eShop-Check: How to Survive
Teil der Exklusiv-Serie eShop-Check

PC 360 PS3 WiiU
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27. Juni 2014 - 14:48 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Jede Woche stellen wir euch ein interessantes eShop-Spiel (WiiU, 3DS oder Virtual Console) vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Um diese Rubrik kümmern sich unsere User CptnKewl und mrkhfloppy.

Während Zombies außerhalb des Nintendo-Mikrokosmos‘ längst zu Personen des öffentlichen Interesses geworden sind, halten sich ihre Auftritte beim Traditionshersteller in Grenzen. In dem Actionspiel How to Survive kehren die Untoten nach ZombiU (GG-Test: 7.5) und The Walking Dead - Survival Instinct (GG-Test: 3.0) auf die WiiU zurück. Wir haben die Invasion begleitet und berichten euch von unserem von schräg oben gezeigten Überlebenskampf im heutigen eShop-Check.
Umzingeln lassen solltet ihr euch nicht, dann nützt auch die beste Waffe wenig.
Meuchelnder Robinson Crusoe 
Ein verzweifelter Notruf auf See, ein einsamer Strand und das Stöhnen eines Sterbenden: How to Survive versetzt euch in die klassische Rolle des Überlebenden auf einer einsamen Insel. Nach dem ersten Botengang für Heilkräuter erlangt ihr als Dank einen Holzknüppel und sollt nach weiteren Überlebenden suchen. Die letzten Warnungen eures Auftraggebers gelten den bösen Gestalten, die auf dem Eiland ihr Unwesen treiben. Schneller, als euch lieb ist, werdet ihr den ersten Zombies begegnen und eure Keule schwingen müssen. Haben die Untoten genug Schaden erlitten, könnt ihr mit einem letzten Tastendruck ihr Schicksal besiegeln. Die finalen Schlagfolgen sind geschmeidig animiert und geizen nicht mit dem roten Lebenssaft.

Nachdem ihr euren Weg mit zahlreichen Leichen gepflastert habt, begegnet ihr Ramon, der rein zufällig ein Boot besitzt. Für dessen Reparatur müsst ihr natürlich die Ersatzteile suchen. Gut vertonte, englische Dialoge treiben diese Minimalgeschichte voran, ihr selbst seid aber stumm. Die Figuren bleiben platt und der sich bietende Raum für moralische Dilemmas wird nicht genutzt. Die meisten Aufgaben im Spiel bestehen aus Botengängen, die euch von Pontius zu Pilatus führen. Offenkundig zur Spielzeitstreckung gedachte künstliche Levelbarrieren nerven.

Ihr betrachtet das Geschehen aus einer isometrischen Perspektive und könnt Zeuge schöner Lichtstimmungen werden. Die Flora und Fauna der Insel sind grafisch solide, wenn auch leicht matschig in Szene gesetzt, Kantenflimmern und geringe Abwechslung trüben die Optik zusätzlich. Karte und Inventar sind auf das WiiU-Gamepad ausgelagert.

Karte und Inventar sind auf das Gamepad ausgelagert, Markierung wichtige Orte wie Wasser- und Feuerstellen erleichtern die Orientierung. 
Crafting: Auf den Spuren von MacGyver 
Das Spiel besitzt einen steten Tag- und Nachtwechsel; nach Sonnenuntergang sind die Zombies aggressiver und in größeren Gruppen unterwegs. Außerdem gesellt sich ein besonders schneller und gefährlicher Gollum-Verschnitt dazu. Spätestens jetzt solltet ihr aufrüsten und euch mit dem Crafting-System von How to Survive beschäftigen: Ein Handgriff, eine Druckluftflasche und ein Metallrohr ergeben beispielsweise eine brauchbare Schusswaffe, zerschnittene Autoreifen und ein Gürtel aus Tierleder einen einfachen Körperschutz. Im Inventar könnt ihr beliebig Gegenstände kombinieren und wieder zerlegen. Für viele Errungenschaften müsst ihr zunächst eine Anleitung finden oder freischalten, die euch anschließend zum Bau von Waffen, Panzerungen und Tränken bemächtigt.

Euer Aktionsradius erweitert sich später auch auf die Nachbarinseln, aber zum Glück seid ihr nicht vollkommen auf euch alleine gestellt: Ein leicht verrückter Russe namens Kovac weist euch mit witzig inszenierten Tutorials in die Kunst des Überlebens ein. Dazu genügt es nicht, den Untoten das matschige Gehirn aus dem Schädel zu prügeln – auch auf ausreichend Nahrung und Schlaf müsst ihr achten. Missachtet ihr diese Notwendigkeit, sinkt eure Kondition, euren Hieben fehlt es an Kraft und euren Schüssen an Präzision. Im Verlauf des Abenteuers sammelt ihr jedoch Erfahrungspunkte, die eure Grundwerte für diese Disziplinen verstärken. Zudem schaltet ihr besondere Fähigkeiten frei, die zum Beispiel euren Bedarf an Wasser senken oder euch in der Nacht einen Stärkebonus verleihen.
 
Fazit 
How to Survive spielt sich wie ein Actiontitel mit kleinem Rollenspielanteil. Das Crafting-System ist witzig und verleiht dem Spiel einen gewissen Endzeitcharakter. Der namensgebende Kampf ums Überleben wird durch einige Aspekte aufgeweicht: Ausreichend Munition ist stets vorhanden, die Batterien der Taschenlampe sind ein Energiesparwunder und die Sonderfähigkeiten senken eure biologischen Bedürfnisse nach Wasser und Erholung auf ein unglaubwürdiges Minimum. Trotzdem bietet das Spiel gute Genre-Unterhaltung – und macht zu zweit doppelten Spaß.
  • Actionspiel
  • Solo und lokaler Koop
  • Gamepad-only-Modus
  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Erhältlich seit 5.6.2014: 13,99 Euro
  • In einem Satz: Solides Zombie-Schnetzeln von schräg oben und mit Crafting-Einschlag.

Video:

Hyperbolic 16 Übertalent - P - 4529 - 28. Juni 2014 - 17:24 #

Es gibt noch ein Zombie Spiel für die WiiU. Resident Evil Revelations.

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