Vom Tabletop zum Monitor: Die Warhammer 40.000-Spiele - Teil 3

Vom Tabletop zum Monitor: Die Warhammer 40.000-Spiele - Teil 3 User-Artikel

LRod / 11. Februar 2024 - 1:46 — vor 2 Wochen aktualisiert

Teaser

Seit mehr als 30 Jahren stellen sich die Space Marines den Feinden des Gott-Imperators auch auf dem Monitor. In dieser mehrteiligen Reihe stellt LRod die interessantesten Computerspiele aus dem Warhammer 40.000-Universum vor.
Dieser Inhalt wäre ohne die Premium-User nicht finanzierbar. Doch wir brauchen dringend mehr Unterstützer: Hilf auch du mit!
Der zweite Teil dieser Serie behandelte die THQ-Ära, in der die Computerspiel-Umsetzungen von Warhammer 40.000 vor allem mit der Dawn of War-Reihe einige Gold- und Platin-Awards einsammeln konnte. Mit der Insolvenz von THQ im Jahr 2012 endete diese Ära weniger, aber qualitativ hochwertiger Spiele jedoch.
Anstatt die Lizenz wieder an einen einzelnen Publisher exklusiv zu vergeben, änderte Games Workshop die Stategie und vergab nunmehr Lizenzen für einzelne Projekte. Dies ging einher mit dem Boom auf dem Mobilmarkt, was leider der Qualität der Spiele insgesamt nicht zuträglich war, wie dieser dritte Serienteil zeigen wird, der die Jahre 2013 bis 2017 abdeckt. Reine Mobilspiele, die nur für iOS oder Android erschienen sind, werden dabei nicht betrachtet und deren Umsetzungen für PC und Konsolen nur dann, wenn Tests zu finden sind oder die Titel aus anderen Gründen interessant sind.


Space Hulk (2013 – Full Control)

Genräuber-Kulte
Die Brücke zwischen den Genräubern aus Space Hulk und den aus Dawn of War 2 bekannten Tyraniden schlagen die Genräuber-Kulte.

Diese werden von besonderen, psionisch starken Genräubern, den Patriarchen, die mit dem Schwarmbewusstsein der Tyraniden verbunden sind, durch injizieren ihrer DNA in Wirtsorganismen gegründet. Diese geben die Tyraniden-DNA über Generationen weiter, verändern ihr Aussehen je nach Generation teilweise nur leicht und beten einen Sternenherrscher an, der leicht mit dem Imperator verwechselt werden kann.

Tatsächlich sollen diese Kulte durch Unterwanderung der Wirtsgesellschaft aber nur die Verteidigung schwächen, damit nahende Tyranidenflotten - anstatt die versprochene Erlösung zu bringen - den Planeten mit weniger Verlusten ernten kann.
Zwei Jahre nach dem letzten Spiel von THQ erschien der erste neue Lizenztitel. Genau 20 Jahre nachdem Electronic Arts euch in Space Hulk in Pixelgrafik durch die Gänge eines Raumschiffs schickte, legte Full Control einen namensgleichen Titel nach, der allerdings auf die Echtzeit verzichtete und stattdessen die überarbeitete Brettspielfassung in jedem rundenbasierten Detail nachbildete – einschließlich der Schwächen beim Glückfaktor, die ein auf W6-Würfeln basierendes Brettspiel eben hat. Auch Gegnervielfalt ist der mit einer endlichen Anzahl an Figuren ausgelieferten Vorlage entsprechend ein Fremdwort. An neue Features, etwa eine richtige Kampagne, während der sich eure Marines weiterentwickeln oder gar sterben können, wagen die Entwickler sich ebenfalls nicht heran.

Jörg Langer war begeistert – nur leider nicht vom Spiel: "Ich liebte damals Space Hulk, spielte es nachmittagelang, brachte die mit Totenkopf-Symbolik verzierten Regelhefte mit in den Kunstunterricht (nicht um sie abzumalen, sondern um darin zu lesen). Und siehe da: Auch knapp 25 Jahre später sorgt dieses Regelwerk noch für Spannung. Das Regelwerk, nicht die Umsetzung von Full Control." Nach einer Warnung vor dem schlecht ausbalancierten Multiplayer-Part vergibt er eine runde 6.0.

Auch Amir Forsati von der GameStar konnte Space Hulk nicht überzeugen. Dieser vergab mit 54% die zweitschlechteste, hier betrachtete Wertung bislang – was die Entwickler nicht davon abhielt, diverse Kampagnen-DLCs nachzuschieben.
Vorlage für Space Hulk war das namensgleiche Brettspiel in der dritten Auflage (2009), das mit tollen Miniaturen, aber nicht mit tollem Balancing bestach.
 

Armageddon (2014 - Slitherine/The Lordz Games Studio and Flashback Games)

Armageddon
Der Planet Armageddon ist vor allem für die drei großen Kriege bekannt, die dort entschieden wurden.

Im ersten Krieg von Armageddon fielen die Chaos Space Marines der World Eaters, angeführt von ihrem Dämonenprimarchen Angron, über die Welt her. Space Marines der Space Wolves und der auf die Bekämpfung von Dämonen spezialisierten Grey Knights gelang es, Angron zurück in den Warp zu verbannen. Um das Wissen um die Existenz eines Dämonenprimarchen - immerhin ein gefallener Sohn des Imperators selbst - zu bewahren, wurden alle menschlichen Überlebenden, einschließlich der beteiligten Regimenter der Imperialen Armee, auf Befehl der Inquisition sterilisiert und in Lager verbracht und der Planet neu besiedelt.
 
Im zweiten und dritten Krieg um Armageddon wurde die Welt vom Orkboss Ghazghkull Mag Uruk Thraka angegriffen. Unter der Leitung von Kommissar Yarrick gelang es den Verteidigern, darunter die heimische Stahllegion und Space Marines der Salamanders und der Black Templars, die Orks zurückzudrängen. Der dritte Krieg wurde im Jahr 2000 von einem der ersten Kampagnenbücher für das Tabletop begleitet.
Games Workshop hatte angekündigt, auch kleineren Projekten eine Chance zu geben – und hielt Wort. Armageddon sieht, abgesehen von der deutlich höheren Auflösung, aus wie SSI’s Rites of War von 1999 und spielt sich mit seinen Hexfeld-Schlachten auch sehr ähnlich. Das verwundert nicht, übernimmt es doch neben der Engine auch das Gameplay vom hausinternen Vorgänger-Projekt Panzer Corps, der seinerseits stark von Panzer General inspiriert ist (und dessen zweiter Teil bei GamersGlobal mit einer starken 9.0 bewertet wurde).

Erneut liegt es an euch, ganze Armeen mit Blick auf Stärken und Schwächen – und davon gibt es dank zahlreicher Werte für jede Einheit und Waffe eine Menge – der jeweiligen Einheiten zu befehligen. Die Kampagne, die den zweiten Krieg um den Planeten Armageddon aus Sicht der Imperialen Armee gegen die Orks thematisiert, wird zwar noch spröder präsentiert als die Schlachten selbst, bietet aber über die Missionen hinweg doch einige Abwechslung durch viele interessante Szenarien.

Christian Weigel von der GameStar schrieb: "Man merkt Warhammer 40K: Armageddon stark an, dass unter der Haube der Motor und die solide Mechanik von Panzer Corps brummen. Der Unterschied zwischen der Wehrmacht und der Stahllegion von Armageddon ist so gering (auch thematisch), dass sich alte Panzergeneräle gar nicht groß umgewöhnen müssen. Da das Warhammer-Universum vor interessanten Fraktionen aber nur so strotzt, hätte es meiner Ansicht nach bessere Möglichkeiten gegeben, als ein Hexfeld-Strategiespiel mit der Imperialen Armee nur auf den Krieg um Armageddon zu reduzieren." 73% vergibt er dafür.

Weitere Tests größerer deutschsprachiger Medien sind nicht zu finden, was das Spiel zu einem Geheimtipp für Hexfeldstrategen macht. Dass das Spiel bei der Fangemeinde gut ankam, zeigen nicht zuletzt die fünf DLCs, die jeweils eigene Zusatzkampagnen mit andern Fraktionen oder Orden der Space Marines ergänzen. 2016 erschien mit Warhammer 40.000 - Armageddon: Da Orks sogar noch eine Standalone-Erweiterung, die den Konflikt aus Sicht der Orks erzählt.
Armageddon ist sicher kein Grafikblender, bietet für Hexfeld-Generäle aber solide Rundentaktik.
 

Space Wolf (2014 - Herocraft)

Space Wolves
Die Space Wolves, die sich selbst die Vylka Fenryka, die Wölfe von Fenris nennen, sind aus der gleichnamigen 6. Legion unter Führung des Primarchen Leman Russ hervorgegangen. Beheimatet auf der Eiswelt Fenris, pflegen sie zahlreiche Rituale, die sie quasi zu den Wikingern unter den Space Marines machen. Sie halten sich nicht an den Codex Astartes und weichen auch sonst in vielen Aspekten von ihren Brüdern ab. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz von Runenpriestern anstelle der sonst üblichen Psioniker.
 
Ihre Gensaat neigt allerdings zu einer Mutation, die dazu führen kann, dass ein Space Wolf im Kampf von ihrem inneren Wolf überwältigt werden und zu wilden, werwolfartigen Wulfen werden. Die ansonsten loyalen Space Wolves gehen sehr weit, um dieses Geheimnis vor der Inquisition zu bewahren.
Space Wolf ist einer von mehreren frühen Mobile-First-Titeln, die auf PC und Konsolen portiert wurden. Wie zu erwarten war, machen diese Titel – so auch dieser Titel – weder optisch noch spielerisch besonders viel her. Space Wolf lässt euch Space Marines vom namensgebenden Orden in rundenbasierten Kämpfen in die Schlacht führen und ergänzt dies um die beliebten Aktionskarten, die von einer einfachen Bewegung bis zum Nahkampfangriff oder Beschuss alles von eurem Kartendeck und dem Zufall abhängig macht.

Da es an Tests mangelt, zitiere ich an dieser Stelle aus meinem eigenen Check auf GamersGlobal zum Switch-Port: "(...) später kam aber zunehmend Frust auf über die sperrige Bedienung und unfair spawnende KI-Gegner, die angeschlagene Marines gnadenlos niederschießen, ohne dass das Spiel mir Kontermöglichkeiten an die Hand gibt. (…) Die auf das Verkaufen von Lootboxen abzielende hohe Schwierigkeit wurde für die Switch offenbar nicht überarbeitet."

Letzteres Problem hatten auch andere Mobile-First-Spiele, etwa Deathwatch – Tyranid Invasion, die zwar auf PC und Konsolen ohne Echtgeldshop veröffentlicht wurden. Das Balancing wurde dabei aber offenbar nicht angegangen, so dass bessere Karten mühsam ergrindet werden mussten, um im Spiel noch Land zu sehen.
Space Wolf hätte als Spiel für unterwegs interessant sein können, wenn das Pay to win-Balancing an den Wegfall des Shops angepasst worden wäre.
 

Storm of Vengance (2014 - Eutechnyx)

Wer gedacht hat, dass Space Wolf ein Tiefpunkt sei, hat noch nicht Storm of Vengance gesehen. Dieser nur aus historischen Gründen hier genannte Casual-Titel ist der Tiefpunkt dieser ganzen Serie: In einer von fünf Reihen, die an einen ungepflegten Sportplatz erinnern, platziert ihr auf eurer Seite Gebäude oder Truppen. Letztere laufen dann automatisch Richtung Gegner und schießen auf alles, was im Weg ist, bis ihnen die Lebenspunkte ausgehen.

Überraschenderweise widmete 4Players dieser Katastrophe sogar einen Test. Eike Cramer war jedoch wenig begeistert: "Diese langweilige, unspektakuläre und bugverseuchte Einschlafhilfe, die auch noch nach der einzigen Tabletop-Kampagnenbox aus dem Jahre 1997 benannt wurde, ist sowohl auf dem PC als auch auf dem iPad eine Enttäuschung." Treffend zusammengefasst wird dieser Test mit den Worten "Storm of Vengeance ist ein Verbrechen an der Lizenz von Warhammer 40k".

Trivia: Mit den 25% auf 4Players konnte Entwickler Eutechnyx sich sogar steigern. Immerhin gab es von Benjamin Braun für das ein Jahr ältere Ride to Hell – Retribution sogar nur eine 2.0.
Anzeige
Auch wenn es so aussieht - ihr seid nicht bei der Reihe "Spielekeller der Grausamkeiten" von GG-User Nischenliebhaber gelandet.
Nischenliebhaber 18 Doppel-Voter - P - 10832 - 11. Februar 2024 - 1:20 #

Viel Spaß beim vorletzten Teil von LRods Mammut-Projekt. :-)

LRod 19 Megatalent - - 18422 - 11. Februar 2024 - 10:03 #

Ich bin tatsächlich nicht ganz sicher, ob ich die letzten 6 Jahre plus einen kleinen Ausblick - Stichwort Space Marine 2 - in einem Teil unterbekomme.. ;)

Und perspektivisch gibt es ja dasselbe noch einmal für Warhammer Fantasy :)

Kirkegard 20 Gold-Gamer - 20874 - 11. Februar 2024 - 9:48 #

Klasse LRod :-)

LRod 19 Megatalent - - 18422 - 11. Februar 2024 - 17:26 #

Danke schön!

Faerwynn 20 Gold-Gamer - P - 20115 - 11. Februar 2024 - 11:05 #

Geniale Artikelserie. Ich muss mal Sanctus Reach anspielen und Battlefleet Gothic: Armada 2 spielen, das hatte ich zum Release gekauft und dann keine Zeit gehabt.

Edit: ich glaube es liegt auch dran, dass ich dann oft, wenn ich Lust auf 40k bekomme, stattdessen baue und male. So auch jetzt, ich will diesen Defiler endlich mal fertig kriegen ;)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3811 - 11. Februar 2024 - 11:35 #

Tja, das Bemalen einer (Vitrinen) Mini kostet ja auch schon mal so viel Zeit, wie ein Spiel durchzuspielen. :D

Toller Artikel!

Faerwynn 20 Gold-Gamer - P - 20115 - 11. Februar 2024 - 16:27 #

In der Tat. Aber im Moment übe ich tatsächlich Speedpainting-Techniken, bei 30 Mini-Units schaut keiner auf Details. ;)

LRod 19 Megatalent - - 18422 - 11. Februar 2024 - 17:22 #

Ich habe noch die 20 Termaganten aus der Leviathan-Box hier rumliegen. Die wollte ich auch schon länger bemalen, aber ich muss mich da auch mal zum gröberen Bemalen zwingen, sonst werde ich da nie mit fertig (weshalb ich damit noch nicht einmal angefangen habe :) ).

Faerwynn 20 Gold-Gamer - P - 20115 - 11. Februar 2024 - 21:14 #

Jaja, die Leviathanbox liegt hier auch noch unbemalt. :) Aber mein erster Test der Chopchop-Methode war sehr erfolgreich, ich habe fünf Screamer of Tzeentch in ca 4h angemalt und es sieht kaum schlechter aus als die drei Screamer, die ich traditionell in ca 15h angemalt habe. Horrors oder Gaunts kann man damit sicher auch sehr zügig gut anmalen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3811 - 12. Februar 2024 - 10:47 #

Chopchop - da musste ich jetzt echt suchen. Unter Slapchop fand ich was. Jetzt weiß ich auch wie die Technik heißt, mit der ich Leder bemale. :D
Aber die Ergebnisse sehen echt gut aus.

Faerwynn 20 Gold-Gamer - P - 20115 - 12. Februar 2024 - 23:42 #

Jo, Slapchop, da hat lustigerweise mein Smartphone korrigiert, vermutlich weil ich mit jemand über Conan Chop Chop geschrieben habe. :)

LRod 19 Megatalent - - 18422 - 11. Februar 2024 - 17:25 #

Sanctus Reach, man kann es vielleicht zwischen den Zeilen lesen, ist so eines der Spiele, das ich nicht so richtig empfehlen mochte, mit dem ich aber irgendwie trotzdem eine ganze Weile lang Spaß hatte. Mit ein wenig mehr Polishing hätte es aber auch objektiv noch ein ganzes Stück besser sein können.

Armada 2 kommt dann in Teil 4. Um es ein wenig vorweg zu nehmen: Es verschlimmbessert einiges von Teil 1. Es gibt mehr Fraktionen in der Kampagne und vor allem die Fraktionswahl, aber durch die neue Kampagnenkarte gibt es auch mehr recht bedeutungslose oder einseitige Schlachten und die Kampagne dauert damit auch doppelt so lange.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 42847 - 11. Februar 2024 - 12:16 #

Wieder ein schöner Artikel, freue mich auf Teil 4 der Triologie ;)

W40K habe ich nie als Tabletop gespielt, bin aufgrund der (vielen) Spiele aber immer wieder in Kontakt damit gekommen und kenne mich (Einlesen sei Dank) in der Lore halbwegs aus und habe auch gut die Black Library gelesen. Die Gießkannen-Taktik Gameworkshops hat bei mir also funktioniert.

P.S. Dawn of War I beste.

LRod 19 Megatalent - - 18422 - 11. Februar 2024 - 17:21 #

Leider lief DoW 1 noch ohne Steam. Ich habe die starke Vermutung, dass das ansonsten sehr weit vorne wäre im Stundenranking bei mir, wenn man die Addons noch mit dazu nimmt.

DoW 3, das ja dann in diesem Teil vorgestellt wurde, kam ja generell wieder gut an. Mich persönlich hat es allerdings eher enttäuscht. Durchgespielt habe ich es zwar, aber seitdem praktisch nicht wieder angefasst. Vor allem der Perspektivenwechsel nach jeder Mission hat mir gar nicht gefallen, aber auch der MOBA-Einfluss war mir zu groß.

Deklest 13 Koop-Gamer - 1449 - 11. Februar 2024 - 15:56 #

Wieder ein sehr interessanter Artikel. Ich freue mich schon sehr auf Teil 4. Es ist schon erstaunlich, wie die Qualität schwankt. Was ich mich frage ist, warum gibt es kein RPG? Das würde sich doch so anbieten bei der ganzen Lore.

LRod 19 Megatalent - - 18422 - 11. Februar 2024 - 17:18 #

Ja, absolut. Ein Fire Warrior von THQ war nun auch nicht wirklich gut, aber es war ein solides Spiel. Was dann in den ersten Jahren nach THQ aber für ein spielerischer Müll rauskam - wenige Jahre nach all den Gold- und Platin-Awards für Dawn of War -, war für Fans schon sehr schwer zu schlucken.

Ganz so schlimm nach unten schlagen die Wertungen im nächsten Teil zum Glück nicht mehr nach unten aus ;)

Das mit dem RPG ist eine absolut berechtigte Frage. Inquisitor Martyr wird in Teil 4 vorkommen, das ist immer ein Action-RPG im Diablo-Stil. Abseits davon gibt es tatsächlich nur Rogue Trader vom letzten Dezember.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 468235 - 11. Februar 2024 - 16:50 #

Sehr schöner Artikel! Bin dummerweise mit Armageddon trotz Kauf und mehrmaligen Versuchen nicht warm geworden, was echt seltsam ist – ich mag sowohl WH40K als auch Panzer General, aber die Kombi fand ich blöd.

Und das Ascension von Full Control müsste auch heute noch gut spielbar sein – als m.E. beste PC-Fassung des ursprünglichen Brettspielgefühls.

LRod 19 Megatalent - - 18422 - 11. Februar 2024 - 17:27 #

Vielen Dank!

Armageddon präsentiert sich leider staubtrocken und führt die Spieler in der Kampagne nicht gut ein. Da darf man dann fast zu Beginn erst einmal entscheiden, welche der knapp ein Dutzend Leman-Russ-Varianten die beste ist... Ich habe das laut Steam auch nur knapp 16 Stunden gespielt, was vielleicht einem Drittel entspricht. Spielerisch ist es aber eigentlich wirklich sehr solide und die Missionen sind abwechslungsreich. Damit ist es irgendwie das Gegenteil von dem hier auch vorgestellten Sanctus Reach, das spielerisch und in Sachen Missionsdesign objektiv schwächer ist, mir aber subjektiv mehr Spaß gemacht hat.

Bei Ascension kann ich dir nur zustimmen. Da haben sie es geschafft, das Spiel um gute Progressionsmechaniken zu erweitern - was ja in deinem sehr schönen Meinungskasten mit der abgehakten Wunschliste vom Vorgänger perfekt rüberkommt ;)

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10406 - 11. Februar 2024 - 19:23 #

Wieder einmal ein klasse Artikel! Clever, die ca. 10 Jahre der Post-THQ-Ära in zwei Artikel aufzuteilen. Hast du eine Ahnung, wie viele Spiele du hast unter den Tisch fallen lassen?
Von den vorgestellten Spiele besitze ich über die Hälfte. Gespielt habe ich keines! Bundles und PoS ftw! Ich muss wohl oder übel mal ein 40K-Jahr einlegen, um das eine oder andere abzuarbeiten, denn so uninteressant hören sich einige der Titel nicht an.
Und danke für die Warnung vor Space Wolf. Das lachte mich irgendwie an.

Faerwynn 20 Gold-Gamer - P - 20115 - 11. Februar 2024 - 21:17 #

Wenn man es für 3€ im Sale irgendwo mitnimmt kann man auch ein paar Stunden Spaß mit Space Wolf haben. Ging mir mit vielen der besprochenen Spiele so, für ein paar Cent kann man gut mal reinschauen, aber der Originalpreis vom Erscheinen wäre sehr ätzend gewesen.

LRod 19 Megatalent - - 18422 - 11. Februar 2024 - 22:03 #

...oder 3, da kommt doch noch einiges. Mal schauen, was der Platz sagt, damit die Teile nicht zu lang werden.

In diesem Abschnitt fehlen:
Warhammer 40,000: Carnage (iOS, Android)
The Horus Heresy: Drop Assault (iOS, Android)
Warhammer 40,000: Deathwatch – Tyranid Invasion (iOS, Android, Windows, PlayStation 4)*
Legacy of Dorn: Herald of Oblivion (iOS, Android, Windows)
Warhammer 40,000: Freeblade (iOS, Android, Windows)
Eisenhorn: Xenos (iOS, Android, Windows)
Battlefleet Gothic: Leviathan (iOS, Android)
Talisman: The Horus Heresy (iOS, Android, Windows)
The Horus Heresy: Battle of Tallarn (iOS, Android, Windows)

Also 9 weitere Titel. Die waren aber alle Mobile-First und auf PC so obskur, dass die nicht einmal in HumbleBundles aufgetaucht sind. Es waren da auch keine ordentlichen deutschsprachigen Tests zu finden. Insofern habe ich die ausgeklammert.

Space Wolf hätte auch auf der Reihe stehen können, ist aber noch der "größte" Titel davon gewesen, immerhin auch mit Switch-Version, und ich konnte aus meinem Check zitieren, um das Grundproblem (siehe * zu Deathwatch unten) darzustellen.

Wie Faerwynn sagt, man kann auch Space Wolf für 3 Euro spielen. Aber von aus diesem Zeitraum kann man eigentlich vor allem Dawn of War 3, Battlefleet Gothic Armada und Space Hulk Ascension noch spielen. Als Tabletop-Liebhaber geht auch Sanctus Reach und als Hexfeld-Fan Armageddon. Der Rest würde ich nicht mehr anfassen wollen.

* Das habe ich als einziges gespielt. Das ist simpelste Rundentaktik, nicht einmal ein Deckungssystem gibt es. Natürlich gibt es wieder Karten zum Sammeln und wie bei Space Wolf ist das Balancing nach ein paar Missionen voll darauf ausgelegt, dass man stärkere Einheitenkarten kauft. Da in der Midprice-Windows-Version aber der Shop gestrichen, aber wohl nicht das Balancing angepasst wurde, ist es ohne übles Grinden kaum spielbar gewesen.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 42847 - 11. Februar 2024 - 23:54 #

Waren die letzten beiden nicht mal in JörgSpielts? Ich habe auf jeden Fall beide gespielt und bin recht sicher, dass Jörg es mal erwähnt hatte.

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10406 - 12. Februar 2024 - 9:24 #

Zumindest an Talisman: The Horus Heresy kann ich mich aus einem JörgSpielt auch noch ganz dunkel erinnern.

LRod 19 Megatalent - - 18422 - 12. Februar 2024 - 9:35 #

Hmm, durchaus möglich. Im Steckbrief ist es nicht verlinkt, aber das geht ja auch immer nur bei einem Titel pro Artikel.

Ich muss aber auch sagen, dass ich die Talisman-Spiele als PC-Umsetzung (Origins habe ich da mal gespielt) ziemlich langweilig finde. Ein Highlight ist euch also eher nicht entgangen.

Ähnlich war ja auch bei Deathwatch mein Gedanke. Das habe ich ja sogar mit einem negativen Steam-Review abgehandelt und konnte die Probleme noch einmal nachlesen. Aber da hatte ich das Gefühl, dass mit noch mehr schlechten Spielen für diesen Teil nichts mehr gewonnen ist und es irgendwann anstrengend wird, das noch zu lesen. Und Storm of Vengance war ohnehin nicht zu unterbieten ;)

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10406 - 12. Februar 2024 - 9:43 #

Bei mir war es Talisman: Prologue.
Ich habe schöne Kindheitserinnerungen an das Brettspiel. Und dafür taugt es auch gut: am Tisch mit Mitspielern, für die geringe Komplexität ein Plus und kein Minus darstellt. Als Computerumsetzung eher nicht.

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10406 - 12. Februar 2024 - 18:23 #

Danke für die drei Empfehlungen! Damit rutschen sie, wie auch Sanctus Reach, ein Stück weit den PoS hoch. Bei Armageddon werde ich passen. Damals in den späten 90ern habe ich zwar den ersten Panzer General komplett durchgezogen, aber bei einem weiteren Versuch vor einigen Jahren musste ich feststellen, dass mir für diese Art Spiel mittlerweile die Geduld fehlt.

Legacy of Dorn: Herald of Oblivion hätte ich gerne gespielt. Ein Choose your own Adventure im 40K-Universum hört sich nach einer schön bekloppten Idee an, dass es einfach gut funktionieren muss. Leider ist es seit einiger Zeit aus den Stores verschwunden. Aus lizenzrechtlichen Gründen würde ich vermuten.

Ridger 22 Motivator - - 34578 - 11. Februar 2024 - 20:36 #

Tolle Serie!
Eigentlich bin ich auch ein Space Hulk Fan. Leider hatte ich Pech mit dem 2013er, weil die App gelöscht wurde bevor ich überhaupt dazu gekommen bin es zu spielen. Und für Ascension war mein MacBook zu langsam und auf meinem neuen M1-Gerät läuft es nicht mehr. Bleibt mir nur das Brett- und Kartenspiel. :)

LRod 19 Megatalent - - 18422 - 11. Februar 2024 - 22:04 #

Da kam ja einiges an Pech zusammen. Aber das Brettspiel mit Freunden ist ohnehin viel netter als dasselbe gegen eine KI :)

Ridger 22 Motivator - - 34578 - 11. Februar 2024 - 23:03 #

Die Atmosphäre von Ascension war schon toll mit den Ambient-Sounds und Lichteffekten. Der Rest hat erbärmlich geruckelt wie die Pest. Das Brettspiel ist echt schön. :)

Ganon 27 Spiele-Experte - - 83488 - 12. Februar 2024 - 2:48 #

Wieder ein sehr schöner Artikel. Dawn of War 3 will ich noch nachholen, bevor Space Marine 2 kommt. Sonst habe ich hiervon nichts gespielt. Ist wohl auch besser so. ;-)

LRod 19 Megatalent - - 18422 - 12. Februar 2024 - 9:24 #

Ja, das ist hier in der Tat eher das tiefe Tal in der bewegten Berg-und-Talfahrt der 40k-Spielegeschichte. Aber deshalb macht es ja auch Spaß, diese einmal aufzuschreiben.

Wobei es schon noch ein, zwei Perlen gibt. Battlefleet Gothic Armada ist beispielsweise auch ein gutes Spiel - sofern einem das Genre liegt.

Ganon 27 Spiele-Experte - - 83488 - 12. Februar 2024 - 17:56 #

Das sah zumindest immer ziemlich cool aus mit diesen Kathedralen-Schiffen...

Sokar 24 Trolljäger - - 47782 - 12. Februar 2024 - 17:07 #

Weitere eine schöne Übersicht. Einige der Titel kamen mir sogar bekannt vor, wirklich gespielt habe ich aber nur Dawn of War 3. Und ich mochte es auch, wobei es auch kein Überflieger war. Solide, aber mit zu vielen Weder-Fisch-Noch-Fleisch Momente, sowohl beim Gameplay als auch bei der Story mit dem ständigen hin-und-her Springen zwischen den Parteien. Immerhin Eldar dabei und nicht nur Space Mariens...

Dieses Storm of Vengance war zu allem Überfluss auch noch ein simpler Re-Skin eines anderen Spiels mit dem schönen Titel "Ninja Cats Vs Samurai Dogs". War aber auch nicht besser...

Die nächste Folge wird aber hoffentlich wieder positiver, in den letzten Jahren gabs deutlich weniger und im Schnitt bessere Titel für W40k. Aber ein Dawn of War 4 wäre mir am liebsten, vom Stil her nahe am ersten Teil. Nur so soll Relic dafür die Kapazitäten hernehmen...

TheRaffer 23 Langzeituser - P - 40034 - 25. Februar 2024 - 11:16 #

Da habe ich gerade so einiges über dieses Universum gelernt. Vielen Dank :)