Umfrage: 39% der Briten lassen ihre Kinder ungeeignete Spiele spielen

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6. Januar 2010 - 18:16 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Laut einer Umfrage, die von der englischen Discount-Seite MyVoucherCodes.co.uk in Auftrag gegeben wurde, lassen über ein Drittel (39%) der britischen Eltern ihre Kinder Videospiele spielen, die für ihr Alter nicht geeignet sind -- zum Beispiel die Call of Duty- oder die Grand Theft Auto-Serie. Und das, obwohl diese Spiele eine klare Altersempfehlung tragen. Doch diese wird von manchen Eltern anscheinend nicht beachtet. Des Weiteren haben 25% der Eltern die Spiele gemeinsam mit ihren Kindern gespielt.
Weit größer ist jedoch der Anteil der Eltern, die ihre Kinder Filme anschauen lassen, die ein ab 18-Siegel von der BBFC (British Board of Film Classification) erhalten haben: 53% der Umfrageteilnehmer. Und 66% finden es in Ordnung, wenn ihr Nachwuchs Musik mit der Kennzeichnung "explicit lyrics" hört.

Der Manager von MyVoucherCodes.co.uk, Mark Pearson zeigte sich von dem Ergebnis der Umfrage überrascht und findet es besorgniserregend, wie viele Eltern ihre Kinder wissentlich Filme schauen, Spiele spielen und Musik hören lassen, für die sie noch zu jung sind. Die Kennzeichnungen gäbe es aus gutem Grund, deshalb sollten sich die Eltern gut überlegen, mit welchen Medieninhalten sie ihre Kinder in Kontakt bringen.

Übrigens ist es weder in England noch in Deutschland verboten, den eigenen Kindern Inhalte zur Verfügung zu stellen, die es selbst im Handel nicht erwerben darf oder soll. Man nennt das elterliches Erziehungsprivileg.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11022 - 6. Januar 2010 - 16:55 #

Wenn ich die Einstufung für Unsinn halten würde, würde ich auch meinem 11 jährigem Kind einen USK 12 Spiel/Film oder wenn es ganz daneben ist auch ab 16 in die Hand drücken.

Das ist nun mal auch Ermessenssache und wenn die Eltern es für richtig halten, ihnen solch ein Spiel zu geben, wieso nicht?

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 6. Januar 2010 - 17:12 #

Eben! In Holland spielen zwölfjähre problemlos Gears of War in Deutschland können es nicht einmal Erwachsene spielen, weil es gar nicht erst erschienen ist. Wichtig ist, dass die Kinder Medienkompetenz lernen. Dann schauen sie sich sicher ein paar Mal aus Neugierde ungeeignete Titel an und wenden sich danach wieder den Medien zu, die für sie geeignet sind und die sie interessieren (unabhängig von einer Alterseinstufung die eh viel zu grobmaschig ist). Anders bei Verboten. Die Locken immer an! Jeder lässt gerne im Geheimen den kleinen Anarchisten bzw. nicht Obrigkeitshörigen Verweigerer raushängen, selbst Erwachsene tun dies gerne. Es ist dieses Prickeln, etwas Verbotenes zu tun... der Film oder das Spiel an sich ist nebensächlich.

Apokalypse 17 Shapeshifter - 6613 - 6. Januar 2010 - 17:10 #

Scheint für Eltern ja schwer zu sein mal halbwegs auf ihre Kinder zu achten.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 6. Januar 2010 - 17:13 #

Scheint für die Behörden ja schwer zu sein mal halbwegs vernünftige Alterskennzeichnungen rauszubringen, die nicht bloss die Zustimmung der katholischen Kirche finden...

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 6. Januar 2010 - 17:23 #

Was wir alle eigntlich schon wussten oder selbst erlebt haben. Aber es stimmt, wenn man weiß, was man seinem Kind kauft ist das völlig in Ordnung.
Völlig daneben sind dann aber die Eltern, die gar keine Ahnung haben und noch nicht mal wissen, warum da auf dem Spiel so ein komischer roter Sticker drauf ist...

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 6. Januar 2010 - 18:13 #

Das ist aber ein anderes Problem. Vielleicht sollte der Staat mal einen Eltern-Führerschein machen... (Vorschlag aus "The Breakfast Club": Für jeden Scheiß braucht man einen Führerschein nur Vater darf jeder Arsch werden").

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73389 - 6. Januar 2010 - 18:18 #

Ab einem gewissen Rahmen mag man das den Eltern natürlich zugestehen. Aber wenn z.B. ein 7-jähriger Knirbs spiele wie Modern Warfare 2 oder Left 4 Dead etc. mit Genehmigung seiner Eltern spielen darf, lange ich mir da schon an den Kopf.

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1788 - 6. Januar 2010 - 23:32 #

Na immerhin scheint es in GB weit weniger Amokläufe zu geben als hierzulande. Dem siebenjährigen Jungen Spiel X verbieten, nur weil irgendwer ne 18 drauf geklebt hat, ist also vielleicht auch nicht das non plus ultra. Wie ein Mensch mit Gewalt umgeht, hängt nicht davon ab, ob er es sieht oder nicht.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73389 - 7. Januar 2010 - 0:21 #

18er-Titel gehören nicht in Kinderhände. Punkt.

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1788 - 7. Januar 2010 - 15:17 #

Hab ich früher immer anders gesehen und mir geht es gut. Man sollte mal über seinen Tellerrand hinaussehen können, Doppelpunkt.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73389 - 7. Januar 2010 - 16:17 #

Du kannst die Spiele von früher und mit denen von heute nicht miteinander vergleichen. Dazu braucht es auch keinen Tellerrand.

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1788 - 7. Januar 2010 - 17:05 #

Ich behaupte, dass diverse Elemente aus Doom (Spiel, 1993) mehr Gewalt enthalten, als so mancher Shooter von heute.

So wie ich die Alterseinstufung an sich verstehe, setzt man voraus, dass alle Personen eines bestimmten Alters gleich empfindlich auf Gewaltdarstellungen reagieren. Deswegen "sollen" Eltern auf die Einstufungen achten. Doch was ist, wenn die Klassifizierung einfach fehlerhaft ist und nicht daran gemessen werden !kann!, was für Gewalt ein Mensch bestimmten Alters sieht? Ein echter Autounfall hat schon so manchen psychisch aus der Bahn geworfen, egal wie alt. Das haben bislang keine Spiele geschafft, nicht mal die brutalsten.

In meinen Augen ist es eher eine Frage der Erziehung und des Gesellschaftlichen Umgangs mit dem Thema. Wenn ich ein Spiel starte und dabei bereits Hintergedanken bezüglich der Auswirkungen habe, gehe ich anders mit dem Gezeigten um, als ich es täte, wenn ich den Hintergedanken nicht hätte. (z.B. "Wer das spielt, wird ein böser Mensch und läuft sogar Amok!" )

Nun stimme ich Dir zu, nicht jeder sollte alles sehen / müssen / dürfen. Doch zum Einen hängt das vom Kind, den Eltern und der Erziehung + Gesellschaft ab, zum Anderen bezweifle ich stark, dass ein GTA 4 tatsächlich starke Auswirkungen auf Kinder hat, die mit Vernunft erzogen werden und nicht mit Angst.

Die Alterseinstufung ist eine sehr heuchlerische Art der Klassifizierung, denn ein 17-jähriger darf ein eben noch verbotenes Spiel quasi über Nacht erwerben und Spielen.

Nachtrag: Solche Einstufungen sind in unserer Gesellschaft leider unabdingbar, u.A. dank des Unvermögens sehr vieler Eltern. Ich schätze daran wird sich leider auch auf lange Sicht kaum etwas ändern.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 6. Januar 2010 - 18:54 #

Das ist echt eine Schweinerei. Ich arbeite zurzeit neben dem Studium in einer Grundschule. Da ist es auch immer sehr interessant zu hören was die Kleinen schon so alles kennen. Die Kids können damit aber natürlich noch überhaupt nicht umgehen. Die meisten Eltern denken sich da leider echt nichts bei. Oder glauben gar sie würden ihren Kindern einen Gefallen tun, indem sie sowas großzügig erlauben. Da müsste echt "mehr" Aufklärung betrieben werden.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11022 - 6. Januar 2010 - 20:05 #

Schweinerei? Ich nenne es einfach: Realität.

Denk doch mal an deine Jugend, Kindheit. Hast du dich immer an die Regeln gehalten? Nur Filme gesehen, Spiele gespielt, Dinge konsumiert die vom Jugendschutz für dein Alter vorgesehen war? Glaub ich kaum, war bei mir auch nicht anders. Da hat man teilweise eben mit 12-14 Soldier of Fortune 1 gespielt oder FSK ab16 Filme gesehen, manchmal gerade weil es nicht gern gesehen war. ;)

Und das sollte wohl für ganze Generationen zutreffen. Hat es geschadet? Eher nicht, sonst gäbs wohl an jeder Ecke psychische Fracks und Schlägereien. Die Welt ist nun mal nicht in Watte gepackt und hat auch keinen USK18-Stempel. Wir können Kinder nicht vor alles und jedem schützen und das ist auch gut so, sonst wachen sie irgendwann auf und bekommen einen Schock, wie "unschön" die Realität doch ist.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 6. Januar 2010 - 20:32 #

Also ich habe definitiv in der Grundschule keine Spiele oder Videos gesehen, die ab 18 Jahren freigegeben waren. Da haben sich bei mir noch die Playmobilcowboys und die Legoritter zu diversen Schamützeln getroffen. Zum Glück waren meine Eltern so verantwortungsbewusst. "Solche" Medien üben aber auf alle Fälle den großen Reiz des Verbotenen auf Kinder und v.a. Pubertierende aus. Ich will mich da auch gar nicht ausnehmen. Natürlich kann man mal mit 14/15 einen Film ab 16 sehen oder mit 16 einen ab 18, aber wenn das schon in der Grundschule mit dem regelmäßigem Konsum losgeht, hilft das dem Kind sicher nicht weiter.
Ich kenne die Kinder in der Schule gut und hab die echt gerne, aber manchen wird durch eine solche Erziehung das Leben echt unnötig schwer gemacht. Andere wiederrum spielen Gehirnjogging auf dem DS und schreiben ne 1 in der Mathearbeit^^ (da würde ich gerne mal wissen, ob es einen Zusammenhang gibt).
Ich will jetzt auch nicht auf die Ballerspiel-Gewalt-Schiene kommen (denn das ist nicht das Thema hier!), aber jeder normale Mensch sollte doch erkennen, dass Spiele wie GoW, GTA, CoD, Bulletproof usw. nichts für Kinder sind.
Dasselbe gilt übrigens auch für Musik & Filme. Bücher lesen sie ja meist doch nicht ;)

Punisher 19 Megatalent - P - 13372 - 7. Januar 2010 - 17:22 #

Naja, an der Grundschule war das noch nicht so, aber spätestens mit 13-14 wenn die ersten Spuren der Pubertät aufleuchteten war doch nur derjenige cool, der "Nightmare on Elm Street" gesehen hatte. Und einen Weg dafür gab es immer.

Meine Junioren sind noch nicht in dem Alter, in dem das relevant wäre, aber sogar der kleine mit 4 spielt schon ungefragt "Soldat" und "Abschiessen", seit er im Kindergarten ist. Wir haben das damals übrigens auch gemacht, in der Grundschule, an Fasching diese Pistolen mit den roten Ringen als Platzpatronen gekauft und dann Räuber und Polizei oder Cowboy und Indianer gespielt - und uns mächtig dabei erschossen. Die Frage bleibt für mich eher, wie gehen die Eltern damit um. Ich hab damals mit... ich sag ma 13 od. 14 auch Mortal Kombat gezockt, allerdings öfter mit meinem Papa, der mir auf kaum zu kopierende Weise klar gemacht hat, dass es ganz großer Blödsinn ist, jemandem am Kopf zu ziehen und damit diesen ab- und die ganze Wirbelsäule mit raus zu reissen. Komischerweise hab ichs kapiert und mit entsprechender Zuwendung und MEdienkompetenz der Eltern werden das auch meine und eure Kinder kapieren. Schwierig wirds nur dann, wenn man der PS3 oder der XBOX oder der WII die Kindererziehung komplett überläßt.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6526 - 6. Januar 2010 - 19:25 #

Das ist doch bei uns nicht anders. Sogar die Pädagogen unter meinen Onkeln und Tanten haben ihren Teenies zu Weihnachten Modern Warfare 2 geschenkt.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 6. Januar 2010 - 19:44 #

Wie alt sind denn die Teenies?

Ich erinnere mich immer noch mit Belustigung daran, dass der Film FX Tödliche Tricks früher ab 18 war... (ich würde ihm inzwischen eine Freigabe ab 12 zugestehen)

Andersrum ärgert es mich, dass Harry Potter und die Kammer des Schreckens in der deutschen Fassung an zwei Stellen geschnitten ist und ich keine Möglichkeit als mündiger Bürger habe mir eine ungeschnittene Fassung des Filmes in Deutschland zu kaufen. Wohlgemerkt, damit der Film eine Freigabe ab 6 bekommen konnte. Ergo - der Sprung von 6 auf 12 ist viel, viel zu groß und lässt keine vernünftigen Freigaben zu!

Khayet 13 Koop-Gamer - 1300 - 6. Januar 2010 - 19:49 #

Die Schnitte sind aber sehr sehr milde. Das fällt doch wirklich niemandem auf, dass dort geschnitten wurde. Manche meinen sogar der Film ist in der deutschen Version besser, weil er flüssiger ist.^^

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 6. Januar 2010 - 20:56 #

Teenies sind Kinder und Jugendliche von 10 - 19 Jahren. ;)
Bei Kindern find ich sowas generell zum Kotzen.

Gerjet Betker 19 Megatalent - 13638 - 7. Januar 2010 - 2:52 #

Fast.

Teenies beschreibt alle Alter die auf ein "teen" im Englischen enden - ergo: 13-19

10-12-jährige sind von der Definition her noch Kinder.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 6. Januar 2010 - 20:02 #

Ach, was sind wir schon weit. Solche Dinge erörtern zu können, aber ob und wie die eigentliche Erziehung fernab von Filmen oder Spielen läuft, da kräht kein Hahn in diesem Ausmaß nach.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 6. Januar 2010 - 20:39 #

Stimmt.
Aber beides hängt sicherlich zusammen.

McFareless 16 Übertalent - 5556 - 6. Januar 2010 - 20:26 #

Ist in Deutschland aber auch nicht anders...

_poolice_ 10 Kommunikator - 399 - 6. Januar 2010 - 22:15 #

Naja, mit den ganzen Infos kann ich gar nicht so viel anfangen.
Wenn 17-jährige Modern Warfare 2 spielen, spielen sie auch ein Spiel, für das sie eigentlich noch zu Jung sind, allerdings find ich das in den meisten Fällen nicht allzu gravierend.
Die Frage ist nun: Ab welchem Alter ist ein Spiel wirklich >ungeeignet<. Ich finde das nicht ganz so einfach zu sagen.
Mich würden deutsche Zahlen natürlich auch noch ungemein interessieren.. ;)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23260 - 6. Januar 2010 - 22:25 #

Ist in Deutschland leider Usus, jeder 14-Jährige mit nem schnellen PC spielt diesen Winter Modern Warfare 2. Entweder als Orignal oder als Kopie.

jaspajones 11 Forenversteher - 593 - 6. Januar 2010 - 22:47 #

Ich freue mich schon darauf später gegen meine Kinder in CS 3.0 und Modern Warfare 6 anzutreten mit den playstation 4 goggles

MichaelK. (unregistriert) 6. Januar 2010 - 23:28 #

Einerseits sind die Alterseinstufungen viel zu extrem. Mit 14 kann man durchaus schon 18er Sachen ansehen oder spielen, ohne gleich Amok zu laufen.

Andererseits gehts den Staat einen feuchten Kehricht an, was die Eltern ihren Kindern zumuten, weil der Staat alte Opas sind, die garnet entscheinden können, was ein Jugendlicher alles "aushalten" kann.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 7. Januar 2010 - 8:29 #

Es geht ja auch nicht primär um Amokläufe. Das Fass lassen wir besser zu an dieser Stelle.
Die Jugendlichen sollen auch nicht irgendwas "aushalten", sie sollen vernünftig mit dem Medium umgehen lernen. Man muss auch aufhören immer von sich auszugehen und mal auf die ganze Gesellschaft schauen. Es gibt leider viele Eltern, die nicht entscheiden können was gut für ihren Nachwuchs ist.
Wieso versuchen eigentlich einige Leute andauernd alles was mit nicht für Kinder freigegeben ist auf teufelkommraus zu verteidigen? Ist ja okay wenn man sich beschwert, dass man z.B. GoW in Deutschland nicht frei kaufen darf. Aber den Kindern direkt alles zugänglich zu machen ist hirnverbrannt. Kinder müssen auch einfach mal lernen Verbote zu akzeptieren, die dann mit zunehmedem Alter natürlich gelockert werden.
Die USK ist im übrigen nicht mit dem Staat im Bunde und da arbeiten auch keine "alte Opas". ;)

Anonymous (unregistriert) 7. Januar 2010 - 11:58 #

Die meisten Abiturienten, die hier lautstark irgendwelche Freiheits-Ideale verteidigen, haben wahrscheinlich nicht den Hauch einer Ahnung, wie es auf deutschen Hauptschulen aussieht. Gut ein Drittel aller deutschen Schüler geht da immer noch hin, und die lesen kein Marx oder Rousseau. Zwischen einer 8. Klasse Hauptschule und Gymnasium liegen geistige Welten. Für diese Gruppen sind die Alterseinstufungen genauso gemacht. Gesetze sind für alle da, vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich und da wird nicht erst nach angestrebtem Bildungsabschluss unterschieden. Das ist natürlich nur schwer zu begreifen, wenn man ständig in seinem eigenen gutbürgerlichen Umfeld bleibt. Tipp: Am besten eine Mauer um den Wohnblock ziehen und einen privaten Sicherheitsdienst anstellen, damit sich an dem Weltbild auch nur ja nichts ändert.

Anonymous (unregistriert) 7. Januar 2010 - 0:20 #

Ich finde es viel besorgniserregender, wie viele Kinder Filme schauen und Spiele zocken und die Eltern NICHT wissen, was die Kleinen da treiben. Solange die Eltern wissen, was die Kleinen da treiben, ist doch alles tutti. Natürlich mag da auch so manche Fehleinschätzung seitens der Eltern bei sein. Im allgemeinen traue ich aber Mami und Papi wesentlich eher zu zu wissen, was für ihren eigenen Sohn gut und richtig ist, als irgendwelche unbekannte Dritte.

Anonymous (unregistriert) 7. Januar 2010 - 7:33 #

Kommt auf das Kind drauf an und nicht auf das Alter.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 7. Januar 2010 - 7:57 #

Es geht den Staat eigentlich nix an, und sicherlich machen das einige Eltern auch bewusst. Ich gehe aber weiterhin davon aus dass der Großteil der Eltern keine Ahnung und kein Interesse an den Computerspielen hat, die ihre Sprösslinge so konsumieren.

Anonymous (unregistriert) 7. Januar 2010 - 9:29 #

Ich kenne einen Lehrer, der guckt mit seinem 8-jährigen Sohn
Action-Filme ab 16.
Entweder ist der nur doof, oder er hat keinen Bock Kinderfilme
zu gucken, da muss sich der kleine halt Filme angucken, die
auch Papa interessant findet.
(Für mich ist zum Beispiel Horten hört ein Hu ein Kinderfilm, der
für Erwachsene wirklich total langweilig ist. Zum Glück ist das nicht
die Regel.)

Oft habe ich den Eindruck solche Eltern wollen nicht Erzieher,
sondern Freunde ihrer Kinder sein. So läuft das aber nicht ...

Ganz übel wird es, wenn man die Kleinen dann noch zum Lügen
anhält - "Erzähl der Mama aber nicht, das wir Alien geguckt haben,
sonst zeige ich dir keine tollen Filme mehr".

Keine Ahnung, warum der Kleine wieder ins Bett macht!

Basti (unregistriert) 7. Januar 2010 - 10:55 #

Word!

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6483 - 7. Januar 2010 - 10:07 #

Das hat doch mit Großbritannien nichts zu tun. Meiner Jugenderfahrung nach ließen 100% aller Eltern uns Kids ungeeignete Spiele spielen, weil sie nämlich gar nicht wußten, was wir spielten... :-)

Aber mir ist schon klar, was gemeint ist. Auch die bewußt sehenden und entscheidenden Eltern dürften meiner Ansicht nach in Deutschland aber nicht wesentlich schlauer sein, im Durchschnitt.

Aladan 21 Motivator - - 28532 - 7. Januar 2010 - 12:58 #

Also meiner Meinung nach gehören Spiele mit einer 18er Kennzeichnung definitiv nicht in Kinderhände. Eltern die Ahnung von der Materie haben können sicherlich einschätzen ab wann ihr Kind für etwas geeignet ist.

Ich habe in meinem Umfeld selbst Eltern die ihren 14 Jährigen Zwillingen Spiele erlauben, die nicht ihrer Alterskennzeichnung entsprechen. Jedoch geschieht das nur zusammen und während ein Elternteil dabei ist (beide Elternteile spielen auch). Diese Lösung finde ich gut und man kann es schon als Familienaktivität ansehen.

Viel schlimmer finde ich im Moment die Verbreitung von MMO´s bei Kindern und Jugendlichen. Das ist eindeutig der gefährlichere Trend.

Anonymous (unregistriert) 10. Januar 2010 - 1:51 #

Erzähl uns nicht das Du Dich mit 14 um die Angaben der USK geschert hast?

BIOCRY 15 Kenner - P - 3143 - 7. Januar 2010 - 15:13 #

Ich persöhnlich halte ja nichts von so genannten UMFRAGEN. Besonders nicht vor irgendwelchen Wahlen!
Aber ich denke das es in Deutschland nicht anders ist mit den Kids.
Die Eltern interessiert es häufig nicht, was ihre Kinder am PC spielen, oder spielen wollen. Hauptsache sie geben Ruhe. Vernachlässigung, bzw. Unfähigkeit in der Erziehung nenne ich dass. Alle sind ja immer sooo gestresst und froh wenn die Kids sich selbst beschäftigen können vor der Glotze oder am PC.
Klar, ich habe früher auch (ab und zu mal)Filme gesehen, die nicht für mein Alter geeignet waren. Aber es macht natürlich auch die Menge. Kinder brauchen Grenzen und wenn ihre Eltern diese nicht ziehen können, werden wir uns noch warm Anziehen müssen, nicht nur im Winter!

Anonymous (unregistriert) 7. Januar 2010 - 15:31 #

Ich halte verbindliche Altereinstufungen sowieso für überflüssig.

Wi5in 14 Komm-Experte - 2682 - 7. Januar 2010 - 22:31 #

Nicht nur du ;)

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11022 - 7. Januar 2010 - 22:48 #

Wollte ihr das einfach nur mal so sagen? Denn die aktuellen Angaben sind ja nur beim Verkauf bindend, nicht beim konsumieren.

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