Kurztest: Transistor

PC PS4
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Stephan Petersen 4104 EXP - Redakteur,R8,S1,A4,J8
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4. Juni 2014 - 0:41 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Das Erstlingswerk Bastion des Indie-Studios Supergiant Games war ein echter Überraschungshit. Nun melden sich die Kalifornier nach knapp drei Jahren mit ihrem nächsten Streich zurück. Die große Frage ist natürlich: Begeistert es uns ebenso?
Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Wer ist dieser Typ? Warum steckt ein Schwert in seinem Bauch? Und was hat die mysteriöse Organisation Camerata damit zu tun? Supergiant Games machen uns den Einstieg nicht leicht, ihr neuestes Werk Transistor wirft uns einfach in die Handlung hinein und verlangt obendrein Großes von uns: Genauso wie im vorangegangenen Bastion müssen wir schlussendlich eine Welt retten, in diesem Fall wird die Cyberspace-Stadt Cloudbanks von dem sogenannten Prozess überrannt. Nur die rothaarige, pragmatisch benannte Sängerin Red kann das Unheil noch aufhalten. Das macht sie nicht etwa mit ihrer Stimme, sondern mit einem Cyber-Schwert. Und dieses zu schwingen, macht trotz der etwas wirren Story großen Spaß...
Im Planungsmodus pausieren wir das Spiel und tüfteln über unsere Kampftaktik.

Taktische Kämpfe
Sämtliche Fertigkeiten lassen sich miteinander kombinieren.
Während bei Bastion die Action im Vordergrund stand, kommt der Diablo-Verwandte Transistor erheblich taktischer daher. Ihr könnt zwar Gegner manuell per Mausklick attackieren, wie man das im Hack-and-Slash-RPG-Genre eben macht. Wesentlich erfolgreicher seid ihr jedoch, wenn ihr den Planungsmodus aktiviert und das Geschehen pausiert. So könnt ihr ganz in Ruhe Angriffe und Ausweichmanöver planen und Schadensprognosen in eure Überlegungen miteinbeziehen. Während des fünf- bis sechsstündigen Abenteuers schaltet ihr verschiedene Fertigkeiten für eure Waffe frei. Diese lassen sich alle miteinander und ohne Grenzen kombinieren, sodass sich etliche taktische Möglichkeiten ergeben. Wenn wir beispielsweise eine Nahkampfattacke mit der Fähigkeit "Meucheln" kombinieren, während wir einen Feind von hinten attackieren, machen wir erheblich größeren Schaden. Dank solcher Feinheiten bleiben die Kämpfe über die gesamte Spielzeit motivierend.

Diese vielfältigen Entsorgungsmethoden sind aber auch bitter nötig, denn jeder Bösewicht nötigt uns eine andere Herangehensweise ab. Manche besitzen etwa einen Schild, den wir erst zerstören müssen, ehe wir auf sie einknüppeln können. Außerdem müsst ihr stets beachten, nach dem Ableben der Feinde den Respawn-Punkt einzusammeln. Falls ihr das nicht rechtzeitig schafft, werden sie nach wenigen Sekunden einfach wiederbelebt. Dies ist prinzipiell nicht allzu schwer (ihr kämpft vorrangig in recht kleinen Arealen), aber dickere Gegner können euch den Weg versperren. Hin und wieder macht uns auch die Steuerung einen Strich durch die Rechnung, wenn wir einen Gegner anklicken wollen, aber immer wieder der neben ihm markiert wird.

Geringer Schwierigkeitsgrad
Wer sich mit dem Genre etwas auskennt, wird keine großen Probleme mit dem Schwierigkeitsgrad haben. Auch wenn wir in einige brenzlige Situationen kamen während des Tests, hat uns kein einziger Feind das virtuelle Licht ausgehaucht. Selbst den Endgegner haben wir im ersten Anlauf geschafft. Falls Reds Lebensenergie doch irgendwann auf Null sinken sollte, verliert sie temporär eine zufällige Fertigkeit.

Die Wahrscheinlichkeit fürs Ableben steigt erst beim zweiten Durchspielen an, da wir es dann mit stärkeren Feinden zu tun haben. Allerdings tröstet dies über die geringe Gegnervielfalt keinesfalls hinweg, viele der Bösewichte kehren im späteren Spielverlauf in einer verbesserten Version mit einer höheren Nummer zurück. Außerdem hätten wir uns über zahlreichere Bossgegner gefreut, Transistor bietet uns gerade mal drei.

Blättert weiter zu Seite 2!
Kein Level-, sondern Gegnerrecycling: Viele Gegner tauchen häufig nochmal auf.
IcingDeath 16 Übertalent - P - 5164 - 4. Juni 2014 - 0:45 #

Schön das der Test doch noch gemacht wurde :)
Das mit den wenigen unterschiedlichen Gegnern ist etwas schade, aber klingt danach als würde ich da schon ein paar unterhaltsame Stunden aus dem Spiel kriegen können... wenn ich jetzt nur nich so viel zu zocken hätte *seufz*

Bad Wolf 23 Langzeituser - - 40872 - 4. Juni 2014 - 0:55 #

Ja,ja...so viele Spiele und so wenig Zeit! *schnief*

Der Marian 19 Megatalent - P - 18286 - 4. Juni 2014 - 5:39 #

Nanu, gar kein Fehler melden Knopf?
Zweite Seite, Text am zweiten Screenshot: "müsst für eine bestimmte Zeit überleben."
"ihr" fehlt.

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 21344 - 4. Juni 2014 - 5:43 #

Das mit dem Schwierigkeitsgrad ist echt eine Unsitte. Da hat man schon offensichtlich schon mehrere und zwingt den Spieler trotzdem sich durch den leichten zu quälen...

monokit 14 Komm-Experte - 2211 - 4. Juni 2014 - 8:59 #

Ich find das gut so!

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 21344 - 4. Juni 2014 - 9:30 #

Warum? Sollen sie einem doch gleich die Wahl lassen...

Desotho 16 Übertalent - P - 4060 - 4. Juni 2014 - 12:18 #

Sehe ich ähnlich. Mich persönlich stört es jetzt in dem Fall nicht, aber man sollte den Leuten doch einfach gleich die Wahl lassen.

EddieDean 14 Komm-Experte - P - 2543 - 4. Juni 2014 - 6:24 #

Seht ihr auch keine Wertung? Bei mir ist neben den pro und contra eine weiße Lücke.

Der Marian 19 Megatalent - P - 18286 - 4. Juni 2014 - 7:07 #

Ich seh sie wie gewohnt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343121 - 4. Juni 2014 - 7:41 #

Der Artikel war nicht als Test geflagt, jetzt sollte es passen.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 63838 - 4. Juni 2014 - 8:10 #

Danke, dass ihr den Test doch noch gemacht habt. Klingt überzeugend und wird in jedem Fall in meine Sammlung wandern.

Sancta 15 Kenner - 3168 - 4. Juni 2014 - 8:37 #

Das Teil bekommt ja durchweg gute bis sehr gute Wertungen - auch International. Ich werde es auf jeden Fall kaufen.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 4. Juni 2014 - 9:00 #

Bin auch dankbar über den Test. Ich habe mir das Spiel zwar schon geholt (zum Vollpreis, da ich die kurze Rabatt-Phase verpasst habe), aber stehe noch ganz am Anfang. So richtig ins Spiel eingetaucht bin ich noch nicht, aber einen Ersteindruck konnte ich schon gewinnen. Von dem was ich hier lese, habe ich selbst schon ein wenig entdeckt. Es freut mich, dass es nicht einfach nur ein Bastion im Cyber Setting ist. Dass der Sprecher hingegen derselbe ist, überrascht mich positiv, da er hier doch schon mit anderer Stimme herangeht und ich zuerst dachte: "Nein, das kann unmöglich derselbe sein." Das gefällt mir äußerst gut.

monokit 14 Komm-Experte - 2211 - 4. Juni 2014 - 9:02 #

Danke für den Test! Das Kämpfe pausiert und man taktisch rangehen kann, hat mich überzeugt! Ist schon auf meiner Must Buy Liste. Sobald ich ne PS4 hab...;)

Olphas 24 Trolljäger - - 48139 - 4. Juni 2014 - 9:03 #

Ich hab es auf der PS4 bereits durchgespielt. Die erste halbe Stunde oder so war ich irgendwie etwas ernüchtert. Ich finde, Transistor ist gerade am Anfang sehr verwirrend. Aber nach kurzer Zeit hab ich dann den Zugang gefunden, und ab da fand ich es wirklich großartig. Den ganzen Hintergrund hab ich vermutlich immer noch nicht ganz kapiert und das Spiel hält ja auch alles sehr abstrakt. Aber gerade das Kampfsystem und das wirklich sehr flexible Fertigkeitensystem, das zum experimentieren einlädt, haben mir richtig gut gefallen. Mit ein paar zusammengestellten Restriktionen war es dann teils auch gar nicht mehr sooo einfach.
Was aber wirklich über jeden Zweifel erhaben ist, ist die ganze Atmosphäre. Die Musik, die Optik, Reds Fähigkeit einfach auf Wunsch des Spielers zur Musik mitzusummen oder natürlich Logan Cunningham, der hier zwar auch eine Art Erzähler gibt aber doch ganz anders als in Bastion. Es ist irgendwie ... persönlicher.

Kurzum: Mir hat es nachdem ich die Einstiegshürde genommen habe wirklich sehr gut gefallen.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11605 - 4. Juni 2014 - 10:24 #

Möchte das Spiel (auch) witzig sein? Ich hatte bisher nicht den Eindruck, habe aber auch noch nicht viel davon gesehen. Wie passen Gegnerbezeichnungen wie "Fiesling" oder "Trottel 3.0" ins Bild?

Olphas 24 Trolljäger - - 48139 - 4. Juni 2014 - 10:27 #

Das hat mich ehrlich gesagt auch gewundert, denn das Spiel ist zwar nicht gänzlich ohne Humor, aber die Gegnerbezeichnungen schlagen irgendwie zumindest teilweise seltsam über die Stränge.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11412 - 4. Juni 2014 - 14:55 #

vlt ein fall von missglückter übersetzung?

Olphas 24 Trolljäger - - 48139 - 4. Juni 2014 - 15:00 #

Hab gerade mal geschaut. Im Original heißen die Prozesse Creep und Clucker um nur zwei Beispiele zu nennen, die ich auf die schnelle gefunden habe.

Desotho 16 Übertalent - P - 4060 - 4. Juni 2014 - 12:23 #

Nach Bastion (dass ich damals erst relativ spät in irgendeinem Steam Sale gekauft habe) war klar, dass ich Transistor gleich laufen muss samt Soundtrack.
Es ist auf jeden Fall sehr athmosphärisch, hat ein eigenständiges Kampfsystem und mal wieder eine tolle Vertonung.
Das Spiel ist sicher nicht perfekt, aber meiner Ansicht nach spielenswerter als die meisten Trilpe-A 08/15 Fortsetzungen der großen Hersteller.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 37150 - 4. Juni 2014 - 13:44 #

Von Bastion hab ich bisher nur die Demo gespielt. Der Erzähler war großartig, das Gameplay hat mich aber nicht so angemacht. Dennoch hab ich es mittlerweile dank eines Humble Bundles in der Steam-Liste, aber noch ungespielt. Transistor reizt mich mit dem Cyberspace-Look, wo Fähigkeiten der Heldin als Methoden in einem Programmcode dargestellt werden und die Feinde Versionsnummern haben. Bin ja selbst Programmierer. ;-)
Na ja, erstmal Bastion spielen und dann vielleicht Transistor günstig kaufen. Oder gibt's wieder eine Demo?

Desotho 16 Übertalent - P - 4060 - 6. Juni 2014 - 0:40 #

Mit Bastion machst Du nichts falsch, ich persönlich fand ja vor allem auch den Schluss super (auch wenn die Inszenierung so unglaublich simpel ist).

Maik 20 Gold-Gamer - - 21827 - 4. Juni 2014 - 16:46 #

Ich war von Bastion nicht gerade begeistert, gerade der Erzähler hat auf Dauer genervt. Und dieses Spiel hat den gleichen Typ als Sprecher. Ohne mich. Bei ARPG bevorzuge ich doch Musik von meiner Platte.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35868 - 4. Juni 2014 - 17:05 #

Bastion hat mir gut gefallen, vor allem wegen dem Sprecher und der Atmosphäre, vom Gameplay her war es jetzt nicht herausragend. Schade, dass Transistor so kurz und leicht sein soll, aber irgendwann werde ich es mir sicher trotzdem mal kaufen, denn das Art-Design gefällt mir richtig gut und spielerisch klingt es auch interessant. Ach und danke, dass es doch noch einen Test zu Transistor gibt! :)

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 6. Juni 2014 - 9:54 #

Das sieht sehr spannend und ziemlich stylish aus. Danke für den Test!

t-borg 14 Komm-Experte - 2088 - 6. Juni 2014 - 14:14 #

Danke für den Test. Ich werde das Spiel mal in meine Wunsch- und Irgendwann-habe-ich-mal-Zeit-zum-Spielen-Liste aufnehmen. Klingt vielversprechend.

Guthwulf 15 Kenner - 3798 - 14. Juni 2014 - 14:04 #

Mit Bastion bin ich nie warmgeworden. Aber Transistor? Das beste und atmosphärischste Spielerlebnis für das Jahr 2014 bisher. Konnte mich nicht mehr davon lösen.

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