Früher war alles besser Report

Dem Retro-Trend auf der Spur

Robert Bannert / 21. Juni 2016 - 11:52 — vor 16 Wochen aktualisiert
Früher waren die Wiesen pixeliger, der Himmel körniger, hatte das Joypad nur zwei Buttons und haftete jedem Spiel der Reiz des Neuen an. Robert Bannert schreibt in GamersGlobal über die Renaissance der "Goldenen Jahre" – und darüber, wie "retro" wir wirklich sind.
Von Robert Bannert

Retro ist kultig, Retro ist trendig, Retro ist in aller Munde. Knubbelige Pixelgrafik wurde von einer technischen Notwendigkeit zur zeitlosen Ästhetik, und Relikte aus vergangenen Daddel-Epochen erzielen bei Sammlern Höchstpreise. Immer mehr Spieler sagen dem Hier und Jetzt systematisch den Kampf an, und widmen sich dafür umso intensiver dem Damals – denn früher war alles besser! Spiele wurden nicht des wirtschaftlichen Erfolges wegen, sondern aus purer Herzensgüte entwickelt und verkauft. Studiobosse wie Richard Garriott waren nicht weniger als leibhaftige Heilige, und nur während der frühen Jahre des Mediums wurde wirklich Games-Geschichte geschrieben.
 
Kurzum: Die rosaroten Retro-Brillengläser sind dick und der Heiligenschein der guten alten Zeit übergroß. Doch woher kommt sie eigentlich – diese nahezu sakrale Verehrung der Vergangenheit? Sie beschränkt sich nicht nur auf Games – so ziemlich jedes frühzeitliche Artefakt der Medien- und Popkultur erfährt sie. Beispiel Star Wars: George Lucas' Filme haben gleich mehrere Generationen heranwachsender Medien-Freaks geprägt – und zwar so sehr, dass die Fans kaum noch dazu imstande sind, das Originalwerk objektiv zu bewerten. Eine Prägung, die sich Filmemacher Abrams geschickt zunutze gemacht hat: Sein im letzten Dezember erschienener Erwachen der Macht verzichtet bewusst auf Eigenständigkeit, stattdessen werden gekonnt fast alle Figuren, Leitmotive, dramaturgischen Strukturen und sogar die ikonischen "Shapes" des Originals zitiert. Resultat: Das Fan-Hirn wird von Endorphinen geflutet, und der Gehirnträger sackt mit seligem Grinsen in den Kinosessel.
 

Artefakt-Sammlungen

 "Playing Yesterday"-Autor Sebastian Felzmann ist zwar selber noch kein alter Knochen, hat sich dem Retro-Thema aber wissenschaftlich genähert.
Erkenntnis: Das Erwachen der Macht ist kein Star Wars-Film, es ist eine Artefakt-Sammlung. Und das vermutlich am höchsten budgetierte Fan-Movie der Hollywood-Historie. Auch moderne Spiele-Entwickler tricksen Retro-begeisterte Fans auf diese Weise aus – machen sich den Blick auf das Gestern geschickt zunutze, um heute Produkte zu verkaufen. Sie pixeln, rekonstruieren und zitieren, um das Retro-Gen ihrer Kunden zu stimulieren. Ob Zelda-Klon à la Oceanhorn, eine knallbunte Pixel- und Permadeath-Orgie wie Enter the Gungeon oder das auf extragarstig gebürstete Dark Souls: Sie alle verwenden Motive und Stilmittel, von denen Retro-Kultisten zumindest glauben, dass sie aufs Gestern gepolt sind.
 
"Dabei ist das häufig gar nicht der Fall", erklärt uns der Retro-Experte Sebastian Felzmann. Er hat mit seiner zum Buch aufpolierten Master-Arbeit Playing Yesterday: Mediennostalgie im Computerspiel das Phänomen der Retronautik detailliert seziert – und mit ein paar gewagten Thesen neu interpretiert. "Ein Gros der Retro-Bewegung definiert sich ja über ein Früher-war-alles-besser-Gefühl", vermutet Felzmann. "Aber das ist natürlich Humbug. Vielleicht war früher einiges anders, aber nicht zwangsläufig besser! Natürlich ist es schwer, einem passionierten Gamer mit 30 Jahren Spiele-Expertise etwas Neues zu servieren. Für den ist das neue Call of Duty schon lange kein Event mehr – aber für einen 13jährigen, der mit der Serie zum ersten Mal in Berührung kommt, für den fühlt sich das vielleicht ähnlich an wie für unsereins der erste Trip durchs Original-Doom."
 
Auch frühe PlayStation-Games werden zelebriert: Uncharted 4 enthält eine Version des PS1-Oldies Crash Bandicoot.
Einen denkbaren Grund für seine Behauptung liefert Felzmann auch: „Menschen neigen dazu, sich besonders intensiv an den ersten Kontakt mit einer Sache zu erinnern. Derartige Erfahrungen sind in unserer heutigen Welt so etwas wie moderne Übergangsriten. Bei indigenen Kulturen gibt es dafür Initiationsrituale, aber wir bestimmen größtenteils selber, wann wir die Schwelle von der Kinder- in die Erwachsenenwelt überschreiten. Häufig machen wir diesen Schritt an besonderen Erfahrungen fest – und das kann sehr wohl das Zelebrieren eines ganz speziellen Computerspiels sein!"

Hierin liegt laut Felzmann auch die teils auffällige Aggressivität begründet, mit der viele Retronatiker die Objekte ihrer kultischen Verehrung verteidigen: "Es geht hier um den Bezug zu bestimmten Artefakten, die für die persönliche Entwicklung des Einzelnen bedeutsam waren. Wer die Frühzeit des Mediums aktiv miterlebt hat, der fühlte sich damals vermutlich als Angehöriger eines exklusiven Kreises. Spiele waren in diesen Tagen nicht annähernd so allgegenwärtig und zugänglich wie heute – Spieler fühlten sich in einem gewissen Maße auch als Avantgarde."
Diese gesellschaftliche Ausgrenzung der "spielenden Nerds" hat laut Felzmann dazu geführt, dass diese näher zusammengerückt sind und sich daraufhin stark über ihr Hobby definierten. Sie bildeten ihre eigene, kuschelige Mikrogruppe, in der sie ihren Stand zueinander behaupten und damit einen sozialen Status definieren konnten. "Inzwischen fällt dieser Hauch des Besonderen natürlich weg", führt unser Gesprächspartner weiter aus. "Heute ist der ‚okkulte Faktor‘, dass man sich auf eine besondere Weise mit dem Medium auskennt. Es geht dabei um eine Art Eingeweihtenwissen, das für Retro-Fans als identifikatorische Basis fungiert. Darum werden Angriffe auf das Medium auch als Angriff auf den eigenen Status gewertet. Denn diese Spiele sind für die Angehörigen der jeweiligen Retro-Clique eine Art Grundlagentext. Also etwas, über dessen Wissen und Meistern man seine eigene Zugehörigkeit beweist und legitimiert. Wer es nicht kennt, ist draußen. Und wer es herabwürdigt, sowieso."
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Ein so gerne wie oft gesehener Remake-Kandidat: "Super Metroid" von Nintendo, die allgemein gerne Remakes veröffentlicht.
Bitte das falsche Wort/die falsche Phrase einkopieren, ohne Änderungen
Hier nur nötige inhaltliche Infos, nicht richtige Schreibweise oder Positionsangabe
Jörg Langer Chefredakteur - P - 324288 - 21. Juni 2016 - 11:57 #

Viel Spaß beim Lesen!

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 21. Juni 2016 - 12:20 #

So geschehen :)
(und ein paar mal reload ohne adblock)

McSpain 21 Motivator - 27019 - 21. Juni 2016 - 12:02 #

Mein zitier-fähiger Leitsatz passt gut zum Thema:

"Früher war nicht alles besser. Früher ist nur schon länger vorbei."

Davon ab, natürlich ein sehr schöner und spannender Artikel.

h3nn1ng 14 Komm-Experte - 2130 - 21. Juni 2016 - 12:07 #

Toller Artikel mit interessanter soziologischer Perspektive. Vielen Dank!
Ein spontaner Gedanke dazu: Ist die Retro-Welle vielleicht auch Ausdruck einer Infantilisierung der nunmehr produktiven Generationen? Scheuen sie die Verantwortung des Erwachsenenlebens und wollen sie am liebsten immer Kind bleiben? Verehren sie deshalb Amiga, Atari und Co. nahezu kultisch?
So, nun lausche ich wieder meinem Amiga Floppy Drive :-)

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 21. Juni 2016 - 12:08 #

Das hätte ruhig ein Premium-Artikel werden können, für so etwas zahle ich dann auch gerne etwas. :)

Marulez 15 Kenner - 2738 - 21. Juni 2016 - 12:18 #

Du hast doch schon nen Premium Plus Account

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 21. Juni 2016 - 15:34 #

Ich meine ja auch grundsätzlich. Für solche Artikel bin ich gewillt, auch in Zukunft einen Premium-Account zu haben, halt wie bei Perspective Daily und bald Krautreporter, nur eben für Spiele.

endymi0n 16 Übertalent - - 5435 - 21. Juni 2016 - 12:21 #

War aber Teil der Weihnachtsaktion, von daher ein muss für alle.

Aber ich stimme dir zu: Sehr, sehr guter Artikel mit wissenschaftlicher Recherche als Grundbaustein.

Dark Souls ist Gott 13 Koop-Gamer - 1225 - 21. Juni 2016 - 12:11 #

Sehr gut! Das sind meiner Meinung nach Inhalte, die hier öfter auftauchen sollten, um die Seite einzigartiger, wertiger zu machen. Dann klappt's sicher besser mit den Bezahlkunden. Mal sehen, wie es sich entwickelt.

Marulez 15 Kenner - 2738 - 21. Juni 2016 - 12:20 #

Finde ich auch. Ist ein klasse Artikel und hebt sich von anderen Seiten positiv ab. Mehr von sowas. Werde auch bald wieder Premium hier haben

Player One 12 Trollwächter - P - 1095 - 22. Juni 2016 - 18:40 #

Wollte ich auch gerade schreiben.

Sebastian Felzmann (unregistriert) 21. Juni 2016 - 12:15 #

Klasse Artikel geworden! Es hat mich sehr gefreut, dass ich mit meinen Forschungsansätzen und meine Ideen ein wenig dazu beitragen konnte!

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 21. Juni 2016 - 12:19 #

Gut geschriebener Artikel, dem ich in vielen Punkten zustimmen kann. Von den Top-Titeln von früher, kann ich auch nur noch ein handvoll immer wieder mal spielen. Viele andere, die damals und in meiner Erinnerung total toll waren, sind das heute nicht mehr.

h3nn1ng 14 Komm-Experte - 2130 - 21. Juni 2016 - 12:40 #

Dem stimme ich voll und ganz zu. Gerade quäle ich mich über die nervigen Karten von Baldur's Gate. Keine Freude :-)

Maik 20 Gold-Gamer - - 21507 - 21. Juni 2016 - 12:49 #

Es zeigt sich einfach, welche Spielkonzepte bis heute das Spiel tragen. Denn Revolution im Spieldesign kann erst VR oder AR werden. Ich spiele natürlich auch nur die alten guten Titel, das ist jedoch normal.

Sothi 11 Forenversteher - 724 - 21. Juni 2016 - 12:28 #

Spirit of Adventure habe ich mir voller Erwartung von meinem spärlichen Taschengeld für den Amiga gekauft. Und war böse enttäuscht. Die genauen Gründe weiß ich gar nicht mehr (werde ich sicherlich für den CRPG-Podcast dann wieder herausarbeiten), aber woran ich mich erinnere waren die NPCs und Portraits, die zum Teil von bekannten Schauspielern entliehen waren (unter anderen erinnere ich mich an Sean Connery, Stan Laurel/Oliver Hardy und ein paar andere). Ich fand diesen RL-Bezug irgendwie unpassend für ein Fantasy-Spiel und meine auch, dass das Zaubersystem dämlich war. Aber Guido Henkel ist generell ein gutes Beispiel dafür, wie einer an der ganzen Retro-Welle scheitert. Habe zwar für Deathfire gebacken, aber ist ja leider nix draus geworden.

Schöner Artikel übrigens.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20298 - 21. Juni 2016 - 12:40 #

Das sieht aber aus, als wäre es der Rahmen für die folgenden DSA-Umsetzungen.

wieauchimmer (unregistriert) 21. Juni 2016 - 12:42 #

Wenn ich mich recht erinnere, gehörte Spirit of Adventure auf dem Amiga zu jenen unrühmlichen Spielen, wo Bugs einem die Lösung verwehren können.

Zuck_die_Waschfrau (unregistriert) 21. Juni 2016 - 12:29 #

Sehr schöner Artikel, sehr lesenswert, vielen Dank dafür!
Für mich wäre es durchaus ein Premiumgrund, wenn es hier sowas öfter zu lesen gäbe. Hebt sich jedenfalls wohltuend ab und holt mich als alten Sack direkt ab :-)

benjitrey 06 Bewerter - 70 - 21. Juni 2016 - 12:30 #

Danke für den Hülsbeck link. Das ging bisher an mir vorbei.

Sehr schöner Artikel. Ich bin im Moment ebenfalls im Retrofieber, aber passiv. Ich höre Podcasts zu dem Thema, lese Artikel dazu, aber finde nur sehr schwer den Zugang dazu selbst für längere Zeit ein altes Spiel wieder zu spielen, da habe ich mich zu sehr an die Poliertheit neuerer Titel gewöhnt.

Den "alten" Männern am Lagerfeuer bei ihren Geschichten von früher zu zu hören ist aber auch so spannend!

ADbar 13 Koop-Gamer - P - 1365 - 22. Juni 2016 - 20:50 #

Das kann ich nur bestätigen.
Ich verstehe mich auch als Retro-Fan, jedoch meist eher passiv, indem ich entsprechenden Podcasts lausche, oder Videos anschaue, oder begeistert in der Retro Gamer blättere.

Ein paar Emulatoren habe ich mir aber doch besorgt, um mir vor allem Spiele anzuschauen, für die damals der Geldbeutel zu klein war.

Auch Systeme, die ich damals gerne besessen hätte, habe ich so nachgeholt, muss aber bestätigen, dass mir dann doch die weitere Faszination fehlt, z.B. bei einem Splatterhouse für´s Mega Drive, oder PcEngine.

Trotzdem finde ich dann immer wieder Titel, die ich auch länger spiele, oder auch wieder spiele, vor allem Action-Adventures, á la Zelda - Link to the Past, Secret of Mana und ähnliches.
Ich finde diese Titel haben etwas zeitloses und auch Grafik, Gameplay und immer wieder Sound und Musik, sind heute noch erlebenswert.

Bei anderen Titeln bin ich dann eher schockiert... Hatte ich diese in der Vergangenheit aus dem FF beherrscht, scheitere ich heute häufig in den ersten Leveln und mir fehlt mittlerweile wohl dieses jugendliche Durchhaltevermögen...

Aber auch hier finde ich immer wieder für mich zeitlose Titel, etwa F-Zero und Starwing für das Super Nintendo, in die ich mich wirklich wieder reinfuchsen konnte. Ok, sind auch nicht sooo schwer... ;)
Aber ich denke, gutes Gamedesign kann einfach zeitlos sein und ein gesundes Maß an Nostalgie wirkt sich noch freudesteigernd aus.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20298 - 21. Juni 2016 - 12:40 #

Der Punkt auf der ersten Seite mit dem erstmaligen Kontakt trifft es wohl ziemlich genau. Einerseits war es die Faszination Computer und dann noch ein Computerspiel. Heute habe ich das Meiste schon gesehen. Das wird dann nur noch abgehakt. Ab und an interessieren mich einzelne Aspekte, wenn sie etwas besonderes darstellen. Aber das Gesamtpaket wird nie wieder diese Faszination haben wie damals.

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 21. Juni 2016 - 12:50 #

Man hat doch aber sowieso immer einen etwas verklärten Blick auf die Vergangenheit. Wenn ich an meine Zeit an der FH zurückdenke, kommen mir die guten Freunde, die Partys etc. in den Sinn - das mit dem lernen, die stressigen Prüfungen etc. hab ich weitesgehenst verdrängt.

Nagrach 14 Komm-Experte - 2197 - 22. Juni 2016 - 9:01 #

Du hattest Zeit für Partys in der FH? Das muss ein Paradies gewesen sien!

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 22. Juni 2016 - 9:09 #

Und nicht nur für eine :-) Ein Paradies war es zwar nicht, aber trotzdem unter dem Strich eine schöne Zeit.

Ghusk 15 Kenner - P - 2899 - 25. Juni 2016 - 22:23 #

Ja, das denke ich mir auch immer. Das erste (gute) RPG, Strategiespiel etc. brennt sich in Gedächtnis ein und alles danach wird daran gemessen.

Sturmrabe85 13 Koop-Gamer - 1321 - 21. Juni 2016 - 12:53 #

Ich muss den Artikel auch sehr loben. Auch weil ich solch Artikel, die über das bloße Besprechen von Video spielen hinausgehen, immer sehr interessant finde. Ich finde, dass zum Beispiel Hintergrundgeschichten zu Entwicklerstudios oder Artikel, die sich dem Thema "Videospiele" auf wissenschaftlicher Ebene nähern, das Hobby noch mal sehr stark aufwerten.

Mal davon abgesehen, dass ich den im Artikel erwähnten Sebastian Felzmann während meiner Masterarbeit auch erwähnt und zitiert habe, von daher war es auch wegen dem Namen ganz interessant zu lesen.

Sebastian Felzmann (unregistriert) 21. Juni 2016 - 12:58 #

Vielen Dank für das Lob! Ist die Masterarbeit auch irgendwo einsehbar? Leider bekomme ich nicht immer alle Zitate direkt per Google Scholar gelistet :)

Welat 15 Kenner - P - 2703 - 21. Juni 2016 - 13:03 #

Sehr gut geschrieben. Besten Dank!

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15120 - 21. Juni 2016 - 13:10 #

Über dieses früher war alles besser kann ich nur lächeln. Es gibt Spiele die in ihrer Zeit Kult waren, und ganz wenige die heute noch spielbar sind, trotz Grottengrafik.
Warum ich mir da sicher bin? Weil ich regelmäßig mal wieder alte Perlen spiele. Master of Magic z.B. geht heute noch. Das Spielprinzip wurde noch nicht überholt, genau so MoO 2, System Shock, Bloodlines, Planscape ect...
Aber ich würde niemals nochmal irgendein VC20/C64 Game zocken.

Mein Lieblingsbeispiel ist Everquest, trotz MMORPG Start mit UO war EQ meine große Online Liebe. Das war in einer Zeit als Online Spiele noch teure Hobbys waren. Man war aufeinander angewiesen und das Spielen war einem Geld wert. Das hatte eine einzigartige Community zur Folge. Anders als mit der weit verbreiteten Ego-WoW, ich kann alles alleine und andere Spieler sind nur meine Bedürfnis-Erfüllungsgehilfen Mentalität. Aber ich würde EQ heute nicht mehr mit der Beißzange anfassen. Zu unkomfortabel und langatmig, quasi die Wurzelbehandlung ohne Betäubung unter den Onlinespielen.

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 21. Juni 2016 - 14:18 #

Also ein Bubble Bobble oder Wizard of Wor machen auf heute noch auf dem C64 Spaß und fehlen bei uns auf keinem Zockerabend.

Auch ein paar Activision-Klassiker wie Enduro, Pitfall 2 oder Hero spiele ich auch heute immer noch gerne wieder.

Es gibt aber wirklich viele Spiele, die den damaligen Zauuber nicht mehr versprühen können.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15120 - 21. Juni 2016 - 14:35 #

Da fällt mir gerade ein, mein erstes durchgespieltes "Roguelike" Fort Apokalypse würde ich auch nicht noch mal spielen. Auch Pitfall nicht. Aber ich weis was du meinst.
Vielleicht Spy vs Spy oder Archon gegeneinander. Aber sonst... Nee, dann schon lieber die komplexeren PC Spiele ;-)

partykiller 17 Shapeshifter - 6003 - 21. Juni 2016 - 23:21 #

ohja, wieder mal ein schönes Archon Duell mit einem menschlichen Gegner, das wäre fein.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 22. Juni 2016 - 8:42 #

Ich habe dafür extra ein Kind zeugen (und lange warten..) müssen. Hat sich aber gelohnt, aus vielerlei Gründen ;) .

ADbar 13 Koop-Gamer - P - 1365 - 22. Juni 2016 - 21:22 #

Das stimmt, aber Wizard of Wor ist wirklich immer noch klasse!
Vor allem die Soundeffekte finde ich immer noch toll und die Grafik ist so fein stilisiert, dass ich sie auch heute noch als sehr passend empfinde... So nostalgieren hat doch schon seins... Hatte damals für den C=64 Wizard of Wor als Modul, wenn ich mich richtig erinnere...

Bluff Eversmoking 13 Koop-Gamer - P - 1481 - 21. Juni 2016 - 15:36 #

Was Art und Qualität von Spielen angeht, liegen Welten zwischen dem VC20 und dem 64er.

IMO hat sich aber insbesondere der frühe 8-Bit-Kram aus der Zeit um 1982 / 83 / 84 recht gut gehalten, während beim Amiga der Lack doch deutlich ab ist. "River Raid", "HERO", "Bruce Lee" oder "Miner 2049er" kann ich mir immer noch geben, die Bitmap Brothers hingegen überhaupt nicht.

partykiller 17 Shapeshifter - 6003 - 21. Juni 2016 - 23:38 #

Interessant. Ich habe mich ebenfalls dabei ertappt, wie ich dem C64 irgendwie mehr hinterhertrauere als dem Amiga, obwohl ich am Amiga qualitativ hochwertige Games, auch im Multiplayer, gerne gespielt habe. Vielleicht waren die alten C64 Spielerfahrungen doch irgendwie intensiver als die mit dem Amiga.

Bluff Eversmoking 13 Koop-Gamer - P - 1481 - 22. Juni 2016 - 7:15 #

Hinterhertrauern muß ich zum Glück weder Amiga noch C64. Beide Hobel sind noch aufgebaut.

Das Farbband am Nadeldrucker könnte ausgetrocknet sein, das sollte ich mal überprüfen.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4617 - 22. Juni 2016 - 8:11 #

Wo wir schon beim Thema Retro sind:
ich kaufte mir ca 1995 einen HP-s/w-Drucker. Der war sowas von sparsam, ich habe damit hunderte von Seiten gedruckt. Leider verkaufte ich ihn, um mir im "Drucker werden billiger, Patronen teurer"-Boom einen anderen zu holen. Das war ein großer Fehler.

ADbar 13 Koop-Gamer - P - 1365 - 22. Juni 2016 - 21:38 #

Bei vielen Titeln möchte ich hier beipflichten. Aber, zumindest für mich, gibt es da doch auch immer wieder Ausnahmen.

Turrican und Turrican II kann ich immer noch mit Genuss spielen, obwohl ich darin nicht sehr gut bin (und es nie war). Vor allem der Sound macht hier einiges wett und auch die Grafik ist für mich nach wie vor schön anzusehen.

It came from the Desert finde ich auch immer noch schön anzusehen und angenehm B-Movig (?!?) und selbst ein Wings mag ich noch gerne spielen, trotz oder gerade wegen der 3-D-Sequenzen, die mir auch heute noch am meisten Spaß machen.

Dank Floppy-Beschleunigung macht mir auch noch so manches Rollenspiel immer noch Spaß, etwa Champions of Krynn, obwohl ich die Steuerung hierbei am anstrengensten finde. Der Sound is auch nicht so toll. Aber hier hilft wohl die Retro-Verklärung... ;)

wieauchimmer (unregistriert) 21. Juni 2016 - 13:07 #

Ich bin ernsthaft positiv überrascht. Lesenswerter Artikel.

Noodles 21 Motivator - P - 30210 - 21. Juni 2016 - 13:19 #

Ich bin keiner, der findet, dass früher alles besser war. Heute sehen die Spiele besser aus, haben viel mehr Komfort und machen auch viel Spaß. Es fehlt halt nur die Faszination des Neuen und das Staunen über irgendwelche großen Technik-Sprünge. Wie ich z.B. durchgedreht bin, als ich das Wasser von Morrowind gesehen hab. :D Sowas hab ich lange nicht mehr erlebt, dass mich ein Spiel wegen seiner Technik oder weil es spielerisch was komplett Neues gewagt hat, total umgehauen hat. Aber dennoch bin ich zufrieden mit den Spielen, die wir heute haben und hänge nicht in der Vergangenheit fest.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15120 - 21. Juni 2016 - 14:41 #

Gerade Morrowind, das geht ja heute noch dank der unzähligen Mods. Eins der besten RPGs mit einer echten Open World. Die Musik, *schwelg*

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4617 - 21. Juni 2016 - 13:25 #

Eine Spiel ist gut, wenn seine Essenz gut heraus gearbeitet ist. Das war füher genauso wie heute möglich. Nur ist nicht mehr so viel unterschiedliche Essenz da, zumindest im AAA-Bereich.

Ghusk 15 Kenner - P - 2899 - 25. Juni 2016 - 22:28 #

Was ein inhaltsfreies Geschwurbel. Klingt ja geradezu esoterisch.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 25. Juni 2016 - 22:37 #

Die Essenz von Unregistrierbars Beitrag ist durchaus reichhaltig.

Olphas 24 Trolljäger - - 47010 - 21. Juni 2016 - 13:27 #

Schön geschriebener Artikel!

rsommerer 11 Forenversteher - 722 - 21. Juni 2016 - 14:10 #

Nostalgie hat es natürlich immer schon gegeben, in unterschiedlichen Ausprägungen. Der eine sammelte Grammophone, der andere Autos, und nun sind es eben Computerspiele, weil sie schön langsam auch als Kulturgüter in unsere Historie eingehen. Daran führt kein Weg vorbei, und Nostalgie orientiert sich auch immer an der zu der jeweiligen Zeit verfügbaren Technik, wie man sieht. Da ist es logisch, dass sich Leute, welche die Zeit damals erlebt haben, noch viel stärker daran erinnern möchten, immerhin verbinden sie damit meistens positive Erlebnisse. Wer es nicht erlebt hat, und sich aus purem Interesse in den Bereich vorwagt, der ist auf einem guten Weg, ein umfangreiches Verständnis zu entwickeln. Seither sind nämlich einige Spiele rausgekommen.

Meiner Meinung nach kann es nicht nur um die Nostalgie gehen, wobei auch das aus einer persönlichen Sicht legitim ist, es sollte nur nicht überhand nehmen. Wie im Artikel auch geschrieben wird, ist vor allem die Zeit, von der wir hier reden, interessant - was geschah sonst noch, wie fühlte sich das an, was waren die Motive, überhaupt Spiele zu dieser Zeit zu entwickeln? Um richtig viel Kohle ging es erst viel später. Das erinnert mich persönlich an die frühe Berliner Techno-Kultur, die ebenso als Pionier-Taten große Werke bzw. Ideen entwickeln konnte, welche bis heute Bestand haben, trotz des Moneten-Tsunamis - und das nicht nur persönlich-subjektiv, sondern tatsächlich objektiv.

Wer heutzutage weiß, was damals passierte, und mit der heutigen Technik nicht auf Kriegsfuß steht, der kann sich die feinsten Spiele aussuchen, denn damals wie heute gab es Restriktionen, die erst nach und nach aufgehoben wurden oder werden. Wenn man die positiven Dinge von damals mit den heute möglichen Dingen kombiniert, und noch ein Schäufelchen Originalität dazulegt, dann wird sich weiterhin etwas bewegen. Technisch sowieso.

Borin 13 Koop-Gamer - 1686 - 21. Juni 2016 - 14:37 #

"Unsere Erinnerung betrügt uns meistens. Denn wenn ich mich nostalgisch auf etwas rückbesinne, dann ist das keine objektive und bewahrende Erinnerung, es ist vielmehr ein konstruktives und persönliches Erinnern. Eines, das durch den situativen Rahmen geprägt ist, in dem man sich gerade befindet. Wer sich zum Beispiel an ein bestimmtes Weihnachtsfest erinnert, während er gerade behaglich vor einem festlich geschmückten Baum sitzt, der wird dabei gänzlich andere Bilder heraufbeschwören als jemand, der bei Schneetreiben auf der Autobahn feststeckt."

Verstehe ich nicht:
Natürlich wird derjenige, der behaglich Weihnachten feiert, andere Bilder hervorrufen - denn er saß ja auch nicht im Auto. Wie sollte er die denn dann hervorrufen? Das Beispiel soll ja das zuvor Gesagte illustrieren. Aber inwiefern es das tut, will mir nicht einleuchten. Vielleicht kann da mal jemand das Licht anknipsen?

rsommerer 11 Forenversteher - 722 - 21. Juni 2016 - 15:52 #

Hatte ich überlesen, ist aber tatsächlich ein schlechtes Beispiel. Immerhin geht es um zwei vollkommen unterschiedliche Situationen, die Gefühle auslösen sollen.

Das richtige Beispiel wäre wohl, von nur einem Erlebnis für zwei Beteiligte auszugehen, und dadurch die unterschiedlichen Erinnerungen darzustellen:

Angenommen, zwei Leute würden tatsächlich zu Weihnachten jeweils im Auto bei Schneetreiben im selben Stau stecken. Dann würde das beim ersten Beteiligten zB. Erinnerungen an das letzte Mal wecken, weil er schon früher mal an Weihnachten im Schneetreiben auf der Autobahn saß. Der andere Beteiligte hat das noch nicht erlebt, und erinnert sich daher mit Wehmut an die Weihnachten, die er schon bei seinen Leuten verbringen konnte.

Der Punkt ist: Ein Auslöser, unterschiedliche persönliche/subjektive Reaktionen bzw. Emotionen. Objektiv gesehen könnte man nur behaupten, dass es schon mal Weihnachten gab, und auch ein Schneetreiben mit Stau an Weihnachten.

Sebastian Felzmann (unregistriert) 21. Juni 2016 - 16:01 #

Oh, das Bespiel kam wohl nicht so klar rüber. Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte: Unsere Erinnerung wird eben durch den Rahmen beeinflusst. Wenn ich etwa mit Freunden darüber spreche, wie man früher eben noch 'richtige Kenntnisse' um den PC als Plattform brauchte, ziehe ich gerne das Gefummel an Config.sys und Autoexec.bat für den Start von TIE-Fighter heran - und verkläre es dabei. Dann blende ich nämlich die Frustration aus, die ich empfand, bis ich es zum Laufen bekam. Würde ich mich wiederum mit einem Bekannten darüber unterhalten, welche Spiele mich am meisten früher frustriert haben, würde ich vielleicht exakt das gleiche Beispiel bringen - aber eben in einer anderen Bedeutung. Was wir wir erinnern ist durch den Sinnrahmen definiert - und der kann uns manchmal ganz schön täuschen. Wen das Thema tiefer gehende interessiert: meine Masterthesis steht auch komplett im Netz als PDF :)

Q-Bert 11 Forenversteher - 594 - 21. Juni 2016 - 17:23 #

Gute Erinnerungen bleiben, schlechte verblassen mit der Zeit.

Das ist ein genereller, normaler Prozess im menschlichen Gehirn, den wir zur Vergangenheitsbewältigung nutzen. Ohne diese "selektive Selbstbereinigung" des Gedächtnisses würden wir Todesfälle, Trennungen, Kriege, Verluste etc. nie verwinden.

Das führt dann auch dazu, dass ich mich positiv an das Spiel "Fort Apocalypse" erinnere, aber weitgehend verdrängt habe, dass es jedesmal 35 Minuten gedauert hat, bis das Spiel von Datasette geladen war und der C64 jedesmal abstürzte, wenn meine Mama im Bad den Lichtschalter angemacht hat (*argh!*).

Ghusk 15 Kenner - P - 2899 - 25. Juni 2016 - 22:31 #

Schöne Ankedote. :D Die Zeiten habe ich nicht miterlebt und bin irgendwie auch nicht traurig drum :P

Claus 28 Endgamer - - 108720 - 27. Juni 2016 - 22:31 #

Die Datasette und der C64, ja, die Kombo vermisse ich auch nicht.
10
Nach 30 Minuten Ladezeit wird man statt von Hanse von einem Load Error begrüßt. Macht ja nichts, ladet man halt noch einmal 30 Minuten.
Nach einer Stunde Spielzeit kommt ein Mitspieler auf eine Taste des C64, die zum sofortigen Spielabruch führt. Macht ja nichts, lädt man halt wieder 30 Minuten.
20 Goto 10

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 28. Juni 2016 - 5:17 #

Oh ja, die Ladezeiten mit Datasette. Ich hab das vor einiger Zeit mal meinem Sohn gezeigt, weil er nicht geglaubt hat, dass man Spiela a) früher von Kassette geladen hat und das b) dann auch noch ewig gedauert hat. Ich habe so etwas wie Mitleid in seinen Augen gesehen :-)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 28. Juni 2016 - 6:45 #

Hattet ihr etwa kein Turbo Tape? ;)

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 28. Juni 2016 - 7:09 #

Auf dem C64 später schon. Aber ich habe meine Karriere mit dem Atari 800XL gestartet und da hatte ich anfangs keinen Beschleuniger.

wieauchimmer (unregistriert) 28. Juni 2016 - 9:48 #

So lange das ein Singleload-Spiel war, ging das ja noch. Da konnte man die Pause ja noch sinnvoll nutzen. Ich erinnere mich noch an solch typische Disketten-Spiele wie Summer Games 2 auf Datasette. Spul-Orgien.

Toxe 21 Motivator - P - 26105 - 28. Juni 2016 - 10:18 #

Die Datasette war echt die Hölle. :-D

Wobei das Nachjustieren des Tonkopfes für jedes Spiel irgendwie auch eine zen-artige Erfahrung war. ;-)

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 28. Juni 2016 - 10:21 #

Ich hab gehört, dass das Kopieren von Kassettenspielen damals ein Klax war, wenn man im Besitz eines Doppeltapedecks war.

ADbar 13 Koop-Gamer - P - 1365 - 29. Juni 2016 - 18:54 #

Echt?? Ich kann mich daran erinnern, das nur ein einziges Mal gemacht zu haben...

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32794 - 29. Juni 2016 - 19:37 #

Also wenn ein Schnellladesystem genutzt wurde musste ich auch bei gefühlt jeder Kassette nachjustieren.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 29. Juni 2016 - 20:49 #

Trotz Turbo Tape habe ich nie am Tonkopf rumgeschraubt (64er).

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 30. Juni 2016 - 5:17 #

Rumgeschraubt habe ich da auch seltener. Aber öfter mal mit Wattestäbchen und Reiniger den Tonkopf gesäubert.

Toxe 21 Motivator - P - 26105 - 30. Juni 2016 - 9:59 #

Ja eigentlich jedes Mal – oder sehr oft. Ob das nun wirklich jedes mal notwendig gewesen wäre und nicht vielleicht auch irgendwann mal so ein Ritual, das man einfach ohne weiter darüber nachzudenken gemacht hat, kann ich heute nicht mehr sagen.

Ich weiss nur noch daß ich sehr häufig mit einem kleinen Schraubendreher über der Datasette sass und beim Laden kurz den richtigen Ton herjustieren musste. Dafür haben wir sie auch direkt über dem Tonkopf aufgebohrt, damit man da vernünftig rankam.

sneaker23 12 Trollwächter - P - 1101 - 21. Juni 2016 - 15:37 #

Toller Artikel. Danke dafür!

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 21. Juni 2016 - 16:00 #

Gerade der Star Wars Passage stimme ich von ganzem Herzen zu. Auch sonst ein sehr schöner Artikel !

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23298 - 21. Juni 2016 - 16:33 #

Bei Video- und Computerspielen konnte ich das "Früher war alles besser" noch nie nachvollziehen. Dafür sind sie viel zu sehr von ihrer Technik abhängig. Vieles, was ich damals auf dem N64 genossen habe, sieht heute nur noch furchtbar aus. Und die 2D-Grafik von SNES und Mega Drive konnte mich schon als Kind nicht beeindrucken und ich hab lieber draußen Fußball gespielt. Hab einiges per Emulator nachgeholt, aber beeindruckt haben mich nur wenige Titel.

Anders sieht es bei mir bei Musik und Filmen aus. Viele Alben aus den 80er-Jahren habe ich erst durch Spotify entdeckt und zahlreiche Songs von damals höre ich immer noch lieber als aktuelle Hits. Einige meiner Lieblingsfilme (Annie Hall, Back to the Future, Modern Times) haben schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel und gefallen mir besser als aktuelle Komödien. Dafür haben TV-Serien ein deutlich höheres Niveau als früher, also zumindest die aus den USA.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6531 - 21. Juni 2016 - 16:33 #

Früher war halt alles neuer, aber mir reichen Neuauflagen von alten nur bedingt. Allerdings sind gerade 2d-Titel aus der Zeit der mittleren bis späteren 90er gut gealtert, im Gegensatz zu 3d, was man sich nach fünf Jahren kaum noch anschauen kann.

Q-Bert 11 Forenversteher - 594 - 21. Juni 2016 - 17:05 #

Ich teile meine Retro-Perspektive in 3 Phasen:
1. Die ganz alten Sachen machen heute noch genauso viel Spaß wie damals
2. Dann gabs eine Phase von Spielen, die gehen heute gar nicht mehr
3. Aber die aktuellen Games sind die besten, die es je gab!

Zu Phase 1:
Mit "ganz alt" meine ich Spiele wie PONG, Asteroids, Centipede (Atari), aber auch Summer/Winter/World Games, MULE, Archon (C64). Die sind in ihrer Darstellung so simpel und abstrakt, zudem so einfach zu verstehen und zu bedienen, dass die komplett zeitlos geworden sind. Diese Spiele waren in den Grenzen des damals technisch Machbaren "perfekt". Daher macht es auch heute einfach Spaß, (am besten mit Freunden in einer Gruppe) auf Rekordjagd zu gehen!

Zu Phase 2:
Spiele wurden spätestens ab 1984/85 pseudorealistischer und komplexer. Im Gegensatz zu den völlig abstrakten 160x200 Blockgrafiken der frühen 80er ist die Grafik von 1985-95 aus heutiger Sicht aber kaum erträglich. Es wurden viele neue Spielkonzepte ausprobiert, die aber technisch mehr schlecht als recht umsetzbar waren. Als Gamer hat man mit 3-Frames-per-second-3D-Grafik und unlogischer Bedienung gelebt, es gab ja sonst nix :) Aber ehrlich... spielen will ich ein Wing Commander 1, Fallout 1, Doom heute nicht mehr. Was aus Phase 2 bleibt, das ist die Musik (Amiga!, Soundblaster!) und ein paar unkaputtbare Spielkonzepte. Und Lemminge.

Zu Phase 3:
Heutige Spiele sind hochkomplex und trotzdem komfortabel. Es gibt zwar wenig komplett neue Ideen, denn in Phase 2 wurde so viel ausprobiert und erfunden... aber richtig funktionieren tun die Konzepte erst zusammen mit der moderner Technik der 2000+er Jahre und der Erfahrung aus 40 Jahren Spieleentwicklung! Grafik und Sound sind bombastisch. Das JETZT ist die allerbeste Spielezeit seit allen Zeiten, es war NIE BESSER! Dass es Retro-Games als "neues" Genre gibt, empfinde ich als extreme Bereicherung, denn gut gepixelt ist besser als schlecht gerendert und in Sachen Spielmechanik tut es auch gut, auch mal einen großen Schritt zurück zu machen als 2 Schritte vorwärts in die falsche Richtung.

Ich weiss nicht, was vom Witcher3, Mass Effect3, GTA5 oder Civ5 in 20 Jahren bleiben wird... ich vermute ja stark, niemand wird 2036 über diese Top-Spiele in mehrstündigen Retro-Podcasts reden. Ich hoffe aber, dass ich mich irre :)

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4617 - 21. Juni 2016 - 18:11 #

Tja, ganz früher musste man sich nicht künstlich mit der Beschränkung auf das Wesentliche beschäftigen, da war so ziemlich alles beschränkt: Grafik, Sound, Speicher, Datenträger... selbst bei Joysticks mußten Jahre bis zur Verheißung, dem Competition Pro vergehen.
Manches von dem, was heutzutage so angesagt ist, ist furchtbar zugekleistert mit allem. Das wird man erst in 10, 15 Jahren erst als die Hässlichkeit erkennen, die es eigentlich ist.
Ist dann aber auch egal, weil die Zeit der Ikonographisierung von Computerspielen sowieso vorbei ist.

vicbrother (unregistriert) 21. Juni 2016 - 18:39 #

Es war die Zeit, als noch echte Programmierer ein Universum in wenige Bytes packten (siehe Elite), nicht den Speicherplatz einer ganzen damaligen Universität als heutigen Zero-Day-Patch benötigen. Aber was schreibe ich Programmierer... heute gibt es doch nur noch Leveldesigner ;)

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4617 - 21. Juni 2016 - 19:59 #

jepp, Kreativität aus der Not trennt die Spreu vom Weizen.
PS: welcome back!

vicbrother (unregistriert) 23. Juni 2016 - 8:54 #

Hab gerade die Zeit ;)

ADbar 13 Koop-Gamer - P - 1365 - 22. Juni 2016 - 21:53 #

Es würde mich echt mal interessieren, was begabte Programmierer aus der aktuellen Hardware herauskitzeln könnten, wenn sich das Hardware-Karussel in den nächsten 5-8 Jahren nicht weiter dreht.

Aber gemessen an der Komplexität heutiger Spieleproduktionen, 200-Leute-Teams und mehr, scheint mir, dass es zu ähnlichen Prozessen vielleicht gar nicht erst kommt, es sei denn es träte eine Form der Stagnation, bzw. Sättigung bei den Verbrauchern ein.

Jedenfalls bin ich immer wieder überrascht, was heutige Coder aus den alten Systemen rauskitzeln können und auch Dinge zutage fördern, von denen die Entwickler selbiger, nicht mal geträumt hatten.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 23. Juni 2016 - 8:14 #

Das habe ich mich auch schon oft gefragt. Ein aktueller PC, so ausgereizt wie damals Amiga oder 64er... holla! ;)
Ansatzweise zeigt einem das dieser Wettbewerb:

http://awards.scene.org/nominees.php?cat=9

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 23. Juni 2016 - 8:50 #

Beim PC gibt es da ja an sich erst mal keine wirklichen Grenzen. Auf Konsolen sieht das schon ein bisschen anderes aus. Da merkt man doch, ob da für die Konsole optimiert entwickelt wird oder nicht.

wieauchimmer (unregistriert) 28. Juni 2016 - 13:38 #

... bzw der Meteoriks Award, der Nachfolgepreis des Scene-org-Awards seit letztem Jahr.
(mal nach googlen, unregistriert kann man hier keine Links posten)

vicbrother (unregistriert) 23. Juni 2016 - 8:56 #

Umgedreht wird ein Schuh draus: Die haben heute eben deshalb 200-Leute-Teams, weil sie zuviele Level-Designer haben die Assets brauchen ;) Die Algorithmenjunkies die die Komplexität abbilden sind sicherlich nur ein Bruchteil der Truppe.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23298 - 21. Juni 2016 - 19:15 #

"Ich weiss nicht, was vom Witcher3, Mass Effect3, GTA5 oder Civ5 in 20 Jahren bleiben wird... ich vermute ja stark, niemand wird 2036 über diese Top-Spiele in mehrstündigen Retro-Podcasts reden. Ich hoffe aber, dass ich mich irre."

Also über The Witcher 3 wird sicher auch in 20 Jahren noch geredet werden. Bei den anderen aufgezählten Spielen wohl mehr über die gesamte Franchise.

In Vergessenheit geraten dürften eher Spiele wie The Order 1886, Sunset Overdrive, Watch Dogs und Star Wars: Battlefront.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 21. Juni 2016 - 21:28 #

Was für Spiele? :-)))

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 22. Juni 2016 - 5:10 #

Ich glaube schon, das in 20 Jahren über solche Spiele geredet wird. Vielleicht nicht von uns, aber die Generation nach uns bestimmt. Dann wird es mein Sohn und seine Freunde sein, die über ihre ersten Erfahrungen auf der WiiU mit Mario Kart sprechen werden. Wie cool es damals mit Minecraft war und wie sie heimlich das erste mal GTA5 gespielt haben.

Ghusk 15 Kenner - P - 2899 - 25. Juni 2016 - 22:42 #

Dem kann ich nahezu uneingeschränkt zustimmen. Allerdings gibt es auch Spiele aus Phase 2 die heute noch ohne Spaßverlust spielbar sind. Gute Beispiel sind viele 2D-Nintendo-Klassiker, wie etwa Super Mario World. Auch Diablo schmeiße ich alle paar Jahre wieder an und bin immer wieder überrascht, dass ich kein 'Und das fand ich mal gut?!?!' empfinde.

Aber vielleicht sind diese Phasen auch nicht allgemein gültig und doch subjektiv.

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 55852 - 21. Juni 2016 - 17:39 #

Interessanter Artikel! Bitte mehr davon.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13885 - 21. Juni 2016 - 17:44 #

Ja und Nein, schöner Artikel.

Claus 28 Endgamer - - 108720 - 21. Juni 2016 - 17:55 #

Was mir hier fehlt, ist der Zauber des wirklich total neuen, so dass man bei wirklich keinem neuen Spiel wußte, was da auf einem zukommt.
Der Phantasie war dabei keine Grenze gesetzt.

Wenn es noch nie eine Wirtschaftsimulation gab, und plötzlich ist da ein Hanse, und hier ein Pirates, und dort Winter Games, halt hier noch Paradroid.

Irre viele neue Spielkonzepte, Musiken , Sounds, und von überall spriest es im Softwaregarten.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 21. Juni 2016 - 18:22 #

Sehr schöner Artikel, hoffe es kommt mehr davon. Was Spiele von heute angeht denke ich, dass die Nutzer selber Schuld sind. Wer vor dem Erscheinen eines Spieles alles darüber ließt und schaut muss sich nicht wundern wenn man nicht mehr so überrascht ist.

vicbrother (unregistriert) 21. Juni 2016 - 18:35 #

Interessanter Artikel, gerade die Bemerkung über die alten "Helden" als heutige "Überlebenskünstler" finde ich sehr beachtenswert.

Winnie Forster sagt auch etwas sehr interessantes: Diejenigen, welche sich für das Hobby Computerspiele interessieren, kaufen auch Bücher über alte Spiele und spielen diese alten Spiele. Den heute beinahe inflationär gebrauchten Begriff des "Retro-Looks" würde ich zB nicht bei Spielen verwenden: Viele Spieler sind zu jung für die Einordnung der Grafik in die Zeit oder für Verbindung mit eigenen Erlebnissen, um als Kaufargument belastbar zu sein. Die Abstraktion der Grafik auf das Wesentliche und die Erweckung der dafür notwendigen Fantasie scheinen mir den größeren Reiz von "Pixelmännchen" auszumachen. Von "Rückwärts" kann also keine Rede sein.

Triton 16 Übertalent - P - 5289 - 21. Juni 2016 - 19:27 #

Schöner Artikel, mehr davon.

Grafisch sprechen die alten Spiele mich nicht immer an, aber Spielerisch bieten Remakes mir oft mehr als aktuelle Titel der großen Publisher. Ich wenigstens finde da sehr selten noch Titel die mich ansprechen. Oft sind sie eher darauf angelegt durch mäßige Qualität für einzelne Spielertypen, da sie viele Spielertypen anzusprechen wollen.

Ohne den Indie- und Crowdfunding-Titel wäre mein Hobby schon tot. Die liefern glücklicherweise Spiele die auf einen Spielertyp ausgelegt sind, wie viele Spiele früher, und daher ist die Qualität besser. Denn sie versuchen nicht so viele verschiedene Spielertypen unter einem Hut zu bringen, was automatisch zu Abstrichen an Features für einzelne Spielertypen führt.

Was auch schön ist, das totgeglaubte Genres durch den Retro-Trend wieder belebt wurden. Allen voran Science-Fiction, was man in den letzten 2 Jahren geliefert bekommen hat ist einfach Klasse. Und die Spiele werden nicht nur von den "alten" gut angenommen. Der Retro-Trend belebt den Spielmarkt was ich sehr gut finde.

1000dinge 15 Kenner - P - 2853 - 21. Juni 2016 - 20:14 #

Sehr schöner Artikel. Inhaltlich, wie auch vom Schreibstil her. Top!

JL2222 12 Trollwächter - - 956 - 21. Juni 2016 - 20:34 #

Top Artikel! Danke !

knusperzwieback 09 Triple-Talent - 271 - 21. Juni 2016 - 20:48 #

Die Spiele mögen nicht mehr so gut aussehen wie ich sie in Erinnerung habe, aber die geniale C64er Musik kann ich heute noch hören. Gibt (für mich) keine bessere Spielemusik.
Das war/ist ein spezieller Sound der mich einfach elektrisiert. :-)

Für Tattergreise wie mich gibts zum Glück schöne Videospieloldieradiosender im Netz die die Klassiker spielen. :D

v3to^Oxyron/PriorArt (unregistriert) 21. Juni 2016 - 21:42 #

Bei mir artet seit einigen Jahren das Retro-Hobby eher in Arbeit aus. Dennoch spiele ich sehr gerne, und für mich gibt es eigentlich keine schönere Zeit als jetzt. Der Grund ist einfach, dass es noch nie eine solche Bandbreite an Spielen gab. Ich sehe den Grund hier auch hauptsächlich im Mainstream, mit dem die Produktionen immer größer und teurer wurden, reihenweise Genres hinter sich gelassen haben und damit auch Raum für den ganzen Indie-Sektor und letztendlich auch für Retro-Games.

So gibt es neben Fallout 4 und Download-Perlen wie Fast Racing Neo auch mal eine Runde Knight'n Grail auf dem C64 oder Out Run auf dem 3DS. Vor 10 Jahren war das alles noch kein Thema, das war vor dem Indie-Hype Braid oder der Gründung von GOG. Ich finde das jedenfalls großartig, was der Markt aktuell hergibt.

A propos Knight'n Grail und was man so auf Retro-Systemen heute so spielt:

Diese nostalgisch verklärte Sicht empfinde ich als Kopfgeburt, bzw wenn man sich rein auf das Schwelgen in Nostalgie beschränkt. Schaut man sich an, was sich bis heute auf Retro-Treffen so gezockt wird, sind das in der Regel Titel mit 4 bis 8 Wegesteuerung und möglichst einfach belegten Buttons. Wobei, ganz so verallgemeinern kann man dabei auch nicht, denn etwas spröder Charme wird auch schon gerne in Kauf genommen. Und die Spiele müssen auch nicht einmal alt sein, auch aktuelle Homebrew-Games haben mittlerweile ihre Freunde gefunden.

Was mMn ganz schlecht gealtert ist, sind ausgerechnet die Großproduktionen der Vergangenheit. Sicher nicht alle. Selbst ein Monstrum, wie Planescape Torment, lässt sich ja immer noch gut spielen. Aber wer mag heute noch sich wirklich durch Steuerungs-Optionen von 90er-Jahre-PC-Simulationen wühlen? Wie ist es mit Highend-8Bit-Umsetzungen von Games wie z.B. Elvira? Oder 3D-Spiele auf der PS1 mit Digikreuz? Das merkt man doch deutlich, was der Fortschritt gebracht hat.

Lorin 15 Kenner - P - 3637 - 21. Juni 2016 - 21:49 #

Super!

Hodges (unregistriert) 21. Juni 2016 - 21:59 #

Früher waren die Spiele auch besser - nicht wegen der Grafik, nicht wegen dem Gameplay oder der Steuerung.
Sie waren besser, weil man in fast jedem Spiel etwas Neues entdecken konnte.
Heute sind ausnahmslos alle AAA-Spiele glatt gebügelt und unterscheiden sich nur noch in der Story und der Inszenierung.

Selbst im Indibereich findet man den 10000ten Pixelshooter - zum Glück gibt es dort auch schöne Gegenbeispiele.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11683 - 22. Juni 2016 - 6:53 #

"ausnahmslos alle AAA-titel" ist doch quatsch und genau die art vom retro-verklärung, die der artikel so schön analysiert. Die spielerische freiheit und komplexität von modernen titeln wie metal gear solid 5 gab es vorher nicht ansatzweise und lässt sich nur sehr bedingt mit den meist sehr simplen spielkonzepten früherer tage vergleichen.

Hodges (unregistriert) 22. Juni 2016 - 8:41 #

Spielerische Freiheit in Metal Gear Solid - wow!
So wie in: Deus Ex, Dishonored, etlichen Splinter Cell Teilen oder Open World Schleichmechaniken wie in Far Cry 3-4?

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15120 - 22. Juni 2016 - 8:48 #

Deus Ex? Wie meinst du das?

Hodges (unregistriert) 22. Juni 2016 - 9:03 #

Deus Ex: Human Revolution? Mal davon abgesehen, dass es first person ist, hat man die Schleichmechaniken doch in etlichen anderen Spielen genauso schon gespielt.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 22. Juni 2016 - 9:24 #

Ich nicht, es war mein erstes Schleichspiel überhaupt. Und ich fand es toll.

Hodges (unregistriert) 22. Juni 2016 - 9:29 #

Ich denke hier werde ich falsch verstanden - ich fand alle aufgelisteten Spiele toll!

Nur wusste ich quasi vor dem Spielen bereits wie diese funktionieren würden, das Prinzip ist immer das Gleiche. Qualitativ werden die Spiele ja auch besser, nur passiert das auf Kosten des Spielerischen.

Einfach mal Morrowind - Skyrim vergleichen :)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 22. Juni 2016 - 10:03 #

Das ist für mich einfach: Schnarch gegen Schnarch :)

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 22. Juni 2016 - 10:52 #

Da hast du mal Recht :-)

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15120 - 22. Juni 2016 - 10:33 #

Deus Ex ist immer noch Deus Ex, und das hat Maßstäbe gesetzt bevor Open World ein Begriff wurde.
Wenn du DE-HR meinst, schreib das auch.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11683 - 22. Juni 2016 - 14:29 #

Ziemlich ignorant das alles einfach gleichzusetzen.

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 22. Juni 2016 - 6:56 #

Früher war weder alles besser noch ist heute alles schlecht. Im Vergleich zu früher mag es vielleicht nicht mehr so viele "innovative" Spiele geben. Aber es gibt immer noch genug, was neu oder interessant ist, auch abseits der Ubisoft-Formel.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 22. Juni 2016 - 8:46 #

Ziemlich verklärt und scheuklappig.

Hodges (unregistriert) 22. Juni 2016 - 9:04 #

Angepasst und anspruchslos - und nu?

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 22. Juni 2016 - 9:46 #

Ich hab recht, Du nicht.
Dass früher alles besser war, ist alleine dadurch widerlegt, wie groß die Auswahl heute ist. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass seine Vorlieben im Jahre 2016 nicht bedient werden. Wenn Du den Spielen wie in einem anderen Kommentar "vorwirfst", Du hättest vorher ja schon genau gewusst, wie diese funktionieren, dann liegt das daran, dass Du schon seit Jahren Gamer bist und früher (natürlich!) alles neu und unbekannt für Dich war. Und nicht etwa daran, dass Spiele heute nichts Neues mehr ausprobieren.
Deine Behauptung hingegen, ich sei angepasst und anspruchslos - nun, beleg das doch mal.

Hodges (unregistriert) 22. Juni 2016 - 10:06 #

Bruch ich nicht zu belegen, ich bediene mich einfach deiner Argumentation und pauschalisiere in einem Satz.

Ich habe nirgends gesagt, dass die Spiele heute schlecht seien, lediglich dass ausnahmslos alle AAA-Spiele glatt gebügelt sind.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 22. Juni 2016 - 10:35 #

Ja, und alleine daraus leitest Du ab, früher sei alles besser gewesen. Und das ist eben ziemlich scheuklappig.
Wenn Du keinen Bock mehr auf AAA hast - bitte. Dann schnapp Dir die Indies. Ist doch völlig wumpe, wie hoch das Budget hinter einem Spiel ist, wichtig ist der Spielspaß. Und solange der heute wie gestern stimmt, ist früher ganz sicher nicht alles besser gewesen.

Und dass "ausnahmslos" alle AAA-Spiele heute glattgebügelt wären ist ohnehin eine ziemlich steile Ansage, die sich leicht widerlegen lässt.
Beispiel: Dishonored. Das Setting ist im AAA-Segment ungewöhnlich, von daher: nicht glattgebügelt.
Beispiel: Doom. Im AAA-Segment gab es diese Form der Ego-Shooter praktisch nicht mehr, von daher: nicht glattgebügelt.
Beispiel: Final Fantasy: Die Spielereihe erfindet sich mit praktisch jedem Teil in gewissen Aspekten neu, von daher: nicht glattgebügelt.
Beispiel: Metal Gear Solid: Na, Hodges? Wie verbreitet sind Schleichspiele denn so im AAA-Segment? Von daher, nicht glattgebügelt.

Das waren jetzt Beispiele, die mir bereits nach wenigen Minuten eingefallen sind. Das Ende der Fahnenstange ist somit ganz sicher nicht erreicht.

Hodges (unregistriert) 22. Juni 2016 - 10:43 #

Und da kommen wir wieder auf angepasst und anspruchslos :)

Ne ehrlich, du nennst 4 AAA-Spiele, zwei sind Schleicher und schreibst dann:

"Na, Hodges? Wie verbreitet sind Schleichspiele denn so im AAA-Segment?" - merkste selber :)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 22. Juni 2016 - 10:52 #

Nö, merke ich nicht, weil Schleicher in der großen Suppe von AAA-Spielen ganz sicher keine große Nummer sind. Das müssten sie aber schon sein, wenn sie "glattgebügelt" sein sollen.

Aber da Du ja lieber weiter auf "anspruchslos und angepasst" rumreitest, anstatt mal anhand guter Beispiele darzulegen, warum AAA-Spiele heute denn so "glattgebügelt" sind, können wir unsere Konversation an dieser Stelle auch gerne beenden^^

Hodges (unregistriert) 22. Juni 2016 - 11:22 #

Gerne - wann zum letzten mal gab es bei dir ein "AHA!" Moment (unabhängig von Story und Inszenierung)?
Ich meine sowas wie:
- Tomb Raider 1
- Mario 64
- Street Fighter 2
- Sim City / Civilization
- Need for Speed / Gran Turismo
- Wing Commander

Die ganzen AAA-Spiele sind nichts anderes als gepolishte "Klone" von früheren Spielen, die was Neues versucht haben.

Am Beispiel Dishonored:
Thief, Arx Fatalis und Dark Messiah of Might & Magic

Selbst ein Metal Gear Solid 5 baut diese schöne "Markierungs-Funktion" ein, war ja auch cool in Far Cry 3 und Deus Ex:) Ist ja mal gar nicht glatt gebügelt :) (achtung Sarkasmus!)

Habs zwar selber nie gespielt, hab aber gehört die Dark Souls Reihe soll da mal ein schönes Gegenbeispiel geben.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 22. Juni 2016 - 11:26 #

Kurz gesagt:
Du schnappst Dir einen einzigen Aspekt von Videospielen ("Mal was Neues probiert") und führst darauf zurück, dass die alle glattgebügelt sind?
Ja klar, so einfach kann man es sich natürlich machen.
Aber mal eine Gegenfrage: Wie lange spielst Du schon? 20, 25 Jahre? Du erwartest nach so einer langen Zeit ernsthaft, dass Spiele noch was "Neues" bieten können? Das finde ich witzig ;)

Ich erwarte das nicht, jedenfalls nicht beim Gameplay. Da ist schlichtweg irgendwann alles durchgenudelt, selbst die Dark-Souls-Spiele kann man in der Hinsicht schlecht reden - "Ui, die sind ja soooo bockschwer" (waren Spiele früher aber auch).
"Angepasst und anspruchslos"? Nein, einfach realistisch. Wer so lange mit dem Hobby Videospiele verbandelt ist wie ich (noch nicht ganz zwanzig Jahre), der muss sich irgendwann mal damit abfinden, dass das Rad nicht mehr neu erfunden wird. Da schaue ich dann lieber auf andere Aspekte, die es so noch nicht oder nur selten gab.

Hodges (unregistriert) 22. Juni 2016 - 11:45 #

Sicher erwarte ich das, schau mal auf Portal, (in gewissem Maße) Star Citizen, Rocket League, Day Z (als Beispiel für die open world survival Welle), die ganzen MOBAS...
Es geht immer was Neues heutzutage :)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 22. Juni 2016 - 11:49 #

Ist Star Citizen nicht nur Wing Commander in besserer Grafik? Oder Wing Commander verschmolzen mit EVE Online in besserer Grafik?

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 22. Juni 2016 - 12:02 #

Na, dann gibt es doch kein Grund zu klagen und über "Früher war ja auch alles besser" zu schwadronieren.

Bluff Eversmoking 13 Koop-Gamer - P - 1481 - 22. Juni 2016 - 13:04 #

Es war nicht alles besser.

Computer- und Videospiele allerdings schon.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 22. Juni 2016 - 13:23 #

Nö.

Hodges (unregistriert) 22. Juni 2016 - 14:11 #

https://www.youtube.com/watch?v=uKtTdvXO_40

Bluff Eversmoking 13 Koop-Gamer - P - 1481 - 24. Juni 2016 - 14:18 #

Hätte ich mit 33 Jahren vielleicht auch gesagt.

Vielleicht auch nicht.

Toxe 21 Motivator - P - 26105 - 24. Juni 2016 - 14:42 #

Ah, wurde auch echt mal wieder Zeit, daß jemand die Alterskarte zieht...

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 24. Juni 2016 - 15:13 #

Wenn er es nicht getan hätte, hätte ich es getan. Ihr Kids wisst aber auch gar nicht mehr, was gut für euch ist. ;P

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 24. Juni 2016 - 18:43 #

Cooles Argument. Jetzt hast Du mich eiskalt erwischt. Denn Du hast völlig recht, nach 19 Jahren passioniertem Gaming plus weiteren 5, in denen ich auch schon Games gezockt habe, kann ich zu dieser Diskussion selbstredend gar nichts beitragen.
Shame on me.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15120 - 25. Juni 2016 - 10:42 #

Ich setz noch einen drauf, du bist "nur" Konsolenspieler ;-)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 25. Juni 2016 - 10:55 #

Da bist du auf dem Holzweg, er hat auch Steamspiele :D

Bluff Eversmoking 13 Koop-Gamer - P - 1481 - 26. Juni 2016 - 2:56 #

Was sind schon 19 Jahre, von 2016 an gerechnet?

1997, das bedeutet Einstieg irgendwo zwischen Duke Nukem 3D und Dungeon Keeper. Ob du zur Diskussion "gar nichts" beitragen kannst, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls fehlen dir offenbar die 80er Jahre, möglicherweise ein erheblicher Teil der 90er, und hier geht's um ein Retro-Thema.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 26. Juni 2016 - 9:55 #

Zwei Dekaden in der Vergangenheit sind in der Schnelllebigkeit eines technikfokussierten Hobbies sowas von Retro. Typische PC-Spiele, wie Du sie gerade beispielhaft genannt hast, kenne ich nicht, wohl wahr. Haben mich auch nie interessiert. Das mindert meine Urteilsfähigkeit jedoch nicht im Mindesten. Auch ich kenne Pac-Man, Pong, den Uralt-Gameboy sowie die ältesten Nintendo-Konsolen nebst Spielen.

Anstatt aber mal ein paar vernünftige Argumente zu bringen, versuchst Du Dich darin hinauszuwinden, dass noch früher als früher als früher die Spiele aber WIRKLICH besser gewesen sind. Albern.
Du kannst mir aber sicherlich plausibel erklären, wie in einer Zeit, in der es noch keine jahrzehntelange Expertise im Programmieren von Video- bzw. Computerspielen gab und noch alles in den Kinderschuhen steckte, tatsächlich bessere Spiele als heute entstanden sein können.

Desweiteren kannst Du offensichtlich nicht richtig lesen. Zu den 19 Jahren PASSIONIERTEM Gaming kommen (mindestens, mein genaues Startalter mit Videospielen weiß ich nicht mehr genau) 5 weitere Jahre hinzu.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 26. Juni 2016 - 10:19 #

Nimmst du diesen Post wirklich ernst ? :~

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 22. Juni 2016 - 14:20 #

Nein. Das ist wie im Artikel beschrieben nostalgische Verklärung. Ich spiele jetzt seit 27 Jahren. Hab seit einigen Jahren wieder mal alte Perlen herausgekramt und bei vielen mich ehrlich gefragt was zum Henker ich an denen gut fand. Geschweigen denn warum man 100 Mark ausgab für Spiele die stellenweise in 25 min durchgespielt sind.
Es ist und bleibt genau wie in Filmen nostalgische Verklärung. Und deshalb tun mir Leute leid, die solche Meinungen mit Händen und Füssen verteidigen. Früher war früher, aber nicht alles besser. Und Computerspiele schon gar nicht.

jeef 12 Trollwächter - 883 - 22. Juni 2016 - 14:50 #

"nostalgische Verklärung" halt ich für ziemlich gewagt.Viele argumentieren damit immer und verallgemeinern damit genauso heftig
wie jemand der sagt "früher war alles besser"

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 22. Juni 2016 - 15:15 #

Nee, ich argumentiere so weil ich es wie geschrieben an mir und an anderen alten Zockkumpanen selbst beobachtet habe.

jeef 12 Trollwächter - 883 - 22. Juni 2016 - 15:39 #

Die Ansichten und Beobachtungen von Dir und deinen Freunden, spiegeln
dennoch nicht alle Menschen wieder, also bleibt es eine Verallgemeinerung.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 22. Juni 2016 - 16:35 #

*rolleyes* Ich spreche doch auch gar nicht für alle !
Ich sage nur dass es viele gibt die so sind, und dass man an obrigen Aussagen dies sehr schön sehen kann.

jeef 12 Trollwächter - 883 - 22. Juni 2016 - 17:23 #

Dann entschuldige ich mich, kam für mich anderes rüber :p

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 22. Juni 2016 - 18:23 #

Alles gut ;)

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 25. Juni 2016 - 15:21 #

Warst du schon wieder frech? ;)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 26. Juni 2016 - 10:19 #

Wirst du schon wieder frech ?

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 26. Juni 2016 - 13:02 #

Wolln wa?

contraspirit 11 Forenversteher - 594 - 21. Juni 2016 - 22:24 #

Ich weine den früheren Spielejahrzehnten keine Träne hinterher. Klar erinnere ich mich gerne an ein Turrican, ein Gargoyle's Quest, ein Final Fantasy VI (damals noch III), ein Lunar - The Silver Star, doch vergesse ich eben auch nicht den ganzen Quark, der damals einen weit größeren Anteil des Gesamtangebots an Spielen ausmachte. Und im Gegensatz zu heute waren diese Spiele oft schlicht unspielbar. Shadow of the Beast 2, ein Toptitel, aber ohne Cheat einfacht nicht schaffbar, selbst mit ist's übel. Oder man denke an Firmen wie THQ, die in der ersten Hälfte der 90er ein Garant für überteuerten Vollschrott waren (180 DM für Home Alone auf dem SNES). Damals habe ich vieles gespielt, weil ich einfach nichts anderes hatte, man hat sich eben auch mit mittelprächtigem Stoff abgefunden, einfach weil's nichts anderes gab. Spaß gemacht hat's trotzdem, aber das Gefühl dabei ist - wurde ja auch im Artikel so festgestellt - heute nicht mehr reproduzierbar. Und braucht es ja auch nicht, dafür gibt es ja tolle neue Erfahrungen, und wenn ich ein Spiel kaufe, weiß ich heute auch, dass ich nicht im ersten Level an einem unüberwindlichen Zwischengegner mit beschissener Kollisionsabfrage hängenbleibe.

Elfant 15 Kenner - P - 3841 - 22. Juni 2016 - 14:30 #

Meiner Einschätzung nach, die bei weitem nicht auf vollständiger Kenntnis beruht, liegt der Quarkanteil immer noch bei rund 99% aller Spiele. Heute produziert und publiziert etablierten Verleger (außer Steam) kaum noch Quark, während der Indi - und Mobilmarkt kaum etwas anderes hervor bringt.
Das 1% an brauchbaren Spielen hat hingegen eine höhere Qualität gerade im Sinne der Polierung, als es damals der Fall war. Ob die Perlenrate wiederum geringer ist, wird die Zeit erweisen. Gefühlt gibt es heute scheinbar weniger Meilensteine, aber "The Stanley Parabel" scheint mir nicht als solcher wahrgenommen zu werden, während VR als solcher zumindest umstritten wird.

zfpru 15 Kenner - P - 2979 - 21. Juni 2016 - 23:28 #

Früher waren wir halt begeisterungsfaehiger. Dieser Begeisterung hängen wir nach. Nicht den Spielen selber, sondern dem Erlebnis was sie damals boten. Was die Bücher von Winnie Forster angeht, ist mir die Zahl der jungen Leser klar. Die Älteren waren dabei und wissen worum es geht.

Sciron 19 Megatalent - P - 15782 - 21. Juni 2016 - 23:19 #

Guter Artikel, dem ich in den meisten Punkten zustimmen kann. Nostalgie ist eine tückische Droge, grade auf den Bereich der Videospiele bezogen.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 22. Juni 2016 - 4:39 #

Solche Artikel können gar nicht oft genug verfasst werden - bis auch die letzten Blindfische es merken: Selbstverstaendlich ist der Branche zumindest im AAA-Bereich der Idealismus in puncto Flexibilitaet und Mut zur Innovation nahezu verlorengegangen. Das liegt allerdings nicht nur an den mit Scheuklappen kalkulierenden, radikal böhhhsen Publishern, sondern auch an den Spielern, die a) nichts mehr auf dem Kasten haben b) mit Genre- bzw. Gameplaymischungen, neuen Konzepten und erweiterten Controllerfunktionen nicht mehr klarkommen c) auch nichts anderes mehr wollen als sich mit den immergleichen Formeln berieseln zu lassen, damit ja kein Stress aufkommt. Man könnte ja über die Maßen beansprucht werden - und das geht natürlich an die Substanz... Der Witz ist, dass von vielen Spielern immer gerne das Gegenteil behauptet wird. Wenn ihnen aber dann ein Titel unter die Nase kommt, der neue Maßstaebe in spielmechanischer Innovation, spielerischer Anforderung und konzentrationsfordernder Immersion setzt (zu nennen seien hier z.B. Dark Souls, Alien Isolation und das vielerorts total unterschätzte, kommende No Man's Sky), wird drolligerweise gemeckert, weil er sich anschickt, aus dem sofabequemen Erwartungsrahmen zu fallen. Und eventuelle Ueberraschungen in einem Titel könnten selbstverständlich einen Herzinfarkt zur Folge haben. Selbst die Story muss sich nun nach Spielerwünschen richten und darf keinesfalls eigene Wege gehen oder gar den Spieler zum Nachdenken anregen oder nachhaltig beeinflussen (ja, Mass Effect 3, wir reden von dir!). Der von Publisher- und Spielerseite im gegenseitigen Einvernehmen hochzelebrierte Konservativismus, der zur Stagnation der etablierten Franchises im AAA Bereich geführt hat, widert mich persönlich nur noch an - einhergehend mit der ganzen Day-One-Patch-Schluderei. --- Glücklicherweise kann man jedoch auch eine Gegenbewegung beobachten: Bethesda lässt sich nicht in seine unzeitgemäß erscheinende (aber lustigerweise nach wie vor unglaublich beliebten) RPG-Formel reinquatschen, bedient seit gut 2 Jahren wieder Old-School Fans mit Shootern, die KEINE Cover Shooter sind, und versucht, neue Franchises zu etablieren: Dishonored, etc.. Ubisoft benutzt zwar nach wie vor die gleiche Grundformel, wagt damit jedoch zumindest ab und zu verrückte Experimente wie Far Cry Blood Dragon & Primal, die theoretisch in die Hose hätten gehen können (nebenbei haben sie endlich geschnallt, dass niemand JEDES Jahr einen lieblos hingeklatschten Assassin's Creed Eintrag braucht, danke!). CD Projekt hat genug Mumm in der Hose, um sich nach mehreren Fantasy Titeln statt dem eigentlich unvermeidlichen und stringent machbaren Witcher 4 einem völlig aus der Art geschlagenen Sci-Fi-RPG zuzuwenden. - DAS ist der Mut, den die Branche braucht. Dass man aus einem Franchise gerne einmal Kapital schlägt und 1-2 Sequels, Prequels und Hastdunichtgesehen herausschlagen möchte, ist verständlich. Wenn aber ansonsten über Jahre hinweg trotz des angereicherten Kapitals durch die Megaseller kein einziges Wagnis eingegangen wird, das sich anschickt, auch nur ein paar Meter abseits der ausgetretenen Pfade zu wandern, ist das ein Armutszeugnis. - So, ich haben fertich! Und jetzt möchte ich bitte ein tolles Star Wars Spiel sehen, so wie Jedi Knight II / Academy - und bitte nicht von EA und auch bitte nicht nur mit LEGO! So schwer kann es doch nicht sein! ;P

contraspirit 11 Forenversteher - 594 - 22. Juni 2016 - 9:03 #

Deine Aussage erscheint mir irgendwie nicht so recht konsistent. Erst gibst du dem Artikel recht, nur um dann gefühlt seitenlang rumzuranten, wie widerlich Spieler und Industrie doch heute sind. Was denn nun?

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 22. Juni 2016 - 16:11 #

Es ist geschieht natürlich beides: Nostalgisches Rueckblicken, das Unebenheiten des althergebrachten Spielerlebnisses mit einem wohlwollenden Auf-die-Schulterklopfen für den erfolglosen, aber engagierten Hilfsschüler hübsch begradigt - auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite: Extreme Fokussierung auf etablierte Konzepte, um ja nicht an der Gewinnmaximierung zu rütteln, die die Krawatten vom Board und die verschwitzten Arroganties von der Börse im letzten Jahr glücklich gestimmt haben, die sich einen Scheißdreck um Spiele oder Spieler scheren, aber ungemein lautstark reden und mikromanagend mitmischen wollen, als hätten sie einen Schimmer davon, was ein gutes Spiel ausmacht. Beides lässt sich kaum abstreiten.

zfpru 15 Kenner - P - 2979 - 22. Juni 2016 - 9:33 #

Jetzt noch die beliebte Frage: Was will uns die Autorin damit sagen?

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 22. Juni 2016 - 10:10 #

Genau das, was in dem Beitrag nachzulesen ist...

zfpru 15 Kenner - P - 2979 - 22. Juni 2016 - 12:48 #

Sie hat viel geschrieben, aber wenig gesagt. Oder besser, wenn eine tiefere Botschaft in den Worten enthalten ist, sehe ich sie nicht.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 22. Juni 2016 - 13:05 #

Oh, ich finde, da ist durchaus sehr viel von dem enthalten, was mich - und andere - an der heute existierenden Spielwelt massiv stört. Wie du mit den Problemen umgehen willst, ist nun wieder allein deine Entscheidung.

zfpru 15 Kenner - P - 2979 - 22. Juni 2016 - 20:25 #

Kann ich dir sagen, ich sehe keine Probleme, wo keine sind.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 24. Juni 2016 - 15:10 #

Wenn du keine Probleme siehst, dann können auch keine existieren?

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 22. Juni 2016 - 11:51 #

Ich hab schon bei Punkt b) gewusst, dass wenige Zeilen später, oder auf jeden Fall irgendwo in deinem Beitrag, NMS vorkommen würde :D Kein Freylis-Beitrag geht ohne ^^

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13885 - 22. Juni 2016 - 12:17 #

Du bist bis b gekommen, wow.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4617 - 22. Juni 2016 - 6:05 #

Aus dem "Boris Schneider ist wieder da!"-Thread:
"Und ich? Muss ich Boris nehmen fuer Diskussion ueber B2B-PaaS auf Azure und BD/GTM fuer Cloud Gaming?".

Vielleicht war früher nicht alles besser, aber doch wesentlich einfacher. Zumindest habe ich damals so Zeug noch halbwegs verstanden. Den Satz da oben verstehe ich nicht mehr. Oder ich werde einfach zu alt für sowas.

euph 23 Langzeituser - P - 38747 - 22. Juni 2016 - 6:28 #

He, he - geht mir auch ein bisschen so :-)

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 22. Juni 2016 - 10:20 #

Die fehlt nur ein geeignetes TLA*-Lexikon (Three Letter Acronyms) :-)

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4617 - 22. Juni 2016 - 11:38 #

Da meldet sich der Ursupator in personam und expressis verbis zu Wort!
Aber auf Deine Antwort gebe ich postwendend zurück: "ask Google" und "rtfm" sind seit der Post-Adoleszenz des Internets nicht mehr en vogue!

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 22. Juni 2016 - 15:13 #

Was dem einem Post-Adoleszenz dem anderen Neuland :-)
[read the FINE manual ist aber sowas von perma-gueltig und
auch noch dem Akademiker sein 101 - Hauptsache Aschgrau

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 22. Juni 2016 - 8:43 #

Wenn es zum Jahresende wieder eine Spendenaktion gibt, um solche Reports zu verwirklichen - ich bin definitiv dabei! Also, als Spender :)

Sehr schöner, interessanter Artikel. Ich persönlich kann über das "Früher war alles besser"-Geschwafel manch eines Gamers nur den Kopf schütteln. Das Spieleangebot anno 2016 war nie reichhaltiger als heute. Da findet sich wirklich für jeden etwas, selbst für die besagte Gamergruppe. Der jammernde Blick in die Vergangenheit ist absolut unsinnig.

contraspirit 11 Forenversteher - 594 - 22. Juni 2016 - 9:04 #

Word! Zumal man das alte Zeug ja immer noch zocken kann.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4617 - 22. Juni 2016 - 11:38 #

Ha! Wenn Du mir was überweist, brauchst Du erst gar nicht bis zum Jahresende warten!

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 22. Juni 2016 - 12:02 #

Nice Try :)

Toxe 21 Motivator - P - 26105 - 23. Juni 2016 - 11:13 #

Genau. Ich kann über die "Früher war ALLES besser" Leute auch nur lachen.

Und wer heute nicht in der Lage ist, gute Spiele zu finden, sollte vielleicht mal den Kopf aus dem Sand nehmen und ein wenig Mut zu Neuem und Veränderungen haben.

Es gibt so viele ganz hervorragende Spiele, aber wer natürlich immer gleich abblockt, ablehnt und nicht bereit ist auch mal was anderes (oder andere Hardware) auszuprobieren, naja, dem geschieht seine Trübsal ganz recht.

Ich kann dieses Gejammer jedenfalls nicht mehr hören. Mal ganz davon abgesehen, daß der "früher war alles besser" Spruch sowieso grotesk falsch und verklärt ist.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 24. Juni 2016 - 16:50 #

Nee komm... Dann vergleich doch mal das Angebot aller Spiele-Neuerscheinungen um die Jahrtausendwende mit dem heutigen. Abgesehen vom Indie-Bereich hat da ganz klar eine unglaubliche Verengung stattgefunden. Wo sind sie denn hin, all die AAA Jump & Runs, AAA 3D Shooter, AAA Survival Horrors, AAA Adventures etc. etc. Laut Statistik (IGN) werden von den Megapublishern heute nur noch knappe 8% des damaligen Spieleangebots erreicht. Bestimmte Genres werden so gut wie nicht mehr bedient, es sei denn, es ist ein bestehendes Franchise, und Genremischungen und neue Marken sind leider schon die Seltenheit geworden. Das hat jetzt auch nichts mit Nostalgie zu tun, das sind einfach die harten Fakten. Dass es deswegen immer noch sehr gute, packende AAA Titel gibt, bestreitet niemand. Aber die ganz grossen Ueberraschungen waren auf der E3 eher selten. - Wie ich oben schon sagte, sehe ich allerdings auch eine Rueckbesinnung auf alte Tugenden, was mit die E3 etwas versuesst hat. Ich habe immer noch Hoffnunf fuer die Branche, auch fuer den AAA Bereich. Aber alle berechtigten Sorgen von Langzeitspielern als nostalgische Verklaerung abzutun waere auch ein wenig harsch (jetzt nicht unbedingt auf deinen Kommentar bezogen). So long! :D

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 24. Juni 2016 - 16:51 #

Du hast ja gar nicht NMS eingebunden....

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 24. Juni 2016 - 16:54 #

Wollte ich noch, aber da warst du schon am Drücker. Jetzt ist es zu spät. Oh warte: @NOMANSSKY #GOTY2016 ! höhö

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 24. Juni 2016 - 17:39 #

GG News:
NoManSky: Ein Bugfest und nur für Masochisten empfehlenswert.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 24. Juni 2016 - 17:45 #

Fuer sowas bin ich gar nicht empfaenglich. #PraytoSeanMurray #Suckup2HelloGames #WorshipNMS #65DaysofStaticFangirlsUnited

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 24. Juni 2016 - 18:16 #

Viel zu offensichtlich getrollt. Das muss subtiler sein, damit du bei Freylis eine Regung provozierst. Mir ist es kürzlich im Matrix-Chat gelungen ^^

Noodles 21 Motivator - P - 30210 - 24. Juni 2016 - 18:19 #

Wie denn? :D

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 24. Juni 2016 - 18:21 #

Das würd ich auch gern wissen...

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 24. Juni 2016 - 18:53 #

Weiß gar nicht mehr genau was ich gesagt habe. Glaube so was wie "NMS ist überbewertet und wird nix", aber in so einem ernsten Ton und ohne Übertreibung, dass es nach tatsächlicher Meinung klingen konnte.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 24. Juni 2016 - 19:02 #

Waaas?! Das hast du nur gemacht, um mich aus der Reserve zu locken. Verdammich, genau derselbe Mist wie in der Grundschule. Und ich falle immer noch drauf rein...

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 24. Juni 2016 - 19:34 #

Eima Opfa ima Opfa, wa ? :D

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 24. Juni 2016 - 18:22 #

Freylis trollen ? Ich ? Würd ich nie machen. Das war liebevolle Neckerei ! ;)

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 24. Juni 2016 - 18:42 #

Hä? Ich dachte, wir hatten da eine nette Unterhaltung mit geradezu mikroskopisch ungravierenden Meinungsdifferenzen, die selbst Grundschullehrerinnen während der Wechseljahre nur marginal tangieren würden.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 24. Juni 2016 - 18:50 #

Ich übertreibe natürlich wie gewöhnlich, wenn ich nicht ernst kommentiere :D

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 24. Juni 2016 - 19:34 #

Du kannst ernst kommentieren ? :O

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 24. Juni 2016 - 19:39 #

Klar. Ich zeig es dir, wenn ich das nächste Mal Doppelposts im Forum sehe :)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 24. Juni 2016 - 20:10 #

Pöh...das ist Erpressung ! :P

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 24. Juni 2016 - 18:38 #

Dass einzelne Genres nicht ständig bedient werden, ist aber auch nichts Neues. All die Genres, die Du jetzt vermisst, werden garantiert wiederkommen früher oder später.

Außerdem verstehe ich nicht, warum bei dieser Diskussion (nicht nur von Dir) lediglich die AAA-Sparte betrachtet wird. Wie groß das Budget ist, das ist doch vollkommen irrelevant.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 25. Juni 2016 - 15:38 #

Ja sicher, aber momentan suchst du ein Jak & Daxter eben vergebens im AAA Bereich - um nur ein Beispiel von vielen zu nennen. Die Branche ist in sehr wenigen, geradezu buerokratisch penibel definierten Genres festgefahren. Du findest in vielen Titeln nicht mal mehr eine gesunde Genremischung, um das Gameplay aufzulockern, weil die Fat Cats zu sehr Angst davor haben, irgendeine Spielergruppe zu vergraulen. Dadurch werden Spiele vorhersehbar und spielmechanisch eintoenig. Da hilft dann auch die teuerste Engine mit der besten Grafik nicht. "Wie groß das Budget ist, das ist doch vollkommen irrelevant."- Nee, nee, genau um die AAA Spiele geht es mir doch. Dass bei den Indies noch so ziemlich alles bedient wird, ist klar. :)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 25. Juni 2016 - 17:59 #

Aber warum interessiert Dich der Aspekt bei AAA so sehr? Solange Deine Interessen mit guter bis sehr guter Qualität bedient werden, ist doch alles in Butter :)
Wenn ich bei AAA nix finde, dann schaue ich eben woanders.

"Die Branche ist in sehr wenigen, geradezu buerokratisch penibel definierten Genres festgefahren."

-> Und genau das ist eben Dein Irrtum, weil "die Branche" ja nicht bloß aus AAA besteht. AA, A und Indies gehören da genauso zu.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 25. Juni 2016 - 20:04 #

Vergiss es...

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 25. Juni 2016 - 21:08 #

Du, ich wollte Dir sicher nicht auf den Schlips treten.
Aber ich verstehe es wirklich nicht. Ich verstehe nicht, wie jemand (nicht nur Du) einerseits sagen kann, früher sei unser Hobby vielfältiger und "besser" gewesen, bei der darauffolgenden Argumentation aber seinen Blick nur auf die AAA's richtet. Was ist an diesem Segment denn so besonders? Sie geben ja nicht einmal branchenweit die Marschrichtung in Stil, Gameplay, Genre-Auswahl usw. vor.

Ich würde mich freuen, wenn Du mir diese Denkweise näher erläutern könntest und warum sie Sinn ergibt.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 26. Juni 2016 - 1:47 #

Habe ich schon, ich habe keine Lust, das nochmal alles zu wiederholen. Das Leben ist zu kurz, also weiter im Text. Auch nicht boese gemeint, wir haben beide Besseres zu tun. :)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 22. Juni 2016 - 9:26 #

Guter Artikel, dem ich mich weitgehend anschließen kann. Vor allem ohne arrogant-hämischen Unterton. Sehr schön!

Elfant 15 Kenner - P - 3841 - 22. Juni 2016 - 12:19 #

Mir gefällt der Artikel leider nicht. Dabei habe wenig an der Schreibe an sich auszusetzen, aber thematisch bringt er schlicht nur ein altes, allgemeines Thema in einen "neuen" Kontext ohne etwas beizutragen.
Zusätzlich bricht er sich (bewusst?) durch die Einschübe der "Retroheroen": Warum sind sie interessant und lesenswert? Weil man sie aus Ihren Hochzeiten vor rund 20 Jahren kennt oder weil das Gesagte im Kontext sinnig ist? Die Beantwortung ist nicht einfach, weil die Ein - und Anknüpfungen sehr unterschiedlich sind.

Gaiska 10 Kommunikator - P - 443 - 22. Juni 2016 - 15:02 #

sehr interessanter bericht, vielen dank dafür.

Olipool 15 Kenner - 3742 - 22. Juni 2016 - 18:09 #

Danke für den tollen Artikel, sowohl sprachlich als auch strukturell sehr schön zu lesen. Inhaltlich natürlich auch ;)

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86525 - 22. Juni 2016 - 20:05 #

Sehr schöner Artikel. Allein das Lesen hat bei mir schon nostalgische Gefühle ausgelöst. Und natürlich, !w1r s1nd l33t! ^^

Nyukn 11 Forenversteher - 597 - 23. Juni 2016 - 18:32 #

Striiiiiike. Bester Text den ich hier seit langer zeit gelesen habe!

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10002 - 23. Juni 2016 - 18:50 #

Sehr schöner und gut zu lesender, sowie äußerst interessanter Artikel! Vielen Dank dafür.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32794 - 23. Juni 2016 - 19:23 #

Gut zu lesender und interessanter Report, hat mir gut gefallen.

amenon 15 Kenner - P - 2986 - 23. Juni 2016 - 19:57 #

Gern mehr von solchen Texten.

anni 12 Trollwächter - P - 1118 - 24. Juni 2016 - 16:38 #

Guter Artikel, danke!

RoT 17 Shapeshifter - 8570 - 26. Juni 2016 - 0:12 #

schöner artikel, vor allem Spirit of adventure lässt bei mir die genannten gefühle aufkommen :D

Crazycommander 14 Komm-Experte - P - 1861 - 27. Juni 2016 - 18:22 #

Toller Artikel. Ich freue mich über jeden Report hier.

Aladan 21 Motivator - - 28703 - 28. Juni 2016 - 7:51 #

Interessanter Artikel. Danke dafür.

Retro zieht sich aber tatsächlich durch alle Generationen.

Von Atari über NES/Mastersystem, SNES/Genesis, N64/Playstation usw. gibt es verschiedenste Gruppen, die sich damit beschäftigen.

Und 1-2 Generationen nach uns werden die Leute über unsere aktuelle Generation schauen und davon schwärmen. Wenn ich an ein Witcher 3 denke, oder das gesamte Mass Effect Franchise, Uncharted oder Metal Gear. Es gibt immer etwas, über das man reden wird, einfach weil es purer Spaß ist/war.

Toxe 21 Motivator - P - 26105 - 28. Juni 2016 - 9:45 #

Och ich schwärme jetzt schon von unserer aktuellen Generation. ;-)

Beispielsweise war 2015 mal wieder ein sehr guter Jahrgang.

wizace 12 Trollwächter - 964 - 29. Juni 2016 - 13:34 #

»Diese extrem persönliche Note geht – so Felzmann – fast zwangsläufig mit einer ebenso radikalen Verklärung einher: "Unsere Erinnerung betrügt uns meistens. Denn wenn ich mich nostalgisch auf etwas rückbesinne, dann ist das keine objektive und bewahrende Erinnerung, es ist vielmehr ein konstruktives und persönliches Erinnern. Eines, das durch den situativen Rahmen geprägt ist, in dem man sich gerade befindet. Wer sich zum Beispiel an ein bestimmtes Weihnachtsfest erinnert, während er gerade behaglich vor einem festlich geschmückten Baum sitzt, der wird dabei gänzlich andere Bilder heraufbeschwören als jemand, der bei Schneetreiben auf der Autobahn feststeckt."«
Häh? Wieso soll ich mich an ein bestimmtes Weihnachtsfest im Schneetreiben anders als vorm Baum erinnern? Und was hat das mit Retrogames zu tun? Hat der Autor wohl selbst nicht verstanden, was der Zitierte da eigentlich aussagen wollte. Hoffe ich zumindest für den Zitierten...

wizace 12 Trollwächter - 964 - 29. Juni 2016 - 13:56 #

Ich denke, es gibt für alles eine goldene Ära. Wir hatten einen Schulchor wo jedes Jahr für eine Probenwoche in eine Burg gefahren wurde. Die Älteren erzählten uns Jüngeren immer vom Geist und dem Kult dieses Ausflugs. Als ich zum ersten Mal da war, gehörte ich zur dritten Generation, die praktisch die "guten, alten Geschichten" der ersten Generation nur noch aus zweiter Hand hörte. Obwohl "der Geist" durch etliche "Traditionen" wie z.B. einen Kaminabend mit Geistershow aufrecht erhalten wurde, war es eben einfach spürbar nur noch ein Abklatsch und mich als Jüngeren nervte das Getue darum nur noch.
Die goldene Ära des Neuen und Einzigartigen mit einer Gruppe, die für sich ein tolles neues Erlebnis schuf, war eben einfach vorbei. Und das kann man eben nicht wiederholen, weil jede Generation für sich selbst wieder etwas einzigartiges schaffen muss. Da kann man noch so viel Aufwand treiben, aus einem Wacken wird eben niemals ein Woodstock werden, auch wenn Größe, Sound, Drogen, Catering und Lightshow um ein vielfaches aufgeblasen werden. So gut wie die Erinnerungen der Alten wird es für die Jungen, die da heran reichen wollen, niemals werden.
Und das gilt in meinen Augen auch für die Spiele. Ich bin froh, dass ich die goldene Ära erlebt habe. Sie ist aber vorbei und wird nicht wieder kommen. Dafür haben die Kids von heute Facebook und soziale Netzwerke. Deren goldene Ära ging z.B. An mir schon komplett vorbei...

Harlevin 11 Forenversteher - 573 - 6. Juli 2016 - 7:48 #

Schade, dass der Artikel nicht auf die moderne Pixel"art"- und Neo-Retro-Welle eingeht, obwohl er ja "Der Retrowelle auf der Spur" sein will. Wie kommt's, dass so viele (Indie) Spiele auf der 8 Bit-Ära-Schiene fahren? Natürlich ohne jemals auf die technischen Limitierungen von damals zu achten und allgemein voller moderner Effekte zu sein, die damals nie möglich waren.
Ein Markt für Neo-Retro ist da, aber wie groß ist er? Aus welchen Spielern besteht der Markt, sind es jüngere oder ältere Menschen? Warum steigen große Entwickler nicht mit in den Markt ein?
Wie sieht es bei gog.com aus? Werden die Spiele von damals gekauft, aber dann im digitalen Regal liegen gelassen und nie heruntergeladen/gespielt? Weil man es damals mochte, damals immer spielen wollte, es aber nie hatte, weil man mal davon gehört hat, dass es gut sein soll? Weil es günstig war?
Wer waren die Leute, deren nostalgische Erinnerung durch das erneute Spielen der Titel zerstört wurde? Wann hatten sie diese Titel das letzte Mal angefasst? Aus welcher Ära stammen diese Spiele und Spieler? Und wieso gibt es dennoch viele ältere Spieler, die nach wie vor von den Spielen aus ihrer Kindheit/Jugend begeistert sind?
Viele Fragen, die diese Retrowelle aufwirft, im Hinblick auf tatsächliche alte Spiele und Neo-Retro-Pixellook. Da wäre wohl eine ganze Artikelreihe notwendig.

wieauchimmer (unregistriert) 6. Juli 2016 - 11:27 #

Neo-Retro. Was ein schönes Wort dafür. Die Grafik-Szene bezeichnet das nach wie vor als Pixelart. Wobei dort eigentlich schon klar ist, dass die Werke, die aktuell aus der Indie-Games-Branche und Hochschul-Umfeld erwachsen, mit klassischer Pixelart nicht so viel zu tun haben - weil halt nicht puristisch genug. Bei Pixeljoint würde beispielsweise ein Mix aus gepixelter und gefilterter Grafik in der Datenbank von vorneherein abgelehnt.

GameInvaders 05 Spieler - 44 - 12. Juli 2016 - 10:10 #

Super artikel :D gefällt mir echt gut

spatenpauli 10 Kommunikator - 447 - 15. August 2016 - 14:14 #

Jepp, mir auch.

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