Test: Die Goldsonnenwende

Golden Sun 3: Die dunkle Dämmerung Test

Sieben Jahre ist es nun her, dass der zweite Teil von Golden Sun auf dem Game Boy Advance erschien. Die Welt von Weyard schien durch das Erstrahlen der Goldenen Sonne vor dem Untergang gefeit. Doch selbst in den friedvollsten Zeiten keimt das Böse. Ob Teil 3 für Adepten in spe Spaß oder Frust bedeutet, erfahrt ihr im folgenden Test.
Gerjet Betker 9. Januar 2011 - 14:22 — vor 6 Jahren aktualisiert
DS
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Alle Screenshots im Artikel wurden von uns selbst erstellt, wie bei fast allen Tests und vielen Previews.

Keine Ahnung (mehr) von der Golden-Sun-Historie? Bei "verlinkten" Begriffen ruft ihr komfortabel Erklärungen auf.
von Gerjet Betker

Unter dem Einsatz ihres Lebens hatten die Helden von Vale die Welt vor dem Untergang gerettet und die Alchemie wieder in Ordnung gebracht. Somit hieß es "Mission accomplished" in Golden Sun 2. 30 Story- oder sieben echte Jahre später sorgt eine neue Gefahr für Chaos: Vielerorts sind auf der Fantasy-Welt Weyard Psyenergie-Vortices aufgetaucht, vulgo schwarze Löcher, die die magische Kraft der Elemente in sich aufsaugen. Als mehr und mehr dieser Vortices auftauchen und das alltägliche Leben bedrohen, entschließt sich der Protagonist der GBA-Serienteile, Isaac, nach einer Lösung zu suchen. Wie gut, dass er seinem Sohn (das sind wir...) die Grundlagen der Psyenergie bei brachte, so kann er nun mit ihm und den anderen Heldenkindern den Weisen Kraden aufsuchen. Der wird schon wissen, was zu tun ist...

30 Jahre nach Sonnenaufgang

Bevor wir ins Detail von Golden Sun 3 gehen, werfen wir einen Blick zurück zur Kindheit des GBAs. Das Studio Camelot wurde erst durch die Mario-Sporttitel bekannt, wagte sich danach aber wieder an Rollenspiele. Erfahrungen hatten sie schon durch die auf dem Mega Drive bekannte Shining Force-Reihe sammeln können. Einige Ähnlichkeiten zu diesem Klassiker sind bis dato in Golden Sun erkennbar.

Golden Sun spielt in der Welt von Weyard. Diese Welt wurde aus den vier Elementen Erde, Feuer, Luft und Wasser erschaffen. Jenen alchemistischen Manifestationen lebt eine Magie inne, die von Adepten kontrolliert werden kann. Diese Magie nennt sich Psyenergie. Bündeln lassen sich die Elemente an den Alchemie-Leuchtürmen, die über den Planeten verteilt sind,. Dadurch wird jedoch das natürliche Gleichgewicht gestört, was dann unweiferlich die Apokalypse zur Folge hat.

In den beiden 32-Bit-Klassikern versuchte eine Gruppe von Adepten rund um Isaac, das Erleuchten der Türme zu verhindern. Zu ihrer nachvollziehbaren Enttäuschung kamen sie zu spät, aber mit dem letzten Mittel, der Bündelung der Elemente in der Goldenen Sonne, wurde Weyard gerettet. Dummerweise veränderte dies die Tektonik des Planeten und ließ Völker zu Tier-Mensch-Mischwesen mutieren. Insoweit ist längst noch nicht alles geklärt im Fantasy-Land, und damit zurück zur neuen Episode.

Das Tutorial bringt euch alles bei -- ob ihr wollt oder nicht.
Ich denke, also schiebe ich

Sofort nach einigem einleitenden Wortgeplänkel im Dorf der Helden von Vale werdet ihr im Tutorialdungeon mit der grundsätzlichen Spielmechanik vertraut gemacht. Anstatt euch nur durch Horden von Schleimmonstern und Wölfen zu kämpfen, so heißen typische Standardgegner im Spiel, müsst ihr auch verstärkt Rätsel lösen. Aber stellt euch keine qualmerzeugenden Kopfnüsse wie das Blumenrätsel in Lufia 2 vor! Fast alle Dungeons in Golden Sun 3 quellen vor Schieberätseln nur so über, die zudem nie an Schwierigkeit zunehmen. Zwar müsst ihr an anderen Stellen auch mal einen Feuerball (um "böse" Energiequellen zu beseitigen) oder eine Regenwolke einsetzen, aber in der Regel kommt das nur dort vor, wo ihr die entsprechende Psyenergie erstmals findet, und danach nur selten.

Ein weiterer Minuspunkt bei den Rätseln entsteht durch die Psyfähigkeit, sich die Lösung anzeigen zu lassen. Schon sehr früh könnt ihr euch deswegen entspannt zurücklehnen, alle Herausforderungen werden euch quasi abgenommen bei den Puzzles. Das war in den beiden ersten Serienteilen definitiv anders! Golden Sun 3 schraubt aber auch an einer anderen wesentlichen Stelle den Anspruch zurück: Das Gegneraufkommen ist in Räumen mit Rätseln nahe zu null. Und Bossgegner werden öfters verzweifelt gesucht. So könnt ihr einiges von eurem Arsenal (Elementar-Dschjnns "freisetzen", große Sonderattacken wie "Thor beschwören" ausführen) bei den meisten Kämpfen in der Zauberkiste stecken lassen.

Die Beschwörung von Thor
Thor ist einer der unbestreitbar beeindruckendsten "Dei ex Machina" in Golden Sun 3. 1 Während sich Otenko und Amiti schützen, beschwört Sveta den Hammergott. 2 Bereits die Beschwörung an sich sieht schon ziemlich gut aus. 3 Noch schwebt Thor hoch über den Wirren (oberer DS-Screen)... 4 ... doch von uns gerufen, verwandelt er seinen Hammer in einen riesenhaften Bohrer und ...  5 bugsiert diesen gen Erdboden. Und zwar... 6 genau auf unsere unglückseligen Gegner, die mit einem Schlag tot sind.
rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 9. Januar 2011 - 14:48 #

Guter Test, danke damit habt ihr bestätigt das es sich nicht lohnt, weiterzuspielen weil mir die 1h schon so öde vorkam. Mehr gebabbel wie alles andere. Nach 20 min wäre ich fast ausgerastet, weil jedes Gespräch absolut unnötig in die Länge gezogen wird, weil alles 3 mal erzählt wird.

Ich hab ja nichts gegen ein gemütlichen Start mit Tutorial eingebaut, aber was hier ablief war nur anstrengend und langweilig. Ich hatte das Gefühl, sie haben das Spiel für 1-2 jährige gemacht oder Leute denen man alles 3 mal erklären muss.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12448 - 9. Januar 2011 - 14:56 #

na der anfang ist wirklich schlimm, allein die Einleitung dauert ewig.
aber so lange dauert es danach nicht mehr und es kommt in den Schwung.
Ansonsten sinds nicht mehr und weniger gespräche als in andren JRPGs

maximiZe 12 Trollwächter - 1142 - 9. Januar 2011 - 19:49 #

Naja, das ist aber eine Krankheit vieler (vor allem J)RPGS und sagt meist nicht viel über die Qualität des gesamten Spiels aus. Wobei die hier offensichtlich tatsächlich eher durchwachsen ist.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 9. Januar 2011 - 21:27 #

Ich spiele diese Art Spiele ja schon länger und bisher ist es mir nur hier so negativ aufgefallen, wie hier. Sie haben es echt geschafft bei jedem Dialog den Punkt bei mir zu erreichen wo ich gerne ausgeschaltet hätte. Ich werde es vielleicht in einer Stunde der absoluten Ruhe nochmal probieren ;)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12448 - 9. Januar 2011 - 14:55 #

Ha wie ich getippt habe (7.0-7.5).

die Wertung ist okay das spiel ist gut aber nicht mehr und nicht weniger.
Die Kämpfe sind noch leichter als in Golden Sun 1+2, und da waren sie schon recht einfach gehalten. liegt vielleicht auch daran dass man im Spiel viel zu schnell aufsteigt. Man bekommt sehr schnell Lvl und die Djins geben dann den zusätzlichen Bonus da fehlt dass Feintuning.

Auch die Rätsel sind leicht, allerdings fand ich diese schon in GS viel zu einfach. Wenigtsens wiederholen sich die Rätsel nicht so extrem wie in den Vorgängern.

Das mit dem "halben" Spiel stört mich nicht, am ende hat man die selbe situation als im ersten Teil, ein offenes Ende.

Sciron 19 Megatalent - P - 16209 - 9. Januar 2011 - 14:57 #

Der Test erinnert mich daran, dass ich immer noch die alten GBA-Teile ungezockt hier liegen habe. OK, den 1. hab ich schonma ein paar Stunden angefangen, allerdings hing ich dann bei nem dämlichen Rätsel fest, für das man irgendne bestimmte Fähigkeit brauchte. Obwohl ich dann quasi nochmal komplett durchs Spiel gelatscht bin, fand ich die Lösung einfach nicht und hab's dann gefrustet sein lassen.

Wenn mich die Böcke nochmal packen, setz ich mich wohl irgendwann nochma ran. Allerdings steht es in der Prioritätenliste nicht wirklich weit oben. Eigentlich schade, sollen ja so ziemlich die besten GBA-RPGs sein.

Der 3. Teil scheint ja jetzt nicht so der Kracher zu sein und ist für mich deshalb schonmal gar keine Option.

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 9. Januar 2011 - 16:47 #

So ziemlich alles, was so von vielen an Dark Dawn kritisiert wird, war doch von vornherein abzusehen:
Die Kämpfe waren in den Vorgängern, bis auf den letzten Kampf auf dem Leuchtturm, verdammt einfach.
Die Story war linear, wie bei 95 wenn nicht gar 99% aller Games.
Die Antworten (Ja/Nein) hatten keine wirklichen Auswirkungen.
Die Rätsel waren unheimlich einfach und die Beschwörungen haben die Kämpfe noch einfacher gemacht.
Dazu gab es nie Geldknappheit, sodass man sich in einer neuen Stadt immer die neuste Ausrüstung leisten konnte. Dark Dawn knüpft genau dran an, es macht hier und da etwas noch ein Stück leichter (die Rätsel durch die Psyenergie), ist aber auch nicht so viel einfacher.

Nicht falsch verstehen, ich hab das Spiel selbst zum Release gekauft und habe besonders bei den Dialogen auf wirkliche Auswirkungen gehofft. Stattdessen gibt es nun vier Auswahlmöglichkeiten, die man kaum zuordnen kann. Das hätte definitiv nicht sein müssen und ein höherer Schwierigkeitsgrad wäre auch nett gewesen, zumindest optional, aber trotzdem ist das ein gutes Spiel, um sich die die Zeit zu vertreiben. So wirklich enttäuscht bin ich jedenfalls nur bei den zwei genannten Punkten, da Golden Sun schon auf dem GBA niemals eine Referenz war, wenn man die ganze Software-Library als Ganzes sieht. Da sind die Tales-of-Phantasia- sowie die FF-Portierungen wesentlich besser, wenn man etwas mehr Anspruch beim Gameplay will.

In eurer Einleitung sind übrigens ein paar Fehler (Wayard, erst Plural Vortices und dann plötzlich Vorticen, bei gebracht) und eine merkwürdige Formulierung (die Alchemie wieder in Ordnung gebracht).

Vidar 18 Doppel-Voter - 12448 - 9. Januar 2011 - 16:59 #

Das golden Sun nie schwer ja ist kein geheimnis aber DD ist noch einfacher als die beiden vorgänger in den Kämpfen!
Kommt deutlich heraus wenn man davor die ersten Teile gespielt hat

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 9. Januar 2011 - 17:37 #

Ich hab die beiden anderen Teile gespielt und das ist noch gar nicht so lange her. Golden Sun im letzten Januar und Golden Sun: The Lost Age im vergangenen August beendet. Ich kann keinen wirklichen Unterschied feststellen. Vielleicht bin ich einfach stets überlevelt, aber die Kämpfe waren in allen Teilen sehr einfach, mit Ausnahme eben des letzten in TLA, und einen Unterschied kann ich da nicht feststellen.

Was in der Hinsicht dem Spiel aber sehr gut getan hätte, wären Gegner, die bestimmten Angriffen widerstehen. Selbst Erddschinns kann man mit Erdattacken relativ leicht niederringen. Absolut großer Fehler im Spieldesign.

Sciron 19 Megatalent - P - 16209 - 9. Januar 2011 - 17:09 #

Also wenn der Käse echt so leicht war, brauch ichs mir wohl auch nicht nochmal zu geben. Frag mich dann nur, wie ich da festhängen konnte. Muss ich echt voll plump irgendnen Skill übersehen haben.

Anonymous (unregistriert) 9. Januar 2011 - 17:16 #

Konnte mit der Serie nie was anfangen, ein typischer Grafikblender (wobei sich das mit dem dritten Teil auch erledigt hat).

TASMANE79 14 Komm-Experte - 1841 - 10. Januar 2011 - 10:23 #

Schade, dass wieder einmal die Balance nicht stimmt. Die Entwickler sollten beim Grafiksupport sparen und die Zeit lieber in das Handling des Spiels investieren.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 10. Januar 2011 - 11:35 #

Ich muss mich definitiv von diesem "Schock" erholen. Eines der wenigen Spiele der letzten Zeit, in die ich meine Erwartungen gesteckt habe... Schade = (

Regular_John 08 Versteher - 199 - 14. Februar 2011 - 23:18 #

dumme Frage - kanns sein, dass die Grafik von Golden Sun 2 besser ist als von dem aktuellen Teil hier? ^_*

werd mal wieder meinen GBA entstauben. Bis auf das höllisch lange Intro rockt das Spiel genialst!

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