User-Test

Rocket Bunnies für Android

Camaro 15. August 2011 - 23:07 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Auf Weltraum-Mission im Auftrag des Schlafes. So oder so ähnlich könnte man das Spielgeschehen, in dem ein Hase durch lautes Geschrei wach gehalten wird und in die unendlichen Weiten startet, in Form einer Filmüberschrift darstellen. Nur ist es auch ein Blockbuster?
Nein, das Spiel hat nichts mit Hugh Heffner und seinen leicht bekleideten Bunnies zu tun. Vielmehr schlüpft man in die Haut eines namenlosen Hasen — nennen wir ihn Hans —, der nur in Ruhe schlafen möchte. Doch dies ist ihm nicht vergönnt! Denn das Geschrei vieler, vom Hunger geplagten, kleinen Häschen hält ihn wach. Da er aber ein weiches und gutes Herz hat, sammelt er kurzerhand alle seine Möhren ein und macht sich mit seinem Raumschiff auf den Weg, um den Häschen zu helfen. Das war es eigentlich auch schon an Story. Und spätestens die Tatsache, dass die Planeten im Vergleich zu den Häschen und dem Raumschiff von Hans viel zu klein sind und dass man das Geschrei vom anderen Planeten gar nicht hätte hören können, zeigt, dass die Geschichte nicht wichtig für das Spiel ist. Sie offenbart vielmehr einfach nur den Grund, warum man mit einem Hasen Möhren auf anderen Planeten verteilt. Aber weiter bringt sie den Spieler nicht.

Das Spielgeschehen

iPhone/iPod touch/iPad
Rocket Bunnies gibt es auch für das iOS. Allerdings ist hier das Spiel nicht kostenlos erhältlich!

iTunes - 0,79 Euro (Stand: 15.8.11)
Unser unermüdliche Held arbeitet sich mit der Zeit immer weiter ins Weltall vor. Mit der Carrot Galaxy und der Arachnid Galaxy gibt es aktuell zwei Galaxien zu entdecken. Wenn man aber dem Auswahlmenü glauben schenken kann, ist eine dritte Galaxie schon in Arbeit und könnte irgendwann per Update mit eingebunden werden.

Jede Galaxie beherbergt sechs Sektoren, die jedoch nicht alle von Beginn an besucht werden können. Vielmehr benötigt man Sterne um diese frei schalten zu können. Sterne erhält man durch Vollenden von Level. Pro Sektor gibt es immer fünf Level. Für das bloße Erfüllen gibt es einen Stern, für das Erfüllen innerhalb bestimmter Zeiten gibt es bis zu drei Sterne. Es existiert also eine Art Highscore-Faktor der gleichzeitig eine Schwierigkeitshürde darstellt. Denn während am Anfang nur wenige Sterne benötigt werden, um die ersten weiteren Sektoren zu öffnen, ist es schon eine kleine Herausforderung den letzten Sektor betreten zu können. Hierfür reichen nicht die 1-Stern-Wertungen bei den Level, vielmehr müssen 2-Stern- oder sogar 3-Stern-Wertungen errungen werden.

Die Carrot Galaxy (1) ist die erste und einfachste Galaxy. Zu Beginn bietet sie ein sehr kurzes Tutorial, das den Boost-Einsatz erklärt. Der Stern beim ersten Sektor (links unten) zeigt an, das hier alle Level mit einer 3-Stern-Wertung erfüllt worden sind. Für den letzten gesperrten Sektor (Mitte oben) müssten wir noch 10 Sterne erarbeiten. Nach der Carrot Galaxy geht es mit der Arachnid Galaxy (2) weiter. Einer ihrer Sektoren wäre das Bug Territory (3).

Eine Bestleistung ist allerdings nicht immer gerade einfach. Denn mit jedem Level wird es schwerer und komplizierter. Mal kommt ein neuer Gegnertyp hinzu, mal ein neues Hindernis. Da dies aber peu a peu passiert, gibt es eine durchweg angenehme Lernkurve, die ein Tutorial erübrigt. Einzig der Einsatz des Boosts wird am Anfang kurz erklärt. Zudem erhält man mit jedem Ladebildschirm einen Tipp. Sobald man diesen das erste mal gesehen hat, kann man ihn auch immer wieder auf einer Infoseite im Startmenü anschauen. Oder man wartet ab, bis er erneut beim Laden auftaucht.

Gegner? Ja, in Rocket Bunnies bekommt Hans es auch mit Gegenspielern zu tun. Da wären beispielsweise Minen, die konstant um einen Planeten kreisen und deren Bekanntschaft man verständlicherweise meiden sollte. Aber es gibt auch verschiedene Arten von Spinnen, die einen von Planet zu Planet verfolgen. Während man die einen von hinten rammen und somit zerstören kann, darf man den anderen selbst so nicht zu nahe kommen. Wer aber glaubt, dass vernichtete Gegner für immer weg seien, der wird recht schnell enttäuscht sein. Denn kurze Zeit später taucht einfach ein neuer und sehr nerviger Vertreter dieser Gattung auf. Doch die Spinnen sind nicht nur nervig, sie machen die Highscore-Jagd — und damit die Jagd nach einer besseren Sterneausbeute — umso spannender. Aber auch die Hindernisse, die beispielsweise in Form von elektrischen Toren, Minen, kurzzeitig glühenden Planeten oder auch schwarzen Löchern auftreten können, verlangen viel Konzentration ab.

Storybeginn und Tutorial in einem: Aufgrund des Hungers von kleinen Häschen (1) wird unser Held aus dem Schlaf gerissen (2). Nachdem er seine Möhren eingesammelt hat, wird noch die Boost-Zone (3) kurz erklärt. In dieser erhält die Spielfigur, wie der Name schon verrät, einen Boost wenn ein neuer Zielplanet vom Spieler angeklickt wird. Die Werbung für die iPhone-Version des Spiels gibt es nur sehr selten. Und wie man sieht, stört sie nicht wirklich.

Die Bedienung

Die Steuerung geht recht leicht von der Hand — oder besser gesagt vom Finger. Denn gerade einmal ein Finger wird für Rocket Bunnies benötigt. Während Hans munter seine Kreise um seinen Startplaneten zieht, muss man nur den nächsten Zielplaneten, zu dem er fliegen soll, antippen. Hierbei ist das richtige Timing gefragt. Befindet sich unser Held in einer nicht sichtbaren Zone — die vor dem allerersten Spielen erklärt wird —, erhält er beim Antippen des Zielplaneten einen Boost. Dies bietet nicht nur die Möglichkeit, das Level in einer besonders guten Zeit — und somit mit einer besonders guten Sternausbeute — zu beenden. Vielmehr kann man so vor ankommenden Gegnern flüchten oder Hindernisse, wie den schon erwähnten zwischenzeitlich glühenden Planeten, besonders schnell passieren. In der Nähe von schwarzen Löchern ist ein Boost nahezu unverzichtbar, da man sonst von ihren Sog erfasst wird. Doch den Boost zu erhalten ist nicht immer einfach. Vor allem wenn der nächste Gegner im Anflug ist.

Zu Beginn des Spiels sind die Level noch recht simpel und enthalten keine Gegner (1). Doch mit der Zeit kommen Gegner wie Minen (2) oder auch Spinnen hinzu. Sie können auch kombiniert (5) auftreten. Wenn man jedoch diesen und auch Hindernissen wie schwarzen Löchern oder glühenden Planeten (3 & 4) trotz, kann es zu einem erfolgreichen Levelabschluss (6) kommen. Die 8,16 Sekunden sind natürlich nur in den leichteren anfänglichen Level möglich.

Es gab eigentlich nie Probleme mit der Steuerung. Das Spiel reagiert sehr schnell auf die Befehle. Allerdings kann man zwischendurch das Gefühl bekommen, dass dem nicht so sei. Das hängt jedoch mit den, durch den Boost bedingten, Schwankungen der Reisegeschwindigkeit unseres Helden und der, durch den Zeitdruck erzeugten, Hektik des Spiels zusammen. Immer wieder fragt man sich beispielsweise, warum Hans den neuen Zielplaneten nicht erfasst hat oder warum er jetzt auf einmal langsamer fliegt. Dabei war man einfach nur schon gedanklich einige Schritte voraus, um dem nächsten Gegner auszuweichen oder die beste Route für einen neuen Highscore zu planen. Doch unser Held war zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht bereit für den nächsten Reisebefehl, da er den aktuellen am abarbeiten war. Wenn man allerdings nicht so weit voraus plant, kann es schnell passieren, dass man das Level nicht oder nicht schnell genug erfüllt. Man muss einfach versuchen seinen eigenen Rhythmus und somit die Balance zwischen Vorausdenken und Befehle erteilen zu finden.
 

Punisher 19 Megatalent - P - 14751 - 16. August 2011 - 0:35 #

Sehr fein, ein bisserl Androiden-Tests. Mehr davon, die Bunnies werd ich auf jeden Fall zum schlafen gehen noch ausprobieren.

Camaro 18 Doppel-Voter - 9885 - 16. August 2011 - 10:40 #

Danke!

Dir — und allen anderen mit dem Rang "Schreiber III" — kann ich nur den Thread im Schreiberforum (http://www.gamersglobal.de/forum/38885/sammelthread-user-tests-zu-android-apps) empfehlen. Je mehr hier mitmachen und sich trauen einen Test zu machen, desto mehr Tests erscheinen auf GG. ;-)

Dies war jetzt auch mein erster richtiger Spieletest, zu dem ich mich getraut habe. Man muss auch nicht innerhalb von 1-2 Wochen den Test fertig haben! Ich persönlich versuche mir einen zeitlichen Rahmen von einem Monat (von Beginn des "Testen" bis Erstellung des Artikels) vorzugeben. Wenn ich (oder auch andere) länger brauchen ist es ja auch nicht schlimm. ;-)

Punisher 19 Megatalent - P - 14751 - 16. August 2011 - 11:29 #

Nachtrag - macht Laune. :)

Da werd ich nach dem Urlaub mal reinschauen - die Newsschreiberei ist mir neben dem Job zu stressig, aber mal ein wenig texten ohne Buzzwords wäre schon nett. :)

GodsInHisHeaven 05 Spieler - 30 - 16. August 2011 - 1:12 #

Danke für den Klasse Bericht.
Werde mir gleich mal Rocket Bunnies für mein S2 holen ;) .

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 16. August 2011 - 7:33 #

Same here, ich probier es auch.
Ich hab seit einer Woche das SG2 und brauche nun mehr solche Tests! ;)
Aber eine Frage: Wieso ist das Spiel im Android Market umsonst und wieso muss man bei Apple 79 Cent berappen? (ok ist nicht viel aber merkwürdig) Lizenskosten für den appstore oder sowas?

DerDani 15 Kenner - P - 3931 - 16. August 2011 - 8:04 #

Bei Android ist es evtl. einfacher, Geld durch Werbung einzuspielen; und andersrum ist das mit dem bezahlen bei Android wohl auch nicht so einfach wie bei Apple.

Schöner Test - leider scheint es das Spiel nicht für mein Gerät (HTC Hero - Android 2.1) zu geben. Muss wohl warten, bis mal wieder zuviel Geld vorhanden ist...

El Cid 13 Koop-Gamer - 1684 - 16. August 2011 - 8:07 #

Auch für mein Optimus One mit 2.2.2 scheint es das Spiel leider nicht zu geben.

Camaro 18 Doppel-Voter - 9885 - 16. August 2011 - 9:51 #

Kann der Market die Smartphones unterscheiden?

Im Market selbst (über den am Ende eingefügten Link "kostenlos") gibt es die Info, das "Android 2.0.1 oder höher" erforderlich ist! Sollte also von daher eigentlich bei euch gehen... oder etwa nicht?

El Cid 13 Koop-Gamer - 1684 - 16. August 2011 - 11:39 #

Wenn du dich mit deinem Google-Konto anmeldest, siehst du dann ob es mit deinem Smartphone kompatibel ist, oder nicht. (Auf dem Webseiten-Market).
Sieht dann so aus: http://www.imagebanana.com/view/dbo380py/market.png
Auf dem Smartphone selbst, siehst du die App dann gar nicht erst - weil es wohl nicht kompatibel zu sein scheint.

Camaro 18 Doppel-Voter - 9885 - 16. August 2011 - 11:54 #

OK, danke.

Das habe ich noch nicht gewusst bzw. ich war noch nie "so" im Market gewesen.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 16. August 2011 - 9:21 #

Mir gehts da genauso: Bitte mehr Android-Tests! :) Danke

kOnsinger (unregistriert) 16. August 2011 - 8:24 #

super test! danke

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 16. August 2011 - 9:29 #

Rechts im Kästchen fehlt Android als Plattform - da steht nur iPhone.

Camaro 18 Doppel-Voter - 9885 - 16. August 2011 - 9:47 #

Das liegt daran, dass es hier Android "noch" nicht als Plattform gibt! Vielleicht ändert sich das ja mal irgendwann... ^^

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 16. August 2011 - 11:36 #

Das sollte sich schleunigst ändern ;)

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 16. August 2011 - 15:04 #

Das sollte sich JETZT ändern :) ist ja schon befremdlich wenn da "nur" IPhone steht, selbst "Sonstiges" wäre ja noch zusätzlich etwas richtiger.

armorium 09 Triple-Talent - 264 - 16. August 2011 - 10:14 #

Schöner Test, werde das Spiel mal ausprobieren.
Gerne mehr Android Tests!

Basilius 16 Übertalent - 4770 - 16. August 2011 - 17:54 #

Schöner Test zu einem schönem Spiel. Auch die 79 Cent für die iOS Version ist es auf jeden Fall wert.

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Arcade
nicht vorhanden
nicht vorhanden
Defiant Development
Chillingo
07.06.2011
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8.8
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