This Land is my Land – Die Viertelstunde

This Land is my Land – Die Viertelstunde
Teil der Exklusiv-Serie Die Viertelstunde

Dennis der Survival-Indianer

Dennis Hilla / 22. Oktober 2021 - 17:07 — vor 5 Wochen aktualisiert
Steckbrief
PC
Action
Schleich-Action
Game Labs
Game Labs
20.11.2019
Link

Teaser

In dem Early-Access-Titel seht ihr euch als Indianer mit viel Wut im Bauch einer scheinbar unbesiegbaren Gegnermacht entgegen. Erzeugt das Spiel bei Dennis in den ersten Stunden ähnliche Hassgefühle?
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Survival-Spiele erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, die Settings sind dabei aber meistens ziemlich monothematisch gehalten. Einsame Insel oder Postapokalypse sind wohl die beliebtesten Umgebungen, in denen ihr um euer Überleben kämpfen dürft. Da sind Titel wie Subnautica, in denen ihr einen Großteil eurer Zeit unter Wasser verbringt, eine erfrischende Abwechslung. Oder This Land is my Land. Hier steuert ihr einen Indianer, der sich an seinen Peinigern rächen will.

Doch bevor ihr euren Erzfeinden gegenübertreten könnt, müsst ihr zunächst einen Stamm aufbauen und zu neuer Größe führen. Dazu ist natürlich eine Menge Arbeit nötig, es müssen viele Rohstoffe gesammelt und feindliche Camps zerstört werden. Dann dürft ihr immer weitere Bereiche der Karte erobern und immer mächtigere Waffen, Fallen und Items craften. So zumindest die Theorie. Doch wie sieht This Land is my Land in der Praxis aus? Das hat Dennis für euch in einigen Stunden mit dem Titel herausgefunden – und er nimmt euch mit auf seiner Reise in die unbekannten Gefilde.

134 Kommentare

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Veröffentlicht am 28.09.2021: Das klassische JRPG mit Rundenkämpfen zeigt in der Viertelstunde, dass in ihm mehr steckt als eine ansehnliche gezeichnete Grafik und Namen einiger Final-Fantasy-Veteranen im Abspann.

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Dennis Hilla 22. Oktober 2021 - 17:07 — vor 5 Wochen aktualisiert
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Dennis Hilla Redakteur - P - 146822 - 22. Oktober 2021 - 17:08 #

Viel Spaß beim Ansehen!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 432967 - 22. Oktober 2021 - 17:09 #

Freue mich drauf! Mich hat es beim Anspielen ein wenig überfordert...

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 22. Oktober 2021 - 17:34 #

Ich dachte Indianer darf man nicht mehr sagen? :D

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6309 - 22. Oktober 2021 - 18:00 #

Sagt wer? ;p

Punisher 21 Motivator - - 29059 - 22. Oktober 2021 - 18:27 #

Anscheinend wird es von den indigenen Völkern Nordamerikas als diskriminierend, beleidigend oder kränkend empfunden, da im amerikanischen Kulturraum der "Indian" statt "Native American" wesentich stärker als bei uns der "Indianer" mit negativ empfundenen Stereotypen verbunden ist... abgesehen davon ist der Name wie wir alle Wissen ja eigentlich quatsch und beruht nur auf dem Irrtum vom alten Kolumbus, der meinte er sei in Indien.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6309 - 22. Oktober 2021 - 19:29 #

Ja, schon klar, auch alles soweit richtig und wichtig.

Mr. Tchijf 16 Übertalent - P - 4592 - 22. Oktober 2021 - 22:24 #

Ich will auch nicht als Kartoffel bezeichnet werden. Ist aber auch Gang und Gäbe mittlerweile. Und, wen juckts? Niemand. Richtig.

Ebenso wenig juckt mich diese Neo-Sprachpolizei.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6309 - 23. Oktober 2021 - 1:25 #

Kartoffel? Damit kann ich jetzt nichts anfangen.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 23. Oktober 2021 - 8:20 #

Kann man essen, oder Deutsche damit beleidigen. Wenn man es denn als Beleidigung auffässt.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6309 - 23. Oktober 2021 - 9:55 #

Ok, als Beleidigung ist das für mich gerade neu, hab ich ehrlich so noch nicht gehört.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 23. Oktober 2021 - 10:01 #

Ist die Standardbeleidigung an Schulen mit hohem Migrationsanteil. Zumindest im Rhein-Main-Gebiet.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6309 - 23. Oktober 2021 - 10:05 #

Verstehe.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 23. Oktober 2021 - 10:47 #

Wobei ich es wie gesagt als Beleidigung eher dümmlich finde.

Danywilde 24 Trolljäger - - 117145 - 23. Oktober 2021 - 11:00 #

Wie so oft, sagt der Wortlaut einer vermeintlichen Beleidigung mehr über den Urherber als die Zielperson aus.

Goremageddon 15 Kenner - 3705 - 24. Oktober 2021 - 8:09 #

Naja, zumindest hier in meiner Ecke NRWs ist das meist eher eine scherzhafte "Beleidigung" unter Freunden. Wenn man irgendwas "typisch" deutsches macht wie zum Beispiel auf eine Verspätung weniger Minuten hinzuweisen bekommt man schon mal "du bis aber auch echt ne richtige Kartoffel" entgegengeworfen. Gerne auch entgegen Leuten die selbst aus einer anderen Kulturgemeinschaft kommen und sich voll an deutsche Gepflogenheiten angepasst haben.

Wenn meine iranische Nachbarin Besuch von ihrer Mutter bekommt und sie mit einem schmunzeln den Kleidungsstil ihrer Tochter mit "Zieh dir doch mal was an" kommentiert und darauf die Antwort bekommt "Mama, ich bin halt eine Kartoffel, bei uns ist das so normal, gewöhn dich dran" finde ich das eigentlich ziemlich witzig. Kommt wie so oft echt auf den Kontext an.

Mr. Tchijf 16 Übertalent - P - 4592 - 24. Oktober 2021 - 10:18 #

Kommt mal nach Köln. Da wird das von deutsch-türkischen und anderweitigen Migranten nicht als Scherz ausgesprochen.

Natürlich entscheidet man selbst, was man an sich heranlässt, aber man sollte doch einmal anmerken, dass sich unsere Sprachpolizei lediglich mit Begrifflichkeiten auseinandersetzt, die potenziell (!) andere verunglimpfen. Würde mir da mehr Aufmerksamkeit für die eigenen Befindlichkeiten wünschen.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass all diese vermeintlichen Schimpfwörter (Zigeuner, Mohr, Indianer, etc.) nie in einem negativen Kontext standen. Abgesehen davon, macht es eh keinen Sinn, Wörter zu verbieten. Die Jugend findet Alternativen (z.B. „Die bunt Berockten“). Ist das jetzt besser? Eher nicht.

Danywilde 24 Trolljäger - - 117145 - 24. Oktober 2021 - 11:02 #

Ich habe ehrlicherweise den Begriff „Kartoffel“ als Schimpfwort für Deutsche vor diesem Thread noch nie gehört.

Jonas S. 20 Gold-Gamer - - 22853 - 24. Oktober 2021 - 20:55 #

Zigeuner und kein negativer Kontext? Der war gut...

Mr. Tchijf 16 Übertalent - P - 4592 - 24. Oktober 2021 - 21:34 #

Du bist wahrscheinlich noch etwas jünger als ich. Insofern magst du schon mit einem "neueren" Sprachbewusstsein ausgestattet sein.

Wenn du dir jedoch mal die 80er/90er Jahre anschaust, wirst du feststellen, dass "Zigeuner" eher stellvertretend für eine Lebensart, Kleidungsform, etc. stand.

Es ist immer die Frage, was man daraus macht. :-) Keiner ist mit negativem Gedankengut geboren.

Jonas S. 20 Gold-Gamer - - 22853 - 24. Oktober 2021 - 22:49 #

Bin in den 90er aufgewachsen. Schon damals war Zigeuner immer mit einem negativen Kontext behaftet. Außerdem wo ist das Problem diverse Wörter heute einfach nicht mehr zu nutzen, weil sie die Zeiten geändert haben.

Zeiten ändern sich und Sprache entwickelt sich weiter. Natürlich kannst du in der Vergangenheit leben und diverse Wörter weiterhin nutzen, oder man passt sich an und benutzt diese Wörter halt nicht mehr. Es ist eigentlich ziemlich einfach.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32369 - 24. Oktober 2021 - 23:00 #

Jedes Wort und jedes Symbol kann uminterpretiert und in einen negativen Kontext gerückt werden. Sieht man ja gerade wunderbar mit dem ursprünglich mal positiv konnotierten "Querdenker", der Begriff ist die nächsten Dekanden verbrannt. Auf die Kappe meiner Generation gehen Begriffe wie Spastiker, Epileptiker, Behinderter (Krankheiten waren in den 80ern gerade modern als Schimpfworte). Sollte man heute nicht mehr sagen, da sind es Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen.

Das Problem ist nur, dass wir es damit zulassen, dass eine kleine, asoziale Minderheit diese dem Wortursprung nach überhaupt nicht negativ besetzten Begriffe zu etwas "Illegalem" machen! Welche Begriff nicht mehr okay sind, das bestimmt ja nicht die woke Community sondern die Arschlöcher, die die Begriffe zuerst als Schimpfworte zweckentfremden. Und ich weiß nicht... aber das gibt mir den Arschlöchern zu viel Raum. Besser wäre es, um diese Begriffe zu kämpfen und sie wieder positiv zu besetzen.

Jonas S. 20 Gold-Gamer - - 22853 - 24. Oktober 2021 - 23:12 #

Benenne es doch einfach Laterales Denken anstatt Querdenken. Zum Rest schreibe ich jetzt mal nichts dazu, weil sonst eskaliert es hier noch mehr.^^

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32369 - 24. Oktober 2021 - 23:18 #

Ich bin kreativ genug, mir 1000 neue Begriffe auszudenken - nur ergibt es wenig Sinn, sich ein Wort nach dem anderen klauen zu lassen, bis wir noch noch im Stil von "Darmok und Jalad auf Tanagra, seine Arme weit!" kommunizieren.

Mr. Tchijf 16 Übertalent - P - 4592 - 25. Oktober 2021 - 1:25 #

100% agree.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32369 - 24. Oktober 2021 - 22:19 #

Ein Klassiker, 1967 von einer großartigen Sängerin.
https://youtu.be/XF_Jg67Q7rU

Siehst du da einen negativen Kontext?

Jonas S. 20 Gold-Gamer - - 22853 - 24. Oktober 2021 - 22:47 #

Okay und? Das war 1967. Damals hat man auch noch das N-Wort gesagt. Machst du das heute noch?

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 32369 - 24. Oktober 2021 - 23:13 #

Wenn es um Schaumküsse geht, dann kann es schon passieren, dass mir das N-Wort rausrutscht. Für Menschen habe ich das Wort nie verwendet, daher besteht da keine Gefahr.

Aber wie oben schon geschrieben habe ich ein Problem damit, dass Rassisten und Nazis letztenendes bestimmen, welche Worte und Symbole verbrannt werden. Was machen wir eigentlich, wenn die AfD auf die Idee kommt, die Regenbogenfahne zu vereinnahmen? Oder Rassisten eine weiße Taube als neues Symbol für White Power? Lassen wir uns das auch wegnehmen?

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 25. Oktober 2021 - 4:41 #

Mit Sicherheit. Das wird schneller geächtet als du Unfug sagen kannst. ;)

Mr. Tchijf 16 Übertalent - P - 4592 - 25. Oktober 2021 - 12:46 #

Fällt die Republik "Niger" nun auch unter diese Sprachregelung oder auch die Republik "Nigeria"?

Wissen die 24 Millionen Nigrer, dass sie eigentlich so nicht mehr heißen dürfen, weil die westliche Welt das nun anders sieht.

Immerhin leitet sich aus "Niger" das Wort "Neger" ab (Latein für Schwarz).

Und ist es nicht auch eine Form von Neo-Kolonialismus, wenn der "Westen", der vor vielen Monden entschieden hat, wie man diese Menschen einst nennen sollte, nun sich wieder umentscheidet, weil er es jetzt, genau JETZT, wieder besser weiß?

Und warum werde ich eigentlich als "Weißer" diffamiert? Auch ich möchte zu den "People of Colour" gehören, denn meine Haut ähnelt eher einem hübschen Stück gelb-brauner Buche als meiner Rauhfasertapete. Fragen über Fragen. Und immer entscheiden andere, was ich zu sagen habe, wie ich zu denken habe und was gut und was böse ist.

Ich mag diese Denkweise und Arroganz nicht.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 25. Oktober 2021 - 13:16 #

So funktioniert die Welt aber nun mal. Es steht dir jedoch frei sie zu erobern und dann deine Regeln aufzustellen. :p

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 25. Oktober 2021 - 13:43 #

Ich denke, dem Erobern der Welt schiebt das Völkerrecht einen Riegel vor :D

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 25. Oktober 2021 - 13:47 #

Hm. Völkerrecht. Hat das jemals einen Diktator von irgendwas abgehalten?

Mr. Tchijf 16 Übertalent - P - 4592 - 25. Oktober 2021 - 20:20 #

Ich merke, ich muss wieder eine Partie "EU4" spielen! :D

CBR 21 Motivator - P - 25034 - 23. Oktober 2021 - 11:43 #

Kartoffel? Ich dachte, ich sei ein Kraut? Je nach Musikvideo auch 'Cunts' - wobei ich das als falsche Schreibweise von 'Kuntz' verstanden habe ;-)

Irgendwas ist immer.

MachineryJoe 18 Doppel-Voter - P - 9121 - 23. Oktober 2021 - 21:09 #

Dachte "cunt" gilt eher für ein Geschlecht, nicht für eine Nation. Verrückte (Sprach-)welt :)

thoohl 19 Megatalent - - 13160 - 25. Oktober 2021 - 7:44 #

Ich habe GoT auf Englisch geguckt mit Deutschem Untertitel.
Ich habe es auch als Lieblingsschimpfwort von Clegane in Erinnerung.
Ja, verrückte (Sprach-)welt.

CBR 21 Motivator - P - 25034 - 27. Oktober 2021 - 16:34 #

Ich spielte auf das Musikvideo zu "Football is coming home" an, bei dem die Deutschen Kicker 'Cunts' als Namensschriftzug trugen.

Timberwolf76 17 Shapeshifter - P - 6733 - 23. Oktober 2021 - 21:36 #

Nur ist der „Indianer“ im Deutschen halt ein Wort, welches nur eine Bedeutung hat bzw. Menschen eines kulturellen Umfelds meint. Die Menschen in Indien sind dagegen Inder….entschuldigung….Inder:innen. Im Englischen gibt es diese Trennung nicht weshalb es auch logisch nachvollziehbar ist sich von dem Begriff „Indian“ in Verbindung mit einem amerikanischen Ureinwohner zu trennen, oder?

Mr. Tchijf 16 Übertalent - P - 4592 - 24. Oktober 2021 - 10:19 #

Für die amerikanische Sprache sicherlich korrekt.

invincible warrior 14 Komm-Experte - P - 2310 - 26. Oktober 2021 - 22:33 #

Zumal man eben bei der Wortherkunft bedenken muss, dass der durch einen Kartographiefehler entstand. Und dabei wird gleichzeitig auch noch den einheimischen Amerikanern ihre Abstammung genommen. Immerhin nennen wir uns auch bewusst selbst Deutsche und nicht Germanen oder Alamannen wie unsere Nachbarn. Eben weil wir in Deutschland leben und nicht in Germanien leben. Natürlich könnten wir drauf bestehen, dass uns andere Länder auch korrekt nennen, aber bei uns ist das eher ein Luxusproblem.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 26. Oktober 2021 - 23:27 #

Wir waren aber schon Deutsche (für uns) bevor es Deutschland als Staat gab. Es ist letztlich die Bezeichnung für Menschen einer Sprachgruppe.

Die Leute, die sich in Deutschland gegen die Verwendung des Wortes "Indianer" einsetzen, sollten mal bei zahlreichen anderen Sprachen ein neues Wort für uns selbst fordern :D Wäre nur konsequent. Denn so wird doch zum Beispiel einem Sachsen seine Herkunft genommen, wenn er zum Alamannen gemacht wird. Und für die Polen und so sind wir die, mit denen man nicht sprechen kann. Auch nicht so cool ;)

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 27. Oktober 2021 - 5:43 #

Da ist natürlich nichts konsequent an einer solchen Forderung für Deutsche, weil es so, wie es gehandhabt wird dem Selbstverständnis der Deutschen historisch entspricht. Mir wäre jedenfalls nichts darüber bekannt, dass da internationale Beschwerden gelaufen wären.

Das Selbstverständnis anderer Bevölkerungsgruppen, die logischerweise einen völlig anderen historischen Hintergrund haben, spielt bei euren Beiträgen so gar keine Rolle. Tatsächlich seid Ihr so mit euren Befindlichkeiten beschäftigt, dass die offensichtlich nur störend wirken.

Ich würde schon sehr dringend mal eine Auseinandersetzung mit dem Begriff des "strukturellen Rassismus" empfehlen. Der Rahmen, hier einen solchen Begriff zu vermitteln ist nämlich sicher zu eng.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 27. Oktober 2021 - 6:52 #

Ich hab mir gerade mal einen Artikel zum strukturellen Rassismus durchgelesen. Eine Sache die mich gerade beschäftigt: Dort heisst es People of Colour. Nun ist es doch neuerdings rassistisch jemand als schwarz zu bezeichnen. Aber PoC ist besser? Wer bestimmt denn was farbig ist? Ist weiß neuerdings keine Farbe mehr?

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 27. Oktober 2021 - 8:57 #

Das ist halt das selbe wie bei LGBT usw. Anstatt dass sich alle Menschen (unabhängig von Hautfarbe oder sexueller Orientierung) unter einer Fahne versammeln, gibt es eine neue Art von Rassismus.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 27. Oktober 2021 - 9:44 #

Ich glaube dass wir das nie ausgerottet kriegen. Menschen brauchen anscheinend sowas. :(

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 27. Oktober 2021 - 10:16 #

Ich befürchte es auch.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 27. Oktober 2021 - 9:10 #

Also mein Selbstverständnis ist es nicht, als Alamanne oder der, den man nicht vertsteht gesehen zu werden. Es sagt nur (kaum) jemand (niemand?) was.

Es war auch mal das Selbstverständnis von Frauen, sich um Haus und Hof zu kümmern und das des Mannes, sich im Krieg abschlachten zu lassen.

Es gibt auch viele Deutsche, die sich nicht als Europäer sehen, aber trotzdem so bezeichnet werden (und von denen erwartet wird, so zu handeln). In Großbritannien, zumindest vor paar Jahren, gab es MINDESTENS einmal (da habe ich nämlich mitgemacht) eine offizielle Umfrage zur national identity. Da konnte man dann z.B. Welsh, British, European oder was auch immer (z.B. Indian, German) angeben und auch mehrmals ankreuzen. Da wurde mal gefragt :)

Meinst du strukturellen Rassismus in Bezug auf die USA? Struktureller Rassismus ist mir grundsätzlich bekannt.

An dem deutschen (!) Wort Indianer sehe ich ehrlich gesagt nichts schlimmes als Sammelbegriff. Steht auch so im Duden. Dort steht mittlerweile auch, dass es als diskriminierend gilt.

Folgende Alternativen werden geboten:

Indianer, Indianerin sind Fremdbezeichnungen und gelten als diskriminierend. Eine übergreifende Selbstbezeichnung für die vielfältigen Bevölkerungsgruppen existiert nicht. Alternativen sind Selbstbezeichnungen wie z. B. First Nations People of America oder Pueblos Originarios, Bezeichnungen für konkrete Bevölkerungsgruppen wie z. B. Cherokee, Navajo, Quechua, Mapuche oder Formulierungen wie indigene Bevölkerung[sgruppen] Nord- und Südamerikas.

Imho ist es nur, weil es eine Fremdbezeichnung und ein nicht per se diskriminierender Sammelbegriff ist, nicht diskriminierend. Es gibt viele Fremdbezeichnungen. Das wird dann einfach entschieden, welche Sammelbegriffe "plötzlich" diskriminierend sind und welche nicht.

Dass die First Nations People of America sich natürlich gegen Bezeichnungen, die die ihnen geben, die sie fast ausgerottet haben, geben, kann ich verstehen. Das wären mal Genozide, mit denen sich die USA intensiv beschäftigen sollten.

Und dass man einen Uniplatz bekommt, weil man angeblich zu 1/32 einen First Nations People of America Menschen im Stammbaum hat, ist nicht das Allheilmittel.

thoohl 19 Megatalent - - 13160 - 27. Oktober 2021 - 11:53 #

Würde zu einem heute lebenden Nordamerikaner nicht auf die Idee kommen, Indianer zu sagen. Für mich ein historischer Begriff, etwas analog zu Franzose, Franke, Gallier.
Sagst du heute zu einem Franzosen, er sei Gallier. Würde ich sagen, kann das beleidigend sein. Gleichzeitig ist der Begriff Gallier kein Problem und auch eine Kostümierung nicht. Beim Begriff Franke ist es dann eher schmunzeln durch eine altbackene Bezeichnung. Du bist Franzose kann je nach Kontext auch bereits als Beleidigung wirken. Nur mein Sprachverständnis. Daher auch kein Problem mit Indianer.
Bin zwar kein Historiker, aber First Nations People haben die damaligen Menschen sich dann auch nicht unbedingt genannt.
Aber sie, die einheimischen, sind ja immerhin seit den 1920ern us staatsbürger und treten heute für touristen gegen entgelt in kostümen auf (kein witz, zitat aus tagesschau kinderseite in der hauptsache das wort Indianer nicht benutzt wird aber sonst gruselig ist, https://www.kindernetz.de/wissen/indianer-indigene-voelker-heute-100.html
Finde diese WikiSeite zu den Indianerkriegen und den Abscheulichkeiten gut gelungen, https://de.m.wikipedia.org/wiki/Indianerkriege#:~:text=1871%20setzten%20die%20USA%20die,der%20US%2DRegierung%20zu%20stellen.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 27. Oktober 2021 - 12:21 #

Wenn du einen Basken oder Bretonen oder (gegebenenfalls) Elsässer zum Franzosen machst, sind die aber auch nicht begeistert ;)

Ich würde eigentlich nie jemandem sagen du bist dies oder das.

First Nations People ist die politisch korrekte Alternativ, die der Duden (Stand heute) nennt.

Ich war mal in Nordamerika (Kanada) in einem Reservat, war ziemlich schockierend nd traurig. Die Musik war aber super!

Noodles 24 Trolljäger - P - 66807 - 22. Oktober 2021 - 18:42 #

Du darfst dich beim Karneval auf jeden Fall nicht mehr so verkleiden. Und es ist auch schlimm, wenn du es irgendwann mal als Kind getan hast.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 40698 - 22. Oktober 2021 - 19:02 #

Spätestens da wird’s echt albern. Es kommt der Tag, da dürfen wir keine Döner mehr essen.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 22. Oktober 2021 - 19:42 #

Wem wurde denn da genau was verboten?

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 40698 - 23. Oktober 2021 - 5:46 #

Ich meinte nicht explizit „Verbote“ und „darf man nicht“ war selbstverständlich bewusst überspitzt. Dachte, das wäre deutlich geworden.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 23. Oktober 2021 - 8:12 #

Tatsächlich hat Bettina Jarasch, die Grüne Spitzenkandidatin für Berlin für ihre Indianer Bemerkung in der eigenen Partei ordentlich auf die Mütze bekommen. Was ich jetzt als interne Diskussion oder Streit nicht so schlimm finde. Wenn man sich einen Kampf gegen direkten und strukturellen Rassismus auf die Fahne schreibt, ist es aus meiner Sicht verständlich wenn da Leute auf eine gewisse Achtsamkeit pochen.

Ansonsten, verzeih meine klaren Worte, sind diese ganzen "jetzt darf man schon nicht mehr" und schlichten Zensuranspielungen doch schon lange nur noch zynische Politiktroll-Retorik aus der typischen Ecke.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 23. Oktober 2021 - 8:30 #

Sehe ich anders. Es nimmt mittlerweile teilweise echt absurde Züge an, die man auch als nicht Troll oder nicht rechter nur Kopfschüttelnd kommentiert. Beispiel gefällig? Gibt bei uns das Restaurant "Zum Mohrenkopf".
Der Name hat ewig niemanden interessiert. Bis letztens Anti Rassismus Demonstranten vor dem Laden demonstrierten den Laden umzubenennen. Jetzt das absurde an der Geschichte. Der Besitzer ist Nigerianer. Und stolz darauf ein Mohr zu sein. Genau. Das Böse Wort stört den Betroffenen null. Und er weigert sich sein eigenes Restaurant umzubenennen.
Ich verlinkt dir mal den Artikel: https://www.rnd.de/panorama/kieler-restaurant-zum-mohrenkopf-warum-ein-schwarzer-gastronom-sein-lokal-nicht-umbennen-will-IP4ZSRMOHFCCXLAFCPNBBZWCGY.html?outputType=amp
Das sind so die Momente wo ich mir als imo sehr toleranter Mensch an den Kopf fasse.
Was allerdings den Indianer angeht, wäre ich durchaus für eine neue Bezeichnung, schon allein deshalb weil der Begriff grundfalsch ist.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 23. Oktober 2021 - 8:43 #

Das habe ich damals auch mitbekommen, krasse Sache.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 23. Oktober 2021 - 8:50 #

Tatsächlich ein faszinierendes Beispiel ;)

Aber wir reden von unterschiedlichen Ebenen. Das eine ist eine Verbotsebene. Die hast du derzeit bei volksverhetzenden Sachen. Wenn einer sein Restaurant wie die Baracke eines KZ aufziehen würde und vielleicht noch die Bedienungen entsprechend kleidet, dann sollte der Fall (hoffentlich) klar sein.

Wenn Leute für oder gegen etwas demonstrieren, das nicht verboten ist dann sind wir auf einer anderen Ebene, nämlich der des Streites unter den Bedingungen der Meinungsfreiheit. Den sollte man sicher nicht mit einer Verbotskultur verwechseln. Nicht in einem Rechtsstaat.

Falls es dir aber um soziale Ausgrenzung geht, dann hast du das Phänomen seit es Menschen gibt. Dafür muss man nicht neudeutsche Begriffe wie Canceling bemühen. Ich habe 15 Jahre in einem Dorf verbracht, in der jeder der irgendeinen Hauch des Andersartigen verströmte, konsequent weggecancelt wurde. Hintenrum versteht sich. Nicht alle immer, aber da wurde schon was Grundlegendes deutlich. Heute beschweren sich dort genau diese Kreise, dass man ja nichts mehr darf ...

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 23. Oktober 2021 - 9:25 #

Das ist natürlich Quatsch. Was mich eher stört ist dieses gefühlte " Wir hacken mit der großen Keule jetzt erstmal voll alles um was nicht mehr konform ist. Warum zb wird um die Mohrenstr. in Berlin so ein Tamtam gemacht? Ich denk mal wenn man die klammheimlich umbenannt hätte, wäre das den wenigsten aufgefallen. Und gut. Aber nein, man muss das ja richtig dramatechnisch in den Medien aufziehen. :/

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 23. Oktober 2021 - 9:38 #

Klar, der Skandalbetrieb ... darüber könnte ich mich tatsächlich jeden Tag aufregen, wenn es was brächte. Dann blätter ich wieder ein wenig in meinen John Difool Comicheften und weiß: Es geht noch schlimmer ;)

ds1979 16 Übertalent - - 4106 - 24. Oktober 2021 - 12:50 #

Sehe ich anders, heute versucht jeder seine private Meinung zu der einzig gültigen zu machen. Und was es mit Meinungsfreiheit zu tun hat, wenn man deinen Laden mit einer Truppe belagert, Sachbeschädigungen begeht, Boykotaufrufe startet usw. weißt ich nicht. Bei mir gilt die Devise leben und leben lassen. Aber das war früherer und heute gibt es nur noch schwarz oder weiß. Wie gesagt wenn ich einen Laden nicht besuchen will, weil mir die Kundschaft nicht gefällt oder der Betreiber dann tue ich das nicht. Ich würde jedoch niemals den Laden in den sozialen Medien verunglimpfen, was heute unter „ Meinungsfreiheit“ firmiert letztendlich aber nur das Gegenüber schädigen soll. Sieht man auch gut bei GG bei welchen News regelmäßig die Kommentare explodieren. In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen entspannten Tag.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 24. Oktober 2021 - 14:41 #

Ich denke ja nicht, dass mein Kommentar Sachbeschädigung und anderen Straftaten das Wort redet. Genauso könnte ich deinen Beitrag als Absage an jedwede politische Betätigung auffassen, was du sicher auch nicht gemeint hast. Dein verträumter Blick nach "früher" trügt, meine ich. Wann soll denn diese so akzeptanzgetränkte Zeit gewesen sein?

CBR 21 Motivator - P - 25034 - 23. Oktober 2021 - 11:48 #

Ist der Koch nicht sogar Mitglied der AfD?

Das ist rein sachlich gemeint.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 40698 - 23. Oktober 2021 - 9:40 #

„Tatsächlich hat Bettina Jarasch, die Grüne Spitzenkandidatin für Berlin für ihre Indianer Bemerkung in der eigenen Partei ordentlich auf die Mütze bekommen.“

Und das auch nicht zwingend zu Unrecht. Ich persönlich würde zwar nicht in die Kritik einstimmen, weil der Begriff „Indianer“ hierzulande schlichtweg nicht der Diskriminierung dient und insofern aus meiner Sicht auch nicht problematisch ist. Allgemein ist der Begriff aber definitiv zumindest diskussionswürdig, alleine aufgrund seines Ursprungs, der mit einer gewissen „weißen Überheblichkeit“ einher gegangen sein dürfte.

Was ich dann aber wirklich albern finde, ist Kritik daran, wenn sich jemand beim Karneval / Fasching als „Indianer“ verkleidet. Diese kulturellen Feste sind der Diskriminierung von Minderheiten eher unverdächtig.
Hier in Deutschland ist es ja, denke ich, noch nicht so extrem, aber in Amerika scheint es (soweit ich weiß) immer erhitztere Debatten über kulturelle Aneignungen zu geben.
Mit meinem Dönerverweiß wollte ich dann auch nur schlichtweg darauf hinaus, wie problematisch dieses Thema ist, denn wo soll denn die Grenze gezogen werden, was okay ist und was nicht? Wenn ich mir mal einen Döner gönne statt Bratwurst und Sauerkraut, könnte mir ja schließlich auch schon kulturelle Aneignung vorgeworfen werden. Und das ist eine Entwicklung, die ich mir für die Zukunft nun wirklich nicht wünsche, denn das beschneidet letztendlich die kulturelle Vielfalt, worauf wir als Gesellschaft zu Recht stolz sein können.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 23. Oktober 2021 - 9:45 #

Naja, imho völlig zu Unrecht. Denn sie hat gesagt, sie wollte als Kind Indiannerhäuptling werden. Da wusste man noch gar nicht (die ist ja jetzt nicht gerade 20), dass man Indianer besser nicht mehr sagen soll. Gerade basierend auf klassischen Western ist es imho wenn dann sogar positiv, dass sie Indianerhäuptling werden wollte, denn die kriegen meist auf die Mütze und bekämpfen arme Siedler.

thoohl 19 Megatalent - - 13160 - 24. Oktober 2021 - 7:18 #

Ich habe mich durch die Diskussion hier nochmal mit verschiedenen Texten beschäftigt.
Es ist wohl primär in anderen Sprachen tatsächlich auch ein sprachliches Problem. Hier erscheint es mir weiter sehr konstruiert und ich sehe wie weit mich inzwischen zB Parteitage besagter Partei abschrecken.
Völker, die in Reservaten leben, entrechtet und vor ca 200 Jahren im Norden Amerikas extrem bekämpft und betrogen wurden, das zusammengefasste Schicksal. Aber hier sollen Kinder Kostüme laut besagter Partei besser nicht tragen? Lachhaft.

Ich finde nach wie vor, Indianer ist in unserem Sprachgebrauch in Ordnung, zB auch indianischer Schmuck, indianische Symbole. Ganz normale Worte.
Auch hier soll aber eine Botschaft in die Sprache einfließen. Mittlerweile geht es mir auf den Keks.

Zum Sprachgebrauch, ich würde hier niemanden mit Sie Indianer ansprechen, ebenso wenig mit Sie Niederländer oder Sie Deutscher! Macht man nicht, weil es dann eine andere Intention bekommt, oder?
Die Stämme haben mW bis heute sowieso eigene Bezeichnungen. Indianer ist wohl eher ein durch 3. gebildeter Begriff, an der Realität vorbei. Hat aber nix mit Völkermord zu tun, oder?

Was mich definitv tierisch stört, auch hier, dass durch Anzweiflung der politisch geprägten Theorie, das Wort Indianer abzulehnen, Rassismus unterstellt wird bis hin zu den Nazi-Themen. Ich lasse mir hier nichts unterstellen. Fazit: Werde hier bei diesen Themen bald gar nix mehr schreiben, was aber keiner Zustimmung entspricht.

P.S.
Ja, ein Spiel mit dieser Färbung wirkt irgendwie sehr komisch.
Wurde aber unten schon geschildert. Indianer auf der Flucht vor Einwanderern aus Europa oder der Army wären mir auch lieber gewesen.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 24. Oktober 2021 - 8:28 #

Meine Position habe ich ja hier formuliert:
https://www.gamersglobal.de/video/this-land-is-my-land-die-viertelstunde#comment-2761347
da kann ich nun beim besten Willen nichts ideologisch Verqueres erkennen.

Aber einige Punkte finde ich in deinem Statement doch bedenkenswert:
Wieso sollte man gerade politische Theorien nicht anzweifeln dürfen?
dann:
Du scheinst verstanden zu haben, dass der Begriff Indianer eine Zuschreibung von Außenstehenden ist. Bloß weil das alleine noch nicht gleich Völkermord bedeutet, verstehe ich jetzt nicht, wie du darauf kommst, dass man so der Situation gerecht wird.

Dass du eine politische Diskussion innerhalb einer Partei disqualifizierst, weil du was lachhaft findest ... ok, dein Niveau.
Ein privater Kindergarten hat eh Hausrecht, ich glaube man hat nicht unbedingt das Recht pädagogische Präferenzen einzufordern.

Insgesamt würde ich dir, aber auch anderen, egal welcher Richtung, raten, das Ganze mehr als längerfristigen Prozess zu betrachten und weniger statisch emotional zu bewerten.

Klar kann man aus eigener Gewohnheit - btw auch ich habe als Kind mit Winnetou um Nscho-tschi geweint - und nach Hunderten von weißen Western mit gesichtslosen Indianerklischees darauf beharren, dass alles beim Alten bleibt.

Ich persönlich finde eine Entwicklung zu mehr Sensibilität auf Sicht jedenfalls begrüßenswert. Völlig egal, ob irgendwelche Hardcores egal welcher Seite das Thema herunterziehen.

thoohl 19 Megatalent - - 13160 - 24. Oktober 2021 - 9:09 #

Deswegen gehen solche Diskussionen schief, die nächste Unterstellung, mein Bild von indianischen Ureinwohnern sei gleich Karl May. Frechheit.

Klar darf man politische Theorien anzweifeln. Ich mache das ja auch.
Und mir geht mittlerweile auf den Keks, dass eine Partei mit Vorliebe ideologisch geprägte Themen-Cluster bildet und damit ganz normale Worte auflädt, wie "Indianer". Und damit Stimmung machen will.
Und Indianer ist jedenfalls in meinem Sprachgebrauch immer schon eher ein nicht gebräuchliches Wort für die Realität, sondern tatsächlich eher aus dem verklärten Bereich des Karl May oder des Kinderspieles, bzw. "altmodisch".

Ich fände es wichtiger, Kinder sich als Indianer verkleiden zu lassen, auch in deinem "privaten Kindergarten mit Hausrecht" (die nächste Frechheit, das gegenüber mir so zu formulieren, als ob ich hier irgendwelches halblegales formulierte.) Und sich dann evtl mal mit den Kindern über historisches und aktuelles auseinanderzusetzen. wie z.B. Vertreibung aus den Wohngebieten.

Und ja, auch das ist stets die Formulierung, es ginge um Entwicklungsprozesse. Ich werde mich nur leider nicht von einer Partei oder einer Ideologie entwickeln lassen. Die nun gerade 10% bei 76% Wahlbeteiligung geholt hat.

Politisch finde ich übrigens sehr gefährlich, dass es hierzulande keine eigentliche linke Partei gibt und ich habe tatsächlich etwas Furcht vor den Gegenbewegungen auf die nun vielfach zitierte "Bewegung". Schau mal ins Ausland. Nächstes Jahr kann das bereits in Frankreich kommen, die haben mittlerweile eine moderat-rechte Partei mit einem ehemaligen hochrangingen Politiker. Das ist immer die Gefahr, Gegenbewegung auf Bewegung. Und da habe ich keinen Bock drauf.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 24. Oktober 2021 - 10:55 #

Sei mir nicht böse, aber deine als Frechheiten verstanden Aussagen beruhen in erster Linie auf schlampigem Lesen. Dazu deine eigenen Widersprüche, z.B. den Bezug zum romantisierenden Sprachgebrauch à la Karl May als Frechheit aufzufassen, um dann einige Sätze später genau diesen verklärten Sprachgebrauch für sich selber zu beanspruchen.

Aber wenn du willst können ja alle dir zuliebe die Klappe halten. Denn das ist nun mal deine Grundaussage: Es geht dir auf den Keks, weil andere eine andere Meinung äußern. - ja ... Frechheit! usw..
Witzig ist nur, dass du andere Ansichten wiederum "lachhaft" finden darfst ;)

An der allgemeinen Entwicklung kommst du eh nicht vorbei. Erinnern wir uns einfach an Brüderle und seine Wehmut, Frauen nicht mehr mit schönen Komplimenten über ihr Dekolleté versorgen zu dürfen. Da gehen wirklich Weltbilder zu Grunde ...

thoohl 19 Megatalent - - 13160 - 24. Oktober 2021 - 11:03 #

Ich habe ehrlich keine Lust mir Dir zu diskutieren.
Wenn wir über Spiele schreiben, lese ich aber gerne deine Kommentare.
Du manipulierst aber wirklich handwerklich, Du drehst einem das Wort um und suchst dann Beispiele die dich dann vermeintlich belegen. Das ist nicht okay.

Ich bin dafür Ritter und Prinzessinnen aus dem Kindergarten zu verbannen.
Das sind Repräsentanten eines Feudalsystems und halfen dabei, diese Machtstruktur durch Waffengewalt (Ritter) zu halten. Herrscher, die sich nicht-säkular auf Gott beriefen. Die alten Schlösser auch gleich schleifen.
Thema Besitzstand? Aktuell eine der größten Teuerungsraten. Mein alter Prof würde sagen, ja erstmal gucken, von welchem Niveau wir kommen. Ach, vom Niveau der bereits höchsten Lebenskosten aller Industrieländer. Na gut. juckt keinen, Hauptsache das Wort "Indianer" wird geächtet. Viel Spaß dabei.
--> Mein Schlusswort.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 24. Oktober 2021 - 11:21 #

Scheint ja ein schwer emotionales Thema zu sein. Stoppst die Diskussion und reißt mit dem Mittelalter/Fantasyteil gleich die nächste auf ;)

Ich finde es allerdings auch okay, den Schwerpunkt auf den Spielen zu lassen. Diesbezüglich auch danke für das Feedback.

thoohl 19 Megatalent - - 13160 - 24. Oktober 2021 - 11:39 #

Gerne.

Mir schreibst Du "Scheint ja ein schwer emotionales Thema zu sein.", um mir dann auch zu schreiben, dass Weltbilder (mein Weltbild!? verändert und entwickelt werden. Sowie mit Einbau des Brüderle.

Und wer das nicht möchte, ist ein Rassist bis Nazi.
Und es sei bereits "allgemeine Entwicklung".

"An der allgemeinen Entwicklung kommst du eh nicht vorbei. Erinnern wir uns einfach an Brüderle und seine Wehmut, Frauen nicht mehr mit schönen Komplimenten über ihr Dekolleté versorgen zu dürfen. Da gehen wirklich Weltbilder zu Grunde ..."

Ich denke, wenn jemand bereits derart fanatisch schreibt, gibt es eh keine Grundlage für ein Gespräch.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 24. Oktober 2021 - 15:32 #

"Und wer das nicht möchte, ist ein Rassist bis Nazi."
Stop. War bei mir keine Rede von.

Ansonsten: Lies dir das bitte noch mal durch.Was daran soll denn da in irgendeiner Art und Weise fanatisch sein? Das ist ebenso fanatisch, wie die Aussage "Draußen regnets und du wirst da nass werden."

Die "allgemeine Entwicklung" läuft übrigens schon länger. Die Abschaffung der Sklaverei - bei der ausnahmsweise das Christentum mit seinem Blick auf die inneren Widersprüche der Sklavenhaltung wirklich was Sinnvolles beitrug - dann die kritische Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus, die heute noch einer ganzen Menge Menschen nicht geheuer ist, die Frauenbewegung und so fort. Die Auseinandersetzung mit dem Thema "Indianer" befindet sich ebenfalls in deser Kontinuität und stellt mit Sicherheit keinen hysterischen Ausrutscher eines hyperaktiven Gutmenschen dar.

Dass auch heute noch Menschen ihre Sichtweise egal ob links oder rechts mit mittelalterlichem Verve rüberbringen steht auf einem anderen Blatt, das muss man sicher nicht gut finden. Auch ein Antirassist kann ein Arsch sein. Aber das ändert nichts daran, dass Antirassismus schon einen wichtigen Schritt in einer Kultur darstellt.

thoohl 19 Megatalent - - 13160 - 24. Oktober 2021 - 16:16 #

Nichts für ungut. Ein kleiner gemeinsamer Nenner ist denke ich, dass wir eigentlich das Gute wollen, Frieden und pro Menschen sind.
In der Diskussion sind irgendwie zu viele Stolpersteine gewesen.

Noodles 24 Trolljäger - P - 66807 - 23. Oktober 2021 - 13:14 #

Es gibt Kindergärten, die verbieten Indianer-Kostüme.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 22. Oktober 2021 - 18:46 #

Naja, was heißt "dürfen"? Ist halt auf einem ähnlichen Level, wie das N- oder Z-Wort. Da wird es sicher ebenso im Laufe der nächsten Jahrzehnte eine steigende Sensibilität geben. Bis sich da eine andere Sprache etabliert, bleibt das Ganze logischerweise in der Selbst-Verantwortung über die eigenen Ausdrucksformen.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 22. Oktober 2021 - 20:21 #

Müsste glaube ich eigentlich Indianer*innen heißen?

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 22. Oktober 2021 - 21:44 #

Ob schierer Unterklassen-Zynismus da weiterhilft? ;)

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 22. Oktober 2021 - 21:50 #

Ich fand es Oberklasse ;)

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 22. Oktober 2021 - 21:53 #

Leider nein, einfach zu vorhersehbar ;)

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 22. Oktober 2021 - 22:20 #

Da habe ich zu sehr den Vorhersehbaren Viktor gegeben :D Oder den sich für das Offensichtliche Erbarmenden Erwin :D

Mr. Tchijf 16 Übertalent - P - 4592 - 22. Oktober 2021 - 22:25 #

Ich fand es klasse! ^^

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 22. Oktober 2021 - 23:49 #

Dann hat es sich ja doch gelohnt, danke :)

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 208328 - 23. Oktober 2021 - 0:53 #

Ja, "Indianer" ist definitv nicht politisch korrekt, sollte man auch nicht verwenden, es sei denn man ignoriert die ganzen geschichtlichen Zusammenhänge und fremdbestimmte Bezeichnungen. Auch wenn es keine allgemein geregelte Bezeichnung gibt, könnte man aus Rücksicht Ureinwohner Amerikas oder so etwas sagen. Man könnte aber auch beide Augen zudrücken, da in Deutschland der Begriff "Indianer" nicht wirklich diskriminierend gebraucht wird.

Viel schlimmer finde ich das Spiel selbst. Es nutzt schamlos alle Hollywood-Klischees, verwurschtelt unterschiedliche Eigenheiten verschiedener indigener Völker in ein undefinierbares Konglomerat eines gesichtslosen Stereotyps.

Wenn es Fantasy wäre, hätte ich kein Problem damit, dass es z.B. "nur" Elfen sind und keine Hochelfen, Waldelfen oder Dunkelelfen, aber da den vielen hundert Nationen, Stämmen und Völkern der nordamerikanischen Ureinwohner ein grausiges Schicksal zuteil wurde und sie größtenteils ausgerottet wurden und durch die unreflektierte Herangehensweise dieses lausigen Spiels nur Winnetou-Bilder bedient werden, ist es an Ignoranz kaum zu überbieten.

Der Protagonist hat keinerlei Stammeszugehörigkeit, keinen Namen, trägt Bemalung, Federn, Kleidung, Waffen, beitzt Zelte, Feuerstellen, Pferde, etc, die überhaupt nicht zusammenpassen, von überall her gesammelt wirken und von Unkenntnis der Materie nur so strotzen.

Soetwas erbärmliches heutzutage zu veröffentlichen ist schon ein starkes Stück. Ich erwarte ja von einem modernen Entwickler nicht unbedingt, dass er native american Mitarbeiter einstellt, aber wenigstens hätte er sich von Fachleuten beraten lassen können. Es ist fast so, also ob die Deutschen heute noch über einen Kamm geschoren alle als germanische Barbaren nördlich der Donau ungeachtet ihrer Herkunft bezeichnet würden.

Kritisch finde ich in diesem Zusammenhang auch die Viertelstunde. Die Problematik wird in keinster Weise thematisiert. Man hätte die lustigen Texte mit all den Indianer-Klischees auch unterbringen können, wenn man vorher auf die diskriminierende Wirkung dieses Machwerks hingewiesen hätte. Dann hätte das Ganze vielleicht sogar noch einen ironischen Unterton erhalten, aber leider wurde diese Chance nicht genutzt. Schade.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 23. Oktober 2021 - 8:36 #

Was mir in dem Zusammenhang auch immer gerne aufstösst, ist dass wir uns auch noch fast 100 Jahre nach der Nazi Zeit Asche aufs Haupt streuen sollen für das was Menschen verbrochen haben mit denen unsere Generation nichts mehr zu schaffen hat. Bis auf die ewig gestrigen Hohlköpfe. Aber hört man die Forderung von irgendwem in Richtung Amerika? Wir demonstrieren ständig wie leid uns die Naziverbrechen tun. Soweit gut und richtig. Hat schon mal jemand die Amerikaner ähnliches tun sehen für den Genozid an den Natives? Oder dass sie Wiedergutmachung leisten? Oder gefordert dass sie es machen sollen? Dieses zweierlei Maß messen finde ich komplett daneben.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 23. Oktober 2021 - 8:46 #

Ohoh, was du da schreibst, darf man nicht schreiben! Ich glaube, dafür wurden sogar extra Bezeichnungen erfunden.

Achtung, ungefähr so: Du bist ein alter, CIS-weißer Mann aus der ganz rechten Ecke, der whataboutism betreibt. Kauf dir erstmal ein Elektroauto!

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 23. Oktober 2021 - 9:27 #

Was für n Dings?

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 23. Oktober 2021 - 9:45 #

Genau das :D

Punisher 21 Motivator - - 29059 - 23. Oktober 2021 - 9:04 #

Ich glaube da unterschätzt du die inneramerikanischen Vorgänge, was die native Americans angeht. Da ist durchaus auch noch einiges am köcheln, in USA sind wegen dem etwas anderen Verständnis von Freedom of Speech nur andere Stimmen eventuell lauter.

Ganz abgesehen davon war "der darf das und ich nicht" noch nie ein super Argument - nur weil jemand anders Scheisse baut berechtigt mich das ja nicht, es genauso oder sogar schlimmer zu betreiben. Ich verspüre zwar auch keinen Drang, mir Asche aufs Haupt zu streuen - das hat auch noch nie jemand von mir verlangt, aber sowohl die Vertreibung der Ureinwohner als auch Sklaverei und Nationalsozialismus sind Vorgänge, die man nicht in Vergessenheit geraten lassen darf. Das das teilweise dann als politisches Instrument für oder gegen missliebige andere Meinungen verwendet wird ist um so tragischer - in gewissen Kreisen werden da schon wieder genau die gleichen Verantwortlichen benannt, die man im 3. Reich ja eigentlich loswerden wollte, die uns jetzt nicht vergessen lassen wollen... eigentlich zeigt schon genau das, das wirs einfach nicht vergessen dürfen, wozu Hass führt.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 23. Oktober 2021 - 9:06 #

Natürlich ist Rassismus da ein großes Thema. Die Nachrichten über die Leichenfunde rund um das kanadische Kinderheim hast du ja vielleicht auch mitbekommen. Mittlerweile muss die Politik sich da auch auseinandersetzen.

In Amerika gab und gibt es ja auch mehrere große Themen. Die Frage der Sklaverei wurde nicht zuletzt über einen Bürgerkrieg gelöst.

Dass Deutschland sich da vielleicht erstmal darauf konzentriert, dass sich dieser Wahnsinn von Schoa nicht wiederholt, kann aus meiner Sicht aber nicht falsch sein. Und weil du es gerade ansprichst:
Es geht nicht um ein kindisches Asche aufs Haupt streuen, auch wenn das interessierte Kreise immer wieder propagieren. Sondern darum als Staatsbürger, resp. bei jungen Leuten als zukünftige Staatsbürger, eine persönliche Verantwortung zu übernehmen, dass so etwas zukünftig nicht mehr passiert. Ich denke dass kann man bei ener solchen Geschichte der Bürgerpflicht durchaus zumuten.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 23. Oktober 2021 - 9:17 #

Genau das ist aber doch der Asche-aufs-Haupt-Aspekt. Warum sollte ich eine Bürgerpflicht zu irgendwas haben, was mal in der Vergangenheit ist, und warum sollen wir Deutsche bei sowas (wie bei vielen Sachen), zumindest in dem Ausmaß, einen Alleingang machen?

Ich halte mich da lieber an die Menschenrechte und das Grundgesetz, das ist insgesamt ein guter Leitfaden und basierend darauf sollte jeder Verantwortung übernehmen (auch in Sachen z.B. Zivilcourage). Die Geschichte muss ich dazu nicht bemühen. Leute vergasen, Sklaven halten, Genozid --> gegen all das sollte sich jeder Mensch einsetzen. Egal was in der Geschichte passiert ist und nicht weil etwas in der Geschichte der Region in der man lebt, passiert ist.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 23. Oktober 2021 - 9:45 #

Bürgerpflicht bezieht sich auf die Verantwortung für die Zukunft. Habe ich doch, meine ich, deutlich geschrieben.

Und woher weißt du, was ein ein Genozid ist, und dass der letzte hier gerade mal zwei, drei Generationen her ist? Dafür ist ein lebendiger Verganheitsbezug wichtig.

Ansonsten: Schau dich doch um. Antisemitismus ist doch nicht vom Tisch.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 23. Oktober 2021 - 9:49 #

Erst ja, dann nein: " Ich denke dass kann man bei ener solchen Geschichte der Bürgerpflicht durchaus zumuten." --> das sollte imho jedem Menschen zumutbar sein, unabhängig von der "eigenen" Geschichte.

Genozid (auf der Welt) gibt es immer noch. Und man muss imho alles schulen, sprich, die Werte, die der Bürger eines demokratischen Rechtsstaats erfüllen sollte. Wo dann die Beispiele herkommen, ist imho egal. Dass da dann natürlich z.B. der Holocaust dabei ist, ist aber auch klar.

Absolut, Antisemitismus ist ein großes Problem. Das wird ja durch (zusätzlich) importierten Antisemitismus sogar eher schlimmer als besser.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 23. Oktober 2021 - 10:09 #

Mein Standpunkt ist, dass es sinnvoll ist, die Schoa als enzigartig zu bezeichnen und dass daraus auch eine einzigartige Verantwortung für die Zukunft gestärkt werden muss.
Das hat nichts mit quantitativen Erwägungen zu tun, oder damit, dass es in anderen Ländern Genozide gab und gibt. Ich sehe da tatsächlich auch eine große Chance für "das Deutsche" explizit aus einem, wenn wir ehrlich sind, immer wieder auftretenden Herrenrasse-Sumpf zu entkommen.

Mein Großvater war berittener Offizier bei der Wehrmacht. Glaube mir, er konnte es einfach nie verbergen und der Schritt im eigenen Kopf zu rassistischen Verallgemeinerungen geht schneller, als man so glaubt.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 23. Oktober 2021 - 10:38 #

Ich denke, jeder Schrecken ist einzigartig. Eine Verantwortung, es zu sowas nicht kommen zu lassen, hat jeder Mensch (sie wird nur zu selten ausgeübt). Von sozusagen einer säkularen Erbschuld halte ich aber gar nichts und, beispielsweise, die Überfrachtung des Schulunterrichts (fächerübergreifend!) mit der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft (wodurch natürlich auch andere Sachen, nicht nur Schrecken) zu kurz kommen, halte ich für kontraproduktiv.

Bei der Aufarbeitung des Holocaust steht "die BRD" auch relativ alleine da, auch wenn die Chance sich antisemitisch auszutoben in anderen (besetzten) Ländern gerne genutzt wurde.

Den ich sag mal Herrenrassenansatz (am Deutschen Wesen soll die Welt genesen) sehe ich aktuell ehrlich gesagt vor allem bei den Grünen. Nur mit dem Nebensatz, auch wenn wir selbst zu Grunde gehen.

Das glaube ich dir sofort! Das bleibt einfach drin, wenn man da jahrelang gedrillt wird. Außerdem würde ja eine komplette Abkehr Jahre des eigenen Lebens noch mehr in Frage stellen. Man sieht ja jetzt, was der Umsturz in Afghanistan mit vielen Veteranen (erneut traumatisiert) gemacht hat. Verallgemeinerungen sind eh ganz ganz generell ;) ein großes Problem. In jedem Bereich.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 208328 - 23. Oktober 2021 - 12:44 #

Ich habe bezüglich der Shoa erst letztens gelesen, dass ein Streit unter Historikern entbrannt sei, was der Erinnerungs- und Verantwortungskultur denn dienlicher sei, den Holocaust als einzigartig, also singuläres Geschichtsereignis zu betrachten oder in die Liste der menschlichen Katastrophen aufzunehmen, also eine Vergleichbarkeit der Grausamkeiten herzustellen. Das Bedürfnis der Einzigartigkeit würde einer Verhinderung der Wiederholung im Wege stehen und eine Einordnung würde es zu beliebig machen. Also in dem Sinne, dass sich etwas Singuläres ja logischerweise gar nicht wiederholen lässt, da es ja einzigartig ist, gefährliche Konsequenzen also für die Erinnerungskultur, andererseits soll es ja auch nicht "unter ferner liefen" laufen um zwischen zig anderen Genoziden der Geschichte aufzugehen. Aber wer weiss was da wirklich besser ist. Ich selbst weiss es ehrlich gesagt auch nicht genau, was da angebracht wäre.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 40698 - 23. Oktober 2021 - 13:18 #

Das ist tatsächlich ein schwieriges und sensibles Thema.
Aus dem Bauch heraus würde ich zu einer Vergleichbarkeit tendieren, denn diese ist zum Einen notwendig, um das Ausmaß dieses Grauens überhaupt einigermaßen greifbar zu machen und zum Anderen mag das, was Hitler und seine Leute getan haben, in ihrer Gesamtheit an Grausamkeit, Menschenverachtung und Perversion kaum zu überbieten sein. Aber daraus zu schließen, dass so etwas nie wieder vorkommen kann, finde ich unverantwortlich.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 23. Oktober 2021 - 14:20 #

Wegen nicht mehr vorkommen, Stalin war doch mindestens genauso schlimm, wenn nicht schlimmer. Oder Mao in China. Das war das Jahrhundert der abartigen Diktatoren. Nur reden komischerweise alle immer nur über Hitler. Also ob diese Toten in Russland bzw China nichts wert waren. :/

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 23. Oktober 2021 - 15:11 #

Weder die Sowjetunion noch (Rot)China haben einen wichtigen Krieg verloren. Das mindert scheinbar das Aufarbeitungsbedürfnis.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 208328 - 23. Oktober 2021 - 16:19 #

Es reden zum Glück nicht "alle nur über Hitler", aber du hast prinzipiell recht, zumindest die mediale Präsenz ist aus der Balance.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 23. Oktober 2021 - 17:11 #

Ja, genau darauf wollte ich hinaus.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 40698 - 23. Oktober 2021 - 17:06 #

Also vorweg, ich bin nun kein Experte oder besonders belesen bei anderen Diktatoren und bevor ich den Kommentar so abgeschickt habe, habe ich auch einige Minuten überlegen müssen, denn: Unmenschlich haben sich alle diese Menschen verhalten, Hitler wie auch Stalin und co.
Was mich trotzdem zu meinem Kommentar veranlasst hat, sind Dinge wie die unfassbare Verhöhnung der Opfer („Arbeit macht frei“, „Jedem das Seine“ als Beispiele) sowie der gigantische und hochprofessionalisierte Verwaltungsapparat, der hinter all den Toten im Dritten Reich steht.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 23. Oktober 2021 - 17:10 #

Das stimmt wohl.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 86788 - 23. Oktober 2021 - 9:29 #

Das mit der Asche war überspitzt. Ansonsten meine ich auch nicht dass wir vergessen sollen. Sondern dass gleicher Maßstab für alle weltweit gelten sollte.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 23. Oktober 2021 - 9:55 #

Ich finde es tatsächlich gut, vor allem vor der eigenen Tür zu kehren. Was sicher nicht heißt, keine Meinung zu anderen Grausamkeiten auf dem Planeten haben zu dürfen.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 8053 - 23. Oktober 2021 - 9:04 #

Warum holst du hier denn jetzt die Nazis aus der Schublade?

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 23. Oktober 2021 - 9:08 #

Ich habe die weiter oben als eindeutiges Beispiel reingebracht.

Shake_s_beer 15 Kenner - - 3064 - 23. Oktober 2021 - 8:50 #

Deinen ersten Absatz würde ich im Großen und Ganzen so unterschreiben. Wie Du aber schon sagst, einen allgemeingültigen, griffigen und korrekten Begriff gibt es bisher aber leider nicht. Zudem ist Indianer imho hierzulande auch nicht unbedingt negativ besetzt, so dass ich das im diesem Fall auch nicht als No-Go empfinde.

Deine Kritik am Spiel selbst kann ich auch nachvollziehen. Die Frage die ich mir aber dabei Stelle: Muss ein Spiel (genauso ein Film oder ein Buch) all das leisten? Oder kann so ein Werk, welches der Unterhaltung dient, nicht auch einfach mal mit Klischees arbeiten oder Dinge, der Unterhaltung dienend, vereinfachen? Ich weiß einfach nicht, ob man Unterhaltungsmedien zwangsläufig diese hohen Ansprüche stellen muss.
Ähnlich sehe ich es im Bezug auf deine Kritik an der Viertelstunde. Ich könnte mir vorstellen, dass Dennis in dieser Dimension gar nicht gedacht hat. Auch da stellt sich mir die Frage, ob ein Spielemagazin diese im Grunde politische Dimension überhaupt leisten muss.

Punisher 21 Motivator - - 29059 - 23. Oktober 2021 - 9:04 #

Ich denke, gerade wenn sich ein Spiel einem sensiblen Thema annimmt und/oder einen gewissen Realismus abdecken will, dann sollte es genau das leisten, soviel Mühe sollte man sich geben (anders z.b. Wolfenstein, das ja nichtmal in Ansatz so tut als würde es Realismus vortäuschen). Das ist sonst ein wenig, wie wenn in Assassins Creed Odyssey die griechischen Krieger in römischen, chinesischen und mongolischen Uniformen herumlaufen, nur weils zufällig die gleiche Epoche ist.

Das kann man aber denke ich auch völlig anders sehen, wenn man es nur als reine Unterhaltung versteht - der eine stört sich dran, der andere nicht.

Shake_s_beer 15 Kenner - - 3064 - 23. Oktober 2021 - 9:25 #

Das stimmt schon. Die Frage ist dann, ob der Entwickler auf diesen Realismus überhaupt abzielt, um mal bei dem konkreten Spiel hier zu bleiben.
Nicht falsch verstehen: Ich begrüße es durchaus, wenn Spiele und andere Unterhaltungsmedien sich die Mühe machen, historische Gegebenheiten korrekt aufzuarbeiten und darzustellen. Es fällt mir nur schwer, daraus einen generellen Anspruch an Unterhaltungsmedien abzuleiten.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 208328 - 23. Oktober 2021 - 13:01 #

Natürlich zielt der Entwickler nicht darauf ab, das werfe ich ihm ja auch vor. Deshalb hab ich ja auch das Bespiel mit Fantasy gebracht, er hätte ja auch ein anderes Setting nutzen können, dass nicht mit so viel menschlichem Leid verbunden ist. Ich finde, da kann man nicht einfach "nur" Unterhaltung drin sehen und die relevanten Dimensionen ausblenden. Das ist für mich Ignoranz in Reinkultur. Heutzutage, wo die Empörungskultur schnell mal hochkocht, sei es gerechtfertigt oder auch mal nicht, kann man denk ich schon erwarten, dass sich Kreative auch in der Unterhaltungsmaschinerie mit den Konsequenzen ihres Handelns auseinandersetzen.

Shake_s_beer 15 Kenner - - 3064 - 23. Oktober 2021 - 13:27 #

Habe ich alles verstanden.
Und klar, man kann das natürlich von Unterhaltungsprodukten erwarten. Aber ich finde dennoch, dass man dies nicht zwingend muss. Dafür sind es immer noch Produkte, deren primärer Zweck die Unterhaltung ist. Ob man sich da jetzt einem kompletten Fantasy-Setting bedient (was definitiv unproblematischer ist) oder einem realen Hintergrund, der dann romantisiert, klischeebeladen oder auch historisch unkorrekt dargestellt wird - am Ende sind beides zu Unterhaltungszwecken erdachte Produkte. Da könnte man - den Faden weitergesponnen - sogar mit künstlerischer Freiheit argumentieren. Das muss man nicht gut finden. Und nicht falsch verstehen: Wie ich bereits oben schrieb, begrüße ich das ausdrücklich, wenn sich Ersteller von Unterhaltungsprodukten die entsprechenden Gedanken machen. Nur fällt es mir schwer, daraus einen generellen Anspruch an die Unterhaltungsbranche abzuleiten.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 208328 - 23. Oktober 2021 - 16:27 #

Nur mal so gefragt, würdest du das gleiche auch von einem Entwickler erwarten, bzw. nicht erwarten, der sagen wir mal, ein Remake des KZ-Managers auflegen möchte? Schliesslich will er ja auch nur unterhalten. So mit lustiger Simulation von steineklopfenden Zwangsarbeiter:Innen und Mikromanagement der Vergasungsanlagen und Ressourcenbeschaffung von Zyklon-B? Ich weiss, das ist überspitzt, aber ich will nur auf das Prinzip hinweisen. Kann man in diesem Fall auch sagen, "man muss nicht zwingend erwarten, dass..." ?

Shake_s_beer 15 Kenner - - 3064 - 23. Oktober 2021 - 17:00 #

Ist mir ehrlich gesagt schon zu überspitzt. Abgesehen davon, dass ein solches Produkt geschmacklos und abstoßend wäre, habe ich ehrlich gesagt jetzt auch ein bisschen den Faden verloren. Auf welches Prinzip willst Du damit hinweisen?

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 208328 - 23. Oktober 2021 - 17:07 #

Nur darauf, dass da es "nur" um "Indianer" geht, es halb so wild ist und man vom Entwickler eine reflektierte Herangehensweise nicht erwarten sollte. Ich finde aber schon.

Shake_s_beer 15 Kenner - - 3064 - 23. Oktober 2021 - 17:41 #

Puh, da krieg ich das aber mit deinem überspitzen Beispiel nicht zusammen, sorry. Zwischen deinem Beispiel und dem vorliegenden Spiel, wo ein amerikanischer Ureinwohner historisch nicht korrekt dargestellt wird, liegen für mich Welten.
Meine bisherige Argumentation hatte auch nichts mit einer Geringschätzung der Bevölkerungsgruppe im Sinne von "geht nur um Indianer" zu tun. Der Entwickler hat sich bei dem Spiel offensichtlich auf eine klischeebeladene Darstellung der amerikanischen Ureinwohner gestützt, wie sie schon tausendfach in Filmen, Büchern oder Spielen verwendet wurde. Das macht's nicht besser und das kann man auch kritisieren. Das ist legitim. Da bin ich ja auch bei Dir. Ich weiß nur nicht, ob ich bei Unterhaltungsmedien den generellen Anspruch sehe, frei von z.B. Klischees oder Vereinfachungen Dinge darzustellen. Darum ging es im Grunde ja.

CBR 21 Motivator - P - 25034 - 23. Oktober 2021 - 12:10 #

Danke für Deine Ausführungen. Der Gedanke kam mir auch. Da dieses Spiel der Unterhaltung dient und kein Edutainment (oder wieder der passende Begriff noch gleich war) ist, geht es für mich in Ordnung.

Die weiteren Ausführungen in diesem Thread zu der Thematik jenseits des Spiels fand ich dennoch sehr interessant. Nur vermischen würde ich es nicht.

Nivek242 28 Endgamer - P - 361077 - 22. Oktober 2021 - 17:34 #

Würde sagen, es ist noch viel Luft nach oben bei dem Spiel.
Danke aber für das Schöne Video, war sehr unterhaltsam Dennis.

Brunt 11 Forenversteher - P - 553 - 22. Oktober 2021 - 18:02 #

Danke für das Video.
Habe das Spiel heute erst bei Steam gesehen.
Aber das ist dann wohl leider doch nichts für mich.

Klabauter 15 Kenner - - 3120 - 22. Oktober 2021 - 18:28 #

Ohh, endlich mal wieder ein Spiel das mich thematisch voll anspricht; das Spielprinzip ist zumindest erträglich. Erstmal Geronimo zur Einstimmung einlegen...

Danywilde 24 Trolljäger - - 117145 - 23. Oktober 2021 - 6:13 #

Meinst Du den Geronimo, dessen Cadillac Frauen verrückt macht?

Klabauter 15 Kenner - - 3120 - 23. Oktober 2021 - 22:57 #

Ist Dir eigentlich bewusst, welchen Schaden derartige Kommentare anrichten...wie werde ich diese Bilder/Töne wieder los?

Danywilde 24 Trolljäger - - 117145 - 24. Oktober 2021 - 9:21 #

Geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid, insofern. ;)

thepixel 15 Kenner - P - 3289 - 25. Oktober 2021 - 11:27 #

Der tossed ja auch in your head!

Shake_s_beer 15 Kenner - - 3064 - 22. Oktober 2021 - 18:46 #

Vielen Dank für das schöne Video!
Puh, überzeugend sah das Gesehene für mich nicht aus. Das Setting finde ich schon interessant, aber im Video sah nichts von dem Spiel wirklich spannend aus. Die Schleichmechanik wirkte recht rudimentär, das Gunplay steif und unspektakulär. Klar, es ist Early Access, aber Lust auf mehr entsteht bei mir nicht.

SupArai 24 Trolljäger - P - 47406 - 22. Oktober 2021 - 20:07 #

Das Spiel ist seit kurzem (gestern oder vorgestern) aus dem Early Access raus.

Hat auch gleich nen 30%-Release-Rabatt und kostet statt 40 nur 28 Euro. Dubios...

Ich habe es schon relativ lange auf der Wunschliste und immer mal wieder reingelesen, was sich so tut. Fand ich aber nie wirklich überzeugend und wenn ich es nun vorgespielt bekomme, reizt mich das überhaupt nicht mehr.

Ambitionierte Idee, schlecht umgesetzt...

Noch was zum Survival-Standard: Da geht es bei den Titeln, die ich kenne, anfangs erstmal darum Ressourcen zu sammeln um sich rudimentär einzurichten. Erst dann geht es auf Entdeckungstour. Scheint hier entweder andersrum geplant, oder Dennis hat es "falsch" gespielt. Also, dass vielleicht erst eine Siedlung aufgebaut werden muss um EP zu sammeln und anschließend macht man sich auf in den Kampf?

Edit:
Mmmhhh, Basenbau kommt erst noch mit einem späteren Update.
"Hier ist die Fahrplan für die kommenden features:
Basisbau. [...]"

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 22. Oktober 2021 - 22:21 #

Die SDK macht Laune, aber leider nicht so sehr auf das Spiel :( Hatte es schon länger auf dem Radar.

Mr. Tchijf 16 Übertalent - P - 4592 - 22. Oktober 2021 - 22:25 #

Danke für den Einblick. Hatte schon mehrfach mit geliebäugelt und bin froh, den Kaufen-Knopf in Ruhe gelassen zu haben.

MachineryJoe 18 Doppel-Voter - P - 9121 - 25. Oktober 2021 - 9:20 #

Danke für den detaillierten Test! Der Titel sieht vielversprechend aus. Mein 12-jähriges Ich wäre so unendlich begeistert gewesen, ein Spiel aus Sicht der "Indianer" zu spielen, die vielleicht dem Stamm der Iowa, Oto oder Ponca angehörten. Was ich solche Bücher in mich rein gefressen habe. Leider ist die Umsetzung bislang noch etwas eintönig gelungen. Aber vielleicht kommt da noch was. Diese Sammel- und Grinding-Mechaniken schrecken mich auch etwas ab.

Und ja, ich habe bewusst nicht "American Natives" geschrieben. Ich darf ja auch nicht "German Natives" sagen, da unterstellt man mir gleich, einer rechten Ideologie anzugehören. Politisch "korrekte" Begriffe gibt es nämlich nicht. Irgendwer wird immer etwas zu meckern finden und eine Portion gehässige Hetze ablassen, egal aus welcher Ecke er oder sie gerade kommt. Da macht grün, rechts oder links in der Praxis keinen Unterschied. Tolerant sind sie gewöhnlich gegenüber Andersdenkenden alle nicht.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20550 - 25. Oktober 2021 - 9:43 #

Kann man natürlich machen: Die unterschiedlichen historischen Kontexte zu einem indifferenten Einheitsbrei vermengen. Am Schluss sind wir dann alle nur noch Opfer.

Wenn man aus jedem politischen Streit ein "ich darf nicht" macht, dann fährt man letztlich genau die selbe intolerante Schiene wie die anderen auch.

thoohl 19 Megatalent - - 13160 - 25. Oktober 2021 - 10:32 #

Ihr habt es echt geschafft, dass ich über das Thema des Wortes Indianer noch weiter nachgedacht habe und irgendetwas ist mir die ganze Zeit im Nacken gesessen, warum ich dieses Sprachthema auch in Bezug auf Kostüme eigentlich so absurd finde.
In meinem tiefen Innern ist Indianer tatsächlich in Bezug auf nordamerikanische Bevölkerung ein Begriff, der für mich eine historische Situation und Bevölkerung meint, analog zu zB "Siedler".
Ich glaube ich hätte auch vorher schon nie einen heute lebenden Native als Indianer tituliert oder jemand anderes als Siedler. Zu einem heutigen Amerikaner mit NativeWurzel Indianer zu sagen finde ich tatsächlich daneben. Rein persönlich sehe ich aus heutiger Sicht auch das Pflegen von Stammesbezeichnungen als überholt.
Den Begriff Indianer finde ich aber tatsächlich auch weiter für AmazonasIndianer oder für historische Kinderkostüme völlig in Ordnung. Das führt dann auch im Ergebnis dazu, eine deutsche politisch motivierte IndianerkostümDebatte als weiter absurd zu sehen, da für mich historisch in Ordnung sich als Kind mal so zu verkleiden. Man sollte lieber die damaligen Indianerkriege aufarbeiten und die Untaten der Siedlungspolitik mal aufarbeiten. Ich habe ein reines Gewissen. ;)

nothingad 11 Forenversteher - P - 641 - 25. Oktober 2021 - 14:14 #

Krass was hier teilweise in den Kommentaren los ist..

Old Lion 27 Spiele-Experte - P - 77678 - 27. Oktober 2021 - 16:31 #

Danke für all die Kommentare, sehr aufschlussreich und, wie zu erwarten war, sehr entlarvend.

Ganon 24 Trolljäger - - 67220 - 30. Oktober 2021 - 8:49 #

So, ich hab das Video jetzt erst gesehen, aber die hohe Zahl an Kommentaren war mir schon aufgefallen und ich hatte richtig, vermutet, worum es geht.
In den USA wird durchaus aktiv über den Begriff diskutiert, etwa ob das Baseball-Team der Cleveland Indians seinen Namen ändern sollte. In Deutschland ist der Begriff laut Wikipedia "relativ diskriminierungsfrei". Nun ja. Ich würde ihn nicht mehr benutzen, ebensowenig wie N... oder Z...

Die Kommentare im Video waren sicher lustig und nicht böse gemeint, aber mir waren das ein paar Klischees zu viel, da kann man im Umgang mit anderen Kulturen auch mal etwas mehr Fingerspitzengefühl walten lassen.

Was die Diskussion hier in den Kommentaren angeht, muss ich aber sagen, dass es erstaunlich gesittet vor sich ging und angenehm nachzulesen war. Ausnahmen gibt's natürlich immer. ;-)

TheRaffer 22 AAA-Gamer - P - 32064 - 6. November 2021 - 13:18 #

Das Spiel ist eindeutig noch Early Access. Da gucke ich erst wieder drauf, wenn die was weiter sind. Ich sehe aber Möglichkeiten für ein paar spannende Stunden :)