Mick Schnelle übers Pferdekaufen

Der gekaufte Held Meinung

Mick Schnelle ist unbekannt verzogen, bevor er diese Kolumne abgeliefert hat; oben ein Archivfoto für die Polizei. Wieso er floh, fragt ihr euch? Weil er weiß, was ihn nach den folgenden Zeilen erwartet. Mick findet es nämlich toll, 20 Euro für ein hübsches Pferdchen bei World of Warcraft zu zahlen. Und nicht nur das...
Jörg Langer 2. Mai 2010 - 17:50 — vor 6 Jahren aktualisiert
Anfuehrung
World of Warcraft: Wrath of the Lich King ab 3,09 € bei Amazon.de kaufen.
Ein Pferd, ein Pferd, mein Königreich für ein Pferd! Wenn Shakespeare heute lebte, würde Richard III. garantiert kein Königreich mehr für ein Reittier bieten, sondern in Blizzards Online-Shop deutlich günstiger davonkommen. Mit etwa 20 Euro nämlich. Doch während es für den britischen Thronräuber völlig selbstverständlich wäre, sein Mount zu bezahlen, scheint Blizzards "Wir verkaufen schöne Polygone für harte Währung"-Politik nicht wenigen WoW-Spielern den Untergang des Abendlandes... pardon... des Abendservers einzuleiten. Geld bezahlen für ein schnödes Pferd? Ein Sakrileg für ehrliche WoW'ler! Ich dagegen finde das prima und fordere: Mehr davon!
 
Teenager mit Weltmachts-Gebaren

Wer jetzt glaubt, der letzte Satz wäre eine typische, kühl kalkulierte Mick-Schnelle-Provokation, der dann im nächsten Satz das genaue Gegenteil folgt, der irrt (zumindest diesmal). Denn ich finde wirklich nichts Verwerfliches dabei, wenn jemand sich ein schickes Pony einfach kauft, statt sich morgens um halb vier in einen zeitfressenden Kampf gegen den Lichkönig zu stürzen. Womöglich noch mit einer nervigen Truppe voller Teenager mit dem Selbstverständnis und Gebaren einer Weltmacht. Schließlich ist WoW-Spielen für die meisten (hoffe ich) Spieler nicht Lebensinhalt, sondern nur ein netter Zeitvertreib, dem man fünf, sechs Stunden pro Woche widmet -- weil ansonsten so profane Dinge wie eine geregelte Arbeit, eine Familie und das sogenannte echte Leben warten. Genau haben viele andere Anbieter von Online-Rollenspielen längst erkannt, weswegen sie ja ständig ihre Spiele für genau diese Zielgruppe mehr und mehr anpassen. Warum sonst, werden mittlerweile die Zielgebiete in den meisten MMOs exakts markiert, kann man sich durch Itemkauf Zeit ersparen? Oder werden bei Blizzard 25er- und 10er Raids in Cataclysm neuerdings praktisch gleichgestellt, was das Abräumen von Items anbelangt?
 
Cheaten ist kein Verbrechen!

Da sind Belohnungen, die man kaufen kann, nur der nächste logische Schritt. Ich verstehe die Aufregung darum sowieso nicht. Denn spielerisch erhält davon ja niemand einen Vorteil. Schließlich ist das gekaufte Pferdchen nur jeweils so gut, wie das Mount, das man eh schon besitzt. Aber, weil wir gerade so schön beim Thema sind, mal eine ketzerische Frage: Warum sollten sich Vorteile in WoW nicht auch erkaufen lassen? Warum nicht Tränke für mehr Erfahrung, Stärke oder Skills anbieten? Warum nicht hochlevelige Charaktere offiziell von Blizzard kaufen? Wem würde das schaden? Niemandem, vor allem dann nicht, wenn man die gekauften Verbesserungen, Mounts und Helden einfach auf bestimmte Server begrenzt. Dann weiß jeder, was ihn erwartet. Und wem es nicht passt, der kann ja der reinen Lehre auf den normalen Servern frönen. Dabei bin ich mir sicher, dass binnen kürzester Zeit gerade diese Server in der Minderzahl wären..
 
Kurz vor der Hinrichtung

Bevor mich die WoW-Community jetzt steinigt, mal ein paar Gedanken über die aktuelle Welt. Denn alles, was ich aufgezählt habe, gibt es ja schon. Wer zum Beispiel Runes of Magic spielt, weiß vorher, dass einige Spieler Tränke und Equipment kaufen. Und er sollte dankbar für diese Spieler sein. Denn sie finanzieren das ganze Spiel ja erst und ermöglichen so auch den Nichtzahlern ihre virtuellen Online-Abenteuer. Aber auch in Spielen mit monatlicher Gebühr ist der Kauf von Extras nichts Neues. Wer die Collectors Edition vom Age of Conan-Addon Rise of the Godslayer vorbestellt, bekommt nicht nur Zugang zur Closed-Beta, sondern auch Erfahrungspunktetränke, nebst besonderen Begleitern. Was ist das anderes, als sich für zusätzliches Geld Boni zu erkaufen? Die Zahl der Beispiele ließe sich schier endlos fortführen. Offensichtlich haben viele Spieler kein Problem damit. Mir ist jedenfalls noch kein MMORPG untergekommen, dass wegen zukaufbarer Inhalte plötzlich nicht mehr funktioniert hätte.
 
Aber wir können auch mal weggehen von den MMOS: Niemand findet es verwerflich, dass ein High-End-PC mehr kostet als eine Standardmöhre. Schnellere Datenleitungen sind teurer als 1MBit-Zugänge. Und beide bringen ganz elementare Vorteile beim Onlinespielen – das gilt nicht nur für Shooter.
 
Weltuntergang – wo bist du?

Um nicht missverstanden zu werden. Natürlich ist mir klar, dass jemand, der sich das Pferdle auf die harte Tour als Belohnung erkämpft hat, sauer ist, weil es mittlerweile absolut nichts Besonderes mehr darstellt. Und ja, auch ich würde vermutlich die Faust in der Tasche ballen, wenn ich miterleben müsste, wie jemand dank zugekauftem Erfahrungspunktebonus seinen Helden eine Woche eher aufleveln kann, als ich braver Spieler, der sich das alles mühsam erstreitet. Aaaaaber: Es geht nur um ein Spiel, es geht nur um virtuelle Charaktere. Wie viel Spaß ich mit denen habe, hängt weitgehend von mir selber ab. Was ICH darin sehe, was ICH damit mache. Wenn ICH weiß, dass mein Held zu 100 Prozent erspielt und nicht erkauft ist, reicht mir das. Damit muss ich nicht rumprahlen. Gleichzeitig habe ICH auch kein Problem damit, mir später, so es mal möglich ist, einen weiteren Level 80-Helden zu erkaufen, einfach um mal eine andere Charakterklasse auszutesten ohne den ganzen Anfangsweg und Hochlevel-Stress nochmal durchleiden zu müssen. Oder zwischenzeitlich meinem Helden mit einem Erfahrungspunkteboost auf die Sprünge zu helfen. Dafür begebe ich mich auch gern ins Reservat der Server für Gelegenheitsspieler. Und überhaupt: Was heißt schon "WoW-Profi"? Ist es wirklich mit Können, mit Skill, verbunden, einen Level-80-Testosteronklotz zu besitzen? Oder nicht viel mehr mit extrem viel investierter Zeit, mit der Bereitschaft, die immer wieder gleichen Handlungen durchzuführen, zu farmen, auf Drops zu hoffen? Wenn dem aber so ist, wieso darf ich nicht Geld gegen Zeit eintauschen, ohne mich zu schämen?
 
Um zum Anfang zurückzukommen: In WoW steht derzeit weder ein Königreich noch der Spielspaß zum Verkauf. Es sind nur ein zugegebenermaßen schmuckes Pferdchen und ein paar knuffige Haustiere. Und selbst wenn irgendwann einmal komplette Heldenkarrieren zum Verkauf stünden, würde das Spiel absolut nichts von seinem Reiz verlieren, solange man ihn sich nicht vom eigenen Neid zerfressen lässt. Und für den, sind wir alle ja selbst verantwortlich.
 
Oder was meint Ihr?
 
Euer Mick Schnelle

Abfuehrung
Christoph Hofmann Redakteur - 55130 - 2. Mai 2010 - 18:13 #

"Niemandem, vor allem dann nicht, wenn man die gekauften Verbesserungen, Mounts und Helden einfach auf bestimmte Server begrenzt"

Wir erinnern uns an den Stormhammer Server, besser bekannt als EverQuest Legends. Wobei Blizzard mit so einem Angebot vermutlich allein durch die schiere Masse an potentiellen Nutzern, anders als Sony, nicht scheitern würde...

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 2. Mai 2010 - 18:28 #

Das Bild kenne ich schon, das müsste in dem Biergarten sein, wo er damals den Stein der Weisen gefunden hat - oder hätte, hätte ihn Jörg nicht weggebeamt.

Zum Thema. Ich stimme Mick zu. Würde mir das Mount gefallen und hätte ich nicht schon ein verdammt seltenes Flugmount (Phönix), so würde ich auch zugreifen. Als arbeitender Mensch habe ich für andere Hobbys schon mehr ausgegeben als für WoW (z.B. im DVD-Bereich 200 €uro für die Babylon 5-Special Edition oder 250 €uro für die Animeserie Fushigi no Umi no Nadia mit 10 DVD á 4 Folgen). Solange Blizzard nicht spielrelevante Dinge im Shop anbietet, bin ich wie immer ein Freund von "Jedem das Seine".
Ich habe damals für 10 €uro den Lil' KT (Pet) gekauft und den hatte ich seitdem sicherlich ~ 50 Stunden draußen. Man kann sein Geld schlimmer raushauen.

PS: Und wer Mick sucht, findet ihn ganz leicht. Einfach nachschauen, wo der Absatz alter Flugsims schlagartig ansteigt in den letzten Tagen, dort hält sich Mick auf.^^

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73381 - 2. Mai 2010 - 20:09 #

"Das Bild kenne ich schon, das müsste in dem Biergarten sein, wo er damals den Stein der Weisen gefunden hat - oder hätte, hätte ihn Jörg nicht weggebeamt."

Müßte zumindest der Biergarten nahe dem chinesischen Turm im englischen Garten in München sein.

Florian Pfeffer Freier Redakteur - 25273 - 3. Mai 2010 - 9:48 #

Kann ich bestätigen. Ich saß am letzten Wochenende an ebendieser "Mick-Schnelle-Gedächtnis-Bierbank".

Freeks 16 Übertalent - 5530 - 3. Mai 2010 - 10:02 #

Jup, sollte es sein :)

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 2. Mai 2010 - 23:17 #

Ich finds ja okay wenn man sich mal was gönnt (wobei man das dann hier nicht unbedingt noch namentlich und en Detail aufzählen muss...mein Haus, mein Auto, mein Boot...du verstehst ;)), aber darauf zielt Blizzard nicht ab.

Blizzard nimmt alleine durch die Gebühren sehr viel Geld ein, auch wenn man Personal- und Wartungskosten abzieht. Diese Gebühren haben vielen Spielern bis jetzt einen guten Schutz gegen Microtransactions geboten...bezahlt man lieber die 13€ pro Monat und hat seine Ruhe, soll heissen keiner kann sich für bare Münze einen (momentan nur optischen) Vorteil erkaufen. Es geht ja nicht um Neid, es geht um den Wettbewerb, der ja von Blizzard ebenfalls gewollt ist. Der Sammeltrieb wird so in Richtung Kaufdruck (nicht Zwang) umgelenkt.

Slomo86 06 Bewerter - 95 - 2. Mai 2010 - 18:31 #

Sehr schöner Artikel mit ein paar interessanten Gedankengängen.

Rabenschnabel 12 Trollwächter - 934 - 2. Mai 2010 - 18:40 #

"Natürlich ist mir klar, dass jemand, der sich das Pferdle auf die harte Tour als Belohnung erkämpft hat, sauer ist, weil es mittlerweile absolut nichts Besonderes mehr darstellt."

Das besondere an dem Pferd ist eben, daß man es NUR kaufen und nicht anders erspielen kann. Es bietet auch keine Vorteile gegenüber anderen (leicht zu bekommenden) Reittieren. Man spart sich mit dem 20€ also weder die Zeit das Pferd im Spiel "normal" zu bekommen noch hat man irgendwelche anderen Vergünstigungen.
Ich bin mir nur noch nicht sicher ob man über die Käufer eher lachen oder sie bemitleiden soll.

Tanatas 05 Spieler - 58 - 2. Mai 2010 - 18:40 #

Bedingt.
Solange es sich nicht um Spiele handelt, deren Ziel es ist einen - wie auch immer gearteten - Wettkampf zu simulieren.
Denn dort würde ich es ablehnen. in CS zum Beispiel, im Sport nennt man das "Doping" und das ist zurecht verboten.
Schon der Battlefield Ableger "Heroes" war extrem grenzwertig, da aber ohnehin auf Feierabend-Klamauk ausgelegt ist, noch in Ordnung.
Kurz: Wenn es sich um "Miteinander spielen" dreht, ok, bei "Gegeneinander" nicht.

bersi (unregistriert) 2. Mai 2010 - 20:33 #

"Kurz: Wenn es sich um "Miteinander spielen" dreht, ok, bei "Gegeneinander" nicht."

Mal eben in die Tüte gebrainstormed:

Du willst ICC 25er random raiden, weil der Lich King auf deinem Server schon seit Wochen von mehreren Gilden gelegt wurde und der Buff mitlerweile bei 45% angelangt ist. Du suchst also in deinem lokalen /4 nach einer Gruppe, die sich auch prompt findet. Du joinst dem Raid, bewegst dich zur Instanz. Da whispert dich der Raidleader:

"Trägst du wirklich nur T10?"
"Ja wieso?"

Du wirst ohne weitere Worte gekicked. Auf weitere Nachfrage kommt nur ein knappes:

"Haben nen anderen DD mit Store Items."

Ich denke der Gedanke wird klar. Ein "Miteinander" kann durch einen Itemstore ganz schnell zu einem "Gegeneinander" werden. ATM gibt es noch keine Items die wirklich einen Ingamevorteil bringen. Lediglich der neue Ruhestein, den man bald käuflich erwerben kann (durchs TCG), stellt ein "Vorteil"-bringendes Item dar. Wobei Vorteil hier wirklich mit Vorsicht zu genießen ist. Doch wo fängt das ganze an und wo hört es auf? Und wie wir alle wissen gibt der Erfolg einem Recht. Und wenn Blizzard Millionen durch einen Itemstore verdient, wieso sollten sie daran etwas ändern?

Tanatas 05 Spieler - 58 - 2. Mai 2010 - 21:32 #

Ist verständlich, allerdings geschieht das insbesondere bei MMOrpGs jetzt schon.
Ich wollte nur nicht meine leicht "Old-School"-Untersätze Core-Gamer Meinung untermauern.
Persönlich bin ich absolut gegen jede Form von Char-Doping, das ist für mich in etwa so als würde man beim "Monopoly" seinen Kindern Geld geben für die Straßen um nachher auch ja rumposaunen kann was man doch für ein toller Gewinner ist... ;).

bersi (unregistriert) 3. Mai 2010 - 0:12 #

war auch keine Kritik in dem Sinne. Fand den Gedanken von dir nur sehr interessant und wollte ihn etwas weiterführen :)

Arandor 10 Kommunikator - 378 - 2. Mai 2010 - 18:48 #

"Wie viel Spaß ich mit denen habe, hängt weitgehend von mir selber ab. Was ICH darin sehe, was ICH damit mache. Wenn ICH weiß, dass mein Held zu 100 Prozent erspielt und nicht erkauft ist, reicht mir das. Damit muss ich nicht rumprahlen."

Da muss ich widersprechen. Ich wage zu behaupten, dass der überwältigende Großteil der Computerspiele eine Hauptmechanik beinhaltet, die darauf basiert, dass ich als Spieler mich vergleichen kann - etwa dahingehend, dass ich BESSER als der Computer war, dass ich OBEN in der Highscore stehe oder dass mein Krieger eben STÄRKER ist als deiner. Das ist simples Denken, aber so funktionieren meiner Meinung nach die meisten Spiele.

Deshalb sehe ich kaufbare Inhalte, die spielerische Vorteile bringen, auch eher als virtuelle Penisverlängerungen. Zumindest so lange, wie es im Spiel nur eine Zusatzoption ist, ohne die man auch prächtig zurechtkommt - wenn das Spielprinzip darauf aufbauen würde, wäre es eine andere Sache.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8026 - 2. Mai 2010 - 18:52 #

Ich bin kein Freund von Scheckbuch-Spielchen. In einem reinen F2P mag mir das noch relativ egal sein, weil es genau dadurch finanziert wird, aber F2P spiele ich selten über den ersten Monat. Keine Ahnung warum. Vielleicht ist es eben diese Gefühl das man sich Hochkaufen kann, und das schmeckt mir nicht.

Wenn ein Server spez. nur dafür da ist, würde mich das auch nicht stören - eben weil ich den nie betreten würde. Ich empfinde es halt als Unfair sich XP/Dropraten+ etc Potions zu kaufen, nur weils gerade die Kreditkarte hergibt. So etwas verdirbt mir den Spass.

Und Charaktere kaufen? Vielleicht habe ich da ne andere Einstellung, aber ich spiele das Ding ja nicht um möglichst 1, 2, Fix am Levelende anzukommen um erst dann Spass zu haben, sondern eben BEIM Leveln. Wenn das Spiel die Levelerei zur Qual macht / langweilig ist, dann ist das Spiel definitiv das Falsche. CoH ist da ein Paradebeispiel, wer da am Levelende angekommen ist, der macht einen neuen Char, wenn der Char überhaupt bis zum Ende gespielt wird.

Was das Pony da bei WoW angeht... Es ist rein Optisch, also würde mich das nicht so sehr stören, auch wenn ich es nicht gerade begrüße.

Benjamin Ginkel 18 Doppel-Voter - 10252 - 2. Mai 2010 - 19:01 #

Schöner Kommentar, den ich so unterschreiben würde: "Aaaaaber: Es geht nur um ein Spiel, es geht nur um virtuelle Charaktere. Wie viel Spaß ich mit denen habe, hängt weitgehend von mir selber ab..." Genau so sieht's nämlich mal aus!
Auch wenn Viele das wohl nicht verstehen!

Larnak 21 Motivator - P - 25531 - 3. Mai 2010 - 17:28 #

Eben gerade WEIL es "nur" um ein Spiel geht, ist es wichtig, dass man Spaß dabei hat - wenn man den aber nicht hat, weil einem permanent Leute und/ oder Mechanismen des Spiels auf die Nerven gehen, dann hat man wohl auch Grund, sich zu beschweren.

Und warum man scheinbar grundsätzlich im Bereich von Dingen, die Spaß machen sollen, nicht über ernste Themen diskutieren darf, wie einem immer wieder einige Menschen erklären möchten, ist mir auch immer noch nicht klar geworden.
Gerade weil man Spaß mit etwas hat, ist man doch umso mehr engagiert und bemüht, sowohl aus interessiertem Selbstzweck, als auch, um den Spaß zu erhalten.

falc410 14 Komm-Experte - 2354 - 2. Mai 2010 - 19:36 #

Unbekannt verzogen? Soso, ich seh ihn doch regelmaessig mit seinem Bruder beim McDonalds :)

Mash (unregistriert) 4. Mai 2010 - 8:10 #

OMG - jetzt kommt es raus! Du hast nicht noch einen Cup Cake-Gutschein für uns? ;))

Anonymous (unregistriert) 2. Mai 2010 - 19:48 #

Naja im Kontext gesehen ist diese ganze Geschichte schon sehr übel.
Immerhin wirkt sich dieses Mount doch aufs Spiel aus,
denn schließlich gibt es Achivement-Jäger und Mountsammler,
die sich jetzt bestimmt ziemlich verarscht vorkommen.
Erst nehmen sie den Leuten ein gutes Stück Content weg und führen Achievements als langweiligen Ersatz ein, nur um den Leuten den dies gefällt wieder vor den Kopf zu stoßen.

Wenn man so viel Zeit investiert hat, alle möglichen Mounts zu sammeln
und die Spielregeln ändern sich dann schlagartig, ist das alles andere als lustig.

Weiterhin war da noch der geniale Schachzug, den Shop mit einer Charity Aktion zu starten und diese dann aber lustigerweise mit diesem überteuerten Idiotenmount nicht fortzuführen. So hat man viele noch in dem Glauben gelassen, ein Teil der Einnahmen würde weiterhin an wohltätige Zwecke gehen. Dies auszunutzen ist einfach moralisch das allerletzte und verdient schon keine Unterstützung.

Außerdem spielen viele doch grad ein MMO mit Abomodell,
weil sie vom fiesen Raubtierkapitalismus und sonstigen Spielregeln,
die Menschen mit mehr Geld, Macht etc. bevorteilen genug haben und abschalten wollen.Deswegen ist der RL-Vergleich mal sehr unpassend.
So etwas sollte dort einfach keinen Platz haben.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 2. Mai 2010 - 20:51 #

Es gibt rund 120 Mounts in WoW. Selbst wenn man das kaufbare und die paar verdammt seltenen abzieht, sollte man auf normalem Wege auf ~ 110 kommen. Und wegen der Charityaktion, die ist nicht verwerflicher als "Saufen für den Regenwald" oder "Kauft Kinderschokolade x, um armen Kindern in Afrika eine Schule zu ermöglichen." Das ist überall ligitim und wird kaum kritisiert, warum also bei Blizzard?

Andreas Monz 11 Forenversteher - 739 - 3. Mai 2010 - 14:56 #

Ich glaube Anonymous wollte sagen, dass die Charityaktion beendet worden ist und viele aber noch glaubten, das Pferd sei auch für einen guten Zweck.

bam 15 Kenner - 2757 - 2. Mai 2010 - 20:02 #

Die Kritik seitens einiger WoW-Spieler, wie sie auch in der Kolumne angesprochen wird, ist sicherlich nicht unbedingt nachvollziehbar.
Sieht man das aber aus der Perspektive von Jemanden der dem MMO-Genre in aktueller Form nicht unbedingt zugetan ist, gibt es doch einiges zu bemängeln.

Es findet hier einfach eine Entwicklung in diesem Genre statt, die nicht unbedingt begrüßbar ist. Solche rein kosmetischen, aber auch spielerisch nützlichen (bei F2P-Spielen) Käufe beweisen letztendlich, dass sich der Spielerfolg hauptsächlich auf investierte Zeit oder eben investiertes Geld reduzieren lässt.

Da läuft doch etwas grundlegend falsch. Spiele waren und sind eigentlich als interaktive Herausforderung konzipiert. Viele MMOs verhalten sich aber eher wie Facebook-Spiele oder andere Browserspiele. Die Herausforderung besteht lediglich darin genug Zeit zum Spielen zu finden, oder eben Geld zu investieren.
Das was MMOs und Co. so erfolgreich macht ist der soziale Aspekt, würde man diesen aber auch mit spielerischer Herausforderung kombinieren, dann wäre das Spielerlebnis so viel besser.

Blizzard braucht man da keinen Vorwurf machen, die bieten das an was gekauft wird, aber aus Spielersicht ist das keine gute Entwicklung.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 2. Mai 2010 - 20:57 #

Der Faktor Zeit > Alles andere war so aber schon vor 5 Jahren drin. Wer damals genug Zeit hatte, konnte die Topraids erleben oder gerade im PvP hohe Ränge erreichen, die Normalos mit wenig Zeit nie erreicht haben. In MMOGs gibt es immer Menschen, die Vorteile genießen, entweder durch viel Zeit oder durch einen großen Geldbeutel. Ich stimme allerdings zu, dass sich MMOGs gerade durch WoW nicht unbedingt super entwickelt haben in den letzten Jahren, gerade was die Community angeht.

Gerjet Betker 19 Megatalent - 13638 - 2. Mai 2010 - 20:25 #

Was WoW-Spieler vielleicht ausblenden:

Es gibt schon lange CashContent in WoW! Oder was sind für euch die Spezialitems und Mounts die nur durch das TCG erhältlich sind?

bersi (unregistriert) 3. Mai 2010 - 3:52 #

von denen ist aber - bis auf den neuen Ruhestein - kein Item Vorteilbringend.

Edit: Das Mount ist es auch nicht, aber man merkt, dass Blizzard sich immer mehr in Richtung von "Vorteil"- bzw. "Gleichwertig zu"-Items vortraut. Dazu eben das jüngste Beispiel: Zweiter Ruhestein.

http://www.wowtcgloot.com/ethereal_portal.htm

"Ethereal Portal
Binds when picked up
Use: Returns you to Northshire Valley. Speak to an Innkeeper in a different place to change your home location.
"The techno-sorcery of K'aresh is now yours to command.""

Loco 17 Shapeshifter - 8085 - 2. Mai 2010 - 20:39 #

Ich finds okay, finde aber die Abogebühren dann zu hoch. WENN man zusätzlich verdient, sollte man auch die Abogebühren vergünstigen und alles was gekauft werden kann, MUSS auch erspielbar sein. 5-10 Euro Abogebühr + Cash Content der voll erspielbar erfarmbar ist, wären okay.

Cohen 16 Übertalent - 4451 - 2. Mai 2010 - 21:28 #

Anscheinend werden aber sowohl die Abogebühren als auch die DLC-Preise von den Käufern angenommen. Daher sehe ich Blizzard in keiner Verpflichtung, die Preise zu senken.

Angebot + Nachfrage, die Käufer sind selbst schuld.

Melan (unregistriert) 2. Mai 2010 - 21:23 #

Ich würde keine Abo Gebühr bezahlen für ein Game bei dem ich das Gefühl hab nur weil ich nicht noch extra Geld rein stecke verpasse ich was oder ich werde nur deswegen besiegt. Außerdem glaube ich das auch Spiele wie WoW darauf basieren das man zumindest indirekt gegeneinander spielt, das "Ziel" von WoW ist es nunmal bester auf dem Server zu sein oder zumindest eine Haufen Kelchen unter sich zu haben. Den ich kann mir schlecht vorstellen das die überwiegende Mehrheit nur levelt um den nächsten Gegner Skin zu sehen oder um mehr questlogs zu lesen ;)

winthefight 06 Bewerter - 66 - 2. Mai 2010 - 21:58 #

Gut geschrieben, kann man niks gegen sagen.

Außer vielleicht die vorteilbringenden Items und den kaufbaren Helden.
Dann würde sich Blizzard selber ins Bein schiessen, man will ja die Spieler möglichst lange bei der Stange behalten um viel Geld zu machen. Macht in einem Spiel mit Monatsgebühr jedenfalls nicht so viel Sinn, da man so schneller zum Ziel käme und das Spiel somit auch schneller langweilig werden würde.

Auch das mit dem Pferd ist an sich eigentlich nichts weltbewegendes, wenn ihr wüsstet wieviel Geld Frauen in so einem Online MMO nur für Avatar Klamotten ausgeben...

xaan (unregistriert) 2. Mai 2010 - 22:16 #

Ich finde tatsächlich nichts verwerfliches daran, wenn man sich Items auch kaufen kann, anstatt sie in Wochenlanger "Arbeit" mti einer Dropchance von 0.001% zu erspielen.

Aber: Wenn ein Spiel eine Monatsgebühr verlangt, dann muss das Bezahlen für Content immer nur eine Option sein. Die Möglichkeit, sich die selben Gegenstände auch durch genügend Zeit auf Raids zu erspielen, muss einfach drin sein. Ansonsten sehe ich keine Rechtfertigung mehr für ne Monatsgebühr.

Anonymous (unregistriert) 2. Mai 2010 - 23:14 #

Nichts dagegen wenn sich jemand etwas kauft, solange er nicht so blöd ist total unverhältnismäßige Preise zuzahlen. XD

wowsuchti (unregistriert) 2. Mai 2010 - 23:22 #

blizzard hat ja mehrmals klar gesagt das es in wow nie items zu kaufen geben wird die spielerische vorteile bringen.

ich denke schon das sie sich daran halten werden.
und falls nicht wird glaube ich der aufruhr in der community so groß sein das sie das wieder zurücknehmen müssen.

den vergleich mit T10 vs. Storeitems find ich zu extrem und auch unlogisch. (unter der annahme das T10 das momentane TopTier ist.

weil wenn man sich mit echtem geld bessere items kaufen könnte als mit raiden, warum soll dann jemand noch raiden? damit würde sich ja blizzard selbst das spiel kaputtmachen.

ausserdem würde das sicher auch zu einer extrem neidgeprägten zweiklassengesellschaft in wow führen.

was blizzard die ganze zeit ja versucht zu verhindern/rückgängig zu machen, durch die ganze vereinfachung der raids und zugangsmöglichkeiten zu raids.

das hatten wir ja am anfang von wow, da gab es die winzige gruppe der hardcoreraider und den ganzen rest.

aber ich seh das ganze eh nur als testlauf für ihr nächstes mmo.
da bin ich ziemlich sicher das es da nen vollwertigen shop geben wird.

wenn man mal in ein paar tagen mit ein paar bunten pixeln
schnell mehrere millionen dollar verdient, wird das sicher auswirkungen auf zukünftige spiele haben.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 3. Mai 2010 - 9:22 #

Seh ich auch so ähnlich. Ich habe nichts dagegen sich Sachen im Shop zu kaufen die nur optischer Natur sind hab mir auch 2 Haustiere gkauft. Da Mount ist mir aber mit 20 Euro zu teuer und zu hässlich^^

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2201 - 2. Mai 2010 - 23:27 #

"Warum nicht Tränke für mehr Erfahrung, Stärke oder Skills anbieten? Warum nicht hochlevelige Charaktere offiziell von Blizzard kaufen? Wem würde das schaden? Niemandem, vor allem dann nicht, wenn man die gekauften Verbesserungen, Mounts und Helden einfach auf bestimmte Server begrenzt."
Das würde meiner Meinung nach allerdings schaden. Außer wenn, wie du sagst, das ganze nur auf bestimmte Sever begrenzt wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einem Raid nicht schaden würde, wenn ein Instand-80 Char von einem Anfänger gespielt wird. Denn wie man seine Klasse spielt, wird beim hochleveln erlernt.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7746 - 2. Mai 2010 - 23:37 #

Das einzig Verwerfliche an dem Ganzen ist der unverschämte Preis, den Blizzard haben will. Vom Preis-Leistungsverhältnis ist das so mit das unverschämteste, was mir bisher untergekommen ist, aber wenn die Spieler es kaufen...

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 3. Mai 2010 - 6:59 #

....dann macht ActiBlizz alles richtig. Angebot und Nachfrage nennt sich sowas ;) .

Tassadar 17 Shapeshifter - 7746 - 3. Mai 2010 - 16:07 #

Ja, rein betriebswirtschaftlich gesehen, macht AB da natürlich alles richtig. Andererseits mag es ja auch noch andere Blickwinkel geben und dann komme ich hier auf sowas wie Wucher, Abzocke, Ausnutzen.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 3. Mai 2010 - 17:02 #

Gerade die Begriffe verwende ich bei freiwilligen Dingen nicht. Sowas gehört zu wichtigen Dingen, z.B. hohe Spritpreise (da kann ich nicht mal nebenbei meinen Job kündigen, um diesen zu entgehen). Du willst doch die Käufer der Dinge nicht als arme Opfer darstellen, die man ja vor dem bösen AB beschützen muss.

bersi (unregistriert) 3. Mai 2010 - 0:26 #

Interessante Meinung von dem lieben Mick. Leider geht die Rechnung nicht ganz auf, denn das eigene Spielempfinden steht in einem MMO immer in Bezug zur restlichen Community. Solange die Minderheit zu kaufbaren Charakterverbesserungen oder gar vorgefertigten Charakteren greift mag die Rechnung aufgehen. Steigt diese Rate aber, so wird man einem gewissen Druck ausgesetzt um in diesem Spiel überhaupt noch aktiv mitmachen zu können.

Bestes Beispiel ist da GearScore. Mir selbst ist es zum Glück noch nicht untergekommen (trotz gerade einmal 4,6k GearScore). Doch wie in viele Foren zu lesen ist wird die Zahl derer, die einen gewissen Mindestgrad an Punkte nicht erreicht, strikt von der restlichen Community ausgegrenzt. Und dabie handelt es sich nur um ein Addon. Man stelle sich das ganze einmal mit Charakterverbessernden Items vor.

Ähnlich die fertigen 80er. Irgendwie gehört das leveln auch zur Lernkurve des Spielers hinzu. 80 Level um eine Klasse und ihre Vielfältigkeiten sind für den späteren Spielverlauf einfach notwendig.

muemmel 08 Versteher - 187 - 3. Mai 2010 - 3:06 #

Well said.

In einem MMO, auch wenn es virtuell sein mag, geht es wie in jeder anderen sozialen Taetigkeit nicht nur um's "ICH". Der Spass anderer haengt von meinem Verhalten ab und umgekehrt.

Auch versteh ich immer nicht, wieso sofort der Neid erwaehnt wird, wenn es um sowas geht. Ist es denn automatisch Neid wenn ich es nicht gut finde, dass mir jemand anderes meinen und den Spielspass vieler anderer nimmt? Ich bin neidisch, weil jemand das Spiel in meinen Augen kaputt macht?

Sollten Itemshops (mit spielersich vorteilbringend Items) in Abo-Spielen tatsaechlich Einzug halten, dann ist das Genre fuer mich jedenfalls gestorben. :o)

Mick Schnelle Freier Redakteur - P - 5838 - 3. Mai 2010 - 13:16 #

wie im wahren Leben hängt die eigene Zufriedenheit allein von dir selber ab. Denn dir wird ja nichts weggenoimmen. Das is so, als würden alle in einer Firme eine Millionen Euro verdienen und nur unzufreiden sein, weil ein anderer zwei Millionen bekommt.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 3. Mai 2010 - 14:01 #

Gab es da nicht mal Tests, bei denen rauskam, dass die LEute zufriedener mit einem kleinen Gehalt für alle statt mit einem sehr großen für die Kollegen und einem mittelgroßen für sich selber sind? Sprich statt 5.000 €uro für Kollegen und 4.000 €uro für einen selber lieber 2.000 €uro für alle.

Soul (unregistriert) 3. Mai 2010 - 1:52 #

Ich bin absolut dagegen. Sonst haben wir irgendwann Zwei-Klassen-Gesellschaften in Spielen. Der Reiche kauft sich dann alles zusammen, haut die anderen Platt und lacht sie aus.
Dann lieber einmalig 13 Euro pro Monat bezahlen und jeder hat die gleiche Chance alles zu erspielen.
Vor allem wenn der Faktor Zeit immer kritisiert wird, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Wer keine Zeit für sein Hobby oder ein MMO hat, der soll eben die Finger davon lassen.
In einem Spiel sollte meiner Meinung nach alles erspielbar sein müssen und nicht kaufbar und wer eben der bessere Spieler ist, der sollte auch mehr belohnt werden.
Wenn aber jetzt jemand alles kaufen kann, dann sollte sich der doch fragen, warum er überhaupt spielt. Das Spiel rückt bei der momentanen Entwicklung doch immer mehr in den Hintergrund. Man hat eher das Gefühl man kauft sich eine Verkaufsplattform, an der irgendwie noch ein Spiel dranhängt. Das eigentliche Gameplay rückt immer mehr in den Hintergrund und es geht nur noch darum Kasse zu machen.
Traurige Entwicklung.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 3. Mai 2010 - 5:53 #

Hehe, da fliegen ja schon ne ganze Menge Steine hier. Ich kann deine Argumentation leider nicht 100% nachvollziehen, lieber Mick, selbst wenn ich genau deiner Meinung bin. Wer so ein Pferdchen kaufen möchte, soll es tun. Ebenso wie Leute, die unbedingt ein diamantbesetztes Handy haben wollen, die sollen sich eben auch eines kaufen. Ich frage mich aber, wieso du es ok findest, 20 Euro für ein simples Mount in WoW auszugeben, auf der anderen Seite aber 7 Euro für den "Wächterfestung"-DLC zu Dragon Age als soooo überteuert (http://www.gamersglobal.de/meinung/abenteuer-auf-raten) zu erachten?

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 3. Mai 2010 - 7:07 #

Weil ein Mount spieltechnisch völlig irrelevant ist, während man bei den meisten DLCs das Gefühl hat, ohne sie Teile der Story zu verpassen bzw. das Gefühl hat, dass diese DLCs so schon im Spiel vorhanden waren und extra rausgenommen wurden. Ob mit oder ohne Mounts oder Pets im Shop, man bekommt die komplette Story in WoW.

Storyrelevante Inhalte =/= Spielereien

PS: Wie ist eigentlich das neue WoW-Buch, Mick? Lohnt es sich oder ist es so mies wie das letzte (Arthas)?

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 3. Mai 2010 - 7:17 #

Ist ein Argument. Wobei ich zumindest bei Dragon Age nicht dieses Gefühl hatte und im Nachhinein (ja, ich hab dann aus lauter Neugier doch mal zugeschlagen) muss ich sagen: Das Gefühl braucht man auch nicht zu haben.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 3. Mai 2010 - 7:59 #

Sicherlich war der DLC nicht berauschend, er gab aber einen guten Einblick in den Orden. So wwar mir erst nicht klar, dass die Wächter sogar diee verwerfliche Blutmagie im Kampf gegen die Dunkle Brut dulden. Wobei sicherlich für den Preis der DLC zu teuer war. Mein gekauftes Pet in WoW nutze ich allerdings seit dem Frühjahr jedes mal, die 10 €uro habe ich durchaus wieder drin bei der Stundenanzahl.

Mick Schnelle Freier Redakteur - P - 5838 - 3. Mai 2010 - 13:17 #

das Pferd ist genauso überteuert wie die Wächterfestung. Und ich würde bei beidem abraten. Nur ist an beiden absolut nichts verwerfliches zu finden.

hoschi 13 Koop-Gamer - 1464 - 3. Mai 2010 - 7:23 #

Micks Begründung ist "Ich mach mein Ding und die anderen ihres, warum sollte es mich aufregen was die anderen machen, schließlich gibt es wichtigeres auf der Welt." Nunja, somit kann man alles auf der Welt argumentieren. Ich meine Mick hat da sicherlich auch Recht, jeder sollte tun und lassen können was er will, aber bei einem Community-Spiel guckt man doch was die anderen machen und da haben solche Aktionen wie das mit dem Pferd schon einen faden Beigeschmack wie ich finde.

Ospel 08 Versteher - 169 - 3. Mai 2010 - 7:38 #

Warum die Panik ?

Blizzard geht doch nur mit dem "Trend". Auch Spielefirmen sind halt immer auf der Suche Zusatzeinnahmen zu generieren. Das hat leider in der Regel wenig mit Gerechtigkeit beim Spielen zu tun, sondern eher was mit Marktwirtschaft.
Vorteile beim Spielen kann man auch bei "Goldfarmern" käuflich erwerben. Die Diskussionen darüber damals gingen übrigens in die gleiche Richtung wie heute hier.
Warum sollte Blizzard denn diesen offensichtlich vorhandenen lukrativen Markt jemand anderem überlassen ?
Natürlich müssen Sie etwas "moderater" bei der Auswahl der Kaufobjekte vorgehen, um die anderen zahlenden Kunden nicht vor den Kopf zu stoßen, aber bei Erfolg werden sie das Angebot ständig erweitern.

Früher gab es externe Firmen die gegen Bares deine Suchergergebnisse bei Google nach oben trieben. Inzwischen kannst du das direkt bei Google selber bezahlen. Die sind doch nicht blöd...

Warum breitet sich denn der tolle "Downloadcontent" wie eine Seuche aus ? Weil er eine gute Möglichkeit ist dem Kunden weiter Geld aus der Tasche zu ziehen und einen "Weiterverkauf" zumindest zu erschweren...

Das ist der Trend wo es hingeht, auch wenns mir nicht gefällt. Ist nur noch ne Frage der Zeit, bevor es auch beim Thema "In Game Werbung" zu "innovativen" neuen Lösungen kommen wird, die natürlich für uns Verbraucher nur Vorteile bringen.

Vaedian (unregistriert) 3. Mai 2010 - 10:14 #

Schonmal gehört, Herr Schnelle, "Der Weg ist das Ziel."

"einen weiteren Level 80-Helden zu erkaufen, einfach um mal eine andere Charakterklasse auszutesten ohne den ganzen Anfangsweg und Hochlevel-Stress nochmal durchleiden zu müssen"

Das ist so ein richtig schöner Schlag ins Gesicht jedes Spieledesigners. Als wäre alles unter dem Max-Level nur nutzloses Beiwerk, was man möglichst schnell hinter sich bringen sollte. Sich im gleichen Atemzug über nervige Teenager aufzuregen, ist schon ziemlich heuchlerisch.

Auch die Einstellung, dass es nur einen selbst angeht, was man in einem Spiel treibt, ist grundlegend falsch. Warum spielt man denn ein Multiplayerspiel und gerade ein MMO? Weil man sich mit anderen messen will, den Wettkampf mit anderen Spielern sucht, den einem KI's nicht bieten können. Charaktere oder Beiwerk zu kaufen, verfälscht diesen Wettkampf und ist dementsprechend zu ächten.

Ich habe mehr Respekt vor echten Cheatern die offen zugeben, dass sie sich unfaire Vorteile verschaffen, als vor Holzköpfen die die kapitalistisch motivierten PR-Lügen der Publisher schlucken und anschließend noch selbst verbreiten.

Meinungsfreiheit ist eine tolle Sache, oder?

Mick Schnelle Freier Redakteur - P - 5838 - 3. Mai 2010 - 13:23 #

"kapitalistisch motivierten PR-Lügen der Publisher" ... "ächten" "ehrliche Cheater" herrlichere Ausdrücke. Wenn der Weg dein Ziel ist, nimmt dir das doch niemand weg. Welcher Spielspaß geht dir denn verloren? Du kannst gekaufte Charaktere ja leicht ignorieren.
Was du willst, ist etwas anderes. Eben, dass jeder andere Spieler das genauso sehen muss und schreibst gleich vor, warum man MMOs spielen soll (und darf).
Und das mit dem "Respekt vor ehrlichen Cheatern" solltest du vielleicht doch mal überdenken. Denn ehrlich ist nur der zahlende Kunde

Vaedian (unregistriert) 3. Mai 2010 - 20:57 #

Das einzige Argument, was ich gelten lassen würde, ist, dass die Beschaffung derartiger Vorteile, wie du sie beschrieben hast, Teil des Spiels sind. Damit würdest du natürlich ausdrücken, dass es für dich keine Grenze zwischen realer und virtueller Welt gibt.

So wie du MMO's darstellst, spielt jeder nur für sich allein, doch das ist schlicht falsch. Alles, was du tust, hat bei einem Spiel mehr bei anderen weniger Einfluß auf alle anderen Mitspieler. Für mich liegt darin der Sinn eines Multiplayerspiels und ganz besonders eines MMO's. Während ein Pferd natürlich einen vernachlässigbaren Einfluss auf das Spielgeschehen hat, so wird das nur der Anfang sein. Itemshops & Co verfälschen den Wettkampf und führen so das eigentliche Multiplayererlebnis ad absurdum.

Natürlich ist das Internet frei und ebenso die Spiele darin. Ich habe kein Problem mit speziellen Servern oder ganzen Spielen, bei denen die Kunden sich "hochkaufen" können. Da diese Spielweise jedoch das genaue Gegenteil zum klassischen Multiplayerspiel darstellt, erwarte ich von den Betreibern eine strikte Trennung der beiden Spielmodelle. Eine Vermischung, wie sie mit dem berühmten Pferd begonnen hat, halte ich für einen fatale Fehlentscheidung.

Oh und vielen Dank für das Kompliment über meine Wortwahl, oder wie war der Aufhänger zu verstehen? ;)

Porter 05 Spieler - 2981 - 3. Mai 2010 - 10:27 #

Pff, ich bin eh schon lange weg von dem ganzen scheiss :)

in meinen Lifetime account bei LOTRO guck ich zwar ~jede Woche mal wieder rein aber ich werds von meinen Freunden abhängig machen ob ich dem neuen Star Wars MMO eine Chance gebe... ansonsten fesselt mich da garnixmehr

diese aufgeblasenen WOW/AOC/EQ2/ROM/AION Spiele sind nur noch was für Teenies, mit zuviel Freizeit und Geld selbst wenn jetzt wieder jemand meint bei AOC spielt man mit mehr "niveu" belügt er sich selbst :)

Vaedian (unregistriert) 3. Mai 2010 - 11:52 #

Nene, das mit AoC stimmt schon, genau wie mit den anderen.

Versuchs mal mit Eve Online. Da rennen zwar auch ne Menge Pappnasen rum, aber immer kannst du sie mit echten Konsequenzen abschießen, anstelle von Respawns im 30 Sekunden Takt :).

Porter 05 Spieler - 2981 - 4. Mai 2010 - 9:45 #

ja das sieht ja alles ganz dufte aus und kann sicher auch spass machen aber wenn ein mmo mich erstmal ewig viel einarbeitungszeit kostet dann ist das auch nix, ich bin alt und will schnelle bzw. auch gemütliche Unterhaltung :)

Andreas Peter 11 Forenversteher - 612 - 3. Mai 2010 - 11:24 #

Gegenfrage Herr Schnelle: MÜSSEN wir denn wirklich alle Lebensbereiche kommerzialisieren, jetzt schon auch unsere Freizeit-MMORPG-Welten?

Muss überall in gänze das Scheckbuch regieren?

Ist doch lächerlich. Ist ja schon wie in der Schule: Wer dank Papas klammen Geldbeutel keinen ADIDAS-Schulranzen hat, wird dann demnächst ausgelacht.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 3. Mai 2010 - 12:01 #

Demnächst? Das war schon vor 20 Jahren teilweise so.

Mick Schnelle Freier Redakteur - P - 5838 - 3. Mai 2010 - 13:26 #

ausgelacht wird nur, wer sich auslachen lässt. Deine MMORPG-Welten sind natürlich kommerzialisiert, damit will der Hersteller ja Geld verdienen. Und wie hier bereits mehrfach gesagt: Ignoriere einfach Leute, die dir nich tpassen. Dir wird dadurch nichts genommen. Denn du bekommst ja nicht weniger, andere bekommen mehr.

Andreas Peter 11 Forenversteher - 612 - 3. Mai 2010 - 19:11 #

Ich habe absolut nicht gegen Kommerz und freue mich für Blizzard, mit ihrem offensichtlich tollen Produkt viel Geld zu verdienen und vielen Leuten eine unterhaltsame Freizeit zu bereiten.

Ich übe mich auch gerne in buddhistischem Gleichmut, WoW ist da eine grossartige Möglichkeit die Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

>Denn du bekommst ja nicht weniger, andere bekommen
>mehr.

Nochmal auf die Grundfrage zurück: Muss man denn unbedingt alles wirklich so weit kommerziell ausschlachten, wie es geht? Kann man nicht die Spielregeln so belassen, dass zumindest der Eindruck der Chancengleichheit in z.B. WoW gewahrt bleibt? Ist das nicht auch immer ein grosser Reiz dieses Spieletyps gewesen?

Mir ist schon klar, dass die Generation der Jambo-Sparabokäufer und Klingeltonkids jetzt Geld verdient und in den MMOs keine Hemmschwelle hat, für 's virtuelle pimpen Geld auszugeben. Schön finde ich die Entwicklung nicht - ich würde mich freuen, zumindest in virtuellen Welten vom Schwanzvergleich Geldbeutel vs. Geldbeutel verschont zu bleiben.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 3. Mai 2010 - 14:03 #

Dann bleiben noch die guten alten Pen und Paper Runden... *träum*

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 3. Mai 2010 - 14:01 #

Ich hätte nichts dagegen. Kann ich bei GamersGlobal dann bald auch gegen Bares in den U4-Stand erhoben werden. Oder darf es sich nur auf nutzlosen Zierrat beschränken wie Spendermedaillien? Laut Mick Schnelle ja nicht unbedingt. ;)

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 3. Mai 2010 - 14:35 #

Ich hätte nichts dagegen. Mir schwirren schon lange ein paar Texte im Kopf herum, nur leider müsste ich erstmal Zeit haben, noch ein paar News zu schreiben :/ .

Anonymous (unregistriert) 3. Mai 2010 - 14:48 #

Das einzige Problem mit dem Mount ist für mich der Preis.
Die Diskrepanz zwischen Herstellungskosten, quasi nicht
vorhandenen Stückkosten und dem Stückpreis!
Jaja, die Leute haben sich das alle freiwillig gekauft,
zumindest die, bei denen keine Form der Onlinesucht vorliegt.

Sicherlich kann man Scheckbuch-Spiele machen, nur, wer will die
spielen? Ich nicht, dafür habe ich zu wenige Millionen auf dem Konto!

Natürlich, Zeit ist Geld, deshalb habe ich auch keine
Chance gegen Schüler und Arbeitslose, die den
ganzen Tag zocken können. Auch wenn ich bei
Trackmania Nations ganz gut fahre, so verliere ich
in der Weltrangliste doch dauern an Plätzen und
habe als Neuling auf Kursen mit "Cuts" keine Chance.
Aber an dem Tag, an dem links an mir ein
100-Euro-Audi-R8-Mount" am mir vorbeizieht, suche
ich mir ein anderes Spiel!

KenchU 06 Bewerter - 78 - 3. Mai 2010 - 15:06 #

Laso meinetwegen kann mit dem Mount rumrennen, wer will. €20 für nen Galopper auszugeben, käme mir nie in die Tüte. Da es dazu ein spezielles Mount ist und nicht eines gekauft werden kann, welches man durch ansonsten nur durch einen speziellen Erfolg (ZA-Bär, Phoenix, Ulduar-Drachen, Arthas-Pferd) bekommen kann, ist mir das auch egal, daß da langsam jeder mit rumrennt. Letzteres sorgt vereinzelt schon für gewine: In Dalaran hat sich letzte Woche in /2 schon jemand aufgeregt, daß ja shcon so viele das geliche Mount haben, wie er selbst. ich schätze, da dachen viele, die Mounts wären limitiert...

Ansonsten: Wenn das teil wenigstens schön wäre...

Anonymous (unregistriert) 3. Mai 2010 - 16:06 #

"Und überhaupt: Was heißt schon "WoW-Profi"? Ist es wirklich mit Können, mit Skill, verbunden, einen Level-80-Testosteronklotz zu besitzen? Oder nicht viel mehr mit extrem viel investierter Zeit, mit der Bereitschaft, die immer wieder gleichen Handlungen durchzuführen, zu farmen, auf Drops zu hoffen? Wenn dem aber so ist, wieso darf ich nicht Geld gegen Zeit eintauschen, ohne mich zu schämen?"

Häh? Der Weg zum Superhelden ist in diesem Spiel, das du spielst, langweilig? Deshalb sollte sich der Dauerzocker darauf nichts einbilden? Deshalb möchtest du diesen Helden für echtes Geld kaufen? Damit du etwas hast, worauf man sich schon als Dauerzocker nichts einbilden kann? Du willst ihn aber schnell für echtes Geld haben, um dann was genau damit zu tun? Einmal mit deinem schicken neuen Helden auf den Endboss zu schlagen und ihn umfallen zu sehen?

Kennst du diese Typen, die sich in Afrika das sauteuer bezahlte Großwild direkt vor die Flinte treiben lassen? =)

Anonymous (unregistriert) 3. Mai 2010 - 17:52 #

Werd nie verstehen, warum Leute für dieses RPG für Arme u. Daus auch noch zahlen. Ich fands nur primitiv u. anstrengend. Nicht mal wenn man mich bezahlen würde, würde ich meine Zeit dafür verschwenden. Wenns mehr Anspruch u. Komplexität HÄTTE, dann vielleicht.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73381 - 3. Mai 2010 - 17:55 #

Ganz schon mutig im Glashaus mit Steinen zu werfen ;).

Gewinnmaximierer (unregistriert) 3. Mai 2010 - 17:54 #

Ich finde man sollte pro Mouseklick in WOW bezahlen müssen.

McFareless 16 Übertalent - 5556 - 3. Mai 2010 - 18:59 #

Haha :) Eigentlich keine schlechte Idee Gewinnmaximierer...

Anonymous (unregistriert) 3. Mai 2010 - 22:28 #

Ich hatte mal einen Kollegen, der hat sein Physikstudium wegen WoW aufgegeben bzw. aufgeben müssen; dann hat er mit dem Online-Zocken aufgehört und alle dachten, jetzt ist er endlich clean und bekommt noch die Kurve.

War aber nicht so, denn Wochen später hat er bei der Hotline angerufen und denen was vorgeheult, darauf hin haben die ihm alle Gegenstände, die er erspielt und gelöscht hatte wieder reaktiviert.

Schlussendlich ist er heute doch clean, weil er erkannt hat, dass
z. B. alle Gegenstände, die er sich mühsam erspielt und vernichtet hatte, durch einen Hotlinemitarbeiter innerhalb von ein paar Stunden auf den Schirm beamen lassen; ergo nix wert sind!

Das lässt sich auf Level 80 Charaktere, auf Gegenstände, Haustiere und auf jeden anderen Kram in WoW übertragen; erst recht, wenn man das virtuelle Zeug jetzt auch noch kaufen kann, ist das arm!

Also, erstens, der Typ bin wirklich nicht ich; heute hat er eine Umschulung gemacht, übt einen ordentlichen Job aus und hat eine Familie, gräbt seinen Schrebergarten um, hat also was erreicht, nicht zu vergleichen mit irgendeiner virtuellen WoW-Kacke!

Anonymous (unregistriert) 4. Mai 2010 - 15:33 #

Aha, also wieder jemand der seine Freiheit verkauft hat.
Die Körperfresser haben ein weiteres Opfer gefunden.
Befriedung durch ABM im Schrebergarten.
Arbeitszwang durch sozialen Druck (Frau+Familie).
Und als Sahnehäubchen oben drauf die 50%-Wahrscheinlichkeit,
durch eine Scheidung so richtig schön ins Klo zu greifen und
auch noch schön viel Kohle beim Anwalt abzudrücken.

Als das staatlich gefördert und vom BVerG als heilsbringend
abgesegnet. Prost Mahlzeit!

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8026 - 4. Mai 2010 - 17:12 #

Haha, ja so könnte man das RL bezeichnen, wenn die Spiele die Gesellschaft dominieren würden und Ehe & Co. erst vor 20 Jahren das Licht der Welt erblickt hätten. Kudos! ;)

winthefight 06 Bewerter - 66 - 4. Mai 2010 - 22:21 #

Zur Zeit sieht es aber so aus als ob die Ehe in Rente gehen würde :P

Tanatas 05 Spieler - 58 - 3. Mai 2010 - 23:37 #

Äh, öhm, also so gesehen.
Ich bin wirklich kein freund von WoW, das ist unter meinen 13MMOrpGs das einzige welches nicht mal´s den Probemonat überstanden hat.
Aber Schrebergärten, ich weiß ja nicht ob man sich damit nicht von einem "Freak"-Bereich in den nächsten begibt. ;)

Hoschimensch 14 Komm-Experte - 2045 - 4. Mai 2010 - 12:09 #

Meines Wissen gibt es das Wow-Mount doch nur zum Kauf oder auch wenn man spielt? Ist mir eigentlich auch egal, trotzdem kann ich nicht verstehen was an einem Mount, dass meines Wissens auch keine nennenswerten Vorteile bringt so toll sein soll, dass ich 20 Dollar dafür zahle. Ich glaube dass das größte Thema bei der Sache der Preis ist und ob Blizzard denn wirklich dieses Geld nötig hat. Ansonsten geb ich Mick Schnelle aber schon recht.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 4. Mai 2010 - 14:14 #

Es gibt dasselbe nur mit mehr Texturen bei Arthas. Sprich man bekommt das Sparprogramm halb durchsichtig für einen 20er, das Original gibt es dann für die Topraider.
Aber ob Unternehmen Geld nötig haben? Hat mancher Schokoladenhersteller etwas einen €uro für seine Ware nötig oder reichen nicht auch 50 Cent? Wenn die Leute auch 50 €uro zahlen würde, würde ActiBlizz auch einen 50er nehmen. Angebot und Nachfrage halt.

muemmel 08 Versteher - 187 - 5. Mai 2010 - 23:06 #

*sigh* Solche Meinungen koennen tatsaechlich nur von einem Hardcore Kapitalisten kommen, der an seinem System absolut keine Maengel sieht und mit der Ueberzeugung eines religioesen Fundamentalisten jegliche Kritik abweist, weil sein System ja perfekt ist.

Haette WoW mit solch einem System angefangen, bezweifel ich sehr stark, dass der Coregamer Markt der das Spiel erst wirklich erfolgreich gemacht und die Tueren fuer die Casuals geoeffnet hat, sich das Spiel auch nur angeschaut haette.

Jetzt ist das natuerlich eine andere Geschichte. Blizzard ist mitlerweile auch ein verdammt grosser Name ausserhalb des Core Bereichs. Oder will mir jemand erzaehlen, dass die 11 Millionen Spieler weltweit allesamt Coregamer sind, bei einem derartigen Nischendasein welches der PC zurzeit in eben jenem Bereich inne hat?

Wie wuerdest du es finden, eine Zeitschrift/Zeitung im Abo zu haben und Geld dafuer zu bezahlen, auf die wirklich wichtigen Nachrichten die den Wettbewerb beeinflussen aber nur Zugriff zu haben, wenn du extra hinlegst?

Richtig, der Vergleich hinkt. Da es keine echtere Welt als die echte gibt, die Einfluss auf diese nehmen koennte. Deshalb lassen sich Analogien auch schwer machen.

Worauf ich hinaus will; du kannst die echte Welt nicht mit einer virtuellen Vergleichen und die gleichen Regeln auf diese uebertragen, wenn eben nicht die gleichen Regeln dafuer gelten.

Wenn jemand ein Spiel spielen will in dem man zusaetzlich zum Abo Geld hinlegen muss um wettbewerbsfaehig zu bleiben, soll er das tun. Ich und viele andere wollen das nicht, sonst gaebe es diese Diskussion nicht. Hier hat weder jemand recht, noch unrecht.

Die Spieler werden sich einfach andere Spiele suchen, in denen dieses System noch keine Anwendung findet. Bis sich das aendert usw. usf.

Kurz: Leuten wird ihr Spass an einem Spiel geraubt, den sie nun mal genau aus diesen Regeln - und keinen anderen - erhalten und ziehen weiter zu "besseren" virtuellen Welten.

Mick, deine Ansichten sind so egoistisch wie es nur geht. Was dir gefaellt, was dir Spass macht, was du in Ordnung findest, muessen gefaelligst auch alle anderen in Ordnung finden. Dein Weg ist der einzig richtige, sonst wuerdest du nicht argumentieren, dass die Leute ihren Spass gefaelligst so haben sollen, wie du das fuer richtig haelst.

Mit sojemandem kann man nicht argumentieren, da er einfach alles ignoriert, was ihm vorgebracht wird. Weisst du wer noch so handelt? Die Kreationisten, die jedes Argument ignorieren, welches ihnen nicht in den Kram passt. Deshalb bist du fuer mich auf einer Stufe eines religioesen Fundamentalisten.

Sollte mir jetzt jemand mit "argumentum ad hominem" kommen, soll er es gleich bleiben lassen. Mick argumentiert genau auf diese Weise und genau aus diesem Grund kann ich auch nur so antworten.

Es geht hier nicht um Dinge, die das Spiel faktisch schlechter oder besser machen, sondern um Dinge, die das Spiel subjektiv besser oder schlechter machen.

Dieser Artikel steht sicher nicht umsonst im Meinungsbereich. Auch wenn ich die Argumentationsweise selbst fuer eine Meinungskolumne fuer niveaulos halte. Mick scheint ja gerne zu polarisieren.

Sorry fuer die wall of text, das hat mir jetzt einfach am Herzen gelegen.

Edit: Um das klar zu stellen, weil es aus dem Text nicht hervorgeht und sehr leicht missverstanden werden kann. Ich setze dich nur in Sachen Argumentation und Ueberzeugung (und teilweise Hypokrisie)auf die Stufe eines Fundamentalistens und zwar auch aufgrund anderer Kolumnen deinerseits. Ich hab keine Ahnung, wie du sonst handelst und es interessiert mich auch nicht, da es nichts zu dieser "Diskussion" beitragen wuerde.

Das mit dem Hardcore Kapitalisten war reine Spekulation aufgrund magerer Fakten, dafuer entschuldige ich mich.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 6. Mai 2010 - 7:09 #

Man sollte auch nicht übertreiben. Bei all den wirklich wichtigen Problemen sollte man solche Spielereien in WoW als das sehen, was sie sind: Belanglose Spielereien in einem belanglosen Spiel. Wenn Blizzard für Mounts Geld verlangt, sterben nicht automatisch Menschen in Afrika und der Klimawandel wird davon auch nicht beeinflusst.

WoW ist ein Spiel unter vielen. Nicht mehr und nicht weniger.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8026 - 6. Mai 2010 - 9:21 #

Ich bin kein großer Freund von dem Spruch: Es ist nur ein Spiel. Für die meisten ist es das sicher, aber wenn mein Leben zu 50% aus Games besteht, dann ist das alles nicht so mehr einfach. Mit der ganzen Vernetzung heutzutage verlagert sich das halt alles ins Digitale. Ob das gut ist? Steht auf einem anderen Blatt. Ich bin Gamer mit Leib und Seele, so wie andere ihren Sport zum Spass oder Wettkampf betreiben oder wieder andere sich am Abend die Birne zuknallen ( was ja irgendwie heute Legitimer ist, als sich als Gamer zu "Outen"). Wer also die meiste Zeit im Wachzustand in MMO's verbringt, dem stehe ich es zu, das es mehr als "Nur ein Spiel" ist.

Ich finde es jedenfalls sehr Heuchlerich einerseits die hälfte des Tages in Spielen unterwegs zu sein, während seiner Kaffeepausen an Spiele zu denken, noch Tage später über ein Ereignis in einem Spiel verärgert zu sein und dann zu behaupten: It's only a freakin' Game. Für mich ist es eine Lebenseinstellung und ich stehe dazu. ;)

Das ist jetzt aber eher als "Lanzenbrechen" zu verstehen, meine MMO Zeiten sind eingeschlafen...

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 6. Mai 2010 - 9:31 #

Das ist allerdings nicht das Problem von Mick (oder mir), wenn einige Leute so in WoW versumpft sind, dass sie kaufbare Dinge als Angriff der bösen Realität auf ihren "erkämpften" Status betrachten. Auch ich habe nach Addonrelease meine 4-8 Hardcorewochen, trotzdem weiß ich auch da noch, dass WoW nur eine kleine Nebensächlichkeit ist.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8026 - 6. Mai 2010 - 10:44 #

Naja, wie heisst es Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. ;) Spielregeln zu verändern während einer Veranstaltung sind verpöhnt, egal bei welchem Spiel. Das Stört nur die nicht, die sich davon Vorteile versprechen. Das ist im Skat nicht anders als im WoW. Keiner beschwert sich bei RoM über XP Potions weil das nunmal das Geschäftsmodel darstellt - so wurde es gestartet, damit musste man sich abfinden, wer da dann Jammert hat für mich auch einen an der Waffel.

Wie gesagt, das mit dem Pony ist mir quasi egal, weils halt mehr ne Optik Geschichte darstellt - wobei der Sammler von Game-Items dazu natürlich eine ganz andere Einstellung hat. Ich seh das aber eher als ein Testballon für noch mehr Buyed Stuff. Ich befinde mich ja zZt in meiner dritten WoW Pause und die hält immer so 1-2 Jahre an, es würde mich Ärgern wenn bis dahin das ganze System auf den Kopf gestellt ist. ;)

Final Note: Ich vertraue aber Blizzard, bisher haben mich die Jungs & Mädels ned enttäuscht.

Freynan 11 Forenversteher - 536 - 21. Mai 2010 - 1:40 #

Erst sind es Serverwechsel, dann Namensumbenennungen, dann Rassenwechsel, dann “werbe einen Freund und levele im Eiltempo bis 60”, dann Pets, dann Mounts und schwups findet sich WoW in der Free2Play Zweitvermarktungsecke wieder, auf die die Spieler gaaaaaaanz sachte vorbereitet wurden.

In einem Spiel sollten für jeden Spieler - zumindest in der Theorie - die selben Voraussetzungen gelten. Das ist selbst bei einem unwichtigen Pisselmount, dass außerhalb des Spiels an sich zu beziehen ist, nicht mehr gegeben.

Wenn ich ein Spiel umsonst in Anspruch nehmen kann, habe ich keinerlei Rechte, etwas zu verlangen, doch wenn ich meine 13 Euro dafür berappe, dann zahle ich dafür, dass eben alle nach den selben Regeln spielen. Das beinhaltet eben auch, dass ich ohne einen Pfennig mehr zu zahlen, sämtliche Inhalte erleben kann.

“Und selbst wenn irgendwann einmal komplette Heldenkarrieren zum Verkauf stünden, würde das Spiel absolut nichts von seinem Reiz verlieren, solange man ihn sich nicht vom eigenen Neid zerfressen lässt.”

Dem möchte ich doch entschieden wiedersprechen.

1. Wer nicht voll Pro und auch kein Casual ist, auf den dürfte WoW schon lange keinen sonderlich großen Reiz mehr ausüben.

2. Wäre ein Spieler ernsthaft neidisch auf jemanden, der sich Erfolg in einem Spiel erkaufen muss, oder wäre er eher Sauer, dass dann für andere nicht die selben Regeln gölten, wie für ihn selbst?

Zum Abschluss:

Was viele bei der ganzen “Denkt doch mal an die Casuals Debatte” leider vergessen, ist das gemeinschaftliche Spielvergnügen. Hey man, was war es damals ein Kraftakt regelmäßig 40 Leute für den MC zusammen zu bekommen und dann teilweise 8 Stunden am Sonntag darin zu verbringen, alleine bis zu einem 5er Instanzeineingang 20 Min. zu laufen und nicht per Questhelper direkt alles angezeigt zu bekommen. Oder hat schon einmal jemand versucht die “kleinen” 5er Instanzen BRD oder Maraudon mit entsprechendem Level in einem Run zu säubern? Ja, alles dauerte Ewig und drei Tage, doch man hatte Zeit sich mit anderen Auszutauschen, es wurde sich geholfen, Fragen beantwortet und und und.

Heute heißt es: Gear Check 1,2,3, ab in die Ini, Raus aus der Ini und allenfalls für 5er Dailys findet sich ab und an noch ein Mitstreiter. Vom Umgangston gar nicht erst zu reden. Die Tatsache, dass man für “Erfolg” auch nicht mehr so sehr auf eine Gilde angewiesen ist, haben auch nicht zur Verbesserung des Spielklimas beigetragen.

Naja, Cataclysm wird sich zwangsläufig noch einmal angeschaut, aber ansonsten setze ich meine Hoffnungen im MMORPG-Bereich eindeutig auf SWTOR.

Advocatus Diaboli 05 Spieler - 50 - 13. September 2010 - 16:12 #

ich würde mir ja lächerlich vorkommen mit einem gekauften mount durch die gegend zu reiten.
wenn dann leute noch damit posen wirds richtig peinlich.
leider teilen diese einstellung nicht viele mit mir, wäre es aber so hätte das ganze keine zukunft.

ich finde es einfach falsch in die virtuelle welt durch mittel der realen welt (also geld) eingreifen zu können.
dadurch geht der ganze flair des spiels verloren.
zum glück spiel ich kein wow mehr.

KikYu0 (unregistriert) 15. November 2010 - 21:48 #

Ich finde auch in der World of Warcraft sollten alle gleich sein, gleiche Chancen haben, unter gleichen bedingungen Spielen.
Für ~10€ "Zugangsgebühr" bekommt jeder das gleiche, jeder wird gleich behandelt - und so sollte das auch bleiben.

Solange die Leute die Geld investieren keine wesentlichen Vorteile mir gegenüber haben habe ich auch kein Problem damit das Blizzard etwas Kohle aus solchen Leuten presst, hey für einen guten zweck Kauf ich mir sogar gern ein kleines Panda Haustier.

Wenn es aber um wirkliche spielerische Vorteile geht, mehr Skills, mehr XP, mehr Talente - da hört der Spaß auf.

Sorry Mick Schnelle aber das wäre No-Go, und ich denke das sehen viel viel mehr Menschen so als dir Lieb ist, extra Server für privilegierte Zahlende Kunden ? - Viel Spaß dort - ohne mich.

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