eShop-Check: Sayonara Umihara Kawase
Teil der Exklusiv-Serie eShop-Check

3DS
Bild von mrkhfloppy
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1. Mai 2014 - 22:11 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
Jede Woche stellen wir euch ein interessantes eShop-Spiel (WiiU, 3DS oder Virtual Console) vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Um diese Rubrik kümmern sich unsere User CptnKewl und mrkhfloppy.
 
Die Donkey Kong-Serie gilt weithin als Paradebeispiel für anspruchsvolle Jump-and-run-Unterhaltung. Die eingängige Steuerung, der harte Schwierigkeitsgrad und das abwechslungsreiche Leveldesign bilden in jedem Serienteil eine Herausforderung, deren Überwindung ein befriedigendes Gefühl beim Spieler hinterlässt. Der 3DS-Platformer Sayonara Umihara Kawase schlägt in die gleiche Kerbe und erweist sich im eShop-Check als kleine Genreperle. 
 
Umihara im Wunderland
Sayonara Umihara Kawase entführt euch in eine exotische 2D-Welt, die sich auf den ersten Blick jeglicher Einordnung entzieht. Die grundlegende Levelarchitektur setzt sich aus bunten Versatzstücken von Tetris-artigen Steinen zusammen und ist dekoriert mit Straßenschildern, leeren Flaschenkästen, Uhren, Buntstiften und Kreidezeichnungen auf Tafeln. Zumeist sind die Objekte schief oder gar auf dem Kopf positioniert, und auch ihre Proportionen entspringen der puren Phantasie. So muss sich Alice im Wunderland gefühlt haben!
Wir schwingen mit der elastischen Angelschnur über einen Abgrund.
 
In dieser bisweilen bizarren Welt übernehmt ihr die Rolle der reisenden Sushiköchin Umihara Kawase (womit sich uns der Titel des Spiels erschließt, in etwa: "Mach's gut, Umihara Kawase!"). Ihr rennt, springt und klettert mit der jungen Frau durch 50 Levels – eine Hintergrundgeschichte bietet das Jump-and-run nicht. Jeder absolvierte Spielabschnitt schaltet einen weiteren frei. Zudem besitzen einige Levels einen zweiten Ausgang. Diese sind gut versteckt und schwer zu erreichen, öffnen aber neue Areale auf der Übersichtskarte. Nur wenn ihr sie findet, erhaltet ihr den kompletten Spielumfang. Für echte Spürnasen hält der Titel auch besonders geheime Abkürzungen bereit, mit denen ihr gleich mehrere Stufen überspringen könnt.
 
Dieser Weg wird kein leichter sein
Euer einziges Reiseutensil ist eine Angelschnur, die zugleich als Greifhaken und Peitsche dient. Der Umgang mit der elastischen Leine erinnert an das Ninjaseil der Worms-Serie und erfordert viel Übung und Timing. Ihr könnt auch kurz die Zeit anhalten und die Richtung wählen, in die der Haken als nächstes sausen soll. Meistert ihr die Handhabung, könnt ihr Abkürzungen nutzen und an nahezu jeden Punkt der Levels gelangen. Die wenigen Gegner – aufrecht gehende Fische – sind mit einem Hieb betäubt, dennoch solltet ihr Vorsicht walten lassen: Jeder Feindkontakt oder Sturz in den Abgrund besiegelt eurer Schicksal und versetzt euch an den Anfang des Levels; Rücksetzpunkte gibt es nicht. 
 
Die wenigen Bosskämpfe sind besonders harte Brocken, bleiben wie der Rest des Spiels aber fair und zumeist nachvollziehbar. Dies liegt auch an der direkten Steuerung. Online-Highscore-Listen, zwei weitere spielbare Charaktere und Sammelobjekte in den Levels runden den Spielumfang ab. Zudem könnt ihr Musikstücke und Galerien freischalten sowie euer Geschick im Survival-Modus unter Beweis stellen. In dieser Variante besitzt ihr lediglich drei Leben für das komplette Abenteuer.
Die Bossgegner erfordern Geduld und Geschick, wenn ihr das entscheidende Bewegungsmuster finden wollt.
 
Der optische Stil des Titels ist unverbraucht, aber speziell. Die Heldin ist comichaft gestaltet und hüpft über karge, aber bunte Plattformen. Die Gegner und restlichen Leveldetails hingegen sind fein gezeichnet, stehen aber wiederum im Kontrast zum betont realistischen Stil der Bildschirmhintergründe. Die Wälder, Wolken und Betonbauten wirken wie Fotos, sodass stellenweise der Gesamteindruck einer Collage entsteht. Alles in allem besitzt der Titel eine ausgesprochene Niedlichkeit, die durch den schönen Soundtrack noch verstärkt wird.
 
Fazit
Sayonara Umihara Kawase ist ein äußert fordernder Platformer. Wenn ihr die Gameplay-Mechaniken verinnerlicht habt, stehen euch viele Wege offen. Die Suche nach den Abkürzungen und Sammelobjekten ist motivierend und belohnend. Wer sich von der exotischen Optik nicht abschrecken lässt, erlebt einen echten Geheimtipp. Der Preis ist recht hoch angesetzt, aber Genreliebhaber werden das Gebotene zu schätzen wissen.
  • Jump-and-Run
  • Solospiel
  • Für Fortgeschrittene
  • Erhältlich seit 24.4.2014: 24,99 Euro
  • In einem Satz: Fordernder Geheimtipp mit exotischem Touch, den Genrefreunde haben sollten.

Video:

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23781 - 1. Mai 2014 - 22:17 #

wie schon inner Matrix geschrieben:

Schöner Check eines japanischen Bionic Commandos :-D

McGressive 19 Megatalent - 13872 - 1. Mai 2014 - 22:26 #

Sieht wirklich ziemlich cool und interessant aus, aber wirkt auf mich dann doch 'nen Tick zu fremdartig/strange um nur für's Ausprobieren gleich 25€ auf den Tisch zu legen. Da warte ich doch lieber auf den nächsten Deal...

Larnak 21 Motivator - P - 25931 - 1. Mai 2014 - 22:54 #

Irgendwie ist der Stil gar nicht meins. Ich würde gar soweit gehen zu behaupten, dass ich das ausgesprochen hässlich finde :(

v3to (unregistriert) 2. Mai 2014 - 1:17 #

die optik finde ich ja vom stil her noch ganz putzig, aber die fahrstuhl-beschallung in dem video geht mal garnicht. der preis scheint mir neben ähnlich gearteten spielen wie bionic commando rearmed etwas hoch angesetzt.

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