Arcade-Check: Anna - Extended Version

360
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Old Lion 64878 EXP - 25 Platin-Gamer,R10,C10,A10,J10
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19. Oktober 2014 - 13:00
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Jede Woche stellt der Arcade-Check ein interessantes Download-Spiel vom Xbox-Marktplatz vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Die Rubrik wird von unseren Usern Vampiro und Old Lion betreut.

Das Aostatal. Hohe Berge, tiefe Täler. Kleine Bächlein mit kristallklarem Wasser. Die Gams springt über spitze Felsen, und der Bussard kreist im Schein der Sonne. In der Ferne meint man, Heidi zu erspähen. So idyllisch beginnt Anna aus dem Hause Kalypso. Es ist Schauplatz einer Reise, auf der selbst wir nicht wissen, was real oder nur ein (böser) Traum ist. Ob sich der Kauf der Extended Version für die Xbox 360 lohnt, verrät euch der Arcade-Check.
Eure erste Aufgabe liegt darin, einen Weg in dieses verfallene Haus zu finden.
Auf der Alm, da gibts koa Sünd`
"Erfolg freigeschaltet: Du bist in die Sägemühle hineingelangt". Der hier genannte erste erspielbare Erfolg wird euch allerdings nicht geschenkt, sondern erfordert etwas Geduld, Kombinationsgeschick und etwas Logik. Aber der Reihe nach: Ihr erwacht in der hübschen Bergidylle der Alpen, vor euch eine große Mühle, die sich später als Sägewerk herausstellt, in trauter Gesellschaft mit einem fließenden Bächlein, umrahmt von einem undurchlässigen Holzzaun. Ihr kommt erstmal ins Grübeln, wo ihr überhaupt seid und vor allem: warum? 

Um das herauszufinden, müsst ihr ins Haus. Eine innere Stimme sagt euch, dass dort die Antwort auf all eure Fragen warten könnte. Die Tür ist schnell gefunden, jedoch ist sie wie alle Fenster verschlossen oder vielmehr durch eine defekte Mechanik nicht zu öffnen. Bei eurer Suche nach einem alternativen Zugang entdeckt ihr über der Türe ein... äh... Dings, mit einem Bums drin. Es scheint wichtig zu sein, weshalb ihr versuchen müsst, es da rauszubekommen. Euer Taschenmesser und die Feldflasche sind unnütz – ihr braucht andere Utensilien, die sich wohl auf dem Grundstück befinden. 

Ein Stock, ein Stein, ein Ahornblatt, ein verdrecktes Etwas und ein Schaltknopf für die Tür sind schnell entdeckt und aufgesammelt. Wer ganz viel Zeit hat, kann sich auch die Tagebucheinträge zu Gemüte führen, die euch ab und an sogar auf die richtige Fährte zurückbringen, solltet ihr mal nicht weiterwissen. Geschickt werft ihr den Stein vor das Dings und erhaltet mit Hilfe des Stockes das Bums, das sich nun als Teil eines Zahnrades entpuppt. Das passende Gegenstück säubert ihr im Bach von dem Schmutz und setzt die Teile zusammen. Mit dem Flickwerk müsst ihr nun nur noch die kaputte Tür reparieren.
Trotz Mystery-Atmosphäre ist bei Anna schnell der Ofen aus.
Mittelmäßige Grafik und schwache Steuerung
Wir betreten das nicht so traute Heim und hören ein Schluchzen. Ist es Anna? Unsere scheinbar große Liebe, die wir suchen? Um das herauszubekommen, solltet ihr von nun an selbst weiterspielen. In gewohnter Manier führt euch das Point-and-Klick-Kombinationsspiel weiter in die düstere Geschichte ein. Siegel müssen gebrochen, Schlüssel gefunden oder Schalter gedrückt werden. Insgesamt erwarten euch acht verschiedene Enden, die es freizuspielen gilt.

Grafisch wird euch durchwachsene Kost geboten. Viele Gegenstände wirken optisch altbacken oder sind auf dem ersten Blick schlichtweg nicht zu erkennen. Die zu Beginn erwähnte Wiese blendet euch fast schon in grellen Neonfarben. Zudem merkt ihr dem Titel auch jederzeit an, dass er ursprünglich für den PC konzipiert wurde. Pixelgenaues Klicken verkommt mit dem Controller zur Fummelsarbeit, die Menüführung wirkt auch eher umständlich und nicht auf die Konsole abgestimmt. Dafür bekommt ihr eine konträre Atmosphäre geboten, die sich mit Bergwelt und okkulter Düsternis im Haus abwechselt.

Fazit
Auf der einen Seite bekommt ihr mit Anna ein spannendes Abenteuer geboten, das euch einige Stunden vor die heimische Konsole fesselt, solange ihr keine Grafikfetischisten seid. Auf der anderen Seite spielt die Technik hier klar gegen euch, da die Steuerung komplett auf die Maus zugeschnitten ist.
  • Point-and-Click-Adventure
  • Ungewöhnliches, faszinierendes Setting
  • Preis am 14.10.2014: 14,99 Euro
  • In einem Satz: Spannendes Bergabenteuer im Aostatal mit Schwächen bei der Steuerung

Video:

Despair 16 Übertalent - 4434 - 19. Oktober 2014 - 13:57 #

Ich würde das Spiel als "Myst meets Amnesia" beschreiben. Viel Text, anspruchsvolle Rätsel mit okkultem Ghosthouse-Grusel. Ich habe es auf dem PC ein paar Stunden gespielt, aber noch keines der Enden gesehen, da mein Charakter aus Panikgründen bisher immer das Haus vorzeitig verlassen hat. Eine weitere Eigenart dieses seltsamen Spiels... :D

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 19. Oktober 2014 - 15:13 #

Irgendwie hab ich das Gefühl, der Test klingt besser als das Spiel selbst ;-)

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64878 - 19. Oktober 2014 - 15:25 #

Es ruft halt gemischte Gefühle hervor. Ich persönlich, als jemand der gern auf der Konsole spielt, würde hier definitiv zum PC raten. Ich denke, da gewinnt das Spiel an mehr Tiefe, weil einiges flüssiger von der Hand geht.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11342 - 19. Oktober 2014 - 19:45 #

Naja liest sich alles sehr generisch, kann aber auch an der Schreibweise liegen.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64878 - 19. Oktober 2014 - 20:17 #

Schreibweise! Schrecklich, der Stil!

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11342 - 19. Oktober 2014 - 20:21 #

Man kann auch übertreiben. Aber mir wars too much und zu Dings Bums

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64878 - 19. Oktober 2014 - 20:23 #

Das ist ok.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11342 - 19. Oktober 2014 - 20:30 #

Ist ja nichts persönliches. Kann mich mit soetwas einfach nur schwer anfreunden^^ ein kleiber Kritikpunkt vielleicht: Bis zum Ende bin ich nicht drauf gekommen, dass es sich um ein click and point handelt. Aber das macht es für mich dann wiederum etwas interessant. So wie du es geschrieben hast sind mir Titel wie Dear Ester und The Vanishing of Ethan Carter in den Sinn gekommen.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64878 - 19. Oktober 2014 - 20:34 #

Ich nehm das nicht persönlich. Und wie gesagt, es ist ok, wenn dir der Text nicht so zusagt. Ich kann es nicht jedem recht machen.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 20. Oktober 2014 - 9:23 #

Mir hat der Text besser gefallen als das Spiel :-)

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64878 - 20. Oktober 2014 - 9:46 #

Danke, das ist lieb! Ich mag es einfach, wenn sich nichtn immer alles gleich liest. Obwohl wir beim Check schon nach einem gewissen Schema vorgehen!

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 20. Oktober 2014 - 9:55 #

Der Text sollte auch für sich genommen lesenswert sein / Vergnügen bereiten. Ich habe das bei Buchkritiken immer so gehalten, völlig unabhängig davon, ob es letzten Endes eine Empfehlung gab oder einen harschen Verriss. Kritiken, egal ob es um Bücher, Filme oder Spiele geht, sollten immer auch einen literarischen Nährwert haben ;-)

Mantarus 16 Übertalent - P - 4779 - 19. Oktober 2014 - 16:18 #

Mir gefällts :)

Aber ich hab auch Risen 1 auf der XboX gezockt ;)

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 19. Oktober 2014 - 16:20 #

Masochist! :-)

Maverick 30 Pro-Gamer - - 166997 - 19. Oktober 2014 - 19:45 #

Was ist das Besondere an der "Extended" Version ?

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64878 - 19. Oktober 2014 - 20:19 #

Die acht Enden? "Anna - Extended Edition bietet neue Umgebungen, eine längere Spielzeit, mehr Puzzles, zusätzliche Gameplay-Elemente sowie Grafik- und Interfaceverbesserungen. Durch ein Ingame-Tagebuch des Protagonisten erhältst du detailliertes Feedback der Spielwelt und ein neuer, mysteriöser NPC verfolgt dich in der Mühle auf Schritt und Tritt."

Maverick 30 Pro-Gamer - - 166997 - 19. Oktober 2014 - 22:20 #

Danke für die Info. :)

Dennis Hillor 22 AAA-Gamer - P - 32406 - 20. Oktober 2014 - 9:19 #

Netter Check, wenngleich mir das Spiel glatt egal ist.

EvilNobody 13 Koop-Gamer - 1631 - 20. Oktober 2014 - 13:57 #

Genauso eine miese Umsetzung wie "Slender" für die 360. Die spiele an sich sind toll, aber technisch habe ich bei Letztgenanntem glatt nen Schock bekommen.
Hier sollte man definitiv zur PC-Version greifen.

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Amazon (€): 5,99 (PC/Mac)