Path of Exile - Das Endgame User-Artikel

Hack-and-Slay-Overload

SupArai / 20. März 2021 - 12:45 — vor 4 Wochen aktualisiert

Teaser

Viele Stunden hat sich GamersGlobal-User SupArai durch die neueste Erweiterung Echos des Atlas und unzählige andere Events im Hack-and-Slay Path of Exile geschnetzelt. Zeit für eine Zusammenfassung.
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Einige Grundzüge des Hack-and-Slays Path of Exile habe ich bereits in Path of Exile – Kein Einsteigerguide (zum User-Artikel) beschrieben. Wie bei dem vorherigen Artikel handelt es sich auch jetzt nicht um einen Guide, sondern um den Versuch, die Endgame-Inhalte von Path of Exile aufzuzählen und in ihren Grundzügen zu beschreiben. Die nachfolgenden Informationen habe ich nach bestem Wissen zusammengetragen, ich garantiere aber keine Vollständigkeit. Wollt ihr tiefer in die Materie eintauchen, empfehle ich euch einen Blick in das offizielle Path-of-Exile-Wiki und auch in den dortigen Atlas-Quick-Guide.
 
Path of Exile wird im Normalfall alle drei Monate um einen neuen Inhalt ergänzt. Damit geht außerdem ein optionaler, "Liga" genannter, Neustart des Spiels einher. In der Liga erlebt ihr die neue Spielmechanik, müsst dafür jedoch einen frischen Charakter erstellen und das Spiel wie alle anderen Exiles in Akt 1, nackt und mit leerer Beutetruhe beginnen. Nach Beendigung der Liga wandern eure Helden in den Standard-Modus und ihr könnt sie weiter optimieren und aufleveln.

Nachdem ihr die umfangreiche, aus zehn Akten bestehende Story-Kampagne abgeschlossen habt, warten eine stattliche Menge an Endgame-Inhalten auf euch. Diese Inhalte haben ihren Weg über frühere Updates ins Spiel gefunden und wurden nach Abschluss der dazugehörigen Liga in das Endgame übernommen, teils in veränderter oder deutlich abgeschwächter Form, wie beispielweise der Heilige Hain aus dem Harvest-Update.
Um mich dem Atlas-Endboss Sirius zu stellen, fehlt mir nur noch der Sieg über Drox, den Kriegsfürsten, in Valdos Rast.
 

Der Atlas

Nach Abschluss der Kampagne beschafft ihr euch im Epilog die benötigten Teile für den Aufbau eines eigenen Kartenapparats. Ist dieses Werk vollbracht, steht euch der Atlas als kommender Endgame-Spielplatz zur Verfügung. Beim Atlas handelt es sich um eine große Landkarte mit acht Regionen, verbunden durch ein Geflecht aus verschiedenen Arealen. In den Regionen verstecken sich die vier abtrünnigen Eroberer des Atlas, die es gilt ausfindig zu machen, aus ihrem Versteck zu locken und schlussendlich im Kampf zu besiegen.

Zu Beginn erhaltet ihr den Auftrag, in die vier Eckregionen des Atlas zu gelangen, um einen der Eroberer aufzuspüren. Die Türöffner sind die Maps, es handelt sich um abgeschlossene Gebiete, die ihr in bewährter Hack-and-Slay-Manier von allem befreit, was sich euch in den Weg stellt. Legt ihr eine Map in euren Kartenapparat, öffnen sich die Portale, über die ihr Zutritt zu dem jeweiligen Gebiet erlangt. Anschließend kloppt ihr alle Monster und den Endgegner des Gebiets zu Brei - dabei droppen hoffentlich weitere und im Idealfall höherwertigere Maps, dank derer ihr weitere Areale betretet. Seid ihr in einer Randregion angekommen, erscheint der Eroberer und ihr heftet euch (bildlich) an seine Fersen. Dazu spielt ihr so lange weitere Maps in der Region, bis er euch ein Portal zu seiner Arena öffnet. Besiegt ihr ihn dort, erhaltet ihr seinen Wächterstein.

Die Wächtersteine platziert ihr in der Zitadelle eines Gebiets, indem ihr sie in einen vorbestimmten Slot einsetzt. Dadurch offenbaren sich euch neue, bislang verborgene Gebiete. Diese Mechanik dient aber weiteren Zwecken: Befüllt ihr eine Zitadelle mit vier Wächtersteinen, steigert ihr den Erweckungs-Level eurer Atlas-Karte, was euch mehrere Boni gewährt, aber auch das Leben des Kartenbosses um 15 Prozent erhöht. Außerdem benötigt ihr mit fortschreitendem Spielverlauf mehrere dieser Wächtersteine, um die Eroberer des Atlas überhaupt hervorlocken zu können. Gelingt es euch, genügend Wächtersteine zu sammeln und alle vier Eroberer zu besiegen, steht euch der Weg zum Endboss Sirius offen.

Die einzelnen Maps könnt ihr zudem verzaubern und so um weitere Modifikatoren ergänzen: Beispielsweise teilen die Monster höheren Schaden aus, vergiften euch bei Treffern oder weisen Resistenzen gegen Element-Schaden auf. Mit Währungsmaterialien entzaubert ihr Karten wieder oder würfelt die Modifikatoren neu aus. Denn je anspruchsvoller die Modifikatoren der Karte sind, umso höher ist die Ausbeute an Erfahrungspunkten, die Wahrscheinlichkeit auf guten Loot und neue Maps.

Beim Verzaubern der Maps ist aber Vorsicht geboten: Teilt ihr vornehmlich physischen Schaden aus, stellt ein Modifikator, der Gegner physischen Schaden reflektieren lässt, ein Himmelfahrtskommando dar und ist eure beste Möglichkeit, die erhaltenen Erfahrungspunkte (EP) leichtfertig zu verspielen. Denn im Endgame kostet euch jeder Tod einen Teil eurer hart verdienten EP. Zwar könnt ihr nicht im Spieler-Level sinken, aber eine gut gefüllte EP-Leiste, die sich mit jedem Tod wieder gen Null nähert, schmerzt das Spielerherz. Außerdem ist die Anzahl der Portale in einem Gebiet auf insgesamt sechs begrenzt. Da ihr bei jedem Wiedereintritt eines verbraucht, habt ihr nichts zu verschenken.
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In den Maps trefft ihr gelegentlich auch auf die Akt-Bosse - harte Brocken mit verschiedenen Kampf-Phasen.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37440 - 20. März 2021 - 12:48 #

Viel Spaß beim lesen.

Mein Dank geht an die User-Artikel-Crew fürs Fehler finden, Formulierungen rundschleifen und die Unterstützung beim Layout! :-)

ZEROize76 19 Megatalent - - 13570 - 20. März 2021 - 13:35 #

Danke für den umfangreichen Artikel! Path of Exile ist für mich immer ein on-off, ich schau mal alle paar Monate mal rein, komme aber meistens nicht weit mit meinen zeitlichen Mitteln. Aber der Reiz ist immer wieder da, vielleicht nehme ich mal wieder einen neuen Anlauf.

Hannes Herrmann Community-Moderator - - 20392 - 20. März 2021 - 15:10 #

Ich schaue aus Zeitgründen auch nur alle 2 Ligen genauer rein, und selbst dann ist nach 12 - 15 Challenges auch Schluss, Sirus konnte ich diese League besiegen - Maven nicht. PoE 2 werde ich (nächsts Jahr?) wohl wieder aktiver spielen.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37440 - 21. März 2021 - 23:00 #

Ich habe es bis in die dritte Phase geschafft, ohne YouTube-Video vor dem nächsten Try wird das nichts bei mir... ;-)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37440 - 21. März 2021 - 22:59 #

Ja, in PoE kann man richtig Zeit versenken - und muss es wahrscheinlich auch, wenn man echte Top-Ausrüstung haben möchte.

Ich habe diese Liga für meine Verhältnisse sehr viel Zeit investiert und wenn ich sehe, wo ich Gear-technisch stehe und welches Gear der Build im Idealfall hat, stehe ich am Anfang des Grinds. Die benötigten Items kann ich derzeit im Handelsforum einfach nicht bezahlen, so viele Exalted Orbs treibe ich mit regulärem Spielen nie auf.

Nun, ich werde Sirius noch einmal angehen und dann war es das mit der Ritual-Liga auch für mich.

Bobafetta1895 07 Dual-Talent - 142 - 20. März 2021 - 21:25 #

Toller Artikel danke! Soweit bin ich aber noch lange nicht...
Bin mit einer Gruppe noch recht am Anfang (Akt 2), aber wir gucken nur ab und zu rein und dafür kann man PoE einfach immer mal wieder zocken. :)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37440 - 21. März 2021 - 22:52 #

Gerne und danke.

Akt 2 ist ja noch richtig am Anfang. Danach kommen ja noch 8 weitere Akte... ;-)

Bobafetta1895 07 Dual-Talent - 142 - 24. März 2021 - 11:13 #

Ja, das wird noch eine Weile dauern. Momentan ist Valheim einfach zu mächtig. ;) und wenn man nur 1× die Woche Abends zockt dauert das alles auch ein Weilchen. Da bist Du doch leicht voraus:)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37440 - 24. März 2021 - 11:22 #

Ach, ich hänge gerade auch in der Welt von Valheim fest. ;-)

Faerwynn 18 Doppel-Voter - - 12001 - 21. März 2021 - 20:18 #

Ich habe schon zwei mal versucht reinzufinden, aber irgendwie hat mich der Skillscreen jedes Mal wieder vertrieben. Dabei mag ich komplexe Spiele eigentlich. Vielleicht muss ich PoE einfach noch mal eine Chance geben.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37440 - 21. März 2021 - 22:50 #

Ich empfehle, dass du dir beim nächsten Versuch vorher einen Build aussuchst und den erstmal "nachspielst".

Wenn ich das nicht tun würde, hätte ich keinen Spaß mit Path of Exile. Ich habe in den letzten Monaten zwei Charaktere jeweils bis zu Level 90 gespielt und immer noch keinen Durchblick. In der nächsten Liga wird das bei mir ohne Build aus dem Forum auch noch nichts, schätze ich... ;-)

Schau dir mal Path of Building (https://pathofbuilding.community/) an. Es gibt bei den Builds im offiziellen Forum (https://www.pathofexile.com/forum) bei den meisten Builds eine sogenannte Pastebin, diesen Link kannst du in Path of Building importieren und siehst dann die Verteilung der Skills, bei vielen auch die genutzten Gemmen und Support-Gemmen.

Das ist echt eine gute Hilfe zum Einstieg.

MicBass 19 Megatalent - P - 18069 - 22. März 2021 - 10:49 #

Danke für den umfangreichen Artikel! Leider bestärkt er mich in der Annahme dass PoE einfach zu groß und komplex für mich ist. Das klingt alles zu viel nach Arbeit und ist für mein Zeitbudget nicht stemmbar.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37440 - 24. März 2021 - 11:36 #

Prinzipiell ist PoE auch in kleinen Häppchen gut genießbar.

Auf dem Weg ins Endgame hetzt dich keiner. Wenn du bspw. die Art der Erzählung wie in Diablo 2 magst, könnte dir auch das Durchspielen der Kampagne Spaß machen - nur fehlen bei PoE definitiv die geilen Videos.

Und anschließend widmest du dich einem Inhalt, der dich interessiert. Zum Beispiel den Tempel, das Syndikat, Einhar oder direkt Heist. Dabei deckst du zwangsläufig den Atlas auf... ... ...

Nun ja, aber die andere "Wahrheit" ist auch, dass ich ziemlich oft vor Fragen stehe, die mir nicht das Spiel, sondern eine Wiki oder mein Bruder beantworten.