E3: Sniper 2 angeschaut

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Jörg Langer 324491 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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11. Juni 2011 - 21:32 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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Erst kürzlich haben wir Sniper für die PS3 getestet, und dem Spiel trotz der eher durchwachsenen Grafik eine 7.5 gegeben. Denn das Spielprinzip, wenngleich nicht konsequent durchgezogen, unterscheidet sich doch vom üblichen Moorhuhn-Shooter in 1A-Verpackung. Doch was können wir erwarten, wenn plötzlich die formidable CryEngine 3 dasselbe Spielprinzip befeuert? Dass Sniper 2 ein echter A-Titel wird, und nicht nur ein sich gut verkaufender Geheimtipp wie der Vorgänger.

Zwei Beispielmissionen


Auf der E3 bekamen wir zwei Missionen vorgespielt. Die erste war ein Einsatz bei Tag, irgendwo im Himalaya. Ein hochrangiger Offizier des (uns unbekannten, es werden schon echte Bösewichte sein) Gegners soll getötet werden. Auf den allerersten Blick gleicht die Tempelanlage ein klein wenig der, in der wir in Sniper 1 begonnen haben. Doch nicht nur die Buddhastatuen und typischen nepalesischen (oder tibetanischen?) bunten Wimpel überall machen den Unterschied deutlich. Sondern vor allem die richtig prächtige Weitblickgrafik mit hohen Bergen, wuchernder Fauna, vielen Details aus der Nähe. Mit einem Kamerad arbeiten wir uns weiter vor, kommen an einem kleinen Wasserfall vorbei.

Gebirge ist nur eine von vier grundsätzlichen Terrains im Spiel, die anderen sind Dschungel, Stadtgebiete (es verschlägt den Spieler nach Sarajewo) und die Arktik. Aber jetzt sind wir erstmal im Himalaya, und vor uns befindet sich ein erster Gegner. Wie gewohnt, visieren wir ihn mit dem Scharfschützenvisier an, atmen aus und halten die Luft an, drücken ab. Und ebenso wie gewohnt macht uns die Bullet Cam zum Voyeur. Im Moment des Einschlags unseres Projektils nimmt allerdings unsere  Grafikbegeisterung schlagartig ab, die "Blutwolke" erinnert doch eher an Prototype oder Erwachsenencomics als an ein um Realismus bemühtes Spiel. Diese Effekte sollen noch verbessert werden.



Kampf gegen den Helikopter

Einen weiteren Gegner schalten wir mit dem neuen Stealth-Kill aus, und zwar stehen wir mit unserem Kameraden links und rechts von einem steinernen Torbogen, und lassen zwei Gegner bis direkt vor unsere Messerspitzen laufen. Im Gegensatz zum Vorgänger müssen wir nicht mehr mehrmals zuhacken, aus einer bestimmten Entfernung und aus der Deckung heraus ist offenbar in Sniper 2 ein solcher Angriff immer tödlich. Die Mission nimmt an Fahrt auf, denn nun erscheint ein Kampfhubschrauber, dem wir nicht vor die Bordgeschütze laufen wollen. Gleichzeitig ist eine Exekution im Gange, um sie zu verhindern, müssen wir zwei Gegner mit einem Schuss erledigen – alles eine Frage des richtigen Winkels. Ob wir dafür wirklich von unserem Kameraden mit dem Lob "Netter Schuss, das nächste Bier geht auf mich" bedacht werden wollen, ist eine andere Sache.

Wir müssen nun in einen steinernen Turm und dort nach oben, um dem Helikopter beizukommen. Oben angekommen, zielen wir auf den Piloten, der Helikopter stürzt (noch etwas unbeholfen animiert) ab. In einer aus Medal of Honor geklauten Sequenz zieht uns kurz darauf unser Kamerad eine Mauer hoch, einige Meter weiter warten zwei Buggys auf uns. Mit denen geht es dann weiter – gekämpft wird in dieser Passage nicht. Solche Fahrtsequenzen sollen überdies keinen großen Anteil an der Spielzeit haben.



Der zweite Einsatz


Der zweite Einsatz spielt in derselben Gegend, aber bei Nacht. Die Mission beginnt mit einer kurzen Fahrt im Lkw, die ebenfalls sehr an Medal of Honor erinnert, und die im Prinzip eine Ingame-Cutscene darstellt. Dann müssen wir aussteigen – kurz vor einem bei Tag vermutlich malerischen Bergdorf. Leuchtkäfer schwirren entlang unseres Weges, überall wieder die bunten Wimpel. Dann haben wir das Dorf durchquert, und die eigentliche Mission startet. Wir schalten auf unsere Thermalbrillen um, sehen die Szenerie in typischen Wärmebildern, die Popkultur-Erfahrene schon seit dem Film Predator kennen.

Die Demo geht noch einige Minuten weiter, aber wir können schon hier ein Fazit ziehen: Am ordentlichen Spielprinzip scheint sich nicht viel zu ändern, doch grafisch macht Sniper 2 einen gewaltigen Schritt nach vorn. Und zwar bei der Landschaft, den Fahrzeugmodellen wie dem Helikopter oder den Buggys – mit Schrecken denken wir an das "Schlauchboot" aus einem der ersten Levels in Sniper 1 zurück – und auch bei den Charaktermodellen. Sicher kein AAA-Titel, aber einer, den Actionfans ohne hibbeligen Zeigefinger im Visier behalten sollten.
Lord Lava 18 Doppel-Voter - 9608 - 12. Juni 2011 - 3:40 #

Die Idee eines Shooters mit Fokus auf die Rolle als Sniper finde ich an sich gut. Beim ersten Teil war ich mir nicht sicher, ob es den Versuch wert ist, habe dann aber größtenteils Gutes darüber gelesen.

Was ich jetzt besonders interessant finde ist der Koop-Modus, bei dem dann wohl einer als Sniper und einer als Spotter agieren soll.

Vault Boy 07 Dual-Talent - 121 - 12. Juni 2011 - 7:33 #

Mh, die Rolle als Spotter könnte mir gut gefallen: „Das kannst du nicht besser? Wie schlecht geschossen war das denn?“

Sorry, das konnte ich mir nicht verkneifen. :-D

Cubi 17 Shapeshifter - 6113 - 12. Juni 2011 - 7:45 #

lol, erinnert mich an wie das weibl. Geschlecht als Beifahrer ;)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12274 - 12. Juni 2011 - 8:24 #

Der erste war ein mittelmäßiger Shooter.
Snipen ist/war nicht nötig, warum das Spiel Sniper hieß weiß ich bis heute nicht denn der Fokus war darauf nicht.

Wi5in 14 Komm-Experte - 2682 - 12. Juni 2011 - 12:49 #

Genau meine Meinung.
Ich finde es sogar sehr sonderbar, dass das Snipen in einem SNiper-Spiel auch nicht besonders gut umgesetzt war. Besonders nicht im Multiplayer. Da hätte ich lieber ein Sniper-Spiel von den Battlefield-Machern.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 13. Juni 2011 - 15:06 #

Der Fokus mancher Levels liegt selbstverständlich darauf -- du kannst dich zwar oft durchballern, aber du musst nicht. Andere Missionen sind klare Schießmissionen, richtig. Schon die PS3-Version und den Challenge-Modus gespielt? Spätestens da kommst du durch Ballern nicht mehr durch.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2011 - 9:27 #

Wenn man mal bedenkt, mit was für einem Käse an Spielen dieses Studio angefangen hat, kann man da nur die Daumen drücken, dass die sich auch weiterhin so entwickeln

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