Cheating im PVP User-Artikel

Gegenmittel und persönliche Erfahrungen

Jac / 12. Januar 2020 - 12:12 — vor 2 Wochen aktualisiert

Teaser

Wie läuft Betrug in Online-Games ab? Was können Hersteller und faire Spieler dagegen tun? Dieser Artikel versucht die Fragen zu beantworten, ergänzt durch persönliche Erfahrungen mit Cheatern.
Cheating ist das englische Wort für einen Betrug im Spiel, der entweder selbst oder durch sogenannte Cheat-Software herbeigeführt wird und dem nutzenden Spieler unfaire beziehungsweise vom jeweiligen Entwickler nicht vorgesehene Vorteile bringt. In diesem User-Artikel sollen einige Fakten zum Thema Cheating in MMOs benannt werden, insbesondere aber auch meine persönliche Erfahrungen damit im PVP (Player versus Player) von mehreren Shootern. Hierbei habe ich niemals selbst Cheats genutzt, sondern entsprechende Erfahrungen im Umgang mit Cheatern im gegnerischen oder eigenen Team gemacht. Cheats in Singleplayer-Spielen werden dabei nicht thematisiert, dazu gibt es einen lesenswerten Artikel von Mick Schnelle. Meine Motivation ist es, zu erklären, wie es technisch funktioniert und Anregungen zum Umgang damit zu geben.
 

Wie Cheater betrügen

In MMOs gibt es praktisch keine "guten" Cheats, die von den Programmierern vorgesehen wurden und beispielsweise durch Tastenkombinationen oder der Konsole eines Spiels aktiviert werden können. Im Regelfall kommt bei den Betrügern daher ein Cheat-Programm zum Einsatz, das sie sich aus fragwürdigen Quellen beschafft haben.

Typische Cheats bieten oftmals folgende Funktionen:
  • Reduzierung von Abklingzeiten (keine "Cooldowns")
  • Schnellere Bewegungen der eigenen Spielfigur
  • Automatisches Ausweichen
  • Sichtbarmachen von eigentlich verdeckten Gegenspielern (Wallhacks)
  • Unverwundbarkeit oder Reduzierung des eingehenden Schadens
  • Automatisches Zielen auf wertvolle Trefferzonen des Gegners (Aim-Bots)
  • Erhöhung der Anzahl von kritischen Treffern

Die Mehrzahl der Cheat-Programme wird dabei direkt auf dem Spiele-Client installiert und ist daher in der Lage, sämtliche vom Spiel im Hauptspeicher abgelegten Informationen auszulesen und bei Bedarf auch zu verändern. Dazu werden beispielsweise Positionsangaben genutzt, Timer manipuliert oder Mausbewegungen für das automatisierte Zielen beeinflusst. Oftmals wird dann noch ein Overlay (eine zusätzliche Grafikebene) über das Spiel gelegt, um zum Beispiel die Positionen der Gegner sichtbar zu machen.

Viele Cheats haben ein Konfigurationsmenü, um bestimmte Eigenschaften justieren zu können. Perfiderweise kann so bewusst die Qualität des Cheats heruntergeschraubt werden, um die Verhaltensüberwachung der Spielehersteller auszutricksen.

Es gibt aber auch Cheats, die auf zusätzlicher Hardware eingesetzt werden und dann den Netzwerkverkehr zwischen dem Spiele-Client und dem Server lesen oder verändern. Das funktioniert technisch besonders einfach bei schlechter Verschlüsselung der ausgetauschten Daten. Solche Cheats sind besonders schwer zu erkennen und zu bannen, da die Anti-Cheat-Tools diese Zusatzhardware eben nicht überwachen können. Daher ist eine gute Verschlüsselung essenziell und muss durch eine Verhaltensüberwachung der Spieleraktionen ergänzt werden. Ein negatives Beispiel dafür ist das sogenannte "PUBG Radar" für Playerunknown's Battlegrounds, das auf einem weiteren PC läuft und entweder ein lokales VPN oder eine Diagnoseschnittstelle des Routers verwendet, um den Netzwerkverkehr mitzulesen. Auf dem Bildschirm dieses PCs sind dann diverse Informationen zu sehen, unter anderem die Positionen und Blickrichtungen der Gegner in Echtzeit, was naturgemäß einen unglaublich unfairen Vorteil gegenüber allen anderen Mitspielern darstellt.

Es handelt sich hierbei um einen echten Markt, der aufgrund entsprechender Nachfrage entstanden ist. Einfache Cheats werden bei YouTube beworben, ausgefeilte und längere Zeit unentdeckte Cheats werden über spezielle Internet-Foren vertrieben. Dabei gibt es sogar Abo-Modelle inklusive automatischer Updates, sodass der Entwickler auf Gegenmaßnahmen der Spielehersteller zeitnah reagieren und seine Kunden damit an sich binden kann.

Um es klar zu sagen: Seriöse Bezugsquellen für Cheats gibt es de facto nicht. Und neben der Gefahr des Banns ist es nicht unwahrscheinlich, sich über diese Quellen mit Viren zu infizieren. Es gibt tatsächlich sogar Fälle, in denen sich die angepriesene Cheat-Software dann als Erpressungstrojaner herausgestellt hat oder Login-Daten der Cheat-Kunden abgegriffen wurden. Cheating wird auch von praktisch allen Spiele-Entwicklern in den AGBs verboten und kann somit durchaus rechtliche Folgen haben, da es sich um einen Vertragsbruch handelt. Zumindest kommt es vereinzelt auch zu entsprechenden Anklagen, die jedoch nicht die Masse der Sanktionen ausmachen. Vermutlich haben faire Spieler kein Mitleid mit den Betroffenen, mir geht es zumindest so.
 

Was Hersteller dagegen tun können

Der Hersteller ist als Betreiber der notwendigen Infrastruktur und damit einhergehend der Spielwelt und -umgebung in der Pflicht, unfaires und letztlich geschäftsschädigendes Verhalten von Spielern zu unterbinden und zu sanktionieren. Das machen die meisten Hersteller schon aus Eigeninteresse. Das Problem ist, wirklich gute Spieler von Cheatern weitestgehend automatisiert zu unterscheiden. Natürlich bei einer möglichst geringen Fehlerquote für Spieler, die einfach nur besser sind als der Durchschnitt und somit nicht sanktioniert beziehungsweise gebannt werden dürfen.

Dazu werden von den Herstellern selbst sogenannte Anti-Cheat-Programme entwickelt oder auch entsprechende Lösungen von Drittanbietern eingebunden. Bekannte Systeme sind beispielsweise PunkBuster, FairFight, Warden oder VAC.

Typische Bestandteile von Anti-Cheat-Tools sind:
  • Scannen des Arbeitsspeichers und der Spieldateien des Clients nach Cheats
  • Erkennen von ungewöhnlichen Spieler-Aktivitäten beziehungsweise Spielmustern
  • Generierung einer eindeutigen Nummer (ID) für den Client
  • Überwachung des Datenaustauschs zwischen Spiele-Client und -Server
  • Übertragung von notwendigen Daten zur Beweissicherung an den Hersteller
 
Des Weiteren sind folgende Punkte sinnvoll:
  • Eine leicht zu bedienende Möglichkeit, den Betrug im Spiel zu melden
  • Meldenden Spielern Feedback zu geben, sofern es einen Bann gab
  • Minimierung der übertragenen Daten an den Client
  • Hochwertige Verschlüsselung des Datenverkehrs zwischen Client und Server
  • Nutzung von Hardware-IDs zum Bannen, da sie aufwändiger zu ändern sind
  • Beobachtung von Spielern mit kurzer Spielzeit, die außergewöhnlich gut sind

Jeder MMO-Entwickler sollte zudem ein Team beschäftigen, das eine konsequente und regelmäßige Internetrecherche nach neuen Cheats für das eigene Produkt durchführt. Diese müssen dann analysiert und neutralisiert werden.

Diese ganzen Punkte kosten permanente Entwicklungs- und Support-Zeit, sowie auch Kapazitäten in der Infrastruktur, denn sie sorgen zum Beispiel für mehr Serverlast. Gleichzeitig können sie für faire Spieler das Spielergebnis negativ beeinträchtigen, etwa zu Latenzen führen oder Spieler mit schlechter Anbindung stärker benachteiligen. Besonders bei Shootern ist der sogenannte Netzwerkcode für das Spielerlebnis relevant, da es auf schnelle Reaktionszeiten ankommt. Hier ist aber auch eine gewisse Toleranz und Robustheit gegenüber Netzwerkschwankungen und Paketverlusten im Internet erforderlich, was leider zusätzliche Angriffspunkte für Cheat-Tools bietet. Persönlich ärgere ich mich auch – insbesondere bei Shootern – über kritische Treffer und eine zu stark ausgeprägte Bewertung der Trefferzonen (zum Beispiel Kopftreffer zu Körpertreffern), weil beides beliebte Ansatzpunkte für Cheating sind.

Letztlich ist es ein "Wettrüsten" von Cheat-Programmierern und Spieleentwicklern, das sich sehr gut mit dem Kampf der Antivirus-Hersteller gegen Viren und andere Schadsoftware vergleichen lässt.
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Symbolbild
Symbolbild für einen Cheat in Star Wars - Battlefront 2 (manuell erstellt).
Jonas S. 20 Gold-Gamer - P - 20622 - 12. Januar 2020 - 11:21 #

"Trotz allem war es zu dieser Zeit auch möglich, mit einer im Team abgestimmten Taktik zu gewinnen. Heute gelingt es uns viel seltener, gleichzeitig sehe ich den Bann für von mir gemeldete Spieler nun praktisch täglich auf meinem Login-Screen in PUBG."

Mir geht es da eher andersrum. Während für mich früher Chicken eine Rarirät waren, sind sie heute viel öfter der Fall. Allerdings spiele ich auch seit knapp einem Jahr mit fast denselben Leuten.

Vielen Dank für diesen User-Artikel.

LRod 17 Shapeshifter - - 7921 - 12. Januar 2020 - 11:21 #

Spannend, danke dafür!

Entscheidend ist in der Tat, dass die Hersteller da auf dem laufenden bleiben und insbesondere (bei erwiesenen Fällen) eine Null-Toleranz-Politik fahren und nicht mit nur mehrmaligen Verwarnungen und Kurzzeit-Bans arbeiten.

Harry67 18 Doppel-Voter - - 11801 - 12. Januar 2020 - 11:24 #

Danke für den schönen Artikel. Leider gibt es nur eins: Hart durchgreifen.

Danywilde 24 Trolljäger - - 68753 - 12. Januar 2020 - 11:29 #

Du beleuchtest einen Gamingaspekt, der mir total fremd ist. Danke dafür!

RoT 19 Megatalent - P - 13162 - 12. Januar 2020 - 11:33 #

toller artikel!

GeneralGonzo 14 Komm-Experte - 1967 - 12. Januar 2020 - 12:10 #

Hmm, sowas ist zum Glück in League of Legends unbekannt!

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 78655 - 12. Januar 2020 - 12:12 #

Klasse Artikel, hab mich schon oft gefragt wie so etwas funktioniert.
Um mal meinen GG Satz zu zitiern: "Mögen allen Online cheatern die finger abfaulen!"

Jac 18 Doppel-Voter - - 10306 - 12. Januar 2020 - 12:16 #

"Finger abfaulen" finde ich auch gut ;)

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - P - 8773 - 12. Januar 2020 - 14:12 #

Sehr schwach war die Reaktion eines F2P-Anbieters, der bei einem Online-Aufbau-F2P-Spiel einen ganzen Clan beim Cheaten erwischt, aber nur kurzzeitig gesperrt hatte. Die ganzen Accounts und dazugehörigen Spieler hätten dauerhaft gesperrt werden müssen, aber das wäre ja ein finanzieller Verlust für den Anbieter gewesen. Diese zweifelhafte Haltung hatte aber gute Auswirkungen auf mich, denn danach war F2P für mich erledigt und so richtig klar war mir jetzt nicht, wer der größere Betrüger war: die Cheater oder der F2P-Anbieter.

Goremageddon 15 Kenner - P - 2993 - 12. Januar 2020 - 12:38 #

Interessanter Artikel und guter Artikel! Danke dafür.

Obwohl ich recht oft PVP in diversen Spielen spiele und das seit fast 2 Jahrzehnten sind mir insgesamt keine 20 Cheater begegnet (bei denen es 100% sicher war das sie wirklich betrügen. Entweder ich habe einfach sehr viel Glück oder habe einen schlechten Blick dafür und bemerke es nicht. Letzteres glaube ich eher nicht.

Vor einigen Jahren gab es, sofern ich mich richtig erinnere, mal Berichte über die professionelle Cheat-Branche in denen u.A. recherchiert wurde das Urheber von ausgeklügelter Betrugssoftware nicht selten zuvor beim entsprechenden Entwickler beschäftigt waren und ohne Insiderwissen auch nicht in der Lage gewesen wären Programme zu entwickeln die langfristig unentdeckt bleiben. Stand glaube ich im Zusammenhang mit Battlefield4 damals. Der erste Titel bei dem mir wirklich bewusst geworden ist wie komplex und Teils fast schon genial da getrickst wird, vom handwerklichen her. Auch Abo-Cheats kannte ich bis dato nicht. Es wurde ebenfalls erwähnt das es schon schwer bis unmöglich sei "Massensowftware" , also Cheats die von vielen genutzt werden zu erkennen es aber auch noch einen Anteil an Betrügern gibt die sich ihre Cheat-Tools einzeln anfertigen lassen bzw in Auftrag geben und dafür durchaus vierstellige Beträge zahlen.

Für einen Insider sicherlich ein gutes Beigeschäft vor allem falls die Stimmung beim Entwickler eh schon schlecht ist oder aber der Fortbestand des Studios nicht gesichert etc.
Ich finde leider den Artikel gerade nicht wieder. Falls ich ihn noch finde trage ich den Link nach. Das hätte noch gut in den Artikel einfließen können.

LRod 17 Shapeshifter - - 7921 - 12. Januar 2020 - 12:41 #

Auf einer technisch-abstrakten Ebene ist das in der Tat schon äußerst spannend.

Jac 18 Doppel-Voter - - 10306 - 12. Januar 2020 - 12:42 #

Das klingt auch spannend, war mir selbst bisher wiederum unbekannt. Denkbar ist das für mich schon, besonders bei "enttäuschten Ex-Angestellten".

malkovic 14 Komm-Experte - - 2695 - 12. Januar 2020 - 13:33 #

Interessanter Artikel zu einem mir fremden Thema. Als Weitgehend-Solo-Zocker hab ich für mich schon da und dort mal gecheatet, meist mache ich das bei einer zweiten Spielrunde (z.B. bei Skyrim). Online aber scheint das ja ein echtes Problem zu sein. Was sich Leute da wegen eines faulen Siegs in einem Spiel für einen Aufwand machen, ist schon krass.

CptnKewl 21 Motivator - - 25820 - 12. Januar 2020 - 15:06 #

die hersteller können in letzter Zeit weniger machen.
Da immer mehr Cheats in den Kernelmode gehen, wo die normalen Games nicht rankommen wird es schwieriger "gute" Cheater zu erkennen.

Klar gegen "to obvious" kann Machine Learning und Co gut vorgehen. Aber es wird IMMER cheater im MP geben.

marshel87 17 Shapeshifter - F - 6192 - 12. Januar 2020 - 15:47 #

Wie bei allein kriminellen und illegalen aktivitäten kann ich den Anreiz der Betrüger nicht nachvollziehen... für ein wenig "Ruhm", weil sie ja sooo gut sind, schaden sie allen Mitspielern und dem Entwickler und auch der Branche. Ohne Betrüger könnte man die genutzten Ressourcen so viel besser für bessere Inhalte verwenden :(

Hoelscher33 13 Koop-Gamer - - 1519 - 12. Januar 2020 - 17:09 #

... und die Frage ist ja, wie viel 'Ruhm' einem das selbst tatsächlich bringt bzw. wie lange und ob es überhaupt zur eigenen Befriedigung führt.

Mir würde das z.B. rein gar nichts geben, weil es eben nicht ehrlich war und ich selbst ja weiß, dass der Verlierer vielleicht sogar besser war. Die Motivation dieser Leute verstehe ich also überhaupt nicht. Das ist was anderes, wenn es um Geld geht, und dann ist Cheating wie Doping im Sport.

Aber für 2 Minutes of fame, von dem ich weiß, dass er mir nicht gebührt - komisches Belohnungszentrum haben diese Leute im Schädel...

Q-Bert 19 Megatalent - P - 17262 - 12. Januar 2020 - 20:46 #

Ja, ich gebe es zu. Verdammt! Ich habe bei Ultima Online 1997 ein Makroprogramm genutzt, um stundenlang im Wald Holz zu hacken und STR zu leveln, während ich gar nicht am PC saß. Hat mich aber 500 DM an Telefonrechnung jeden Monat gekostet, also eigentlich war das Pay-2-Win :)

Und ich hab mir mit Lego MindStorm einen Roboter gebaut, der auf meinem iPhone bei einem Grindingspiel stundenlang Felder in derselben Reihenfolge antippt. Aber das zählt eigentlich auch nicht, weil da gab es kein echtes PvP.

Schöner und spannender Artikel! Ich spiele fast nichts mehr online und wenn Multiplayer, dann nur mit Freunden auf separaten Servern oder im LAN, wenn das Spiel diese Möglichkeiten noch anbietet. Trotzdem interessant zu lesen!

Jac 18 Doppel-Voter - - 10306 - 12. Januar 2020 - 20:59 #

Wenn es keinem anderen Spieler den Spaß verdirbt, finde ich persönlich z.B. Makros nicht zwingend unfair. Im PVP bin ich da aber ganz klar der Meinung, dass Fairness vorgehen muss und jedweder Cheat sanktioniert werden sollte.
Ob die von Dir genannten Beispiele erlaubt waren, beurteile ich hier nicht ;)

Leider sind LAN-Partys in meinem Umfeld kein Thema und wären ja auch nur sporadisch zu organisieren, daher liegt mein Fokus klar auf dem Online-Wettkampf. Aber ich kann das gut verstehen, im Freundeskreis macht alles mehr Spaß!

LRod 17 Shapeshifter - - 7921 - 13. Januar 2020 - 10:19 #

Sehe ich auch so. Das Hilzhacken in UO oder das Fischen in WoW sind so Dinge, die sind so stupide Lebenszeitkiller und gleichzeitig beeinträchtigen sie niemanden. Da kann man wenig gegen sagen.

Nur im PvP ist das ein absolutes Tabu.

PS: Für einen WoW-Charakter, mit dem ich Kürschnern und Lederverabeitung gelernt habe, hatte ich mir auch ein schönes Macro geschrieben, das mit jedem von toten Tieren gesammelten Lederstück eine weitere Zeile aus diesem Simpsons-Klassiker in die nähere Umgebung gesungen hat:
https://youtu.be/TyWVaZsUQjc
Hat mir ein paar witzige Kommentare eingebracht :-)

tailssnake 17 Shapeshifter - P - 8046 - 14. Januar 2020 - 0:27 #

Ich muss dabei ans TACO von GW2 denken, wobei das kein Cheat ist und nur in PVE nutzbar/hilfreich. Hilft aber dabei einige Rätsel zu lösen.

ArenaNet hat damit auch kein Problem.

Necromanus 18 Doppel-Voter - - 11129 - 19. Januar 2020 - 12:23 #

Die Geschichte mit den Makros kommt mir entfernt bekannt vor *hust*

Inzwischen mag ich PVP gerade wegen den Cheatern gar nicht mehr. Das verdirbt einem alles. Co op gern, aber am liebsten mit befreundeten Spielern. MMOs eingeschränkt, auch da am liebsten nur mit einem erlesenen Kreis an Spielern. Randoms nerven mich schnell. Bei Survivel-Spielen wie Conan, nutze ich daher auch primär eigene Server :-)

TheRaffer 20 Gold-Gamer - P - 21087 - 20. Januar 2020 - 16:15 #

DU warst also dieser Holzfäller, der da immer sinnlos im Wald rumstand! ;)

Bei Ultima Online hätte ich mir auch so ein Makro gewünscht, um entspannt Erz abzubauen. Aber ich bin standhaft geblieben...

TSH-Lightning 22 AAA-Gamer - - 31460 - 12. Januar 2020 - 21:18 #

Interessanter Einblick. Ganz früher hab ich auf dem Clanserver gespielt und die Cheater 1 x nett gebeten es zu lassen oder zu verschwinden; hat natürlich keiner gemacht. Dann sind sie geflogen mit IP Sperre oder ich hab das Passwort auf den eigentlich offenen Server gesetzt.

In jüngerer Zeit hatte ich nur in Destiny auf der PS4 Cheater gesehen. Sie laggten so sehr, dass man sie nicht treffen konnte. Die haben sich wohl einen "Lagg-Switch" gebaut oder sich selbst mit einem Tool "selbst geDDoS".

AlexCartman 19 Megatalent - - 13309 - 12. Januar 2020 - 21:58 #

Deswegen spiele ich online nur noch Koop. Schöner Artikel, vielen Dank!

zfpru 17 Shapeshifter - P - 8097 - 12. Januar 2020 - 23:33 #

Das sind die selben Leute, die ihren Kaffee mit der Schere aufmachen.

De Vloek 15 Kenner - 3184 - 13. Januar 2020 - 3:23 #

Da ist sogar was dran. Hab vor ein paar Jahren mal ne Reportage über Cheater gelesen (glaub auf pcgamer.com, finde ich leider grad nicht wieder), der Autor war undercover in der Cheater-Szene unterwegs und hat die Leute nach den Beweggründen gefragt. Viele haben behauptet, sie wären körperlich behindert, und könnten daher nur mit Cheats mithalten.

De Vloek 15 Kenner - 3184 - 13. Januar 2020 - 3:14 #

Als Arma2/DayZ Server-Admin sind mir eine MENGE Cheater begegnet über die Jahre, die Bann-Liste ist lang. Da war alles dabei vom simplen Item-Spawning über alle Spieler ins Meer teleporten bis zu auf der kompletten Karte Artilleriefeuer niederegnen lassen.
Die wirklich guten Cheater erwischt man natürlich nicht so einfach, die Schlauen machen das sehr subtil. Da hilft auch oft keine Anti-Cheat-Software mehr, die Hacker sind immer einen Schritt vorraus.

Der Wettbewerb zwischen Cheat-Devs und Anticheat-Devs ist hart, es gab sogar Gerüchte dass bestimmte Leute auf beiden Seiten Kasse gemacht haben. So ne Art korrupte Polizei. Wer weiss ob da was dran ist, aber ich kann mir schon vorstellen dass gewiefte, angeblich "gute" Hacker ihre Backdoors verhökern.

Erst letztens habe ich einen Cheater über nen Bekannten beim Grim Dawn-spielen kennengelernt. Der hatte schon diverse VAC Bans bei Steam wie sich später rausstellte. Jedenfalls hat er nach nichtmal einer Woche schon Cheat-Tools benutzt um seinen Charakter zu pimpen.
Keine Ahnung vom Spiel und auch keine Lust sich reinzufuchsen, aber direkt den krassesten Endgame-Charakter haben wollen. Ein Möchtegern-Gamer mit High-End-PC, viel Bling-Zubehör aber null Plan was er da überhaupt tut. Hab ihm das natürlich gesagt, schwupps war er weg. Ändern wird sich sein Verhalten aber nicht, das war schon notorisch beim dem Typen.

yankman 16 Übertalent - P - 4010 - 13. Januar 2020 - 10:03 #

Definitiv Cheater zu treffen ist mir bisher nur in Dark Souls 2, einem speziellen Rennspiel und GTA Online passiert. Ansonsten argwöhne ich häufiger, ob der eigenen Unfähigkeit, aber das gibt sich nach einer Weile wieder :),

TheLastToKnow 18 Doppel-Voter - - 10434 - 13. Januar 2020 - 10:11 #

Online-Cheater wird es wohl leider immer geben...
Man sollte in dem Zusammenhang auch nicht vergessen, dass es hier um viel Kohle geht. Mal abgesehen von den kostenpflichtigen Trainern ist das Farmen von Gold für MMOs oder z. B. auch Coins bei Fifa ein sehr lukratives Geschäft!
Bei Fifa habe ich mal etwas recherchiert. Es werden sowohl die Trading-Bots "vermietet", mit denen man einfach gesagt durch günstig Spieler kaufen und teurer verkaufen automatisiert Coins generiert, als auch die Coins an sich. Findet man zuhauf bei Key Resellern wie z. B. MMOGA & Co.

Mr. Tchijf 15 Kenner - P - 3752 - 13. Januar 2020 - 15:30 #

Danke für den Artikel. Mittlerweile sind die Mechanismen ja wesentlich ausgereifter als zu meiner aktiven "Zocker-Zeit" bei den Ego-Shootern. Damals bei RTCW gab es auch einige Cheater, die dann irgendwann glücklicherweise entlarvt wurden, bzw. deren CheatBot-Dingens.

Ich habe (aus Neugier) auch mal so ein Ding ausprobiert und kann nur sagen, dass es einfach gar keinen Spaß macht. Das Ding hatte ein Auto-Aiming und gab nur Headshots ab. Ich weiß wirklich nicht, was den Leuten an so einer Spielweise Spaß macht.

CFG-Tweaking allerdings gehörte damals schon zum guten Ton unter den Top-Spielern. Weiß nicht, ob das heute überhaupt noch möglich ist.

TheRaffer 20 Gold-Gamer - P - 21087 - 20. Januar 2020 - 16:17 #

Cool, danke für den Artikel. Ich habe soeben eine Menge übers „Cheaten“ gelernt! Kaum zu glauben wieviel Aufwand da inzwischen drin steckt...
Aber es bekräftigt mich darin weiterhin nur solo vor mich hin zu zocken :)