No Man's Land

No Man's Land User-Artikel

Kampf um Amerika

CharlieDerRunkle / 11. Mai 2024 - 10:00 — vor 1 Woche aktualisiert

Teaser

Mit der Entdeckung Amerikas entbrannte ein jahrhundertelanger Kampf um Macht und Gold. Während die Engländer und Spanier sich gegenseitig das Leben schwer machen, sinnen die Ureinwohner auf Rache…
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Oh nein, nicht schon wieder ein Wild-West-Artikel… reicht es nicht langsam?Zugegeben, in meinen Artikeln sind wir schon das eine oder andere Mal durch die Prärie des Wilden Westens geritten. Meistens waren wir in First- oder Third-Person-Perspektive unterwegs, aber mit Lucky Luke war auch schon ein Jump-and-Run dabei und sogar ein auf Lego basierendes Schachspiel. Doch ein Spiele-Genre habe ich bisher sträflich vernachlässigt, wenn es um Western geht: Die Echtzeit-Strategie! Und das will ich an dieser Stelle nachholen.
 
Der Publisher cdv ist vor allem bekannt geworden durch den Vertrieb der Shareware-Version von Spielen wie Doom und Duke Nukem. Später kamen auch Perlen hinzu wie ÜberSoldier oder die Wet-Reihe um die Porno-Produzentin Lula, die ein paar nette… äh... Vorzüge bietet. Allerdings hat sich cdv durchaus einen Namen gemacht als Publisher diverser Echtzeitstrategiespiele wie der Cossacks- und American Conquest-Reihe sowie Codename Panzers und Sudden Strike (inklusive moralisch äußerst fragwürdiger Werbung). Auf dem Höhepunkt seines Schaffens als Publisher veröffentlichte cdv 2003 ein im Wilden Westen angesiedeltes Strategiespiel, um das es heute gehen soll. Entwickelt wurde No Man’s Land von der Spiele-Schmiede Related Designs, die schon einiges an Genre-Erfahrung mitbrachte. Tauchen wir also ein in die Geschichte und erobern die
Neue Welt!
Wir befreien indianische Frauen aus der Sklaverei.
 

Die Macht des Goldes

Ein Hauptgrund für die Besiedlung Amerikas war natürlich Gold. Bloß blöd, dass da schon Leute wohnten (soviel zu "Niemandsland"), die nicht gerade erpicht darauf waren, ihr Land samt Goldvorkommen herauszurücken. Das bekamen bereits die spanischen Konquistadoren zu spüren, die kurz nach der Entdeckung des neuen Kontinents versuchten, dort Fuß zu fassen.
 
Eine der Kampagnen erlebt ihr aus der Perspektive von Capitan Esteban Cavinez. Der Capitano hat es nicht leicht. Als Botschafter seiner Majestät, dem König von Spanien, bekommt er einen wichtigen Auftrag, der es in sich hat und ihm alles abverlangen wird. Schon seit Monaten wartet man vergeblich auf Nachrichten aus Santa Minetta. Und vor allem auf Goldlieferungen, die ebenfalls ausbleiben. Kein Wunder also, dass der König einen seiner fähigsten Männer losschickt, die Sache aufzuklären und dafür zu sorgen, dass die Schatzflotte wieder Gold in des Königs Schatzkammer spült.
 
Kaum in der Neuen Welt angekommen, trifft Cavinez auf den englischen Freibeuter Sir Francis Drake, der die spanischen Kolonien attackiert und Unruhe stiftet. Doch zuerst einmal muss ein indianischer Tierbeschwörer besiegt werden, der mit seinen Leuten die spanischen Siedlungen überfällt. Capitan Cavinez ist ein praktisch veranlagter Mensch; mit einem Trupp Soldaten zieht er los und bringt den Tierbeschwörer zur Strecke. Sein nächstes Ziel sind die Goldminen im Norden, zu denen schon seit einiger Zeit der Kontakt abgebrochen ist. Es gelingt uns selbstverständlich, die Minen von den Indianern zurückzuerobern.
 
Später läuft uns Umak über den Weg, ein indianischer Krieger. Durch ihn erfahren wir, dass der Freibeuter Drake hinter den jüngsten Angriffen der Ureinwohner steckt. Er entführte die Frauen des Stammes von Umak und zwingt die Indianer, gegen die Spanier zu kämpfen. Müde vom Kampf wendet sich Umak kurzerhand an Capitan Cavinez und bittet ihn um Hilfe. Wir befreien die Frauen und nehmen den Kampf gegen die Engländer auf. Am Ende zerstören wir deren Stützpunkt, damit kehrt fürs erste wieder Ruhe ein in die spanischen Kolonien. Die Kampagne endet mit der Frage Umaks, weshalb der Weiße Mann keine besseren Gründe findet, die großen Wasser zu bereisen, als ein glänzendes Metall… Capitan Esteban Cavinez ist fast gewillt, ihm zuzustimmen. Aber nur fast.
Wir sprengen Gebäude, die uns an unserer Weiterreise hindern.
 

Vom Regen in die Traufe

An anderer Stelle wird die erste Seite in der Sanders-Familienchronik aufgeschlagen. Unter der Führung von Jeremiah Sanders gelingt es in dieser Kampagne einer Gruppe Siedler, der spanischen Flotte zu entkommen und in der Nähe der Stadt Santa Marta zu landen. Unser erster Auftrag besteht darin, eine eigene Flotte aus Kriegsschiffen zu bauen und damit die Türme der spanischen Stadt zu zerstören, da wir sonst unsere Reise nicht fortführen können. Nach unserem ersten Sieg über die Spanier liegen noch einige hundert Seemeilen vor uns. Und der schwierigste Teil kommt erst noch; der Feind hat die zu passierende Meerenge mit Türmen befestigt. Eine Umsegelung kommt nicht infrage, also müssen wir uns etwas einfallen lassen. Wir gehen an Land und schleichen uns durch eine spanische Siedlung zu den Türmen, die wir kurzerhand in die Luft sprengen. Damit ist der Weg frei und wir können die Reise fortsetzen.
 
Am Ziel angekommen, haben wir es nicht mehr mit Spaniern, sondern mit dem Stamm der Pequot zu tun. Deren Häuptling ist nicht sonderlich begeistert davon, dass wir uns hier niederlassen. Zu allem Überfluss gehört zum Gefolge von Jeremiah Sanders ein religiöser Eiferer, und die machen in der Regel nur Ärger. Reverend Aaron Harper beschließt, den primitiven Wilden den Glauben an den einzig wahren Gott näher zu bringen. Unsere Mission besteht also darin, in die Siedlungen der uns feindlich gesinnten Ureinwohner einzudringen und sie zum Christentum zu bekehren. Zudem steht der Winter bevor; die Indianer versorgen die englischen Siedler mit Nahrung, damit diese nicht verhungern. Doch Revenred Harper gibt sich nicht zufrieden und verlangt immer mehr, was die Indianer verärgert. Häuptling La-la-cas stachelt sie weiter auf, sodass sie die Herausgabe weiterer Lebensmittel verweigern.
 
Es kommt zum Krieg zwischen den Siedlern und den Ureinwohnern. Jeremiah Sanders konfrontiert den Reverend und wird verbannt. Er verlässt mit einigen anderen die Siedlung der Engländer, Aaron Harper übernimmt die Führung und führt einen erbarmungslosen Kampf gegen die Indianer. Im Wald trifft derweil Jeremiah auf La-la-cas und verbündet sich mit diesem. Wir schlagen den Angriff der Eiferer auf das Dorf der Pequot zurück und können am Ende Reverend Harper besiegen. Doch das Elend der Waldindianer findet damit noch lange kein Ende…
Wir schließen Freundschaft mit untoten Tieren. Kann ja nicht schaden.
 

Der Weg des Kriegers

Die Tage der Indianer als freie Völker sind gezählt. Nach und nach müssen sie ihre Heimat aufgeben und sich tiefer ins Landesinnere zurückziehen, da die weißen Siedler sich immer weiter ausbreiten. Dabei schrecken sie auch vor Gewalt nicht zurück, wenn die Ureinwohner Widerstand leisten und ihr Land nicht aufgeben wollen. Die Brüder Magua und Te-Gle-Ha sind in der dritten Kampagne die einzigen Überlebenden ihres Dorfes und sinnen auf Rache. Doch zunächst müssen sie sich zurückziehen, da sie der Übermacht der englischen Siedler nicht gewachsen sind.
 
Wir holen zum Gegenschlag aus und zerstören eine englische Kaserne. Danach widmen wir uns der Frage, wer der neue Häuptling der Irokesen wird. Magua ist der ältere, also steht ihm diese Ehre zu, sofern er die Prüfungen des alten Medizinmannes Waupees besteht. Dabei ist Magua derjenige, der eher mit Bedacht vorgeht und seinen Kopf benutzt, während Te-Gle-Ha anscheinend scharf darauf ist, ehrenhaft in einem offenen Gefecht mit den Engländern in die ewigen Jagdgründe einzugehen. Er hält Magua für einen Feigling und akzeptiert ihn daher nicht als neuen Häuptling. Bevor Magua seinen Bruder zur Vernunft bringen kann, fällt dieser im Kampf, als die Engländer sein Dorf angreifen. Magua kommt zu spät; er rächt seinen Bruder, indem er den Kampf gegen die Siedler fortführt.
 
Es gelingt dem neuen Häuptling der Irokesen, den Engländern einen herben Schlag zu verpassen. Doch Magua ist weise genug, die Zeichen der Zeit zu deuten. Es werden mehr und mehr Siedler kommen, denen die Irokesen nicht gewachsen sind. Er beschließt, mit seinen verbliebenen Leuten gen Süden zu ziehen, um so lange wie möglich Widerstand zu leisten gegen den in ihr Land einfallenden Weißen Mann. Doch die englischen Siedler haben auch ihre Probleme…
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion versenken wir die Schiffe des Feindes.
 

Die Stunde der Patrioten

Auch als amerikanischer Siedler hat man es nicht leicht. Nicht nur die Rothäute machen Ärger, sondern auch der englische König, der den Siedlern in der Neuen Welt hohe Steuern auferlegt. Unter der Herrschaft von Lord Dunmore werden die Gelder für die Krone mit aller Härte eingetrieben. Kein Wunder also, dass die Kolonisten Widerstand leisten in der ... nein, es ist nicht die vierte Kampagne, sondern wieder die zweite! Wie gesagt, diese erzählt eine ganze Familien-Chronik. Denn es ist wieder ein Sanders, der die Führung übernimmt und Lord Dunmore den Kampf ansagt.
 
Samuel Sanders’ Verlobte Madelaine gelingt es, bei Lord Dunmore als Bedienstete angestellt zu werden. So kann sie die Rotröcke ausspionieren und den Patrioten wertvolle Informationen zukommen lassen, die sie im Kampf gegen die Krone nutzen können. Unterstützung erhalten sie vom französischen Gesandten Frédéric Fouquet, dessen Regierung zwar nicht direkt in den Krieg eingreifen will, aber einen Kontakt zu den Irokesen herstellt, die auf die Engländer nicht gut zu sprechen sind. Die Rotröcke haben die Mohikaner gegen Magua und seinen Stamm aufgestachelt. Samuel Sanders erweist sich als wertvoller Verbündeter für die Irokesen; er schafft es, den Einfluss der Engländer auf die Mohikaner zu brechen.
 
Lord Dunmore will natürlich die Revolution im Keim ersticken. Durch Madelaine erfahren die Patrioten, dass in den Hafen von Barrington englische Kriegsschiffe mit Söldnern eingelaufen sind. Diese Schiffe müssen versenkt werden, bevor die Söldner ausrücken und Unheil anrichten können. Kurzerhand schleichen sich Samuel Sanders, Frédéric Fouquet und Magua in die Stadt. Sie sind erfolgreich und zerstören die Schiffe. Doch die Tarnung Madelaines fliegt auf; das Hauptquartier der Patrioten wird von den Engländern entdeckt und attackiert. Nach schweren Kämpfen können die Angreifer zurückgeschlagen werden. Letztendlich ist die Revolution nicht mehr aufzuhalten; Lord Dunmore unterliegt in einer letzten entscheidenden Schlacht. Der Rest ist Geschichte…
Wir erobern die heiligen Stätten zurück und setzen das in Brand, was da nicht hin gehört.
 

Ride the Hurricane’s Eye

Wir blättern etwas weiter im Geschichtsbuch und kommen zu einem sehr düsteren Kapitel, das bis heute vor allem in Amerika sehr ungern aufgeschlagen wird. Durch die Ankunft der weißen Siedler geraten die Ureinwohner immer weiter in Bedrängnis. Die Europäer und später unabhängigen „Amerikaner“ drängen immer weiter in den Westen vor und vertreiben die Indianer von ihrem Land. Sie werden nach und nach in Reservate abgeschoben. Der Bau der Eisenbahn durch die Jagdgründe der Ureinwohner schreitet unermüdlich voran. Um aufkommenden Widerstand der Indianer der Prärie zu brechen, beginnt der Weiße Mann, die Lebensgrundlage der Ureinwohner zu zerstören…
 
Während die Indianer im Einklang mit der Natur leben und nur so viele Büffel jagen, wie notwendig ist und dabei auch alle Teile des Tieres verwerten, schlachten die Siedler ganze Herden ab. Das bekommt auch der junge Krieger Grasvogel, Sohn von Häuptling Fliegender Stern, zu spüren – auch hier handelt es sich nicht um eine vierte Kampagne, sondern die zweite Hälfte der dritten Story auf Seiten der Ureinwohner, die ebenfalls nach einem Zeitsprung weitergeht.

Auf der Jagd nach Büffeln machen Grasvogel weiße Büffel-Jäger Konkurrenz und greifen seinen Trupp an. Er kann sich erfolgreich zur Wehr setzen und genug Nahrung für den Stamm sammeln, doch Häuptling Fliegender Stern wird vom Eisenbahn-Tycoon Henry Starr gefangen genommen, der später noch eine tragende Rolle im Abschluss der Sanders-Familienchronik spielen wird.
 
Natürlich macht sich Grasvogel sofort auf, seinen Vater zu retten. Er dringt mit einer handvoll Krieger kurzerhand in die Stadt ein, in der sein Vater gefangengehalten wird. Dass die Indianer auf dem Kriegspfad sind, hat längst die Runde gemacht; beim Anblick der Krieger nehmen die Einwohner Reißaus. Nur ein paar bewaffnete Cowboys stellen sich uns in den Weg. Am Ende gelingt es uns, Fliegender Stern zu befreien, auf der Flucht wird er jedoch vom indianischen Söldner Brandzunge erschossen.
 
Als Grasvogel seinen Vater zur letzten Ruhe betten will, muss er feststellen, dass die Weißen die heiligen Städten der Indianer entweiht haben, getrieben von ihrer unersättlichen Gier nach Gold. Damit ist das Maß voll! In einer Vision prophezeit ihm der Geist von Fliegender Stern, dass Grasvogel die Stämme der Prärie vereinen und gegen die Weißen kämpfen wird. Unsere ersten Verbündeten werden die Teton-Sioux, denen wir im Kampf gegen Henry Starr beistehen. Später gesellen sich die Comanchen dazu, deren Lager wir gegen Brandzunge und seine Crow-Krieger verteidigen. Brandzunge kann letztendlich besiegt werden, doch Henry Starr baut weiter seine Eisenbahnlinien durch das Land der Ureinwohner. Allerdings hat Grasvogel einen Verbündeten, vom dem er noch nichts weiß… Blättern wir um und schlagen das letzte Kapitel auf in der Familienchronik der Sanders.
Unter den Augen des Chefs und dem Schutz des Militärs verlegen unsere Arbeiter fleißig Schienen.
 

Das stählerne Ross

William Sanders hat ein schweres Erbe anzutreten. Nach dem Tod seines Onkels ist er es, der in den Wilden Westen reist, um die Unternehmungen George Sanders’ fortzuführen. In diesem finalen Abschnitt der Sanders-Kampagne macht er nicht nur die Bekanntschaft mit Sheriff Deeds, sondern lernt auch einen gewissen Henry Starr kennen, der das Greenhorn vor dem rauen Wind warnt, der hier im Wilden Westen weht. Das bekommt William sehr schnell zu spüren: Ein paar Banditen haben die Farm seines Onkels besetzt. Wir schlagen die Bösewichte in die Flucht und bekommen einen Vorgeschmack auf das, was uns noch bevorsteht. Es ist natürlich relativ schnell klar, dass George Sanders ermordet wurde von Banditen, die kein anderer als Henry Starr selbst angeheuert hat, um die unliebsame Konkurrenz auszuschalten.
 
Das entmutigt William Sanders nicht, im Gegenteil. Er will das Eisenbahnprojekt seines Onkels in Angriff nehmen und ist damit Henry Starr ein Dorn im Auge. Ab da an werden sie zu erbitterten Konkurrenten. William Sanders bekommt es mit Banditen und Indianern zu tun. Letztere sind nicht unbedingt begeistert davon, dass Eisenbahnstrecken durch ihr Land verlegt werden sollen, egal ob Starr oder jemand anderes dafür den Auftrag erteilt. Angesichts dieser Bedrohungslage wendet sich der Jungunternehmer an das Militär, das ihm ein paar Truppen zur Verfügung stellt. Damit schafft er es entgegen allen Widrigkeiten, einen weiteren Streckenabschnitt fertig zu stellen. Doch dadurch bringt er die Ureinwohner endgültig gegen sich auf.
 
Ein Unternehmer muss manchmal auch Risiken eingehen. Dazu gehört, etwas Geld zusammen zu wirtschaften, um einen Auftragsmörder anzuheuern, der den Häuptling der Indianer umlegt, damit diese entmutigt erst ihren Anführer und dann das Kriegsbeil begraben. Oder um einen schlagkräftigen Trupp auf die Beine zu stellen, der mit den Indianern fertig wird und damit dieses Problem aus der Welt schafft. Wie auch immer William Sanders sich entscheidet, am Ende wird er auch wieder siegreich sein. Er macht mit seinen Erfolgen den Bürgermeister von Desert County, Mr. Peckinpough, auf sich aufmerksam, der ihm gerne den kompletten Auftrag für den Bau der Eisenbahn übertragen würde. Doch Henry Starr hat die älteren Rechte.

Also kommt es zu einem finalen Wettbewerb – wer als Erstes seine Strecke nach Louisville fertigstellt, bekommt den Zuschlag. Es kommt natürlich zu erbitterten Kämpfen. Dabei trifft William Sanders auf einen gewissen Grasvogel, der sich an Henry Starr rächen will. Natürlich schafft es der Jungunternehmer, seine Strecke als Erster zu Ende zu bauen. Derweil fällt Henry Starr den Indianern zum Opfer… Damit enden die Familienchroniken der Sanders und etwa 300 Jahre Kampf um die Vorherrschaft in der Neuen Welt. Es lässt sich sicher darüber streiten, ob aus den Kämpfen wirklich Gewinner hervorgegangen sind...
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In kurzen Zwischensequenzen wird die Handlung weitererzählt.
 
Ridger 22 Motivator - P - 34786 - 11. Mai 2024 - 10:20 #

Habe noch nie von dem Spiel gehört. Umso mehr freut es mich, dass ich durch das Lesen deines Artikels trotzdem ausreichend in den Genuss gekommen bin.

Interessierst du dich abseits von Computerspielen auch für die Wildwest-Thematik?

CharlieDerRunkle 17 Shapeshifter - 7630 - 11. Mai 2024 - 13:26 #

joa, schon. Ich liebe Italo-Western :D

TheRaffer 23 Langzeituser - P - 40441 - 11. Mai 2024 - 11:22 #

Vielen lieben Dank für das Schließen meiner Bildungslücke. :)
Bis auf das angesprochene unausgewogene Balancing klingt das nach einem Titel, der sich nachzuholen lohnt.

Die Thematik könnte in mehr Spielen auftauchen.

onli 18 Doppel-Voter - P - 12427 - 11. Mai 2024 - 11:32 #

Bei solchen Spielen würde ich wirklich immer empfehlen, es unter Linux zu versuchen. WINE und Proton haben mir schon vor vielen Jahren Spiele zum Laufen gebracht, die unter Windows nicht mehr liefen. Und seitdem ist WINE viel besser geworden, und Windows bei der Kompatibilität schlechter.

CharlieDerRunkle 17 Shapeshifter - 7630 - 11. Mai 2024 - 13:28 #

ja, die Erfahrung hab ich auch schon gemacht. Nicht mit No Man's Land (hab aktuell keinen Linux-Rechner), aber ja, WINE ist gut für ältere Sachen, die unter Windows nicht mehr so gut laufen

Tasmanius 21 AAA-Gamer - - 28900 - 11. Mai 2024 - 21:57 #

Gibt's WINE auch für Windows?
(kleiner Scherz)

onli 18 Doppel-Voter - P - 12427 - 11. Mai 2024 - 22:31 #

Das geht wohl tatsächlich, mit WSL :)

Nostromo 06 Bewerter - P - 87 - 12. Mai 2024 - 0:48 #

Geht unter dem Linux-Subsystem das Windows hat, ist etwa nützlich um auf aktuellen 64 Bit-Versionen von Windows alte 16 Bit-Anwendungen (oder Spiele) auszuführen

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24520 - 11. Mai 2024 - 11:47 #

Charlie auf dich ist Verlass! :)

Das Stück Software ist damals an mir vorbei gegangen und das war wohl auch ganz gut so.
Andererseits muss ich mir dann schon auch die Frage stellen, wieso ich dann ganz gerne mal in die Me 109 steige und in VR gegen die Allierte Befreiung anfliege.

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10479 - 12. Mai 2024 - 11:35 #

Ich meine, mich dunkel zu erinnern, das mal angespielt zu haben und schon im Tutorial kläglich gescheitert zu sein. Vielleicht verwechsele ich es auch.

edit: ich verwechsle es. Es war American Conquest.

thoohl 20 Gold-Gamer - - 23680 - 11. Mai 2024 - 12:01 #

Danke für den Artikel. Das sind eigentlich Spiele die ich gerne Spiele. Komischerweise ist das Spiel damals an mir (leider) aber vorüber gegangen... Danke für den Lesestoff :D

Claus 31 Gamer-Veteran - - 421823 - 11. Mai 2024 - 12:16 #

Hatte ich damals auch gespielt, wobei ich da keinen Verlustschmerz zu empfinde. War ok-ish, aber eben auch nicht mehr.
Schöner Artikel aber, danke!

Tasmanius 21 AAA-Gamer - - 28900 - 11. Mai 2024 - 22:01 #

Ach richtig, No Man's Land, ich erinnere mich in der Gamestar darüber gelesen zu haben. Danke für diese kleine Portion Nostalgie :-)
(Wussten wir damals eigentlich, wie hässlich diese frühen 3d Spiele aussehen? Oder ist das damals gar nicht aufgefallen?)

CharlieDerRunkle 17 Shapeshifter - 7630 - 11. Mai 2024 - 22:36 #

nee wussten wir damals nicht, Augen waren noch nicht erfunden :D

Deklest 13 Koop-Gamer - 1560 - 12. Mai 2024 - 1:47 #

Ein sehr lesenswerter Artikel.
Die Erzählung der Story ist echt genial und dann deine Besprechung mit der Kritik vollkommen nachvollziehbar. Danke für diesen kleinen Trip in die Vergangenheit.

Markus K. 16 Übertalent - 5715 - 12. Mai 2024 - 10:28 #

Das Spiel war ganz okay. Ein schön unverbrauchtes Szenario. In der Zeit gab es als „Konkurrent“ eigentlich nur noch America, und das war schlecht. :)

Und der Soundtrack erst - richtig gut!

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10479 - 12. Mai 2024 - 11:34 #

Du meinst American Conquest, oder?
Daran bin ich nämlich im Tutorial gescheitert, nicht wie weiter oben behauptet an No Man's Land.

Machine Head 10 Kommunikator - P - 394 - 12. Mai 2024 - 14:44 #

Ich denke er meint "America - No Peace beyond the Line".

Markus K. 16 Übertalent - 5715 - 12. Mai 2024 - 15:10 #

Genau das.

CharlieDerRunkle 17 Shapeshifter - 7630 - 12. Mai 2024 - 15:23 #

Da möchte ich widersprechen, das war eines der besten Strategiespiele überhaupt, da diskutier ich auch nicht ^^

Markus K. 16 Übertalent - 5715 - 12. Mai 2024 - 16:40 #

Geschmacksverirrung, ganz klare Diagnose. :)

CharlieDerRunkle 17 Shapeshifter - 7630 - 12. Mai 2024 - 17:11 #

wirst schon sehen^^

Tasmanius 21 AAA-Gamer - - 28900 - 12. Mai 2024 - 18:22 #

Das sagt mir irgendwie gar nichts! Muss ich gleich mal recherchieren.

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10479 - 13. Mai 2024 - 10:30 #

Ok... Wow! Dann gab es ja zu der Zeit gleich drei RTS mit sehr ähnlichem Setting.

ds1979 21 AAA-Gamer - P - 25305 - 14. Mai 2024 - 8:47 #

Das Zeitalter der RTS Schwemme halt, ein Glück das diese Seuche vorbei ist, lange lebe Dota:)

Lonestarr 13 Koop-Gamer - 1577 - 12. Mai 2024 - 16:25 #

schöner Artikel

Flooraimer 15 Kenner - P - 3768 - 13. Mai 2024 - 11:32 #

Ein Klassiker den ich wahrscheinlich in diesem Leben nicht nachholen werde. Aber Danke für den schönen Artikel :).

SchlomoG 11 Forenversteher - P - 696 - 14. Mai 2024 - 9:19 #

Toller Artikel. Danke dafür.

Doktorjoe 19 Megatalent - P - 16925 - 14. Mai 2024 - 10:34 #

Den Artikel habe ich gerne gelesen und kann deine Faszination nachvollziehen.

Sokar 24 Trolljäger - - 48441 - 17. Mai 2024 - 20:28 #

Interessanter Artikel. Ich habe No Man's Land sogar, so eine Budget-Version aus der Software-Pyramide. Auch den Quasi-Vorgänger America samt Addon liegt in irgendeiner Schachtel. Bin aber nie dazu gekommen, es mal zu Spielen, obwohl ich gerade klassische Echtzeitstrategie mag (ist ja kein Geheimnis *hüstel*). Ich glaube es ging an mir etwas vorbei, 2003 habe ich Age of Mythology und WarCraft 3 gespielt (wo man die Helden auch wirklich nutzen konnte, weil deren Tod meist nicht das Ende des Spiel bedeutet), da ging es wohl etwas unter. Und das Setting finde ich nicht so spannend, ich bin präferiert mehr in der Antike unterwegs. In Age of Empires 3 wurde das auch aufgegriffen, wenn auch etwas anders.

Das mit den Bösewichten finde ich nicht dass es eine Rassismus-Debatte ist, das ist an sich schlechtes Design der Gegenspielern: er macht etwas, was als böse dargestellt wird - und man selbst macht dann mehr oder weniger das selbe, ohne Alternative. Wo ist da der Unterschied? Bin ich auch der Böse? Da fehlt jegliche Reflexion über die Taten. Wir hatten kürzlich eine ähnlichen Diskussion zu Spec Ops: The Line, dass so etwas ähnliches macht, aber offener und um zum Nachdenken anzuregen. Hier scheint der einfache Weg gewählt worden zu sein.

Das mit der Eisenbahn ist so ein Ding, im ersten Moment mag es interessant klingen, die Schienen selbst zu verlegen, ich vermute aber stark, dass das in der Praxis nicht so gut funktioniert. Mal ganz abgesehen von der technischen Umsetzung (wie gehen wir mit konkurrierenden um? Wie gestalten wir die Handhabung, damit es kein Krampf wird?), es kommt darauf an, wie es balanciert ist. Wenn der Bonus sehr stark ist, muss sie auch entsprechend teuer sein, damit man nicht damit die Karte zuspammed und dann seine Einheiten quasi hin- und her zu teleportieren. Oder es ist zu schwach, dass es fast nichts bringt und von anderen Dingen ablenkt. Wie man es als Gegner verhindern oder Kontern kann ist auch eine Frage, die ich mit etwas Nachdenken auch nicht so einfach beantworten kann. Spieldesign ist kompliziert und hat viele Facetten, die auf den ersten Blick nicht immer zu erkennen sind. Das sind man an vielen Mods, die irgendwas "besser machen" und dabei die Spielmechanik komplett aushebeln, weil jemand glaubte, das wäre besser, aber es das nur in seiner Vorstellung, nicht der Praxis war.