V Rising – Blutgetränkt

V Rising – Blutgetränkt User-Artikel

Crafting und Survival als Vampir

SupArai / 6. Juli 2024 - 22:31 — vor 5 Tagen aktualisiert

Teaser

V Rising paart dynamisches Action-Gameplay mit Survival- und Craftingzwängen. Ob sich aus diesem Genre-Mischmasch ein gutes Spiel machen lässt, klärt dieser User-Artikel.
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Das Action-Rollenspiel V Rising wurde bereits kurz nach dem Start in den Early Access im Mai 2022 zu einem dieser Spiele, die aus dem Nichts auftauchen und eine Menge Menschen begeistern. Das belegen eine Million verkaufte Einheiten innerhalb der ersten Woche. Aktuell steht der Titel bei über 82.000 Rezensionen mit einer „Sehr positiv“-Bewertung von 88% gut da.

Als bekennender Survival- und Action-RPG-Fan zog ich bald selbst mit einem Blutsauger durch die virtuellen Lande und versenkte rund 35 Stunden in die Early-Access-Version. V Rising machte also schon damals Vieles richtig.

Am 8. Mai 2024 erschien dann endlich die 1.0-Version, auf die ich mich richtiggehend freute. 35 Stunden später hat meine Vampirin den zweiten von vier Akten abgeschlossen und ein Itemlevel von 60. Zeit für ein Fazit.
Hier eine Übersicht der Spielwelt. Auf der Karte seht ihr Portale, die zumindest den Hinweg zu eurem Ziel deutlich verkürzen. Mit hochwertiger Beute im Gepäck sind die Portale dagegen nicht nutzbar.
 

Es wurde doch schon alles erzählt!

Das dachte sich wohl der Story-Schreiber bei V Rising. Denn geschichtlich reißt sich der Titel kein Bein aus und führt euch nicht mit einer stringenten Story durch das Spiel. Ein simpler Aufhänger muss reichen: Die ruhmreiche Zeit der Vampirherrschaft wurde vor Jahrhunderten durch die Menschen beendet. Seitdem schlummert ihr in eurem Sarg. Bis ihr erwacht. Wodurch? Warum? Fragen, die keiner stellt und auf die es somit keine Antworten gibt. Ihr wisst nur, dass ihr euch die Kräfte der anderen Übernatürlichen zurückholen sollt um wieder an der Spitze der Nahrungskette zu stehen.

Die große Spielwelt orientiert sich am Mittelalter. Anfangs durchstreift ihr eine Landschaft, die aus Wäldern, Fachwerkhäusern und landwirtschaftlichen Gebäuden besteht. Entsprechend historisch sind auch die meisten Handwerksmaterialien. Die durchs Land patrouillierenden Soldaten bekämpfen euch mit Schild, Schwert und Bogen. Aber V Rising ergänzt das Geschehen um eine immer präsente Fantasykomponente. Hierzu zählen die Bossgegner, denn alle besitzen magische Fähigkeiten.

In den hochleveligen Gebieten erwarten euch schließlich Mutanten, Vampirwesen und verfluchte Geschöpfe – entsprechend fantastischer wird eure Beute. In den abwechslungsreichen Biomen der Spielwelt trefft ihr zudem auf lebende Bäume, fleischfressende Pflanzen oder Golems. Die Menschen und Kreaturen in der Spielwelt bekämpfen sich, wenn sie aufeinandertreffen. Das könnt ihr euch auch zunutze machen, indem ihr Gegner (und auch Bosse) zueinander führt.

Im Spielverlauf bedient sich V Rising gekonnt jedes Klischees, welches mir zum Thema Vampire einfällt. Sonnenstrahlen verbrennen eure Haut, weshalb ihr euch tagsüber am Besten im Schatten beweget. Dorfbewohner hängen Knoblauch auf, der euch einen Debuff verpasst. Silber solltet ihr erst mit einer speziellen Tasche aufnehmen, da ihr ansonsten kontinuierlich Schaden nehmt. Und natürlich spielt Blut eine wichtige Rolle.
Vor dem Eisenfarmen in der Mine versorge ich mich mit der Blutgruppe des Arbeiters. Dank der hohen Blutqualität meiner Quelle erhalte ich immerhin vier der fünf Boni.
 

Blutig, blutiger, V Rising

Blut ist in V Rising von zentraler Bedeutung: Es ist euer Lebenselixier. Blut erhaltet ihr von den menschlichen und tierischen Bewohnern der Spielwelt. Labt ihr euch an einer Kreatur, wird allerdings nicht direkt eure Lebensleiste aufgefüllt, sondern der Lebenssaft wandert in euren Blutvorrat. Der ist endlich. Zum einen sinkt er mit der Zeit automatisch. Außerdem nimmt er ab, wenn ihr eure Lebensleiste über die Fähigkeit Blutheilung regeneriert. Da euer Vampir mit leerem Blutkanister kontinuierlich Lebenspunkte verliert, müsst ihr regelmäßig für Nachschub sorgen.

In V Rising ist Blut aber nicht gleich Blut. Neben der Blutqualität, diese variiert zwischen eins und 100 Prozent, erhaltet ihr durch das Aussaugen der verschiedenen Gegner deren Blutgruppe. Dadurch bekommt ihr temporären Zugriff auf die jeweiligen Stärken des Gegners. Beispielsweise erhöht das Blut eines Schurken generell eure kritische Trefferchance. Ab einer Qualität von 20 Prozent steigt zusätzlich euer Bewegungstempo. Im Idealfall labt ihr euch deshalb nur an Kreaturen mit einer Blutqualität von 100, um alle fünf Boni abzusahnen. Solche Prachtstücke sind allerdings rar gesät.

Anfangs versorgt ihr euch gezwungenermaßen mit dem, was euch über den Weg läuft. Später erhaltet ihr die Möglichkeit Menschen zu dominieren. Dank dieser Fähigkeit sperrt ihr sie in eine Zelle und nutzt sie bei Bedarf als Tankstelle. Oder ihr macht sie zu euren Dienern und schickt sie einmal täglich zum Ressourcensammeln.
 

Bosskämpfe als Herzstück

Die Kämpfe gegen die anderen Übernatürlichen sind das Fortschrittssystem in V Rising – die Mehrzahl der Bosse müsst ihr deshalb zwingend besiegen, denn nur von ihnen erhaltet ihr neue Fähigkeiten, Zauber und Crafting-Rezepte. Diese besonders starken Gegner patrouillieren entweder durch die Spielwelt oder warten in ihrem Zuhause auf euch. Um ihren genauen Aufenthaltsort aufzuspüren, nehmt ihr optional per Blutspur die Fährte auf.

Jeder Boss verfügt über ein spezielles Angriffsrepertoire mit dem sie allesamt mächtig zuhauen. Neben dem gut getimten Einsatz eurer Skills gilt es den Hauptangriffen eures Widersachers auszuweichen. Und stets in Bewegung zu bleiben.

Da die Möglichkeiten der Selbstheilung in den Kämpfen begrenzt sind, ist gute Vorbereitung wichtig. Idealerweise versorgt ihr euch also vorher mit einer möglichst hohen Blutgruppe ver und konsumiert Stärkungstränke. Wichtig ist zudem, dass ihr euren Charakter immer mit den bestmöglichen Items ausstattet. Viele Bosskämpfe fand ich allerdings auch bei guter Vorbereitung knackig, die wenigsten habe ich im ersten Anlauf besiegt.
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Jeder Bosskampf besteht aus mehreren Phasen. Generälin Elena hat sich hier auf eine Eissäule zurückgezogen und ist solange unverwundbar, bis ich diese zerstöre. Bis dahin beschießt sich mich fröhlich weiter mit ihren Kältezaubern.
Hendrik 28 Party-Gamer - P - 105696 - 23. Juni 2024 - 17:36 #

Klingt gar nicht schlecht.

SupArai 25 Platin-Gamer - - 62615 - 23. Juni 2024 - 20:20 #

Bin mittlerweile beim vorletzten Boss - https://vrising.fandom.com/wiki/Adam_the_Firstborn - und der ist dann sogar zu zweit ne harte Nuss. Danach wartet nach Dracula.

Das Ende naht trotzdem.

duchess 11 Forenversteher - 595 - 6. Juli 2024 - 13:37 #

Spoiler-Warnung?

de_vipp 15 Kenner - P - 3426 - 23. Juni 2024 - 18:19 #

Das gibts ja auch noch, stimmt. Wird nach Ewigkeiten mal wieder Zeit für ne Runde. Hat sich ja offensichtlich einiges getan. Schöner Check.

Gekko Goodkat 21 AAA-Gamer - - 25740 - 23. Juni 2024 - 20:09 #

Danke für den Check. Zu dem Spiel schiele ich immer wieder rüber.

thoohl 20 Gold-Gamer - P - 23942 - 23. Juni 2024 - 20:37 #

Danke für die Spielevorstellung.

nova 19 Megatalent - P - 16911 - 23. Juni 2024 - 20:58 #

Ich spiele es zurzeit nicht-öffentlich mit zwei Freunden. Es funktioniert ganz gut, jedoch hat man manchmal schon das Gefühl, dass es für größere Gruppen und rivalisierenden Schlössern gemacht ist: relativ schnelle Respawns der Gegner (< 10 Minuten) und Materialien (jeden Tag/Morgen), und gegen Ende sehr schwere Bosse wo wir auch zu dritt mehrere Anläufe benötigen. Der Crafting-Loop ist gut gelungen.
Wir sind auf Level 65 und haben bis jetzt ca. 30 Stunden gespielt - inkl. dem Bau eines riesiegen Schlosses. :-)

Vampiro Freier Redakteur - - 127634 - 6. Juli 2024 - 15:36 #

Da isser auferstanden :D

Tasmanius 21 AAA-Gamer - - 29042 - 6. Juli 2024 - 16:03 #

Das hört sich eigentlich gut und nach einem Spiel für mich an - wenn dieses elendige Crafting nicht wäre :-(.
Ist das einer dieser "Man-kann-mich-zwar-solo-spielen-aber-im-Herzen-bin-ich-ein-Mehrspieler-Titel" ?

SupArai 25 Platin-Gamer - - 62615 - 6. Juli 2024 - 16:31 #

Du kannst V Rising komplett alleine spielen - aber Solo ist mancher Boss echt hart.

MiLe84 14 Komm-Experte - - 2420 - 7. Juli 2024 - 16:05 #

Man kann sich das Crafting zumindest leichter machen indem man in den Einstellungen z.B. die Droprate von Ressourcen und Items erhöhen, die Kosten fürs Crafting senken und die Zeit für die Herstellung verkürzen kann.

SupArai 25 Platin-Gamer - - 62615 - 7. Juli 2024 - 21:38 #

Ahhh ok, ja. Die Spieleinstellungen können natürlich angepasst werden.

Ich habe mich damit allerdings garnicht beschäftigt, da auf dem offiziellen Server alles auf "Normal" eingestellt ist.

Deklest 13 Koop-Gamer - 1586 - 6. Juli 2024 - 16:26 #

Das klingt richtig interessant. Vielen Dank für die Vorstellung.
Gibt es eigentlich auch NPCs die nicht feindlich sind? Oder sogar Quests bereithalten?

SupArai 25 Platin-Gamer - - 62615 - 6. Juli 2024 - 16:35 #

Keine NPC, keine Quests. Es gibt lediglich die Bosse, die du nacheinander abarbeitest.

Deklest 13 Koop-Gamer - 1586 - 7. Juli 2024 - 0:49 #

Okay, das ist schade. Dadurch verliert es doch an Reiz.

Markus K. 16 Übertalent - 5752 - 6. Juli 2024 - 23:29 #

Irgendwann, wenn wieder mehr Zeit ist, wird der Titel noch gespielt. Liest sich sehr interessant!

TheLastToKnow 30 Pro-Gamer - - 125316 - 7. Juli 2024 - 18:44 #

Vielen Dank für den Artikel! Er weckt die Lust in mir, das zu gegebener Zeit einmal im Koop zu spielen.

Goremageddon 16 Übertalent - 4053 - 14. Juli 2024 - 6:35 #

Schöner Check, danke dafür. Für mich ist das nichts. Crafting, Survival und Vampir sind 3 gute Gründe für mich darum einen Bogen zu machen.

Vampiro Freier Redakteur - - 127634 - 14. Juli 2024 - 8:34 #

Skandal! ;)

Jamison Wolf 19 Megatalent - P - 14091 - 15. Juli 2024 - 12:52 #

Spiel das auch schon seit EA Zeiten und hab sicher 50 Stunden reingesteckt. Kann dem ganzen nur zustimmen - schön geschrieben, btw. :)