Alle Episoden im Gesamttest

The Wolf Among Us Test

Bei Telltales Adventures stehen nicht mehr Rätsel im Mittelpunkt, sondern Geschichten mit starken Charakteren und moralischen Entscheidungen. In ihrem ersten Fantasy-Werk ist das nicht anders. Wir verraten euch nach Erscheinen der letzten Episode, wieso die neue Comic-Adaption den bisherigen Primus The Walking Dead noch übertrifft.
Benjamin Braun 9. Juli 2014 - 15:26 — vor 2 Jahren aktualisiert
Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Als Telltale Games vor ziemlich genau zehn Jahren gegründet wurde, hatte kaum jemand die Kalifornier auf der Rechnung – und das, obwohl gleich mehrere ehemalige LucasArts-Mitarbeiter an Bord waren. Mit Auftragsarbeiten für Ubisoft und kleineren Titeln wie Texas Hold'em hielt man sich finanziell über Wasser und bereitete gleichzeitig eine kleine Revolution vor. Die Comic-Adaption zu Bone war zwar nicht sonderlich erfolgreich und nach Episode 2 war bereits Schluss. Am Experiment Episoden-Konzept allerdings hielten die Entwickler fest. Und es blieb nicht der einzige experimentelle Ansatz in der Geschichte des Unternehmens, denn nach den ersten Sam & Max-Staffeln wagte man, sich zunehmend vom klassischen Adventure zu verabschieden. Immer weniger Rätsel in den Spielen wie Wallace & Gromit's Grand Adventures und oft suboptimale neue Steuerungsvarianten wie in Tales of Monkey Island statt simplem Point-and-Click waren die Folge dieser Entwicklung. Ende 2011 legte Telltale schließlich den Grundstein für den heutigen Erfolg, der weit über die Zielgruppe der Adventure-Fans hinausgeht – mit wenigen Rätseln, aber Quick-Time-Events und einem hohen Fokus auf Dialoge und Inszenierung der Geschichte.

Dem Experiment Jurassic Park - The Game wurde jedoch noch nicht der Erfolg zuteil, den Telltale Games schließlich mit The Walking Dead (GG-Test: 8.5) hatte, das 2012 international gleich reihenweise Preise für das beste Spiel des Jahres abräumte. The Wolf Among Us greift dasselbe Konzept auf. In der Adaption der Fables-Comicreihe von Bill Willingham werdet ihr in ein fiktives New York versetzt, in dem allerlei Märchenwesen wie Schneewittchen oder die Schöne und das Biest leben. Ihr selbst seid der "böse Wolf" Bigby, der als Sheriff über die Fabelwesen wacht. Der Wolf geht mit harter Hand vor und ist deshalb unter den Fables nicht allzu beliebt. Dem Spieler obliegt es aber nicht nur, daran etwas zu ändern, sondern auch, eine rätselhafte Mordserie aufzuklären, der zu Beginn des auf fünf Episoden aufgeteilten Abenteuers die Prostituierte Faith zum Opfer fällt.

Schaf im Wolfspelz
Die Prostituierte Faith (links) fällt schon bald einem Mord zum Opfer und Bigby will das Verbrechen um jeden Preis aufklären.
Bigby Wolf ist nicht gerade ein gern gesehener Gast bei den Bewohnern New Yorks. Wer ihm nicht die Antworten liefert, die er will, erhält im Gegenzug eine Faust ins Gesicht. Mit der Bezeichnung "Einzelgänger" wäre er wohl am besten beschrieben, denn nicht mal das Schwein Colin, mit dem er gemeinsam ein Apartment bewohnt, lässt er wirklich an sich ran. Er ist aber kein chronischer Unsympath, sondern vielmehr ein Typ, der weit mehr mit seinem eigenen Schicksal hadert, als seine raue Fassade vermuten lassen würde. Denn trotz seines unausgeglichenen Gemüts will er partout den Wolf in sich unterdrücken. Klammheimlich ist er zudem in seine Kollegin Snow White (Schneewittchen) verliebt, die als einzige in der Lage zu sein scheint, den gleichsam unterkühlt wirkenden und aufbrausenden Bigby auch in kritischen Situationen zu mäßigen.

Die größte Stärke von The Wolf Among Us steht in engem Zusammenhang mit Bigbys Wesenszügen. Wie üblich seid ihr es, die im Laufe des Abenteuers darüber entscheiden, ob der Sheriff am Ende noch derselbe ist, und wie sich seine Beziehung zu den so genannten Fables verändert. Ob wir zum Beispiel im Verhörraum versuchen, die Wahrheit aus einem Verdächtigen herauszuprügeln oder einen Kollegen sogar davon abhalten, dies an unserer Stelle zu tun, sorgt für eine unnachahmliche Nähe zum Charakter. Gerade aufgrund der vielen Ecken und Kanten Bigbys ist die dadurch erreichte Identifikation des Spielers mit dem "Helden" beachtlich.

Knifflige EntscheidungenWie schon in The Walking Dead stellt euch The Wolf Among Us immer wieder vor kleinere und größere Entscheidungen, vor allem in den Dialogen. Ihr entscheidet etwa, ob Bigby das Versprechen abgibt, ein Geheimnis nicht zu verraten, und ob er sich dann auch daran hält. Im Rahmen der Mordermittlungen könnt ihr Verdächtige der Tat bezichtigen, auch wenn ihr mehr eurem Bauchgefühl folgt, statt echte Beweise vorlegen zu können. Gerade bei den innerhalb von wenigen Sekunden getroffenen Entscheidungen in den Multiple-Choice-Dialogen beeinflusst ihr damit, was andere Charaktere über Bigby denken. Und natürlich auch, wie ihr selbst ihn seht. Entscheidungen zwischen Schwarz und Weiß müsst ihr dabei nicht befürchten: Die Optionen gewähren euch zumeist viele Nuancen.

Einige eurer Entscheidungen haben direkte Folgen, and
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ere werden sich erst mittel- und langfristig auswirken. Zum Beispiel könnt ihr durch geschickte Dialogauswahl jemanden ohne Gewalt zum Sprechen bringen. Oder die Haltung der anderen Fables verändert sich, wenn ihr brav in einer Schlange wartet, statt euch vorzudrängen. Es trägt einfach zur Glaubwürdigkeit bei, wenn sich ein Charakter eine Handlung von uns merkt und sich dann später in der Episode entsprechend verhält uns gegenüber.

Besonders stark sind Telltale Games die Szenen mit Snow White gelungen. Denn sie zeigt uns immer wieder ein anderes Gesicht und plant Dinge, bei denen wir uns schwer tun, uns auf ihre Seite zu schlagen. In einer Situation will Snow White etwa das Besitztum einer Verdächtigen zerstören, das für die Betroffene einen hohen ideellen Wert hat. Wir können Snow White unterstützen oder sie von ihrem Plan abbringen – immer mit dem Ansatz im Kopf, ja eigentlich in sie verliebt zu sein. Anstatt euch später im Spiel dann aber einfach zu sagen, ob eure Wahl nun richtig oder falsch war, schafft es Telltale Games immer wieder, euch diesen Schluss selbst ziehen zu lassen. Der moralische Zeigefinger bleibt sozusagen in der Hosentasche.
Der Woodsman könnte mehr wissen, als er zugibt. Helfen wir unserem Kollegen, die Wahrheit aus ihm herauszuprügeln, oder versuchen wir es auf die sanfte Tour? Die Entscheidung liegt ganz bei uns.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 324290 - 9. Juli 2014 - 15:26 #

Viel Spaß beim Lesen!

FrEEzE2046 10 Kommunikator - P - 529 - 10. Juli 2014 - 0:14 #

Ist das eigentlich ein generischer Kommentar der automatisch unter jeden Artikel geschrieben wird oder musst du Ihn jedes Mal selbst verfassen? Gelegentlich werden wir ja auch mit einer kleinen Variation davon versorgt ...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324290 - 10. Juli 2014 - 6:01 #

Viel Spaß beim Lesen!

FrEEzE2046 10 Kommunikator - P - 529 - 10. Juli 2014 - 7:47 #

Sehr schöne Antwort und auch noch direkt für mich zum Knobeln offen gelassen, ob das jetzt ein Ja oder Nein ist ;)

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 10. Juli 2014 - 10:56 #

Vielleicht ist ja auch Jörg selbst generisch...

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33835 - 28. Juli 2014 - 10:16 #

"Jörg Langer" ist doch nur ein Spambot.

Scytale (unregistriert) 9. Juli 2014 - 15:52 #

Danke für den Test, aber ich muss meinen eigenen Senf dazu geben.

Ich bin enttäuscht. Es gibt keinen Plot, der nicht schon ab Episode 3 klar ist, und das, was ein Cliffhanger sein soll, ist relativ unbedeutend. Dazu haben alle Entscheidungen keinerlei Auswirkungen außer auf die unmittelbare Szene. Das Ende bleibt gleich und es hängt nur an der allerletzten Entscheidung, die man treffen kann. Dazu sind außer dem Woodsman und Collin alle Charaktere total langweilig. Dazu kommt außer beim Woodsman kein Charakter hinzu, der eine echte Charakterentwicklung durchmacht. Bigby ist nach dem Ende der Story genau der selbe.

Außerdem ist die Kriminalgeschichte unterer Standard. Habe kaum Empathie entwickeln können. Ich persönlich finde Wolf among us deutlich schwächer als Walking dead. Das Fingerspitzengefühl für die Interaktion und Komplexität von Charakteren ist nicht da, und die Bad-Ass Momente sind kalt berechnend drin, weil ohne sie die Story komplett langweilig wäre, sprich, die sind nur dazu da, um abzulenken.

Als bestes Episodenspiel von Telltale würde ich es also nicht bezeichnen. Spielenswert, aber nicht das, was ich nach einem TWD erwartet hätte.

Benjamin Braun Redakteur - 282344 - 9. Juli 2014 - 17:02 #

Ich sehe das natürlich vollkommen anders. Klar gibt es am Rande Charaktere, die etwas blass bleiben und aus denen man mehr hätte rausholen können. Aber es sind eben nur Charaktere am Rand. Für Bigby, Snow White, Crane, den Woodsman, Toad und viele weitere gilt das nicht. Auch die Vorhersehbarkeit sehe ich nicht bzw. fand ich die erste TWD-Staffel bedeutend vorhersehbarer. Das mit den Kannibalen habe ich 30 Meilen gegen den Wind gerochen und hier war schon während des Spielens klar, das alle Charaktere entsorgt werden, wo man sich vorher für einen anderen entschieden hatte.

Azzi (unregistriert) 9. Juli 2014 - 17:36 #

Seh ich auch so. Fand die Charaktere fast alle interessant und vielschichtig genug. Das die Hauptstory ab Episode 3 halt relativ klar ist,stimmt zwar, aber mich hat das nicht gestört.

Scytale (unregistriert) 9. Juli 2014 - 20:32 #

Da muss ich nochmal meine Ansicht dagegen halten.

Bigby ist zwar als Charakter cool, aber er ist nur ein Stereotyp und dann innerhalb der Logik der Geschichte nicht authentisch. Laut ingame-Lore war er früher eine richtige Bestie, die Armeen alleine ausgelöscht hat. Im Spiel ist er aber kein böser Typ. Manchmal unnötig brutal, aber nicht auf eine unheimliche wölfische Art. Und nach TWD ist für mich das schlimmste, dass er sich nicht ändert im Verlauf der Geschichte. Klar, man hat ein paar krasse Entscheidungen, aber eine Charakterentwicklung passiert spielmechanisch deswegen nicht, weil keine böse oder gute Entscheidung Auswirkungen auf das Ende haben, also irrelevant und damit verschenkt sind. Snow white hat ebenfalls keine Tiefe, man erfährt nichts über sie. Crane ist das typische Chef-Arschloch und bleibt es bis zum Schluss, der subplott fügt nur hinzu, dass er ein perverses Chef Arschloch ist, und dann ist er die letzten 2 Kapitel irrelevant weil nicht involviert = verschenkt. Toad und seinen Sohn find ich schön gemacht, und ich glaube, die hatten ursprünglich mehr mit denen vor, aber irgendwie reichts dann nur für eine Abschiedszene am Ende, die ich nicht habe verhindern können. Collin war auch cool, nur viel zu selten da und auch von keiner Relevanz für die Story. Woody war der einzige, der ausgearbeitet war. Im Verlauf der Geschichte lernt man ihn kennen und baut eine Verbindung zu ihm auf, obwohl man eigentlich verfeindet ist = top. Nur aus der Beziehung mit ihm haben sich für mich Dillemata ergeben, am Anfang habe ich ihn zusammengeschlagen und danach aus Mitleid etwas weniger grob. Die meißten anderen Situationen kann man vor sich rechtfertigen, der Typ greift den Sherrif an, Arm ab. Die Typen wollen mich mit Schrotflinten abknallen, umbringen = rabiat aber zu rechtfertigen.

Zur Sachen Vorhersehbarkeit SPOILER SPOILER SPOILER

Der Hauptplot ist NUR, dass der Crooked Man der Chef ist von allem, er ist der Pate von Fabletown. D.h. das er von allem weiß, was in Fabletown passiert und höchstwahrscheinlich Verantwortung für die Morde trägt. Das hat man aber noch vor Ende der 4. Episode aufgeklärt, die letzte Folge besteht nur darin, ihn zu schnappen und der Gerechtigkeit zuzuführen. Das fand ich sehr dumm und habe drauf gewettet, dass der Crooked Man verarscht worden ist, und nachdem wir mit Lily erfahren haben, dass sich Fabeln als andere ausgeben können, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der bisher unerklärte Mord vom Anfang noch eine größere Bedeutung hat und dass die Leiche von Faith gar nicht die echte Faith sein könnte. Habe auf die andere Prostituierte im Pudding and Pie getippt, aber war nahe dran. Und dann wurde das quasi nur im Abspann thematisiert und ist nicht mehr wichtig für die Hauptstory =verschenkt :/

Zur TWD: Der Kniff mit den Kannibalen war ja auch nicht der Plott, dass es Kannibalen waren, sondern die schrittweise Eskalation, wie die aus der Nummer nochmal raus kommen können, und im Höhepunkt, ob man es vor Clementine verantworten kann, böse, aber wehrlose Menschen umzubringen. Das war der Höhepunkt der Episode und hat nicht an Wirkung verloren, wenn man den Kannibalismus erahnt hat. In The Wolf Among us gab es keine einzige Szene, wo du in ein solches moralisches Dilemma geworfen worden bist. Oh, ich kann den Typen nett ausfragen oder verprügeln. Was meinst du, ob das für den großen bösen Wolf ein Problem ist, vor allem, wenn sich später raus stellt, dass der Typ einen wiederholt umbringen will? Das ist eher eine juristische Frage als eine moralische.

Ich find den Wolf einfach viel zu einfach gestrickt, das Fabel Universum hat mehr Potential für tolle Charaktere. Gerade Snow White hat keine Charaktereigenschaft, die sie unverwechselbar als Snow White auszeichnet.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 10. Juli 2014 - 9:00 #

SPOILER SPOILER SPOILER

Verschenkt würde ich es nicht nennen. Geschichten deren Enden zum grübeln nachdenken und zu Diskussionen sind nicht jedermanns Geschmack aber dennoch gut. Und wenn man sich in die Diskussionen und Theorien einliest finde ich das Ende noch besser als beim ersten mal. Letztlich ist eben vielleicht alles nicht so wie man bis zu den letzen Sekunden dachte. Vielleicht war der Crooked Man ja doch eigentlich ein "netter" Pate und die Prostituierten hatten die ganze Zeit Bigby manipuliert.

Es kann durchaus sein, dass Narissa als Faith geglamoured Bigby am Anfang von Episode 1 auf die Fährte gebracht hat. Letztendlich hatte das "Konstruierte" der Geschichte einen Sinn. Bigby wurde die ganze Geschichte über von Narissa gelenkt um die Zerschlagung der Prostitution und das Ende von Crooked Man und dem Zuhälter zu provozieren. Je nach Spielweise mit der Bigby-Typischen Brutalität.

Diese Manipulation macht die Geschichte erst gut. Wenn man nach dem Abspann da natürlich nicht tiefer drüber nachdenkt kann man das komplett übersehen. Insofern teilen sich TWD und TWAU das Thema Hilflosigkeit sehr gut. TWD macht es nur eben etwas offensichtlicher mit der Überlebens-Thematik während der Noir-Ansatz von Wolf etwas dezenter und fast schon deprimierender ist.

Im Vergleich zu den Comics war es ja auch als Prequel in den Handlungen etwas eingeschränkt und es gab ja nach Episode 1 einiges an Internen Zwist und Gerüchteweise hat der Comic-Erfinder auf Änderungen in der Story bestanden.

SPOILER SPOILER SPOILER

Scytale (unregistriert) 10. Juli 2014 - 9:37 #

SPOILER SPOILER SPOILER
Ich glaube, bei dir war storytechnisch was durcheinander. Bei der ersten Begegnung handelte es sich um Faith, die Leiche war die als Faith glamoured Larissa. Die Frau am Ende war Faith. Eigentlich eine clevere Idee, nur ich finde die Auswirkungen dieser Idee als sehr belanglos für die eigentliche Story.

Klar, der Mord wäre später publik geworden, aber er wäre publik geworden. Prinz Lawrence wäre das aufgefallen und im Falle eines Selbstmordes wäre er aufgefallen. Danach macht Faith nichts mehr wichtiges außer Bigby zu sagen, dass er die Spur (die er schon hat) weiter verfolgen soll, und sie gibt Hinweise über die Halsbänder, die man sich aber davor schon zusammenkombiniert haben konnte. Ihre Rede vor dem Crooked Man zwecks der Verurteilung fügt keine Informationen hinzu, der Spieler kennt alle Hinweise, die auf den Crooked Man weisen, Faith lügt sogar, um die eindeutige Beweislage zu manipulieren (was sie nicht hätte brauchen müssen).

Dann als letztes finde ich den Grund für die Story richtigen Blödsinn. Die Prostituierten im Pudding&Pie legten sich FREIWILLIG die Halsbänder an, als der Crooked Man noch gar nicht die Kontrolle hatte. Das heißt, die haben sich ABSICHTLICH in eine Situation begeben, in der sie über ihre Probleme nicht sprechen konnten oder sich selbst umbringen. Und so wie ich das verstanden habe, waren ihre Motivationen durchaus feministisch zur Unabhängigkeit motiviert. Das widerlegt dann auch deine Ansicht mit der Motivation zur Zerschlagung der Prostitution, denn ursprünglich ohne den Crooked Man haben sie den Laden selbst geführt, da war nichts mit Unterdrückung angesprochen, niemand hat die zu dem Halsband gezwungen. Das Thema der Hilflosigkeit ist für mich damit sehr gebrochen. Das Ende war nicht überraschend, da man nach dem Mord an Lily vom Spiel mit der Nase darauf gedrückt wurde, dass man sich nicht sicher sein kann, welche Fabel man vor sich hat. 1+1= ein Plott, mit dem Nieeemand rechnen kann.

Red Dox 16 Übertalent - 4123 - 10. Juli 2014 - 12:09 #

SPOILER SPOILER SPOILER
Bei der ersten Begegnung weiß man eigentlich nicht wen man vor sich hat denn wegen der Glamours (davon gabs ja diverse damit die auch ihre Schichten tauschen konnten) kann das so ziemlich jeder sein.
Die Leiche wiederum sollte definitiv nicht Faith sein, das ist richtig. Der Spiegel kann den Körper wegen dem Ribbon nicht finden, was unsinnig ist da mit dem Tod der Fluch aufgehoben ist. Das Glamours unabhängig von Körperlage funktionieren sehen wir bei Lily.
Und Dr.Swineheart hatte beim testen des Kopfes ja auch noch eine Diskrepanz gefunden bzw. war damit noch nicht fertig weil die ereignisse sich ziemlich schnell überschlagen hatten.

Die These das die Damen sich erst freiwillig zu ihrem Gewerbe entschieden haben ist richtig, aber da sie die Ribbons nie wieder ablegen konnten bzw. der Crooked Man sie sowieso wegen Schuldanhäufung nie aus den Diensten entlassen hätte, passt das schon mit dem Bild das sie versucht haben sich dann gezungenermaßen der freiwillig angelegten ketten zu entledigen. Was die angesprochene Hilflosigkeit doch wieder auf den Tisch bringt. Was letzten Endes in einem bzw. vielleicht zwo der Fälle sogar geklappt haben mag, weiß man ja nicht so genau.

Das am Ende tatsächlich Faith im Narissa Glamour vor uns stand, wissen wir nicht. Narissa kann die ganze Zeit Narissa gewesen sein, während Faith am Anfang die echte war und dann später für das Komplott irgendwer anders umgebracht und auf Faith geglamoured wurde. Da kann Faith einfach irgendwo in Ruhe abgewartet haben bis Narissa den Rest erledigt. Oder Georgie hat halt Narissa erledigt die zu dem Zeitpunkt als Faith geglamoured war und Faith hat dann die Narissa Tarnung bis zum Ende beibehalten.
Oder aber, wir sehen immer noch ein paar Teile des Puzzle nicht komplett. Z.b. die These das Bloody Mary
http://i.imgur.com/CUtLYC5.jpg
anfangs als Faith unterwegs war. Vielleicht wollte sie den Crooked Man los werden und hat alle gegeneinander ausgespielt? Sie hatte Zugang zu allen Bereichen, zu den Glamours, konnte die Ereignisse immer beeinflussen und das sie tot ist darf man auch bezweifeln. Die letzte Mary knackte wie die Kopien und war imo nur eine weitere Kopie. Demzufolge hätten wir Mary als Narissa getarnt am Ende (die uns von Anfang an manipulierte) und da fragt man sich doch was Ihr Endziel bei der Sache war. Übernahme des Crooked Man Geschäfts? Und wo wäre dann Faith wenn wir annehmen das Narissa als Faith glamour ermordet wurde?

Und offen bleibt imo auch
-die Frage warum Zimmer 207 so Blut verschmiert war. Hat Georgie Lily dort wirklich ermordet? Wenn Ja, Warum dort? Warum die Platzierung auf dem Bett? Wenn es Tod durch Ribbon war, warum gabs bei Vivian keine größere Schweinerei?
-Was genau war Bluebeards Agenda bei Crane/Tweedle Büro?
-Lawrence Tod war bei meinem Durchlauf auch fragwürdig. Die Schußwaffe wurde laut Bigby seit Wochen nicht abgefeuert was das Selbstmordszenario entkräftet. Und Tweedledee im Schrank hatte zuviel Blut anner Kleidung um da ein zufälliges umdrehen der Leiche zu erklären ;)
-Was genau haben die Tweedles eigentlich jetzt die ganze Zeit gesucht? Faith hatte angeblich irgendwas vom Crooked Man gestohlen. Waren es die Fotos die sie heimlich von Crane gemacht hatten oder doch irgendwas anderes?
-Warum bricht jemand offene Schatullen auf?
SPOILER SPOILER SPOILER

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 10. Juli 2014 - 13:29 #

Danke an alle drei für eure Spoiler-Hinweise. Hab schon fast aus Gewohnheit angefangen zu lesen ^^

Scytale (unregistriert) 11. Juli 2014 - 14:54 #

Gut, bei vielem sind die Fragen offen zur Interpretation, da werden wir uns nicht einig werden. Einzig bei SPOILER SPOILER SPOILER Narissa am Ende fände ich es schön, wenn das in echt Faith gewesen ist, weil das die Spezialität von Faith als Fabelgestalt ist, unerkannt den Gefahren zu entkommen, obwohl nicht unsichtbar zu sein. Da würde sich für mich einen Logischen Abschluss des Charakters von Faith auftun.

Für mich persönlich wirkt The Wolf Among Us weniger durchdacht. Wobei das falsch ist, ich glaube, die haben sich viel, viel mehr gedacht, konnten aber nicht alles umsetzen. Warum ist der Woodsman am Ende irrelevant, obwohl dessen Charakter und Beziehungsverhältnis viel deutlicher ausgearbeitet worden ist als das zu Snow-White? Warum werden TJ und sein Vater am Ende unabhängig von deiner SPieler-Entscheidung auf die Farm abgeschoben? Warum hat dein Handeln keinen Einfluss auf den Standpunkt der Leute am Ende, die als Jury fungieren? Warum ist das eigentlich für den Verlauf der Story so unwichtig, ob das nun Faith oder Larissa waren? Der eigentliche Verlauf der Stoy wäre für Bigby identisch geblieben.

Die Idee mit Bloody Mary ist zwar schön, entspricht aber ihrem Charakter nicht, wenigstens all das, was sie dann als Faith gesagt hat. Auch sagt ihr Fabel Buch Eintrag, dass sie froh ist, für den Crooked Man zu arbeiten, weil sie unter ihm ihre sadistische Ader ausleben kann, nicht weil sie ihm gehorcht aus Angst wie die anderen Fabeln. Für etwaige Spannungen zwischen den Beiden gibts keine Anhaltspunkte, was eine gute Geschichte ausmachen würde, eben die Hinweise sehen zu können, aber nicht verstehen zu können.

Wie gesagt, bla bla bla. Ich bin mit Wolf among us nicht glücklich, weil es so viele Kritikpunkte in der Story und Charakterpräsentation gibt, die normalerweise die Stärke von Telltale Spielen ist. Das macht es samt Grafik und Gameplay für ein durchschnittliches aber nicht so grandioses Spiel. Ich habs meiner Freundin und mir geschenkt, und wir sind beide enttäuscht und finden das Geld auch ein wenig zu schade dafür :/

Grinzerator (unregistriert) 9. Juli 2014 - 15:49 #

The Walking Dead war schon großartig und wenn das hier noch besser ist... freue ich mich auf den November, wenns endlich auf Disc erscheint.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6484 - 9. Juli 2014 - 15:55 #

Ich habe es schon länger, wollte aber erst spielen, wenn es vollständig ist - also jetzt. Danke für den (spoilerfreien) Test, der meine Vorfreude schonmal gewaltig erhöht!

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 9. Juli 2014 - 15:55 #

Walking Dead gefiel mir in der ersten Staffel noch etwas besser aber TWAU ist wirklich grandios und ein super Spiel von Telltale. Bereue es nicht es sofort gekauft zu haben und warten zu müssen zwischen den Episoden. Die Story war sehr gut durchdacht find ich und die Charaktere wirklich super ausgeprägt. Kann es nur empfehlen.

Olphas 24 Trolljäger - - 47014 - 9. Juli 2014 - 15:56 #

Ich fand The Wolf Among us auch noch einen Tick besser als The Walking Dead und würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass das Finale von TWAU die beste Episode ist, die Telltale bisher abgeliefert hat. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, wenn eine zweite Staffel kommt.

Und bis dahin: Lest Fables! Geniale Comicreihe!

McSpain 21 Motivator - 27019 - 9. Juli 2014 - 16:10 #

Ja. Lest Fables! Wenn einem Bigby und Snow wichtig sind und man wissen will wie es weiter geht. LESEBEFEHL!

Frage mich nur ob sie eine weitere Staffel auch als Prequel machen werden oder auch Plots der Comics umsetzen würden.

keimschleim 15 Kenner - 2936 - 9. Juli 2014 - 16:24 #

Gibts da ein Kompendium (deutsch/englisch)?

McSpain 21 Motivator - 27019 - 9. Juli 2014 - 16:26 #

Soweit ich weiß leider nein. Nur Bände die immer in sich geschlossene Geschichten erzählen. Und einige Spin-Off-Reihen.

keimschleim 15 Kenner - 2936 - 9. Juli 2014 - 17:11 #

Laut Wiki soll die Comic-Reihe Anfang 2015 abgeschlossen werden. Ich geh mal davon aus, dass danach was in der Richtung rausgebracht wird.

Olphas 24 Trolljäger - - 47014 - 9. Juli 2014 - 17:18 #

Ja, 150 Ausgaben sollen es werden, 141 sind bisher erschienen. Aber es gibt noch Nebenreihen wie Fairest und Jack of Fables.

Red Dox 16 Übertalent - 4123 - 9. Juli 2014 - 16:44 #

Mmmh würde Staffel#2 direkt anschließen lassen. Denke die Mehrheit der Spieler hat am Ende sowieso X verfolgt. Da ja zumindest der finale Dialog nahegelegt hat, das Kapitel wäre nicht so abgeschlossen wie man eigentlich dachte. Und Indizien gabs ja im Spiel selbst auch öfters mal das X vielleicht garnicht X ist.

Alternativ bietet die Fablereihe ja genug Brennpunkte die man nachspielen kann oder zumidnest zwischenzeitlich genug Nebenschauplätze bieten die in den Comics nicht ausführlich beleuchtet werden. Die Farm würde ich zu gerne mal Ingame sehen. Oder man könnte Goldilock wieder auftauchen lassen. Die hatte imo einen sehr interessanten Charakter ^^

McSpain 21 Motivator - 27019 - 9. Juli 2014 - 16:49 #

Ich hab X ja am Ende gehen lassen. ^^

Aber lese grade sehr viele Diskussionen und Theorien um X. ^^

Red Dox 16 Übertalent - 4123 - 9. Juli 2014 - 17:53 #

Ja, ist schon interessant wie sich da ein gewisses Bild formt.
Ich bin mir immer noch nicht sicher inwiefern die BM Theorie zutrifft, vonwegen http://i.imgur.com/CUtLYC5.jpg

#GERARG (unregistriert) 10. Juli 2014 - 1:22 #

Also ich habe sie auch gehen lassen und würde es auch wieder so machen. Fühlte sich einfach "richtig" an in dem Moment.

Olphas 24 Trolljäger - - 47014 - 9. Juli 2014 - 17:01 #

Bin x hinterhergestiefelt.

Ich will ja Cindy. Cindy ist einfach Badass! Cinderella Super Spy!

McSpain 21 Motivator - 27019 - 9. Juli 2014 - 16:13 #

Just in diesem Moment lief der Abstand der letzten Episode über den Bildschirm. Hat sehr viel Spaß gemacht. Da ich die Comics nebenher lese fand ich das Eintauchen in die Fables Welt jedes mal wieder großartig.

Im Gegenteil zur Survival-Stimmung bei TWD gefällt der Noir-Detektiv-Charme der Reihe gut zu bestehen. Gamplay und Story sind Solide. Dialoge, Charaktere und Stimmung aller erste Sahne.

Und neben dem Ende von TWD-Staffel 2 bin ich sehr gespannt wie ein lustiges/verrücktes Borderlands und ein GRRMartinesques Game of Thrones aussehen wird. Ick freu mich.

Bastro 15 Kenner - 3099 - 9. Juli 2014 - 16:14 #

Dauerregen und Fußball erst um 22 Uhr, das passende Szenario, um heute die letzte Episode zu spielen. Mir hat es bis hierher super gefallen, genauso wie TWD, aber z.T. aus anderen Gründen. Ich mag den Zeichenstil sehr, und auch das unverbrauchte Setting/die Grundidee von "Fables". Die Comics waren eine Entdeckung für mich (bin gerade in Band 3, auch das "Cinderella"-Spin-Off finde ich ganz witzig).
Hätte gern eine zweite Staffel, aber ich habe irgendwie das subjektive Gefühl, dass TWAU nicht soooo gut verkauft hat. Und Telltale hat so viele andere Franchises in der Pipeline. Aber selbst wenn, das nächste Abenteuer wird erst zum Finale gekauft, die viel zu langen Wartezeiten zwischen den Episoden funktionieren so nicht für mich.

Red Dox 16 Übertalent - 4123 - 9. Juli 2014 - 16:33 #

Ja die Wartezeiten waren bei Walking Dead schon hart. Da hab ichs beim Wolf lieber direkt bis kurz vor Fertigstellung sein lassen. Was wiederum mit dem kürzlichen Summersale und dem gerade erschienenen Finale bestens funktioniert hat :P Alles in einem Rutsch durchgespielt, stark begeistert und komm mir fast schon schäbig vor unter 10€ für das gute Werk gezahlt zu haben.

Despair 16 Übertalent - 4437 - 9. Juli 2014 - 17:42 #

Das klingt ja alles ziemlich gut, aber das Szenario spricht mich sowas von überhaupt nicht an...

Roboterpunk 16 Übertalent - P - 4279 - 9. Juli 2014 - 18:12 #

Ich muss leider zugeben, dass mir der Wolf mit jeder Episode weniger gefallen hat. Die Story versandet im Nirgendwo zwischen Mystery und Mafia, die Technik, vor allem die Animationen, fand ich irgendwann sehr veraltet und letztlich ist das Gameplay beschränkt auf Rumlaufen, Gegenstände Anklicken und Gespräche führen. Was mich aber am meisten geärgert hat, ist die Passivität der Hauptfigur. Sie läuft den Ereignissen nach dem immer gleichen Schema nach; statt in die arg konstruierte Handlung einzugreifen, reagiert Bigby eigentlich nur auf das, was um ihn herum passiert - und von einem spürbaren Einfluss der unter Zeitdruck gefällten Entscheidungen in den Dialogen habe ich nichts gemerkt, spielerische Freiheit wird hier doch nur vorgegaukelt. Kurzum, ich bin sehr enttäuscht von dem Spiel, gerade weil ich am Anfang einen Anflug von Begeisterung erfuhr.

Noodles 21 Motivator - P - 30219 - 9. Juli 2014 - 20:37 #

Da The Wolf Among Us nun komplett ist, werde ich es mir wohl bald auch mal zulegen. Das Film-Noir-Detektiv-Märchen-Setting gefällt mir schonmal. Und The Walking Dead fand ich super, obwohl ich da vorher sehr skeptisch war. Deswegen bin ich gespannt auf TWAU, wenn das ja sogar noch besser als TWD sein soll.

Scytale (unregistriert) 9. Juli 2014 - 20:57 #

Das nennt sich Hype-Train.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 10. Juli 2014 - 8:44 #

Oder es ist einfach nur nichts für dich. Hier gibt es ja genug Leute die es toll finden nachdem sie es gespielt haben. Oder ist das verblendeter Nach-Hype? Oder die Fanboy-Keule?

Scytale (unregistriert) 10. Juli 2014 - 9:43 #

Weil sich niemand differenziert damit auseinander setzt sondern es als Nachfolger von TWD betrachtet wird und nicht als unabhängiges Werk.

Es als besser als TWD zu bewerten finde ich unhaltbar und ich kann dir das auch argumentieren, warum bestimmte Dinge eben nicht besser gemacht sind als bei Walking Dead. Das heißt nicht, dass es ein schlechtes Spiel ist, aber dieses Rumgehype in den Comments/Steamforen, ist ein selbstläufer, der so nicht stimmt. Ich hab ne Menge Spiele gespielt, die auf Story wert legen, ne Menge Krimis und Comix gelesen, der WOlf gibt mir keinen Grund, Fables zu kaufen. Ein sprechendes Schwein ist für mich kein Selling point.

Ich kann ja mal ein treffendes SteamReview kopieren, was so ziemlich meine Einschätzung trifft.

If the Walking Dead showed us anything, it's that Telltale knows how to invest players in a story: create deep and complex characters the player cares about, throw them into one Sophie's Choice after another, and ask the player to make the call. Whether it be through hard thought, reckless impulse, social pressure, or just a glance at the timer ticking down, each decision made is yours alone, no matter how proud or ashamed you make yourself. Gameplay-wise, you're simply putting 1's and 0's into value operators. Reality-wise, you're creating a story and a world.

The Wolf Among Us doesn't buck that trend. Hard choices abound, and, somehow, the people you meet express lives more dark and depressing then we saw from a zombie apocalypse. Trying to raise a child, not having enough to pay the rent, being bullied: the strange and extraordinary residents of Fabletown are suffering from very human problems. It's not hard to sympathize with most Fables we meet, and we want to see their stories to the end.

That, however, is the game's biggest problem: if you want to find out what happens next, be prepared to pick up some comics. I've never seen a game's story rise so high to fall so low, and that's saying something.

This isn't to suggest some conspiracy theory about this being a twenty five dollar advertisement for the graphic novels. In hindsight, I realize you can't take an epic tale such as a comic series with over a hundred issues, stick someone in control of the series' main character, and expect your choices to reflect on someone so definitively pre-made. While playing as Bigby, you can make some pretty clear-cut demonstrations of his power as effective judge, jury, and executioner, but the game doesn't even try to make citizens react with any sort of concrete stance to your actions. This isn't because Telltale is lazy or incompetent, but simply because their hands are tied. You can't kill off a canon character, you can't even change who they do or don't like. The game's story is flawed at a conceptual level.

It's a real shame that what I'll remember the most is how I feel right now, ten minutes after watching the credits roll, because, while The Wolf Among Us is a mere shadow of what it could've been, I won't totally forget just how captivated I was in the midst of it all. Make no mistake about it, this game is a labor of love. Most of the dialogue is among gaming's best, and I've seen award-winning movies with characters less human than these Fables. While the animation brings you back to Playstation 2 days, the art design is personally my favorite in any game, ever: we've seen cel-shading before, but this truly is a moving, breathing comic book you can play. All of this makes for for an incredible jumping point to a potential Game of the Year.

However, in a game like this, story is everything. In the moment, you'll be interested, you'll be invested, you'll actually care. This is why it can't simply end like it does: the grand reveal, the moment everything is explained incites not shock or cries, but acknowledgements, "Yes, that does make sense." All your investment, all your time spent in the Fable's community, is for the moment alone. After the Walking Dead ended, I spent days thinking about my choices, what I could've done differently, what I learned about myself. After The Wolf Among Us ended, I simply felt sad for the characters I'd shared time with. Not because of what happened to them previously, but because I'll never know what happened next. I'll never pick up the comics; not out of hate, but out of disappointment. The Bigby displayed in those books and the Bigby I crafted over hours of commitment are two entirely separate characters. I want to know what happens next almost as much as I want to completely love this game, but when the curtains close and there is literally not a shred of closure to be had, I can't help but feel used. I look forward to Telltale's future projects and still have faith in them, but the brief vertical slice I had of such a vibrant and interesting world, one that held such absurd promise, has eventually left me wanting and sad.

I understand how, to the uninitiated passerby, it may seem like I'm making too big a fuss over an ending that's only the small part of a larger narrative. If you don't understand where I'm coming from, picture this: you're watching a movie at a theater, but the projector breaks down fifteen minutes before the end credits. Now, imagine that that you've been watching that movie for thirteen hours, and it starred your favorite actors and was made by your favorite director. And every single copy of that film is now broken at that part. But, hey, you can still read a comic version created by completely separate people, and a comic that may change the protagonist from a murderous vigilante to a gruff but fair detective.

There'll be people who're okay with that, and if you're one of them, great! By all means, enjoy this intro to a larger universe you can spend hours upon hours with. Seriously. However, if you're like me, you'll want the major character and plot arcs to at least somewhat resolve within the medium you started them in, as a reward for your investment. Like me, you'll be disappointed, and I'll point you instead in the direction of The Walking Dead.

The Wolf Among Us is like a party that destroys part of the house: great while it lasts, but messy in the end. You almost wonder whether it was worth it.
Verfasst: 9 Juli 2014

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32794 - 10. Juli 2014 - 0:43 #

Bis Freitag 18:59 auch noch im Angebot bei Steam. Für 11,49 € kann man da nicht viel falsch machen.

Noodles 21 Motivator - P - 30219 - 10. Juli 2014 - 0:50 #

Im Summer Sale war es sogar schon für etwas mehr als 7 € zu haben. ;)
Ne, so dringend muss ich es jetzt nicht haben, bin grad noch mit genügend anderen Spielen versorgt und beschäftigt. ;)

Rafael Sägemehl 14 Komm-Experte - P - 2547 - 9. Juli 2014 - 21:41 #

"Zeitkritische Dialogentscheidungen": mit der SPACE-Taste kann man pausieren und sich in Ruhe alles durchlesen und überlegen.

Ansonsten gehe ich mit dem Test d'accord, auch wenn TWD aufgrund des krassen Endes für mich immer sakrosankt sein wird. Das hat mich damals derart erwischt, das werde ich nie vergessen.

Benjamin Braun Redakteur - 282344 - 10. Juli 2014 - 9:17 #

Danke für den Hinweis, das war mir nicht bewusst. Ändert aber nichts an der Kernkritik, dass es (noch) keine deutschen Bildschirmtexte gibt. Das Pausieren nimmt außerdem ja auch irgendwo den Reiz, sich schnell entscheiden zu müssen.

Rafael Sägemehl 14 Komm-Experte - P - 2547 - 10. Juli 2014 - 18:16 #

Da hat mich das Prinzip von Mass Effect mehr gestört, wo ich zwar unendlich Zeit zum Lesen und Überlegen habe, der liebe Shepard dann aber irgendwie sagt, was er will und das, was ich ausgewählt habe, maximal als Richtschnur nimmt.
Im Gegensatz dazu entsprechen bei TWAU die Antworten 1:1 dem, was man auswählt.

Aber Du hast schon recht, wer im lesenden Englisch nicht sehr gut ist, hat schon Probleme mit dem Zeitlimit. Insoweit ist es doch gut, wenn man, sobald es mit der Zeit kritisch wird, nochmal pausieren kann. Gehört auch ein wenig Selbstdisziplin dazu...

Nokrahs 16 Übertalent - 5685 - 10. Juli 2014 - 6:31 #

Schöner Test, klasse Spiel.

Rainer (unregistriert) 10. Juli 2014 - 7:37 #

TWD und WAU verfolgen ganz unterschiedliche Ansätze. Wo TWD mit Emotionalität und Eingängigkeit punktet, gibt sich der Wolf tricky und konstruiert. Das passt sehr gut zum Konzept. Aber grade Bigby strauchelt auch bei mir mit seinem Finale, das zwar etwas Mindfuck bietet, aber mich vollkommen kalt zurückgelassen hat. Dagegen bekam ich schon bei den Creditsongs von Clems Abenteuern regelmäßig einen Kloß im Hals. Für sich genommen sind beide Serien (bisher) vollkommen geglückt, verfolgen aber eben nahezu gegensätzliche Intentionen. Und dass sich Telltale dermaßen entwickelt, hätte ich nach dem furchtbaren Jurassic Park nicht vermutet...

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 55852 - 10. Juli 2014 - 8:26 #

Frisch im Steamsale eingetütet und wird als nächstes gespielt. :)

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4666 - 10. Juli 2014 - 10:32 #

Ein Spiel, dass sich auf Story fokussiert, kann ohne spielerische Freiheit funktionieren. Dieses hier scheint aber ein weiterer Vertreter derjenigen Spiele zu sein, die Freiheit zwar vorgeben, aber am Ende nur Linearität abliefen (entnehme ich jedenfalls so dem Test), genau wie TWD.
Dann wieder QTEs, die man so oder so schaffen muss und wo bei Nichtgelingen wahrscheinlich einfach nur direkt davor neu geladen wird; kurz, man könnte sich die QTEs und die damit einhergenden Daumenschmerzen auch einfach sparen. Vermutlich gibt es aber keinen Knopf um sie auszuschalten, oder?
Immerhin gibt es jetzt eine Pausenfunktion, die es zwar meiner Erinnerung nach in TWD auch schon gab, mit der man dann aber die Antwortoptionen nicht mehr lesen konnte.

Wunderheiler 19 Megatalent - 19066 - 10. Juli 2014 - 13:52 #

Find es "toll", dass mein gemeldeter Fehler zwar behoben, aber trotzdem als "Kein Fehler" gewertet wurde...

hanshan 12 Trollwächter - 1169 - 10. Juli 2014 - 14:21 #

Schönes Finale, leider wurden die Episoden bis zum Ende hin gefühlt immer kürzer. Kann natürlich auch daran liegen, dass man die "alle Punkte anklicken um weiterzukommen" Mechanik am Anfang noch nicht so ganz durchschaut und deshalb länger gebraucht hat.

ganga Community-Moderator - P - 15590 - 11. November 2014 - 10:27 #

Da werde ich mal den nächsten Sale abwarten und zuschlagen. Dürft mir vom Setting noch mehr als TWD liegen

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