Age of Empires 4

Age of Empires 4 User-Artikel

Mein Game-Pass-Spiel im Oktober 21

Vampiro / 22. Mai 2022 - 11:21 — vor 6 Wochen aktualisiert

Teaser

Age of Empires 2 ist für mich das beste RTS-Game. Umso mehr habe ich mich auf einen hoffentlich würdigen, neuen Serienteil gefreut. Ende Oktober 21 war es soweit, und seitdem Spiele ich AoE4.
Dieser Inhalt wäre ohne die Premium-User nicht finanzierbar. Doch wir brauchen dringend mehr Unterstützer: Hilf auch du mit!
Age of Empires 4 ab 39,99 € bei Amazon.de kaufen.
In der Serie "Mein Xbox-Game-Pass-Spiel des Monats" stelle ich euch für jeden Monat den Neuzugang vor, der mich vorab am meisten gereizt hat. Der Artikel folgt, wenn ich das Spiel hierfür ausreichend gespielt habe, was nicht immer zeitnah zur Aufnahme in den Abo-Dienst der Fall ist.

Mein Highlight der Xbox-Game-Pass-Neuerscheinungen im Oktober 21 war, als Fan der Reihe seit den Anfängen, Age of Empires 4 (im Test). Dank der lebendigen AoE-Szene gab es immer wieder neue Inhalte für Age of Empires 2 (Lords of the West im Spiele-Check; Dawn of the Dukes im User-Artikel). Microsoft veröffentlichte dann auch sogenannte Definitive Editions für Age of Empires 1, 2 und 3. Age of Empires 2: DE und Age of Empires 3: DE werden auch weiterhin mit Erweiterungen versorgt. Einen sehr guten, persönlichen Überblick über die Reihe verschafft euch Sokar in seiner zweiteiligen Artikelreihe "Mein AoE-Rückblick" (Teil 1 | Teil 2). In Age of Empires 4 habe ich mittlerweile alle Kampagnen durchgespielt, mich im Multiplayer gemessen und eine der Meisterschaften, nämlich für das Heilige Römische Reich, auf das höchte Level geschraubt. Seit Release hat Entwickler Relic Entertainment Age of Empires 4 nochmal deutlich vorangebracht. Warum Age of Empires 4 so gut ist und wie es weitergehen könnte, verrate ich euch in diesem Artikel. Der ist allerdings kein Test, sondern schildert euch vielmehr die mir wichtigen Spielerfahrungen mit dem neuesten Teil der Traditionsreihe.

Ganz kurz möchte ich euch aber auch noch auf zwei andere Oktober-Highlights hinweisen und euch ans Herz legen: Die Early-Access-Version, bei Microsoft Game Preview genannt, von Everspace 2 (im Spiele-Check), ein toller Weltraum-Looter-Shooter, und, neu für alle PC-Spieler, Outriders, das ich schon begeistert im Koop auf der Xbox durchgespielt hatte (ein Artikel wird noch folgen).
 

Das ist Age of Empires 4

Wie, ihr spielt nicht seit 1997 die Age-of-Empires-Reihe? Kein Problem, dann steigt einfach jetzt mit den Definitive Editions oder dem vierten Teil ein! Age of Empires 4 ist ein Echtzeitstrategiespiel. Ihr startet standardmäßig mit einem Dorfzentrum und einer Handvoll Dörfler. Mit denen errichtet ihr Gebäude und baut die Ressourcen Nahrung, Holz, Stein und Gold ab. Die steckt ihr dann in die Infrastruktur, Forschung und natürlich Einheiten. Auch solche, die kämpfen können. Und mit denen besiegt ihr im Idealfall euren Kontrahenten. Dabei entwickelt ihr euch auch durch verschiedene Zeitalter und schaltet so neue Gebäude, Einheiten und Forschungsmöglichkeiten frei. Age of Empires 4 bietet euch also klassische Echtzeitstrategie mit Basisbau. Von großer Bedeutung ist das Schere-Stein-Papier-Prinzip zwischen den verschiedenen Einheiten. Speerkämpfer schlägt Leichte Kavallerie, Bogenschützen schlagen Speerkämpfer, Leichte Kavallerie schlägt Bogenschützen. Sehr gut gemachte und immer wieder erweiterte Tutorials erklären euch alle Grundfunktionen des Spiels, erleichtern den Einstieg und Fortschritt und machen Spaß. Übrigens: Das ebenfalls von Relic Entertainment entwickelte Company of Heroes 2 (im Test) spielt sich komplett anders. Wenn ihr ein Spiel in dieser Richtung mögt, schaut euch Iron Harvest (im Test; Erweiterung Operation Eagle im Spiele-Check) von King Arts an.

Hinsichtlich der Präsentation gelingt Relic Entertainment sehr viel. Allerdings wurde bereits vor Release heftig über die Grafik diskutiert. In die Kritik gerieten insbesondere die Waffengrößen und auch der leicht comichafte Artstyle. Die Waffen, deren Größe der Unterscheidbarkeit der Einheiten dienen sollte, wurden seitdem etwas geschrumpft. Das Einheitendesign finde ich passend, die Waffengröße auch. Die Einheiten sind allerdings stark durch die Farbe des Spielers dominiert, was mir die Unterscheidbarkeit anfangs erschwert hat. Diese Hürde habe ich aber mittlerweile genommen. Von Anfang an als fantastisch empfand ich das "Weltendesign": Nie entwickelten sich selbstgebaute Basen in einem Echtzeitstrategiespiel schöner und organischer als in Age of Empires 4. Da möchte ich fast gar nicht mehr Krieg führen, sondern nur noch eine hübsche Siedlung bauen.  Age of Empires 4 sieht fast schon aus wie ein Gemälde. Auch die Sprachausgabe möchte ich in den höchsten Tönen loben, namentlich die Antworten der Einheiten. Die sind nicht nur zum jeweiligen Volk, also zum Beispiel "Deutsche" oder Engländer, passend. Sie passen sogar zum jeweiligen Zeitalter. Der Arbeiter wird euch im Dunklen Zeitalter eine andere Antwort geben als im Imperialzeitalter. Sprache im Wandel. Stark!
Grafisch ist AoE4, gerade wegen der sich organisch zusammensetzenden Gebäude, ein echter Hingucker. Meine leichte Pre-Release-Skepsis löste sich so schnell in Rauch auf.
 

Anders als in AoE2: Die Völker

Von Age of Empires 2 kommend, habe ich einige, teils erhebliche, spielmechanische Unterschiede festgestellt. In den beiden folgenden Abschnitten stelle ich euch diese Unterschiede und meine Einschätzung dazu vor. Er ist daher vor allem für AoE2-erprobte Leser interessant, die selbst noch nicht in AoE4 abgetaucht sind. Starten möchte ich mit dem größten Unterschied, der Ausgestaltung der Völker. Die weiteren Punkte folgen keiner besonderen Reihenfolge und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

In Age of Empires 2 gibt es, einschließlich der gerade erst erschienenen Erweiterung Dynasties of India, 42 Völker. In Age of Empires 4 gibt es erstmal acht. Die 42 Völker unterscheiden sich aber untereinander etwas weniger stark als bei Age of Empires 4. Die Hauptunterschiede in Age of Empires 2 sind die Boni, die Spezialeinheiten und der Zugriff auf den Technologiebaum (beispielsweise haben die Briten keinen Zugriff auf das für die Reiterei sehr wichtige Bloodlines-Upgrade). Das "Grundgerüst" ist jedoch dasselbe. Dadurch sind die Unterschiede der Völker für neue und noch nicht so erfahrene Spieler nicht so groß. Auf höherem Niveau wirken sich die Unterschiede dann jedoch kriegsentscheidend aus. So eignen sich manche Völker nur für bestimmte Maps wirklich oder sind der Hard-Counter gegen ein bestimmtes Volk. Um das wirklich ausspielen zu können, müsst ihr als Spieler jedoch auch einer Strategie folgen, die die Stärken des Volks wirklich zur Geltung kommen lässt. Otto-Normalspieler wird so tief gar nicht einsteigen. Die Völker bei Age of Empire 4 unterscheiden sich hingegen so stark, dass die massiven Unterschiede sofort auffallen. Das führt auch dazu, dass ihr, vergleichbar mit Star Craft 2, jedes Volk separat lernen müsst. Außerdem erfolgt der Aufstieg in ein neues Zeitalter jetzt nicht mehr per Klick auf ein Icon im Dorfzentrum. Ihr müsst stattdessen eines von zwei möglichen Monumenten bauen, die wiederum komplett unterschiedliche Vorteile bringen, so dass ihr innerhalb desselben Volkes sehr unterschiedliche Strategien fahren könnt. Erstmals gab es den Zeitalter-Aufstieg durch Monumente übrigens in Age of Empires 3 - Asian Dynasties. Das Balancing, gerade für den Multiplayer, wird durch die krassen Unterschiede natürlich erschwert und ist stets im Fluss, da Spieler auch immer wieder mit neuen Strategien aufwarten, beispielsweise zunächst vermeintlich völlig overpowerte Völker oder Strategien doch countern können.
 

Weitere wichtige Unterschiede zu AoE2

Eine beliebte Strategie in Age of Empires 2 war es, Gebäude als "Mauern" zu setzen und so Barrieren zu kreieren. Das geht in AoE4 nicht mehr. Ihr könnt Gebäude zwar auf benachbarte Tiles setzen. Für umherlaufende Einheiten bleibt dazwischen aber genug Platz. Dadurch wird das Spiel zunächst offener und letztlich auch etwas dynamischer. Um eurem Gegner "Du kommst hier net rein" zu signalisieren, müsst ihr jetzt zwingend Palisaden oder Mauern bauen. Und Mauern bieten euch jetzt erstmals die Möglichkeit, wie in Strongholds, Einheiten darauf zu positionieren. Der Aufgang erfolgt über Türme oder Tore. Erhöht stehende Einheiten haben eine erhöhte Sichtweite, machen aber keinen Bonusschaden. Auch der Bonusschaden aus AoE2 für die am Hügel aus erhöhter Position kämpfende Einheit wurde gestrichen. Es gibt ganze Strategien die sich damit befassen, mittels Mauern Stück für Stück immer größere Teile der Map zu kontrollieren. Sie sind allerdings auch anfällig gegen schweres Belagerungsgerät wie Bombarden.
Rammen und Belagerungstürme zimmern eure Infanteristen auf dem Schlachtfeld.


Im Singleplayer oder 1v1 konntet ihr Gold über dessen Abbau, das Einlagern von Reliquien und den Verkauf von Rohstoffen erhalten. Jetzt bringen euch Reliquien, die entsprechende Technologie vorausgesetzt, alle Ressourcen. Die neuen Heiligen Stätten, derer es normalerweise drei auf der Karte gibt, generieren auch Gold für euch, wenn ihr sie kontrolliert. Außerdem ist der Sieg euer, wenn ihr lange genug alle Heiligen Stätten haltet. Der Ressourcenverkauf für Gold ist weiterhin möglich. Außerdem gibt es neutrale Marktplätze, zu denen ihr jetzt von eurem Marktplatz aus Esel schicken könnt. Die kommen dann mit Gold beladen zurück. Das ging in AoE2 nur in Team-Games von Spielermarkt zu Spielermarkt mit Marktkarren. Dazu kommen noch diverse völkerspezifische Möglichkeiten für den Zusatzverdienst von Gold. Beispielsweise können englische Farmen Gold generieren, die Jagdhütten der Rus generieren Gold, wenn sie im Wald stehen oder der chinesische Steuereintreiber stattet zum Beispiel einheitenproduzierenden Gebäuden einen Besuch ab, denn dort wird für jede gebaute Einheit eine Steuer hinterlegt. Insgesamt gibt es jetzt viel mehr Möglichkeiten an Gold zu kommen. Die angenehme Konsequenz ist, dass ihr auch im Lategame, wenn auch etwas eingeschränkter als mit brummenden Minen, an Gold kommt. Das Lategame artet also nicht in einen "Trashwar" aus, also keine Schlacht, an der nur noch billig mit Nahrung und Holz herzustellende Einheiten beteiligt sind. Das ist aber in gewisser Weise auch nötig, denn andernfalls könntet ihr starke Fortifikationen kaum knacken. Auch wenn eure Infanterie, hier ist ein weiterer Unterschied, jetzt Rammen und Belagerungstürme im Feld zimmern kann.

Eine weitere Besonderheit hinsichtlich der Reliquien ist, dass ein Mönch sie jetzt bei sich tragen muss, um per ikonischem "Wololo" gegnerische Einheiten zu bekehren. Bekehrt werden dann aber nicht nur einzelne Einheiten, sondern alle Einheiten in einem gewissen Umkreis. Da sich so ein Mönch aber recht leicht snipen lässt und die Reliquien für die Ressourcengewinnung so wichtig sind, ist das "Wololo" in AoE4 weitestgehend verstummt.

Neu gestaltet wurden die Hotkeys. Die Hotkeys für den Gebäudebau verteilen sich standardmäßig weiterhin über "Kästen". Allerdings sprecht ihr jetzt nicht zivile oder militärische Gebäude mit dem ersten Tastendruck an, sondern ein Zeitalter. Mit dem zweiten Tastendruck wählt ihr dann das gewünschte Gebäude des Zeitalters.

Eine erhebliche Änderung gibt es bei der Nahrung: Das Fleisch von getöteten Tieren verrottet nicht mehr. Getötete Tiere bleiben einfach liegen, bis Dörfler die Ressourcen sukzessive wegtragen oder ein Scout, entsprechende Technologie vorausgesetzt, den Kadaver zum Beispiel zum Dorfzentrum oder einer Mühle schleppt. Ihr könnt also jetzt überall auf der Karte sogar mit Scouts jagen und die Kadaver dann transportieren. Die Rus bekommen für das Töten von Tieren sogar Gold. Das finde ich eine sehr angenehme Neuerung, da ihr beim Aufsammeln der Nahrung etwas weniger Micro benötigt und auch wenn ihr beim Schafe ausschlachten gestört werdet, die Konsequenzen nun zumindest einen Tick weniger gravierend sind. Die Schafe, einmal gefunden, bewegen sich übrigens nur noch sehr langsam über die Karte. Flott geht es hingegen, wenn sie, und das passiert automatisch, einem Scout folgen wie die Kinder dem Rattenfänger von Hameln. Ihr könnt sie dann bequem beim Dorfzentrum oder einer Mühle abliefern.

Sehr ungewohnt im Kampf waren zunächst die "Homing Missiles". Denn anders als in AoE2 treffen Pfeile immer. Ein Ausweichen ist nicht mehr möglich. Hier wurde AoE4 weniger micro-lastig. Überhaupt haben die Entwickler zahlreiche Designentscheidungen hinsichtlich der Microlastigkeit hinterfragt und insgesamt das Micro ein wenig reduziert. Umso erstaunlicher mutet es zunächst an, dass Scouts nicht mehr automatisch die Karte erkunden können. Dabei wurde das erst mit AoE2:DE eingeführt. Ich begrüße diese Entscheidung, da die Bedeutung des Scouts deutlich zugenommen hat. Er entdeckt die wichtige Nahrung, sammelt die Schafe ein und geleitet sie zum Zielort, entdeckt Heilige Stätten und die wichtigen Reliquien. Und die paar Klicks für mittels "Shift" aneinandergereihte Befehle sollte jeder hinkriegen.

Schließlich gibt es auch eine Änderung hinsichtlich der Gold- und Stein-Spots. Ein Gold-Spot spawnt jetzt nicht mehr auf einzelnen Tiles, zwischen denen es auch mal eine Lücke gibt, sondern Steine und Gold werden quadratisch, praktisch gut auf der Karte platziert. Das reduziert die Micro-Anforderungen an das Placement der Mine.

Ihr seht anhand dieser, sicher nicht vollständigen, Beschreibung und Einschätzung von zahlreichen spielmechanischen Änderungen, dass sich Age of Empires 4, auch wenn es die etablierte und populäre Grundstruktur von Age of Empires 2 übernommen hat, im Kleinen wie im Großen spürbar anders spielt. Teils sind die Entscheidungen auch mutig. Und das ist gut so. Denn mit Age of Empires 2, Age of Empires 2 HD und Age of Empires 2: Definitive Edition, für die es auch immer wieder neue Erweiterungen gibt, gibt es ja ein sehr gutes, über die Jahre evolutioniertes, Spiel. Es wäre Quatsch gewesen, eine Kopie zu programmieren. Und ich finde, Relic Entertainment hat an vielen spannenden und richtigen Stellschrauben gedreht um ein anderes, gutes und doch auch traditionsreiches Spielerlebnis zu bieten. Dass das gelungen ist, zeigt meiner Meinung nicht nur, dass erfahrene Amateure wie ich, Vollzeit-Caster/Spieler wie Nili und AoE2-Profis wie TheViper AoE4 gerne spielen. Sondern auch der Zufluss an neuen Spielern, die oft auch aus anderen Szenen kommen. Beispielsweise der SC2-Profi Beastyqt oder der populäre AoE3-Content-Creator Aussie_Drongo.

Welche Unterschiede sind euch besonders aufgefallen?
Anzeige
AoE4 setzt auf hochwertig produzierte Kampagnenvideos und freischaltbare Dokus.

 
Maestro84 19 Megatalent - - 16045 - 22. Mai 2022 - 11:27 #

Ich mochte die Reihe natürlich früher, sogar den dritten Teil und AoM, aber beim vierten Teil habe ich doch bemerkt, dass ich seit langer Zeit aus dem Genre raus bin.

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 22. Mai 2022 - 15:43 #

Dann könnte AoE4 durchaus was für dich sein, weil es sich recht klassisch spielt, vor allem die Kampagne. Dazu ist die Spielgeschwindigkeit allgemein niedriger als z.b. bei StarCraft oder auch AoM. Und dazu kannst du es im GamePass einfach und kostengünstig (ab 1€ für den Probiermonat) ausprobieren.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 22. Mai 2022 - 22:42 #

Dem möchte ich mich anschließen. AoE4 schafft es, sowohl für klassische Spieler als auch AoE4 Pros interessant zu sein.

Empfehlen möchte ich auch AoE2 DE und die neuen DLC (siehe auch meine Checks/Artikel). Falls du generell noch Lust auf das Spielgefühl hast und dem Genre nicht total entwachsen bist, ist das top.

Jac 19 Megatalent - P - 14462 - 22. Mai 2022 - 12:17 #

Ich grübel immer wieder, ob ich in AoE wieder einsteige. Bei mir war AoE 2 mein absolutes Highlight, danach bin ich ausgestiegen und habe mich anderen Genres gewidmet. Sehr schöner User-Artikel, der mich erneut ins Grübeln bringt :)

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 22. Mai 2022 - 22:46 #

Für mich ist AoE2 auch das absolute Highlight als RTS. AoE 4 ist vom "Feeling" sehr ähnlich, macht spielmechanisch aber einiges anders, daher wäre es (zB km Probe Game Pass) denke ich auf jeden Fall einen Blick für dich wert. Mein Artikel ist jetzt ei ige Zeit nach Release, weil ich selbst ausgiebig spielen wollte und ein bisschen auf Ranked auch gehofft hatte, was ja jetzt kam. Denke, ein Artikel mit etwas Abstand zu den Release-Tests und dafür einige der Updates abdeckend ist interessanter.

Langer Rede, kurzer Sinn: Give it a shot :)

Und natürlich vielen Dank!

ds1979 18 Doppel-Voter - - 9641 - 22. Mai 2022 - 12:41 #

Schöner Artikel. Vielleicht hole ich es im Herbst nach wer weiß.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 22. Mai 2022 - 22:47 #

Vielen Dank :) Wenn duim Herbst Lust auf eine Runde MP hast, sag Bescheid :)

Markus K. 14 Komm-Experte - 1948 - 22. Mai 2022 - 12:43 #

AoE4 ist (inzwischen, d.h. nach den bisherigen Patches) gut, wenn man Lust auf Multiplayer hat. Leider ist es nicht sehr gut, denn m.E. hat SC2 in zwei entscheidenden Punkten nach wie vor die Nase vorn: Erstens die Steuerung, die sich bei SC2 viel direkter anfühlt, vor allem beim Scrollen und beim Einheiten-Micro über die Portraits. Und zweitens bei den angebotenen Modi und Möglichkeiten dank des mächtigen Editors.

Immerhin hat AoE4 inzwischen eine Ladder. Aber es muss noch viel nachgebessert werden. Kann man eigentlich inzwischen die Steuerung frei konfigurieren und gibt es Kamera-Hotkeys? Dass sowas nicht dabei ist (oder dabei war, falls es das inzwischen gibt), ist in einem RTS ein No-Go.

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 22. Mai 2022 - 15:46 #

Ich glaube, kein anderes RTS hat eine so direkte Steuerung wie SC2. Aber die braucht es auch, so anspruchsvoll wie das Micro ist. Da AoE4 diesen Aspekt bewusst reduziert, ist auch die Steuerung nicht so direkt.
Den Editor gibt es erst seit einigen Wochen, da muss man abwarten, was sich da noch tut. Es gibt schon einiges, bisher vor allem die üblichen verdächtigen.
Bei der Konfiguration hat sich auch einiges getan, du kannst jetzt mehr Tasten neu belegen wie vorher. Wobei sich mir da auch die Frage stellt, warum das nicht von Anfang an ging. Was du mit Kamera-Hotkeys meist musst du genauer erklären, das verstehe ich gerade nicht.

Markus K. 14 Komm-Experte - 1948 - 22. Mai 2022 - 19:48 #

"Da AoE4 diesen Aspekt bewusst reduziert, ist auch die Steuerung nicht so direkt."

Das macht jetzt aber keinen Sinn. :) Warum nicht grundsätzlich eine Steuerung implementieren, die so präzise wie möglich ist?

"Den Editor gibt es erst seit einigen Wochen, da muss man abwarten, was sich da noch tut."

Der SC2-Editor ist auch deshalb so gut, weil er über eine geniale Skriptsprache verfügt. Maps kannst du in der Regel immer basteln, aber kann man auch eine wirklich individuelle Anpassung vornehmen? Man erinnere sich noch an eine Mod für SC2, die quasi ein RPG wie WarCraft war... inhaltlich interessiert mich so eine RPG-Mod nicht die Bohne, aber das zeigt, wie mächtig die Tools sind.

"Was du mit Kamera-Hotkeys meist musst du genauer erklären, das verstehe ich gerade nicht."

Kamera-Hotkeys sind Keys/Keykombinationen, mit denen du die Kamera auf einen bestimmten Bildausschnitt fokussieren kannst. In SC2 lege ich die standardmäßig mit Strg + F1, F2... auf Bereiche, die besonders im Fokus sind, z.B. die Natural, bestimmte Wegstrecken zwischen eigener und Gegner-Base, Bereiche, über die üblicherweise Drops reinfliegen etc. Super hilfreich, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 22. Mai 2022 - 23:12 #

Kamera: Du kannst auf jeden Fall zu bestimmten Gebäuden springen, sie "durchspringen", zum letzten Ereignis.

Das mit den Bildabschnitten geht auch, kann es aber gerade nicht testen. Wurde vor ca. einem Monat, im Rahmen der Hotkey Updates meine ich, reingepatched.

Siehe https://www.reddit.com/r/aoe4/comments/u6ei4d/are_there_camera_hotkeys_in_aoe_4_like_there_is/

Markus K. 14 Komm-Experte - 1948 - 22. Mai 2022 - 23:54 #

"Das mit den Bildabschnitten geht auch, kann es aber gerade nicht testen. Wurde vor ca. einem Monat, im Rahmen der Hotkey Updates meine ich, reingepatched."

Wenn das wirklich reingekommen ist, ist das definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Danke für die Info!

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 23. Mai 2022 - 14:53 #

Sehr gerne :)

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 23. Mai 2022 - 18:16 #

Ich meinte damit eher: da das Spiel nicht so sehr auf Micro setzt braucht es nicht so dringend eine so direkte Steuerung. Aber im Zweifelsfall würde ich sie natürlich nehmen, finde sie aktuell aber bei weitem nicht unbenutztbar.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 22. Mai 2022 - 23:04 #

Gut ist ja schonmal gut :) Generell ist der Vergleich mit einem sehr ausgereiften Spiel wie SC1, SC2 etwas schwer. Ich sehe das an SD2. Das spiele ich seit einiger Zeit kompetitiv und bin da ziemlich up to date. Das hat jetzt, 2 (?) Jahre nach Release eine extrem gute Meta. Sowas dauert. Ok, deine Punkte waren nicht die Meta, die hätte ich zu einem Punkt gemacht.

Mein SC2 ist schon etwas her, daher fällt mir der Vergleich ad hoc etwas schwer. Das mit dem direkter kann ich nicht beurteilen. Was genau ist das Problem mit dem Scrollen?
Bei den Portraits meinst du vermutlich, dass du bei SC2 (oder war das nur in 1?) 12 Einheiten in einer Gruppe haben kannst und "unten Mitte" 12 Portraits hast und die einzeln auswählen kannst? Das gibt es weiterhin nicht. Gab es in AoE auch noch nie und ist imho spielmechanisch auch nicht nötig. Eine einzelne Unit würde man eigentlich nie einzeln Befehlen (außer der Monknmit relic, den man aber nie sieht). Was du dafür hast, sind Portraits der Einheitentypen. Also wenn in deiner Gruppe verschiesene Einheitentypen (zB Knights, Men at Arms und Archer) sind, kannst du jeden Typ über Portrait anwählen.

Editor und Modsupport sind frisch am Start. Es kam zB Nomad. Ist total easy einzubinden. Wie groß die Moddimg-Community wird, bleibt aber natürlich abzuwarten. Mächtig scheinen die Möglichkeiten zu sein.

Steuerung: Zu den Hotkeys gab es ein Update, dass die Möglichkeiten stark erweitert hat (habe gerade keinen Zugriff auf meinen PC und spiele derzeit Standard, kann also keine Details nennen). Scrollen geht, neben der Maus, über Pfeiltasten oder ALT+WASD. Ob das jetzt auch anders geht, kann ich leider gerade nicht nachgucken :(

Da du von SC2 kommst, empfehle ich dir BeastyQT. Ist ein SC2 Pro der jetzt AoE4 spielt und da zu den ich sage mal locker Top 5, eher Top 1, gehört. Er hat auch ein Video zu Hotkeys gemacht! https://youtu.be/0UF0Az8r0i0

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 22. Mai 2022 - 15:51 #

Eine schöne Zusammenfassung, was AoE4 ist und wie es sich entwickelt hat. Vielleicht mit bisschen zu vielen Fachbegriffen - für mich kein Problem, aber hier hats weniger RTS- und AoE-Experten ;)

Ich spiele kaum noch, hab die Kampagnen schon letztes Jahr innerhalb von zwei Wochen durchgespielt, aber weil ich von denen nicht so begeistert war, war schnell die Luft raus. Auch das Relic so lange braucht für Nachbesserungen hilft nicht wirklich. Selbst das Feedback aus der Beta von letztem August kam erst im Patch im November (!!!) ins Spiel - und so geht es gerade weiter. Zum Release rauskam wirkte bei genauerem Hinsehen wie eine Rumpf-Version: alles notwendige war da, aber auch nicht mehr. Komfortfunktionen, wie sie in den Definitive-Editions mittlerweile Standard sind, fehlten unerklärlicherweise. Andere Features, gerade im Multiplayer wie die Ladder und Mod-Support, fehlten monatelang. Dadurch ist der große Hype zum Release recht schnell verpufft.

Ich hoffe mal, dass es das nicht für das Spiel war und Relic und Microsoft auf der XBox/Bethesda-Showcase einen DLC ankündigen. Der muss aber schon ein richtig gutes Paket sein und alle Spielertypen ansprechen, sprich das muss mindestens ein neues Volk dabei sein (besser zwei), neue Kampagnen, Maps, Modi, etc. Andererseits sehe ich nicht, wie sie die wirklich extremen Einbruch der Spielerzahlen noch stoppen und das Ruder herumreißen können. Was wirklich schade wäre, eben weil es im Kern eigentlich richtig gutes Spiel ist mit einem durchdachten, stimmigen Konzept.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 23. Mai 2022 - 10:03 #

Vielen Dank!

Das mit den Fachbegriffen hatte ich überlegt, nach einem Hinweis (danke!) unter dem Entwurf auch nochmal überlegt und nachgeschaut. Was ich geändert hatte ist, dass die Nahrung verrotted (statt decayed :D), aber die anseren Sachen sind, wie du auch sagst, Fachbegriffe, die so auch im deutschsprschigen Raum genutzt werden. Mittlerweile kann quasi jeder mit Begriffen wie RPG, fps oder gameplay was anfangen. Habe mich dann entschieden, nicht einen auf Computer Bild Spiele zu machen und die Fachbegriffe so stehen zu lassen. In Klammern hätte ich die theoretisch (CBS) erläutern können. Wäre das besser? Wenn gewünscht, mache ich das noch. So würden auch "Neulinge" die Begriffe lernen können :D Oder einen eSport Glossar verlinken?

Die Kampagnen sind denke ich etwas Geschmackssache. Ich fand sie, alleine wegen der Videos, super. Insgesamt kamen die Kampagnen wohl sehr gut an. In der Gamestar wurden sie im Podcast total zerrissen. Das war mutig (sagten sie selbst), weil das Spiel noch nicht draußen war. In einem späteren Podcast wurde dann gesagt, dass man mit der Einschätzung wohl total daneben lag, was die Spielermasse angeht, denn laut GS sind die Kampagnen bei der Mehrheit der Spieler sehr gut angekommen. Also vor allem auch die Art der Erzählung. Stört dich denn eher, dass man Geschichte nachspielt (statt das Leben von xy) oder fandest du sie spielmechanisch nicht gut genug? Iron Harvest hat ja zB toll inszenierte Kampagnen (die DLC Kampagne ist auch inhaltlich top), Spiel ist spielmechanisch sehr solide (bisschen zu grindig, KI zu passiv usw), aber hat den ganz großen Wurf nicht geschafft.

Bei Release habe imho einige Basics gefehlt. Vor allem sowas wie world queue und random civ. Sachen, die zumindest aus Laiensicht kein Hexenwerk sind. Sowas wie mapeditor und ranked kamen imho zu spät. Autoscout könnte mit Absicht nicht drin sein, weil das jetzt noch viel wichtiger ist. Bleibt abzuwarten. Alleine wegen der Sheep würde ich jedem das shift linksclick scouten zumuten wollen.

Der Anfangshype ist weg und das Momentum konnte, imho gerade durch fehlenden Modsupport und Mapeditor, nicht hoch genug gehalten werden. Die Basis ist aber denke ich sehr solide, investiert wird auch, Leute sind weiterhin Vollzeitcontentcreator und/oder Spieler, die Szene wurde durch die aus der SC2 Szene kommenden Spieler gut aufgemischt. Wichtig wird imho sein, das Balancig hinzubekommmen. Da sind sie dran, sowas dauert. Bei manchen Basics, jetzt ist davon aber fast alles da, dürfte es gerne schneller gehen. Bei Balancingsachen finde ich abwarten und erstmal gucken und mit den Pro Spielern beraten aber besser. Da gibt es ein sehr informatives Video von beastyqt von vor paar Wochen. Ging um irgendeine angebliche OP Strategie die dringend generft werden muss. Wwr ein reddit post des "Opfers". Auf den Zug sprangen auch viele auf. Das coole: Der hat auch sein replay veröffentlicht. Das replay hat beastyqt dann analysiert und es stellte sich raus, dass die angebliche op Strategie gar nicht so OP war und der Beschwerdeführer einfach schlecht gespielt hat. Darum muss man imho bei Balancing Uodates imho auch immer genug Zeit geben, damit ggf neue Strategien entwickelt werden können. Wenn nix passiert, kann man buffen/nerfen/indirekt buffen/indirekt nerfen.

Da sogar AoE 3 noch mit DLC versorgt wird kann ich mir ein Fallenlassen von AoE4 nicht vorstellen. Dazu ist die community noch zu healthy und wird es denke ich auch bleiben.

Bei kündtigem Content würde ich mir auch eine Kampagne wünschen, gerne auch zu einem bestehenden Volk. Als DLC würde imho qus Balancinggründen aber ein neues Volk auf einmal reichen (ggf. mit Kampagne). Es ist aber denke ich auch gut, das sie erstmal den eigentlich zu erwartenden content nachreichen. Wäre gleich ein DLC gekommen, hätte es einen Shitstorm gegeben.

Steqmspy peak gestern über 9000 (ohne Game Pass). AoE2 DE über 21k. Beides imho sehr gute Zahlen, AoE2 ist halt auch explodiert. AoE2 ist denke ich im Singleplayer auch der Dauerbrenner, da spielt man Wochen, Monate an den Kampagnrn. Gab auch getade einen DLC. Iron Harvest zB mit nur knapp 300.

Rowert 13 Koop-Gamer - P - 1751 - 23. Mai 2022 - 14:26 #

Guter Artikel! Ja gerne Fachbegriffe in Klammern kurz erläutern (oder in einem kleinen Infokasten).

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 23. Mai 2022 - 14:54 #

Vielen Dank :)

Danke auch für das spezifische Feedback, baue ich noch ein :) Ist halt eine Gratwanderung.

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 23. Mai 2022 - 18:18 #

Bei den Kampagnen habe ich den Eindruck, dass die Community da ca 50/50 gespalten ist - die einen finden den Ansatz als Historien Doku super, die anderen nicht. Ist beim Spielestern nicht anders, Maurice mochte das nicht, Fabiano schon. Ist wirklich Geschmackssache.
Mir war das halt alles zur Dröge inszeniert. Es gibt keine Dialoge, alles wird von einer Sprecherin (sehr gut) vertont. Und dann erklärt sie oft nur, was eh gerade auf dem Bildschirm passiert. Das brauche ich jetzt nicht wirklich.
Ein Problem in dieser Art ist für mich, wie sie schon die Kampagnen aufgezogen haben: In AoE2 dreht sich jede Kampagne um eine Person. Das schränkt schonmal den Zeitraum ein (Menschen lebten im Mittelalter nicht so lange...) und macht sie viel greifbarer, weil es um einen Person geht. Ein Konflikt wie die Normannenkriege oder der 100 Jährige Krieg, die sich über Generationen hinziehen, sind da wesentlich abstrakter. Gerade bei ersten, wo man jede Missionen für und gegen andere Herrscher spielt, die dazu auch kaum zur Geltung kommen und nur als Portraits gezeigt werden, da fühle ich nichts - sie sind mir schlicht egal. Oder Johanna von Orleans: groß beworben, hat sie gerade mal zwei Missionen und ist eigentlich nur ein stärkerer Ritter. Kein Vergleich zur Kampagne in AoE2, wie man nicht nur ihren Weg nachspielt, sondern auch ihre Gefährten viel besser kennenlernt. Allein wenn in der ersten Mission Jean de Metz und Bertrand de Poulengy zu ihr reiten, sich vorstellen - da bin ich gleich viel mehr Involviert, wie wenn mir der Stammbaum zwischen den Missionen vorgelesen wird.
Das Missiondesign hat darunter aus meiner Sicht auch etwas gelitten. Da sie sich sehr streng an die historischen Gegebenheiten halten mussten, ging imho viel Freiheit für interessante Missionen verloren. Sie spielen sie häufig so gleichförmig. Auch hier wieder die ersten beiden, mit den Mongolen und Moskau kommt mehr Abwechslung rein - aber ich denke, für einige war das schon zu spät. Und den Grad an Abwechslung, den ein WarCraft 3 oder StarCraft 2 boten mit zudem viel dynamischeren Missionen (wie oft kommt es vor, dass sich die Ziele während der Mission ändern? Kaum oder gar nicht?). Manchmal haben sie mich eher an die aus Age of Empires 1 erinnert, und die sind schon sehr statisch.

Allgemein finde ich Age of Empires 4 zwar sein sehr gutes Spiel, aber die Extraportion Liebe fehlt mir irgendwie. Alles ist soweit da und Funktioniert, aber so kleine Details fehlen mir: wenn du z.b. Skirimish gegen die KI spielst, heißen alle Gegner "Easy" oder "Intermediate". In allen anderen Age-of-Empires-Spielen heißen sie so, wie berühmte Anführer der Nationen: Ich spielen gegen Friedrich den Ersten, Montezuma oder Kublai Kahn. Seit AoE2 chatten sie mit mir, in AoE3 sogar relativ ausgiebig mit etwas Persönlichkeit.
Auch aktuell dass die KI in Royal Rumble völlig unbrauchbar ist, weil sie offenkundig nicht weiß, was der König macht und ihn wie eine normale Militäreinheit behandelt - und die Partie verliert, weil sie ihn direkt in die gegnerische Basis schickt (wo er da mehr aus versehen getötet wird, weil die Gegner um seine einzigartige Bedeutung auch nichts wissen). Nicht dass irgendwas davon wirklich notwendig wäre, aber es hat dem Spiel immer einen ganz besonderen Touch verliehen, den ich an Age of Empires immer schätzte - und hier fehlt er.
Ich vermute ja, dass sie lange brauchten, um ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, und dann mussten sie irgendwann raus. Das Spiel war immerhin über 4 Jahre Entwicklung, und es sollte kein Duke Nukem Forever werden, es musste irgendwann raus.

btw. was ich noch ausführlicher davon halte, kannst du in meinem Blog nachlesen, der könnte auch ein paar Klicks vertragen ;) : https://www.sok4r.de/v5/review-age-of-empires-4/

Balance ist natürlich immer so eine Sache, wobei ich auch eher ein Freund davon bin, nicht direkt alles in Grund und Boden zu nerfen, nur weil einer großer rum heult. Aber ihre Reaktionszeit ist schon sehr langsam, gerade auf krasse Sachen wie Rutten oder die Mongolen-Tower-Rushes. Immerhin erklären sie jetzt besser, was sie sich bei den Änderungen denken: ich erinnere mich noch an eine Änderung in einem der ersten Patches an den Horsemen, die niemand so recht verstand - aber eher für Low-Elo-4v4s gedacht war, was viele Spieler nicht so auf dem Radar haben, die sich eher auf die Top-Spieler und Turniere konzentrieren.

Ich finde die Zahle schon erschreckend für AoE4. Klar kann es die vom Release nicht halten, das hat auch niemand erwartet. Aber nur ein drittel Spieler von AoE2? Das finde ich schon sehr dürftig. Und einige einflussreiche Spieler wie Hera oder Honor von Bonjwa haben bereits wieder aufgehört, weil es ihnen keinen Spaß machte. Ist natürlich die Frage, was Microsoft erwartet hatte. Ganz aufgeben werden sie AoE4 nicht, aber sie haben schon einiges verspielt, was sich nicht wieder komplett aufholen lässt. Vor allem: ich fand das unnötig, gerade weil die Basis so gut war (wo sich auch die meisten Spieler einig waren).

Bei neuen Kampagne würde ich auf was mit Wasser-Fokus hoffen, weil Schiffe & Co komplett fehlen. Wohl noch ein Relikt aus der Zeit, als AoE4 gar keine Schiffe haben sollte, weil Wasser-Maps so vergleichsweise wenig gespielt werden. Ich bin jetzt auch nicht der größte Fan davon, aber irgendwie gehören sie doch dazu.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 23. Mai 2022 - 19:11 #

Kurz vorab zu den Kampagnen: Das ist ganz grundsätzlich denke ich Geschmackssache und kommt vielleicht auch auf den Einzelfall an. Ich möchte da auch nicht bekehren, sondern nur meine Sicht darlegen.

Dass ein großer Fokus auf Inszenierung und Story und Charaktere einem RTS nicht zwingend zum Durchbruch verhilft, hat das (insgesamt sehr gute) Iron Harvest imho gezeigt. Da konnte man sogar einstellen, dass jede Figur passend spricht, richtig cool. Mechanisch ist es auch auf gutem Niveau.

Zu den Charakteren: Es gibt sogar in AoE2 Kampagnen, die mehrere Figuren beinhalten und historische Bögen, die sogar kampagnenübergreifend sind (Dawn of the Dukes, sehr starker DLC). Wobei auch die AoE2 Kampagnen immer mal als dröge inszeniert kritisiert werden (vorgelesene Texttafeln, keine Cutscenes usw.; da sind die krassen Kamerafahrten, Schauspieler und Animationen imho doch nicht dröge, auch nicht im Vergleich).

Ganz generell muss ich natürlich sagen, dass ich überhaupt kein Fan von superstarken Heldeneinheiten (wie bei den aktuelleren Blizzardspielen) bin und das schlecht finde oder bestenfalls ok (Total War Warhammer, weil da passt es irgendwie, finde aber Medieval 2: Total War auch besser als Warhammer, u.a. deshalb). Ich bin hingegen ein riesiger Fan von Dokus

Tendenziell würde ich die Meinung nicht bei 50/50 sehen, eher bei 70/30 oder 80/20. Zum einen, weil man sich eher meldet, wenn man sich beschwert. Und nach dem ersten "Kulturschock" ist die Kritik, als die Leute dann spielten, gefühlt abgeflacht. Aber auch das Feedback, dass die Gamestar bekam, war (laut Gamestar) so, dass die klare Mehrheit (also weit weg von 50/50) die Kampagnen gut findet. Ich kann das aber natürlich selbst nicht mit Zahlen belegen.

Ich finde es auch gut, dass bei AoE4 das Volk im Vordergrund steht. So können echte Highlights innerhalb eines bestimmten Zeitraums in der Kampagne behandelt werden, auch größere Sprünge. Einen ganz krassen Bezug zu einzelnen Personen brauche ich da nicht, es geht ums Volk. Zu dem kriege ich einen sehr guten Bezug. Erst recht, wenn man noch die Zusatzdokus schaut. Mit dem Fokus auf einzelne, historische Figuren wäre das Abbilden dieser Zeitspannen nicht möglich gewesen. Und es ist ja irgendwo auch ein Age of Empires und kein Age of VIPs, darum finde ich den Schritt mutig und gut. Und es kommt hinzu, dass diese individuelleren Stories ja weiterhin in AoE2 DE geschrieben werden. Würde AoE4 das gleiche machen, würden sie sich selbst Konkurrenz machen. Auch unter dem Aspekt finde ich es gut. Und letztlich sind die verschiedenen Zeitalter so auch glaubwürdiger in einer Kampagne unterzubringen.

Die Ziele in den AoE4 Kampagnen ändern sich schon immer mal oder sie werden in mehreren Stufen vorgegeben. Das passiert schon ziemlich oft, aus der Hüfte geschossen mehr als die Hälfte der Missionen hat ein erstes Missionsziel, das nicht das letzte Missionsziel ist. Dazu kommen immer wieder optionale Missionsziele. So krass verzweigt wie in den aktuellen AoE2 DE Erweiterungen ist es aber meistens nicht. Aber: Egal welchen Ansatz die Kampagne hat, letztlich bin ich als Spieler bei diesen Spielen auf einer Schiene. Ob ich jetzt die echte Geschichte nachspiele oder die von Blizzard erfundene, finde den Unterschied nicht so groß. ECHTE Dynamik haben nur die wenigsten RTS. Ich denke z.B. an Rise of Nations, CoH2 - Ardennes Assault oder die Army General Kampagnen von SD2 (kein Basisbau) oder auch ein Dark Omen (kein Basisbau). Zumindest eine spielmechanische Dynamik.

Ich würde auch nicht sagen, sie "mussten" sich an die Historie halten und waren dadurch eingeschränkt, sondern sie haben sich "zum Glück" an die Historie gehalten und dadurch einen, wissensvermittelnd gesehen, echten Mehrwert geschaffen.

Ich würde nicht sagen, AoE4 fehlt es an Liebe im Detail. Ich würde eher sagen, an manchen Stellen könnte es etwas mehr Liebe vertragen, an anderen hat es neue Maßstäbe der Liebe gesetzt. Alleine schon die Vertonung der Einheit ist imho next level. Mehr Liebe geht kaum.

Dass die Skirmish KI in AoE2 DE umbenannt wird (ich tippe, im Spiel, nicht bei der Schwierigkeitsgradauswahl?) ist mir irgendwie gar nicht bewusst aufgefallen :D Daher fehlt es mir auch nicht. Ich muss mal drauf achten. Das wäre was, was kommen könnte. Andererseits ist es ja vielleicht auch gut zu wissen, welchen Grad eine KI hat, wenn man unterschiedliche einstellt.

Royal Rumble ist das neue Regicide, oder? Das habe ich noch nicht gespielt. Kam glaube ich als Modsupport? (evtl. sogar offizielle Mod). Glaube, da wurde schlicht (bislang?) keine KI für programmiert dann. Kenne den Game Mode (also auch Regicide) aber auch nur aus dem MP.

Ich denke auch, dass sie schlicht rauskommen mussten. Alles was kam, funktionierte auch (Balancing eher geht so, den Hinweis mit den Rutten gab es glaube ich schon von dem Profitesterteam). Aber es fehlte halt einiges. Selbst so Kleinigkeiten wie "Random Civ" wo man denkt, das dauert nicht lange zu implementieren. Danke für den Link zu deinem Test, werde ich lesen!!!

REST FOLGT WIR MÜSSEN ERSTMAL ESSEN

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 24. Mai 2022 - 9:07 #

Im ersten Punkt würde ich voll zustimmen, es ist Geschmackssache. Und meinen hat es nicht getroffen. Wobei ich gerade keinen Vergleich zu AoE2 ziehen kann, die Kampagnen habe ich vor min. 15 Jahren das letzte mal gespielt und bisher auch keinen der DLCs wirklich ausführlich (ist mein Projekt für die zweite Jahreshälfte).
Was ich aber zuletzt gespielt hatte waren Age of Empires 3 (wegen DE) und Age of Mythology (für meinen Artikel). Und gerade bei den ersten beiden Kampagnen in AoE4 habe ich oft daran gedacht, dass ich eigentlich mehr Bock hatte, AoM weiter zu spielen (hab nur bis zur Belagerung von Troja gespielt, um wieder ein Gefühl für das Spiel zu bekommen), weil es mich so viel besser mitgenommen hat. Das lag für mich vor allem an den Charakteren und der bessere Inszenierung. Die sind deutlich greifbarer als etwas relativ abstraktes wie ein ganzes Volk, Stadt oder größerer Zeitraum. Die Figuren in AoE4 waren mir dagegen herzlich egal. Es müssen keine Helden-Einheiten ala WarCraft 3 sein (was ich auch schätze, aber das passt da besser dazu), aber so ein Funken Persönlichkeit darf es schon sein. Und ein Charakter, der komplett stumm bleibt, hat das für mich nicht. Nur so am Rande: ich kann auch stille Protagonisten nicht leiden, aus dem selben Grund. Ich weiß sie sollen eine Projektionsfläche für mich sein, aber bei mir funktioniert das überhaupt nicht.

Spiel vielleicht mal AoM (ich hoffe ja auf eine DE dazu dieses Jahr, würde ins Schema passen, gibt aber genau gar nichts bisher dazu) und AoE3. Beide nehmen es mit der Geschichte nicht so genau, bringen mehr eigenes dazu und stellen ihre Fiktionalen Charaktere in den Mittelpunkt, unterstützt von historisch verbürgten. Gerade in AoM hat das für mich sehr gut funktioniert, AoE3 nicht ganz so gut. Wurde aber auch mit den Addons besser.

Ich brauch auch ehrlichgesagt keine Doku in einem Spiel. Mir gehts primär um Unterhaltung, wenn ich noch was lernen, reicht es, wenn das nebenher geht. Ist ja kein Serious Game. Die Filme waren zwar gut gemacht, aber passten teilweise nicht zur Mission. Und das sie die meisten optional gehalten haben (man konnte sie auch komplett ignorieren) finde ich prinzipiell auch gut, muss es ja nicht aufzwingen.

AoE4 war auch schon letzten Herbst, da kann die Erinnerung daran schon ein wenig verblasst sein, was aber auch kein gutes Zeichen ist, dass sie mir kaum im Gedächtnis geblieben sind. Aber ich fand die Missionen wenig dynamisch. Damit meine ich nicht nur Ziel 1,2,3 linear nacheinander abarbeiten, sondern dass sich die Rahmenbedingungen ändern und man sich umstellen muss. Weil es eben nicht so läuft wie gedacht. Ich kann mich jetzt an wenig Missionen erinnern, wo es sowas gab (die Belagerung der chinesischen Doppelstadt, das war aber auch mit gutem Abstand die besten drei Missionen in der Kampagne). Sie waren stattdessen alle relativ linear und vorhersehbar.

Royal Rumble kam als Mod rein, wie so gut wie alles neue seit dem Update mit Mod-Support (was ich erstmal suchen musste, weil das irgendwie nicht so ersichtlich war). Die KI in AoE2 ist jetzt auch nicht so toll, aber sie weiß zumindest, dass der König wichtig ist und quartiert ihn direkt in die Burg ein - aber die in AoE4 schafft nicht mal das, was ich schon arg schwach finde. Zumal es auch ein ziemlich beliebter Modus ist, auch für Einzelspieler. Und für die ist der aktuell komplett unbrauchbar.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 25. Mai 2022 - 10:18 #

Du kannst dich auf die 2. Jahreshälfte freuen! Ich habe ja das Projekt, alle AoE2 DE Kampagnen zu LPen und auch durchzuspielen. Die neuen DLC habe ich durchgespielt und auch ältere Kampagnen (damals bzw heute). Die neuen DLC Kampagnen sind wirklich extrem gut. Habe zu denen auch was geschrieben (glaube Check und UA).

AoE3 habe ich damals recht weit gespielt, DE spiele ich auf jeden Fall durch
AoM hatte ich mehrmals probiert, aber das doch etwas ahistorische und so hat mich mehr abgeturnt als angezogen. Ich glaube, wir haben da schlicht andere Vorlieben. Ich finde es gerade geil, in AoE4 eine Nation zu lenken, mit der Persönlichkeit der Figuren etwas im Hintergrund. Im RTS und RTT Bereich ist das glaube ich einfach etwas mehr mein Ding. AoE2 finde ich einen guten Kompromiss. Und AoE3 und AoM sind dann denke ich etwas knszenatorischer. Damit werden imho auch alle Geschmacksrichtungen git abgedeckt, das finde ich gut. In AoE4 waren mir die Figuren auch nicht so wichtif, dafür konnte ich mich sehr gut in die Geschichte des Volkes versetzen. Das ist aber auch nicht für jeden die beste Option, das sehe ich schon auch. Gilt umgekehrt natürlich auch. Vielleicht wird es ja mal auch "Storykampagnen" um einzelne Figuren geben, oder mehrteilige Szenarien, wenn es sich anbietet. Schade fände ich es aber, wenn das aktuelle Konzept gar nicht fortgesetzt würde. In AoE4 haben mich die stillen Protagonisten nicht gestört, weil für mich das Empire der Protagonist war und ich halt auf Dokus und entsprechend auch "Dokus zum mitspielen" stehe. In Zelda finde ich die stummen Figuren total bescheiden. Schlimmer als stumm sind nur deren Geräusche.

AoE3 DE werde ich auf jeden Fall spielen (letztens gekauft) und wenn die AoM DE kommt spiele ich die auch durch und bilde mir dann ein finales Urteil.

Also die Ziele waren jetzt wenn dann meist eher ein abarbeiten, wobei du die Folgeziele nicht kanntest. Oder aber du warst erst ohne Basis in der Offensive, dann musstest du verteidigen und Basis bauen, dann wieder angreifen. Schon cool. Dazu halt immer mal optiknale Ziele. Irgendwelche totalen Überraschungen gab es denke ich nicht. Was komplett Unerwartetes ist aber denke ich auch in AoE2 nicht passiert.

Mods hatte ich sofort gefunden, aber glaube in der Mittagspause auch ein Patchvideo geschaut. Meine VERMUTUNG zu Royal Rumble ist, dass es zwar durch Mod spielbar ist, für diesen Spielmodus aber keine KI programmiert wurde. Entsprechend ist er im SP (derzeit qber vllt irgendwann?) nicht nutzbar. Das zählt denke ich zu den vielen, zum Glück nur noch kleineren, Nervpunkten. Mein Nervhighlight waren ja die Kontrollgruppen ;) Gleichzeitig ist aber vieles auch so durchdacht, zB nach Videos erstmal noch auf Start klicken oder dass man im quickplay/ranked sieht, welche Karte es wird und man sein Volk entaprechend wählen kann. Das ist alles eine Frage des Faktors Zeit. Ich denke, so wie Halo (keine Koop Kampagne zum Release) ist es schlicht wegen des Jubiläums 3 Monate zu früh rausgekommen, um so Ärgerlichkeiten zu vermeiden.

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 26. Mai 2022 - 13:59 #

Aufgrund dem, was du zu deinen Präferenzen geschrieben hast, hatte ich schon erwartet, dass dir AoM und AoE3 nicht so zusagen, eben weil sie mehr auf Charaktere setzten. Ich denke aber nicht, dass sie das Konzept bei AoE4 über den Haufen werfen, gerade wenn es so vielen Leute gefallen hat. Ich halte es auch für keine schlechte Idee das aufzuteilen, z.b. AoE die Serie die sich näher an der Historie hält und z.b. AoM mit mehr Freiheiten. Da durch kann man das übergreifenden Age-Franchise noch verbreitern und diversifizieren.

Zu Royal Rumble: es wird eine rein für Multiplayer konzipierte Mod sein. Allgemein ist die KI zwar da und auch OK, aber auch nicht überragend - und dass sie mit dem Spielmodus nichts anfangen kann bestätigt für mich nur, dass in sie nicht viele Ressourcen gesteckt werden. Ich weiß nicht wie tief man einsteigen kann, dass man ihr als Mod mehr beibringen kann, da hatte ich noch nicht genug Zeit, mich mit den Tools zu beschäftigen.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 23. Mai 2022 - 22:49 #

Teil 2 (separat, habe nur einen kleinen Bildschirm).

Ich denke, gerade am Anfang hatten Sie neben den Rutten noch viele andere Sachen im Kopf. Was ja generell so eine sinnvolle Taktik ist (weiß nicht, ob ich das bei AoE4 oder SD2 aufgeschnappt habe): Lange genug warten und dann im Zweifel lieber einen Tick zu viel nerfen, und dann wieder ein bisschen zurückrudern. Wie es jetzt mit den Mangen gemacht wurde. Ich denke, es gab vor allem bis letztlich zu dem letzten großen Update (nach dessen Spielen ich auch den Artikel geschrieben habe) so krasse Baustellen, dass gerade anfangs Balancing nur ein Punkt von vielen war. Der aktuelle Umgang mit dem Balancing (siehe Mangen oder die von dir angesprochene Kommunikation, gibt ja sehr gute Diskussionen, die man auf youtube anschauen kann; außerdem hilft es fürs Verständnis, zum Beispiel das ein oder andere Video von Schlüsselspielern/Testern/Beratern wie Beastyqt zu schauen; auch den AoE Podcast finde ich sehr nice für eine Zusammenfassung). Denke, jetzt wo die offenen Wunden des (im Hinblick auf wichtige Feature) etwas zu frühen Releases langsam geschlossen sind, wird der Fokus stark auf Balancing und Kommunikation shiften (bzw ist es schon) und im Hintergrund a einer Erweiterung gewerkelt.

Erschreckend würde ich noch nicht sagen. Die SP-Spieler sind jetzt halt durch, AoE2 wird sicher auch vom SP getragen. Ich denke auch, dass AoE4 mehr Game Pass Spieler noch haben dürfte als AoE2 (in Relation zur jeweiligen Gesamtspielerzahl). Ist auch (bezogen auf die von mir genannten Steamspyzahlen) auch nur knapp die Hälfte, nicht 1 Drittel. Aber klar, erhofft wurde sicher mehr. Allerdings hat AoE2 derzeit auch einen massiven Boom, siehe z.B. Jordan, dessen Twitch gefühlt durch die Decke geht (für AoE). Hauptsächlich mit AoE2 und coolerweise auch unterstützt durch Microsoft (als Turniersponsor).

Hera ist halt jetzt ganz weg von AoE und ich glaube zu LOL? AoE2 spielt er glaube ich auch nicht mehr? Er hat aber auch aufgehört, bevor jetzt die großen Updates kamen. Selbiges gilt für Bonjwa (da kann ich die Bedeutung nicht einschätzen; der spielt doch zwar sehr gut, kam der nicht ursprünglich auch von SC2? Hat der denn was mit der "Weltelite" zu tun? Reichweite ist auf jeden Fall stark, hat aber glaube ich schon Anfang des Jahres aufgehört? Bitte korrigieren, wenn falsch!).

Wo ich dir natürlich voll zustimme: Mit einem etwas mehr "feature complete" release und zum Beispiel Editor und ranked an Weihnachten, wäre die Playerbase jetzt größer. Denke auch, der Termin war fix (auch vom Marketing her) und wurde bestmöglich umgesetzt. Dadurch gab es, wie ich es auch im Artikel schrieb, imho sehr ärgerliche und vermeidbare Einbrüche bei Spielerzahlen. Es ist imho immer leichter Spieler zu halten, als verlorene Spieler zurückzuholen. Sieht man denke ich auch hier in den Kommentaren. Viele Sachen, die Spielern fehlen, sind mittlerweile reingepatched worden. Das hat alles für eine sehr ärgerliche Negativity gesorgt. Denke aber, Microsoft wird sehr langen Atem haben. AoE2 boomt, AoE3 boomt nicht, die Playerbase wird aber weiter versorgt, AoE4 ist solide unterwegs und hat auch weiter krasse finanzielle Unterstützung, wie jetzt das Red Bull Turnier. Das sind (für das eigentlich totgesagte und zunächst nur durch aktive Fans überlebende) Franchise krasse Hausnummern. Für mich ist dieser, ganz ursprünglich zeitlich eher vorgesehene Artikel, daher auch eine Chance, auf die ganzen Verbesserungen hinzuweisen (und gleichzeitig die Mängel zu beklagen, die nach und nach beseitigt wurden und werden). An ein komplettes Aufholen des verlorenen Bodens glaube ich auch nicht, denke aber, sie werden AoE4 erfolgreich neben AoE2 platzieren und zusätzlich weiter AoE3 als "Fanservice" (weil keine so große Playerbase, kompetitiv auch nicht so präsent wie die beiden anderen) unterstützen.

Ich bin auch kein großer Fan von Wassermaps. Aber gerade auch im Hinblick auf die Singleplayer-Basis könnte ich mir z.B. die sehr populären Wikinger vorstellen. Ließe sich eine tolle Kampagne machen, dazu könnte man sogar ggf. z.B. Franzosen und Engländer in die Kampagne einbauen.

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 24. Mai 2022 - 9:09 #

Einen Einbruch der Spielerzahlen hat jeder erwartet, aber nicht in diesem Ausmaß - vor allem, dass es so weit hinter AoE2 zurück fällt. GamePass wird oft angeführt, aber ist das wirklich so? Spielen das viele im GamePass? Gibt es dazu belastbare Zahlen? Mir kommts manchmal so vor, als ob das als Wunschdenken missbraucht wird um sich die Situation schön zu reden "ist ja im GamePass, das werden alle da spielen" ist ungefähr so wie "Die, die kein MP im Battle.net spielen, spielen nur im LAN" - war auch nur Pustekuchen.
Ich finde auf die schnelle auch keine Aussagen von Microsoft, wie zufrieden sie mit AoE4 allgemein sind. Zwar auch nichts gegenteiliges, aber wenn eine Firma einen Release nicht im nachhinein feiert ist das normalerweise keine gute Nachricht.

Hera ist zu LoL gewechselt, hat zumindest mit AoE4 aufgehört. AoE2 hat er mit dem neuen DLC wieder angefangen (und direkt dreimal hintereinander in Hoang in der Ladder gelaufen ;) Bonjwa ist was die Reichweite im deutschsprachigen Raum angeht schon eine große Nummer und dürfte einiges an Einfluss haben. Klar ist er ein Elite-Spieler, aber wer ist das schon? Vielleicht 20-30? Mit denen machst du keinen Staat.

Ich denke auch, dass Microsoft AoE4 weiter supporten wird. Das sieht man auch an AoE3, dessen kompetitive nach dem Launch von AoE4 fast komplett eingegangen ist (selbst AoM und AoEO sind stabil geblieben). Die Frage ist nur, ob durch Relic oder ein anderes Studio. Halte ich für gut möglich dass wenn der Vertrag aufläuft dass dann Forgotten Empires übernimmt, die waren ja auch schon an der Entwicklung beteiligt. Aber das wird man sehen müssen. Ich hoffe ja wirklich dass beim XBox/Bethesda Showcase in ~3 Wochen was dazu kommt. Und nicht nur bei der PC Gaming Show wie die Ankündigung von AoE1DE, das fand ich etwas merkwürdig.

Brunt 15 Kenner - P - 2772 - 22. Mai 2022 - 20:22 #

Ich finde 4 völlig enttäuschend.
Kein Mut oder Einfallsreichtum der Entwickler und nichts neues was einen Kauf rechtfertigen könnte.
Da kann jeder ruhigen Gewissens bei Age of Empires 2 bleiben.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 22. Mai 2022 - 23:17 #

Was hättest du dir denn neues oder mutiges gewünscht? Imho hat AoE4 zwar das gleiche Feeling / steht erkennbar in der Tradituon der ersten 3 Teile, unterscheidet sich spielmechanisch in sehr vielen Aspekten aber deutlich. Und damit wurde imho alles richtig gemacht.

Brunt 15 Kenner - P - 2772 - 23. Mai 2022 - 7:21 #

Meine Kritik bezieht sich auf den Multiplayer Modus.
Muss aber sagen daß ich es nur am Anfang gespielt habe und nicht weiß ob sich da jetzt etwas geändert hat, was ich aber nicht glaube.
Es wird doch auf den verschiedenen Seiten in jedem Test bestätigt das es kaum Neuerungen gibt.
Ich bin ja kein Entwickler aber es gäbe sicher einiges was man da neues einbauen könnte.
Das geht schon mit den Karten los wo man etwas mehr Strategie reinbringen könnte.
Warum nicht einmal Brücken über Flüsse die man zerstören und auch wieder aufbauen kann?
Warum nicht ein 4 gegen 4 auf riesigen Karten wo man die Möglichkeit hat unter dem Spiel ein Bündniss mit jemanden einzugehen?
Warum keine neuen Siegbedingungen, z.b. das eine Partei nur eine bestimmte Zeit verteidigen muss um zu gewinnen?
Das sind jetzt nur ein paar Ideen da gäbe es bestimmt noch einiges an Möglichkeiten.
Ich bleib dabei das ist im großen und ganzen ein AOE 2

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 23. Mai 2022 - 9:28 #

Vielen Dank für deine Ergänzungen, da kan ich was zu sagen :)

- Wenn das jn einem Test steht, ist es nur bedingt richtig. Ganz grundsätich hast du weiter Schere-Stein-Papier. Du hast auch keine auf den ersten Blick massive Neuerung wie "Heldeneinheiten die man mit Items ausrüsten kann" (zum Glück nicht!). Du hast aber, auch recht leicht erkennbare, dermaßen viele Ändrrungen, dass sich AoE4 im MP DEUTLICH anders spielt und andere Strategien erfordert und ermöglicht als AoE2. Paar Beispiele sind in meinem Artikel. Ich würde daher sagen, es gibt schon augenscheinliche Neurungen die man sofort oder schnell erkennen sollte, dazu viele weitere nicht ganz sofort (zB in einem Test mit paar Partien MP, wenn überhaupt gegen echte Menschen) erkennbare Neuerungen oder Änderungen, mit großen Auswirkungen. Fazit: Nicht alles glauben, was in Tests steht.

- es gibt sogar zerstörbare und wiederaufbare Brücken, zumindest in der Kampagne. Auf sen Standardkarten für den Mappool glaube ich nicht.

- Große Partien mit Bündnisfreiheit gibt es. Entweder man startet mit Bündnissen und sie sind fix. Oder man kann sie ändern. Oder man startet bündnisfrei und kann während der Partie Bündnisse eingehen. Sehr unterhaltsam, auch zum Anschauen, sind die free for all Partien auf Nomad, auch mit Profis, wo man nur mit Dörflern starteg irgendwo. Entwickeln sich sehr spannende Dynamiken. Gibt es aber erst seit dem letzten großen Patch!

- es gibt sogar 2 neue Siegbedingungen. 1. die Heiligen Stätten verteidigen und 2. alle Landmarks zerstören

Massive Änderungen hast du zB auch durch die Lücken zwischen den Häusern und die Mauern. Lategame (Gold) läuft anders. usw.

AoE4 ist klar erkennbar ein AoE, unterscheidet sich aber dann spielmechanisch sehr stark von AoE2. Spätestens, wenn man halbwegs ernsthaft in den MP einsteigt (und/oder den eSport verfolgt) kann man das gut erkennen.

Würde dir daher, wenn du mit AoE2 durch bist und noch Lust auf RTS hast, einen neuen Versuch empfehlen ;)

Brunt 15 Kenner - P - 2772 - 24. Mai 2022 - 8:36 #

Danke für die Infos.
Wie ich geschrieben hatte habe ich es nur am Anfang gespielt.
Das doch noch so vieles geändert wird hätte ich nicht erwartet.

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 23. Mai 2022 - 18:20 #

Unterschiedlicehe Siegbedingungen ist quasi eine Markenzeichen der Serie, siehe auch meinen Artikel [https://www.gamersglobal.de/user-artikel/mein-aoe-rueckblick-1#h3num1]. Dass Online nur Conquest gespielt wird, ist eher Schuld der Community. Bei AoE4 sind aber meistens drei Aktiv: Landmarks zerstören, Heilige Stätten halten, Weltwunder bauen. Und die sind meistens Aktiv und werden auch genutzt - selbst in 1on1s sind Weltwunder durchaus möglich, wenn auch selten.

Bei einigen der Ideen bin ich mir relativ sicher, dass die Entwickler sie mal hatten, aber verworfen wurden, weil sie keine Spaß machen. Häufig reicht schon, die Ideen ein wenig weiter zu denken. Mal meine Einschätzung dazu:

"Warum nicht einmal Brücken über Flüsse die man zerstören und auch wieder aufbauen kann?"
Warum sollte ich dass, wenn ich mit Schiffen übersetzten kann? Dazu würden die Partien sehr langweilig werden, weil sich alles auf das kontrollieren der Brücken konzentrieren würde. Schon jetzt sind Karten mit Flüssen und einzelnen Übergängen ein Problem, weil man sich so gut hinter ihnen einigeln kann und die Matches dann endlos in der Länge gezogen werden.

"Warum nicht ein 4 gegen 4 auf riesigen Karten wo man die Möglichkeit hat unter dem Spiel ein Bündnis mit jemanden einzugehen?"
Diplo gibt es seit dem letzten Update, dass man im Spiel die Bündnisse ändern kann. Wobei das meist eher als FFA gespielt wird.

"Warum keine neuen Siegbedingungen, z.b. das eine Partei nur eine bestimmte Zeit verteidigen muss um zu gewinnen?"
Weltwunder? Ansonsten ließe sich das bestimmt als Custom-Map im Karteneditor realisieren.

Sie haben allgemein aber viele Neuerungen, zumindest für AoE - schlicht aus anderen Spielen geklaut. Die Heiligen Stätten verteidigen direkt aus Dawn of War oder Company of Heroes, die Wald-Verstecke sind wohl aus Schlacht um Mittelerde, andere Elemente aus älteren Age-Spielen (der Prälat ist sehr ähnlich zum Pharao in Age of Mythology). Wirklich neu ist die Einfluss-Mechanik der Gebäude, dass man Boni bekommt, wenn man seine Basis nach bestimmten Regeln baut, die je nach Volk auch variieren.
Klar, nichts davon dreht das Spiel auf Links - aber das dürfte auch nicht die Intention der Entwickler gewesen sein. Weil sie dann viel mehr Spieler vergrault hätten, indem sie ein komplett anderes Spiel gemacht hätte und den Namen "Age of Empires" draufgeklatscht hätte. Man kann es nicht jedem Recht machen. Aber dafür gibt es genug andere Spiele, die evtl. mehr deinem Geschmack entsprechen ;)

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 23. Mai 2022 - 18:18 #

Ein Nachfolger ist immer ein schwieriger Spagat: ändert man zu viel, wollen es viele nicht mehr "weil es kein XY mehr ist". Ändert man zu wenig kommt dein Kommentar heraus. Oder auch mal beides. Man kann es nicht jedem Recht machen.
Wenn du ein Age of Empires mit vielen Neuerungen willst, schau dir mal AoE3, das machte vieles anders - da hat aber auch vielen Spielern genau deswegen nicht gefallen. Dass Microsoft und Relic AoE2, den mit Abstand beliebtesten Teil als Grundlage hernahmen und dann darauf aufgebaut haben ist deshalb nur logisch, weil es das geringste wirtschaftliche Risiko bildet. Es wäre nicht das erste Super-Innovative-Spiel geworden, das niemand kauft. Der Mensch ist doch Gewohnheitstier, siehe Fifa, COD & Konsorten...

DerBesserwisser 17 Shapeshifter - P - 6487 - 23. Mai 2022 - 12:05 #

Schöner Artikel für ein schönes Spiel - schade das Microsoft das in sein Ökosystem einsperrt.
Hab aber einen Schnitzer im Artikel gefunden:
"Dadurch sind die Unterschiede der Völker für neue und noch nicht so erfahrene Spieler nicht so groß":
Für meine Spiele-Fähigkeiten wurde im Prinzip der Begriff Anfänger erfunden, aber ich hab schon in meiner zweiten Partie (schmerzlich) gelernt, dass man in Mehrspielerpartien sehr gute Karten hat, wenn man als einziger die englischen Langbogenschützen zur Verfügung hat.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 23. Mai 2022 - 12:32 #

Ganz herzlichen Dank :)

Wie meinst du das mit dem Ökosystem einsperren? Du kannst AoE4 auch auf Steam kaufen und musst es (glaube ich) nichtmal mit deinem Xbox Account (den man vielleicht gar nicht hat) verknüpfen. Crossplay ist möglich. Mods sind sogar direkt im Spiel eingebunden.

Zu dem Zitat: Das ist ja in dem Vergleichsteil und bezieht sich noch auf AoE2. AoE4 geht dann los mit "Die Völker bei Age of Empire 4 unterscheiden sich hingegen so stark, dass die massiven Unterschiede sofort auffallen."

Bei seiner England-Erfahrung ist es so, dass die Engländer aktuell sehr stark sind. In allen Zeitaltern. Mit denen kann man auch gut rushen. Es hätte dich aber, theoretisch, auch ein Franzosen oder Mongolen Rush treffen können. Das mit den Engländern habe ich auch im Artikel drin, wollte aber nicht zu aehr auf die aktuelle Meta eingehen, da sie sehr im Fluss ist. Gab zB jetzt einen kleinen Patch mit HRE buff und u.a. einer ganz leichten Rücknahme des Mangonel nerf, was ein indirekter nerf der Engländer ist (wie stark wissen aktuell noch nichtmal die Profis; kein absoluter gamechanger aber vermutlich spürbar).

DerBesserwisser 17 Shapeshifter - P - 6487 - 24. Mai 2022 - 7:44 #

Hmm, da bin ich wohl zu vorurteilsbehaftet - seit MS mich mit dem Konto-Zwang aus Minecraft ausgesperrt hat, bin ich da wohl zu voreingenommen.
Mir ging es mit dem Zitat um AoE2, AoE4 kann ich nicht spielen (weil DRM-behaftet)

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 24. Mai 2022 - 8:57 #

Du brauchst definitiv keinen MS-Account, das ging zum Launch nicht mal.
Wenn DRM generell ein Problem ist: wie spielst du dann AoE2? Die CD-Version? Aber die hat doch Safedisc... Alles andere gibt es nur auf Steam und im MS Store. Zumindest legal.

DerBesserwisser 17 Shapeshifter - P - 6487 - 24. Mai 2022 - 10:00 #

"Du brauchst definitiv keinen MS-Account, das ging zum Launch nicht mal."
Wie bereits gesagt, war meine eigene Voreingenommenheit.
"Wenn DRM generell ein Problem ist: wie spielst du dann AoE2?"
Keine Ahnung, hab mir vor Jahren irgendwann mal bei MediaMarkt auf dem Grabbeltisch eine AoE-Collectors Edition von Ubisoft mitgenommen davon ein Image gezogen und das nutze ich seither.

Sokar 20 Gold-Gamer - - 21860 - 24. Mai 2022 - 14:11 #

Das ist die ganz alte CD-Version, bin mir nicht sicher was die zahlreichen Budget-Versionen als Kopierschuzt nutzen. Glaube früher was das immer SafeDisc. Komplett DRM-frei war es nie, außer aus nicht so legalen Quellen.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 24. Mai 2022 - 19:52 #

Ah, ach so :) Ich weiß jetzt nicht, ob du 1v1 oder ein Teamgame gespielt hast, aber gerade bei einem so alten Spiel (und vor dem großen Aufschwung) sind viele Experten unterwegs (aufgrund der niedrigen Hardwareanforderungen oft auch aus dem asiatischen Bereich). Da werden neue Spieler von egal welchem Volk zerlegt. Das war vermutlich ein Spieler, der (mindestens) die Briten gut spielen kann. Es hätte dich aber auch z.B. ein Eagle Rush treffen können. Das es jetzt gerade ein Brite war, war lediglich ein wahrscheinlicher Zufall. Die Skills um die Unique-Vorteile der Völker in AoE2 WIRKLICH auszuspielen (inklusive special unit) hat ein Anfänger nicht. Dazu muss man verschiedene Build orders drauf haben, countern / switchen können UND möglichst früh lesen können, was die Strategie des Gegners vermutlich ist (was für Gebäude, wieviele villager auf welchen Ressourcen, welches Volk --> was plant er?). Die Briten sind in AoE2 auch nicht völlig op. Kommt natürlich auch auf die Karte an. Für 1v1 Arabia sind die Briten bei The Viper (August 21) A Tier (2020 waren sie S tier). Schon insgesamt ein sehr gutes Volk, das auch populär ist. Wenn das ein Spieler trainiert, kann er damit sehr viel machen. Kann man aber (als mindestens gleichguter Spieler) auch kontern.

Als Anfänger kannst du die Völker in AoE2 (mehr oder minder) trotzdem erstmal einfach runterspielen und musst nicht jedes Volk komplett neu lernen. Wenn du deine DRM-Bedenken ablegen solltest und AoE4 spielst wirst du sehen, dass sie im Vergkeich zu AoE2 extrem unterschiedlich sind (also auch für den Anfänger klar erkennbar, und da reden wir nicht über eine Spezialeinheit) und du (mal mehr, mal weniger), deutlich mehr Lernzeit das Volk investieren musst als in AoE2.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 23. Mai 2022 - 22:24 #

Habe einen kleinen Verweis auf den Aufstieg durch Monumente eingebaut, den es in der Reihe erstmals in AoE3 - Asian Dynasties gab. Die AoE3 Erweiterungen habe ich leider noch auf meinem pile of shame. Vielen Dank an FloosWorld auf Reddit für den Hinweis!

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 74511 - 25. Mai 2022 - 19:51 #

Ganz aktuelle Landmark tierlist von Beastyqt:

https://youtu.be/PFUKZuydC_Y