Moss Test

VR-Häppchen mit Mausezahn

Dennis Hilla / 27. Februar 2018 - 21:30 — vor 16 Wochen aktualisiert
Diesen Artikel habt ihr Olphas zu verdanken, der seinen Weihnachtsaktions-Joker für den Test des PSVR-exklusiven Action-Adventures Moss eingelöst hat. Wir spielen eine kleine, süße Maus – sind aber keinesfalls hilflos!
Alle Screenshots haben wir von der Processing Unit der PSVR abgegriffen.

Action-Adventures in Virtual Reality klingen zunächst nach Orientierungslosigkeit und komplizierter Steuerung. Doch soviel schon mal vorweg: Polyarc hat es mit Moss geschafft, diese Punkte zu umgehen und dabei den vielleicht süßesten Videospielhelden des Jahres zu schaffen.  Doch die Entwickler wollen uns auch mit interessanter Spielmechanik begeistern, indem wir gleichzeitig die Maus Quill und ein höheres Wesen steuern. Macht das Spaß? In unserem Wunsch-Test von User Olphas, der bei der Weihnachtsaktion 2017 den dritten Platz belegte, gehen wir dieser Frage auf den Grund.
 

Alte Erzfeinde

Die Welt von Moss ist nicht in Ordnung. Vor einiger Zeit griff die bösartige Schlange Sarffog zusammen mit der Unterweltarmee der Geheimnisvollen die Heimat der Mäuse an. Diese konnten sich unter der Führung des königlichen Kommandanten Argus gerade so auf eine Waldlichtung retten, ihr Herrscher jedoch wurde in dieser schicksalhaften „Nacht der Flammen“ getötet. Das Glasrelikt, das dem König unsagbare Macht verlieh, konnte das üble Reptil aber nicht finden.

Hilfreich bei der Flucht der Mäuse war ein Champion der Elfen, der mit einem eigenen Glasrelikt ausgestattet war. Auch er fand den Tod, konnte den Mäusen aber genug Zeit verschaffen, ihren Tempel zu versiegeln. Auf seinem Grab wuchs ein Baum, der sein Relikt beschützen sollte, bis sich ein neuer Held offenbaren würde. Nun ist dieser in Form von Quill aufgetaucht, ihres Zeichens die Nichte des Kommandanten Argus. Als sie ihm das machtvolle Objekt präsentiert, macht sich ihr Onkel panisch auf und erteilt ihr die strikte Anweisung, auf seine Rückkehr zu warten. Von einem seltsamen Sternending namens Aderyn verführt, hält sich Quill natürlich nicht lange an diesen Befehl.

Die Story von Moss wird euch zwischen den einzelnen Spielabschnitten erzählt. Ihr sitzt dann in der Halle einer großen Bibliothek, eine Sprecherin erzählt euch die weitere Geschichte der kleinen Heldin. Visuell unterstützt wird die Erzählerin von Bildern, die sich in dem Papierwerk finden. Wirklich innovativ oder spannend wird das alles zwar nie wirklich, aber dafür passt der märchenhafte Stil, in dem ihr die Story-Happen vorgetragen bekommt, sehr gut zum allgemeinen Stil.
 

Spielbares Diorama

Der Clou von Moss ist, dass wir nicht nur die Rolle von Quill übernehmen, sondern als "Leser" auch selbst Teil der Geschichte werden, so ein wenig wie in der Unendlichen Geschichte. Das geht so weit, dass wir gelegentlich auch angesprochen beziehungsweise gegrüßt werden. Im Gegenzug unterstützen wir die kleine Maus, indem wir Kisten verschieben, Tore öffnen oder Mechanismen drehen. In diesen Fällen erscheint eine blau leuchtende Kugel in der Spielwelt, die quasi unsere übermächtige Hand darstellt. Dadurch, dass Moss auch auf dem Fernseher (trotz geringerer Pixeldichte) ansehnlich ist, eignet sich der Titel auch prima für gemeinsames Knobeln: ein Spieler mit PSVR, der andere am TV und (hoffentlich) wertvolle Tipps gebend.

Damit wir gleichzeitig Maus und höheres Wesen verkörpern können, haben die Entwickler eine fast feste Kameraperspektive gewählt. Im Prinzip handelt es sich bei den Szenen von Moss um interaktive Dioramen: Wir beobachten das Geschehen aus einer mehr oder weniger isometrischen Ansicht, können uns dabei aber nur minimal vom Fleck bewegen. Durch Drehung unseres Kopfes schauen wir uns in der aktuellen Szene um, vergleichbar mit einer frei drehbaren Sicherheitskamera. Die Levels sind stets so gebaut, dass wir alle wichtigen Punkte und Objekte im Blick haben. Indem wir uns nach vorne lehnen, können wir allerdings manche Ecken besser ausspähen und so beispielsweise versteckte Schriftrollen entdecken. Diese bringen keinen Vorteil, bieten aber eine Extra-Herausforderung, wollen wir sie einsammeln.
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Als Screenshot nur bedingt wirksam – aber glaubt uns einfach: Szenen wie diese funktionieren mit VR-Brille bestens.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 367598 - 27. Februar 2018 - 21:31 #

Viel Spaß beim Lesen!

g3rr0r 14 Komm-Experte - P - 2345 - 27. Februar 2018 - 21:47 #

Komisch der erste Test über ein PSVR Titel den Ich tatsächlich komplett gelesen hab, und das obwohl Ich nur ne Occulus und keine PSVR habe. Aber irgendwie finde Ich die Idee des Spiel's echt spannened. Sollte echt mal überlegen wegen der Brille für die PS4, eine mehr schadet ja auch nicht, und Irgendwie gibts dann doch die Interessanteren Titel auf der Konsole -.-

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 8465 - 27. Februar 2018 - 22:10 #

Danke Olphas und GG, das klingt toll und als ob ich es unbedingt spielen sollte :)

Olphas 24 Trolljäger - - 50262 - 27. Februar 2018 - 22:13 #

Ich hab heute auch angefangen und finde es bisher wirklich ganz bezaubernd. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll!

Lorin 16 Übertalent - P - 4224 - 27. Februar 2018 - 22:50 #

Auch von mir herzlichen Dank für das setzen des Jokers! Ich fand die Demo wirklich schön und nach dem Test werde ich mir den Titel wohl auch zulegen.

Jonas -ZG- 19 Megatalent - P - 15923 - 27. Februar 2018 - 22:48 #

Coole Sache! Danke Olphas das du uns dazu einen Test ermöglicht hast. :)

TheRaffer 18 Doppel-Voter - - 9377 - 27. Februar 2018 - 23:12 #

Gute Wahl für den Joker, danke! :)
Macht ja beim Lesen schon sehr neugierig.

direx 16 Übertalent - P - 5866 - 28. Februar 2018 - 0:57 #

Erst mal vielen Dank für den gut gewählten Joker.
Ich hab jetzt mal eine kleine Pause von Kingdom Come gemacht, um endlich Moss auszuprobieren. Nach einer Stunde in dieser Welt kann ich nur eines sagen. WOW! Was für ein Erlebnis. Diese Maus ist soooooooooooooooooo süß. Es sit so toll, wie die nonverbale Kommunikation zwischen dem keinen Viech und mir als Spieler funktioniert. Manchmal zeigt sie auf Dinge, die für mich interessant sein könnten. Hin und wieder gibt es sogar "High Five" für gelöste Rätsel. Großartig. An einer Stelle steht die Maus vor einer riesigen geöffneten Tür. Dahinter wartet die Dunkelheit. Sie dreht sich zu mir und schaut mich an. Dieser Blick, wahnsinn. Ich wußte genau, was sie sagen will. "Ich will da nicht rein."
Gerade durch die Einbindung des Spielers, als aktive Figur im Spiel, gelingt es den Machern hier ein absolutes VR Meisterwerk abzuliefern. Dazu kommt noch die unglaublich detailierte Grafik, die auf beiden PS4 Modellen knackscharf ist und vor Details nur so strotzt.
Moss ist zur Zeit das Beste, dass man in VR spielen kann ...

Green Yoshi 21 Motivator - 26753 - 28. Februar 2018 - 1:00 #

Schade, dass es keine Disc-Version gibt. Aber vielleicht hol ich es mir trotzdem.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 30217 - 28. Februar 2018 - 1:33 #

Ich bin auch absolut begeistert von Moss. Für PSVR-Besitzer fast schon ein Must-Have, die Entwickler haben schon sehr viel richtig gemacht. Es ist nicht möglich in Worte zu fassen, wie sehr die Interaktion mit dieser kleinen Maus mich bewegt.

Desotho 16 Übertalent - 5521 - 28. Februar 2018 - 1:54 #

Das klingt jetzt nach Summer Lesson

euph 25 Platin-Gamer - P - 57756 - 28. Februar 2018 - 7:13 #

Guter Joker, brauche wohl mal wieder ein VR-Headset :-)

rammmses 19 Megatalent - P - 14785 - 28. Februar 2018 - 7:57 #

Schön, dass ihr mal wieder einen VR Test bringt. Das hier reizt mich aber nur sehr bedingt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 30217 - 28. Februar 2018 - 15:57 #

Ging mir übrigens genauso. Bis ich selbst einen Test dazu schreiben musste und mich spontan verliebt habe :D .

euph 25 Platin-Gamer - P - 57756 - 1. März 2018 - 7:38 #

Es gibt also auch Liebe in Zwangsehen :-)

advfreak 15 Kenner - P - 3253 - 28. Februar 2018 - 13:00 #

Ich habe bis jetzt nur in die Demo hinein geschaut, und die gefällt mir sehr gut. Es wäre aber schön gewesen hier vielleicht ein Feature mit einzubauen es gemeinsam mit einem Freund zu zocken. So bleibt es leider wieder mal eine Einspieler-Erfahrung. Im übrigen finde ich 30,- Euro einfach zuviel für knapp 3 Stunden VR Spielspaß. Natürlich wünsche ich Polyarc einen tollen Erfolg damit und das es sich für sie auch lohnt, aber wenn Sony schon Publisher ist dann hätte man das auch günstiger anbieten können. 20,- hätten es auch getan.

Evoli 15 Kenner - 3490 - 28. Februar 2018 - 22:44 #

Würde ich mir auf jeden Fall zulegen, wenn ich PlayStation VR hätte. Aber irgendwie fehlen mir da sonst noch die echten Must Haves.

advfreak 15 Kenner - P - 3253 - 1. März 2018 - 12:48 #

RE7, Doom VFR, Batman, Battlefront (VR Mission), Bridge Crew, Farpoint, Pinball FX, Infinit Mini Golf, The Invisible Hour, Rush of Blood, Apex Construct, Skyrim VR, Last Guardian VR Demo, Spark, Superhot VR, REZ,...

Necromanus 16 Übertalent - P - 5697 - 5. März 2018 - 13:35 #

Nach der Demo und diesem Test ein Pflichtkauf. Danke für den Test GG und Olphas :-D

Olphas 24 Trolljäger - - 50262 - 5. März 2018 - 14:20 #

Ich hab es am Wochenende beendet und bin wirklich sehr begeistert. Es stimmt schon, sonderlich lang ist es nicht. Aber ich hab es mir trotzdem noch über drei Abende aufteilen können und hatte nicht das Gefühl, dass es zu kurz war. Ein sehr schönes VR-Erlebnis. Und längst nicht so putzig, wie man denken mag. Teils fand ich das sogar ein bisschen unheimlich. :D Auch wenn 30€ ein durchaus stolzer Preis ist, fand ich das trotzdem angemessen für das Erlebnis.

Außerdem: Quill ist einfach klasse!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 367598 - 13. März 2018 - 13:06 #

Dann freu dich gleich mal aufs nächste Mäusespiel (die kommende SdK zu Ghost of a Tale) :-)

Labrador Nelson 29 Meinungsführer - P - 116827 - 15. März 2018 - 15:57 #

Hoffentlich bringen sie das Spiel auch noch für die Oculus. Wäre schön. Keine Ahnung ob es da eventuell schon Zu- oder Absagen gibt...

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