussage: escapistmagazine.c*m/articles/view/editorials/reviews/10909-Broken-Age-Act-1-Review aber es wird auch in keinem anderen Reviews negativ erwähnt, und warum auch, das Pacing ist wirklich gut.).

Wenn du andere Reaktionen sehen willst, sieh dich um. Die Test Aggregatoren kannst du.

Im neogaf wird es (ungehyped) durchgehend positiv aufgenommen.
Im maniac wird es (ungehyped) positiv aufgenommen.
Erste Reaktionen aus einer Zielgruppe "Leser eine Qualitätszeitung" - durchgehend positiv:
derstandard.at/1388650972865/Adventure-Hoffnung-Broken-Age-geht-an-den-Start

Kritik gibt es für "zu leichte Rätsel".

Aber was hier abgezogen wird...

Ernsthaft, gibts von euch noch eine Stellungnahme, oder müsst ihr euch nicht rechtfertigen, sondern ist das Auftauchen von euch hier in den Kommentaren "impression Management" und reine Spielerei?

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 17. Januar 2014 - 18:33 #

Für mich bedeutet dieser Test etwas anderes:
In anderen Genres wie Rennsimulationen oder Rollenspielen kann man noch relativ leicht objektive Kriterien ausmachen (z.B. wie gut ist die Fahrphysik? / wie gross ist die Spielwelt? / wie gut ist das Balancing der Skills etc.).
Bei Adventures stehen die Handlung und die Charaktere im Zentrum, und die sind nunmal Geschmacksache. Wirklich objektiv bewerten lässt sich eigentlich nur das Rätseldesign, und das ist in diesem Fall wirklich nichts Besonderes. Abgesehen von den Rätseln (und vielleicht Grafik und Sound) ist ein Adventure immer eine sehr subjektive Erfahrung. Ein Adventure kommt vielleicht dem Lesen eines Buches am nächsten, auch deshalb finde ich den Stil von BA sehr gelungen. Selbstverständlich gibt es auch objektivere Kriterien für ein gutes Buch, aber schau dir mal die Literaturfuzzis am TV an, die sind selten einer Meinung.
Natürlich sind die Spielemagazine selber schuld, denn mit ihren nummerischen Wertungen versuchen sie ja, ihre Meinung zu quantifizieren und damit objektiver zu machen. Bei GG kannst du die Wertung auch abschalten, was mich persönlich kalt lässt, denn ich will mitmachen beim Shitstorm.
Ich glaube einfach, dass Adventures generell zu den Spielen gehören, die man nur schlecht objektiv bewerten kann. Vielleicht ist es auch ein Irrtum wenn man glaubt, man könne die Qualität eines Adventures anhand der Spielmechanik ausmachen. Die neueren Telltale Spiele bestehen ja nur noch aus QTE, und sind trotzdem bei Spielern und Kritikern sehr beliebt.
Für mich besteht der Sinn eines Spiels wie BA nicht zuletzt in den Diskussionen, die es hervorruft. Über Fahrphysik lässt sich wenig streiten, ein Assetto Corsa ist numal realistischer als ein GRID 2. Aber ob Deponia nun besser sein soll als BA, das finde ich eine interessante Frage. Gamer werden hier zu Kunstexperten: Selbst wenn alle vor dem genau gleichen Bild stehen, sieht jeder etwas anderes.
Also lasst uns shitstormen!

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 18:55 #

Wenn du auch nur eine ungefähre Ahnung davon hättest mit welcher Sprache man über Exposition, Framing, Setups, Progressionsdesign, Charakterdesign und Plotentwicklung sprechen kann. Klar, dazu muss man entweder in Kalifornien leben, oder zumindest einmal ein Buch dazu in der Hand gehabt - oder sich wo eingeschrieben haben - aber wollen wir das für unsere Videospieltestredakteure nicht einmal im Ansatz voraussetzen - es gibt hier trotz allem ein Problem.

Nach dem gelöschten Beitrag muss ich die konkreten Kritikpunkte ein zweites mal niederschreiben.

- Der unfassbar als "Tiefpunkt des Spiels" genannte Teil der keiner ist, und gleich dreifach nicht begriffen wurde (Bedeutung im Metadesign (Spiel in einem Spiel), der Reveal zur Tatsächlichen Bedeutung in der Story (komische Kreaturen) und die Bedeutung als "nur ein Spiel - aber mit Konsequenzen".

- Der Vorwurf der oberflächlichen Dialoge. Frau die ihrem Mann fast Lieber eine Affaire zugestanden hätte, Holzfäller dessen Briefkasten "schon lange keine Post mehr gesehen hat", überbemutternde Mutter, Kind das immer Trophäen gewinnt, der gescheiterte Held, der Löffel mit Selbstzweifeln, die oberflächlichen Fischertöchter, eine GESCHICHTE DIE EINEM ZU EIGENSTÄNDIGEM DENKEN MOTIVIERT.

- Der Vorwurf der Kindlichkeit im Design und der fehlenden Plottiefe. Als ob der Redakteur hysterisch über Pixar Filme lachen würde und dabei die unterschiedlichen Ebenen übersieht. Und Broken Age hat sogar visuell ein Design das stellenweise "edgier" ist als es Pixar Filme sein könnten.

- Der Vorwurf des kaputten Pacings dass erst im letzten Drittel Motivation durch Spannung erzeugt. Es gibt Tests die tatsächlich das Gegenteil hervorheben. (Escapist) Es ist auch komplett unwahr, ihr werdet es in keiner anderen Reaktion finden, nur hier im Test.

- Der Vorwurf der Repetitivität in einer nicht mal 15 Minuten Sequenz in der diese als Stilmittel genutzt wird um das als "Charakter" dem Spiel umzuhängen. Das ist bewusst verzerrend.

Ihr werdet nichts davon in anderen Tests lesen - und das hat einen Grund. Die genannten Kritikpunkte sind verfehlt, nicht zutreffend, erfunden.

Nicht subjektiv, nein, tatsächlich objektivierbar. Der Test ist bestenfalls eine Konstruktion, oder ein Missverständnis.

Und wenn ihr mir das ein drittes mal löscht - werde ich leicht ungehalten.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 7:52 #

Ich gebe dir in allen Punkten recht, ausser beim ersten Abschnitt, den verstehe ich nicht.
Trotzdem schreibst du so, als würde dein Leben davon abhängen, wie GG dieses Spiel bewertet. Warum ist das so?

Monkey down (unregistriert) 18. Januar 2014 - 9:25 #

wie fanatisch muss man sein um seinen senf hier seitenweise wie die marktschreier zu verbreiten wegen einem spielchen auf kindergartenniveau

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 18. Januar 2014 - 10:22 #

Für die Redaktion (anscheinend) unterstützende Trolle gilt das Gleiche wie für sie angreifende Trolle: Mäßigung, sonst Löschung der Kommentare. Broken Age hat mit Sicherheit kein "Kindergartenniveau", es verwendet einen Grafikstil, der an bestimmte Kinderbücher erinnert, und der technisch auch sehr gut umgesetzt ist.

Namenloser (unregistriert) 17. Januar 2014 - 17:04 #

Geht es euch darum das Spiel zu bewerten oder mal so richtig abzurechnen mit dem Kickstarter-Hype? Alleine der Vorwurf der Kinderbuch-Optik ist schon ziemlich weit hergeholt. Würdet ihr wenn ihr ein Museum mit impressionistischer Kunst besuchen würdet, auch die schlecht gezeichnete Kinderbuch-Optik bemängeln und Vergleiche zu Da Vinci und co. ziehen?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 17:18 #

Es geht uns allein darum, das Spiel fair zu bewerten, was wir getan haben. Zu deiner Info: Vor zwei Tagen haben wir einen anderen "Kickstarter-Hype" mit einer 8.0 bewertet, nämlich Banner Saga. Beachte bitte, dass insbesondere Zeichenstil und ähnliches viel mit Geschmack zu tun haben, du musst da nicht gleich die große Verschwörung wittern. Wie detailliert und aufwändig die Animationen in Broken Age sind (inklusive vieler Kameraperspektiven in Dialogen), ist dem Text zu entnehmen.

Namenloser (unregistriert) 17. Januar 2014 - 18:28 #

Ich hab von Banner Saga noch nie etwas gehört, so sehr gehypt worden sein kann die Kampagne eigentlich nicht.

Ohne Kickstarter wäre der Hauptkritikpunkt "Sieht nicht aus wie ein 3,3 Millionen Dollar Spiel" nichtig gewesen.

Skeptiker (unregistriert) 17. Januar 2014 - 17:35 #

Ich finde der Begriff trifft es total gut, gerade die Szene mit dem Jungen im Pyjama vom Titelbild mit ihrem Stil sieht aus, wie schon 100 Mal gesehen, ohne dass ich Referenzen nennen könnte.
Kennt man den Stil aus Kinderbüchern? Aus einem modernen Animationsfilm? Von Kinderbettwäsche?
Die großen Augen, die flächige Art der Färbung und die Art und Weise, wie hell und dunkel gemalt werden, das hat man schon irgendwo gesehen! Vielleicht in einem anderen Computerspiel (von Double-Fine)?
Ich bin gerade mal die Top-100 der Bilderbücher durchgegangen und die haben tatsächlich alle einen wesentlich einfacheren Zeichenstil, der es nicht mit den Screenshots von Broken Age aufnehmen kann.
So betrachtet kann ich schon verstehen, wenn man Kinderbuch-Optik dann als Beleidigung auffasst, weil man den Stil und die Qualität eben vorher noch nicht so in Kinderbüchern gesehen hat.

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 17:46 #

Kommt vielleicht daher - dass das hier der Lead Designer/Concept Artist ist?
google.de/search?q=Nathan+Stapley&espv=213&es_sm=91&tbm=isch&tbo=u

Ich glaub Kinderbuch hat der noch keins gemalt - aber mei, dass der Tester "tonedeath" ist und es anderen zum Vorwurf macht ("kein Tiefgang") werfen wir gamers global bereits seit dem ersten Dutzend an Kommentaren vor.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 18:01 #

Du benutzt zunehmend "wir", also ob du hier eine Mehrheitsmeinung vertreten würdest. Wenn es dich selbstsicherer macht...

Ich finde "Kinderbuch-Stil" übrigens keinesfalls herabwürdigend. Das ist einfach deskriptiv, wie der Stil auf den Autoren (und übrigens auch auf mich wirkt).

Bei einer weiteren Beleidigung des Autoren durch dich werden deine Comments übrigens fortan generell gelöscht, wie mittlerweile vier deiner Kommentare hier im Thread.

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 18:08 #

Erzähl das mal dem Autor des Tests (ich übrigens auch nicht).

Und bitte, lies meine Beiträge bevor du sie entfernst. Ich brauch sie nicht unbedingt in der Öffentlichkeit, aber ich möchte dass du liest, wenn ich es für etwas halte was vor allem negativ aus Gamers Global reflektieren muss.

Und dass ich mich beim Autor (relativ neu hier) ob meiner Schärfe etwas entschuldigt habe, kann hier ruhig stehen bleiben.

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 18:09 #

corr: auf

v3to (unregistriert) 17. Januar 2014 - 18:11 #

kinderbuchoptik wohl wegen der klar definierten mondgesicht-zeichenweise, durchgängig ähnlich verfremdeter anatomie (dünne lange ärmchen, großer kopf), der kreide/bundstiftoptik...
bzw es ist eigentlich stilistisch verdammt nah an der augsburger puppenkiste oder tim burton (wenn auch dort eher düster) dran. oder um bei double fine zu bleiben - bei psychonauts. was das figuren-design angeht, erinnert es mich teils tatsächlich sogar an day of the tentacle nur halt in zuckersüß.

btw betrachte ich die beschreibung als kinderbuchoptik nicht wirklich beleidigend. braid hatte die auch, war ebenso ein wunderschönes spiel. ni no kuni wurde auch schon genannt.

Skeptiker (unregistriert) 18. Januar 2014 - 0:29 #

Stimmt, es gibt eine deutliche Ähnlichkeit zu Psychonauts, an dem Nathan Stapley mitgearbeitet hat.
Aber darüber hinaus kommt mir auch die Art Szenen einzufärben oder die Gestaltung des Gesicht des Jungen total vertraut vor und ich habe immer noch nicht raus warum.
Dieses "Deja-Vu" habe ich vor allem bei stehenden Bildern, weniger während der Animationen.

marpieters84 12 Trollwächter - P - 1122 - 17. Januar 2014 - 18:12 #

Ich, für meinen Teil, kann nur sagen, dass Act 1 unglaublich gut ist und durchaus in vielen Bereichen (besonders in Musik & Präsentation) neue Adventure Maßstäbe setzt.
Die Rätsel sind zu leicht, da stimme ich zu. Das Spiel ist aber auch nicht komplett und ich finde das muss besser kommuniziert werden.
(und überhaupt ist es noch Beta)

Ich finde auch, dass es sich sehr wohl wie ein LucasArts Spiel anfühlt und zwar von der ersten Sekunde.

Ich kann auch nachvollziehen, wenn einem die Optik nicht zusagt. Fand ich aber von Anfang an grandios, aber ist halt Geschmack.

Ich mache hier niemandem bei GG einen Vorwurf. Bewertungen sind individuell und ich sage nur, wie ich es sehe.

Schade das diese Sache mit der erweiterten Finanzierung geschehen ist.
Ich vermute, dass manche das Spiel dadurch sowieso aus falschem Blickwinkel betrachten.

Interessant ist auch, dass bisher die ausländische Presse besser bewertet.

Blödsinn ist es allerdings, das Ende zu kritisieren. Es gibt nämlich noch keines.

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 18:24 #

>Ich mache hier niemandem bei GG einen Vorwurf. Bewertungen sind individuell und ich sage nur, wie ich es sehe.

Ich sehe das anders. Bewertungen haben begründet zu werden und die Begründungen hier im Test sind wie bereits angesprochen in großen Teilen schlichtweg untragbar.

Gerade der deutschsprachige Videospielejournalismus bezieht sich auf eine Tradition in der "Subjektivität" eher als Negativum gesehen wird. Und der Test hier ist bereits objektiv unhaltbar, also...

>Interessant ist auch, dass bisher die ausländische Presse besser bewertet.
Sprachbarriere? Vielleicht Lokalisation? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass der Autor des Tests ein gänzlich anderes Spiel gespielt haben muss als ich.

marpieters84 12 Trollwächter - P - 1122 - 17. Januar 2014 - 18:50 #

"Ich sehe das anders. Bewertungen haben begründet zu werden und die Begründungen hier im Test sind wie bereits angesprochen in großen Teilen schlichtweg untragbar."

Verstehe mich nicht falsch. Ich bin eigentlich auch sehr verärgert über das Ergebnis des Tests und denke auch es entspricht nicht der Wahrheit.

Überhaupt hatte ich stets das Gefühl das man bei GG das Projekt scheitern sehen will, besonders nach dem angeblichen Finanzdebakel.
(das bleibt aber auf alle Ewigkeit nur ein Gefühl und deshalb will ich keinen Vorwurf daraus formulieren)

Jeder Autor hat das Recht auf seine Meinung, dass er damit vielleicht viele beeinflusst etwas nicht gut zu finden, was man eigentlich gut finden würde, hätte man den Test nicht gelesen ...

Das liegt nun mal in der Natur der Sache.
(Am Ende testet ja auch nicht nur GG, wer sich auf EINEN Test verlässt, na ja, man muss auch mal vergleichen)

Genauso haben wir das Recht zu sagen, wenn wir etwas nicht gut finden oder anders sehen. Manchmal ist der Aufschrei groß (mir fällt da der lächerliche Test der Gamstar zu "The Witcher" ein, am Ende war es Rollenspiel des Jahres)

"Sprachbarriere? Vielleicht Lokalisation?"
Ja ist auch einer meiner Tipps.

Aus meinen Aussagen lässt sich auch herauslesen, dass ich das Spiel völlig anderes einschätze. Ich finde es hat absolutes Klassikerpotential, allerdings mit der Annahme, dass der zweite Teil mit so einigen Überraschungen daherkommt. Die Zeit wird es zeigen.

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 19:08 #

Ich habe eine andere Vermutung - aber die ist komplett durch nichts unterlegt.

Der Tester ist relativ neu (gerade mal drei Tests unter seinem Namen) - und wollte sich mal als "Kritiker" beweisen. Er fand das Design "kindlich", im Spiel zu wenig "Action" - und irgendwo zwischen dem was das Spiel tatsächlich erzählt (Dialog und Plot) un dem was der Autor davon mitbekommen hat ("oberflächliche" Dialoge) gab es ein ziemlich großes Verständnisproblem.

Dazu (und nicht dass ich es als Druckmittel nutzen würde, wenn das Spiel schlecht ist, dann ist es so zu schreiben) kommt, dass sich Gamers Global ob des Interesses und der Bedeutung des Spieles komplett in die Nesseln gesetzt hat - und man einem solchen Redakteur einen solchen Titel zugetraut hat, ohne es redaktionell abzusichern (zB durch jemanden mit mehr Erfahrung).

Jörg Langer wäre hier kaum so aktiv und der "Test" wohl kaum an erster Stelle in der Reihung auf der Seite, wenn das hier kein kleiner Skandal des deutschen Videospieljournalismus wäre, und die Klickzahlen nicht überproportional gross.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 19:17 #

Stephan Petersen testet seit Jahren Spiele, hat definitiv schon deutlich mehr als drei Spiele für uns getestet, und schreibt überdies unter anderem für Gameswelt.de und spieletipps.de. Adventures sind eine Spezialität von ihm, wie auch vom Co-Tester Benjamin Braun -- den es ja aber deiner Meinung gar nicht gegeben hat.

Schau, schon drei größere Irrtümer in einem einzigen Comment von dir, bei denen du meilenweit danebenliegst. Jetzt fragen sich sicher viele: Liegt der gute harlekin vielleicht auch noch bei anderen Dingen, die er so von sich gibt, meilenweit daneben?

Spiel doch dein neues Lieblingsspiel noch mal durch, lass dir doch nicht dieses epochale Erlebnis von uns kaputtmachen...

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 19:23 #

Der Co Tester hat zumindest hier im Konzept ebenfalls nichts geholfen, also ja, man hätte ihn auch gleich weglassen können. Mehr als ein "Also eigentlich gefällst mir ja doch ganz gut" war hier nicht drinnen.

Wenn der Tester bereits "länger im Business" ist, dann stimmt meine Vermutung natürlich nicht und ich bin wieder genauso verdattert wie zu Beginn.

Vielleicht noch ein Wort zum Co-Tester Konzept - wie stellt ihr sicher, dass das ganze nicht in einer einseitigen Dominanz des Haupttesters endet, der deutlich mehr involviert ist und deutlich mehr zu verlieren hat als der Co-Tester? Will sagen - gibt es eine Möglichkeit dass gegensätzliche Meinung tatsächlich an den Tag treten, oder wird das so und so bereits automatisch durch "erwünschtes soziales Verhalten" ("Ich sags mal lieber nicht zu laut, vielleicht irr ich mich ja, und außerdem hat er viel mehr gespielt, und das nächste mal ist er Co-Tester bei mir...") überlagert?

Ihr seid mit euren "Kritikpunkten" am Spiel so und so Einzigartig, das kann euch niemand mehr nehmen.

jazzmessenger 08 Versteher - 162 - 17. Januar 2014 - 19:47 #

meilenweit daneben liegen ... ahh, das erinnert mich doch an etwas. Ah ja, ein Blick auf die Wertungen auf metacritic zu "Broken Age" spricht Bände.

Bände spricht auch dein Zynismus im letzten Satz - total daneben. Natürlich bietet "Broken Age" kein epochales Erlebnis, aber welche Indie-Produktion bietet dies schon?

Einige der Kritikpunkte sind sicherlich angebracht, auf die gehen ja auch andere Kritiker ein, die dennoch weit höhere Wertungen verteilen oder zu versöhnlicheren Urteilen kommen ...

Ich glaube der Hauptgrund für die Proteste hier ist, dass hier bei dieser Rezi nun besonders augenscheinlich wird, dass sie (wie jede andere Spiele-Rezension auch) nicht objektiv ist ... der Rezensent hat nicht wirklich Zugang zum Spiel gefunden und das merkt man dem Text auch an. Ist ja auch ok. Aber weiss trotzdem nicht, wie schlau es ist, "Stil ist Geschmackssache" als Negativpunkt aufzuführen, "blasse Nebenfiguren", "oberflächliche Dialoge" zu erwähnen und den "dezenten Humor" im Fazit eher negativ zu konnotieren ... ich bin ganz sicher, dass nur eine verschwindende Minderheit der Broken-Age-Spieler da zustimmen würde.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 19:55 #

"verschwindende Minderheit": Schon denkbar, da sich ja viele Backer sonst unter Umständen eingestehen müssten, falsch investiert und zu viel vertraut zu haben. Allerdings: Meckern müssen doch meistens nur die, die andere Meinungen schwer ertragen können.

Wir schreiben hier aber nicht für ein oder zwei voreingenommene Backer, die sich nachträglich ihr Vertrauen schönsaufen wollen, sondern für diejenigen, die das Spiel ab 28.1. ganz normal kaufen können. Zumal uns ja auch durchaus einige Backer rechtgeben hier im Thread.

Und klar, natürlich darfst du Broken Age schön und humorvoll und mehrdeutig finden. Aber wir dürfen es enttäuschend finden nach all den großen Spielen, die Schafer früher gemacht hat, und nach alledem, was es seitdem (vor allem, aber nicht nur) in Deutschland an tollen Adventures gegeben hat. Können wir was dafür, dass die US-Kollegen von Daedalic noch nie was gehört haben? Trotzdem existiert Daedalic, und existieren ihre Spiele. Und die sind nunmal aus unserer Sicht viel, viel besser als zumindest der erste Part von Broken Age.

Was du nun tust, ist, uns nachweisen zu wollen, dass es unsere Schuld ist, "keinen Zugang gefunden" zu haben. Du wirfst mir Zynismus vor, wo gar keiner ist. Immer das Gleiche: Manchen Indie-Fans fehlt es schlicht an der nötigen Coolness, andere Meinungen zu ertragen. Anscheinend erzeugt das "Indie" mütterliche/väterliche Protektionsgefühle... :-)

Oliver Player (unregistriert) 17. Januar 2014 - 20:08 #

>Wir schreiben hier aber nicht für ein oder zwei voreingenommene Backer, die sich nachträglich ihr Vertrauen schönsaufen wollen, sondern für diejenigen, die das Spiel ab 28.1. ganz normal kaufen können. Zumal uns ja auch durchaus einige Backer rechtgeben hier im Thread.

Na, na. Wo ist da den die Höflichkeit geblieben?

jazzmessenger 08 Versteher - 162 - 17. Januar 2014 - 20:11 #

mein Zyniker-Detektor lässt mich selten im Stich, und siehe da, er schlägt schon wieder aus bei Zeilen wie "ihr Vertrauen schönsaufen" und so ;-) Aber gut, hat mich auf jeden Fall zum Lachen gebracht.

wenn ich die ersten zwei Absätze deiner Replik hier lese, scheint mir, als würde Kollege marpieters84 mit seiner Vermutung von wegen, "dass man bei GG das Projekt scheitern sehen will" vielleicht sogar Recht haben...

glaub mir, die Dokumentation allein war das Geld schon wert und hat so manchem Backer einige schöne Stunden beschert. Vermutlich mehr als das Endprodukt selbst ;-)

Ich denke auch, dass die hohen Wertungen in den USA damit zusammen hängen, dass Adventures dort noch viel toter waren als hier .... da ist sicher was dran.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 21:53 #

Siehe unten, ich finde die Idee dieser Doku toll, und akzeptiere jederzeit, wenn das Belohnung genug ist für manchen Backer. Die Frage ist, hätte sie vielleicht günstiger gemacht werden können? Dann wäre halt mehr Geld fürs eigentliche Spiel geblieben.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 17. Januar 2014 - 20:48 #

"Schon denkbar, da sich ja viele Backer sonst unter Umständen eingestehen müssten, falsch investiert und zu viel vertraut zu haben. Allerdings: Meckern müssen doch meistens nur die, die andere Meinungen schwer ertragen können. Wir schreiben hier aber nicht für ein oder zwei voreingenommene Backer, die sich nachträglich ihr Vertrauen schönsaufen wollen (...)"

Jetzt schießt du aber den Vogel ab! Ich habe in keinem Beitrag hier auch nur irgendwen angegriffen. Und jetzt kommst du daher und scherst (weil dir irgendein Kommentator auf den Geist geht) all diejenigen, die eine andere Meinung als du haben, über einen Kamm und nimmst sie mit deiner beleidigenden Aussage in Sippenhaft.

So etwas Würdeloses hätte ich - gerade von einem Chefredakteur - nicht erwartet. Vielen Dank für die Blumen, ich weiß, wo ich sie hin stellen werde.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 21:40 #

Würdelos: Danke für den Lacher am Abend. Ändere mal deinen Nick, und dann erzähl mir erneut was von würdelos :-)

J.C. (unregistriert) 17. Januar 2014 - 22:05 #

Man hätte vielleicht auch antworten können, dass es nicht darum ging alle die das Spiel gut finden und es hier kund tun über einen Kamm zu scheren...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 18. Januar 2014 - 10:20 #

Klar hätte "man" das. Aber das ist ja wohl klar! Es geht hier nicht darum, dass GamersGlobal oder ich irgendwem vorschreiben wollen, was ihm zu gefallen oder nicht zu gefallen hat. Es geht hier darum, dass wir uns nicht einfach von ein paar dahergelaufenen Eiferern unsaubere Testarbeit oder Voreingenommenheit vorwerfen lassen.

J.C. (unregistriert) 18. Januar 2014 - 13:31 #

Nun, der eine oder andere User fühle sich wohl angesprochen und angegriffen. Das waren Leute die ganz sachlich und korrekt diskutiert haben und auch dafür bekannt sind wie McSpain. So klar war es dann offenbar nicht. Es wäre dann doch konstruktiv dieses Missverständnis auszuräumen statt draufzudreschen. Schwamm drüber.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 14:24 #

"Ich habe in keinem Beitrag hier auch nur irgendwen angegriffen."
Wieso fühlst du dich angesprochen, wenn Meckernde gemeint sind, obwohl du nicht gemeckert hast? Oder hast du das Gefühl, gemeckert zu haben?

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. Januar 2014 - 18:57 #

Die Rätsel sind viel zu einfach, die Handlung ist repetitiv, unnötige Actioneinlagen versuchen die Spieldauer künstlich in die Länge zu ziehen.

Überdrehter, gewöhnungsbedürftiger Grafikstil. Peinliche Vertonung, einige Charaktere klingen wie Synchronsprecher billig produzierter Kinderkanalcartoonserien.

Aufgesetztes, kindisches Ende, das sich in den Rest des Spiels nicht richtig eingliedern will, und sich aufgrund der mangelhaft übersetzten und somit unlogischen Rätsel in der deutschen Version sowieso nur durch zufälliges Drauflosklicken erreichen lässt.

Mit den drei Absätzen beziehe ich mich auf die Spiele "The Cave", "Day of The Tentacle" und "The Secret of Monkey Island 2". ;)

Broken Age findet einen Platz in meiner Spielesammlung zwischen den oben genannten, übrigens alles andere als perfekten Adventures, auch wenn der Nostalgiefaktor die eine oder andere Erinnerung daran vernebelt. Ich trau mich sogar, im Gegensatz zu den Autoren dieses Tests, dieses Spiel jedem Adventureliebhaber uneingeschränkt ans Herz zu legen.

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 19:14 #

- die Handlung ist repetitiv
Stimmt einfach nicht. Es wird in einer 7-15 Minuten Sequenz als Stilmittel verwendet (Warum schaut der Hauptcharakter dabei wohl so gelangweilt?). Wenn der Journalismus damit Probleme hat das Offensichtliche zu deuten und keine Szenen mehr gewünscht sind in denen wir nicht alle drei Minuten einen Interaktionsspyke provozieren, weil Aktiongames heute so konzipiert sind, sagen die Publisher - und der Journalismus das nur unreflektiert nachplappert - bitte mir die Tests demnächst gleich aus den Marketingabteilungen der Publisher zu stellen, das geht schneller.

- unnötige Actioneinlagen versuchen die Spieldauer künstlich in die Länge zu ziehen.
Stimmt gleich doppelt nicht - 1. ist sie nicht unnötig sondern gleich dreifach wesentliches Storyelement, und 2. zieht sie nichts künstlich in die Länge, da sie gesamt etwa 5 Minuten dauert.

Die Rätsel sind einfach, aber nicht dumm, ob das was schlechtes ist kann man auch diskutieren, aber es ist wenigstens ein echter möglicher Kritikpunkt, gegen den ich auch nichts einzuwenden habe. Das andere sind frei erfundene Konstruktionen.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15626 - 17. Januar 2014 - 19:16 #

[ ] du hast mein Kommentar sorgfältig gelesen.

McSpain 21 Motivator - 27128 - 17. Januar 2014 - 19:25 #

Großartig. ^^

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 19:26 #

*ankreuz*

;)

marpieters84 12 Trollwächter - P - 1122 - 17. Januar 2014 - 19:59 #

Lol.

Der Aufbau des Kommentars lässt aber auch falsche Rückschlüsse zu.
Beim Überfliegen dachte ich auch, häh.
Musste ich 3x lesen.

Witzig :D

McSpain 21 Motivator - 27128 - 17. Januar 2014 - 19:23 #

Kommentarkudo ^^

harlekin (unregistriert) 17. Januar 2014 - 20:09 #

Ich verzweifle scheinbar wirklich gerade am Videospieljournalismus in Deutschland...

Hier nur als Exzerpt von PC Games:

>Mit drei Millionen US-Dollar hatte Double Fine weitaus mehr Geld über Kickstarter eingenommen, als ursprünglich geplant. Die zusätzlichen Moneten steckten die Entwickler nicht nur in prominente Sprecher [komplett falsch, die prominenten Sprecher waren großteils eingelöste Gefallen, das Spiel hatte das niedrigste Voice Over Budget seit Full Throttle das nur einen Bruchteil an vertonten Dialog hatte], sondern auch in einen aufwendigen, orchestralen Soundtrack [in der Dokumentation gibt es einen Dialog dass man sich eben kein Orchester mit dem Budget leisten kann und daher auf andere Tricks zurückgreifen musste], der jede Szene stimmungsvoll untermalt – in manchen Momenten fühlt man sich fast an einen Disney-Film erinnert [danke, das hats gebraucht... *sarc*], so hochwertig ertönt die Musik aus den Lautsprechern. Klasse! Anders als der gute Sound dürfte die Grafik jedoch nicht nur auf Gegenliebe stoßen [wie diplomatisch - komisch dass er trotzdem so gut ankommt.]: Der 2D-Stil wirkt, als sei er einem Kinderbuch entliehen [schau Jörg, Kinderbuch ist doch was positives], und ist bewusst detailarm gezeichnet [bitte wie?!] – manche der Hintergründe sehen sehr hübsch aus, andere hingegen wirken lieb- und leblos [bitte wo?! (ernsthaft, Fit and Finish ist sehr, sehr gut)]. Auch das Charakterdesign ist eigenwillig, erfüllt aber zumindest seinen Zweck [wozu Kritikpunkte begründen, wenns auch per Suggestion geht], trotz schwacher Animationen [es ist ebenfalls das Gegenteil der Fall, es wurde auf einen Detailgrad an Animation wertgelegt den es in 2D Spielen normalerweise nicht gibt - O-Ton Vorzeige Animator am Projekt der ansonsten eher an bekannten Filmanimationen arbeitet].

>Elijah Wood (Der Herr der Ringe) spricht seine Hauptrolle als Shay jedoch etwas zu brav und müde – das ist zwar nicht seine Schuld, immerhin hat Tim Schafer die Figur so geschrieben, doch das Ergebnis ist dennoch ein Charakter, der längst nicht so charismatisch rüberkommt wie Schafers frühere Helden: Gegen Charmebolzen wie Raz (Psychonauts), Eddie (Brütal Legend) oder Manny (Grim Fandango) wirken Shay und Vella leider etwas blass.

Haha der Raz, hoho der Eddie, boah ey der Manny... ich glaube die Tester überzuckerns echt einfach intellektuell nicht.

Wie viele von euch halten die Aussage "Der Film ist gut, weil der Hauptcharakter echt ein Schlitzohr war und mir das so gefällt." Für eine tragbare Filmkritik? Los, Hände in die Höhe! Aber nem Spieler Publikum verkauft mans als Expertenwissen.

Und "nicht genug Zeit für Nebenfiguren" - ich will diese Kriik mal über andere Origin Stories hören, Spiderman zb. Batman. Thor. Machete (um noch ein wenig zu streuen.. ;) )... Abgesehen davon habe ich aber auch hier Probleme das nachzuvollziehen, da alle Nebencharaktere voll entwickelt und weit mehr als simple Archetypen sind. Also konkret - es wäre mir nicht aufgefallen dass, ...

Sie helfen (interagieren) den Protagonisen halt so selten, liegts daran? Oh böse kreative Schaffensfreiheit - das kapieren journalisten nicht, die jubeln nur bei einer echten Helden Reise mit "loss of innosence", "mentor", "the plot deepens", "struggle", "endkampf" und Happy End.

Kleingeistig.

(Ja, ich fand das Spiel wirklich gut.)

marpieters84 12 Trollwächter - P - 1122 - 17. Januar 2014 - 20:21 #

"(Ja, ich fand das Spiel wirklich gut.)"

Und nur das zählt.
Und mit der Meinung stehst du nicht alleine da.
Es gibt "sogar" in Deutschland Spiele-Tester die es toll finden.

Siehe Gamona & Gameswelt.

Am besten einfach nicht so aufregen :D

Empfehle es einfach an Freunde weiter (insofern sie Adventures spielen). So halte ich das auch immer.

Despair 16 Übertalent - 4557 - 17. Januar 2014 - 20:56 #

Vielleicht solltest du einfach mal akzeptieren, dass andere Leute das Spiel eben nicht so gut finden wie du. Und deswegen trotzdem kein minderbemitteltes Kunstverständnis haben - nur eben ein anderes als du. Ich z. B. mag Filme wie "Amer", "Melancholia" oder "Only God Forgives", da darfst du dir so einiges an Kritik anhören. Von "laaaaaangweilig" über "total wirr" bis "ich seh' da keinen Sinn drin" ist alles dabei. Ich langweile mich hingegen bei vielen Blockbustern und Comicverfilmungen zu Tode, habe dafür aber an irgendwelchen trashigen Zombiestreifen aus den 70ern wiederum höllische Freude. Lange Rede, kurzer Sinn: Jeder definiert Kunst und Unterhaltung anders. Auch Spieletester, die nur bis zu einem gewissen Grad objektiv sein können. Objektiv bewerten kann man doch eigentlich nur das technische Gerüst: Grafikfehler, rauschender Sound, lange Ladezeiten, Abstürze. Bei allem Anderen spielt der persönliche Geschmack automatisch eine Rolle.

Ich kann auch ein angebissenes Brötchen an die Wand nageln und behaupten, es wäre Kunst. Von 100 Leuten sieht das bestimmt mindestens einer genauso. ;)

v3to (unregistriert) 17. Januar 2014 - 21:44 #

bis zu einem gewissen grad komme ich noch mit, spätestens bei filmen von lars von trier bin ich definitiv raus. das ist für mich ein künstler der marke 'erkenne die tiefe, wo keine ist'.

Despair 16 Übertalent - 4557 - 18. Januar 2014 - 11:43 #

Sehe ich vollkommen anders, da ich Lars von Triers Filme liebe und einige davon bei mir Meisterwerk-Status haben. Genauso diverse Filme von Andrei Tarkowski oder David Lynch, die gerne als "sperrig" bezeichnet werden. Ich mag so schräges Zeug einfach, kann aber nachvollziehen, wenn man damit nichts anfangen kann. Man sollte sich nur darauf einlassen und nicht vorverurteilen (was bei von Trier gerne gemacht wird, glaub' ich ;)).

"Broken Age" spricht mich bisher weder vom Grafikstil noch vom Setting her an, spielen werde ich es aber trotzdem irgendwann. Allein schon deswegen, weil es von Tim Schafer ist. Bisher hat mich keins seiner Spiele enttäuscht, und ich hab' sie alle gespielt.

v3to (unregistriert) 18. Januar 2014 - 11:56 #

david lynch mag ich total gerne. bei lars von trier hab ich eher den eindruck, er läuft nur beständig im kreis. zb melancholia fand ich nicht sperrig, sondern extrem seicht, in keinem moment überraschend, die charaktere größtenteils anstrengend und furchterlich klischeebehaftet. einziger lichtblick waren einige schöne settings und kameraeinstellungen.

Despair 16 Übertalent - 4557 - 18. Januar 2014 - 12:19 #

Ich fand Kirsten Dunst als "depressive Braut" großartig. Ebenso die anderen (zum Teil absichtlich klischeehaften) Charaktere und deren unterschiedliche Reaktionen auf den drohenden Weltuntergang. Die Geschichte an sich war für mich zweitrangig. Von Trier schmeißt halt gerne mit Symbolen um sich. Das muss man mögen, sonst wird's schwierig. :D

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 14:29 #

orchestral != von einem Orchester aufgenommen

Ergänzend zu Jörgs Kommentar weiter oben, wo er dir bereits einige Fehler in deinen Aussagen aufgezeigt hat, bin ich geneigt, seiner Folgerung zuzustimmen: Das kommt bei dir nicht so vor, als seist du dabei, sachlich und vernünftig zu argumentieren, sondern eher, als würdest du vor lauter Rotsehen einfach nur alles schlechtschreiben, was irgendwie nicht deiner Meinung entspricht. Und so bin ich tatsächlich eher bereit, bei Dingen, von denen ich nicht weiß, ob sie stimmen (beispielsweise, weil ich das Spiel nicht gespielt habe) eher den Leuten Glauben zu schenken, deren restliche Argumentation ich nachvollziehen/ bestätigen kann, als dir.

Genau genommen kann ich von deinen Anmerkungen, die du da oben ins Zitat getippert hast, nur sehr wenige nachvollziehen. Aber ich erspare uns mal das Auseinandernehmen.

Daher kann ich an marpieters84 gerichtet nur sagen: Es ist gut, dass harlekin sich so aufregt. So kommt wenigstens niemand in die Versuchung, ihn ernst zu nehmen.

interceptor 12 Trollwächter - 1017 - 17. Januar 2014 - 20:51 #

So, ich hab den ersten Akt jetzt auch durch.
Mir hat's sehr gut gefallen (vor allem die Musikuntermalung fand ich sehr stimmungsvoll) und ich freu mich schon auf den zweiten Akt.
Allerdings hatte ich technische Probleme. Immer wenn ich einen Gegenstand aus dem Inventar in die Spielszene ziehen wollte, fing das Spiel an furchtbar zu ruckeln. Zum Glück ist es dabei niemals nötig, besonders schnell auf einen bewegliches Ziel zu ziehen (es war also alles lösbar), aber manchmal dachte ich, dass ich das machen müsste und bin dann am Versuch verzweifelt.
Das Spiel ist sicher durch Grafikstil, Geschichte, Charaktere und Welt nicht jedermanns Geschmack und auch schwere Rätsel, sollte man noch nicht im ersten Akt erwarten... es gibt aber sicher noch mehr Leute wie mich, die voll eintauchen können und ihren Spaß haben.

Oliver Player (unregistriert) 17. Januar 2014 - 21:04 #

Frage und Anmerkung zum Test:

> Was in Broken Age jedoch an Absurditäten geboten wird, darf – vorsichtig ausgedrückt – als sehr eigenwillig bezeichnet werden. Immer wieder glauben wir, uns in einem interaktiven Kinderbuch zu befinden. Dummerweise eher eines von der Sorte, die man links liegen lässt, wenn man mit seinen Kindern einen Ausflug in die Bücherei macht.

Könntet ihr das mal etwas genauer beschreiben, was ihr da meint? Was für absurde Charaktere habt ihr gesehen? Wenn da ein dreiköpfiger Affe dabei wäre ;-)

>Dass 3,3 Millionen Dollar Kickstarter-Budget für Broken Age nicht genug waren (wie bekannt, soll ja der Verkauf von Episode 1 die Fertigstellung des Spiels ermöglichen), lässt sich allein damit aber trotzdem nicht erklären.

Hier unterschlagt ihr mal eben die Kickstarter-Gebühren, die Kosten für die Produktion derDokumentation und die Rewards für T-Shirts, spieleboxen etc. Da bleibt von den genannten 3,3 Mio gleich ein ganzer Patzen weniger über.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 21:42 #

Ich kann langsam diese Entschuldigungsreflexe ("Aber es sind ja gar keine 3 Millionen!") bei jedweden Kickstarter-Projekten (mit Schaudern erinnere ich mich an die Shadowrun-Fanboys -- von denen übrigens nichts mehr zu hören war seitdem...) nicht mehr sehen. Die Produktion der T-Shirts sind eben die Kosten, die bei diesem Projekt anfallen, weil es anders nicht realisiert hätte werden können. Wer hat denn Doublefine gezwungen, viel Geld für eine regelmäßige Video-Doku auszugeben? Das gehörte für sie eben zum Projekt, wo andere vielleicht ein Urlaubsgeld mehr gezahlt hätten oder Geld in die Puzzles investiert hätten. (Wobei ich die Doku fast das Interessanteste am ganzen Projekt finde, wegen den Einblicken -- spannender als das Spiel, fürchte ich).

Wenn ein großer böser Publisher ein Projekt mit 3 Millionen finanziert, kommen da auch nicht unbedingt 3 Millionen beim Entwickler an, sondern es werden Marketing- und PR-Leistungen miteingerechnet. Und genau diese Funktion übernimmt Kickstarter.

Und überhaupt: Was genau ist nun besser daran, dass es Schafer nebst Crew nicht geschafft hat, für knapp 2 Millionen Dollar ein tolles Adventure zu machen? Nichts Tolles für 3 Millionen, nichts Tolles für 2 Millionen, es bleibt doch leider: nichts Tolles.

v3to (unregistriert) 17. Januar 2014 - 22:12 #

nana, nicht anstecken lassen... eben war es noch eine vorläufige wertung, es geht um eine erste hälfte, wo beim zweiten teil mehr anspruch orakelt wird - hoffentlich auch real, wozu vielleicht die kritik an der rätseldichte dieser episode etwas hilft. ist ja noch etwas zeit für mr schafer :)

was entwicklungskosten angeht, ist das eh ein mysterium für sich. auf kotaku wurde vor zwei tagen eine liste mit entwicklungskosten bekannter spiele veröffentlicht, die bei mir einige male für ungläubiges staunen gesorgt hat (riven hat 20 millionen dollar gekostet bzw die hälfte davon die entwicklung - technischer stand von damals hin oder her, das ist eine menge für solch ein spiel)...
http://kotaku.com/how-much-does-it-cost-to-make-a-big-video-game-1501413649

Oliver Player (unregistriert) 17. Januar 2014 - 22:26 #

Interessante link. Full throttle und Grim Fandango haben ähnliche Budgets wie Broken Age und sind, stand Act 1, tatsächlich die "besseren" Adventures. Das gute ist, Tim Schafer und DF können sich zumindest was die Rätsel betrifft, die (berechtigte) Kritik an den zu leichten Rätseln zu Herzen nehmen und Act 2 in diesem Punkt noch besser machen.

Garrett 08 Versteher - 154 - 17. Januar 2014 - 22:46 #

3 Millionen vor mehr als 15 Jahren sind wesentlich mehr als 2 Millionen heute.

v3to (unregistriert) 17. Januar 2014 - 22:53 #

wobei man mit den vergleichswerten vorsichtig sein muss. eingedenk der inflation müsste man die produktionskosten von damals hochrechnen. und zumindest, was full throttle angeht, war die scumm engine ja schon lange existent.

wenn man sich broken age mal etwas aus der nähe betrachtet, sind da btw einige parallelen zu den 2d-lucasarts-adventures. die art, wie die charakter-modelle aufgebaut und animiert werden (jedes körperteil quasi einzeln), die art der wegfindung... irgendwo hab ich mal was gelesen, dass die basis trotz 2d eine 3d engine ist. werde da das gefühl nicht los, dass hier im hintergrund keine einmalige engine entwickelt wurde, sondern eher eine neue, moderne scumm-version.

Gorny1 16 Übertalent - 4724 - 18. Januar 2014 - 0:45 #

Was willst du denn von Shadowrun-Fanboys gerne hören? Wir sind viel zu sehr damit beschäfftigt den nicht abbrechenden Strom an gelungenen User-generierten Runs zu spielen und selbst welche zu erstellen. Wir haben genau das bekommen was wir haben wollten!

lalala (unregistriert) 18. Januar 2014 - 8:13 #

Und die Shadowrun-Fanboys erinnern sich mit Grausen an den 8,5 Test von Total War: Rome 2, das besser Total Ausfall: KI geheissen hätte, während bei SRR bemängelt wurde, dass Marktstände nicht kugelsicher sind. Nur weil ein TW-Fanboy nicht wahrhaben wollte, dass ein Strategiespiel ohne KI so sinnvoll ist wie ne Playstation ohne Bildschirm.

TheGood 14 Komm-Experte - 2536 - 18. Januar 2014 - 11:37 #

Ich gehe also davon aus dass in die Bewertung dann auch alle Bestandteile eingeflossen sind.... inkl. der Goodies und Dokumentation.
Es aendert aber nicht an der Tatsache, dass eben keine 3,3 Mio in die Produktion des Spiels geflossen sind. Ich persoenlich finde sieht dieses Spiel mehr nach einem teuren Spiel aus als die Deadalic Adventures und andere Adventures die hier gerne zum Vergleich gezogen werden.(Sofern man das eben aufgrund der Doku sagen kann)
ES aendert aber auch nichts an der Tatsache, dass es wurscht ist wieviel Geld zur Verfuegung steht und somit die ganze Aussage an sich schon irrelevant ist...

"Nichts tolles" ist wie man eben sieht im Sinne des Betrachters. Der Tester hat mehrmals klargemacht, dass ihm das Setting nichtmal ansatzweise gefaellt, wie soll damit dann ueberhaupts eine gute Note rauskommen? Ich finde das ansich nichts schlimmes, die Konsequenz fuer ein Speielmagazin waere fuer mich ein Tester zu suchen dem das Setting gefaellt. Nur dann komme ich zum Schluss zu einer "objektiven" Bewertung.

Ich persoenlich habe das Spiel noch nicht gesehen, sondern nur die Doku. Aber allein durch die Ausschnitte die ich gesehen und das anhoeren des kompletten Soundtrackes, bin ich schon positiv gegenueber dem Spiel gesetllt, weil mir das einfach bisher hervorragend gefaellt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 18. Januar 2014 - 11:43 #

"Ich gehe also davon aus dass in die Bewertung dann auch alle Bestandteile eingeflossen sind.... inkl. der Goodies und Dokumentation."

Natürlich nicht, oder sollen wir in Zukunft auch PR-Arbeit, eventuell uns geschickte Goodies und Entwicklertagebücher von Publisher-finanzierten Titeln in den Test einfließen lassen?

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 14:33 #

Rendertrailer nicht vergessen! Oh, und für Black Flag hatten sie doch dieses Piratenschiff gechartert, wenn das mal keine Aufwertung rechtfertigt.

Gorth (unregistriert) 3. Februar 2014 - 15:32 #

larnak, sag mal: bekommst du eigentlich extra-xp fürs hinterherschleimen? ^^

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 3. Februar 2014 - 17:17 #

Inwiefern ist es "hinterherschleimen", wenn ich Jörg zustimme?

Oliver Player (unregistriert) 17. Januar 2014 - 22:13 #

Lieber Jörg,

warum schiesstdu eigentlich immer direkt an die Decke?

Das Projekt an sich war schon finanziert, bevor der Großteil der Reward dazugekommen ist. Und du hast recht, niemand hat DF gezwungen, den ganzen Kram anzubieten. Das Budget wäre dann natürlich niedriger gewesen, evtl so niedrig, wie es nach Abzug der Kosten für die Rewards geworden wäre.

Die Doku war von Anfang an Teil des Ganzen und ob nötig oder nicht, die Kosten dafür konnten nunmal nicht ins Spiel fließen. Und somit stimmt das mit dem Budget für Broken Age von 3,3 Mio halt nicht.

In der Tat bleibt nichts tolles nichts tolles, egal wie viel es gekostet hat. Und an Broken Age kann man auf jeden Fall einiges bemängeln. Die Antwort, warum jetzt z.B. so viel Absurditäten von DF eingebaut wurden,, bleibst du leider schuldig.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 22:54 #

Welche Antworten bleibe ich denn schuldig? Ich habe Broken Age bislang keine Minute gespielt, ich vertraue ausschließlich den beiden höchst kompetenten Testern, die wir auf das Ding angesetzt haben :-)

Und wo schieße ich denn an die Decke? Das ist doch alles ganz kuschlig, ich glaube, du bist noch nicht sehr lange hier, oder?

Oliver Player (unregistriert) 17. Januar 2014 - 23:22 #

Nun ja. Ich bin hier schon öfter unterwegs. Von daher und auch aus den Spieleveteranen Podcasts "kenne" ich dich schon ein wenig. Ich habe eine Anmerkung zum Budget gemacht, die ich nach wie vor für richtig halte und zudem noch eine genauere Erläuterung erfragt, da die Aussagen im Test in diesem Punkt nicht sonderlich erläutert wurden.

Zur Frage gab es von dir keine Antwort - aus den bisherigen Antworten hatte ich angenommen, dass du das Spiel zumindest angespielt hast.

Bzgl. des Budgets brätst du mir eine über und sagst, dass ein Spiel schlecht bleibt, wenn es schlecht ist, egal ob es 2 Mio oder 3 Mio gekostet hat. Wenn du jetzt sagst, dass du es nicht mal eine Minute gespielt hast, frage ich mich: woher weißt du, das es so schlecht ist. Von einem so erfahrenen Tester hätte ich schon erwartet, das er ein Spiel erst dann beurteilt, wenn er es kennt.

J.C. (unregistriert) 17. Januar 2014 - 23:35 #

"ich vertraue ausschließlich den beiden höchst kompetenten Testern, die wir auf das Ding angesetzt haben"

marpieters84 12 Trollwächter - P - 1122 - 17. Januar 2014 - 23:51 #

Lieber Jörg,

ich finde, dass man dem Test anmerkt, das beiden Testern der Stil und das Thema des Spiels nicht zusagten.

Sätze wie:
"Was in Broken Age jedoch an Absurditäten geboten wird, darf – vorsichtig ausgedrückt – als sehr eigenwillig bezeichnet werden."

Hier bleibt die Frage, dann natürlich nicht an dich sondern an Stephan: Was bitte war so absurd, dass man es so drastisch darstellen muss. Da muss ich mich Fragen, ob er Psychonauts wirklich gespielt hat.

"Dummerweise eher eines von der Sorte, die man links liegen lässt, wenn man mit seinen Kindern einen Ausflug in die Bücherei macht."

Kunst ist Geschmack, diese Aussagen finde ich schon ziemlich anmaßend.
(Da muss man sich nicht wundern, wenn sich Leute aufregen, die den Stil schön finden)

"Die Welt von Broken Age mit ihren knuddeligen Woll-Wesen, Sturzvögeln und Zuckerdosendorf lässt mich hingegen kalt."

Tja, entweder man mag es oder halt nicht. Da kann man nix machen, das sehe ich ein. Wirkt sich aber leider für meinen Geschmack zu sehr auf das Fazit aus. Zumindest kann man das auch aus den Zitaten oben schon herauslesen.

So wird schon spät, man kann vielleicht an anderer Stelle weiter diskutieren.

Ich kann verstehen, dass man sich als Chef vor die Redakteure stellt, oder Ihnen vertraut (sonst macht die Einstellung jener ja keinen Sinn).
Ich glaube, wenn ein Spiel so stilistisch & thematisch außergewöhnlich ist, kann man als Spieler oder auch als Tester einfach Pech haben.

Mir würde es auch schwer fallen, etwas objektiv zu bewerten, was hier teilweise wirklich nicht getan wurde, wenn es mir einfach nicht zusagt.
Das diese Meinung dann aber prinzipiell als GG Meinung zu betrachten ist, also du einfach davon ausgehst, dass es "nichts tolles" ist...
Hmm. Da sollte sich Stephan eher selber verteidigen.

Liebe Grüße

Martin

McSpain 21 Motivator - 27128 - 18. Januar 2014 - 9:19 #

(Lange hab ich mit mir gekämpft, aber ich schreibe das nachfolgende als User nicht als Mod.)

Diesem Post von Martin kann ich leider nur zustimmen. Mir sind Wertung ja generell schnurz, da ich in meinem Spielegeschmack sehr gefestigt bin. Und habe auch kein Problem damit wenn provokante beleidigende Posts mit gleichem vergolten werden. Aber anscheinend habe ich auch die letzten zwei Tage besoffen verbracht, weil ich mir meine 15$ Kickstarterinvestition schön gesoffen habe. Den mir gefällt sowohl der Stil, als auch die Geschichte und gegen versimpelte Adventures habe ich auch nicht (siehe meine Vorliebe zu Telltale).

Was ich mich (zusätzlich zu den Punkten von Martin) noch Frage ist: Ein Wolf Among Us hat genauso wie Walking Dead Season 2 in der ersten Episode nichts was man annähernd als Rätsel bezeichen kann und eine bemängelte "kurze Spielzeit". Letzteres wird durch 5 Episoden statt 2 Akte vermutlich am Ende länger ausfallen als bei Broken Age, aber die Rätseldichte wird Telltale vermutlich nicht anziehen. Dennoch bekommen die Telltale-Titel "Vorläufige" 8er bzw. 9er Wertungen. Bin mit diesen Wertung ja nicht unzufrieden, kann nur schwer die Verbindung zwischen den beiden Wertungen innerhalb des gleichen "Genres" fest machen.

v3to (unregistriert) 18. Januar 2014 - 9:40 #

es gibt so zwei punkte, wieso ich die wertung akzeptiere und so auch die haltung der redaktion verstehe. zum einen wurde in den raum gestellt, dass die story und der humor bei den testern nicht zündete und naja, es ist eine vorläufige wertung und da zückt man nicht gleich bei der ersten welle die fehleinschätzungs-keule...

das einzige, was mir da nur wieder einmal hochkommt, ist dieser objektivitäts-anspruch von gamers global. den gibt es nämlich einfach nicht, genausowenig wie bei eigentlich allen anderen mags dieser tage, welche sich redaktionswertungen sparen (und selbst die waren immer im rahmen persönlich gefärbt). um es mal deutlich zu sagen, hier läuft eigentlich die gleiche nummer, wie bei der gerne gescholtenen seite 4players, nur aus einer anderen perspektive, weil hier weniger artsy-fartsy-gen mit reinspielt.

McSpain 21 Motivator - 27128 - 18. Januar 2014 - 9:45 #

Joah. Daher fahren Seiten wie Rockpapershotgun ja ganz gut damit auf Zahlenwertungen zu verzichten. Das Füttert so nebenbei nicht den Metacriticwahn.

J.C. (unregistriert) 18. Januar 2014 - 9:56 #

Würde man den Objektivitätsanspruch ablegen wären sicher die meisten Konflikte erledigt. Dann müsste man mehr über Spiele reden statt aufeinander einzudreschen. Beides hat seinen Unterhaltungswert. Aber als harmonieliebender Mensch stimme ich dir und deinen Vorrednern zu. Auf mittlere Sicht ist es auch wesentlich interessanter über Meinungen zu diskutieren als auf Wertungen oder User einzudreschen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 18. Januar 2014 - 10:33 #

Warum wir Wolf Among Us so viel höher einschätzen, muss dir Benjamin erklären. Ich bin sicher, er kann das :-)

McSpain 21 Motivator - 27128 - 18. Januar 2014 - 10:34 #

Mehr will ich ja garnicht. ^^

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 14:36 #

Gut, rufen wir alle gemeinsam:
BEEEENJAAAMIIIIN!

:)

McSpain 21 Motivator - 27128 - 20. Januar 2014 - 15:28 #

BEEEEENJAMIIIIIIIIN! ^^

exQuinOx (unregistriert) 18. Januar 2014 - 15:33 #

Jetzt geb ich Dir auch mal Kommentarkudos. +1 :)

Bis auf den Satz "Und habe auch kein Problem damit wenn provokante beleidigende Posts mit gleichem vergolten werden", aber naja, da kennst Du ja meine Meinung.

marpieters84 12 Trollwächter - P - 1122 - 17. Januar 2014 - 23:07 #

"kann man auf jeden Fall einiges bemängeln"

den einzigen Punkt den ich nachvollziehen kann sind die leichten Rätsel, ein Punkt, der bei allen erwähnt wird, egal ob gut oder schlecht.

Ansonsten weiß ich nicht, wie man ein Adventure besser schreiben könnte.

Ich konnte gar nicht aufhören zu spielen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10459 - 17. Januar 2014 - 23:40 #

ach, jörg wird sich wohl kaum aufregen, dafür hat er schon zu lange erfahrung mit erbosten leserbriefen und kommentaren. der ist einfach nur zynisch und manchmal schnippisch, genau das wird da auch gerne dann an seinen kollumnen und texten geschätzt. kann ich aber auch schon gut verstehen, wenn man hier immer und immer wieder vorwürfe von unfähigkeit, bestechlickeit, mangelnde objektivität usw liest nur weil leute damit nicht klar kommen, dass ihre wahrnehmung eines spiels nicht übereinstimmt mit der von den jeweiligen testern. wie willst du sonst auf solche leute eingehen, wenn diese oftmals selbst damit ihre unsachlichkeit unter beweis stellen.

J.C. (unregistriert) 17. Januar 2014 - 23:46 #

"wie willst du sonst auf solche leute eingehen, wenn diese oftmals selbst damit ihre unsachlichkeit unter beweis stellen."

Gar nicht? Dafür auf die sachlichen Kommentare ausführlicher?

Oliver Player (unregistriert) 17. Januar 2014 - 23:52 #

Aber ich habe doch gar keine Vorwürfe gemacht und auch keine Bestechlichkeit oder mangelnde Objektivität unterstellt.

Mich hat nur eine genauere Begründung erbeten und auf einen, in meinen Augen, Fehler hingewiesen.

Punisher 19 Megatalent - P - 14468 - 18. Januar 2014 - 8:03 #

Ja, wenn man angegriffen wird kann ich das auch gut verstehen. Panne ist es nur dann, wenn man selbst predigt, man solle doch andere Meinungen respektieren und einsehen, dass man selbst nicht die universelle Wahrheit kennt und die Redaktion das Spiel nunmal so sieht - und gleichzeitig anderen Leuten unterstellt, sie wollen "die Wahrheit nicht wahr haben" oder sie hätten eine 'falsche' Meinung vom Spiel, weil sie es unbedingt gut finden wollen und derartigen Mist.

Es ist richtig - es gibt keine universelle Wahrheit. Spiele ebenso wie die Testberichte dazu kann man als gelungen empfinden oder eben nicht. Ich kann mich beispielsweise auch nicht erinnern, in meiner Feststellung, dass insbesondere die Noten im letzten Jahr sich nicht mit meiner Wahrnehmung der Titel gedeckt haben, jemanden beleidigt zu haben. Einzig die Anmerkung, dass der Text für mich nicht ganz unvoreingenommen rüberkommt und "stichelt" habe ich mir erlaubt. Meine Wahrheit. Und als Antwort musste ich mir irgendwelchen Schmonz (sorry, was anderes war es nicht) anhören, dass ich nicht wahr haben will, dass das Spiel nicht der große Wurf ist und nur deshalb den Test nicht so toll finde.

Vom Chefredakteur, der gleichzeitig predigt, dass Meinungen halt verschieden sind. Jede Kritik, egal ob sachlich, böse oder irgendwie anders vorgetragen wird mehr oder weniger mit "du bist halt blöd, weil du unsere wahrheit nicht siehst" beantwortet.

Auf wirklich unsachliche Vorwürfe wie Bestechlichkeit oder so muss man meiner Meinung nach nicht reagieren. Auf den Vorwurf, nicht meine Meinung zu treffen allerdings auch nicht wirklich, weil das ist halt einfach so. Meinungen sind verschieden, dass müssen User wir Chefredakteure lernen und einsehen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 18. Januar 2014 - 10:25 #

>>Vom Chefredakteur, der gleichzeitig predigt, dass Meinungen halt verschieden sind. Jede Kritik, egal ob sachlich, böse oder irgendwie anders vorgetragen wird mehr oder weniger mit "du bist halt blöd, weil du unsere wahrheit nicht siehst" beantwortet.<<

Das ist Schmonz, um es mit deinen eigenen freundlchen Worten zu sagen.

Garrett 08 Versteher - 154 - 17. Januar 2014 - 22:46 #

Ach ja, Herr Langer, jeder blamiert sich halt, so gut er kann. Eine professionelle Spieleentwicklung lässt sich halt nicht, wie eine mittelmäßige Spieleseite, mit Horden von unbezahlten Praktikanten und durch wertlose Awards und Ränge geköderte User, betreiben.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 17. Januar 2014 - 22:52 #

Beim Blamieren stimme ich dir von Herzen zu!

Zum Beispiel blamiert man sich, wenn man kompletten Unsinn schreibt: Wir haben weder "Horden von" noch "unbezahlte" Praktikanten. Zur Zeit haben wir übrigens gar keinen...

Was wir in der Tat haben, sind viele engagierte User. Ob die sich aber durch die in "wertlosen Awards und Ränge ködern" lassen, würde ich an deiner Stelle einige von ihnen selbst fragen. Wenn du dich tatsächlich traust, ihnen komplette Dämlichkeit zu unterstellen.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 8:45 #

GG ist aber auch genau die Seite, die dir die Möglichkeit gibt, einen Userartikel zu BA zu schreiben und deinen Standpunkt zu vertreten. (Natürlich hat nicht jeder Zeit oder Lust dazu)

Meiner Erfahrung nach ist es sehr aufschlussreich, wenn du am Ende sowohl die positiven Kritiken wie auch die negativen gelesen hast. Beide können dir etwas sagen über das Spiel bzw. darüber, ob du zu den Leuten gehörst, denen das Spiel zusagt oder nicht.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 14:42 #

Lol, guter Versuch :D

(Nicht, dass das missverstanden wird: Ich lache nicht, weil der Versuch schlussendlich auch geglückt ist, sondern eher darüber, dass er auf allgemein bekannten Unwahrheiten fußt, der Verfasser das aber vermutlich selbst nicht gemerkt hat)

J.C. (unregistriert) 18. Januar 2014 - 0:04 #

Was mich am meisten wundert ist die Kritik es sei zu kindisch. Die DSA Spiele fand ich kindisch im negativen Sinne. Drakensang und auch die Adventures konnte ich nicht aushalten weil es mir unangenehm war so ein naiv banales Zeug zu spielen was sich auch noch so furchbar ernst nimmt. Trotzdem war davon keine Rede in den Tests. Das hier hingegen wirkt wesentlich vielschichtiger in dieser Hinsicht auch künstlerisch weniger stereotyp, so ähnlich wie Ni No Kuni. Es ist wohl Geschmacksache. Dass das Spiel "objektiv" schlecht sein soll kann ich mir nur schwer vorstellen.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 8:06 #

Mir ist schon öfters aufgefallen, dass mir Spiele, die sehr kindlich (nicht kindisch!) daherkommen, viel erwachsener und reifer erscheinen als Spiele, die zwanghaft versuchen, "Erwachsen" zu sein. Letztere bleiben in der Regel nur pubertär. Irgendwie ist das doch genau die Definition von pubertär: Jemand, der sich selbst unendlich ernst nimmt und zwanghaft versucht, erwachsen zu wirken, jedoch kläglich scheitert.

Despair 16 Übertalent - 4557 - 18. Januar 2014 - 12:09 #

Ich hatte bisher bei keinem DSA-Spiel das Gefühl, dass es sich unheimlich ernst nimmt. Für mich ist das DSA-Universum seit jeher klassische Fantasy mit einem Augenzwinkern.

J.C. (unregistriert) 18. Januar 2014 - 12:25 #

Ich meinte Sachen wie ZB den Anfang von Drakensang 2. Die Dialoge am Anfang sind so naiv: "Wir sind allerallerbeste Freunde". Jedenfalls nehme ich das so wahr. Ich wollte auch nur sagen, dass solche Dinge sehr stark im Auge des Betrachters liegen und schlecht geeignet sind für "objektive" Kritik/Bewertung.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 14:48 #

Gerade wegen dieser besonderen Atmosphäre hat mir Drakensang so gut gefallen. Ist eben der Gegenentwurf zum heute modernen "Dark Fantasy". Ich erinnere mich da noch an die Werbung von Dragon Age, das sich damit ja ausgiebig gebrüstet hat.

Bei Broken Age habe ich es so verstanden, dass hauptsächlich die Präsentation in den Tests dieses Attribut bekommt, eben wegen des "Kinderbuchstils".

J.C. (unregistriert) 18. Januar 2014 - 14:58 #

Dragon Age ist die pubertäre Variante, siehe oben. Es (Drakensang) sagt mir eben nicht zu. Es ist mir einfach zu sehr Kindermärchenwald. Ni No Kuni find ich hingegen wunderbar.

Hier werden diese Dinge aber kritisiert und bei Drakensang gelobt. Das wollte ich hervorheben weil es mir widersprüchlich vorkommt. Vor allem hat es keine objektive Grundlage und es wird nun mal als einer der Hauptkritikpunkte angeführt. Auch das ist ok, nur soll man dann bitte andere Meinungen nicht herabwürdigen und das tut Jörg (schönsaufen etc.). Und nein, du bist nicht kindisch weil du Drakensang magst. (Gut, dass du es entfernt hast. Denn das ging gar nicht aus meiner Aussage hervor.)

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 15:03 #

Das war auch nicht so gemeint, als wäre es aus deiner Aussage hervorgegangen. Eben weil es aber so hätte verstanden werden können und ich eine lange Erklärung dafür, wie es gemeint war, für unpassend gehalten hätte, hab ich es wieder rausgenommen :D

Das "Schönsaufen" sehe ich immer noch als gezielt gegen a) 1-2 Personen, die b) meckern gerichtet. Wer nicht zu diesen 1-2 Personen gehört und nicht meckert, muss sich nicht angesprochen fühlen :) Für diese anderen gilt die Aussage von Jörg, dass es selbstverständlich nicht darum geht, Meinungen festschreiben zu wollen, die weiter oben steht.

Dragon Age hat mir übrigens auch gefallen, ich bin also offenbar kindisch UND pubertär :p (Das musste jetzt sein ;D )

J.C. (unregistriert) 18. Januar 2014 - 15:11 #

Kindisch und pubertär bin ich sowieso, sonst würd ich mich an solchen Auseinandersetzungen nicht beteiligen. :P
Und Dragon Age mochte ich auch noch - o je!
Das Schönsaufen war schon allgemein formuliert und kann auch gar nicht anders verstanden werden. Es drückt ja eine Notwendigkeit aus etwas Hässliches schönzusaufen und das hat mit meckern nichts zu tun. Manche mögen das Spiel aber als schön empfinden ganz ohne Hilfsmittel. Das ist legitim und zwar kein bisschen weniger als der Test.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 15:28 #

"Es drückt ja eine Notwendigkeit aus etwas Hässliches schönzusaufen"
Das ist richtig. Hässlich ist in dem Fall aber nicht das Spiel, sondern die Tatsache, dass aus Sicht dieser Backer es nicht angehen kann, dass es Menschen gibt, die das Spiel nicht super finden:

Es geht in der Aussage um "ein oder zwei voreingenommene Backer" (Zufall, dass es genau zwei Leute sind, die sich in dem Diskussionsstrang daneben benommen haben? ich würde sagen: Nein). Außerdem steht der Satz direkt in Zusammenhang mit der Aussage davor: "Allerdings: Meckern müssen doch meistens nur die, die andere Meinungen schwer ertragen können", für die "aber" hier nicht geschrieben werde. Genau diese "anderen Meinungen", die hier "schwer ertragen" würden, sind also die "Hässlichkeit", die diese "Voreingenommenen" sich "schönsaufen" müssten.

Es kann also sehr wohl (ich finde sogar: Auch aus gutem Grund) anders verstanden werden.
Mit denen, die einfach nur das Spiel gut finden, hat das daher meiner Meinung nach nichts zu tun. Ernste Frage: Warum sollte es auch? Und Warum sollte Jörg weiter oben dann Gegenteiliges schreiben (Also, dass der Test nicht als allgemeingültig zu verstehen sei), wenn er es gar nicht so meint und sich auch nicht nicht (sic!) traut, es zu schreiben? Da mir keine sinnvollen Antworten auf diese Fragen einfallen, komme ich für mich sogar zum Schluss, dass es nur schwerlich so verstanden werden kann, als sei es gegen alle gerichtet, die das Spiel gut finden.

J.C. (unregistriert) 18. Januar 2014 - 16:37 #

Einigen wir uns, dass es ehrlich falsch verstanden werden kann, und haben uns alle wieder lieb. Ist zwar schwul, aber so ist das eben. ^^

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 18:39 #

Sorry, aber das geht in Ordnung
:p

NedTed 18 Doppel-Voter - P - 11749 - 18. Januar 2014 - 0:18 #

Co-Tester?

Ich zitiere Benjamin: Es fehlen mir in der ersten Spielstunde (ich werde es erst am Wochenende weiterspielen können) auch die genialen Rätselideen, die Tim Schafers Spiele ausgezeichnet haben.

Nur eine Stunde gespielt? Oder interpretiere ich das falsch?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 18. Januar 2014 - 0:31 #

Nein, womit er ein Viertel des Spiels gesehen hat. Also Co-Tester (und außerdem Redigierer des Tests).

Punisher 19 Megatalent - P - 14468 - 18. Januar 2014 - 9:43 #

Welche Aussage kann dann ein Co-Tester wirklich insbesondere über ein Storygetriebenes Spiel treffen, nachdem er 1/4 gesehen hat?

Das ist ein wenig so, als würde ein Filmkritiker sagen "Ich hab nur die ersten 25 Minuten gesehen, da war nicht viel los" oder ein Musik-Kritiker ein Album nach den ersten drei Tracks beurteilen - und abschließend noch ein "es kann aber noch besser werden" als Entschuldigung anhängen. Einen Teil des Spiels testen wäre in meinen Augen ein "Angespielt"-Artikel, aber sicher nichts, was ich in einem Testbericht erwarten würde.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 18. Januar 2014 - 10:30 #

Zu deiner anfänglichen Frage: Genau die Aussagen, die er im Wertungskasten geschrieben hat. So sieht er, dass der Autor mit seiner Beschreibung der ersten Stunde genau richtig liegt. Im Gespräch mit dem Autoren kann er dann weitere Details erfragen und abchecken, und somit verifizieren, dass da nicht einfach jemand einen schlechten Tag hatte, wie es ja hier in einigen Kommentaren durchscheint als Vorwurf.

Ein Co-Tester muss nicht das Spiel durchgespielt haben, wie kommst du darauf? Und wieso soll nun ein Angespielt-Artikel aus einem Test werden, weil der Co-Tester es nur zu einem Viertel gespielt hat? Stephan hat's ja durchgespielt. Banner Saga hat von uns niemand außer Stephan gespielt, und es erscheint dennoch ein Test. Hast du vielleicht völlig unrealistische Erwartungen daran, wie wir Spiele testen? Ist dir klar, dass wir Spiele in aller Regel länger testen als die meisten Mitbewerber? Wir sind diejenigen, wo tatsächlich häufig mehr als eine Person spielt...

exQuinOx (unregistriert) 18. Januar 2014 - 16:21 #

Gerade WEIL ihr so einen hohen Teststandard habt, ist die Nachfrage doch verständlich. Du wirst zugeben, dass 1 Stunde Spielzeit auch für einen Co-Tester bei GG eher die Ausnahme ist. Deswegen habt ihr das ja auch extra erwähnt.

Im übrigen ist es ein Kompliment an Euch, wenn deine Leser hohe (vielleicht sogar unrealistische) Erwartungen haben. Sei doch stolz darauf!

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 92430 - 18. Januar 2014 - 0:45 #

Ujujujujujjjj, owee, owee!

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 9:59 #

Zum Kommentar von Stephan:
Ob das Spiel letztendlich eine Botschaft hat, kann ich nicht sagen. Ich finde, dazu muss man erst das Ende des Spiels abwarten. Aber mal ehrlich: Nenn mir ein Spiel, das eine Botschaft hat, ausser "rette die Welt vom Bösen". Selbst ein Monkey Island 2 hat nicht wirklich eine Botschaft, und ich finde das überhaupt nicht schlimm.
BA ist aber auf keinen Fall oberflächlich. Wie du die Situationen und Geschichten interpretierst, ist deine Sache, aber bei deinem Test werde ich das Gefühl nicht los, dass du gar nicht versucht hast, zu interpretieren. Der Test ist sehr technisch - verständlich, schliesslich will man nichts spoilern. Aber es kommt mir so vor, als würdest du dich quasi auf die wortwörtliche Ebene beschränken und die sinngemässe Deutung der Geschichte und Dialoge ignorieren. Für mich ist genau das ein Punkt, wo sich BA von vielen anderen Spielen absetzt: Die Dinge werden hier oft nur angedeutet, nicht explizit ausgesprochen. Ich finde man sieht dem Spiel an, dass auch Tim Schafer reifer geworden ist. Kindisch ist das auf keinen Fall. Kindlich ja, aber nicht kindisch.
Auch der Humor ist viel subtiler als bei den alten Lucas Arts Spielen. Meiner Meinung nach ist der Humor besser und reifer als früher. Es ist ein Humor, auf den man sich ein bisschen einlassen muss. Es ist keine Situationskomik! Es wird mir hier nichts auf Auge gedrückt. Bei "The whispered world" hatte ich oft das Gefühl, dass der Humor so nach dem Motto verläuft: "Aufgepasst, jetzt kommt ein Witz!"
Ich glaube auch nicht, dass BA in erster Linie lustig sein will. Ich finde die Stimmung eher melancholisch. Gerade durch den Zeichenstil entsteht eine Art "warme Melancholie", und sowas habe ich bis jetzt noch in keinem anderen Spiel gesehen.

.xaan (unregistriert) 18. Januar 2014 - 11:34 #

Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wieso das Spiel in die "Interaktives Kinderbuch" Ecke geschoben wird.

Zunächst mal ist der Grafikstil unter Garantie nicht kindischer als Sam & Max oder DOTT. Obendrein sit das Spiel bei näherer Betrachtung deutlich tiefgründiger, als die alten Klassiker.

Ich glaube die Tester heben die klassischen Adventures aus nostalgischer Verklärung heraus auf ein Podest gehoben, vergleichen Broken Age dann mit diesen völlig überzogenen Erwartungen...und daran kann es ja nur scheitern.

Stephan Petersen Redakteur - 3828 - 18. Januar 2014 - 11:46 #

Ich persönlich werde mit dem Spiel nicht richtig warm. Die Rätselmechanik bietet mir für ein Point & Click-Adventure viel zu wenig. Es gibt relativ wenige Objekte und kaum Interaktionsmöglichkeiten in den einzelnen Szenen. Was hätte dagegen gesprochen, mehr Interaktionsmöglichkeiten zu schaffen, um den Spieler verstärkt in die Handlung hineinzuziehen?

Das gilt auch für die Nebencharaktere. Warum widmet das Spiel vielen von ihnen so wenig Zeit und Aufmerksamkeit? Ich denke da beispielsweise an die Bewohner der Wolkenstadt oder auch an Vellas Familie. Da hätte es jede Menge Potenzial gegeben.

Welche Bedeutung das Minispiel für die Handlung hat, ist ja allen klar, die Broken Age schon durchgespielt haben. Meine Kritik bezog sich eher auf den spielerischen Gehalt, weil mir gute Objekträtsel in einem Point & Click-Adventure wichtig sind. Die Abneigung gegenüber Minispielen habe ich nicht nur in Broken Age, sondern auch in anderen Adventures.

Die Optik ist wie beschrieben qualitativ gut, der Stil kohärent. Mir gefällt er dennoch nicht. Ist das subjektiv? Sicher! Gepaart mit den wenigen Interaktionsmöglichkeiten, den relativ kurzen Dialogen und den leichten Denksportaufgaben kam ich zu der Formulierung „interaktives Kinderbuch“. Mir ist bewusst, dass hier viele Backer unterwegs sind, denen das Spiel viel bedeutet und es daher emotional zugeht. Rückblickend hätte ich eventuell manche Formulierung weniger zugespitzt geschrieben.

Die Betrachtung eines Computerspiels ist immer ein Stück weit subjektiv. Genau wie bei einem Buch, einem Film oder einem Theaterstück. So kann es passieren, dass zwei Menschen etwas völlig unterschiedlich wahrnehmen – so wie beispielsweise ein Computerspiel.

Wurstdakopp 14 Komm-Experte - 1873 - 18. Januar 2014 - 12:34 #

Nur mal kurz meine fünf Cent nach drei Stunden Spielzeit (und nein, ich bin noch nicht fertig...): Ich bin geradezu verzückt von dem Spiel, auch weil ich es einfach lieben will. Es erinnert mich aber stark an ein bisher nicht genanntes Lucasfilm Adventure: Loom!

Auch dieses Spiel wurde sehr unterschiedlich aufgenommen, es war für viele zu kurz, zu kindisch, zu einfache Rätsel, die Steuerung war nicht so wie in Maniac Mansion und ZakMcKracken, dafür verzauberte die Grafik und der Sound/die Musik. Klingt für mich jetzt sehr ähnlich. Und auch der Zauber der mir damals Loom gab, den spüre ich jetzt auch bei diesem ersten Teil von Broken Age. Meine 15$ sind zumindestens an der richtigen Stelle gelandet.

Ach ja, fast ne ähnliche Paralelle: Loom hatte wie Broken Age mit seiner Dokumentation ja auch noch ein außerspielerisches Zusatzerlebnis: Das Hörspiel für die Vorgeschichte.

v3to (unregistriert) 18. Januar 2014 - 12:47 #

hehe. backread :) geht mir ähnlich.

Elder (unregistriert) 18. Januar 2014 - 13:50 #

"Loom"! Bravo, Du hast gelassen ausgesprochen, warum ich mit "Broken Age" nichts anfangen kann. Wem "Loom" gefällt, dem gefällt "Broken Age". Männliche Fans finden beide Spiele zuhauf "niedlich", "süß" und "zauberhaft". Das sind Worte, die in meinem aktiven Wortschatz nicht vorkommen.

Der Soundtrack von Loom basiert auf Tschaikowskis "Schwanensee", ein Ballett voller schwuler Anspielungen.

Es gibt genügend Werke mit homosexuellen Chiffren, die mir gefallen. In "Ben Hur" von 1959 hat Gore Vidal geschickt solche Komponenten eingebaut.

Meine Ausführungen sind keinesfalls homophob zu verstehen und ausdrücklich ohne persönlichen Bezug, aber ich fand zu "Loom" nie einen Zugang und bei "Broken Age" sieht es wieder danach aus. Jeder nach seiner Fasson.

J.C. (unregistriert) 18. Januar 2014 - 13:58 #

Loom und Broken Age sind schwul?

v3to (unregistriert) 18. Januar 2014 - 14:18 #

vermutlich wg tschaikowski ;) nein, man kann auch deutlich zu viel reininterpretieren...

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 14:30 #

Damit haben wir die Botschaft des Spiels also gefunden:
"Du bist schwul! Du weisst es nur noch nicht!"

Despair 16 Übertalent - 4557 - 18. Januar 2014 - 14:04 #

Muss ich mir jetzt Gedanken machen, weil ich Deponia mag? Das ist laut einem Thread im Steamforum nämlich transphob (transphobisch?) und sexistisch. ;)

v3to (unregistriert) 18. Januar 2014 - 15:03 #

wieso soll deponia denn transphob sein?

Despair 16 Übertalent - 4557 - 18. Januar 2014 - 16:03 #

Wegen Lotti, der "Empfangsdame" des Bürgermeisters. Siehe hier:
http://steamcommunity.com/app/214340/discussions/0/810920962536130320/

.xaan (unregistriert) 18. Januar 2014 - 14:23 #

Witzig, wie Leute immer gleich erwähnen, keinesfalls homophob zu sein, direkt nachdem sie irgendetwas dafür kritisiert haben, dass es "zu schwul" ist...

John of Gaunt Community-Moderator - P - 59200 - 18. Januar 2014 - 14:29 #

Das ist genauso wie "Also ich bin ja kein Rassist/Ausländerfeind, aber..."

McSpain 21 Motivator - 27128 - 18. Januar 2014 - 14:36 #

Diese "Ich bin ja nicht X, aber" werden nur noch perfektioniert duch das Anhängsel: "und ich hab sogar nen Freund der X ist!"

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 14:52 #

Eine ähnliche Unsitte wie das simple "Sorry, aber ...". Wieso entschuldigt man sich bitte im Voraus für Dinge, nur um sie danach trotzdem zu sagen? Zumal das "Sorry" in der Regel nie als "Sorry" gemeint ist (Dann wäre es ja noch halbwegs verständlich), sondern nur als Alibi, man habe sich ja schließlich entschuldigt, also dürfe man das sagen.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 15:28 #

Sorry, aber das ist ein Stilmittel. Dafür gibt es keine logische Erklärung. Vielleicht ein etwas abgelutschtes Stilmittel, aber eben ein Stilmittel.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 15:32 #

Sorry, aber das halte ich für Unfug :p

Oder anders: Sicherlich ist es ein Stilmittel. Ein Stilmittel hat aber im Text eine Bedeutung, und die habe ich gerade angesprochen: Die Legitimation, danach jede mögliche Beleidigung zu schreiben, schließlich habe man sich ja mit einem großen "Sorry" schon vorab entschuldigt. Meiner Meinung nach ist das Selbstbetrug. Der unbewusste Versuch, die eigenen Anschuldigungen gegenüber seinem eigenen Gewissen zu rechtfertigen.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 15:55 #

So ist es wahrscheinlich entstanden, ja.
Unsere Sprache ist voll solcher Dinge.
Ich habe da so einen kleinen "Sprachfehler": Noch heute fällt es mir schwer, "bitte" zu sagen. Natürlich wurde auch mir das als Kind beigebracht, für mich wirkt "bitte" aber immer wie eine versteckte Aufforderung, wie ein Befehl. Ich empfinde den Gebrauch von "bitte" als Legitimierung einer Aufforderung, und gar nicht wirklich als Bitte.
Ich sage zum Beispiel: "Kannst du mir das Salz reichen?" und nicht "Kannst du mir bitte das Salz reichen!" Ziemlich komische Sache.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2174 - 18. Januar 2014 - 16:10 #

da hab ich einen workaround für dich: "wärst du so nett mir das salz zu reichen?"

kann man jetzt natürlich auch wieder als befehl deuten, gefälligst nett zu sein. ;)

Elder (unregistriert) 18. Januar 2014 - 14:36 #

So nach diesem Schema "ich habe nichts gegen x, viele meiner Freunde sind x"? Ich muss Dich enttäuschen. Du kannst die Keule wegpacken.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 14:44 #

Als Schweizer muss ich allerdings auch feststellen, dass jeder, der in DE das Judentum kritisiert, automatisch ein Antisemit ist (Günter Grass).

.xaan (unregistriert) 18. Januar 2014 - 14:55 #

Kommt halt drauf an, ob man das Judentum an sich kritisiert oder einzelne Handlungen von Personen die nur zufällig dem Judentum angehören.

Ersteres ist nämlich durchaus antisemitisch. Weil es "Die Juden" über einen Kamm schwert und sie allein für ihr Jede-sein kritisiert.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 15:15 #

Warum darf ich das Judentum nicht kritisieren? Ich darf das Christentum auch für seine Kreuzzüge kritisieren und die katholische Kirche sowieso. Klar sind damit nie alle gemeint. Wenn die Juden nichts gemeinsam haben, was ist dann eine "jüdische Gemeinschaft"?
ok, das ist jetzt ziemlich off-topic.

McSpain 21 Motivator - 27128 - 18. Januar 2014 - 15:17 #

Der Grad zwischen Kritisieren und Diffamieren ist dünn. Siehst du ja auch wenn es wie hier um Spieletests geht. Sachlichkeit ist nicht immer die einfachste Sache.

.xaan (unregistriert) 18. Januar 2014 - 15:54 #

Nein, du kannst das Christentum allgemein nicht für die Kreuzzüge kritisieren. Krieg ist kein christlicher Wert. Der damalige Papst hat die Macht seiner Position als unfehlbares geistliches Oberhaupt ausgenutzt um ganz weltliche Ziele zu erreichen. Wenn du also kritisieren willst, dann die Leichtgläubigkeit der Menschen, die da mitgemacht haben. Aber das wiederum trifft auf jede Religion weltweit zu und ist kein alleiniges Merkmal des Christentums.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 16:01 #

Eben, es gilt für das Judentum genauso.

.xaan (unregistriert) 18. Januar 2014 - 16:16 #

In dem Moment kritisierst du aber nichtehr das Judentum (oder Christentum), sondern die Religion bzw. Religiösität an sich.

J.C. (unregistriert) 18. Januar 2014 - 16:53 #

Wenn man antisemitische Resentiments verbreitet wie Grass dann liegt die Vermutung nun mal nicht so fern. Die verschwiegene Waffen SS Mitgliedschaft trägt nicht gerade dazu bei diese Bild zu ändern.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 21:26 #

Ich bin einfach dagegen, dass man den Israelis Waffen liefert. In diesem Konflikt stehe ich voll auf der Seite der Palästinenser, und das ist mein gutes Recht.
Wenn mich das zu einem Antisemiten macht, dann bitte sehr.

J.C. (unregistriert) 18. Januar 2014 - 21:40 #

Ich halte mich da einfach mal raus.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 34166 - 18. Januar 2014 - 22:30 #

Und ich bin gegen Terroranschläge wie 1974 bei den Olympischen Spielen in München.

McSpain 21 Motivator - 27128 - 18. Januar 2014 - 14:32 #

Im Gegenteil. Leute die sich auch auf kindlichen Stil wie Broken Age oder Loom einlassen können sind meist in ihrer Sexualität (egal ob Homo, Hetero oder anderweitig) und geistigen Reife sehr gefestigt. Diese Leute brauchen in der Regel "schwul" auch nicht als Adjektiv in ihrem Wortschatz.

Kenne aber genug geistig unreife bzw. sexuell unsichere Menschen die alles was nur entfernt "schwul" oder "kindlich" seien könnte auf großer Distanz halten damit ihr Konsum sie nicht aus versehen schwul oder kindlich macht. Frei nach dem Motto: "Jeden Tag ne Runde Gears of War gefolgt von nem ordentlich Porno. Sicher ist sicher."

J.C. (unregistriert) 18. Januar 2014 - 14:42 #

Nä! Die sind pädophil!

Elder (unregistriert) 18. Januar 2014 - 14:48 #

Meilenweit daneben. Als "schwul" um die Jahrtausendwende Eingang in die Jugendsprache hielt und für alles mögliche herhalten musste, hatte ich meine Jugend samt festigender Adoleszenz schon hinter mir. Die Generation vorher war übrigens nicht besser: Sie gebrauchte inflationär das Wort "behindert" ("Spast" ist ein Ausläufer davon). Ich gehöre der Geil-Generation an. Es gehört vermutlich in der Phase der eigenen Orientierung dazu, sexuell denotierte Begriffe mit weiteren Konnotationen zu versehen.

Genug der Klugscheißerei: Ich habe schwul nicht abwertend verwendet.

McSpain 21 Motivator - 27128 - 18. Januar 2014 - 14:52 #

Hab ich nicht behauptet. Du verwendest es fast schon wissenschaftlich als definiertes Stilmittel um dich bzw. deinen Geschmack davon abzugrenzen. Neige dazu das fast schlimmer zu finden.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 14:54 #

Was hat denn die Neigung eines Mannes, Dinge auch niedlich, süß oder zauberhaft finden zu können, mit Homosexualität zu tun? Wir stecken also immer noch in einer Gesellschaft fest, wo ein Mann beständig seine ach so heftige Männlichkeit beweisen muss.
:(

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 14:55 #

Das sind eben keine echten Kerle!
Vergiss die Emanzipation des Mannes! Sei ein Soldat! Spiele COD und sonst gar nichts!

McSpain 21 Motivator - 27128 - 18. Januar 2014 - 15:16 #

Echte Männer spielen nicht Soldat. Echte Männer gehen raus und gewinnen Kriege. Oder schubsen zumindest hin und wieder ne Kuh um oder verscheuchen eine Katze mit dem Luftgewehr vom heimischen Garten.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 18. Januar 2014 - 15:34 #

...und schau Schwarzenegger-Movies! Und hör Metal! Und arbeite aufm Bau! ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 15:39 #

Darf man trotzdem ein großes rosa Plüsch-Schwein auf dem Sofa sitzen haben? Ist eher schwierig, oder?

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 18. Januar 2014 - 16:05 #

Doch das geht, aber nur wenn du dann als Ausgleich jede Woche in den Wald gehst, dir ein Wildschwein mit bloßen Händen fängst und anschließend roh verzehrst.

Lasst uns Wildschweine jagen gehen ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 18. Januar 2014 - 18:46 #

Das ist alles ganz schön kompliziert.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. Januar 2014 - 15:40 #

scheisse, ich glaub ich bin extrem schwul!

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9879 - 18. Januar 2014 - 14:08 #

Oh wow, [Wertungsspoiler entfernt] ist jezt ja eher... unerwartet?

Ich werds erst spielen, wenn es komplett fertig ist. Bin mal gespannt.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 34166 - 18. Januar 2014 - 16:08 #

Habe heute noch keinen Alkohol getrunken mir aber trotzdem bei Steam Broken Age "vorbestellt"!.
Ich mochte die alten und neuen Spiele von Schafer und freue mich dann Ende Januar auf den ersten Teil von Brogen Age.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4744 - 19. Januar 2014 - 8:59 #

Nach dieser ganzen Diskussion hier habe ich mich nun doch entschieden, den ersten Teil sofort durchzuspielen. Mein Fazit: Der Test hat recht.

-Präsentation: Technisch meist hochwertig und sehr viel animiert, Zeichenstil ist übertrieben-märchenhaft, in sich aber stimmig. In reingezoomten Szenen verpixeln die Hintergründe aber plötzlich, das hätte nicht sein müssen.

-Musik: Ist mir irgendwie überhaupt nicht in Erinnerung geblieben, weder positiv noch negativ. Ob das nun für oder gegen den Soundtrack spricht, ich weiß es nicht.

-Bedienung: An den Bruch mit der Genre-Konvention Point&Click musste ich mich die erste Hälfte des Spiels noch sehr gewöhnen, besonders da ein einzelnes Anklicken von Inventarobjekten eine teils längliche Interaktion auslöst. Diese kann zwar mit der Leertaste übersprungen werden, aber: Ich habe in einem Spiel, das ansonsten nur mit der Maus bedient wird, keine Hand auf der Tastatur, meine linke Hand ist frei. Also muss ich jedes Mal erst die Hand zur Tastatur bewegen, um Leertaste zu drücken - das nervt! Eine 2-Tasten-Maus sollte auch ein Double Fine voraussetzen können.

-Zum Spieleinstieg mit Shay: Es ist wirklich nervig. Ich kann verstehen, dass die Eintönigkeit wiedergegeben werden soll, aber da wurde mMn übertrieben. Insbesondere auch deshalb, weil diese nur durch das erste und (mMn) schwerste Rätsel im Spiel aufgehoben werden kann. Das hätte man irgendwie anders lösen sollen.

-Zum Humor: Irgendwie nicht mein Ding. Mag vielleicht daran liegen, dass ich eventuelle englische Wortwitze und Anspielungen nicht zu 100% verstehe, aber gezündet hat da nichts. Das ging mir bei The Cave allerdings schon genauso; die beiden spielen für mich auf exakt demselben Niveau, welches weit unter dem eines Deponia liegt.

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10058 - 19. Januar 2014 - 11:10 #

Habe Broken Age inzwischen auch nach 5h durch. Mir hat es gut gefallen. Meine 15 USD sehe ich gut angelegt. Die Grafik und der Sound gefallen mir sehr gut. Auch weil das Spiel auf meinem Mac immer flüssig läuft. Deponia 1 zum Beispiel ruckelt ganz schön. BA ist vor allem sympathisch. Es kommt bei weitem nicht an MI ran, aber für sich allein gestellt ist es ein kleines, schönes Spiel. Und es gibt noch einen zweiten Teil dazu! Umsonst! So sehe ich das jedenfalls.

direx 16 Übertalent - - 5280 - 20. Januar 2014 - 1:44 #

Je länger ich dieses Spiel spiele, desto mehr verstehe ich diesen Test hier nicht. ich bin jetzt mit der Story von Shay durch und das Ende seiner Geschichte hat mich ja mal richtig aus den Socken gehauen. Damit hätte ich nie gerechnet.

Ganz großes Kino. Für mich ist klar. Tim Schäfer hat geliefert und zwar richtig. "Broken Age" spielt sich wie aus einem Guß. Es sieht toll aus, hat einen verflucht guten Soundtrack und, das ist das Wichtigste, es zieht mich voll in die Geschichte rein. Auch wenn es nicht so aufgebaut ist, wie ein altes Lucasarts Adventure, es trägt aber deren Geist in sich.

"Broken Age" überzeugt auf ganzer Linie ...

DIrex

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 20. Januar 2014 - 12:08 #

Habe mir gerade mal aus Neugier die ersten Folgen eines Let's Plays angesehen. Ich bin ziemlich begeistert von Humor, Geschichte (also dem Anfang, den ich davon jetzt kenne) und dieser wunderbaren Präsentation in Optik und Sound. Ich überlege tatsächlich, es mir zu kaufen, obwohl ich mit Adventures normalerweise nicht so viel anfangen kann. Aber gerade der versprochene niedrige Schwierigkeitsgrad käme mir da entgegen :D

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 20. Januar 2014 - 15:23 #

Hä? Wie kannst du denn begeistert sein? Der Test sagt doch eindeutig, dass das Spiel nicht gut ist! ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 20. Januar 2014 - 16:57 #

Error! :o

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 23. Januar 2014 - 19:32 #

Ist doch ganz einfach. Schon alleine der Gedanke daran, dass er für das Spiel Geld ausgeben könnte, hat dazu geführt, dass er das Spiel toll findet. Andernfalls müsste er sich ja eingestehen, dass er in Betracht zieht, für ein schwaches Spiel Geld auszugeben. Und dass das Spiel schwach ist, weiß er dank des Testes, denn nur dieser sieht (im Gegensatz zu sämtlichen anderen Tests weltweit) die Sache so wie sie ist, nämlich, dass das Spiel enttäuschend ist.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 23. Januar 2014 - 22:21 #

Böse!^^

Griswald Meistersuppe 18 Doppel-Voter - 11732 - 20. Januar 2014 - 12:34 #

Bin ziemlich zweigeteilt mit Broken Age. Habe es jetzt durchgespielt und es hat mir gut gefallen. Den Grafikstil ist zwar nicht mein Fall, aber die Geschichte und die Atmosphäre fand ich exzellent.
Ziemlich enttäuschend fand ich, das es so gut wie keine richtigen Rätsel und Kopfnüsse gab. Das hat mir doch sehr gefehlt. Man konnte es in einem Rutsch durchspielen.
Alles in allem aber bin ich mit Broken Age zufrieden und freu mich auf den zweiten Teil (vielleicht mit etwas mehr Rätselkost bitte)

MagicK 16 Übertalent - P - 4910 - 24. Januar 2014 - 16:45 #

Bin eigentlich ein alter Adventure-Fan ...
... finde Broken Age aber für ein "echtes" Adventure zu leicht.
Das Spiel sehe ich mehr als interaktive Story, wo für mich aber die Titel von Telltale Games im Moment das Maß der Dinge sind.
Für das Budget und mit den geweckten Erwartungen bin ich reichlich entäuscht auch wenn die Story und Präsentation durchaus stimmig und interessant ist.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 25. Januar 2014 - 11:53 #

Es gibt übrigens ein 700 MB großes Update, welches u.a. sichtbar höher aufgelöste Grafiken mit sich bringt. Außerdem gibts jetzt optional die gewohnte Klick-Steuerung - sehr schön :)

interceptor 12 Trollwächter - 1017 - 25. Januar 2014 - 13:51 #

Und die Performanceeinbrüche die ich mit der alten Drag-Steuerung hatte, gehören auch der Vergangenheit an!

marpieters84 12 Trollwächter - P - 1122 - 27. Januar 2014 - 18:45 #

Habe jetzt schon mehrere Interviews nach den Tests mit Tim Schafer gesehen.

Sie werden den zweiten Teil auf jeden Fall schwieriger machen. Ich finde es schwer das vorzeitig zu Ende zu bewerten, da es ja nur ein halbes Spiel ist.

Full Throttle (auch von Schafer) ist da ähnlich einfach in der ersten Hälfte, zieht aber stark an im letzten Akt.

Hoffe das wird da ähnlich.

Geschichte und Stil ist einmalig in Broken Age Act1.
Und mit dem Update für den Release morgen (überarbeitete Steuerung und so), ist das Spiel noch Stück besser geworden.

cl3ave 15 Kenner - 2797 - 27. Januar 2014 - 22:11 #

So, heute durchgespielt und ich muss sagen, mir hat es gefallen. An den Rätseln habe ich nicht so lange gehangen, wie bei den alten Lucas Arts Spielen, aber ordentlich Nachdenken musste ich an einigen Stellen schon.
Ich bin gespannt auf den zweiten Akt.

Oliver Player (unregistriert) 28. Januar 2014 - 7:49 #

Wird es eigentlich noch mal einen "Nachtest" der finalen Version geben? Laut dem letzten Projekt-Update wurde offensichtlich nicht nur an der Optik gefeilt. Auch die Steuerung wurde wohl nochmals überarbeitet und ein bisschen an die "alte" Adventure-Steuerung angepasst.

Das ändert zwar nichts an dem etwas kurzen und zu leichten Spielvergnügen. Aber der ein oder andere Kritikpunkt an Steuerung und Optik ändert sich ja vielleicht noch. Werde mir das heute Abend auch mal ansehen und schauen, inwieweit sich das positiv auswirkt.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4744 - 28. Januar 2014 - 8:31 #

Naja Teil 2 wird ja noch getestet werden, nicht umsonst ist es bisher eine vorläufige Note. Und da wird die neue Steuerung ja voraussichtlich auch dabei sein. Ich bin nicht die Redaktion, aber ich bezweifle, dass es ein Update nur für Teil 1 geben wird.

Oliver Player (unregistriert) 28. Januar 2014 - 11:53 #

Nun, die Note basiert aber auf der Beta-Version. Von daher denke ich schon, dass zumindest eine Anpassung des Test an die tatsächliche finale Version nötig wäre. Nicht unbedingt bei der Note, aber doch immerhin was die Steuerung betrifft.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4744 - 29. Januar 2014 - 12:46 #

Wie man sieht, hatte ich Unrecht und deine Bitten wurden erhört :)

Labolg Sremag 12 Trollwächter - 1085 - 28. Januar 2014 - 14:29 #

gäähn, was möchte uns der Künster damit sagen?

Oliver Player (unregistriert) 28. Januar 2014 - 22:17 #

Was ist den ein Künster?

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3625 - 29. Januar 2014 - 13:40 #

Er meint mit Sicherheit Küster, also einen Kirchendiener. Was der uns sagen will, weiß ich allerdings auch nicht.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4319 - 29. Januar 2014 - 14:08 #

Danke für das Update!

Scytale (unregistriert) 29. Januar 2014 - 15:26 #

A) Es gibt einen Grund, warum manche Spiele keinen Publisher finden
b) Waren alle Spiele nach Psychonauts immer mit krassen Design-Fehlentscheidungen behaftet, die das Spiel im Kern, dem Gameplay, unterdurchschnittlich gemacht haben

Broken Age scheint einfach die Tradition fort zu führen. Sehr nette Optik und flauschig freche und clevere Dialoge, aber kein gutes Spiel und auch kein Adventure, und bei weitem kein Oldscool-Adventure, was sie bei Kickstarter versprochen habe. Man könnte schon fast von einer Lüge sprechen, da die Designentscheidung zu kaum Gameplay nicht erst im letzten Jahr gemacht wurde.

Ein Zeichen für mich, dass Kickstarter für Spiele nur Risiko ist, was es nicht nötig ist, einzugehen.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23782 - 29. Januar 2014 - 19:01 #

Costume Quest war doch ganz in Ordnung, hab es leider nicht durchgespielt. Krasse Design-Fehlentscheidungen sind mir da nicht aufgefallen.

Ich habe bei Kickstarter nur Baphomets Fluch 5 gebackt und das bekommen, was versprochen wurde. Die Kampagne von Double Fine war mir viel zu vage, aber das hat scheinbar nur wenige gestört. Von über drei Millionen Dollar können die meisten bei Kickstarter nur träumen.

Mag sein, dass Broken Age kein besonders gutes Spiel ist, aber Adventures spiel ich auch gerne der Geschichte und Dialoge wegen. Die Schauplätze und Grafik sehen auch sehr charmant aus. Aber wenn man wie der Tester mit dem Drumherum nix anfangen kann, dann kann das Spiel für einen nur enttäuschend sein. Ist ja kein Nintendo-Spiel, wo die Storys auch oft ziemlich abstrus oder zu kindlich sind, aber es das Gameplay meist wieder rausreißt.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 31443 - 29. Januar 2014 - 19:34 #

Mir hat Costume Quest auch gefallen, allerdings war es viel zu leicht und zu repetetiv, so dass ich mich am Ende dann doch etwas zwingen musste, es durchzuspielen.
Das gleiche Problem hatte auch Stacking. Eine tolle Idee und auch gut umgesetzt, aber irgendwann hatte man dann genug vom dem Spielprinzip.
Am besten von Double Fine hat mir Psychonauts gefallen, da habe ich eigentlich nichts groß dran auszusetzen.

KornKind 13 Koop-Gamer - 1345 - 30. Januar 2014 - 8:57 #

Broken Sword 5 fand ich grösstenteils langweilig, da gefällt mir Broken Age doch erheblich besser - das wollte ich zu jedem Zeitpunkt weiter spielen.

Geschmäcker sind eben verschiedenen, wenn es nach mir ginge hätte Broken Age jedenfalls die höhere Wertung als Baphomets Fluch 5 erhalten (ich habe beide mit jeweils über 100$ gebacked, also bitte keine 'Fanboy'-Vorwürfe ;))

Grundsätzlich hatte ich bisher bei jeder erfolgreichen Kickstarter-Kampagne, bei der ich mitgemacht habe, das Gefühl erhalten zu haben was versprochen wurde (z.B. Broken Age, Broken Sword 5, Ouya, Turrican Soundtrack). Das muss aber trotzdem nicht bedeuten, dass mir das Endresultat in allen Fällen wahnsinnig gut gefällt.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 35024 - 29. Januar 2014 - 15:42 #

Danke für das Update. Eine Frage stelle ich mir dabei: Bisher konnte man Inventargegenstände ja durch kurz Anklicken untersuchen und durch Ziehen mit anderen kombinieren. Wenn man jetzt die neue Steuerungsmethode verwendet, wo man den Gegenstand anklickt, um ihn an den Cursor zu heften, wie löst man dann das Betrachten aus?

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 31443 - 29. Januar 2014 - 16:08 #

Ich vermute mal mit einem Rechtsklick, wie in anderen Adventures üblich.

Anonymous (unregistriert) 29. Januar 2014 - 19:34 #

Wenn man 1x auf ein Objekt klickt, und die Maus darüber lässt, wird eine Lupe angezeigt. Will man es ansehen, klickt man einfach noch mal darauf. Bewegt man die Maus aber weg, ist der Cursor halt das angeklickte Objekt und man kann es dann mit was auch immer benutzen. Die rechte Maustaste wird nicht genutzt und ist "tot".

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 35024 - 29. Januar 2014 - 23:53 #

Hm, das ist ja auch eher umständlich. Wie einfach wäre es doch, wenn zwei Maustasten unterstützt würden. Ein klarer Rückschritt zugunsten der Tabletanpassung.

Anonymous (unregistriert) 30. Januar 2014 - 1:47 #

Absolut, muss dir zustimmen. Ich habe auch als erstes (praktisch schon instinktiv) versucht die rechte Maustaste zu benutzen und dadurch gemerkt das es so nicht funktioniert.

kOnsinger (unregistriert) 29. Januar 2014 - 16:12 #

ausser das die Puzzles recht einfach waren, würde ich dem ganzen 7,5 geben. 6 finde ich zu hart.

Kommentator (unregistriert) 29. Januar 2014 - 16:31 #

Ein bisschen habt ihr's aber schon auf Kickstarter abgesehen, oder? So ein ganz kleines Bisschen?

Kommentator (unregistriert) 29. Januar 2014 - 16:46 #

Ich meine, den Eindruck kann ich so nachvollziehen, aber ich glaube, 6.0 entspricht dann vielleicht nicht ganz dem spürbaren Interesse zu wissen wie es weitergeht.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 29. Januar 2014 - 18:43 #

Ja. Deswegen hat The Banner Saga auch nur eine 8.0 bekommen.

J.C. (unregistriert) 30. Januar 2014 - 0:06 #

Eben, es verdient mindestens eine 8.5! :P

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332348 - 30. Januar 2014 - 10:27 #

Oder Giana Sisters Twisted Dreams ebenfalls eine 8.0 ...

Skeptiker (unregistriert) 29. Januar 2014 - 17:25 #

Erster Eindruck ist, dass das Spiel (am Anfang) zu dialoglastig ist. Alles deutet auf ein Objekträtsel hin ("Finde XYZ") und man sucht irgendwann schon etwas verzweifelt nach Hotspots im Raum, dabei liegt die Lösung im Abklappern aller Dialogoptionen.
Die Hervorhebung des Hotspots unter der Maus oder auch die Anzeige des Objektnamens fehlen. Man ist sich nie sicher, ob es sich um einen oder mehrere zusammenhängende Hotspots handelt, oder ein großes Objekt nicht doch untergeordnete Hotspots hat. Stellt Euch z.B. vor die Grafik zeigt eine Tür mit Türklinge und Katzenklappe. Dann muss ich als Spieler auch eine Rückmeldung bekommen, ob die Türklinke oder die Katzenklappe für sich eigene Objekte sind, oder die gesamte Tür der einzige Hotspot ist.

Anonymous (unregistriert) 30. Januar 2014 - 1:46 #

In der aktuellen Version leuchten die Objekte aber zumindest auf wenn man einen Gegenstand benutzen will, so dass man hier nicht mehr raten muss worauf genau man es anwendet/wie groß die Spots sind. Das von dir beschriebene Verhalten ist also schon teils überholt.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 35024 - 30. Januar 2014 - 8:04 #

Aha, noch eine kleine Verbesserung. Trotzdem eine Krücke, mit dem üblichen Weg einer Namen einer Namenseinblendung wäre das einfacher gelöst.

invincible warrior 13 Koop-Gamer - 1264 - 30. Januar 2014 - 14:04 #

Mhhh, komischerweise haben das die Gegenstände bei mir auch schon in der Ursprungsversion getan. Aber vielleicht wars ja nur ein Bug.

Schwanzus Longus (unregistriert) 29. Januar 2014 - 21:28 #

"Dass ich kein Adventure im Stil alter Schafer- und LucasArts-Spiele erwarten durfte, war mir schon vor dem Test klar."
Eigentlich ja schade, denn genau das wurde doch versprochen.

"Namenloser" (unregistriert) 2. Februar 2014 - 16:49 #

"Kinderbuch-Optik"... pfff...

das ist halt mal was Künstlerisches und keine Grafik gewordene Horror-Splatter-Monster-Optik, wie man sie auf den CD-Hüllen skandinavischer Deathcore-Bands vorfindet.

Und was die angebliche Detail- und Farbarmut angeht:
das nennt man "Stil". Das Gegenteil davon ist überbordender Kitsch. Den gibts gerade in der Gamerwelt allzu häufig.

Kurz:
grafisch gehört dieses Spiel zu den Besten nicht nur des Genres, sondern auch der PC-Spiele allgemein.

Wahngrok 10 Kommunikator - 457 - 3. Februar 2014 - 23:17 #

Sorry, aber die Wertungstendenz finde ich einfach peinlich. Das so arg kritisch angesehene Minispiel hat erzählerisch seinen Sinn, was am Ende des ersten Aktes klar geworden sein sollte. Die Kritik an der Linearität kann ich bei Vella noch halbwegs nachvollziehen. Bei Shae ist sie allerdings weg, sobald man die "Eintönigkeitsschleife" verlassen hat (und so schwer fand ich nicht, aus ihr rauszukommen).

Man merkt dem Autor deutlich seine Enttäuschung an, was ihn aber die Objektivität abhanden zu kommen lassen scheint. Ich glaube Jörg ja, dass die Wertung kein Flamebait sein soll, aber hier scheint alles Negative besonders stark gegenüber dem Positiven gewertet worden zu sein.

Ich bin gespannt darauf, ob der zweite Akt Herrn Petersen dazu bringen wird, seine Meinung zu ändern. Potential sehe ich jedenfalls.

(Disclaimer: Mir hat das Spiel sehr gut gefallen. Handlung und Präsentation fand ich bisher sehr gelungen. Da musste ich mir als Backer nichts schöntrinken.)

DrDave (unregistriert) 4. Februar 2014 - 23:58 #

Dieses kontingente Gebashe des ästhetischen Stils ist wirklich ärgerlich - auch wenn Jörg Langer das nochmal auf dem Spieleveteranenpodcast verteidigt hat. Hier ist etwas grundsätzliches nicht verstanden worden.

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 20331 - 28. April 2015 - 4:15 #

Finds irgendwie witzig, dass in den Kommentaren die Posts mit den Wertungen "aus Rücksicht auf die, die die Wertung ausblenden" zensiert werden, aber auf der Startseite fröhlich gespoilert wird...

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 28. April 2015 - 10:28 #

Das liegt am Alter :) "Luke, ich bin dein Vater!" geht heute auch nicht mehr als Spoiler durch, wäre es kurz nach Film-Release aber sicherlich gewesen.

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