Children Of Morta User-Artikel

Fideler Mehrgenerationenhaushalt

SupArai / 14. Dezember 2019 - 14:10 — vor 1 Jahr aktualisiert
Steckbrief
MacOSPCPS4SwitchXOne
Hack and Slay
12
Dead Mage
Dead Mage
03.09.2019
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Teaser

Noch ein pixeliges Retro-Roguelite, das die Spieler möglichst erbarmungslos zu quälen versucht? Nicht ganz: Children of Morta ist zwar durchaus fordernd, scheint aber Durchspielpotenzial zu bieten.
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Roguelites und Roguelikes üben eine ähnliche Faszination wie Soulslike-Titel auf mich aus. Das ist insofern erstaunlich, weil ich in viele dieser Spiele Stunde um Stunde versenkt habe, ohne dem Ende auch nur annähernd näher gekommen zu sein. Highlight ist eindeutig Enter the Gungeon (Wertung im Test: 7.0), aber ich komme nicht umhin, dieses Kleinod bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu loben. Ähnlich ergeht es mir mit Dead Cells (im Indie-Check). Zwar habe ich immerhin den normalen Durchgang erfolgreich beendet und die nächste Schwierigkeitsstufe – nun ja, verlieren wir kein weiteres Wort darüber. Vielleicht liegt aber auch genau darin der Reiz für mich: Nicht zu wissen, wie weit ich vordringen werde, sich aber umso mehr über die nächste bewältigte, wenn auch noch so kleine, Etappe zu freuen. Zwangsläufig musste ich über Children of Morta stolpern. Nach dem Betrachten der ersten Bilder und dem Lesen einer Vorschau war klar, dass dieser Titel eher über kurz als lang den Weg auf meine Festplatte finden wird.
Nur in den ersten Kämpfen geht es derart gesittet zu. Aber selbst diese vier Kreaturen können euch zu Fall bringen!
 

Story

Children Of Morta erzählt eine richtige, zusammenhängende Geschichte. An sich keine Besonderheit, wenige Spiele verzichten auf das narrative Kernelement. Allerdings handelt es sich hier um einen Titel aus dem Genre Roguelite, in dem konsequentes Storytelling meiner Erfahrung nach eher untypisch ist. In Children of Morta erwartet euch nach jedem Run eine Storysequenz und zwar nicht in Form eines Videos oder einer Cutscene, vielmehr erinnert mich die Inszenierung an ein Kammerspiel: Sämtliche Story-Parts werden von einem sehr charismatischen (englischen) Erzähler aus dem Off geleitet, das Heim der Bergsons ist „die Bühne“.

Nachdem etwas Unheilvolles im Inneren des Berges Morta geschehen ist, wacht Margaret, das Oberhaupt des Bergson-Clans, nachts von einem Alptraum gepeinigt auf. Sie ahnt sofort, dass etwas Schlimmes geschehen ist. Natürlich bestätigt sich ihre Vorahnung: Der oberste Schutzgeist des Landes, Rea-Dana, ist verschwunden. Am nächsten Tag macht sich John, einer ihrer Sprößlinge, auf den Weg, um die mysteriösen Zustände zu erkunden. Es dauert natürlich nicht lange, bis er in die ersten Kämpfe mit befallenen Kreaturen verwickelt wird und das erste Familienmitglied, seine Tochter Linda, ihm unterstützend zur Seite steht – diese ersten Schritte stellen ein sehr gelungenes Tutorial dar. Die erste Bewährungsprobe wäre somit bestanden, schnurstracks begeben sich John und Linda zurück nach Hause, um der Familie von den beunruhigenden Vorgängen zu berichten. Margaret weiß natürlich „grob“, was auf die Familie zukommt und weiht ihre Sippe ein. Fortan macht ihr euch daran, drei niedere Schutzgeister aus den Fängen der Fäulnis zu befreien, um das Heiligtum zu aktivieren, das sich praktischerweise in eurem Keller befindet. Diese heilige Stätte soll euch schlussendlich in das Innere des Berges Morta führen, damit ihr den Verursacher der Fäulnis stellen könnt.
 

Gameplay

Mit Children Of Morta erwartet euch ein actionreicher 2D-Dungeon-Crawler, in dem ihr euch in Hack-and-Slay-Manier durch zufällig generierte Gebiete schnetzelt und dasht. Jeden Run startet ihr mit der Standardbewaffnung eures Charakters. Zusätzliche Zauber, Fähigkeiten oder Runen findet ihr nur in den Arealen, und da auch hier der Zufall die Hauptrolle spielt, zahlt sich fleißiges Erkunden aus. Im Spielverlauf trefft und befreit ihr zudem mehrere Händler, die euch später an den Ausgängen der Gebiete ihre Dienste gegen den Austausch von Edelsteinen anbieten. Edelsteine sind sozusagen die harte Währung in den Kampf-Bereichen: Sie dienen euch als Zahlungsmittel, aber auch um Truhen zu öffnen, in denen ihr wiederum Upgrades finden könnt.

Alle Upgrades stehen euch nur für den jeweiligen Run zur Verfügung, werden allerdings in einer Art Bibliothek gespeichert und können nun auch in folgenden Streifzügen erneut auftauchen. Einzig den Rohstoff Morv, den ihr in den Gebieten erhaltet, nehmt ihr mit nach Hause. Morv könnt ihr anschließend in der Werkstatt eines Familienmitglieds in die Verbesserung von insgesamt acht verschiedenen Charakterwerten (zum Beispiel Leben, Schaden, Ausweichchance) investieren. Oder ihr nutzt es, um in Margarets Zauberbuch allgemeinere Eigenschaften zu steigern, beispielsweise erhöht ihr den Erfahrungsgewinn, die Menge an aufgesammelten Morv oder verlängert die Effektdauer von Schreinen.
Der Keller der Bergsons: Ausgangspunkt fast aller Expeditionen in die befallenen Gebiete. Zu Spielbeginn steht euch natürlich erst ein Portal offen.

In die befallenen Gebiete gelangt ihr für gewöhnlich über Portale, die sich praktischerweise ebenfalls im Keller der Familie Bergson befinden. Insgesamt müsst ihr drei Portale mit verschiedenen Gebieten durchqueren. Am Ende eines jeden Gebietes wartet ein besonderer mächtiger Gegner und zum Schluss trefft ihr auf den Portal-Endboss, den ihr besiegen müsst, um den gefangen gehaltenen Schutzgeist zu befreien. Ganz klassisch erwartet euch zum Ende eurer Reise der ultimative Kampf.

Neu freigeschaltete Gebiete musste ich fast immer mehrfach spielen, da mein Charakter noch zu schwach auf der Brust war und den Gegnern kein Paroli bieten konnte. Wirklich langweilig wurde mir das nicht, da sich die Gebiete immer wieder neu zusammensetzen. Außerdem trefft ihr regelmäßig auf Events. Diese kurzen Nebengeschichten lockern das Spielgeschehen auf und wirken sich teilweise auch auf euer Zuhause aus. So befreit ihr Reisende, trefft auf geheimnisvolle Bewohner, die euch um einen Gefallen bitten, oder spielt eine Runde gegen den Pong-Gott. Schließt ihr Events erfolgreich ab, erwartet euch natürlich eine Belohnung.

Im Verlauf des Abenteuers schaltet ihr fünf weitere Familienmitglieder frei und könnt dann insgesamt zwischen sechs Helden wählen. Es handelt sich um Rollenspielern bekannte Klassen wie Fernkämpfer oder Nahkämpfer, die mit eher offensiver oder defensiver Ausrichtung aufwarten. Die einzelnen Helden spielen sich sehr unterschiedlich und abwechslungsreich. Jeder Charakter hat zudem einen eigenen Skilltree, in den ihr nach jedem Stufenanstieg einen Punkt verteilen dürft und so weitere Angriffe oder Fähigkeiten aktiviert. Außerdem besitzt jeder Held sogenannte Familienfähigkeiten. Schaltet ihr diese im Talentbaum frei, profitieren zukünftig alle Helden davon. Es ist deshalb durchaus sinnvoll, dass ihr die verschiedenen Familienmitglieder spielt und ihr Level steigert, um die gemeinsamen Fähigkeiten freizuschalten.

Im Spielverlauf werdet ihr zwangsläufig mit anderen Charakteren spielen, da die Fäulnis die Helden schwächt und sie deshalb nach der Rückkehr einen Malus auf die Statuswerte erhalten. Dagegen hilft nur ausruhen. Den Spielablauf könnt ihr euch so vorstellen: Charakter auswählen, im Level so viele Mobs wie möglich verhauen, Rückkehr in den Haushalt, Storysequenz anschauen, Morv ausgeben und repeat. Sterbt ihr, ist der Run zu Ende und ihr kehrt sofort ins Familiendomizil zurück.
 
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Die Familie sitzt gemeinsam am Esstisch und isst zu Abend. Lediglich ein Familienmitglied fehlt.
ChrisL Unendliches Abo - P - 190827 - 14. Dezember 2019 - 13:29 #

Gut zu lesender, runder Artikel -- dankeschön! Das Spiel hatte ich bislang gar nicht so richtig auf dem Schirm; das Beschriebene klingt interessant, sodass ich vielleicht mal zuschlagen werde.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 14. Dezember 2019 - 13:47 #

Joa, ich danke auch dir und dem Admiral für das Gegenlesen und korrigieren! :-)

RoT 19 Megatalent - P - 18012 - 14. Dezember 2019 - 13:41 #

die pixelgrafik schaut erstmal sehr stark aus, zeit zum lesen hab ich leider erst später, trotzdem schonmal danke für den Artikel

AlexCartman 19 Megatalent - P - 16925 - 14. Dezember 2019 - 13:52 #

Schöner Artikel, auch wenn ich nicht verstehe, wie ein „gutes Videospiel“ „spielerisch nicht der große Wurf“ sein kann.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 14. Dezember 2019 - 17:04 #

Für mich ist da kein Widerspruch. Ich kann es nicht besser erklären als im Text geschrieben, würde mich hier nur wiederholen.

Children of Morta hat seine Stärken, aber wie ich finde auch Schwächen. Trotzdem überwiegt für mich das positive Gesamtwerk, trotz einiger nicht so praller spielerischer Inhalte.

Noodles 24 Trolljäger - P - 63562 - 14. Dezember 2019 - 16:55 #

Gibt z.B. einige Walking Simulators, die gute Videospiele sind, aber spielerisch kaum was zu bieten haben. Seh da wie SupraAi keinen Widerspruch.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 16925 - 14. Dezember 2019 - 17:41 #

Das ist für mich ein Unterschied. Ein Walking Simulator hat doch gar keinen spielerischen Anspruch, da geht's nur um die Geschichte. Aber Children of Morta will doch mehr als ein Walking Simulator sein, oder?

Noodles 24 Trolljäger - P - 63562 - 14. Dezember 2019 - 20:36 #

War ja nur ein Beispiel dafür, dass Spiele, die spielerisch nicht so gut sind, trotzdem gute Spiele sein können, weil bestimmte Stärken die Schwächen stark genug überwiegen.

v3to 17 Shapeshifter - P - 6201 - 17. Dezember 2019 - 0:39 #

Würde mal behaupten, da gibt es reichlich Graustufen, wieviel Gameplay ein Spiel nötig hat, um einen bei der Stange zu halten.

Cyd 19 Megatalent - - 17401 - 14. Dezember 2019 - 23:07 #

Da fallen mir einige Spiele ein, auf die das für mich zutrifft. Journey z.B. das nur als Videospiel funktioniert, aber spielerisch nicht wirklich viel bietet. Oder z.B. storybasierte Videospiele. Dank Interaktion eine besondere Videospielerfahrung, aber spielerisch, rein vom Gameplay her, keine Granate.

Es kann diese besondere Erfahrung sein, die man nur durch die Interaktion erfährt, nur als Videospiel. Kann für jeden was anderes sein. Bei mir war es z.B. No Mans Sky in seiner Urpsrungsversion. Ein für mich ganz besonderes (positives) Erlebnis, konnte da zig Stunden in dieser Welt abtauchen, abschalten, obwohl oder gerade weil es nicht viel zu tun gab, es spielerisch eher dürftig war... ich selbst erlebte meine Story, mein Abenteuer, ich selbst bestimmte was ich tat, immer und immer wieder das Gleiche, das für mich zum Gewohnten wurde und somit auch zu etwas Schönem.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 603954 - 14. Dezember 2019 - 14:10 #

Ein richtig schöner Artikel zu Children of Morta, Kudos und Top-Vote. :) Das Spiel steht bereits auf meiner Wishlist. Ich war auch schon kurz davor, es mir im letzten Steam-Sale einzutüten. ;)

Optisch finde ich die Szenerien absolut ansprechend, ich stehe halt auf schön gepixelte Welten. Dass es für ein Roguelite nicht so schwer ist, kommt mir gerade recht und die Spielzeitmarke von 15-20 Stunden finde ich auch absolut ausreichend. :)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 14. Dezember 2019 - 16:31 #

Ich hoffe Nivek242 gibt einen kurzen Comment ab. Er hat eine umfangreiche Screenshot-Gallerie zu dem Titel angelegt und deshalb gehe ich mal davon aus, dass er Children of Morta durchgespielt hat. Wäre gespannt, was er schreibt, z. B. zur Spielzeit, hoffentlich findet er keine inhaltlichen Fehler...

Wenn man sich darauf einlässt, dass das Storytelling im Vordergrund steht und nicht der beinharte Überlebenskampf: Nur zu, kein Tod ist hier umsonst! Der Titel ist ja auch andauernd irgendwo im Sale und zu einem sehr fairen Preis zu haben.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 603954 - 20. Dezember 2019 - 13:52 #

Mal schauen, ob ich beim aktuellen Steam-Wintersale zuschlage bei Children of Morta. ;)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 20. Dezember 2019 - 15:39 #

Du wirst es nicht bereuen, orakele ich mal.

Für das nächste Jahr wurden bereits eine Menge Neuerungen angekündigt, auf die ich mich wirklich freue! :-)

Rhadamant 17 Shapeshifter - P - 6357 - 14. Dezember 2019 - 14:20 #

Danke für Deinen schönen Artikel über ein interessantes Game !

Specter 18 Doppel-Voter - P - 11116 - 14. Dezember 2019 - 14:24 #

Danke für den schönen Einblick! Korrekturhinweis: Hier sehrt ihr... (Bildunterschrift)

ChrisL Unendliches Abo - P - 190827 - 14. Dezember 2019 - 14:29 #

Danke für den Hinweis!

Faerwynn 18 Doppel-Voter - - 12006 - 14. Dezember 2019 - 14:25 #

Steht schon länger auf meiner Wishlist, danke für den Einblick.

Noodles 24 Trolljäger - P - 63562 - 14. Dezember 2019 - 16:53 #

Die Pixelgrafik ist echt toll, aber Roguelikes/-lites sind einfach nix für mich.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 15. Dezember 2019 - 14:21 #

Das hier ist das Roguelite für "Nicht-Rogueliter"... ;-)

Player One 15 Kenner - P - 3451 - 14. Dezember 2019 - 18:02 #

Bei Roguelike kann ich auch gleich aufhören weiter zu lesen. Dieses Spielprinzip ist nichts für mich.

paschiang 28 Endgamer - - 142214 - 14. Dezember 2019 - 18:11 #

Weiterlesen lohnt sich bei SupArai allerdings.

1000dinge 17 Shapeshifter - - 7240 - 14. Dezember 2019 - 17:28 #

Ich habe es auch auf der Liste, aber was ich bisher gesehen habe hat mich nicht genug überzeugt um wirklich zuzuschlagen. Der Test bestätigt meinen Eindruck aus Videos. Mal schauen, vielleicht im Sale.

Admiral Anger 26 Spiele-Kenner - P - 73961 - 14. Dezember 2019 - 18:48 #

Danke für den Einblick, hört sich ganz interessant an. Lediglich diese Pseudo-Iso-Ansicht ala Diablo und Fallout gefällt mir noch nicht so richtig.

SiriusAntares 14 Komm-Experte - P - 2447 - 14. Dezember 2019 - 20:07 #

Ich spiele das Spiel aktuell auf der Switch, mir gefällt es bisher sehr gut (übrigens soll die Switch-Version besser laufen, als die PS4-Version). Fans von Roguelikes sollten es sich auf jeden Fall Mal anschauen. Dank der vielen freischaltbaren Fähigkeiten, Charaktere und Upgrades wird die Motivation meiner Meinung nach relativ lange hoch gehalten.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 38741 - 14. Dezember 2019 - 20:32 #

Sehr angenehm zu lesender und informativer Artikel, SupArai, danke dafür!
Roguelikes sind normalerweise überhaupt nichts für mich ... aber die überschaubare Spielzeit, die fortlaufende Geschichte sowie die Tatsache, dass ich auch mit Grind statt mit Können weiterkomme (ich befürchte ja immer, dass ich zu casual für echte Roguelikes bin), lassen mich doch sehr über einen Kauf nachdenken. Außerdem gefällt mir die Optik.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10617 - 14. Dezember 2019 - 23:06 #

Echte Roguelikes gibt es allerdings kaum. BoI (Rebirth) ist als Roguelite eine RNG Lotterie, wenn man zu wenig Skill hat.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 15. Dezember 2019 - 12:45 #

An Binding of Isaac bin ich auch verzweifelt, das war mir echt zu schwer. Da ich den Grafikstil in "Real" immer weniger ertragen konnte, ist das Spiel wieder aus der Spielesammlung geflogen.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10617 - 15. Dezember 2019 - 23:32 #

Was meinst du mit dem "Grafikstil in Real"?
So schwer ist es nicht, mehr als Mustererkennung ist es anfangs nicht und wenn man nur nach unten geht bleibt das auch.
Wirklich schwer sind nur Isaac und ???, also der Weg durch die Kathedrale, da braucht man schon Skill und RNG.
Bevor die ganzen DLCs kam was es wirklich einfach, aber Rebirth und DLC ist da härter. Da fehlen mir ein Ende, aber ich haben den Boss auch sehr sehr selten gesehen.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 15. Dezember 2019 - 23:56 #

Mit Real meine ich auf dem großen Fernseher. Bis dahin hatte ich ja lediglich Screenshots gesehen. Gespielt habe ich die PS4-Retail Version. Aftermath+ oder Rebirth+, weiß nicht mehr.

Na ja, mir war es jedenfalls zu schwer, hätte ich mich sicher reinfuchsen können, aber in Verbindung mit dieser gewöhnungsbedürftigen Optik fehlte die Motivation.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10617 - 16. Dezember 2019 - 0:02 #

Ich hab es nur auf dem PC gespielt und mit Tastatur.
Nach 430 Stunden für beide habe ich aber sich keine neutrale Sicht mehr auf die Spiele. Und dazu einiges an Lets Plays, was bei Items und Mustern viel hilft, da kannte ich vieles schon vor dem ersten spielen.
Nur bleibt es sich für den Anfang recht gleich welche Version man spielt, da sind sich alles recht ähnlich.

Berthold 21 Motivator - - 25797 - 15. Dezember 2019 - 11:14 #

Schöner Artikel, danke dafür. Das Spiel hört sich interessant an. Ich werde es im Auge behalten.

TSH-Lightning 23 Langzeituser - - 44333 - 15. Dezember 2019 - 11:55 #

Finde ich spontan sehr gelungen, besonders, dass es ein Pixelart Spiel ist, welches schön aussieht, man es durchspielen kann und eher Roguelite ist. Wenn ich spontan Lust habe kaufe ich mir es evtl. Unabhängig davon ist der Artikel toll geschrieben und bebildert :)

Slaytanic 24 Trolljäger - - 58468 - 15. Dezember 2019 - 12:33 #

Klasse User-Artikel, ich bin aber auch einer der mit Roguelites nicht so viel anfangen kann.

ChrisL Unendliches Abo - P - 190827 - 15. Dezember 2019 - 12:51 #

Ging mir vor Dead Cells oder auch Hades ganz genauso. Doch gerade diese beiden Spiele schaffen es mMn hervorragend, dass man dabei bleibt und doch wieder einen neuen Run startet. Man fängt ja auch nie bei Null an, da Waffen und Fähigkeiten immer besser werden bzw. mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Aber klar, Roguelites/-likes heißen nicht umsonst so; eine "gewisse Lust, sich selbst zu quälen" sollte schon vorhanden sein. :)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 15. Dezember 2019 - 14:22 #

Mmmhhh, genau, es lohnt sich zu differenzieren. Nicht alle "Roguespiele" sind knallharte Knochenbrecher, bei dem der Entwickler als Hauptziel definiert, dass sich der Spieler in die Schreibtischplatte verbeißt. Endboss? Nö, neue Kauleiste!

Children Of Morta ist wirklich anders. Schlimme Konsequenzen hat das Ableben nicht (eigentlich überhaupt keine, außer das man den Abschnitt neu beginnen muss). Es geht einfach weiter. Die aus meiner Sicht bestehende Grindproblematik fällt wahrscheinlich nicht wirklich auf, wenn man "nicht so im Genre" beheimatet ist. Aber, wie mir wieder einfällt, ist mir das zwar aufgefallen, es hat mich beim Durchspielen aber nicht weiter gestört, da ich als Spieler einfach gut unterhalten wurde.

Mittlerweile kommen ja immer mehr Titel auf, die sich überhaupt nicht mehr als "Roguetitel" schimpfen lassen wollen, aber trotzdem beinhart sind und für den gewöhnlichen Spieler (Ich zähle mich dazu!) nicht mehr schaffbar sind. Da nehm ich lieber jeden gut gemachten Roguetitel... ;-)

Und früher... ach lassen wir das... ;-)

Ich habe übrigens ein paar Runs in "Hades" absolviert und schaffe es gut zur ersten Zwischenbossin. Die habe ich noch nicht bezwungen, aber ich bin auf dem besten Wege. Hades könnte auf jeden Fall eine ganz große Nummer werden. "Artdesign" und Setting sind einfach gut gelungen, die Optik ist ein Augenschmaus. Die Kämpfe fühlen sich sehr "fluffig" an und wirken seeehr geschmeidig. Wobei mir kein Gegner eine Nachlässigkeit verzeiht.

ChrisL Unendliches Abo - P - 190827 - 15. Dezember 2019 - 14:57 #

@Hades: Gerade heute hatte ich einen Run mit vielen hilfreichen (legendären) Fähigkeiten, sodass ich erstmals den aktuell letzten Boss besiegen konnte. :)

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10617 - 15. Dezember 2019 - 23:36 #

Welche Titel meinst du mit denen harten Spielen die keine Roguetitel sind?
Nur ist nichts neues, Demon Souls/Dark Souls und Ninja Gaiden (Dragon Sword in meinem Fall) sind nun kein wirklich neues Phänomen. Dazu sowas wie Kaizo Mario oder I Wanna Be the Guy die das mit Jump and Runs gemacht haben.

Und Hades ist komplizierter als BoI, aber das kann auch an der Steuerung und Gewohnheit von BoI liegen.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 16. Dezember 2019 - 0:11 #

Spontan fallen mir da Slain und The Messenger (das hab ich gespielt), Valfaris, Blasphemous und Cuphead (was man so liest), dann verschiedene Titel im Soulslike-Bereich ein.

Ob nun niegelnagelneu oder nur mit Abwandlungen abgekupfert, wäre mir noch wurscht. Es gibt zumindest (meiner Wahrnehmung) eine Menge Titel, die es dem Spieler nicht leicht machen, sie durchzuspielen.

Für mehr Titel müsste ich mal meine Bibliotheken durschauen nach Spielen, die ich aufgeben musste... ;-)

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10617 - 16. Dezember 2019 - 0:17 #

Cuphead war mir auch zu hart, aber da nur mal kurz reingespielt und mich dann gegen einen Kauf entschieden. Super Meat Boy war mir auch zu hart.
The Messenger liegt noch bei Epic.
Und bei den Soulslike fällt mir nur Sekiro ein, alle Spiele in dieser Kategorie die es ermöglichen jemand dazu zuholen kann man eigentlich nicht mitzählen.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 195757 - 5. Januar 2020 - 18:57 #

Danke für den Artikel. Hat Spaß gemacht zu lesen. Ein sehr hübsches Spiel, wie ich finde.

euph 28 Endgamer - P - 104526 - 28. Februar 2020 - 7:45 #

HAb jetzt zwei Abende reingespielt, es ist ganz gut, kann mich aber nicht wirklich fesseln. Der Grafikstil gefällt mir, die Athmosphäre auch - aber schon nach wenigen Stunden ist mir das alles ein wenig zu eintönig. Dazu das Roguelike, was mich gerade bei den Bosskämpfen doch ziemlich stört, wenn man sich da erst wieder komplett durch den Dungeon kämpfen muss. Zudem labert mir der (sehr athmosphärische) Erzählonkel zu viel. Nach jedem Tot soll ich mir erst noch irgendwelche Geschichten anhören, statt einfach wieder einen Versuch zu starten.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 28. Februar 2020 - 10:29 #

Ja, so kann mal Children Of Morta auch zusammenfassen... ;-)

Mich hat der Erzählteil hingegen gut abgeholt, weil sich das Spiel genau dadurch im Vergleich zu anderen Titeln unterscheidet. In dem Genre ein echtes Alleinstellungsmerkmal zumindest ist mir bislang kein anderes Roguelize bekannt)!

Im gewissen Sinne entschleunigt sich Children Of Morta immer wieder selbst.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 603954 - 22. Dezember 2020 - 16:31 #

Ja, die kleinen Geschichten lockern das Spielgeschehen doch etwas auf und sind wirklich nett gemacht, man ist auf jeden Fall interessiert wie es mit der Story um die Familie weitergeht. ;)

Maverick 30 Pro-Gamer - - 603954 - 22. Dezember 2020 - 16:30 #

Ich habe jetzt nach einer längeren Pause mal wieder Children of Morta weitergespielt und auch den ersten Boss-Gegner (Spinne) nach mehrmaligen Aufleveln meiner Charaktere gestern endlich gepackt. Das war schon eine kleine Durststrecke bis dahin, weil mich das Abgrasen des ersten Dungeon-Gebiet auch schon langsam etwas angeödet hat. Aber es wird danach interessanter. ;)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 23. Dezember 2020 - 4:07 #

Schön, dass du es weiterspielst! :-)

Die Grindnotwendigkeit kann echt nerven, ich weiss. Aber auf der anderen Seite ist sichergestellt, dass du (irgendwann) weiterkommst. Das hat auch was. Gibt immer mehr Spiele, die mir das nicht gönnen... ;-)

Mein Plan ist, Children of Morta nächstes Jahr nach Erscheinen der noch offenen DLCs mit meinem Bruder im Online-Koop anzuspielen. Das stell ich mir ganz spaßig vor.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 603954 - 23. Dezember 2020 - 13:42 #

Zuletzt habe ich Lucy freigeschaltet und aufgelevelt, die spielt sich richtig gut imho.Bin mit ihr im letzten Gebiet der Caldippo-Höhlen jetzt das erste Mal auf den Endboss (Stein-Golem) getroffen, der hat mich aber im wahrsten Sinne des Wortes "platt" gemacht. Aber den sehe ich wieder und merke mir hoffentlich seine Angriffsmuster. *grins*

Hast du schonmal im Koop gespielt?

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 23. Dezember 2020 - 16:45 #

Nein, bislang noch nicht. Es funktioniert meines Wissens bislang nur der Couch-Koop.

Im nächsten Jahr soll der DLC The Fellowship Sanctuary erscheinen, der bringt Online-Coop.
https://store.steampowered.com/news/app/330020?emclan=103582791441407077&emgid=3588737457825822643

Maverick 30 Pro-Gamer - - 603954 - 23. Dezember 2020 - 16:53 #

Ah, okay. Bei den Bosskämpfen schadet Unterstützung ja sicher nicht, es sei denn das Spiel skaliert dann die HP hoch im Koop.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 23. Dezember 2020 - 18:06 #

Ich hoffe doch, wäre doch sonst viel zu leicht! Du musst ja scheitern, sonst kommt die Story auch nicht voran... ;-)

Maverick 30 Pro-Gamer - - 603954 - 23. Dezember 2020 - 18:26 #

Von dem Standpunkt aus gesehen... ^^ Aber die Bosskämpfe zerren wirklich nach mehreren Versuchen an meinem Nerven, bin da oftmals zu ungeduldig. ;-)

Faerwynn 18 Doppel-Voter - - 12006 - 13. Januar 2021 - 18:50 #

Ich hab das Spiel jetzt durchgespielt und kann mich den Meinungen hier nicht anschließen. Exzellentes Spiel, man muss halt ein bisschen üben und kann sich nicht einfach durchsterben wie heutzutage üblich.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 13. Januar 2021 - 19:50 #

Na ja, aber das Meinungsbild ist doch divers. "Die Meinungen" im Sinne von "Schrottspiel" lese ich in den Kommentaren nicht heraus.

Oder welche Meinungen meinst du?

Faerwynn 18 Doppel-Voter - - 12006 - 13. Januar 2021 - 20:04 #

Guter Punkt, das kann ich noch genauer sagen: den Meinungen, die das Spiel für zu "grindlastig" halten, denen die das Gameplay für nicht rund halten, und denen, die Probleme mit Roguelites haben. ;) Mag sein, dass das Spiel nachher noch gepatcht wurde, aber die Fähigkeiten und der Core Loop laufen sehr rund. Auf Steam hat das Spiel 90% positive Reviews, und wird auch in Social Networks wo ich unterwegs bin so insgesamt als ein großer Wurf gehandelt. Wollte nur nochmal meine Meinung druntersetzen, nicht dass hier auf GG der Eindruck entsteht das sei so ein mittlerer Indie-Titel gewesen. Danke an dich, dass das Spiel hier immerhin einen Check bekommen hat, wenn auch keinen Test.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 37468 - 13. Januar 2021 - 20:37 #

Na ja, gut, meine Meinung zu dem funktionierenden "Core-Loop" ist etwas anders, aber nur darüber definiere ich die Güte des Titels ja auch nicht (hoffe ich). Ich finde, dass es durchaus Roguelites gibt, die diesen Spagat besser hinkriegen.

Ich finde Children of Morta ist ein tolles Spiel, dass ich, sobald der Online-Koop-DLC fertig ist nochmal zu zweit durchspielen werde. Und es kommt ja auch noch das Add-On. Wer weiß, vielleicht schreibe ich dann nochmal ein Update.

Danke auf jeden Fall für deine Kommentare und deine positive Einschätzung zu dem Titel! :-)