GC09: Cevat Yerli unterstützt ePetition

Bild von Armanuki
Armanuki 2509 EXP - 14 Komm-Experte,R8,S3,A1
Dieser User unterstützt GG mit einem Abonnement oder nutzt Freimonate via GG-Gulden.Betatester: War bei der Closed Beta von GamersGlobal (März bis Mai 2009) dabeiAlter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertDieser User hat uns zur TGS 2016 Aktion mit einer Spende von 10 Euro unterstützt.GG-Supporter: hat einmalig 10 Euro gespendetLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabeiBronze-Reporter: Hat Stufe 6 der Reporter-Klasse erreichtVorbild: Hat mindestens 100 Kudos erhalten

17. August 2009 - 20:12 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
Crysis ab 9,99 € bei Amazon.de kaufen.

Während seiner Keynote auf der Game Developers Conference Europe hat Crytek-Präsident Cevat Yerli allen Anwesenden die Petition gegen ein "Killerspielverbot" ans Herz gelegt. Die Petition liegt beim Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages vor und kann noch bis zum 19.8. unterzeichnet werden. Yerli sagte deutlich, dass ein Herstellungsverbot von Computerspielen mit Gewaltinhalten Crytek zwingen würde, Deutschland zu verlassen und in Zukunft Spiele im Ausland zu entwickeln.

In seinem eigentlichen Vortrag ging es um die Zukunft der Spielegrafik, wobei ein Großteil des Vortrags mit der Keynote auf der GCDC 2008 identisch war. Yerli führte aus, dass die Konsolengenerationen die Entwicklung von Grafikengines bestimmen und dass daher bis 2012 nicht mit revolutionären Änderungen zu rechnen sei - obwohl sich die Grafikkarten im PC-Bereich immer mehr für allgemeine Rechenaufgaben eignen und nicht mehr auf die Berechnungen für traditionelles Rendering (Rasterisierung) festgelegt sind. Auch die in Crysis 2 verwendete CryEngine 3 sei nur eine evolutionäre Weiterentwicklung der Grafikengine von Crysis. Die heutige Renderingtechnik sei zwar sehr ausgereift und in Hardware auch sehr schnell zu berechnen, allerdings erfordere sie bei der Programmierung viele komplizierte Spezialfälle für unterschiedliche Situationen, z.B. Gesichter oder Pflanzen.  

Erst wenn die nächste Konsolengeneration ebenfalls flexiblere Grafikarchitekturen mitbringe würden revolutionär neue Ansätze bei der Grafikprogrammierung möglich. Wie letztes Jahr nannte Yerli hier als Beispiele point-based Rendering und Echtzeit-Raytracing. Beide Technologien seien bei sehr großen Szenen schneller als die heute angewendete Methode und könnten diverse Vereinfachungen in der Grafikprogrammierung bringen - beispielsweise sind bei Raytracing die Beleuchtung und der dynamische Schattenwurf sehr einfach zu lösen. Ungefähr 2013 sei auch mit einer neuen CryEngine zu rechnen, die die solche Techniken nutzen könne.

Yerli erwähnte mehrmals die Datenstruktur der Sparse Voxel Octrees, die in der CryEngine 3 genutzt werde, da sie Berechnungen vereinfache und außerdem zukunftssicher sei, da sie auch in radikal anderen zukünftigen Engines weiter verwendet werden könnte.

Armanuki 14 Komm-Experte - P - 2509 - 18. August 2009 - 6:55 #

@Christoph: Wo hast du denn das Bild her, das ist doch von gestern, oder? Ist außer mir noch jemand von GG.de auf der GDC?

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 18. August 2009 - 11:06 #

Spannend, daß gerade die lange Laufzeit aktueller Konsolen nicht nur Vorteile für die Entwickler mit sich bringt, sondern auch die technische Entwicklung verlangsamt.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)
Mitarbeit