Spiele entwickeln ohne Publisher

Die Kickstarter-Verheißung

Steckbrief
PC
Adventure
Klassisches Adventure
nicht vorhanden
nicht vorhanden
Double Fine Productions
Double Fine Productions
28.01.2014
Nicht nur aus Spielersicht war Kickstarter der Trend der vergangenen zwölf Monate: Bekannte Designer wie Tim Schafer, Peter Molyneux oder David Braben sicherten sich so eine "Starthilfe" für ihre neuen Projekte. Wir haben uns durch hunderte Projekte gefräst und versucht, dem Phänomen Kickstarter empirisch auf die Schliche zu kommen.
Christoph Vent 15. Februar 2013 - 20:23 — vor 31 Wochen aktualisiert
Grafik: GamersGlobal (Lizenz: CC BY-SA, Foto "Dollarnoten" von Manuel Dohmen, CC BY-SA).
Alle Schaubilder und Tabellen stammen von GamersGlobal.


Als das Unternehmen Kickstarter im Jahr 2008 und die gleichnamige Internet-Plattform 2009 das Licht der Welt erblickten, war das Modell des Crowdfundings („Schwarmfinanzierung“) bereits bekannt. Als einer der Vorreiter des Systems gilt die 2003 vom Musiker Brian Camelio gegründete Website artistshare.com, auf der Künstler Spenden für neue Musikalben sammeln können. Weitere Plattformen wie Indiegogo, Gambitious und Gamesplanet Lab folgten. Letztere machte vor allem durch Magrunner auf sich aufmerksam, das mehr als 110.000 Euro einspielen konnte. Doch Kickstarter ist klar der Platzhirsch sowohl bei Quantität als auch Qualität der Top-Projekte, deshalb beschränken wir uns in diesem Report darauf.

Wir haben mehrere hundert Kickstarter-Projekte untersucht und versorgen euch mit Fakten und Schlussfolgerungen. Unter den mehr als 3.000 Kampagnen in der Kategorie Spiele sind aber nur die tatsächlichen Videospiele sowie Hardware für uns relevant gewesen. Brettspiele, Spielemagazine, Podcasts oder dergleichen haben wir aussortiert. Zudem konzentrieren wir uns vor allem auf die größeren Projekte, zu denen wir alle erfolgreich finanzierten Spiele mit mehr als 30.000 Dollar Einnahmen zählen. Diese 121 Titel listen wir euch außerdem ausführlich in einer von drei (Achtung, Neuerung) scrollenden Tabellen direkt im Artikel auf.

Risiken für die Kunden
Die Kampagne zu Wildman, dem neuesten Spiel von Chris Taylor, wurde vor wenigen Tagen erfolglos eingestellt.
Der größte Vorteil dieser Art der Finanzierung liegt klar auf der Hand: Die Künstler machen sich nicht von Musiklabels, Publishern oder anderen großen Firmen abhängig. Diese zahlen ihnen zwar, wie etwa Chris Taylor kürzlich im Zuge der Gas-Powered-Games-Entlassungen aufführte, Vorschüsse abhängig von erreichten Milestones, ziehen diese Zahlungen aber später von der Gewinnbeteiligung ab, sodass mancher Entwickler selbst bei erfolgreichen Spielen keine oder nur geringe Gewinnbeteiligung erhält. Auch sehen die Entwickler auf diese Weise sofort, ob überhaupt Interesse an ihrem Projekt besteht, und können es gegebenenfalls noch abbrechen.

Kickstarter und Co. sind aus Entwicklersicht verlockend, und auch die Spielefans freuen sich: Können sie so doch konkret Projekte mitfinanzieren, die ihnen am Herzen liegen, und vielleicht sogar durch ihr Feedback Einfluss auf die Entwicklung nehmen. Doch es gibt auch Risiken, da die Geschäftsbeziehung auf Vertrauen aufbaut: Wurde die Spendensumme einmal ausgezahlt, gibt es kein Zurück – geht der Entwickler vor Entwicklungsende pleite oder gibt er das Geld unklug aus, ist das Investment in aller Regel verloren. Das könnte beim vor ziemlich genau einem Jahr mit 170.000 Dollar gefundeten Kickstarter-Projekt Code Hero der Fall sein: Die versprochenen Goodies für Backer – so der Name für User, die eine Spende abgegeben haben – wurden bislang nicht verschickt, das Projekt kommt nicht so schnell voran, wie es sich viele Backer wünschen, Entwickler wurden entlassen. Manche der rund 7.000 Backer reden von rechtlichen Schritten und wollen ihr Geld zurück. Doch aufseiten des Verantwortlichen Alex Peake scheint kein Geld mehr da zu sein. Nun spricht er von neuem Funding, um "die Entwicklung zu beschleunigen" und die Enttäuschten auszuzahlen. Sieht man sich die Comments auf der offiziellen Projektseite an, so spricht nichts für bewussten Betrug oder mutwillige Verzögerung, aber sehr viel für schlechte Projektplanung. Dabei war das ursprüngliche Ziel mit 100.000 Dollar deutlich kleiner gewesen als die tatsächlich erzielte Summe.

Natürlich steht in den Kickstarter-Bedingungen, dass mit erfolgreichem Funding der Projektbetreiber rechtlich verpflichtet ist, das Projekt auch umzusetzen. Aber wem hilft es, wenn das schlicht nicht (mehr) möglich ist? Scheitert ein Projekt noch in der Fundingphase, geht hingegen kein Geld verloren: Eingezogen werden die „Pledges“ (Geldzusagen) durch Kickstarter erst, wenn die Mindestsumme laut Website am Stichtag erreicht oder überschritten ist. Von dem dann erreichten Betrag gibt es zwei Abzüge: zum einen durch die Backer, deren Kreditkarte nicht mehr gültig oder ausreichend gedeckt ist, zum anderen durch die fünf Prozent, die Kickstarter für seine Dienste einbehält, sowie weitere drei bis fünf Prozent Gebühren durch Amazon Payments. Macht summa summarum rund 10 Prozent Abzug – doch das ist immer noch nicht das Geld, das für die Entwicklung bereitsteht: Davon müssen auch noch die Goodies (T-Shirts, Modelle et cetera) oder Boxed Versions produziert und verschickt werden.

Nicht nur Videospiele
Mit Einnahmen über 10 Millionen Dollar ist die Smartwatch Pebble das erfolgreichste Kickstarter-Projekt aller Zeiten.
Die auf Kickstarter gestarteten Kampagnen umfassen bei weitem nicht nur Videospiele. Auf insgesamt 13 Grundkategorien verteilen sich tausende von Projekten, die sich wiederum in mehrere Einzelkategorien aufteilen. Die mit Abstand beliebtesten Bereiche sind Film & Video sowie Musik, die im vergangenen Jahr jeweils mehr als 9.000 Projekte vorweisen konnten. Immerhin 41 Prozent (Film) beziehungsweise sogar 56 Prozent (Musik) wurden in diesen Kategorien erfolgreich finanziert.

Mitunter finden sich auf Kickstarter auch eher ungewöhnliche Vorhaben wie eine Schriftart, die eine amerikanische Stadt mit Fremdgeld entwickelte, um damit zum Beispiel Fahrradwege zu beschriften. Man darf vermuten, dass die Backer dieses Projekts vor allem Fahrradfahrer der entsprechenden Stadt waren. Zu den kuriosesten – wenn natürlich auch nicht ernst gemeinten Projekten – gehört aber zweifelsohne der Todesstern, der seit Anfang Februar um Unterstützer wirbt. Doch wie schlägt sich Kickstarter im Bereich der Computer- und Videospiele?

Kampagnen-DramaturgieEine Kickstarter-Kampagne läuft stets nach dem selben Muster ab. Auf einer speziell für das Projekt eingerichteten Seite stellt der Entwickler sein Projekt vor und versucht, es potenziellen Unterstützern schmackhaft zu machen. Neben einer Produktbeschreibung kann auch ein Vorstellungsvideo angeboten werden, das viele Backer öden Textwüsten vorziehen. Die zweite Anlaufstelle für Erstbesucher einer Kickstarter-Kampagne sind in der Regel die Rewards, also die Gegenleistungen, die es für ihre Geldzuwendungen gibt. Die Kosten hierfür betragen mindestens 1 Dollar und gehen nicht selten hoch bis 10.000 Dollar.

Heute mal Peter Molyneux etwas Gutes tun? Designergrößen werben natürlich mit VIP-Bonus um die Gunst der Fans.
Die digitale Version des unterstützten Spiels gibt es meist schon für einen Beitrag von 15 bis 25 Dollar. Wer bereit ist, mehr zu zahlen, erhält weitere Extras wie Soundtracks, Zugang zur Beta oder zusätzliche Downloadversionen des fertigen Spiels für Freunde und Bekannte. Die Vorteile für ein Entwicklerteam sind bei digitalen Versionen nicht von sich zu weisen: Die Einnahmen steigen, zusätzliche Produktionskosten fallen aber nicht an. Anders sieht es bei physischen Extras wie Retail-Versionen, Postern oder T-Shirts aus, wo die Produktions- und Herstellungskosten von den eingenommenen Spenden abgezogen werden müssen.

Es lohnt sich unseren empirischen Forschungen nach, die maximale Spendensumme sehr hoch anzusetzen: Bei 20 der 25 erfolgreichsten Kampagnen fand sich mindestens ein Unterstützer, der 10.000 Dollar zum Projekt beigetragen hat. Als Belohnung für solch einen Einsatz gibt es meist Einladungen zu den Launchpartys der Spiele oder ein Dinner mit den wichtigsten Designern. Aber auch bei Gesamteinnahmen im 30.000-Dollar-Bereich sind Einzelspenden von 1.000 Dollar oder mehr keine Seltenheit – es lohnt sich also, zumindest auf den einen oder anderen vermögenden Fan vorbereitet zu sein und entsprechende Belohnungen anzubieten.

Ist eine Kampagne bereits angelaufen, wollen die Unterstützer bei Laune gehalten werden. Das gelingt den erfolgreichen Teams durch regelmäßige Updates, die zum Beispiel Entwicklertagebücher oder erste Screenshots neuer Spielfunktionen zeigen. Auch wollen alle anfallenden Fragen der Community beantwortet werden – größere Studios sind hier aufgrund ihrer Manpower im Vorteil, da sich in kleineren Studios oft die Programmierer darum kümmern müssen. Wurde das Spendenziel erreicht, ist die Arbeit jedoch noch lange nicht beendet. Niemand gibt sich mit der erreichten Summe zufrieden, wenn offensichtlich noch mehr herauszuholen ist. Daher müssen weitere Spendenanreize geschaffen werden – die sogenannten Stretch Goals: Der Entwickler legt zusätzliche Spenden-Zwischenziele fest, bei dessen Erreichen er seinem Projekt weitere Funktionen wie Portierungen auf andere Plattformen, Zusatzlevels oder neue Fraktionen spendiert.


Die 121 erfolgreichen Spieleprojekte ab 30.000 $
  Projektname Genre Start Ende Ziel ($) Final ($) Prozent Backer $-Schnitt
1 Ouya Hardware 10.07.12 09.08.12 950.000 8.596.474 904,9% 63.416 135,56
2 Project Eternity Rollenspiel 14.09.12 16.10.12 1.100.000 3.986.929 362,4% 73.986 53,89
3 Double Fine Adventure Adventure 08.02.12 13.03.12 400.000 3.336.371 834,1% 87.142 38,29
4 Wasteland 2 Rollenspiel 13.03.12 17.04.12 900.000 2.933.252 325,9% 61.290 47,86
5 Elite - Dangerous Weltraum-Simulation 05.11.12 04.01.13 2.000.000 2.525.306 126,3% 25.681 98,33
6 Homestuck Adventure Game Adventure 04.09.12 04.10.12 700.000 2.485.506 355,1% 24.346 102,09
7 Planetary Annihilation Strategie 15.08.12 14.09.12 900.000 2.229.344 247,7% 44.162 50,48
8 Star Citizen Weltraum-Simulation 18.10.12 19.11.12 500.000 2.134.374 426,9% 34.397 62,05
9 Shadowrun Returns Rollenspiel 04.04.12 29.04.12 400.000 1.836.447 459,1% 36.276 50,62
10 Pathfinder Online MMO 27.11.12 14.01.13 1.000.000 1.091.194 109,1% 8.732 124,96
11 Godus Göttersimulation 21.11.12 21.12.12 720.000 842.501 117,0% 17.184 49,03
12 Broken Sword - Serpent's Curse Adventure 23.08.12 22.09.12 400.000 771.560 192,9% 14.032 54,99
13 The Banner Saga Rundenstrategie 19.03.12 20.04.12 100.000 723.886 723,9% 20.042 36,12
14 Castle Story Sonstiges 27.07.12 26.08.12 80.000 702.516 878,1% 27.060 25,96
15 Leisure Suit Larry Adventure 02.04.12 02.05.12 500.000 655.182 131,0% 14.081 46,53
16 Carmageddon - Reincarnation Rennspiel 08.05.12 06.06.12 400.000 625.143 156,3% 15.736 39,73
17 Tex Murphy - Project Fedora Adventure 15.05.12 16.06.12 450.000 598.104 132,9% 6.963 85,90
18 Yogventures Sonstiges 06.04.12 06.05.12 250.000 567.665 227,1% 13.647 41,60
19 Shadowrun Online Rundenstrategie 18.07.12 14.08.12 500.000 558.863 111,8% 6.003 93,10
20 République Action 10.04.12 11.05.12 500.000 555.662 111,1% 11.611 47,86
21 Two Guys SpaceVenture Adventure 08.05.12 12.06.12 500.000 539.767 108,0% 10.809 49,94
22 Grim Dawn Rollenspiel 17.04.12 18.05.12 280.000 537.515 192,0% 12.457 43,15
23 Clang Action 09.06.12 09.07.12 500.000 526.125 105,2% 9.023 58,31
24 Moebius Adventure 04.04.12 19.05.12 300.000 435.316 145,1% 5.836 74,59
25 Solforge Kartenspiel 01.08.12 10.09.12 250.000 429.715 171,9% 6.971 61,64
26 Hero-U - Rogue to Redemption Rundenstrategie 19.10.12 20.11.12 400.000 409.150 102,3% 6.093 67,15
27 War for the Overworld Strategie 29.11.12 03.01.13 240.000 338.194 140,9% 8.351 40,50
28 Dead State - Zombie Survival RPG Rollenspiel 05.06.12 05.07.12 150.000 332.635 221,8% 10.096 32,95
29 Pathfinder Online - Tech Demo MMO 09.05.12 08.06.12 50.000 307.843 615,7% 4.212 73,09
30 Defense Grid 2 Strategie 10.07.12 14.08.12 250.000 271.726 108,7% 6.291 43,19
31 Xeko Kartenspiel 22.05.12 21.07.12 250.000 257.870 103,1% 973 265,03
32 Pier Solar HD Rollenspiel 05.11.12 05.12.12 139.000 231.370 166,5% 3.519 65,75
33 Maia Göttersimulation 31.10.12 28.11.12 160.067 224.770 140,4% 8.115 27,70
34 Takedown Action 02.03.12 01.04.12 200.000 221.833 110,9% 5.423 40,91
35 FTL - Faster than Light Strategie 27.02.12 01.04.12 10.000 200.542 2005,4% 9.818 20,43
36 Limit Theory Weltraum-Simulation 20.11.12 22.12.12 50.000 187.865 375,7% 5.449 34,48
37 Project Giana Jump-and-run 30.07.12 31.08.12 150.000 186.158 124,1% 6.149 30,27
38 Strike Suit Zero Action 18.10.12 17.11.12 100.000 174.804 174,8% 4.484 38,98
39 Code Hero Sonstiges 26.12.11 24.02.12 100.000 170.954 171,0% 7.459 22,92
40 Zombie Playground Action 22.05.12 26.06.12 100.000 167.590 167,6% 3.787 44,25
41 Distance Rennspiel 16.10.12 16.11.12 125.000 161.981 129,6% 4.174 38,81
42 Sui Generis Rollenspiel 30.10.12 29.11.12 150.000 160.055 106,7% 6.931 23,09
43 Nekro Strategie 04.04.12 04.05.12 100.000 158.733 158,7% 4.300 36,91
44 Starlight Inception Weltraum-Simulation 03.04.12 08.05.12 150.000 158.152 105,4% 3.724 42,47
45 The Dead Linger Action 30.03.12 29.04.12 60.000 154.968 258,3% 4.218 36,74
46 Xenonauts Rundenstrategie 08.05.12 10.06.12 50.000 154.715 309,4% 4.668 33,14
47 Sportsfriends Sport 08.11.12 10.12.12 150.000 152.451 101,6% 4.146 36,77
48 Star Command Strategie 09.07.12 08.08.12 100.000 151.806 151,8% 5.613 27,05
49 Sir, you are being hunted Action 02.11.12 02.12.12 64.000 148.082 231,4% 4.906 30,18
50 Shadowgate Adventure 26.10.12 25.11.12 120.000 137.232 114,4% 3.468 39,57
51 Z. Kartenspiel 14.06.12 14.07.12 100.000 124.288 124,3% 1.147 108,36
52 Word Realms Rollenspiel 15.05.12 21.06.12 100.000 121.442 121,4% 3.424 35,47
53 Forsaken Fortress Rollenspiel 22.11.12 22.12.12 100.000 121.096 121,1% 3.535 34,26
54 Barkley 2 Rollenspiel 28.11.12 28.12.12 35.000 120.335 343,8% 4.636 25,96
55 Unforgotten Quest Rollenspiel 18.11.12 18.12.12 100.000 118.824 118,8% 1.310 90,71
56 Mercenary Kings Action 14.08.12 13.09.12 75.000 116.064 154,8% 3.880 29,91
57 Kaiju Combat Prügelspiel 15.11.12 21.12.12 100.000 112.513 112,5% 1.247 90,23
58 Anima - Gate of Memories Rollenspiel 30.11.12 14.01.13 90.000 110.664 123,0% 1.574 70,31
59 Girl Genius and the… Jump-and-run 29.11.12 24.12.12 7.500 108.195 1442,6% 2.989 36,20
60 Furcadia MMO 14.11.12 14.12.12 55.000 106.835 194,2% 877 121,82
61 Cheetahmen 2 - The Lost Levels Action 06.08.12 06.09.12 65.000 94.270 145,0% 1.122 84,02
62 M.O.R.E. Rundenstrategie 01.09.12 28.10.12 50.000 90.925 181,9% 3.270 27,81
63 Greed Monger MMO 31.10.12 30.11.12 30.000 90.132 300,4% 667 135,13
64 Diamond Trust of London Rundenstrategie 09.05.12 26.05.12 78.715 90.118 114,5% 1.305 69,06
65 Timber and Stone Sonstiges 26.09.12 26.10.12 50.000 88.577 177,2% 3.368 26,30
66 Chivalry - Medieval Warfare Action 16.08.12 15.09.12 50.000 85.934 171,9% 2.027 42,39
67 Legends of Eisenwald Rundenstrategie 21.04.12 22.05.12 50.000 83.577 167,2% 2.729 30,63
68 Radio the Universe Action 21.12.12 23.01.13 12.000 81.719 681,0% 3.567 22,91
69 Drifter Weltraum-Simulation 03.05.12 04.06.12 50.000 81.304 162,6% 3.235 25,13
70 Mindblown Life Sonstiges 02.10.12 02.11.12 60.000 77.522 129,2% 695 111,54
71 Pinball Arcade: Twilight Zone Sonstiges 18.05.12 17.06.12 55.000 77.499 140,9% 2.365 32,77
72 Expeditions - Conquistador Rollenspiel 03.08.12 12.09.12 70.000 77.247 110,4% 1.569 49,23
73 Conclave Rollenspiel 23.08.12 22.09.12 75.000 75.885 101,2% 1.375 55,19
74 Tornado Maker Simulation 05.12.12 09.01.13 75.000 75.630 100,8% 740 102,20
75 Zombies, Run! Casual 08.09.11 10.10.11 12.500 72.627 581,0% 3.464 20,97
76 Auditorium 2 - Duet Casual 28.02.12 30.03.12 60.000 71.061 118,4% 2.037 34,89
77 Kinetic Void Weltraum-Simulation 30.04.12 30.05.12 60.000 66.528 110,9% 2.517 26,43
78 Forced Rollenspiel 22.10.12 01.12.12 40.000 65.413 163,5% 1.913 34,19
79 Jack Houston and the Necronauts Adventure 25.06.12 09.08.12 56.000 64.256 114,7% 1.378 46,63
80 Quest for Infamy Adventure 06.06.12 06.07.12 25.000 63.281 253,1% 1.656 38,21
81 Sealark Adventure 14.09.12 14.10.12 5.000 59.039 1180,8% 3.152 18,73
82 Grandroids Sonstiges 27.02.11 09.04.11 27.000 56.818 210,4% 579 98,13
83 FPS Russia Action 22.11.12 14.12.12 51.337 55.380 107,9% 931 59,48
84 Steam Bandits - Outpost Strategie 27.07.12 19.08.12 30.000 55.362 184,5% 1.464 37,82
85 Super Retro Squad Jump-and-run 19.06.12 19.07.12 10.000 53.509 535,1% 1.853 28,88
86 The Repopulation MMO 02.06.12 02.07.12 25.000 53.169 212,7% 709 74,99
87 Redux - Dark Matters Action 09.05.12 08.06.12 25.000 53.121 212,5% 649 81,85
88 Pinball Arcade: Star Trek Sonstiges 17.08.12 16.09.12 45.000 52.137 115,9% 1.937 26,92
89 Project Lodus Rollenspiel 10.07.12 14.08.12 50.000 51.200 102,4% 470 108,94
90 Sword of Fargoal 2 Strategie 13.09.12 13.10.12 50.000 50.161 100,3% 1.163 43,13
91 Predestination Strategie 21.11.12 28.12.12 25.000 49.899 199,6% 1.195 41,76
92 Valdis Story Action 28.03.12 27.04.12 8.000 49.574 619,7% 2.505 19,79
93 Arakion Rollenspiel 07.09.12 06.10.12 25.000 47.580 190,3% 1.347 35,32
94 Astronaut: Moon, Mars & Beyond MMO 12.08.11 11.10.11 25.000 46.719 186,9% 962 48,56
95 Legends of Dawn Rollenspiel 19.12.12 18.01.13 25.000 46.536 186,1% 1.968 23,65
96 Embers of Caerus MMO 22.05.12 19.06.12 25.000 46.050 184,2% 434 106,11
97 Tales of Fallen London Rollenspiel 03.08.12 02.09.12 10.000 45.503 455,0% 1.013 44,92
98 Meriwether Rollenspiel 29.11.12 06.01.13 35.000 44.489 127,1% 1.433 31,05
99 Echoes of Eternea Rollenspiel 06.04.12 06.05.12 10.000 43.196 432,0% 1.456 29,67
100 Moon Intern Action 05.07.12 07.08.12 30.000 43.054 143,5% 1.609 26,76
101 Conquest Sonstiges 20.02.12 05.04.12 41.000 41.291 100,7% 114 362,20
102 Knock-knock Action 26.07.12 11.09.12 30.000 41.021 136,7% 2.108 19,46
103 Volgarr the Viking Action 23.07.12 23.08.12 18.000 39.964 222,0% 1.608 24,85
104 Ravaged Action 05.04.12 20.05.12 15.000 38.767 258,4% 1.221 31,75
105 Coming out on top Sonstiges 26.11.12 21.01.13 5.000 38.601 772,0% 1.831 21,08
106 Battle of the Bulge Rundenstrategie 26.04.12 28.05.12 20.000 37.186 185,9% 1.098 33,87
107 Star Command Strategie 06.09.11 06.10.11 20.000 36.967 184,8% 1.167 31,68
108 Kitaru Rollenspiel 19.04.12 03.06.12 25.000 35.758 143,0% 1.368 26,14
109 Legends of Aethereus Rollenspiel 22.06.12 22.07.12 25.000 35.544 142,2% 1.212 29,33
110 Edge of Space Action 09.05.12 08.06.12 25.000 35.495 142,0% 1.114 31,86
111 Guns of Icarus Online MMO 23.12.11 21.02.12 10.000 35.237 352,4% 1.211 29,10
112 Cognition - An Erica Reed Thriller Adventure 29.10.11 11.12.11 25.000 34.247 137,0% 634 54,02
113 Cult - Awakening of the old ones Rollenspiel 05.06.12 05.07.12 5.000 34.026 680,5% 1.267 26,86
114 The Off. Otakon Super Beat Em' Up Prügelspiel 23.08.12 22.09.12 20.000 33.642 168,2% 531 63,36
115 Lilly Looking Through Adventure 29.05.12 30.06.12 18.000 33.516 186,2% 1.623 20,65
116 Malevolence Rollenspiel 10.05.12 09.06.12 6.000 33.506 558,4% 1.060 31,61
117 Legend of Dungeon Action 20.11.12 16.12.12 5.000 32.999 660,0% 1.823 18,10
118 Air Guitar Move for iPhone Hardware 10.06.11 10.07.11 25.000 31.776 127,1% 193 164,64
119 Hadean Lands Adventure 01.11.10 06.12.10 8.000 31.337 391,7% 713 43,95
120 The Time Tribe Adventure 15.05.12 05.06.12 25.000 30.873 123,5% 244 126,53
121 Tinkatolli Casual 08.06.11 08.07.11 30.000 30.218 100,7% 302 100,06

Jörg Langer Chefredakteur - 248494 EXP - 15. Februar 2013 - 20:26 #

Viel Spaß beim Lesen!

adson 14 Komm-Experte - Abo - 2248 EXP - 15. Februar 2013 - 20:39 #

Interessanter Artikel, vielen Dank!

Greentail 10 Kommunikator - Abo - 402 EXP - 15. Februar 2013 - 20:50 #

Oft habe ich den Eindruck, dass mit Kickstarter einfach ein billiger Ersatz für Investoren gesucht wird.
Anders als diese werden die Pledger nämlich nicht an den Gewinnen beteiligt. Dennoch tragen sie das Risiko, ob das Projekt überhaupt fertig gestellt wird. Abgespeist werden sie letztendlich mit einer normalen Kopie des Spiels und ggf. Vorbestellerboni.

So tragen die Pledger das finanzielle Risiko, während der Hersteller billig an Geld kommt.
Das mag bei "echten" Indie-Programmieren nicht der Fall sein, aber gerade Leute wie Molyneux dürften eigentlich keine Probleme haben, echte Investoren zu finden. Aber mit den Pledgern muss er sich die Gewinne nicht teilen...

Alex Althoff 19 Megatalent - 16914 EXP - 15. Februar 2013 - 21:06 #

Und muss nicht die Lizenz an den Publisher abtreten. Ein Grund warum Chris Roberts kein Wing Commander sondern Star Citizen macht. EA wollte ihm keine freie Hand bei Wing Commander geben.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 15. Februar 2013 - 21:44 #

"Oft habe ich den Eindruck, dass mit Kickstarter einfach ein billiger Ersatz für Investoren gesucht wird."

Das ist doch ein alter Hut. Die Minimalinvestition ist immer weniger als das Spiel bei Release. Das Risiko ist jedem klar. Ausgebeutet oder ausgenutzt wird niemand. Und dass sich für die KS Großprojekte keine Publisher finden lassen ist auch unbestritten. Es geht darum Spiele für eine spezielle Zielgruppe zu machen und nicht für einen Publisher.

Greentail 10 Kommunikator - Abo - 402 EXP - 15. Februar 2013 - 22:38 #

Ausgebeutet ist auch ein zu starkes Wort. Aber es ist sicherlich so, dass das Geschäftsrisiko auf die Pledger verlagert wird, obwohl es sich (den Minimalbetrag außen vorgelassen) um nichts anderes als eine Vorbestellung handelt.
Ich bezweifle sehr stark, dass sie für die Kickstarter Großprojekte keine Publisher finden lassen. Zumindest bei meinem Beispiel Peter Molyneux dürfte das nicht stimmen. Man mag von seinen Spielen halten, was man will, aber die Verkaufszahlen dürften in der Regel gestimmt haben. Ähnliches dürfte für Chris Roberts gelten.
Mir geht es nicht um Randgruppenspiele. Vielmehr glaube ich, dass auch Spiele mit Mainstreampotenzial bei Kickstarter auftauchen, weil man die Pledger-Vorbestellungen mitnehmen möchte.

ElliotYouIdiot (unregistriert) 16. Februar 2013 - 4:22 #

Ich verstehe ja, dass Du gerne einen Gewinn ohne jedes eigene Risiko hättest. Wer hätte das nicht gerne? Aber so etwas gibt es nicht, denn niemand hat auf dieser Welt etwas zu verschenken. Wenn Du einen Vorteil/Gewinn erzielen möchtest, musst Du immer ein Risiko eingehen.

Bei Kickstarter besteht der Gewinn aus 2 Dingen: Erstens bekommst Du das Endprodukt in der Regel günstiger, als Du es nach Fertigstellung kaufen kannst - Du sparst also Geld. Der zweite Gewinn ist die Tatsache, dass Du vielleicht (ist ja nicht sicher) ein Spiel spielen darfst, was es ohne Kickstarter nie geben würde.

Wenn ich x% spare, dann darf das Projekt nur mit y% < x% Wahrscheinlichkeit scheitern. Wenn mehr Projekte scheitern, als Du prozentual einsparst, dann hast Du ein schlechtes Geschäft gemacht. DAS ist das Risiko, was Du abschätzen musst und entweder eingehst oder es bleiben lässt.

Du hast Recht, dass der 2. Gewinn (ein Spiel zu spielen, was es ohne Kickstarter nie geben würde), bei AAA-Kampagnen nicht zutrifft. Das wäre ein Grund, eher kleine Projekte zu backen. Dafür ist die Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalls bei den kleinen Projekten höher. Höheres Risiko, aber auch höhere Gewinnchance!

UNFAIR wird es erst dann, wenn die Backer keinerlei Vorteil gegenüber normalen Endkunden haben, die nicht gebackt haben. Wenn man das Spiel z.B. nach Fertigstellung zum gleichen Preis kaufen kann wie die Backer. Das wäre so ziemlich das DÜMMSTE, was ein Entwickler tun könnte.

Thomas Barth 19 Megatalent - Abo - 18597 EXP - 16. Februar 2013 - 7:44 #

Wie z.B. Giana Sisters, dass es nur einen Monat nach der Veröffentlichung im Steam-Deal für weniger gab, als die Backer mindestens bezahlen mussten. Warum sollte man also etwas backen wenn andere das machen und Steam das Spiel dann sowieso wieder verschleudert?

Wasteland 2 und das Double Fine Adventure wird es auch irgendwann im Deal und dann im Humble Indie Bundle geben. Wozu also das Risiko eingehen und bei Kickstarter etwas backen, das eventuell nie raus kommt? Die DRM-freie Version der Backer kriegt man auch am Tag der Veröffentlichung auf bekannten Torrent-Seiten, ist ja kein Kopierschutz drin, oder man wartet eben auf den Steam-Deal, der dann sowieso kommt.

Backer die nur die digitale Version eines Spiels kriegen, haben immer nur Nachteile, solange es Raubkopierer, Steam-Deals und Indie-Bundle-Verkäufe gibt.

Also ich kann Publisher verstehen, dass sie in so etwas kein Geld mehr investieren wollen. Von mir gibt es auch nur noch Pledges, wenn ich eine Gewinnbeteiligung kriege, denn schließlich habe ich das Produkt mitfinanziert und trage das Risiko eines Reinfalls.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 9:50 #

Also ich denke die wenigsten stecken Geld in KS Projekte um einen wirtschaftlichen Vorteil zu erzielen. Deiner Argumentation nach handeln alle Vorbesteller von Spielen und GG-Abonnenten und Medallienkäufer irrational.

Was ich an der Diskussion seltsam finde ist die implizite Bevormundung aller die nicht der "Geiz ist Geil" Mentalität folgen.

Ich habe vergangenes Jahr insgesamt etwa den Wert von 12 Vollpreisspielen in Banner Sage, Wasteland 2, PE, Shadowrun Returns und StarCitizen gesteckt. Bei keinem dieser Projekte glaube ich, dass sie sich mit einem Publisher in der vorgestellten Art realisieren lassen. Wenn die Projekte scheiten finde ich das vor allem wegen des Projekts und nicht wegen des Geldes schade. Weil ich tatsächlich glaube, dass die Entwickler in ihrer Leidenschaft alles ihnen Mögliche tun werden um es nicht dazu kommen zu lassen.

Greentail 10 Kommunikator - Abo - 402 EXP - 16. Februar 2013 - 12:20 #

Ich denke, dass der Vorwurf "Geiz ist geil" an der Sache vorbei geht. Wenn ich lang genug warte, bekomme ich jedes Spiel für "meinen" Preis, auch wenn das Bsp. Gianna Sisters bitter ist.
Wie gesagt, es geht mir nicht um die echten Indieentwickler, die wohl tatsächlich nicht auf große Unterstützung seitens der Investoren hoffen können.

Der Vergleich zu GamersGlobal ist zwar grundsätzlich ein gutes Argument, hinkt aber m.E. Diese Seite gehört im Journalismusbereich in die echte Indieecke. Zumal man auch der Meinung sein kann, dass die Vorteile des GG-Abos größer als ein Vorbestellerbonus ist.

Die eigentliche Frage ist für mich aber eher, warum ich für Spiele wie "Godus" pledgen sollte. Eigentlich bin ich genau Zielgruppe. Ich mag Molyneux, habe einige seiner Spiele gerne gespielt.
Aber hängt das Projekt tatsächlich an KS? Will er mir erzählen, dass er sein neu gegründetes Studio dicht gemacht hätte, wenn sich nicht genügend Pledger gefunden hätten? Dann eben arbeitslos? Oder wäre er eher den Weg der klassischen Finanzierung gegangen?
Ich glaube, mit seinem Namen hätte er das Geld auch so bekommen.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 12:25 #

Zu Godus kann ich nichts sagen, ist nicht mein Ding und ich habe es mir nicht angesehen. Aber Wasteland 2, PE, Banner Saga, Shadowrun sind alles Spiele die ohne KS nicht realisiert würden. Das ist der "Vorbestellerbonus" bei KS. Ob ich das jetzt Indie nenne oder nicht ist nur Semantik.

Just my two cents 14 Komm-Experte - 2371 EXP - 16. Februar 2013 - 13:56 #

Also Baldurs Gate EE ließ sich ohne Kickstarter realisieren, bei PE soll das so garnicht möglich gewesen sein? Ich denke das ist zu einfach. Es dürfte auch einige Entwickler geben, die lieber versuchen ihr Budget bei KS zu holen als über klassische Publisher. Ich denke, dass Obsidians PE dazu gehört. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Kamapagne war hoch, man behält sicher die IP und kann den Gewinn komplett selbst behalten.

Ist doch eigentlich eine komfortable Situation wenn es klappt.
Der Publisher zahlt nach Milestones einen Vorschuß und am Ende eventuell bei sehr erfolgreichen Titeln noch nen Bonus nach Release. Das war es es. Kickstarter sichert von vornherein das Budget und ab den ersten Verkäufen klingelt die eigene Kasse. Einziger Nachteil ist, dass man den Backern das Spiel "schenken" muss...

Gerade bei den VIPs werden sich einige sehr bewusst für Kickstarter und gegen den Publsiher entschieden haben...

Slaytanic 19 Megatalent - Abo - 14983 EXP - 16. Februar 2013 - 14:34 #

Da Wasteland 2 ja auch nur ein aufgebohrtes Wasteland 1 passt der Vergleich ja perfekt!

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 14:39 #

Genau. Hätte Fargo doch einfach mal versucht einen Publisher zu finden statt die armen Backer auszunutzen!!111

Just my two cents 14 Komm-Experte - 2371 EXP - 16. Februar 2013 - 14:49 #

Genau. Ich schreibe ja auch von ausnutzen, gell?

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 14:56 #

Ne, das ist nur die implizite Grundunterstellung des Threads, siehe OP. Außerdem war die Sache mit dem Publisher der Kernpunkt, nicht die Ausnutzenpolemik danach.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 14:34 #

Du kannst doch einen Port mit etwas UI polish nicht mit einen kompletten Neuentwicklung vergleichen.

Kappe (unregistriert) 16. Februar 2013 - 14:44 #

Das klingt für mich aber doch sehr schöngefärbt.
Die Wahrscheinlichkeit das PE finanziert wird war also hoch? Woraus schließt du das denn, aus den ganzen gefeierten und hochwertigen Isometrischen RPGs alter Schule die den Markt in den letzten jahren geflutet haben?
Wenn ich die Möglichkeit habe ein Projekt von einem Publisher finanzieren zu lassen, das ablehne und dann bei Kickstarter durchfalle, dann ist auch noch fraglich ob der mich noch mit offenen Armen empfängt. Auf gut Glück Kickstarten ist also imho keinesfalls gefahrlos und kann die Chance auf Fremdfinanzierung schon stark senken.

Und zuletzt noch die Budgets: Hand aufs Herz, nen Spiel wie PE mit nem Budget von 700.000-850.000 Dollar (oder bist du der Meinung man konnte das starke Overfunding erwarten?) nach Gebühren und Goodies machen, das ist schon ne Aufgabe. Entweder Obsidian finanziert das noch selbst oder anderweitig fremd mit (und hat dann auch entsprechendes Risiko oder Verpflichtungen) oder programiert mit nem winzigen Team. Das sich keine Verzögerung erlauben darf und die Versprechungen eines epischen Spiels in der Tradition von Baldurs Gate erfüllen muss. Denn sonst ist der Ruf bei den Spielern ruiniert (nicht gut fürs Kickstartern), was auswirkungen auf die Verkäufe und damit auch auf die Chancen von einem Publisher finanziert zu werden hat.

Von daher seh ich Kickstarter immernoch für Projekte die den Entwicklern länger vorschweben aber keine oder wenig Chancen bei Publishern haben. Nicht für reine Gewinnmaximierung.

Just my two cents 14 Komm-Experte - 2371 EXP - 16. Februar 2013 - 15:00 #

Natürlich ist es am Ende idealerweise Gewinnmaximierung und vor allem Profit. Die Einstellung, dass Entwickler primär ihre Traumprojekte umsetzen wollen und daher Kickstarter bemühen ist ein bißchen naiv. Egal ob Schafer, Fargo, oder Urquhart - die sind am Ende nicht primär altruistische Idealisten sondern Unternehmensboss und verantwortlich für die Jobs von vermutlich je dreistelligen Mitarbeiterzahlen. Wenn es denen nicht am Ende um Gewinn oder Profit geht machen sie ihren Job falsch.
Da mag Roberts die große Ausnahme sein, der hat sein Studio anscheinend für dieses Projekt gegründet...

Der Startschuß für das DFA war ja auch nicht aus Idealismus und aus Schafer wollte schon immer mal wieder ein Oldschool Adventure machen sondern war der Tatsache geschuldet, dass bei DF gerade Entlassungen drohten, da gerade kein Projekt anstand...

Kappe (unregistriert) 16. Februar 2013 - 15:19 #

Da hab ich soviel geschrieben und dann antwortest du auf garnichts davon und legst mir auch noch Sachen in den Mund die ich so nicht gesagt habe (Traumprojekte / altruismus)...
Dann eben nicht.

Just my two cents 14 Komm-Experte - 2371 EXP - 17. Februar 2013 - 1:02 #

Sorry, ich musste zur Arbeit. Daher nun ausführlicher.

Hand aufs Herz, ich bin der festen Überzeugung, dass man bei Obisidian mit einem deutlichen Overfunding gerechnet und damit geplant hat! Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Project Eternity Kampagne, die sich gerade so über die Ziellinie schleppt für Obsidian der absolute GAU gewesen wäre, da man auf einmal in der Situation gesteckt hätte, für ein lächerliches Budget von etwas über 800.000-900.000 Dollar ein klassisches Rollenspiel im geistigen Erbe von Baldurs Gate zu entwickeln.
Stretch Goals sind für mich keine zusätzlichen Inhalte, sondern bei praktisch allen Projekten ohnehin geplant und ein Weg, die Leute auch nach erreichen des "Ziel" bei der Stange zu halten um am Ende bei einem halbwegs akzeptablen Budget für die Entwicklung zu enden und gleich 2,5 Millionen als Ziel festzusetzen traut sich keiner um die Leute nicht zu verschrecken, also wird ein zu niedriges Ziel festgelegt und der Rest des Budgets über weitere Ziele, eben "Stretch Goals"...

Machen wir uns nichts vor, Schafer hat man mit Millionen beworfen wo er als Minimum 300.000 Dollar effektiv dann vielleicht 250.000) haben wollte. Was hätte es dafür gegeben? Ein Point and Click Adventure, an dem vielleicht 3-5 Leute sechs bis acht Monate arbeiten. Nichts großes, nichts, was im Umfang an Monkey Island 1 ran gekommen wäre. Dazu kommt, dass ein Point and Click Adventure mit ein paar Rätseln und ein paar Schauplätzen deutlich übersichtlicher zu entwickeln ist als ein Rollenspiel wie von Obsidian geplant. Was hätten die da schon mit dem Dreifachen geplanten DFA Budget gemacht? Die müssen statt eines kleinen Adventures ein episches Rollenspiel fertigstellen. Ohne Programmierkenntnisse denke ich, dass da Welten zwischen liegen...

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 15:27 #

Es scheint dir nicht klar zu sein, aber Idealismus und Erfolg schließen sich nicht aus. Ganz im Gegenteil kann man großen Erfolg haben weil man für eine Sache brennt und nicht aus rein ökonomischen Beweggründen handelt.

Just my two cents 14 Komm-Experte - 2371 EXP - 17. Februar 2013 - 1:05 #

Siehe Roberts der für dieses Projekt ein Team zusammenstellt, der Rest hat Verantwortung für über 100 Mitarbeiter und deren Familien. Da braucht es andere Qualitäten als Idealismus. Da muss Geld ran geschafft werden um die Company am laufen zu halten, das was Taylor zuletzt nicht mehr geschafft hat - und der war nach allen Berichten anscheinend ein ziemlicher Idealist...

Cohen 15 Kenner - 3915 EXP - 16. Februar 2013 - 16:27 #

Ganz so einfach dürfte es aber auch für (ehemals) große Namen nicht sein, einen Publisher zu finden, wenn ihr Spiel nicht ganz dem Mainstream entspricht.

"Mit wieviel verkauften Einheiten rechnen Sie?" - "Wir haben eine starke Fanbasis... von 50.000 - 100.000 Einheiten in den ersten Wochen können wir ausgehen." - "Kein Interesse für solche Hobbyprojekte".

Ace Attorney Investigations hat sich im Westen rund 300.000x verkauft: http://www.vgchartz.com/game/33988/ace-attorney-investigations-miles-edgeworth/
Und trotzdem ist CAPCOM der Ansicht, dass sich für den BEREITS FERTIGEN Nachfolger keine englische Übersetzung lohnt.

Das neue Tex-Murphy-Adventure wird hingegen mit dem Geld von 7.000 Fans realisiert (inklusive Übersetzung in verschiedene Sprachen)... selbst wenn noch später einige zehntausend Verkäufe dazukommen wären die Publisher nicht gleich in Jubel ausgebrochen und hätten sofort einen Vertrag angeboten.

Weltraum-Simulationen und Rollenspiele mit isometrischer Grafik gelten auch als "out"... auch hierum hätten sich die Publisher nicht gerissen, wenn nur ein paar hunderttausend Verkäufe absehbar sind.

Stattdessen beklagen sie, wenn von einem mittelmäßig bewerteten Actionspiel wie Resident Evil 6 in den ersten Wochen "nur" 4 Millionen Einheiten verkauft werden. Bei "Aliens: Colonial Marines" wird SEGA vermutlich einen teuren Untersuchungsausschuss aufstellen, wenn die Verkaufszahlen nicht den Erwartungen entsprechen. Woran könnte das bloß liegen? Na klar! Zu wenig Werbung! An der Qualität des Spiels kann es ja nicht liegen...

Just my two cents 14 Komm-Experte - 2371 EXP - 17. Februar 2013 - 1:11 #

Mal völlig unabhängig von dem Mainstream, die meisten großen Publisher haben mehrere eigene Entwicklerteams und Entwickeln "inhouse" EA und Bioware, THQ und Relic (nun Sega), Sega und Creative Assembly oder Ubisoft und Ubisoft Montreal. Warum sollte man ein Projekt ohne Not auslagern und jemand Dritten am Profit beteiligen? Große unabhängige Entwickler die für Publisher Spiele entwickeln sind in ihrer gegenwärtigen Struktur eigentlich zunehmend ein Anachronismus und es wird sie in der gegenwärtigen Form in fünf Jahren vermutlich kaum mehr geben wenn sie nicht alternative Wege der Finanzierung suchen und finden, das Schicksal von GPG wird noch einige andere ereilen...

Jörg Langer Chefredakteur - 248494 EXP - 16. Februar 2013 - 11:23 #

Bin mir nicht sicher, ob das Risiko allen klar ist. Ich denke viele Backer sehen ihr Investment als eine Art Vorverkaufszahlung. Deshalb wird aus meiner Sicht der Reiz von Kickstarter in 2013/2014 ernste Dellen bekommen, wenn -- was ich für wahrscheinlich halte -- trotz bestem Willen bei den gefundeten Teams die eine oder andere Sache aus dem Ruder läuft, und sich immer weiter verzögert.

Die Frage ist, ob es dann auf der anderen Seite genügend Hits, Indie wie professionelle, gibt, die das wieder ausgleichen. Gut möglich.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 11:37 #

Das mag sicher richtig sein, ist dann aber auch Sache der Backer. Zumindest die Projekte die ich bislang unterstützt habe, haben keinen Hehl aus dem Druck gemacht unter dem sie stehen.
https://twitter.com/ChrisAvellone/status/246773022541893634/photo/1

Avellone und Fargo haben auch in Interviews gesagt, dass ihre größte Sorge ein gescheitertes KS Großprojekt (nicht ihr eigenes ;)) ist, da es ein negatives Licht auf KS allgemein werfen könnte. Verzögerungen sehe ich aber nicht als Problem. Das kennt man doch inzwischen und hat als normaler, produktiver Mensch auch Verständnis. Aber klar, der nächste Shitstorm ist immer schon am gären.

Wenn du es auf die rationale Ebene hinunterbrichst steigt mit KS die Wahrscheinlichkeit, dass gewisse Projekte überhaupt erst realisiert werden können. Sicher, nicht alle sind oder werden Gold aber letztendlich wird die Spielewelt mit ihnen besser als ohne sie. Das reicht mir eigentlich schon um KS (in Maßen) mit Geld zu bewerfen. ;)

Thomas Barth 19 Megatalent - Abo - 18597 EXP - 16. Februar 2013 - 13:52 #

Die Backer von Saber Rider auf Pling.de warten nun übrigens schon seit 3 Jahren, das Geld ist weg, das Spiel ist nicht fertig und die Entwickler suchen einen Publisher der die restlichen Kosten übernimmt und das Spiel rausbringt. Aber das ist ja auch nur eine Verzögerung.

Wenn ich dann das mit Giana Sisters dazu nehme, muss ich auf rationaler Ebene sagen, dass Crowdfunding-Projekte zuviele Risiken bieten, für das was der Kunde im Endeffekt bei rausbekommt.

Just my two cents 14 Komm-Experte - 2371 EXP - 16. Februar 2013 - 13:59 #

Ich finde Giana Sisters ist ein schlechtes Beispiel, gerade das das Spiel praktisch fertig war. Da war Kickstarter eher ne schnelle Finanzspritze vor Schluss durch Vorbesteller und vor allem kostenloses Marketing mit toller Reichweite...

Daeif 19 Megatalent - 13400 EXP - 16. Februar 2013 - 14:11 #

>Verzögerungen sehe ich aber nicht als Problem. Das kennt man doch >inzwischen und hat als normaler, produktiver Mensch auch Verständnis. >Aber klar, der nächste Shitstorm ist immer schon am gären.

Und wie! Mein Beispiel, jetzt den Computerspiel-Bereich verlassend, wäre der AngryVideoGameNerd-Film. Obwohl auf den Termin im Sommer diesen Jahres angepeilt und obwohl bereits ein Trailer draußen ist, gibt es jetzt schon massiv „Beschwerden" da der Film ja immer noch nicht da sei. Gibt also leider genug Leute die eben KEIN Verständnis für lange Produktionszeiten haben, im Videospielbereich wird das in diesem Jahr wohl auch sichtbar werden.

Viktor Lustig 13 Koop-Gamer - 1248 EXP - 16. Februar 2013 - 16:31 #

Ich bin da ganz deiner Meinung Jörg.

Crowdfunding ist ein positiv bewertetes Wort... es klingt viel angenehmer als der Begriff "Risikokapital".

Den das ist es eigentlich; Hier wird Geld in eine Unternehmung gesteckt, die über so wenig Sicherheiten verfügt, dass reguläre Investoren bzw. Kreditgeber dieses Wagnis nicht eingehen wollen.
Und bei Risikokapital muss ein möglicher Totalverlust mit einkalkuliert werden.

Anders aber als in den üblichen Formen des Risikiokapitals, zum Beispiel der Stillen Beteileiligung, erwirbt der Investor hier keine Unternehmensbeteiligungen, also weder Einflussmöglichkeiten noch Gewinnanteile.

Eigentlich ist "Crowdfunding" für die Unternehmer eine tolle Sache; Sie bekommen frisches Kapital, behalten allerdings die volle Kontrolle über ihr Unternehmen und den Zugriff auf den gesamten Gewinn. Ich halte ich es durchaus für Zweifelhaft, ob bei Totalsausfall überhaupt ein Schadensersatzanspruch entstehen würde... davon abgesehen, das rein praktisch bei Insolvenz des Unternehmens überhaupt kein Geld mehr da sein wird, bzw. andere Gläubiger vorrangig befriedigt werden.

Ich halte eine solche Finanzierungsart durchaus für legitim... aber, wie schon Jörg geschrieben hat, bezweifle ich, dass allen klar ist, auf was sie sich da einlassen.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 17:00 #

"Den das ist es eigentlich; Hier wird Geld in eine Unternehmung gesteckt, die über so wenig Sicherheiten verfügt, dass reguläre Investoren bzw. Kreditgeber dieses Wagnis nicht eingehen wollen."

Von Wildman/GPG abgesehen geht es doch nicht um Unternehmen sondern Projekte.

Wäre mir neu, wenn Obsidian ode inXile ohne ihre KS vor der Pleite stünden. Und Publisher investieren nicht, weil sie von dem Projekt nicht viel halten, wirtschaftlich. Mit dem Zustand des Entwicklerstudios hat das wenig zu tun.

Viktor Lustig 13 Koop-Gamer - 1248 EXP - 16. Februar 2013 - 19:40 #

Ein Unternehmen wird unter anderem nach seinen Produkten bzw. Projekten bewertet. Und da gerade Entwicklerstudios meistens keine nennenswerten Immobilien, Maschinen und andere Sicherheiten anbieten können hat ein möglicher Geldgeber eben nicht viele Möglichkeiten, wie er seine Investition absichern kann, inbesondere wenn Marken bzw. Namensrechte (noch) nicht hoch bewertet werden.

Über KS werden ja daher Investoren gesucht um neue Projekte anzuschieben, wozu ansonsten die üblichen Geldgeber nicht bereit sind.

Wie gesagt, es ist eine legitime Art der Finanzierung, nur die "Backer" solten sich bewusst sein das sie durch ihr Geld nur ein Versprechen erhalten, irgendwann ein Spiel in der Hand zu halten, aber das Geld geht erst einmal in die allgemeinen Finanzen des Unternehmes ein. Sie haben weder irgendwelche Einflussmöglichkleiten, Gewinnbeteiligungen noch die Möglichkeit, die einem der üblichen Geldgeber offen steht, vorzugsweise auf die Insolvensmasse zuzugreifen, die aber außer bei bekannten Namensrechten eh sehr mager ausfällt.

Es werden zwar die Kickstarter angepriesen... aber man beteiligt sich dadurch an dem Unternehmen selbst über ein konkretes Projekt (was ja nichts Neues ist... siehe z.B Prospektionsunternehmen, Schatzsucher bzw. Bergungstunternehmen). Scheitert das Projekt, ist das Geld komplett weg, und irgendwelche Schadensersatzforderungen sind, selbst wenn sie entstehen sollten, kaum duchsetzbar. Im Gegensatz zu den oben erwähnten bereits gängigen Risikioinvestitionen hat man aber Fall KS gar keine Einflussmöglichkeiten, selbst wenn man Unsummen in die Sache steckt... den so etwas ist gar nicht vorgesehen!

Klar bei investierten 30 € ist das Risiko übersichtlich... aber KS verleiten auch dazu mehr Geld auszugeben. Ich denke das daher auch gerne die Gruppe der über 30 jährigen, wie im obigen Artikel beschrieben, gerne angepeilt wird, den die haben mehr frei verfügbares Geld.

So gesehen habe ich bei KS genauso viel Einflussmöglichkeiten wie beim Lotto.
Über die Postiven Seiten des Crowdfunding brauchen wir nicht zu dieskutieren, das ist klar... aber die negativen Seiten sollte man auch nicht unter den Tisch fallen lassen.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 21:04 #

Ja, das ist ja alles schon richtig. Nur glaube ich eben an die Mündigkeit und Selbstverantwortung der Menschen. Wenn das Geld weg ist und kein Spiel kommt, selber Schuld.

Viktor Lustig 13 Koop-Gamer - 1248 EXP - 16. Februar 2013 - 23:53 #

Da gebe ich dir Recht. Allerdings sollte man trotzdem, wie in diesem Artikel geschehen, die Risiken deutlich darstellen, da gerade alle Crowdfunding- Portale eher suggestieren, das sei alles ohne Risiko.

Außerdem wird Crowdfunding als wahnsinnige neue Idee präsentiert, was sie aber auch nicht ist, und es ist auch nicht der heilige Gral der Spieleentwickler, wie gerne mal dargestellt. Es wird sich als eine Möglichkeit der Finanzierung etablieren, weil sie für Unternehmen eine schnelle und gute Möglichkeit ist, ohne Einbußen an Kontrolle und Gewinn schnell an Geld zu kommen. Die "Backer" dagegen haben zumindest die Chance das "Projekt Ihrer Träume" irgendwann in Ihren Händen zu halten und das Gefühl zu haben, sie hätten daran mitgewirkt, was sie, wenn alles klappt, ja auch wirklich durch ihre Finanzierung getan haben.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 17. Februar 2013 - 1:10 #

Na dann sind wir uns doch einig. Nur habe ich nicht den Eindruck, dass KS die Risiken verschweigt. Im Gegenteil, die Entwickler müssen auf Risiken sogar explizit hinweisen. Und für mich hat es schon was von "Heiliger Gral" ;). Wasteland 2 und Projekt Eternity? Hätte nie gedacht sowas mit moderner Grafik und UI noch zu bekommen. Wahnsinn, ein textintensives Iso-RPG mit Charakteren und viel Story ganz ohne Bioware-Klischee. ^^

(Nichts gegen Bioware per se, aber die könnten mal was neues machen. Nicht immer die Cutscene-Romance-SaveTheWorldOrGalaxy-Sache.)

Thomas Barth 19 Megatalent - Abo - 18597 EXP - 17. Februar 2013 - 14:06 #

Meiner Meinung nach verschweigt Kickstarter die Risiken, denn sie veröffentlichen absolut keine Statistiken über die Projekte und in wieviel Prozent der Fällen, die Backer ihre Rewards nicht bekommen haben. Das einzige was in der FAQ dazu steht ist: "If the creator hasn’t posted an update, send a direct message to request more information about their progress, or post a public comment on their project asking for a status update."

Auch auf den Kickstarter-Seiten von Wasteland 2 und DFA steht nichts davon dass das Geld weg ist, wenn das Projekt aus irgendwelchen Gründen nicht zustande kommt.

Bei Wasteland 2 steht dann nämlich so etwas:
"Supporting Wasteland 2 is nothing more radical than pre-ordering a game from your favorite brick-and-mortar store. We believe strongly enough in this project and in your desire to see it become a reality, that we decided to go ahead with this Kickstarter drive to fund it."

Die reden davon das es nichts anderes ist als die Vorbestellung von einem Spiel. Wenn ich aber bei Amazon ein Spiel vorbestelle, dann muss ich auch nichts bezahlen, wenn ich es nicht bekommen sollte.

Kickstarter und die Projekte verschweigen sehr wohl das Risiko, dass das Geld einfach weg sein kann, ohne das man jemals irgendetwas vom Projekt zu Gesicht bekommt. Selbst bei Wildman steht nur, dass das Projekt sich verzögern kann, wenn bei einer Verzögerung kein zusätzliches Geld reinkommt, aber nichts davon dass das Geld der Backer für immer weg sein kann.

Cohen 15 Kenner - 3915 EXP - 17. Februar 2013 - 15:25 #

Kickstarter veröffentlicht Statistiken darüber, wie viele Projekte zustande kommen und wie viele nicht (dann entstehen den Backern aber auch keine Kosten): http://www.kickstarter.com/help/stats
Im Kickstarter-Blog sind auch ab und zu interessante Statistiken.

Um Statistiken zu veröffentlichen, wie oft die Backers ihre Rewards nicht bekommen, müsste Kickstarter die entsprechenden Daten erst mal haben. Also bei jedem finanzierten Projekt ständig nachhaken, wann die verschiedenen Rewards erfüllt werden und ob es Verzögerungen oder noch größere Probleme gibt.

Das sieht Kickstarter aber nicht als ihre Aufgabe an, für die ist ihre Pflicht mit der Vermittlung sowie dem Einsammeln und Weiterleiten des Geldes abgeschlossen. Das sollte jedem Kickstarter-Backer auch klar sein, wenn er sich den nicht allzu langen Kickstarter-FAQ (erster Punkt auf der Webseite: "What is Kickstarter?") durchgelesen hat.

"Do backers get ownership or equity in the projects they fund?
No. Project creators keep 100% ownership of their work. Kickstarter cannot be used to offer financial returns or equity, or to solicit loans."

"Who is responsible for completing a project as promised?
Kickstarter does not guarantee projects or investigate a creator's ability to complete their project."

"Can Kickstarter refund the money if a project is unable to fulfill?
No. Kickstarter doesn't issue refunds as transactions are between backers and creators, and creators receive all funds (after fees) soon after their campaign ends."

Wie viel deutlicher sollen sie es noch machen, dass sie sich nur als Vermittlungsplattform sehen? Von eBay habe ich übrigens auch noch keine Statistiken gesehen, in wie vielen Fällen die Ware nicht ankommt. Bei den Post- und Paketzustellern wären mir auch regelmäßige Statistiken fremd, wie die Quote der verlorenen Sendungen ist.

Und dass bei dem DFA und Wasteland 2 noch nicht auf die Risiken hingewiesen wird, liegt daran, dass diese Verpflichtung erst NACH deren Projektabschluss zu den Kickstarter-Richtlinien hinzugefügt wurde.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 17. Februar 2013 - 17:41 #

So ist es, gut zusammengefasst, womit wir wieder bei der Mündigkeit und Selbstverantwortung der Menschen/Backer angekommen wären.

BruderSamedi 15 Kenner - Abo - 2985 EXP - 18. Februar 2013 - 8:20 #

Interessant, dass das bei Kickstarter so steht. Auf der Slacker-Backer-Seite von WL2 heißt die Button-Beschriftung nämlich "Donate", nicht "Buy" oder "Pre-Order". Und eine "Spende" dürfte auch der Rechtslage/eigentlichen Intention entsprechen.

mrkhfloppy 18 Doppel-Voter - 9543 EXP - 15. Februar 2013 - 21:00 #

Auch wenn es vor allen empirische Erhebungen sind, entmystifizieren sie doch ein wenig die als "gelobtes Land" gepriesene Plattform. Eine nüchternere Betrachtung habe ich bisher noch nicht gelesen. Thx

Jonesy 15 Kenner - 2828 EXP - 15. Februar 2013 - 21:09 #

Jeder der sich mit Kickstarter und Konsorten auseinandersetzt weiß das nicht alles Gold ist was glänzt.

Dennoch bietet es eine Möglichkeit Spiele zu releasen, die ohne der Unterstützung der Fans nie das Licht der Welt erblickt hätten bzw. werden.

Das bisher so wenig Spiele erschienen sind liegt auch daran das der Kickstarter Boom erst Anfang/Mitte 2012 losging, wie soll das gehen innerhalb von 6 Monaten nach dem Kickstartprojekt schon das Spiel aufn Markt hauen das funktioniert doch gar nicht zumindest bei den großteil der Spiele, weil sie erst richtig loslegen können wenn die Finanzierung gesichert ist.

Jeder der Kickstarter benutzt oder dort was pledged muss klar sein das es auch in die Hose gehen kann, eine Garantie hat man nirgends auch nicht bei EA, Ubisoft und Konsorten.

Es bietet die Alternative ohne Publisher ein Spiel zu programmieren ob es dann erscheint und was es taugt steht auf einem anderen Blatt.

mrkhfloppy 18 Doppel-Voter - 9543 EXP - 15. Februar 2013 - 21:18 #

Ich wollte nicht sagen, dass Kickstarter nicht klare Vorteile aufweist und manch Spiel in der Tat ohne die Plattform nie erschienen wäre.

Aber derzeit scheint man bis auf wenige Ausnahmen die Publisher zu verteufeln und Indie-Entwickler und Kickstarter als edle Ritter auf weißen Rössern darzustellen. Kickstarter wird sich dieses und nächstes Jahr beweisen müssen, ob das Vertrauen gerechtfertigt ist.

mihawk 18 Doppel-Voter - Abo - 10865 EXP - 15. Februar 2013 - 21:11 #

Super Artikel, das war anscheinend echt ein schönes Stück Arbeit :)

Olphas 18 Doppel-Voter - Abo - 11519 EXP - 15. Februar 2013 - 21:14 #

Guter Artikel. Sehr interessant in dem Zusammenhang ist ja die Dokumentation, die Double Fine für die Backer ihres Adventures über die Entstehung des Spiels macht. Da sieht man, dass es selbst für ein erfahrenes Studio mit einer weit über dem eigentlichen Ziel liegenden Finanzierung nicht unbedingt völlig reibungs- und sorgenlos das Projekt fertigstellen können. Ist jetzt nicht so, als hätte man den Eindruck, sie schaffen es nicht. Aber dadurch, dass die so ehrlich damit umgehen, bekommt man einen sehr guten Eindruck davon, wie das eigentlich alles so läuft und was für Hürden es gibt.

Viktor Lustig 13 Koop-Gamer - 1248 EXP - 15. Februar 2013 - 21:23 #

Sehr schön geschriebener Artikel, der das Crowdfunding im Spiele- Sektor gut und nachvollziehbar durchleuchtet!

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 15. Februar 2013 - 21:46 #

Hat hier jemand die Banner Sage Factions Beta gespielt? Ich fand's klasse (wie Schach mit Wikingern), bin aber auf den Storymodus mehr gespannt.

Creasy 11 Forenversteher - 689 EXP - 16. Februar 2013 - 11:07 #

Auf den Storymodus bin ich nicht wirklich gespannt - ist ja schließlich nen Spiel, was vom Multiplayer lebt (Eben wie ein Brettspiel). Aber ja, sehr schön. Interesse mich normalerweise nicht für Rundenstrategie, aber das hier ist das erste, das ich weiterhin spiele - auch wenn ich die Regeln, wann wer wieviel Schaden macht, immer noch nicht ganz verstanden habe (Das liegt wohl daran, dass ich wie geschrieben sonst nicht sonderlich viel mit dem Genre am Hut habe)

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 11:14 #

Das mit dem Schaden ist auch ein Alleinstellungsmerkmal. Zu hast Strength und Armor wobei Str auch dein HP sind. Der Schaden ist gleich "dein Str" - "mein Armor". Siehe http://stoicstudio.com/uploaded/tutorial_loading.jpg

Der Single Player reizt mich schon. Ist wie King of Dragon Pass mit Rundentaktik und RPG und fester Kernstory.

Inso 14 Komm-Experte - Abo - 2151 EXP - 15. Februar 2013 - 22:21 #

Da hat aber jemand fleissig Tabellen gewälzt, schöner Artikel.
Kickstarter an sich seh ich jetzt nicht so dramatisch, hab mich an vier Projekten beteiligt, drei davon sind groß, wenn eins wirklich gut wird hab ich zum Preis einer CE nen gutes Spiel, das vor allem so über die Publisher nie ne Chance bekommen hätte.
Ist ja nicht so das man ansonsten vor Fehlschlägen geschützt wäre, wie viele Spiele hab ich schon freudestrahlend gekauft, um im Nachhinein zu merken das sie mir schon nach ner Stunde keinen Spaß mehr machen..

Blacksun84 15 Kenner - Abo - 3522 EXP - 15. Februar 2013 - 23:02 #

Mich ficht Kickstarter ja so gar nicht an. Das liegt wohl einfach daran, dass ich zum einen lieber fertige Ware kaufe als Geld für Visionen ausgebe - wer solche hat, sollte zum Arzt geben, wie Helmut Schmidt vor Jahren schon sagte - und zum anderen zahle ich nicht im Voraus für etwas, dass ich dann erstmal nur auf Englisch bekomme - war schon schwierig genug, beim letzten Einsatz der Sprache vor sieben Jahren im Fachabitur die 3---------- rauszuholen.

Ich nutze meine geringe Zockerzeit dann doch lieber für die 3-6 Monate gereiften Neuprodukte der großen Publisher. Machen dann auch Spaß, kosten mich 30-50 Euro und sind wenigstens voll übersetzt.

PS: Wobei, so ein Zelda-MM 3d oder Remake von MoO2 wäre einen Ausrutscher wert.

Cohen 15 Kenner - 3915 EXP - 15. Februar 2013 - 23:19 #

Das erste größere Projekt, bei dem nicht mindestens die Hälfte des Spiels schon in der Kickstarter-Sammelphase fertiggestellt war, dürfte dann wohl Larry 1 Reloaded werden.

Die Alpha-Version wurde gestern für die Backers freigegeben, nächsten Monat folgt die Beta und im April der Release.

Apropos April... nehmt Ihr Dreamfall Chapters schon mal in die Rangliste auf, wenn es (vermutlich morgen) seine Mindestsumme von $850.000 erreicht oder erst nach Ablauf der Kickstarter-Aktion? Es würde dann ja Godus vom elften Platz verdrängen und ein paar Tage später bestimmt noch in die Topten... Top10... Top Ten... ach, egal... rutschen.

Jörg Langer Chefredakteur - 248494 EXP - 16. Februar 2013 - 0:18 #

Danke für die Infos. Die Kickstarter-Liste werden wir kurzfristig nicht ergänzen, da sich durch Änderungen in der Tabelle auch Zahlen und Werte im Text ändern dürften. Der Stand des Artikels ist 15.2. Wir werden sicher aber zu einem späteren Zeitpunkt ein größeres Update einbauen oder gleich einen Folgeartikel angehen.

COFzDeep 17 Shapeshifter - Abo - 7591 EXP - 16. Februar 2013 - 11:02 #

Hallo Cohen,

für einen (nicht unbedingt tages-, aber mindestens wöchentlich-) aktuellen Überblick zu interessanten laufenden Kickstarter-Kampagnen empfehle ich dir einen Blick ins GG-Forum. Dort gibt es einen entsprechenden Thread, in dem alle Crowdfunding-Projekte, die hier auf GG vorgestellt wurden, in Tabellenform weiterverfolgt werden. Da findest du auch dein Dreamfall ;) Und auch teilweise sehr interessante Projekte, die (noch) nicht vorgestellt wurden. Reinschauen lohnt sich also! :)

Hier geht's zum Thread: http://www.gamersglobal.de/forum/58621/kickstarter-sammelthread

Jörg Langer Chefredakteur - 248494 EXP - 16. Februar 2013 - 11:05 #

Wir hätten eigentlich drauf kommen können, den Thread zu verlinken... Mach ich jetzt.

COFzDeep 17 Shapeshifter - Abo - 7591 EXP - 16. Februar 2013 - 12:01 #

Dankeschön! Das war natürlich insgeheim mein Wunsch ;) aber dass es so schnell und vom Chef persönlich kommt ist natürlich eine besondere Ehre!

Gisli 13 Koop-Gamer - 1665 EXP - 16. Februar 2013 - 3:44 #

Gratulation zu dem tollen Artikel. War sicherlich eine ganze Menge Arbeit (allein die Kickstarterwebseite zu jedem Projekt in der Tabelle zu verlinken). Respekt!

Skeptiker (unregistriert) 16. Februar 2013 - 4:12 #

Ginge es nach mir, gebe es nur einen Pledge, nämlich den für die
Download-Version, jedes Projekt müsste als Open Source entwickelt werden
und bei jedem Projekt muss ein Projektplan mit den zu leistenden Stunden
hinterlegt werden.

Leider ist Entwicklern und Backern offenbar nicht klar, was Entwicklung
kostet. Es ist ein großer Unterschied, ob da Studenten in der Freizeit
in ihren alten Kinderzimmern hacken, oder Profis in teuren Büroräumen
mit Profiausstattung werkeln, die aber auch 100 Euro die Stunde kosten.
Dementsprechend reichen 100 000 Euro vielleicht für 3 Jahre
Pizza und Bier, oder auch nur für 4 Wochen.
Und 4 Wochen sind nix. Wenn ein IT-Beratungsunternehmen einem den Auftritt
bei Kickstarter so richtig professionell gestaltet, ist vermutlich
die erste Viertelmillion schon weg.

ElliotYouIdiot (unregistriert) 16. Februar 2013 - 4:39 #

Ein ganz toller Artikel! Chapeau!

Was ich aufmerksam verfolgen werde, ist die Frage, wie der Preis der Downloadversion für Backer im Vergleich zu normalen Kunden am Erstverkaufstag ausfällt. Ich finde das Prinzip beim Alphafunding auf Desura z.B. sehr fair, wo der Preis je nach Entwicklungsstand steigt. Schließlich ist es ein Unterschied, ob ich in eine Idee investiere oder in eine fast fertige Betaversion.

Interessieren würde mich, wie sich die Goodies auf den Erfolg/Misserfolg eines Projekts auswirken. Ich persönlich finde ja, dass die ganzen Extras nur vom wesentlichen Ablenken. Die Entwickler sollen ein Spiel programmieren und nicht irgendwelche Yps-Gimmicks designen. OK sind Honorabilien wie verewigte Namen/Spielcharaktere für großzügige Backer.

Spannende Fragen für den 2. Teil in einem Jahr :)

Pitzilla 17 Shapeshifter - Abo - 7645 EXP - 16. Februar 2013 - 8:28 #

Schöner Artikel. Ich gehe davon aus, das der ganze Kickstarter-Hype abkühlt, wenn das erste VIP Projekt scheitert. Wie der Artikel erwähnt, ist noch keins erschienen und wenn die Leute merken, dass große Namen kein Garant sind, werden sie vorsichtiger. Interessant wird auch, wenn das erste VIP Projekt erscheint, dass die Erwartungen nicht erfüllen kann und einfach nur Schrott ist. Es bleibt spannend...

EindickerHund (unregistriert) 16. Februar 2013 - 9:10 #

Guido Henkel hat sich wirklich mal gar keine Mühe gegeben... Es mag vielleicht nicht viele klassische RPGs geben, aber sowas wie "Thorvalla" ist derart einfallslos, dazu muss man sich nicht nach alten Modellen umschauen.

buddler 12 Trollwächter - 999 EXP - 18. Februar 2013 - 10:43 #

Hör mal in den Spieleveteranen Podcast rein, dann erkennst Du vielleicht, dass Deine Aussage sowas von falsch ist.

prefersteatocoffee 13 Koop-Gamer - Abo - 1320 EXP - 16. Februar 2013 - 9:20 #

Mir gefällt der Artikel auch sehr gut, vielen Dank dafür; er bestätigt mich aber auch in meiner bisherigen Haltung, derartige Projekte nicht zu unterstützen.

Auch wenn es gewisse Regeln gibt, so ist die Sache mit der Verpflichtung des Designers und dem Geld der Unterstützer sowie der Gewinnbeteiligung noch nicht abschließend durchdacht.

Das Geld gehört in der Summe den Gebern und nicht dem Designer; ebenso gehört der Gewinn nicht dem Designer alleine, sondern den Gebern, zumindest überwiegend.

Das mag alles nicht leicht umsetzbar sein, es ist aber verkehrt, dass der Designer mit dem Geld unter dem Mantel der Verpflichtung machen kann, was er mag und am Ende weitere Gewinne durch den Verkauf der Software erwirtschaftet. Mich würde interessieren, welches Gehalt sich ein Herr Roberts eigentlich für die Entwicklung zahlt?

Ich bleibe daher insgesamt skeptisch und werde derartige Projekte nicht unterstützen. Kommt ein gutes Spiel dabei raus, hätte ich bei den gerade dargelegten Annahmen sogar ein Problem, es zu kaufen.

Jörg Langer Chefredakteur - 248494 EXP - 16. Februar 2013 - 11:18 #

Klar, man wird nicht Miteigentümer, insoweit ist es kein echtes Investment. Und klar, wenn andere backen, ist es eigentlich doof, selbst zu backen -- lieber warten, bis es fertig wird, und dann ein paar Euro mehr zahlen (die dann aber auch sicher ein Produkt kaufen und nicht nur die Chance darauf, und die nicht jahrelang auf dem eigenen Konto fehlen).

Aber ich denke, wenn für dich eines Tages das Projekt kommt, auf das du schon gewartet hast (ohne es zu wissen), wirst du es backen. Dein Ultima 10 (jetzt mal von mir ausgehend, für dich wäre es natürlich was anderes), das es sonst aller Wahrscheinlichkeit nach nicht geben würde. Oder nicht? :-)

Es ist eine Frage der Leidenschaft für ganz spezielle Titel, würde ich meinen.

prefersteatocoffee 13 Koop-Gamer - Abo - 1320 EXP - 16. Februar 2013 - 12:53 #

Stimmt, ich schließe es heute für mich aus; früher hätte ich vielleicht gemacht, aber da gab es ja noch nicht einmal Internet, so eine Gemeinschaft zu mobilisieren, war gar nicht möglich.

Ich verurteile auch nicht die Unterstützer, grds. ist die Idee auch gar nicht schlecht, dennoch sind mir die Nutzen nicht ausreichend genug verteilt; wenn man allerdings diese Einschränkungen außen vor lässt, dann zählt nur das Interesse des Spielers, der möchte, dass ein bestimmtes Spiel irgendwann im Laden steht.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 12:59 #

"dennoch sind mir die Nutzen nicht ausreichend genug verteilt"

Was meinst du damit?

Nutzen aus meiner Sicht:
- Entwickler können genau das Spiel machen, dass sie sich vorstellen und sie behalten die Rechte.
- Spieler können das Spiel unterstützen, dass sie sonst nicht bekommen würden, aber lange darauf gewartet haben.
- Skeptiker können abwarten und sowieso machen was sie wollen.

prefersteatocoffee 13 Koop-Gamer - Abo - 1320 EXP - 16. Februar 2013 - 20:17 #

:-)

... sagte ich doch; die Geber des Risikokapitals erhalten "nur" das Recht auf einen vergünstigten Bezug, sonst nix!

Die Tatsache, dass irgendwann einmal ein Spiel im Laden steht, das sie sich wünschen ist außerdem doch sehr gering, weil die Geber keinen wirklichen Einfluss auf das fertige Produkt haben oder haben werden und ganz ehrlich, dem Roberts seinen Sportwagen finanzieren, nein danke, dann soll es doch lieber ein anderer Designer machen ...

... allerdings, wer mag, der soll es machen, weil der macht dann eh was er will

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 21:08 #

Alles eine Frage der Weltsicht...

buddler 12 Trollwächter - 999 EXP - 18. Februar 2013 - 10:56 #

Nein, vergünstigter Bezug ist meines Erachtens nicht korrekt! Die Geber erhalten prinzipiell nur die Chance das Produkt verwirklicht zu sehen. Eventuell bekommen sie es sogar zugestellt.

Aber nirgendwo steht, dass es ein Backer günstiger bekommen muss, als jemand der es später nach Fertigstellung bestellt.

Kappe (unregistriert) 16. Februar 2013 - 15:14 #

Der Backer ist eben Fremdkapitalgeber. Das weiß er und daran ist auch überhaupt nichts schlechtes. Sein "Zins" ist es ein Spiel zu bekommen, das es ansonsten vllt. garnicht gegeben hätte.
Wenn du Backer zu Eigenkapitalgebern, sprich Shareholdern an dem Spiel / dem Universum / whatever werden lässt, dann würden die Probleme erst richtig anfangen, denn dann gehts nicht nur um Gewinne sondern auch Kontrolle. Statt einem hast du dann 70000 "Publisher" in deinem Rücken.

Deswegen gehört der Gewinn dem Designer. Wenn du dir nen Pc auf Kredit kaufst und darauf nen Roman schreibst, gehört der Bank auch nichts an den Gewinnen davon. Und niemand würde das verkehrt finden.

zappasghost 08 Versteher - 191 EXP - 16. Februar 2013 - 9:42 #

Respekt !
Ein wirklich gelungener Artikel, Informativ und sehr gut lesbar.

Das Risiko bezüglich der Produktqualität, trage ich als Spieler auch bei den klassischen Finanzierungsmodellen. So viel digitale Belanglosigkeit und schlechte Games wie ich in den letzen Jahren käuflich erworben habe, passt in keine Kickstarter Tabelle.

Best,
ZG

Vollmeise 18 Doppel-Voter - Abo - 12393 EXP - 16. Februar 2013 - 10:03 #

Ich werde nie bei KS spenden, das ist mir alles zu unsicher. Lieber warte ich auf den Release und dann einen Sale, wo der Preis nochmal runtergeht.

Creasy 11 Forenversteher - 689 EXP - 16. Februar 2013 - 11:05 #

Ja, warum auch Geld für (im besten Falle kreativen) Inhalt ausgeben, gell?

Creasy 11 Forenversteher - 689 EXP - 16. Februar 2013 - 11:04 #

Nächster Fall von "Immer das Gleiche ist auch auf Kickstarter erfolgreich", "Etwas Neues hats auch hier schwer". Death Inc. Kann hier mal bitte gebackt werden?! Gehts eigentlich noch? Da wird mal wieder für das x-te Adventure die Millionen-Grenze (oder was auch immer) geknackt, und etwas tatsächlich Cooles lungert derzeit bei 55.000 GBP rum.. *kopfschüttel*

http://www.kickstarter.com/projects/229423802/death-inc

Falk 13 Koop-Gamer - 1600 EXP - 16. Februar 2013 - 11:38 #

Statt zu motzen, könntest du eine News dazu schreiben! :)

Danke für den Tipp auf jeden Fall, das sieht wirklich spannend aus!

firstdeathmaker 16 Übertalent - Abo - 4255 EXP - 16. Februar 2013 - 11:22 #

Vielen Dank für den Artikel! Ich hatte schon befürchtet, dass es wieder einer dieser "alles schlecht, alles voller Gefahren" Artikel werden würde. Aber dann wurde ich von einem ausführlichen und gut recherchierten Artikel überrascht der gut die Vor- und Nachteile untersucht.

Kickstarter ist nicht das Allheilmittel, aber eine nette Bereicherung und wird meiner Meinung nach zu einigen sehr schönen Spielen führen. In der Gründungsszene geht man übrigens von 30% Totalausfällen von Gründungen aus, vielleicht kann man diese Zahlen ja hier bald auch nachweisen?

Jörg Langer Chefredakteur - 248494 EXP - 16. Februar 2013 - 11:27 #

Die zukünftigen Totalausfälle würden mich auch interessieren. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es weniger sind als die von dir erwähnten 30%, denn durch das erfolgreiche Funding (bei halbwegs großen Projekten) ist ja ein "Zielgruppen-Nachweis" bereits erbracht. Von den typischen Projektrisiken wie Geld geht aus, generell schlechte Planung, schlechte Qualität und fehlende Zielgruppe fällt also schon mal einer weg.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 11:44 #

Ich kann mir auch vorstellen, dass Banken dann eher bereit zur Abschlussfinanzierung sind, wenn 50k+ Kunden freiwillig im Schnitt mehr als den Releasepreis auf gut Glück in das Projekt gesteckt haben. Und wenn "alte Hasen" ihr Kernspiel noch mal machen kann wegen ihrer Vorerfahrung schlechte Planung und schlechte Qualität als Risiken gering bewerten. Damit fallen deine drei weiteren Punkte nicht weg, aber es werden bei gewissen Projekten eher geringe Risiken.

firstdeathmaker 16 Übertalent - Abo - 4255 EXP - 16. Februar 2013 - 12:27 #

Naja, aber es gibt ja auch Projekte die sich ihre Ziele doch sehr Ehrgeizig stecken, z.B. Star Citizen. Und die fehlende Aufsicht eines Publishers mag zwar für die Kreativität sehr befreiend wirken, allerdings erhöht sich dadurch meiner Meinung nach auch das Risiko einer Verzögerung bzw. Nichtfertigstellung.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 12:47 #

Ich kann da nur für mich sprechen, aber Selbstmotivation wirkt bei mir Wunder. Wenn ich will und in der Sachen 100% drin hänge kann ich wochenlang 80h/Woche hocheffektiv arbeiten und alles andere vergessen. Druck von außen wirkt dafür fast gar nicht produktivitätssteigernd. Gehe irgendwie davon aus, dass das bei allen Leuten so ist die mit Leidenschaft an einer Sache hängen. Deswegen habe ich da Vertrauen: Wenn es über KS nicht klappt, klappt es mit einem Publisher erst recht nicht. Und eine Verzögerung ist immer besser als auf Publisherdruck über's Knie gebrochenes Release. Das kann geniale Spiele stark beschädigen, siehe zB Alpha Protocol.

Als "Verlagsprodukt" wäre GG zB vielleicht schon längst weg oder restrukturiert. Es läuft aber weil Leute dahinter stehen die sich voll reinhängen und auf der anderen Seite Leute sind die das sehen, respektieren und unterstützen (wie zB durch freiwillige Abos). So sehe ich auch KS.

Zu StarCitizen:

Soweit ich weiß soll es noch Privatinvestitionen im Hintergrund geben. Und Chris Roberts ist auch nicht der Ärmste. Es ist sehr ambitioniert. Aber genau wegen oben genannter Selbstmotivation kann ich mir vorstellen, dass es klappt.

Jeremiah 07 Dual-Talent - 143 EXP - 16. Februar 2013 - 12:10 #

Vermutlich wird die Umsetzung von mit immensen Erwartungen verbundenen Großprojekten wie Star Citizen und Project Eternity über die Zukunft der Spielefinanzierung per Crowdfunding entscheiden. Nicht in dem Sinne, ob diese Finanzierungsform weiterhin existieren wird - ich bin der festen Überzeugung, dass sich Kickstarter & Co. auch langfristig etablieren - aber die Umsetzung dieser Projekte wird die Bedeutung von Crowdfunding festlegen. Es ist ja so, dass die ganze Sache fast allein auf Vertrauen beruht - und sollte eines oder mehrere der Großprojekte nicht oder nicht in der versprochenen Form erscheinen, dürfte das das Vertrauen nachhaltig erschüttern und sich deutlich auf die grundsätzliche Bereitschaft zu spenden auswirken. Roberts & Co. tragen also eine große Verantwortung.

Christoph Vent Redakteur - Abo - 56325 EXP - 16. Februar 2013 - 12:42 #

Ein, wie ich finde, wichtiger Punkt. Ziemlich sicher werden die meisten Projekte früher oder später erscheinen. Aber schaffen sie es auch, die Erwartungshaltung der Backer zu erfüllen? Oder wie reagieren die Backer, wenn aufgrund Geldmangels versprochene Features nicht mehr eingebaut werden können?

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 12:54 #

"Oder wie reagieren die Backer, wenn aufgrund Geldmangels versprochene Features nicht mehr eingebaut werden können?"

Das ist schon eine wichtige Frage. Ich bin sicher, dass die meisten Backer vernünftig reagieren. Aber bereits eine kleine Gruppe wütender Trolle kann PR technisch verheerendes anrichten. Das werden gerne Dinge etwas uminterpretiert um das Aufregungspotential zu maximieren. Bei PE war zB die Hölle los, als das Gerücht entstand, DRM-frei nur für Backer. Oder Fargo's "Social Gaming" Vorstoß. Fest steht, dass Kommunikation bei diesen kritischen Situationen der entscheidende Faktor sein wird.

Inso 14 Komm-Experte - Abo - 2151 EXP - 16. Februar 2013 - 14:52 #

Wobei der Entwickler nach dem Release das Geld ja nicht an den Publisher abdrücken muss, da finanziert sich nen DLC mit versprochenen Features schon mal fix. Wer das Spiel dann im Nachhinein gekauft hat muss für den DLC halt zahlen..

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 16. Februar 2013 - 15:29 #

DLC ist so ein ganz schlimmes Wort in der Szene. Quasi der Shitstorm Trigger Nr.1.

Jeremiah 07 Dual-Talent - 143 EXP - 16. Februar 2013 - 13:13 #

Ganz klar, sollten die Erwartungen nicht erfüllt werden, ist, je nachdem wie deutlich die Erwartungen verfehlt werden, mit einem Shitstorm in Blizzardstärke zu rechnen. Hier werden zwei Faktoren zusätzlich verstärkend wirken: Zum Einen die dem Verbraucher vom Spieleentwickler eingeräumte Machtfülle bzw. das zugewiesene Bedeutungsgefühl, so dass die Fallhöhe/Entrüstung bei Enttäuschung entsprechend groß sein dürfte. Und zum Zweiten reagieren Teile der Spieler in letzter Zeit ja ohnehin zunehmend übersensibel darauf, sollte ein Spielentwickler es wagen, Entscheidungen zu treffen, die diese Spieler nicht gutheißen. Könnte mir gut vorstellen, dass der "Vorteil Crowdfunding" sich für manche zum unkontrollierbaren Bumerang entwickelt...

Sollte der "worst case" eintreffen, dürfte also eine Art Anti-Hype einsetzen und als Konsequenz zukünftige Finanzierungen deutlich erschweren.

Kirkegard 17 Shapeshifter - Abo - 6100 EXP - 16. Februar 2013 - 13:08 #

Danke für die umfangreiche Zusammenfassung der Kickstarter Situation.

2good 08 Versteher - 204 EXP - 16. Februar 2013 - 13:39 #

Warum steht bei Planetary Annihilation in der Liste das Genre Rundenstrategie? Soll das nicht ein Echtzeitstrategietitel nach dem Vorbild von Total Annihilation werden?

Jörg Langer Chefredakteur - 248494 EXP - 16. Februar 2013 - 18:09 #

Das ist wohl ein Fehler :-)

Name (unregistriert) 16. Februar 2013 - 13:55 #

Die Idee war überfällig, die Realisierung kommt leider über ein Schul-Referat-Niveau nicht hinaus.

Daeif 19 Megatalent - 13400 EXP - 16. Februar 2013 - 15:22 #

Weil der Artikel keine abschließende Antwort geben kann, ob Kickstarter jetzt hui oder pfui ist (je nachdem, auf welcher Seite du stehst), obwohl man dieses Fazit schlicht noch nicht ziehen kann?

alterspassvogel 10 Kommunikator - 438 EXP - 16. Februar 2013 - 14:07 #

Guter Bericht.

Freu mich auf meine Ouya- Konsole :)

Sok4R 14 Komm-Experte - 2432 EXP - 16. Februar 2013 - 15:25 #

Guter Bericht über die aktuelle Situation, der den Hype der letzten Monate nüchtern betrachtet.
Ich habe auch drei Projekte unterstützt, aber eher mit kleineren Summen um die 20$. Das minimiert mein Risiko, wenn das weg ist ist es kein großes Problem.

Gerade die Sache mit den VIP-Spiele sehe ich zweischneidig. Tim Schaefer und Brian Fargo haben quasi nur gesagt "wir bringen ein neues Spiel so wie eines unserer alten raus" und haben genug Geld gesammelt. Konkretes sieht man bei Wasteland 2 erst seit ein paar Wochen, beim Double Fine Adventure noch gar nicht. Dass das aber auch nach hinten los gehen kann haben Guido Henken und John Romero bewiesen, die wohl nur mit ihrem Namen punkten wollten und grandios gescheitert sind. Die meisten anderen Projekte haben schon zu beginn Screenshots und teilweise Video zeigen können, was für potentielle Backer wichtig ist - auch für ich. Ich hab bei keinem Projekt gespendet, bei dem kaum klar war, wie es aussehen sollte. Das dürfte für zukünftige Projekte wichtig werden, nur mit einem großen Namen (wobei die Namen Henkel und Romero wohl nur noch alt eingesessenen bekannt sein dürfte) lässt sich kein Blumentopf mehr gewinnen.

buddler 12 Trollwächter - 999 EXP - 18. Februar 2013 - 11:37 #

Aber wie soll das funktionieren? Wenn Du bereits etwas vorweisen können sollst, dann musst Du bereits etliche Gelder vorfinanzieren.
KS soll aber einem Entwickler die Möglichkeit geben sein Projekt umzusetzen. Ist es nicht erfolgreich, dann kann der Entwickler seine Zeit wanders investieren. Es geht also auch darum, ob sich genügend Kunden dafür finden.
Hätte Herr Henkel erstmal etwas entwickeln müssen um sein Spiel zu präsentieren, wäre er ja bereits in der Entwicklungsphase und hätte ein Team engagieren müssen. Wovon soll das bezahlt werden, wenn die Finanzierung erst mit KS realisiert werden soll?

Daeif 19 Megatalent - 13400 EXP - 16. Februar 2013 - 15:31 #

Sehr schöner Artikel. Endlich wird mal Licht ins Dunkel des Kickstarter-Wirrwarrs gebracht und nüchtern die Fakten betrachtet, ohne Gefühlsduselei. :)

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sich Kickstarter langfristig als alternatives Finanzierungsmodell im Spielbereich durchsetzen wird. Die Frage wird nur sein, auf welchem Niveau. Das Publishersystem ersetzen (wie von einigen zu Beginn des hypes prophezeit) wird das Modell in keinem Fall, an eine Rückkehr in eine Randerscheinung (vor dem Double Fine-Adventure) glaube ich aber ebenfalls nicht. Wie groß aber letzlich der Einfluss dieses Modells wird, wird sich mMn in zwei Faktoren entscheiden: 1. Wie werden die Großprojekte ankommen? 2. Wie viel Prozent der Projekte werden platzen? Letzteres ist an die Großprojekte gekoppelt; Sollte PE oder das DFA platzen, entstünde wohl der selbe Schaden für das Modell wie bei hunderten kleinen gescheiterten Entwicklungen.

Mclane 17 Shapeshifter - Abo - 6427 EXP - 16. Februar 2013 - 15:39 #

Sehr schöner Artikel, war bestimmt eine Menge Arbeit.

Kühlschrankmagnet (unregistriert) 16. Februar 2013 - 18:05 #

Schöner Artikel. Sachlich, sehr informativ, geistig aufgeräumt und trotz des Buchhalterthemas nicht langweilig präsentiert. So stelle ich mir Spielejournalismus vor.
Zum Dank klicke ich jetzt auch ganz viel Werbung auf der Seite an. :)

Francis 12 Trollwächter - 1150 EXP - 16. Februar 2013 - 18:48 #

Sehr interessanter Artikel, weiter so!

Labrador Nelson 21 Motivator - Abo - 30703 EXP - 16. Februar 2013 - 20:33 #

Toller Artikel! Respekt für die Recherche! :)

BoNd0o7 12 Trollwächter - Abo - 1025 EXP - 17. Februar 2013 - 2:36 #

Alleine für die "Dokumentation" finde ich mein Geld bei den meisten Projekten schon sehr gut angelegt. Man fühlt sich ein wenig als wenn man von Anfang an mit am Projekt beteiligt ist - auch wenn man nur die Schritte mitverfolgt.
Was z.B. alleine für Probleme auf einen zu kommen können, wenn man als einzelne Person (evtl. mit 1-2 Helfern aus der Familie) mehrere 1000 Pakete in die ganze Welt verschicken muss, ist herrlich mit zu verfolgen :)

Faerwynn 16 Übertalent - Abo - 4182 EXP - 17. Februar 2013 - 22:43 #

Die Infos aus dem Artikel sind prima und interessant. Aber ich hab im Moment das Gefühlt, dass in der Spielejournalismusbranche Kickstarter-Bashing total in ist. Ich meine natürlich ist das Funden eines solchen Projekts ein Risiko. Warum wohl haben Publisher erfolgreiche Serien bevorzugt und viele Projekte nicht verwirklicht...? ;) Wem das nicht klar war, der hat wirklich nicht nachgedacht, bevor er die Kreditkarte gezückt hat. Sollen jetzt alle nach Gesetzen schreien, die dummer Menschen vor Fehlentscheidungen bewahren?

Ich werde auch in Zukunft Projekte unterstützen und mir bewußt sein, dass das Geld verloren gehen kann. Um das Risiko zu minimieren schaue ich genau wie die Projekte präsentiert werden. Und damit habe ich dann die Chance vielleicht tolle Spiele zu spielen, die sonst nie das Licht der Welt erblickt hätten - wie Wasteland 2 oder Elite - Dangerous. Bei denen bin ich mir ziemlich sicher, dass am Ende etwas stehen wird.

J.C. 16 Übertalent - Abo - 4542 EXP - 17. Februar 2013 - 23:56 #

Also bashing hab ich jetzt bei redaktionellen Inhalten weder hier noch woanders gesehen. In den Kommentaren treiben sich halt wie immer die üblichen Mahner, Skeptiker, Abgeklärten und Durchblickter rum. Dass die ihre kritischen zwei Groschen unter jeden einzelnen KS Thread setzen ist inzwischen so sicher wie das Amen in der Kirche. ;P Ich find's lustig.

Und das Geld ist ja so oder so weg. In zwei Jahren fällt mir dann auch nicht mehr auf, dass ich es mal ausgegeben habe. Dann interessiert mich nur noch das Spiel. Will. Wasteland. Jetzt!

Daeif 19 Megatalent - 13400 EXP - 18. Februar 2013 - 22:57 #

Erst den Artikel lesen, dann kommentieren! Der Artikel zeigt in nüchternen Zahlen den bisherigen Verlauf von Kickstarter ab. Von Gesetzen oder so steht im Artikel kein Wort. Wenn das für dich schon Bashing ist, dann lebst du in einer Lollipop-Welt, in der alles, was dir gefällt, automatisch ganz toll und richtig ist.

SaRaHk 15 Kenner - 3345 EXP - 18. Februar 2013 - 0:04 #

Keine neuen Erkenntnisse gewonnen, durch den Artikel. Aber er ist so verdammt großartig geschrieben, dass man ihn eigentlich jeden nur Empfehlen kann, der sich mit Kickstarter wenig bis gar nicht auskennt.

PopCornGamer 19 Megatalent - Abo - 13730 EXP - 18. Februar 2013 - 10:37 #

Danke für den Artikel. Bin ich der einzige der bei dem Wort Backer immer "Bäcker" liest? Das verhunzt einige Sätze ganz schön. ;-)

buddler 12 Trollwächter - 999 EXP - 18. Februar 2013 - 11:39 #

Ich verstehe nicht, warum man es in Artikeln über Kickstarter nicht mit Unterstützer und unterstützen übersetzen kann.

Kripther 11 Forenversteher - 586 EXP - 18. Februar 2013 - 12:08 #

Interessanter Artikel. Wobei ich nicht der große Fan von Kickstarter bin.

yeahralfi 12 Trollwächter - Abo - 1045 EXP - 18. Februar 2013 - 12:25 #

Ich gehöre zu denen, die Code Hero mit einem Pillepalle-Betrag (5$) gefundet haben. Und ich muss sagen, dass ich zwar bis heute kein fertiges Produkt bekommen habe. Im Gegenzug dafür aber einen Riesenhaufen grossartiger Unterhaltung! Das Projekt ist so dilettantisch geführt, das ist schon teilweise rührend. Das wird eh nie was.

Allein die dazugehörige Threads (bei Kickstarter oder Joystiq z.B.) sind so grosses Kino, dass ich da alle paar Wochen mal reinschaue. Empörung, Hass, Unverständnis, Mitleid - in den Postings wird einem alles geboten. Dazwischen der Entwickler, der mit immer neuen fadenscheinigen Ausreden und leeren Terminversprechen alles nur noch schlimmer macht und sich zwischendurch auch noch öffentlich mit ehemaligen Freunden und Kollegen einen sehr persönlichen Rosenkrieg ausfechtet.

Ohne mein Funding hätte ich das alles verpasst. Insofern muss ich sagen, für den %er ist mir einiges geboten worden.

overseer 13 Koop-Gamer - Abo - 1636 EXP - 18. Februar 2013 - 19:39 #

Das war eine wirklich toller Artikel und eine schoene Analyse. Vielen Dank!

Andi Amo 10 Kommunikator - 496 EXP - 19. Februar 2013 - 14:02 #

Auf der Kickstarter-Seite fehlt mir persönlich vor allem eine gute Filterfunktion. Ich hab zwar z.B. im Bereich Video Games ein paar Tags, aber das war es auch schon.

Ansonsten finde ich das Beste bei dieser Art von Marketing, Vertrieb und Werbung, die Belohnungen. Oft ist das eigentlich Spiel nur primär interessant. Ich kann mir sehr gut vorstellen, das inzwischen für ein KS-Projekt viel Zeit investiert werden muss, um ein bisschen interessant zu wirken (als Nobody) und aus der Maße zu stechen.

Cubi 16 Übertalent - Abo - 4704 EXP - 20. Februar 2013 - 13:23 #

Grandioser Artikel, Christoph! hervorragend recherchiert und sehr gut geschrieben. Wurde mit viel Freude verschlungen :-)

Admiral Anger 20 Gold-Gamer - Abo - 21860 EXP - 24. März 2013 - 19:30 #

Schöner Artikel, endlich habe ich mal Zeit gefunden, ihn zu lesen. Kudos!

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