Kotick bezeichnet britische Steuerpläne als "riesigen Fehler"

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3. Januar 2011 - 3:38 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

Robert Kotick, Chef von Activision-Blizzard, hat laut Telegraph die Steuerpolitik der britischen Regierung als einen "riesigen Fehler" bezeichnet. Hintergrund dieser Aussage sind die Streichungen von angekündigten Steuererleichterungen für die Spielebranche durch den amtierenden Schatzkanzler George Osborne. Der Branche in Großbritannien wurde durch Osbornes Vorgänger Alistair Darling Steuersenkungen versprochen und Kandidaten sowohl aus dem liberalen als auch dem konservativen Lager unterstützten diese Pläne. Die neugewählte Regierung beerdigte dieses Vorhaben allerdings Mitte des Jahres 2010, als sie einen Notfall-Haushalt zusammenstellte und in vielen Bereichen teils drastische Einsparungen vornahm. 

Activision-Blizzard beschäftigt derzeit rund 600 Programmierer und weitere Angestellte im britischen Slough in der Grafschaft Berkshire. Die Zukunft dieser Jobs ließ Kotick offen, äußerte sich aber wie folgt: 

Es gibt so viele andere Orte, die unsere Branche unterstützen. 

Ebenfalls erwähnte Kotick, dass es zwar sehr viele talentierte Programmierer in Großbritannien gäbe, aber Staaten wie China, Singapur und diverese US-Staaten sowie Kanada böten umfangreiche Incentive-Programme an, um Publisher wie Activision in ihre Regionen zu locken. Erleichterungen in Großbritannien seien daher dringend nötig. 

Man kann nun darüber streiten, wie dringend eine Firma, die mit Black Ops binnen sechs Wochen über eine Milliarde Dollar Umsatz erwirtschaftet hat, Steuersenkungen benötigt. Der britische Branchenverband TIGA teilt aber Koticks Bedürfnis für Kostensenkungen. Über 3.000 hochqualifizierte Jobs seien gefährdet, sollte sich die britische Regierung in dieser Sache nicht bewegen. Schon länger kritisiert man bei TIGA beispielsweise die weitreichenden Programme zur Unterstützung von Publishern und Entwicklern in diversen kanadischen Bundesstaaten, zu deren Nutznießern die Branchengiganten EA und Ubisoft zählen. Einen Einblick in das Incentive-Programm in Kanada erhaltet ihr in unserem Report Spieleparadies Kanada.  

Anonymous (unregistriert) 3. Januar 2011 - 6:32 #

Was lernen wir daraus?

a) ergreife niemals einen Job, in dem man dich weltweit
ersetzen kann und keiner merkts

b) arbeite nicht für große internationale Konzerne, die
ihre Mitarbeiter als Einheiten auf dem Rechenschieber
behandeln, auch wenn sie fette Gewinne einfahren.

c) bevorzugt als Kunde kleine lokale Firmen und verzichtet
auf die Megakonzerne, wenn ihr könnt (Strom, Auto,
Nahrung, ...). Kauft euer Zeug absichtlich nur beim
Marktführer, wenn es gar nicht anders geht!

General_Kolenga 15 Kenner - 2854 - 3. Januar 2011 - 11:03 #

Immer diese anonymen Weltverbesserer- hach wie putzig :)

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6665 - 3. Januar 2011 - 19:14 #

Welche Rolle spielt denn bitte die Anonymität? Eine Aussage sollte nach ihrem Inhalt und sonst gar nichts bewertet werden.

anonymer Onkel (unregistriert) 4. Januar 2011 - 8:55 #

Der Inhalt ist aber auch putzig. Versuch doch mal ein Auto oder Strom bei der kleinen lokalen Firma von nebenan zu kaufen!

Anonymous (unregistriert) 4. Januar 2011 - 9:44 #

Weil das beim Auto nicht geht, nimmt man halt ein Fahrrad,
oder CarSharing.
Und Strom gibt es z.B. bei wirklich grünen Anbietern wie
Greenpeace-Energy oder wirklich lokal beim Nachbarn, der
ein Blockheizkraftwerk im Keller hat. Nur wird der dir
im echten Leben den Strom nicht billig verkaufen, weil
er mehr Geld macht, wenn er komplett einspeist.

Vaedian (unregistriert) 4. Januar 2011 - 22:20 #

Falsch. Anonyme Aussagen sind wertlos, weil die Absicht des Aussagenden unbekannt bleibt. Erst Kontext und persönliche Hintergründe geben Aussagen Gewicht.

Hätte irgendein 08/15-Blogger etwas über die britischen Steuerpläne gesagt, hätte es kein Schwein interessiert. Da es aber Knuddel-Kotick war, ist es sofort eine Top-News wert.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 3. Januar 2011 - 20:35 #

A pro pos Klischees: Bei Zalando gibt es jetzt Schuhe suuper sozial reduziert...

ahh!!! iiih!

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 3. Januar 2011 - 6:45 #

"Es gibt so viele andere Orte, die unsere Branche unterstützen"

Ein Hauch von drohen, man könnte es schon fast als Modern Warfare interpretieren^^

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 3. Januar 2011 - 8:12 #

Schön ausgedrückt.

Ich persönlich denke aber, dass man auch mal zukunftsorientiert sein muss:
Diese Lock-Angebote in Form von Steuersenkungen oder Subventionen sind insgesamt für Europa (also nicht nur begrenzt auf Großbritannien und Frankreich jetzt einmal teilweise ausgenommen) wichtig. Für viele Sparten ist Europa fast schon zentraler Absatzmarkt. Es wäre ziemlich naiv nicht irgendwann damit zu rechnen, dass die Arbeitsplätze wirklich hier gestrichen werden, weil die Investoren weggelockt wurden, aber der Absatz hier weiter unverändert liegt. Ich nehme mal nicht an, dass jeder Konsument bei jedem 2. Kauf ein asiatisch angehauchtes Spiel in den Händen haben möchte. Der Kunde, der an die Spätfolgen denkt überlegt vielleicht irgendwann auch zweimal, ob er nicht mit seinem Kauf die Arbeitslosigkeit im eigenen Land schürt (übertrieben gesprochen).

Aber das alles relativiert sich auch wieder dadurch, dass Titel wie Blops sowieso gekauft werden. Sowie das Herkunftsland die USA sind, womit meine Bedenken nur eine Gedankenspielerei sind. Anderes Beispiel: Nintendo of Europe ist auch nur aufgrund steuerlicher Vorteile in Großostheim, Bayern, Deutschland. ^^

Vidar 18 Doppel-Voter - 12258 - 3. Januar 2011 - 11:03 #

Seit wann gibt es in Deutschland eine Förderung in diesem bereich?
Vorallem gerade bei uns in bayern?
Erinnere mich nur an eine Förderung für kleine Studios die Lernsoftware und ähnliches entwickeln

Thymian 11 Forenversteher - 797 - 5. Januar 2011 - 3:51 #

Die Unternehmenssteuer wird von der Kommune erhoben, daher bspw. die ganzen Fernsehsender in Unterföhring dank 0%, allerdings erhält der Ort natürlich durch viele Zahlungskräftige Arbeitnehmer auf anderen Wegen Einnahmen.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23265 - 3. Januar 2011 - 10:45 #

Solange die Briten nicht wie die Ungarn ausländischen Unternehmen Sondersteuern aufdrücken, sollte man sich nicht beschweren.
In Deutschland wird die Spielebranche auch nicht gefördert und wer Spiele produziert, die mehr Umsatz generieren als Hollywood-Blockbuster, braucht keine finanziellen Hilfen.
Aber ich wünsche Kotick viel Spaß in China, bin mir sicher, dass er sich in dem Land pudelwohl fühlen wird. ;-)

bam 15 Kenner - 2757 - 3. Januar 2011 - 12:50 #

Genau deswegen gibt es in Deutschland auch kaum wirtschaftlich relevante Spieleentwickler. Obwohl Deutschland ein relativ großer Markt für Videospiele ist, gibt es bis auf Crytek (und die sind nur zum Teil hier ansässig) keinen Entwickler der 'Millionenseller' entwickelt.

Unternehmensförderung ist nichts ungewöhnliches und hilft der Wirtschaft nunmal ungemein. So können Arbeitsplätze geschaffen oder gehalten werden, die sich eigentlich nicht rechnen bzw. woanders deutlich günstiger zu halten sind. Am Ende ist nicht Activision Blizzard der Dumme, sondern die britischen Entwickler die ihre Arbeitsplätze verlieren bzw. mit dem Studio wegziehen.

Selbstverständlich braucht Activision Blizzard keine finanziellen Hilfen, wenn man das Unternehmen insgesamt betrachtet. Einzelne Standorte müssen sich dennoch rechnen, denn das Unternehmen kann nur solche Umsätze machen und Gewinne einstreichen, wenn sie vernünftig wirtschaften. Das tut man aber nicht, indem man Entwicklerstudios unterhält die zu hohe Standortkosten haben.

In der Politik wird doch immer gejammert dass Unternehmen nunmal an günstigeren Standorten produzieren. Man kann aber nicht von Unternehmen erwarten dass sie ohne Anreize Standorte beibehalten, die woanders in gleicher Qualität aber zu niedrigeren Kosten zu führen sind. Sobald aber Activision Blizzard dann einen britischen Standort schließt, sind die gleichen Politiker, die Förderungen verwehren, diejenigen, die zuerst Motzen.

Ganesh 16 Übertalent - 4867 - 3. Januar 2011 - 14:22 #

Ist das so schlimm, dass Deutschland spieltechnisch vor allem für 'german boardgames' und hochkarätige Adventures bekannt ist?

Brauchen wir wirklich eine Call of Duty oder ein FIFA made in Germany? Davon gibt's doch schon so viel zu viel.

Finanzielle Förderung kann man bei Medien meiner Meinung nach nur denjenigen geben, die Kulturgüter schaffen, die es sonst nicht geben würde. Für den Mainstream braucht es keinen finanzielle Förderung - mit Blliglohnländern kann Westeuropa auf lange Sicht ohnehin nicht konkurrieren.

laZee 06 Bewerter - 51 - 3. Januar 2011 - 16:51 #

Ist es relevant, welche Art von Spiel in Deutschland produziert wird? Ist doch scheißegal, ob es der 100. FIFA-Clon wird. Hier gehts um Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum, nicht um Kulturgut.

Ganesh 16 Übertalent - 4867 - 3. Januar 2011 - 17:36 #

Ja, ist es. Hier werden Steuergelder verlangt. Und die kann man bitte schön in die Förderung von Kulturgütern investieren (was ja letztlich auch Arbeitsplätze bedeutet). Wer lediglich Gewinn erwirtschaften will, hat dafür den Staat nicht zu brauchen - sonst ist sein unternehmerisches Konzept entweder falsch oder er will Steuerzahler ausnutzen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 3. Januar 2011 - 17:50 #

Und wer bestimmt was Kulturgüter sind und was nicht? Kulturgüter sind doch meistens Verlustgeschäfte die sich ohne Stattliche Gelder garnicht mehr rechnen würden, weil viele an der "Kultur" kein Interesse haben.
Deiner Meinung nach hätte man also z.B. die Braunkohleförderung sofort beenden sollen und alle entlassen, dafür billige Kohle aus China kaufen ?

Ganesh 16 Übertalent - 4867 - 3. Januar 2011 - 17:53 #

Alles Mögliche ist ein Kulturgut, aber für staatliche Förderung kommt doch nur das in Frage, was nicht von alleine da ist, oder?

Und die Braunkohleförderung sollte man allerdings beenden, allerdings ist sie weder ein Kulturgut, noch hat das irgendwas mit den Gründen zu tun: Sie ist einfach verdammt umwelt- und landschaftszerstörend.

Anonymous (unregistriert) 3. Januar 2011 - 20:45 #

Den Deutschen Film finde ich schon mitleiderregend schlecht. Wir sind absolutes Entwicklungsland was Kunstfreiheit angeht. Jeder formlose Mumpitz für die eitle Schickeria kann von öffentlichen Fonds gefördert werden aber es hat nunmal kein Christoph Schlingensief Interesse daran gehabt einem Michael Bay den Rang abzulaufen. Lange Geschichte kurz: Wir ergehen uns in dem schlechten Gefühl zu höherem moralisch-anspruchsvollem Schaffen berufen zu sein und stehen dem Einfachen und Volkstümlichen verächtlich gegenüber. Und darum kommen gute Unterhaltungsfilme aus Hollywood, Hong Kong oder Frankreich(!) aber eben nicht aus Deutschland.

In der Spieleindustrie ist es genauso. Da darf ein Spiel nur gefördert werden wenn es pädagogisch wertvoll ist und keine Gewalt beinhaltet. Ich bitte Euch. Was hätte Hollywood produziert oder was könnten US-Publisher wie EA produzieren und vertreiben wenn man solche ideologischen Bremsklötze am Bein hätte.

Ganesh 16 Übertalent - 4867 - 3. Januar 2011 - 22:14 #

Viele deutsche Komödien sind in der tat nicht besonders gut. Die würden es aber meiner Meinung nach auch ohne staatliche Förderung schaffen, gibt ja genug Leute, die dafür ins Kino gehen. Allerdings werden in Deutschland z.B. von der Filmförderung NRW viele kleinere Projekte, auch von jüngeren Regisseuren gefördert. Da ist das notwendig.

Hollywood-Filme brauchen die Förderung genauso wenig wie viele deutsche Filme, nur bei ersten obliegt es nicht uns, darüber zu entscheiden. Der Grad an Gewalt sollte sicherlich kein ausschlaggebendes Kriterium sein, sondern Originalität. Und den Sprung von FIFA 10 auf FIFA 11 werden die wenigsten menschen als 'originell' beschreiben.

Anonymous (unregistriert) 3. Januar 2011 - 23:07 #

Ein deutscher Independence Day oder Transformers 3 ist doch völlig undenkbar. Und ich glaube das hat etwas mit dem in Deutschland vorherrschenden "Kulturverständnis" des Establishments zu tun. Es gibt zwar mittlerweile (wieder) Deutsche Filmfirmen und Produzenten die Erfolgsfilme (wie Resident Evil!) produzieren und damit an die Zeit anknüpfen in der europäisch vernetzt Karl-May-Schinken produziert wurden. Allerdings ist das nun grad kein Verdienst unserer staatlichen Filmförderungen- die sehe ich hier analog zu Kreativpreisgedöns im Videospielbereich- sondern das hat der Markt so ziemlich allein geregelt. Und dass Deutschland mit Studio Babelsberg und so für internationale Produktionen wieder interessant ist, daran haben diese Förderinstitutionen bestenfalls mitgewirkt, wenn sie nicht sogar auf fahrende Züge aufgesprungen sind. Dass es erfolgreiche deutsche Komödien gibt bestreite ich garnicht. Ob die aber auch international so erfolgreich sind wie beispielsweise Luc Bessons Taxi-Reihe hierzulande kann ich nicht einschätzen. Und natürlich nützen diese Förderinstitutionen jungen Künstlern und deren Projekten, sonst wären die ja komplett sinnlos.

DELK 16 Übertalent - 5488 - 3. Januar 2011 - 18:39 #

Wobei man auch dazu sagen muss, dass das durchaus zum Teil an den Investoren liegt. Der deutsche Markt, von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen (Crytek, Daedalic, etc.) produziert Browsergames und verdient gutes Geld damit, weshalb auch fast die gesamte Finanzierung in Deutschland in Richtung Browsergames geht. Trauriger Höhepunkt letztes Jahr war dann die Übernahme eines der wenigen traditionellen Studios (Radon Labs) durch Bigpoint, um weitere Browsergames zu produzieren.

Larnak 21 Motivator - P - 25547 - 4. Januar 2011 - 15:58 #

Am Ende ist der Dumme der, der seine Produkte zwar jetzt ganz toll vergünstigt herstellen kann, dafür aber keine Abnehmer mehr findet, weil die Kunden in Europa und Co keine Arbeitsplätze mehr haben, die ihnen das nötige Geld geben :)

Man kann natürlich nicht erwarten, dass Unternehmen ohne Anreiz irgendwo produzieren. Der Anreiz, die Kaufkraft zu erhalten, um damit auch die eigenen Produkte verkaufen zu können, ist aber so klein nicht.

volcatius (unregistriert) 3. Januar 2011 - 12:55 #

Globalisierung und Marktwirtschaft sollten nach Ansicht einiger Leute offenbar nur in eine Richtung funktionieren - Fertigung in Billigländer auslagern und Subventionen einstreichen, aber auf der anderen Seite Einkaufsmöglichkeiten unterbinden und Regionsbeschränkungen einführen.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 3. Januar 2011 - 13:20 #

Populistische Wichtigtuerei. Wieso muss Kotick das so öffentlich diskutieren? Sowas passiert doch ständig, dass Steuervorteile kommen und gehen. Wenn man das diskutieren will dann schreibt man einen Brief an den entsprechenden Politiker.

bam 15 Kenner - 2757 - 3. Januar 2011 - 13:50 #

So funktioniert Politik ja (leider) nicht. Im Grunde handelt ein Politiker nicht anders als ein Unternehmen, er versucht mit gegebenen Mitteln so viele Stimmen (bei Unternehmen eben maximaler Ertrag) wie möglich für sich zu gewinnen, bzw. für seine Partei. Da steht der Politiker aber nicht in der Verantwortung das "richtige" oder sinnvolle zu tun, sondern allein das was ihm Stimmen bringt.

Gefährderte Arbeitsplätze und Auslagerungen in andere Länder sind immer ein Thema, welches die Bevölkerung interessiert. Von daher ist es klug dies an die Öffentlichkeit (über die Presse) zu tragen, denn jeder der sich in irgend einer Form nun für die Förderung einsetzt ist eine potentielle Stimme weniger für den Politiker/die Partei, die Förderung verwehrt.

Rabenschnabel 12 Trollwächter - 934 - 3. Januar 2011 - 14:36 #

Man hat bei Gothic 3: Götterdämmerung ja schön gesehen was passieren kann wenn man die Produktion/Programmierung eines Spiels ins günstige Ausland verlagert.

Wer mit Erdnüssen zahlt darf sich nicht wundern wenn Affen für ihn arbeiten.

Gamma 10 Kommunikator - 384 - 3. Januar 2011 - 15:52 #

Die Briten machen nicht nur in dem Bereich viel Unsinn momentan. Was deutlich schwerer wiegt sind die Einsparungen im Bildungswesen. Wer daran spart macht das Land grundlegend kaputt.

laZee 06 Bewerter - 51 - 3. Januar 2011 - 16:54 #

Ich denke auch, dass das nicht im Kontext gesehen wird. Es ist ein Notsparplan. Mit Sicherheit wird sich jeder Einzelne beschweren, bei dem gespart wird. Und wenn man nun mal nachdenkt, woran man sparen würde wenn man gezwungen ist: Ich würde wahrscheinlich auch eher Spieleförderung streichen.

Das mit dem Bildungswesen ist sicherlich schlimmer.

anonymer Onkel (unregistriert) 4. Januar 2011 - 9:03 #

Anstatt munter beim Steuerdumping mitzumischen, sollte man sich lieber überlegen, wie man es unterbinden kann, dass Unternehmen Staaten gegeneinander ausspielen, z.B. mit Sondereinfuhrzöllen auf Spiele, die in Kanada produziert werden.

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