Call of Duty - Infinite Warfare Preview

E3 2016: Skript-Shooter vom Feinsten

Benjamin Braun / 20. Juni 2016 - 13:20 — vor 23 Wochen aktualisiert
Steckbrief
PCPS4Xbox One
Action
Egoshooter
ab 18
18
Infinity Ward
Activision
04.11.2016
Link
Amazon (€): 36,98 (Xbox One), 36,98 (PlayStation 4), 32,98 (PC)
Gamesrocket (€): 44.95 (Download) 40.46 (GG-Premium)
Am Boden, zu Wasser, in der Luft und sogar im Weltraum: Infinity Ward inszeniert atemlose Balleraction auf höchstem Niveau und beweist, dass das Spielkonzept auch 13 Jahre nach dem Debüt der erfolgreichsten Shooter-Reihe überhaupt längst nicht zum alten Eisen gehört.
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Drei Spielestudios sind mittlerweile für die Entwicklung der Call of Duty-Reihe verantwortlich. Mit Call of Duty - Infinite Warfare ist wieder Serienschöpfer Infinity Ward an der Reihe. Anders als DICE mit Battlefield 1 (Preview) gehen sie nicht in der Zeit zurück, sondern noch ein paar Jahre weiter in die Zukunft, mit Mechs, Weltraumschlachten, Grappling-Hook und Wandläufen. Nach dem verstärkten Koop-Fokus von Black Ops 3 (Test: Note 8.5) setzt Infinity Ward in seinem Shooter wieder auf eine Kampagne für Einzelspieler. Unsere Eindrücke von der E3 2016 deuten an: Mit diesem skriptbasierten Shooter könnte dem US-Studio der beste Serienteil seit langem gelingen – wenn denn nicht die vergleichsweise angestaubte Technik wäre...

Namen wie Schall und Rauch

Nick Reyes heißt der Protagonist, der im Zentrum der Kampagne von Infinite Warfare steht. Hätten wir uns den Namen nicht direkt aufgeschrieben, wäre er zwei Minuten später wahrscheinlich wieder vergessen gewesen. Das liegt allerdings nicht an unserem schlechten Erinnerungsvermögen, sondern daran, dass Story und Charaktere im neuesten Serienteil einmal mehr ersetzbar wirken.

Unsere beiden KI-Begleiter in Genf, wo (natürlich) alle zwei Meter was passiert.
Ein Problem entsteht Infinite Warfare daraus allerdings keineswegs, denn die Kernkompetenz des Spiels ist die Inszenierung der Action. Schon die erste Mission in Genf, in der plötzlich eine Bombe detoniert und wir uns durch eine dichte Staubwolke und Horden von mechanischen Gegnern kämpfen müssen, belegt die Qualität des Spiels. Ständig passiert etwas um uns herum, auf keinem Platz und in keinem Gebäude halten wir uns länger als ein paar Minuten auf.

Der Weltraum, bleihaltige Weiten

Aber so packend die durchgeskriptete Shooter-Action bereits beim Zuschauen in dieser Mission wirkt, Infinity Ward setzt immer wieder einen drauf. Die zweite Mission, die die Entwickler auf der E3 präsentierten, entführt uns in den Weltraum. Tatsächlich starten wir in einer Basis auf der Erde, setzen uns in einen Raumgleiter und zünden den Antrieb, um wenige Sekunden später in der Erdumlaufbahn anzukommen. Das Ganze geschieht natürlich ohne sichtbare Ladezeiten und wirkt nie in die Länge gezogen. Wir hatten jedenfalls nicht einmal bei einer der Szenen ohne direkte Spieleraktionen das Gefühl, dass wir sie beim Selbstspielen hätten überspringen wollen.

Und dann geht es nahtlos weiter mit dem Angriff auf einen großen Raumschiff-Konvoi, der zum Teil auch auf der Sony-Pressekonferenz zu sehen war. Schließlich entern wir das Schiff auch noch und bewegen uns auf der Oberfläche des Schiffs mit unserem Greifhaken fort – ob wir den nur im All oder auch auf der Erde einsetzen dürfen, wollte Activision indes nicht verraten. Im Weltraum ziehen wir mit dem Haken übrigens auch Gegner an uns heran, um sie dann mit einem Nahkampfangriff aus dem Weg zu räumen. Das ist mitunter ziemlich brutal, wenn Held Reyes einem menschlichen Feind mit einem Kniestoß das Sichtglas des Helms zerdeppert.

Dass man von den Schüssen im All eigentlich gar nichts hören dürfte, ignorieren wir einfach mal. Nur zu gerne hätten wir diese Szene jedenfalls selbst gespielt. Neben den Kämpfen zu Fuß oder im Jet wird es auch weitere Fahrzeugsequenzen geben. Versprochen ist unter anderem ein Spielabschnitt, in dem wir in einer Art Mech unterwegs sind.
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Von diesem Flugzeughangar aus starten wir ins All. In einen der Mechs, wie ihr ihn rechts im Bild seht, steigen wir in der Kampagne ebenfalls ein.
Bitte das falsche Wort/die falsche Phrase einkopieren, ohne Änderungen
Hier nur nötige inhaltliche Infos, nicht richtige Schreibweise oder Positionsangabe
Benjamin Braun Redakteur - 280887 - 20. Juni 2016 - 13:20 #

Viel Spaß beim Lesen!

densetsu268 12 Trollwächter - P - 1043 - 21. Juni 2016 - 18:52 #

Kleiner Hinweis: in der Einleitung hat sich ein kleiner Vertipper eingeschlichen - vermutlich wegen der Nähe des Spieltitels zum Entwicklerteam: der Untertitel vom CoD ist Infinite Warfare, nicht Ward ;)

Makariel 19 Megatalent - P - 13438 - 22. Juni 2016 - 14:42 #

Der Skript-Shooter, ein aussterbendes Genre? Die Shooter die grad große Wellen machen sehen anders aus (Overwatch, Doom, Lawbreakers...), selbst Sniper Elite 4 sieht was die Kampagne angeht interessanter aus. Wer will heute schon noch in eine virtuelle Achterbahn gequetscht werden? Da wird auch Jon Snow nicht mehr helfen.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33743 - 24. Juni 2016 - 6:04 #

Overwatch und Lawbreakers sind Multiplayer, das kann man doch nicht vergleichen.

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